Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels BEROMUN 1mg / 5ml pulver + lösungsmittellösung zur infusion
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Beromun 1 mg Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Jede Durchstechflasche enthält 1 mg Tasonermin* entsprechend 3,0-6,0 x 107 IE (Internationale
Einheiten).
* Tumor-Nekrose-Faktor alfa-1a (TNFα-1a), hergestellt mittels rekombinanter DNA-Technologie in
E. coli
Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:Jede Durchstechflasche enthält 20,12 mg (0,87 mmol) Natrium. Nach Rekonstitution mit isotonischer
Natriumchloridlösung sind 37,82 mg (1,64 mmol) Natrium enthalten.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung.
Das Pulver ist weiß bis grauweiß.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Beromun wird bei nichtresezierbaren Weichteilsarkomen der Extremitäten in Kombination mit
Melphalan über eine isolierte Extremitäten-Perfusion (ILP - isolated limb perfusion) angewendet bei
Erwachsenen unter milder Hyperthermie
- zur Vorbereitung auf eine operative Entfernung des Tumors, um eine Amputation zu vermeidenbzw. zu verzögern,
- oder zur palliativen Behandlung.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Diese Behandlung kann nur in Spezialkliniken von chirurgischen Teams durchgeführt werden, die
Erfahrung in der Behandlung von Extremitätensarkomen haben und mit der ILP-Technik vertrautsind, wobei die Ausrüstung zur kontinuierlichen Überwachung einer Arzneimittel-Leckage in den
Körperkreislauf und eine Intensivstation vorhanden sein müssen.
DosierungBeromun:
Obere Extremität: 3 mg Gesamtdosis zur ILP
Untere Extremität: 4 mg Gesamtdosis zur ILP
Melphalan:
Die Melphalan-Dosis wird nach der Liter-Volumen-Methode von Wieberdink (Wieberdink J,
Benckhuysen C, Braat RP, van Slooten EA, Olthius GAA. Dosimetry in isolation perfusion of thelimbs by assessments of perfused tissue volume and grading of toxic tissue reactions. Eur J Cancer
Clin Oncol 1982; 18: 905-910.) berechnet. Die Maximaldosis beträgt 150 mg.13 mg/l perfundiertes Volumen der oberen Extremität10 mg/l perfundiertes Volumen der unteren Extremität
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit und Wirksamkeit von Beromun bei Kindern unter 18 Jahren ist nicht erwiesen. Esliegen keine Daten vor.
Art der AnwendungVorsichtsmaßnahmen vor/bei der Handhabung bzw. vor/während der Anwendung des ArzneimittelsBei der Rekonstitution und Handhabung von Beromun wird das Tragen von Handschuhen empfohlen.
Gelangen Beromun-Trockenpulver oder rekonstituierte Lösung auf die Haut oder die Schleimhäute,müssen diese gründlich mit Wasser gespült werden.
Hinweise zur Rekonstitution des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.
Beromun wird über eine ILP unter milder Hyperthermie angewendet. Der Perfusionskreislauf(Rollenpumpe, Oxygenator mit integriertem Reservoir, Wärmeaustauscher, Verbindungsschläuche)sollte vor dem operativen Eingriff vorbereitet und mit 700 bis 800 ml Perfusat bei einem Hämatokritvon 0,25 bis 0,30 eingestellt werden.
Die Katheter werden eingeführt, dabei ist das Perfusionsniveau so zu wählen, dass das betroffene
Gewebe ausreichend durchströmt wird (mögliche Zugänge sind A. iliaca ext., A. femoralis, A.poplitea, A. axillaris und A. brachialis). Ein Wärmeverlust der Extremität nach außen kann durch
Verwendung von Thermodecken verhindert werden. Die Temperatur der Extremität muss fortlaufendüberwacht werden. Dies ist mit Thermistor-Sonden möglich, die in das Subkutangewebe und die
Muskulatur eingeführt werden. Hände und Füße, sofern nicht betroffen, sollten durch Esmarch-(Expulsions-) Binden geschützt werden. Am proximalen Ende der Extremität wird ein Tourniquetangelegt.
Nach der Herstellung der Verbindung zwischen Extremität und isoliertem Kreislauf wird die Flussrateauf 35 bis 40 ml/Liter Extremitätenvolumen/Minute eingestellt und mit einem radioaktiv markierten
Tracer die Leckage in den Körperkreislauf überwacht (siehe Abschnitt 4.4). Um sicherzustellen, dassdie Leckage aus dem Perfusionskreislauf in den Körperkreislauf konstant bleibt (Radioaktivität imsystemischen Kreislauf hat ein Plateau erreicht) und nicht auf über 10 % ansteigt, ist unter Umständeneine Korrektur der Flussrate und des Tourniquets erforderlich. Beromun darf nur angewendet werden,wenn die Leckage unter 10 % liegt.
