Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels CYSTADROPS 3.8mg / ml augentropfenlösung
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Cystadrops 3,8 mg/ml Augentropfen, Lösung
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
1 ml enthält Mercaptaminhydrochlorid, das 3,8 mg Mercaptamin (Cysteamin) entspricht.
Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:1 ml Augentropfen, Lösung, enthält 0,1 mg Benzalkoniumchlorid.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Augentropfen, Lösung.
Viskose, klare Lösung.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Cystadrops ist zur Behandlung von Cystinablagerungen in der Hornhaut bei Erwachsenen und Kindernab 6 Monaten mit Cystinose indiziert.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Die Einleitung der Behandlung mit Cystadrops muss unter Aufsicht eines Arztes erfolgen, der über
Erfahrung in der Behandlung von Cystinose verfügt.
DosierungDie empfohlene Dosis beträgt 4-mal täglich einen Tropfen pro Auge während der Wachstunden. Derempfohlene Abstand zwischen den einzelnen Einträufelungen beträgt 4 Stunden. Die Dosis kann in
Abhängigkeit vom Ergebnis der Augenuntersuchung (wie z. B. Beurteilung der Cystinablagerungen inder Hornhaut, Photophobie) schrittweise (auf eine tägliche Mindestdosis von 1 Tropfen pro Auge)verringert werden.
Wenn der Patient die Anwendung der Augentropfen einmal vergisst, ist er anzuweisen, die
Behandlung mit der nächsten Einträufelung fortzusetzen.
Die Dosis von 4 Tropfen täglich pro Auge darf nicht überschritten werden.
Wird die Behandlung mit Cystadrops unterbrochen, nimmt die Ansammlung von Cystinkristallen inder Hornhaut zu. Die Behandlung darf nicht abgebrochen werden.
Kinder und JugendlicheCystadrops kann bei Kindern ab 6 Monaten mit der gleichen Dosis wie bei Erwachsenen angewendetwerden (siehe Abschnitt 5.1).
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Cystadrops bei Kindern im Alter von unter 6 Monaten ist nichterwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Art der AnwendungZur Anwendung am Auge.
Um die Anwendung zu erleichtern, sollte dem Patienten mitgeteilt werden, dass er Cystadrops vor derersten Anwendung zunächst auf Raumtemperatur bringen sollte. Dem Patienten sollte mitgeteiltwerden, das er die Tropfer-Flasche nach dem ersten Öffnen bei Raumtemperatur aufbewahren soll.
Um verklebte Augen am Morgen zu vermeiden, sollte der Patient die letzte Anwendung der
Augentropfen mindestens 30 Minuten vor dem Zubettgehen vornehmen.
Um eine Kontamination der Tropferspitze und der Lösung zu vermeiden, ist darauf zu achten, dass die
Augenlider, die umgebenden Bereiche sowie andere Oberflächen nicht mit der Spitze der Tropfer-
Flasche in Berührung kommen.
Der Patient ist anzuweisen, die Tropfer-Flasche nach 7 Tagen Anwendung zu entsorgen.
Bei einer Begleittherapie mit anderen topischen Arzneimitteln zur Anwendung am Auge solltezwischen den aufeinanderfolgenden Anwendungen ein zeitlicher Abstand von zehn Minuten liegen.
Augensalben sind zuletzt anzuwenden.
4.3 Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
KontaktlinsenBenzalkoniumchlorid verfärbt bekanntermaßen weiche Kontaktlinsen. Daher sollte der Kontakt mitweichen Kontaktlinsen vermieden werden. Patienten sind anzuweisen, Kontaktlinsen vor der
Anwendung der Augentropfen zu entfernen und diese nach der Anwendung frühestens nach15 Minuten wieder einzusetzen.
Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:Cystadrops enthält Benzalkoniumchlorid, das Augenreizung hervorrufen kann.
Benzalkoniumchlorid wird häufig als Konservierungsmittel in Augenarzneimitteln verwendet und eswurde berichtet, dass es eine punktförmige und/oder toxische ulzerative Keratopathie verursachenkann. Eine Überwachung ist erforderlich.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen durchgeführt.
Da die empfohlene Gesamttagesdosis der Cysteamin-Grundsubstanz maximal ca. 0,4 % derempfohlenen oralen Höchstdosis der Cysteamin-Grundsubstanz in allen Altersgruppen beträgt, sindkeine Wechselwirkungen mit oral angewendeten Arzneimitteln zu erwarten.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Die empfohlene Gesamttagesdosis von Cysteamin bei Anwendung am Auge liegt bei maximal ca.0,4 % der empfohlenen oralen Höchstdosis von Cysteamin in allen Altersgruppen. Die systemische
Exposition mit Cysteamin nach Anwendung am Auge ist daher geringer als nachEinnahme. Obgleichkeine Wirkungen während der Schwangerschaft und Stillzeit erwartet werden, weil eine systemische
Belastung mit Cysteamin vernachlässigbar ist, sollten bei einer Begleittherapie mit oralem Cysteamin
Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden.
