Anaphylaxie
Risiko einer schweren allergischen Reaktion. Suchen Sie bei schweren Symptomen sofort medizinische Hilfe.
Risiko einer schweren allergischen Reaktion. Suchen Sie bei schweren Symptomen sofort medizinische Hilfe.
Lesen Sie vor der Anwendung die Packungsbeilage.
Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung.
Während der Stillzeit nur auf ärztliche Empfehlung anwenden.
Während der Schwangerschaft nur auf ärztliche Empfehlung anwenden.
Bei Kindern nur gemäß Packungsbeilage oder ärztlicher Empfehlung anwenden.
Vor der Behandlung kann ein Gentest erforderlich sein.
Dawnzera 80 mg Injektionslösung im Fertigpen
Jeder Fertigpen enthält 80 mg Donidalorsen (als Donidalorsen-Natrium) in 0,8 ml Lösung.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
Injektionslösung (Injektion).
Klare, farblose bis gelbe Lösung mit einem pH-Wert von etwa 7,4 und einer Osmolalität von etwa290 mOsm/kg.
Dawnzera wird angewendet zur routinemäßigen Vorbeugung von wiederkehrenden Attacken deshereditären Angioödems (hereditary angioedema, HAE) bei Erwachsenen und Jugendlichen ab12 Jahren.
Die Behandlung muss unter der Aufsicht eines in der Diagnose und Behandlung von Patienten mit
HAE erfahrenen Arztes eingeleitet werden.
DosierungDie empfohlene Anfangsdosis bei erwachsenen und jugendlichen Patienten ab 12 Jahren beträgt80 mg Donidalorsen als subkutane Injektion einmal monatlich.
Ein Dosierungsintervall von 80 mg einmal alle 2 Monate kann in Betracht gezogen werden, wenn der
Patient während der Behandlung mit Dawnzera mindestens 3 Monate lang gut kontrolliert (z.B. ohne
Attacken) ist.
Ausgehend von den klinischen Daten ist bereits in Woche 1 nach der ersten Dosis von Donidalorseneine allmähliche Reduktion der Attacken zu beobachten, wobei die maximale Wirkung nach einem
Monat erwartet wird.
Bei Patienten mit HAE mit normalem C1-INH (nC1-INH), die nach 4 Behandlungsmonaten eineunzureichende Reduzierung der Attacken gezeigt haben, sollte ein Abbruch der Behandlung in
Betracht gezogen werden (siehe Abschnitt 4.4 und 5.1).
Dawnzera ist nicht zur Behandlung akuter HAE-Attacken vorgesehen (siehe Abschnitt 4.4).
Ausgelassene DosisFalls eine Dosis ausgelassen wurde, sollte der Patient oder die Betreuungsperson angewiesen werden,die Dosis so bald wie möglich zu verabreichen. Danach sollte die Gabe wie verordnet (einmalmonatlich oder einmal alle 2 Monate) ab dem Datum der zuletzt verabreichten Dosis wiederaufgenommen werden.
Besondere PatientengruppenBei Patienten über 65 Jahren ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).
Eingeschränkte LeberfunktionBei Patienten mit leichter Leberfunktionsstörung ist keine Dosisanpassung von Donidalorsenerforderlich (siehe Abschnitt 5.2).
Dawnzera wurde bei Patienten mit mittelschwerer oder schwerer Leberfunktionsstörung nichtuntersucht. Donidalorsen sollte bei diesen Patienten nur angewendet werden, wenn der erwarteteklinische Nutzen das Risiko überwiegt.
Eingeschränkte NierenfunktionBei Patienten mit leichter Nierenfunktionsstörung ist keine Dosisanpassung von Donidalorsenerforderlich.
Dawnzera wurde bei Patienten mit mittelschwerer oder schwerer Nierenfunktionsstörung oderterminaler Nierenerkrankung nicht untersucht. Donidalorsen sollte bei diesen Patienten nurangewendet werden, wenn der erwartete klinische Nutzen das Risiko überwiegt.
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit und Wirksamkeit von Donidalorsen bei Kindern im Alter unter 12 Jahren ist bishernoch nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Siehe Abschnitte 4.8 und 5.1.
Umstellung von anderen Arzneimitteln zur HAE-Prophylaxe
Die folgenden Behandlungsschemata (Tabelle 1) werden für Patienten empfohlen, die ihreprophylaktische HAE-Therapie von Berotralstat, einem C1-Esterase-Inhibitor oder Lanadelumab auf
Dawnzera umstellen (siehe Abschnitt 5.1).
Tabelle 1: Behandlungsschema für Patienten, die von einer anderen prophylaktischen Therapiezu Dawnzera wechseln
Andere prophylaktische Empfohlenes Behandlungsschema bei Umstellung auf
Therapie Dawnzera
Berotralstat Setzen Sie die Einnahme der aktuellen Dosis von
Berotralstat für 14 Tage nach Beginn der Behandlung mit
Dawnzera fort.
