Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels AVONEX 30mcg / 0.5ml PEN injektionslösung in einem fertigpen
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
AVONEX 30 Mikrogramm /0,5 ml Injektionslösung im Fertigpen
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Jeder Fertigpen zum Einmalgebrauch enthält 30 Mikrogramm (6 Millionen I.E.) Interferon beta-1a ineiner 0,5 ml Lösung.
Die Konzentration beträgt 30 Mikrogramm pro 0,5 ml.
Bei Verwendung des World Health Organisation (WHO) Standards für Interferon enthalten30 Mikrogramm AVONEX eine antivirale Aktivität von 6 Millionen I.E. Mit anderen Standardsgemessene Aktivitäten sind nicht bekannt.
Sonstige(r) Bestandteil(e) mit bekannter WirkungVollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Injektionslösung im Fertigpen
Klare und farblose Lösung.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
AVONEX wird angewendet zur Behandlung von:
* Patienten mit schubförmiger Multipler Sklerose (MS). In klinischen Studien war diese durchmindestens zwei akut auftretende Exazerbationen (Schübe) während der letzten drei Jahregekennzeichnet ohne Hinweise auf ein kontinuierliches Fortschreiten der Erkrankung zwischenden Schüben; AVONEX verlangsamt das Fortschreiten der Behinderung und verringert die
Häufigkeit von Schüben.
* Patienten nach einem einmaligen demyelinisierenden Ereignis mit aktivem, entzündlichen
Prozess, wenn dieses demyelinisierende Ereignis eine intravenöse Kortikosteroidtherapierechtfertigt, alternative Diagnosen ausgeschlossen wurden und ein hohes Risiko für die
Entwicklung einer klinisch gesicherten Multiplen Sklerose besteht (siehe Abschnitt 5.1).
AVONEX ist bei Patienten, die eine progrediente Form der MS entwickeln, abzusetzen.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Die Behandlung ist unter Aufsicht eines in der Behandlung dieser Erkrankung erfahrenen Arztes zubeginnen.
DosierungErwachsene: Die empfohlene Dosis für die Behandlung der schubförmigen MS beträgt30 Mikrogramm (0,5 ml Lösung), einmal wöchentlich verabreicht als intramuskuläre (i.m.) Injektion(siehe Abschnitt 6.6). Es konnte kein zusätzlicher Nutzen bei Verabreichung einer höheren Dosis (60
Mikrogramm) einmal wöchentlich belegt werden.
Titration: Um bei Patienten die Häufigkeit und Schwere grippeähnlicher Symptome (siehe Abschnitt4.8) zu reduzieren, kann bei Behandlungsbeginn eine Titration durchgeführt werden. Die Titrationunter Verwendung der Fertigspritze kann eingeleitet werden, indem die Therapie mit einer ¼ Dosisbegonnen und wöchentlich jeweils um eine ¼ Dosis gesteigert wird, bis die volle Dosis(30 Mikrogramm/Woche) in der vierten Woche erreicht wird.
Eine alternative Möglichkeit der Titration ist die Therapie mit etwa der halben Dosis AVONEXeinmal wöchentlich zu beginnen, bevor die volle Dosis erreicht wird. Um ausreichende Wirksamkeitzu erzielen, sollte nach der anfänglichen Titrationsphase eine Dosis von 30 Mikrogramm einmalwöchentlich erreicht und beibehalten werden.
Sobald die volle Dosis erreicht ist, können die Patienten den AVONEX PEN verwenden.
Vor jeder Injektion und über weitere 24 Stunden nach jeder Injektion wird die Einnahme einesantipyretisch wirksamen Analgetikums empfohlen, um die mit der AVONEX-Gabe einhergehendengrippeähnlichen Symptome abzumildern. Diese Symptome treten gewöhnlich während der ersten
Behandlungsmonate auf.
Kinder und Jugendliche: Die Sicherheit und Wirksamkeit von AVONEX bei Jugendlichen im Altervon 12 bis 16 Jahren ist bisher noch nicht erwiesen. Zurzeit vorliegende Daten werden in Abschnitt4.8 und 5.1 beschrieben; eine Dosierungsempfehlung kann jedoch nicht gegeben werden.
Die Sicherheit und Wirksamkeit von AVONEX bei Kindern unter 12 Jahren ist bisher noch nichterwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Ältere Menschen: Klinische Studien schlossen keine ausreichende Zahl von Patienten ab einem Altervon 65 Jahren ein, um ermitteln zu können, ob diese anders auf die Behandlung ansprechen alsjüngere Patienten. Jedoch gibt es bedingt durch die Art der Clearance des wirksamen Bestandteilskeine theoretischen Gründe für eine Dosisanpassung bei älteren Menschen.
