Angewendet bei: hämatologische Malignome
Art der Anwendung: Injektion
Substanz: elranatamab (monoklonaler Antikörper)
ATC: L01FX32 (ANTINEOPLASTISCHE UND IMMUNMODULIERENDE MITTEL | Monoklonale Antikörper und Antikörper-Wirkstoff-Konjugate | Andere monoklonale Antikörper und Antikörper-Wirkstoff-Konjugate)
Elranatamab ist ein experimenteller monoklonaler Antikörper, der zur Behandlung von rezidiviertem oder refraktärem multiplem Myelom eingesetzt wird. Es wirkt, indem es die T-Zellen des Immunsystems gegen Tumorzellen richtet, wobei ein Ansatz verwendet wird, der als bispezifische Antikörpertherapie bekannt ist.
Das Medikament wird subkutan injiziert und ist für Patienten gedacht, die andere therapeutische Optionen ausgeschöpft haben. Klinische Studien haben eine vielversprechende Ansprechrate gezeigt, mit einer signifikanten Reduktion der Tumorlast bei vielen Patienten.
Häufige Nebenwirkungen sind das Zytokinfreisetzungssyndrom, Müdigkeit, Übelkeit und Fieber. Es ist wichtig, dass die Behandlung unter der Aufsicht eines Spezialisten erfolgt und die Patienten überwacht werden, um schwere Komplikationen zu vermeiden.
Elranatamab stellt eine Innovation in der Behandlung des multiplen Myeloms dar und bietet Patienten mit fortgeschrittenen Stadien der Krankheit neue Hoffnung.
ELREXFIO 40 mg/ml Injektionslösung
ELREXFIO 40 mg/ml Injektionslösung
Eine Durchstechflasche enthält 44 mg Elranatamab in 1,1 ml (40 mg/ml).
ELREXFIO 40 mg/ml Injektionslösung
Eine Durchstechflasche enthält 76 mg Elranatamab in 1,9 ml (40 mg/ml).
Elranatamab ist ein bispezifischer IgG2-Kappa-Antikörper aus zwei monoklonalen Antikörpern(mAK). Elranatamab wird mithilfe von zwei rekombinanten Zelllinien von Ovarialzellen deschinesischen Hamsters (Chinese hamster ovary, CHO) hergestellt.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
Injektionslösung (Injektion).
Klare bis leicht opaleszierende, farblose bis blassbraune Lösung mit einem pH-Wert von 5,8 und einer
Osmolarität von etwa 301 mOsm/l.
ELREXFIO wird angewendet als Monotherapie zur Behandlung erwachsener Patienten mitrezidiviertem und refraktärem multiplen Myelom, die zuvor bereits mindestens drei Therapien erhaltenhaben, darunter einen immunmodulatorischen Wirkstoff, einen Proteasom-Inhibitor und einen Anti-
CD38-Antikörper, und die während der letzten Therapie eine Krankheitsprogression gezeigt haben.
Die Behandlung soll von Ärzten mit Erfahrung in der Behandlung des multiplen Myeloms eingeleitetund überwacht werden.
ELREXFIO soll als subkutane Injektion von Ärzten mit entsprechend geschultem medizinischem
Fachpersonal und mit geeigneter medizinischer Ausrüstung verabreicht werden, um schwere
Reaktionen zu behandeln, einschließlich des Zytokin-Freisetzungssyndroms (Cytokine Release
Syndrome, CRS) und des Immuneffektorzell-assoziierten Neurotoxizitätssyndroms (Immune Effector
Cell-Associated Neurotoxicity Syndrome, ICANS, siehe Abschnitt 4.4).
Vor Beginn der Behandlung sollte ein großes Blutbild erstellt werden. Jede Möglichkeit einer aktiven
Infektion und/ oder Schwangerschaft bei Frauen im gebärfähigen Alter ist auszuschließen (siehe
Abschnitt 4.4 und 4.6).
DosierungEmpfohlenes Dosierungsschema
Die empfohlene Dosis beträgt 12 mg an Tag 1 mit stufenweiser Erhöhung (Step-up-Dosierung) auf32 mg an Tag 4, gefolgt von der vollständigen Behandlungsdosis von 76 mg wöchentlich von
Woche 2 bis Woche 24 (siehe Tabelle 1).
Bei Patienten, die mindestens 24 Wochen lang behandelt wurden und auf die Behandlungangesprochen haben, soll das Dosierungsintervall auf ein zweiwöchentliches Behandlungsschemaumgestellt werden. Bei Patienten, die mindestens 24 Wochen lang im zweiwöchentlichen
Behandlungsschema behandelt wurden und bei denen das Ansprechen weiter andauert, soll das
Dosierungsintervall auf ein vierwöchentliches Behandlungsschema umgestellt werden.
ELREXFIO soll gemäß dem Step-up-Dosierungsschema in Tabelle 1 gegeben werden, um die
Inzidenz und den Schweregrad von CRS und ICANS zu verringern. Aufgrund des Risikos für CRSund ICANS sollen die Patienten nach Verabreichung jeder der beiden Step-up-Dosen 48 Stunden langauf Anzeichen und Symptome überwacht werden und angewiesen werden, in der Nähe einermedizinischen Einrichtung zu bleiben (siehe Abschnitt 4.4).
Tabelle 1. Dosierungsschema für ELREXFIO
Dosierungsschema Woche/Tag Dosisa,b In Woche 1: Tag 1 Step-up-Dosis 1 12 mg
Step-up-Dosierung
In Woche 1: Tag 4 Step-up-Dosis 2 32 mg
Wöchentliche Vollständige 76 mg einmal
In Woche 2 bis 24: Tag 1
Dosierunga,c,d Behandlungsdosis wöchentlich2-wöchentliche In Woche 25 bis 48: Vollständige 76 mg alle zwei
Dosierungd,e Tag 1 Behandlungsdosis Wochen4-wöchentliche Vollständige 76 mg alle vierd,f,g Ab Woche 49: Tag 1
Dosierung Behandlungsdosis Wochen
a. Arzneimittel zur Vorbehandlung sind vor den ersten drei Dosen ELREXFIO zu verabreichen.
b. Zwischen Step-up-Dosis 1 (12 mg) und Step-up-Dosis 2 (32 mg) soll ein Mindestabstand von 2 Tagen eingehaltenwerden.
c. Zwischen Step-up-Dosis 2 (32 mg) und der ersten vollständigen Behandlungsdosis (76 mg) soll ein Mindestabstand von3 Tagen eingehalten werden.
d. Zwischen den Dosen soll ein Mindestabstand von 6 Tagen eingehalten werden.
e. Bei Patienten, die auf die Behandlung angesprochen haben.
f. Bei Patienten, die mindestens 24 Wochen lang im zweiwöchentlichen Behandlungsschema behandelt wurdeng. Bei Patienten, bei denen das Ansprechen weiter andauert
Hinweis: Für Empfehlungen für die Wiederaufnahme der Behandlung mit ELREXFIO nach Dosisverzögerungen, siehe
Tabelle 5.
Empfohlene Arzneimittel zur Vorbehandlung
Die folgenden Arzneimittel zur Vorbehandlung sollen etwa 1 Stunde vor den ersten drei Dosen
ELREXFIO verabreicht werden, d. h. vor Step-up-Dosis 1, Step-up-Dosis 2 und der erstenvollständigen Behandlungsdosis, wie in Tabelle 1 beschrieben, um das CRS-Risiko zu verringern(siehe Abschnitt 4.4).
- Paracetamol 500 mg peroral (oder Äquivalent)
- Dexamethason 20 mg peroral oder intravenös (oder Äquivalent)
- Diphenhydramin 25 mg peroral (oder Äquivalent)
Prophylaktische Antibiotika und Virostatika sollen entsprechend den lokalen institutionellen
Behandlungsleitlinien in Betracht gezogen werden (siehe Abschnitt 4.4).
Dosisänderungen basierend auf der Toxizität
Eine Verringerung der Dosis von ELREXFIO wird nicht empfohlen. Zur Behandlung von Toxizitätenkönnen Dosisverzögerungen erforderlich sein (siehe Abschnitt 4.4).
Empfohlene Maßnahmen bei den Nebenwirkungen CRS und ICANS sind in Tabelle 2 bzw. 3aufgeführt.
Empfohlene Maßnahmen bei anderen Nebenwirkungen sind in Tabelle 4 aufgeführt.
