BAQSIMI 3mg einzeldosis nasenpulver merkblatt medikamente

H04AA01 Glucagon • SYSTEMISCHE HORMONPRÄPARATE, EXKL. SEXUALHORMONE UND INSULINE | GLYKOGENOLYTISCHE HORMONE | Glykogenolytische Hormone

Glukagon ist ein Hormon, das von der Bauchspeicheldrüse produziert wird und als Medikament zur Behandlung von schwerer Hypoglykämie (niedriger Blutzucker) eingesetzt wird, insbesondere bei Menschen mit Diabetes, die Insulin verwenden. Glukagon wirkt, indem es die Leber dazu anregt, gespeicherte Glukose ins Blut freizusetzen, wodurch der Blutzuckerspiegel schnell erhöht wird.

Es ist als Injektion oder Nasenspray erhältlich und wird typischerweise in Notfallsituationen verwendet, wenn der Patient bewusstlos ist oder keine Nahrung oder Getränke zu sich nehmen kann, um den Blutzucker zu erhöhen. Die Injektion kann intramuskulär, subkutan oder intravenös von einer geschulten Person verabreicht werden.

Häufige Nebenwirkungen sind Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen oder Reaktionen an der Injektionsstelle. In seltenen Fällen kann es zu schweren allergischen Reaktionen kommen. Nach der Verabreichung von Glukagon sollte der Patient Kohlenhydrate zu sich nehmen, um ein erneutes Absinken des Blutzuckers zu verhindern.

Glukagon ist eine lebensrettende Maßnahme bei schwerer Hypoglykämie und sollte gemäß den Anweisungen eines Arztes verwendet werden. Es ist wichtig, dass Menschen mit Diabetes und ihre Angehörigen in der richtigen Anwendung dieses Medikaments geschult sind.

Allgemeine Daten zu BAQSIMI 3mg

Substanz: Glucagon

Datum der letzten Medikamentenliste: 01-06-2025

Handelsgesetzbuch: W70142001

Konzentration: 3mg

Pharmazeutisches Formblatt: einzeldosis nasenpulver

Quantität: 1

Produktart: original

Preis: 359.60 RON

Rezeptbeschränkungen: P-RF - Arzneimittelrezept, das in der Apotheke aufbewahrt wird (nicht verlängerbar).

Marketing autorisation

Zulassungshersteller: ELI LILLY SAS - FRANTA

Zulassungsinhaber: AMPHASTAR FRANCE PHARMACEUTICALS - FRANTA

Zulassungsnummer: 1406/2019/01

Haltbarkeit: 2 Jahre

Verfügbare Konzentrationen für Glucagon

1mg, 1mg/ml, 3mg

Vergütungslisten für BAQSIMI 3mg AMPHASTAR FRANCE PHA

NGP 5 (C2) - Diabetes

Preis

Zuzahlung

Patient

359.60 RON

359.60 RON

0.00 RON

Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels BAQSIMI 3mg einzeldosis nasenpulver

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Baqsimi 3 mg Nasenpulver in einem Einzeldosisbehältnis.

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jedes Einzeldosisbehältnis gibt Nasenpulver ab, das 3 mg Glucagon enthält.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Nasenpulver in einem Einzeldosisbehältnis (Nasenpulver)

Weißes bis nahezu weißes Pulver

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Baqsimi ist angezeigt zur Behandlung von schwerer Hypoglykämie bei Erwachsenen, Jugendlichenund Kindern ab 4 Jahren mit Diabetes mellitus.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 4 Jahren

Die empfohlene Dosis beträgt 3 mg Glucagon, in ein Nasenloch verabreicht.

Ältere Patienten

Es ist keine altersbedingte Dosisanpassung erforderlich.

Es liegen nur sehr wenige Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit bei Patienten ab 65 Jahren und keinebei Patienten ab 75 Jahren vor.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Es ist keine Dosisanpassung bei Nierenfunktionsstörungen erforderlich.

Eingeschränkte Leberfunktion

Es ist keine Dosisanpassung bei Leberfunktionsstörungen erforderlich.

Kinder im Alter von 0 bis < 4 Jahren

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Baqsimi bei Kindern im Alter von 0 bis < 4 Jahren ist bishernoch nicht erwiesen. Es liegen diesbezüglich keine Daten vor.

Art der Anwendung

Ausschließlich zur nasalen Anwendung. Glucagon-Nasenpulver wird in eines der Nasenlöcherverabreicht. Glucagon wird durch die nasale Mucosa passiv resorbiert. Es ist nicht notwendig, nachder Dosisabgabe zu inhalieren oder tief einzuatmen.

