RückverfolgbarkeitUm die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des
Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiertwerden.
InfektionenPatienten müssen vor, während und nach der Behandlung mit Cimzia engmaschig auf Anzeichen und
Symptome von Infektionen einschließlich Tuberkulose überwacht werden. Da sich die Eliminationvon Certolizumab Pegol über eine Dauer von bis zu 5 Monaten erstrecken kann, ist die Überwachungüber diesen Zeitraum fortzusetzen (siehe Abschnitt 4.3).
Bei Patienten mit einer klinisch bedeutsamen aktiven Infektion einschließlich chronischer oderlokalisierter Infektionen darf eine Behandlung mit Cimzia nicht eingeleitet werden, bis die Infektionunter Kontrolle ist (siehe Abschnitt 4.3).
Patienten, bei denen während der Cimzia-Therapie eine neue Infektion auftritt, müssen engmaschigüberwacht werden. Bei Auftreten einer neuen, schwerwiegenden Infektion ist Cimzia so langeabzusetzen, bis die Infektion unter Kontrolle ist. Die Anwendung von Cimzia bei Patienten mitanamnestisch vorhandenen rezidivierenden oder opportunistischen Infektionen oder
Grunderkrankungen, die den Patienten anfällig für Infektionen machen könnten, einschließlich dergleichzeitigen Anwendung von Immunsuppressiva, sollten Ärzte sorgfältig abwägen.
Bei Patienten mit rheumatoider Arthritis treten aufgrund ihrer Erkrankung und der Begleitmedikationmöglicherweise nicht die typischen Infektionssymptome wie z. B. Fieber auf. Deshalb ist der frühe
Nachweis jeder Infektion, vor allem bei atypischen klinischen Manifestationen einer schweren
Infektion, außerordentlich wichtig, um Verzögerungen bei der Diagnose und Einleitung der
Behandlung zu minimieren.
Schwerwiegende Infektionen einschließlich Sepsis und Tuberkulose (einschließlich Miliartuberkulose,disseminierter und extrapulmonaler Tuberkulose) und opportunistische Infektionen (z. B.
Histoplasmose, Nokardiose, Kandidamykose) wurden bei Patienten unter Behandlung mit Cimziagemeldet. Einige dieser Ereignisse verliefen tödlich.
TuberkuloseVor Beginn einer Behandlung mit Cimzia müssen alle Patienten auf das Vorliegen einer aktiven oderauch inaktiven (latenten) Tuberkuloseinfektion untersucht werden. Diese Untersuchung sollte einedetaillierte Anamnese mit einer persönlichen Tuberkulose-Krankengeschichte oder möglichenvorherigen Kontakten mit Patienten mit aktiver Tuberkulose und vorheriger und/oder aktueller
Begleittherapie mit Immunsuppressiva umfassen. Geeignete Screening-Untersuchungen, z. B.
Tuberkulinhauttest und Röntgen-Thorax-Aufnahme, sind bei allen Patienten durchzuführen (es geltenmöglicherweise nationale Empfehlungen). Empfohlen wird, die Durchführung dieser Tests in den
Patientenpass einzutragen. Verordnende Ärzte seien an das Risiko von falsch-negativen Ergebnissenbei Tuberkulinhauttests erinnert, vor allem bei schwerkranken oder immunkompromittierten Patienten.
Liegt die Diagnose einer aktiven Tuberkulose vor oder während der Behandlung vor, darf keine
Cimzia-Behandlung eingeleitet werden bzw. muss sie abgesetzt werden (siehe Abschnitt 4.3).
Bei Verdacht auf eine inaktive ('latente') Tuberkulose sollte ein Arzt mit Erfahrung in der
Behandlung von Tuberkulose hinzugezogen werden. In allen weiter unten beschriebenen Situationenmuss das Nutzen-Risiko-Verhältnis einer Cimzia-Therapie sehr sorgfältig abgewogen werden.
Wird eine latente Tuberkulose diagnostiziert, so muss vor Beginn der Behandlung mit Cimziaentsprechend den nationalen Empfehlungen eine geeignete tuberkulostatische Therapie durchgeführtwerden.
Die Durchführung einer tuberkulostatischen Therapie ist vor Beginn einer Cimzia-Therapie auch bei
Patienten mit latenter oder aktiver Tuberkulose in der Anamnese zu erwägen, bei denen keineangemessene Behandlung bestätigt werden kann. Dies gilt auch für Patienten, bei denen trotz einesnegativen Tests auf latente Tuberkulose erhebliche Risikofaktoren für Tuberkulose vorliegen. Wennder Verdacht einer latenten Tuberkuloseinfektion besteht, sollten vor Beginn der Behandlung mit
Cimzia biologische Tuberkulose-Screeningtests erwogen werden, unabhängig von einer BCG-
Impfung.Trotz einer vorhergehenden oder begleitenden Prophylaxe-Behandlung der Tuberkulose sind bei
Patienten, die mit TNF-Antagonisten - einschließlich Cimzia - behandelt wurden, Fälle einer aktiven
Tuberkulose aufgetreten. Manche Patienten, die erfolgreich gegen aktive Tuberkulose behandeltwurden, entwickelten während der Behandlung mit Cimzia wieder eine Tuberkulose.
Patienten sollten angewiesen werden, ärztlichen Rat einzuholen, wenn während oder nach der
Behandlung mit Cimzia Anzeichen/Symptome (z. B. persistierender Husten,
Auszehrung/Gewichtsverlust, niedriges Fieber, Abgeschlagenheit) auftreten, die an eine
Tuberkuloseinfektion denken lassen.
Hepatitis B Virus- (HBV-) Reaktivierung
Eine Hepatitis B-Reaktivierung trat bei Patienten auf, die chronische Träger dieses Virus (d. h.
Oberflächenantigen-positiv) sind und die mit einem TNF-Blocker, einschließlich Certolizumab Pegol,behandelt wurden. Einige Fälle nahmen einen tödlichen Ausgang.
Die Patienten sind auf das Vorliegen einer HBV-Infektion zu testen, bevor die Behandlung mit Cimziaeingeleitet wird. Bei Patienten, die positiv auf eine HBV-Infektion getestet werden, wird empfohlen,einen in der Behandlung der Hepatitis B erfahrenen Arzt zu konsultieren.
Träger des Hepatitis-B-Virus, die eine Behandlung mit Cimzia benötigen, sind während der gesamten
Behandlungsdauer und bis mehrere Monate nach Ende der Behandlung engmaschig auf Anzeichenund Symptome einer aktiven HBV-Infektion zu überwachen. Adäquate Daten über die Behandlungvon Patienten, die HBV-Träger sind, mit einem TNF-Blocker zusammen mit einer antiviralen
Therapie zur Verhinderung einer HBV-Reaktivierung liegen nicht vor.
Bei Patienten, bei denen es zu einer HBV-Reaktivierung kommt, ist die Therapie mit Cimziaabzusetzen und eine wirksame antivirale Therapie mit angemessener unterstützender Behandlungeinzuleiten.
Malignome und lymphoproliferative ErkrankungenDie Auswirkung einer Behandlung mit TNF-Antagonisten bei der Entwicklung von Malignomen istnicht bekannt. Vorsicht ist angebracht, wenn die Behandlung mit TNF-Antagonisten bei Patienten mit
Malignomen in der Anamnese erwogen wird oder wenn die Behandlung bei Patienten fortgesetztwerden soll, die Malignome entwickeln.
Nach dem aktuellen Wissensstand kann ein mögliches Risiko für die Entwicklung von Lymphomen,
Leukämien oder anderen bösartigen Erkrankungen bei Patienten, die mit einem TNF-Antagonistenbehandelt werden, nicht ausgeschlossen werden.
In klinischen Studien mit Cimzia und anderen TNF-Antagonisten wurden bei Patienten, die TNF-
Antagonisten erhielten, im Vergleich mit den Kontrollpatienten, die Placebo erhielten, mehr Fälle von
Lymphomen und anderen malignen Erkrankungen beobachtet (siehe Abschnitt 4.8). Im Rahmen der
Anwendung nach der Zulassung wurden Fälle von Leukämie bei Patienten, die mit einem TNF-
Antagonisten behandelt wurden, berichtet. Bei Patienten mit rheumatoider Arthritis mit längerbestehender, hochaktiver, entzündlicher Erkrankung besteht ein erhöhtes Grundrisiko, ein Lymphomund Leukämie zu entwickeln. Dies erschwert die Risikoeinschätzung.
Es wurden keine Studien durchgeführt, in die Patienten mit einer malignen Anamnese eingeschlossenwurden oder in denen die Behandlung von Patienten fortgesetzt wurde, die unter Cimzia-Therapie ein
Malignom entwickelt haben.
HautkrebsMelanome und Merkelzell-Karzinome wurden bei Patienten unter Behandlung mit TNF-Antagonisten
- einschließlich Certolizumab Pegol - beschrieben (siehe Abschnitt 4.8). Regelmäßige
Hautuntersuchungen werden, besonders bei Patienten mit Risikofaktoren für Hautkrebs, empfohlen.
Malignome bei Kindern und Jugendlichen
Bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen (bis zu 22 Jahren), die im Rahmen der
Anwendung nach der Zulassung eine Behandlung mit TNF-Antagonisten erhielten (Beginn der
Behandlung im Alter ≤ 18 Jahre), wurde von Malignomen, bei einigen mit tödlichem Ausgang,berichtet. Bei etwa der Hälfte der Fälle handelte es sich um Lymphome. Die anderen Fälle umfassteneine Reihe verschiedener Malignome, darunter seltene Malignome, die üblicherweise im
Zusammenhang mit einer Immunsuppression auftreten. Bei Kindern und Jugendlichen, die mit TNF-
Antagonisten behandelt werden, kann ein Risiko für die Entwicklung von Malignomen nichtausgeschlossen werden.
Nach Markteinführung wurden bei Patienten, die mit TNF-Antagonisten behandelt wurden, Fälle vonhepatosplenalen T-Zell-Lymphomen beobachtet. Diese seltene Form eines T-Zell-Lymphoms hateinen sehr aggressiven Krankheitsverlauf und führt in der Regel zum Tode. Die Mehrzahl deraufgetretenen Fälle von hepatosplenalen T-Zell-Lymphomen sind bei Heranwachsenden und jungen,männlichen Erwachsenen mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa aufgetreten. Fast jeder dieser
Patienten erhielt eine Behandlung mit den Immunsuppressiva Azathioprin und/oder 6-Mercaptopurinzusätzlich zu einem TNF-Antagonisten während oder vor der Diagnosestellung. Es kann nichtausgeschlossen werden, dass bei Patienten, die mit Cimzia behandelt werden, ein Risiko für die
Entwicklung eines hepatosplenalen T-Zell-Lymphoms besteht.
Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
In einer explorativen klinischen Studie zur Anwendung eines anderen TNF-Antagonisten, Infliximab,bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease)wurden mehr Karzinome, vor allem in Lunge oder Kopf und Hals, bei mit Infliximab behandelten
Patienten im Vergleich zu Kontrollpatienten beobachtet. Hier lag in allen Fällen starkes Rauchen inder Anamnese vor. Daher ist bei der Anwendung eines TNF-Antagonisten bei COPD-Patienten undauch bei Patienten mit erhöhtem Malignomrisiko aufgrund starken Rauchens Vorsicht geboten.
Dekompensierte HerzinsuffizienzBei mittelschwerer bis schwerer Herzinsuffizienz ist Cimzia kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3). Ineiner klinischen Studie mit einem anderen TNF-Antagonisten wurden eine Verschlechterung einerbestehenden Herzinsuffizienz und erhöhte Sterblichkeit aufgrund von dekompensierter
Herzinsuffizienz beobachtet. Auch bei Patienten mit rheumatoider Arthritis unter Cimzia-Behandlungwurden Fälle von Herzinsuffizienz berichtet. Bei Patienten mit leichter Herzinsuffizienz (NYHA Grad
I/II) ist Cimzia mit Vorsicht anzuwenden. Bei Patienten, bei denen neue Symptome einer
Herzinsuffizienz auftreten oder wenn sich solche Symptome verschlimmern, muss die Behandlung mit
Cimzia abgesetzt werden.
Hämatologische EreignisseUnter TNF-Antagonisten wurden seltene Fälle von Panzytopenie einschließlich aplastischer Anämieberichtet. Unerwünschte Ereignisse des hämatologischen Systems einschließlich medizinischbedeutsamer Zytopenie (z. B. Leukopenie, Panzytopenie, Thrombozytopenie) wurden unter Cimziabeobachtet (siehe Abschnitt 4.8). Alle Patienten sind anzuweisen, sofort einen Arzt aufzusuchen, wennsie während einer Behandlung mit Cimzia Anzeichen und Symptome entwickeln, die auf Dyskrasienoder eine Infektion hinweisen könnten (z. B. anhaltendes Fieber, Blutergüsse, Blutungen, Blässe). Bei
Patienten mit bestätigten signifikanten hämatologischen Anomalien ist ein Absetzen der Cimzia-
Therapie zu erwägen.
Neurologische EreignisseDie Anwendung von TNF-Antagonisten wurde mit seltenen Fällen von Neuauftreten oder
Verschlechterung klinischer Symptome und/oder röntgenologischer Hinweise einerdemyelinisierenden Erkrankung einschließlich Multipler Sklerose in Verbindung gebracht. Bei
Patienten mit vorbestehenden oder kürzlich aufgetretenen demyelinisierenden Erkrankungen solltenvor Einleitung einer Cimzia-Therapie Nutzen und Risiken der TNF-Antagonistenbehandlungsorgfältig abgewogen werden. Selten wurden bei Patienten unter Cimzia-Behandlung neurologische
Störungen einschließlich Anfallserkrankungen, Neuritis und peripherer Neuropathie gemeldet.
ÜberempfindlichkeitEs wurden in seltenen Fällen schwere Überempfindlichkeitsreaktionen bei Patienten nach
Verabreichung von Cimzia berichtet. Einige dieser Reaktionen traten nach der ersten Anwendung von
Cimzia auf. Wenn schwere Reaktionen auftreten, sollte Cimzia sofort abgesetzt und eine geeignete
Therapie eingeleitet werden.
Die Datenlage zur Anwendung von Cimzia bei Patienten, die auf einen anderen TNF-Blocker mit
Überempfindlichkeit reagiert haben, ist begrenzt; bei diesen Patienten ist Vorsicht angebracht.
