Packungsbeilage DENBRAYCE 120mg 70mg / ml Injektionslösung

Angewendet bei: Osteoporose; Knochenmetastasen; tumorinduzierte Hyperkalzämie

Art der Anwendung: Injektion

Substanz: Denosumab (monoklonaler Antikörper)

ATC: M05BX04 (Muskel- und Skelettsystem | Mittel mit Einfluss auf die Knochenstruktur und die Mineralisation | Andere Mittel mit Einfluss auf die Knochenstruktur und die Mineralisation)

Hinweise:
Anaphylaxie
Anaphylaxie

Risiko einer schweren allergischen Reaktion. Suchen Sie bei schweren Symptomen sofort medizinische Hilfe.

Zusätzliche Überwachung
Zusätzliche Überwachung

Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung.

Warnhinweis während der Stillzeit
Warnhinweis während der Stillzeit

Während der Stillzeit nur auf ärztliche Empfehlung anwenden.

Warnhinweis während der Schwangerschaft
Warnhinweis während der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft nur auf ärztliche Empfehlung anwenden.

Denosumab ist ein monoklonaler Antikörper, der zur Behandlung von knochenbezogenen Erkrankungen eingesetzt wird, die mit einem Verlust der Knochendichte einhergehen. Es wird hauptsächlich bei Osteoporose bei postmenopausalen Frauen und Männern mit hohem Frakturrisiko sowie zur Vorbeugung von Skelettkomplikationen bei Patienten mit Knochenmetastasen durch solide Tumoren angewendet. Außerdem wird es zur Behandlung von krebsbedingter Hyperkalzämie und anderen Erkrankungen mit übermäßiger Knochenresorption eingesetzt.

Denosumab wirkt durch die Hemmung von RANKL (Receptor Activator of Nuclear Factor Kappa-B Ligand), einem Protein, das die Aktivität von Osteoklasten, den für den Knochenabbau verantwortlichen Zellen, stimuliert. Durch die Blockierung von RANKL reduziert Denosumab den Knochenabbau, erhöht die Knochendichte und senkt das Frakturrisiko.

Es wird als subkutane Injektion verabreicht, typischerweise alle 6 Monate bei Osteoporose oder häufiger bei anderen Indikationen. Häufige Nebenwirkungen sind Muskel- oder Gelenkschmerzen, Infektionen der oberen Atemwege und Reaktionen an der Injektionsstelle. Selten können Hypokalzämie, Osteonekrose des Kiefers oder atypische Frakturen auftreten.

Patienten sollten die Empfehlungen ihres Arztes genau befolgen, eine ausreichende Zufuhr von Kalzium und Vitamin D sicherstellen und Nebenwirkungen oder andere eingenommene Medikamente melden.

Allgemeine Daten zu DENBRAYCE 120mg 70mg / ml

  • Substanz: Denosumab
  • Datum der letzten Medikamentenliste: 01-06-2026
  • Produktcode: W71302001
  • Konzentration: 70mg / ml
  • Darreichungsform: Injektionslösung
  • Menge: 1
  • Produktart: Generikum
  • Preis: 869.37 RON
  • Abgabebedingungen: P-RF - Arzneimittel, die mit einer ärztlichen Verschreibung abgegeben werden, die in der Apotheke einbehalten wird und nicht erneuert werden kann.

Marketing autorisation

  • Zulassungshersteller: GH GENHELIX S.A. - SPANIA
  • Zulassungsinhaber: MABXIENCE RESEARCH SL - SPANIA
  • Zulassungsnummer: 1936/2025/01
  • Haltbarkeit: 3 Jahre

Darreichungsformen erhältlich für Denosumab

Verfügbare Konzentrationen für Denosumab

  • 120mg/ml
  • 60mg/ml
  • 70mg/ml

Vergütungslisten für DENBRAYCE 120mg 70mg / ml mAbxience Research

NGP 3 (C2) - NGP onkologie

Preis

Zuzahlung

Patient

869.37 RON

869.37 RON

0.00 RON

Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels DENBRAYCE 120mg 70mg / ml Injektionslösung

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Denbrayce 120 mg Injektionslösung

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Durchstechflasche enthält 120 mg Denosumab in 1,7 ml Lösung (70 mg/ml).

Denosumab ist ein humaner monoklonaler IgG2-Antikörper, der mittels rekombinanter

DNA-Technologie in einer Säugetierzelllinie (Ovarialzellen des Chinesischen Hamsters) hergestellt wird.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung

Jede Durchstechflasche enthält 78 mg Sorbitol (E 420) und 0,17 mg Polysorbat 20 (E 432).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Injektionslösung (Injektion).

Klare, farblose bis schwach gelbe Lösung, die Spuren durchsichtiger bis weißer proteinartiger Partikelenthalten kann.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Prävention skelettaler Komplikationen (pathologische Fraktur, Bestrahlung des Knochens,

Rückenmarkkompression oder operative Eingriffe am Knochen) bei Erwachsenen mit fortgeschrittenen

Krebserkrankungen und Knochenbefall (siehe Abschnitt 5.1).

Behandlung von Erwachsenen und skelettal ausgereiften Jugendlichen mit Riesenzelltumoren des Knochens,die nicht resezierbar sind oder bei denen eine operative Resektion wahrscheinlich zu einer schweren

Morbidität führt.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Denbrayce ist unter der Verantwortung von medizinischem Fachpersonal anzuwenden.

Dosierung

Ergänzend müssen alle Patienten täglich mindestens 500 mg Calcium und 400 IE Vitamin D erhalten,außer bei bestehender Hyperkalzämie (siehe Abschnitt 4.4).

Patienten, die mit Denbrayce behandelt werden, sollten die Packungsbeilage und die

Patientenerinnerungskarte ausgehändigt bekommen.

Prävention skelettbezogener Komplikationen bei Erwachsenen mit fortgeschrittenen

Krebserkrankungen und Knochenbefall

Die empfohlene Dosis beträgt 120 mg. Diese wird einmal alle 4 Wochen als einzelne subkutane

Injektion in den Oberschenkel, die Bauchregion oder den Oberarm angewendet.

Riesenzelltumoren des Knochens

Die empfohlene Dosis von Denbrayce beträgt 120 mg. Diese wird einmal alle 4 Wochen und inzusätzlichen Dosen von 120 mg an den Tagen 8 und 15 des ersten Behandlungsmonats als einzelnesubkutane Injektion in den Oberschenkel, die Bauchregion oder den Oberarm angewendet.

Patienten in der Phase-II-Studie, bei denen eine komplette Resektion der Riesenzelltumoren des

Knochens durchgeführt wurde, erhielten eine zusätzliche 6-monatige Behandlung nach der Operationentsprechend dem Studienprotokoll.

Patienten mit Riesenzelltumoren des Knochens sollten regelmäßig daraufhin untersucht werden, ob sieweiterhin von der Behandlung profitieren. Bei Patienten, deren Erkrankung mit Denosumab beherrschtwird, wurde die Auswirkung einer Unterbrechung oder eines Abbruchs der Therapie nicht untersucht.

Allerdings weisen limitierte Daten bei diesen Patienten nicht auf einen Rebound-Effekt nach Abbruch der

Behandlung hin.

Nierenfunktionsbeeinträchtigung

Bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 4.4 für

Empfehlungen bezüglich der Überwachung von Calcium, pct. 4.8 und 5.2).

Beeinträchtigung der Leber

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Denosumab wurden bei Patienten mit Leberfunktionsstörung nichtuntersucht (siehe Abschnitt 5.2).

Ältere Patienten (≥ 65 Jahre)

Bei älteren Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Denosumab wurden, mit Ausnahme von skelettal ausgereiften

Jugendlichen (im Alter von 12-17 Jahren) mit Riesenzelltumoren des Knochens, nicht bei Kindern und

Jugendlichen (< 18 Jahre) nachgewiesen.

Denbrayce wird, mit Ausnahme von skelettal ausgereiften Jugendlichen (im Alter von 12-17 Jahren)mit Riesenzelltumoren des Knochens, nicht für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen(< 18 Jahre) empfohlen (siehe Abschnitt 4.4).

Behandlung von skelettal ausgereiften Jugendlichen mit Riesenzelltumoren des Knochens, die nichtresezierbar sind oder bei denen eine operative Resektion wahrscheinlich zu einer schweren Morbiditätführt: Die Dosierung entspricht derjenigen für Erwachsene.

In tierexperimentellen Studien wurde eine Inhibition des RANK/RANK-Liganden (RANKL) mit einer

Hemmung des Knochenwachstums und mit einem Fehlen des Zahndurchbruchs in Verbindung gebracht,wobei diese Veränderungen nach Beenden der RANKL-Inhibition teilweise reversibel waren (siehe

Abschnitt 5.3).

Art der Anwendung

Zur subkutanen Anwendung.

Denbrayce 120 mg/1,7 ml Lösung in einer Durchstechflasche zum Einmalgebrauch:

Die Anwendung der Durchstechflasche (120 mg/1,7 ml) darf nur von medizinischem Fachpersonaldurchgeführt werden.

Für Anleitungen zur Anwendung, Handhabung und Entsorgung, siehe Abschnitt 6.6.

4.3 Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

Schwere, unbehandelte Hypokalzämie (siehe Abschnitt 4.4).

Nicht verheilte Läsionen aus Zahnoperationen oder Operationen im Mundbereich.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Rückverfolgbarkeit

Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des

Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden.

Ergänzung mit Calcium und Vitamin D

Eine Ergänzung mit Calcium und Vitamin D ist, außer bei bestehender Hyperkalzämie, bei allen

Patienten erforderlich (siehe Abschnitt 4.2).