Art der AnwendungZurzeit ist nicht bekannt, wie lange die Patienten zu behandeln sind. Nach zweijähriger Therapie sollteeine erneute klinische Beurteilung erfolgen. Die Entscheidung über eine längerfristige Fortführung der
Therapie liegt im Einzelfall dann im Ermessen des behandelnden Arztes. Bei Entwicklung einerchronisch progredienten MS ist die Therapie abzusetzen.
Beim AVONEX PEN handelt es sich um einen Fertigpen zum Einmalgebrauch, der nur nachangemessener Einweisung angewendet werden sollte.
Die empfohlene Injektionsstelle für die intramuskuläre Injektion mit dem AVONEX PEN ist amäußeren Oberschenkelmuskel. Es sollte jede Woche eine andere Injektionsstelle gewählt werden.
Zur Anwendung von AVONEX mit dem AVONEX PEN sind die Anweisungen in der
Packungsbeilage zu befolgen.
4.3 Kontraindikationen
- Patienten mit einer bekannten Überempfindlichkeit gegen natürliches oder rekombinantes
Interferon-β oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
- Patienten, die aktuell an schweren Depressionen erkrankt sind und/oder Suizidgedanken haben(siehe Abschnitte 4.4 und 4.8).
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
RückverfolgbarkeitUm die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des
Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiertwerden.
AVONEX ist mit Vorsicht bei Patienten mit früheren oder aktuellen depressiven Erkrankungenanzuwenden, insbesondere bei solchen, die in der Vorgeschichte schon einmal Suizidgedanken hatten(siehe Abschnitt 4.3). Depressionen und Suizidgedanken treten bekanntermaßen häufiger bei Multiple
Sklerose-Patienten und in Zusammenhang mit der Verabreichung von Interferon auf. Die Patientensind daher dazu anzuhalten, jegliche Anzeichen einer Depression und/oder Suizidgedankenunverzüglich ihrem behandelnden Arzt mitzuteilen.
Patienten, die Anzeichen von Depressionen zeigen, müssen unter der Therapie engmaschig überwachtund entsprechend behandelt werden. In diesen Fällen ist ein Abbruch der Therapie mit AVONEX in
Erwägung zu ziehen (siehe auch Abschnitte 4.3 und 4.8).
AVONEX ist mit Vorsicht bei Patienten mit einer Vorgeschichte von Krampfanfällen und bei mit
Antiepileptika behandelten Patienten anzuwenden, insbesondere wenn deren Epilepsie mit
Antiepileptika nicht hinreichend beherrscht wird (siehe Abschnitte 4.5 und 4.8).
Vorsicht ist geboten und eine engmaschige Kontrolle ist in Erwägung zu ziehen für die Gabe von
AVONEX bei Patienten mit schweren Nieren- und Leberfunktionsstörungen bzw. mit schwerer
Myelosuppression.Thrombotische Mikroangiopathie (TMA): Bei der Behandlung mit Interferon beta-Arzneimittelnwurden Fälle von thrombotischer Mikroangiopathie, manifestiert als thrombotisch-thrombozytopenische Purpura (TTP) oder hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS), einschließlich
Fälle mit Todesfolge, berichtet. Die Ereignisse wurden zu unterschiedlichen Zeitpunkten während der
Behandlung gemeldet und können mehrere Wochen bis mehrere Jahre nach Beginn der Behandlungmit Interferon beta auftreten. Zu den frühen klinischen Zeichen gehören Thrombozytopenie,
Neuauftreten einer Hypertonie, Fieber, ZNS-Symptome (z. B. Verwirrtheit und Parese) undeingeschränkte Nierenfunktion. Zu den Laborbefunden, die auf TMA hinweisen können, gehörenverminderte Thrombozytenzahlen, erhöhter Serum-Laktatdehydrogenase (LDH)-Spiegel aufgrund von
Hämolyse sowie Schistozyten (fragmentierte Erythrozyten) im Blutausstrich. Daher werden beim
Beobachten klinischer Zeichen einer TMA weitere Untersuchungen des Thrombozytenspiegels, der
Serum-LDH, des Blutausstriches und der Nierenfunktion empfohlen. Bei Diagnose einer TMA ist eineumgehende Behandlung (ggf. mit Plasmaaustausch) erforderlich und ein sofortiges Absetzen von
AVONEX wird empfohlen.
Nephrotisches Syndrom: Während der Behandlung mit Interferon beta-Arzneimitteln wurden Fällevon nephrotischem Syndrom mit unterschiedlichen zugrunde liegenden Nephropathien berichtet,darunter kollabierende fokal-segmentale Glomerulosklerose (FSGS), Minimal-changes-
Glomerulopathie (MCGP), membranoproliferative Glomerulonephritis (MPGN) und membranöse
Glomerulopathie (MGP). Die Ereignisse wurden zu unterschiedlichen Zeitpunkten während der
Behandlung gemeldet und können nach mehreren Jahren der Behandlung mit Interferon beta auftreten.
