Angewendet bei: Prävention von Pneumokokken-Erkrankungen
Art der Anwendung: Injektion
Substanz: Pneumokokken-Polysaccharid-Konjugatimpfstoff 21-wertig (Impfstoff)
ATC: J07AL02 (ANTIINFEKTIVA ZUR SYSTEMISCHEN ANWENDUNG | IMPFSTOFFE | BAKTERIELLE IMPFSTOFFE | Pneumokokken-Impfstoffe)
Der 21-valente pneumokokkale Polysaccharid-Konjugatimpfstoff wurde entwickelt, um vor Infektionen durch 21 verschiedene Serotypen des Bakteriums Streptococcus pneumoniae zu schützen. Dieser Impfstoff wird zur Vorbeugung von Pneumokokkenerkrankungen wie Lungenentzündung, Meningitis, Sepsis und Mittelohrentzündung eingesetzt, insbesondere bei Risikogruppen wie Kleinkindern, älteren Menschen und Personen mit chronischen Erkrankungen oder Immunsuppression.
Der Impfstoff ist konjugiert, was bedeutet, dass die Kapselpolysaccharide des Bakteriums an ein Trägerprotein gebunden sind, wodurch die Immunantwort verstärkt wird, insbesondere bei Kindern unter 2 Jahren, deren Immunsystem noch nicht vollständig entwickelt ist.
Er wird gemäß einem von den Gesundheitsbehörden festgelegten Impfplan intramuskulär verabreicht. Der Impfstoff wird gut vertragen, aber leichte Nebenwirkungen wie Schmerzen an der Injektionsstelle, Fieber oder Müdigkeit können auftreten. Schwere Reaktionen sind selten.
Es ist wichtig, den empfohlenen Impfplan einzuhalten, um einen optimalen Schutz vor Pneumokokkenerkrankungen zu gewährleisten.
CAPVAXIVE Injektionslösung in einer Fertigspritze
Pneumokokken-Polysaccharid-Konjugatimpfstoff (21-valent)
1 Dosis (0,5 ml) enthält:
Pneumokokken-Polysaccharid, Serotyp 31 4 µg
Pneumokokken-Polysaccharid, Serotyp 6A1 4 µg
Pneumokokken-Polysaccharid, Serotyp 7F1 4 µg
Pneumokokken-Polysaccharid, Serotyp 81 4 µg
Pneumokokken-Polysaccharid, Serotyp 9N1 4 µg
Pneumokokken-Polysaccharid, Serotyp 10A1 4 µg
Pneumokokken-Polysaccharid, Serotyp 11A1 4 µg
Pneumokokken-Polysaccharid, Serotyp 12F1 4 µg
Pneumokokken-Polysaccharid, Serotyp 15A1 4 µg
Pneumokokken-Polysaccharid aus deOAc15B (de-O-acetylierter Serotyp 15B)1 4 µg
Pneumokokken-Polysaccharid, Serotyp 16F1 4 µg
Pneumokokken-Polysaccharid, Serotyp 17F1 4 µg
Pneumokokken-Polysaccharid, Serotyp 19A1 4 µg
Pneumokokken-Polysaccharid, Serotyp 20A1 4 µg
Pneumokokken-Polysaccharid, Serotyp 22F1 4 µg
Pneumokokken-Polysaccharid, Serotyp 23A1 4 µg
Pneumokokken-Polysaccharid, Serotyp 23B1 4 µg
Pneumokokken-Polysaccharid, Serotyp 24F1 4 µg
Pneumokokken-Polysaccharid, Serotyp 311 4 µg
Pneumokokken-Polysaccharid, Serotyp 33F1 4 µg
Pneumokokken-Polysaccharid, Serotyp 35B1 4 µg1Konjugiert an CRM197-Trägerprotein. CRM197 ist eine nicht-toxische Mutante des Diphtherie-Toxins(aus Corynebacterium diphtheriae C7) und wurde rekombinant exprimiert in Pseudomonasfluorescens.
1 Dosis (0,5 ml) enthält etwa 65 µg CRM197-Trägerprotein.
Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung1 Dosis (0,5 ml) enthält 0,5 mg Polysorbat 20.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
Injektionslösung (Injektion).
Der Impfstoff ist eine farblose, klare bis opaleszierende Lösung.
CAPVAXIVE ist indiziert bei Erwachsenen ab 18 Jahren für die aktive Immunisierung zur Präventionvon invasiven Erkrankungen und Pneumonien, die durch Streptococcus pneumoniae verursachtwerden.
Für Informationen zum Schutz vor bestimmten Pneumokokken-Serotypen, siehe Abschnitte 4.4 und5.1.
CAPVAXIVE sollte entsprechend den offiziellen Impfempfehlungen angewendet werden.
Personen ab 18 Jahren1 Dosis (0,5 ml).
Die Notwendigkeit einer erneuten Impfung mit einer weiteren Dosis CAPVAXIVE ist nicht erwiesen.
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit und Wirksamkeit von CAPVAXIVE bei Kindern unter 18 Jahren sind nicht erwiesen.
Es liegen keine Daten vor.