Latex-Überempfindlichkeit
Die Nadelhülle innerhalb der abnehmbaren Kappe der Cimzia-Fertigspritze enthält ein
Naturkautschuk-Derivat (siehe Abschnitt 6.5). Bei Personen mit Latex-Überempfindlichkeit, die mit
Naturkautschuk in Berührung kommen, könnte eine schwerwiegende allergische Reaktion ausgelöstwerden. Bis dato wurde kein antigenisches Latexprotein in der abnehmbaren Nadelkappe der Cimzia-
Fertigspritze nachgewiesen. Dennoch kann ein potenzielles Risiko von
Überempfindlichkeitsreaktionen bei Personen mit Latex-Überempfindlichkeit nicht vollständigausgeschlossen werden.
ImmunsuppressionDa der Tumornekrosefaktor (TNF) Entzündungen vermittelt und die Immunantworten der Zellenmoduliert, besteht die Möglichkeit, dass TNF-Antagonisten einschließlich Cimzia eine
Immunsuppression verursachen, wodurch die Abwehr gegen Infektionen und Malignomebeeinträchtigt wird.
Autoimmunität
Die Behandlung mit Cimzia kann zur Bildung von antinukleären Antikörpern (ANA) und gelegentlichzur Entwicklung von Lupus erythematodes-artigen Hautveränderungen ('Lupus-Like Syndrome')führen (siehe Abschnitt 4.8). Der Einfluss einer Langzeitbehandlung mit Cimzia auf die Entwicklungvon Autoimmunkrankheiten ist unbekannt. Wenn bei einem Patienten nach der Behandlung mit
Cimzia Symptome auftreten, die auf ein 'Lupus-Like Syndrome' hindeuten, muss die Behandlungabgesetzt werden. Cimzia wurde nicht speziell in einem Lupus-Kollektiv untersucht (siehe
Abschnitt 4.8).
ImpfungenPatienten, die mit Cimzia behandelt werden, dürfen Impfungen erhalten. Ausgenommen sind
Lebendimpfstoffe. Es liegen keine Daten zu Reaktionen auf Impfungen mit Lebendimpfstoffen oderder sekundären Übertragung von Infektionen durch Lebendimpfstoffe bei Patienten unter Cimzia-
Behandlung vor. Lebendimpfstoffe sollten nicht gleichzeitig mit Cimzia verabreicht werden.
In einer placebokontrollierten Studie an Patienten mit rheumatoider Arthritis war bei gleichzeitiger
Verabreichung von Cimzia mit Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoff und Influenzaimpfstoff kein
Unterschied hinsichtlich der Antikörperantwort zwischen den mit Cimzia und den mit Placebobehandelten Gruppen erkennbar. Patienten, die Cimzia zusammen mit Methotrexat erhielten, zeigteneine geringere humorale Immunantwort im Vergleich zu Patienten, die ausschließlich Cimziaerhielten. Die klinische Bedeutung hiervon ist unbekannt.
Gleichzeitige Anwendung mit anderen Biologika
Schwere Infektionen und Neutropenien wurden in klinischen Studien bei gleichzeitiger Anwendungvon Anakinra (einem Interleukin-1-Antagonisten) oder Abatacept (einem CD28-Modulator) undeinem anderen TNF-Antagonisten, Etanercept, beobachtet, ohne dass es einen zusätzlichen Nutzen im
Vergleich zu einer TNF-Antagonisten-Monotherapie gab. Aufgrund der Art der unerwünschten
Ereignisse, die während der Kombinationstherapie eines anderen TNF-Antagonisten entweder mit
Abatacept oder Anakinra beobachtet wurden, könnten ähnliche toxische Effekte auch aus der
Kombination von Anakinra oder Abatacept und anderen TNF-Blockern resultieren. Deshalb wird die
Anwendung von Certolizumab Pegol zusammen mit Anakinra oder Abatacept nicht empfohlen (siehe
Abschnitt 4.5).
OperationenDie Erfahrung in Bezug auf die Unbedenklichkeit bei operativen Eingriffen bei Patienten unter
Cimzia-Behandlung ist begrenzt. Bei der Planung eines operativen Eingriffs sollte die Halbwertszeitvon 14 Tagen von Certolizumab Pegol berücksichtigt werden. Wenn eine Operation geplant ist,während ein Patient mit Cimzia behandelt wird, muss er engmaschig auf Infektionen überwachtwerden, und es sind entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.
Bestimmung der aktivierten partiellen Thromboplastinzeit (aPTT)
Bei mit Cimzia behandelten Patienten wurde eine Beeinflussung von bestimmten Gerinnungstestsfestgestellt. Cimzia kann zu falsch-erhöhten aPTT-Testergebnissen bei Patienten ohne
Gerinnungsstörungen führen. Diese Wirkung wurde im PTT-Lupus-Antikoagulanzien (LA)-Test unddem automatischen 'Standard Target Activated Partial Thromboplastin time'-Test (STA-PTT) der
Firma Diagnostica Stago und den HemosIL APTT-SP liquid und HemosIL lyophilised Silica-Tests der
Fa. Instrumentation Laboratories beobachtet. Andere aPTT-Bestimmungen können ebenfalls betroffensein. Es gibt keine Hinweise darauf, dass eine Cimzia-Therapie in vivo eine Auswirkung auf die
Gerinnung hat. Nachdem Patienten Cimzia erhalten haben, sollte die Interpretation pathologischer
Gerinnungswerte mit besonderer Sorgfalt erfolgen. Eine Beeinflussung von Bestimmungen der
Thrombinzeit (TT) und der Prothrombinzeit (PT) wurde nicht beobachtet.
Ältere PatientenObwohl nur begrenzte Erfahrungen vorliegen, war in den klinischen Studien die Inzidenz von
Infektionen bei Patienten ≥ 65 Jahren im Vergleich zu jüngeren Teilnehmern offensichtlich höher.
Ältere Patienten sind mit Vorsicht zu behandeln, wobei besondere Aufmerksamkeit bzgl. des
Auftretens von Infektionen erforderlich ist.
Zusammenfassung des SicherheitsprofilsRheumatoide ArthritisCimzia wurde in kontrollierten und offenen Studien bei 4.049 Patienten mit rheumatoider Arthritis biszu 92 Monate untersucht.
In den placebokontrollierten Studien war die Expositionsdauer der Patienten unter Cimzia etwa 4-mallänger als bei der Placebo-Gruppe. Grund für diesen Expositionsunterschied ist vor allem die höhere
Wahrscheinlichkeit bei Patienten unter Placebo, die Studie frühzeitig abzubrechen. Zusätzlich mussten
Nonresponder in den Studien RA-I und RA-II nach der 16. Woche aus der Studie genommen werden.
Die meisten dieser Patienten befanden sich in der Placebo-Gruppe.
Der Anteil der Patienten, die während der kontrollierten Studien die Behandlung wegenunerwünschter Ereignisse abbrachen, betrug 4,4 % in der Cimzia- und 2,7 % in der Placebo-Gruppe.
Die häufigsten Nebenwirkungen ließen sich zu den Systemorganklassen 'Infektionen und parasitäre
Erkrankungen“, die bei 14,4 % der Cimzia- und 8,0 % der Placebo-Patienten beschrieben wurden,'Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort“, die bei 8,8 % der Cimzia-und 7,4 % der Placebo-Patienten berichtet wurden, und 'Erkrankungen der Haut und des
Unterhautzellgewebes“, die bei 7,0 % der Cimzia- und 2,4 % der Placebo-Patienten berichtet wurden,zuordnen.
Axiale SpondyloarthritisCimzia wurde initial bei 325 Patienten mit aktiver axialer Spondyloarthritis (einschließlichankylosierender Spondylitis und nicht-radiographischer axialer Spondyloarthritis) in der klinischen
Studie AS001 bis zu 4 Jahre lang untersucht. Diese Studie bestand aus einer 24-wöchigenplacebokontrollierten Phase gefolgt von einer 24-wöchigen Phase mit verblindeter Dosierung undeiner 156-wöchigen offenen Behandlungsphase. Anschließend wurde Cimzia bei 317 Patienten mitnicht-radiographischer axialer Spondyloarthritis in einer placebokontrollierten Studie über 52 Wochen(AS0006) untersucht. Cimzia wurde auch bei Patienten mit axialer Spondyloarthritis (einschließlichankylosierender Spondylitis und nicht-radiographischer axialer Spondyloarthritis) in einer klinischen
Studie über bis zu 96 Wochen untersucht. Diese umfasste eine 48-wöchige open-label Run-in-Phase(N=736), gefolgt von einer 48-wöchigen placebokontrollierten Phase (N=313) für Patienten inanhaltender Remission (C-OPTIMISE). Cimzia wurde auch in einer 96-wöchigen Open-Label-Studiean 89 axSpA-Patienten mit dokumentierten Schüben von Uveitis anterior in der Vorgeschichteuntersucht. In allen vier Studien stimmte das Sicherheitsprofil dieser Patienten mit dem
Sicherheitsprofil bei rheumatoider Arthritis und den vorangegangenen Erfahrungen mit Cimziaüberein.
Psoriasis-ArthritisCimzia wurde bei 409 Patienten mit Psoriasis-Arthritis in der klinischen Studie PsA001 bis zu 4 Jahrelang untersucht. Diese Studie bestand aus einer 24-wöchigen placebokontrollierten Phase gefolgt voneiner 24-wöchigen Phase mit verblindeter Dosierung und einer 168-wöchigen offenen
Behandlungsphase. Das Sicherheitsprofil bei Patienten mit Psoriasis-Arthritis, die mit Cimziabehandelt wurden, stimmte mit dem Sicherheitsprofil bei rheumatoider Arthritis und den bisherigen
Erfahrungen mit Cimzia überein.
Plaque-PsoriasisCimzia wurde in kontrollierten und unverblindeten Studien bei 1.112 Patienten mit Psoriasis übereinen Zeitraum von bis zu 3 Jahren untersucht. Im Phase-III-Programm folgte auf die Initial- und die
Erhaltungsphase eine 96-wöchige offene Behandlungsphase (siehe Abschnitt 5.1). Das
Langzeitsicherheitsprofil von Cimzia 400 mg alle 2 Wochen und von Cimzia 200 mg alle 2 Wochenwar im Allgemeinen ähnlich und stimmte mit früheren Beobachtungen für Cimzia überein.
Bei kontrollierten klinischen Studien bis einschließlich Woche 16 lag der Anteil der Patienten mitschwerwiegenden unerwünschten Ereignissen bei 3,5 % für Cimzia und bei 3,7 % für Placebo.
Der Anteil der Patienten, die die Behandlung in den kontrollierten klinischen Studien aufgrundunerwünschter Ereignisse abbrachen, betrug bei mit Cimzia behandelten Patienten 1,5 % und bei mit
Placebo behandelten Patienten 1,4 %.
Die bis einschließlich Woche 16 am häufigsten berichteten unerwünschten Arzneimittelwirkungenbetrafen die Systemorganklassen Infektionen und parasitäre Erkrankungen, berichtet bei 6,1 % der mit
Cimzia behandelten Patienten und bei 7 % der mit Placebo behandelten Patienten. Allgemeine
Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort, berichtet bei 4,1 % der mit Cimziabehandelten Patienten und bei 2,3 % der mit Placebo behandelten Patienten, und Erkrankungen der
Haut und des Unterhautzellgewebes, berichtet bei 3,5 % der mit Cimzia behandelten Patienten undbei 2,8 % der mit Placebo behandelten Patienten.
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenNebenwirkungen, die hauptsächlich auf Erfahrungen aus placebokontrollierten klinischen Studien und
Fällen nach Markteinführung basieren und zumindest einen möglichen Kausalzusammenhang mit
Cimzia aufweisen, sind in Tabelle 1 (s. u.) nach Häufigkeit und Systemorganklasse aufgeführt. Die
Häufigkeitsgruppen sind wie folgt definiert: Sehr häufig (≥ 1/10); häufig (≥ 1/100 bis < 1/10);gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100); selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000); sehr selten (< 1/10.000), nichtbekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar). Innerhalb jeder
Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben.