Ein regelmäßiges Monitoring auf frühe Anzeichen oder Symptome, wie z. B. Ödeme, Proteinurie undeingeschränkte Nierenfunktion, vor allem bei Patienten mit einem erhöhten Risiko für
Nierenerkrankungen, wird empfohlen. Eine sofortige Behandlung des nephrotischen Syndroms isterforderlich und ein Absetzen der Behandlung mit AVONEX sollte erwogen werden.
Nach der Marktzulassung wurde von Leberschädigungen einschließlich erhöhter Leberenzymspiegelim Serum, Hepatitis, Autoimmun-Hepatitis und Leberversagen unter Interferon beta berichtet (siehe
Abschnitt 4.8). In einigen Fällen erfolgte dies bei begleitender Behandlung mit anderen
Medikamenten, die mit einer leberschädigenden Wirkung assoziiert waren. Das Potential additiver
Wirkungen durch die Gabe von multiplen Wirkstoffen oder anderen leberschädigenden Substanzen(z. B. Alkohol) wurde nicht untersucht. Die Patienten sind auf Anzeichen einer Leberschädigung hinzu überwachen. Außerdem ist Vorsicht geboten, wenn Interferone zusammen mit anderen
Medikamenten verabreicht werden, die mit Leberschädigungen in Zusammenhang gebracht wurden.
Patienten mit Herzerkrankungen wie Angina pectoris, kongestiver Herzinsuffizienz oder Arrhythmiesind während der Behandlung mit AVONEX sorgfältig bezüglich einer Verschlechterung ihresklinischen Zustands hin zu überwachen. Grippeähnliche Symptome, die bei der Behandlung mit
AVONEX beobachtet werden, können für Patienten mit einer kardialen Grunderkrankung eine
Belastung darstellen.
Bei der Anwendung von Interferonen werden abnorme Laborwerte beobachtet. Neben den
Laborparametern, deren Bestimmung bei Patienten mit MS normalerweise erforderlich ist, wirddeshalb während der Behandlung mit AVONEX eine Überwachung des Gesamtblutbildes mit
Differenzialblutbild, der Thrombozytenzahl und der chemischen Blutwerte (einschließlich
Leberfunktionstests) empfohlen. Bei Patienten mit Myelosuppression kann eine intensivere
Überwachung des Blutbildes mit Differenzialblutbild sowie der Thrombozytenwerte erforderlich sein.
Patienten können gegen AVONEX Antikörper entwickeln. Die Antikörper von einigen dieser
Patienten reduzieren die Aktivität des Interferon beta-1a in vitro (neutralisierende Antikörper).
Neutralisierende Antikörper sind assoziiert mit einer Reduktion des biologischen Effekts von
AVONEX in vivo und können unter Umständen mit einer Reduktion der klinischen Wirksamkeitzusammenhängen. Es wird geschätzt, dass das Plateau für die Inzidenz der Bildung vonneutralisierenden Antikörpern nach 12 Monaten Behandlung erreicht ist. Neueste klinische Studien bei
Patienten, die bis zu drei Jahre mit AVONEX behandelt wurden, legen nahe, dass ungefähr 5 % bis8 % der Patienten neutralisierende Antikörper entwickeln.
Da verschiedenartige Testverfahren zur Bestimmung von Serumantikörpern gegen Interferoneverwendet werden, ist ein Vergleich der Antigenität unterschiedlicher Präparate nur begrenzt möglich.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Es wurden keine formalen Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen beim Menschendurchgeführt.
Die Wechselwirkung zwischen AVONEX und Kortikosteroiden oder adrenokortikotropem Hormon(ACTH) wurde nicht systematisch untersucht. Die klinischen Studien deuten darauf hin, dass
Patienten mit MS AVONEX und Kortikosteroide oder ACTH während eines Schubes gleichzeitigerhalten dürfen.
Es wurde berichtet, dass Interferone die Aktivität von Zytochrom P450-abhängigen Leberenzymen bei
Menschen und Tieren verringern. Die Wirkung von hochdosiertem AVONEX auf den
P450-abhängigen Stoffwechsel wurde an Affen untersucht. Dabei fand man keine Beeinträchtigungdes Leberstoffwechsels. Vorsicht ist angebracht bei der Gabe von AVONEX in Kombination mit
Arzneimitteln mit geringer therapeutischer Breite, deren Ausscheidung weitgehend vom Zytochrom
P450-System der Leber abhängt wie z. B. manche Klassen von Antiepileptika und Antidepressiva.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
SchwangerschaftWeitreichende Erfahrungen (mehr als 1000 Schwangerschaftsausgänge) aus Registern und nach
Markteinführung deuten nicht auf ein erhöhtes Risiko für schwerwiegende angeborene Fehlbildungennach Exposition mit Interferon beta vor der Empfängnis oder im ersten Schwangerschaftstrimenonhin. Die Expositionsdauer während des ersten Trimenons ist jedoch nicht bekannt, da die Daten zueinem Zeitpunkt erhoben wurden, als die Anwendung von Interferon beta während der
Schwangerschaft kontraindiziert war und die Behandlung wahrscheinlich unterbrochen wurde, als die
Schwangerschaft festgestellt und/oder bestätigt wurde. Die Erfahrungen mit einer Exposition währenddes zweiten und dritten Schwangerschaftstrimenons sind sehr begrenzt.