SchwangerschaftEs liegen keine adäquaten Daten zur Anwendung von Cysteamin bei Schwangeren vor.
Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität einschließlich Teratogenese gezeigt(siehe Abschnitt 5.3). Das mögliche Risiko für den Menschen ist nicht bekannt. Auswirkungen einerunbehandelten Cystinose auf eine Schwangerschaft sind ebenfalls nicht bekannt.
Daher sollte Cysteamin während der Schwangerschaft, insbesondere während des ersten Trimesters,nicht oral angewendet werden, es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich.
Wenn eine Schwangerschaft festgestellt wird oder geplant ist, sollte eine Behandlung sorgfältigabgewogen und die Patientin über das mögliche Risiko einer Teratogenese bei Behandlung mit
Cysteamin informiert werden.
StillzeitEs ist nicht bekannt, ob Cysteamin in die Muttermilch ausgeschieden wird. Aufgrund der Erkenntnisseaus Studien an säugenden Muttertieren und neugeborenen Tieren (siehe Abschnitt 5.3) sollten Mütter
Cysteamin während der Stillzeit nicht oral anwenden.
FertilitätEs liegen keine Daten zur Wirkung von Cysteamin auf die Fertilität beim Menschen vor. Bei Studienan Tieren wurde eine verringerte Reproduktion festgestellt (siehe Abschnitt 5.3).
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
MaschinenCystadrops kann einen geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienenvon Maschinen haben.
Ein zeitweiliges (durchschnittlich weniger als 1 Minute) verschwommenes Sehen oder andere
Sehstörungen können die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinenbeeinträchtigen.
Wenn das verschwommene Sehen bei der Einträufelung auftritt, muss der Patient warten, bis er wiederklar sehen kann, bevor er ein Fahrzeug fährt oder Maschinen bedient.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des SicherheitsprofilsZu den häufigsten Nebenwirkungen gehören Augenschmerzen, okuläre Hyperämie, Augenjucken,verstärkte Tränensekretion, verschwommenes Sehen oder Augenreizung. Die meisten dieser
Nebenwirkungen treten vorübergehend und überwiegend in leichter oder mäßiger Form auf.
Tabellarische Liste der NebenwirkungenDie folgenden Nebenwirkungen wurden im Rahmen von klinischen Studien sowie dem französischen
NPU-Programm mit Cystadrops berichtet. Die beobachteten Nebenwirkungen sind nachstehend nach
Systemorganklasse und Häufigkeit (pro Patient) aufgeführt.
Häufigkeit ist wie folgt definiert: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich(≥ 1/1.000, < 1/100), selten (≥ 1/10.000, < 1/1.000), sehr selten (< 1/10.000), nicht bekannt(Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Systemorganklasse Nebenwirkungen
Sehr häufig : Augenschmerzen, verschwommenes Sehen,
Augenerkrankungen Augenreizung, okuläre Hyperämie, Augenjucken, verstärkte
Tränensekretion, Ablagerungen in den Augen
Häufig : gestörte Sinnesempfindung im Auge, trockenes Auge,
Fremdkörpergefühl im Auge, Augenlidödem, Reizung des
Augenlids, Sehstörung, Hordeolum
Allgemeine Erkrankungen und Sehr häufig : Beschwerden am Ort der Einträufelung
Beschwerden am Verabreichungsort (hauptsächlich verklebte Augen und Augenwimpern)
Systemorganklasse Nebenwirkungen
Häufig : Schmerzen am Ort der Einträufelung
Kinder und JugendlicheHäufigkeit, Art und Schweregrad der Nebenwirkungen sind bei Kindern und Erwachsenen identisch.
Im Rahmen klinischer Studien und des französischen NPU-Programms wurden 74 Kinder beobachtet.
Davon waren 5 Patienten jünger als 2 Jahre, der jüngste war 13 Monate alt, 19 Patienten jünger als6 Jahre, 21 zwischen 6 und 12 Jahre und 29 zwischen 12 und 18 Jahre alt.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Bei einer Anwendung am Auge ist eine Überdosierung unwahrscheinlich.
Im Falle einer versehentlichen Einnahme ist der Patient zu überwachen und symptomatisch zubehandeln.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Ophthalmologika, andere Ophthalmologika, ATC-Code: S01XA21.