Patienten und Betreuungspersonen sollten über die Anzeichen und Symptome einer schweren

Hypoglykämie aufgeklärt werden und die Patienten sollten angewiesen werden, ihr persönliches

Umfeld über Baqsimi und den Inhalt seiner Packungsbeilage zu informieren, da eine schwere

Hypoglykämie die Unterstützung anderer erfordert, um sich zu regenerieren. Baqsimi sollte so schnellwie möglich verabreicht werden, wenn eine schwere Hypoglykämie bemerkt wird. Der Patient oderdie Betreuungsperson sollte angewiesen werden, die Packungsbeilage zu lesen. Auf folgende

Anweisungen sollte besonderen Wert gelegt werden:

Anweisungen für die Verabreichung von Glucagon-Nasenpulver1. Entfernen Sie die geschweißte Folie durch Ziehen am roten Streifen.2. Nehmen Sie das Einzeldosisbehältnis aus dem Röhrchen. Drücken Sie nicht den Kolben,bevor Sie bereit sind, die Dosis zu verabreichen.3. Halten Sie das Einzeldosisbehältnis zwischen Fingern und Daumen. Da es nur eine Dosis

Glucagon beinhaltet und nicht wiederverwendet werden kann, testen Sie es bitte nicht vor der

Anwendung.

4. Schieben Sie die Spitze des Einzeldosisbehältnisses behutsam in eines der Nasenlöcher, bisdie Finger die Außenseite der Nase berühren.

5. Drücken Sie den Kolben vollständig durch. Die Dosis wurde vollständig verabreicht, wenn dergrüne Streifen nicht mehr sichtbar ist.

6. Falls die Person bewusstlos ist, drehen Sie sie auf die Seite, um ein Ersticken zu verhindern.7. Nach Verabreichen der Dosis soll die hilfeleistende Person sofort medizinische Hilfeanfordern.8. Wenn der Patient auf die Behandlung angesprochen hat, verabreichen Sie oral Kohlenhydrate,um das Leberglykogen wieder aufzufüllen und eine erneute Hypoglykämie zu verhindern.

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, siehe Abschnitt 4.4.

4.3 Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

Phäochromozytom (siehe Abschnitt 4.4).

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Phäochromozytom

Im Falle eines Phäochromozytoms kann Glucagon eine Katecholamin-Ausschüttung aus dem Tumorauslösen. Im Falle einer drastischen Blutdruckerhöhung kann die Gabe von nicht-selektivenα-Blockern nachweislich eine wirksame Blutdrucksenkung bewirken. Baqsimi ist bei Patienten mit

Phäochromozytom kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Insulinom

Bei Patienten mit einem Insulinom kann die Verabreichung von Glucagon eine initiale Erhöhung der

Blutglucose verursachen. Eine Glucagongabe kann jedoch direkt oder indirekt (durch eine initiale

Erhöhung der Blutglucose) zu einer überhöhten Insulinausschüttung aus dem Insulinom und damit zueiner Hypoglykämie führen. Einem Patienten, der nach Gabe einer Dosis Glucagon Symptome einer

Hypoglykämie entwickelt, sollte Glucose oral oder intravenös verabreicht werden.

Überempfindlichkeit und allergische Reaktionen

Allergische Reaktionen, die mit injizierbarem Glucagon berichtet wurden, können auftreten und einengeneralisierten Hautausschlag und in einigen Fällen auch einen anaphylaktischen Schock mit

Atembeschwerden sowie niedrigen Blutdruck bedingen. Falls beim Patienten Atembeschwerdenauftreten, ist sofort ärztliche Hilfe einzuholen.

Glykogenspeicher und Hypoglykämie

Glucagon ist nur dann bei der Behandlung einer Hypoglykämie wirksam, wenn genügend

Leberglykogen vorhanden ist. Da Glucagon im Falle von Hunger, einer Nebenniereninsuffizienz,einem chronischen Alkoholmissbrauch oder einer chronischen Hypoglykämie wenig bis gar nichtwirkt, sollte in solchen Fällen mit Glucose behandelt werden.

Um eine erneute Hypoglykämie zu vermeiden, sollten Kohlenhydrate oral verabreicht werden, um das

Leberglykogen wiederaufzufüllen, wenn der Patient auf die Behandlung angesprochen hat.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Es wurden keine Wechselwirkungsstudien durchgeführt.

Insulin

Insulin wirkt antagonistisch zu Glucagon.

