Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels DUORESP SPIROMAX 320mcg / 9mcg inhalationspulver
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
DuoResp Spiromax 320 Mikrogramm/9 Mikrogramm Pulver zur Inhalation
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Jede abgegebene Dosis (die Dosis, die das Mundstück verlässt) enthält 320 Mikrogramm Budesonidund 9 Mikrogramm Formoterolfumarat-Dihydrat (Ph.Eur.).
Dies entspricht einer abgemessenen Dosis von 400 Mikrogramm Budesonid und 12 Mikrogramm
Formoterolfumarat-Dihydrat (Ph.Eur.).
Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:Jede Dosis enthält ungefähr 10 Milligramm Lactose (als Monohydrat).
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Pulver zur Inhalation.
Weißes Pulver.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Asthma
DuoResp Spiromax ist angezeigt bei Erwachsenen und Jugendlichen (ab 12 Jahren) für dieregelmäßige Behandlung von Asthma, wenn die Anwendung eines inhalativen Kortikosteroids undeines lang wirksamen β2-Adrenozeptor-Agonisten in Kombination angezeigt ist:
- bei Patienten, die mit inhalativen Kortikosteroiden und kurz wirksamen β2-Adrenozeptor-
Agonisten zur bedarfsweisen Inhalation nicht ausreichend eingestellt sindoder
- bei Patienten, die bereits mit inhalativen Kortikosteroiden und lang wirksamen β2-
Adrenozeptor-Agonisten in Kombination ausreichend eingestellt sind.
COPD
DuoResp Spiromax ist angezeigt bei Erwachsenen ab 18 Jahren für die symptomatische Behandlungvon Patienten mit COPD mit einer forcierten Einsekundenkapazität (FEV1) < 70 % des vorhergesagten
Normwertes (nach Bronchodilatation) und wiederholten Exazerbationen in der Vorgeschichte, dietrotz einer regelmäßigen Therapie mit lang wirksamen Bronchodilatatoren erhebliche Symptomeaufweisen.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
DosierungAsthma
DuoResp Spiromax ist nicht für die initiale Behandlung von Asthma bestimmt.
DuoResp Spiromax ist keine angemessene Behandlung bei erwachsenen oder jugendlichen Patienten,die nur an leichtem Asthma leiden.
Die Dosierung von DuoResp Spiromax erfolgt individuell und sollte dem Schweregrad der
Erkrankung angepasst werden. Dies sollte nicht nur zu Beginn der Behandlung mit
Kombinationsarzneimitteln beachtet werden, sondern auch bei Anpassungen der Erhaltungsdosis.
Wenn ein Patient Dosiskombinationen benötigt, die nicht mit dem Kombinationspräparat zur
Verfügung stehen, sollten geeignete Dosierungen eines β2-Adrenozeptor-Agonisten und/oder eines
Kortikosteroids in separaten Inhalatoren verordnet werden.
Wenn die Asthma-Symptome unter Kontrolle gebracht wurden, kann versucht werden, die Dosis von
DuoResp Spiromax graduell zu verringern. Patienten sollten in regelmäßigen Abständen erneutärztlich untersucht werden, damit die Dosis von DuoResp Spiromax optimal bleibt. Die Dosis mussauf die niedrigste Dosis eingestellt werden, mit der eine effektive Kontrolle der Symptome erreichtwird.
Sollte es erforderlich sein, bis zu einer geringeren Dosisstärke zu titrieren, als es mit
DuoResp Spiromax möglich ist, ist der Wechsel zu einem alternativen Kombinationspräparat mit
Budesonid und Formoterolfumarat, das eine geringere Dosis des inhalativen Kortikosteroids enthält,erforderlich. In Fällen, in denen eine langfristige Kontrolle der Symptome mit der niedrigstenempfohlenen Dosierung erreicht wird, könnte der nächste Schritt darin bestehen, die alleinige
Anwendung eines inhalativen Kortikosteroids zu versuchen.
Patienten sollten darauf hingewiesen werden, ihren zusätzlichen schnell wirksamen Bronchodilatatorfür die Notfallmedikation jederzeit griffbereit zu haben.
Empfohlene Dosis:
Erwachsene (ab 18 Jahren): 1 Inhalation zweimal täglich. Bei manchen Patienten können bis zumaximal 2 Inhalationen zweimal täglich erforderlich sein.
Jugendliche (ab 12 Jahren): 1 Inhalation zweimal täglich.
Patienten sollten in regelmäßigen Abständen erneut ärztlich untersucht werden, damit die Dosis von
DuoResp Spiromax optimal bleibt. Die Dosis muss auf die niedrigste Dosis eingestellt werden, mit dereine effektive Kontrolle der Symptome erreicht wird. In Fällen, in denen eine langfristige Kontrolleder Symptome mit der niedrigsten empfohlenen Dosierung erreicht wird, könnte der nächste Schrittdarin bestehen, die alleinige Anwendung eines inhalativen Kortikosteroids zu versuchen.
Wird durch die übliche zweimal tägliche Dosierung eine Kontrolle der Symptome erreicht, könnteeine Dosisreduktion auf die niedrigste wirksame Dosis auch einschließen, dass DuoResp Spiromaxeinmal täglich gegeben werden kann, sofern nach ärztlichem Ermessen ein lang wirksamer
Bronchodilatator zur Symptomkontrolle weiterhin benötigt wird.
Der zunehmende Gebrauch eines zusätzlichen schnell wirksamen Bronchodilatators lässt auf eine
Verschlechterung der Grunderkrankung schließen, was eine erneute Beurteilung der Asthmatherapieerfordert.
DuoResp Spiromax 320 Mikrogramm/9,0 Mikrogramm sollte ausschließlich als Erhaltungstherapieangewendet werden. Für das Therapie-Regime Erhaltungs- und Bedarfstherapie steht DuoResp
Spiromax in einer niedrigeren Wirkstärke zur Verfügung.
COPD
Empfohlene Dosis:
Erwachsene (ab 18 Jahren):
1 Inhalation zweimal täglich
Besondere Patientengruppen:Ältere Patienten (≥ 65 Jahre)Es gibt keine speziellen Dosierungsanforderungen für ältere Patienten.
Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörung
Es liegen keine Daten für die Anwendung einer Kombination mit fester Dosis von Budesonid und
Formoterolfumarat-Dihydrat bei Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörungen vor. Da
Budesonid und Formoterol vorwiegend über den Leberstoffwechsel eliminiert werden, sind bei
Patienten mit schwerer Leberzirrhose erhöhte Serumspiegel zu erwarten.
