ARIXTRA 2.5mg / 0.5ml injektionslösung in einer fertigspritze merkblatt medikamente

B01AX05 Fondaparinux-Natrium • BLUT UND BLUTBILDENDE ORGANE | ANTITHROMBOTISCHE MITTEL | Andere antithrombotische Mittel

Fondaparinux-Natrium ist ein Antikoagulans, das zur Vorbeugung und Behandlung von Blutgerinnseln wie tiefer Venenthrombose oder Lungenembolie eingesetzt wird. Es wirkt, indem es einen Schlüsselfaktor der Blutgerinnung hemmt und so das Risiko gefährlicher Gerinnselbildungen verringert.

Die Verabreichung erfolgt durch subkutane Injektionen, in der Regel einmal täglich nach ärztlicher Anweisung. Die Dosierung richtet sich nach dem Körpergewicht und dem individuellen Risiko des Patienten. Es ist wichtig, die Behandlung regelmäßig fortzusetzen und nicht ohne ärztlichen Rat abzubrechen.

Zu den Nebenwirkungen können Blutungen, Blutergüsse an der Injektionsstelle, Anämie oder, seltener, allergische Reaktionen gehören. In sehr seltenen Fällen können schwerwiegende Komplikationen wie eine Verringerung der Thrombozytenzahl oder schwere Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten.

Fondaparinux-Natrium ist eine wirksame und sichere Option zur Vorbeugung thrombotischer Komplikationen, erfordert jedoch eine sorgfältige Überwachung und die strikte Einhaltung der ärztlichen Empfehlungen, um die mit der Behandlung verbundenen Risiken zu minimieren.

Allgemeine Daten zu ARIXTRA 2.5mg / 0.5ml

Substanz: Fondaparinux-Natrium

Datum der letzten Medikamentenliste: 01-06-2025

Handelsgesetzbuch: W67494003

Konzentration: 2.5mg / 0.5ml

Pharmazeutisches Formblatt: injektionslösung in einer fertigspritze

Verpackungsvolumen: 0,5ml

Produktart: original

Preis: 210.59 RON

Rezeptbeschränkungen: P-RF - Arzneimittelrezept, das in der Apotheke aufbewahrt wird (nicht verlängerbar).

Marketing autorisation

Zulassungshersteller: GLAXO WELLCOME PRODUCTION - FRANTA

Zulassungsinhaber: MYLAN IRE HEALTHCARE LIMITED - IRLANDA

Zulassungsnummer: 206/2002/03

Haltbarkeit: 3 Jahre

Darreichungsformen erhältlich für Fondaparinux-Natrium

Verfügbare Konzentrationen für Fondaparinux-Natrium

1.5mg/0.3ml, 10mg/0.8ml, 2.5mg/0.5ml, 5mg/0.4ml, 7.5mg/0.6ml

Andere ähnliche Substanzen wie Fondaparinux-Natrium

Vergütungslisten für ARIXTRA 2.5mg / 0.5ml MYLAN

B - Unterliste B mit 50% Rabatt auf den Referenzpreis

Preis

Zuzahlung

Patient

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105.05 RON

105.54 RON

Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels ARIXTRA 2.5mg / 0.5ml injektionslösung in einer fertigspritze

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Arixtra 2,5 mg/0,5 ml Injektionslösung, Fertigspritze.

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Fertigspritze (0,5 ml) enthält 2,5 mg Fondaparinux-Natrium.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Enthält Natrium, aber weniger als 1 mmol Natrium(23 mg) pro Dosis und ist daher nahezu natrium-frei.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Injektionslösung.

Die Lösung ist eine klare, farblose Flüssigkeit.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Zur Prophylaxe venöser thromboembolischer Ereignisse (VTE) bei Erwachsenen, die sich größerenorthopädischen Eingriffen an den unteren Extremitäten unterziehen müssen, wie beispielsweise

Hüftfrakturen, größere Knie- oder Hüftersatzoperationen.

Zur Prophylaxe venöser thromboembolischer Ereignisse (VTE) bei Erwachsenen, die sichabdominalen Eingriffen unterziehen müssen und voraussichtlich einem hohen Risikothromboembolischer Komplikationen ausgesetzt sind, wie beispielsweise Patienten, die sich einerabdominalen Krebsoperation unterziehen müssen (siehe Abschnitt 5.1).

Zur Prophylaxe venöser thromboembolischer Ereignisse (VTE) bei erwachsenen internistischen

Patienten mit einem erhöhten Risiko für VTE und bei Immobilisation wegen einer akuten Erkrankung,wie beispielsweise Herzinsuffizienz und/oder akuter Atemwegserkrankung und/oder akuter infektiöserbeziehungsweise entzündlicher Erkrankung.

Behandlung der instabilen Angina pectoris oder des Myokardinfarkts ohne ST-Strecken-Hebung(IA/NSTEMI) bei Erwachsenen, bei denen ein dringender (< 120 min) invasiver Eingriff (PCI) nichtangezeigt ist (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1).

Behandlung des Myokardinfarkts mit ST-Strecken-Hebung (STEMI) bei Erwachsenen, die mit

Thrombolytika behandelt werden oder die initial keine andere Form einer Reperfusionstherapieerhalten.

Therapie akuter, symptomatischer, spontaner, oberflächlicher Venenthrombosen der unteren

Extremitäten ohne begleitende tiefe Venenthrombose bei Erwachsenen (siehe Abschnitte 4.2 und 5.1).

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Patienten, die sich größeren orthopädischen oder abdominalen Eingriffen unterziehen

Die empfohlene Dosierung von Fondaparinux beträgt einmal täglich 2,5 mg, appliziert als subkutane

Injektion bei postoperativem Beginn.

