Angewendet bei: autoimmune entzündliche Erkrankungen
Art der Anwendung: Injektion
Substanz: Secukinumab (monoklonaler Antikörper)
ATC: L04AC10 (Antineoplastische und Immunmodulierende Mittel | Immunsuppressiva | Interleukin-Inhibitoren)
Risiko einer schweren allergischen Reaktion. Suchen Sie bei schweren Symptomen sofort medizinische Hilfe.
Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung.
Während der Stillzeit nur auf ärztliche Empfehlung anwenden.
Während der Schwangerschaft nur auf ärztliche Empfehlung anwenden.
Secukinumab ist ein biologisches Medikament, das zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen wie mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis, Psoriasis-Arthritis und ankylosierender Spondylitis eingesetzt wird. Es handelt sich um einen humanen monoklonalen Antikörper, der Interleukin-17A (IL-17A) hemmt, eine Zytokin, die an entzündlichen und autoimmunen Prozessen beteiligt ist.
Durch die Blockierung von IL-17A reduziert Secukinumab Entzündungen und die mit diesen Erkrankungen verbundenen Symptome wie Gelenkschmerzen, Steifheit und Hautläsionen. Es wird als subkutane Injektion gemäß einem vom Arzt festgelegten Zeitplan verabreicht.
Häufige Nebenwirkungen sind Infektionen der oberen Atemwege, Durchfall, Kopfschmerzen und Reaktionen an der Injektionsstelle. In seltenen Fällen kann es das Risiko schwerer Infektionen erhöhen oder entzündliche Darmerkrankungen auslösen.
Patienten sollten ihren Arzt über andere Erkrankungen oder Medikamente informieren, bevor sie mit Secukinumab beginnen. Eine regelmäßige Überwachung ist wichtig, um die Wirksamkeit und Sicherheit der Behandlung zu gewährleisten.
Cosentyx 75 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Eine Fertigspritze enthält 75 mg Secukinumab in 0,5 ml.
Secukinumab ist ein rekombinanter, vollständig humaner monoklonaler Antikörper, der in
Ovarialzellen des chinesischen Hamsters (CHO-Zellen) produziert wird.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
Injektionslösung (Injektion)
Die Lösung ist klar und farblos bis gelblich.
Cosentyx ist angezeigt für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen ab einem Alter von 6 Jahrenmit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis, die für eine systemische Therapie in Frage kommen.
Juvenile idiopathische Arthritis (JIA)Enthesitis-assoziierte Arthritis (EAA)
Cosentyx, allein oder in Kombination mit Methotrexat (MTX), ist angezeigt für die Behandlung deraktiven Enthesitis-assoziierten Arthritis bei Patienten ab 6 Jahren, deren Erkrankung unzureichend aufeine konventionelle Therapie angesprochen hat oder die diese nicht vertragen (siehe Abschnitt 5.1).
Juvenile Psoriasis-Arthritis (JPsA)
Cosentyx, allein oder in Kombination mit Methotrexat (MTX), ist angezeigt für die Behandlung deraktiven juvenilen Psoriasis-Arthritis bei Patienten ab 6 Jahren, deren Erkrankung unzureichend aufeine konventionelle Therapie angesprochen hat oder die diese nicht vertragen (siehe Abschnitt 5.1).
Cosentyx ist für die Anwendung unter der Anleitung und Aufsicht eines Arztes vorgesehen, der in der
Diagnose und Behandlung der Erkrankungen, für die Cosentyx zugelassen ist, erfahren ist.
DosierungPlaque-Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen (Jugendliche und Kinder ab einem Alter von6 Jahren)
Die empfohlene Dosis ist abhängig vom Körpergewicht (Tabelle 1) und wird als subkutane Injektionmit Startdosen in den Wochen 0, 1, 2, 3 und 4 verabreicht, gefolgt von monatlichen Erhaltungsdosen.
Jede 75-mg-Dosis wird in Form einer subkutanen Injektion von 75 mg verabreicht. Jede 150-mg-Dosiswird in Form einer subkutanen Injektion von 150 mg verabreicht. Jede 300-mg-Dosis wird in Formeiner subkutanen Injektion zu 300 mg oder zwei subkutanen Injektionen zu je 150 mg verabreicht.
Tabelle 1 Empfohlene Dosierung für Plaque-Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen
Körpergewicht zum Zeitpunkt der
Empfohlene Dosis
Dosierung<25 kg 75 mg25 bis <50 kg 75 mg≥50 kg 150 mg (*kann auf 300 mg erhöht werden)
* Manche Patienten können einen zusätzlichen Nutzen aus der höheren Dosis ziehen.
Juvenile idiopathische Arthritis (JIA)Enthesitis-assoziierte Arthritis (EAA) und juvenile Psoriasis-Arthritis (JPsA)
Die empfohlene Dosis ist abhängig vom Körpergewicht (Tabelle 2) und wird als subkutane Injektionin den Wochen 0, 1, 2, 3 und 4 verabreicht, gefolgt von monatlichen Erhaltungsdosen. Jede 75-mg-
Dosis wird in Form einer subkutanen Injektion von 75 mg verabreicht. Jede 150-mg-Dosis wird in
Form einer subkutanen Injektion von 150 mg verabreicht.
Tabelle 2 Empfohlene Dosierung für juvenile idiopathische Arthritis
Körpergewicht zum Zeitpunkt der
Empfohlene Dosis
Dosierung<50 kg 75 mg≥50 kg 150 mg
Cosentyx kann in anderen Stärken und/oder Darreichungsformen erhältlich sein, abhängig vomjeweiligen Behandlungsbedarf.
Die vorliegenden Daten zu allen oben genannten Anwendungsgebieten deuten darauf hin, dass einklinisches Ansprechen in der Regel innerhalb von 16 Behandlungswochen erzielt wird. Bei Patienten,die nach 16 Behandlungswochen nicht auf die Therapie angesprochen haben, sollte erwogen werden,die Behandlung abzusetzen. Bei manchen Patienten mit zunächst unvollständigem Ansprechen kommtes im Verlauf bei Fortführung der Behandlung über 16 Wochen hinaus noch zu Verbesserungen.
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Cosentyx bei Kindern mit Plaque-Psoriasis und in den Subtypender juvenilen idiopathischen Arthritis (JIA), EAA und JPsA, im Alter von unter 6 Jahren ist nichterwiesen.
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Cosentyx bei Kindern im Alter von unter 18 Jahren in anderen
Indikationen ist bisher noch nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Besondere PatientengruppenEingeschränkte Nieren-/Leberfunktion
Cosentyx wurde bei diesen Patientengruppen nicht untersucht. Es können keine Dosisempfehlungengegeben werden.
Art der AnwendungCosentyx ist als subkutane Injektion anzuwenden. Eine Injektion in Hautbereiche, die von Psoriasisbetroffen sind, sollte wenn möglich vermieden werden. Die Fertigspritze darf nicht geschütteltwerden.
Die Patienten können sich Cosentyx selbst injizieren oder von einer Betreuungsperson injiziertbekommen, sofern sie zuvor in der Technik der subkutanen Injektion ausreichend geschult wurden undder Arzt eine Selbstinjektion für angebracht hält. Der Arzt sollte jedoch eine angemessene
Beobachtung der Patienten sicherstellen. Die Patienten oder Betreuungspersonen sollten angewiesenwerden, die gesamte Menge an Cosentyx entsprechend den Hinweisen in der Packungsbeilage zuinjizieren. Ausführliche Anwendungshinweise finden sich in der Packungsbeilage.
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
Klinisch relevante, aktive Infektion, z. B. aktive Tuberkulose (siehe Abschnitt 4.4).
Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des
Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiertwerden.
InfektionenSecukinumab kann das Infektionsrisiko erhöhen. Es wurden nach Markteinführung schwere
Infektionen bei Patienten unter Behandlung mit Secukinumab beobachtet. Bei Patienten mit einerchronischen Infektion oder einer rezidivierenden Infektion in der Vorgeschichte sollte Secukinumabmit Vorsicht angewendet werden.
Die Patienten sollten angewiesen werden, ärztlichen Rat einzuholen, wenn Zeichen oder Symptomeeiner möglichen Infektion auftreten. Sollte sich bei einem Patienten eine schwerwiegende Infektionentwickeln, ist der Patient engmaschig zu beobachten, und die Behandlung mit Secukinumab sollte biszum Abklingen der Infektion unterbrochen werden.
In klinischen Studien wurden bei Patienten unter Behandlung mit Secukinumab Infektionenbeobachtet (siehe Abschnitt 4.8). Dabei handelte es sich überwiegend um leichte bis mittelschwere
Infektionen der oberen Atemwege, z. B. Nasopharyngitis. Ein Absetzen der Behandlung war nichterforderlich.
Bedingt durch den Wirkmechanismus von Secukinumab wurden in den klinischen Psoriasis-Studiennicht-schwerwiegende mukokutane Candida-Infektionen unter Secukinumab häufiger berichtet alsunter Placebo (3,55 pro 100 Patientenjahre für 300 mg Secukinumab verglichen mit 1,00 pro100 Patientenjahre für Placebo) (siehe Abschnitt 4.8).
TuberkuloseTuberkulose (aktive und/oder latente Reaktivierung) wurde bei Patienten berichtet, die mit
Secukinumab behandelt wurden. Patienten sollten vor Beginn der Behandlung mit Secukinumab aufeine Tuberkulose-Infektion untersucht werden. Secukinumab sollte bei Patienten mit aktiver
Tuberkulose nicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3). Bei Patienten mit latenter Tuberkulose istvor Beginn einer Behandlung mit Secukinumab eine Anti-Tuberkulose-Therapie gemäß den klinischen
Richtlinien in Betracht zu ziehen. Patienten, die Secukinumab erhalten, sollten auf Anzeichen und
Symptome einer aktiven Tuberkulose überwacht werden.
