Angewendet bei: Prävention von Meningokokken-Erkrankungen
Art der Anwendung: Injektion
Substanz: Meningokokken-Gruppe-B-Impfstoff (rekombinant, adsorbiert) (Impfstoff)
ATC: J07AH09 (Antiinfektiva zur Systemischen Anwendung | Impfstoffe | Bakterielle Impfstoffe | Meningokokken-Impfstoffe)
Risiko einer schweren allergischen Reaktion. Suchen Sie bei schweren Symptomen sofort medizinische Hilfe.
Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung.
Gemäß Packungsbeilage im Kühlschrank aufbewahren.
Vor Licht geschützt aufbewahren.
Der Meningokokken-Impfstoff der Gruppe B (rekombinant, adsorbiert) wird zur Vorbeugung von Infektionen durch Neisseria meningitidis Serogruppe B eingesetzt, ein Bakterium, das Meningitis und Sepsis verursachen kann. Der Impfstoff enthält rekombinante Proteine, die aus der Serogruppe B abgeleitet sind und das Immunsystem stimulieren, spezifische Antikörper gegen diese Serogruppe zu produzieren.
Der Impfstoff wird intramuskulär verabreicht, in der Regel in zwei oder drei Dosen, abhängig vom Alter des Patienten und dem empfohlenen Impfplan. Er ist insbesondere für Säuglinge, Jugendliche und Personen mit erhöhtem Infektionsrisiko indiziert.
Häufige Nebenwirkungen sind Schmerzen an der Injektionsstelle, Fieber, Müdigkeit und Reizbarkeit. In seltenen Fällen können schwerwiegende allergische Reaktionen auftreten.
Der Meningokokken-Impfstoff der Gruppe B (rekombinant, adsorbiert) ist eine wesentliche Präventionsmaßnahme zur Verringerung der Inzidenz von Meningokokken-Erkrankungen, die durch die Serogruppe B verursacht werden, und trägt dazu bei, gefährdete Bevölkerungsgruppen zu schützen und schwere Komplikationen im Zusammenhang mit diesen Infektionen zu verhindern.
Preis
Zuzahlung
Patient
493.24 RON
493.24 RON
0.00 RON
Bexsero Injektionssuspension in einer Fertigspritze
Impfstoff gegen Meningokokken der Gruppe B (rDNA, Komponenten, adsorbiert)
Eine Dosis (0,5 ml) enthält:
Rekombinantes NHBA-Fusionsprotein von Neisseria meningitidis der 50 Mikrogramm
Gruppe B 1, 2, 3
Rekombinantes NadA-Protein von Neisseria meningitidis der Gruppe B 1, 2, 3 50 Mikrogramm
Rekombinantes fHbp-Fusionsprotein von Neisseria meningitidis der 50 Mikrogramm
Gruppe B 1, 2, 3
Vesikel der äußeren Membran (Outer Membrane Vesicle, OMV) von
Neisseria meningitidis der Gruppe B, Stamm NZ98/254, gemessen als Mengedes Gesamtproteins mit PorA P1.4 2 25 Mikrogramm1 in E. coli-Zellen mittels rekombinanter DNA-Technologie hergestellt2 an Aluminiumhydroxid (0,5 mg Al3+) adsorbiert3 NHBA (Neisseria-Heparin-bindendes Antigen), NadA (Neisseria-Adhäsin A),fHbp (Faktor-H-bindendes Protein)
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
Injektionssuspension.
Weiße, opaleszente, flüssige Suspension.
Bexsero ist indiziert für die aktive Immunisierung von Personen im Alter ab 2 Monaten und ältergegen invasive Meningokokken-Erkrankungen durch Neisseria meningitidis der Gruppe B. Bei der
Impfentscheidung sollten die Auswirkungen invasiver Erkrankungen in den verschiedenen
Altersgruppen sowie die Variabilität der Antigenepidemiologie bei Stämmen der Gruppe B inverschiedenen geographischen Regionen berücksichtigt werden. Informationen zum Schutz vorbestimmten Stämmen der Gruppe B, siehe Abschnitt 5.1. Die Anwendung dieses Impfstoffes sollte in
Übereinstimmung mit den offiziellen Empfehlungen erfolgen.
Tabelle 1. Übersicht über die Dosierung
Alter zum Abstand zwischen
Zeitpunkt der Grundimmunisierun den Dosen derersten Dosis g Grundimmunisieru Auffrischimpfungng
Ja, eine Dosis im Alter
Drei Dosen zu Mindestens 1 Monat von 12 bis 15 Monaten mitje 0,5 ml
Säuglinge, 2 bis 5 einem Mindestabstand
Monatea von 6 Monaten zwischen
Zwei Dosen zu Mindestens 2 Monat abgeschlossenerje 0,5 ml e Grundimmunisierung und
Auffrischimpfungb, c
Ja, eine Dosis im zweiten
Lebensjahr, mit einem
Säuglinge, 6 bis 11 Zwei Dosen zu Mindestens 2 Monat Mindestabstand
Monate je 0,5 ml e von 2 Monaten zwischenabgeschlossener
Grundimmunisierung und
Auffrischimpfungc
Ja, eine Dosis mit einem
Abstand
Kinder, 12 bis 23 Zwei Dosen zu Mindestens 2 Monat von 12 bis 23 Monaten
Monate je 0,5 ml e zwischen abgeschlossener
Grundimmunisierung und
Auffrischimpfungc
Kinder, 2 bis 10 Ja Basierend auf offiziellenhre Empfehlungen sollte bei
Personen mitfortbestehendem Risiko
Zwei Dosen zu
Jugendliche je 0,5 ml Mindestens 1 Monat einer Expositiongegenüber(ab 11 Jahren) und Meningokokken-
Erwachsene* Erkrankungen eine
Auffrischimpfung in
Betracht gezogen werdenda Die erste Dosis sollte frühestens im Alter von 2 Monaten verabreicht werden. Die Sicherheitund Wirksamkeit von Bexsero bei Säuglingen im Alter von weniger als 8 Wochen wurde nichtbestimmt. Es sind keine Daten verfügbar.
b Im Fall einer Verzögerung sollte die Auffrischimpfung spätestens im Alter von 24 Monatenverabreicht werden.
c Siehe Abschnitt 5.1. Die Notwendigkeit und der Zeitpunkt für weitere Auffrischimpfungen sindnoch nicht festgelegt.
d Siehe Abschnitt 5.1.
* Für Erwachsene über 50 Jahren liegen keine Daten vor.
Art der AnwendungDer Impfstoff ist tief intramuskulär zu injizieren, bei Säuglingen vorzugsweise in den anterolateralen
Bereich des Oberschenkels, bei älteren Personen in den Deltamuskel des Oberarms.
Werden mehrere Impfstoffe gleichzeitig verabreicht, sind jeweils separate Injektionsstellen zu wählen.
Der Impfstoff darf nicht intravenös, subkutan oder intradermal verabreicht werden, und er darf nichtmit anderen Impfstoffen in derselben Spritze gemischt werden.
Zu Hinweisen zur Handhabung des Impfstoffes vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.
Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des
Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiertwerden.
Wie bei allen Impfstoffen ist die Impfung mit Bexsero bei Personen, die unter einer akuten, schwerenfiebrigen Erkrankung leiden, auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Bei leichten Infekten,beispielsweise bei einer Erkältung, muss die Impfung jedoch nicht verschoben werden.
Nicht intravaskulär injizieren.
Wie bei allen injizierbaren Impfstoffen muss für den Fall einer anaphylaktischen Reaktion nach der
Verabreichung des Impfstoffes eine angemessene medizinische Behandlung und Überwachungsichergestellt sein.