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit und Wirksamkeit von DuoResp Spiromax bei Kindern im Alter unter 12 Jahren sindnicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Dieses Arzneimittel wird nicht empfohlen für die Anwendung bei Kindern, die jünger als 12 Jahresind.
Art der AnwendungNur zur Inhalation.
Spiromax ist ein atemaktivierter, durch inspiratorische Strömung angetriebener Inhalator, wasbedeutet, dass die Wirkstoffe in die Atemwege abgegeben werden, wenn der Patient durch das
Mundstück einatmet. Für mäßig bis schwer asthmatische Patienten wurde gezeigt, dass diese eineausreichende inspiratorische Durchflussrate entwickeln können, damit Spiromax die therapeutische
Dosis abgeben kann (siehe Abschnitt 5.1).
DuoResp Spiromax muss korrekt angewendet werden, um eine wirksame Behandlung zu erzielen.
Daher sollten die Patienten angewiesen werden, die Packungsbeilage aufmerksam durchzulesen unddie dort genau beschriebenen Anwendungshinweise sorgfältig zu befolgen.
Die Anwendung von DuoResp Spiromax erfolgt in drei Schritten: öffnen, einatmen und schließen, wieunten beschrieben.
Öffnen: Halten Sie den Spiromax mit der Mundstückkappe nach unten und öffnen Sie die
Mundstückkappe, indem Sie sie nach unten klappen, bis sie vollständig geöffnet ist, was durch einenhörbaren Klick angezeigt wird.
Einatmen: Nehmen Sie das Mundstück zwischen die Zähne und schließen Sie die Lippen um das
Mundstück. Sie dürfen nicht auf das Mundstück des Inhalators beißen, Atmen Sie dann tief und kräftigdurch das Mundstück ein. Nehmen Sie den Spiromax aus dem Mund und halten Sie den Atem für10 Sekunden oder so lange, wie es für Sie angenehm ist, an.
Schließen: Atmen Sie sanft aus und schließen Sie die Mundstückkappe
Außerdem ist es wichtig, die Patienten darauf hinzuweisen, den Inhalator vor dem Gebrauch nicht zuschütteln, nicht durch den Spiromax auszuatmen und die Lufteinlässe nicht zu verdecken, wenn Siesich auf den Schritt 'Einatmen“ vorbereiten.
Die Patienten sollten auch darauf hingewiesen werden, nach dem Inhalieren ihren Mund mit Wasserauszuspülen (siehe Abschnitt 4.4).
Aufgrund des sonstigen Bestandteils Lactose kann den Patienten beim Gebrauch des DuoResp
Spiromax ein Geschmack auffallen.
4.3 Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Dosierungshinweise
Die Patienten müssen regelmäßig von ihrem verschreibenden Arzt untersucht werden, um die optimale
DuoResp-Spiromax-Dosis sicher zu stellen. Die Dosis sollte auf die geringste Dosis, bei der einewirksame Kontrolle der Symptome gewährleistet ist, titriert werden. Wenn die Asthma-Symptomeunter Kontrolle gebracht wurden, kann eine langsame Senkung der DuoResp-Spiromax-Dosiserwogen werden. Wenn es angebracht ist, auf eine geringere Stärke als eine solche, die als DuoResp
Spiromax erhältlich ist, herunterzutitrieren, dann ist eine Umstellung auf eine alternative
Festdosiskombination von Budesonid und Formoterolfumarat-Dihydrat, die eine geringere Dosis desinhalierten Kortikosteroids enthält, erforderlich.
Wenn die Dosis reduziert wird, ist es wichtig, die Patienten regelmäßig zu kontrollieren.
Die Patienten müssen darauf hingewiesen werden, ihren Inhalator für den Notfall jederzeit griffbereitzu haben: Entweder DuoResp Spiromax (bei Asthma-Patienten, die DuoResp Spiromax für die
Erhaltungs- und Bedarfstherapie anwenden) oder einen zusätzlichen schnell wirksamen
Bronchodilatator (bei allen Patienten, die DuoResp Spiromax nur für die Erhaltungstherapieanwenden).
Es wird empfohlen, dass die Dosis schrittweise verringert wird, wenn die Behandlung beendet wird.
Die Behandlung sollte nicht abrupt beendet werden.
Die Patienten müssen darauf aufmerksam gemacht werden, ihre DuoResp Spiromax-Erhaltungsdosiswie verordnet anzuwenden, auch wenn sie keine Symptome haben. Es liegen keine Studien zurprophylaktischen Anwendung von DuoResp Spiromax, z. B. vor einer körperlichen Anstrengung, vor.
Die Bedarfstherapie mit DuoResp Spiromax sollte bei Symptomen erfolgen. Eine regelmäßigevorbeugende Anwendung, z. B. vor körperlichen Anstrengungen, ist jedoch nicht vorgesehen. Wirdhäufig ein Bronchodilatator benötigt, ohne dass eine entsprechende Notwendigkeit zur Anwendunghöherer Dosen von inhalativen Kortikosteroiden besteht, sollte eine andere Bedarfstherapieangewendet werden.
Verschlechterung der Erkrankung
Bei der Behandlung mit DuoResp Spiromax können schwere, asthmabezogene Nebenwirkungen und
Exazerbationen auftreten. Die Patienten sollten gebeten werden, die Behandlung fortzuführen, abermedizinischen Rat zu suchen, wenn die Asthma-Symptome weiterhin unkontrollierbar sind oder sichnach Beginn mit DuoResp Spiromax verschlechtern.
Wenn den Patienten die Behandlung unwirksam erscheint oder sie die höchste empfohlene Dosis
DuoResp Spiromax überschreiten, muss ärztlicher Rat eingeholt werden (siehe Abschnitt 4.2). Eineplötzliche und fortschreitende Verschlechterung der Kontrolle von Asthma oder COPD ist potentielllebensgefährlich und der Patient muss dringend medizinisch untersucht werden. In dieser Situationmuss überlegt werden, ob eine intensivierte Therapie mit Kortikosteroiden, z. B. mit oralen
Kortikosteroiden, oder, wenn eine Infektion vorliegt, eine antibiotische Behandlung notwendig ist.
Eine Therapie mit DuoResp Spiromax sollte bei Patienten nicht in einer Phase der Exazerbationbegonnen werden oder wenn bei ihnen eine signifikante oder akute Verschlechterung des Asthmasvorliegt.
Systemische WirkungenSystemische Wirkungen können bei jedem inhalativen Kortikosteroid auftreten, besonders wenn das
Arzneimittel über einen längeren Zeitraum in hohen Dosen verschrieben wird. Das Auftreten dieser
Wirkungen ist jedoch unter der Inhalationsbehandlung viel unwahrscheinlicher als unter der
Behandlung mit oralen Kortikosteroiden.