C1-Esterase-Inhibitor Setzen Sie die Einnahme der aktuellen Dosis des C1-
Esterase-Hemmers für 14 Tage nach Beginn der
Behandlung mit Dawnzera fort.
Lanadelumab Verabreichen Sie die letzte Dosis Lanadelumab 14 Tage vor
Beginn der Behandlung mit Dawnzera.
Art der AnwendungDawnzera ist nur zur subkutanen Anwendung bestimmt.
Dawnzera wird als subkutane Injektion in den Bauch, den oberen Oberschenkelbereich oder, nur voneiner Betreuungsperson, in die Rückseite des Oberarms injiziert. Es wird empfohlen, die
Injektionsstelle zu wechseln.
Dawnzera darf nicht in Bereiche injiziert werden, in denen die Haut empfindlich ist, Blutergüsseaufweist, gerötet, verhärtet, entzündet oder verfärbt ist.
Nach entsprechender Schulung zur korrekten subkutanen Injektionstechnik kann Dawnzera von dem
Patienten oder einer Betreuungsperson injiziert werden, sofern der Arzt dies befürwortet. Ausführliche
Anweisungen zur Verabreichung mittels Fertigpen sind in der Packungsbeilage und der
Gebrauchsanleitung enthalten.
Weitere Anweisungen zur Vorbereitung und zu besonderen Vorsichtsmaßnahmen bei der Handhabungfinden Sie in Abschnitt 6.6.
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
Es wurden Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich Anaphylaxie beobachtet (siehe
Abschnitt 4.8). Im Fall einer schweren Überempfindlichkeitsreaktion muss die Verabreichung von
Donidalorsen sofort abgebrochen und eine entsprechende Behandlung eingeleitet werden.
Die Patienten müssen über die Anzeichen und Symptome von Überempfindlichkeitsreaktionenaufgeklärt und angewiesen werden, umgehend einen Arzt aufzusuchen und die Anwendung von
Donidalorsen bei Auftreten schwerwiegender Überempfindlichkeitsreaktionen zu beenden.
AllgemeinDawnzera ist nicht zur Behandlung akuter HAE-Attacken vorgesehen. Im Falle einer HAE-
Durchbruchattacke sollte eine individualisierte Behandlung mit einem zugelassenen
Notfallmedikament eingeleitet werden.
Es liegen nur begrenzte Daten zur Anwendung von Donidalorsen bei HAE-Patienten mit HAE-nC1-
INH vor (siehe Abschnitt 5.1). Bei Patienten mit HAE-nC1-INH, die Mutationen aufweisen, die nichtmit dem Kallikrein-Kinin-System (KKS) assoziiert sind, wird nicht erwartet, dass sie auf Dawnzeraansprechen.
Es wird empfohlen, gemäß den aktuellen HAE-Leitlinien genetische Untersuchungen durchzuführen,falls verfügbar, und die Behandlung abzubrechen, wenn kein klinisches Ansprechen beobachtet wird(siehe Abschnitte 4.2 und 5.1).
NatriumDieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d. h. es ist nahezu'natriumfrei“.
Mit Donidalorsen wurden keine klinischen Studien zur Erfassung von Arzneimittelwechselwirkungendurchgeführt. In-vitro-Studien zeigen, dass Donidalorsen kein Substrat oder Inhibitor von
Transportern ist, nicht mit stark an Plasmaprotein gebundenen Wirkstoffen interagiert und kein
Substrat oder Inhibitor/Induktor von Cytochrom-P450(CYP)-Enzymen ist. Es wird nicht erwartet, dass
Donidalorsen Arzneimittelwechselwirkungen verursacht, die durch Arzneimitteltransporter,
Plasmaproteinbindung oder CYP-Enzyme vermittelt werden, oder durch sie beeinflusst wird.
Bisher liegen keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen (weniger als 300 Schwangerschaften) mit der
Anwendung von Donidalorsen bei Schwangeren vor.
Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche
Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt 5.3).
Aus Vorsichtsgründen soll eine Anwendung von Donidalorsen während der Schwangerschaftvermieden werden.
StillzeitDie zur Verfügung stehenden pharmakodynamischen/toxikologischen Daten vom Tier zeigten, dass
Donidalorsen/Metabolite in die Milch übergehen (siehe Abschnitt 5.3).
Ein Risiko für das Neugeborene/Kind kann nicht ausgeschlossen werden.
Es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob aufdie Behandlung mit Donidalorsen verzichtet werden soll/die Behandlung mit Donidalorsen zuunterbrechen ist. Dabei soll sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der
Therapie für die Frau berücksichtigt werden.