Art der AnwendungCAPVAXIVE ist nur durch eine intramuskuläre Injektion zu verabreichen. Dieser Impfstoff sollte bei
Erwachsenen bevorzugt in den Deltamuskel des Oberarms gegeben werden, wobei darauf zu achtenist, dass keine Injektion in oder in die Nähe von Nerven und Blutgefäßen erfolgt.
Hinweise zur Handhabung des Impfstoffs vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.
Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe, einschließlich Diphtherie-Toxoid, oder einen der in
Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des
Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiertwerden.
AnaphylaxieWie bei allen injizierbaren Impfstoffen haben für den Fall eines seltenen, anaphylaktischen
Ereignisses nach Anwendung des Impfstoffs immer eine angemessene medizinische
Behandlungsmöglichkeit und Überwachung zur Verfügung zu stehen.
Zeitgleiche ErkrankungenBei Personen, die an einer akuten, schweren fieberhaften Erkrankung oder akuten Infektion leiden, istdie Impfung zu verschieben. Das Vorliegen einer leichten Infektion und/oder leichten Fiebers ist kein
Grund für eine Verzögerung der Impfung.
Thrombozytopenie und GerinnungsstörungenWie bei anderen intramuskulären Injektionen sollte die Verabreichung des Impfstoffs bei Personen,die eine Therapie mit Antikoagulanzien erhalten, oder Personen, die an einer Thrombozytopenie odereiner Gerinnungsstörung (wie z. B. Hämophilie) leiden, mit besonderer Vorsicht erfolgen, da es beidiesen Personen nach einer intramuskulären Verabreichung zu Blutungen oder Hämatomen kommenkann.
Angstbedingte ReaktionenIm Zusammenhang mit der Impfung können angstbedingte Reaktionen, einschließlich vasovagaler
Reaktionen (Synkope), Hyperventilation oder stressbedingte Reaktionen als Reaktion auf den
Nadelstich auftreten. Stressbedingte Reaktionen sind vorübergehend und klingen von selbst ab. Es istwichtig, dass Vorkehrungen getroffen werden, um Verletzungen infolge einer Ohnmacht zuvermeiden.
Immungeschwächte PersonenFür Personen aus immungeschwächten Gruppen liegen keine Sicherheits- und Immunogenitätsdatenfür CAPVAXIVE vor. Eine Impfung sollte individuell abgewogen werden.
Basierend auf Erfahrungen mit Pneumokokken-Impfstoffen können immungeschwächte Personen,einschließlich Personen, die eine immunsuppressive Therapie erhalten, eine reduzierte Immunantwortauf CAPVAXIVE haben.
SchutzwirkungWie bei jedem Impfstoff schützt eine Impfung mit CAPVAXIVE möglicherweise nicht alle geimpften
Personen. Dieser Impfstoff schützt nur gegen die im Impfstoff enthaltenen Streptococcus-pneumoniae-
Serotypen sowie gegen den kreuzreaktiven Serotyp 15B (siehe Abschnitte 2 und 5.1).
NatriumDieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d. h. es ist nahezu'natriumfrei“.
Polysorbat 20Dieses Arzneimittel enthält 0,5 mg Polysorbat 20 pro Dosis. Polysorbate können allergische
Reaktionen hervorrufen.
Verschiedene injizierbare Impfstoffe sollten immer an verschiedenen Injektionsstellen verabreichtwerden.
CAPVAXIVE kann gleichzeitig mit einem quadrivalenten Influenza-Impfstoff (Spaltimpfstoff,inaktiviert) verabreicht werden. Es liegen keine Daten zur gleichzeitigen Anwendung von
CAPVAXIVE mit anderen Impfstoffen als Influenza-Impfstoffen vor.
Bisher liegen keine Daten zur Anwendung von CAPVAXIVE bei Schwangeren vor.
Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche
Wirkungen in Bezug auf Schwangerschaft, embryonale/fetale Entwicklung, Geburtsvorgang oderpostnatale Entwicklung (siehe Abschnitt 5.3).
Während der Schwangerschaft soll die Anwendung von CAPVAXIVE nur dann in Betracht gezogenwerden, wenn der mögliche Nutzen für die Mutter und den Fetus die möglichen Risiken überwiegt.
StillzeitEs ist nicht bekannt, ob CAPVAXIVE in die Muttermilch übergeht.
FertilitätEs liegen keine Daten am Menschen zur Wirkung von CAPVAXIVE auf die Fertilität vor.
Tierexperimentelle Studien an weiblichen Ratten lassen nicht auf schädliche Auswirkungen schließen(siehe Abschnitt 5.3).
CAPVAXIVE hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit unddie Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Einige der unter Abschnitt 4.8 'Nebenwirkungen“erwähnten unerwünschten Arzneimittelreaktionen könnten jedoch vorübergehend die
Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinflussen.
Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen nach einer Impfung mit CAPVAXIVE bei Personenab 18 Jahren wurden strukturiert erfasst. Die insgesamt am häufigsten berichteten Nebenwirkungenwaren Schmerzen an der Injektionsstelle (52,9 %), Ermüdung/Fatigue (25,3 %), Kopfschmerzen(17,7 %) und Myalgie (10,4 %).