Chronisch-entzündliche Darmerkrankung (einschließlich Morbus Crohn und Colitis ulcerosa)
Es wurden Fälle von Neuauftreten oder Exazerbationen von chronisch-entzündlichen
Darmerkrankungen unter Secukinumab berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Secukinumab ist für Patientenmit chronisch-entzündlicher Darmerkrankung nicht empfohlen. Wenn ein Patient Zeichen und
Symptome einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung entwickelt oder eine Exazerbation einerbestehenden chronisch-entzündlichen Darmerkrankung auftritt, sollte die Behandlung mit
Secukinumab beendet und geeignete medizinische Therapiemaßnahmen eingeleitet werden.
ÜberempfindlichkeitsreaktionenIn seltenen Fällen wurden bei Patienten unter Behandlung mit Secukinumab anaphylaktische
Reaktionen und Angioödeme beobachtet. Falls es zu anaphylaktischen Reaktionen, Angioödemen odersonstigen schwerwiegenden allergischen Reaktionen kommt, sollte die Behandlung mit Secukinumabsofort beendet und geeignete Therapiemaßnahmen eingeleitet werden.
Personen mit Latexempfindlichkeit
Die abnehmbare Nadelschutzkappe der Cosentyx 75 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze enthältein Naturlatex-Derivat. In der abnehmbaren Nadelschutzkappe wurde bislang kein Naturlatexnachgewiesen. Die Anwendung von Cosentyx 75 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze beilatexempfindlichen Personen wurde jedoch nicht untersucht und es besteht daher ein potenzielles
Risiko für Überempfindlichkeitsreaktionen, die nicht vollständig ausgeschlossen werden können.
ImpfungenLebendimpfstoffe sollten nicht gleichzeitig mit Secukinumab angewendet werden.
Patienten unter Behandlung mit Secukinumab können gleichzeitig mit inaktivierten Impfstoffen oder
Totimpfstoffen geimpft werden. In einer Studie war nach Meningokokken-Impfung und Impfung mitinaktiviertem Influenza-Impfstoff ein ähnlicher Anteil von mit 150 mg Secukinumab bzw. mit Placebobehandelten gesunden Probanden in der Lage, eine angemessene Immunantwort in Form einesmindestens vierfachen Anstiegs der Antikörpertiter gegen die Meningokokken- und Influenza-
Impfstoffe aufzubauen. Die Daten deuten darauf hin, dass Secukinumab die humorale Immunantwortauf die Meningokokken- bzw. Influenza-Impfstoffe nicht unterdrückt.
Vor Beginn der Therapie mit Cosentyx wird empfohlen, dass pädiatrische Patienten allealtersgemäßen Impfungen gemäß der aktuellen Impfrichtlinien erhalten.
Gleichzeitige immunsuppressive Therapie
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Secukinumab in Kombination mit Immunsuppressiva(einschließlich Biologika) oder einer Phototherapie wurden in Psoriasis-Studien nicht untersucht.
Secukinumab wurde in Arthritis-Studien (einschließlich bei Patienten mit Psoriasis-Arthritis undankylosierender Spondylitis) gleichzeitig mit Methotrexat (MTX), Sulfasalazin und/oder
Corticosteroiden verabreicht. Bei der gleichzeitigen Anwendung von anderen Immunsuppressiva und
Secukinumab ist Vorsicht geboten (siehe auch Abschnitt 4.5).
Hepatitis-B-ReaktivierungEine Hepatitis-B-Reaktivierung kann bei Patienten auftreten, die mit Secukinumab behandelt werden.
Gemäß klinischen Richtlinien für Immunsuppressiva sollte vor Beginn der Behandlung mit
Secukinumab in Betracht gezogen werden, Patienten auf eine HBV-Infektion zu testen. Patienten mit
Nachweis einer positiven HBV-Serologie sollten während der Behandlung mit Secukinumab aufklinische und laborchemische Anzeichen einer HBV-Reaktivierung überwacht werden. Falls währendder Behandlung mit Secukinumab eine HBV-Reaktivierung auftritt, sollte ein Absetzen der
Behandlung in Betracht gezogen werden und die Patienten gemäß den klinischen Richtlinienbehandelt werden.
Lebendimpfstoffe sollten nicht gleichzeitig mit Secukinumab angewendet werden (siehe auch
Abschnitt 4.4).
In einer Studie mit erwachsenen Plaque-Psoriasis-Patienten wurden keine Wechselwirkungenzwischen Secukinumab und Midazolam (CYP3A4-Substrat) beobachtet.
Es wurden keine Wechselwirkungen beobachtet, wenn Secukinumab gleichzeitig mit Methotrexat(MTX) und/oder Corticosteroiden in Arthritis-Studien (einschließlich bei Patienten mit Psoriasis-
Arthritis und axialer Spondyloarthritis) angewendet wurde.
Frauen im gebärfähigen Alter sollen während und für mindestens 20 Wochen nach der Behandlungeine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.
SchwangerschaftEs liegen keine ausreichenden Daten zur Anwendung von Secukinumab bei Schwangeren vor.
Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche
Wirkungen in Bezug auf Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt 5.3). Aus Vorsichtsgründen soll eine
Anwendung von Cosentyx in der Schwangerschaft vermieden werden.
StillzeitEs ist nicht bekannt, ob Secukinumab in die Muttermilch übergeht. Immunglobuline gehen in die
Muttermilch über, und es ist nicht bekannt, ob Secukinumab nach der Aufnahme systemisch resorbiertwird. Aufgrund der Möglichkeit von unerwünschten Reaktionen bei gestillten Kindern, muss die
Entscheidung, ob das Stillen während und bis zu 20 Wochen nach der Behandlung eingestellt wirdoder die Cosentyx-Therapie abgebrochen wird, unter Berücksichtigung des Nutzens des Stillens fürdas Kind und des Nutzens der Therapie für die Frau getroffen werden.
FertilitätDie Wirkung von Secukinumab auf die Fertilität beim Menschen wurde nicht untersucht.
Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte nachteilige Wirkungenin Bezug auf die Fertilität.
Cosentyx hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die
Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Die am häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen sind Infektionen der oberen Atemwege (17,1 %) (amhäufigsten Nasopharyngitis, Rhinitis).
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenDie in klinischen Studien und nach Markteinführung beobachteten Nebenwirkungen (Tabelle 3)werden nach MedDRA-Systemorganklasse aufgeführt. Innerhalb jeder Systemorganklasse sind die
Nebenwirkungen nach abnehmender Häufigkeit geordnet. Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe sind die
Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben. Die entsprechenden
Häufigkeitskategorien der jeweiligen Nebenwirkungen beruhen zudem auf der folgenden Konvention:
sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100, <1/10); gelegentlich (≥1/1 000, <1/100); selten (≥1/10 000,<1/1 000); sehr selten (<1/10 000); nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Datennicht abschätzbar).
Mehr als 20 000 Patienten wurden im Rahmen von verblindeten und offenen klinischen Studien zuverschiedenen Anwendungsgebieten (Plaque-Psoriasis, Psoriasis-Arthritis, axiale Spondyloarthritis,
Hidradenitis suppurativa [HS] und andere Autoimmunkrankheiten) mit Secukinumab behandelt, waseiner Exposition von 34 908 Patientenjahren entspricht. Davon erhielten mehr als 14 000 Patientenmindestens ein Jahr lang Secukinumab. Das Sicherheitsprofil von Secukinumab ist über alle
Indikationen hinweg konsistent.
Tabelle 3 Liste der Nebenwirkungen in klinischen Studien1) und nach Markteinführung
Systemorganklasse Häufigkeit Nebenwirkung
Infektionen und Sehr häufig Infektionen der oberen Atemwegeparasitäre Häufig Oraler Herpes
Erkrankungen Gelegentlich Orale Candidose
Otitis externa
Infektionen der unteren Atemwege
Tinea pedis
Nicht bekannt Mukokutane Candidose (einschließlich ösophageale
Candidose)
Erkrankungen des Gelegentlich Neutropenie
Blutes und des
Lymphsystems
Erkrankungen des Selten Anaphylaktische Reaktionen
Immunsystems Angioödem
Erkrankungen des Häufig Kopfschmerzen
Nervensystems
Augenerkrankungen Gelegentlich Konjunktivitis
Erkrankungen der Häufig Rhinorrhö
Atemwege, des
Brustraums und
Mediastinums
Erkrankungen des Häufig Diarrhö
Gastrointestinaltrakts Übelkeit
Gelegentlich Entzündliche Darmerkrankungen
Erkrankungen der Häufig Ekzem
Haut und des Gelegentlich Urtikaria
Unterhautgewebes Dyshidrotisches Ekzem
Selten Exfoliative Dermatitis 2)
Hypersensitivitätsvaskulitis
Nicht bekannt Pyoderma gangraenosum
Allgemeine Häufig Ermüdung
Erkrankungen und
Beschwerden am
Verabreichungsort1) Placebokontrollierte klinische Studien (Phase III) bei Patienten mit Plaque-Psoriasis, PsA, AS, nr-axSpA und HS, die bis zu 12 Wochen lang (Psoriasis) oder 16 Wochen lang (PsA, AS, nr-axSpAund HS) 300 mg, 150 mg, 75 mg oder Placebo erhalten haben.2) Fälle wurden bei Patienten mit diagnostizierter Psoriasis berichtet.
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenIn den placebokontrollierten Phasen der klinischen Studien zur Plaque-Psoriasis (Behandlung voninsgesamt 1 382 Patienten mit Secukinumab und 694 Patienten mit Placebo über bis zu 12 Wochen)wurde bei 28,7 % der Patienten unter Secukinumab gegenüber 18,9 % der Patienten unter Placeboüber Infektionen berichtet. Bei den meisten Infektionen handelte es sich um nicht-schwerwiegendeund leichte bis mittelschwere Infektionen der oberen Atemwege wie Nasopharyngitis, die kein
Absetzen der Behandlung erforderten. Es wurde eine Zunahme von mukosalen oder kutanen
Candidosen verzeichnet, was in Einklang mit dem Wirkmechanismus steht, doch handelte es sich umleichte bis mittelschwere, nicht-schwerwiegende Fälle, die auf eine Standardbehandlung ansprachenund kein Absetzen der Behandlung erforderten. Schwerwiegende Infektionen traten bei 0,14 % der
Patienten unter Secukinumab und bei 0,3 % der Patienten unter Placebo auf (siehe Abschnitt 4.4).