Zytokin-Freisetzungssyndrom (Cytokine Release Syndrome, CRS)
Ein CRS soll anhand der klinischen Präsentation identifiziert werden (siehe Abschnitt 4.4). Die
Patienten sollen auf andere Ursachen für Fieber, Hypoxie und Hypotonie untersucht und behandeltwerden. Bei Bedarf ist eine geeignete unterstützende Therapie bei CRS zu verabreichen (einschließlichu. a. fiebersenkende Mittel, intravenöse Flüssigkeitssubstitution, Vasopressoren, IL-6- oder IL-6-
Rezeptor-Inhibitoren, Sauerstoffgabe usw.). Laboruntersuchungen zur Überwachung auf disseminierteintravasale Koagulopathie (disseminated intravascular coagulation, DIC), der hämatologischen
Parameter sowie der Lungen-, Herz-, Nieren- und Leberfunktion sollen in Betracht gezogen werden.
Tabelle 2. Empfohlene Maßnahmen bei CRS
Grada Symptome Maßnahmen
Grad 1 Temperatur ≥ 38 °Cb - Aussetzen der Therapie bis zum
Abklingen des CRSc
- Unterstützende Maßnahmen
Grad 2 Temperatur ≥ 38 °C mit - Aussetzen der Therapie bis zumentweder: Abklingen des CRSc
- Hypotonie, die auf - Unterstützende Maßnahmen
Flüssigkeitszufuhr anspricht - Tägliche Überwachung der Patienten inund keine Vasopressoren einem Zeitraum von 48 Stunden nacherfordert, und/ oder der nächsten Dosis ELREXFIO;
- Sauerstoffbedarf über Anweisung der Patienten, in der Nähe
Low-Flow-Nasenkanüled einer medizinischen Einrichtung zuoder Blow-by bleiben
Grad 3 Temperatur ≥ 38 °C mit - Aussetzen der Therapie bis zum(erstes entweder: Abklingen des CRSc
Auftreten) - Hypotonie, die einen - Unterstützende Maßnahmen, ggf. mit
Vasopressor mit oder ohne intensivmedizinischer Versorgung
Vasopressin erfordert, und/ - Anwendung von Arzneimitteln zuroder Vorbehandlung vor der nächsten Dosis
- Sauerstoffbedarf über ELREXFIO
High-Flow-Nasenkanüled, - Tägliche Überwachung der Patienten in
Sauerstoffmaske, Maske einem Zeitraum von 48 Stunden nach derohne Rückatmung oder nächsten Dosis ELREXFIO; Anweisung
Venturi-Maske der Patienten, in der Nähe einermedizinischen Einrichtung zu bleiben
Grad 3 Temperatur ≥ 38 °C mit - Dauerhaftes Absetzen der Therapie(wiederkehrend) entweder: - Unterstützende Maßnahmen, ggf. mit
- Hypotonie, die einen intensivmedizinischer Versorgung
Vasopressor mit oder ohne
Vasopressin erfordert, und/oder
- Sauerstoffbedarf über
High-Flow-Nasenkanüled,
Sauerstoffmaske, Maskeohne Rückatmung oder
Venturi-Maske
Grada Symptome Maßnahmen
Grad 4 Temperatur ≥ 38 °C mit - Dauerhaftes Absetzen der Therapieentweder: - Unterstützende Maßnahmen, ggf. mit
- Hypotonie, die mehrere intensivmedizinischer Versorgung
Vasopressoren (außer
Vasopressin) erfordert, und/oder
- Sauerstoffbedarf beipositivem Druck (z. B.kontinuierlicher positiver
Atemwegsdruck [continuouspositive airway pressure,
CPAP], Bilevel- positiver
Atemwegsdruck [bilevelpositive airway pressure,
BiPAP], Intubation undmechanische Beatmung)
a. Basierend auf der Einstufung der American society for transplantation and cellular therapy (ASTCT) 2019 für CRS
b. Zurückzuführen auf CRS. Fieber muss nicht immer gleichzeitig mit Hypotonie oder Hypoxie auftreten, da es durch
Maßnahmen wie fiebersenkende Mittel oder eine Antizytokintherapie maskiert werden kann.
c. Siehe Tabelle 5 für Empfehlungen zur Wiederaufnahme der Behandlung mit ELREXFIO nach Dosisverzögerungen
d. Low-Flow-Nasenkanüle mit einem Durchfluss von ≤ 6 l/min, High-Flow-Nasenkanüle mit einem Durchfluss von>6 l/min
Neurologische Toxizitäten, einschließlich ICANS
Andere Ursachen für neurologische Symptome sollen ausgeschlossen werden. Die Patienten sollenumgehend untersucht und entsprechend dem Schweregrad behandelt werden. Bei schweren oderlebensbedrohlichen neurologischen Toxizitäten muss eine unterstützende Therapie, möglicherweiseeinschließlich einer intensivmedizinischen Versorgung, bereitgestellt werden. Patienten, bei denen ein
ICANS Grad 2 oder höher mit der vorherigen Dosis von ELREXFIO auftritt, sollen angewiesenwerden, sich in der Nähe einer medizinischen Einrichtung aufzuhalten, und nach der nächsten Dosisüber einen Zeitraum von 48 Stunden täglich auf Anzeichen und Symptome überwacht werden.
Tabelle 3. Empfohlene Maßnahmen bei ICANS
Grada Symptomeb Maßnahmen
Grad 1 ICE-Score 7-9c - Aussetzen der Behandlung biszum Abklingen des ICANSeoder getrübter Bewusstseinszustandd: - Überwachung derwacht spontan auf neurologischen Symptomeund ggf. Konsultation eines
Neurologen zur weiteren
Beurteilung und Behandlung
- Nicht sedierende,anfallshemmende
Arzneimittel (z. B.
Levetiracetam) zur
Anfallsprophylaxe in Betrachtziehen
Grad 2 ICE-Score 3-6c - Aussetzen der Behandlung biszum Abklingen des ICANSeoder getrübter Bewusstseinszustandd: - Anwendung vonwacht auf Ansprache auf Dexamethasonf 10 mgintravenös alle 6 Stunden;
Anwendung von
Dexamethason bis zur
Besserung auf Grad 1 oder
Grada Symptomeb Maßnahmenweniger fortsetzen, dannausschleichen
- Überwachung derneurologischen Symptomeund ggf. Konsultation eines
Neurologen und anderer
Spezialisten zur weiteren
Beurteilung und Behandlungin Betracht ziehen
- Nicht sedierende,anfallshemmende
Arzneimittel (z. B.
Levetiracetam) zur
Anfallsprophylaxe in Betrachtziehen
- Tägliche Überwachung der
Patienten in einem Zeitraumvon 48 Stunden nach dernächsten Dosis ELREXFIO;
Anweisung der Patienten, inder Nähe einer medizinischen
Einrichtung zu bleiben
Grad 3 ICE-Score 0-2c - Aussetzen der Behandlung bis(erstes Auftreten) zum Abklingen des ICANSeoder getrübter Bewusstseinszustandd: - Anwendung vonerwacht nur bei taktiler Reizung Dexamethasonf 10 mgintravenös alle 6 Stunden;oder Krampfanfälled, entweder: Anwendung von
- jeglicher klinische Krampfanfall, Dexamethason bis zurfokal oder generalisiert, der sich Besserung auf Grad 1 oderrasch zurückbildet, oder weniger fortsetzen, dann
- nicht-konvulsive Anfälle auf dem ausschleichen
Elektroenzephalogramm (EEG), - Überwachung derdie bei Intervention abklingen, neurologischen Symptomeund ggf. Konsultation einesoder erhöhter Hirndruck: Neurologen und andererfokale/lokale Ödeme in der Spezialisten zur weiteren
Neurobildgebungd Beurteilung und Behandlungin Betracht ziehen
- Nicht sedierende,anfallshemmende
Arzneimittel (z. B.