Angstbedingte Reaktionen, einschließlich vasovagaler Reaktionen (Synkope), Hyperventilation oderstressbedingte Reaktionen können als psychogene Reaktionen auf die Injektion des Impfstoffesauftreten (siehe Abschnitt 4.8). Im Vorfeld sollten geeignete Maßnahmen zur Vermeidung von
Verletzungen im Falle einer Ohnmacht ergriffen werden.
Bei Personen mit Thrombozytopenie oder einer anderen Blutgerinnungsstörung, bei der eineintramuskuläre Injektion kontraindiziert ist, darf dieser Impfstoff nur dann verabreicht werden, wennder potenzielle Nutzen das Injektionsrisiko deutlich übersteigt.
Wie bei allen Impfstoffen sind nach einer Impfung mit Bexsero möglicherweise nicht alle Geimpftengeschützt.
Bexsero kann keinen Schutz vor allen zirkulierenden Meningokokkenstämmen der Gruppe B bieten(siehe Abschnitt 5.1).
Wie bei zahlreichen Impfstoffen sollte dem Arzt bewusst sein, dass bei Säuglingen und Kindern(unter 2 Jahren) ein Temperaturanstieg nach der Impfung auftreten kann. Die prophylaktische
Verabreichung von Antipyretika bei und kurz nach der Impfung kann die Häufigkeit und die
Ausprägung von fiebrigen Reaktionen nach der Impfung vermindern. Die antipyretische Medikationist gemäß den landesspezifischen Richtlinien für Säuglinge und Kinder (unter 2 Jahren) einzuleiten.
Personen mit eingeschränkter Immunantwort, sei es aufgrund einer Behandlung mit
Immunsuppressiva, einer Erbkrankheit oder aus anderen Gründen, zeigen möglicherweise auf dieaktive Immunisierung eine verminderte Antikörperantwort.
Für Personen mit Komplementmangel, Asplenie oder Dysfunktion der Milz sind Daten zur
Immunogenität verfügbar (siehe Abschnitt 5.1).
Personen mit angeborener Komplementdefizienz (zum Beispiel C3- oder C5-Mangel) sowie Personen,die mit Arzneimitteln behandelt werden, die die Aktivierung des terminalen Komplements hemmen(z. B. Eculizumab), haben ein erhöhtes Risiko einer durch Neisseria meningitidis der Gruppe Bverursachten invasiven Erkrankung, auch wenn sie Antikörper nach der Impfung mit Bexseroentwickeln.
Für die Anwendung von Bexsero bei Personen über 50 Jahren liegen keine Daten und bei Personenmit chronischen Erkrankungen begrenzte Daten vor.
Erfolgt die Grundimmunisierung bei sehr früh geborenen Säuglingen (Geburt vor oder inder 28. SSW), insbesondere bei Säuglingen mit respiratorischer Unreife, ist das potenzielle
Risiko einer Apnoe sowie eine notwendige respiratorische Überwachung über einen Zeitraum von 48-72 Stunden zu berücksichtigen. Da der Nutzen der Impfung bei diesen Säuglingen hoch ist, solltedie Impfung nicht unterlassen oder verschoben werden.
Kanamycin kommt in der Anfangsphase der Produktion zum Einsatz und wird in einer späteren
Produktionsphase wieder entfernt. Die Konzentration von Kanamycin im fertigen Impfstoff (fallsüberhaupt vorhanden) liegt unter 0,01 Mikrogramm pro Dosis.
Die sichere Anwendung von Bexsero bei Personen, die gegen Kanamycin allergisch sind, wurdebislang nicht nachgewiesen.
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d. h. es ist nahezu'natriumfrei“.
Anwendung mit anderen Impfstoffen
Bexsero kann gleichzeitig mit den folgenden Impfstoff-Antigenen verabreicht werden, entweder alsmonovalenter Impfstoff oder als Kombinationsimpfstoff: Diphtherie, Tetanus, Pertussis (azellulär),
Haemophilus influenzae Typ B, Poliomyelitis (inaktiviert), Hepatitis B, heptavalentes
Pneumokokken-Konjugat, Masern, Mumps, Röteln, Windpocken und Meningokokken-Gruppen A-,
C-, W-, Y-Konjugat.
Klinische Studien zeigten, dass die Immunantwort auf die routinemäßig verabreichten Impfstoffedurch die gleichzeitige Verabreichung von Bexsero nicht beeinträchtigt wurde, basierend auf der
Nicht-Unterlegenheit der Antikörperantwort-Raten im Vergleich zur alleinigen Gabe der
Routineimpfstoffe. Die Immunantwort auf inaktivierte Polioviren Typ 2 und
Pneumokokken-Konjugat-Serotyp 6B war in den durchgeführten Studien nicht konsistent, und eswurden niedrigere Antikörpertiter gegen Pertussis Pertactin beobachtet. Diese Daten deuten jedochnicht auf eine klinisch signifikante Interferenz hin.
Wegen eines erhöhten Risikos für Fieber, Druckschmerzen an der Injektionsstelle, veränderte
Essgewohnheiten und Reizbarkeit bei der Verabreichung von Bexsero zusammen mit den obenaufgeführten Impfstoffen können, wenn möglich, getrennte Impfungen in Erwägung gezogen werden.
Die prophylaktische Anwendung von Paracetamol vermindert die Häufigkeit und Schwere von Fieber,ohne die Immunogenität von Bexsero oder der Routineimpfstoffe zu beeinträchtigen. Die Wirkunganderer Antipyretika als Paracetamol auf die Immunantwort wurde nicht untersucht.
Die gleichzeitige Anwendung von Bexsero mit anderen, oben nicht genannten Impfstoffen wurde nichtuntersucht.
Bei gleichzeitiger Anwendung mit anderen Impfstoffen muss Bexsero an einer separaten
Injektionsstelle verabreicht werden (siehe Abschnitt 4.2).
Es liegen keine ausreichenden klinischen Daten zur Anwendung in der Schwangerschaft vor.
Das potenzielle Risiko für Schwangere ist nicht bekannt. Die Impfung sollte jedoch nicht unterlassenwerden, wenn ein eindeutiges Risiko einer Meningokokkeninfektion besteht.
In einer Studie, bei der weiblichen Kaninchen Bexsero in einer Dosis verabreicht wurde, die ca. derzehnfachen Dosis beim Menschen entspricht (bezogen auf das Körpergewicht), ergaben sich keine
Hinweise auf eine maternale oder fetale Toxizität und es wurden keine Auswirkungen auf die
Schwangerschaft, auf das Verhalten der Muttertiere, die Fertilität der Weibchen und die postnatale
Entwicklung festgestellt.
StillzeitEs liegen keine Daten zur Sicherheit des Impfstoffes bei Müttern und ihren Kindern während der
Stillzeit vor. Vor der Entscheidung, die Impfung während der Stillzeit vorzunehmen, muss das
Nutzen-Risiko-Verhältnis sorgfältig abgewogen werden.
Bei geimpften Kaninchen-Muttertieren und ihren Jungen wurden bis zum 29. Tag der Stillzeit keine
Nebenwirkungen beobachtet. Bexsero wirkte immunogen bei Muttertieren, die vor der Stillzeitgeimpft wurden, und bei den Jungen wurden Antikörper festgestellt. Der Antikörperspiegel in der
Muttermilch wurde jedoch nicht ermittelt.
FertilitätEs liegen keine Daten zur Fertilität beim Menschen vor.
Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf Auswirkungen in Bezug auf die Fertilität der
Frau.