Indometacin

Bei gleichzeitiger Anwendung mit Indometacin kann Glucagon seine Fähigkeit, den

Blutglucosespiegel zu erhöhen, verlieren oder sogar eine Hypoglykämie verursachen.

Beta-Blocker

Bei Patienten, die Beta-Blocker einnehmen, könnte ein stärkerer Anstieg von Puls und Blutdruckauftreten, der aufgrund der kurzen Halbwertszeit von Glucagon vorübergehend ist.

Eine Behandlung mit Glucagon resultiert in einer Katecholamin-Ausschüttung der Nebennieren; einegleichzeitige Anwendung von Beta-Blockern könnte zu einer ungehinderten alpha-adrenergen

Stimulation und folglich zu einem stärkeren Anstieg des Blutdrucks führen (siehe Abschnitt 4.4).

Warfarin

Glucagon kann die gerinnungshemmende Wirkung von Warfarin verstärken.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Es wurden keine Reproduktions- und Fertilitätsstudien mit Glucagon-Nasenpulver bei Tierendurchgeführt.

Baqsimi kann während der Schwangerschaft angewendet werden. Glucagon passiert nicht die humane

Plazentaschranke. Es wurde über die Anwendung von Glucagon bei schwangeren Frauen mit Diabetesberichtet und es sind keine schädlichen Auswirkungen in Bezug auf den Schwangerschaftsverlauf unddie Gesundheit des Ungeborenen und Neugeborenen bekannt.

Stillzeit

Baqsimi kann während der Stillzeit angewendet werden. Glucagon wird sehr schnell aus der Blutbahnausgeschieden; daher ist zu erwarten, dass nach einer Behandlung von schweren hypoglykämischen

Reaktionen die in die Muttermilch stillender Mütter ausgeschiedene Menge sehr gering ist. Da

Glucagon im Verdauungstrakt abgebaut wird und nicht in intakter Form resorbiert werden kann, hat eskeine metabolischen Effekte auf das Kind.

Fertilität

Es wurden keine Fertilitätsstudien mit Glucagon-Nasenpulver durchgeführt.

Studien an Ratten zeigten, dass Glucagon die Fertilität nicht beeinträchtigt.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Maschinen

Baqsimi hat einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen.

Die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit des Patienten kann aufgrund einer Hypoglykämie, dienoch für eine kurze Zeitdauer nach der Behandlung fortbestehen kann, herabgesetzt sein. Dies kann in

Situationen, in denen diese Fähigkeiten besonders wichtig sind, wie zum Beispiel beim Lenken eines

Fahrzeugs oder beim Bedienen von Maschinen, ein Risiko darstellen.

4.8 Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen sind erhöhter Tränenfluss (36%), Reizung der oberen

Atemwege (34%), Nausea (27%), Kopfschmerz (21 %) und Erbrechen (16%).

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen sind in Tabelle 1 nach bevorzugtem Begriff nach MedDRA aufgelistet, nach

Systemorganklassen gruppiert und nach abnehmender Häufigkeit geordnet. Die entsprechenden

Häufigkeitsangaben für jede Nebenwirkung basieren auf folgenden Häufigkeitsdefinitionen: sehrhäufig (≥ 1/10); häufig (≥ 1/100, < 1/10); gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100); selten (≥ 1/10 000,< 1/1 000); sehr selten (< 1/10 000).

Tabelle 1. Häufigkeit von Nebenwirkungen von Glucagon-Nasenpulver

Systemorganklasse Sehr häufig Häufig Gelegentlich

Erkrankungen des Kopfschmerz Dysgeusie

Nervensystems (Geschmacksstörung)

Augenerkrankungen Erhöhter Okuläre Hyperämie

Tränenfluss Pruritus der Augen

Erkrankungen der Reizung der oberen

Atemwege, des Brustraums Atemwegeaund Mediastinums

Erkrankungen des Erbrechen

Gastrointestinaltrakts Nausea

Erkrankungen der Haut und Pruritusdes Unterhautzellgewebes

Untersuchungen Erhöhter systolischer Erhöhte

Blutdruckb Herzfrequenzb

Erhöhter diastolischer

Blutdruckba Reizung der oberen Atemwege: Rhinorrhoe, Beschwerden im Bereich der Nase, verstopfte Nase,nasaler Pruritus, Niesen, Reizung im Rachen, Husten, Epistaxis, Parosmie (Geruchsstörung)b Erhöhung von Herzfrequenz und Blutdruck: Bewertet anhand der Messung der Vitalparameter. Die

Häufigkeiten basieren auf den Abweichungen zwischen den Werten vor und nach der Behandlung.