Mögliche systemische Wirkungen sind Cushing-Syndrom, cushingoide Symptome,
Funktionsminderung der Nebennieren, Wachstumsverzögerung bei Kindern und Jugendlichen,verringerte Knochendichte, Katarakt und Glaukom. Seltener können psychologische Effekte oder
Verhaltensstörungen einschließlich psychomotorischer Hyperaktivität, Schlafstörungen,
Angstzuständen, Depression oder Aggression (besonders bei Kindern) auftreten (siehe Abschnitt 4.8).
Sehstörung
Bei der systemischen und topischen Anwendung von Kortikosteroiden können Sehstörungen auftreten.
Wenn ein Patient mit Symptomen wie verschwommenem Sehen oder anderen Sehstörungen vorstelligwird, sollte eine Überweisung des Patienten an einen Augenarzt zur Bewertung möglicher Ursachen in
Erwägung gezogen werden; diese umfassen unter anderem Katarakt, Glaukom oder seltene
Erkrankungen, wie z. B. zentrale seröse Chorioretinopathie (CSC), die nach der Anwendungsystemischer oder topischer Kortikosteroide gemeldet wurden.
Auswirkungen auf die Knochendichte
Potenzielle Effekte auf die Knochendichte sollten vor allem bei Patienten, die mit hohen Dosen übereinen längeren Zeitraum behandelt werden und zusätzliche Risikofaktoren für Osteoporose haben, in
Betracht gezogen werden.
Langzeitstudien mit Erwachsenen, die eine mittlere Tagesdosis von 800 Mikrogramm Budesonid (im
Behältnis abgemessene Dosis) inhalierten, ergaben keine signifikanten Wirkungen auf die
Knochendichte. Es liegen keine Informationen bezüglich der Effekte von Festdosis-
Kombinationstherapie mit Budesonid/Formoterolfumarat-Dihydrat bei höheren Dosen vor.
Nebennierenfunktion
Eine Behandlung mit zusätzlichen systemischen Steroiden oder Budesonid zur Inhalation sollte nichtabrupt abgebrochen werden.
Eine länger andauernde Behandlung mit hohen Dosen inhalativer Kortikosteroide, insbesondere mit
Dosen, die über die empfohlene Dosierung hinausgehen, führt möglicherweise auch zu einer klinischrelevanten Funktionsminderung der Nebennieren. Deshalb sollte die zusätzliche Gabe vonsystemischen Kortikoiden während Stresssituationen, wie bei schwerwiegenden Infektionen oder voreiner anstehenden Operation, in Erwägung gezogen werden. Eine rasche Reduktion der Steroiddosiskann eine akute Nebenniereninsuffizienz verursachen. Die Symptome und Anzeichen, die bei einerakuten Nebenniereninsuffizienz auftreten können, sind etwas unspezifisch, können aber Anorexie,
Bauchschmerzen, Gewichtsverlust, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen,
Bewusstseinstrübung, Krämpfe, Hypotonie und Hypoglykämie umfassen.
Paradoxer Bronchospasmus
Nach der Anwendung kann ein paradoxer Bronchospasmus mit sofortiger Verstärkung von Keuchenund Kurzatmigkeit auftreten. Wenn beim Patienten ein paradoxer Bronchospasmus auftritt, muss
DuoResp Spiromax sofort abgesetzt werden. Der Patient muss untersucht und, falls notwendig, musseine Alternativtherapie eingeleitet werden. Ein paradoxer Bronchospasmus spricht auf die Inhalationeines schnell wirksamen Bronchodilatators an und sollte umgehend behandelt werden (siehe
Abschnitt 4.8).
Umstellung von oraler Therapie
Wenn es einen Anhaltspunkt dafür gibt, dass die Nebennierenfunktion durch eine vorhergehendesystemische Steroidtherapie eingeschränkt ist, sollten Patienten nur mit Vorsicht auf Festdosis-
Kombinationstherapie mit Budesonid/Formoterolfumarat umgestellt werden.
Eine Inhalationstherapie mit Budesonid hat den Vorteil, dass normalerweise der Bedarf an oralen
Steroiden vermindert ist. Bei Patienten, die von oralen Steroiden auf eine Inhalationstherapieumgestellt werden, kann jedoch über einen längeren Zeitraum das Risiko einer eingeschränktenadrenalen Reserve bestehen bleiben. Eine Erholung nach Beendigung der oralen Steroidtherapie kannerhebliche Zeit in Anspruch nehmen. Deshalb besteht bei Patienten, die einer Behandlung mit oralen
Steroiden bedürfen und auf eine Behandlung mit inhalativem Budesonid umgestellt werden,möglicherweise weiterhin über eine beträchtliche Zeit das Risiko einer eingeschränkten
Nebennierenfunktion. Unter diesen Umständen sollte die Funktion der Hypothalamus-Hypophysen-
Nebennieren-(HHN)-Achse regelmäßig überwacht werden.
Während der Umstellung von der oralen Therapie auf eine Festdosis-Kombinationstherapie mit
Budesonid/Formoterolfumarat ist generell eine geringere systemische Steroidwirkung zu erwarten;dies führt möglicherweise zum Auftreten von allergischen oder arthritischen Symptomen wie Rhinitis,
Ekzemen sowie Muskel- und Gelenkschmerzen. Gegen diese Beschwerden sollte eine spezielle
Therapie eingeleitet werden. Sollten in seltenen Fällen Symptome wie Müdigkeit, Kopfschmerzen,
Übelkeit und Erbrechen auftreten, sollte eine allgemein unzureichende Glukokortikosteroidwirkung in
Betracht gezogen werden. In diesen Fällen ist mitunter eine zeitweilige Erhöhung der Dosis von oralverabreichten Glukokortikosteroiden notwendig.
Orale Infektionen
Um das Risiko einer oropharyngealen Candida-Infektion zu minimieren, sollte der Patient angewiesenwerden, nach dem Inhalieren der Dosis seinen Mund mit Wasser auszuspülen. Wenn eine Candida-
Infektion im Mund-Rachen-Raum auftritt, sollte der Patient den Mund auch nach den Inhalationen im
Bedarfsfall mit Wasser ausspülen (siehe Abschnitt 4.2).
Kinder und JugendlicheEs wird empfohlen, die Körpergröße von Kindern, die über einen längeren Zeitraum mit inhalativen
Kortikoiden behandelt werden, regelmäßig zu kontrollieren. Bei einer Wachstumsverzögerung solltedie Therapie überdacht werden mit dem Ziel, die Dosis der inhalativen Kortikosteroide soweit möglichauf die niedrigste wirksame Dosis, mit der eine effektive Kontrolle des Asthmas aufrechterhalten wird,zu reduzieren. Die Vorteile der Kortikoidtherapie sind gegen das mögliche Risiko einer
Wachstumshemmung sorgfältig abzuwägen. Zusätzlich sollte die Überweisung des Kindes bzw.