Levetiracetam) zur
Anfallsprophylaxe in Betrachtziehen
- Unterstützende Maßnahmen,ggf. mit intensivmedizinischer
Versorgung
- Tägliche Überwachung der
Patienten in einem Zeitraumvon 48 Stunden nach dernächsten Dosis ELREXFIO;
Anweisung der Patienten, inder Nähe einer medizinischen
Einrichtung zu bleiben
Grada Symptomeb Maßnahmen
Grad 3 ICE-Score 0-2c - Behandlung dauerhaft(wiederkehrend) absetzenoder getrübter Bewusstseinszustandd: - Anwendung vonerwacht nur bei taktiler Reizung Dexamethasonf 10 mgintravenös alle 6 Stunden;oder Krampfanfälled, entweder: Anwendung von
- jeglicher klinische Krampfanfall, Dexamethason bis zurfokal oder generalisiert, der sich Besserung auf Grad 1 oderrasch zurückbildet, oder weniger fortsetzen, dann
- nicht-konvulsive Anfälle auf dem ausschleichen
Elektroenzephalogramm (EEG), - Überwachung derdie bei Intervention abklingen, neurologischen Symptomeund ggf. Konsultation einesoder erhöhter Hirndruck: fokale/ Neurologen und andererlokale Ödeme in der Spezialisten zur weiteren
Neurobildgebungd Beurteilung und Behandlungin Betracht ziehen
- Nicht sedierende,anfallshemmende
Arzneimittel (z. B.
Levetiracetam) zur
Anfallsprophylaxe in Betrachtziehen
- Unterstützende Maßnahmen,ggf. mit intensivmedizinischer
Versorgung
Grad 4 ICE-Score 0c - Behandlung dauerhaftabsetzenoder getrübter Bewusstseinszustandd, - Anwendung vonentweder: Dexamethasonf 10 mg
- der Patient ist nicht aufweckbar intravenös alle 6 Stunden;oder benötigt starke oder sich Anwendung vonwiederholende taktile Reize, um Dexamethason bis zurzu erwachen, oder Besserung auf Grad 1 oder
- Stupor oder Koma weniger fortsetzen, dannausschleichenoder Krampfanfälled, entweder: - Alternativ Anwendung von
- lebensbedrohlicher länger Methylprednisolon 1 000 mganhaltender Krampfanfall täglich intravenös für 3 Tage(> 5 Minuten) oder in Betracht ziehen
- sich wiederholende klinische oder - Überwachung derelektrische Anfälle ohne neurologischen Symptomezwischenzeitliche Rückkehr zum und ggf. Konsultation eines
Ausgangszustand Neurologen und anderer
Spezialisten zur weiterenoder motorische Befunded: Beurteilung und Behandlung
- tiefgreifende fokale motorische in Betracht ziehen
Schwäche wie Hemiparese oder - Nicht sedierende,
Paraparese oder anfallshemmende
Arzneimittel (z. B.
erhöhter Hirndruck/ Hirnödemd, mit Levetiracetam) zur
Anzeichen/ Symptomen wie z. B.: Anfallsprophylaxe in Betracht
- diffuses Hirnödem in der ziehen
Neurobildgebung oder
Grada Symptomeb Maßnahmen
- dezerebrale oder dekortikale - Unterstützende Maßnahmen,
Körperhaltung oder ggf. mit intensivmedizinischer
- Lähmung des VI. Hirnnervs oder Versorgung
- Papillenödem oder
- Cushing-Triade
Abkürzungen: ICE = Immuneffektorzell-assoziierte Enzephalopathie (immune effector cell-associated encephalopathy)
a. Basierend auf der Einstufung der American society for transplantation and cellular therapy (ASTCT) 2019 für ICANS
b. Die Behandlung richtet sich nach dem schwerwiegendsten Ereignis, das nicht auf eine andere Ursache zurückzuführen ist.
c. Ist der Patient aufweckbar und fähig, das ICE-Assessment durchzuführen, Folgendes beurteilen:
Orientierung (Orientierung bezüglich Jahr, Monat, Stadt, Krankenhaus = 4 Punkte), Benennen (3 Objekte benennen, z. B. auf
Uhr, Stift, Knopf zeigen = 3 Punkte), Befolgen von Aufforderungen (z. B. 'Zeigen Sie mir 2 Finger“ oder 'Schließen Sie die
Augen und strecken Sie Ihre Zunge heraus“ = 1 Punkt), Schreibfähigkeit (Fähigkeit, einen Standardsatz zuschreiben = 1 Punkt) und Aufmerksamkeit (von 100 in Zehnerschritten rückwärts zählen = 1 Punkt). Wenn der Patient nichtaufweckbar und nicht imstande ist, das ICE-Assessment durchzuführen (ICANS Grad 4) = 0 Punkte
d. Auf keine andere Ursache zurückzuführen
e. Für Empfehlungen für die Wiederaufnahme der Behandlung mit ELREXFIO nach Dosisverzögerungen, siehe Tabelle 5
f. Alle Angaben zur Anwendung von Dexamethason beziehen sich auf Dexamethason oder ein äquivalentes Arzneimittel.
Tabelle 4. Empfohlene Maßnahmen bei anderen Nebenwirkungen
Nebenwirkungen Schweregrad Maßnahmen
Hämatologische Absolute Neutrophilenzahl weniger - Aussetzen der Behandlung,
Nebenwirkungen als 0,5 × 109/l bis die absolute(siehe Abschnitt 4.8) Neutrophilenzahl 0,5 × 109/loder mehr beträgtb
Febrile Neutropenie - Aussetzen der Behandlung,bis die absolute
Neutrophilenzahl 1 × 109/loder mehr beträgt und das
Fieber zurückgehtb
Hämoglobin unter 8 g/dl - Aussetzen der Behandlung,bis das Hämoglobin 8 g/dloder mehr beträgtb
Thrombozytenzahl unter 25 000/μl - Aussetzen der Behandlung,bis die Thrombozytenzahl
Thrombozytenzahl zwischen 25 000/μl oder mehr beträgt25 000/μl und 50 000/μl mit und keine Anzeichen von
Blutungen Blutungen vorliegenb
Andere*, Grad 3 oder 4 - Aussetzen der Behandlung,nicht-hämatologische bis die Nebenwirkung auf
Nebenwirkungena Grad 1 oder den(siehe Abschnitt 4.8) Ausgangszustandzurückgehtb
- Dauerhaft absetzen, wennkeine Besserung eintritt
a. Basierend auf National cancer institute common terminology criteria for adverse events (NCI-CTCAE), Version 5.0
b. Siehe Tabelle 5 für Empfehlungen für die Wiederaufnahme der Behandlung mit ELREXFIO nach Dosisverzögerungen(siehe Abschnitt 4.2)
* Abgesehen von CRS und ICANS
Wiederaufnahme der Therapie mit ELREXFIO nach Dosisverzögerung
Wenn eine Dosis verspätet angewendet wird, ist die Therapie gemäß den Empfehlungen in Tabelle 5wieder aufzunehmen und die Therapie dem Dosierungsschema entsprechend fortzusetzen (siehe
Tabelle 1). Arzneimittel zur Vorbehandlung sollten gemäß den Angaben in Tabelle 5 angewendetwerden.
Tabelle 5. Empfehlungen zur Wiederaufnahme der Behandlung mit ELREXFIO nach
Dosisverzögerung
Letzte
Dauer der Verzögerung seit derangewendete Maßnahmeletzten angewendeten Dosis
Dosis
Step-up- 2 Wochen oder weniger Wiederaufnahme mit Step-up-Dosis 2
Dosis 1(12 mg) (≤ 14 Tage) (32 mg);a falls gut verträglich, 4 Tagespäter auf 76 mg erhöhen
Mehr als 2 Wochen (> 14 Tage) Wiederaufnahme des Step-up-
Dosierungsschemas mit Step-up-Dosis 1(12 mg)a
Step-up- 2 Wochen oder weniger Wiederaufnahme mit 76 mga
Dosis 2(32 mg) (≤ 14 Tage)
Zwischen 2 und 4 Wochen Wiederaufnahme mit Step-up-Dosis 2(15 Tage bis ≤ 28 Tage) (32 mg);a falls gut verträglich, 1 Wochespäter auf 76 mg erhöhen
Mehr als 4 Wochen (> 28 Tage) Wiederaufnahme des Step-up-
Dosierungsschemas mit Step-up-Dosis 1(12 mg)a
Jegliche 12 Wochen oder weniger Wiederaufnahme mit 76 mgvollständige (≤ 84 Tage)
Behandlungsdosis(76 mg) Mehr als 12 Wochen (> 84 Tage) Wiederaufnahme des Step-up-
Dosierungsschemas mit Step-up-Dosis 1(12 mg)a; falls gut verträglich, 1 Wochespäter auf 76 mg erhöhen.
a. Arzneimittel zur Vorbehandlung vor der ELREXFIO-Dosis verabreichen
Dauer der BehandlungDie Patienten sollen so lange behandelt werden, bis es zu einer Krankheitsprogression oder zu einerinakzeptablen Toxizität kommt.