Tabelle 1 Nebenwirkungen in klinischen Studien und nach der Zulassung
Systemorganklasse Häufigkeit Nebenwirkungen
Infektionen und parasitäre Häufig Bakterielle Infektionen (einschließlich Abszess),
Erkrankungen virale Infektionen (einschließlich Herpes zoster,
Papillomavirus und Influenza)
Gelegentlich Sepsis (einschließlich Multiorganversagen,septischer Schock), Tuberkulose (einschließlich
Miliar-, disseminierte und extrapulmonale
Erkrankung), Pilzinfektionen (einschließlichopportunistischer)
Gutartige, bösartige und Gelegentlich Maligne Erkrankungen des Blutes und desunspezifische Neubildungen Lymphsystems (einschließlich Lymphome und(einschließlich Zysten und Leukämie), solide Organtumore, Nicht-Melanom-
Polypen) Hautkarzinome, präkanzeröse Läsionen(einschließlich Leukoplakia oris, melanozytärer
Naevus), benigne Tumore und Zysten(einschließlich Hautpapillom)
Selten Gastrointestinale Tumore, Melanome
Nicht Merkelzell-Karzinom*, Kaposi-Sarkombekannt
Erkrankungen des Blutes Häufig Eosinophile Erkrankungen, Leukopenieund des Lymphsystems (einschließlich Neutropenie, Lymphopenie)
Gelegentlich Anämie, Lymphadenopathie, Thrombozytopenie,
Thrombozytose
Selten Panzytopenie, Splenomegalie, Erythrozytose,pathologische Leukozytenmorphologie
Erkrankungen des Gelegentlich Vaskulitiden, Lupus erythematodes,
Immunsystems Arzneimittelüberempfindlichkeit (einschließlichanaphylaktischer Schock), allergische
Erkrankungen, Autoantikörper positiv
Selten Angioneurotisches Ödem, Sarkoidose, Serum-
Krankheit, Pannikulitis (einschließlich Erythemanodosum), Verschlechterung der Symptome einer
Dermatomyositis**
Endokrine Erkrankungen Selten Schilddrüsenerkrankungen
Stoffwechsel- und Gelegentlich Elektrolytstörungen, Dyslipidämie,
Ernährungsstörungen Appetitstörungen, Gewichtsveränderung
Selten Hämosiderose
Psychiatrische Erkrankungen Gelegentlich Angst und Stimmungsschwankungen(einschließlich assoziierter Symptome)
Selten Selbstmordversuch, Delirium, geistige
Beeinträchtigung
Erkrankungen des Häufig Kopfschmerzen (einschließlich Migräne),
Nervensystems sensorische Anomalien
Gelegentlich Periphere Neuropathien, Schwindelgefühl, Tremor
Selten Krampfanfall, Entzündung der Hirnnerven,
Koordinations- oder Gleichgewichtsstörungen
Nicht Multiple Sklerose*, Guillain-Barré-Syndrom*bekannt
Augenerkrankungen Gelegentlich Sehstörung (einschließlich verschlechtertes
Sehvermögen), Augen- und Augenlidentzündung,
Störung der Tränensekretion
Erkrankungen des Ohrs und Gelegentlich Tinnitus, Vertigodes Labyrinths
Systemorganklasse Häufigkeit Nebenwirkungen
Herzerkrankungen Gelegentlich Kardiomyopathien (einschließlich
Herzinsuffizienz), ischämische koronare
Herzkrankheiten, Arrhythmien (einschließlich
Vorhofflimmern), Palpitationen
Selten Perikarditis, atrioventrikulärer Block
Gefäßerkrankungen Häufig Arterielle Hypertonie
Gelegentlich Hämorrhagie oder Blutung (beliebige
Lokalisation), Hyperkoagulabilität (einschließlich
Thrombophlebitis, Lungenembolie), Synkope,
Ödeme (einschließlich periphere, faziale),
Ekchymose (einschließlich Hämatome, Petechien)
Selten Zerebrovaskulärer Insult, Arteriosklerose,
Raynaud-Phänomen, Livedo reticularis,
Teleangiektasie
Erkrankungen der Gelegentlich Asthma und verwandte Symptome, Pleuraerguss
Atemwege, des Brustraums und Symptome, Atemwegsobstruktionund Mediastinums und -entzündung, Husten
Selten Interstitielle Lungenerkrankung, interstitielle
Pneumonie
Erkrankungen des Häufig Übelkeit
Gastrointestinaltrakts Gelegentlich Aszites, gastrointestinales Geschwür und -
Perforation, Entzündung des Gastrointestinaltrakts(beliebige Lokalisation), Stomatitis, Dyspepsie,aufgetriebenes Abdomen, Trockenheit im Mund-
Rachen-Raum
Selten Odynophagie, Hypermotilität
Leber- und Häufig Hepatitis (einschließlich erhöhte Leberenzyme)
Gallenerkrankungen Gelegentlich Hepatopathie (einschließlich Zirrhose), Cholestase,erhöhte Bilirubinwerte im Blut
Selten Cholelithiasis
Erkrankungen der Haut und Häufig Ausschlagdes Unterhautzellgewebes Gelegentlich Alopezie, Neuauftreten oder Verschlechterungeiner Psoriasis (einschließlich palmoplantarepustuläre Psoriasis) und verwandte Erkrankungen,
Dermatitis und Ekzeme, Erkrankungen der
Schweißdrüsen, Hautulzera, Photosensitivität,
Akne, Hautdiskoloration, trockene Haut, Nagel-und Nagelbettstörungen
Selten Hautexfoliation und -desquamation, bullöse
Erkrankungen, Erkrankungen der Haarstruktur,
Stevens-Johnson-Syndrom**, Erythemamultiforme**, lichenoide Reaktionen
Skelettmuskulatur-, Gelegentlich Erkrankungen der Muskulatur,
Bindegewebs- und Kreatinphosphokinase im Blut erhöht
Knochenerkrankungen
Erkrankungen der Nieren Gelegentlich Nierenfunktionsstörungen, Blut im Urin,und Harnwege Symptome der Blase und Harnröhre
Selten Nephropathie (einschließlich Nephritis)
Erkrankungen der Gelegentlich Menstruationszyklusstörungen und Metrorrhagien
Geschlechtsorgane und der (einschließlich Amenorrhö), Erkrankungen der
Brustdrüse Brust
Selten Sexuelle Funktionsstörung
Systemorganklasse Häufigkeit Nebenwirkungen
Allgemeine Erkrankungen Häufig Fieber, Schmerz (beliebige Lokalisation), Asthenie,und Beschwerden am Pruritus (beliebige Lokalisation), Reaktionen an der
Verabreichungsort Injektionsstelle
Gelegentlich Schüttelfrost, grippeähnliche Erkrankung,veränderte Temperaturwahrnehmung,
Nachtschweiß, Hautrötung mit Hitzegefühl
Selten Fistel (beliebige Lokalisation)
Untersuchungen Gelegentlich Erhöhte alkalische Phosphatasewerte im Blut,verlängerte Blutgerinnungszeit
Selten Erhöhte Harnsäurewerte im Blut
Verletzung, Vergiftung und Gelegentlich Hautverletzungen, Wundheilungsstörungdurch Eingriffe bedingte
Komplikationen
*Diese Ereignisse stehen im Zusammenhang mit der Klasse der TNF-Antagonisten, die Inzidenz bei
Certolizumab Pegol ist aber nicht bekannt.
**Diese Ereignisse stehen im Zusammenhang mit der Klasse der TNF-Antagonisten.
Die folgenden Nebenwirkungen wurden gelegentlich unter Cimzia in anderen Anwendungsgebietenbeobachtet: Magen-Darm-Stenose und -Obstruktionen, Verschlechterung des allgemeinen
Gesundheitszustands, Fehlgeburt und Azoospermie.
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenInfektionenDie Inzidenzrate von neuen Infektionsfällen in placebokontrollierten klinischen Studien zurheumatoider Arthritis betrug 1,03 pro Patientenjahr für alle mit Cimzia behandelten Patientenund 0,92 pro Patientenjahr für die mit Placebo behandelten Patienten. Bei den Infektionen handelte essich vorwiegend um Infektionen der oberen Atemwege, Harnwegsinfektionen und Infektionen derunteren Atemwege und Infektionen mit Herpesviren (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).
In den placebokontrollierten klinischen Studien zu rheumatoider Arthritis traten mehr neue Fälle vonschwerwiegenden Infektionen in den Cimzia-Gruppen (0,07 pro Patientenjahr; alle Dosierungen) aufim Vergleich zu der Placebo-Gruppe (0,02 pro Patientenjahr). Zu den häufigsten, schwerwiegenden
Infektionen zählten Pneumonie und Tuberkulose-Infektionen. Schwerwiegende Infektionenbeinhalteten auch invasive opportunistische Infektionen (z. B. Pneumozystose, Pilzösophagitis,
Nokardiose und disseminierter Herpes zoster). Es gibt keinen Nachweis für ein erhöhtes
Infektionsrisiko bei längerer Exposition (siehe Abschnitt 4.4).
Die Inzidenzrate neuer Infektionsfälle in placebokontrollierten klinischen Studien zu Psoriasisbetrug 1,37 pro Patientenjahr bei allen mit Cimzia behandelten Patienten und 1,59 pro Patientenjahrbei mit Placebo behandelten Patienten. Die Infektionen umfassten in erster Linie Infektionen deroberen Atemwege und Virusinfektionen (einschließlich Herpes-Infektionen). Die Inzidenz schwerer
Infektionen betrug 0,02 pro Patientenjahr bei mit Cimzia behandelten Patienten. Bei den mit Placebobehandelten Patienten wurden keine schwerwiegenden Infektionen berichtet. Es liegen keine Hinweisefür ein erhöhtes Infektionsrisiko bei fortgesetzter Exposition im Verlauf der Zeit vor.
Bösartige Tumoren und lymphoproliferative Erkrankungen
Unter Ausschluss der Nicht-Melanome der Haut wurden 121 Malignome in den klinischen RA-
Studien mit Cimzia beobachtet (einschließlich 5 Fälle von Lymphomen), in deneninsgesamt 4.049 Patienten behandelt wurden, was 9.277 Patientenjahren entspricht. Die Inzidenzratefür Fälle von Lymphomen in klinischen Studien zu rheumatoider Arthritisbetrug 0,05 pro 100 Patientenjahre und für Melanome 0,08 pro 100 Patientenjahre unter Behandlungmit Cimzia (siehe Abschnitt 4.4). Ein Fall eines Lymphoms war ebenfalls in der klinischen Phase-III-
Studie zur Psoriasis-Arthritis beobachtet worden.
In den klinischen Psoriasis-Studien zu Cimzia mit insgesamt 1.112 behandelten Patienten,entsprechend 2.300 Patientenjahren, wurden - exklusive der Nicht-Melanom-Hautkarzinome -11 Malignome einschließlich eines Lymphom-Falles beobachtet.
Autoimmunität
Von den Teilnehmern mit negativem ANA bei Baseline entwickelten in den Zulassungsstudien zurheumatoider Arthritis 16,7 % der mit Cimzia behandelten Patienten positive ANA-Titer im Vergleichmit 12,0 % der Teilnehmer in der Placebo-Gruppe. Von den Teilnehmern, die bei Ausgangslage anti-dsDNS-Antikörper negativ waren, traten bei 2,2 % der Cimzia-Patienten positive anti-dsDNS-
Antikörper-Titer im Vergleich zu einem Wert von 1,0 % bei den Placebo-Patienten auf. Sowohl in denplacebokontrollierten als auch den offenen klinischen Nachbeobachtungsstudien zu rheumatoider
Arthritis wurden gelegentlich Fälle des lupusähnlichen Syndroms beschrieben. Andereimmunvermittelte Erkrankungen wurden selten gemeldet; der Kausalzusammenhang mit Cimzia istnicht bekannt. Der Einfluss einer langfristigen Behandlung mit Cimzia auf die Entwicklung von
Autoimmunkrankheiten ist nicht bekannt.
Reaktionen an der InjektionsstelleIn den placebokontrollierten klinischen Studien zu rheumatoider Arthritis entwickelten 5,8 % der mit
Cimzia behandelten Patienten Reaktionen an der Injektionsstelle, wie Erythem, Jucken, Hämatom,
Schmerzen, Schwellung, im Vergleich zu 4,8 % der Placebo-Patienten. Bei 1,5 % der mit Cimziabehandelten Patienten wurden Schmerzen an der Injektionsstelle beobachtet, die aber in keinem Fallzum Abbruch der Behandlung führten.
Erhöhung der Kreatinphosphokinase
Die Häufigkeit einer Erhöhung der Kreatinphosphokinase (CPK) war im Allgemeinen höher bei
Patienten mit AxSpA im Vergleich zur RA-Population. Die Häufigkeit war sowohl bei Patienten, diemit Placebo behandelt wurden (2,8 % in AxSpA versus 0,4 % in der RA-Population), als auch bei
Patienten, die mit Cimzia behandelt wurden (4,7 % in AxSpA versus 0,8 % in der RA-Population),erhöht. Die Erhöhung der CPK war in der AxSpA-Studie meist mild bis moderat, vorübergehend undvon unbekannter klinischer Signifikanz. Kein Fall führte zum Absetzen der Medikation.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
Pharmakotherapeutische Gruppe: Immunsuppressiva, Tumornekrosefaktor alpha (TNFα)-Inhibitoren,
ATC-Code: L04AB05.
Wirkungsmechanismus
Cimzia verfügt über eine hohe Affinität für humanes TNFα und bindet mit einer
Dissoziationskonstante (KD-Wert) von 90 pM. TNFα ist ein wesentliches proinflammatorisches
Zytokin mit zentraler Rolle in Entzündungsprozessen. Cimzia neutralisiert selektiv TNFα(IC90 von 4 ng/ml für die Hemmung von humanem TNFα im in vitro L929-Maus-Fibrosarkoma-
Zytotoxizitätsassay), neutralisiert aber nicht Lymphotoxin α (TNFβ).
Cimzia neutralisiert nachweislich dosisabhängig membranassoziierten und löslichen TNFα. Die
Inkubation von Monozyten mit Cimzia führte zu einer dosisabhängigen Hemmung der
Lipopolysaccharid- (LPS-) induzierten TNFα- und IL-1ß-Produktion in humanen Monozyten.
Cimzia enthält keine fragment-kristallisierbare (Fc)-Region, wie sie normalerweise in einemvollständigen Antikörper vorhanden ist, und bewirkt in vitro daher weder Komplementfixierung nocheine antikörperabhängige zellvermittelte Zelltoxizität. Es induziert in vitro weder eine Apoptose in aushumanem peripheren Blut gewonnenen Monozyten oder Lymphozyten noch eine neutrophile
Degranulation.
Klinische WirksamkeitRheumatoide ArthritisDie Wirksamkeit und Sicherheit von Cimzia wurden in zwei randomisierten, placebokontrollierten,doppelblinden klinischen Studien, RA-I (RAPID 1) und RA-II (RAPID 2), bei Patienten ≥ 18 Jahrenmit aktiver rheumatoider Arthritis untersucht. Die Diagnose der Arthritis wurde entsprechend den
Kriterien des American College of Rheumatology (ACR) vorgenommen. Jeder Patient hatte≥ 9 geschwollene und schmerzempfindliche Gelenke und eine aktive RA seit mindestens 6 Monatenvor Studienbeginn. Cimzia wurde in beiden Studien subkutan in Kombination mit MTX p. o. fürmindestens 6 Monate verabreicht, wobei MTX in einer stabilen Dosis von mindestens 10 mg pro
Woche für zwei Monate gegeben wurde. Es liegen keine Erfahrungen zu Cimzia in Kombination mitanderen DMARDs als MTX vor.
Die Wirksamkeit und Sicherheit von Cimzia wurde in DMARD-naiven erwachsenen Patienten mitaktiver RA in einer randomisierten, placebokontrollierten, doppelblinden klinischen Studie(C-EARLY) untersucht. Die Patienten in der C-EARLY-Studie waren ≥ 18 Jahre und hattenjeweils ≥ 4 geschwollene und schmerzempfindliche Gelenke und mussten innerhalb des vergangenen
Jahres mit mittelschwerer bis schwerer, aktiver und fortschreitender RA diagnostiziert worden sein(siehe die 2010 ACR/European League Against Rheumatism (EULAR) Klassifikationskriterien). Die
Patienten erhielten ihre Diagnose durchschnittlich innerhalb von 2,9 Monaten vor Beginn der Studieund waren DMARD-naiv (einschließlich MTX). In beiden Studienarmen, Cimzia und Placebo, wurdedie Behandlung mit MTX in Woche 0 begonnen (10 mg/Woche), bis Woche 8 auf die maximalverträgliche Dosis gesteigert (min. 15 mg/Woche, max. 25 mg/Woche) und dann während der
Studiendauer beibehalten (die durchschnittliche Dosis MTX war nach 8 Wochen 22,3 mg/Woche inder Placebo- und 21,1 mg/Woche in der Cimzia-Gruppe).