Bexsero hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die
Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Nach einer Impfung mit Bexsero könnten sich jedochmöglicherweise einige der unter Abschnitt 4.8 genannten Nebenwirkungen vorübergehend auf die
Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen auswirken.
Zusammenfassung des Nebenwirkungsprofils
Die Sicherheit von Bexsero wurde in 17 Studien einschließlich 10 randomisierten kontrolliertenklinischen Studien mit 10 565 Personen (ab einem Lebensalter von 2 Monaten) untersucht, diemindestens eine Dosis Bexsero erhielten. 6 837 der Personen, die mit Bexsero geimpft wurden, waren
Säuglinge und Kinder (unter 2 Jahren), 1 051 waren Kinder (2 bis 10 Jahre) und 2 677 Personen waren
Jugendliche und Erwachsene. Von den Personen, die im Säuglingsalter mit Bexsero grundimmunisiertwurden, erhielten 3 285 eine Auffrischimpfung im zweiten Lebensjahr.
In klinischen Studien mit Säuglingen und Kindern (unter 2 Jahren) wurden Druckschmerzen und
Erytheme an der Injektionsstelle, Fieber und Reizbarkeit als häufigste lokale und systemische
Nebenwirkungen beobachtet.
In klinischen Studien mit Säuglingen, die im Alter von 2, 4 und 6 Monaten geimpft wurden, trat Fieber(≥ 38 °C) bei 69 % bis 79 % der Personen auf, wenn Bexsero gleichzeitig mit Routineimpfstoffen (mitden folgenden Antigenen: 7-valentes Pneumokokken-Konjugat, Diphtherie, Tetanus, Pertussis(azellulär), Hepatitis B, Poliomyelitis (inaktiviert), Haemophilus influenzae Typ B) verabreicht wurde,im Vergleich zu 44 % bis 59 % der Personen, wenn die Routineimpfstoffe alleine verabreicht wurden.
Bei Säuglingen, die Bexsero und Routineimpfstoffe erhielten, wurden zudem häufiger Antipyretikaverabreicht. Wurde Bexsero alleine verabreicht, trat Fieber mit einer vergleichbaren Häufigkeit aufwie bei der Verabreichung von Routineimpfstoffen für Säuglinge im Rahmen von klinischen Studien.
Trat Fieber auf, so folgte der Verlauf in der Regel einem vorhersehbaren Muster, bei dem das Fieber inder Mehrzahl der Fälle bis zum Tag nach der Impfung abklang.
Bei Jugendlichen und Erwachsenen wurden Schmerzen an der Injektionsstelle, Unwohlsein und
Kopfschmerzen als häufigste lokale und systemische Nebenwirkungen beobachtet.
Bei der Verabreichung nachfolgender Dosen der Impfserie wurde kein häufigeres Auftreten und keineverstärkte Ausprägung der Nebenwirkungen beobachtet.
Tabellarische Übersicht der NebenwirkungenDie Nebenwirkungen (nach Grundimmunisierung oder Auffrischimpfung), bei denen zumindestdie Möglichkeit eines Zusammenhangs mit der Impfung besteht, sind hier nach ihrer Häufigkeitaufgeführt.
Die Häufigkeit wird in folgende Kategorien unterteilt:
Sehr häufig: (≥1/10)
Häufig: (≥1/100, <1/10)
Gelegentlich: (≥1/1 000, <1/100)
Selten: (≥1/10 000, <1/1 000)
Sehr selten: (<1/10 000)
Nicht bekannt: (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Die Nebenwirkungen sind in den einzelnen Kategorien nach abnehmendem Schweregrad aufgeführt.
Zusätzlich zu den Berichten aus klinischen Studien sind die weltweit seit der Markteinführung von
Bexsero freiwillig gemeldeten Nebenwirkungen unten aufgeführt. Da diese Nebenwirkungen freiwilligvon einer Population unbekannter Größe gemeldet wurden, ist es nicht immer möglich, ihre Häufigkeitverlässlich abzuschätzen. Daher wurden sie dementsprechend mit der Häufigkeit 'nicht bekannt“eingestuft.
Säuglinge und Kinder (bis 10 Jahre)
Erkrankungen des Blutes und des LymphsystemsNicht bekannt: Lymphadenopathie
Erkrankungen des ImmunsystemsNicht bekannt: allergische Reaktionen (einschließlich anaphylaktische Reaktionen)
Stoffwechsel- und ErnährungsstörungenSehr häufig: Essstörungen
Erkrankungen des NervensystemsSehr häufig: Schläfrigkeit, ungewöhnliches Schreien/Weinen, Kopfschmerzen
Gelegentlich: Krampfanfälle (einschließlich Fieberkrämpfe)
Nicht bekannt: hypoton-hyporesponsive Episode, Reizung der Hirnhäute (Vereinzelt wurde kurz nachder Impfung über Anzeichen einer Reizung der Hirnhäute wie Nackensteifheit oder Photophobieberichtet. Diese Symptome waren mild ausgeprägt und vorübergehender Natur.)
GefäßerkrankungenGelegentlich: Blässe (selten nach Auffrischimpfung)
Selten: Kawasaki-Syndrom
Erkrankungen des GastrointestinaltraktsSehr häufig: Diarrhö, Erbrechen (gelegentlich nach Auffrischimpfung)
Erkrankungen der Haut und des UnterhautgewebesSehr häufig: Hautausschlag (Kinder von 12 bis 23 Monaten) (gelegentlich nach Auffrischimpfung)
Häufig: Hautausschlag (Säuglinge und Kinder von 2 bis 10 Jahren)
Gelegentlich: Ekzeme
Selten: Urtikaria
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und KnochenerkrankungenSehr häufig: Arthralgie
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am VerabreichungsortSehr häufig: Fieber (≥ 38 °C), Druckschmerzen an der Injektionsstelle (einschließlich erhebliche
Druckschmerzen an der Injektionsstelle, definiert als Schreien/Weinen, wenn die geimpfte Extremitätbewegt wird), Erytheme an der Injektionsstelle, Schwellung an der Injektionsstelle, Verhärtung an der
Injektionsstelle, Reizbarkeit
Gelegentlich: Fieber (≥ 40 °C)
Nicht bekannt: Reaktionen an der Injektionsstelle (einschließlich ausgedehnte Schwellung der
Extremität, an der die Impfung vorgenommen wurde; Bläschen an der oder um die Injektionsstelleherum und Knötchen an der Injektionsstelle, die mehr als einen Monat bestehen bleiben können)
Jugendliche (ab 11 Jahren) und Erwachsene
Erkrankungen des Blutes und des LymphsystemsNicht bekannt: Lymphadenopathie
Erkrankungen des ImmunsystemsNicht bekannt: allergische Reaktionen (einschließlich anaphylaktische Reaktionen)
Erkrankungen des NervensystemsSehr häufig: Kopfschmerzen
Nicht bekannt: Synkope oder vasovagale Reaktionen auf die Injektion, Reizung der Hirnhäute(Vereinzelt wurde kurz nach der Impfung über Anzeichen einer Reizung der Hirnhäute wie
Nackensteifheit oder Photophobie berichtet. Diese Symptome waren mild ausgeprägt undvorübergehender Natur.)
Erkrankungen des GastrointestinaltraktsSehr häufig: Übelkeit
Erkrankungen der Haut und des UnterhautgewebesNicht bekannt: Hautausschlag
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und KnochenerkrankungenSehr häufig: Myalgie, Arthralgie
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am VerabreichungsortSehr häufig: Schmerzen an der Injektionsstelle (einschließlich erhebliche Schmerzen an der
Injektionsstelle, definiert als Unvermögen, alltägliche Aktivitäten auszuüben), Schwellung an der
Injektionsstelle, Verhärtung an der Injektionsstelle, Erytheme an der Injektionsstelle, Unwohlsein
Nicht bekannt: Fieber, Reaktionen an der Injektionsstelle (einschließlich ausgedehnte Schwellung der
Extremität, an der die Impfung vorgenommen wurde; Bläschen an der oder um die Injektionsstelleherum und Knötchen an der Injektionsstelle, die mehr als einen Monat bestehen bleiben können)
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit.
Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
Es liegen nur begrenzte Erfahrungen mit Überdosierungen vor. Im Falle einer Überdosierung wird die
Überwachung der Vitalfunktionen und, falls erforderlich, eine symptomatische Behandlungempfohlen.
Pharmakotherapeutische Gruppe: Meningokokken-Impfstoffe, ATC-Code: J07AH09
WirkmechanismusDie Immunisierung mit Bexsero soll die Bildung bakterizider Antikörper stimulieren, die die
Impfstoff-Antigene NHBA, NadA, fHbp und PorA P1.4 (immundominantes Antigen in der
OMV-Komponente) erkennen und von denen erwartet wird, dass sie vor invasiven
Meningokokken-Erkrankungen (IME) schützen. Da diese Antigene von verschiedenen Stämmenvariabel exprimiert werden, können Meningokokken, die davon ausreichende Mengen exprimieren,durch die Impfstoff-vermittelten Antikörper abgetötet werden. Das 'Meningococcal Antigen Typing
System“ (MATS) wurde entwickelt, um einen Zusammenhang zwischen den Antigenprofilenverschiedener Meningokokken-Bakterienstämme der Gruppe B und der Abtötung der Stämme im
Serum-Bakterizidie-Test mit humanem Komplement (hSBA) herzustellen. Eine Untersuchung vonetwa 1 000 verschiedenen Isolaten invasiver Meningokokken der Gruppe B, die in den Jahren 2007-2008 in fünf europäischen Ländern gesammelt wurden, zeigte für 73 % bis 87 % der Isolate (je nach
Ursprungsland) ein passendes MATS-Antigenprofil, das durch den Impfstoff abgedeckt war.
Insgesamt 78 % der etwa 1 000 Stämme (95 % KI: 63 - 90) waren potenziell empfindlich gegen
Impfstoff-vermittelte Antikörper.
Klinische WirksamkeitDie Wirksamkeit von Bexsero wurde nicht im Rahmen von klinischen Studien untersucht.
Die Wirksamkeit des Impfstoffes wurde von der Antigen-spezifischen bakteriziden Antikörperantwortdes Impfstoffes abgeleitet (siehe Abschnitt 'Immunogenität“). Die Effektivität und Auswirkung der
Impfung wurden während der Anwendung in der klinischen Praxis (sog. real world setting) gezeigt.
Auswirkung der Impfung auf die Inzidenz der Erkrankung
Im September 2015 wurde Bexsero in das nationale Immunisierungsprogramm (NIP) des Vereinigten
Königreichs aufgenommen, in dessen Rahmen die Grundimmunisierung bei Säuglingen mit zwei
Dosen (verabreicht im Alter von 2 und 4 Monaten), gefolgt von einer Auffrischimpfung (im Altervon 12 Monaten), durchgeführt wurde. In diesem Kontext führte Public Health England (PHE) aufnationaler Ebene eine 3-jährige Beobachtungsstudie durch, welche die gesamte Geburtskohorteabdeckte.
Nach drei Jahren dieses Programms wurde bei den Säuglingen, die für die Impfung in Frage kamen,eine statistisch signifikante Reduktion der Fallzahl invasiver Meningokokken-Erkrankungen der
Gruppe B von 75 % [Verhältnis der Inzidenzraten (IRR) 0,25 (95 % KI: 0,19 - 0,36)] beobachtet,unabhängig vom Impfstatus der Säuglinge oder der vorhergesagten Stammabdeckung bei
Meningokokken der Gruppe B.
In Südaustralien erhielten mehr als 30 000 Schüler (von 91 % der Highschools) im Alter von 16 bis 19
Jahren zwei Dosen Bexsero in einem Abstand von einem bis drei Monaten. In einer unterbrochenen
Zeitreihenanalyse wurde während der zwei Jahre andauernden Nachbeobachtung (Juli 2017 - Juni2019) eine statistisch signifikante Reduktion der Fallzahl invasiver Meningokokken-Erkrankungen der
Gruppe B von 71 % (95 % KI: 15 - 90) beobachtet.
ImmunogenitätDie bakterizide Serum-Antikörperantwort auf jedes der Impfstoff-Antigene NadA, fHbp, NHBA und
PorA P1.4 wurde jeweils gegen vier Meningokokken-Referenzstämme der Gruppe B untersucht.
Die bakteriziden Antikörper gegen diese Stämme wurden mit dem Serum-Bakterizidie-Test mithumanem Serum als Komplementquelle (hSBA) gemessen. Es sind nicht für alle Impfschemata Datenvom Referenzstamm für NHBA verfügbar.
Der Großteil der primären Immunogenitätsstudien wurde als randomisierte, kontrollierte,multizentrische klinische Studien durchgeführt. Die Immunogenität wurde bei Säuglingen, Kindern,
Jugendlichen und Erwachsenen untersucht.
Immunogenität bei Säuglingen und Kindern
In den Studien mit Säuglingen erhielten die Teilnehmer jeweils drei Dosen Bexsero entweder im
Alter von 2, 4 und 6 oder 2, 3 und 4 Monaten, außerdem jeweils eine Auffrischimpfung im zweiten
Lebensjahr (ab einem Alter von 12 Monaten). Das Serum wurde vor der Impfung, einen Monat nachder dritten Impfung (siehe Tabelle 2) sowie einen Monat nach der Auffrischimpfung (siehe Tabelle 3)entnommen. In einer Erweiterungsstudie wurde die Persistenz der Immunantwort ein Jahr nach der
Auffrischimpfung beurteilt (siehe Tabelle 3). In einer weiteren klinischen Studie wurde die
Immunogenität nach zwei oder drei Dosen gefolgt von einer Auffrischimpfung bei Säuglingen im
Alter von 2 bis 5 Monaten untersucht. Die Immunogenität nach zwei Dosen wurde außerdem in einerweiteren Studie mit Säuglingen dokumentiert, die zum Zeitpunkt der Impfung 6 bis 8 Monate altwaren (siehe Tabelle 4).
Zuvor nicht geimpfte Kinder erhielten ebenfalls zwei Dosen im zweiten Lebensjahr, wobei die
Persistenz der Antikörper ein Jahr nach der zweiten Dosis gemessen wurde (siehe Tabelle 4).
Immunogenität bei Säuglingen im Alter von 2 bis 5 Monaten
Grundimmunisierung mit drei Dosen gefolgt von einer Auffrischimpfung
Tabelle 2 zeigt die Zusammenfassung der Daten zur Immunogenität einen Monat nach Verabreichungvon drei Dosen Bexsero im Alter von 2, 3 und 4 bzw. 2, 4 und 6 Monaten. Die bakterizide
Antikörperantwort gegen die Antigene fHbp, NadA und PorA P1.4 einen Monat nach der dritten
Impfung gegen die Meningokokken-Referenzstämme war für beide Bexsero-Impfschemata hoch.
Säuglinge, die nach dem Impfschema 2, 4, 6 Monate geimpft wurden, zeigten ebenfalls eine hohebakterizide Antwort auf das NHBA-Antigen; beim Impfschema 2, 3, 4 Monate erschien dieses
Antigen jedoch weniger immunogen. Die klinische Relevanz der verminderten Immunogenitätdes NHBA-Antigens bei diesem Impfschema ist nicht bekannt.