FertilitätEs liegen keine klinischen Daten zur Wirkung dieses Arzneimittels auf die menschliche Fertilität vor.
Donidalorsen hatte in Mausmodellen keinen Einfluss auf die Fertilität und wies keine früheembryonale Entwicklungstoxizität auf (siehe Abschnitt 5.3).
Dawnzera hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die
Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Die am häufigsten beobachteten unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) bei Patienten, die alle4 Wochen mit 80 mg Donidalorsen behandelt wurden, waren Reaktionen an der Injektionsstelle(24,4 %).
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenNebenwirkungen im Zusammenhang mit Donidalorsen aus klinischen Studien sind nachfolgendtabellarisch aufgeführt.
Alle Nebenwirkungen werden nach Systemorganklassen und Häufigkeit aufgeführt: sehr häufig(≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100), selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000),sehr selten (< 1/10 000) und nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nichtabschätzbar). Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe sind die Nebenwirkungen nach abnehmender
Schwere geordnet.
Tabelle 2: Unerwünschte Arzneimittelwirkungen von Donidalorsen
Systemorganklasse Nebenwirkung Häufigkeit
Erkrankungen des Überempfindlichkeit Häufig
Immunsystems (einschließlich Anaphylaxie)
Allgemeine Erkrankungen Reaktionen an der Sehr häufigund Beschwerden am Injektionsstelle a
Verabreichungsort
Untersuchungen Leberenzyme erhöht b Sehr häufiga Zu den Reaktionen an der Injektionsstelle gehören auch: Erythem, Verfärbung, Schmerzen, Pruritus,
Induration, Hämatom, blaue Flecken, Exfoliation, Überempfindlichkeit und Schwellung.b hauptsächlich leicht und hauptsächlich bei Alaninaminotransferase (ALT) und Aspartataminotransferase(AST).
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenIn klinischen Studien wurde bei einem Patienten die schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktion
Anaphylaxie berichtet. Zu den Symptomen gehörten generalisierter Ausschlag, Dyspnoe,
Brustkorbschmerz und periorale Schwellung (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).
Reaktionen an der InjektionsstelleWährend doppelblinder, placebokontrollierter Studien wurden Reaktionen an der Injektionsstellebeobachtet. Alle Reaktionen an der Injektionsstelle waren nicht schwerwiegend, leicht bismittelschwer und klangen im Allgemeinen mit der Zeit ab. Bei einigen Patienten hielten die
Reaktionen an der Injektionsstelle wie Erythem an der Injektionsstelle, Jucken an der Injektionsstelleund Verfärbung an der Injektionsstelle für 2 oder mehr Tage an. Bei einem Patienten, der gemäß
Prüfplan höhere als die zugelassenen Dosen erhielt, führte eine Verfärbung an der Injektionsstelle zueinem dauerhaften Absetzen der Behandlung.
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit von Donidalorsen wurde in einer doppelblinden, placebokontrollierten klinischen
Studie an einer Untergruppe von 7 jugendlichen Patienten im Alter von 12 bis 17 Jahren untersucht.
Das Sicherheitsprofil bei diesen Jugendlichen war mit dem Sicherheitsprofil in Studien bei
Erwachsenen vergleichbar.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
Es liegen keine Informationen zur Identifizierung potenzieller Anzeichen und Symptome einer
Überdosierung vor. Sollten Symptome auftreten, wird eine symptomatische Behandlung empfohlen.
Es ist kein Antidot verfügbar.
Pharmakotherapeutische Gruppe: Andere Hämatologika, Mittel zur Behandlung des hereditären
Angioödems, ATC-Code: B06AC09.
WirkmechanismusDonidalorsen ist ein 2'-O-Methoxyethyl-modifiziertes Antisense-Oligonukleotid (ASO), das an einetriantennäre N-Acetylgalactosamin (GalNAc3)-Einheit konjugiert ist, die einen durch
Ribonuklease H1 (RNase H1) vermittelten Abbau von Präkalikrein (PKK)-mRNA bewirkt, was zueiner verminderten Produktion von PKK-Protein führt. PKK ist ein Proenzym für Plasmakallikrein,das zur Freisetzung von Bradykinin führt, einem potenten Vasodilatator, der Entzündungen und
Schwellungen bei HAE verursacht.
Pharmakodynamische WirkungenIn Studie 1, einer 24-wöchigen, multizentrischen, randomisierten, doppelblinden,placebokontrollierten Studie mit erwachsenen und pädiatrischen Patienten (≥ 12 Jahre) mit HAE 1oder HAE 2 (siehe unten 'Klinische Wirksamkeit und Sicherheit“), wurde eine Abnahme der PKK-
Plasmakonzentrationen beobachtet. Die mittlere prozentuale Veränderung der PKK-
Talkonzentrationen im Plasma vom Ausgangswert bis Woche 24 zeigte eine Reduktion um 73 % und47 % nach der Behandlung mit Donidalorsen 80 mg alle 4 Wochen bzw. alle 8 Wochen, verglichenmit 2 % in der Placebo-Gruppe.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitDie Wirksamkeit von Dawnzera zur Vorbeugung von Angioödem-Attacken bei Patienten wurde in
Studie 1 untersucht.