Die Mehrzahl der lokalen und systemischen Nebenwirkungen bei Personen, die CAPVAXIVEerhielten, waren leicht oder mäßig ausgeprägt (basierend auf Intensität oder Größe) und von kurzer
Dauer (≤ 3 Tage); schwere Reaktionen (definiert als ein Ereignis, das normale Alltagsaktivitätenverhindert oder mit einer Größe von > 10 cm) traten bei ≤ 1,0 % der Erwachsenen auf (siehe
Tabelle 1).
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenSofern nicht anders angegeben, basieren die Häufigkeitskategorien auf den Sicherheitsdaten von
CAPVAXIVE, die in 6 klinischen Studien bewertet wurden. Diese Studien wurden in Nord- und
Südamerika, Europa, im asiatisch-pazifischen Raum und in Afrika durchgeführt und schlossen 4 914
Personen im Alter von ≥ 18 Jahren mit oder ohne Vorerkrankung ein.
In diesem Abschnitt werden die für alle Altersgruppen gemeldeten Nebenwirkungen nach
Systemorganklasse mit absteigender Häufigkeit und Schweregrad aufgeführt. Die Häufigkeiten sindwie folgt definiert:
- Sehr häufig (≥ 1/10)
- Häufig (≥ 1/100, < 1/10)
- Gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100)
- Selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000)
- Sehr selten (< 1/10 000)
- Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Tabelle 1: Tabellarische Liste der Nebenwirkungen
Systemorganklasse Nebenwirkung Häufigkeit
Erkrankungen des Blutes Lymphadenopathie Gelegentlichund des Lymphsystems
Erkrankungen des Überempfindlichkeitsreaktion, Selten
Immunsystems einschließlich Bronchospasmus
Erkrankungen des Kopfschmerzen Sehr häufig
Nervensystems Schwindelgefühl Gelegentlich
Erkrankungen des Übelkeit Gelegentlich
Gastrointestinaltrakts Diarrhö
ErbrechenSkelettmuskulatur-, Myalgie* Häufig
Bindegewebs- und Arthralgie Gelegentlich
Knochenerkrankungen
Allgemeine Schmerzen an der Injektionsstelle Sehr häufig
Erkrankungen und Ermüdung/Fatigue
Beschwerden am Erythem an der Injektionsstelle* Häufig
Verabreichungsort Schwellung an der Injektionsstelle*
Fieber
Jucken an der Injektionsstelle Gelegentlich
Schüttelfrost
Blauer Fleck an der Injektionsstelle
* sehr häufig bei Personen im Alter von 18 bis 49 Jahren
Weitere besondere Personengruppen
Sicherheit bei Personen ab 65 JahrenBei Studienteilnehmenden ab 75 Jahren wurde, verglichen mit Studienteilnehmenden im Alter von 65bis 74 Jahren, eine geringere Häufigkeit von lokalen Reaktionen an der Injektionsstelle beobachtet. Esgab keine klinisch bedeutsamen Unterschiede für andere Nebenwirkungen bei Studienteilnehmendenim Alter von 65 bis 74 Jahren und ab 75 Jahren, die CAPVAXIVE erhielten.
Sicherheit bei Erwachsenen mit HIV-InfektionDas Sicherheitsprofil von CAPVAXIVE bei Erwachsenen mit HIV war im Allgemeinen vergleichbarmit dem Sicherheitsprofil des 15-valenten Pneumokokken-Konjugatimpfstoffs (PCV15), gefolgt vom23-valenten Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoff (PPSV23) (siehe Abschnitt 5.1).
Sicherheit bei Erwachsenen mit erhöhtem Risiko für Pneumokokken-Erkrankungen
Eine zusätzliche Studie, Protokoll 008, wurde durchgeführt, um CAPVAXIVE bei Pneumokokken-
Impfstoff-naiven Erwachsenen im Alter von 18 bis 64 Jahren mit einer oder mehreren vordefiniertenchronischen Erkrankungen, von denen bekannt ist, dass sie das Risiko für Pneumokokken-
Erkrankungen erhöhen, zu bewerten (siehe Abschnitt 5.1). Das Sicherheitsprofil von CAPVAXIVEwar im Allgemeinen vergleichbar mit PCV15, gefolgt von PPSV23, und im Allgemeinen ähnlich zudem Profil, das in den Pivotalstudien beobachtet wurde.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
Eine Überdosierung von CAPVAXIVE ist aufgrund seiner Darreichungsform als Fertigspritzeunwahrscheinlich.
Pharmakotherapeutische Gruppe: Impfstoffe, Pneumokokken-Impfstoffe, ATC-Code: J07AL02
WirkmechanismusCAPVAXIVE enthält 21 Pneumokokken-Kapselpolysaccharide von Streptococcus pneumoniae (3,6A, 7F, 8, 9N, 10A, 11A, 12F, 15A, deOAc15B, 16F, 17F, 19A, 20A, 22F, 23A, 23B, 24F, 31, 33Fund 35B), von denen bekannt ist, dass diese zur Pathogenität von Pneumokokken bei Erwachsenenbeitragen. Jeder Serotyp der aktivierten Polysaccharide ist jeweils an ein Trägerprotein (CRM197)konjugiert und induziert eine Antikörperbildung, die die Opsonisierung, Phagozytose und Abtötungvon Pneumokokken zum Schutz vor Pneumokokken-Erkrankungen verbessern. CAPVAXIVE lösteine T-Zell-abhängige Immunantwort aus. Trägerproteinspezifische T-Helferzellen unterstützen die
Spezifität, Funktionalität und Reifung Serotyp-spezifischer B-Zellen.