Hypokalzämie

Eine bestehende Hypokalzämie muss vor Beginn der Denosumab-Therapie korrigiert werden. Währendder Denosumab-Therapie kann Hypokalzämie zu jeder Zeit auftreten. Eine Kontrolle der Calciumspiegelist (1.) vor der Denosumab-Anfangsdosis, (2.) innerhalb von 2 Wochen nach der Anfangsdosis, (3.) wennverdächtige Symptome einer Hypokalzämie auftreten (siehe Abschnitt 4.8 zu Symptomen),durchzuführen. Zusätzliche Kontrollen des Calciumspiegels sollten bei Patienten mit Risikofaktoren füreine Hypokalzämie während der Therapie oder sofern sie anderweitig aufgrund des klinischen Zustandesdes Patienten indiziert sind, erwogen werden.

Patienten sollten dazu aufgefordert werden, Symptome, die auf eine Hypokalzämie hinweisen, zu berichten.

Wenn während der Behandlung mit Denosumab eine Hypokalzämie auftritt, können eine zusätzliche

Calciumergänzung sowie zusätzliche Kontrollen erforderlich werden.

Nach Markteinführung wurde über schwere symptomatische Hypokalzämie (einschließlich Fälle mittödlichem Ausgang) berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Die meisten Fälle traten in den ersten Wochen nach

Therapiebeginn auf, sie können jedoch auch später auftreten.

Nierenfunktionsbeeinträchtigung

Bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) oder beidialysepflichtigen Patienten besteht ein höheres Risiko, eine Hypokalzämie zu entwickeln. Das Risiko,eine Hypokalzämie und einen begleitenden Parathormon-Anstieg zu entwickeln, erhöht sich mitsteigendem Grad der Nierenfunktionsstörung. Eine regelmäßige Kontrolle der Calciumspiegel ist beidiesen Patienten besonders wichtig.

Kieferosteonekrose (osteonecrosis of the jaw, ONJ)

ONJ wurde häufig bei Patienten berichtet, die mit Denosumab behandelt wurden (siehe Abschnitt 4.8).

Der Beginn der Behandlung/eines neuen Behandlungszyklus sollte bei Patienten mit nicht verheiltenoffenen Weichteilläsionen im Mundraum verschoben werden. Eine zahnärztliche Untersuchung mitpräventiver Zahnbehandlung und einer individuellen Nutzen-Risiko-Bewertung wird vor der

Behandlung mit Denosumab empfohlen.

Die folgenden Risikofaktoren sollten bei der Einschätzung des Risikos des Patienten für die Entwicklungvon ONJ berücksichtigt werden:

* Wirksamkeit des Arzneimittels, das die Knochenresorption inhibiert (höheres Risiko beihochwirksamen Präparaten), Art der Anwendung (höheres Risiko für parenterale Anwendung)und kumulative Dosis einer Therapie zur Behandlung der Knochenresorption.

* Krebs, Begleiterkrankungen (z. B. Anämie, Koagulopathien, Infektionen), Rauchen.

* Begleittherapien: , Chemotherapie, Angiogeneseinhibitoren, Bestrahlung im Kopf-Hals-

Bereich.

* Schlechte Mundhygiene, Erkrankung des Zahnfleisches, schlecht passende Zahnprothesen,vorbestehende Zahnerkrankung, invasive Zahnbehandlungen (z. B. Zahnextraktionen).

Alle Patienten sollten dazu angehalten werden, eine gute Mundhygiene einzuhalten, zahnärztliche

Routineuntersuchungen durchführen zu lassen und unverzüglich jegliche Symptome im Mundraum wie

Lockerung der Zähne, Schmerzen oder Schwellungen oder nicht heilende wunde Stellen oder Ausflusswährend der Behandlung mit Denosumab zu berichten. Während der Behandlung sollten invasivezahnärztliche Eingriffe nur nach sorgfältiger Abwägung und nicht zeitnah zur Denosumab-Anwendungdurchgeführt werden.

Der Behandlungsplan der Patienten, die eine ONJ entwickeln, sollte in enger Zusammenarbeit zwischendem behandelnden Arzt und einem Zahnarzt oder Kieferchirurgen mit Erfahrung mit ONJ erstellt werden.

Bis zum Rückgang des Zustandes und zur Abschwächung der dazu beitragenden Risikofaktoren sollte,falls möglich, eine vorübergehende Unterbrechung der Behandlung mit Denosumab erwogen werden.

Osteonekrose des äußeren Gehörgangs

Bei der Anwendung von Denosumab wurde über Osteonekrose des äußeren Gehörgangs berichtet. Zu denmöglichen Risikofaktoren für eine Osteonekrose des äußeren Gehörgangs zählen die Anwendung von

Steroiden und Chemotherapie und/oder lokale Risikofaktoren wie z. B. Infektionen oder Traumata. Die

Möglichkeit einer Osteonekrose des äußeren Gehörgangs sollte bei Patienten in Betracht gezogen werden,die Denosumab erhalten und mit Ohrsymptomen, einschließlich chronischer Ohrinfektionen, vorstelligwerden.

Atypische Femurfrakturen

Über atypische Femurfrakturen wurde bei Patienten berichtet, die Denosumab erhielten (siehe

Abschnitt 4.8). Atypische Femurfrakturen können in subtrochantären und diaphysären Bereichen des

Femurs nach geringem oder ohne Trauma auftreten. Spezifische radiologische Befunde kennzeichnendiese Ereignisse. Über atypische Femurfrakturen wurde ebenfalls bei Patienten mit bestimmten

Begleiterkrankungen (z. B. Vitamin-D-Mangel, Rheumatoide Arthritis, Hypophosphatasie) und bei der

Anwendung bestimmter Wirkstoffe (z. B. Bisphosphonate, Glukokortikoide, Protonenpumpen-

Inhibitoren) berichtet. Diese Ereignisse sind auch ohne antiresorptive Therapie aufgetreten. Vergleichbare

Frakturen, über die im Zusammenhang mit Bisphosphonaten berichtet wurde, sind häufig bilateral; dahersollte bei Patienten, die unter Behandlung mit Denosumab eine Femurschaftfraktur erlitten haben, derkontralaterale Femur untersucht werden. Abhängig von einer Patientenbeurteilung, die auf einerindividuellen Nutzen-Risiko-Einschätzung basiert, sollte bei Patienten mit Verdacht auf eine atypische

Femurfraktur ein Abbruch der Denosumab-Therapie erwogen werden. Während der Behandlung mit

Denosumab sollten die Patienten angewiesen werden, neu auftretende oder ungewöhnliche Ober-schenkel-, Hüft- oder Leistenschmerzen zu berichten. Patienten mit solchen Symptomen sollten auf eineunvollständige Femurfraktur hin untersucht werden.

Hyperkalzämie nach Behandlungsende bei Patienten mit Riesenzelltumoren des Knochens und bei Patientenmit Skelettwachstum

Eine klinisch signifikante Hyperkalzämie mit erforderlichem Krankenhausaufenthalt und akuter

Nierenschädigung als Komplikation wurde Wochen bis Monate nach Behandlungsende bei mit

Denosumab behandelten Patienten mit Riesenzelltumoren des Knochens berichtet.

Nach Behandlungsende sind Patienten auf Anzeichen und Symptome einer Hyperkalzämie zuüberwachen, und eine regelmäßige Überprüfung des Serumcalciumspiegels ist in Betracht zu ziehen.

Zudem muss die Notwendigkeit einer Ergänzung mit Calcium und Vitamin D neu bewertet werden (siehe

Abschnitt 4.8).

Denosumab wird nicht für Patienten empfohlen, bei denen sich das Skelett im Wachstum befindet (siehe

Abschnitt 4.2). Eine klinisch signifikante Hyperkalzämie wurde auch bei dieser Patientengruppe Wochenbis Monate nach Behandlungsende berichtet.

Sonstige

Patienten, die mit Denosumab behandelt werden, sollten nicht gleichzeitig mit anderen

Denosumab-enthaltenden Arzneimitteln (für Osteoporose-Indikationen) behandelt werden.

Patienten, die mit Denosumab behandelt werden, sollten nicht gleichzeitig mit Bisphosphonatenbehandelt werden.

Malignität bei Riesenzelltumoren des Knochens oder Progression zu einer metastasierten Erkrankung istein seltenes Ereignis und ein bekanntes Risiko bei Patienten mit Riesenzelltumoren des Knochens.

Patienten sollten hinsichtlich radiologischer Anzeichen von Malignität, neuer Strahlendurchlässigkeitoder Osteolyse überwacht werden. Vorliegende klinische Daten weisen nicht auf ein erhöhtes Risikoeiner Malignität bei Patienten mit Riesenzelltumoren des Knochens hin, die mit Denosumab behandeltwurden.

Sonstige Bestandteile

Dieses Arzneimittel enthält 0,17 mg Polysorbat 20 (E 432) pro Durchstechflasche.. Polysorbate könnenallergische Reaktionen hervorrufen. In diesem Zusammenhang ist an Patienten mit bekannten Allergien zudenken..

Dieses Arzneimittel enthält 78 mg Sorbitol pro Durchstechflasche, entsprechend der 120-mg-Dosis..

Die additive Wirkung gleichzeitig angewendeter Sorbitol (oder Fructose)-haltiger Arzneimittel und die

Einnahme von Sorbitol (oder Fructose) über die Nahrung ist zu berücksichtigen.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro 120-mg-Dosis, d. h. es ist nahezu'natriumfrei“.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen durchgeführt.