Auslassen einer DosisWenn eine Dosis ausgelassen wird, soll diese so bald wie möglich nachgeholt und das
Dosierungsschema angepasst werden, um die Abstände zwischen den einzelnen Dosen bei Bedarfeinhalten zu können (siehe Tabelle 1)
Besondere PatientengruppenEs ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitte 5.1 und 5.2).
NierenfunktionsstörungFür Patienten mit leichter oder mäßiger Nierenfunktionsstörung wird keine Dosisanpassung empfohlen(geschätzte glomeruläre Filtrationsrate [eGFR] > 30 ml/Min./1,73 m2). Es liegen nur begrenzte Datenvon Patienten mit starker Nierenfunktionsstörung vor, siehe Abschnitt 5.2.
LeberfunktionseinschränkungFür Patienten mit leichter Leberfunktionseinschränkung wird keine Dosisanpassung empfohlen(Gesamtbilirubin > 1 bis 1,5 x ULN und jegliche AST oder Gesamtbilirubin ≤ ULN und
AST > ULN, siehe Abschnitt 5.2).
Kinder und JugendlicheEs gibt keine relevante Anwendung von ELREXFIO zur Behandlung des multiplen Myeloms bei
Kindern und Jugendlichen.
Art der AnwendungELREXFIO ist nur zur subkutanen Injektion bestimmt und soll von Ärzten mit entsprechendgeschultem medizinischem Fachpersonal verabreicht werden.
Die erforderliche Dosis soll in das Subkutangewebe am Bauch injiziert werden (bevorzugte
Injektionsstelle). Alternativ kann sie in das Subkutangewebe am Oberschenkel injiziert werden.
ELREXFIO soll nicht in Bereiche injiziert werden, in denen die Haut gerötet, geprellt, empfindlichoder hart ist, oder in Bereiche, in denen sich Narben befinden.
Hinweise zur Handhabung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des
Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiertwerden.
Zytokin-Freisetzungssyndrom (Cytokine Release Syndrome, CRS)
Bei Patienten, die ELREXFIO erhalten, kann ein CRS, einschließlich lebensbedrohlicher odertödlicher Reaktionen, auftreten. Klinische Anzeichen und Symptome eines CRS können u. a. Fieber,
Hypoxie, Schüttelfrost, Hypotonie, Tachykardie, Kopfschmerzen und erhöhte Leberenzyme sein(siehe Abschnitt 4.8).
Die Behandlung soll gemäß dem Step-up-Dosierungsschema eingeleitet werden, um das Risiko für ein
CRS zu verringern. Außerdem sollen die Patienten nach der Verabreichung von ELREXFIOentsprechend überwacht werden. Vor den ersten drei Dosen sollen Arzneimittel zur Vorbehandlungangewendet werden, um das Risiko für ein CRS zu verringern (siehe Abschnitt 4.2).
Die Patienten sind anzuweisen, beim Auftreten von Anzeichen oder Symptomen eines CRS dringendeinen Arzt aufzusuchen.
Bei den ersten Anzeichen eines CRS sollen die Behandlung mit ELREXFIO ausgesetzt und die
Patienten umgehend in Bezug auf eine stationäre Krankenhausaufnahme beurteilt werden. Ein CRSsoll gemäß den Empfehlungen in Abschnitt 4.2 behandelt werden, und es sollen weitere Maßnahmengemäß den lokalen institutionellen Behandlungsleitlinien in Betracht gezogen werden. Je nach Bedarfsind unterstützende Maßnahmen zur Behandlung des CRS (einschließlich, aber nicht beschränkt auf:
Antipyretika, intravenöse Flüssigkeitszufuhr, Vasopressoren, IL-6- oder IL-6-Rezeptor-Inhibitoren,zusätzliche Sauerstoffgabe usw.) zu ergreifen. Laboruntersuchungen zur Überwachung aufdisseminierte intravasale Koagulopathie (disseminated intravascular coagulation, DIC), derhämatologischen Parameter sowie der Lungen-, Herz-, Nieren- und Leberfunktion sollen in Betrachtgezogen werden.
Neurologische Toxizitäten, einschließlich ICANS
Nach der Behandlung mit ELREXFIO können schwerwiegende oder lebensbedrohliche neurologische
Toxizitäten, einschließlich des Immuneffektorzell-assoziierten Neurotoxizitätssyndroms (ICANS),auftreten (siehe Abschnitt 4.8). Die Patienten sind während der Behandlung auf Anzeichen oder
Symptome neurologischer Toxizitäten zu überwachen (z. B. Trübung des Bewusstseinszustands,
Krampfanfälle und/ oder motorische Schwäche).
Die Patienten sind anzuweisen, beim Auftreten von Anzeichen oder Symptomen einer neurologischen
Toxizität dringend einen Arzt aufzusuchen.
Bei den ersten Anzeichen einer neurologischen Toxizität, einschließlich eines ICANS, ist ELREXFIOauszusetzen und eine neurologische Beurteilung in Betracht zu ziehen. Die allgemeine Behandlung beineurologischer Toxizität (z. B. ICANS) ist in Tabelle 3 zusammengefasst (siehe Abschnitt 4.2).
Aufgrund der Möglichkeit für das Auftreten eines ICANS sollten Patienten darauf hingewiesenwerden, während des Step-up-Dosierungsschemas und jeweils in den 48 Stunden nach Beendigung der2 Step-up-Dosen sowie beim erstmaligen Auftreten neuer neurologischer Symptome kein Fahrzeug zuführen und keine schweren oder potenziell gefährlichen Maschinen zu bedienen (siehe Abschnitte 4.2und 4.7).
InfektionenBei Patienten, die ELREXFIO erhielten, wurden schwere, lebensbedrohliche oder tödliche Infektionenberichtet (siehe Abschnitt 4.8). Während der Therapie mit ELREXFIO traten neue Virusinfektionenoder Reaktivierungen von Virusinfektionen auf, einschließlich Infektionen/Reaktivierungen von
Infektionen mit Zytomegalievirus. Auch eine progressive multifokale Leukoenzephalopathie (PML),die tödlich sein kann, trat während der Therapie mit ELREXFIO auf.
Eine Behandlung soll bei Patienten mit aktiver Infektion nicht eingeleitet werden. Die Patienten sollenvor und während der Behandlung mit ELREXFIO auf Anzeichen oder Symptome einer Infektionüberwacht und entsprechend behandelt werden. Je nach dem Schweregrad der Infektion soll
ELREXFIO, wie in Tabelle 4 für andere nicht-hämatologische Nebenwirkungen angegeben,ausgesetzt werden (siehe Abschnitt 4.2).
Prophylaktische Antibiotika (z. B. zur Vorbeugung von Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie) und
Virostatika (z. B. zur Vorbeugung der Reaktivierung von Herpes zoster) sollen entsprechend denlokalen institutionellen Behandlungsleitlinien gegeben werden.
NeutropenieBei Patienten, die ELREXFIO erhielten, wurden Neutropenie und febrile Neutropenie berichtet (siehe
Abschnitt 4.8).
Das große Blutbild sollte zu Beginn der Behandlung und in regelmäßigen Abständen während der
Behandlung kontrolliert werden. Die Behandlung mit ELREXFIO soll, wie in Tabelle 4 (siehe
Abschnitt 4.2) angegeben, ausgesetzt werden. Patienten mit Neutropenie sollen auf Anzeichen einer
Infektion überwacht werden. Es sollte eine unterstützende Therapie gemäß den lokalen institutionellen
Behandlungsleitlinien eingeleitet werden.
HypogammaglobulinämieBei Patienten, die ELREXFIO erhalten, wurde Hypogammaglobulinämie berichtet (siehe
Abschnitt 4.8).
Der Immunglobulinspiegel sollte während der Behandlung überwacht werden. Wenn die IgG-Spiegelunter 400 mg/dl fallen, sollte eine Therapie mit subkutan oder intravenös verabreichtem
Immunglobulin (IVIG) in Betracht gezogen werden, und die Patienten sollten gemäß den lokaleninstitutionellen Behandlungsleitlinien behandelt werden, dazu gehören u. a.
Infektionsschutzmaßnahmen und antibiotische Prophylaxe.
Gleichzeitige Anwendung von Lebendvirusimpfstoffen
Die Sicherheit einer Immunisierung mit Lebendvirusimpfstoffen während oder nach der Behandlungmit ELREXFIO wurde nicht untersucht. Eine Impfung mit Lebendvirusimpfstoffen wird fürmindestens 4 Wochen vor der ersten Dosis, während der Behandlung und für mindestens 4 Wochennach der Behandlung nicht empfohlen.