Immunantworten nach einer natürlichen Exposition gegenüber Streptococcus pneumoniae oder nacheiner Pneumokokken-Impfung können durch die Beurteilung der opsonophagozytischen Aktivität(OPA) bestimmt werden, um funktionale Antikörper zu bewerten, die in der Lage sind,
Pneumokokken-Kapselpolysaccharide zu opsonisieren, um sie phagozytischen Zellen zur Aufnahmeund anschließenden Abtötung zu präsentieren. Die OPA-Antworten gelten als wichtigerimmunologischer Surrogatparameter für den Schutz gegen Pneumokokken-Erkrankungen bei
Erwachsenen. Spezifische Schwellenwerte, die bei Erwachsenen mit Immunschutz korrelieren, sindnicht definiert. Es besteht eine positive Korrelation zwischen den OPA-Antworten und denantikapsulären Immunoglobulin-G(IgG)-Antworten.
Serotyp-spezifische Immunantworten (OPA und IgG) gegenüber den 21 in CAPVAXIVE enthaltenen
Serotypen und dem kreuzreaktiven Serotyp 15B wurden mittels eines validierten Multiplex-
Opsonophagocytose-Assays (MOPA) und eines Pneumokokken-Elektrochemilumineszens-Assays(Pn ECL) gemessen. Der Serotyp 15C repräsentiert die Immunantwort auf das deOAc15B-
Polysaccharid, da die Molekülstrukturen von deOAc15B und 15C ähnlich sind.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitSechs klinische Phase-3-Studien (Protokoll 003, Protokoll 004, Protokoll 005, Protokoll 006,
Protokoll 007 und Protokoll 010), die in Nord- und Südamerika, Europa, dem asiatisch-pazifischen
Raum und Afrika durchgeführt wurden, untersuchten die Immunogenität von CAPVAXIVE bei8 369 Personen ab 18 Jahren, von denen 5 450 CAPVAXIVE erhielten. Die Studienteilnehmenden inden Phase-3-Studien umfassten Erwachsene verschiedener Altersgruppen; annähernd 32 % waren 18bis 49 Jahre alt, 32 % waren 50 bis 64 Jahre alt, 29 % waren 65 bis 74 Jahre alt und 8 %waren 75 Jahre alt und älter. Von den geimpften Teilnehmenden hatten 14 % zuvor andere
Pneumokokken-Impfstoffe erhalten, 33 % hatten Risikofaktoren für eine Pneumokokken-Erkrankung(z. B. Alkoholismus, chronische Herzerkrankung, chronische Lebererkrankung, chronische
Lungenerkrankung einschließlich Asthma, Diabetes, Nierenfunktionsstörungen, Rauchen) undannähernd 4 % waren mit HIV infizierte Erwachsene, was ebenfalls mit einem hohen Risiko für eine
Pneumokokken-Erkrankung verbunden ist.
In jeder der Studien wurde die Immunogenität anhand der Serotyp-spezifischen OPA- und IgG-
Antworten 1 Monat nach der Impfung beurteilt.
Klinische Studien bei Pneumokokken-Impfstoff-naiven ErwachsenenBasierend auf einer vergleichenden Immunogenität wurde die Wirksamkeit von CAPVAXIVE bei
Erwachsenen gegen invasive Pneumokokken-Erkrankung und Pneumonie mit einem zugelassenen
Pneumokokken-Impfstoff (20-valenter Pneumokokken-Konjugatimpfstoff [PCV20] und PPSV23)untersucht.
Protokoll 003In einer Doppelblindstudie wurden 2 362 Pneumokokken-Impfstoff-naive Personen ab 50 Jahrenrandomisiert, um entweder CAPVAXIVE oder PCV20 zu erhalten. Die Immunantwort, bewertet nachdem Verhältnis der geometrischen mittleren Titer (GMT) (CAPVAXIVE/PCV20), ist in Tabelle 2dargestellt.
CAPVAXIVE erfüllte das vordefinierte statistische Kriterium für eine Nichtunterlegenheit gegenüber
PCV20 hinsichtlich der 10 Serotypen, die in beiden Impfstoffen enthalten sind, bewertet nach dem
Verhältnis der geometrischen mittleren Titer (GMT) (CAPVAXIVE/PCV20). Das Kriterium für eine
Nichtunterlegenheit war erfüllt, wenn die untere Grenze des zweiseitigen 95%-Konfidenzintervalls(KI) > 0,5 betrug. CAPVAXIVE erfüllte das vordefinierte Kriterium für eine Überlegenheit gegenüber
PCV20 für alle außer einen (15C) der 11 zusätzlich in CAPVAXIVE enthaltenen Serotypen, bewertetnach dem GMT-Verhältnis (CAPVAXIVE/PCV20). Das statistische Kriterium für eine Überlegenheitwar erfüllt, wenn die untere Grenze des zweiseitigen 95%-KI > 2,0 betrug (siehe Tabelle 2).