Immunogenität

Insgesamt entwickelten 5,6% der Patienten therapiebedingte Anti-Glucagon-Antikörper. Diese

Antikörper wirkten nicht neutralisierend und wurden weder mit einer Verminderung der Wirksamkeitvon Glucagon noch mit dem Auftreten therapiebedingter Nebenwirkungen in Verbindung gebracht.

Kinder und Jugendliche

Basierend auf den Daten klinischer Studien sind bei Kindern im Alter von 4 Jahren und darüber diegleichen Häufigkeiten, Arten und Schweregrade von Nebenwirkungen wie bei Erwachsenen zuerwarten.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Bei einer Überdosierung kann es bei Patienten zu Nausea, Erbrechen, Hemmung der gastrointestinalen

Motilität, Erhöhung des Blutdrucks und der Pulsfrequenz kommen. Bei einer vermuteten

Überdosierung kann es zu einem Abfall von Serumkalium kommen, der überwacht und bei Bedarfkorrigiert werden muss. Bei einem markanten Blutdruckanstieg hat sich die Anwendung vonnicht-selektiven α-Blockern für den kurzen Zeitraum, in dem eine Kontrolle nötig war, als wirksamerwiesen, um den Blutdruck zu senken (siehe Abschnitt 4.4).

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Pankreashormone, glykogenolytische Hormone, ATC Code:

H04AA01

Wirkmechanismus

Glucagon erhöht die Blutglucosekonzentration durch Aktivierung der Glucagon-Rezeptoren in der

Leber, wodurch ein Glykogenabbau und eine Glucose-Freisetzung durch die Leber stimuliert wird.

Hepatische Glykogenspeicher sind notwendig, damit Glucagon einen anti-hypoglykämischen Effekterzielen kann.

Pharmakodynamische Wirkungen

Geschlecht und Körpergewicht hatten keinen klinisch relevanten Effekt auf die Pharmakodynamik von

Glucagon-Nasenpulver.

Nach Verabreichen von 3 mg Glucagon-Nasenpulver bei erwachsenen Patienten mit Typ 1 Diabetesbegann der Glucosespiegel bereits nach 5 Minuten zu steigen (siehe Abbildung 1). Nach 10 Minutenbetrug der mediane Glucosespiegel über 3,9 mmol/l (70 mg/dl). Der mittlere maximale Glucoseanstiegbetrug 7,8 mmol/l (140 mg/dl).

Bei Kindern und Jugendlichen mit Typ 1 Diabetes (im Alter von 4 bis < 17 Jahre) begann der

Glucosespiegel nach Verabreichen von 3 mg Glucagon-Nasenpulver bereits nach 5 Minuten zu steigen(siehe Abbildung 2), mit einem mittleren maximalen Glucoseanstieg von 5,7 mmol/l (102 mg/dl) bis7,7 mmol/l (138 mg/dl).

Eine Erkältung mit verstopfter Nase mit oder ohne gleichzeitige Anwendung eines abschwellenden

Mittels hatte keinen Einfluss auf die Pharmakodynamik von Glucagon-Nasenpulver.

Abbildung 1. Mittlere Glucosekonzentration im Zeitverlauf bei erwachsenen Patienten mit

Typ 1 Diabetes

Abbildung 2. Mittlere Glucosekonzentration im Zeitverlauf bei Kindern und Jugendlichen mit

Typ 1 Diabetes

Klinische Wirksamkeit

Die Zulassungsstudie bei Erwachsenen war eine randomisierte, multizentrische, offene, 2-phasige

Crossover-Studie bei erwachsenen Patienten mit Typ 1 oder Typ 2 Diabetes. Das primäre Ziel war der

Vergleich der Wirksamkeit einer 3 mg Einzeldosis von Glucagon-Nasenpulver mit einer 1 mg Dosisvon intramuskulär verabreichtem Glucagon bei erwachsenen Patienten mit Typ 1 Diabetes. Insulinwurde angewendet, um den Blutglucosespiegel auf den hypoglykämischen Bereich mit einem

Ziel-Nadir (Tiefstwert) für Blutglucose von < 2,8 mmol/l (< 50 mg/dl) zu senken.

Die Zulassungsstudie umfasste insgesamt 83 Patienten im Alter von 18 bis 65 Jahren. 77 Patienten miteinem Durchschnittsalter von 32,9 Jahren hatten Typ 1 Diabetes mit einer mittleren Diabetesdauer von18,1 Jahren; 45 (58%) dieser Patienten waren weiblich. Das Durchschnittsalter von Patienten mit

Typ 2 Diabetes (n = 6) betrug 47,8 Jahre mit einer mittleren Diabetesdauer von 18,8 Jahren; 4 (67%)dieser Patienten waren weiblich.