Sonstige BestandteileDieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d. h. es ist nahezu'natriumfrei“.
Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen mit ELREXFIO durchgeführt.
Die anfängliche Freisetzung von Zytokinen im Zusammenhang mit dem Beginn der Behandlung mit
ELREXFIO könnte Cytochrom-P450(CYP)-Enzyme unterdrücken. Das höchste Risiko für
Wechselwirkungen ist während des und bis zu 14 Tage nach dem Step-up-Dosierungsschema sowiewährend und bis zu 14 Tage nach einem CRS zu erwarten. Während dieses Zeitraums sollen Patienten,die gleichzeitig empfindliche CYP-Substrate mit enger therapeutischer Breite (z. B. Ciclosporin,
Phenytoin, Sirolimus und Warfarin) erhalten, auf Toxizität oder Arzneimittelakkumulation überwachtwerden. Die Dosis der Begleitmedikation sollte bei Bedarf angepasst werden.
Der Schwangerschaftsstatus von Frauen im gebärfähigen Alter ist vor Beginn der Behandlung mit
ELREXFIO abzuklären.
Frauen im gebärfähigen Alter sollen während der Behandlung mit ELREXFIO und für 6 Monate nachder letzten Dosis eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.
SchwangerschaftEs liegen keine Daten bei Schwangeren oder tierexperimentelle Daten zur Bewertung des Risikos von
Elranatamab während der Schwangerschaft vor. Humanes Immunglobulin (IgG) passiert bekanntlichdie Plazenta nach dem ersten Trimester der Schwangerschaft. Basierend auf dem Wirkmechanismuskönnte Elranatamab dem Fetus schaden, wenn es Schwangeren verabreicht wird. Die Anwendung von
ELREXFIO während der Schwangerschaft wird deshalb nicht empfohlen.
ELREXFIO ist mit einer Hypogammaglobulinämie assoziiert, daher sollte die Bestimmung des
Immunglobulinspiegels bei Neugeborenen von Müttern, die mit ELREXFIO behandelt werden, in
Betracht gezogen werden.
StillzeitEs ist nicht bekannt, ob Elranatamab beim Menschen oder beim Tier in die Muttermilch übergeht,
Auswirkungen auf gestillte Neugeborene hat oder die Milchbildung beeinträchtigt. Humanes IgG gehtbekanntlich in die Muttermilch über. Ein Risiko für das gestillte Kind kann nicht ausgeschlossenwerden. Daher wird das Stillen während der Behandlung mit ELREXFIO und für 6 Monate nach derletzten Dosis nicht empfohlen.
FertilitätEs liegen keine Daten zur Wirkung von Elranatamab auf die Fertilität beim Menschen vor. Die
Auswirkungen von Elranatamab auf die männliche und weibliche Fertilität wurden intierexperimentellen Studien nicht untersucht.
ELREXFIO hat großen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von
Maschinen.Aufgrund des Potenzials für das Auftreten eines ICANS besteht bei Patienten, die ELREXFIOerhalten, das Risiko einer Bewusstseinstrübung (siehe Abschnitt 4.8). Die Patienten sollen angewiesenwerden, während und in einem Zeitraum von 48 Stunden nach Beendigung jeder der beiden Step-up-
Dosen sowie beim erstmaligen Auftreten einer neuen neurologischen Toxizität kein Fahrzeug zuführen und keine schweren oder potenziell gefährlichen Maschinen zu bedienen (siehe Abschnitte 4.2und 4.4).
Die häufigsten Nebenwirkungen sind CRS (57,9 %), Anämie (54,1 %), Neutropenie (45,9 %),
Ermüdung/ Fatigue (44,8 %), Infektion der oberen Atemwege (43,2 %), Reaktion an der
Injektionsstelle (38,3 %), Diarrhö (42,1 %), Pneumonie (38,3 %), Thrombozytopenie (36,6 %),
Lymphopenie (30,1 %), Appetit vermindert (27,3 %), Fieber (29,0 %), Ausschlag (27,9 %), Arthralgie(26,8 %), Hypokaliämie (23,5 %), Übelkeit (21,9%), trockene Haut (21,9 %) und Dyspnoe (20,8 %).
Schwerwiegende Nebenwirkungen sind Pneumonie (31,7 %), Sepsis (15,8 %), CRS (12,6 %), Anämie(5,5 %), Infektion der oberen Atemwege (5,5 %), Harnwegsinfektion (3,8 %), febrile Neutropenie(3,3 %), Diarrhö (2,7 %), Dyspnoe (2,7 %) und Fieber (2,2 %).
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenTabelle 6 fasst die Nebenwirkungen zusammen, die bei Patienten, die ELREXFIO mit demempfohlenen Dosierungsschema erhielten, gemeldet wurden (N=183 inklusive 64 Patienten mitvorhergehender Therapie mit einem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat [antibody drug conjugate, ADC],das spezifisch an das BCMA bindet, oder einer chimären Antigenrezeptor [CAR]-T-Zelltherapie[unterstützende Kohorte B]). Die mediane Behandlungsdauer betrug 4,1 (Spanne: 0,03 bis 35,9)
Monate. Die Sicherheitsdaten von ELREXFIO wurden auch in der Gesamtpopulation der Behandelten(N = 265) ausgewertet, wobei keine zusätzlichen Nebenwirkungen identifiziert wurden.
Die Nebenwirkungen sind gemäß MedDRA-Klassifikation der Systemorganklassen und nach
Häufigkeit aufgelistet. Die Häufigkeitskategorien sind wie folgt definiert: sehr häufig (≥ 1/10), häufig(≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100), selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000), sehr selten(< 1/10 000) und nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Innerhalb der einzelnen Häufigkeitsgruppen sind die Nebenwirkungen ggf. nach abnehmendem
Schweregrad aufgeführt.
Tabelle 6. Nebenwirkungen bei Patienten mit multiplem Myelom, die in MagnetisMM-3 mit
ELREXFIO in der empfohlenen Dosis behandelt wurden
Systemorganklasse Nebenwirkung Häufigkeit N = 183(alle Grade) Beliebiger Grad 3 oder 4
Grad (%) (%)
Infektionen und Pneumoniea Sehr häufig 38,3 25,7parasitäre Sepsisb Sehr häufig 18,6 13,1
Erkrankungen Infektion der oberen Sehr häufig 43,2 6,0
Atemwege
Harnwegsinfektion Sehr häufig 13,7 6,0
Zytomegalievirus- Häufig 9,3 2,2
Infektionc
Progressive Gelegentlich 0.5* 0multifokale
Leukoenzephalopathie
Erkrankungen des Blutes Neutropenie Sehr häufig 45,9 44,3und des Lymphsystems Anämie Sehr häufig 54,1 42,6
Thrombozytopenie Sehr häufig 36,6 26,2
Lymphopenie Sehr häufig 30,1 27,9
Leukopenie Sehr häufig 18,6 13,1
Febrile Neutropenie Häufig 3,3 3,3
Erkrankungen des Zytokin- Sehr häufig 57,9 0,5
Immunsystems Freisetzungssyndrom
Hypogammaglobulin Sehr häufig 16,9 2,7ämie
Stoffwechsel- und Appetit vermindert Sehr häufig 27,3 1,1
Ernährungsstörungen Hypokaliämie Sehr häufig 23,5 9,3
Hypophosphatämie Häufig 6,6 0,5
Erkrankungen des Periphere Sehr häufig 17,5 1,1
Nervensystems Neuropathied
Kopfschmerzen Sehr häufig 19,7 0
Immuneffektorzell-as Häufig 3,3 1,1so-ziiertes
Neurotoxizitätssyndrom (ICANS)
Erkrankungen der Dyspnoe Sehr häufig 20,8 4,9
Atemwege, des
Brustraums und
Mediastinums
Erkrankungen des Diarrhö Sehr häufig 42,1 2,7
Gastrointestinaltrakts Übelkeit Sehr häufig 21,9 0
Erkrankungen der Haut Ausschlage Sehr häufig 27,9 0und des Trockene Haut Sehr häufig 21,9 0
Unterhautgewebes
Skelettmuskulatur-, Arthralgie Sehr häufig 26,8 1,6
Bindegewebs- und
Knochenerkrankungen
Allgemeine Reaktion an der Sehr häufig 38,3 0
Erkrankungen und Injektionsstelle
Beschwerden am Fieber Sehr häufig 29,0 3,3
Verabreichungsort Ermüdung/ Fatigue Sehr häufig 44,8 6,0
Untersuchungen Transaminasen Sehr häufig 17,5 5,5erhöht
* Fall mit tödlichem Ausgang (Grad 5) berichtet.