Tabelle 2: Serotyp-spezifische OPA-GMTs bei Pneumokokken-Impfstoff-naiven Personen≥ 50 Jahren (Protokoll 003)
Pneumokokken-Serotyp CAPVAXIVE PCV20 GMT-Verhältnis*(N = 1 179) (N = 1 177) (CAPVAXIVE/PCV20)n GMT* n GMT* (95%-KI)*10 gemeinsame Serotypen†3 1 154 274,0 1 161 176,7 1,55 (1,40; 1,72)6A 1 148 2 302,0 1 153 2 972,5 0,77 (0,68; 0,88)7F 1 152 3 637,4 1 158 3 429,9 1,06 (0,95; 1,18)8 1 155 2 501,3 1 158 1 811,1 1,38 (1,25; 1,53)10A 1 161 3 893,4 1 159 4 678,0 0,83 (0,75; 0,93)11A 1 145 3 232,6 1 150 2 092,8 1,54 (1,39; 1,72)12F 1 160 2 641,2 1 161 2 499,6 1,06 (0,92; 1,21)19A 1 159 2 136,1 1 162 2 817,8 0,76 (0,69; 0,84)22F 1 147 3 874,5 1 154 4 770,1 0,81 (0,72; 0,92)33F 1 154 13 558,9 1 157 11 742,1 1,15 (1,01; 1,32)11 zusätzlich in CAPVAXIVE enthaltene Serotypen‡9N 1 147 7 470,7 1 150 1 640,4 4,55 (4,12; 5,04)15A 1 107 5 237,2 1 102 1 589,0 3,30 (2,91; 3,74)15C 1 153 4 216,2 1 158 2 072,3 2,03 (1,77; 2,34)16F 1 151 4 868,2 1 153 846,3 5,75 (5,16; 6,41)17F 1 148 7 764,9 1 156 460,4 16,86 (14,90; 19,09)20A 1 161 6 099,2 1 155 631,1 9,66 (8,66; 10,79)23A 1 132 3 737,2 1 104 461,5 8,10 (6,86; 9,55)23B 1 160 1 082,5 1 160 107,3 10,09 (8,48; 12,00)24F 1 153 2 728,6 1 130 70,5 38,71 (33,87; 44,25)31 1 153 3 132,5 1 154 144,4 21,69 (18,68; 25,18)35B 1 153 8 527,8 1 159 1 383,0 6,17 (5,59; 6,80)
Kreuzreaktiver Serotyp15B 1 140 4 400,6 1 141 4 640,0 0,95 (0,84; 1,07)
* GMTs, GMT-Verhältnis und 95%-KI wurden anhand eines eingeschränkten Longitudinal-Datenanalysemodellsgeschätzt.† Das Kriterium für eine Nichtunterlegenheit war erfüllt, wenn die untere Grenze des zweiseitigen 95%-KI für dasgeschätzte GMT-Verhältnis (CAPVAXIVE/PCV20) > 0,5 betrug.‡ Das Kriterium für eine Überlegenheit war erfüllt, wenn die untere Grenze des zweiseitigen 95%-KI für das geschätzte
GMT-Verhältnis (CAPVAXIVE/PCV20) > 2,0 betrug.
N = Anzahl der randomisierten und geimpften Personen; n = Anzahl der Personen, die zur Analyse beigetragen haben.
CAPVAXIVE erfüllte das Kriterium für eine Überlegenheit gegenüber PCV20 für 10 der 11zusätzlich in CAPVAXIVE enthaltenen Serotypen (außer 15C), bewertet nach dem Anteil an
Personen, die vom Zeitpunkt vor der Impfung bis 1 Monat nach der Impfung einen ≥ 4-fachen Anstiegder OPA-Antworten erreichten. Das Kriterium für eine Überlegenheit war definiert als Unterschiedzwischen CAPVAXIVE und PCV20 von > 10 Prozentpunkten.
Immunobridging bei Pneumokokken-Impfstoff-naiven Personen im Alter von 18 bis 49 JahrenIn einer Doppelblindstudie wurden Pneumokokken-Impfstoff-naive Personen im Alter von 18 bis49 Jahren im Verhältnis 2:1 randomisiert und erhielten CAPVAXIVE (N = 200) oder PCV20(N = 100). Die Gruppe im Alter von 18 bis 49 Jahren, die CAPVAXIVE erhielt (N = 200), wurde mitder Gruppe im Alter von 50 bis 64 Jahren (N = 589) verglichen, die ebenfalls CAPVAXIVE erhaltenhatte, um die OPA-Antworten zu untersuchen.
Für CAPVAXIVE konnte ein erfolgreiches Immmunobridging der Serotyp-spezifischen
Immunantworten für jeden der 21 Impfstoff-Serotypen bei Personen im Alter von 18 bis 49 Jahrengegenüber Personen im Alter von 50 bis 64 Jahren gezeigt werden, da die Untergrenze deszweiseitigen 95%-KI für das GMT-Verhältnis für jeden Serotyp > 0,5 betrug (siehe Tabelle 3).