Basierend auf den Daten aus Tierstudien (siehe Abschnitt 5.3) besteht ein potenziell erhöhtes Risikofür Spontanaborte. Das Risiko von Spontanaborten bei mit Interferon beta exponierten Schwangerenkann anhand der derzeit vorliegenden Daten nicht hinreichend bewertet werden, aber die Daten weisenbisher nicht auf ein erhöhtes Risiko hin.
Falls klinisch erforderlich, kann die Anwendung von AVONEX während der Schwangerschaft in
Betracht gezogen werden.
StillzeitBegrenzte Informationen zum Übergang von Interferon beta-1a in die Muttermilch, zusammen mit denchemischen/physiologischen Eigenschaften von Interferon beta, lassen vermuten, dass die in die
Muttermilch ausgeschiedenen Mengen an Interferon beta-1a vernachlässigbar sind. Es werden keineschädlichen Auswirkungen auf das gestillte Neugeborene/Kind erwartet.
AVONEX kann während der Stillzeit angewendet werden.
FertilitätMit einer vergleichbaren Form des Interferon beta-1a wurden Fertilitäts- und Entwicklungsstudien an
Rhesus-Affen durchgeführt. Bei sehr hohen Dosen wurden anovulatorische und abortive Wirkungenbei den Versuchstieren beobachtet (siehe Abschnitt 5.3).
Über die Wirkungen von Interferon beta-1a auf die männliche Fertilität liegen keine Daten vor.
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
MaschinenEs wurden keine Studien zu den Auswirkungen von AVONEX auf die Verkehrstüchtigkeit und die
Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt. Nebenwirkungen in Bezug auf das zentrale
Nervensystem können die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beiempfindlichen Patienten geringfügig beeinträchtigen (siehe Abschnitt 4.8).
4.8 Nebenwirkungen
Die häufigsten Nebenwirkungen der AVONEX-Therapie sind grippeähnliche Symptome. Zu den amhäufigsten berichteten grippeähnlichen Symptomen zählen Muskelschmerzen, Fieber, Schüttelfrost,
Schwitzen, Asthenie, Kopfschmerzen und Übelkeit. Die Titration von AVONEX zu Beginn der
Therapie zeigte eine Reduktion der Schwere und der Häufigkeit der grippeähnlichen Symptome. Diegrippeähnlichen Symptome sind tendenziell zu Beginn der Therapie am stärksten ausgeprägt undnehmen im Laufe der Behandlung an Häufigkeit ab.
Nach den Injektionen können vorübergehende neurologische Symptome auftreten, welchemöglicherweise MS-Schübe vortäuschen. Zu jeder Zeit während der Behandlung könnenvorübergehende Episoden von erhöhtem Muskeltonus und/oder starker Muskelschwäche auftreten, diewillkürliche Bewegungen verhindern. Diese Vorfälle sind von begrenzter Dauer, stehen in zeitlichem
Zusammenhang zu den Injektionen und können nach weiteren Injektionen erneut auftreten. In einigen
Fällen sind diese Symptome mit grippeähnlichen Symptomen assoziiert.
Die Häufigkeit der Nebenwirkungen wird gemäß des folgenden Klassifikationssystems in
Patientenjahren angegeben:
Sehr häufig (≥1/10 Patientenjahre);
Häufig (≥1/100 bis <1/10 Patientenjahre);
Gelegentlich (≥1/1.000 bis <1/100 Patientenjahre);
Selten (≥1/10.000 bis <1/1.000 Patientenjahre);
Sehr selten (<1/10.000 Patientenjahre);
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Unter Patientenzeit wird die Summe der einzelnen Zeitperioden verstanden, über die der Patient in der
Studie mit AVONEX behandelt wurde, bevor die Nebenwirkung auftrat. So können zum Beispiel 100
Patientenjahre bei 100 über ein Jahr behandelten Patienten oder bei 200 über ein halbes Jahrbehandelten Patienten beobachtet worden sein.