Wenn die distal vom Tumor subkutan gemessene Temperatur des Gewebes der perfundierten
Extremität > 38°C (jedoch nicht über 39°C) erreicht hat und der pH-Wert des Perfusats zwischen 7,2und 7,35 liegt, wird Beromun als Bolus in den arteriellen Zugang des Kreislaufs injiziert. Nach 30-minütiger Perfusion mit Beromun allein wird Melphalan als Bolus in das Reservoir des Kreislaufsoder langsam in den arteriellen Zugang injiziert. Die Temperatur sollte anschließend an zweiverschiedenen Messstellen im Tumorbereich auf > 39°C (jedoch nicht über 40°C) erhöht werden. Diegemeinsame Verabreichung von Beromun und Melphalan sollte über 60 Minuten erfolgen. Die
Gesamtdauer der Perfusion beläuft sich somit auf 90 Minuten.
Am Ende der Perfusion wird das Perfusat im Reservoir gesammelt, während dem
Extremitätenkreislauf gleichzeitig Volumenersatzmittel zugeführt wird. Die Flussrate bleibt weiterhinbei 35 bis 40 ml/Liter Extremitätenvolumen/Minute. Die Auswaschphase wird erst beendet, wenn das
Perfusat von der Farbe her klar pink, transparent ist (siehe Abschnitt 4.4).
Eine operative Resektion des verbleibenden Resttumors sollte, wann immer möglich, durchgeführtwerden. Bei Bedarf kann eine zweite ILP 6-8 Wochen nach der ersten in Betracht gezogen werden(siehe Abschnitt 4.4).
4.3 Kontraindikationen
Gegenanzeigen für eine ILP mit Beromun, geordnet nach den einzelnen Bestandteilen des Verfahrens:
Gegenanzeigen für Beromun:
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
Schwere Herz-Kreislauferkrankungen, wie Herzinsuffizienz (New York Heart Association
Classification II, III oder IV), schwere Angina pectoris, Herzrhythmusstörungen, Myokardinfarkt inden letzten 3 Monaten vor der Behandlung, Venenthrombose, periphere arterielle
Verschlusskrankheit, kürzlich überstandene Lungenembolie.
Schwere Lungenfunktionsstörungen.
Magengeschwür entweder aktiv oder in der jüngeren Anamnese.
Schwerer Aszites.
Schwerwiegende Veränderungen im Blutbild, wie Leukozytenzahl < 2,5 x 109/l, Hämoglobin < 9 g/dl,
Thrombozytenzahl < 60 x 109/l, erhöhte Blutungsneigung oder akute Gerinnungsstörungen.
Schwere Nierenfunktionsstörungen mit Serumkreatinin > 150 µmol/l oder Creatinin-Clearance< 50 ml/Minute, wie z. B. Nephrotisches Syndrom.
Schwere Leberfunktionsstörungen, wie > 2x oberer Grenzwert für Aspartataminotransferase,
Alaninaminotransferase oder alkalische Phosphatase; oder Bilirubinspiegel > 1,25x oberer
Normalgrenzwert.
Hyperkalzämie > 12 mg/dl (2,99 mmol/l).
Patienten mit Gegenanzeigen für Vasopressoren.
Patienten mit Gegenanzeigen für Antikoagulantien.
Gleichzeitige Behandlung mit kardiotoxischen Arzneimitteln (z. B. Anthrazykline).
Schwangerschaft und Stillzeit (siehe Abschnitt 4.6).
Gegenanzeigen für Melphalan:
Siehe Fachinformation für Melphalan.
Gegenanzeigen für das ILP-Verfahren:
Schwerer Aszites.
Hochgradige Lymphödeme in der zu behandelnden Extremität.
Patienten mit Gegenanzeigen für Vasopressoren.
Patienten mit Gegenanzeigen für Antikoagulantien.
Patienten mit Gegenanzeigen für eine quantitative Leckkontrolle mit Radionukliden.
Patienten mit Gegenanzeigen für die Extremitätenhyperthermie.
Patienten, bei denen der Verdacht besteht, dass die Blutzufuhr zum distal vom Tumor gelegenen Teilder Extremität stark von Blutgefäßen abhängt, die mit dem Tumor in Verbindung stehen. Einentsprechender Verdacht ist durch ein Angiogramm abzuklären.
Schwangerschaft und Stillzeit.