Der primäre Wirksamkeitsparameter war der Anteil an Patienten, die einen Behandlungserfolgerzielten. Dieser wurde definiert als Anstieg der Blutglucose auf ≥ 3,9 mmol/l (≥ 70 mg/dl) oder als

Anstieg um ≥ 1,1 mmol/l (≥ 20 mg/dl) vom Glucosetiefstwert innerhalb von 30 Minuten nach Erhaltdes Studienglucagons, ohne zusätzliche Maßnahmen zur Erhöhung des Blutglucosespiegels. Der

Glucosetiefstwert wurde definiert als der niedrigste Glucosemesswert bei oder innerhalb von10 Minuten nach der Glucagongabe.

Bei Patienten mit Typ 1 Diabetes betrug der mittlere Blutglucosetiefstwert 2,5 mmol/l (44,2 mg/dl) für

Glucagon-Nasenpulver und 2,7 mmol/l (48,9 mg/dl) für intramuskuläres Glucagon.

Glucagon-Nasenpulver zeigte eine Nichtunterlegenheit gegenüber intramuskulärem Glucagon bei der

Umkehr einer Insulin-induzierten Hypoglykämie, wobei bei 98,7% der mit Glucagon-Nasenpulverbehandelten Patienten und bei 100% der mit intramuskulärem Glucagon behandelten Patienten ein

Behandlungserfolg innerhalb von 30 Minuten erzielt werden konnte (siehe Tabelle 2). Alle Patientenerfüllten die Glucosebehandlungs-Erfolgskriterien innerhalb von 40 Minuten. Bei allen Patienten mit

Typ 2 Diabetes (100%) konnte innerhalb von 30 Minuten ein Behandlungserfolg erzielt werden.

Die mittlere Zeit bis zum Behandlungserfolg betrug 16,2 bzw. 12,2 Minuten in den jeweiligen

Behandlungsgruppen mit Glucagon-Nasenpulver bzw. 1 mg intramuskulärem Glucagon. Die Zeit biszum Behandlungserfolg umfasst die Zeit von der Glucagongabe bis zum Zeitpunkt, an dem beim

Patienten ein Behandlungserfolg erzielt wurde; sie umfasst nicht die Zeit für die Rekonstitution und

Vorbereitung der intramuskulären Injektion in der Kontrollgruppe.

Bei Bewertung anhand des Edinburgh-Hypoglykämie-Symptom-Fragebogens zeigten sowohl

Patienten der Glucagon-Nasenpulver- als auch der intramuskulären Glucagon-Gruppe 30 Minutennach Glucagongabe eine ähnliche Verbesserung der Hypoglykämiesymptome.

Tabelle 2. Patienten mit Behandlungserfolg und mit Erfüllung anderer Glucosekriterien inder Zulassungsstudie

Typ 1 Diabetes Typ 1 und Typ 2 Diabetes(n = 75)a (n = 80)a

Glucagon- intramuskuläres Glucagon- intramuskuläres

Nasenpulver Glucagon Nasenpulver Glucagon 1 mg3 mg 1 mg 3 mg

Behandlungserfolg - n (%) 74 (98,7%) 75 (100%) 79 (98,8%) 80 (100%)

Behandlungsunterschied (2-seitiges 95% 1,3% (-3,8%; 7,2%) 1,3% (-3,6%; 6,8%)

Konfidenzintervall)b, c

Glucose Kriterium erreicht -n (%)d(i) ≥ 3,9 mmol/l(≥ 70 mg/dl) 72 (97%) 74 (99%) 77 (97%) 79 (99%)(ii) Anstieg um≥ 1,1 mmol/l(≥ 20 mg/dl) 74 (100%) 75 (100%) 79 (100%) 80 (100%)gegenüber Nadir

Sowohl (i) als auch (ii) 72 (97%) 74 (99%) 77 (97%) 79 (99%)a Die Population der Wirksamkeitsanalyse umfasste alle Patienten, die beide Dosen der Studienmedikationerhielten und ein evaluierbares primäres Ergebnis zeigten.

b Differenz berechnet aus (Prozentsatz des Erfolgs mit intramuskulärem Glucagon) - (Prozentsatz des Erfolgsmit Glucagon-Nasenpulver).

c 2-seitiges 95% Konfidenzintervall (KI) bei Verwendung der unbedingten Profile-Likelihood Methode basierendauf 'exakten“ Randbereichen; Nichtunterlegenheitsgrenze = 10%.

d Prozentsatz basierend auf der Anzahl von Patienten, bei denen ein Behandlungserfolg erzielt wurde.