Nebenwirkungen aus Studien (klinische Prüfungen und Anwendungsbeobachtungen mit einer
Nachbeobachtungszeit von zwei bis sechs Jahren) und sonstige Nebenwirkungen, die durch spontane
Berichte nach Markteinführung mit unbekannter Häufigkeit festgestellt wurden, sind in der folgenden
Tabelle aufgeführt.
Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregradangegeben.
Untersuchungenhäufig Verminderte Lymphozytenzahl, verminderte
Leukozytenzahl, verminderte Neutrophilenzahl,erniedrigter Hämatokrit, erhöhte Kaliumwerte im
Blut, erhöhter Blutharnstoffgelegentlich Verminderte Thrombozytenzahlnicht bekannt Gewichtsabnahme, Gewichtszunahme,anomaler Leberfunktionstest
Herzerkrankungennicht bekannt Kardiomyopathie, Herzinsuffizienz (siehe
Abschnitt 4.4), Palpitation, Arrhythmie,
TachykardieErkrankungen des Blutes und des
Lymphsystemsnicht bekannt Panzytopenie, Thrombozytopenieselten Thrombotische Mikroangiopathie, einschließlichthrombotisch-thrombozytopenischer
Purpura/hämolytisches urämisches Syndrom*
Erkrankungen des Nervensystemssehr häufig Kopfschmerzen2häufig Muskelspastik, Hypoästhesienicht bekannt Neurologische Symptome, Synkope3, erhöhter
Muskeltonus, Schwindelgefühl, Parästhesie,
Krampfanfälle, Migräne
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraumsund Mediastinumshäufig Rhinorrhoeselten Dyspnoenicht bekannt Pulmonale arterielle Hypertonie┼
Erkrankungen des Gastrointestinaltraktshäufig Erbrechen, Diarrhoe, Übelkeit2
Erkrankungen der Haut und des
Unterhautzellgewebeshäufig Hautausschlag, vermehrtes Schwitzen,
Kontusionengelegentlich Alopezienicht bekannt Angioneurotisches Ödem, Pruritus, blasiger
Hautausschlag, Urtikaria, Verschlechterung einer
PsoriasisSkelettmuskulatur-, Bindegewebs- und
Knochenerkrankungenhäufig Muskelkrämpfe, Nackenschmerzen, Myalgie2,
Arthralgie, Extremitätenschmerz,
Rückenschmerzen, Muskelsteifigkeit,muskuloskelettale Steifigkeitnicht bekannt Systemischer Lupus erythematodes,
Muskelschwäche, Arthritis
Erkrankungen der Nieren und Harnwegeselten Nephrotisches Syndrom, Glomerulosklerose(siehe Abschnitt 4.4 'Besondere Warnhinweiseund Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung“)
Endokrine Erkrankungennicht bekannt Schilddrüsenunterfunktion,
Schilddrüsenüberfunktion
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungenhäufig Appetitlosigkeit
Infektionen und parasitäre Erkrankungennicht bekannt Abszess an der Injektionsstelle1
Gefäßerkrankungenhäufig Hitzegefühlnicht bekannt Vasodilatation
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerdenam Verabreichungsortsehr häufig Grippeähnliche Symptome, Fieber2,
Schüttelfrost2, Schwitzen2häufig Schmerzen an der Injektionsstelle, Erythem ander Injektionsstelle, Blutergussbildung an der
Injektionsstelle, Asthenie2, Schmerzen,
Erschöpfung2, Unwohlsein, nächtliches
Schwitzengelegentlich Brennen an der Injektionsstellenicht bekannt Reaktion an der Injektionsstelle, Entzündung ander Injektionsstelle, Weichteilinfektion an der
Injektionsstelle1, Nekrose an der Injektionsstelle,
Blutungen an der Injektionsstelle,
Brustkorbschmerzen
Erkrankungen des Immunsystemsnicht bekannt Anaphylaktische Reaktion, anaphylaktischer
Schock, Überempfindlichkeitsreaktionen(Angioödem, Atemnot, Urtikaria, Hautausschlag,juckender Hautausschlag)
Leber- und Gallenerkrankungennicht bekannt Leberversagen (siehe Abschnitt 4.4), Hepatitis,
Autoimmun-Hepatitis
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der
Brustdrüsegelegentlich Metrorrhagie, Menorrhagie
Psychiatrische Erkrankungenhäufig Depressionen (siehe Abschnitt 4.4),
Schlaflosigkeitnicht bekannt Suizid, Psychose, Angst, Verwirrtheit,emotionale Labilität
*Klasseneffekt gilt für alle Interferon beta-Arzneimittel (siehe Abschnitt 4.4).┼Klasseneffekt für Interferon-Produkte siehe pulmonale arterielle Hypertonie unten.
1Berichtet wurde über Reaktionen an der Injektionsstelle einschließlich Schmerzen, Entzündungenund, in sehr seltenen Fällen, Abszessbildung oder Cellulitis, die eine chirurgische Interventionerfordern können.