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Die ILP sollte in Spezialkliniken von chirurgischen Teams durchgeführt werden, die Erfahrung in der
Behandlung von Extremitätensarkomen haben und mit der ILP-Technik vertraut sind, wobei die
Ausstattung zur kontinuierlichen Überwachung der Arzneimittel-Leckage in den Körperkreislauf undeine Intensivstation vorhanden sein müssen. Beromun darf nicht systemisch verabreicht werden.
Vor einer ILP beachten Sie bitte auch die Fachinformation für Melphalan.
Die Einleitung einer Vollnarkose und die weitere mechanische Beatmung erfolgen nach den üblichen
Verfahren. Die Aufrechterhaltung der statischen Narkosephase ist unbedingt notwendig, um größere
Schwankungen des systemischen Blutdrucks zu verhindern, da dies einen Einfluss auf die Leckagezwischen Körperkreislauf und Perfusionskreislauf haben kann.
Während der ILP sind sowohl der zentral venöse als auch der arterielle Druck zu überwachen. Fernermüssen Blutdruck, Urinproduktion und EKG in den ersten 24 bis 48 Stunden nach der ILP - fallserforderlich auch länger - routinemäßig überwacht werden. Zur Kontrolle des Pulmonalarteriendrucksund des pulmonalen Verschlussdrucks während der ILP und in der Nachbeobachtungszeit ist ein
Swan-Ganz-Katheter einzusetzen.
Zur Prophylaxe und Behandlung von Fieber, Schüttelfrost und anderen grippeähnlichen
Begleitsymptomen der Beromun-Behandlung können vor der ILP Paracetamol (oral oder als
Zäpfchen) oder ein anderes Analgetikum/Antipyretikum verabreicht werden.
Zur Schockprophylaxe sollten die Patienten unmittelbar vor sowie während und nach der Perfusionmaximal hydriert sein, sodass optimale hämodynamische Bedingungen herrschen und eine hohe
Urinausscheidung, besonders nach der Perfusion, sichergestellt ist, um eine rasche Clearance des nochvorhandenen Beromun zu ermöglichen. Für den Fall eines signifikanten Blutdruckabfalls solltenweitere Plasmaexpander (kristalloide oder kolloidale Lösungen) bereitstehen. Kolloidale Lösungenund Hydroxyethylstärke sind bevorzugt zu verwenden, da ein Austreten aus dem Gefäßsystem beidiesen Lösungen wenig wahrscheinlich ist. Bei Bedarf kann zusätzlich ein Kreislaufmittel wie
Dopamin während der ILP und in der postoperativen Phase verabreicht werden. Tritt vor Ende der
ILP ein schwerer Schock auf, ist die Extremitäten-Perfusion abzubrechen und entsprechendetherapeutische Maßnahmen müssen eingeleitet werden.
Um das Risiko eines Perfusat-Übertritts in den Körperkreislauf auf ein Minimum zu beschränken,sollte die Perfusionsflussrate nicht mehr als 40 ml/l Extremitätenvolumen/Minute betragen. Die
Leckage wird mit Hilfe von radioaktiv markiertem Albumin oder radioaktiv markierten Erythrozytengemessen, die in das Perfusionssystem injiziert werden. Der Radioaktivitätsübertritt in den
Körperkreislauf wird mit geeigneten Mitteln kontinuierlich überwacht. Um sicherzustellen, dass die
Leckage aus dem Perfusionskreislauf in den systemischen Kreislauf stabil ist (Radioaktivität imsystemischen Kreislauf hat ein Plateau erreicht) und nicht auf über 10 % ansteigt, ist unter Umständeneine Korrektur der Flussrate und des Tourniquets erforderlich. Die Perfusion muss abgebrochenwerden, wenn die kumulative Leckage in den Körperkreislauf > 10 % erreicht. In diesen Fällen sollteein Standard-Auswaschverfahren mit mindestens 2 Litern einer intravenösen Infusion mit Dextran 70oder entsprechenden Volumenersatzmitteln erfolgen.
Im Anschluss an die ILP muss immer ein Standard-Auswaschverfahren unter Verwendung von einerintravenösen Infusion mit Dextran 70 oder entsprechenden Volumenersatzmitteln durchgeführtwerden. Nach einer Perfusion der unteren Extremität ist mit 3 bis 6 Litern, nach einer Perfusion deroberen Extremität mit 1 bis 2 Litern zu spülen. Bei Perfusionszugang im Bereich der Fossa popliteaoder der A. brachialis kann bereits 1 Liter Volumenersatzmittel ausreichend sein. Die Auswaschungist solange fortzusetzen, bis venös klare Flüssigkeit (pink, transparent) austritt.
Es muss sichergestellt werden, dass die Zeitintervalle, in denen die Sauerstoffversorgung der
Extremität unterbrochen wird, möglichst kurz sind (kumuliert maximal 20 Minuten).