Über die gesamte Behandlungsphase hinweg (insgesamt 3 430 mit Secukinumab behandelte Patienten,die meisten von ihnen über einen Zeitraum von bis zu 52 Wochen) wurde bei 47,5 % der Patientenunter Secukinumab über Infektionen berichtet (0,9 pro Patientenbeobachtungsjahr). Schwerwiegende
Infektionen traten bei 1,2 % der Patienten unter Secukinumab auf (0,015 pro
Patientenbeobachtungsjahr).
Die in klinischen Studien zur Psoriasis-Arthritis und axialen Spondyloarthritis (ankylosierende
Spondylitis und nicht-röntgenologische axiale Spondyloarthritis) beobachteten Infektionsraten warenvergleichbar mit denen, die in den Studien zur Psoriasis beobachtet wurden.
Patienten mit Hidradenitis suppurativa sind anfälliger für Infektionen. In den placebokontrollierten
Phasen der klinischen Studien bei Hidradenitis suppurativa (insgesamt 721 Patienten, die mit
Secukinumab behandelt wurden, und 363 Patienten, die bis zu 16 Wochen Placebo erhielten) zeigtensich numerisch mehr Infektionen als in den Psoriasis-Studien (30,7 % der Patienten unter
Secukinumab bzw. 31,7 % der Patienten unter Placebo). Die meisten Infektionen waren nichtschwerwiegend, leicht oder mittelschwer in ihrer Ausprägung und erforderten keinen Abbruch odereine Unterbrechung der Behandlung.
NeutropenieNeutropenie wurde in klinischen Phase-III-Studien zur Psoriasis mit Secukinumab häufiger beobachtetals mit Placebo, aber die meisten Fälle waren mild, vorübergehend und reversibel. Eine Neutropenie<1,0-0,5 x 109/l (CTCAE Grad 3) wurde bei 18 von 3 430 (0,5 %) Patienten unter Secukinumabberichtet, in 15 von 18 Fällen ohne Dosis-Abhängigkeit und zeitlichen Zusammenhang zu Infektionen.
Es gab keine Berichte von schwereren Neutropenie-Fällen. In den übrigen 3 Fällen wurden nicht-schwerwiegende Infektionen berichtet, die erwartungsgemäß auf Standardversorgung ansprachen undkein Absetzen von Secukinumab erforderten.
Die Häufigkeit des Auftretens von Neutropenie bei Psoriasis-Arthritis, axialer Spondyloarthritis(ankylosierende Spondylitis und nicht-röntgenologische axiale Spondyloarthritis) und Hidradenitissuppurativa ist vergleichbar mit der bei Psoriasis.
In seltenen Fällen wurde das Auftreten einer Neutropenie <0,5x109/l (CTCAE-Grad 4) berichtet.
ImmunogenitätIn klinischen Studien zur Psoriasis, Psoriasis-Arthritis, axialen Spondyloarthritis (ankylosierende
Spondylitis und nicht-röntgenologische axiale Spondyloarthritis) und Hidradenitis suppurativa ist esbei weniger als 1 % der mit Secukinumab behandelten Patienten über einen Behandlungszeitraum vonbis zu 52 Wochen zur Entwicklung von Antikörpern gegen Secukinumab gekommen. Bei etwa der
Hälfte der unter Behandlung aufgetretenen Antikörper gegen den Wirkstoff handelte es sich umneutralisierende Antikörper. Dies ging jedoch nicht mit einem Wirkungsverlust oderpharmakokinetischen Anomalien einher.
Kinder und JugendlicheNebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen ab einem Alter von 6 Jahren mit Plaque-Psoriasis
Die Sicherheit von Secukinumab wurde in zwei Phase-III-Studien bei pädiatrischen Patienten mit
Plaque-Psoriasis untersucht. Bei der ersten Studie (pädiatrische Studie 1) handelte es sich um einedoppelblinde, placebokontrollierte Studie mit 162 Patienten im Alter von 6 bis unter 18 Jahren mitschwerer Plaque-Psoriasis. Bei der zweiten Studie (pädiatrische Studie 2) handelt es sich um eineoffene Studie mit 84 Patienten im Alter von 6 bis unter 18 Jahren mit mittelschwerer bis schwerer
Plaque-Psoriasis. Das in diesen beiden Studien berichtete Sicherheitsprofil stimmte mit dem beierwachsenen Plaque-Psoriasis-Patienten berichteten Sicherheitsprofil überein.
Nebenwirkungen bei pädiatrischen Patienten mit JIA
Die Sicherheit von Secukinumab wurde auch in einer Phase-III-Studie an 86 Patienten mit juvenileridiopathischer Arthritis mit EAA oder JPsA im Alter von 2 bis unter 18 Jahren untersucht. Das indieser Studie berichtete Sicherheitsprofil stimmte mit dem bei erwachsenen Patienten berichteten
Sicherheitsprofil überein.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
In klinischen Studien wurden Dosen von bis zu 30 mg/kg (etwa 2 000 bis 3 000 mg) intravenösangewendet. Dabei trat keine dosislimitierende Toxizität auf. Im Falle einer Überdosierung wird zueiner Überwachung des Patienten auf Zeichen oder Symptome von Nebenwirkungen sowie zursofortigen Einleitung einer geeigneten symptomatischen Behandlung geraten.
Pharmakotherapeutische Gruppe: Immunsuppressiva, Interleukin-Inhibitoren, ATC-Code: L04AC10
WirkmechanismusSecukinumab ist ein vollständig humaner monoklonaler IgG1/κ-Antikörper, der selektiv an dasproinflammatorische Zytokin Interleukin-17A (IL-17A) bindet und dieses neutralisiert. Secukinumabwirkt gezielt auf IL-17A und hemmt dessen Interaktion mit dem IL-17-Rezeptor, der aufverschiedenen Zelltypen einschließlich Keratinozyten exprimiert wird. Dadurch hemmt Secukinumabdie Ausschüttung von proinflammatorischen Zytokinen, Chemokinen und Mediatoren der
Gewebsschädigung und reduziert den IL-17A-vermittelten Beitrag bei Autoimmunkrankheiten undentzündlichen Erkrankungen. Klinisch relevante Secukinumab-Spiegel erreichen die Haut undreduzieren lokale Entzündungsmarker. Als unmittelbare Folge führt die Behandlung mit Secukinumabzu einer Verminderung der bei Plaque-Psoriasis-Herden vorliegenden Erytheme, Verhärtungen und
Schuppungen.
IL-17A ist ein natürlich vorkommendes Zytokin, das an normalen Entzündungs- und Immunantwortenbeteiligt ist. IL-17A spielt bei der Pathogenese der Plaque-Psoriasis, Psoriasis-Arthritis und axialen
Spondyloarthritis (ankylosierende Spondylitis und nicht-röntgenologische axiale Spondyloarthritis)eine Schlüsselrolle und ist bei Patienten mit Plaque-Psoriasis in von Läsionen betroffenen Hautarealenim Gegensatz zu Hautarealen ohne Läsionen sowie im synovialen Gewebe von Patienten mit
Psoriasis-Arthritis hochreguliert. Die Anzahl von IL-17-produzierenden Zellen war im subchondralen
Knochenmark der Facettengelenke von Patienten mit ankylosierender Spondylitis ebenfalls signifikanterhöht. Eine erhöhte Anzahl IL-17A produzierender Lymphozyten wurde auch bei Patienten mit nicht-röntgenologischer axialer Spondyloarthritis festgestellt. Die Inhibition von IL-17A hat sich in der
Behandlung der ankylosierenden Spondylitis als wirksam erwiesen und damit die Schlüsselrolle dieses
Zytokins im Krankheitsgeschehen bei axialer Spondyloarthritis etabliert.
Pharmakodynamische WirkungenDie Serumspiegel von Gesamt-IL-17A (freies und an Secukinumab gebundenes IL-17A) sind bei
Patienten unter Behandlung mit Secukinumab initial erhöht. Darauf folgt eine allmähliche
Verminderung aufgrund der reduzierten Clearance des an Secukinumab gebundenen IL-17A, wasdarauf hinweist, dass Secukinumab freies IL-17A, das bei der Pathogenese der Plaque-Psoriasis eine
Schlüsselrolle spielt, selektiv bindet.
In einer Studie mit Secukinumab waren infiltrierende epidermale Neutrophile und zahlreicheneutrophilenassoziierte Marker, die in von Läsionen betroffenen Hautarealen bei Patienten mit Plaque-
Psoriasis erhöht sind, nach einer Behandlung über einen Zeitraum von einer bis zwei Wochensignifikant vermindert.
Für Secukinumab wurde nachgewiesen, dass es (innerhalb von 1 bis 2 Behandlungswochen) die
Spiegel des C-reaktiven Proteins, eines Entzündungsmarkers, vermindert.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitPlaque-Psoriasis bei Erwachsenen
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Secukinumab wurden in vier randomisierten, doppelblinden,placebokontrollierten Phase-III-Studien an Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis,die für eine Phototherapie oder systemische Therapie in Frage kamen, beurteilt [ERASURE,
FIXTURE, FEATURE, JUNCTURE]. Die Wirksamkeit und Sicherheit von Secukinumab 150 mg und300 mg wurden entweder im Vergleich zu Placebo oder im Vergleich zu Etanercept bewertet. Zudemwurde in einer Studie ein kontinuierliches Behandlungsregime im Vergleich zu einem Regime mit'Wiederholungsbehandlung nach Bedarf“ untersucht [SCULPTURE].
In die placebokontrollierten Studien wurden 2 403 Patienten aufgenommen; 79 % der Patienten waren
Biologika-naiv, bei 45 % war es unter Nicht-Biologika zu Therapieversagen gekommen und bei 8 %lag ein Therapieversagen unter Biologika vor (6 % davon unter TNF-Antagonisten und 2 % unter p40-
Antikörpern). Rund 15 bis 25 % der Patienten in den Phase-III-Studien wiesen zu Studienbeginn eine
Psoriasis-Arthritis (PsA) auf.