2Die Häufigkeit des Auftretens ist zu Beginn der Behandlung höher.
3Nach der Injektion von AVONEX kann es zu einer Synkope kommen. Dabei handelt es sichnormalerweise um einen einmaligen Anfall, der in der Regel zu Beginn der Behandlung auftritt, undbei fortgesetzter Behandlung nicht mehr zu beobachten ist.
Pulmonale arterielle HypertonieIm Zusammenhang mit der Anwendung von Produkten, die Interferon beta enthalten, wurde über Fällevon pulmonaler arterieller Hypertonie (PAH) berichtet. Die Ereignisse wurden zu unterschiedlichen
Zeitpunkten gemeldet, unter anderem bis zu einigen Jahren nach dem Behandlungsbeginn mit
Interferon beta.
Kinder und JugendlicheBegrenzte veröffentlichte Daten lassen vermuten, dass das Sicherheitsprofil bei Jugendlichen im Altervon 12 bis 16 Jahren, die einmal wöchentlich 30 Mikrogramm AVONEX i.m. erhalten, mit dem bei
Erwachsenen beobachteten vergleichbar ist.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Es wurden keine Fälle von Überdosierung berichtet. Bei einer Überdosierung sind die Patientenjedoch zur Beobachtung in ein Krankenhaus einzuweisen, damit eine geeignete unterstützende
Behandlung eingeleitet werden kann.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Interferone, ATC-Code: L03 AB07.
Interferone sind eine Gruppe natürlich vorkommender Proteine, die von eukaryotischen Zellen im
Rahmen der Immunantwort auf virale Infektionen und andere biologische Stimuli gebildet werden.
Interferone sind Zytokine, die antiviral, antiproliferativ und immunmodulierend wirken. Sie werden indrei Hauptgruppen eingeteilt: alpha, beta und gamma. Interferon alpha und beta bilden zusammen die
Interferon-Klasse I, Interferon gamma gehört zur Interferon-Klasse II. Die verschiedenen Interferonebesitzen sich überschneidende, aber klar voneinander abgrenzbare biologische Wirkungen und könnensich auch im Hinblick auf den zellulären Ort ihrer Synthese unterscheiden.
Interferon beta wird von verschiedenen Zelltypen, u.a. den Fibroblasten und Makrophagen produziert.
Natürliches Interferon beta und AVONEX (Interferon beta-1a) sind glykosiliert und haben eineneinfach N-gebundenen komplexen Kohlenhydratrest. Von der Glykosilierung anderer Proteine istbekannt, dass sie deren Stabilität, Aktivität, Gewebeverteilung und Halbwertszeit im Blut beeinflusst.
Die Wirkungen von Interferon beta, die von der Glykosilierung abhängen, sind jedoch noch nichtvollständig erforscht.
WirkmechanismusAVONEX entwickelt seine biologische Wirkung durch Bindung an spezifische Rezeptoren auf der
Oberfläche der menschlichen Zellen. Diese Bindung leitet eine komplexe Kaskade intrazellulärer
Reaktionen ein, die zur Exprimierung zahlreicher Interferon-induzierter Genprodukte und Markerführt. Dazu gehören MHC-Klasse I-Antigene, Mx-Protein, 2’,5’-Oligoadenylat-Synthetase,β2-Mikroglobulin und Neopterin. Einige dieser Substanzen wurden im Serum und in den
Zellfraktionen aus Blutproben von Patienten gemessen, die mit AVONEX behandelt wurden. Nacheiner einzelnen intramuskulären Gabe von AVONEX bleibt der Serumspiegel dieser Substanzenmindestens vier Tage bis eine Woche lang erhöht.
Ob der Wirkungsmechanismus von AVONEX bei MS durch denselben Reaktionsweg vermittelt wirdwie die oben beschriebenen biologischen Wirkungen, ist unbekannt, weil die Pathophysiologie der MSnicht ausreichend erforscht ist.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitDie Wirkungen von lyophilisiertem AVONEX in der Behandlung von MS wurden in einerplacebokontrollierten Studie an 301 Patienten (AVONEX n = 158, Placebo n = 143) mitschubförmiger MS - charakterisiert durch mindestens 2 Schübe in den letzten 3 Jahren oder durchmindestens einen Schub pro Jahr vor Eintritt, falls die Erkrankungsdauer weniger als 3 Jahre betrug -gezeigt. Es wurden Patienten mit einem EDSS-Wert von 1,0 bis 3,5 zum Zeitpunkt des Eintritts in dieklinische Studie eingeschlossen. Dem Studienplan entsprechend wurden die Patienten für eineunterschiedliche Zeitdauer im Rahmen der Studie beobachtet. 150 Patienten waren ein Jahr und 85
Patienten zwei Jahre mit AVONEX in der Studie behandelt worden. Der kumulative Prozentsatz von
Patienten, die in der Studie nach zwei Jahren (ermittelt anhand eines Kaplan-Meier Diagramms) ein
Fortschreiten der Behinderung zeigten, betrug 35 % bei den mit Placebo behandelten und 22 % beiden mit AVONEX behandelten Patienten. Das Fortschreiten der Behinderung wurde anhand des
Expanded Disability Status Scale (EDSS) gemessen, wobei eine Zunahme des Punktwertes um 1,0mindestens sechs Monate andauern musste. Weiterhin wurde in der Studie eine Verringerung derjährlichen Schubrate um ein Drittel nachgewiesen. Der letztgenannte klinische Effekt wurde nachmehr als einjähriger Behandlung beobachtet.