Die Anfangsdosis sollte 6 Stunden nach Beendigung des chirurgischen Eingriffs angewendet werden,wenn die Hämostase eingesetzt hat.

Die Behandlung sollte solange fortgesetzt werden, bis das Risiko venöser Thromboembolienverringert ist, normalerweise bis zur vollständigen Mobilisation des Patienten, mindestens aber für 5bis 9 Tage nach der Operation. Klinische Erfahrungen zeigen, dass bei Patienten nach Hüftfraktur-

Operation das Risiko für das Auftreten venöser Thromboembolien über den Tag 9 hinaus besteht. Beidiesen Patienten soll eine verlängerte Prophylaxe mit Fondaparinux über weitere 24 Tage angestrebtwerden (siehe Abschnitt 5.1).

Internistische Patienten mit einem erhöhten Risiko für thromboembolische Komplikationen basierendauf einer individuellen Risikobeurteilung

Die empfohlene Dosierung von Fondaparinux beträgt einmal täglich 2,5 mg, appliziert als subkutane

Injektion. Eine Behandlungsdauer von 6-14 Tagen ist in klinischen Studien mit internistischen

Patienten untersucht worden (siehe Abschnitt 5.1).

Behandlung der instabilen Angina pectoris oder des Myokardinfarkts ohne ST-Strecken-Hebung(IA/NSTEMI)

Die empfohlene Dosierung von Fondaparinux beträgt einmal täglich 2,5 mg, appliziert als subkutane

Injektion. Die Behandlung sollte so schnell wie möglich nach Diagnosestellung begonnen werden undfür einen Zeitraum von maximal 8 Tagen fortgesetzt werden oder bis zur Krankenhausentlassung,wenn diese vorher erfolgt.

Im Fall einer perkutanen Koronarintervention (PCI) sollte während der PCI unfraktioniertes Heparin(UFH) gemäß Standardpraxis gegeben werden, unter Berücksichtigung des potentiellen

Blutungsrisikos des Patienten einschließlich des Zeitraumes seit der letzten Fondaparinux-Dosis (siehe

Abschnitt 4.4). Der Zeitpunkt der Wiederaufnahme der subkutanen Injektionen von Fondaparinuxnach Ziehen der Schleuse sollte nach klinischer Einschätzung gewählt werden. In der pivotalen

IA/NSTEMI-Studie wurde die Behandlung mit Fondaparinux nicht vor Ablauf von 2 Stunden nach

Ziehen der Schleuse wieder begonnen.

Behandlung des Myokardinfarkts mit ST-Strecken-Hebung (STEMI)

Die empfohlene Dosierung von Fondaparinux beträgt einmal täglich 2,5 mg. Die erste Dosis von

Fondaparinux wird intravenös gegeben und die weiteren Dosen als subkutane Injektionen. Die

Behandlung sollte so schnell wie möglich nach Diagnosestellung begonnen und für einen Zeitraumvon maximal 8 Tagen fortgesetzt werden oder bis zur Krankenhausentlassung, wenn diese vorhererfolgt.

Im Fall einer nicht-primären PCI sollte während der PCI unfraktioniertes Heparin (UFH) gemäß

Standardpraxis gegeben werden, unter Berücksichtigung des potentiellen Blutungsrisikos des

Patienten einschließlich des Zeitraumes seit der letzten Fondaparinux-Dosis (siehe Abschnitt 4.4). Der

Zeitpunkt der Wiederaufnahme der subkutanen Injektionen von Fondaparinux nach Ziehen der

Schleuse sollte nach klinischer Einschätzung gewählt werden. In der pivotalen STEMI-Studie wurdedie Behandlung mit Fondaparinux nicht vor Ablauf von 3 Stunden nach Ziehen der Schleuse wiederbegonnen.

* Patienten, die sich einer koronararteriellen Bypass-Operation (CABG) unterziehen müssen

Bei STEMI- oder IA/NSTEMI-Patienten, die sich einer koronararteriellen Bypass-Operation(CABG) unterziehen müssen, sollte Fondaparinux nach Möglichkeit nicht innerhalb von24 Stunden vor dem Eingriff gegeben werden und kann 48 Stunden postoperativ wiederbegonnen werden.

Therapie oberflächlicher Venenthrombosen

Die empfohlene Dosierung von Fondaparinux beträgt einmal täglich 2,5 mg, appliziert als subkutane

Injektion. Für die Behandlung mit Fondaparinux 2,5 mg kommen Patienten mit einer akuten,symptomatischen, isolierten, spontanen, oberflächlichen Venenthrombose der unteren Extremitäten in

Frage, die mindestens 5 cm lang und durch eine Ultraschalluntersuchung oder andere objektive

Methoden dokumentiert ist. Die Behandlung sollte so schnell wie möglich nach der Diagnosestellungund nach Ausschluss einer begleitenden tiefen oder einer oberflächlichen Venenthrombose innerhalbeiner Entfernung von 3 cm zur Crossenregion begonnen werden. Die Behandlung sollte mindestensüber einen Zeitraum von 30 Tagen und bei Patienten mit einem hohen Risiko thromboembolischer

Komplikationen maximal bis zu 45 Tagen durchgeführt werden (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1). Den

Patienten kann die Selbstinjektion des Arzneimittels empfohlen werden, wenn der Arzt der Ansicht ist,dass die Patienten dazu bereit und in der Lage sind. In diesem Fall sollte der Arzt eine klare Anleitungfür die Selbstinjektion geben.

* Patienten, die sich chirurgischen oder anderen invasiven Eingriffen unterziehen

Bei Patienten mit oberflächlichen Venenthrombosen, die sich chirurgischen oder andereninvasiven Eingriffen unterziehen müssen, sollte Fondaparinux - wenn möglich - nicht innerhalbvon 24 Stunden vor dem chirurgischen Eingriff gegeben werden. Mit der erneuten Gabe von

Fondaparinux kann frühestens 6 Stunden postoperativ begonnen werden, wenn die Hämostaseeingesetzt hat.