Tabelle 3: Vergleich der Serotyp-spezifischen OPA-GMTs bei Pneumokokken-Impfstoff-naiven
Personen im Alter von 18-49 Jahren und 50-64 Jahren, die CAPVAXIVE erhalten haben(Protokoll 003)
GMT-Verhältnis*†
Pneumokokken- 18-49 Jahre 50-64 Jahre (18-49 Jahre/50-64 Jahre)
Serotyp (N = 200) (N = 589) (95%-KI)*n GMT n GMT3 194 308,6 572 282,7 1,09 (0,90; 1,33)6A 196 5 289,6 569 2 572,9 2,06 (1,61; 2,62)7F 198 6 447,2 571 4 278,8 1,51 (1,23; 1,84)8 197 4 516,0 571 3 004,7 1,50 (1,26; 1,79)9N 197 17 283,2 570 8 791,4 1,97 (1,59; 2,43)10A 197 6 808,1 575 4 382,6 1,55 (1,26; 1,92)11A 196 5 871,6 564 3 785,8 1,55 (1,26; 1,91)12F 196 6 150,4 574 3 561,2 1,73 (1,37; 2,17)15A 184 11 319,2 550 5 901,2 1,92 (1,55; 2,37)15C 195 10 194,0 570 5 708,0 1,79 (1,36; 2,35)16F 193 8 877,0 571 5 720,0 1,55 (1,26; 1,91)17F 194 16 070,6 568 10 068,0 1,60 (1,26; 2,02)19A 198 2 773,2 574 2 374,6 1,17 (0,97; 1,40)20A 197 13 150,0 575 7 562,7 1,74 (1,39; 2,18)22F 198 9 299,6 568 4 683,6 1,99 (1,58; 2,49)23A 192 8 848,7 561 4 739,5 1,87 (1,43; 2,44)23B 198 2 140,1 575 1 420,9 1,51 (1,11; 2,04)24F 197 4 137,6 570 3 047,2 1,36 (1,10; 1,67)31 195 8 005,6 570 3 820,7 2,10 (1,63; 2,69)33F 197 34 805,5 570 17 607,4 1,98 (1,52; 2,57)35B 198 13 933,4 573 9 053,9 1,54 (1,26; 1,87)
* GMTs, GMT-Verhältnis und 95%-KI wurden anhand eines Longitudinal-Datenanalysemodells geschätzt.† Eine Schlussfolgerung zum Immunobridging basierte auf der Untergrenze des 95%-KI für das geschätzte GMT-
Verhältnis (18 - 49 Jahre/50 - 64 Jahre) von > 0,5.
N = Anzahl der randomisierten und geimpften Personen; n = Anzahl der Personen, die zur Analyse beigetragen haben.
Protokoll 010In einer Doppelblindstudie wurden 1 484 Pneumokokken-Impfstoff-naive Personen ab 50 Jahrenrandomisiert, um entweder CAPVAXIVE oder PPSV23 zu erhalten; 46 % der Teilnehmenden waren50 bis 64 Jahre alt, 54 % waren 65 Jahre alt und älter und 10 % waren 75 Jahre alt und älter. Die
Immunantwort, bewertet nach dem GMT-Verhältnis (CAPVAXIVE/PPSV23), ist in Tabelle 4dargestellt.
CAPVAXIVE erfüllte das vordefinierte statistische Kriterium für eine Nichtunterlegenheit gegenüber
PPSV23 hinsichtlich der 12 Serotypen, die in beiden Impfstoffen enthalten sind, bewertet nach dem
GMT-Verhältnis (CAPVAXIVE/PPSV23). Das Kriterium für eine Nichtunterlegenheit war erfüllt,wenn die untere Grenze des zweiseitigen 95%-KI > 0,5 betrug. CAPVAXIVE erfüllte dasvordefinierte Kriterium für eine Überlegenheit gegenüber PPSV23 für die 9 zusätzlich in
CAPVAXIVE enthaltenen Serotypen, bewertet nach dem GMT-Verhältnis (CAPVAXIVE/PPSV23).
Das statistische Kriterium für eine Überlegenheit war erfüllt, wenn die untere Grenze des zweiseitigen95%-KI > 2,0 betrug (siehe Tabelle 4).