Jugendlichen an einen Spezialisten für pädiatrische Pneumologie in Betracht gezogen werden.
Begrenzte Daten aus Langzeitstudien deuten darauf hin, dass die meisten Kinder und Jugendlichen,die inhalativ mit Budesonid behandelt wurden, letztendlich ihre Zielgröße als Erwachsene erreichenwerden. Zu Behandlungsbeginn ist jedoch eine geringe, wenn auch kurzfristige Wachstumsreduktion(ca. 1 cm) beobachtet worden. Diese tritt normalerweise innerhalb des ersten Behandlungsjahres auf.
COPD-Patienten
Es sind keine klinischen Studiendaten vorhanden zur Anwendung von DuoResp Spiromax bei COPD-
Patienten mit einem FEV1 > 50 % des vorhergesagten Normwertes (vor Bronchodilatation) und einem
FEV1 < 70 % des vorhergesagten Normwertes (nach Bronchodilatation) (siehe Abschnitt 5.1).
Pneumonie
Eine Zunahme der Inzidenz von Pneumonien, einschließlich Pneumonien, die eine
Krankenhauseinweisung erfordern, wurde bei COPD-Patienten beobachtet, die inhalative
Kortikosteroide erhalten. Es gibt einige Hinweise darauf, dass ein erhöhtes Risiko für Pneumonien miteiner erhöhten Steroid-Dosierung einhergeht. Dies konnte jedoch nicht eindeutig in allen Studiengezeigt werden.
Es gibt keinen eindeutigen klinischen Nachweis für Unterschiede im Ausmaß des Pneumonierisikosinnerhalb der Klasse der inhalativen Kortikosteroide.
Ärzte sollten bei COPD-Patienten auf eine mögliche Entwicklung einer Pneumonie achten, da sich dieklinischen Merkmale einer solchen Entzündung mit den Symptomen von COPD-Exazerbationenüberschneiden.
Risikofaktoren für eine Pneumonie bei COPD-Patienten umfassen derzeitiges Rauchen, höheres Alter,niedrigen Body Mass Index (BMI) und schwere COPD-Ausprägungen.
Wechselwirkungen mit anderen ArzneimittelnEine gleichzeitige Behandlung mit Itraconazol, Ritonavir oder anderen starken CYP3A4-Hemmernsollte vermieden werden (siehe Abschnitt 4.5). Wenn dies nicht möglich ist, sollte der zeitliche
Abstand zwischen den Gaben der in Wechselwirkung stehenden Arzneimittel so groß wie möglichsein. Für Patienten, die einen starken CYP3A4-Hemmer anwenden, wird eine Festdosis-Kombinationmit Budesonid/Formoterolfumarat nicht empfohlen.
Vorsicht bei speziellen Erkrankungen
Eine Festdosiskombination mit Budesonid und Formoterolfumarat-Dihydrat ist bei Patienten mit
Thyreotoxikose, Phäochromozytom, Diabetes mellitus, unbehandelter Hypokaliämie, hypertropherobstruktiver Kardiomyopathie, idiopathischer subvalvulärer Aortenstenose, schwerer Hypertonie,
Aneurysmen oder anderen schweren kardiovaskulären Störungen wie ischämischer Herzerkrankung,
Tachyarrhythmie oder schwerer Herzinsuffizienz mit Vorsicht anzuwenden.
Vorsicht ist geboten bei Patienten mit verlängertem QTc-Intervall. Formoterol kann selbst eine
Verlängerung des QTc-Intervalls hervorrufen.
Bei Patienten mit offener oder geschlossener Lungentuberkulose, Mykosen und viralen Infektionender Atemwege sollten sowohl die Notwendigkeit einer Gabe als auch die Dosierung der inhalativen
Kortikosteroide sehr sorgfältig überprüft werden.
Bei diabetischen Patienten sollte eine zusätzliche Blutzuckerkontrolle in Erwägung gezogen werden.
β2-Adrenozeptor-Agonisten
Hohe Dosierungen eines β2-Adrenozeptor-Agonisten können zu einer möglicherweise schweren
Hypokaliämie führen. Eine gleichzeitige Behandlung mit β2-Adrenozeptor-Agonisten und
Arzneimitteln, die zu einer Hypokaliämie führen oder eine hypokaliämische Wirkung erhöhen können,wie z. B. Xanthinderivate, Steroide und Diuretika, kann die mögliche hypokaliämische Wirkung der
Beta2-Adrenozeptor-Agonisten noch verstärken.
Die Behandlung mit β2-Adrenozeptor-Agonisten kann zu einer erhöhten Konzentration von Insulin,freien Fettsäuren, Glycerol und Ketonkörpern im Blut führen.
Besondere Vorsicht ist daher bei instabilem Asthma mit variablem Gebrauch an Bronchodilatatorenfür die Notfallmedikation geboten. Außerdem gilt besondere Vorsicht bei Patienten mit akutemschwerem Asthma, da das damit verbundene Risiko durch eine Hypoxie erhöht werden kann, sowieunter anderen Bedingungen, bei denen die Wahrscheinlichkeit einer Hypokaliämie zunimmt. Unterdiesen Umständen wird die regelmäßige Kontrolle des Serumkaliumspiegels empfohlen.
Sonstige BestandteileDieses Arzneimittel enthält Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz,völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nichtanwenden.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Pharmakokinetische WechselwirkungenDa starke CYP3A4-Hemmer (z. B. Ketoconazol, Itraconazol, Voriconazol, Posaconazol,
Clarithromycin, Telithromycin, Nefazodon und HIV-Proteasehemmer) den Plasmaspiegel von
Budesonid wahrscheinlich deutlich erhöhen, sollte die gleichzeitige Anwendung vermieden werden.
Wenn dies nicht möglich ist, sollte der zeitliche Abstand zwischen den Gaben des Hemmstoffs und
Budesonid so groß wie möglich sein (siehe Abschnitt 4.4).
Der starke CYP3A4-Hemmer Ketoconazol, 200 mg einmal täglich, erhöhte den Plasmaspiegel desbegleitend oral verabreichten Budesonids (Einzeldosis 3 mg) durchschnittlich um ein Sechsfaches.