Tabelle 2 Beschreibung der klinischen Studien
Studien-Nr. Patientenanzahl Aktives Studienziele
Dosisregime
RA-I 982 400 mg Beurteilung in Bezug auf die(52 Wochen) (0, 2, 4 Wochen) Behandlung der Anzeichen undmit MTX Symptome und Hemmung von200 mg Strukturschädenoder 400 mg Co-primäre Endpunkte:alle 2 Wochen mit ACR20 nach 24 Wochen und
MTX Änderungen gegenüber dem
Ausgangswert nach 52 Wochen beimmTSS
RA-II 619 400 mg Beurteilung in Bezug auf die(24 Wochen) (0, 2, 4 Wochen) Behandlung der Anzeichen undmit MTX Symptome und Hemmung von200 mg Strukturschädenoder 400 mg Primärer Endpunkt:alle 2 Wochen mit ACR20 nach 24 Wochen.
Studien-Nr. Patientenanzahl Aktives Studienziele
Dosisregime
MTX
C-EARLY (bis 879 400 mg Beurteilung in Bezug auf diezu 52 Wochen) (0, 2, 4 Wochen) Behandlung der Anzeichen undmit MTX Symptome und Hemmung von200 mg jede zweite Strukturschäden bei DMARD-naiven
Woche mit MTX Patienten. Primärer Endpunkt: Anteilan Studienteilnehmern in anhaltender
Remission* in Woche 52mTSS: modified Total Sharp Score
*Anhaltende Remission in Woche 52 ist definiert als DAS28[ESR] < 2,6 in Woche 40 und Woche 52.
Anzeichen und SymptomeDie Ergebnisse der klinischen Studien RA-I und RA-II sind in Tabelle 3 dargestellt. In beidenklinischen Studien wurde im Vergleich zu Placebo ab Woche 1 bzw. 2 ein statistisch signifikantgrößeres ACR20- und ACR50-Ansprechen erreicht. Das Ansprechen wurde bis Woche 52 (RA-I) und
Woche 24 (RA-II) aufrechterhalten. Von den 783 Patienten, die zu Beginn der RA-I zur
Verumbehandlung randomisiert wurden, schlossen 508 Patienten 52 Wochen der placebokontrollierten
Behandlung ab und traten in die offene Verlängerungsstudie ein. Von diesenschlossen 427 Patienten 2 Jahre der offenen Nachbeobachtung ab, so dass sich eine Cimzia-
Gesamtexposition von insgesamt 148 Wochen ergab. Die beobachtete ACR20-Ansprechrate zudiesem Zeitpunkt betrug 91 %. Die Verminderung (RA-I) des DAS28 (ESR) gegenüber dem
Ausgangswert in Woche 52 (RA-I) und Woche 24 (RA-II) war im Vergleich zu Placebo ebenfallssignifikant größer (p< 0,001) und blieb über 2 Jahre in der offenen Verlängerungsstudie zu RA-Ierhalten.
Tabelle 3 ACR-Ansprechen in den klinischen Studien RA-I und RA-II
Studie RA-I Studie RA-II
Methotrexat-Kombination Methotrexat-Kombination(24 und 52 Wochen) (24 Wochen)
Ansprechen Placebo + MTX Cimzia Placebo + MTX Cimzia200 mg + MTX 200 mg + MTX
N=199 alle 2 Wochen N=127 alle 2 Wochen
N=393 N=246
ACR20
Woche 24 14 % 59 %** 9 % 57 %**
Woche 52 13 % 53 %** N/A N/A
ACR50
Woche 24 8 % 37 %** 3 % 33 %**
Woche 52 8 % 38 %** N/A N/A
ACR70
Woche 24 3 % 21 %** 1 % 16 %*
Woche 52 4 % 21 %** N/A N/A
Wesentliches 1 % 13 %**klinisches
Ansprechena.
Cimzia vs. Placebo: *p≤ 0,01, ** p< 0,001
a. Ein wesentliches klinisches Ansprechen ist definiert als das Erreichen des ACR70-Ansprechensbei allen Untersuchungen über einen kontinuierlichen Zeitraum von 6 Monaten.
Wald-p-Werte werden für den Vergleich zwischen den Behandlungen unter Anwendung derlogistischen Regression mit Faktoren für Behandlung und Region angegeben.
Grundlage des prozentualen Ansprechens ist die Zahl der Teilnehmer, die bis zu jenem Endpunkt und
Zeitpunkt, der von N verschieden sein kann, Daten (n) liefern.
Die C-EARLY-Studie erreichte ihren primären und wichtigsten sekundären Endpunkt. Diewesentlichen Ergebnisse der Studie sind in Tabelle 4 dargestellt.
Tabelle 4 C- EARLY-Studie: Prozentsatz Patienten in anhaltender Remission und mitanhaltend niedriger Krankheitsaktivität in Woche 52
Ansprechen Placebo + MTX Cimzia 200 mg + MTX
N = 213 N = 655
Anhaltende Remission* 15,0 % 28,9 %**(DAS28(ESR) < 2,6 in
Woche 40 und Woche 52)
Anhaltend niedrige 28,6 % 43,8 %**
Krankheitsaktivität(DAS28(ESR) ≤ 3,2 in
Woche 40 und Woche 52)
*Primärer Endpunkt der C-EARLY-Studie (bis Woche 52)
Vollständige Analyse, Anrechnung der 'Non-Responder“ für fehlende Werte.
**Cimzia + MTX vgl. Placebo + MTX: p< 0,001p-Wert wurde geschätzt mittels eines logistischen Regressionsmodells mit Faktoren für Behandlung,
Region und Dauer seit RA Diagnose zu Beginn der Studie (≤ 4 Monate versus > 4 Monate)
Patienten in der Cimzia + MTX-Gruppe zeigten eine größere Verminderung des DAS28(ESR)gegenüber dem Ausgangswert verglichen mit der Placebo + MTX Gruppe. Dieser Unterschied konntebereits in Woche 2 beobachtet werden und hielt bis Woche 52 an (p< 0,001 bei jeder Untersuchung).
Die Beurteilung der Remission (DAS28(ESR) < 2,6), des niedrigen Krankheitsaktivitätsstatus(DAS28(ESR) ≤ 3,2), ACR50 und ACR70 je Untersuchung zeigten, dass die Behandlung mit Cimzia+ MTX zu einem schnelleren und stärkeren Ansprechen führte als die Behandlung mit Placebo +
MTX. Diese Ergebnisse hielten während der 52-wöchigen Behandlungsdauer bei DMARD-naiven
Studienteilnehmern an.
Radiologisches AnsprechenIn der Studie RA-I wurde der strukturelle Gelenkschaden im Röntgenbild beurteilt und als
Veränderung im mTSS und seinen Komponenten, des Erosion Scores und des
Gelenkspaltverschmälerung Scores (JSN von Joint Space Narrowing) nach 52 Wochen im Vergleichzum Ausgangswert beurteilt. Patienten unter Cimzia wiesen in Woche 24 und Woche 52 einesignifikant geringere radiologische Progredienz auf als Patienten, die Placebo erhielten (siehe
Tabelle 5). In der Placebogruppe wurde nach 52 Wochen bei 52 % der Patienten keine Progredienz im
Röntgenbild entdeckt (mTSS ≤ 0,0) im Vergleich zu 69 % in der Behandlungsgruppe mit
Cimzia 200 mg.
Tabelle 5 Änderungen über 12 Monate in RA-I
Placebo + MTX Cimzia 200 mg + MTX Cimzia 200 mg + MTX -
N=199 N=393 Placebo + MTX
Mittelwert (SD) Mittelwert (SD) mittlerer UnterschiedmTSS
Woche 52 2,8 (7,8) 0,4 (5,7) -2,4
Erosion Score
Woche 52 1,5 (4,3) 0,1 (2,5) -1,4
JSN Score
Woche 52 1,4 (5,0) 0,4 (4,2) -1,0
Die p-Werte betrugen < 0,001 sowohl für mTSS und den Erosion Score und ≤ 0,01 für den JSN
Score. Eine Kovarianzanalyse (ANCOVA) wurde an die gewichtete Änderung gegenüber der
Ausgangslage für jeden Parameter mit Region und Behandlung als Faktoren und Ausgangsrang alseine Kovariate angepasst.
Von den 783 Patienten, die zu Beginn der RA-I zur Verumbehandlung randomisiert wurden,schlossen 508 Patienten 52 Wochen der placebokontrollierten Behandlung ab und traten in die offene
Verlängerungsstudie ein. Eine andauernde Hemmung der Progredienz der strukturellen Schädigungwurde in einer Subgruppe von 449 dieser Patienten nachgewiesen, die mindestens 2 Jahre lang mit
Cimzia behandelt wurden (RA-I und offene Verlängerungsstudie) und von denen zum 2-Jahres-
Zeitpunkt auswertbare Daten vorlagen.
In der C-EARLY-Studie hemmten Cimzia + MTX die röntgenographische Progression in
Woche 52 stärker verglichen mit Placebo + MTX (siehe Tabelle 6). In der Placebo + MTX-Gruppezeigten 49,7 % der Patienten keine röntgenographische Progression (Veränderung des mTSS ≤ 0,5) in
Woche 52 verglichen mit 70,3 % der Cimzia + MTX-Gruppe (p< 0,001).
Tabelle 6 Röntgenographische Veränderung in Woche 52 der C-EARLY-Studie
Placebo + MTX Cimzia 200 mg + MTX Cimzia 200 mg + MTX -
N = 163 N = 528 Placebo + MTX
Mittelwert (SD) Mittelwert (SD) Unterschied*mTSS 1,8 (4,3) 0,2 (3,2)** -0,978 (-1,005; -0,500)
Woche 52
Erosionswert 1,1 (3,0) 0,1 (2,1)** -0,500 (-0,508; -0,366)
Woche 52
JSN Wert 0,7 (2,3) 0,1 (1,7)** 0,000 (0,000; 0,000)
Woche 52
Röntgenographischer Datensatz mit linearer Extrapolation.
* Hodges-Lehmann geschätzte Punktabweichung und 95 % asymptotisches (Moses)
Konfidenzintervall.
** Cimzia + MTX vgl. mit Placebo + MTX p< 0,001. p-Wert wurde geschätzt mittels eines ANCOVA-
Models rangtransformierter Daten mit Behandlung, Region und Dauer seit RA Diagnose zu Beginnder Studie (≤ 4 Monate vgl. > 4 Monate) als Faktoren sowie der Ausgangsrang als eine Kovariate.
Lebensqualität und körperliche FunktionsfähigkeitIn RA-I und RA-II zeigten die Cimzia-Patienten von Woche 1 bis zum Ende der Studien signifikante
Verbesserungen im Vergleich zu Placebo (p< 0,001) bei der körperlichen Leistung, bewertet anhanddes 'Health Assessment Questionnaire-Disability Index' (HAQ-DI) Fragebogens, und der
Abgeschlagenheit, bewertet anhand der 'Fatigue Assessment Scale' (FAS). In beiden klinischen
Studien berichteten die Patienten der Cimzia-Gruppe über signifikant größere Verbesserungen in den
SF-36 'Physical and Mental Component Summaries' und allen Domain-Punktwerten. Verbesserungender körperlichen Leistung und der HRQoL wurden über 2 Jahre in der offenen Verlängerungsstudievon RA-I aufrechterhalten. Mit Cimzia behandelte Patienten zeigten im 'Work Productivity Survey'statistisch signifikante Verbesserungen im Vergleich zu Placebo.
In der C-EARLY-Studie berichteten Patienten, die mit Cimzia + MTX behandelt wurden, verglichenmit der Placebo + MTX Gruppe in Woche 52 eine signifikante Verbesserung der Schmerzen, beurteiltgemäß des 'Patient Assessment of Arthritis Pain“ (PAAP), - 48,5 versus - 44,0 (Quadratmittelwert)(p< 0,05).
Klinische Studie DoseFlex
Die Wirksamkeit und Sicherheit von 2 Dosisregimen (200 mg alle 2 Wochen und 400 mgalle 4 Wochen) Cimzia versus Placebo wurden in einer 18-wöchigen, offenen Vorlaufstudie und ineiner 16-wöchigen randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten klinischen Studie bei
Erwachsenen mit aktiver rheumatoider Arthritis, die schlecht auf MTX ansprachen, beurteilt. Die
Diagnose wurde entsprechend den ACR-Kriterien gestellt.
Die Patienten erhielten Initialdosen von 400 mg Cimzia in den Wochen 0, 2 und 4, gefolgtvon 200 mg Cimzia alle 2 Wochen während der ersten Open-Label-Phase. Responder(ACR20 erreicht) in Woche 16 wurden in Woche 18 auf eine Behandlung mit Cimzia 200 mgalle 2 Wochen, Cimzia 400 mg alle 4 Wochen oder Placebo in Kombination mit MTX fürweitere 16 Wochen (Studiendauer insgesamt: 34 Wochen) randomisiert. Diese 3 Gruppen warenhinsichtlich des klinischen Ansprechens im Anschluss an die aktive Vorlaufphase ausgewogen(ACR20: 83-84 % in Woche 18).
Der primäre Endpunkt der Studie war die ACR20-Ansprechrate in Woche 34. Die Ergebnisse in
Woche 34 sind in Tabelle 7 zusammengefasst. Beide Cimzia-Dosierungsregime zeigten nach
Woche 34 ein anhaltendes klinisches Ansprechen und waren statistisch signifikant im Vergleich zu
Placebo. Der ACR20-Endpunkt wurde sowohl für Cimzia 200 mg alle 2 Wochen als auch für 400 mgalle 4 Wochen erreicht.
Tabelle 7 ACR-Ansprechen in der klinischen Studie DoseFlex in Woche 34
Behandlungsregime Cimzia 400 mg + MTX in den Wochen 0, 2 und 4, gefolgt von
Woche 0 bis 16 Cimzia 200 mg + MTX alle 2 Wochen
Randomisiertes, Placebo + MTX Cimzia Cimziadoppelblindes 200 mg + MTX 400 mg + MTX
Behandlungsregime alle 2 Wochen alle 4 Wochen
Woche 18 bis 34 N=69 N=70 N=69
ACR20 45 % 67 % 65 %p-Wert* N/A 0,009 0,017
ACR50 30 % 50 % 52 %p-Wert* N/A 0,020 0,010
ACR70 16 % 30 % 38 %p-Wert* N/A 0,052 0,005
N/A: Nicht zutreffend
*Wald p-Werte werden für den Vergleich Cimzia 200 mg vs. Placebo und den Vergleich
Cimzia 400 mg vs. Placebo unter Anwendung eines logistischen Regressionsmodells mit Faktoren für
Behandlung geschätzt.