Tabelle 2. Bakterizide Serum-Antikörperantwort einen Monat nach der dritten Dosis von
Bexsero, verabreicht im Alter von 2, 3 und 4 bzw. 2, 4 und 6 Monaten
Antigen Studie V72P13 Studie V72P12 Studie V72P162, 4, 6 Monate 2, 3, 4 Monate 2, 3, 4 Monate% seropositiv* N=1 149 N=273 N=170fHbp (95% KI) 100% (99-100) 99% (97-100) 100% (98-100)hSBA-GMT** 91 82 101(95% KI) (87-95) (75-91) (90-113)% seropositiv N=1 152 N=275 N=165
NadA (95% KI) 100% (99-100) 100% (99-100) 99% (97-100)hSBA-GMT 635 325 396(95% KI) (606-665) (292-362) (348-450)% seropositiv N=1 152 N=274 N=171
PorA P1.4 (95% KI) 84% (82-86) 81% (76-86) 78% (71-84)hSBA-GMT 14 11 10(95% KI) (13-15) (9,14-12) (8,59-12)% seropositiv N=100 N=112 N=35
NHBA (95% KI) 84% (75-91) 37% (28-46) 43% (26-61)hSBA-GMT 16 3,24 3,29(95% KI) (13-21) (2,49-4,21) (1,85-5,83)
* % seropositiv = Prozentualer Anteil der Personen, die einen hSBA ≥ 1:5 erreichten.
** GMT = Geometrisches Mittel des Titers.
Tabelle 3 zeigt eine Zusammenfassung der Daten zur Persistenz der bakteriziden Antikörper acht
Monate nach der Impfung mit Bexsero im Alter von 2, 3 und 4 Monaten, und sechs Monate nachder Bexsero-Impfung im Alter von 2, 4 und 6 Monaten (vor der Auffrischimpfung) sowie Daten zur
Auffrischimpfung nach einer vierten Dosis Bexsero verabreicht im Alter von 12 Monaten. Auch die
Persistenz der Immunantwort ein Jahr nach der Auffrischimpfung wird hier gezeigt.
Tabelle 3. Bakterizide Serum-Antikörperantwort nach Auffrischimpfung im Altervon 12 Monaten nach Grundimmunisierung im Alter von 2, 3 und 4 bzw. 2,4 und 6 Monaten, sowie Persistenz der bakteriziden Antikörper ein Jahr nach
Auffrischimpfung
Antigen 2, 3, 4, 12 Monate 2, 4, 6, 12 Monate
Vor Auffrischimpfung* N=81 N=426% seropositiv** (95% KI) 58% (47-69) 82% (78-85)hSBA-GMT*** (95% KI) 5,79 (4,54-7,39) 10 (9,55-12)1 Monat nach Auffrischimpfung N=83 N=422fHbp % seropositiv (95% KI) 100% (96-100) 100% (99-100)hSBA-GMT (95% KI) 135 (108-170) 128 (118-139)12 Monate nach
Auffrischimpfung N=299% seropositiv (95% KI) - 62% (56-67)hSBA-GMT (95% KI) 6,5 (5,63-7,5)
Vor Auffrischimpfung N=79 N=423% seropositiv (95% KI) 97% (91-100) 99% (97-100)hSBA-GMT (95% KI) 63 (49-83) 81 (74-89)1 Monat nach Auffrischimpfung N=84 N=421
NadA % seropositiv (95% KI) 100% (96-100) 100% (99-100)hSBA-GMT (95% KI) 1 558 (1 262-1 923) 1 465 (1 350-1 590)12 Monate nach
Auffrischimpfung N=298% seropositiv (95% KI) - 97% (95-99)hSBA-GMT (95% KI) 81 (71-94)
Vor Auffrischimpfung N=83 N=426% seropositiv (95% KI) 19% (11-29) 22% (18-26)hSBA-GMT (95% KI) 1,61 (1,32-1,96) 2,14 (1,94-2,36)1 Monat nach Auffrischimpfung N=86 N=424
PorA P1.4 % seropositiv (95% KI) 97% (90-99) 95% (93-97)hSBA-GMT (95% KI) 47 (36-62) 35 (31-39)12 Monate nach
Auffrischimpfung N=300% seropositiv (95% KI) - 17% (13-22)hSBA-GMT (95% KI) 1,91 (1,7-2,15)
Vor Auffrischimpfung N=69 N=100% seropositiv (95% KI) 25% (15-36) 61% (51-71)hSBA-GMT (95% KI) 2,36 (1,75-3,18) 8,4 (6,4-11)1 Monat nach
Auffrischimpfung % seropositiv N=67 N=100
NHBA (95% KI) 76% (64-86) 98% (93-100)hSBA-GMT (95% KI) 12 (8,52-17) 42 (36-50)12 Monate nach
Auffrischimpfung N=291% seropositiv (95% KI) - 36% (31-42)hSBA-GMT (95% KI) 3,35 (2,88-3,9)
* Der Zeitpunkt vor Auffrischimpfung bezeichnet die Persistenz der bakteriziden Antikörper acht
Monate nach der Impfung mit Bexsero im Alter von 2, 3 und 4 Monaten bzw. sechs Monatenach der Bexsero-Impfung im Alter von 2, 4 und 6 Monaten.
** % seropositiv = Prozentualer Anteil der Personen, die einen hSBA ≥ 1:5 erreichten.
*** GMT = Geometrisches Mittel des Titers.
In einer zusätzlichen Studie mit 4-jährigen Kindern, die als Säuglinge eine komplette
Grundimmunisierung sowie nachfolgend eine Auffrischimpfung erhalten hatten, wurde ein Rückgangder Antikörpertiter gegen PorA P1.4- und fHbp-Antigene (auf 9 %-10 % bzw. 12 %-20 % der
Studienteilnehmer mit einem hSBA ≥ 1:5) beobachtet. In derselben Studie deutete die Antwort auf eineweitere Dosis auf ein Immungedächtnis hin, da 81 %-95 % der Studienteilnehmer nach der Impfungeinen hSBA ≥ 1:5 gegen PorA P1.4- und 97 %-100 % gegen fHbp-Antigene aufwiesen. Die klinische
Bedeutung dieser Beobachtung und die Notwendigkeit zusätzlicher Auffrischimpfungen für die
Aufrechterhaltung einer längerfristig schützenden Immunität sind bisher nicht belegt.
Grundimmunisierung mit zwei Dosen gefolgt von einer Auffrischimpfung
In einer weiteren klinischen Studie der Phase III wurde die Immunogenität nach Grundimmunisierungmit zwei Dosen (verabreicht im Alter von 3,5 und 5 Monaten) bzw. mit drei Dosen Bexsero (verabreichtim Alter von 2,5; 3,5 und 5 Monaten) gefolgt von einer Auffrischimpfung bei Säuglingen untersucht, beidenen mit der Immunisierung im Alter von 2 bis 5 Monaten begonnen wurde. Die Anteile derseropositiven Säuglinge (d. h. die einen hSBA von mindestens 1:4 erreichten) lagen einen Monat nachder zweiten Dosis zwischen 44 % und 100 % und einen Monat nach der dritten Dosis zwischen 55 %und 100 %. Einen Monat nach einer Auffrischimpfung, die sechs Monate nach der letzten Dosis der
Grundimmunisierung verabreicht wurde, lagen die Anteile der seropositiven Säuglinge nach dem zwei
Dosen-Schema zwischen 87 % und 100 % und nach dem drei Dosen-Schema zwischen 83 % und 100 %.