Eine doppelblinde, randomisierte Dosisvergleichsstudie an 802 Patienten mit schubförmiger MS(AVONEX 30 Mikrogramm n = 402, AVONEX 60 Mikrogramm n = 400) zeigte keinen statistischsignifikanten Unterschied oder Trend zwischen der 30 Mikrogramm und der 60 Mikrogramm
Dosierung von AVONEX im Hinblick auf die klinischen und allgemeinen MRT Parameter.
Die Wirksamkeit von AVONEX bei der Behandlung von MS wurde ebenso in einer randomisierten,doppelblinden Studie mit 383 Patienten (AVONEX n = 193, Placebo n = 190) mit einem einzigendemyelinisierenden Ereignis gezeigt, welches mit mindestens zwei kompatiblen MRT-Läsionen im
Gehirn assoziiert war. In der mit AVONEX behandelten Patientengruppe konnte eine Reduktion des
Risikos der Entwicklung eines zweiten demyelinisierenden Ereignisses nachgewiesen werden. Eskonnte weiterhin ein Effekt auf MRT-Parameter gezeigt werden. Das geschätzte Risiko eines zweiten
Ereignisses betrug in der Placebo-Gruppe 50 % in drei Jahren und 39 % in zwei Jahren. In der
AVONEX-Gruppe betrug das geschätzte Risiko 35 % (drei Jahre) und 21 % (zwei Jahre). In einer
Post-hoc-Analyse wurden Patienten untersucht, bei denen im Baseline-MRT mindestens eine
Gd-aufnehmende Läsion und neun T2-Läsionen nachgewiesen wurden. Diese Patienten hatten überzwei Jahre ein Risiko von 56 % in der Placebo-Gruppe und 21 % in der AVONEX-Gruppe für die
Entwicklung eines zweiten Ereignisses. Die Auswirkung einer frühzeitigen Behandlung mit
AVONEX, speziell in der Hochrisiko-Gruppe, ist jedoch nicht bekannt, da diese Studie daraufausgelegt war, die Zeit bis zur Entwicklung eines zweiten Ereignisses zu messen und nicht die
Langzeitentwicklung der Erkrankung. Darüber hinaus gibt es momentan keine hinreichend etablierte
Definition eines Hochrisiko-Patienten, obgleich ein eher konservativer Ansatz mindestens neun T2hyperintense Läsionen bei der initialen Untersuchung und mindestens eine neue T2-Läsion oder eineneue Gd-aufnehmende Läsion bei einer Folgeuntersuchung, welche mindestens drei Monate nach derinitialen Untersuchung durchgeführt wurde, akzeptiert. In jedem Fall ist die Behandlung nur bei
Patienten mit einem hohen Risiko in Betracht zu ziehen.
Kinder und JugendlicheLimitierte Wirksamkeits-/Sicherheitsdaten von AVONEX 15 Mikrogramm i.m. einmal wöchentlich(n=8), verglichen mit einer Nichtbehandlung (n=8) und einem Follow-Up-Zeitraum von 4 Jahren,zeigten Ergebnisse, die mit den bei Erwachsenen beobachteten Ergebnissen übereinstimmten, obgleichdie EDSS-Werte bei der behandelten Gruppe über den Follow-Up-Zeitraum von 4 Jahren anstiegen,was auf ein Fortschreiten der Erkrankung hinweist. Es liegt kein direkter Vergleich mit der derzeit für
Erwachsene empfohlenen Dosis vor.
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Das pharmakokinetische Profil von AVONEX wurde indirekt mit Hilfe eines Testverfahrensbestimmt, das die antivirale Interferon-Aktivität misst. Dieser Test ist begrenzt aussagefähig, da er füralle Interferone empfindlich ist; er besitzt also keine Spezifität für Interferon beta. Alternative
Testverfahren sind nicht empfindlich genug.