Besondere Patientengruppen

VTE-Prophylaxe nach operativen Eingriffen

Nach Eingriffen muss der Zeitpunkt der ersten Fondaparinux-Injektion bei Patienten  75 Jahreund/oder mit einem Körpergewicht < 50 kg und/oder mit einer Nierenfunktionsstörung mit einer

Kreatinin-Clearance zwischen 20 und 50 ml/min genau eingehalten werden.

Die erste Fondaparinux-Injektion darf nicht vor Ablauf von 6 Stunden nach Beendigung deschirurgischen Eingriffs gegeben werden. Die Injektion darf nur gegeben werden, wenn Hämostasefestgestellt wurde (siehe Abschnitt 4.4).

Nierenfunktionsstörung

* Prophylaxe venöser thromboembolischer Ereignisse (VTE) - Bei Patienten mit einer Kreatinin-

Clearance < 20 ml/min darf Fondaparinux nicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3). Bei

Patienten mit einer Kreatinin-Clearance zwischen 20 und 50 ml/min sollte die Dosierung auf1,5 mg einmal täglich reduziert werden (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2). Für Patienten mit einerleichten Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance > 50 ml/min) ist keine Dosisreduktionnotwendig.

* Behandlung von IA/NSTEMI und STEMI - Fondaparinux darf bei Patienten mit einer Kreatinin-

Clearance < 20 ml/min nicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3). Für Patienten mit einer

Kreatinin-Clearance > 20 ml/min ist keine Dosisreduktion erforderlich.

* Therapie oberflächlicher Venenthrombosen - Bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance< 20 ml/min darf Fondaparinux nicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3). Bei Patientenmit einer Kreatinin-Clearance zwischen 20 und 50 ml/min sollte die Dosierung auf 1,5 mgeinmal täglich reduziert werden (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2). Für Patienten mit einer leichten

Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance > 50 ml/min) ist keine Dosisreduktion notwendig.

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Fondaparinux 1,5 mg ist nicht untersucht worden (siehe

Abschnitt 4.4).

Leberfunktionsstörungen

* Prophylaxe venöser thromboembolischer Ereignisse (VTE) und Behandlung von IA/NSTEMIund STEMI - Bei Patienten mit leichter oder mittelgradiger Leberfunktionsstörung sind keine

Dosisanpassungen erforderlich. Bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung muss

Fondaparinux mit Vorsicht angewendet werden, da diese Patientengruppe nicht in Studienuntersucht wurde (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).

* Therapie oberflächlicher Venenthrombosen - Die Sicherheit und Wirksamkeit von

Fondaparinux bei Patienten mit einer schweren Leberfunktionsstörung wurde nicht untersucht.

Daher wird die Anwendung von Fondaparinux bei diesen Patienten nicht empfohlen (siehe

Abschnitt 4.4).

Pädiatrische Patienten - Fondaparinux wird nicht empfohlen für die Anwendung bei Kindern unter17 Jahren aufgrund des Fehlens von Daten zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit.

Niedriges Körpergewicht

* Prophylaxe venöser thromboembolischer Ereignisse (VTE) und Behandlung der instabilen

Angina pectoris oder des Myokardinfarkts ohne ST-Strecken-Hebung (IA/NSTEMI und STEMI)- Patienten mit einem Körpergewicht unter 50 kg haben ein erhöhtes Blutungsrisiko. Die

Elimination von Fondaparinux nimmt mit sinkendem Körpergewicht ab. Daher sollte

Fondaparinux bei diesen Patienten mit Vorsicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.4).

* Therapie oberflächlicher Venenthrombosen - Die Sicherheit und Wirksamkeit von

Fondaparinux bei Patienten mit einem Körpergewicht unter 50 kg wurde nicht untersucht.

Daher wird die Anwendung von Fondaparinux bei diesen Patienten nicht empfohlen (siehe

Abschnitt 4.4).

Art der Anwendung

* Subkutane Gabe

Fondaparinux wird durch tiefe subkutane Injektion am liegenden Patienten angewendet. Die

Injektionsstelle sollte wechseln zwischen der linken und rechten anterolateralen oder der linkenund rechten posterolateralen Bauchwand. Um eine vollständige Entnahme des Arzneimittels ausder Fertigspritze zu gewährleisten, sollte die Luftblase in der Spritze vor der Injektion nichtentfernt werden. Die Injektionsnadel wird in ihrer ganzen Länge senkrecht in eine Hautfalte, diezwischen Daumen und Zeigefinger festgehalten wird, eingeführt. Die Hautfalte sollte währendder Injektion festgehalten und der Stempel vollständig heruntergedrückt werden.

* Intravenöse Gabe (nur die erste Dosis bei Patienten mit STEMI)

Die intravenöse Gabe sollte entweder direkt über einen bereits vorhandenen intravenösen Zugangerfolgen oder unter Verwendung eines kleinvolumigen (25-50 ml) Infusionsbeutels mit 0,9%iger

Kochsalzlösung. Um eine vollständige Injektion des Arzneimittels aus der vorgefüllten

Fertigspritze zu gewährleisten, sollte die in der Spritze enthaltene Luftblase nicht vor der

Injektion entfernt werden. Der intravenöse Zugang sollte nach der Injektion gut mit

Kochsalzlösung gespült werden, um die vollständige Gabe des Arzneimittels sicherzustellen.

Falls die Gabe über einen kleinvolumigen Infusionsbeutel erfolgt, sollte die Infusion über 1 bis 2

Minuten gegeben werden.

Für zusätzliche Hinweise für die Handhabung und die Entsorgung siehe Abschnitt 6.6.