In klinischen Studien wurde Denosumab in Kombination mit üblichen Antitumor-Behandlungen und bei

Patienten, die vorher Bisphosphonate erhalten hatten, angewendet. Es gab keine klinisch relevanten

Änderungen in den minimalen Serumkonzentrationen und der Pharmakodynamik von Denosumab (N-

Telopeptid im Urin (uNTx/Cr), adjustiert nach Kreatinin) durch begleitende Chemotherapie und/oder

Hormontherapie oder durch vorherige intravenöse Bisphosphonat-Exposition.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Bisher liegt keine oder nur begrenzte Daten zur Anwendung von Denosumab bei Schwangerenvor. Tierexperimentelle Studien zeigten eine Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt 5.3).

Die Anwendung von Denbrayce während der Schwangerschaft und bei Frauen im gebärfähigen Alter, diekeine Verhütungsmethode anwenden, wird nicht empfohlen. Frauen sollten darauf hingewiesen werden,während und für mindestens 5 Monate nach der Denosumab-Behandlung nicht schwanger zu werden.

Jegliche Wirkung von Denosumab ist während des zweiten und dritten Trimesters der Schwangerschaftwahrscheinlich größer, da monoklonale Antikörper auf lineare Weise durch die Plazenta transportiertwerden, während die Schwangerschaft fortschreitet. Die höchste Menge wird während des dritten

Trimesters transferiert.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Denosumab in die Muttermilch übergeht. Ein Risiko für das Neugeborene/Kindkann nicht ausgeschlossen werden. Studien mit Knockout-Mäusen weisen darauf hin, dass das Fehlenvon RANKL während der Schwangerschaft die Reifung der Brustdrüsen und damit die Milchproduktionnach der Geburt beeinträchtigen kann (siehe Abschnitt 5.3). Es muss eine Entscheidung darüber getroffenwerden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Denbrayce-Behandlung verzichtet werden soll.

Dabei sind sowohl der Nutzen des Stillens für das Neugeborene/Kind als auch der Nutzen der Therapiefür die Frau zu berücksichtigen.

Fertilität

Es liegen keine Daten zur Wirkung von Denosumab auf die Fortpflanzungsfähigkeit des Menschenvor. Tierexperimentelle Studien weisen nicht auf direkte oder indirekte schädigende Wirkungen in

Hinsicht auf die Fortpflanzungsfähigkeit hin (siehe Abschnitt 5.3).

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Maschinen

Denbrayce hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

4.8 Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Das Gesamtsicherheitsprofil stimmt in allen zugelassenen Anwendungsgebieten von Denosumab überein.

Über Hypokalzämie wurde sehr häufig nach Denosumab-Anwendung berichtet, meistens innerhalb derersten beiden Wochen. Eine Hypokalzämie kann schwer und symptomatisch sein (siehe Abschnitt 4.8 -

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen). Die Abnahmen des Serumcalciums konnten im

Allgemeinen mit einer Calcium- und Vitamin D-Ergänzung angemessen behandelt werden. Diehäufigsten Nebenwirkungen von Denosumab sind muskuloskelettale Schmerzen. Fälle von

Kieferosteonekrose (siehe Abschnitt 4.4 und Abschnitt 4.8 - Beschreibung ausgewählter

Nebenwirkungen) wurden häufig bei Patienten, die Denosumab anwenden, beobachtet.

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

Die folgende Konvention wurde, basierend auf den Inzidenzraten in vier klinischen Studien der

Phase III, zwei der Phase II und der Erfahrung nach Markteinführung, für die Klassifikation der

Nebenwirkungen verwendet (siehe Tabelle 1): sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich(≥ 1/1 000, < 1/100), selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000), sehr selten (< 1/10 000) und nicht bekannt (Häufigkeitauf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar). Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe und

Systemorganklasse werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad aufgeführt.

Tabelle 1: Nebenwirkungen, die bei Patienten mit fortgeschrittenen Krebserkrankungen und

Knochenbefall, Multiplem Myelom oder mit Riesenzelltumoren des Knochens berichtet wurden

Systemorganklassen gemäß Häufigkeitskategorie Nebenwirkungen

MedDRA

Gutartige, bösartige und nicht Häufig Neues primäres Malignom1spezifizierte Neubildungen (einschl.

Zysten und Polypen)

Erkrankungen des Selten Arzneimittelüberempfindlichkeit1

Immunsystems Selten Anaphylaktische Reaktion1

Stoffwechsel- und Sehr häufig Hypokalzämie1, 2

Ernährungsstörungen Häufig Hypophosphatämie

Gelegentlich Hyperkalzämie nach

Behandlungsende bei Patienten mit

Riesenzelltumoren des Knochens3

Erkrankungen der Atemwege, Sehr häufig Dyspnoedes Brustraums und

Mediastinums

Erkrankungen des Sehr häufig Diarrhö

Gastrointestinaltrakts Häufig Zahnextraktion

Erkrankungen der Haut und des Häufig Hyperhidrose

Unterhautgewebes Gelegentlich Lichenoide Arzneimittelexantheme1

Skelettmuskulatur-, Sehr häufig Schmerzen des Muskel- und

Bindegewebs- und Skelettsystems1

Knochenerkrankungen Häufig Kieferosteonekrose1

Gelegentlich Atypische Femurfraktur1

Nicht bekannt Osteonekrose des äußeren

Gehörgangs3, 41 Siehe Abschnitt 'Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen“2 Siehe Abschnitt 'Andere spezielle Populationen“3 Siehe Abschnitt 4.44 Klasseneffekt

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Hypokalzämie

Eine höhere Inzidenz von Hypokalzämie wurde in klinischen Studien zur Prävention von SRE bei Patienten,die mit Denosumab behandelt wurden, im Vergleich zu Zoledronsäure beobachtet.

Die höchste Inzidenz von Hypokalzämie wurde in einer Phase-III-Studie bei Patienten mit Multiplem

Myelom beobachtet. Hypokalzämie wurde bei 16,9 % der Patienten, die mit Denosumab behandeltwurden, und bei 12,4 % der Patienten, die mit Zoledronsäure behandelt wurden, berichtet. Ein Absinkender Serumcalciumspiegel Grad 3 trat bei 1,4 % der mit Denosumab behandelten Patienten und bei 0,6 %der mit Zoledronsäure behandelten Patienten auf. Ein Absinken der Serumcalciumspiegel Grad 4 trat bei0,4 % der mit Denosumab behandelten Patienten und bei 0,1 % der mit Zoledronsäure behandelten

Patienten auf.

In drei aktiv-kontrollierten klinischen Studien der Phase III bei Patienten mit fortgeschrittenen

Krebserkrankungen und Knochenbefall wurde bei 9,6 % der mit Denosumab und bei 5,0 % der mit

Zoledronsäure behandelten Patienten über Hypokalzämie berichtet.

Ein Absinken der Serumcalciumspiegel Grad 3 trat bei 2,5 % der mit Denosumab und 1,2 % der mit

Zoledronsäure behandelten Patienten auf. Ein Absinken der Serumcalciumspiegel Grad 4 trat bei0,6 % der mit Denosumab und 0,2 % der mit Zoledronsäure behandelten Patienten auf (siehe

Abschnitt 4.4).

In zwei einarmigen klinischen Studien der Phase II bei Patienten mit Riesenzelltumoren des Knochenswurde bei 5,7 % der Patienten über Hypokalzämie berichtet. Keines der unerwünschten Ereignisse wurdeals schwerwiegend eingestuft.

Nach Markteinführung wurde über schwere symptomatische Hypokalzämie (einschließlich Fälle mittödlichem Ausgang) berichtet, wobei die Mehrzahl der Fälle in den ersten Wochen nach Therapiebeginnauftrat. Beispiele klinischer Manifestationen schwerer symptomatischer Hypokalzämie schlossen QT-

Intervallverlängerungen, Tetanie, Krampfanfälle und veränderten mentalen Status (einschließlich Koma)ein (siehe Abschnitt 4.4). In klinischen Studien schlossen die Symptome einer Hypokalzämie

Parästhesien oder Muskelsteifheit, Zuckungen, Spasmen und Muskelkrämpfe ein.

Kieferosteonekrose (ONJ)

Die Inzidenz von ONJ war in klinischen Studien bei längerer Expositionsdauer höher. ONJ wurde auchnach dem Ende der Behandlung mit Denosumab diagnostiziert, wobei die Mehrheit der Fälle innerhalbvon 5 Monaten nach der letzten Dosis auftrat. Patienten mit einer Vorgeschichte einer ONJ oder

Osteomyelitis des Kiefers, bestehendem Zahn- oder Kieferbefund, der eine Operation im Mundbereicherfordert, nicht verheilten operativen Zahn-/Mundeingriffen oder jedwedem geplanten invasivenzahnärztlichen Eingriff waren aus den klinischen Studien ausgeschlossen.

Eine höhere Inzidenz von ONJ wurde in klinischen Studien zur Prävention von SRE bei Patienten, diemit Denosumab behandelt wurden, im Vergleich zu Zoledronsäure beobachtet. Die höchste Inzidenz von

ONJ wurde in einer Phase-III-Studie bei Patienten mit Multiplem Myelom beobachtet. In der doppeltverblindeten Behandlungsphase dieser Studie wurde ONJ bei 5,9 % der Patienten, die mit Denosumabbehandelt wurden (mediane Exposition von 19,4 Monaten; Bereich 1-52), und bei 3,2 % der Patienten,die mit Zoledronsäure behandelt wurden, bestätigt. Bei Beendigung der doppelt verblindeten

Behandlungsphase dieser Studie lag die nach Patientenjahren adjustierte Inzidenz einer bestätigten ONJin der Denosumab-Gruppe (mediane Exposition von 19,4 Monaten; Bereich: 1-52) bei 2,0 pro100 Patientenjahre während des ersten Behandlungsjahres, bei 5,0 im zweiten Jahr und danach bei 4,5.