In der Psoriasis-Studie 1 (ERASURE) wurden 738 Patienten ausgewertet. Patienten, die per
Randomisierung Secukinumab zugeteilt wurden, erhielten Dosen von 150 mg oder 300 mg in den
Wochen 0, 1, 2, 3 und 4, anschließend die gleiche Dosis in monatlichen Abständen. In der Psoriasis-
Studie 2 (FIXTURE) wurden 1 306 Patienten ausgewertet. Patienten, die per Randomisierung
Secukinumab zugeteilt wurden, erhielten Dosen von 150 mg oder 300 mg in den Wochen 0, 1, 2, 3und 4, anschließend die gleiche Dosis in monatlichen Abständen. Patienten, die per Randomisierung
Etanercept zugewiesen wurden, erhielten 12 Wochen lang zweimal wöchentlich eine Dosis von 50 mgund anschließend wöchentlich 50 mg. In beiden Studien (Studie 1 und Studie 2) wechselten Patienten,die ursprünglich Placebo zugeteilt worden waren und sich in Woche 12 als Non-Responder erwiesen,auf Secukinumab (entweder 150 mg oder 300 mg) in den Wochen 12, 13, 14 und 15 und anschließend,ab Woche 16, in monatlichen Abständen in der gleichen Dosis. Alle Patienten wurden ab dererstmaligen Anwendung der Studienmedikation bis zu 52 Wochen lang nachbeobachtet.
In der Psoriasis-Studie 3 (FEATURE) wurden 177 Patienten, die eine Fertigspritze verwendeten, nach12-wöchiger Behandlung im Vergleich zu Placebo ausgewertet, um Sicherheit, Verträglichkeit und
Benutzerfreundlichkeit einer Secukinumab-Selbstverabreichung mit Hilfe der Fertigspritze zubewerten. In der Psoriasis-Studie 4 (JUNCTURE) wurden 182 Patienten, die einen Fertigpenverwendeten, nach 12-wöchiger Behandlung im Vergleich zu Placebo ausgewertet, um Sicherheit,
Verträglichkeit und Benutzerfreundlichkeit einer Secukinumab-Selbstverabreichung mit Hilfe des
Fertigpens zu bewerten. In beiden Studien (Studie 3 und Studie 4) erhielten Patienten, die per
Randomisierung Secukinumab zugeteilt wurden, Dosen von 150 mg oder 300 mg in den Wochen 0, 1,2, 3 und 4, anschließend die gleiche Dosis in monatlichen Abständen. Die Patienten wurden zudem per
Randomisierung einer Behandlung mit Placebo in den Wochen 0, 1, 2, 3 und 4, danach mit dergleichen Dosis in monatlichen Abständen zugeteilt.
In der Psoriasis-Studie 5 (SCULPTURE) wurden 966 Patienten ausgewertet. Alle Patienten erhielten
Secukinumab in einer Dosis von 150 mg oder 300 mg in den Wochen 0, 1, 2, 3, 4, 8 und 12.
Anschließend wurden die Patienten per Randomisierung entweder einem kontinuierlichen
Erhaltungsregime mit monatlich der gleichen Dosis beginnend ab Woche 12 oder einem'Wiederholungsbehandlung bei Bedarf“-Regime mit der gleichen Dosis zugewiesen. Bei Patienten,die die 'Wiederholungsbehandlung bei Bedarf“ erhielten, konnte das Ansprechen nicht inangemessener Weise aufrechterhalten werden, weshalb ein fixes monatliches Erhaltungsregimeempfohlen wird.
Gemeinsame primäre Endpunkte der placebo- und aktiv kontrollierten Studien waren der Anteil von
Patienten, die in Woche 12 gegenüber Placebo ein PASI-75-Ansprechen und ein Ansprechen in den
IGA-mod-2011-Kategorien von 'symptomfrei“ oder 'fast symptomfrei“ erreichten (siehe Tabellen 4und 5). Die Dosis von 300 mg führte in allen Studien über die Wirksamkeitsendpunkte PASI 90, PASI100 und IGA-mod-2011-Ansprechen von 0 oder 1 hinweg zu einer Verbesserung der
Hauterscheinungen, insbesondere im Hinblick auf eine 'symptomfreie“ oder 'fast symptomfreie“
Haut, wobei die stärksten Wirkungen in Woche 16 verzeichnet wurden. Diese Dosis wird daherempfohlen.
Tabelle 4 Zusammenfassung des klinischen Ansprechens entsprechend PASI 50/75/90/100 &
IGA-mod-2011-Kategorien* 'symptomfrei“ oder 'fast symptomfrei“ in den
Psoriasis-Studien 1, 3 und 4 (ERASURE, FEATURE und JUNCTURE)
Woche 12 Woche 16 Woche 52
Placebo 150 mg 300 mg 150 mg 300 mg 150 mg 300 mg
Studie 1Anzahl Patienten 246 244 245 244 245 244 245
PASI-50-Ansprechen 22 203 222 212 224 187 207n (%) (8,9 %) (83,5 %) (90,6 %) (87,2 %) (91,4 %) (77 %) (84,5 %)
PASI-75-Ansprechen 11 174 200 188 211 146 182n (%) (4,5 %) (71,6 %)** (81,6 %)** (77,4 %) (86,1 %) (60,1 %) (74,3 %)
PASI-90-Ansprechen 3 (1,2 %) 95 145 130 171 88 147n (%) (39,1 %)** (59,2 %)** (53,5 %) (69,8 %) (36,2 %) (60,0 %)
PASI-100-Ansprechen 2 (0,8 %) 31 70 51 102 49 96n (%) (12,8 %) (28,6 %) (21,0 %) (41,6 %) (20,2 %) (39,2 %)'symptomfrei“ oder 'fast 6 125 160 142 180 101 148symptomfrei“ gemäß (2,40 %) (51,2 %)** (65,3 %)** (58,2 %) (73,5 %) (41,4 %) (60,4 %)
IGA mod 2011 n (%)
Studie 3
Anzahl Patienten 59 59 58 - - - -
PASI-50-Ansprechen 3 (5,1 %) 51 51 - - - -n (%) (86,4 %) (87,9 %)
PASI-75-Ansprechen 0 (0,0 %) 41 44 - - - -n (%) (69,5 %)** (75,9 %)**
PASI-90-Ansprechen 0 (0,0 %) 27 35 - - - -n (%) (45,8 %) (60,3 %)
PASI-100-Ansprechen 0 (0,0 %) 5 25 - - - -n (%) (8,5 %) (43,1 %)'symptomfrei“ oder 'fast 0 (0,0 %) 31 40 - - - -symptomfrei“ gemäß (52,5 %)** (69,0 %)**
IGA mod 2011 n (%)
Studie 4
Anzahl Patienten 61 60 60 - - - -
PASI-50-Ansprechen 5 (8,2 %) 48 58 - - - -n (%) (80,0 %) (96,7 %)
PASI-75-Ansprechen 2 (3,3 %) 43 52 - - - -n (%) (71,7 %)** (86,7 %)**
PASI-90-Ansprechen 0 (0,0 %) 24 33 - - - -n (%) (40,0 %) (55,0 %)
PASI-100-Ansprechen 0 (0,0 %) 10 16 - - - -n (%) (16,7 %) (26,7 %)'symptomfrei“ oder 'fast 0 (0,0 %) 32 44 - - - -symptomfrei“ gemäß (53,3 %)** (73,3 %)**
IGA mod 2011 n (%)
* Bei IGA mod 2011 handelt es sich um eine Skala mit folgenden 5 Kategorien: '0 = symptomfrei“,'1 = fast symptomfrei“, '2 = leicht“, '3 = mittelschwer“ bzw. '4 = schwer“. Sie gibt die
Gesamteinschätzung des Arztes zum Schweregrad der Psoriasis mit Schwerpunkt auf Verhärtung, Erythemund Schuppung wieder. Ein Behandlungserfolg von 'symptomfrei“ oder 'fast symptomfrei“ lag vor, wennkeine Psoriasiszeichen oder eine normale bis rosa Farbe der Läsionen, keine Verdickung der Plaques undkeine bis minimale fokale Schuppungen festgestellt wurden.
** p-Werte versus Placebo und adjustiert für Multiplizität: p<0,0001.
Tabelle 5 Zusammenfassung des klinischen Ansprechens in Psoriasis-Studie 2 (FIXTURE)
Woche 12 Woche 16 Woche 52
Placebo 150 mg 300 mg Etanercept 150 mg 300 mg Etanercept 150 mg 300 mg Etanercept
Anzahl 324 327 323 323 327 323 323 327 323 323
Patienten
PASI-50- 49 266 296 226 290 302 257 (79,6 %) 249 274 234 (72,4 %)
Ansprechen (15,1 %) (81,3 %) (91,6 %) (70,0 %) (88,7 %) (93,5 %) (76,1 %) (84,8 %)n (%)
PASI-75- 16 219 249 142 247 280 189 (58,5 %) 215 254 179 (55,4 %)
Ansprechen (4,9 %) (67,0 %)* (77,1 %)* (44,0 %) (75,5 %) (86,7 %) (65,7 %) (78,6 %)n (%) * *
PASI-90- 5 (1,5 %) 137 175 67 (20,7 %) 176 234 101 (31,3 %) 147 210 108 (33,4 %)
Ansprechen (41,9 %) (54,2 %) (53,8 %) (72,4 %) (45,0 %) (65,0 %)n (%)
PASI-100- 0 (0 %) 47 78 14 (4,3 %) 84 119 24 (7,4 %) 65 117 32 (9,9 %)
Ansprechen (14,4 %) (24,1 %) (25,7 %) (36,8 %) (19,9 %) (36,2 %)n (%)'symptomfrei 9 (2,8 %) 167 202 88 (27,2 %) 200 244 127 (39,3 %) 168 219 120 (37,2 %)“ oder 'fast (51,1 %)* (62,5 %)* (61,2 %) (75,5 %) (51,4 %) (67,8 %)symptomfrei“ * *gemäß IGAmod 2011n (%)
** p-Werte versus Etanercept: p=0,0250
In einer weiteren Psoriasis-Studie (CLEAR) wurden 676 Patienten ausgewertet. Die primären undsekundären Endpunkte wurden mit 300 mg Secukinumab erreicht, indem Überlegenheit gegenüber
Ustekinumab basierend auf PASI-90-Ansprechen in Woche 16 (primärer Endpunkt), Schnelligkeit des
Erreichens von PASI 75 in Woche 4 sowie lang anhaltendes PASI-90-Ansprechen in Woche 52gezeigt wurde. Eine höhere Wirksamkeit von Secukinumab im Vergleich zu Ustekinumab für die
Endpunkte PASI 75/90/100 und IGA-mod-2011-Ansprechen von 0 oder 1 ('symptomfrei“ oder 'fastsymptomfrei“) wurde frühzeitig und dauerhaft bis Woche 52 beobachtet (Tabelle 6).