Axiale Spondyloarthritis (Untergruppen mit nicht-radiographischer axialer Spondyloarthritis undankylosierender Spondylitis)
AS001
Wirksamkeit und Sicherheit von Cimzia wurden in einer multizentrischen, randomisierten,doppelblinden, placebokontrollierten Studie (AS001) bei 325 Patienten ≥18 Jahre mit aktiver axialer
Spondyloarthritis, aufgetreten im Erwachsenenalter seit mindestens 3 Monaten, nach Definition der
Klassifikationskriterien der ASAS (Assessment of Spondyloarthritis International Society) für axiale
Spondyloarthritis untersucht. Das Gesamtkollektiv mit axialer Spondyloarthritis umfasste
Untergruppen mit und ohne (nicht-radiographische axiale Spondyloarthritis [nr-axSpA])radiographischem Nachweis einer ankylosierenden Spondylitis (AS) (auch radiographische axiale
Spondyloarthritis genannt). Die Patienten hatten eine aktive Erkrankung, definiert als: BASDAI-Index(Bath Ankylosing Spondylitis Disease Activity Index) ≥ 4, Wirbelsäulenschmerzen ≥ 4 auf einernumerischen Skala (NRS) von 0 bis 10 und ein erhöhter CRP-Wert oder momentaner Nachweis von
Sakroiliitis in der Magnetresonanztomographie (MRT). Bei den Patienten musste eine
Unverträglichkeit gegenüber oder ein unzureichendes Ansprechen auf mindestens ein NSARvorliegen. Insgesamt 16 % der Patienten waren vorher mit TNF-Antagonisten behandelt worden. Die
Patienten wurden mit einer Initialdosis Cimzia 400 mg in den Wochen 0, 2 und 4 (in beiden
Behandlungsarmen) oder Placebo mit anschließend entweder 200 mg Cimzia alle 2 Wochenoder 400 mg Cimzia alle 4 Wochen oder Placebo behandelt. 87,7 % der Patienten erhielten eine
NSAR-Begleitmedikation. Der primäre Endpunkt für die Wirksamkeit war die ASAS20-Ansprechratenach 12 Wochen.
Auf die 24-wöchige, doppelblinde, placebokontrollierte Behandlungsphase der Studie folgte eine 24-wöchige Phase mit verblindeter Dosierung und eine 156-wöchige offene Behandlungsphase. Diemaximale Studiendauer betrug 204 Wochen. Alle Patienten erhielten sowohl in der Phase mitverblindeter Dosierung als auch in der offenen Behandlungsphase Cimzia. Insgesamtbeendeten 199 Patienten (61,2 % der randomisierten Patienten) die Studie nach 204 Wochen.
Wichtigste Wirksamkeitsergebnisse
In der klinischen Studie AS001 wurde nach 12 Wochen ein ASAS20-Ansprechen bei 58 % der
Patienten unter Cimzia 200 mg alle 2 Wochen und bei 64 % der Patienten unter Cimzia 400 mgalle 4 Wochen erreicht, verglichen mit 38 % der Patienten unter Placebo (p< 0,01). Im
Gesamtkollektiv war der prozentuale Anteil der ASAS20-Responder in der Gruppe mit
Cimzia 200 mg alle 2 Wochen und in der Gruppe mit Cimzia 400 mg alle 4 Wochen klinisch relevantund signifikant höher im Vergleich zur Placebo-Gruppe, und zwar bei allen Erhebungen von
Woche 1 bis Woche 24 (p≤ 0,001 bei jeder Erhebung). Nach 12 und 24 Wochen war der prozentuale
Anteil von Teilnehmern mit einem ASAS40-Ansprechen in der Cimzia-Gruppe größer im Vergleichzur Placebo-Gruppe.
Ähnliche Ergebnisse wurden in den Untergruppen mit ankylosierender Spondylitis und nicht-radiographischer axialer Spondyloarthritis erzielt. Bei Frauen war das ASAS20-Ansprechen nichtstatistisch signifikant unterschiedlich zu Placebo bis nach dem Zeitpunkt 12 Wochen.
Verbesserungen bei ASAS 5/6, partieller Remission und BASDAI-50 waren nach Woche 12 und
Woche 24 statistisch signifikant und wurden bis zu 48 Wochen sowohl im Gesamtkollektiv als auch inden Untergruppen aufrechterhalten. Die wichtigsten Wirksamkeitsergebnisse aus der klinischen Studie
AS001 sind in Tabelle 8 abgebildet.
Bei den Patienten, die in der Studie verblieben, konnte die Verbesserung aller zuvor beschriebenenwichtigsten Wirksamkeitsergebnisse während der gesamten Studiendauer von 204 Wochen in dergesamten Studienpopulation sowie in den Untergruppen aufrechterhalten werden.
Tabelle 8 Wichtigste Wirksamkeitsergebnisse in der klinischen Studie
AS001 (prozentualer Anteil der Patienten)
Ankylosierende Nicht-radiographische Axiale
Spondylitis axiale Spondyloarthritis
Parameter Spondyloarthritis Gesamtkollektiv
Placebo Cimzia Placebo Cimzia alle Placebo Cimzia
N=57 alle Dosis- N=50 Dosis- N=107 alle Dosis-regime(a) regime(a) regime(a)
N=121 N=97 N=218
ASAS20(b,c)
Woche 12 37 % 60 %* 40 % 61 %* 38 % 61 %**
Woche 24 33 % 69 %** 24 % 68 %** 29 % 68 %**
ASAS40(c,d)
Woche 12 19 % 45 %** 16 % 47 %** 18 % 46 %**
Woche 24 16 % 53 %** 14 % 51 %** 15 % 52 %**
ASAS 5/6(c,d)
Woche 12 9 % 42 %** 8 % 44 %** 8 % 43 %**
Woche 24 5 % 40 %** 4 % 45 %** 5 % 42 %**
Teilremission(c,d)
Woche 12 2 % 20 %** 6 % 29 %** 4 % 24 %**
Woche 24 7 % 28 %** 10 % 33 %** 9 % 30 %**
BASDAI 50(c,d)
Woche 12 11 % 41 %** 16 % 49 %** 13 % 45 %**
Woche 24 16 % 49 %** 20 % 57 %** 18 % 52 %**(a) Cimzia alle Dosisregime = Daten von: Cimzia 200 mg, verabreicht alle 2 Wochen nachvorheriger Initialdosis von 400 mg in den Wochen 0, 2 und 4, plus Cimzia 400 mg, verabreichtalle 4 Wochen nach vorheriger Initialdosis von 400 mg in den Wochen 0, 2 und 4.
(b) Ergebnisse aus dem randomisierten Set.(c) Wald p-Werte werden für den Vergleich der Behandlung mittels logistischer Regression mit
Faktoren für Behandlung und Region angegeben.(d) Full Analysis Set (Analyse der Gesamtgruppe)
* p≤ 0,05, Cimzia vs. Placebo
** p< 0,001, Cimzia vs. Placebo
Wirbelsäulenbeweglichkeit
Die Wirbelsäulenbeweglichkeit wurde in der doppelblinden, placebokontrollierten Phase zu mehreren
Zeitpunkten, einschließlich zu Beginn, nach Woche 12 und nach Woche 24 mittels BASMI beurteilt.
Klinisch bedeutsame und statistisch signifikante Unterschiede bei mit Cimzia behandelten Patientenim Vergleich zu Patienten aus der Placebo-Gruppe wurden bei allen Zeitpunkten nach dem Baseline-
Besuch beobachtet. Der Unterschied gegenüber Placebo war in der nr-axSpA-Untergruppe tendenziellgrößer als in der AS-Subpopulation, was sich möglicherweise durch die geringere chronische
Strukturschädigung bei nr-axSpA-Patienten erklären lässt.
Die Verbesserung der linearen BASMI-Werte, die in Woche 24 erreicht wurden, konnte bei den
Patienten, die in der Studie verblieben, bis zum Ende von Woche 204 aufrechterhalten werden.
Lebensqualität und körperliche FunktionsfähigkeitIn der klinischen Studie AS001 gaben die Patienten der Cimzia-Gruppen erhebliche Verbesserungenbei den Körperfunktionen - Beurteilung mittels BASFI - und bei den Schmerzen - Beurteilung mittelsder numerischen Skalen 'Total and Nocturnal Back Pain' (Rückenschmerzen insgesamt und nachts) -an, verglichen mit Placebo. Mit Cimzia behandelte Patienten gaben signifikante Verbesserungen beider Müdigkeit/Erschöpfung (Fatigue) an, wie sich anhand des Fatigue-Items des BASDAI zeigte, undbei der gesundheitsbezogenen Lebensqualität, gemessen mit der ASQoL (Ankylosing Spondylitis
QoL) und den SF-36 (Physical and Mental Component Summaries) und sämtlichen Domain-Werten,im Vergleich mit der Placebogruppe. Verglichen mit Patienten unter Placebo berichteten mit Cimziabehandelte Patienten von signifikanten Verbesserungen bei der durch die axiale Spondyloarthritisbeeinflussten Arbeitsleistung und Hausarbeit, beurteilt anhand des Work Productivity Survey(Arbeitsleistungsumfrage). Bei den Patienten, die in der Studie verblieben, konnte die Verbesserungaller zuvor beschriebener Ergebnisse größtenteils bis zum Ende von Woche 204 aufrechterhaltenwerden.
Hemmung der Entzündung im Magnetresonanztomogramm (MRT)
In einer bildgebenden Unterstudie bei 153 Patienten wurden die Entzündungszeichen nach 12 Wochenmittels MRT beurteilt und als Änderung gegenüber dem Ausgangswert mit dem SPARCC(Spondyloarthritis Research Consortium of Canada) Score für Iliosakralgelenke und dem ASspiMRI-a-Score in der Berlin Modifikation für die Wirbelsäule angegeben. In Woche 12 wurde einesignifikante Hemmung der Entzündungszeichen sowohl in den Iliosakralgelenken als auch der
Wirbelsäule bei den mit Cimzia behandelten Patienten (alle Dosisgruppen), in der Gesamtgruppe mitaxialer Spondyloarthritis als auch in den Untergruppen mit ankylosierender Spondylitis und nicht-radiographischer axialer Spondyloarthritis beobachtet.
Bei den in der Studie verbliebenen Patienten, für die sowohl Baseline-Werte als auch Werte der
Woche 204 vorlagen, konnte die Hemmung von Entzündungszeichen sowohl in den
Iliosakralgelenken (n=72) als auch in der Wirbelsäule (n=82) in der Gesamtgruppe mit axialer
Spondyloarthritis sowie in den Untergruppen mit ankylosierender Spondylitis und nicht-radiographischer axialer Spondyloarthritis größtenteils bis zum Ende von Woche 204 aufrechterhaltenwerden.
C-OPTIMISE
Bei erwachsenen Patienten (18-45 Jahre) mit früher aktiver axSpA (Symptomdauer von weniger als5 Jahren), einem ASDAS-Score ≥ 2,1 (und ähnlichen Krankheitseinschlusskriterien wie in der AS001-
Studie) und mit unzureichendem Ansprechen auf mindestens 2 NSAR oder einer Unverträglichkeitoder Kontraindikation für NSAR wurden die Wirksamkeit und Sicherheit einer Dosisreduktion undeines Behandlungsabbruchs bei Patienten in anhaltender Remission untersucht. Als Patienten warensowohl die AS- als auch die nr-axSpA-Subpopulation von axSpA eingeschlossen. Sie wurden in eine48-wöchige open-label Run-in-Periode (Teil A) aufgenommen, in der alle Patienten drei Initialdosenje 400 mg Cimzia in den Wochen 0, 2 und 4 erhielten, gefolgt von Cimzia 200 mg alle 2 Wochen von
Woche 6 bis Woche 46.
Patienten, die eine anhaltende Remission erreichten (definiert als Patienten mit inaktiver Krankheit[ASDAS < 1,3] über einen Zeitraum von mindestens 12 Wochen) und bis Woche 48 in Remissionblieben, wurden in Teil B randomisiert und erhielten 48 Wochen lang entweder Cimzia 200 mg alle2 Wochen (N=104), Cimzia 200 mg alle 4 Wochen (Dosisreduktion, N=105) oder Placebo(Behandlungsabbruch, N=104).
Die primäre Wirksamkeitsvariable war der Prozentsatz an Patienten, bei denen während Teil B kein
Schub auftrat.
Patienten, bei denen in Teil B ein Schub auftrat, d. h. ASDAS ≥ 2,1 an zwei aufeinanderfolgenden
Besuchsterminen oder ASDAS > 3,5 an irgendeinem der Besuchstermine während Teil B, erhieltenmindestens 12 Wochen lang alle 2 Wochen eine Escape-Behandlung mit Cimzia 200 mg (mit einer
Initialdosis von 400 mg Cimzia in Woche 0, 2 und 4 bei mit Placebo behandelten Patienten).
Klinisches AnsprechenDer Prozentsatz der Patienten, die in Woche 48 in Teil A eine anhaltende Remission erreichten, betrugbei der gesamten axSpA-Population 43,9 %, mit ähnlichen Anteilen in den Subpopulationen nr-axSpA(45,3 %) und AS (42,8 %).
Unter den Patienten, die in Teil B randomisiert wurden (N=313), trat bei einem statistisch signifikant(p < 0,001, NRI) größeren Anteil der Patienten kein Schub auf, wenn die Behandlung mit Cimzia200 mg alle 2 Wochen (83,7 %) bzw. Cimzia 200 mg alle 4 Wochen (79,0 %) im Vergleich zum
Behandlungsabbruch (20,2 %) fortgesetzt wurde.
Hinsichtlich der Zeit bis zum Schub war der Unterschied zwischen der Behandlungsabbruch-Gruppeund den beiden jeweiligen Cimzia-Behandlungsgruppen statistisch signifikant (p < 0,001 je Vergleich)und klinisch aussagekräftig. In der Placebogruppe begannen die Schübe etwa 8 Wochen nach dem
Abbruch von Cimzia, wobei die meisten Schübe innerhalb von 24 Wochen nach dem
Behandlungsabbruch auftraten (Abbildung 1).
Abbildung 1 Kaplan-Meier-Kurve der Zeit bis zum Schub1,00,90,80,70,60,50,40,30,20,10,0
Zeit (Wochen)
PBO CZP 200 mg q2w CZP 200 mg q4w
Es wurde die Non-Responder-Imputation (NRI) verwendet. Die Ergebnisse beziehen sich auf das randomisierte Set.