Die mediane Zeit bis zum Auftreten einer ONJ lag bei 18,7 Monaten (Bereich: 1-44).

In den primären Behandlungsphasen von drei aktiv-kontrollierten klinischen Studien der Phase III bei

Patienten mit fortgeschrittenen Krebserkrankungen und Knochenbefall wurde ONJ bei 1,8 % der mit

Denosumab (mediane Exposition von 12,0 Monaten; Bereich: 0,1- 40,5) und 1,3 % der mit

Zoledronsäure behandelten Patienten bestätigt. Die klinischen Charakteristika dieser Fälle waren in den

Behandlungsgruppen ähnlich. Unter den Patienten mit bestätigter ONJ hatten die meisten (81 % in beiden

Behandlungsgruppen) eine Vorgeschichte von Zahnextraktion, schlechter Mundhygiene und/oder

Verwendung von Zahnersatz. Die meisten Patienten erhielten eine Chemotherapie oder hatten eineerhalten.

Die Studien bei Patienten mit Mamma- oder Prostatakarzinom schlossen eine verlängerte Behandlungsphasemit Denosumab ein (mediane Gesamtexposition von 14,9 Monaten; Bereich: 0,1-67,2). Eine ONJ wurde bei6,9 % der Patienten mit Mamma- und Prostatakarzinom während der verlängerten Behandlungsphasebestätigt.

Die nach Patientenjahren adjustierte Gesamtinzidenz einer bestätigten ONJ lag bei 1,1 pro100 Patientenjahre während des ersten Behandlungsjahres, bei 3,7 im zweiten Jahr und danach bei 4,6.

Die mediane Zeit bis zum Auftreten einer ONJ betrug 20,6 Monate (Bereich: 4-53).

In einer nicht randomisierten, retrospektiven Beobachtungsstudie bei 2 877 mit Denosumab oder

Zoledronsäure behandelten Krebspatienten in Schweden, Dänemark und Norwegen lag der 5-Jahres-

Inzidenzanteil medizinisch bestätigter ONJ bei 5,7 % (95 %-KI: 4,4; 7,3; mittlere Nachbeobachtungszeitvon 20 Monaten [Bereich: 0,2-60]) in der mit Denosumab behandelten Patientenkohorte und bei 1,4 %(95 %-KI: 0,8; 2,3; mittlere Nachbeobachtungszeit von 13 Monaten [Bereich: 0,1-60]) in der mit

Zoledronsäure behandelten Patientenkohorte. Der 5-Jahres- Inzidenzanteil von ONJ bei Patienten, die von

Zoledronsäure auf Denosumab wechselten, lag bei 6,6 % (95 %-KI: 4,2; 10,0; mittlere

Nachbeobachtungszeit von 13 Monaten [Bereich: 0,2-60]).

In einer Studie der Phase III bei Patienten mit nicht metastasiertem Prostatakarzinom (einer

Patientenpopulation, für die Denosumab nicht indiziert ist) und mit längerer Behandlungsexposition vonbis zu 7 Jahren lag die nach Patientenjahren adjustierte Inzidenz einer bestätigten ONJ bei 1,1 pro100 Patientenjahre während des ersten Behandlungsjahres, bei 3,0 im zweiten Jahr und danach bei 7,1.

In einer offenen, klinischen Langzeitstudie der Phase II bei Patienten mit Riesenzelltumoren des

Knochens (Studie 6, siehe Abschnitt 5.1) wurde eine ONJ bei 6,8 % der Patienten, darunter bei einem

Jugendlichen, bestätigt (mediane Anzahl von 34 Dosen; Bereich: 4-116). Am Ende der Studie betrug diemediane Dauer der Studienteilnahme, einschließlich der Nachbeobachtungsphase zur Beurteilung der

Sicherheit, 60,9 Monate (Bereich: 0-112,6). Die nach Patientenjahren adjustierte Inzidenz einerbestätigten ONJ lag bei insgesamt 1,5 pro 100 Patientenjahre (0,2 pro 100 Patientenjahre während desersten Behandlungsjahres, 1,5 im zweiten Jahr, 1,8 im dritten Jahr, 2,1 im vierten Jahr, 1,4 im fünften

Jahr und danach 2,2). Die mediane Zeit bis zu einer ONJ betrug 41 Monate (Bereich: 11-96).

Studie 7 wurde durchgeführt, um Patienten mit Riesenzelltumoren des Knochens (GCTB, giant celltumour of bone), die in Studie 6 behandelt wurden, für weitere 5 Jahre oder länger nachzuverfolgen. ONJwurde bei 6 der 51 Patienten (11,8 %), die einer mittleren Gesamtdosis von 42 Dosen Denosumabexponiert waren, berichtet. Drei dieser ONJ-Fälle wurden ärztlich bestätigt.

Arzneimittelbedingte Überempfindlichkeitsreaktionen

Nach der Markteinführung wurde bei Patienten, die Denosumab erhielten, über Ereignisse von

Überempfindlichkeit, einschließlich seltener Fälle von anaphylaktischen Reaktionen, berichtet.

Atypische Femurfrakturen

Insgesamt wurde im klinischen Studienprogramm bei Patienten, die mit Denosumab behandelt wurden,gelegentlich über atypische Femurfrakturen berichtet, wobei sich das Risiko bei längerer Behandlungsdauererhöhte. Ereignisse traten während der Behandlung und bis zu 9 Monate nach Behandlungsende auf (siehe

Abschnitt 4.4).

Im klinischen Studienprogramm für GCTB wurde bei Patienten, die mit Denosumab behandelt wurden,häufig über atypische Femurfrakturen (AFF) berichtet. In Studie 6 bei Patienten mit Riesenzelltumorendes Knochens betrug die Inzidenz bestätigter AFF 0,95 % (5/526). In der Folgestudie 7 lag die Inzidenzbestätigter AFF bei mit Denosumab behandelten Patienten bei 3,9 % (2/51).

Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems

Muskuloskelettale Schmerzen, einschließlich schwerer Fälle, wurden nach Markteinführung bei Patientenberichtet, die mit Denosumab behandelt wurden. In klinischen Studien traten muskuloskelettale

Schmerzen sehr häufig sowohl in den Denosumab- als auch in den Zoledronsäure- Behandlungsgruppenauf. Muskuloskelettale Schmerzen, die zum Abbruch der Studienbehandlung führten, traten selten auf.

Neues primäres Malignom

In den primären doppelblinden Behandlungsphasen von vier aktiv-kontrollierten klinischen Studien der

Phase III bei Patienten mit fortgeschrittenen Krebserkrankungen und Knochenbefall wurde über neueprimäre Malignome berichtet bei 54/3 691 (1,5 %) der Patienten, die mit Denosumab behandelt wurden(mediane Exposition von 13,8 Monaten; Bereich: 1,0-51,7), und bei 33/3 688 (0,9 %) der Patienten, diemit Zoledronsäure behandelt wurden (mediane Exposition von 12,9 Monaten; Bereich: 1,0-50,8).

Die kumulative Inzidenz nach einem Jahr betrug 1,1 % für Denosumab und 0,6 % für Zoledronsäure.

Es war für einzelne oder Gruppen von Krebserkrankungen kein behandlungsbedingtes Muster zuerkennen.

In Studie 6 lag bei Patienten mit Riesenzelltumoren des Knochens die Inzidenz des Auftretens neuer

Malignome, einschließlich maligner Erkrankungen des Knochens und außerhalb des Knochens, bei3,8 % (20/526). In der Folgestudie 7 lag die Inzidenz bei mit Denosumab behandelten Patienten bei11,8 % (6/51).

Lichenoide Arzneimittelexantheme

Lichenoide Arzneimittelexantheme (z. B. Lichen planus-artige Reaktionen) wurden bei Patienten nach

Markteinführung berichtet.

Kinder und Jugendliche

Denosumab wurde in einer offenen Studie untersucht, in die 28 skelettal ausgereifte Jugendliche mit

Riesenzelltumoren des Knochens eingeschlossen wurden. Basierend auf diesen limitierten Datenschien das Profil der unerwünschten Ereignisse mit dem der Erwachsenen vergleichbar zu sein.

Eine klinisch signifikante Hyperkalzämie nach Behandlungsende wurde nach Markteinführung bei

Kindern und Jugendlichen berichtet (siehe Abschnitt 4.4).

Andere spezielle Populationen

Nierenfunktionsbeeeinträchtigung

In einer klinischen Studie bei Patienten ohne fortgeschrittene Krebserkrankung mit schwerer

Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) oder bei dialysepflichtigen Patienten lag einhöheres Risiko vor, eine Hypokalzämie zu entwickeln, wenn keine Calciumergänzung erfolgte. Das

Risiko, eine Hypokalzämie während der Denosumab-Behandlung zu entwickeln, erhöht sich mitsteigendem Grad der Nierenfunktionsstörung. In einer klinischen Studie bei Patienten ohnefortgeschrittene Krebserkrankung entwickelten 19 % der Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung(Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) und 63 % der dialysepflichtigen Patienten eine Hypokalzämie trotz

Calciumergänzung. Die Gesamtinzidenz einer klinisch signifikanten Hypokalzämie lag bei 9 %.