Tabelle 6 Zusammenfassung des klinischen Ansprechens in der CLEAR-Studie
Woche 4 Woche 16 Woche 52
Secukinumab Ustekinumab* Secukinumab Ustekinumab* Secukinumab Ustekinumab*300 mg 300 mg 300 mg
Anzahl Patienten 334 335 334 335 334 335
PASI-75-Ansprechen 166 69 (20,6 %) 311 (93,1 %) 276 (82,4 %) 306 (91,6 %) 262 (78,2 %)n (%) (49,70 %)**
PASI-90-Ansprechen 70 (21,0 %) 18 (5,4 %) 264 192 (57,3 %) 250 203 (60,6 %)n (%) (79,0 %)** (74,9 %)***
PASI-100-Ansprechen 14 (4,2 %) 3 (0,9 %) 148 (44,3 %) 95 (28,4 %) 150 (44,9 %) 123 (36,7 %)n (%)'symptomfrei“ oder 'fast 128 (38,3 %) 41 (12,2 %) 278 (83,2 %) 226 (67,5 %) 261 (78,1 %) 213 (63,6 %)symptomfrei“ gemäß IGAmod 2011 n (%)
* Mit Secukinumab behandelte Patienten erhielten 300-mg-Dosen in den Wochen 0, 1, 2, 3 und 4, anschließenddie gleiche Dosis alle 4 Wochen bis Woche 52. Mit Ustekinumab behandelte Patienten erhielten 45 mg oder90 mg in den Wochen 0 und 4, anschließend alle 12 Wochen bis Woche 52 (gewichtsabhängige Dosierung gemäßder Zulassung)
** p-Werte versus Ustekinumab: p<0,0001 für primären Endpunkt PASI 90 in Woche 16 und sekundären Endpunkt PASI 75in Woche 4
*** p-Werte versus Ustekinumab: p=0,0001 für sekundären Endpunkt PASI 90 in Woche 52
Secukinumab war wirksam bei Patienten ohne vorhergehende systemische Therapie, bei Biologika-naiven Patienten, bei mit Biologika/TNF-Antagonisten vorbehandelten Patienten sowie bei Patientenmit Therapieversagen unter Biologika/TNF-Antagonisten. Verbesserungen des PASI 75 bei Patientenmit begleitender Psoriasis-Arthritis bei Studienbeginn waren vergleichbar mit denen in der gesamten
Plaque-Psoriasis-Population.
Secukinumab zeigte in der Dosis von 300 mg ein rasches Einsetzen der Wirksamkeit mit einer
Reduktion des mittleren PASI um 50 % in Woche 3.
Abbildung 1 Prozentuale Veränderung des mittleren PASI-Scores gegenüber
Studienbeginn im Zeitverlauf in Studie 1 (ERASURE)
PASI-
Veränderung(%) gegenüber
Ausgangswert
B ehandlungswochenn = Anzahl der auswertbaren Patienten
* Secukinumab 150 mg (n=243) Secukinumab 300 mg (n=245) Placebo (n=245)
Besondere Lokalisationen/Formen der Plaque-Psoriasis
In zwei weiteren Placebo-kontrollierten Studien wurden Verbesserungen sowohl bei Nagel-Psoriasis(TRANSFIGURE; 198 Patienten) als auch bei palmoplantarer Plaque-Psoriasis (GESTURE,205 Patienten) beobachtet. Gemessen an der signifikanten Verbesserung des Nail Psoriasis Severity
Index (NAPSI %) gegenüber Baseline war Secukinumab in der TRANSFIGURE-Studie in Woche 16bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis mit Nagelbeteiligung Placeboüberlegen (46,1 % für 300 mg, 38,4 % für 150 mg gegenüber 11,7 % für Placebo). Gemessen an dersignifikanten Verbesserung des ppIGA-Ansprechens von 0 oder 1 ('symptomfrei“ oder 'fastsymptomfrei“) war Secukinumab in der GESTURE-Studie in Woche 16 bei Patienten mitmittelschwerer bis schwerer palmoplantarer Plaque-Psoriasis Placebo überlegen (33,3 % für 300 mg,22,1 % für 150 mg gegenüber 1,5 % für Placebo).
Eine placebokontrollierte Studie untersuchte 102 Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Kopfhaut-
Psoriasis, definiert als Vorliegen eines 'Psoriasis Scalp Severity Index (PSSI)“-Scores von ≥12, eines'IGA mod 2011 scalp only“-Scores von 3 oder mehr sowie einer Ausdehnung über mindestens 30 %der Kopfhautoberfläche. Gemessen an der signifikanten Verbesserung im Vergleich zur Baselinesowohl des PSSI-90-Ansprechens (52,9 % gegenüber 2,0 %) als auch des 'IGA mod 2011 scalponly“-Ansprechens (56,9 % versus 5,9 %) waren 300 mg Secukinumab in Woche 12 gegenüber
Placebo überlegen. Die Verbesserung in beiden Endpunkten war bei Secukinumab-Patienten, die die
Behandlung bis zur Woche 24 fortsetzten, dauerhaft.
Lebensqualität/Von Patienten berichtete Ergebnisse
Im Vergleich zu Placebo zeigten sich im DLQI (Dermatology Life Quality Index) statistischsignifikante Verbesserungen in Woche 12 (Studien 1-4) gegenüber Studienbeginn. Die mittlere
Reduktion (Verbesserung) des DLQI in Woche 12 gegenüber Studienbeginn lag im Bereich von -10,4bis -11,6 unter Secukinumab 300 mg und -7,7 bis -10,1 unter Secukinumab 150 mg, verglichenmit -1,1 bis -1,9 unter Placebo. Diese Verbesserungen wurden über einen Zeitraum von 52 Wochenaufrechterhalten (Studien 1 und 2).
Vierzig Prozent der Teilnehmer der Studien 1 und 2 bearbeiteten das Psoriasis Symptom Diary©. Beiden Teilnehmern, die dieses Tagebuch innerhalb der beiden Studien führten, wurden in Woche 12gegenüber Studienbeginn im Vergleich zu Placebo statistisch signifikante Verbesserungen der von
Patienten berichteten Zeichen und Symptome Juckreiz, Schmerzen und Schuppung verzeichnet.
Bezüglich des DLQI wurden in der CLEAR-Studie in Woche 4, verglichen mit Ustekinumab-behandelten Patienten, bei mit Secukinumab behandelten Patienten statistisch signifikante
Verbesserungen gegenüber Baseline gezeigt. Diese Verbesserungen wurden bis zu 52 Wochenaufrechterhalten.
Bezüglich der von Patienten berichteten Zeichen und Symptome Juckreiz, Schmerz und Schuppungwurden in der CLEAR-Studie in Woche 16 und Woche 52, verglichen mit Ustekinumab-behandelten
Patienten, bei mit Secukinumab behandelten Patienten statistisch signifikante Verbesserungen im
Psoriasis Symptom Diary© gezeigt.
Bezüglich der von Patienten berichteten Zeichen und Symptome Juckreiz, Schmerz und Schuppungder Kopfhaut wurden in der Kopfhaut-Psoriasis-Studie in Woche 12, verglichen mit Placebo, bei mit
Secukinumab behandelten Patienten statistisch signifikante Verbesserungen (Verminderungen)gegenüber Baseline gezeigt.
Kinder und JugendlicheEs hat sich gezeigt, dass Secukinumab die Zeichen und Symptome sowie die gesundheitsbezogene
Lebensqualität bei pädiatrischen Patienten ab einem Alter von 6 Jahren mit Plaque-Psoriasis verbessert(siehe Tabellen 8 und 10).
Schwere Plaque-Psoriasis
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Secukinumab wurden in einer randomisierten, doppelblinden,
Placebo- und Etanercept-kontrollierten Phase-III-Studie mit pädiatrischen Patienten im Alter von 6 bis<18 Jahren mit schwerer Plaque-Psoriasis, definiert anhand eines PASI-Scores ≥20, eines IGA-mod-2011-Scores von 4 und einer BSA-Beteiligung von ≥10%, die für eine systemische Therapie in Fragekamen, untersucht. Etwa 43 % der Patienten wurden zuvor mit Phototherapie behandelt, 53 % mitkonventionellen systemischen Therapien und 3 % mit Biologika. 9 % der Patienten hatten einebegleitende Psoriasis-Arthritis-Erkrankung.
In der pädiatrischen Psoriasis-Studie 1 wurden 162 Patienten untersucht, die randomisiert wurden, umentweder eine niedrige Dosis Secukinumab (75 mg bei Körpergewicht <50 kg oder 150 mg bei
Körpergewicht ≥50 kg), eine hohe Dosis Secukinumab (75 mg bei Körpergewicht <25 kg, 150 mg bei
Körpergewicht zwischen ≥25 kg und <50 kg oder 300 mg bei Körpergewicht ≥50 kg) oder Placebo inden Wochen 0, 1, 2, 3 und 4, gefolgt von der gleichen Dosis alle 4 Wochen oder Etanercept zuerhalten. Patienten, die zu Etanercept randomisiert wurden, erhielten wöchentlich 0,8 mg/kg (bis zueinem Maximum von 50 mg). Die Verteilung der Patienten nach Körpergewicht und Alter zum
Zeitpunkt der Randomisierung ist in Tabelle 7 beschrieben.