Wenn Ketoconazol 12 Stunden nach Budesonid verabreicht wurde, lag die durchschnittliche
Konzentrationserhöhung nur beim Dreifachen. Dadurch zeigt sich, dass unterschiedliche
Verabreichungszeiten den Plasmaspiegel verringern können. Begrenzte Daten über diese
Wechselwirkung von hochdosiertem inhaliertem Budesonid weisen darauf hin, dass deutliche
Anstiege des Plasmaspiegels (durchschnittlich um das Vierfache) auftreten können, wenn Itraconazol,200 mg einmal täglich, begleitend zu inhaliertem Budesonid (Einzeldosis von 1.000 Mikrogramm)verabreicht wird.
Bei einer gleichzeitigen Behandlung mit CYP3A-Inhibitoren einschließlich cobicistathaltiger Produkteist mit einem erhöhten Risiko systemischer Nebenwirkungen zu rechnen. Die Kombination solltevermieden werden, es sei denn, der Nutzen überwiegt das erhöhte Risiko systemischer
Nebenwirkungen der Cortikosteroide; in diesem Fall sollten die Patienten im Hinblick auf systemische
Kortikosteroidnebenwirkungen überwacht werden.
Pharmakodynamische Wechselwirkungenβ-adrenerge Blocker können die Wirkung von Formoterol schwächen oder hemmen. Eine
Festdosiskombination mit Budesonid und Formoterolfumarat-Dihydrat sollte daher nicht gemeinsammit Beta-adrenergen Blockern (inklusive Augentropfen) gegeben werden, solange keine zwingenden
Gründe dafür vorliegen.
Begleittherapien mit Chinidin, Disopyramid, Procainamid, Phenothiazinen, Antihistaminika(Terfenadin) und trizyklischen Antidepressiva können das QTc-Intervall verlängern und das Risiko fürventrikuläre Arrhythmien erhöhen.
Zusätzlich können L-Dopa, L-Thyroxin, Oxytocin und Alkohol die kardiale Toleranz gegenüber β2-
Sympathomimetika beeinträchtigen.
Begleittherapien mit Monoaminoxidase-Hemmern, inklusive Arzneimitteln mit ähnlichen
Eigenschaften, wie Furazolidon und Procarbazin, können zu hypertensiven Reaktionen führen.
Für Patienten, die begleitend Anästhetika mit halogenierten Kohlenwasserstoffen erhalten, besteht einerhöhtes Risiko für Arrhythmien.
Die begleitende Anwendung anderer betaadrenerger und anticholinerger Arzneimittel kann potentielleine zusätzliche bronchienerweiternde Wirkung haben.
Eine Hypokaliämie kann bei Patienten, die mit Digitalisglykosiden behandelt werden, die Neigung zu
Arrhythmien erhöhen.
Es konnte nicht beobachtet werden, dass Budesonid und Formoterol mit irgendeinem anderen
Arzneimittel, das zur Behandlung von Asthma anwendet wird, Wechselwirkungen hervorrufen.
Kinder und JugendlicheStudien zur Erfassung von Wechselwirkungen wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
SchwangerschaftEs liegen keine Daten über exponierte Schwangerschaften für eine Festdosiskombination mit
Budesonid und Formoterolfumarat-Dihydrat oder die gleichzeitige Behandlung mit Formoterol und
Budesonid vor. Daten einer embryo-fetalen Entwicklungsstudie an Ratten ergaben keine Hinweise aufzusätzliche Effekte durch die Kombination.
Zur Anwendung von Formoterol bei Schwangeren liegen keine ausreichenden Daten vor. In
Tierstudien zur Reproduktionstoxizität löste Formoterol bei sehr hohen systemischen Expositions-
Spiegeln Nebenwirkungen aus (siehe Abschnitt 5.3).
Daten von ca. 2.000 exponierten Schwangerschaften deuten nicht auf ein erhöhtes teratogenes Risikoim Zusammenhang mit inhaliertem Budesonid hin. Es wurde gezeigt, dass Glukokortikosteroide in
Tierstudien Missbildungen verursachen (siehe Abschnitt 5.3). Dies ist aber wahrscheinlich für den
Menschen in den empfohlenen Dosierungen nicht von Bedeutung.
Tierstudien haben ebenfalls gezeigt, dass ein Übermaß an pränatalen Glukokortikosteroiden bei einer
Exposition unterhalb des teratogenen Dosisbereichs zu einem erhöhten Risiko für eine intrauterine
Wachstumsverzögerung, Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Erwachsenenalter und zu einer bleibenden
Veränderung der Glukokortikoidrezeptordichte, des Neurotransmitterumsatzes und des Verhaltensbeiträgt.
Während der Schwangerschaft sollte eine Festdosiskombination mit Budesonid und
Formoterolfumarat-Dihydrat nur dann angewendet werden, wenn der Nutzen die möglichen Risikenüberwiegt. Es sollte die niedrigste wirksame Dosis an Budesonid eingesetzt werden, die nötig ist, umeine adäquate Kontrolle der Asthmasymptome zu gewährleisten.
StillzeitBudesonid geht in die Muttermilch über. Bei Anwendung therapeutischer Dosen sind jedoch keine
Auswirkungen auf den Säugling zu erwarten. Es ist nicht bekannt, ob Formoterol beim Menschen indie Muttermilch übergeht. Bei Ratten sind kleine Mengen an Formoterol in der Muttermilchnachgewiesen worden. Die Anwendung von DuoResp Spiromax bei stillenden Müttern sollte nur in
Betracht gezogen werden, wenn der erwartete Nutzen für die Mutter größer ist als jedes mögliche
Risiko für das Kind.
FertilitätHinsichtlich eines potenziellen Effekts von Budesonid auf die Fertilität sind keine Daten vorhanden.
Tierexperimentelle Reproduktionsstudien mit Formoterol haben bei hoher systemischer Expositioneine etwas reduzierte Fertilität bei männlichen Ratten gezeigt (siehe Abschnitt 5.3).
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
MaschinenDuoResp Spiromax hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeitund die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des SicherheitsprofilsDa DuoResp Spiromax sowohl Budesonid als auch Formoterol enthält, können die für diese
Substanzen bekannten Nebenwirkungen in gleicher Art und Weise auftreten. Bei gleichzeitiger
Anwendung der beiden Substanzen war die Nebenwirkungsrate nicht erhöht. Die häufigsten
Nebenwirkungen sind die pharmakologisch vorhersehbaren Nebenwirkungen einer Therapie mit β2-
Adrenozeptor-Agonisten, wie z. B. Tremor und Palpitationen. Diese sind meistens leicht undverschwinden in der Regel nach einigen Behandlungstagen. In einer klinischen Studie über 3 Jahre, inder COPD-Patienten Budesonid inhalierten, traten Blutergüsse der Haut mit einer Häufigkeit von 10 %im Vergleich zu 4 % unter Placebo (p < 0,001) und Lungenentzündungen mit einer Häufigkeit von 6% im Vergleich zu 3 % unter Placebo (p < 0,01) auf.