Studie 1 - 'OASIS-HAE“
Studie 1 umfasste 90 (48 weibliche und 42 männliche) erwachsene und pädiatrische Patienten(≥ 12 Jahre) mit mindestens zwei durch den Prüfarzt bestätigten Attacken während der 8-wöchigen
Einleitungsphase, die mindestens 1 Dosis des Prüfpräparats (IMP) erhielten. Bei den pädiatrischen
Patienten handelte es sich um 7 Jugendliche im Alter von 12 Jahren und älter; darüber hinaus umfasstedie Studie 2 ältere Patienten (≥ 65 Jahre). 3 Patienten hatten zu Studienbeginn ein Körpergewicht von< 50 kg, von denen 2 Jugendliche waren (siehe auch Abschnitt 5.2). Die Patienten wurden im
Verhältnis 2:1 in 1 von 2 Gruppen randomisiert, um die Studienbehandlung entweder einmal alle4 Wochen (q4Wo-Gruppe) oder einmal alle 8 Wochen (q8Wo-Gruppe) zu erhalten. Innerhalb jeder
Gruppe wurden die Patienten im Verhältnis 3:1 randomisiert und erhielten entweder Dawnzera80 mg oder eine entsprechende Menge Placebo. Die beiden mit Placebo behandelten Gruppenwurden für die Analyse zusammengefasst. Die Patienten mussten andere prophylaktische HAE-
Arzneimittel vor Eintritt in die Studie absetzen; allerdings durften alle Patienten Notfallarzneimittelzur Behandlung von HAE-Durchbruchattacken anwenden.
Insgesamt hatten 93 % der Patienten HAE Typ 1 und 7 % HAE Typ 2. 52 % der Patienten hatten
Larynxödem-Attacken in der Vorgeschichte und 18 % der Patienten erhielten vor der Aufnahme eineprophylaktische Therapie. Die mittlere HAE-Attackenhäufigkeit während der prospektiven
Einleitungsphase (Attackenhäufigkeit vor Studienbeginn) betrug 3,33 (SD 2,086) Attacken/4 Wochen,und bei insgesamt 69 % der Patienten wurde eine Attackenhäufigkeit von > 2 Attacken/4 Wochenbeobachtet.
Donidalorsen, verabreicht alle 4 oder 8 Wochen, führte im Vergleich zu Placebo zu statistischsignifikanten Reduktionen der HAE-Attackenhäufigkeit (Anzahl der durch den Prüfarzt bestätigten
HAE-Attacken pro 4 Wochen). In den Dawnzera-Behandlungsgruppen wurde während des gesamten
Behandlungszeitraums ein anhaltendes Ansprechen auf Donidalorsen mit einem durchschnittlichen
Rückgang der HAE-Attackenrate gegenüber dem Ausgangswert beobachtet.
Tabelle 3: Ergebnisse für die primären und sekundären Wirksamkeitsendpunkte (Full-Analysis-
Set)
Endpunktstatistik Placebo Dawnzera 80 mg Dawnzera 80 mg(N = 22) q4Wo q8Wo(N = 45) (N = 23)
HAE-Attackenhäufigkeit pro 4 Wochen ab Studienbeginn bis Woche 24*
LS-Mittelwert (95-%-KI) 2,26 0,44 1,02
Attackenhäufigkeit (1,66; 3,09) (0,27; 0,73) (0,65; 1,59)% Reduktion (95-%-KI) im -81 -55
Vergleich zu Placebo (-89; -65) (-74, -22)p-Wert Wald-Chi-Quadrat- < 0,001‡ 0,004‡
Endpunktstatistik Placebo Dawnzera 80 mg Dawnzera 80 mg(N = 22) q4Wo q8Wo(N = 45) (N = 23)
Test
HAE-Attackenhäufigkeit alle 4 Wochen von Woche 4 bis Woche 24
LS-Mittelwert (95-%-KI)
Attackenhäufigkeit ab der 2,25 0,30 0,90zweiten Dosis (Woche 4) (1,59; 3,18) (0,15; 0,58) (0,53; 1,52)% Reduktion (95-%-KI) im
Vergleich zu Placebo ab der -87 -60zweiten Dosis (Woche 4) (-94, -72) (-79, -25)p-Wert Wald-Chi-Quadrat- < 0,001‡
Test 0,004‡
Häufigkeit mittelschwerer oder schwerer† HAE-Attacken pro 4 Wochen von Woche 4 bis
Woche 24
LS-Mittelwert (95-%-KI)