WirkmechanismusCysteamin verringert die Ansammlung von Cystinkristallen in der Hornhaut. Es wirkt als Cystin-senkenden , indem es Cystin in Cystein und Cystein-Cysteamin Komplexe (gemischte Disulfide)umwandelt.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitEs wurden drei klinische Studien zu Cystadrops durchgeführt:
* eine einarmige klinische Studie mit 8 Kindern und Erwachsenen (OCT-1-Studie)
* eine randomisierte, multizentrische, offene, aktiv kontrollierte klinische Phase-III-Studie(CHOC-Studie) mit 32 Patienten
* eine offene, einarmige, multizentrische Studie (CYT-C2-001) mit 5 Patienten im Alter vonunter 2 Jahren.
OCT-1-Studie
In dieser Studie wurden die Sicherheit und Wirksamkeit von Cystadrops über einen Zeitraum von5 Jahren untersucht. Die Anpassung der Dosis erfolgte nach Augenuntersuchung. Während des 5-jährigen Nachbeobachtungszeitraums hat keiner der Patienten die Behandlung abgebrochen.
Die Wirksamkeit wurde anhand der im Rahmen der konfokalen In-vivo-Mikroskopie ermittelten
Gesamtpunktzahl (IVCM-Score), für die die Cystinkristalle in den 7 Schichten der Hornhautquantifiziert wurden, beurteilt. Nach 30-tägiger Behandlung und einer medianen Häufigkeit von4 Einträufelungen pro Tag wurde eine 30%ige Abnahme des IVCM-Gesamt-Scores beobachtet. Bei 7der 8 Patienten wurde mit einem medianen Dosierungsschema von 3 Tropfen/Auge/Tag (Bereich 1 bis3 Tropfen) eine mittlere Abnahme der Cystinablagerungen in der Hornhaut um 30 % im Vergleichzum Ausgangswert aufrechterhalten. Die Photophobie tendierte im Zeitverlauf zu einer Besserung.
CHOC-Studie
Hierbei handelte es sich um eine randomisierte, kontrollierte Studie zur Beurteilung des
Wirksamkeits- und Sicherheitsprofils von Cystadrops nach einer 90-tägigen Behandlung mit einem
Dosierungsschema von 4 Tropfen/Auge/Tag. Der primäre Wirksamkeitsendpunkt war der IVCM-
Gesamt-Score. 15 Patienten erhielten Cystadrops. Der mittlere IVCM-Gesamt-Score wurde für11 Patienten berechnet. An Tag 30 wurde für den Cystadrops-Behandlungsarm ein Trend zu einemniedrigeren IVCM-Gesamt-Score beobachtet. Die mittlere Abnahme um 40 % im Cystadrops-
Behandlungsarm wurde an Tag 90 bestätigt. Die Überlegenheit von Cystadrops gegenüber dem
Kontrollarm (Cysteaminhydrochlorid 0,10 %; p < 0,0001, 95 % KI [2,11; 5,58]) wurde nachgewiesen.
Ebenso wurde die Überlegenheit von Cystadrops gegenüber dem Kontrollarm (Cysteaminhydrochlorid0,10 %; p = 0,0048, 95 % KI [0,23; 1,14]) in Bezug auf die vom Prüfarzt beurteilte Photophobienachgewiesen.
Kinder und JugendlicheIm Rahmen der drei klinischen Studien (OCT-1, CHOC und CYT-C2-001) wurden klinische Daten zu
Sicherheit und Wirksamkeit erhoben. Insgesamt 20 Kinder erhielten Cystadrops, von denen 5 jüngerals 2 Jahre waren. Der jüngste aufgenommene Patient war 13 Monate alt. Die Ergebnisse für
Wirksamkeit und Sicherheit sind in der Kinder- und Erwachsenenpopulation identisch.
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Eine pharmakokinetische Beurteilung beim Menschen nach Anwendung von Cystadrops am Augewurde nicht vorgenommen.
Ähnlich wie bei anderen topisch angewendeten Augenarzneimitteln ist auch hier eine systemische
Resorption wahrscheinlich.
Es ist zu beachten, dass die empfohlene Tagesdosis von Cysteamin-Augentropfen nicht mehr als ca.0,4 % der empfohlenen oralen Höchstdosis von Cysteamin in allen Altersgruppen beträgt.
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
Es wird eine geringe systemische Exposition nach Anwendung am Auge erwartet. Bei gleichzeitigerokularer und oraler Cysteamin-Behandlung wird der Beitrag der okularen Anwendung zumsystemischen Risiko als vernachlässigbar betrachtet.
Präklinische Daten zum oralen Cysteamin:
Es wurden Studien zur Genotoxizität durchgeführt. Eine Studie berichtete über eine Induktion von
Chromosomaberrationen in kultivierten eukaryotischen Zelllinien. Spezifische Studien zu Cysteaminzeigten im Ames-Test keine erbgutverändernde Wirkung bzw. im Maus-Mikronukleus-Test keineclastogene Wirkung.