In einer Erweiterungsstudie wurde die Antikörperpersistenz bei Kindern im Alter von 3 bis 4 Jahrenuntersucht. Die Anteile der Kinder, die zwei bis drei Jahre nach vorheriger Immunisierung mit zwei
Dosen bzw. drei Dosen gefolgt von einer Auffrischimpfung mit Bexsero seropositiv waren, warenvergleichbar (zwischen 35 % und 91 % bzw. zwischen 36 % und 84 %). In derselben Studie deutete die
Antwort auf eine zusätzliche Dosis, die zwei bis drei Jahre nach der Auffrischimpfung verabreichtwurde, auf ein Immungedächtnis hin, da eine robuste Antikörperantwort auf alle in Bexsero enthaltenen
Antigene gezeigt wurde (zwischen 81 % und 100 % bzw. 70 % und 99 %). Diese Beobachtungen sindvereinbar mit einer ausreichenden Immunisierung im Säuglingsalter, sowohl bei einer
Grundimmunisierung mit zwei Dosen als auch mit drei Dosen Bexsero gefolgt von einer
Auffrischimpfung.
Immunogenität bei Säuglingen im Alter von 6 bis 11 Monaten und Kindern im Altervon 12 bis 23 Monaten
Die Immunogenität nach zwei Dosen, die Kindern im Alter von 6 bis 23 Monaten in einem
Abstand von zwei Monaten verabreicht wurden, wurde in zwei Studien untersucht. Tabelle 4 zeigteine Zusammenfassung der Ergebnisse. Nach der Impfserie mit zwei Dosen bei Säuglingen im
Alter von 6 bis 8 Monaten sowie bei Kindern im Alter von 13 bis 15 Monaten zeigte ein hoher Anteilder Geimpften Antikörperantworten mit hohen hSBA-GMT gegen alle Impfstoff-Antigene.
Die Ergebnisse waren in den untersuchten Altersgruppen vergleichbar. Daten zur Antikörperpersistenzein Jahr nach Verabreichung der beiden Dosen im Alter von 13 und 15 Monaten werden ebenfalls in
Tabelle 4 dargestellt.
Tabelle 4. Bakterizide Serum-Antikörperantwort nach einer Impfung mit Bexsero im Altervon 6 und 8 Monaten oder 13 und 15 Monaten sowie Persistenz der bakteriziden
Antikörper ein Jahr nach beiden im Alter von 13 und 15 Monatenverabreichten Dosen
Altersgruppe
Antigen 6 bis 11 Monate 12 bis 23 Monate
Impfalter6, 8 Monate 13, 15 Monate1 Monat nach 2. Dosis N=23 N=163% seropositiv* (95% KI) 100% (85-100) 100% (98-100)fHbp hSBA-GMT** (95% KI) 250 (173-361) 271 (237-310)12 Monate nach 2. Dosis N=68% seropositiv (95% KI) - 74% (61-83)hSBA-GMT (95% KI) 14 (9,4-20)1 Monat nach 2. Dosis N=23 N=164% seropositiv (95% KI) 100% (85-100) 100% (98-100)
NadA hSBA-GMT (95% KI) 534 (395-721) 599 (520-690)12 Monate nach 2. Dosis N=68% seropositiv (95% KI) - 97% (90-100)hSBA-GMT (95% KI) 70 (47-104)1 Monat nach 2. Dosis N=22 N=164% seropositiv (95% KI) 95% (77-100) 100% (98-100)
PorA P1.4 hSBA-GMT (95% KI) 27 (21-36) 43 (38-49)12 Monate nach 2. Dosis N=68% seropositiv (95% KI) - 18% (9-29)hSBA-GMT (95% KI) 1,65 (1,2-2,28)1 Monat nach 2. Dosis N=46% seropositiv (95% KI) - 63% (48-77)
NHBA hSBA-GMT (95% KI) 11 (7,07-16)12 Monate nach 2. Dosis N=65% seropositiv (95% KI) - 38% (27-51)hSBA-GMT (95% KI) 3,7 (2,15-6,35)
* % seropositiv = Prozentualer Anteil der Personen, die einen hSBA ≥ 1:4 (in der
Altersgruppe 6 bis 11 Monate) bzw. einen hSBA ≥ 1:5 (in der Altersgruppe 12 bis 23 Monate)erreichten.
** GMT = Geometrisches Mittel des Titers.
Immunogenität bei Kindern im Alter von 2 bis 10 Jahren
In einer initialen klinischen Studie der Phase III und deren Verlängerungsstudie wurde die
Immunogenität nach zwei Dosen Bexsero, die Kindern im Alter von 2 bis 10 Jahren entweder im
Abstand von einem oder zwei Monaten verabreicht wurden, untersucht. In der initialen Studie, deren
Ergebnisse in Tabelle 5 zusammengefasst sind, erhielten die Studienteilnehmer zwei Dosen Bexseroim Abstand von zwei Monaten. Ein hoher Anteil der Kinder zeigte Antikörperantworten mit hohenhSBA-GMT gegen alle Impfstoff-Antigene nach dem zwei Dosen-Schema (Tabelle 5).
Tabelle 5. Bakterizide Serum-Antikörperantwort einen Monat nach der zweiten Dosis Bexsero,die Kindern im Alter von 2 bis 10 Jahren im Abstand von zwei Monaten nach derersten Dosis verabreicht wurde
Antigen 2 bis 5 Jahre 6 bis 10 Jahre% seropositiv* N=99 N=287fHbp (95% KI) 100% (96-100) 99% (96-100)hSBA-GMT** 140 112(95% KI) (112-175) (96-130)% seropositiv N=99 N=291
NadA (95% KI) 99% (95-100) 100% (98-100)hSBA-GMT 584 457(95% KI) (466-733) (392-531)% seropositiv N=100 N=289
PorA P1.4 (95% KI) 98% (93-100) 99% (98-100)hSBA-GMT 42 40(95% KI) (33-55) (34-48)% seropositiv N=95 N=275(95% KI) 91% (83-96) 95% (92-97)
NHBAhSBA-GMT 23 35(95% KI) (18-30) (29-41)
* % seropositiv = Prozentualer Anteil der Personen, die einen hSBA ≥ 1:4 (gegen die
Referenzstämme für die Antigene fHbp, NadA, PorA P1.4) und einen hSBA ≥ 1:5 (gegen den
Referenzstamm für das Antigen NHBA) erreichten.
** GMT = Geometrisches Mittel des Titers.
In der Verlängerungsstudie, in der ungeimpften Kindern zwei Dosen Bexsero im Abstand von einem
Monat verabreicht wurden, waren hohe Anteile der Studienteilnehmer einen Monat nach der zweiten
Dosis seropositiv. Eine frühe Immunantwort nach der ersten Dosis wurde ebenfalls ausgewertet. Die
Anteile der seropositiven Studienteilnehmer (d. h. die einen hSBA von mindestens 1:4 erreichten) lagenfür alle Stämme einen Monat nach der ersten Dosis zwischen 46 % und 95 % und einen Monat nach derzweiten Dosis zwischen 69 % und 100 % (Tabelle 6).