Tabelle 4: Serotyp-spezifische OPA-GMTs bei Pneumokokken-Impfstoff-naiven Personen≥ 50 Jahre (Protokoll 010)
CAPVAXIVE PPSV23 GMT-Verhältnis*
Pneumokokken- (N = 739) (N = 741) (CAPVAXIVE/PPSV23)
Serotypn GMT* n GMT* (95%-KI)*12 gemeinsame Serotypen†3 725 230,4 729 211,5 1,09 (0,96; 1,23)7F 729 4 876,7 732 3 314,6 1,47 (1,29; 1,68)8 730 3 379,6 733 2 882,1 1,17 (1,04; 1,32)9N 728 7 346,6 729 6 545,9 1,12 (1,00; 1,26)10A 725 4 382,9 726 2 818,7 1,55 (1,37; 1,77)11A 728 3 711,1 729 1 809,7 2,05 (1,82; 2,31)12F 728 3 031,8 732 1 854,9 1,63 (1,40; 1,90)17F 722 8 215,7 730 4 060,5 2,02 (1,77; 2,31)19A 731 2 670,0 732 1 879,9 1,42 (1,26; 1,60)20A 730 6 966,1 733 4 208,4 1,66 (1,46; 1,88)22F 725 4 724,1 728 3 084,9 1,53 (1,34; 1,75)33F 727 15 497,3 731 17 483,0 0,89 (0,76; 1,04)9 zusätzlich in CAPVAXIVE enthaltene Serotypen‡6A 729 3 193,9 730 964,0 3,31 (2,84; 3,87)15A 715 6 746,5 703 1 462,1 4,61 (3,99; 5,33)15C 729 7 604,8 730 2 605,0 2,92 (2,50; 3,42)16F 726 6 675,4 723 1 482,2 4,50 (3,99; 5,09)23A 711 4 804,2 690 837,2 5,74 (4,81; 6,85)23B 730 2 252,6 726 137,2 16,42 (13,46; 20,03)24F 723 4 568,0 705 1 346,7 3,39 (2,97; 3,87)31 730 5 040,7 731 423,9 11,89 (10,16; 13,91)35B 728 10 707,5 732 1 735,0 6,17 (5,54; 6,87)
Kreuzreaktiver Serotyp15B 716 5 157,3 727 3 243,2 1,59 (1,37; 1,85)
* GMTs, GMT-Verhältnis und 95%-KI wurden anhand eines eingeschränkten Longitudinal-Datenanalysemodellsgeschätzt.† Das Kriterium für eine Nichtunterlegenheit war erfüllt, wenn die untere Grenze des zweiseitigen 95%-KI für dasgeschätzte GMT-Verhältnis (CAPVAXIVE/PPSV23) > 0,5 betrug.‡ Das Kriterium für eine Überlegenheit war erfüllt, wenn die untere Grenze des zweiseitigen 95%-KI für das geschätzte
GMT-Verhältnis (CAPVAXIVE/PPSV23) > 2,0 betrug.
N = Anzahl der randomisierten und geimpften Personen; n = Anzahl der Personen, die zur Analyse beigetragen haben.
CAPVAXIVE erfüllte das Kriterium für eine Überlegenheit gegenüber PPSV23 für 8 der 9 zusätzlichin CAPVAXIVE enthaltenen Serotypen (außer 15C), bewertet nach dem Anteil an Personen, die vom
Zeitpunkt vor der Impfung bis 1 Monat nach der Impfung einen ≥ 4-fachen Anstieg der OPA-
Antworten erreichten. Das Kriterium für eine Überlegenheit war definiert als Unterschied zwischen
CAPVAXIVE und PPSV23 von > 10 Prozentpunkten.
Klinische Studien bei Erwachsenen mit vorheriger Pneumokokken-ImpfungIn einer deskriptiven Phase-3-Studie wurden Personen im Alter von ≥ 50 Jahren rekrutiert, diemindestens ein Jahr vor Einschluss in die Studie mit einem anderen Pneumokokken-Impfstoff geimpftworden waren. Die Teilnehmenden wurden randomisiert, um entweder CAPVAXIVE oder einenanderen Pneumokokken-Impfstoff zu erhalten.
Über alle 3 Kohorten hinweg war CAPVAXIVE immunogen für alle 21 im Impfstoff enthaltenen
Serotypen, wie durch Serotyp-spezifischen OPA-GMTs ermittelt wurde. Die OPA-GMTs waren fürdie gemeinsamen Serotypen im Allgemeinen vergleichbar zwischen den beiden Impfgruppen undhöher in der CAPVAXIVE Gruppe für die zusätzlichen Serotypen, die nur in CAPVAXIVE enthaltensind.
Besondere PersonengruppenIn einer Doppelblindstudie wurden 313 Erwachsene mit HIV, mit oder ohne Pneumokokken-Impfungin der Vorgeschichte, im Verhältnis 1:1 randomisiert. Sie erhielten entweder CAPVAXIVE gefolgtvon Placebo 8 Wochen später oder PCV15 gefolgt von PPSV23 (PCV15+PPSV23) 8 Wochen später.
Zum Zeitpunkt der Eingangsuntersuchung hatten von den geimpften Studienteilnehmenden 6,7 %
CD4+-T-Zellzahlen von ≥ 50 bis < 350 Zellen/µl, 18,6 % CD4+-T-Zellzahlen von ≥ 350 bis< 500 Zellen/µl und 74,7 % CD4+-T-Zellzahlen von ≥ 500 Zellen/µl; 83 % hatten eine nichtnachweisbare HIV-Viruslast (< 20 Kopien/ml).