Häufigkeit mittelschwerer 1,15 0,12 0,68oder schwerer Attacken ab (0,72; 1,83) (0,04; 0,35) (0,37; 1,23)der zweiten Dosis (Woche 4)% Reduktion (95-%-KI) im
Vergleich zu Placebo ab der -89 -41zweiten Dosis (Woche 4) (-97; -66) (-72; 26)p-Wert Wald-Chi-Quadrat-
Test < 0,001‡ NS
HAE-Attacken pro 4 Wochen, die von Woche 4 bis Woche 24 eine Akuttherapie erfordern
LS-Mittelwert (95-%-KI) 1,80 0,15 0,59
HAE-Attacken, die ab der (1,23; 2,62) (0,06; 0,39) (0,31; 1,15)zweiten Dosis eine
Akuttherapie erfordern(Woche 4)% Reduktion (95-%-KI) im -92 -67
Vergleich zu Placebo ab der (-97; -77) (-85; -29)zweiten Dosis (Woche 4)p-Wert Wald-Chi-Quadrat- < 0,001‡ 0,004‡
Test
KI = Konfidenzintervall; HAE = hereditäres Angioödem; LS = kleinste-Quadrat- (least square); N = Anzahl der
Patienten in der spezifischen Behandlungsgruppe; NS = nicht statistisch signifikant; q4Wo = alle 4 Wochen;q8Wo = alle 8 Wochen.
* Primärer Wirksamkeitsendpunkt = Vergleich der zeitnormalisierten Anzahl von durch den Prüfarzt bestätigten
HAE-Attacken pro 4 Wochen von Studienbeginn bis Woche 24 zwischen der Dawnzera-Gruppe mit 80 mgq4Wo und der Placebo-Gruppe.† Mittelschwer: leichte bis mäßige Einschränkung der Aktivität, etwas Unterstützung erforderlich; schwer:deutliche Einschränkung der Aktivität, Unterstützung erforderlich.‡ Statistisch signifikant.
Bei 4 jugendlichen Patienten (im Alter von 12 bis 17 Jahren) in der q4Wo-Gruppe wurde eine
Abnahme um 97,1 % (95-%-KI: -106,26 %; -88,01 %) gegenüber dem Ausgangswert(Einleitungsphase) in der zeitnormalisierten HAE-Attackenhäufigkeit (pro 4 Wochen) von Woche 0bis Woche 24 beobachtet.
Weitere vordefinierte sekundäre Endpunkte der Studie waren der Anteil der Patienten, die auf das
Prüfpräparat ansprachen, und der Prozentsatz der Patienten, bei denen die Angioödemaktivität gutkontrolliert war. Der Anteil der Patienten mit einer Reduktion der HAE-Attackenhäufigkeit um≥ 50 %, ≥ 70 %, ≥ 90 % und 100 % (attackenfrei) gegenüber dem Ausgangswert von Woche 4 bis
Woche 24 betrug in der Dawnzera-Behandlungsgruppe 93 %, 82 %, 62 % bzw. 53 % in der Gruppemit 80 mg alle 4 Wochen und 83 %, 65 %, 48 % bzw. 35 % in der Gruppe mit 80 mg alle 8 Wochenim Vergleich zu 27 %, 18 %, 9 % bzw. 9 % in der Placebo-Gruppe.
Die Anzahl der Patienten mit gut kontrollierter Erkrankung in Woche 24 betrug in der Dawnzera-
Behandlungsgruppe, auf der Grundlage eines Scores ≥ 10 im Angioedema Control Test (AECT) in
Woche 24, 41 (91 %) in der Gruppe mit 80 mg alle 4 Wochen und 17 (74 %) in der Gruppe mit 80 mgalle 8 Wochen, im Vergleich zu 9 (41 %) in der Placebo-Gruppe.
Gesundheitsbezogene Lebensqualität
In den Dawnzera-Behandlungsgruppen wurde im Vergleich zu Placebo eine Verbesserung des
Gesamtscores im Angioedema Quality of Life Questionnaire (AE-QoL) beobachtet. Eine Reduktionum 6 Punkte wird als klinisch bedeutsame Verbesserung angesehen. Für den Gesamt-AE-QoL-Scorein Woche 24 betrug der Kleinste-Quadrat-Mittelwert der durchschnittlichen Veränderung gegenüberdem Ausgangswert in der Dawnzera-Behandlungsgruppe -24,8 in der Gruppe mit 80 mg q4Wo (p< 0,001) und -19,9 in der Gruppe mit 80 mg q8Wo, verglichen mit -6,2 in der Placebo-Gruppe.