Eine operative Resektion des verbleibenden Resttumors sollte, wann immer möglich, durchgeführtwerden. Bei Bedarf kann eine zweite ILP 6-8 Wochen nach der ersten in Betracht gezogen werden.
Falls eine zweite ILP angezeigt ist, sollten die Ärzte die Übertrittsrate der ersten ILP berücksichtigen.
Die maximal tolerierte Dosis (MTD) von Tasonermin bei der ILP beträgt 4 mg, dies ist das 10facheder systemischen MTD. Daher muss nach größerer Leckage von Tasonermin in den Körperkreislaufmit schwerwiegenden Nebenwirkungen gerechnet werden. Dosierungen von bis zu 6 mg anderer
TNFα-Präparate wurden mittels ILP appliziert, jedoch wurde diese Dosis wegen der lokoregionalen
Toxizität für nicht tolerierbar gehalten.
Die gleichzeitige Anwendung von kardiotoxischen Arzneimitteln (z. B. Anthrazykline) ist zuvermeiden, da Tasonermin zu einer Verstärkung der kardiotoxischen Wirkungen führen kann, wie in13-wöchigen präklinischen toxikologischen Studien beobachtet wurde. Die gleichzeitige Anwendungvon Arzneimitteln, die zu einem starken Blutdruckabfall führen können, ist nicht zu empfehlen (siehe
Abschnitt 4.5).
Eine Anzahl therapeutischer Maßnahmen werden routinemäßig während und unmittelbar nach der ILPangewandt. Hierzu gehören Standard-Anästhetika, Analgetika, Antipyretika, intravenös zuverabreichende Volumenersatzmittel, Antikoagulantien und Vasopressoren. Es gibt keine Anzeichendafür, dass eine dieser Substanzen den pharmakodynamischen Wirkungen von Tasonerminentgegenwirkt. Bisher wurden keine signifikanten Wechselwirkungen zwischen Beromun und anderen
Arzneimitteln beobachtet; dennoch sollte mit Vorsicht vorgegangen werden (siehe Abschnitt 4.5).
Beim Auftreten systemischer Unverträglichkeitssymptome, wie Fieber, Herzrhythmusstörungen,
Schock/Hypotonie, Atemnotsyndrom (ARDS), sind unterstützende Maßnahmen einzuleiten und der
Patient muss unverzüglich zur Überwachung auf die Intensivstation verlegt werden. Die Gabe von
Volumenersatzmitteln und Vasopressoren wird empfohlen. Künstliche Beatmung ist bei der
Entwicklung eines ARDS angezeigt. Nieren- und Leberfunktion sollten sorgfältig kontrolliert werden.
Veränderungen des Blutbildes, insbesondere Leukozytopenie, Thrombozytopenie und
Blutgerinnungsstörungen, können auftreten.
Ein Kompartment-Syndrom, welches durch Schmerzen, Schwellungen und neurologische Symptomesowie durch Muskelschädigungen in der perfundierten Extremität charakterisiert ist, wurde nur in
Einzelfällen nach Behandlung mit BEROMUN beobachtet. Daher sollten Patienten während derersten drei Tage nach der isolierten Extremitätenperfusion (ILP) überwacht werden. Im Falle derklinischen Diagnose eines Kompartment-Syndroms ist folgende Behandlung zu erwägen:− Fasziotomie aller Muskelkompartimente in der betroffenen Extremität,− Eine forcierte Diurese und eine Alkalisierung des Urins, wenn eine Muskelschädigung miterhöhten Myoglobinwerten in Plasma und Urin auftritt.
Das rekonstituierte Arzneimittel enthält in der empfohlenen Dosis bis zu 151,27 mg (6,58 mmol)
Natrium. Dies ist bei Patienten unter Natrium-kontrollierter Diät zu berücksichtigen.
Das Behältnis des Arzneimittels enthält Kautschuk. Dies kann schwerwiegende allergische
Reaktionen verursachen.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen durchgeführt.
Beromun wurde zusammen mit Interferon-gamma im ILP-Verfahren angewandt. Es konnte jedochkeine therapeutische Überlegenheit dieser Kombination nachgewiesen werden. Der Zusatz von
Interferon-gamma zum Tasonermin-Perfusat scheint nicht zu einer signifikanten Zunahme derendogenen Produktion von Tasonermin oder anderen entzündlichen Zytokinen zu führen, wie bei
Patienten mit schwerem Trauma gezeigt werden konnte. Die klinischen Daten sprechen jedoch dafür,dass die Gesamtinzidenz an Nebenwirkungen ansteigt, wenn Patienten gleichzeitig Tasonermin und
Interferon-gamma erhalten.