An einer ähnlich aufgebauten konfirmatorischen klinischen Studie nahmen 70 Patienten mit Typ 1

Diabetes mit einem Durchschnittsalter von 41,7 Jahren (20-64 Jahre) und einer mittleren

Diabetesdauer von 19,8 Jahren teil. 27 (39%) dieser Patienten waren weiblich. Mittels Insulin wurdeder Blutglucosespiegel auf < 3,3 mmol/l (< 60 mg/dl) reduziert.

Der mittlere Blutglucose-Nadir betrug 3 mmol/l (54,2 mg/dl) für Glucagon-Nasenpulver und3,1 mmol/l (55,7 mg/dl) für intramuskuläres Glucagon. Glucagon-Nasenpulver zeigte eine

Nichtunterlegenheit gegenüber intramuskulärem Glucagon bei der Umkehr einer Insulin-induzierten

Hypoglykämie, wobei bei 100% der mit Glucagon-Nasenpulver behandelten Patienten und bei 100%der mit intramuskulärem Glucagon behandelten Patienten ein Behandlungserfolg erzielt werdenkonnte (siehe Tabelle 3). Die mittlere Zeit bis zum Behandlungserfolg war 11,4 Minuten bzw.9,9 Minuten in den jeweiligen Behandlungsgruppen mit Glucagon-Nasenpulver bzw. intramuskulärem

Glucagon 1 mg.

Tabelle 3. Patienten mit Behandlungserfolg und mit Erfüllung anderer Glucosekriterien inder konfirmatorischen Studie

Typ 1 Diabetes(n = 66)a

Glucagon- intramuskuläres

Nasenpulver Glucagon3 mg 1 mg

Behandlungserfolg - n (%) 66 (100%) 66 (100%)

Behandlungsunterschied (2-seitiges 95 %

Konfidenzintervall)b,c 0% (-5,4%; 5,4%)

Glucose Kriterium erreicht - n (%)(i) ≥ 3,9 mmol/l (≥ 70 mg/dl) 66 (100%) 66 (100%)(ii) Anstieg um ≥ 1,1 mmol/l (≥ 20 mg/dl) gegenüber 66 (100%) 66 (100%)

Nadir

Sowohl (i) als auch (ii) 66 (100%) 66 (100%)a Die Population der Wirksamkeitsanalyse umfasste alle Patienten, die beide Dosen der Studienmedikationerhielten und ein evaluierbares primäres Ergebnis zeigten.

b Differenz berechnet als (Prozentsatz des Erfolgs mit intramuskulärem Glucagon) - (Prozentsatz des Erfolgsmit Glucagon-Nasenpulver); Nichtunterlegenheitsgrenze = 10%.

c 2-seitiges 95% Konfidenzintervall (KI) bei Verwendung der unbedingten Profile-Likelihood Methodebasierend auf 'exakten“ Randbereichen.

In einer etwa 6-monatigen 'Real World“-Studie bei Erwachsenen wurde 129 Patienten mit Typ 1

Diabetes (Durchschnittsalter: 46,6 Jahre; Bereich 18 bis 71 Jahre) und ihren Betreuungspersonen

Glucagon-Nasenpulver zur Verfügung gestellt, um mittelschwere bis schwere

Hypoglykämie-Ereignisse zu Hause oder im Arbeitsumfeld zu behandeln. Insgesamt 157mittelschwere oder schwere Hypoglykämie-Ereignisse, die von 69 Patienten berichtet wurden, wurdenin die Wirksamkeitsanalyse inkludiert. Eine Episode von schwerer Hypoglykämie wurde definiert alseine Episode, in der eine Person mit Diabetes klinisch handlungsunfähig (d. h. Bewusstlosigkeit,

Krämpfe, schwere mentale Desorientierung) ist, bis hin zu dem Punkt, an dem die Person

Unterstützung durch Dritte benötigt, um die Hypoglykämie zu behandeln. Eine Episodemittelschwerer Hypoglykämie wurde definiert als eine Episode, in der eine Person mit Diabetes

Anzeichen einer Neuroglykopenie (d. h. Schwäche, Sprachschwierigkeiten, Doppeltsehen,

Benommenheit, Konzentrationsstörung, verschwommenes Sehen, Angst, Hunger, Müdigkeit oder