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenIm Folgenden sind die Nebenwirkungen nach Systemorganklasse und Häufigkeit aufgeführt, die mit
Budesonid oder Formoterol zusammenhängen. Die Häufigkeit wird wie folgt definiert: Sehr häufig (≥1/10), Häufig (≥ 1/100, < 1/10), Gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100), Selten (≥ 1/10.000, < 1/1.000),
Sehr selten (< 1/10.000) und Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nichtabschätzbar).
Systemorganklasse Häufigkeit Unerwünschte Reaktion
Infektionen und parasitäre Häufig Candida-Infektionen des Oropharynx, Pneumonie
Erkrankungen (bei COPD-Patienten)
Erkrankungen des Selten Sofortige und verzögerte
Immunsystems Überempfindlichkeitsreaktionen, z. B. Exanthem,
Urtikaria, Pruritus, Dermatitis, Angioödem undanaphylaktische Reaktion
Endokrine Erkrankungen Sehr selten Cushing-Syndrom, Nebennierensuppression,
Wachstumsverzögerung, Verringerung der
KnochendichteStoffwechsel- und Selten Hypokaliämie
Ernährungsstörungen Sehr selten Hyperglykämie
Psychiatrische Gelegentlich Aggression, psychomotorische Hyperaktivität,
Erkrankungen Angst, Schlafstörungen
Sehr selten Depression, Verhaltensänderungen (vorrangig bei
Kindern)
Erkrankungen des Häufig Kopfschmerzen, Tremor
Nervensystems Gelegentlich Schwindel
Sehr selten Geschmacksstörungen
Augenerkrankungen Sehr selten Katarakt und Glaukom
Gelegentlich Verschwommenes Sehen (siehe auch
Abschnitt 4.4)
Herzerkrankungen Häufig Palpitationen
Gelegentlich Tachykardie
Selten Herzrhythmusstörungen, z. B. Vorhofflimmern,supraventrikuläre Tachykardie, Extrasystolen
Sehr selten Angina pectoris, QTc-Intervall-Verlängerung
Gefäßerkrankungen Sehr selten Blutdruckschwankungen
Erkrankungen der Häufig Leichte Reizungen des Rachens, Husten,
Atemwege, des Brustraums Dysphonie einschließlich Heiserkeitund Mediastinums Selten Bronchospasmus
Sehr selten Paradoxer Bronchospasmus
Erkrankungen des Gelegentlich Übelkeit
Gastrointestinaltrakts
Erkrankungen der Haut Gelegentlich Blutergüsseund des
Unterhautzellgewebes
Skelettmuskulatur-, Gelegentlich Muskelkrämpfe
Bindegewebs- und
Knochenerkrankungen
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenEine Candida-Infektion des Oropharynx wird durch Wirkstoffablagerungen hervorgerufen. Der Rat anden Patienten, sich nach jeder Dosis den Mund mit Wasser auszuspülen, minimiert das Risiko.
Candida-Infektionen des Oropharynx sprechen normalerweise auf Antimykotika an, ohne dass dasinhalative Kortikosteroid abgesetzt werden muss. Wenn eine Candida-Infektion im Mund-Rachen-
Raum auftritt, sollte der Patient den Mund auch nach den Inhalationen im Bedarfsfall mit Wasserausspülen.
Sehr selten, bei weniger als 1 von 10.000 Personen, kann ein paradoxer Bronchospasmus mitsofortiger Verstärkung von Keuchen und Kurzatmigkeit nach der Dosisanwendung auftreten. Derparadoxe Bronchospasmus spricht auf einen schnell wirksamen, inhalativen Bronchodilatator an undsollte umgehend behandelt werden. Wenn beim Patienten ein paradoxer Bronchospasmus auftritt,muss DuoResp Spiromax sofort abgesetzt werden. Der Patient muss untersucht und, falls notwendig,muss eine Alternativtherapie eingeleitet werden (siehe Abschnitt 4.4).
Es können systemische Auswirkungen von inhalativen Kortikosteroiden auftreten, besonders wennhohe Dosen über längere Zeiträume verschrieben werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese
Auswirkungen auftreten, ist geringer als bei der Einnahme oraler Kortikosteroide. Zu den möglichensystemischen Auswirkungen gehören: Cushing-Syndrom, cushingoide Symptome,
Nebennierensuppression, Wachstumsverzögerungen bei Kindern und Jugendlichen, Verringerung der
Knochenmineraldichte, Katarakt und Glaukom. Erhöhte Anfälligkeit für Infektionen und
Beeinträchtigung der Anpassung an Stresssituationen können auch auftreten. Die Wirkungen sindwahrscheinlich von der Dosis, Expositionszeit, begleitenden und vorhergehenden Exposition mit
Steroiden sowie der individuellen Empfindlichkeit abhängig.
Die Behandlung mit β2-Adrenozeptor-Agonisten kann zu einer erhöhten Konzentration von Insulin,freien Fettsäuren, Glycerol und Ketonkörpern im Blut führen.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Eine Überdosis Formoterol würde wahrscheinlich Auswirkungen nach sich ziehen, die für β2-
Adrenozeptor-Agonisten typisch sind: Tremor, Kopfschmerzen, Palpitationen. Die berichteten
Symptome einzelner Fälle sind Tachykardie, Hyperglykämie, Hypokaliämie, verlängertes QTc-
Intervall, Arrhythmie, Übelkeit und Erbrechen. Unter Umständen ist eine unterstützende undsymptomatische Behandlung angezeigt. Bei Patienten mit akuter bronchialer Obstruktion ergab eineinnerhalb von 3 Stunden verabreichte Dosis von 90 Mikrogramm keinen Grund für
Sicherheitsbedenken.
Bei einer akuten Überdosis mit Budesonid und selbst bei übermäßigen Dosen wird kein klinisches
Problem erwartet. Bei einer chronischen Einnahme von übermäßigen Dosen können systemische
Glukokortikosteroid-Wirkungen auftreten, wie z. B. Hyperkortizismus und Nebennierensuppression.
Wenn eine Therapie mit DuoResp Spiromax aufgrund einer Überdosis mit der Formoterol-
Komponente des Arzneimittels abgesetzt werden muss, muss eine angemessene Therapie mitinhalativen Kortikosteroiden in Betracht gezogen werden.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Mittel bei obstruktiven Atemwegserkrankungen; Sympathomimetikain Kombination mit anderen Mitteln bei obstruktiven Atemwegserkrankungen.