Hinweis: Die Zeit bis zum Schub wurde definiert als die Zeit vom Datum der Randomisierung bis zum Datum des Schubs. Bei
Studienteilnehmern, bei denen kein Schub auftrat, wurde die Zeit bis zum Schub am Datum des Besuchstermins in Woche 96 zensiert.
Die Kaplan-Meier-Darstellung wurde auf 97 Wochen verkürzt, als noch < 5 % der Teilnehmer in der Studie verblieben waren.
Die Ergebnisse für Teil B sind in Tabelle 9 dargestellt.
Wahrscheinlichkeit, dasskein Schub auftritt
Tabelle 9 Erhaltung des klinischen Ansprechens in Teil B in Woche 96
Placebo(Behandlungs- Cimzia 200 mg alle Cimzia 200 mgabbruch) 2 Wochen alle 4 Wochen
Endpunkte N=104 N=104 N=105
ASDAS-MI, n (%)1
Teil B Baseline (Woche 48) 84 (80,8) 90 (86,5) 89 (84,8)
Woche 96 11 (10,6) 70 (67,3)* 61 (58,1)*
ASAS40, n (%)1
Teil B Baseline (Woche 48) 101 (97,1) 103 (99,0) 101 (96,2)
Woche 96 22 (21,2) 88 (84,6)* 77 (73,3)*
BASDAI-Veränderung gegenüber
Teil B, Baseline (Woche 48), LS-
Mittel (SF)2
Woche 96 3,02 (0,226) 0,56 (0,176)* 0,78 (0,176)*
ASDAS-Veränderung gegenüber
Teil B, Baseline (Woche 48), LS-
Mittel (SF)2
Woche 96 1,66 (0,110) 0,24 (0,077)* 0,45 (0,077)*1 Es wurde die Non-Responder-Imputation (NRI) verwendet. Die Ergebnisse beziehen sich auf das randomisierte Set.2 Es wurde ein gemischtes Modell mit wiederholten Messungen (MMRM) verwendet. Die Ergebnisse beziehen sich auf das randomisierte
Set.
ASDAS-MI = Ankylosing Spondylitis Disease Activity Score-Major Improvement (Krankheitsaktivitätsscore für ankylosierende Spondylitis- bedeutende Verbesserung); ASAS: Assessment of Spondyloarthritis International Society (Bewertung durch die internationale
Spondyloarthritis-Gesellschaft); ASAS40 = ASAS40-%-Antwortkriterien; SF = Standardfehler;
Hinweis: Eine bedeutende ASDAS-Verbesserung ist definiert als Reduktion gegenüber der Baseline ≥ 2,0.
Hinweis: Die Baseline von Teil A diente als Referenz, um die Variablen für eine klinische ASDAS-Verbesserung und die ASAS-Variablenzu definieren.
* Nominal p< 0,001, Cimzia vs. Placebo
Hemmung der Entzündung im Magnetresonanztomogramm (MRT)
In Teil B wurden die Entzündungszeichen in Woche 48 und in Woche 96 mittels MRT beurteilt undals Veränderung gegenüber der Baseline beim SIJ-SPARCC- und ASspiMRI-a-Score in den Berliner
Modifikationen ausgedrückt. Patienten, die sich in Woche 48 in anhaltender Remission befanden,wiesen keine oder nur eine sehr geringe Entzündung auf, und in Woche 96 wurde unabhängig von der
Behandlungsgruppe keine signifikante Zunahme der Entzündung beobachtet.
Erneute Behandlung bei Patienten, bei denen ein Schub auftrat
In Teil B trat bei 70 % (73/104) der mit Placebo behandelten Patienten, 14 % (15/105) der alle4 Wochen mit Cimzia 200 mg behandelten Patienten und 6,7 % (7/104) der alle 2 Wochen mit Cimzia200 mg behandelten Patienten ein Schub auf. Anschließend wurden diese Patienten alle 2 Wochen mit
Cimzia 200 mg behandelt.
In der Gruppe, in der alle 4 Wochen Cimzia 200 mg verabreicht wurde, schlossen alle 15 Patienten,bei denen ein Schub auftrat, eine 12-wöchige Notfalltherapie mit Cimzia ab und verfügten über
ASDAS-Daten. Von diesen wiesen 12 Wochen nach Wiederaufnahme der Open--Label-Behandlung12 (80 %) eine geringe oder inaktive ASDAS-Erkrankung auf (d. h. alle ASDAS < 2,1).
In der Gruppe mit einem Behandlungsabbruch schlossen 71 der 73 Patienten, bei denen ein Schubauftrat, eine 12-wöchige Notfalltherapie mit Cimzia ab und verfügten über ASDAS-Daten. Von diesenwiesen 12 Wochen nach Wiederaufnahme der Open--Label-Behandlung 64 (90 % ) eine geringe oderinaktive ASDAS-Erkrankung auf (d. h. alle ASDAS < 2,1).
Basierend auf den Ergebnissen aus C-OPTIMISE kann bei Patienten in anhaltender Remission nacheinem Jahr der Behandlung mit Cimzia eine Dosisreduktion in Betracht gezogen werden (siehe
Abschnitt 4.2). Ein Abbruch der Cimzia-Behandlung ist mit einem hohen Schubrisiko verbunden.
Nicht-radiographische axiale Spondyloarthritis (nr-axSpA)
Die Wirksamkeit und Sicherheit von Cimzia wurden in einer 52-wöchigen multizentrischen,randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie (AS0006) bei 317 Patienten ≥ 18 Jahremit axialer Spondyloarthritis, aufgetreten im Erwachsenenalter und mit Rückenschmerzen seitmindestens 12 Monaten untersucht. Die Patienten mussten die ASAS-Kriterien für eine nr-axSpA(Familienanamnese und gutes Ansprechen auf NSAR nicht mit eingeschlossen) erfüllen und objektive
Anzeichen der Entzündung aufweisen, festgestellt durch Werte für C-reaktives Protein (CRP), die überder oberen Normgrenze liegen, und/oder Nachweis von Sakroiliitis in der
Magnetresonanztomographie (MRT), was auf eine entzündliche Erkrankung hindeutet [positiver CRP(> ULN) und/oder positive MRT], aber keine definitive radiographische Evidenz einer strukturellen
Schädigung der Iliosakralgelenke. Die Patienten hatten eine aktive Erkrankung, definiert als BASDAI≥ 4, und Wirbelsäulenschmerzen ≥ 4 auf einer NRS von 0 bis 10. Bei den Patienten musste eine
Unverträglichkeit gegenüber oder ein unzureichendes Ansprechen auf mindestens zwei NSARvorliegen. Die Patienten wurden mit Placebo oder einer Initialdosis Cimzia 400 mg in den
Wochen 0, 2 und 4 sowie anschließend mit 200 mg Cimzia alle 2 Wochen behandelt. Einsatz und
Dosisanpassung der konventionellen Therapie wie z. B. NSAR, DMARD, Kortikosteroide und
Schmerzmittel waren jederzeit gestattet. Die primäre Wirksamkeitsvariable war das ASDAS-MI-
Ansprechen (Ankylosing Spondylitis Disease Activity Score major improvement) in Woche 52. Das
ASDAS-MI-Ansprechen war definiert als eine ASDAS-Reduzierung (Verbesserung) ≥ 2,0 im
Verhältnis zur Baseline oder Erreichen des niedrigst möglichen Wertes. ASAS40 war ein sekundärer
Endpunkt.
In der Cimzia-Gruppe bzw. Placebogruppe wiesen bei Baseline 37 % bzw. 41 % der Patienten einehohe (ASDAS ≥ 2,1; ≤ 3,5) und 62 % bzw. 58 % der Patienten eine sehr hohe Krankheitsaktivität(ASDAS > 3,5) auf.
Klinisches AnsprechenStudie AS0006 wurde an Patienten ohne radiographische Anzeichen für eine Entzündung der
Iliosakralgelenke durchgeführt und bestätigte die Wirkung, die sich bereits vorher in Studie AS001 beidieser Untergruppe gezeigt hatte.
In Woche 52 erreichte ein statistisch signifikant größerer Anteil der Patienten unter Cimzia im
Vergleich zu den Patienten unter Placebo das ASDAS-MI-Ansprechen. Mit Cimzia behandelte
Patienten zeigten im Vergleich zu Placebo auch Verbesserungen in mehreren Komponenten der
Krankheitsaktivität der axialen Spondyloarthritis, einschließlich CRP. Sowohl in Woche 12 als auch in
Woche 52 war das ASAS40-Ansprechen signifikant höher als unter Placebo. Die wichtigsten
Ergebnisse sind in Tabelle 10 dargestellt.
Tabelle 10 ASDAS-MI- und ASAS40-Ansprechen in AS0006 (Prozent der Patienten)
Parameter Placebo Cimziaa 200 mg alle 2 Wochen
N = 158 N = 159
ASDAS-MI
Woche 52 7 % 47 %*
ASAS40
Woche 12 11 % 48 %*
Woche 52 16 % 57 %*a Cimzia, verabreicht alle 2 Wochen, im Anschluss an eine Initialdosis von 400 mg in
Woche 0, 2 und 4
* p< 0,001
Alle Prozentzahlen stehen für den Anteil von Patienten aus dem vollständigen Analysenset, die ein
Ansprechen erreichten.
In Woche 52 hatten 36,4 % der Patienten aus der Cimzia-Gruppe den ASDAS-Wert für Krankheits-
Inaktivität (ASDAS < 1,3) erreicht; in der Placebo-Gruppe waren es 11,8 %.
In Woche 52 zeigten mit Cimzia behandelte Patienten eine klinisch relevante Verbesserung im
MASES (Maastricht Ankylosing Spondylitis Enthesitis Score) im Vergleich zu Placebo (mittlere
Veränderung der kleinsten Quadrate seit der Baseline -2,4 bzw. -0,2).
Psoriasis-ArthritisWirksamkeit und Sicherheit von Cimzia wurden in einer multizentrischen, randomisierten,doppelblinden, placebokontrollierten klinischen Studie (PsA001) bei 409 Patienten ≥ 18 Jahre mitaktiver Psoriasis-Arthritis, aufgetreten im Erwachsenenalter seit mindestens 6 Monaten, nach
Definition der Klassifikationskriterien für Psoriasis-Arthritis (CASPAR/Classification Criteria for
Psoriatic Arthritis) untersucht. Die Patienten hatten ≥ 3 geschwollene und schmerzempfindliche
Gelenke sowie erhöhte akute-Phase-Proteine. Die Patienten wiesen außerdem aktive psoriatische
Hautläsionen oder eine dokumentierte Anamnese mit Psoriasis auf und hatten auf 1 oder mehrere
DMARDs nicht angesprochen. Die vorherige Behandlung mit 1 TNF-Antagonisten war erlaubtund 20 % der Patienten waren zuvor mit TNF-Antagonisten behandelt worden. Die Patienten erhielteneine Initialdosis von 400 mg Cimzia in den Wochen 0, 2 und 4 (in beiden Behandlungsarmen) oder
Placebo, gefolgt entweder von 200 mg Cimzia alle 2 Wochen, 400 mg alle 4 Wochen oder Placeboalle 2 Wochen. 72,6 % bzw. 70,2 % der Patienten nahmen gleichzeitig NSAR und konventionelle
DMARDs ein. Die beiden primären Endpunkte waren der prozentuale Anteil von Patienten, die in
Woche 12 ein ACR20-Ansprechen erreichten, und die Änderung gegenüber der Ausgangslage beimmTSS (modified Total Sharp Score) in Woche 24. Wirksamkeit und Sicherheit von Cimzia bei
Patienten mit PsA, bei denen die Symptome Sakroiliitis oder axiale Spondyloarthritis im Vordergrundstanden, wurden nicht separat ausgewertet.
Auf die 24-wöchige, doppelblinde, placebokontrollierte Behandlungsphase der Studie folgte eine 24-wöchige Phase mit verblindeter Dosierung und eine 168-wöchige offene Behandlungsphase. Diemaximale Studiendauer betrug 216 Wochen. Alle Patienten erhielten sowohl in der Phase mitverblindeter Dosierung als auch in der offenen Behandlungsphase Cimzia. Insgesamtbeendeten 264 Patienten (64,5 %) die Studie nach 216 Wochen.
ACR-AnsprechenDie ACR20-Ansprechrate in Woche 12 und Woche 24 war bei den mit Cimzia behandelten Patientenstatistisch signifikant höher im Vergleich mit den Placebo-Patienten (p< 0,001). Der prozentuale
Anteil von ACR20-Respondern war bei allen Erhebungen nach der Ausgangslage bis
Woche 24 (nomineller p≤ 0,001 bei jeder Erhebung) in den Gruppen mit 200 mg Cimziaalle 2 Wochen und 400 mg Cimzia alle 4 Wochen klinisch relevant im Vergleich zur Placebogruppe.
Die mit Cimzia behandelten Patienten wiesen auch signifikante Verbesserungen bei den ACR50-und 70-Ansprechraten auf. In den Wochen 12 und 24 wurden bei den mit Cimzia behandelten
Patienten Verbesserungen bei den Parametern der peripheren Aktivitätscharakteristik von Psoriasis-
Arthritis beobachtet (z. B. Anzahl geschwollener Gelenke, Anzahl schmerzhafter/-empfindlicher
Gelenke, Daktylitis und Enthesitis) (nomineller p-Wert p< 0,01).
Die wichtigsten Wirksamkeitsergebnisse der klinischen Studie PsA001 sind in Tabelle 11 abgebildet.
Tabelle 11 Wichtigste Wirksamkeitsergebnisse in der klinischen Studie
PsA001 (prozentualer Anteil der Patienten)
Ansprechen Placebo Cimzia(a) 200 mg Cimzia(b) 400 mg
Dosis alle 2 Wochen Dosis alle 4 Wochen
N=136 N=138 N=135
ACR20
Woche 12 24 % 58 %** 52 %**
Woche 24 24 % 64 %** 56 %**
ACR50
Woche 12 11 % 36 %** 33 %**
Woche 24 13 % 44 %** 40 %**
ACR70
Woche 12 3 % 25 %** 13 %*
Woche 24 4 % 28 %** 24 %**
Ansprechen Placebo Cimzia(a) 200 mg Cimzia(b) 400 mg
Dosis alle 2 Wochen Dosis alle 4 Wochen
N=86 N=90 N=76
PASI 75 (c)
Woche 12 14 % 47 %*** 47 %***
Woche 24 15 % 62 %*** 61 %***
Woche 48 N/A 67 % 62 %(a) Cimzia verabreicht alle 2 Wochen, nach einer Initialdosis von 400 mg in den Wochen 0, 2 und 4(b) Cimzia verabreicht alle 4 Wochen, nach einer Initialdosis von 400 mg in den Wochen 0, 2 und 4(c) Bei Probanden mit mindestens 3 % Psoriasis-BSA bei Ausgangslage
*p< 0,01, Cimzia versus Placebo
**p< 0,001, Cimzia versus Placebo
***p< 0,001(nominell), Cimzia versus Placebo
Die Ergebnisse stammen aus der randomisierten Gruppe. Behandlungsunterschied: Cimzia 200 mg- Placebo, Cimzia 400 mg - Placebo (und entsprechende 95 %-KI und p-Werte) werden mit Hilfeeines zweiseitigen asymptotischen Wald-Standardfehlertests geschätzt. Die NRI (Nonresponder
Imputation) wird für Patienten angewendet, die die Therapie vorzeitig beendeten oder bei denen
Daten fehlten.