Verwirrtheit) zeigte und einen vom Blutzuckermessgerät angezeigten Wert von etwa 60 mg/dl(3,3 mmol/l) oder weniger hatte. In 151 Fällen (96,2%) kamen die Patienten innerhalb von 30 Minutennach Verabreichen von Glucagon-Nasenpulver wieder zu sich oder erreichten einen normalen

Zustand. Bei allen 12 schweren Hypoglykämiefällen (100%) kamen die Patienten innerhalb von 5 bis15 Minuten nach Verabreichen von Glucagon-Nasenpulver wieder zu sich, hörten auf zu krampfen(bei 7 Ereignissen von 4 Patienten mit Krampfanfällen vor der Gabe von Glucagon-Nasenpulver) oderkehrten in einen normalen Zustand zurück.

Kinder und Jugendliche

Die Zulassungsstudie bei Kindern und Jugendlichen war eine randomisierte, multizentrische, klinische

Studie, die Glucagon-Nasenpulver mit intramuskulärem Glucagon bei Kindern und Jugendlichen mit

Typ 1 Diabetes verglich. Glucagon wurde verabreicht, nachdem der Glucosewert am Dosistag einen

Wert von < 4,4 mmol/l (< 80 mg/dl) erreichte. Die Wirksamkeit wurde basierend auf dem Prozentsatzder Patienten mit einem Glucoseanstieg von ≥ 1,1 mmol/l (≥ 20 mg/dl) vom Glucosetiefstwertinnerhalb von 30 Minuten nach der Glucagongabe untersucht.

48 Patienten wurden eingeschlossen und erhielten mindestens eine Dosis der Studienmedikation. Das

Durchschnittsalter in der Kinder-Kohorte (4 bis < 8 Jahre) betrug 6,5 Jahre. In der Kinder-Kohorte(8 bis < 12 Jahre) betrug das Durchschnittsalter 11,1 Jahre und in der Jugendlichen-Kohorte(12 bis < 17 Jahre) betrug das Durchschnittsalter 14,6 Jahre. In allen Altersgruppen war die Populationüberwiegend männlich und weißer Hautfarbe.

In allen Altersgruppen zeigten 3 mg Glucagon-Nasenpulver und intramuskuläres Glucagon 0,5 mg(Kinder unter 25 kg) oder 1 mg (Kinder mit 25 kg oder mehr) ein ähnliches glykämisches Ansprechen.

Alle (100%) Patienten in beiden Behandlungsarmen in allen Altersgruppen erzielten innerhalb von20 Minuten nach Verabreichen von Glucagon einen Glucoseanstieg von ≥ 1,1 mmol/l (≥ 20 mg/dl),ausgehend vom Glucosetiefstwert.

Die mittlere Zeitdauer, um einen Glucoseanstieg von ≥ 1,1 mmol/l (≥ 20 mg/dl) zu erreichen, war mit

Glucagon-Nasenpulver und intramuskulärem Glucagon für alle Altersgruppen ähnlich (siehe

Tabelle 4).

Tabelle 4. Mittlere Zeit in der pädiatrischen Zulassungsstudie, um einen Glucoseanstiegvon ≥ 1,1 mmol/l (≥ 20 mg/dl) ausgehend vom Tiefstwert zu erreichen

Mittlere Zeit nach der Glucagongabe (Minuten)

Kinder Kinder Jugendliche

Anstieg vom (4 bis < 8 Jahre) (8 bis < 12 Jahre) (12 bis < 17 Jahre)

Nadir intramus- Glucagon- intramus- Glucagon- intramus- Glucagon-kuläres Nasenpul- kuläres Nasenpul- kuläres Nasenpul-

Glucagona ver 3 mg Glucagona ver 3 mg Glucagona ver 3 mgn = 6 n = 12 n = 6 n = 12 n = 12 n = 12≥ 1,1 mmol/l(≥ 20 mg/dl) 10,0 10,8 12,5 11,3 12,5 14,2a 0,5 mg oder 1 mg intramuskuläres Glucagon (basierend auf dem Körpergewicht).

In einer etwa 6-monatigen 'Real World“-Studie bei Kindern und Jugendlichen wurde 3 mg Glucagon-

Nasenpulver an 26 Patienten im Alter zwischen 4 und 18 Jahren mit Typ 1 Diabetes(Durchschnittsalter: 11,7 Jahre; von 5 bis 17 Jahren) und deren Betreuungspersonen ausgegeben, ummittelschwere bis schwere Hypoglykämiefälle zu Hause oder im Schulumfeld zu behandeln.