ATC-Code: R03AK07
Wirkmechanismus und pharmakodynamische WirkungenDuoResp Spiromax enthält Formoterol und Budesonid, die über unterschiedliche Wirkmechanismenverfügen und zuträgliche Wirkungen hinsichtlich einer Verringerung von Asthmaexazerbationenaufweisen.
Budesonid
Budesonid ist ein Glukokortikosteroid, das bei Inhalation eine dosisabhängige, entzündungshemmende
Wirkung in den Luftwegen hat, was zu geringeren Symptomen und selteneren Asthmaexazerbationenführt. Inhalatives Budesonid ruft weniger schwere Nebenwirkungen hervor als systemische
Kortikosteroide. Der genaue Mechanismus, der für die entzündungshemmende Wirkung von
Glukokortikosteroiden verantwortlich ist, ist unbekannt.
Formoterol
Formoterol ist ein selektiver β2-Adrenozeptor-Agonist, der bei Inhalation zu einer schnellen und langewirksamen Entspannung der bronchialen glatten Muskulatur bei Patienten mit reversibler
Atemwegsobstruktion führt. Die bronchienerweiternde Wirkung ist dosisabhängig und setzt innerhalbvon 1-3 Minuten ein. Die Wirkungsdauer beträgt mindestens 12 Stunden nach einer einzelnen Dosis.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitAsthma-Erhaltungstherapie mit Budesonid und Formoterol
Klinische Studien mit Erwachsenen haben gezeigt, dass die Zugabe von Formoterol zu Budesonid zueiner Verbesserung der Asthma-Symptome und Lungenfunktion sowie zu verringerten Exazerbationenführte.
In zwei 12-wöchigen Studien war die Wirkung von Budesonid/Formoterol auf die Lungenfunktionvergleichbar mit der Wirkung einer freien Kombination aus Budesonid und Formoterol und übertrafdie Wirkung von Budesonid allein. Alle Behandlungsarme wendeten einen kurz wirkenden β2-
Adrenozeptor-Agonisten nach Bedarf an. Über den Zeitraum gab es kein Anzeichen einer
Abschwächung der anti-asthmatischen Wirkung.
COPD
In zwei 12-monatigen Studien wurde die Wirkung auf die Lungenfunktion und die Exazerbationsrate(definiert als Behandlungen mit oralen Steroiden und/oder eine Behandlung mit Antibiotika und/oderstationärer Krankenhausaufenthalt) bei Patienten mit schwerer COPD untersucht. Der mediane FEV1-
Wert lag bei Studieneinschluss bei 36 % vom vorhergesagten Normwert. Die durchschnittliche Anzahlan Exazerbationen pro Jahr (wie oben definiert) wurde mit Budesonid/Formoterol im Vergleich zur
Behandlung mit Formoterol allein oder Placebo signifikant verringert (durchschnittliche Rate von 1,4im Vergleich zu 1,8-1,9 in der Placebo/Formoterol-Gruppe). Die durchschnittliche Anzahl an Tagen,die ein Patient orale Kortikosteroide in den 12 Monaten einnahm, verringerte sich in der
Budesonid/Formoterol-Gruppe leicht (7-8 Tage/Patient/Jahr im Vergleich zu 11-12 und 9-12 Tagenin den Placebo- bzw. Formoterol-Gruppen). Hinsichtlich der Änderungen bei
Lungenfunktionsparametern, z. B. FEV1, war Budesonid/Formoterol der Behandlung mit Formoterolallein nicht überlegen.
Höchste inspiratorische Durchflussrate durch die Spiromax-Vorrichtung
Es wurde eine randomisierte und offene Placebo-Studie mit Kindern und Jugendlichen mit Asthma (6-17 Jahre alt), Erwachsenen mit Asthma (18-45 Jahre alt), Erwachsenen mit chronisch-obstruktiver
Lungenerkrankung (COPD) (> 50 Jahre alt) und mit gesunden Freiwilligen (18-45 Jahre alt)durchgeführt, um die höchste inspiratorische Durchflussrate (Peak Inspiratory Flow Rate, PIFR) undandere damit verbundene Parameter im Anschluss an die Inhalation aus einer Spiromax-Vorrichtung(mit einem Placebo) im Vergleich zur Inhalation aus einem bereits auf dem Markt erhältlichen
Pulverinhalator mit Mehrfachdosierung (mit Placebo) zu ermitteln. Bei diesen Studienteilnehmernwurden außerdem die Auswirkungen der verstärkten Schulung über den Gebrauch der
Inhalationstechnik mit dem Trockenpulver auf die Inhalationsgeschwindigkeit und das Volumenbewertet. Die Daten der Studie legen nahe, dass, unabhängig vom Alter und der zugrundeliegenden
Schwere der Krankheit, Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Asthma sowie Studienteilnehmermit COPD in der Lage waren, inspiratorische Durchflussraten mit dem Spiromax-Inhalator zuentwickeln, die mit denen des auf dem Markt erhältlichen Pulverinhalators mit Mehrfachdosierungvergleichbar waren. Der durchschnittliche PIFR, den die Studienteilnehmer mit Asthma oder COPDerreichten, lag bei über 60 l/min.Es ist bekannt, dass bei solchen Flussraten beide fraglichen Gerätevergleichbare Lungendosen des Arzneimittels abgaben. Bei sehr wenigen Patienten lag der PIFR unter40 l/min und es gab keine Anzeichen von Häufungen entsprechend des Alters oder der Schwere der
Krankheit.
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
ResorptionDie Festdosis-Kombination von Budesonid und Formoterol sowie die entsprechenden Monopräparatewaren hinsichtlich der systemischen Exposition von Budesonid bzw. Formoterol bioäquivalent.
Ungeachtet dessen war nach Anwendung der Festdosis-Kombination, eine kleine Steigerung der
Kortisolsuppression im Vergleich zu den Monopräparaten bemerkbar. Es wird davon ausgegangen,dass der Unterschied keinen Einfluss auf die klinische Sicherheit hat.
Es gab keinen Nachweis einer pharmakokinetischen Wechselwirkung zwischen Budesonid und
Formoterol.
Die pharmakokinetischen Parameter für die entsprechenden Wirkstoffe waren nach Anwendung von
Budesonid und Formoterol als Monopräparate oder als Festdosis-Kombination vergleichbar. Für
Budesonid war die AUC etwas höher, die Resorptionsrate rascher und die maximale
Plasmakonzentration nach Anwendung der Festdosis-Kombination höher. Für Formoterol war diemaximale Plasmakonzentration nach Verabreichung der Festdosis-Kombination ähnlich.