CAPVAXIVE war für alle 21 im Impfstoff enthaltenen Serotypen immunogen, wie 1 Monat nach der
Impfung mit CAPVAXIVE durch Serotyp-spezifische OPA-GMTs ermittelt wurde. CAPVAXIVElöste Immunantworten aus, die im Allgemeinen mit PCV15+PPSV23 für die 13 gemeinsamen
Serotypen vergleichbar waren und die für die in CAPVAXIVE enthaltenen 8 zusätzlichen Serotypenhöher waren, wie durch OPA-GMTs 1 Monat nach der Impfung mit CAPVAXIVE und 1 Monat nachder Impfung mit PCV15+PPSV23 ermittelt wurde.
Erwachsene mit erhöhtem Risiko für Pneumokokken-Erkrankungen
Protokoll 008
In einer Doppelblindstudie wurden 518 Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren mit einer oder mehrerenvordefinierten chronischen Erkrankungen, von denen bekannt ist, dass sie das Risiko für
Pneumokokken-Erkrankungen erhöhen (Diabetes mellitus, chronische Herzerkrankungen, chronische
Nierenerkrankungen, chronische Lebererkrankungen oder chronische Lungenerkrankungen), im
Verhältnis 3:1 randomisiert. Sie erhielten entweder CAPVAXIVE gefolgt von Placebo 8 Wochen späteroder PCV15 gefolgt von PPSV23 (PCV15+PPSV23) 8 Wochen später. Die Studienteilnehmendenhatten zuvor keine Pneumokokken-Impfstoffe erhalten, mit Ausnahme routinemäßiger Impfungen mit
PCVs in der Kindheit.
CAPVAXIVE war für alle 21 im Impfstoff enthaltenen Serotypen immunogen, wie 1 Monat nach der
Impfung mit CAPVAXIVE durch Serotyp-spezifische OPA-GMTs ermittelt wurde. CAPVAXIVE löste
Immunantworten aus, die im Allgemeinen mit PCV15+PPSV23 für die 13 gemeinsamen Serotypenvergleichbar waren und die für die in CAPVAXIVE enthaltenen 8 zusätzlichen Serotypen höher waren,wie durch OPA-GMTs 1 Monat nach der Impfung mit CAPVAXIVE und 1 Monat nach der Impfungmit PCV15+PPSV23 ermittelt wurde.
Kinder und JugendlicheDie Europäische Arzneimittel-Agentur hat für CAPVAXIVE eine Zurückstellung von der
Verpflichtung zur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehreren pädiatrischen
Altersklassen zur Prävention von Erkrankungen, die durch Streptococcus pneumoniae verursachtwerden, gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und
Jugendlichen).
Nicht zutreffend.
Basierend auf den konventionellen Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe und zur
Reproduktions- und Entwicklungstoxizität lassen die Daten aus nicht-klinischen Studien keine
Gefahren für den Menschen erkennen.
Natriumchlorid (NaCl)
Histidin
Polysorbat 20 (E 432)
Salzsäure (HCl; zur pH-Einstellung)
Wasser für Injektionszwecke
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieser Impfstoff nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.
3 Jahre
Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C).
Nicht einfrieren.
Die Fertigspritze im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
CAPVAXIVE sollte nach Entnahme aus dem Kühlschrank so bald wie möglich angewendet werden.
Stabilitätsdaten zeigen, dass CAPVAXIVE bei Temperaturen bis 25 °C für 96 Stunden stabil ist. Am
Ende dieses Zeitraums sollte CAPVAXIVE entweder verwendet oder verworfen werden. Diese
Information soll medizinischem Fachpersonal lediglich für den Fall temporärer
Temperaturabweichungen Hilfestellung geben.
0,5 ml Lösung in einer Einzeldosis-Fertigspritze (Typ-I-Glas) mit einem Kolbenstopfen (Bromobutyl-
Gummi) und einer Verschlusskappe (Styrol-Butadien- oder Isopren-Bromobutyl-Gummi).
Packungsgrößen von 1 oder 10 Fertigspritzen, entweder ohne Nadeln, mit jeweils 1 beigepackten
Nadel oder mit 2 beigepackten Nadeln pro Fertigspritze.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
* Der Impfstoff sollte wie geliefert verwendet werden.
* Die Lösung ist vor der Verabreichung visuell auf Partikel und Verfärbungen zu überprüfen. Der
Impfstoff muss entsorgt werden, wenn Partikel vorhanden sind und/oder wenn er verfärbterscheint.
* Eine Nadel mit Luer-Lock-System wird befestigt, indem sie im Uhrzeigersinn gedreht wird, bis siesicher auf der Spritze sitzt.
* CAPVAXIVE ist nur durch eine intramuskuläre Injektion zu verabreichen. Dieser Impfstoff solltebei Erwachsenen bevorzugt in den Deltamuskel des Oberarms gegeben werden, wobei darauf zuachten ist, dass keine Injektion in oder in die Nähe von Nerven und Blutgefäßen erfolgt.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.
Merck Sharp & Dohme B.V.
Waarderweg 392031 BN Haarlem
Niederlande
EU/1/25/1913/001
EU/1/25/1913/002
EU/1/25/1913/003
EU/1/25/1913/004
EU/1/25/1913/005
EU/1/25/1913/006
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 24. März 2025
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.