Tabelle 7 Verteilung der Patienten nach Körpergewicht in der pädiatrischen Psoriasis-
Studie 1Randomisierun Beschreibu Secukinumab Secukinumab Placebo Etanercept Gesagsstrata ng niedrige hohe Dosis mt
Dosis n=40 n=41 n=41 n=162n=40
Alter 6 bis 8 9 10 10 37<12 Jahre≥12 bis 32 31 31 31 125<18 Jahre
Körpergewicht <25 kg 2 3 3 4 12≥25 bis 17 15 17 16 65<50 kg≥50 kg 21 22 21 21 85
Patienten, die zu Placebo randomisiert wurden und die in Woche 12 Non-Responder waren, wurdenentweder in die Secukinumab-Gruppe mit niedriger oder mit hoher Dosis (Dosis basierend auf der
Körpergewichtsgruppe) eingeteilt und erhielten das Studienarzneimittel in den Wochen 12, 13, 14 und15, gefolgt von der gleichen Dosis alle 4 Wochen, beginnend in Woche 16. Die co-primären
Endpunkte waren der Anteil der Patienten, die in Woche 12 ein PASI-75-Ansprechen und ein IGA-mod-2011-Ansprechen von 'symptomfrei“ oder 'fast symptomfrei“ (0 oder 1) erreichten.
Während des placebokontrollierten Zeitraums von 12 Wochen war die Wirksamkeit sowohl bei derniedrigen als auch der hohen Dosis von Secukinumab für die co-primären Endpunkte vergleichbar.
Die Schätzungen des Odds Ratio zugunsten beider Secukinumab-Dosen waren sowohl für das PASI-75-Ansprechen als auch für das IGA-mod-2011-Ansprechen von 0 oder 1 statistisch signifikant.
Alle Patienten wurden nach der ersten Dosis 52 Wochen lang hinsichtlich Wirksamkeit und Sicherheituntersucht. Der Anteil der Patienten, die einen PASI 75 und ein IGA-mod-2011-Ansprechen von'symptomfrei“ oder 'fast symptomfrei“ (0 oder 1) erreichten, zeigte einen Unterschied zwischen den
Secukinumab-Behandlungsgruppen und Placebo beim ersten Besuch nach der Erstbehandlung in
Woche 4, wobei der Unterschied in Woche 12 deutlicher wurde. Das Ansprechen blieb über dengesamten Zeitraum von 52 Wochen erhalten (siehe Tabelle 8). Die Verbesserungen der PASI-50, -90,
- 100-Ansprechraten und der Children’s Dermatology Life Quality Index (CDLQI)-Werte 0 oder 1wurden ebenfalls über den gesamten Zeitraum von 52 Wochen aufrechterhalten.
Darüber hinaus waren die Ansprechraten von PASI 75, IGA 0 oder 1 und PASI 90 in den Wochen 12und 52 sowohl für die Niedrig- als auch für die Hochdosisgruppen von Secukinumab höher als die
Ansprechraten der mit Etanercept behandelten Patienten (siehe Tabelle 8).
Nach Woche 12 war die Wirksamkeit sowohl der niedrigen als auch der hohen Dosis von
Secukinumab vergleichbar, obwohl die Wirksamkeit der hohen Dosis bei Patienten mit ≥50 kg höherwar. Die Sicherheitsprofile der niedrigen Dosis und der hohen Dosis waren vergleichbar und stimmtenmit dem Sicherheitsprofil bei Erwachsenen überein.
Tabelle 8 Zusammenfassung des klinischen Ansprechens bei Kindern und Jugendlichen mitschwerer Psoriasis in den Wochen 12 und 52 (pädiatrische Psoriasis-Studie 1)*
Ansprech-Behandlungsvergleich 'Test' 'Kontrolle' Odds-Ratio-kriterium 'Test' vs. 'Kontrolle' n**/m (%) n**/m (%) Schätzer (95-%-KI) p-Wertin Woche 12***
PASI 75 Secukinumab niedrige Dosis vs. 32/40 (80,0) 6/41 (14,6) 25,78 (7,08; 114,66) <0,0001
Placebo
Secukinumab hohe Dosis vs. Placebo 31/40 (77,5) 6/41 (14,6) 22,65 (6,31; 98,93) <0,0001
Secukinumab niedrige Dosis vs. 32/40 (80,0) 26/41 (63,4) 2,25 (0,73; 7,38)
Etanercept
Secukinumab hohe Dosis vs. 31/40 (77,5) 26/41 (63,4) 1,92 (0,64; 6,07)
Etanercept
IGA 0/1 Secukinumab niedrige Dosis vs. 28/40 (70,0) 2/41 (4,9) 51,77 (10,02; 538,64) <0,0001
Placebo
Secukinumab hohe Dosis vs. Placebo 24/40 (60,0) 2/41 (4,9) 32,52 (6,48; 329,52) <0,0001
Secukinumab niedrige Dosis vs. 28/40 (70,0) 14/41 (34,1) 4,49 (1,60; 13,42)
Etanercept
Secukinumab hohe Dosis vs. 24/40 (60,0) 14/41 (34,1) 2,86 (1,05; 8,13)
Etanercept
PASI 90 Secukinumab niedrige Dosis vs. 29/40 (72,5) 1/41 (2,4) 133,67 (16,83; 6395,22) <0,0001
Placebo
Secukinumab hohe Dosis vs. Placebo 27/40 (67,5) 1/41 (2,4) 102,86 (13,22; 4850,13) <0,0001
Secukinumab niedrige Dosis vs. 29/40 (72,5) 12/41 (29,3) 7,03 (2,34; 23,19)
Etanercept
Secukinumab hohe Dosis vs. 27/40 (67,5) 12/41 (29,3) 5,32 (1,82; 16,75)
Etanerceptin Woche 52
PASI 75 Secukinumab niedrige Dosis vs. 35/40 (87,5) 28/41 (68,3) 3,12 (0,91; 12,52)
Etanercept
Secukinumab hohe Dosis vs. 35/40 (87,5) 28/41 (68,3) 3,09 (0,90; 12,39)
Etanercept
IGA 0/1 Secukinumab niedrige Dosis vs. 29/40 (72,5) 23/41 (56,1) 2,02 (0,73; 5,77)
Etanercept
Secukinumab hohe Dosis vs. 30/40 (75,0) 23/41 (56,1) 2,26 (0,81; 6,62)
Etanercept
PASI 90 Secukinumab niedrige Dosis vs. 30/40 (75,0) 21/41 (51,2) 2,85 (1,02; 8,38)
Etanercept
Secukinumab hohe Dosis vs. 32/40 (80,0) 21/41 (51,2) 3,69 (1,27; 11,61)
Etanercept
* Bei fehlenden Daten erfolgte eine Imputation als Non-Responder
** n = Anzahl der Responder, m = Anzahl der auswertbaren Patienten
*** verlängertes Zeitfenster für Visiten in Woche 12
Odds Ratio, 95-%-Konfidenzintervall und p-Wert stammen aus einem exakten Regressionsmodell mit
Behandlungsgruppe, Körpergewichtskategorie bei Baseline und Alterskategorie als Faktoren
Ein höherer Anteil der mit Secukinumab behandelten pädiatrischen Patienten berichtete über eine
Verbesserung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität, gemessen an einem CDLQI-Score von 0 oder1 im Vergleich zu Placebo in Woche 12 (niedrige Dosis 44,7 %, hohe Dosis 50 %, Placebo 15 %). Imweiteren Verlauf bis einschließlich Woche 52 zeigten beide Secukinumab-Dosisgruppen einenumerisch höhere Verbesserung als die Etanercept-Gruppe (niedrige Dosis 60,6 %, hohe Dosis66,7 %, Etanercept 44,4 %).
Mittelschwere bis schwere Plaque-Psoriasis
Aufgrund der nachgewiesenen Wirksamkeit und des Zusammenhangs zwischen Exposition und
Ansprechen bei erwachsenen Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis und aufgrundder Ähnlichkeit des Krankheitsverlaufs, der Pathophysiologie und der Arzneimittelwirkung beierwachsenen und pädiatrischen Patienten bei gleichem Expositionslevel, wurde die Wirksamkeit von
Secukinumab auch für die Behandlung von pädiatrischen Patienten mit mittelschwerer Plaque-
Psoriasis prognostiziert.
Darüber hinaus wurden die Sicherheit und Wirksamkeit von Secukinumab in einer offenen,zweiarmigen, parallelen, multizentrischen Phase-III-Studie mit pädiatrischen Patienten im Alter von 6bis <18 Jahren mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis, definiert anhand eines PASI-Scores≥12, eines IGA-mod-2011-Scores von ≥3 und einer BSA-Beteiligung von ≥10 %, die für einesystemische Therapie in Frage kamen, untersucht.
In der pädiatrischen Psoriasis-Studie 2 wurden 84 Patienten untersucht, die in den Wochen 0, 1, 2, 3und 4 auf eine niedrige Dosis Secukinumab (75 mg bei Körpergewicht <50 kg oder 150 mg bei
Körpergewicht ≥50 kg) oder eine hohe Dosis Secukinumab (75 mg bei Körpergewicht <25 kg, 150 mgbei Körpergewicht zwischen ≥25 kg und <50 kg oder 300 mg bei Körpergewicht ≥50 kg), gefolgt vonder gleichen Dosis alle 4 Wochen, randomisiert wurden. Die Verteilung der Patienten nach
Körpergewicht und Alter zum Zeitpunkt der Randomisierung ist in Tabelle 9 beschrieben.
Tabelle 9 Verteilung der Patienten nach Körpergewicht in der pädiatrischen Psoriasis-
Studie 2Subgruppen Beschreibung Secukinumab Secukinumab Gesamtniedrige Dosis hohe Dosisn=42 n=42 N=84
Alter 6 bis <12 Jahre 17 16 33≥12 bis <18 Jahre 25 26 51
Körpergewicht <25 kg 4 4 8≥25 bis <50 kg 13 12 25≥50 kg 25 26 51
Die co-primären Endpunkte waren der Anteil der Patienten, die in Woche 12 ein PASI-75-Ansprechenund ein IGA-mod-2011-Ansprechen von 'symptomfrei“ oder 'fast symptomfrei“ (0 oder 1) erreichten.