4.3 Kontraindikationen

- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile,

- aktive klinisch relevante Blutungen,

- akute bakterielle Endokarditis,

- schwere Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance < 20 ml/min).

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Fondaparinux darf nicht intramuskulär gegeben werden.

Hämorrhagien

Fondaparinux muss mit Vorsicht bei Patienten angewendet werden, die ein erhöhtes Blutungsrisikoaufweisen, wie beispielsweise Patienten mit angeborenen oder erworbenen Gerinnungsstörungen(z. B. Thrombozytenzahl < 50.000/Mikroliter), aktiven Magen-Darm-Geschwüren und kurzzurückliegender intrakranieller Blutung oder kurz zurückliegenden operativen Eingriffen am Gehirn,am Rückenmark oder am Auge sowie bei speziellen Patientengruppen wie im Folgenden aufgeführt.

Zur VTE-Prophylaxe sollten Arzneimittel, die das Blutungsrisiko erhöhen können, nicht gleichzeitigmit Fondaparinux angewendet werden. Zu diesen Arzneimitteln gehören Desirudin, Fibrinolytika, GP

IIb/IIIa Rezeptor-Antagonisten, Heparine, Heparinoide oder niedermolekulare Heparine (NMH).

Wenn eine gleichzeitige Behandlung mit Vitamin-K-Antagonisten erforderlich ist, müssen die

Angaben in Abschnitt 4.5 beachtet werden. Thrombozytenfunktionshemmer (Acetylsalicylsäure,

Clopidogrel, Dipyridamol, Sulfinpyrazon oder Ticlopidin) und nicht-steroidale Entzündungshemmer(NSAIDs) müssen mit Vorsicht angewendet werden. Wenn eine gleichzeitige Anwendung erforderlichist, ist eine engmaschige Überwachung erforderlich.

Bei der Behandlung von IA/NSTEMI und STEMI - Fondaparinux sollte mit Vorsicht bei Patientenangewendet werden, die begleitend andere Arzneimittel erhalten, die das Blutungsrisiko erhöhen (wie

GPIIb/IIIa-Inhibitoren oder Thrombolytika).

Zur Therapie oberflächlicher Venenthrombosen - Fondaparinux sollte mit Vorsicht bei Patientenangewendet werden, die gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln behandelt werden, die das

Blutungsrisiko erhöhen.

PCI und das Risiko von Katheterthromben

Bei STEMI-Patienten, die einer primären PCI unterzogen werden, wird die Gabe von Fondaparinuxvor und während der PCI nicht empfohlen. Ebenso wird bei Patienten mit IA/NSTEMI mitlebensbedrohlichen Umständen, die eine dringende Revaskularisierung erfordern, die Gabe von

Fondaparinux vor oder während der PCI nicht empfohlen. Dies sind Patienten mit refraktärer oderwiederkehrender Angina pectoris, verbunden mit dynamischen ST-Änderungen, Herzinsuffizienz,lebensbedrohlichen Arrhythmien oder hämodynamischer Instabilität.

Bei Patienten mit IA/NSTEMI und STEMI, bei denen eine nicht-primäre PCI erfolgt, wird die Gabevon Fondaparinux als alleiniges Antikoagulans während der PCI wegen des Risikos eines

Führungskatheterthrombus nicht empfohlen (siehe Abschnitt 5.1). Daher sollte während einer nicht-primären PCI adjuvant UFH gemäß Standardpraxis zusätzlich verwendet werden (siehe Dosierung in

Abschnitt 4.2).

Patienten mit oberflächlicher Venenthrombose

Vor Beginn einer Therapie mit Fondaparinux sollte bestätigt werden, dass die oberflächliche

Venenthrombose weiter als 3 cm von der Crossenregion entfernt liegt, und eine begleitende tiefe

Venenthrombose sollte durch Kompressionsultraschall oder andere objektive Untersuchungsmethodenausgeschlossen worden sein. Es liegen keine Daten zur Anwendung von Fondaparinux 2,5 mg bei

Patienten mit einer oberflächlichen Venenthrombose bei gleichzeitig vorhandener tiefer

Venenthrombose oder bei einer oberflächlichen Venenthrombose innerhalb einer Entfernung von 3 cmzur Crossenregion vor (siehe Abschnitte 4.2 und 5.1).

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Fondaparinux 2,5 mg ist bei folgenden Patientengruppen nichtuntersucht worden: Patienten mit einer oberflächlichen Venenthrombose als Folge einer

Varizenverödung oder als Folge einer Komplikation einer intravenösen Infusion, Patienten mit eineroberflächlichen Venenthrombose innerhalb der zurückliegenden 3 Monate, Patienten mit einervenösen thromboembolischen Erkrankung innerhalb der zurückliegenden 6 Monate oder Patienten miteiner aktiven Krebserkrankung (siehe Abschnitte 4.2 und 5.1).

Spinal-/Epiduralanästhesie

Nach größeren orthopädischen Eingriffen können bei gleichzeitigem Einsatz von Fondaparinux undspinaler/epiduraler Anästhesie oder Spinalpunktion epidurale oder spinale Hämatome, die zu einerlängeren oder dauerhaften Paralyse führen können, nicht ausgeschlossen werden. Das Risiko dieserseltenen Ereignisse dürfte dann höher sein, wenn postoperativ epidurale Verweilkatheter odergleichzeitig die Blutgerinnung beeinflussende Arzneimittel verwendet werden.

Ältere Patienten

Die ältere Bevölkerung hat ein erhöhtes Blutungsrisiko. Da in der Regel mit zunehmendem Alter die

Nierenfunktion abnimmt, können ältere Patienten eine reduzierte Elimination und eine verlängerte

Wirkung von Fondaparinux aufweisen (siehe Abschnitt 5.2). Fondaparinux darf daher bei älteren

Patienten nur mit Vorsicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.2).