Von den 273 Patienten, die zu Beginn einer Behandlung 200 mg Cimzia alle 2 Wochen und 400 mg
Cimzia alle 4 Wochen randomisiert zugewiesen wurden, waren 237 (86,8 %) in Woche 48 immernoch unter dieser Behandlung. Von den 138 Patienten, die randomisiert der Gruppe mit 200 mg
Cimzia alle 2 Wochen zugeteilt worden waren, hatten 92, 68 bzw. 48 ein ACR20/50/70-Ansprechen in
Woche 48. Von den 135 Patienten, die randomisiert der Gruppe mit 400 mg Cimzia alle 4 Wochenzugeteilt worden waren, hatten 89, 62 bzw. 41 Patienten ein ACR20/50/70-Ansprechen.
Bei den Patienten, die in der Studie verblieben, konnte das ACR20/50/70-Ansprechen während dergesamten Studiendauer von 216 Wochen aufrechterhalten werden. Dies galt auch für andere Parameterder peripheren Aktivitätscharakteristik (z. B. Anzahl geschwollener Gelenke, Anzahl schmerzhafter/-empfindlicher Gelenke, Daktylitis und Enthesitis).
Radiologisches AnsprechenIn der klinischen Studie PsA001 wurde die Hemmung des Fortschreitens der strukturellen
Gelenkschäden im Röntgenbild beurteilt und als Veränderungen im 'Modified Total Sharp
Score' (mTSS) und seinen Komponenten, dem Erosion Score (ES) und dem
Gelenkspaltverschmälerungs-Score (JSN/Joint Space Narrowing) nach Woche 24 im
Vergleich zum Ausgangswert beurteilt. Der mTSS Score wurde für die Psoriasis-Arthritisdurch Ergänzung um die distalen interphalangealen Gelenke der Hand angepasst. Die
Behandlung mit Cimzia hemmte die Progredienz im Röntgenbild im Vergleich zur Placebo-
Behandlung nach 24 Wochen, was sich durch die Messung der Änderungen von der
Ausgangslage im mTSS-Gesamtscore zeigte (der mittlere LS [± SF] Scorebetrug 0,28 [± 0,07] in der Placebogruppe im Vergleich zu 0,06 [± 0,06] in allen Cimzia-
Dosisgruppen; p = 0,007). Die Hemmung der Progredienz im Röntgenbild wurde unter der Cimzia-
Behandlung bis zur Woche 48 in der Subgruppe von Patienten mit höherem Risiko für eineradiologische Progredienz (Patienten mit einem mTSS-Score von > 6 bei Ausgangslage)aufrechterhalten. Die Hemmung des Fortschreitens der strukturellen Gelenkschäden im Röntgenbildkonnte bei den Patienten, die in der Studie verblieben, bis zum Ende von Woche 216 aufrechterhaltenwerden.
Lebensqualität und körperliche FunktionsfähigkeitIn der klinischen Studie PsA001 berichteten die mit Cimzia behandelten Patienten im Vergleich zu
Placebo signifikante Verbesserungen bei der körperlichen Leistung, bewertet anhand des 'Health
Assessment Questionnaire-Disability Index' (HAQ-DI) Fragebogens, in Bezug auf Schmerzen,bewertet anhand des PAAP, und in Bezug auf Müdigkeit (Abgeschlagenheit), bewertet anhand der'Fatigue Assessment Scale' (FAS). Im Vergleich zu Patienten unter Placebo berichteten die mit
Cimzia behandelten Patienten über signifikante Verbesserungen bei der gesundheitsbezogenen
Lebensqualität, gemessen anhand des 'Psoriatic Arthritis QoL (PsAQoL)', der körperlichen undpsychischen Komponenten des SF-36 und bei der durch die Psoriasis-Arthritis beeinflussten
Arbeitsleistung und Hausarbeit, beurteilt anhand des 'Work Productivity Survey'(Arbeitsleistungsumfrage). Die Verbesserung aller zuvor beschriebener Ergebnisse konnte bis zum
Ende von Woche 216 aufrechterhalten werden.
Plaque-PsoriasisDie Wirksamkeit und Sicherheit von Cimzia wurden in zwei placebokontrollierten Studien(CIMPASI-1 und CIMPASI-2) und einer placebo- und aktiv kontrollierten Studie (CIMPACT) bei
Patienten im Alter ≥ 18 Jahren mit mittelschwerer bis schwerer chronischer Plaque-Psoriasis übereinen Zeitraum von mindestens sechs Monaten untersucht. Die Patienten wiesen einen PASI-Score(Index zur Ermittlung der Ausdehnung und des Schweregrades der Psoriasis [Psoriasis Area and
Severity Index, PASI]) ≥ 12, eine betroffene Körperoberfläche (body surface area, BSA) ≥ 10 %, eine
Gesamtbeurteilung durch den Arzt (Physician Global Assessment, PGA) ≥ 3 auf und waren
Kandidaten für eine systemische Therapie und/oder eine Phototherapie und/oder eine
Chemophototherapie. Patienten, die bei einer beliebigen früheren biologischen Therapie 'primäre“
Non-Responder waren (definiert als kein Ansprechen innerhalb der ersten 12 Behandlungswochen),wurden aus den Phase-III-Studien (CIMPASI-1, CIMPASI-2 und CIMPACT) ausgeschlossen. In der
CIMPACT-Studie wurden die Wirksamkeit und Sicherheit von Cimzia im Vergleich zu Etanerceptbeurteilt.
In den Studien CIMPASI-1 und CIMPASI-2 waren die co-primären Wirksamkeitsendpunkte der
Anteil der Patienten, die in Woche 16 PASI 75 und PGA 'klar“ oder 'fast klar“ (mit einer Reduktionvon mindestens 2 Punkten seit Baseline) erzielten. In der CIMPACT-Studie war der primäre
Wirksamkeitsendpunkt der Anteil der Patienten, die in Woche 12 PASI 75 erzielten. PASI 75 und
PGA in Woche 16 waren die wichtigsten sekundären Endpunkte. PASI 90 in Woche 16 war einer derwichtigsten sekundären Endpunkte in allen drei Studien.
In CIMPASI-1 und CIMPASI-2 wurden 234 Patienten bzw. 227 Patienten ausgewertet. In beiden
Studien wurden die Patienten randomisiert und erhielten Placebo oder Cimzia 200 mg alle 2 Wochen(nach einer Anfangsdosis von Cimzia 400 mg in den Wochen 0, 2 und 4) oder Cimzia 400 mgalle 2 Wochen. In Woche 16 erhielten in die Behandlung mit Cimzia randomisierte Patienten, die ein
PASI 50-Ansprechen erzielten, Cimzia in der gleichen Randomisierungsdosis weiter bis Woche 48.
Patienten, die ursprünglich in die Placebobehandlung randomisiert worden waren und in Woche 16 ein
PASI 50-Ansprechen, aber kein PASI 75-Ansprechen erzielten, erhielten Cimzia 200 mgalle 2 Wochen (mit einer Anfangsdosis von Cimzia 400 mg in den Wochen 16, 18 und 20). Patientenmit einem unzureichenden Ansprechen in Woche 16 (PASI 50-Non-Responder) waren für dieunverblindete Verabreichung von Cimzia 400 mg alle 2 Wochen für maximal 128 Wochen geeignet.
In der CIMPACT-Studie wurden 559 Patienten ausgewertet. Die Patienten wurden randomisiert underhielten Placebo oder Cimzia 200 mg alle 2 Wochen (nach einer Anfangsdosis von Cimzia 400 mg inden Wochen 0, 2 und 4) oder Cimzia 400 mg alle 2 Wochen bis Woche 16 oder Etanercept 50 mgzweimal wöchentlich bis Woche 12. Patienten, die ursprünglich in die Behandlung mit Cimziarandomisiert worden waren und in Woche 16 ein PASI 75-Ansprechen erzielten, wurden basierend aufihrem ursprünglichen Dosierungsschema erneut randomisiert. Patienten, die Cimzia 200 mgalle 2 Wochen erhielten, wurden erneut randomisiert und erhielten Cimzia 200 mg alle 2 Wochen,
Cimzia 400 mg alle 4 Wochen oder Placebo. Patienten, die Cimzia 400 mg alle 2 Wochen erhielten,wurden erneut randomisiert und erhielten Cimzia 400 mg alle 2 Wochen, Cimzia 200 mgalle 2 Wochen oder Placebo. Die Patienten wurden doppelblind und placebokontrolliert biseinschließlich Woche 48 ausgewertet. Alle Studienteilnehmer, die in Woche 16 kein PASI 75-
Ansprechen erzielten, wurden in einen Escape-Arm aufgenommen und erhielten unverblindet
Cimzia 400 mg alle 2 Wochen für maximal 128 Wochen.
In allen drei Studien folgte einer verblindeten 48-wöchigen Erhaltungsphase eine 96-wöchige offene
Behandlungsphase für Patienten, die PASI-50-Responder in Woche 48 waren. Alle diese Patienten,einschließlich dieser, die Cimzia 400 mg alle 2 Wochen erhielten, begannen die offene
Behandlungsphase mit Cimzia 200 mg alle 2 Wochen.
Die Patienten waren vorrangig Männer (64 %) und Kaukasier (94 %) mit einem mittleren Altervon 45,7 Jahren (18 - 80 Jahre), darunter 7,2 % im Alter von ≥ 65 Jahren. Von den 850 in die
Behandlung mit Placebo oder Cimzia randomisierten Patienten in diesen placebokontrollierten Studienhatten 29 % zuvor noch keine systemische Therapie zur Behandlung der Psoriasis erhalten. 47 %hatten bereits zuvor eine Phototherapie oder Chemophototherapie erhalten und 30 % hatten bereitszuvor eine biologische Therapie zur Behandlung der Psoriasis erhalten. Von den 850 Patientenhatten 14 % mindestens einen TNF-Antagonisten erhalten, 13 % hatten ein Anti-IL-17 erhaltenund 5 % hatten ein Anti-IL 12/23 erhalten. 18 % der Patienten berichteten bei Baseline von einer
Psoriasis-Arthritis in der Vorgeschichte. Der mittlere PASI-Score bei Baseline betrug 20 und reichtevon 12 bis 69. Der Baseline-PGA-Score reichte von mittelschwer (70 %) bis schwer (30 %). Diemittlere Baseline-BSA betrug 25 % und reichte von 10 % bis 96 %.
Klinisches Ansprechen in Woche 16 und Woche 48
Die wichtigsten Ergebnisse der CIMPASI-1- und CIMPASI-2-Studien sind in Tabelle 12 dargestellt.
Tabelle 12 Klinisches Ansprechen in den Studien CIMPASI-1 und CIMPASI-2 in
Woche 16 und Woche 48
Woche 16 Woche 48
CIMPASI-1
Placebo Cimzia 200 mg Cimzia 400 mg Cimzia 200 mg Cimzia 400 mg
Q2Wa) Q2W Q2W Q2W
N = 51 N = 95 N = 88 N = 95 N = 88
PGA klar oder 4,2 % 47,0 %* 57,9 %* 52,7 % 69,5 %fast klarb)
PASI 75 6,5 % 66,5 %* 75,8 %* 67,2 % 87,1 %
PASI 90 0,4 % 35,8 %* 43,6 %* 42,8 % 60,2 %
CIMPASI-2
Placebo Cimzia 200 mg Cimzia 400 mg Cimzia 200 mg Cimzia 400 mg
Q2Wa) Q2W Q2W Q2W
N = 49 N = 91 N = 87 N = 91 N = 87
PGA klar oder 2,0 % 66,8 %* 71,6 %* 72,6 % 66,6 %fast klarb)
PASI 75 11,6 % 81,4 %* 82,6 %* 78,7 % 81,3 %
PASI 90 4,5 % 52,6 %* 55,4 %* 59,6 % 62,0 %a) Cimzia 200 mg, verabreicht alle 2 Wochen, im Anschluss an eine Anfangsdosis von 400 mg in
Woche 0, 2, 4.b) PGA-Skala mit 5 Kategorien. Der Behandlungserfolg von 'klar“ (0) oder 'fast klar“ (1) umfasstefehlende Anzeichen einer Psoriasis oder normale bis rosa Färbung der Läsionen, fehlende
Plaqueverdickung und keine bis minimale fokale Schuppung.
* Cimzia vs Placebo: p < 0,0001.
Die Ansprechraten und p-Werte für PASI und PGA wurden basierend auf einem logistischen
Regressionsmodell geschätzt, in dem eine multiple Imputation fehlender Daten auf der Grundlage des
MCMC-Verfahrens erfolgte. Patienten, die in den Escape-Arm übergingen oder die die Studieabbrachen (basierend auf dem Nichterreichen eines PASI 50-Ansprechens), wurden in Woche 48 als
Non-Responder behandelt.
Die Ergebnisse stammen aus der randomisierten Gruppe.
Die wichtigsten Ergebnisse der CIMPACT-Studie sind in Tabelle 13 dargestellt.
Tabelle 13 Klinisches Ansprechen in der CIMPACT-Studie in Woche 12 und Woche 16
Woche 12 Woche 16
Placebo Cimzia Cimzia Etanercept Placebo Cimzia Cimzia
N = 57 200 mg 400 mg 50 mg N = 57 200 mg 400 mg
Q2Wa) Q2W BiW Q2W Q2W
N = 165 N = 167 N = 170 N = 165 N = 167
PASI 75 5 % 61,3 %*,§ 66,7 %*,§§ 53,3 % 3,8 % 68,2 %* 74,7 %*
PASI 90 0,2 % 31,2 %* 34,0 %* 27,1 % 0,3 % 39,8 %* 49,1 %*
PGA klar oderfast klarb) 1,9 % 39,8 %** 50,3 %* 39,2 % 3,4 % 48,3 %* 58,4 %*a) Cimzia 200 mg, verabreicht alle 2 Wochen, im Anschluss an eine Anfangsdosis von 400 mg in
Woche 0, 2, 4.b) PGA-Skala mit 5 Kategorien. Der Behandlungserfolg von 'klar“ (0) oder 'fast klar“ (1) umfasstefehlende Anzeichen einer Psoriasis oder normale bis rosa Färbung der Läsionen, fehlende
Plaqueverdickung und keine bis minimale fokale Schuppung.