a. Pneumonie umfasst atypische Pneumonie, bronchopulmonale Aspergillose, Coronavirus-Lungenentzündung, COVID-19-Lungenentzündung, Infektion der unteren Atemwege, bakterielle Infektion der unteren Atemwege, Pilzinfektion derunteren Atemwege, Pneumocystis jirovecii-Pneumonie, Pneumonie, Pneumonie adenoviral, Aspirationspneumonie,
Pneumonie durch Bakterien, Pneumonie durch Zytomegalievirus, Pneumonie durch Pilze, Pneumonie durch
Hämophilus, Pneumonie grippal, Pneumonie durch Pneumokokken, Pneumonie durch Pseudomonas, Pneumonie durch
Respiratorisches Synzytialvirus, virale Pneumonie.
b. Sepsis umfasst Bakteriämie, Campylobacter-Bakteriämie, Bakteriämie im Zusammenhang mit einem Medizinprodukt,medizinproduktbedingte Sepsis, Bakteriämie durch Escherichia, Escherichia-Sepsis, Klebsiella-Sepsis, Sepsis durch
Pseudomonas, Sepsis, septischer Schock, Staphylokokken-Bakteriämie, Sepsis durch Staphylokokken,
Streptokokkensepsis, Urosepsis.
c. Zytomegalievirus-Infektion umfasst Chorioretinitis durch Zytomegalievirus, Gastroenteritis durch Zytomegalievirus,
Zytomegalievirus-Infektion, Reaktivierung einer Zytomegalievirus-Infektion, Virämie durch Zytomegalievirus.
d. Periphere Neuropathie umfasst Dysästhesie, Guillain-Barré-Syndrom, Hypoästhesie, Neuralgie, periphere Neuropathie,
Parästhesie, periphere motorische Neuropathie, periphere sensomotorische Neuropathie, periphere sensorische
Neuropathie, Polyneuropathie.
e. Ausschlag umfasst Dermatitis exfoliativa, Dermatitis exfoliativa generalisiert, Epidermolyse, Erythem, palmar-plantares
Erythrodysästhesiesyndrom, Ausschlag, erythematöser Hautausschlag, makulöser Ausschlag, Ausschlag makulo-papulös, Ausschlag pustulös, symmetrisches arzneimittelbedingtes intertriginöses und flexurales Exanthem.
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenZytokin-Freisetzungssyndrom (Cytokine Release Syndrome, CRS)
Ein CRS trat bei 57,9 % der Patienten auf, die ELREXFIO im empfohlenen Dosierungsschemaerhielten. Ein CRS des Grads 1 trat bei 43,7 %, des Grads 2 bei 13,7 % und des Grads 3 bei 0,5 % der
Patienten auf. Bei den meisten Patienten trat ein CRS nach der ersten Step-up-Dosis (43,2 %) oder derzweiten Step-up-Dosis (19,1 %) auf. 7,1 % der Patienten hatten ein CRS nach der ersten vollständigen
Behandlungsdosis und 1,6 % nach einer nachfolgenden Dosis. Bei 13,1 % der Patienten trat mehr alsein CRS-Ereignis auf. Die mediane Zeit bis zum Auftreten des CRS betrug 2 (Spanne: 1 bis 9) Tagenach der vorangegangenen Dosis, mit einer medianen Dauer von 2 (Spanne: 1 bis 19) Tagen.
Bei den Patienten, bei denen es zu einem CRS kam, traten in Verbindung mit dem CRS die folgenden
Symptome auf: Fieber (98,1 %), Hypotonie (20,8 %) und Hypoxie (11,3 %). 34,0 % der Patientenerhielten Tocilizumab (oder Siltuximab) und 15,1 % erhielten Kortikosteroide zur Behandlung des
CRS.
Immuneffektorzell-assoziiertes Neurotoxizitätssyndrom (immune effector cell-associated neurotoxicitysyndrome, ICANS)
Ein ICANS trat bei 3,3 % der Patienten nach Behandlung mit ELREXFIO im empfohlenen
Dosierungsschema auf. Ein ICANS des Grads 1 trat bei 0,5 %, des Grads 2 bei 1,6 % und des Grads 3bei 1,1 % der Patienten auf. Bei den meisten Patienten trat ein ICANS nach der ersten Step-up-Dosisauf (2,7 %). 1 Patient (0,5 %) hatte ein ICANS nach der zweiten Step-up-Dosis und 1 Patient (0,5 %)hatte ein ICANS nach einer nachfolgenden Dosis. Bei 1,1 % der Patienten trat mehr als ein ICANSauf. Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 3 (Spanne: 1 bis 4) Tage nach der vorangegangenen
Dosis, mit einer medianen Dauer von 2 (Spanne: 1 bis 18) Tagen.
Der Beginn eines ICANS kann gleichzeitig mit einem CRS, nach Abklingen eines CRS oder bei
Fehlen eines CRS auftreten. Die häufigsten Symptome eines ICANS umfassten einen getrübten
Bewusstseinszustand und ICE-Scores (Immune Effector Cell-Associated Encephalopathy) des Grads 1oder 2 (siehe Tabelle 3). Von den Patienten, bei denen es zu einem ICANS kam, erhielten 66,7 %
Kortikosteroide, 33,3 % Tocilizumab (oder Siltuximab), 33,3 % Levetiracetam und 16,7 % Anakinrazur Behandlung des ICANS.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
Es liegen geringfügige Erfahrungen zu einer Überdosierung aus klinischen Studien vor. Die maximalverträgliche Dosis von Elranatamab wurde nicht ermittelt. In klinischen Studien wurden Dosen von biszu 76 mg einmal wöchentlich angewendet.
BehandlungIm Falle einer Überdosierung ist der Patient auf Anzeichen oder Symptome von Nebenwirkungen zuüberwachen, und es ist sofort eine angemessene unterstützende Behandlung einzuleiten.
Pharmakotherapeutische Gruppe: Monoklonale Antikörper und Antikörper-Wirkstoff-Konjugate,
ATC-Code: L01FX32
WirkmechanismusElranatamab ist ein bispezifischer T-Zell-Antikörper, der CD3ε auf T-Zellen und B-Zell-
Reifungsantigen (B-cell maturation antigen, BCMA) auf Plasmazellen, Plasmablasten und multiplen
Myelomzellen bindet. Die Bindung von Elranatamab an BCMA auf Tumorzellen und CD3 auf T-
Zellen ist unabhängig von der Spezifität der nativen T-Zell-Rezeptoren (T cell receptor, TCR) oder der
Abhängigkeit von Molekülen des Haupthistokompatibilitätskomplexes (major histocompatibility,
MHC) der Klasse 1. Durch Elranatamab aktivierte T-Zellen führten zur Freisetzungproinflammatorischer Zytokine und bewirkten die Lyse von Zellen des multiplen Myeloms.
Pharmakodynamische WirkungenWährend der Behandlung mit Elranatamab in der empfohlenen Dosierung im Rahmen der
MagnetisMM-3 Studie wurden bei 9,5 % der Teilnehmer Anti-Wirkstoff-Antikörper (antidrugantibodies, ADA) nachgewiesen. Es wurden keine Auswirkungen auf Pharmakokinetik, Wirksamkeitoder Sicherheit von Elranatamab beobachtet. Die Daten sind jedoch nach wie vor begrenzt.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitRezidiviertes oder refraktäres multiples Myelom
Die Wirksamkeit der Monotherapie mit ELREXFIO wurde bei Patienten mit rezidiviertem oderrefraktärem multiplen Myelom in einer offenen, nicht randomisierten, multizentrischen Phase-II-
Studie (MagnetisMM-3) untersucht. In die Studie wurden Patienten aufgenommen, die gegenübermindestens einem Proteasom-Inhibitor (PI), einem immunmodulatorischen Wirkstoff(immunomodulatory drug, IMiD) und einem monoklonalen CD38-Antikörper refraktär waren. In
MagnetisMM-3 wurden 123 Patienten eingeschlossen, die zuvor noch keine gegen BCMA gerichtete
Therapie erhalten hatten (pivotale Kohorte A). Die Patienten wiesen bei der Aufnahme eine messbare
Erkrankung gemäß den Kriterien der international myeloma working group (IMWG) auf. In die Studiewurden Patienten mit einem ECOG-Score von ≤ 2, einer ausreichenden Knochenmarkfunktion(absolute Neutrophilenzahl ≥ 1,0 × 109/l, Thrombozytenzahl ≥ 25 × 109/l, Hämoglobinwert ≥ 8 g/dl),
Nieren (CrCL ≥ 30 ml/min) und Leber (Aspartat-Aminotransferase [AST] und Alanin-
Aminotransferase [ALT] ≤ 2,5 × obere Grenze des Normwerts (upper limit of normal [ULN],
Gesamtbilirubin ≤ 2 x ULN) sowie einer linksventrikulären Ejektionsfraktion ≥ 40 % aufgenommen.