Die gleichzeitige Anwendung von kardiotoxischen Arzneimitteln (z. B. Anthrazykline) ist zuvermeiden, da Tasonermin zu einer Verstärkung der kardiotoxischen Wirkungen führen kann, wie in13-wöchigen präklinischen toxikologischen Studien beobachtet wurde (siehe Abschnitt 4.4).
Eine Anzahl therapeutischer Maßnahmen werden routinemäßig während und unmittelbar nach der ILPangewandt. Hierzu gehören Standard-Anästhetika, Analgetika, Antipyretika, intravenös zuverabreichende Volumenersatzmittel, Antikoagulantien und Vasopressoren. Es gibt keine Anzeichendafür, dass eine dieser Substanzen den pharmakodynamischen Wirkungen von Tasonerminentgegenwirkt. Bisher wurden keine Wechselwirkungen zwischen Beromun und anderen
Arzneimitteln beobachtet; dennoch sollte mit Vorsicht vorgegangen werden (siehe Abschnitt 4.4).
Die gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die zu einem starken Blutdruckabfall führen können,ist nicht zu empfehlen (siehe Abschnitt 4.4).
Hinsichtlich der Wechselwirkungen von Melphalan ist die Fachinformation für Melphalan zubeachten.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
SchwangerschaftEs liegen keine hinreichenden Daten für die Verwendung von Tasonermin bei Schwangeren vor. Esliegen keine hinreichenden tierexperimentellen Studien in Bezug auf die Auswirkungen auf
Schwangerschaft, embryonale Entwicklung und postnatale Entwicklung vor (siehe Abschnitt 5.3). Daspotentielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt. Beromun darf nicht während der
Schwangerschaft verwendet werden (siehe Abschnitt 4.3).
StillzeitEs ist nicht bekannt, ob Tasonermin über die Muttermilch sezerniert wird. Wegen des unbekannten
Risikos für den Säugling darf nach der ILP mit Beromun für 7 Tage nicht gestillt werden (siehe
Abschnitt 4.3).
FertilitätEs liegen keine Studien bezüglich eines möglichen Effekts dieses Arzneimittels auf die männlicheoder weibliche Fertilität vor.
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
MaschinenNicht zutreffend.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des SicherheitsprofilsNebenwirkungen können durch Beromun, Melphalan oder die ILP und begleitende Maßnahmen sowie
Kombinationen aus diesen Faktoren ausgelöst werden.
Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen in klinischen Studien waren Fieber, Übelkeit,
Erbrechen, Abgeschlagenheit, Arrhythmien, Schüttelfrost, Schmerzen, Wundinfektionen und
Hautreaktionen. Die Nebenwirkungen treten entweder lokal an der mit ILP behandelten Extremitätoder systemisch auf. Systemische Nebenwirkungen umfassen sowohl leichte Allgemeinreaktionen alsauch toxische Effekte auf verschiedene Organsysteme.
Tabellarische Übersicht der NebenwirkungenNebenwirkungen wurden entsprechend folgenden Häufigkeiten eingestuft:sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100), selten (≥ 1/10.000,< 1/1.000).
Infektionen und parasitäre Erkrankungenhäufig: Infektionen, Wundinfektionengelegentlich: Sepsis
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystemshäufig: Leukozytopenie, Thrombozytopenie
Erkrankungen des Immunsystemshäufig: Überempfindlichkeitsreaktionen
Erkrankungen des Nervensystemshäufig: Nervenschädigungen, periphere Neurotoxizität, veränderter Bewusstseinszustand,
KopfschmerzenHerzerkrankungensehr häufig: Herzrhythmusstörungenhäufig: Herzinsuffizienz
Gefäßerkrankungenhäufig: Venenthrombosen, arterielle Thrombosen, Schock, Hypotoniegelegentlich: periphere arterielle Verschlusskrankheit
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinumshäufig: Atemnotsyndrom (ARDS)gelegentlich: Lungenödem
Erkrankungen des Gastrointestinaltraktssehr häufig: Übelkeit, Erbrechenhäufig: Durchfall, Verstopfunggelegentlich: Oberbauchschmerzen, erosive Gastritis
Leber- und Gallenerkrankungensehr häufig: Hepatotoxizität
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebessehr häufig: Hautreaktionenhäufig: Hautnekrosen, periphere Ödemegelegentlich: Onychomadese (Ablösung der Nagelplatte)
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungenhäufig: Kompartment-Syndrom, Myalgie
Erkrankungen der Nieren und Harnwegehäufig: Proteinuriegelegentlich: akutes Nierenversagen
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsortsehr häufig: Fieber, Schüttelfrost, Schmerzen, Abgeschlagenheithäufig: nächtliches Schwitzen
Untersuchungengelegentlich: Anstieg des Serumkreatinins
Chirurgische und medizinische Eingriffehäufig: schwerwiegende, amputationspflichtige Nekrose der Extremität
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenNekrosen der Extremitäten und Kompartment-Syndrom können eine Amputation erforderlich machen.