Tabelle 6. Bakterizide Serum-Antikörperantwort einen Monat nach der zweiten Dosis Bexsero,die Kindern im Alter von 2 bis 10 Jahren im Abstand von einem Monat nach derersten Dosis verabreicht wurde
Antigen 35 bis 47 Monate 4 bis 7 Jahre 8 bis 10 Jahre% seropositiv* N=98 N=54 N=34fHbp (95% KI) 100% (96,3-100) 98% (90,1-99,95) 100% (89,7-100)hSBA-GMT** 107 76,62 52,32(95% KI) (84-135) (54-108) (34-81)% seropositiv N=98 N=54 N=34
NadA (95% KI) 100% (96,3-100) 100% (93,4-100) 100% (89,7-100)hSBA-GMT 631 370,41 350,49(95% KI) (503-792) (264-519) (228-540)% seropositiv N=98 N=54 N=33
PorA P1.4 (95% KI) 100% (96,3-100) 100% (93,4-100) 100% (89,4-100)hSBA-GMT 34 30,99 30,75(95% KI) (27-42) (28-49) (20-47)% seropositiv N=91 N=52 N=34(95% KI) 75% (64,5-83,3) 69% (54,9-81,3) 76% (58,8-89,3)
NHBAhSBA-GMT 12 9,33 12,35(95% KI) (7,57-18) (5,71-15) (6,61-23)
* % seropositiv = Prozentualer Anteil der Personen, die einen hSBA ≥ 1:4 (gegen die
Referenzstämme für die Antigene fHbp, NadA, PorA P1.4) und einen hSBA ≥ 1:5 (gegen den
Referenzstamm für das Antigen NHBA) erreichten.
** GMT = Geometrisches Mittel des Titers.
Dieselbe Verlängerungsstudie evaluierte auch die Antikörperpersistenz sowie die Antwort auf eine
Auffrischimpfung bei Kindern, die im Alter von 2 bis 5 oder 6 bis 10 Jahren die Grundimmunisierungmit zwei Dosen erhielten. Nach 24 bis 36 Monaten nahmen die Anteile der seropositiven
Studienteilnehmer (d. h. die einen hSBA von mindestens 1:4 erreichten) ab und lagen für alle Stämmezwischen 21 % und 74 % bei Kindern im Alter von 4 bis 7 Jahren und zwischen 47 % und 86 % bei
Kindern im Alter von 8 bis 12 Jahren. Die Antwort auf eine Auffrischimpfung, die 24 bis 36 Monatenach Abschluss der Grundimmunisierung verabreicht wurde, deutete auf ein immunologisches
Gedächtnis hin, da die Anteile der seropositiven Studienteilnehmer für alle Stämme zwischen 93 % und100 % bei Kindern im Alter von 4 bis 7 Jahren und zwischen 96 % und 100 % bei Kindern im Alter von8 bis 12 Jahren lagen.
Immunogenität bei Jugendlichen (ab 11 Jahren) und Erwachsenen
Jugendliche erhielten zwei Dosen Bexsero in einem Abstand von einem, zwei oder sechs Monatenzwischen den Dosen; Tabellen 7 und 8 zeigen eine Zusammenfassung der Daten.
In den Studien mit Erwachsenen wurden die Daten ebenfalls nach zwei Dosen Bexsero ermittelt, die ineinem Abstand von einem oder zwei Monaten verabreicht wurden (siehe Tabelle 9).
Die Impfschemata mit zwei Dosen im Abstand von einem oder zwei Monaten zeigten vergleichbare Immunant-worten sowohl bei Erwachsenen als auch bei Jugendlichen. Bei der Impfung von Jugendlichen mit zwei
Dosen Bexsero im Abstand von sechs Monaten wurden ebenfalls vergleichbare Immunantworten gemessen.
Tabelle 7. Bakterizide Serum-Antikörperantwort bei Jugendlichen einen Monat nach zwei
Dosen Bexsero, verabreicht in verschiedenen zwei Dosen-Impfschemata sowie
Persistenz der bakteriziden Antikörper 18 bis 23 Monate nach der zweiten Dosis
Antigen 0, 1 Monate 0, 2 Monate 0, 6 Monate1 Monat nach 2. Dosis N=638 N=319 N=86% seropositiv* 100% 100% 100%(95% KI) (99-100) (99-100) (99-100)hSBA-GMT** 210 234 218fHbp (95% KI) (193-229) (209-263) (157-302)18-23 Monate nach 2. Dosis N=102 N=106 N=49% seropositiv 82% 81% 84%(95% KI) (74-89) (72-88) (70-93)hSBA-GMT 29 34 27(95% KI) (20-42) (24-49) (16-45)1 Monat nach 2. Dosis N=639 N=320 N=86% seropositiv 100% 99% 99%(95% KI) (99-100) (98-100) (94-100)hSBA-GMT 490 734 880
NadA (95% KI) (455-528) (653-825) (675-1 147)18-23 Monate nach 2. Dosis N=102 N=106 N=49% seropositiv 93% 95% 94%(95% KI) (86-97) (89-98) (83-99)hSBA-GMT 40 43 65(95% KI) (30-54) (33-58) (43-98)1 Monat nach 2. Dosis N=639 N=319 N=86% seropositiv 100% 100% 100%(95% KI) (99-100) (99-100) (96-100)hSBA-GMT 92 123 140
PorA P1.4 (95% KI) (84-102) (107-142) (101-195)18-23 Monate nach 2. Dosis N=102 N=106 N=49% seropositiv 75% 75% 86%(95% KI) (65-83) (66-83) (73-94)hSBA-GMT 17 19 27(95% KI) (12-24) (14-27) (17-43)1 Monat nach 2. Dosis N=46 N=46 -% seropositiv 100% 100%
NHBA (95% KI) (92-100) (92-100) -hSBA-GMT 99 107(95% KI) (76-129) (82-140) -
* % seropositiv = Prozentualer Anteil der Personen, die einen hSBA ≥ 1:4 erreichten.
** GMT = Geometrisches Mittel des Titers.
In der Studie mit Jugendlichen wurde die bakterizide Immunantwort nach zwei Dosen Bexseroentsprechend dem hSBA-Titer zu Studienbeginn stratifiziert (unter 1:4 oder größer/gleich 1:4).
Tabelle 8 zeigt zusammenfassend den Anteil der Personen mit schützenden Antikörperantworten undmindestens Vervierfachung des hSBA-Titers einen Monat nach der zweiten Dosis Bexsero im
Vergleich zum Titer bei Studienbeginn. Nach der Impfung mit Bexsero zeigte ein hoher Anteil der
Personen schützende Antikörperantworten sowie eine Vervierfachung des hSBA-Titers unabhängigvom Antikörperstatus vor der Impfung.