Patienten mit schwelendem multiplen Myelom, aktiver Plasmazellleukämie, Amyloidose, POEMS-
Syndrom (Polyneuropathie, Organomegalie, Endokrinopathie, monoklonaler Plasmazellerkrankung,
Hautveränderungen), Stammzelltransplantation innerhalb von 12 Wochen vor der Aufnahme in die
Studie, aktiven Infektionen sowie klinisch bedeutsamen Neuropathien und Herz-Kreislauf-
Erkrankungen wurden von der Studie ausgeschlossen.
ELREXFIO wurde den Patienten in einer Step-up-Dosis von 12 mg an Tag 1 und 32 mg an Tag 4 der
Behandlung subkutan verabreicht, gefolgt von der ersten vollständigen Behandlungsdosis mit 76 mg
ELREXFIO an Tag 8 der Behandlung. Anschließend erhielten die Patienten 76 mg einmalwöchentlich. Nach 24 Wochen wurde bei Patienten, die ein Ansprechen nach den Kriterien der IMWGder Kategorie teilweises Ansprechen (partial response) oder besser mit einem Anhalten des
Ansprechens für mindestens 2 Monate erreichten, das Dosierungsintervall von wöchentlich auf alle2 Wochen und nach mindestens 24 Wochen mit einer Dosierung von 76 mg alle 2 Wochen vonzweiwöchentlich auf alle 4 Wochen geändert (siehe Abschnitt 4.2).
Die in der pivotalen Kohorte A behandelten 123 Patienten hatten ein medianes Alter von 68 (Spanne:36 bis 89) Jahren. 19,5 % der Patienten waren ≥ 75 Jahre alt. 44,7 % waren weiblich, 58,5 % warenweiß, 13,0 % asiatisch, 8,9 % hispanisch/lateinamerikanisch und 7,3 % schwarz. 22,8 % der Patientenhatten bei Studienbeginn eine Erkrankung im Krankheitsstadium (R-ISS) I, 55,3 % im Stadium II und15,4 % im Stadium III. Der mediane Zeitraum seit der Erstdiagnose des multiplen Myeloms bis zur
Aufnahme in die Studie betrug 72,9 (Spanne: 16 bis 228) Monate. Die Patienten hatten im Median 5vorangegangene Therapielinien (Spanne: 2 bis 22) erhalten, wobei 96,0 % der Patienten ≥ 3vorangegangene Therapielinien erhalten hatten. 96,7 % der Patienten waren gegenüber drei
Wirkstoffklassen refraktär und 95,9 % waren gegenüber ihrer letzten Therapielinie refraktär. 68,3%der
Patienten hatten zuvor eine autologe Stammzelltransplantation und 5,7 % eine allogene
Stammzelltransplantation erhalten. Hochrisiko-Zytogenetik (t[4;14], t[14;16] oder del[17p]) lag bei25,2 % der Patienten vor. 31,7 % der Patienten wiesen zu Studienbeginn eine extramedulläre
Erkrankung auf (Nachweis eines Plasmozytoms [extramedullär und/ oder paramedullär] mit einer
Weichteilkomponente), die mittels verblindeter unabhängiger zentraler Auswertung (blindedindependent central review, BICR) festgestellt wurde.
Die Wirksamkeitsergebnisse beruhten auf der Ansprechrate und der Dauer des Ansprechens (durationof response, DOR), die mittels BICR anhand der IMWG-Kriterien bestimmt wurden. Die
Wirksamkeitsergebnisse der pivotalen Kohorte A sind in Tabelle 7 dargestellt. Die
Nachbeobachtungsdauer ab der ersten Dosis betrug bei den Respondern im Median (Spanne) 27,9(3,6; 36,8) Monate.
Tabelle 7. Wirksamkeitsergebnisse aus MagnetisMM-3 in der pivotalen Kohorte A
Nicht mit einer gegen
BCMA gerichteten
Therapie vorbehandelte
Patienten(pivotale Kohorte A)
Alle Behandelten(N = 123)
Objektive Ansprechrate (objective response rate, ORR: 75 (61,0 %)sCR+CR+VGPR+PR), n (%) (95-%-KI) (51,8; 69,6)
Stringentes komplettes Ansprechen (stringent complete 20 (16,3 %)response, sCR)
Komplettes Ansprechen (complete response, CR) 26 (21,1 %)
Sehr gutes partielles Ansprechen (very good partial response, 23 (18,7 %)
VGPR)
Partielles Ansprechen (partial response, PR) 6 (4,9 %)
Rate des vollständigen Ansprechens (sCR+CR), n (%) 46 (37,4 %)(95-%-KI) (28,8; 46,6)
Zeit bis zum ersten Ansprechen (Monate)
Anzahl der Responder 75
Median 1,22
Spanne (0,9; 7,4)
Dauer des Ansprechens (duration of response, DOR, Monate)
Anzahl der Responder 75
Median (95-%-KI) NA (NA; NA)
Rate nach 12 Monaten (95-%-KI) 73,4 (61,4; 82,1)
Rate nach 24 Monaten (95-%-KI) 66,9 (54,4; 76,7)
MRD-Negativitätsratea bei Patienten mit Erreichen von CR odersCR und auswertbar für MRD (31 der 46 Patienten, die ein
CR/sCR erreichten, waren für die Bewertung der MRD auswertbar)n (%) 28 (90,3 %)95-%-KI (74,2; 98,0)
Abkürzungen: KI = Konfidenzintervall, NA = nicht abschätzbar, MRD = minimale Resterkrankung (minimal residualdisease)
a. Testschwellenwert 10-5, next generation sequencing clonoSEQ-Assay (Adaptive Biotechnologies)
Kinder und JugendlicheDie Europäische Arzneimittel-Agentur hat für ELREXFIO eine Freistellung von der Verpflichtung zur
Vorlage von Ergebnissen zu Studien in allen pädiatrischen Altersklassen bei multiplem Myelomgewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).
Dieses Arzneimittel wurde unter 'Besonderen Bedingungen“ zugelassen. Dasbedeutet, dass weitere Nachweise für den Nutzen des Arzneimittels erwartet werden.
Die Europäische Arzneimittel-Agentur wird alle neuen Informationen zu diesem Arzneimittel, dieverfügbar werden, jährlich bewerten, und falls erforderlich, wird die Zusammenfassung der Merkmaledes Arzneimittels aktualisiert werden.
Die pharmakokinetischen Parameter werden, sofern nicht anders angegeben, als geometrischer
Mittelwert (Variationskoeffizient [VK]%) für ungebundenes Elranatamab angegeben. Die Cmax und
AUCtau von Elranatamab stiegen nach der ersten subkutanen Dosis über den untersuchten Dosisbereichdurch subkutane Verabreichung (ca. 6 bis 76 mg) dosisproportional an. Das mediane
Akkumulationsverhältnis nach 24 Wochen wöchentlicher Verabreichung im Vergleich zur erstensubkutanen Dosis Elranatamab 76 mg betrug für die Cmax und AUCtau jeweils das 6,6-Fache bzw. 11,2-
Fache. Die vorhergesagte Cavg, Cmax und Ctrough und die beobachtete Ctrough von Elranatamab sind in
Tabelle 8 dargestellt.