Patienten mit niedrigem Körpergewicht

* Prophylaxe venöser thromboembolischer Ereignisse (VTE) und Behandlung von IA/NSTEMIund STEMI - Patienten mit einem Körpergewicht < 50 kg haben ein erhöhtes Blutungsrisiko.

Die Elimination von Fondaparinux sinkt mit abnehmendem Körpergewicht.

Fondaparinux darf daher bei diesen Patienten nur mit Vorsicht angewendet werden (siehe

Abschnitt 4.2).

* Therapie oberflächlicher Venenthrombosen - Es liegen keine Daten zur Anwendung von

Fondaparinux zur Behandlung oberflächlicher Venenthrombosen bei Patienten mit einem

Körpergewicht unter 50 kg vor. Daher wird die Anwendung von Fondaparinux bei diesen

Patienten nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.2).

Nierenfunktionsstörungen

Fondaparinux wird überwiegend über die Nieren ausgeschieden.

* Prophylaxe venöser thromboembolischer Ereignisse (VTE) - Patienten mit einer Kreatinin-

Clearance < 50 ml/min haben ein erhöhtes Risiko für Blutungen und venöse Thromboembolien(VTE). Bei diesen Patienten sollte Fondaparinux deshalb mit Vorsicht angewendet werden(siehe Abschnitte pct. 4.3, pct. 4.4 und 5.2). Es liegen begrenzte Daten zur Anwendung bei Patienten miteiner Kreatinin-Clearance < 30 ml/min vor.

* Behandlung von IA/NSTEMI und STEMI - Bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearancezwischen 20 und 30 ml/min liegen für die Behandlung von IA/NSTEMI und STEMI mit dereinmal täglichen Gabe von Fondaparinux 2,5 mg nur begrenzte klinische Daten vor. Dahersollte der Arzt entscheiden, ob der Nutzen der Behandlung das Risiko überwiegt (siehe

Abschnitte 4.2 und 4.3).

* Therapie oberflächlicher Venenthrombosen - Bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance< 20 ml/min darf Fondaparinux nicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3). Bei Patientenmit einer Kreatinin-Clearance zwischen 20 und 50 ml/min sollte die Dosierung auf 1,5 mgeinmal täglich reduziert werden (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2). Die Sicherheit und Wirksamkeitvon Fondaparinux 1,5 mg ist nicht untersucht worden.

Schwere Leberfunktionsstörungen

* Prophylaxe venöser thromboembolischer Ereignisse (VTE) und Behandlung von IA/NSTEMIund STEMI - Eine Dosisanpassung für Fondaparinux ist nicht erforderlich. Dennoch muss die

Anwendung von Fondaparinux mit Vorsicht erfolgen, da es zu einem erhöhten Blutungsrisikoauf Grund eines Mangels von Gerinnungsfaktoren bei Patienten mit schwerer Einschränkungder Leberfunktion kommen kann (siehe Abschnitt 4.2).

* Therapie oberflächlicher Venenthrombosen - Es liegen keine Daten zur Anwendung von

Fondaparinux zur Behandlung oberflächlicher Venenthrombosen bei Patienten mit einerschweren Leberfunktionsstörung vor. Daher wird die Anwendung von Fondaparinux zur

Behandlung von oberflächlichen Venenthrombosen bei diesen Patienten nicht empfohlen (siehe

Abschnitt 4.2).

Patienten mit Heparin-induzierter Thrombozytopenie

Fondaparinux sollte bei Patienten mit einer HIT in der Vorgeschichte mit Vorsicht angewendetwerden. Die Wirksamkeit und Sicherheit von Fondaparinux bei Patienten mit HIT Typ II ist formellnicht untersucht worden. Fondaparinux bindet nicht an Plättchenfaktor 4 und zeigt für gewöhnlichkeine Kreuzreaktion mit Seren von Patienten mit Heparin-induzierter Thrombozytopenie (HIT) Typ II.

Allerdings wurden seltene Spontanberichte einer HIT bei Patienten, die mit Fondaparinux behandeltwurden, erhalten.

Latex-Allergie

Der Nadelschutz der Fertigspritze kann Naturkautschuk enthalten, der bei gegenüber Latexempfindlich reagierenden Personen allergische Reaktionen auslösen kann.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Das Blutungsrisiko erhöht sich bei gleichzeitiger Anwendung von Fondaparinux und Arzneimitteln,die zu einer verstärkten Blutungsneigung führen können (siehe Abschnitt 4.4).

Orale Antikoagulanzien (Warfarin), Thrombozytenfunktionshemmer (Acetylsalicylsäure), nicht-steroidale Entzündungshemmer (Piroxicam) und Digoxin beeinflussen nicht die Pharmakokinetik von

Fondaparinux. Die Dosierung von Fondaparinux (10 mg) in Interaktionsstudien war höher als die beiden zugelassenen Indikationen empfohlene Dosierung. Darüber hinaus beeinflusste Fondaparinuxweder die INR-Werte von Warfarin noch die Blutungszeit unter Acetylsalicylsäure- oder Piroxicam-

Behandlung noch die Pharmakokinetik von Digoxin im Steady State.

Weiterbehandlung mit anderen Antikoagulanzien

Im Falle einer Weiterbehandlung mit unfraktioniertem oder niedermolekularem Heparin (NMH) solltedie erste Injektion im Allgemeinen einen Tag nach der letzten Fondaparinux-Anwendung erfolgen.