Studie 2 - 'OASISplus“
Insgesamt erhielten 147 erwachsene und pädiatrische Patienten (≥ 12 Jahre) mit HAE Typ 1 oder HAE
Typ 2 mindestens 1 Dosis Dawnzera in einer unverblindeten Verlängerungsstudie (Studie 2) mit bis zu3 Jahren Dauer. Davon wurden 83 Patienten zuvor in Studie 1 mit Dawnzera oder Placebo behandeltund in die Rollover-Gruppe aufgenommen. Nicht-Rollover-Patienten (n = 64) sollten ihre vorherige
HAE-Prophylaxe (Berotralstat, C1-Esterase-Inhibitoren oder Lanadelumab) während der
Einleitungsphase gemäß den jeweils empfohlenen Behandlungsschemata basierend auf der
Halbwertszeit der einzelnen Arzneimittel fortsetzen (siehe Abschnitt 4.2).
Rollover-Gruppe der unverblindeten Verlängerung (Rollover-Patienten in Studie 1, n = 83)
Nach 52 Wochen Behandlung mit Dawnzera zeigten die Patienten eine anhaltende mittlere Reduktionder HAE-Attackenhäufigkeit um 93 % im Vergleich zum Ausgangswert (0,22 vs.3,42 Attacken/4 Wochen), wobei die gut kontrollierte Erkrankung gemäß AECT in der Q4W-Gruppevon 20,3 % auf 91,3 % und in der Q8W-Gruppe von 41,7 % auf 100,0 % anstieg, neben
Verbesserungen der AE-QoL-Scores in Woche 24.
Nicht-Rollover-Gruppe (Patienten, die zuvor andere Arzneimittel zur HAE-Langzeitprophylaxeerhalten haben, n = 64)
Während der Umstellung von Lanadelumab, Berotralstat oder C1-Esterase-Inhibitor auf Dawnzerawurde kein Anstieg der HAE-Attackenhäufigkeit beobachtet, wobei die mittleren Raten in Woche 52um 66,1 % (95-%-KI -79,69; -52,55) niedriger waren, die Gesamt-Krankheitskontrolle gemäß AECTsich bis Woche 16 von 66,7 % auf 93,0 % verbesserte und die AE-QoL-Scores über alle Gruppenhinweg signifikante Reduktionen zeigten.
Studie 3 - Phase-II-Studie mit HAE-nC1INH-Patienten
Studie 3, eine Phase-II-Studie, hatte einen unverblindeten Arm für Patienten mit HAE-nC1INH. Sieumfasste 3 erwachsene Patienten, die bis zu 16 Wochen lang alle 4 Wochen 80 mg Donidalorsenerhielten. Keiner dieser Patienten hatte eine nachgewiesene Mutation in Faktor XII, Plasminogen oder
Angiopoietin-1-Gen und nur einer hatte eine positive Familienanamnese.
Die 3 HAE-nC1-INH-Patienten verzeichneten während des Behandlungszeitraums eine Reduktion der
HAE-Attackenhäufigkeit um insgesamt 76 %. Die mittlere HAE-Attackenhäufigkeit verringerte sichvon 4,23 Attacken/4 Wochen während der Einleitungsphase auf 1,52 Attacken/4 Wochen vom
Studienbeginn bis Woche 16. Ein Patient war von Woche 1 bis zum Ende der Behandlung anfallsfrei.
Gleichzeitig verbesserte sich die Lebensqualität.
Bei allen drei eingeschlossenen Patienten mit HAE mit normalen funktionellen und antigenen C1-
Inhibitor-Werten wurde nach der monatlichen Verabreichung von 80 mg Donidalorsen eine
Verringerung der vom Prüfer bestätigten monatlichen Angioödem-Attackenrate beobachtet.
ImmunogenitätAnti-Wirkstoff-Antikörper (anti-drug antibodies, ADA) wurden häufig nachgewiesen. ADA hattenkeinen Einfluss auf die Spitzenplasmaspiegel, erhöhten aber die Talplasmaspiegel. Es gab keine
Hinweise auf einen Einfluss der ADA auf die Pharmakodynamik, Wirksamkeit oder Sicherheit, dieverfügbaren Daten sind jedoch begrenzt, um definitive Schlussfolgerungen zu ziehen.
Kinder und JugendlicheDie Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Dawnzera eine Zurückstellung von der Verpflichtungzur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehreren pädiatrischen Altersklassen in der
Behandlung des hereditären Angioödems zur routinemäßigen Vorbeugung von wiederkehrenden
Attacken gewährt. Siehe Abschnitt 4.2.
Die pharmakokinetischen Eigenschaften von Donidalorsen wurden nach subkutaner Verabreichungmehrerer Dosen alle 4 Wochen bei gesunden Probanden und alle 4 Wochen oder alle 8 Wochen bei
HAE-Patienten beurteilt.