Tabelle 8. Pharmakokinetische Parameter von Elranatamab nach der empfohlenen Dosis
Zeitpunkt Parameter
Vorhergesagt Beobachtet
C davg Cmax Ctrough Ctrough(µg/ml) (µg/ml) (µg/ml) (µg/ml)
Ende der wöchentlichen32,0 (46 %) 33,0 (46 %) 30,5 (48 %) 32,2 (71 %)
Dosierung (Woche 24)
Steady-State (Dosierungalle zwei Wochen)a,b 17,7 (53 %) 19,5 (51 %) 15,1 (60 %) 16,5 (59 %)
Steady-State (Dosierunga,c 8,8 (58 %) 11,5 (54 %) 5,9 (78 %) 6,7 (76 %)alle vier Wochen)
a. Vorhergesagte pharmakokinetische Parameter sind für Patienten berichtet, die ein Ansprechen gezeigt haben.
b. Die vorhergesagte Steady-State-Exposition von Elranatamab bei einer Dosierung alle zwei Wochen wird ungefähr in
Woche 48 erreicht.
c. Die vorhergesagte Steady-State-Exposition von Elranatamab bei einer Dosierung alle vier Wochen wird ungefähr in
Woche 72 erreicht.
d. Die beobachtete Ctrough von Elranatamab wird als geometrischer Mittelwert (VK %) dargestellt. Pre-Dose-
Konzentration bei Zyklus 7 Tag 1 (n = 40), Zyklus 13 Tag 1 (n = 23) und Zyklus 25 Tag 1 (n = 10) stellen den Steady-
State Ctrough für eine wöchentliche Dosierung, eine Dosierung alle 2 Wochen bzw. eine Dosierung alle 4 Wochen dar.
ResorptionDie vorhergesagte mittlere Bioverfügbarkeit von Elranatamab betrug bei subkutaner Anwendung56,2 %. Der Medianwert der Tmax von Elranatamab nach subkutaner Verabreichung über alle
Dosisstufen hinweg betrug zwischen 3 und 7 Tagen.
VerteilungBasierend auf dem populationspharmakokinetischen Modell betrug das vorhergesagte mittlere
Verteilungsvolumen von ungebundenem Elranatamab 4,78 l, 69 % (VK) für das zentrale
Kompartiment und 2,83 l für das periphere Kompartiment.
EliminationDer vorhergesagte geometrische Mittelwert der Halbwertszeit von Elranatamab beträgt 22, 64 % (VK)
Tage in Woche 24 nach Dosen von 76 mg pro Woche. Basierend auf dempopulationspharmakokinetischen Modell betrug die vorhergesagte mittlere Clearance von Elranatamab0,324 l/Tag, 100 % (VK).
Besondere PatientengruppenEs wurden keine klinisch relevanten Unterschiede in der Pharmakokinetik von Elranatamab in Bezugauf Alter (36 bis 89 Jahre), Geschlecht (167 Männer, 154 Frauen), ethnische Zugehörigkeit(193 Weiße, 49 Asiaten, 29 Schwarze) und Körpergewicht (37 bis 160 kg) beobachtet.
NierenfunktionsstörungEs wurden keine Studien zu Elranatamab bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung durchgeführt. Die
Ergebnisse der populationspharmakokinetischen Analysen deuten darauf hin, dass eine leichte
Nierenfunktionsstörung (60 ml/Min./1,73 m2 ≤ eGFR < 90 ml/Min./1,73 m2) oder eine mäßige
Nierenfunktionsstörung (30 ml/Min./1,73 m2 ≤ eGFR < 60 ml/Min./1,73 m2) die Pharmakokinetik von
Elranatamab nicht signifikant beeinflusst. Es liegen nur begrenzte Daten von Patienten mit starker
Nierenfunktionsstörung (eGFR unter 30 ml/min/1,73 m2) vor.
LeberfunktionseinschränkungEs wurden keine Studien zu Elranatamab bei Patienten mit Leberfunktionseinschränkungdurchgeführt. Die Ergebnisse der populationspharmakokinetischen Analysen deuten darauf hin, dasseine leichte Leberfunktionseinschränkung (Gesamtbilirubin > 1 bis 1,5 x ULN und jegliche AST oder
Gesamtbilirubin ≤ ULN und AST > ULN) die Pharmakokinetik von Elranatamab nicht signifikantbeeinflussen. Es liegen keine Daten von Patienten mit mäßiger (Gesamtbilirubin > 1,5 bis 3,0 × ULNund beliebige AST) und starker Leberfunktionseinschränkung (Gesamtbilirubin > 3,0 × ULN undbeliebige AST) vor.
Es wurden keine tierexperimentellen Studien zur Beurteilung des kanzerogenen oder genotoxischen
Potenzials von Elranatamab durchgeführt.
Reproduktionstoxizität und FertilitätEs wurden keine tierexperimentellen Studien zur Beurteilung der Auswirkungen von Elranatamab aufdie Fertilität oder Reproduktion und die fetale Entwicklung durchgeführt.
In einer 13-wöchigen Studie zur Toxizität bei wiederholter Gabe bei geschlechtsreifen Cynomolgus-
Affen traten bei subkutanen Dosen von bis zu 6 mg/kg/Woche (etwa dem 6,5-Fachen der empfohlenen
Höchstdosis für den Menschen, basierend auf der AUC-Exposition) keine nennenswerten
Auswirkungen auf die männlichen und weiblichen Fortpflanzungsorgane auf.
Dinatriumedetat
L-Histidin
L-Histidinhydrochlorid-Monohydrat
Polysorbat 80 (E 433)
SaccharoseWasser für Injektionszwecke
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.
Ungeöffnete Durchstechflasche3 Jahre.
Nach dem Öffnen
Die chemische und physikalische Anbruchstabilität nach dem Öffnen der Durchstechflasche,einschließlich der Lagerung in vorbereiteten Spritzen, wurde für 7 Tage bei 2 °C bis 8 °C und24 Stunden bei bis zu 30 °C nachgewiesen.
Aus mikrobiologischen Gründen sollte das Arzneimittel sofort verwendet werden. Wenn es nichtsofort verwendet wird, liegen die Aufbewahrungszeiten und -bedingungen bis zur Verwendung in der
Verantwortung des Anwenders und sollten in der Regel 24 Stunden bei 2 °C bis 8 °C nichtüberschreiten, es sei denn, die Zubereitung hat unter kontrollierten und validierten aseptischen
Bedingungen stattgefunden.
Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C).
Nicht einfrieren.
Im Originalkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Aufbewahrungsbedingungen nach dem ersten Öffnen des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.
ELREXFIO 40 mg/ml Injektionslösung1,1 ml Lösung in einer Durchstechflasche aus Typ-1-Glas mit Butyl-Gummistopfen und
Aluminiumdichtung mit Flip-off-Kappe, die 44 mg Elranatamab enthält.
Packungsgröße: 1 Durchstechflasche
ELREXFIO 40 mg/ml Injektionslösung1,9 ml Lösung in einer Durchstechflasche aus Typ-1-Glas mit Butyl-Gummistopfen und
Aluminiumdichtung mit Flip-off-Kappe, die 76 mg Elranatamab enthält.
Packungsgröße: 1 Durchstechflasche
ELREXFIO 40 mg/ml Injektionslösung wird als gebrauchsfertige Lösung geliefert, die vor der
Verabreichung nicht verdünnt werden muss. Nicht schütteln.
ELREXFIO ist eine klare bis leicht opaleszierende, farblose bis blassbraune Lösung. Die Lösung sollnicht verabreicht werden, wenn sie verfärbt ist oder Partikel enthält.
Die Zubereitung und Verabreichung von ELREXFIO müssen unter aseptischen Bedingungen erfolgen.
Hinweise für die ZubereitungDie Durchstechflaschen mit ELREXFIO 40 mg/ml Injektionslösung sind nur für den einmaligen
Gebrauch bestimmt.
ELREXFIO soll je nach erforderlicher Dosis gemäß den folgenden Anweisungen (siehe Tabelle 9)zubereitet werden. Es wird empfohlen, für jede Step-up-Dosis eine Einzeldosis-Durchstechflasche mit44 mg/1,1 ml (40 mg/ml) zu verwenden.
Tabelle 9. Hinweise für die Zubereitung von ELREXFIO
Erforderliche Dosis Dosisvolumen12 mg (Step-up-Dosis 1) 0,3 ml32 mg (Step-up-Dosis 2) 0,8 ml76 mg (vollständige 1,9 ml
Behandlungsdosis)
EntsorgungDie Durchstechflasche und möglicherweise verbleibender Inhalt sollen nach einmaliger Anwendungverworfen werden. Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend dennationalen Anforderungen zu entsorgen.
Pfizer Europe MA EEIG
Boulevard de la Plaine 171050 Brüssel
Belgien
EU/1/23/1770/001
EU/1/23/1770/002
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 07. Dezember 2023
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 08. September 2025
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.