Begleitende Erhöhungen der Parathormonspiegel wurden ebenfalls bei Patienten mit schwerer

Nierenfunktionsstörung oder bei dialysepflichtigen Patienten beobachtet, die Denosumab erhielten. Die

Überwachung der Calciumspiegel sowie eine adäquate Einnahme von Calcium und Vitamin D sind bei

Patienten mit Nierenfunktionsstörung besonders wichtig (siehe Abschnitt 4.4).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über dasin Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Es gibt keine Erfahrung mit Überdosierung in klinischen Studien. Denosumab wurde in klinischen

Studien in Dosierungen von bis zu 180 mg alle 4 Wochen und 120 mg einmal wöchentlich über 3 Wochenangewendet.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Mittel zur Behandlung von Knochenerkrankungen - Andere Mittel mit

Einfluss auf die Knochenstruktur und die Mineralisation, ATC-Code: M05BX04

Denbrayce ist ein biologisch/biotechnologisch hergestelltes Arzneimittel, das im Wesentlichen einembereits zugelassenen Arzneimittel gleicht. Ausführliche Informationen sind auf den Internetseiten der

Europäischen Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.

Wirkmechanismus

RANKL tritt als Transmembranprotein oder lösliches Protein auf. RANKL ist essenziell für die Bildung,die Funktion und das Überleben von Osteoklasten, dem einzigen Zelltyp, der für die Knochenresorptionverantwortlich ist. Erhöhte Osteoklastenaktivität, stimuliert durch RANKL, ist ein Schlüsselmediator des

Knochenabbaus bei Knochenmetastasen und Multiplem Myelom. Denosumab ist ein humanermonoklonaler Antikörper (IgG2), der mit hoher Affinität und Spezifität an RANKL bindet. Dadurch wirddie RANKL/RANK-Interaktion verhindert, woraus sich eine reduzierte Anzahl und Funktion von

Osteoklasten ergibt. Infolgedessen werden die Knochenresorption und die Tumor-induzierte

Knochenzerstörung vermindert.

Riesenzelltumoren des Knochens charakterisieren sich durch neoplastische Stromazellen, die den RANK-

Liganden exprimieren, und Osteoklasten-ähnliche Riesenzellen, die RANK exprimieren. Denosumabbindet bei Patienten mit Riesenzelltumoren des Knochens an den RANK-Liganden und reduziert odereliminiert signifikant Osteoklasten-ähnliche Riesenzellen. Folglich wird die Osteolyse reduziert undproliferatives Tumorstroma durch nicht-proliferativen, differenzierten, dicht gewobenen neuen Knochenersetzt.

Pharmakodynamische Wirkungen

In klinischen Studien der Phase II bei Patienten mit fortgeschrittenen Krebserkrankungen und

Knochenbefall führten subkutane (s.c.) Dosen von Denosumab, angewendet entweder alle 4 Wochen(Q4W) oder alle 12 Wochen, zu einer schnellen Reduktion von Knochenresorptionsmarkern (uNTx/Cr,

Serum-CTx) mit medianen Reduktionen von ungefähr 80 % für uNTx/Cr innerhalb von 1 Woche,unabhängig von einer vorausgehenden Bisphosphonat-Therapie oder uNTx/Cr-Werten zu

Studienbeginn. In den klinischen Studien der Phase III bei Patienten mit fortgeschrittenen

Krebserkrankungen und Knochenbefall hielt die mediane Senkung von uNTx/Cr von ungefähr 80 %über 49 Wochen der Denosumab-Behandlung (120 mg alle 4 Wochen) an.

Immunogenität

Während der Behandlung mit Denosumab können sich Antikörper gegen Denosumab entwickeln. Eswurde kein offensichtlicher Zusammenhang zwischen der Antikörperbildung und der Pharmakokinetik,dem klinischen Ansprechen oder Nebenwirkungen beobachtet.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit bei Patienten mit Knochenmetastasen von soliden Tumoren

Die Wirksamkeit und Sicherheit von 120 mg Denosumab s.c. alle 4 Wochen oder 4 mg Zoledronsäure(dosisangepasst bei reduzierter Nierenfunktion) i.v. alle 4 Wochen wurden in drei randomisierten,doppelblinden, aktiv-kontrollierten Studien bei i.v.-Bisphosphonat-naiven Patienten mit fortgeschrittenen

Krebserkrankungen und Knochenbefall verglichen: Erwachsene mit Mammakarzinom (Studie 1), anderensoliden Tumoren oder Multiplem Myelom (Studie 2) und kastrationsresistentem Prostatakarzinom (Studie 3).

Innerhalb dieser aktiv-kontrollierten klinischen Studien wurde die Sicherheit bei 5 931 Patienten untersucht.

Patienten mit einer Vorgeschichte von ONJ oder Osteomyelitis im Kieferbereich, bestehendem Zahn- oder

Kieferbefund, der eine Operation im Mundbereich erfordert, nicht verheilter Zahn-/Mundoperation oderjedwedem geplanten invasiven zahnärztlichen Eingriff waren für den Einschluss in diese Studien nichtgeeignet. Die primären und sekundären Endpunkte untersuchten das Auftreten von ein oder mehrerenskelettbezogenen Komplikationen (SREs, skeletal related events). In Studien, die die Überlegenheit von

Denosumab gegenüber Zoledronsäure zeigten, wurde Patienten Denosumab unverblindet in einer vorabfestgelegten, 2 Jahre dauernden Extensionsbehandlungsphase angeboten. Ein SRE wurde wie folgt definiert:pathologische Fraktur (vertebral oder nicht-vertebral), Bestrahlung des Knochens (einschließlich der

Anwendung von Radioisotopen), operative Eingriffe am Knochen oder Rückenmarkkompression.

Denosumab reduzierte bei Patienten mit Knochenmetastasen von soliden Tumoren das Risiko, ein SREsowie multiple SREs (erstes und folgende) zu entwickeln (siehe Tabelle 2).

Tabelle 2: Ergebnisse zur Wirksamkeit bei Patienten mit fortgeschrittenen Krebserkrankungenund Knochenbefall

Studie 1 Studie 2 Andere Studie 3 Fortgeschrittene

Mammakarzinom solide Tumoren** Prostatakarzinom Krebserkrankungenoder Multiples kombiniert

Myelom

Denosumab Zoledron- Denosumab Zoledron- Denosumab Zoledron- Denosumab Zoledron-säure säure säure säure

N 1 026 1 020 886 890 950 951 2 862 2 861

Erstes SRE

Mediane Zeit NR 26,4 20,6 16,3 20,7 17,1 27,6 19,4(Monate)

Differenz der NA 4,2 3,5 8,2medianen Zeit(Monate)

HR (95%-KI) 0,82 (0,71; 0,95)/18 0,84 (0,71; 0,98)/16 0,82 (0,71; 0,95)/18 0,83 (0,76; 0,90)/17/ RRR (%)

Nicht- < 0,0001†/0,0101† 0,0007†/0,0619† 0,0002†/0,0085† < 0,0001/< 0,0001

Unterlegenheit/ Überlegenheitp-Werte

Anteil an 30,7 36,5 31,4 36,3 35,9 40,6 32,6 37,8

Patienten (%)

Erstes und folgendes SRE*

Mittelwert 0,46 0,60 0,44 0,49 0,52 0,61 0,48 0,57

Anzahl/Patient

Rate Ratio 0,77 (0,66; 0,89)/23 0,90 (0,77; 1,04)/10 0,82 (0,71; 0,94)/18 0,82 (0,75; 0,89)/18(95%-KI) /

RRR (%)

Überlegenheit p- 0,0012† 0,1447† 0,0085† < 0,0001

Wert

SMR pro Jahr 0,45 0,58 0,86 1,04 0,79 0,83 0,69 0,81

Erstes SRE oder erste HCM

Mediane Zeit NR 25,2 19,0 14,4 20,3 17,1 26,6 19,4(Monate)

HR (95%-KI) 0,82 (0,70; 0,95)/18 0,83 (0,71; 0,97)/17 0,83 (0,72; 0,96)/17 0,83 (0,76; 0,90)/17/ RRR (%)

Überlegenheit p- 0,0074 0,0215 0,0134 < 0,0001

Wert

Denosumab Zoledron- Denosumab Zoledron- Denosumab Zoledron- Denosumab Zoledron-säure säure säure säure

N 1 026 1 020 886 890 950 951 2 862 2 861

Erste Bestrahlung des Knochens

Mediane Zeit NR NR NR NR NR 28,6 NR 33,2(Monate)

HR (95%-KI) 0,74 (0,59; 0,94)/26 0,78 (0,63; 0,97)/22 0,78 (0,66; 0,94)/22 0,77 (0,69; 0,87)/23/ RRR (%)

Überlegenheit p- 0,0121 0,0256 0,0071 < 0,0001

Wert

NR = nicht erreicht (not reached); NA = nicht verfügbar (not available); HCM = Tumor-Hyperkalzämie (hypercalcaemia ofmalignancy); SMR = skelettale Morbiditätsrate; HR = Hazard Ratio; RRR = Relative Risikoreduktion. †Adjustierte p-Werte sindfür Studien 1, 2 und 3 dargestellt (Endpunkte erstes SRE und erstes und folgende SRE); *Alle skelettalen Ereignisse über die

Zeit gewertet; nur Ereignisse, die ≥ 21 Tage nach dem vorausgegangenen Ereignis auftraten, wurden gezählt.