Tabelle 8. Prozentualer Anteil der Jugendlichen mit schützender Antikörperantwort undmindestens Vervierfachung des Bakterizidie-Titers einen Monat nach zwei Dosen
Bexsero, verabreicht in verschiedenen zwei Dosen-Impfschemata, stratifiziert nach
Antikörper-Titer vor der Impfung
Antigen 0, 1 Monate 0, 2 Monate 0, 6 Monate
Titer vor Impfun N=369 N=179 N=55% seropositiv* g < 1:4 100%(98-100) 100% (98-100) 100% (94-100)nach 2. Dosis(95% KI) Titer vor N=269100% N=140 N=31fHbp Impfung ≥ 1:4 (99-100) 100% (97-100) 100% (89-100)
Titer vor N=369% Vervierfachun N=179 N=55g nach 2. Dosis Impfung < 1:4 100%(98-100) 100% (98-100) 100% (94-100)(95% KI) Titer vor N=268 N=140 N=31
Impfung ≥ 1:4 90% (86-93) 86% (80-92) 90% (74-98)
Titer vor N=427 N=211 N=64% seropositiv Impfung < 1:4 100% 99% (97-100) 98% (92-100)nach 2. Dosis (99-100)(95% KI) Titer vor N=212100% N=109 N=22
NadA Impfung ≥ 1:4 (98-100) 100% (97-100) 100% (85-100)% Titer vor N=426 N=211 N=64
Vervierfachung Impfung < 1:4 99% (98-100) 99% (97-100) 98% (92-100)nach 2. Dosis Titer vor N=212 N=109 N=22(95% KI) Impfung ≥ 1:4 96% (93-98) 95% (90-98) 95% (77-100)
Titer vor N=427% seropositiv Impfung < 1:4 100% N=208 N=64(98-100) 100% (98-100) 100% (94-100)nach 2. Dosis(95% KI)
PorA P1. Titer vor N=212
Impfung ≥ 1:4 100% N=111 N=224 (98-100) 100% (97-100) 100% (85-100)% Titer vor N=426 N=208 N=64
Vervierfachung Impfung < 1:4 99% (98-100) 100% (98-100) 100% (94-100)nach 2. Dosis Titer vor N=211 N=111 N=22(95% KI) Impfung ≥ 1:4 81% (75-86) 77% (68-84) 82% (60-95)
Titer vor N=2100% N=9% seropositiv Impfung < 1:4 -nach 2. Dosis (16-100) 100% (66-100)(95% KI) Titer vor N=44100% N=37
NHBA Impfung ≥ 1:4 (92-100) 100% (91-100) -% Titer vor N=2 N=9
Vervierfachung Impfung < 1:4 100%(16-100) 89% (52-100) -nach 2. Dosis(95% KI) Titer vor N=44 N=37
Impfung ≥ 1:4 30% (17-45) 19% (8-35) -
* % seropositiv = Prozentualer Anteil der Personen, die einen hSBA ≥ 1:4 erreichten.
Für die Studie mit Jugendlichen wurden Daten zur Antikörperpersistenz in einer Verlängerungsstudieder Phase III gewonnen. Etwa siebeneinhalb Jahre nach Abschluss der Grundimmunisierung mit zwei
Dosen nahmen die Anteile der Personen mit hSBA ≥ 1:4 ab und lagen für alle Stämme zwischen 29 %und 84 %. Die Antwort auf eine Auffrischimpfung, die siebeneinhalb Jahre nach Abschluss der
Grundimmunisierung verabreicht wurde, deutete auf ein immunologisches Gedächtnis hin, da die
Anteile der Personen, die einen hSBA ≥ 1:4 erreichten, für alle Stämme zwischen 93 % und 100 %lagen.
Dieselbe Studie evaluierte auch Daten zur Antikörperpersistenz aus einer zusätzlichen initialen Studieder Phase III bei Jugendlichen. Etwa vier Jahre nach Abschluss der Grundimmunisierung mit zwei
Dosen nahmen die Anteile der Personen mit hSBA ≥ 1:5 im Allgemeinen für alle Stämme von 68 %bis 100 % nach der zweiten Dosis auf 9 % bis 84 % ab. Die Antwort auf eine Auffrischimpfung, dievier Jahre nach Abschluss der Grundimmunisierung verabreicht wurde, deutete auf einimmunologisches Gedächtnis hin, da die Anteile der Personen mit hSBA ≥ 1:5 für alle Stämmezwischen 92 % und 100 % lagen.
Tabelle 9. Bakterizide Serum-Antikörperantwort bei Erwachsenen nach zwei Dosen Bexsero,verabreicht in verschiedenen zwei Dosen-Impfschemata
Antigen 0, 1 Monate 0, 2 Monate1 Monat nach 2. Dosis N=28 N=46% seropositiv* 100% 100%fHbp (95% KI) (88-100) (92-100)hSBA-GMT** 100 93(95% KI) (75-133) (71-121)1 Monat nach 2. Dosis N=28 N=46% seropositiv 100% 100%
NadA (95% KI) (88-100) (92-100)hSBA-GMT 566 144(95% KI) (338-948) (108-193)1 Monat nach 2. Dosis N=28 N=46% seropositiv 96% 91%
PorA P1.4 (95% KI) (82-100) (79-98)hSBA-GMT 47 32(95% KI) (30-75) (21-48)
* % seropositiv = Prozentualer Anteil der Personen, die einen hSBA ≥ 1:4 erreichten.
** GMT = Geometrisches Mittel des Titers.
Die bakterizide Serum-Antikörperantwort auf das NHBA-Antigen wurde nicht ausgewertet.
Immunogenität bei speziellen Populationen
Kinder und Jugendliche mit Komplementmangel, Asplenie oder Dysfunktion der Milz
In einer klinischen Studie der Phase III erhielten Kinder und Jugendliche im Alter von 2 bis 17 Jahrenmit Komplementmangel (40), mit Asplenie oder Dysfunktion der Milz (107) und Gesunde jeweilsgleichen Alters (85) zwei Dosen Bexsero im Abstand von zwei Monaten. Einen Monat nach der
Impfserie bestehend aus zwei Dosen betrugen die prozentualen Anteile an Geimpften mit hSBA ≥ 1:5bei Personen mit Komplementmangel bzw. Asplenie oder Dysfunktion der Milz 87 % bzw. 97 % für
Antigen fHbp, 95 % bzw. 100 % für Antigen NadA, 68 % bzw. 86 % für Antigen PorA P1.4 und 73 %bzw. 94 % für Antigen NHBA, was bei diesen immungeschwächten Personen auf eine Immunantworthindeutet. Der prozentuale Anteil an Gesunden mit hSBA ≥ 1:5 betrug 98 % für Antigen fHbp, 99 %für Antigen NadA, 83 % für Antigen PorA P1.4 und 99 % für Antigen NHBA.
Nicht zutreffend.
Basierend auf Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe sowie zur Reproduktions- und
Entwicklungstoxizität lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschenerkennen.
Natriumchlorid
Histidin
SaccharoseWasser für Injektionszwecke
Angaben zum Adsorbens siehe Abschnitt 2.
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.
4 Jahre
Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C).
Nicht einfrieren.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
0,5 ml Suspension in einer Fertigspritze (Glas Typ I) mit einem Kolbenstopfen (Butylgummi) undeiner Verschlusskappe aus Gummi.
Die Verschlusskappe und der Gummi-Kolbenstopfen der Fertigspritze sind aus synthetischem Gummihergestellt.
Packungsgrößen zu 1 und 10, mit oder ohne Kanülen/Nadeln.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Beim Lagern kann sich eine feine, cremefarbene Ablagerung in der Fertigspritze mit der Suspensionbilden.
Die Fertigspritze vor Gebrauch gut schütteln, bis eine homogene Suspension entstanden ist.
Den Impfstoff vor der Verabreichung auf sichtbare Schwebstoffe und Verfärbungen überprüfen.
Werden Schwebstoffe und/oder Verfärbungen festgestellt, den Impfstoff nicht verabreichen. Fallszwei unterschiedlich lange Kanülen/Nadeln in der Packung enthalten sind, ist die für eineintramuskuläre Verabreichung geeignete Kanüle/Nadel auszuwählen.
Anleitung für die Handhabung der Fertigspritze
Luer-Lock-Gewindeansatz
Halten Sie die Spritze am Zylinder, nicht am
Kolben.
Kolben Drehen Sie die Spritzenkappe entgegen dem
Zylinder Uhrzeigersinn ab.
Kappe
Nadelansatz Um die Nadel anzubringen, verbinden Sie den
Nadelansatz mit dem Luer-Lock-Gewindeansatzund drehen Sie um eine Vierteldrehung im
Uhrzeigersinn, bis die Nadel spürbar einrastet.
Ziehen Sie den Spritzenkolben nicht aus dem
Zylinder. Falls dies passiert, darf der Impfstoffnicht verabreicht werden.
EntsorgungNicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.
TT/MM/JJJJ
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.