Eine spät auftretende periphere arterielle Verschlusskrankheit der unteren Gliedmaßen wurde von
Patienten mehrere Jahre nach der ILP berichtet. Dies betraf vorwiegend Patienten mit bekanntenkardiologischen Risikofaktoren oder Patienten, die eine zusätzliche Strahlentherapie der betroffenen
Gliedmaßen erhalten haben.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Im Falle einer versehentlichen Überdosierung, muss die ILP sofort abgebrochen und die Extremitätmit mindestens 2 Litern einer intravenösen Infusion mit Dextran 70 bzw. entsprechendem
Volumenersatzmittel (siehe auch Abschnitt 4.4) durchspült werden.
Beim Auftreten systemischer Unverträglichkeitssymptome, wie Fieber, Herzrhythmusstörungen,
Schock/Hypotonie, Atemnotsyndrom (ARDS), sind unterstützende Maßnahmen einzuleiten und der
Patient muss unverzüglich zur Überwachung auf die Intensivstation verlegt werden. Die Gabe von
Volumenersatzmitteln und Vasopressoren wird empfohlen. Künstliche Beatmung ist bei der
Entwicklung eines ARDS angezeigt. Nieren- und Leberfunktion sollten sorgfältig kontrolliert werden.
Veränderungen des Blutbildes, insbesondere Leukozytopenie, Thrombozytopenie und
Blutgerinnungsstörungen können auftreten.
Ein spezifisches Gegenmittel zu Tasonermin ist derzeit nicht verfügbar. Eine Behandlung mit Anti-
TNFα-Antikörpern ist nicht zu empfehlen.
Einzelheiten hinsichtlich einer Melphalan-Überdosierung finden sich in der Fachinformation für
Melphalan.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Immunstimulanzien, ATC-Code: L03AX11
WirkmechanismusDie in vivo Anti-Tumorwirksamkeit beruht wahrscheinlich auf direkten und indirekten Mechanismen:
Direkte Hemmung der Tumorzellproliferation: Tasonermin wirkt in vitro gegenüber einer Reihe von
Tumorzelllinien unterschiedlicher Histogenese zytotoxisch bzw. zytostatisch.
Direkte Wirkung auf das Tumorgefäßsystem: Tasonermin wirkt auf zelluläre Strukturen und verringertdie Proliferation endothelialer Zellen. Es verändert die Ausbildung spezifischer Zelloberflächen- und
Sekretionsproteine (einschließlich der Adhäsionsmoleküle und der Proteine, die die Koagulation,
Interleukine und hämatopoetische Wachstumsfaktoren beeinflussen). Diese Veränderungen wiederumleiten einen prokoagulanten Zustand ein, der zu mikrovaskulären Thrombosen führt. Außerdem wirddie Adhäsion von Leukozyten an das vasale Endothel und die Migration von Leukozyten aus den
Blutgefäßen begünstigt. Dies führt zu einer Infiltration des Tumors mit Lymphozyten, Monozyten und
Granulozyten. Die Ursache für die unterschiedliche Beeinflussbarkeit des Tumorgefäßsystems (hohe)und des normalen Gefäßsystems (niedrige) ist bisher nicht bekannt.
Indirekte und direkte Immunmodulation: Tasonermin hat auf zelluläre Komponenten des
Immunsystems eine ausgeprägte Wirkung. Die Proliferation aktivierter B- und T-Lymphozyten, die
Entwicklung zytotoxischer T-Zellen und Immunoglobulin-sezernierender B-Zellen wird begünstigt,
Monozyten/Makrophagen werden zur Elimination von Tumorzellen aktiviert, Granulozyten werdenzur verstärkten Phagozytose, zur Bildung von Sauerstoffradikalen und zur Degranulation sowie zur
Adhäsion an das Endothel angeregt. Zusätzlich zu diesen direkten Effekten beeinflusst Tasonermindie Immunantwort durch die Induktion einer verstärkten Produktion von Zytokinen undniedermolekularen Mediatoren (Prostaglandine, Plättchen-aktivierender Faktor). Es gibt Hinweisedarauf, dass diese immunmodulatorischen Aktivitäten für die Anti-Tumorwirksamkeit von Bedeutungsind; so ist die Anti-Tumorwirksamkeit von Tasonermin in immundefekten Tieren wesentlich geringerals in immunkompetenten Tieren. Ferner kann es bei Tieren, die inokulierte Tumoren nach
Tasonermin-Behandlung abstoßen, zur Ausbildung einer spezifischen Immunität gegenüber diesen
Tumorzelltypen kommen.