** Einschließlich NSCLC, Nierenzellkarzinom, kolorektales Karzinom, kleinzelliges Bronchialkarzinom, Blasenkarzinom,

Kopf-Hals-Tumoren, GI/Urogenitalkarzinom und andere, ausgenommen Mamma- und Prostatakarzinom.

Abbildung 1: Kaplan-Meier-Kurven der Zeit bis zum Auftreten des ersten SRE in der Studie

Studie 1* Studie 2** Studie 3*

Dmab (n = 1 026) Dmab (n = 886) Dmab (n = 950)1.0 ZS (n = 1 020) ZS (n = 890) ZS (n = 951)0,80,60,40,20,0

Dmab1 026 697 514 306 99 4 886 387 202 96 28 0 950 582 361 168 70 18

ZA 1 020 676 498 296 94 2 890 376 194 86 20 2 951 544 299 140 64 220 6 12 18 24 30 0 6 12 18 24 30 0 6 12 18 24 30

Studienmonat

Dmab = Denosumab 120 mg Q4W

ZS = Zoledronsäure 4 mg Q4Wn = Anzahl der randomisierten Patienten

* = Statistisch signifikant für Überlegenheit; ** = Statistisch signifikant für Nicht-Unterlegenheit

Fortschreiten der Erkrankung und Gesamtüberleben bei Knochenmetastasen von soliden Tumoren

Das Fortschreiten der Erkrankung war in allen drei Studien und in der planmäßigen, kombinierten

Analyse aller drei Studien zwischen Denosumab und Zoledronsäure vergleichbar.

In den Studien 1, 2 und 3 war das Gesamtüberleben zwischen Denosumab und Zoledronsäure bei

Patienten mit fortgeschrittenen Krebserkrankungen und Knochenbefall vergleichbar: Patientinnen mit

Mammakarzinom (Hazard Ratio und 95%-KI betrugen 0,95 [0,81; 1,11]), Patienten mit

Prostatakarzinom (Hazard Ratio und 95%-KI betrugen 1,03 [0,91; 1,17]) und Patienten mit anderensoliden Tumoren oder Multiplem Myelom (Hazard Ratio und 95%-KI betrugen 0,95 [0,83; 1,08]). Eine

Post-hoc-Analyse von Studie 2 (Patienten mit anderen soliden Tumoren oder Multiplem Myelom)untersuchte das Gesamtüberleben für die 3 für die Stratifikation verwendeten Tumorentitäten (nicht-kleinzelliges Bronchialkarzinom, Multiples Myelom und andere). Das Gesamtüberleben war länger für

Denosumab bei nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom (Hazard Ratio [95%-KI] von 0,79 [0,65; 0,95];n = 702), länger für Zoledronsäure bei Multiplem Myelom (Hazard Ratio [95%-KI] von 2,26 [1,13;4,50]; n = 180) und vergleichbar zwischen Denosumab und Zoledronsäure bei anderen Tumorentitäten(Hazard Ratio [95%-KI] von 1,08 [0,90; 1,30]; n = 894). Diese Studie war nicht kontrolliert in Bezugauf prognostische Faktoren und anti-neoplastische Behandlungen. In einer planmäßigen kombinierten

Analyse der Studien 1, 2 und 3 war das Gesamtüberleben zwischen Denosumab und Zoledronsäure

Anteil der Patienten ohne SRE

GRH0447 v2vergleichbar (Hazard Ratio und 95%-KI betrugen 0,99 [0,91; 1,07]).

Auswirkung auf Schmerzen

Die Zeit bis zur Linderung von Schmerzen (d. h. Abnahme um ≥ 2 Punkte des BPI-SF Worst Pain

Score seit Studienbeginn) war zwischen Denosumab und Zoledronsäure in jeder Studie und in denintegrierten Analysen vergleichbar. In einer Post-hoc-Analyse des kombinierten Datensatzes war diemediane Zeit bis zur Verschlimmerung von Schmerzen (> 4 Punkte im Worst Pain Score) bei Patientenmit mäßigem oder keinem Schmerz zu Studienbeginn bei Denosumab im Vergleich zu Zoledronsäureverzögert (198 versus 143 Tage) (p = 0,0002).

Klinische Wirksamkeit bei Patienten mit Multiplem Myelom

Denosumab wurde in einer internationalen, randomisierten (1:1), doppelblinden, aktiv-kontrollierten

Studie untersucht, in der Denosumab bei Patienten mit neu diagnostiziertem Multiplem Myelom mit

Zoledronsäure verglichen wurde; Studie 4.

In diese Studie wurden 1 718 Patienten mit Multiplem Myelom und mindestens einer Knochenläsionrandomisiert, um 120 mg Denosumab subkutan alle 4 Wochen (Q4W) oder 4 mg Zoledronsäureintravenös (i.v.) alle 4 Wochen (dosisadjustiert nach Nierenfunktion) zu erhalten. Primärer Zielparameterwar der Nachweis der Nicht-Unterlegenheit hinsichtlich der Zeit bis zur ersten während der Studieaufgetretenen skelettbezogenen Komplikation (SRE) gegenüber Zoledronsäure. Sekundäre Zielparameterschlossen Überlegenheit hinsichtlich der Zeit bis zum ersten SRE, Überlegenheit hinsichtlich der Zeit biszum ersten und folgenden SRE sowie Gesamtüberleben ein. Ein SRE wurde wie folgt definiert:pathologische Fraktur (vertebral oder nicht-vertebral), Bestrahlung des Knochens (einschließlich der

Anwendung von Radioisotopen), chirurgische Eingriffe am Knochen oder Rückenmarkkompression.

Über beide Studienarme hinweg waren 54,5 % der Patienten für eine autologe PBSZ-Transplantationvorgesehen. 95,8 % der Patienten erhielten als Erstlinientherapie einen neuartigen, gegen das Myelomgerichteten Wirkstoff bzw. planten dessen Anwendung (neuartige Behandlungen schlossen Bortezomib,

Lenalidomid oder Thalidomid ein). 60,7 % der Patienten hatten ein vorhergehendes SRE. Über beide

Studienarme hinweg lag die Anzahl der Patienten mit Stadium I, Stadium II und Stadium III nach ISS bei

Diagnose bei 32,4 %, 38,2 % bzw. 29,3 %.

Die mediane Zahl der angewendeten Dosen lag für Denosumab bei 16 und für Zoledronsäure bei 15.

Ergebnisse zur Wirksamkeit aus Studie 4 sind in Abbildung 2 und Tabelle 3 dargestellt.

Abbildung 2: Kaplan-Meier-Kurve der Zeit bis zum ersten während der Studie aufgetretenen

SRE bei Patienten mit neu diagnostiziertem Multiplem Myelom

Denosumab 120 mg Q4W (n = 859)

Zoledronsäure 4 mg Q4W (n = 859)1,00,80,60,40,20,0

Denosumab 120 mg Q4W 859 583 453 370 303 243 197 160 127 99 77 50 35 22

Zoledronsäure 4 mg Q4W 859 595 450 361 288 239 190 152 125 95 69 48 31 180 3 6 9 12 15 18 21 24 27 30 33 36 39

Studienmonatn = Anzahl der randomisierten Patienten

Tabelle 3: Ergebnisse zur Wirksamkeit von Denosumab verglichen mit Zoledronsäure bei Patientenmit neu diagnostiziertem Multiplem Myelom

Denosumab Zoledronsäure(n = 859) (n = 859)

Erstes SRE

Anzahl von Patienten mit SREs (%) 376 (43,8) 383 (44,6)

Mediane Zeit bis zum SRE (Monate) 22,8 (14,7; n. b.) 23,98 (16,56; 33,31)

Hazard Ratio (95%-KI) 0,98 (0,85; 1,14)

Erstes und folgendes SRE

Mittlere Anzahl an Ereignissen/Patient 0,66 0,66

Rate Ratio (95%-KI) 1,01 (0,89; 1,15)

Skelettale Morbiditätsrate pro Jahr 0,61 0,62

Erstes SRE oder erste HCM

Mediane Zeit (Monate) 22,14 (14,26; n. b.) 21,32 (13,86; 29,7)

Hazard Ratio (95%-KI) 0,98 (0,85; 1,12)

Erste Bestrahlung des Knochens

Hazard Ratio (95%-KI) 0,78 (0,53; 1,14)

Gesamtüberleben

Hazard Ratio (95%-KI) 0,90 (0,70; 1,16)n. b. = nicht bestimmbar

HCM = Tumor-Hyperkalzämie (hypercalcaemia of malignancy)

Anteil der Patienten ohne SRE

GRH0466v3

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit bei Erwachsenen und skelettal ausgereiften Jugendlichen mit

Riesenzelltumoren des Knochens

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Denosumab wurden in zwei offenen, einarmigen Studien der

Phase II (Studien 5 und 6) untersucht, die 554 Patienten mit Riesenzelltumoren des Knochenseinschlossen, welche entweder nicht resezierbar waren oder bei denen eine Operation zu einerschweren Morbidität geführt hätte, sowie in einer prospektiven, multizentrischen, offenen Phase-IV-

Studie (Studie 7), in der die Langzeitsicherheit für Patienten, die die Studie 6 abgeschlossen hatten,beurteilt wurde. Die Patienten erhielten 120 mg Denosumab subkutan alle 4 Wochen mit einer

Aufsättigungsdosis von 120 mg an den Tagen 8 und 15. Patienten, die die Behandlung mit Denosumababbrachen, wurden anschließend in die Nachbeobachtungsphase zur Beurteilung der Sicherheit fürmindestens 60 Monate aufgenommen. Eine erneute Behandlung mit Denosumab während der

Nachbeobachtungsphase zur Beurteilung der Sicherheit war bei Patienten erlaubt, die anfänglich auf die

Behandlung mit Denosumab angesprochen hatten (z. B. bei einem Rezidiv).