Die Wirksamkeit sowohl der niedrigen als auch der hohen Dosis von Secukinumab war vergleichbarund zeigte für die co-primären Endpunkte eine statistisch signifikante Verbesserung im historischen
Vergleich gegenüber Placebo. Die geschätzte A-posteriori-Wahrscheinlichkeit eines positiven
Behandlungseffekts betrug 100 %.
Die Patienten wurden bezüglich der Wirksamkeit über einen Zeitraum von 52 Wochen nach der ersten
Verabreichung untersucht. Die Wirksamkeit (definiert als PASI-75-Ansprechen und IGA-mod-2011-
Ansprechen von 'symptomfrei“ oder 'fast symptomfrei“ [0 oder 1]) wurde bereits bei der ersten Visitenach Baseline in Woche 2 beobachtet. Der Anteil der Patienten, die ein PASI-75-Ansprechen und ein
IGA-mod-2011-Ansprechen von 'symptomfrei“ oder 'fast symptomfrei“ (0 oder 1) erreichten, stiegbis zu Woche 24 an und wurde bis Woche 52 aufrechterhalten. Verbesserungen des PASI 90 und
PASI 100 wurden ebenfalls in Woche 12 beobachtet, stiegen bis zu Woche 24 an und wurden bis
Woche 52 aufrechterhalten (siehe Tabelle 10).
Die Sicherheitsprofile der niedrigen Dosis und der hohen Dosis waren ebenfalls vergleichbar undstimmten mit dem Sicherheitsprofil bei Erwachsenen überein.
Tabelle 10 Zusammenfassung des klinischen Ansprechens bei Kindern und Jugendlichen mitmittelschwerer bis schwerer Psoriasis in den Wochen 12 und 52 (pädiatrische
Psoriasis-Studie 2)*
Woche 12 Woche 52
Secukinumab Secukinumab Secukinumab Secukinumabniedrige Dosis hohe Dosis niedrige Dosis hohe Dosis
Anzahl an Patienten 42 42 42 42
PASI-75-Ansprechen n (%) 39 (92,9 %) 39 (92,9 %) 37 (88,1 %) 38 (90,5 %)
IGA-mod-2011-Ansprechen 33 (78,6 %) 35 (83,3 %) 36 (85,7 %) 35 (83,3 %)'symptomfrei“ oder 'fastsymptomfrei“ n (%)
PASI-90-Ansprechen n (%) 29 (69 %) 32 (76,2 %) 32 (76,2 %) 35 (83,3 %)
PASI-100-Ansprechen n (%) 25 (59,5 %) 23 (54,8 %) 22 (52,4 %) 29 (69,0 %)
* Bei fehlenden Daten erfolgte eine Imputation als Non-Responder
Diese Ergebnisse bei Kindern und Jugendlichen mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasisbestätigten die oben erwähnten prädiktiven Annahmen, basierend auf der Wirksamkeit und des
Zusammenhangs zwischen Exposition und Ansprechen bei erwachsenen Patienten.
In der Gruppe mit niedriger Dosis erreichten 50 % bzw. 70,7 % der Patienten in den Wochen 12 bzw.
52 einen CDLQI-Wert von 0 oder 1. In der Gruppe mit hoher Dosis erreichten 61,9 % und 70,3 % der
Patienten in den Wochen 12 bzw. 52 einen CDLQI-Wert von 0 oder 1.
Juvenile idiopathische Arthritis (JIA)Enthesitis-assoziierte Arthritis (EAA) und juvenile Psoriasis-Arthritis (JPsA)
Die Wirksamkeit und Sicherheit von Secukinumab wurde bei 86 Patienten in einer dreiteiligen,doppelblinden, placebokontrollierten, ereignisgesteuerten, randomisierten Phase-III-Studie bei
Patienten im Alter von 2 bis <18 Jahren mit aktiver EAA oder JPsA untersucht, die anhand dermodifizierten JIA-Klassifizierungskriterien der Internationalen Liga der Vereinigungen für
Rheumatologie (ILAR) diagnostiziert wurden. Die Studie bestand aus einem offenen Teil (Teil 1), indem alle Patienten bis Woche 12 Secukinumab erhielten. Patienten, die in Woche 12 ein JIA-ACR-30-
Ansprechen zeigten, nahmen an der doppelblinden Phase (Teil 2) teil und wurden im Verhältnis 1:1randomisiert, um entweder die Behandlung mit Secukinumab fortzusetzen oder eine Behandlung mit
Placebo zu beginnen (randomisiertes Absetzen), und zwar bis Woche 104 oder bis zum Auftreteneines Krankheitsschubs. Patienten, bei denen ein Krankheitsschub auftrat, wurden anschließend offenbis Woche 104 mit Secukinumab behandelt (Teil 3).
Die JIA-Subtypen der Patienten bei Studieneintritt waren: 60,5 % EAA und 39,5 % JPsA, dieentweder unzureichend auf ≥1 krankheitsmodifizierende Antirheumatika (DMARDs) und ≥1nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) ansprachen oder diese nicht vertrugen. Bei Studienbeginnwurden 65,1 % der Patienten mit MTX behandelt (63,5 % [33/52] der EAA-Patienten und 67,6 %[23/34] der JPsA-Patienten). 12 von 52 EAA-Patienten nahmen begleitend Sulfasalazin ein (23,1 %).
Patienten mit einem Körpergewicht zu Studienbeginn <50 kg (n=30) erhielten 75 mg Secukinumab,
Patienten mit einem Körpergewicht ≥50 kg (n=56) erhielten 150 mg Secukinumab. Das Alter bei
Studienbeginn reichte von 2 bis 17 Jahren, wobei 3 Patienten zwischen 2 und <6 Jahren, 22 Patientenzwischen 6 und <12 Jahren und 61 Patienten zwischen 12 und <18 Jahren waren. Bei Studienbeginnlag der Juvenile Arthritis Disease Activity Score (JADAS)-27 bei 15,1 (SD: 7,1).
Der primäre Endpunkt war die Zeit bis zum Auftreten eines Krankheitsschubs in der Phase desrandomisierten Absetzens (Teil 2). Ein Krankheitsschub wurde definiert als eine ≥30%ige
Verschlechterung bei mindestens drei der sechs JIA-ACR-Ansprechkriterien und eine ≥30%ige
Verbesserung bei nicht mehr als einem der sechs JIA-ACR-Ansprechkriterien und mindestens zweibetroffenen Gelenken.
Am Ende von Teil 1 zeigten 75 von 86 (87,2 %) Patienten ein JIA-ACR-30-Ansprechen und nahmenan Teil 2 teil.
Die Studie erreichte ihren primären Endpunkt, indem sie eine statistisch signifikante Verlängerung der
Zeit bis zum Auftreten eines Krankheitsschubs bei den mit Secukinumab behandelten Patienten im
Vergleich zu Placebo in Teil 2 nachwies. Das Risiko eines Krankheitsschubs wurde bei den mit
Secukinumab behandelten Patienten im Vergleich zu den mit Placebo behandelten Patienten in Teil 2um 72 % reduziert (Hazard Ratio=0,28, 95-%-KI: 0,13 bis 0,63, p<0,001) (Abbildung 2 und
Tabelle 11). Im Verlauf von Teil 2 traten bei insgesamt 21 Patienten in der Placebogruppe
Krankheitsschübe auf (11 JPsA und 10 EAA), im Vergleich zu 10 Patienten in der Secukinumab-
Gruppe (4 JPsA und 6 EAA).
Abbildung 2 Kaplan-Meier-Kurve der Zeit bis zum Auftreten eines Krankheitsschubs in
Teil 2
Anteil der
Patienten mit
Krankheitsschub(%)
Zeit (Tage)
Secukinumab ------ Placebo in Teil 2 + Zensiert
Anzahl der Patienten unter Risiko
Secukinumab 37 36 34 33 32 30 30 29 29 29 25 25 24 23 23 23 23 23 23 21 21 21 20 14 0
Placebo in Teil 2 38 38 32 29 28 25 22 21 21 21 20 20 19 19 19 18 18 16 16 15 15 15 15 10 0
Tabelle 11 Ereigniszeitanalyse der Zeit bis zum Auftreten eines Krankheitsschubs - Teil 2
Secukinumab Placebo in Teil 2(N=37) (N=38)
Anzahl an Krankheitsschüben am Ende von 10 (27,0) 21 (55,3)
Teil 2, n (%)
Kaplan-Meier-Schätzer:
Median, in Tagen (95-%-KI) NB (NB; NB) 453,0 (114,0; NB)
Anteil krankheitsschub-freier Patienten nach 85,8 (69,2; 93,8) 60,1 (42,7; 73,7)6 Monaten (95-%-KI)
Anteil krankheitsschub-freier Patienten nach 76,7 (58,7; 87,6) 54,3 (37,1; 68,7)12 Monaten (95-%-KI)
Anteil krankheitsschub-freier Patienten nach 73,2 (54,6; 85,1) 42,9 (26,7; 58,1)18 Monaten (95-%-KI)
Hazard Ratio zu Placebo: Schätzer (95-%- 0,28 (0,13; 0,63)
KI)
Stratifizierter p-Wert (Log-Rank-Test) <0,001**
Die Analyse wurde mit allen randomisierten Patienten durchgeführt, die in Teil 2 mindestens eine
Dosis des Studienarzneimittels erhielten.
Secukinumab: alle Patienten, die kein Placebo einnahmen. Placebo in Teil 2: alle Patienten, die in
Teil 2 Placebo und in einer anderen Studienphase Secukinumab einnahmen. NB = Nichtberechenbar. ** = Statistisch signifikant bei einseitigem Signifikanzniveau 0,025.