Bei Weiterbehandlung mit einem Vitamin-K-Antagonisten sollte die Anwendung von Fondaparinuxso lange fortgeführt werden, bis der Ziel-INR-Wert erreicht ist.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen zum Einsatz von Fondaparinux bei Schwangeren vor. Inden durchgeführten Tierstudien wurden die Muttertiere nicht ausreichend exponiert. Daher sind die

Ergebnisse hinsichtlich der Wirkung von Fondaparinux auf Schwangerschaft, embryonale/fetale

Entwicklung, Geburt und postnatale Entwicklung nicht aussagekräftig. Fondaparinux sollte daherwährend der Schwangerschaft nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden.

Stillzeit

Fondaparinux geht bei Ratten in die Muttermilch über. Es ist nicht bekannt, ob Fondaparinux beim

Menschen in die Muttermilch übergeht. Die Anwendung von Fondaparinux während der Stillzeit wirdnicht empfohlen. Eine Resorption nach oraler Aufnahme von Fondaparinux durch den Säugling istjedoch unwahrscheinlich.

Fertilität

Es liegen keine Daten vor zur Auswirkung von Fondaparinux auf die menschliche Fertilität.

Tierstudien zeigen keine Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen durchgeführt.

4.8 Nebenwirkungen

Die unter Fondaparinux am häufigsten berichteten schweren unerwünschten Arzneimittelwirkungensind Blutungskomplikationen (an verschiedenen Stellen einschließlich seltene Fälle vonintrakraniellen/intrazerebralen und retroperitonealen Blutungen) und Anämien. Daher sollte

Fondaparinux bei Patienten, die ein erhöhtes Blutungsrisiko haben, mit Vorsicht angewendet werden(siehe Abschnitt 4.4).

Die Sicherheit von Fondaparinux wurde untersucht bei:

- 3.595 Patienten, die sich einem größeren orthopädischen Eingriff an den unteren Extremitätenunterziehen mussten und bis zu 9 Tage lang behandelt wurden (Arixtra 1,5 mg/0,3 ml und

Arixtra 2,5 mg/0,5 ml)

- 327 Patienten nach Hüftfraktur-Operationen, die nach einer initialen Prophylaxe von 1 Wocheweitere 3 Wochen behandelt wurden (Arixtra 1,5 mg/0,3 ml und Arixtra 2,5 mg/0,5 ml)

- 1.407 Patienten, die sich einem abdominalen Eingriff unterziehen mussten und bis zu 9 Tagelang behandelt wurden (Arixtra 1,5 mg/0,3 ml und Arixtra 2,5 mg/0,5 ml)

- 425 internistischen Patienten mit einem Risiko für thromboembolische Komplikationen, die biszu 14 Tage lang behandelt wurden (Arixtra 1,5 mg/0,3 ml und Arixtra 2,5 mg/0,5 ml)

- 10.057 Patienten, die wegen einer instabilen Angina pectoris (IA) oder eines aktuen

Koronarsyndroms (ACS) in Form eines Myokardinfarkts ohne ST-Strecken-Hebung (NSTEMI)behandelt wurden (Arixtra 2,5 mg/0,5 ml)

- 6.036 Patienten, die wegen eines ACS in Form eines Myokardinfarkts mit Strecken-Hebung(STEMI) behandelt wurden (Arixtra 2,5 mg/0,5 ml)

- 2.517 Patienten, die wegen venöser Thromboembolie behandelt wurden und Fondaparinuxdurchschnittlich 7 Tage lang erhielten (Arixtra 5 mg/0,4 ml, Arixtra 7,5 mg/0,6 ml und Arixtra10 mg/0,8 ml).

Diese Nebenwirkungen sollten vor dem Hintergrund des chirurgischen oder internistischen

Zusammenhangs interpretiert werden. Das Profil unerwünschter Ereignisse, das im ACS-

Studienprogramm berichtet wurde, ist mit den Arzneimittel-bedingten Nebenwirkungen, die für die

VTE-Prophylaxe identifiziert wurden, konsistent.

Die Nebenwirkungen werden im Folgenden nach Systemorganklasse und Häufigkeit aufgeführt. Die

Häufigkeiten sind definiert als: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000,< 1/100), selten (≥ 1/10.000, < 1/1.000), sehr selten (< 1/10.000).

Systemorganklasse Häufig Gelegentlich Selten

MedDRA (≥ 1/100, < 1/10) (≥ 1/1.000, < 1/100) (≥ 1/10.000, < 1/1.000)

Infektionen und Postoperativeparasitäre Wundinfektionen

Erkrankungen

Erkrankungen des Anämie, postoperative Thrombozytopenie, Retroperitoneale

Blutes und des Blutungen, utero- Thrombozythämie, Blutungen*,

Lymphsystems vaginale Blutungen*, anomale Leberblutungen,

Hämoptyse, Hämaturie, Thrombozyten, intrakranielle/intrazerebr

Hämatome, Gerinnungsstörungen ale Blutungen*

Zahnfleischblutungen,

Purpura, Epistaxis,gastrointestinale

Blutungen,

Hämarthrose*, okuläre

Blutungen*,

Blutergüsse*

Systemorganklasse Häufig Gelegentlich Selten

MedDRA (≥ 1/100, < 1/10) (≥ 1/1.000, < 1/100) (≥ 1/10.000, < 1/1.000)

Erkrankungen des Allergische Reaktion

Immunsystems (einschließlich sehrseltener Berichte über

Angioödeme,anaphylaktoide/anaphylaktische Reaktion)

Stoffwechsel- und Hypokaliämie,

Ernährungsstörungen Blutharnstoff erhöht(NPN erhöht)1*

Erkrankungen des Kopfschmerz Angst, Verwirrung,

Nervensystems Schwindelgefühl,

Somnolenz, Vertigo

Gefäßerkrankungen Hypotonie

Erkrankungen der Dyspnoe Husten

Atemwege, des

Brustraums und

Mediastinums

Erkrankungen des Übelkeit, Erbrechen Bauchschmerzen,

Gastrointestinaltrakts Dyspepsie, Gastritis,

Verstopfung, Diarrhö

Leber- und Anomale Hyperbilirubinämie

Gallenerkrankungen Leberfunktionstests,erhöhte Leberenzyme

Erkrankungen der Erythematöser

Haut und des Hautausschlag,

Unterhautgewebes Pruritus

Allgemeine Ödeme, periphere Reaktionen an der

Erkrankungen und Ödeme, Schmerzen, Injektionsstelle,

Beschwerden am Fieber, Beinschmerzen,

Verabreichungsort Brustschmerzen, Ermüdung, Erröten,

Wundsekretion Synkope,

Hitzewallungen,

Genitalödeme(1) NPN steht für Non-Protein-Nitrogen wie z. B. Harn, Harnsäure, Aminosäuren etc.