Studie 5 schloss 37 erwachsene Patienten mit histologisch bestätigten nicht-resezierbaren oderrezidivierten Riesenzelltumoren des Knochens ein. Der Hauptergebnisparameter der Studie war die

Ansprechrate, definiert entweder als Elimination von Riesenzellen um mindestens 90 % gegenüber dem

Ausgangsbefund (oder komplette Elimination von Riesenzellen in Fällen, in denen Riesenzellen < 5 % der

Tumorzellen ausmachten) oder ein durch radiologische Messungen bestätigtes Fehlen einer Progressionder Zielläsion in Fällen, bei denen kein histopathologischer Befund vorlag. Von den 35 in die

Wirksamkeitsanalyse eingeschlossenen Patienten zeigten 85,7 % (95%-KI: 69,7; 95,2) ein Ansprechenauf die Denosumab-Behandlung. Alle 20 Patienten (100 %) mit einer histologischen Auswertungerfüllten die Ansprechkriterien. Bei den verbleibenden 15 Patienten zeigte sich bei 10 (67 %) keine

Progression der Targetläsion in den radiologischen Untersuchungen.

Studie 6 schloss 535 Erwachsene oder skelettal ausgereifte Jugendliche mit Riesenzelltumoren des

Knochens ein. Von diesen Patienten waren 28 im Alter von 12-17 Jahren. Die Patienten wurden einer vondrei Kohorten zugewiesen: Kohorte 1 umfasste Patienten mit operativ nicht therapierbarer Erkrankung(z. B. sakrale, spinale oder multiple Läsionen, einschließlich Lungenmetastasen); Kohorte 2 umfasste

Patienten mit operativ therapierbarer Erkrankung, deren geplante Operation zu einer schweren Morbiditätgeführt hätte (z. B. Gelenkresektion, Gliedmaßenamputation oder Hemipelvektomie); Kohorte 3 umfasste

Patienten, die zuvor an Studie 5 teilgenommen hatten und in diese Studie übernommen wurden. Das

Hauptziel war die Beurteilung des Sicherheitsprofils von Denosumab bei Patienten mit

Riesenzelltumoren des Knochens. Zu den sekundären Ergebnisparametern der Studie zählten die Zeit biszur Krankheitsprogression (basierend auf der Einschätzung des Prüfarztes) für Kohorte 1 und der Anteilder Patienten ohne jegliche Operation zum Monat 6 für Kohorte 2.

In Kohorte 1 hatten bei der abschließenden Analyse 28 von den 260 behandelten Patienten (10,8 %) eine

Krankheitsprogression. In Kohorte 2 hatten sich 219 der 238 (92,0 %; 95%-KI: 87,8 %, 95,1 %)auswertbaren Patienten, die mit Denosumab behandelt wurden, bis Monat 6 keiner Operation unterzogen.

Von den 239 Patienten in Kohorte 2, deren Zielläsionen bei Studienbeginn oder während der Studie nichtin der Lunge oder im Weichteilgewebe lokalisiert waren, konnte bei insgesamt 82 Patienten (34,3 %)eine Operation während der Studie vermieden werden. Insgesamt waren die Wirksamkeitsergebnisse beiskelettal ausgereiften Jugendlichen ähnlich wie bei Erwachsenen.

An Studie 7 nahmen 85 erwachsene Patienten teil, die zuvor in die Studie 6 aufgenommen wurden unddiese abgeschlossen hatten. Es war den Patienten möglich, die Denosumab-Behandlung für GCTB zuerhalten, und alle Patienten wurden 5 Jahre lang nachbeobachtet.

Das Hauptziel war die Beurteilung des Langzeitsicherheitsprofils von Denosumab bei Patienten mit

Riesenzelltumoren des Knochens.

Auswirkung auf Schmerzen

In der abschließenden Analyse der kombinierten Kohorten 1 und 2 wurde bei 30,8 % der Risikopatienten(d. h. denjenigen, die zu Studienbeginn einen Worst Pain Score von ≥ 2 hatten) innerhalb von1 Behandlungswoche und bei ≥ 50 % in Woche 5 eine klinisch bedeutsame Reduktion des schlimmsten

Schmerzes (d. h. Abnahme um ≥ 2 Punkte seit Studienbeginn) berichtet. Diese Verbesserungen des

Schmerzes blieben bei allen nachfolgenden Untersuchungen erhalten.

Kinder und Jugendliche

Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Denosumab eine Freistellung von der Verpflichtung zur

Vorlage von Ergebnissen zu Studien in allen pädiatrischen Altersklassen zur Prävention skelettbezogener

Komplikationen bei Patienten mit Knochenmetastasen und in der pädiatrischen Altersklasse unter12 Jahren bei der Behandlung von Riesenzelltumoren des Knochens gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl.

Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).

In Studie 6 wurde Denosumab in einer Gruppe von 28 jugendlichen Patienten (im Alter von13-17 Jahren) mit Riesenzelltumoren des Knochens untersucht, die eine Ausreifung des Skeletts -definiert über mindestens einen ausgereiften langen Knochen (z. B. geschlossene epiphysäre

Wachstumsfuge des Humerus) und ein Körpergewicht ≥ 45 kg - erreicht hatten. Bei einemjugendlichen Patienten mit operativ nicht therapierbarer Erkrankung (n = 14) kam es während deranfänglichen Behandlung zu einem Rezidiv. Dreizehn der 14 Patienten mit operativ therapierbarer

Erkrankung, deren geplante Operation zu einer schweren Morbidität geführt hätte, hatten sich bis

Monat 6 keiner Operation unterzogen.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Nach subkutaner Anwendung betrug die Bioverfügbarkeit 62 %.

Biotransformation

Denosumab ist als natives Immunglobulin ausschließlich aus Aminosäuren und Kohlenhydratenaufgebaut, und es ist unwahrscheinlich, dass es über den Mechanismus des hepatischen Metabolismusausgeschieden wird. Es ist zu erwarten, dass die Metabolisierung und Elimination dem Weg des Abbausvon Immunglobulinen folgen und in der Degradierung zu kleinen Peptiden und einzelnen Aminosäurenresultieren.

Elimination

Bei Patienten mit fortgeschrittener Krebserkrankung, die wiederholte Dosierungen von 120 mg alle4 Wochen erhielten, wurde eine ungefähr 2-fache Akkumulation der Denosumab-

Serumkonzentrationen beobachtet. Ein Steady-State wurde nach 6 Monaten erreicht, was derzeitunabhängigen Pharmakokinetik entsprach. Bei Patienten mit Multiplem Myelom, die 120 mg alle4 Wochen erhielten, variierten die medianen Talspiegel zwischen den Monaten 6 und 12 um weniger als8 %. Bei Patienten mit Riesenzelltumoren des Knochens, die 120 mg alle 4 Wochen mit einer

Aufsättigungsdosis an den Tagen 8 und 15 erhielten, wurde ein Steady-State innerhalb des ersten

Monats der Behandlung erreicht. Zwischen Woche 9 und 49 variierten die medianen Talspiegel umweniger als 9 %. Bei Patienten, die die Anwendung von 120 mg alle 4 Wochen abgebrochen haben,betrug die mittlere Halbwertszeit 28 Tage (Bereich 14 bis 55 Tage).

Eine pharmakokinetische Populationsanalyse ergab keine Hinweise auf klinisch signifikante Änderungender systemischen Exposition von Denosumab im Steady-State in Bezug auf Alter (18 bis 87 Jahre),ethnische Zugehörigkeit (Schwarze, Hispanos, Asiaten und Kaukasier wurden untersucht), Geschlecht,

Entität solider Tumoren oder Patienten mit Multiplem Myelom. Ein steigendes Körpergewicht war miteiner verminderten systemischen Exposition assoziiert, und umgekehrt. Die Änderungen wurden nicht alsklinisch relevant angesehen, da auf Knochenumsatzmarkern basierende pharmakodynamische Wirkungenüber einen breiten Körpergewichtsbereich konsistent waren.

Linearität/Nicht-Linearität

Denosumab zeigte eine nicht-lineare Pharmakokinetik mit Dosen über einen breiten

Dosierungsbereich, jedoch annähernd dosisproportionale Anstiege nach Exposition mit Dosen von 60mg (oder 1 mg/kg) und höher. Die Nicht-Linearität resultiert wahrscheinlich aus einem bei niedrigen

Konzentrationen wichtigen sättigbaren zielstruktur-vermittelten Eliminationsweg.

Nierenfunktionsbeeinträchtigung

In Studien mit Denosumab (60 mg, n = 55 und 120 mg, n = 32) bei Patienten ohne fortgeschrittene

Krebserkrankung, aber mit unterschiedlichen Graden der Nierenfunktion, einschließlich dialysepflichtiger

Patienten, hatte der Grad der Nierenfunktionsstörung keine Auswirkung auf die Pharmakokinetik von

Denosumab. Daher ist eine Dosisanpassung bei Nierenfunktionsstörungen nicht notwendig. Es ist keine

Überwachung der Nierenfunktion bei der Denosumab-Anwendung erforderlich.