Im offenen Teil 1 erhielten alle Patienten Secukinumab bis Woche 12. In Woche 12 sprachen 83,7 %,67,4 % bzw. 38,4 % der Kinder mit JIA-ACR-50, -70 bzw. -90 an (Abbildung 3). Der Eintritt der
Wirkung von Secukinumab erfolgte bereits in Woche 1. In Woche 12 lag der JADAS-27-Score bei4,64 (SD: 4,73) und die mittlere Veränderung des JADAS-27-Scores gegenüber dem Ausgangswertbetrug -10,487 (SD: 7,23).
Abbildung 3 JIA-ACR-30/50/70/90-Ansprechen für Studienteilnehmer bis Woche 12 in
Teil 1*
Prozentualer
Anteil der
Responder
Zeit (Wochen)
*Bei fehlenden Daten erfolgte eine Imputation als Non-Responder
Die Daten in der Altersgruppe 2 bis <6 Jahre waren nicht aussagekräftig, da nur wenige Patientenunter 6 Jahren in die Studie eingeschlossen wurden.
Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Cosentyx eine Freistellung von der Verpflichtung zur
Vorlage von Ergebnissen zu Studien in der pädiatrischen Altersklasse von 0 Jahren bis unter 6 Jahrenin der Indikation Plaque-Psoriasis und in der pädiatrischen Altersklasse von 0 Jahren bis unter 2 Jahrein der Indikation chronische idiopathische Arthritis gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationenzur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).
Die meisten pharmakokinetischen Eigenschaften, die bei Patienten mit Plaque-Psoriasis, Psoriasis-
Arthritis und ankylosierender Spondylitis beobachtet wurden, waren ähnlich.
Kinder und JugendlicheIn einem Pool der beiden pädiatrischen Studien wurde den Patienten mit mittelschwerer bis schwerer
Plaque-Psoriasis (im Alter von 6 bis unter 18 Jahren) Secukinumab im für Kinder und Jugendlicheempfohlenen Dosierungsschema verabreicht. In Woche 24 wiesen Patienten mit einem Körpergewichtvon ≥25 und <50 kg eine mittlere ± SD Steady-State-Talkonzentration von 19,8 ± 6,96 µg/ml (n=24)nach der Gabe von 75 mg Secukinumab auf. Patienten mit einem Körpergewicht von ≥50 kg wieseneine mittlere ± SD Talkonzentration von 27,3 ± 10,1 µg/ml (n=36) nach der Gabe von 150 mg
Secukinumab auf. Die mittlere ± SD Steady-State-Talkonzentration bei Patienten mit einem
Körpergewicht von <25 kg (n=8) betrug 32,6 ± 10,8 µg/ml in Woche 24 nach der Gabe der 75-mg-
Dosis.
Juvenile idiopathische ArthritisIn einer pädiatrischen Studie wurde EAA- und JPsA-Patienten (im Alter von 2 bis unter 18 Jahren)
Secukinumab in der empfohlenen pädiatrischen Dosierung verabreicht. In Woche 24 hatten Patientenmit einem Gewicht von <50 kg bzw. ≥50 kg eine mittlere ± SD Steady-State-Talkonzentration von25,2 ± 5,45 µg/ml (n=10) bzw. 27,9 ± 9,57 µg/ml (n=19).
ErwachseneBei gesunden Probanden wurden zwischen 2 und 14 Tagen nach einer subkutanen Einzeldosis von300 mg in flüssiger Formulierung Spitzenkonzentrationen von Secukinumab im Serum von43,2 ± 10,4 μg/ml erreicht.
Nach einer subkutanen Einzeldosis von entweder 150 mg oder 300 mg bei Patienten mit Plaque-
Psoriasis wurden gemäß einer Analyse der Populationspharmakokinetik 5 bis 6 Tage nach Gabe
Spitzenkonzentrationen von Secukinumab im Serum von 13,7 ± 4,8 µg/ml bzw. 27,3 ± 9,5 µg/mlerreicht.
Bei anfänglich wöchentlicher Anwendung im ersten Monat betrug gemäß einer Analyse der
Populationspharmakokinetik die Zeit bis zum Erreichen der Spitzenkonzentration 31 bis 34 Tage.
In Datensimulationen betrugen die Spitzenkonzentrationen im Steady-State (Cmax,ss) nach subkutaner
Anwendung von 150 mg oder 300 mg 27,6 µg/ml bzw. 55,2 µg/ml. Diepopulationspharmakokinetische Analyse legt nahe, dass unter monatlichen Dosierungsregimes der
Steady-State nach 20 Wochen erreicht wird.
Verglichen mit der Exposition nach einer Einzeldosis zeigte die populationspharmakokinetische
Analyse, dass Patienten nach wiederholten monatlichen Erhaltungsdosen einen 2-fachen Anstieg der
Spitzenkonzentrationen im Serum und der Fläche unter der Konzentrations-Zeit-Kurve (AUC)aufwiesen.
Eine populationspharmakokinetische Analyse zeigte, dass Secukinumab bei Patienten mit Plaque-
Psoriasis mit einer mittleren absoluten Bioverfügbarkeit von 73 % resorbiert wurde. Über alle Studienhinweg wurden für die absolute Bioverfügbarkeit Werte im Bereich von 60 bis 77 % berechnet.
Die Bioverfügbarkeit von Secukinumab bei PsA-Patienten belief sich auf Grundlage despopulationspharmakokinetischen Modells auf 85 %.
Bei Patienten mit Plaque-Psoriasis war die systemische Exposition mit Secukinumab nach einereinmaligen subkutanen Injektion von 300 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze ähnlich wie diezuvor beobachtete Exposition nach zwei Injektionen von 150 mg.
VerteilungDas mittlere Verteilungsvolumen während der terminalen Phase (Vz) nach Gabe einer intravenösen
Einzeldosis bei Patienten mit Plaque-Psoriasis lag im Bereich von 7,10 bis 8,60 Liter, was auf einebegrenzte Verteilung von Secukinumab in periphere Kompartimente hindeutet.
BiotransformationDer Großteil der IgG-Elimination erfolgt über intrazellulären Katabolismus nach einer Flüssigphasen-oder rezeptorvermittelten Endozytose.
EliminationDie mittlere systemische Clearance (CL) nach Gabe einer intravenösen Einzeldosis bei Patienten mit
Plaque-Psoriasis lag im Bereich von 0,13 bis 0,36 l/Tag. In einer Analyse der
Populationspharmakokinetik betrug die mittlere systemische Clearance (CL) bei Patienten mit Plaque-
Psoriasis 0,19 l/Tag. Das Geschlecht hatte keine Auswirkungen auf die CL. Die Clearance war dosis-und zeitunabhängig.
Die mittlere Eliminationshalbwertszeit bei Patienten mit Plaque-Psoriasis wurde auf Grundlage einerpopulationspharmakokinetischen Analyse auf 27 Tage geschätzt und lag über alle Psoriasis-Studienmit intravenöser Gabe hinweg in einem Bereich von 18 bis 46 Tagen.
Linearität/Nicht-LinearitätDie Pharmakokinetik von Secukinumab nach Einzel- und Mehrfachgabe bei Patienten mit Plaque-
Psoriasis wurde in mehreren Studien ermittelt, in denen intravenöse Dosen von 1 x 0,3 mg/kg bis3 x 10 mg/kg und subkutane Dosen von 1 x 25 mg bis zu mehrfachen Dosen von 300 mg angewendetwurden. Die Exposition verhielt sich über alle Dosierungsregimes hinweg dosisproportional.
Besondere PatientengruppenPatienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion
Für Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion liegen keine pharmakokinetischen
Daten vor. Die renale Elimination von intaktem Secukinumab, einem monoklonalen IgG-Antikörper,dürfte gering und von untergeordneter Bedeutung sein. IgGs werden hauptsächlich über den katabolen
Stoffwechsel eliminiert, und es ist nicht zu erwarten, dass eine eingeschränkte Leberfunktion Einflussauf die Clearance von Secukinumab hat.
Auswirkung des Gewichts auf die Pharmakokinetik
Clearance und Verteilungsvolumen von Secukinumab nehmen mit steigendem Körpergewicht zu.
Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, zur Toxizität beiwiederholter Gabe und zur Reproduktionstoxizität oder zur Gewebe-Kreuzreaktivität lassen diepräklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen (Erwachsene oder Kinder und
Jugendliche) erkennen.
Es wurden keine tierexperimentellen Studien zur Beurteilung des kanzerogenen Potenzials von
Secukinumab durchgeführt.
Trehalose-Dihydrat
Histidin
Histidinhydrochlorid-Monohydrat
Methionin
Polysorbat 80
Wasser für Injektionszwecke
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.
2 Jahre
Falls nötig, kann Cosentyx ungekühlt für einen einmaligen Zeitraum von bis zu 4 Tagen bei
Raumtemperatur nicht über 30 °C gelagert werden.
Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C). Nicht einfrieren.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Cosentyx 75 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze ist erhältlich in einer vorgefüllten0,5-ml-Glasspritze mit einem Silikon-beschichteten Brombutylkautschuk-Kolbenstopfen, einereingesetzten Nadel (27 G x ½″) und einer starren Nadelschutzkappe aus Styrol-Butadien-Kautschuk,zusammengesetzt in einem automatischen Nadelschutz aus Polycarbonat.
Cosentyx 75 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze ist in Einzelpackungen mit 1 Fertigspritze undin Bündelpackungen, die 3 (3 Packungen à 1) Fertigspritzen enthalten, erhältlich.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Cosentyx 75 mg Injektionslösung steht in einer Fertigspritze zum Einmalgebrauch für die individuelle
Anwendung zur Verfügung. Die Fertigspritze sollte 20 Minuten vor der Injektion aus dem
Kühlschrank genommen werden, damit sie Raumtemperatur annehmen kann.
Vor der Anwendung wird empfohlen, die Fertigspritze visuell zu prüfen. Die Flüssigkeit sollte klarsein. Ihre Farbe kann farblos bis gelblich sein. Es könnte ein Luftbläschen zu sehen sein, was normalist. Nicht verwenden, wenn die Flüssigkeit deutlich sichtbare Partikel enthält, trübe erscheint oder eineeindeutig braune Färbung aufweist. Ausführliche Anwendungshinweise finden sich in der
Packungsbeilage.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.