Die antivirale Aktivität im Serum erreicht fünf bis 15 Stunden nach der intramuskulären Gabe von
AVONEX ihren Höhepunkt und sinkt dann mit einer Halbwertszeit von ca. 10 Stunden. Beiangemessener Korrektur für die Absorptionsrate an der Injektionsstelle beträgt die berechnete
Bioverfügbarkeit etwa 40 %. Die berechnete Bioverfügbarkeit ist größer ohne eine solche Korrektur.
Die intramuskuläre Gabe kann nicht durch eine subkutane Applikation ersetzt werden.
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
Karzinogenität: Für Interferon beta-1a liegen keine Daten zur Karzinogenität bei Menschen oder
Tieren vor.
Chronische Toxizität: In einer 26-wöchigen Studie zur Toxizität bei wiederholter Anwendungerhielten Rhesus-Affen einmal wöchentlich eine intramuskuläre Injektion in Kombination mit einemweiteren immunmodulierenden Stoff, einem monoklonalen Antikörper gegen den CD40-Liganden.
Dabei wurde keine Immunreaktion auf Interferon beta-1a nachgewiesen. Ebenso gab es keine
Anzeichen für eine Toxizität.
Lokale Verträglichkeit: Die intramuskuläre Verträglichkeit nach wiederholten Injektionen anderselben Stelle wurde bei Tieren nicht untersucht.
Mutagenität: Begrenzte, aber relevante Mutagenitätstests wurden durchgeführt. Die Ergebnisse warennegativ.
Beeinträchtigung der Fertilität: Mit einer vergleichbaren Form des Interferon beta-1a wurden
Fertilitäts- und Entwicklungsstudien bei Rhesus-Affen durchgeführt. Bei sehr hohen Dosen wurdenanovulatorische und abortive Wirkungen bei Testtieren beobachtet. Ähnliche dosisabhängigereproduktive Wirkungen wurden auch mit anderen Formen von Interferon alpha oder beta beobachtet.
Es wurden keine teratogenen Effekte oder Wirkungen auf die fetale Entwicklung beobachtet, aber dieverfügbaren Informationen über die Wirkungen von Interferon beta-1a in der peri- und postnatalen
Zeit sind begrenzt.
Über die Wirkungen von Interferon beta-1a auf die männliche Fertilität liegen keine Daten vor.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Natriumacetat-Trihydrat
Essigsäure 99 %
Argininhydrochlorid
Polysorbat 20Wasser für Injektionszwecke
6.2 Inkompatibilitäten
6.3 Haltbarkeit
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C).
NICHT EINFRIEREN.
Der AVONEX PEN enthält eine Fertigspritze AVONEX und muss im Kühlschrank gelagert werden.
Sollte keine Kühlmöglichkeit vorhanden sein, kann der AVONEX PEN bis zu einer Woche lang bei
Raumtemperatur (zwischen 15 °C und 30 °C) gelagert werden.
Den AVONEX PEN in der Innenverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen (siehe
Abschnitt 6.5).
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Eine mit AVONEX gefüllte Fertigspritze befindet sich in einem federbetätigten Einweg-Injektor, derden Namen AVONEX PEN trägt. Bei der Spritze im Inneren des Pens handelt es sich um eine 1 ml
Fertigspritze aus Glas (Typ I) mit einem Sicherheitsverschluss und Kolbenstopfen (Bromobutyl), die0,5 ml Lösung enthält.
Packungsgröße: Jeder AVONEX PEN zum Einmalgebrauch befindet sich in einer Einzelverpackungmit einer Injektionsnadel und einer Pen-Kappe. Der AVONEX PEN ist in Packungsgrößen von vierund zwölf Stück erhältlich.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
HandhabungNur zum Einmalgebrauch: Der AVONEX PEN enthält die Injektionslösung in einer Fertigspritze.
Der AVONEX PEN sollte ca. 30 Minuten vor der Injektion aus dem Kühlschrank genommen werden,damit sich die Lösung auf Raumtemperatur (15 °C bis 30 °C) erwärmen kann.
Verwenden Sie keine externen Wärmequellen wie z. B. heißes Wasser zum Erwärmen von AVONEX30 Mikrogramm Injektionslösung.
Jeder Fertigpen zum Einmalgebrauch enthält eine Einzeldosis AVONEX. Der AVONEX PEN verfügtüber ein ovales Sichtfenster zur Überprüfung der Injektionslösung. Der Fertigpen darf nicht verwendetwerden, falls die Injektionslösung Partikel enthält oder Verfärbungen aufweist und nicht klar undfarblos ist. Die Injektionsnadel ist enthalten. Die Formulierung enthält kein Konservierungsmittel.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
Biogen Netherlands B.V.
Prins Mauritslaan 131171 LP Badhoevedorp
Niederlande
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
EU/1/97/033/005
EU/1/97/033/006
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 13. März 1997
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 13. März 2007
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.