Pharmakodynamische WirkungenTasonermin hat sich im klassischen Tumor-Nekrose-Faktor-Test als aktiv erwiesen. Es führte nachlokaler bzw. systemischer Injektion zur hämorrhagischen Nekrose von Tumorknötchen insyngenetischen und xenogenetischen (humanen) Tumortestsystemen in der Maus. Die systemische
Anwendung von Tasonermin ist durch seine toxische Wirkung begrenzt. Die in präklinischen Studienermittelte wirksame Anti-Tumor-Dosis ist wesentlich höher als die am Menschen beobachtetemaximal tolerierte Dosis.
Klinische WirksamkeitEine lokoregionale Anwendung von Beromun zusammen mit Melphalan als ILP zeigte sich äußerstwirksam für die lokale Kontrolle inoperabler Weichteilsarkome der Extremitäten. Die Anwendung istjedoch eine spezifisch lokoregionale Anwendung und es ist nicht zu erwarten, dass sie die
Überlebensrate beeinflusst. Eine matched-pair Analyse der Überlebensrate von Patienten, die mit
Beromun und Melphalan ILP behandelt wurden, zeigte im Vergleich zu einer historischen Kontrollekeinen Unterschied (p = 0,5).
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Systemische Pharmakokinetik
Zur Pharmakokinetik von Tasonermin im Körperkreislauf liegen nur wenige Daten vor. Hinweise aufeine Dosisabhängigkeit wie eine Abnahme der Clearance und eine Zunahme der Halbwertszeit beisteigenden Dosen wurden beobachtet. Die terminale Halbwertszeit der maximal toleriertenintravenösen Dosis (150 µg/m2) beträgt 15-30 Minuten.
Pharmakokinetik bei ILP
Die ILP ermöglicht die Anwendung von hohen und gleich bleibenden Tasonermin-Konzentrationen inder Extremität. Aus den bei 51 ILP-Patienten gewonnenen Daten geht hervor, dass die maximalen
Tasonermin-Konzentrationen im Perfusionskreislauf 30 Minuten nach Beginn der ILP erreicht werdenund zwischen 3000 und 4000 ng/ml liegen. Bei einer Leckage von maximal 2 % (38 von 51 Patienten)wurden die Tasonermin-Spitzenkonzentrationen im Körperkreislauf 5 Minuten nach Beginn der ILPerreicht. Sie lagen um ungefähr das 200fache unter den im Perfusionskreislauf gemessenen
Konzentrationen. Bei einer Leckage von mehr als 2 % Tasonermin (13 von 51 Patienten) waren die
Spitzenkonzentrationen von Tasonermin im Körperkreislauf immer noch mindestens 10mal niedrigerals im Perfusionskreislauf.
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
Das toxikologische Profil von Tasonermin wurde in präklinischen Prüfungen an Mäusen, Ratten,
Kaninchen, Hunden und Affen untersucht. Die wichtigsten Nebenwirkungen bei wiederholter
Tasonermin-Gabe waren hämatologische Veränderungen und Kreislaufreaktionen, Unwohlsein und
Gewichtszunahme sowie Leber- und Nierenfunktionsstörungen. Die hämatologischen Veränderungenäußerten sich als Anämie, Hämatokritanstieg und je nach Tierart und Behandlungsdauer als Anstiegoder Abfall der Leukozyten- und Thrombozytenzahlen. An Kreislaufreaktionen wurden
Blutdruckabfall und in einigen Studien ein Anstieg der Herzfrequenz sowie eine Abnahme der
Kontraktilität beobachtet. Die Synthesekapazität der Leber war erniedrigt, was sich durch einen
Anstieg der Leberenzyme äußerte. Nierenfunktionsstörungen umfassten eine vermehrte Wasser- und
Natriumausscheidung sowie einen Harnstoff- und Kreatininanstieg. Eine Dosis, bei der keine toxische
Wirkung beobachtet wurde, konnte in den präklinischen Prüfungen nicht ermittelt werden, außer beieiner siebentägigen Applikation von 0,1 µg/kg am Affen. Die bei der niedrigsten Dosis in der 13-
Wochen-Studie beobachteten Veränderungen lassen sich als minimal und voll reversibel einstufen.