* Bei höheren Dosierungen von 5 mg/0,4 ml, 7,5 mg/0,6 ml und 10 mg/0,8 ml aufgetreteneunerwünschte Arzneimittelwirkungen

Arixtra 2,5 mg/0,5 ml

Häufig berichtete Ereignisse bei Patienten mit IA/NSTEMI und STEMI waren Blutungen. In der

Phase-III-Studie bei IA/NSTEMI lag die Inzidenz adjudizierter größerer Blutungen bis einschließlich

Tag 9 bei 2,1% (Fondaparinux) vs. 4,1% (Enoxaparin). In der Phase-III-Studie bei STEMI lag die

Inzidenz adjudizierter schwerer Blutungen nach modifizierten TIMI-Kriterien bis einschließlich Tag 9bei 1,1% (Fondaparinux) vs. 1,4% (Kontrolle [UFH/Placebo]).

In der Phase-III-Studie bei IA/NSTEMI waren die am häufigsten berichteten unerwünschten Nicht-

Blutungs-Ereignisse Kopfschmerzen, Brustschmerzen und Vorhofflimmern (berichtet bei mindestens1% der mit Fondaparinux behandelten Patienten).

In der Phase-III-Studie bei STEMI-Patienten waren die am häufigsten berichteten unerwünschten

Nicht-Blutungs-Ereignisse Vorhofflimmern, Fieber, Brustschmerzen, Kopfschmerzen, ventrikuläre

Tachykardien, Erbrechen und Hypotonie (berichtet bei mindestens 1% der mit Fondaparinuxbehandelten Patienten).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Fondaparinux kann bei höheren Dosierungen als den empfohlenen zu einem erhöhten Blutungsrisikoführen. Es gibt kein bekanntes Antidot zu Fondaparinux.

Bei Überdosierungen, die von Blutungskomplikationen begleitet sind, muss die Behandlungabgebrochen werden und die Blutungsursache ermittelt werden. Die Einleitung einer geeigneten

Behandlung, wie mechanische Blutstillung, Blutersatz, Frischplasmatransfusionen oder Plasmapheresesollte erwogen werden.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: antithrombotische Substanz.

ATC Code: B01AX05

Pharmakodynamische Wirkung

Fondaparinux ist ein synthetisch hergestellter, selektiver Inhibitor des aktivierten Faktors X (Xa). Dieantithrombotische Aktivität von Fondaparinux beruht auf einer Antithrombin III (ATIII)-vermitteltenselektiven Hemmung des Faktors Xa. Durch die selektive Bindung an ATIII verstärkt Fondaparinux(ca. 300fach) die ATIII-vermittelte Inhibierung von Faktor Xa. Die Inhibierung des Faktors Xabewirkt eine Unterbrechung der Blutgerinnungskaskade und verhindert dadurch sowohl die

Thrombinbildung als auch das Thrombuswachstum. Fondaparinux inaktiviert nicht Thrombin(aktivierter Faktor II) und hat keine Wirkungen auf die Thrombozyten.

Bei einer Dosierung von 2,5 mg hat Fondaparinux weder einen Einfluss auf Routine-Gerinnungstests,wie beispielsweise die aktivierte partielle Thromboplastinzeit (aPTT), die aktivierte Gerinnungszeit(ACT) oder die Prothrombinzeit (PT)/International Normalised Ratio (INR)-Tests im Plasma, noch aufdie Blutungszeit oder die fibrinolytische Aktivität. Allerdings wurden seltene Spontanberichte eineraPTT-Verlängerung erhalten.

Fondaparinux weist für gewöhnlich keine Kreuzreaktivität mit Seren von Patienten mit Heparin-induzierter Thrombozytopenie (HIT) auf. Allerdings wurden seltene Spontanberichte einer HIT bei

Patienten, die mit Fondaparinux behandelt wurden, erhalten.

Klinische Studien

Prophylaxe venöser thromboembolischer Ereignisse (VTE) bis zum 9. postoperativen Tag bei

Patienten, die sich größeren orthopädischen Operationen an den unteren Extremitätenunterzogen haben

Das klinische Studienprogramm von Fondaparinux war darauf angelegt, die Wirksamkeit von

Fondaparinux bei der Verhinderung venöser thromboembolischer Ereignisse (VTE), z. B. proximalerund distaler tiefer Venenthrombosen (TVT) und Lungenembolien (LE), bei Patienten mit größerenorthopädischen Eingriffen an den unteren Extremitäten, wie beispielsweise Hüftfrakturen, größere

Knie- oder Hüftersatzoperationen, nachzuweisen. Über 8.000 Patienten (Hüftfraktur - 1.711,

Hüftersatz - 5.829, größere Knieoperationen - 1.367) wurden in kontrollierten klinischen Studien der

Phase II und III untersucht. Die einmal tägliche Anwendung von 2,5 mg Fondaparinux, Beginnpostoperativ nach 6-8 Stunden, wurde mit der einmal täglichen Anwendung von 40 mg Enoxaparin,

Beginn 12 Stunden präoperativ, oder der zweimal täglichen Anwendung von 30 mg Enoxaparin,

Beginn 12-24 Stunden postoperativ, verglichen.