Insgesamt 33 mittelschwere Hypoglykämiefälle, die von 14 Patienten berichtet wurden, wurden in die

Wirksamkeitsanalyse inkludiert. Eine Episode von schwerer Hypoglykämie wurde definiert als eine

Episode mit Symptomen einer Neuroglykopenie und einem Glucosewert unter 50 mg/dl (2,8 mmol/l).

Eine Episode von mittelschwerer Hypoglykämie wurde definiert als eine Episode, in der

Kinder/Jugendliche mit Diabetes Symptome und/oder Anzeichen einer Neuroglykopenie und einen

Blutglucosewert von ≤ 70 mg/dl (3,9 mmol/l) aufwiesen. In allen Fällen - einschließlich schwerer

Hypoglykämiefälle (8 Fälle bei 5 Patienten) - kehrten die Patienten innerhalb von 5 bis 30 Minutennach Verabreichen von Glucagon-Nasenpulver in einen normalen Zustand zurück.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Baqsimi eine Zurückstellung von der Verpflichtung zur

Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehreren pädiatrischen Altersklassen in der

Behandlung von schwerer Hypoglykämie gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Die Glucagonresorption über die nasale Applikation erreichte nach 15 Minuten mittlere

Spitzenplasmawerte von 6 130 pg/ml.

Verteilung

Das scheinbare Verteilungsvolumen von Glucagon betrug über die nasale Applikation ca. 885 l.

Biotransformation

Es ist bekannt, dass Glucagon in der Leber, den Nieren und im Plasma abgebaut wird.

Elimination

Die mittlere Halbwertszeit von Glucagon betrug über die nasale Applikation ca. 38 Minuten.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Es wurden keine formellen Studien zur Evaluierung von Nierenfunktionsstörungen durchgeführt.

Eingeschränkte Leberfunktion

Es wurden keine formellen Studien zur Evaluierung von Leberfunktionsstörungen durchgeführt.

Kinder und Jugendliche

Bei Kindern und Jugendlichen (im Alter von 4 bis < 17 Jahre) erreichte die Glucagonresorption überdie nasale Applikation mittlere Spitzenplasmawerte zwischen 15 und 20 Minuten.

Erkältung und Anwendung eines abschwellenden Mittels

Eine Erkältung mit verstopfter Nase mit oder ohne gleichzeitige Anwendung eines Arzneimittels zum

Abschwellen der Nasenschleimhaut hatte keinen Einfluss auf die Pharmakokinetik über die nasale

Applikation.

5.3 Präklinische Sicherheitsdaten

Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter

Gabe, Reproduktions- und Entwicklungstoxizität, Genotoxizität und zum kanzerogenen Potentiallassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Betadex (E459)

O-Dodecylphosphocholin

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend

6.3 Haltbarkeit

2 Jahre.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 30°C lagern.

Bewahren Sie das Einzeldosisbehältnis bis zur Anwendung in dem eingeschweißten Röhrchen auf, umes vor Feuchtigkeit zu schützen.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Das Einzeldosisbehältnis besteht aus Polyethylen und Polypropylen. Das eingeschweißte Röhrchenenthält Polyethylen und Polypropylen, das ein Trockenmittel beinhaltet.

Packungsgrößen mit 1 oder 2 Einzeldosisbehältnissen. Es werden möglicherweise nicht alle

Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Handhabung
Anwendung

Es handelt sich um ein gebrauchsfertiges Arzneimittel nur zum einmaligen Gebrauch.

Das Einzeldosisbehältnis beinhaltet nur eine Dosis und darf daher vor der Anwendung nicht entlüftetoder getestet werden.

Die Hinweise zur Anwendung des Arzneimittels in der Packungsbeilage müssen genau beachtetwerden.

Wenn das Röhrchen bereits geöffnet wurde, könnte das Einzeldosisbehältnis Feuchtigkeit ausgesetztworden sein. Das könnte dazu führen, dass das Arzneimittel nicht wie erwartet wirkt. Prüfen Sie daseingeschweißte Röhrchen von Zeit zu Zeit. Wenn das Röhrchen geöffnet wurde, ersetzen Sie das

Arzneimittel.

Entsorgung

Entsorgen Sie das Glucagon Einzeldosisbehältnis und das Röhrchen nach der Anwendung.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.

7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS

Amphastar France Pharmaceuticals

Usine Saint Charles

Eragny Sur Epte

Frankreich

8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)

EU/1/19/1406/001

EU/1/19/1406/002

9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 16. Dezember 2019

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 22. August 2024

10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.