Die Donidalorsen-Exposition (Fläche unter der Plasmakonzentrations-Zeit-Kurve [AUC]) nahm nachsubkutanen Dosen von 20 bis 80 mg bei gesunden Freiwilligen dosisabhängig zu, war aber über dengesamten Dosisbereich hinweg mehr als dosisproportional.
Populationsschätzungen (geometrisches Mittel) des Spitzenplasmaspiegels im Steady-State (Cmax,ss),des Talplasmaspiegels (CTal,ss) und der Fläche unter der Plasmakonzentrations-Zeit-Kurve über das
Dosierungsintervall (AUCT,ss) sind in Tabelle 4 dargestellt. Nach wiederholter Gabe alle 4 Wochenwurde keine Akkumulation von Donidalorsen Cmax und AUC im Plasma beobachtet.
Tabelle 4. Zusammenfassung der simulierten pharmakokinetischen Parameter aus derpharmakokinetischen Populationsanalyse nach Gabe von Donidalorsen 80 mg q4Wo oder 80 mgq8Wo bei HAE-Patienten im Steady-State
Pharmakokinetische Parameter Donidalorsen(geometrisches Mittel) 80 mg q4Wo 80 mg q8Wo
Cmax,ss (ng/ml) 417 416
CTal,ss (ng/ml) 0,755 0,255
AUCτ,ss (ng h/ml) 5 240 5 210
AUCT,ss = Fläche unter der Plasmakonzentrations-Zeit-Kurve über das Dosierungsintervall im Steady-State;
Cmax,ss = Spitzenplasmaspiegel im Steady-State; CTal = Talplasmaspiegel im Steady-State; q4Wo = alle 4 Wochen;q8Wo = alle 8 Wochen.
ResorptionNach subkutaner Verabreichung wird Donidalorsen, basierend auf Populationsschätzungen, mit einer
Zeit von etwa 2,5 Stunden nach der Dosis bis zum Spitzenplasmaspiegel resorbiert.
VerteilungEs wird erwartet, dass sich Donidalorsen nach der subkutanen Verabreichung hauptsächlich in der
Leber- und Nierenrinde verteilt. Die Populationsschätzung des scheinbaren Verteilungsvolumens fürdas zentrale (Vc/F) und periphere (Vp/F) Kompartiment betrug 69,8 l bzw. 1 840 l. Donidalorsen ist invitro stark an humane Plasmaproteine (> 98 % gebunden) gebunden.
BiotransformationDonidalorsen wird in der Leber durch Endo- und Exonukleasen zu kurzen Oligonukleotidfragmentenunterschiedlicher Größe metabolisiert.
EliminationDie Populationsschätzung der terminalen Halbwertszeit von Donidalorsen bei einem typischen HAE-
Patienten beträgt etwa 1 Monat.
Der mittlere Anteil des im Urin ausgeschiedenen unveränderten ASO betrug bei gesunden Probandenweniger als 1 % der verabreichten Dosis innerhalb von 24 Stunden. Linker-verwandte Metabolitenwerden nur in geringem Maß in den Blutkreislauf freigesetzt und anschließend schnell mit dem Urinoder Stuhl ausgeschieden.
Besondere PatientengruppenPharmakokinetische Populationsanalysen und pharmakodynamische Analysen zeigten keine klinischbedeutsamen Unterschiede in der Pharmakokinetik oder Pharmakodynamik von Donidalorsen in
Abhängigkeit von Alter (12 bis 74 Jahre), Geschlecht, leichter Nierenfunktionsstörung (eGFR ≥ 60 bis< 90 ml/min/1,73 m2) oder leichter Leberfunktionsstörung (Gesamtbilirubin ≤ 1 × ONG und AST> 1 × ONG oder Gesamtbilirubin > 1 bis 1,5 × ONG und beliebige AST). Im Hinblick auf das
Körpergewicht betrugen die vorhergesagten AUC-Werte von Donidalorsen > 17 500 ng h/ml für den
Körpergewichtsbereich von 30-40 kg, > 10 000 ng h/ml für 40-50 kg und etwa 10 000 ng h/ml für50-60 kg. Die entsprechenden Werte für Patienten mit einem Körpergewicht > 60 kg lagen bei< 7 500 ng h/ml. Donidalorsen wurde nicht bei Patienten mit mittelschwerer oder schwerer
Nierenfunktionsstörung, terminaler Nierenerkrankung oder mittelschwerer bzw. schwerer
Leberfunktionsstörung untersucht.
Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter
Gabe, Genotoxizität, zum kanzerogenen Potential und zur Reproduktions- und Entwicklungstoxizitätlassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.