Beeinträchtigung der Leber

Es wurde keine spezifische Studie bei Patienten mit Leberfunktionsstörung durchgeführt. Im

Allgemeinen werden monoklonale Antikörper nicht über den Mechanismus des hepatischen

Metabolismus eliminiert. Es wird nicht davon ausgegangen, dass eine Leberfunktionsstörung die

Pharmakokinetik von Denosumab beeinflusst.

Ältere Patienten

Insgesamt wurden keine Unterschiede bezüglich Sicherheit oder Wirksamkeit zwischen geriatrischen

Patienten und jüngeren Patienten beobachtet. Kontrollierte klinische Studien mit Denosumab bei

Patienten im Alter von über 65 Jahren mit fortgeschrittenen Krebserkrankungen und Knochenbefallzeigten eine vergleichbare Wirksamkeit und Sicherheit bei älteren und bei jüngeren Patienten. Es istkeine Dosisanpassung für ältere Patienten erforderlich.

Kinder und Jugendliche

Bei skelettal ausgereiften Jugendlichen (im Alter von 12-17 Jahren) mit Riesenzelltumoren des

Knochens, die 120 mg alle 4 Wochen mit einer Aufsättigungsdosis an den Tagen 8 und 15 erhielten,war die Pharmakokinetik von Denosumab ähnlich, wie sie bei erwachsenen Patienten mit

Riesenzelltumoren des Knochens beobachtet wurde.

5.3 Präklinische Sicherheitsdaten

Da die biologische Aktivität von Denosumab bei Tieren spezifisch für nicht-menschliche Primaten ist, wurdedie Untersuchung von genetisch veränderten ('Knockout“) Mäusen oder die Anwendung von anderenbiologischen Inhibitoren des RANK/RANKL-Signalwegs, wie OPG-Fc und RANK-Fc, verwendet, um diepharmakodynamischen Eigenschaften von Denosumab in Nagetiermodellen zu evaluieren.

In Mausmodellen zu Knochenmetastasen von Östrogenrezeptor-positivem und -negativemmenschlichem Mammakarzinom, Prostatakarzinom und nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinomreduzierte OPG-Fc osteolytische, osteoblastische und osteolytische/osteoblastische Läsionen,verzögerte die Entstehung von de novo-Knochenmetastasen und reduzierte das Tumorwachstum im

Skelett. Wenn OPG-Fc in diesen Modellen mit Hormontherapie (Tamoxifen) oder Chemotherapie(Docetaxel) kombiniert wurde, gab es eine additive Hemmung von Tumorwachstum im Skelett bei

Mamma-, Prostata- oder Bronchialkarzinom. In einem Mausmodell zur Tumorinduktion in der

Brustdrüse reduzierte RANK-Fc die hormoninduzierte Proliferation des Brustdrüsenepithels undverzögerte die Tumorentstehung.

Standardtests zur Untersuchung des genotoxischen Potenzials von Denosumab wurden nichtdurchgeführt, da solche Tests für dieses Molekül nicht relevant sind. Bedingt durch seine

Eigenschaften ist es jedoch unwahrscheinlich, dass Denosumab ein genotoxisches Potenzial besitzt.

Das karzinogene Potenzial von Denosumab wurde nicht in tierexperimentellen Langzeitstudienuntersucht.

In Studien zur Toxizität mit einmaliger oder wiederholter Anwendung bei Javaneraffen hatten

Denosumab-Dosierungen, die in einer 2,7- bis 15-fach höheren systemischen Exposition im Vergleichzur empfohlenen humantherapeutischen Dosis resultierten, keinen Einfluss auf die kardiovaskuläre

Physiologie, die männliche oder die weibliche Fertilität und verursachten keine spezifischen Toxizitätenan Zielorganen.

In einer Studie mit Javaneraffen, die im Zeitraum, der dem ersten Trimester einer Schwangerschaftentspricht, mit Denosumab behandelt wurden, verursachten Denosumab-Dosierungen, die in einer9-mal höheren systemischen Exposition im Vergleich zur empfohlenen humantherapeutischen Dosisresultierten, keine Toxizität im Muttertier oder Schädigung des Fötus während einer Periode, die dem ersten

Trimester entsprach, wobei fetale Lymphknoten nicht untersucht wurden.

In einer anderen Studie mit Javaneraffen, bei denen Denosumab während der gesamten Trächtigkeit in

Dosierungen angewendet wurde, die hinsichtlich der systemischen Exposition um das 12-Fache über derhumantherapeutischen Dosis lagen, kam es vermehrt zu Totgeburten und postnataler Mortalität,abnormem Knochenwachstum, welches in einer reduzierten Knochenstärke, reduzierter Hämatopoese und

Zahnfehlstellung resultierte, Fehlen von peripheren Lymphknoten sowie verringertem Wachstum der

Neugeborenen. Es wurde kein NOAEL (no observed adverse effect level - Dosis ohne beobachteteschädigende Wirkung) für den Einfluss auf die Reproduktion ermittelt. Sechs Monate nach der Geburtregenerierten sich die Knochenveränderungen, und es zeigte sich keine Wirkung auf den

Zahndurchbruch. Allerdings blieb die Wirkung auf die Lymphknoten und die Zahnfehlstellung bestehen,und in einem Tier wurde eine minimale bis mäßige Mineralisierung in mehreren Geweben beobachtet(Zusammenhang mit der Behandlung ungewiss). Es zeigte sich kein Hinweis auf eine Schädigung des

Muttertieres vor der Geburt; schädliche Wirkungen auf das Muttertier traten während der Geburt seltenauf. Die Entwicklung der mütterlichen Milchdrüsen verlief normal.

In präklinischen Studien zur Knochenqualität bei Affen unter Langzeitbehandlung mit Denosumab gingeine Reduktion des Knochenumsatzes mit einer Verbesserung der Knochenstärke und mit normaler

Knochenhistologie einher.

In transgenen männlichen Mäusen, die humane RANK-Liganden (huRANKL) exprimieren ('Knockin-

Mäuse“) und bei denen eine transkortikale Fraktur ausgelöst worden war, verzögerte Denosumab im

Vergleich zur Kontrolle den Abbau des Knorpels und den Umbau des Fraktur-Kallus. Diebiomechanische Stärke war jedoch nicht nachteilig beeinflusst.

Knockout-Mäuse ohne RANK oder RANKL zeigten in präklinischen Studien eine fehlende

Milchproduktion aufgrund einer Hemmung der Brustdrüsenreifung (lobulo-alveoläre Drüsenentwicklungwährend der Schwangerschaft) und eine Beeinträchtigung der Lymphknotenbildung. Neonatale

RANK/RANKL-Knockout-Mäuse zeigten ein reduziertes Körpergewicht, reduziertes Knochenwachstum,veränderte Wachstumsfugen und ein Fehlen des Zahndurchbruchs. Reduziertes Knochenwachstum,veränderte Wachstumsfugen und eine Beeinträchtigung des Zahndurchbruchs wurden ebenfalls in Studienbei neonatalen Ratten beobachtet, denen RANKL-Inhibitoren verabreicht wurden. Diese Veränderungenwaren nach Absetzen des RANKL-Inhibitors partiell reversibel. Adoleszente Primaten, die im Vergleichzur klinischen Exposition mit 2,7- und 15-fachen Dosen (10 und 50 mg/kg Dosis) von Denosumabbehandelt wurden, zeigten abnorme Wachstumsfugen. Daher könnte die Behandlung mit Denosumab bei

Kindern mit offenen Wachstumsfugen zu einem beeinträchtigten Knochenwachstum und zu einer

Hemmung des Zahndurchbruchs führen.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Essigsäure 99 %*

Natriumhydroxid (zur pH-Wert-Einstellung)*

Sorbitol (E 420)

Polysorbat 20 (E 432)

Wasser für Injektionszwecke

* Der Acetatpuffer wird durch Mischen von Essigsäure mit Natriumhydroxid gebildet.

Lösung mit einem pH-Wert zwischen 5,0 und 5,5.

6.2 Inkompatibilitäten

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen

Arzneimitteln gemischt werden.

6.3 Haltbarkeit

3 Jahre.

Denbrayce kann nach der Entnahme aus dem Kühlschrank in der Originalverpackung bei

Raumtemperatur (bis zu 25 °C) bis zu 30 Tage aufbewahrt werden. Es muss innerhalb dieser 30-Tage-

Frist verwendet werden.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C).

Nicht einfrieren.

Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

1,7 ml Lösung in einer Durchstechflasche zum Einmalgebrauch (2R Klarglas Typ I ) mit einem

Stopfen (Fluoropolymer-beschichtetes Elastomer) und einem Siegel (Aluminium) mit

Kunststoffschnappdeckel.

Packung mit 1 Durchstechflasche.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Handhabung

* Vor der Anwendung sollte die Lösung optisch kontrolliert werden. Die Lösung kann Spurendurchsichtiger bis weißer Proteinpartikel enthalten. Injizieren Sie die Lösung nicht, falls sie trüboder verfärbt ist.

* Nicht schütteln.

* Um Beschwerden an der Injektionsstelle zu vermeiden, soll die Durchstechflasche vor der

Injektion Raumtemperatur (bis zu 25 °C) annehmen und die Injektion langsam erfolgen.

* Der gesamte Inhalt der Durchstechflasche soll injiziert werden.

* Für die Anwendung von Denosumab wird eine 27-Gauge-Nadel empfohlen.

* Die Durchstechflasche soll nicht erneut angestochen werden.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zubeseitigen.

7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS

Mabxience Research SL

C/ Manuel Pombo Angulo 28,28050 Madrid

Spanien

8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)

EU/1/25/1936/001

9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 26. Juni 2025

10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.