Inhaliertes Budesonid wird schnell resorbiert und die maximale Plasmakonzentration wird innerhalbvon 30 Minuten nach der Inhalation erreicht. In Studien lag die durchschnittliche Ablagerung von
Budesonid in der Lunge, nach der Inhalation mithilfe des Pulverinhalators, in einem Bereich von 32 %bis 44 % der abgegebenen Dosis. Die systemische Bioverfügbarkeit liegt bei ca. 49 % derabgegebenen Dosis. Bei Kindern im Alter von 6-16 Jahren liegt die Ablagerung in der Lunge imgleichen Bereich wie bei den Erwachsenen mit der gleichen angewendeten Dosis. Die sich darausergebenden Plasmakonzentrationen wurden nicht bestimmt.
Inhaliertes Formoterol wird schnell resorbiert und die maximale Plasmakonzentration wird innerhalbvon 10 Minuten nach der Inhalation erreicht. In Studien lag die durchschnittliche Ablagerung von
Formoterol in der Lunge, nach der Inhalation mithilfe des Pulverinhalators, in einem Bereich von28 % bis 49 % der abgegebenen Dosis. Die systemische Bioverfügbarkeit liegt bei ca. 61 % derabgegebenen Dosis.
VerteilungDie Plasmaproteinbindung liegt für Formoterol bei ca. 50 % und für Budesonid bei ca. 90 %. Das
Volumen der Verteilung liegt für Formoterol bei ca. 4 l/kg und für Budesonid bei ca. 3 l/kg.
Formoterol wird über eine Konjugationsreaktion inaktiviert (aktive O-demethylierte und deformylierte
Stoffwechselprodukte werden gebildet, werden aber hauptsächlich als inaktivierte Konjugategesehen). Budesonid erfährt eine hochgradige Biotransformation (ca. 90 %) bei der ersten Passagedurch die Leber zu Stoffwechselprodukten von geringer glukokortikosteroider Aktivität. Die
Glukokortikosteroid-Aktivität der Haupt-Stoffwechselprodukte, 6-Beta-Hydroxy-Budesonid und 16-
Alfa-Hydroxy-Prednisolon, beträgt weniger als 1 % von der von Budesonid. Es gibt keine Anzeichenirgendeiner metabolischen Wechselwirkung oder irgendeiner Austauschreaktion zwischen Formoterolund Budesonid.
EliminationDer wesentliche Anteil einer Formoterol-Dosis wird vom Leberstoffwechsel umgewandelt und danachvon der Niere abgebaut. Nach der Inhalation werden 8 % bis 13 % der abgegebenen Formoterol-Dosisunverstoffwechselt über den Urin ausgeschieden. Formoterol besitzt eine hohe systemische Clearance(ca. 1,4 l/Min.) und die Halbwertzeit für den vollständigen Abbau beträgt 17 Stunden.
Budesonid wird im Stoffwechsel hauptsächlich über Katalyse durch das Enzym CYP3A4 abgebaut.
Die Stoffwechselprodukte von Budesonid werden mit dem Urin ausgeschieden, und zwar entweder inihrer vorliegenden oder in konjugierter Form. Es wurden nur zu vernachlässigende Mengenunveränderten Budesonids im Urin gefunden. Budesonid besitzt eine hohe systemische Clearance (ca.1,2 l/Min.) und die Halbwertzeit für den Abbau im Plasma nach einer i.v.-Dosisgabe beträgt4 Stunden.
Pharmakokinetische/pharmakodynamische ZusammenhängeDie Pharmakokinetik von Budesonid oder Formoterol bei Kindern und Patienten mit Nierenversagenist nicht bekannt. Die Exposition von Budesonid und Formoterol kann bei Patienten mit
Lebererkrankungen höher liegen.
DuoResp Spiromax - pharmakokinetisches Profil
In pharmakokinetischen Studien mit und ohne Aktivkohleblockade wurde DuoResp Spiromax ineinem Vergleich mit einer alternativen zugelassenen Festdosis-Kombination als Inhalationspräparat,das die gleichen Wirkstoffe Budesonid und Formoterol enthielt, beurteilt und zeigte sich gleichwertigsowohl in Bezug auf systemische Exposition (Sicherheit) als auch auf pulmonale Ablagerung(Wirksamkeit).
Linearität/Nicht-LinearitätDie systemische Exposition sowohl von Budenosid als auch von Formoterol korreliert linear mit derangewendeten Dosis.
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
Die Toxizität, die in Tierstudien mit Budesonid und Formoterol beobachtet wurde, wenn diese in
Kombination oder einzeln verabreicht wurden, entsprach Wirkungen, die mit übersteigerterpharmakologischer Aktivität zusammenhingen.
In Fortpflanzungsstudien an Tieren zeigte sich, dass Kortikosteroide, wie z. B. Budesonid,
Missbildungen (Gaumenspalte, Missbildungen des Skelettapparats) hervorrufen. Allerdings scheinendie Ergebnisse dieser Tierexperimente für den Menschen bei Anwendung der empfohlenen Dosennicht relevant zu sein. Fortpflanzungsstudien an Tieren mit Formoterol zeigten bei hoher systemischer
Exposition eine etwas verringerte Zeugungsfähigkeit bei männlichen Ratten und Implantationsverlustesowie verringertes frühes postnatales Überleben und Geburtsgewicht bei deutlich höherensystemischen Expositionen als solche, die beim klinischen Gebrauch erreicht werden. Allerdingsscheinen die Ergebnisse dieser Tierexperimente für die Anwendung am Menschen nicht relevant zusein.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Lactose-Monohydrat (enthält Milchproteine).
6.2 Inkompatibilitäten
6.3 Haltbarkeit
3 Jahre.
Nach Öffnen der Folienverpackung: 6 Monate.
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Nicht über 25 °C lagern.
Halten Sie die Mundstückabdeckung nach Entnahme aus der Folienverpackung geschlossen.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Der Inhalator ist weiß mit einer halbtransparenten, weinroten Mundstückabdeckung. Die Teile des
Inhalators, die sowohl mit dem Arzneimittel als auch der Schleimhaut in Kontakt kommen, bestehenaus Poly(acrylnitril-co-butadien-co-styrol) (ABS), Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP).
Jeder Inhalator enthält 60 Einzeldosen und ist in Folie verpackt.
Packungen mit 1, 2 oder 3 Inhalatoren.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
HandhabungNicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
Teva Pharma B.V.
Swensweg 5, 2031GA Haarlem
Niederlande
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
EU/1/14/920/004
EU/1/14/920/005
EU/1/14/920/006
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 28. April 2014
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 8. April 2019
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu/ verfügbar.