KarzinogenitätIn einer 6-monatigen Karzinogenitätsstudie an transgenen (Tg.rasH2) Mäusen führte die subkutane
Verabreichung von Donidalorsen (5, 10, 20 oder 60 mg/kg) oder einem Nagetier-spezifischen Surrogat(10 mg/kg) einmal alle 2 Wochen nicht zu einer Zunahme bösartiger Tumoren, was darauf hindeutet,dass beim Menschen kein karzinogenes Risiko besteht.
GenotoxizitätDonidalorsen erwies sich in Assays in vitro (bakterielle Rückmutation, Chromosomenaberration in
Lungenzellen des chinesischen Hamsters) und in vivo (Maus-Knochenmark-Mikronukleus) als negativhinsichtlich Genotoxizität.
Schwangerschaft, Stillzeit und Fertilität
Die subkutane Verabreichung von Donidalorsen (0, 5, 10 oder 20 mg/kg/Woche) oder einem aktiven
PKK-Inhibitor für Nagetiere (5 mg/kg/Woche) an Mäuse jeden zweiten Tag während der Trächtigkeitund wöchentlich während der Laktation führte zu keinen unerwünschten Wirkungen auf die prä- undpostnatale Entwicklung.
In der prä- und postnatalen Entwicklungsstudie bei Mäusen stiegen die Konzentrationen von
Donidalorsen in der Milch von laktierenden Mäusen bei Dosen ≥ 10 mg/kg/Woche dosisabhängig an.
Diese Konzentrationen von Donidalorsen in der Milch waren aber > 3 000-mal niedriger als diebeobachteten Gewebekonzentrationen. Obwohl Donidalorsen in der Muttermilch von Mäusennachgewiesen wurde, war eine systemische Exposition der Jungen aufgrund der fehlenden oralen
Resorption von Donidalorsen nicht zu erwarten.
In Tierstudien führte die Verabreichung von Donidalorsen oder einem pharmakologisch aktiven
Nagetier-spezifischen Surrogat in einer kombinierten Studie zur Fertilität und embryofötalen
Entwicklungstoxizität an Mäusen nicht zu Auswirkungen auf die männliche und weibliche Fertilitätoder embryofötale Entwicklung.
Die subkutane Verabreichung von Donidalorsen (0, 1, 4 oder 10 mg/kg/Woche) oder eines Nagetier-aktiven Inhibitors von Präkallikrein (PKK) (4 mg/kg/Woche) an männliche und weibliche Mäusewöchentlich, vor und während der Paarung und weiterhin jeden zweiten Tag bei den Weibchenwährend des Zeitraums der Organogenese führte zu keinen unerwünschten Wirkungen auf die
Fertilität, Trächtigkeit oder embryofötale Entwicklung.
Natriumdihydrogenphosphat (E 339)
Dinatriumhydrogenphosphat (E 339)
Natriumchlorid
Wasser für Injektionszwecke
Salzsäure (E 507) (zur Einstellung des pH-Werts)
Natriumhydroxid (E 524) (zur Einstellung des pH-Werts)
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.
3 Jahre.
Dawnzera kann in der Originalverpackung bei Raumtemperatur (bis zu 30 °C) für einen einmaligen
Zeitraum von bis zu 6 Wochen aufbewahrt werden, jedoch nicht über das Verfalldatum hinaus.
Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C).
Den Fertigpen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
0,8 ml sterile Lösung in einer Einwegspritze aus Typ-I-Glas mit einer integrierten ('staked“) Nadelaus Edelstahl, starrem Nadelschutz und einem Kolbenstopfen aus silikonisiertem Chlorbutylelastomer.
Der gefüllte Primärbehälter und ein Pen werden zu einem Fertigpen zusammengesetzt, der etikettiertund in einem undurchsichtigen Karton mit einer Trennwand verpackt wird, um den Fertigpen zusichern und den Inhalt vor Licht zu schützen.
Packung mit einem Fertigpen.
Packung mit drei Fertigpens.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Vor Beginn der Behandlung müssen Patienten und/oder Betreuungspersonen in der ordnungsgemäßen
Vorbereitung und Verabreichung von Dawnzera geschult werden (siehe Gebrauchsanleitung).
* Der Einzeldosis-Fertigpen sollte 30 Minuten vor der Injektion aus dem Kühlschrank genommenwerden, damit er Raumtemperatur annehmen kann. Er darf nicht auf andere Weise erwärmtwerden.
* Der Fertigpen muss vor der Verwendung einer Sichtprüfung unterzogen werden. Die Lösungsoll klar und farblos bis gelb aussehen. Die Lösung darf nicht injiziert werden, wenn siegefroren erscheint. Der Fertigpen darf nicht verwendet werden, wenn vor der Verabreichung
Trübung, Schwebstoffe oder Verfärbung beobachtet werden.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.