Reproduktionsstudien zu Cysteamin ergaben bei Ratten (Dosisstufe 100 mg/kg/Tag) und Kaninchen(Dosisstufe 50 mg/kg/Tag) toxische Wirkungen auf Embryo und Fötus (Resorptionen und
Postimplantationsverluste). Für Ratten wurden teratogene Wirkungen beschrieben, wenn Cysteaminwährend der Organbildungsphase mit einer Dosis von 100 mg/kg/Tag verabreichtet wurde.
Dies entspricht 0,6 g/m2/Tag bei Ratten und beträgt weniger als die Hälfte der empfohlenen klinischen
Erhaltungsdosis von Cysteamin, d. h. 1,30 g/m2/Tag. Bei einer Dosis von 375 mg/kg/Tag, bei der die
Gewichtszunahme verzögert war, wurde bei Ratten eine verringerte Fertilität beobachtet. Bei dieser
Dosis waren auch die Gewichtszunahme und Überlebensrate des Nachwuchses während der
Säugephase verringert. Hohe Cysteamin-Dosen beeinträchtigen die Fähigkeit der Muttertiere, ihren
Nachwuchs zu säugen. Einzeldosen des Arzneimittels hemmen die Prolaktinsekretion bei Tieren.
Die Verabreichung von Cysteamin bei neugeborenen Ratten hat zu Katarakten geführt.
Hohe Cysteamin-Dosen, oral oder parenteral verabreicht, rufen Duodenalgeschwüre bei Ratten und
Mäusen, jedoch nicht bei Affen hervor. Die experimentelle Verabreichung von Arzneimittelnverursacht eine Verringerung von Somatostatin bei verschiedenen Tierarten. Die Bedeutung dieser
Erkenntnisse für die klinische Anwendung des Arzneimittels ist nicht bekannt.
Es wurden keine Studien zur Karzinogenität von Cysteamin durchgeführt.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Benzalkoniumchlorid
Natriumedetat
Carmellose-Natrium
Citronensäure-Monohydrat
Natriumhydroxid (zur pH-Anpassung)
Salzsäure (zur pH-Anpassung)
Wasser für Injektionszwecke
6.2 Inkompatibilitäten
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.
6.3 Haltbarkeit
6 Monate
Nach dem ersten Öffnen: 7 Tage. Nicht über 25 °C lagern. Nicht im Kühlschrank lagern. Flasche festverschlossen halten und im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Vor dem ersten Öffnen:
Im Kühlschrank lagern (2°C - 8°C).
Die Flascheim Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Aufbewahrungsbedingungen nach Anbruch des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
5 ml Lösung in einer 10-ml-Flasche aus braunem Glas, mit einem Brombutyl-Stopfen verschlossenund einer abziehbaren Aluminiumkappe versiegelt. Ein PVC-Tropfer mit HDPE-Verschluss ist separatverpackt und in jeder Schachtel enthalten.
Jede Schachtel enthält 1 Flasche und 1 Verschluss mit Tropfer.
Packung mit 1 Faltschachtel oder Mehrfachpackung mit 4 Faltschachteln.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
Der Patient ist anzuweisen, für das Öffnen der Flasche und dem Aufsetzen des Tropfers die untenstehenden Anweisungen zu befolgen:
* Waschen Sie sich gründlich die Hände, um eine mikrobiologische Kontamination des Inhaltsder Flasche zu vermeiden.
* Nehmen Sie die grüne Schutzkappe ab (Abbildung 1).
* Entfernen Sie das Metallsiegel (Abbildung 2).
* Entfernen Sie den grauen Stopfen (Abbildung 3) von der Flasche.
* Nach dem Abnehmen des Stopfens darf die Öffnung des Fläschchens nicht mehr berührtwerden.
Entfernen
Entfernen Entfernen
Grüne Grauer
Schutzkappe Metallsiegel Stopfen
Flasche
* Nehmen Sie den Verschluss mit Tropfer aus dem Beutel, ohne die Seite zu berühren, die aufdie Flasche aufgesetzt wird. Setzen Sie den Verschluss mit Tropfer auf die Flasche auf(Abbildung 4) und belassen Sie ihn dort.
Kleine weiße Kappe
Zum Aufsetzen Drehen Kleine weiße Kappeund Drücken Tropfer
Tropfer Flasche
Flasche
* Bewahren Sie die kleine weiße Kappe (Abbildung 5) auf, die werksseitig auf dem Tropferaufgesetzt ist.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
Recordati Rare Diseases
Tour Hekla52, Avenue du Général de Gaulle92800 Puteaux
Frankreich
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
EU/1/15/1049/001
EU/1/15/1049/002
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 19. Januar 2017
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 15. September 2021
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.