Bei Mäusen kommt es bei intakter Blut-Hirn-Schranke nicht zu einem Übertritt wesentlicher Mengenan Tasonermin in das Gehirn. Bei Rhesus-Affen ergab eine Ganzkörperszintigraphie nach der
Verabreichung von radiomarkiertem Tasonermin kein spezifisches Verteilungsmuster. Tasonerminkann die Plazentaschranke nicht passieren und tritt auch nicht in nekrotische Tumoren über. Beim
Rhesus-Affen wurde in pharmakokinetischen Studien nach intravenöser Injektion von Tasonermineine unspezifische, nicht sättigbare Ausscheidung durch glomeruläre Filtration in der Nierenachgewiesen. Die Existenz eines zweiten, spezifischen und sättigbaren Ausscheidungsmechanismusüber Tasonermin-Rezeptoren ist anzunehmen.
Hinweise auf eine mutagene Wirkung gab es weder in vivo noch in vitro. Fortpflanzungs- oder
Kanzerogenitätsstudien wurden nicht durchgeführt, da Beromun im klinischen Gebrauch als ILP zur
Behandlung des Weichteilsarkoms vorgesehen ist und solche Untersuchungen somit nicht angezeigtsind.
Zur Absicherung der vorgesehenen klinischen Anwendung von Beromun wurden ILP-Versuche an
Hinterbeinen von gesunden Ratten mit verschiedenen Dosen der gleichen Tasonermin-Konzentrationdurchgeführt, wie sie der klinischen Situation beim Menschen entsprechen. Abgesehen von einerleichten Erhöhung des ischämischen Effekts bei höheren Dosen, zeigten die histologischen
Standarduntersuchungen von Haut, Muskel, Knochen, Nerven und Blutgefäßen keineunterschiedlichen Befunde bei Tasonermin-behandelten Tieren gegenüber der Kontrollgruppe. Eswurden keine Spätfolgen nach ILP-Behandlung von Tieren mit Tasonermin beobachtet.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Natriumdihydrogenphosphat-Dihydrat
Natriummonohydrogenphosphat-Dodecahydrat
Humanes Serumalbumin
6.2 Inkompatibilitäten
Bei der ILP sind keine Inkompatibilitäten mit anderen Bestandteilen des Perfusats, mit den
Bedingungen der Hyperthermie oder mit dem Membranoxygenator und den Silikonschläuchenbekannt geworden. Perfusatproben mehrerer isolierter Extremitäten-Perfusionen zeigten
Plateauspiegel von Tasonermin (gemäß ELISA-Messungen) bis zu 100 Minuten nach
Perfusionsbeginn ohne Anzeichen eines Abklingens der Tasonermin-Konzentration, die auf einen
Abbau von Tasonermin zurückzuführen wären.
Beachten Sie die Angaben zu Inkompatibilitäten von Melphalan in der Fachinformation für
Melphalan.
6.3 Haltbarkeit
3 Jahre
Rekonstituierte Lösung:Die chemische und physikalische Anbruch-Stabilität wurde bei 25°C für maximal 48 Stundennachgewiesen.
Aus mikrobiologischer Sicht muss das rekonstituierte Arzneimittel sofort angewendet werden. Ist diesnicht der Fall, so liegen Aufbewahrungsdauer und Lagerbedingungen der gebrauchsfertigen Lösung inder Verantwortung des Anwenders. Die gebrauchsfertige Lösung darf bei 2 bis 8°C und nicht längerals 24 Stunden gelagert werden, es sei denn, sie wurde unter kontrollierten und validierten aseptischen
Bedingungen hergestellt.
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Im Kühlschrank lagern (2 °C-8 °C).
Aufbewahrungsbedingungen nach Rekonstitution des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Durchstechflasche mit Pulver
Durchstechflaschen aus Typ I Glas mit Chlorobutyl-Gummistopfen und mit Flip-off-Kappen aus
Aluminium.
Jede Packung enthält 4 Durchstechflaschen.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
HandhabungHinweise zur Herstellung der gebrauchsfertigen Lösung
Der Inhalt einer Durchstechflasche mit Beromun-Pulver muss mit 5,3 ml steriler 0,9%iger
Natriumchlorid-Injektionslösung rekonstituiert werden. Eine homogene Lösung wird durch leichtes
Schwenken erreicht. Die gebrauchsfertige Lösung muss vor ihrer Anwendung visuell auf Partikelüberprüft werden. Die Lösung ist klar bis hellgelb. Die Formulierung enthält kein
Konservierungsmittel und ist ausschließlich zur einmaligen Verwendung bestimmt (siehe
Abschnitt 6.3). Hinweise für die Anwendung siehe Abschnitt 4.2.
EntsorgungNicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
BELPHARMA s.a.2, Rue Albert 1er
L-1117 Luxemburg
Großherzogtum Luxemburg
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 13. April 1999
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 13. April 2009
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.