* Cimzia vs Placebo: p < 0,0001.§ Cimzia 200 mg alle 2 Wochen vs Etanercept 50 mg zweimal wöchentlich zeigte eine Nicht-
Unterlegenheit (Unterschied zwischen Etanercept und Cimzia 200 mg alle 2 Wochenbetrug 8,0 %, 95 %-KI -2,9, 18,9, basierend auf einer vorgegebenen Nicht-Unterlegenheitsmargevon 10 %).§§ Cimzia 400 mg alle 2 Wochen vs Etanercept 50 mg zweimal wöchentlich zeigte eine Überlegenheit(p < 0,05)
** Cimzia vs Placebo: p < 0,001. Die Ansprechraten und p-Werte basierten auf einem logistischen
Regressionsmodell.
Es erfolgte eine multiple Imputation fehlender Daten auf der Basis des MCMC-Verfahrens. Die
Ergebnisse stammen aus der randomisierten Gruppe.
In allen drei Studien war die Ansprechrate mit PASI 75 beginnend in Woche 4 bei Cimzia im
Vergleich zu Placebo signifikant größer.
Beide Cimzia-Dosen zeigten eine Wirksamkeit im Vergleich zu Placebo, und zwar ungeachtet von
Alter, Geschlecht, Körpergewicht, BMI, Dauer der Psoriasis-Erkrankung, früherer Behandlung mitsystemischen Therapien und früherer Behandlung mit Biologika.
Erhaltung des Ansprechens
In einer integrierten Analyse von CIMPASI-1 und CIMPASI-2 betrug die Aufrechterhaltung des
Ansprechens in Woche 48 bei Patienten, die in Woche 16 PASI 75-Responder waren und
Cimzia 400 mg alle 2 Wochen (n = 134 von 175 randomisierten Patienten) oder Cimzia 200 mg jedezweite Woche (n = 132 von 186 randomisierten Patienten) erhielten, 98,0 % bzw. 87,5 %. Bei
Patienten mit PGA klar oder fast klar in Woche 16, die Cimzia 400 mg alle 2 Wochen (n = 103von 175) oder Cimzia 200 mg alle 2 Wochen (n = 95 von 186) erhielten, betrug die Aufrechterhaltungdes Ansprechens in Woche 48 85,9 % bzw. 84,3 %.
Nach weiteren 96 Wochen der offenen Behandlung (Woche 144), wurde die Aufrechterhaltung des
Ansprechens beurteilt. 21 % aller randomisierten Probanden fielen vor Woche 144 aus der
Nachbeobachtung ('lost to follow up“). Bei etwa 27 % der Completer-Studienteilnehmer, die in dieoffene Behandlung zwischen den Wochen 48 bis 144 mit Cimzia 200 mg alle 2 Wochenaufgenommen wurden, wurde die Dosis auf Cimzia 400 mg alle 2 Wochen zur Erhaltung des
Ansprechens erhöht. In einer Analyse, in der alle Patienten mit Therapieversagen als Non-Responderbetrachtet wurden, betrug die Aufrechterhaltung des Ansprechens der Behandlungsgruppe auf Cimzia200 mg alle 2 Wochen für den jeweiligen Endpunkt nach weiteren 96 Wochen der offenen Therapie84,5 % für PASI 75 für Studienteilnehmer, die in Woche 16 Responder waren, und 78,4 % für PGAklar oder fast klar. Die Aufrechterhaltung des Ansprechens der Behandlungsgruppe auf Cimzia400 mg alle 2 Wochen, die in die offene Phase mit Cimzia 200 mg alle 2 Wochen aufgenommenwurde, betrug 84,7 % für PASI 75 für Studienteilnehmer, die in Woche 16 Responder waren, und73,1 % für PGA klar oder fast klar.
Diese Ansprechraten basierten auf einem logistischen Regressionsmodell, bei dem eine multiple
Imputation (MCMC-Verfahren) fehlender Daten über 48 bzw. 144 Wochen, kombiniert mit einer NRIbei Behandlungsversagen, erfolgte.
In der CIMPACT-Studie war der Prozentsatz der PASI 75-Responder unter PASI 75-Respondern in
Woche 16, die Cimzia 400 mg alle 2 Wochen erhielten und nach erneuter Randomisierung entweder
Cimzia 400 mg alle 2 Wochen, Cimzia 200 mg alle 2 Wochen oder Placebo erhielten, in Woche 48 inden Cimzia-Gruppen im Vergleich zu Placebo höher (98,0 %, 80,0 % bzw. 36,0 %). Der Prozentsatzder PASI 75-Responder war unter PASI 75-Respondern in Woche 16, die Cimzia 200 mgalle 2 Wochen erhielten und nach erneuter Randomisierung entweder Cimzia 400 mg alle 4 Wochen,
Cimzia 200 mg alle 2 Wochen oder Placebo erhielten, in Woche 48 in den Cimzia-Gruppen im
Vergleich zu Placebo ebenfalls höher (88,6 %, 79,5 % bzw. 45,5 %). Für fehlende Daten erfolgte eine
Non-Responder-Imputation.
Lebensqualität/Vom Patienten berichtete Ergebnisse
Im Dermatologie-Lebensqualität-Index-Score (Dermatology Life Quality Index, DLQI) zeigten sich in
Woche 16 (CIMPASI-1- und CIMPASI-2-Studien) gegenüber Baseline statistisch signifikante
Verbesserungen im Vergleich zu Placebo. Die mittleren Rückgänge (Verbesserungen) im DLQI in
Woche 16 gegenüber Baseline reichten von -8,9 bis -11,1 unter Cimzia 200 mg alle 2 Wochen undvon -9,6 bis -10,0 unter Cimzia 400 mg alle 2 Wochen vs -2,9 bis -3,3 unter Placebo.
Außerdem war die Behandlung mit Cimzia in Woche 16 mit einem größeren Anteil von Patienten, dieeinen DLQI von 0 oder 1 erzielten, assoziiert (Cimzia 400 mg alle 2 Wochen, 45,5 % bzw. 50,6 %;
Cimzia 200 mg alle 2 Wochen, 47,4 % bzw. 46,2 %, versus Placebo, 5,9 % bzw. 8,2 %).
Die Verbesserungen des DLQI-Score wurden bis Woche 144 aufrechterhalten oder leicht verringert.
Die mit Cimzia behandelten Patienten berichteten im Vergleich zu Placebo über stärkere
Verbesserungen auf der Skala zur Erfassung von Angst und Depression (Hospital Anxiety and
Depression Scale, HADS-D).
ImmunogenitätDie nachstehenden Daten spiegeln den Prozentsatz der Patienten wider, die in einem ELISA-Test undspäter mit einer empfindlicheren Methode positiv auf Antikörper gegen Certolizumab Pegol getestetwurden, und sind stark von der Sensitivität und Spezifität des Assays abhängig. Die beobachtete
Inzidenz von Antikörpern (einschließlich neutralisierender Antikörper) in einem Assay hängt inhohem Maße von mehreren Faktoren ab, darunter die Sensitivität und Spezifität des Assays, die
Assay-Methodik, die Probenhandhabung, der Zeitpunkt der Probenentnahme, die Begleitmedikationund die Grunderkrankung. Aus diesen Gründen ist ein Vergleich der Inzidenz von Antikörpern gegen
Certolizumab Pegol in den unten beschriebenen Studien mit der Inzidenz von Antikörpern in anderen
Studien oder mit anderen Produkten möglicherweise irreführend.
Rheumatoide ArthritisDer prozentuale Gesamtanteil von Patienten mit Antikörpern gegen Cimzia, die bei mindestens einer
Untersuchung entdeckt wurden, betrug in den placebokontrollierten Studien zu RA 9,6 %. Bei etwaeinem Drittel der Antikörper-positiven Patienten wurden Antikörper mit neutralisierender Wirkung invitro festgestellt. Bei Patienten, die gleichzeitig mit Immunsuppressiva (MTX) behandelt wurden, wardie Antikörperentwicklungsrate niedriger als bei Patienten, die bei Ausgangslage keine
Immunsuppressiva einnahmen. Die Antikörperbildung stand in Zusammenhang mit einer reduzierten
Wirkstoffkonzentration im Plasma und bei einigen Patienten mit einer geringeren Wirksamkeit.
Der prozentuale Anteil von Patienten, bei denen in zwei open-label Langzeitstudien (bis zu fünf
Jahren Exposition) mindestens bei einer Untersuchung Antikörper gegen Cimzia festgestellt werdenkonnten, betrug 13 % (8,4 % aller Patienten bildeten vorübergehend und weitere 4,7 % bildetendauerhaft Antikörper gegen Cimzia). Der prozentuale Anteil von Patienten, die antikörperpositivwaren und eine dauerhafte Reduktion der Konzentration des Wirkstoffs im Blutplasma aufwiesen,wurde auf 9,1 % geschätzt. Wie bei den placebokontrollierten Studien war bei einigen Patienten die
Bildung von Antikörpern mit einer verringerten Wirksamkeit verbunden.
Ein pharmakodynamisches Modell basierend auf den Daten aus den Phase-III-Studien sagt vorher,dass etwa 15 % der Patienten innerhalb von 6 Monaten unter dem empfohlenen Dosisschema (200 mgalle 2 Wochen nach einer Bolusdosis) ohne Begleittherapie mit MTX Antikörper entwickeln. Diese
Zahl nimmt mit steigenden Dosierungen der MTX-Begleitbehandlung ab. Diese Daten stimmen inetwa mit den beobachteten Daten überein.
Psoriasis-ArthritisDer prozentuale Gesamtanteil von Patienten mit Antikörpern gegen Cimzia, die bei mindestens einer
Untersuchung bis Woche 24 entdeckt wurden, betrug in der placebokontrollierten Phase-III-Studie bei
Patienten mit Psoriasis-Arthritis 11,7 %. Die Antikörperbildung stand in Zusammenhang mit einerreduzierten Wirkstoffkonzentration im Plasma.
Während der gesamten Studiendauer (bis zu 4 Jahren), wurden bei 17,3 % der Patienten beimindestens einer Untersuchung Antikörper gegen Cimzia festgestellt (8,7 % der Patientenentwickelten vorübergehend Antikörper, weitere 8,7 % entwickelten dauerhaft Antikörper gegen
Cimzia). Der prozentuale Gesamtanteil von antikörperpositiven Patienten, die eine anhaltende
Reduktion der Arzneimittelplasmakonzentration aufwiesen, wurde auf 11,5 % geschätzt.
Plaque-PsoriasisIn den placebo- und aktiv kontrollierten Phase-III-Studien betrug der Prozentsatz der Patienten, die beimindestens einer Gelegenheit während der Behandlung bis Woche 48 bezüglich Antikörpern gegen
Cimzia positiv waren, 8,3 % (22/265) bzw. 19,2 % (54/281) für Cimzia 400 mg alle 2 Wochen bzw.
Cimzia 200 mg alle 2 Wochen. In CIMPASI-1 und CIMPASI-2 waren sechzig Patienten Antikörper-positiv; 27 dieser Patienten waren in Bezug auf neutralisierende Antikörper auswertbar und positivgetestet worden. Ein erstes Auftreten von Antikörper-Positivität in der unverblindeten
Behandlungsphase wurde bei 2,8 % (19/688) der Patienten beobachtet. Antikörper-Positivität war miteiner erniedrigten Arzneimittelplasmakonzentration und bei einigen Patienten mit einer reduzierten
Wirksamkeit assoziiert.
Axiale SpondyloarthritisAS001
Der prozentuale Gesamtanteil von Patienten mit Antikörpern gegen Cimzia, die bei mindestens einer
Untersuchung bis Woche 24 nachgewiesen wurden, betrug 4,4 % in der placebokontrollierten Phase-
III-Studie AS001 bei Patienten mit axialer Spondyloarthritis (Untergruppen mit ankylosierender
Spondylitis und nicht-radiographischer axialer Spondyloarthritis). Die Antikörperbildung war miteiner verringerten Arzneimittelplasmakonzentration verbunden.
Während der gesamten Studiendauer (bis zu 192 Wochen), wurden bei 9,6 % der Patienten beimindestens einer Untersuchung Antikörper gegen Cimzia festgestellt (4,8 % der Patientenentwickelten vorübergehend Antikörper, weitere 4,8 % entwickelten dauerhaft Antikörper gegen
Cimzia). Der prozentuale Gesamtanteil von antikörperpositiven Patienten, die eine anhaltende
Reduktion der Arzneimittelplasmakonzentration aufwiesen, wurde auf 6,8 % geschätzt.
AS0006 und C-OPTIMISE
In der AS0006-Studie (und später auch in der C-OPTIMISE-Studie) wurde erstmals einempfindlicherer und medikamententoleranterer Assay verwendet, was dazu führte, dass ein größerer
Anteil der Proben messbare Antikörper gegen Cimzia aufwies und somit die Patienten häufiger alsantikörperpositiv eingestuft wurden. In AS0006 betrug nach bis zu 52-wöchiger Behandlung die
Gesamtinzidenz von Patienten mit Antikörpern gegen Cimzia 97 % (248/255 Patienten). Aber nur diehöchsten Titer waren mit einer reduzierten Cimzia-Plasmakonzentration assoziiert, und es wurde keine
Beeinträchtigung der Wirksamkeit beobachtet. Ähnliche Ergebnisse in Bezug auf Antikörper gegen
Cimzia wurden in C-OPTIMISE beobachtet. Die Ergebnisse aus C-OPTIMISE zeigten zudem, dasssich die Ergebnisse der Immunogenität bei einer Reduktion der Cimzia-Dosis auf 200 mg alle4 Wochen nicht veränderten.
Etwa 22 % (54/248) der Patienten in AS0006 mit Antikörpern gegen Cimzia zu irgendeinem Zeitpunktwiesen Antikörper auf, die als neutralisierend eingestuft wurden. Der neutralisierende Status der
Antikörper wurde in C-OPTIMISE nicht untersucht.