In einer gepoolten Analyse der vier Phase III-Studien führte Fondaparinux in der empfohlenen

Dosierung - verglichen mit Enoxaparin - zu einer signifikanten Risikoreduktion venöserthromboembolischer Ereignisse um (54% [95% CI, 44% - 63%]). Die Evaluierung erfolgte bis zum11. Tag nach der Operation. Das Ergebnis ist unabhängig von der Art der durchgeführten Operation.

Die Mehrheit der Endpunktereignisse wurde durch eine vorher angesetzte beidseitige Phlebographieerfasst und bestand überwiegend aus distalen TVTs. Die Häufigkeit proximaler TVTs wurde ebenfallssignifikant reduziert. Das Auftreten symptomatischer VTE einschließlich Lungenembolien unterschiedsich nicht signifikant zwischen den Behandlungsgruppen.

In den Vergleichsstudien mit Enoxaparin 40 mg einmal täglich, Beginn 12 Stunden präoperativ,wurden größere Blutungen bei 2,8% der mit der empfohlenen Dosis Fondaparinux behandelten

Patienten im Vergleich zu 2,6% der mit Enoxaparin behandelten Patienten beobachtet.

Prophylaxe venöser thromboembolischer Ereignisse (VTE) über weitere 24 Tage nach einerinitialen Behandlung über 7 Tage bei Patienten nach Hüftfraktur-Operationen

In einer randomisierten, doppelblinden klinischen Studie wurden 737 Patienten nach Hüftfraktur-

Operationen mit Fondaparinux 2,5 mg einmal täglich über 7  1 Tag behandelt. Am Ende dieses

Behandlungszeitraumes wurden 656 Patienten randomisiert und erhielten entweder für weitere21  2 Tage einmal täglich Fondaparinux 2,5 mg oder eine Placebo-Injektion. Mit Fondaparinuxkonnte die Rate von VTE gegenüber Placebo [3 Patienten (1,4%) versus 77 Patienten (35%)]signifikant gesenkt werden. Die Mehrzahl (70/80) der aufgetretenen Ereignisse waren phlebographischnachgewiesene, klinisch nicht symptomatische tiefe Venenthrombosen. Gleichzeitig wurde unter

Fondaparinux auch die Rate der symptomatischen VTE (TVT und/oder LE) [1 (0,3%) versus 9 (2,7%)

Patienten] - darunter 2 tödliche Lungenembolien in der Placebogruppe - signifikant gesenkt.

Größere Blutungen, alle im Operationsgebiet und nicht tödlich, wurden bei 8 (2,4%) der mit

Fondaparinux 2,5 mg behandelten Patienten im Vergleich zu 2 (0,6%) der mit Placebo behandelten

Patienten beobachtet.

Prophylaxe venöser thromboembolischer Ereignisse (VTE) bei Patienten, die sich abdominalen

Eingriffen unterziehen müssen und voraussichtlich einem hohen Risiko thromboembolischer

Komplikationen ausgesetzt sind, wie beispielsweise Patienten, die sich einer abdominalen

Krebsoperation unterziehen müssen

In einer randomisierten, doppelblinden klinischen Studie erhielten 2.927 Patienten über 7 ± 2 Tageentweder Fondaparinux 2,5 mg einmal täglich oder 5.000 I.E. Dalteparin einmal täglich, mit einerpräoperativen Injektion von 2.500 I.E. und der ersten postoperativen Injektion von 2.500 I.E. Diemeisten Operationen entfielen auf den kolorektalen, gastralen, hepatischen oder den biliären Bereicheinschließlich Cholecystektomien. 69% der Patienten wurden wegen einer Krebserkrankung operiert.

Patienten, die sich urologischen (anderen als an der Niere) oder gynäkologischen, laparoskopischenoder gefäßchirurgischen Eingriffen unterziehen mussten, wurden nicht in die Studie aufgenommen.

In dieser Studie betrug die Inzidenz aller VTE 4,6% (47/1.027) unter Fondaparinux gegenüber 6,1%(62/1.021) unter Dalteparin (Odds Reduktion [95% CI] = -25,8% [-49,7%, 9,5%]). Die Differenz inden VTE-Raten, die nicht signifikant war, beruhte hauptsächlich auf einer Reduktion derasymptomatischen distalen TVT. Die Inzidenz symptomatischer TVT war in beiden

Behandlungsgruppen ähnlich: 6 Patienten (0,4%) in der Fondaparinux-Gruppe versus 5 Patienten(0,3%) in der Dalteparin-Gruppe. In der großen Untergruppe von Patienten, die sich einer

Krebsoperation unterziehen mussten (69% der Patientenpopulation), betrug die VTE-Rate 4,7% in der

Fondaparinux-Gruppe versus 7,7% in der Dalteparin-Gruppe.

Größere Blutungsereignisse wurden bei 3,4% der Patienten in der Fondaparinux-Gruppe und bei2,4% in der Dalteparin-Gruppe beobachtet.

Prophylaxe venöser thromboembolischer Ereignisse (VTE) bei internistischen Patienten miteinem erhöhten Risiko für thromboembolische Komplikationen auf Grund einereingeschränkten Mobilität während einer akuten Erkrankung

In einer randomisierten, doppelblinden klinischen Studie wurden 839 Patienten mit einmal täglich

Fondaparinux 2,5 mg oder Placebo über 6 - 14 Tage behandelt. Die Studie schloss akut erkrankteinternistische Patienten mit einem Alter ≥ 60 Jahren ein, die voraussichtlich Bettruhe über mindestens4 Tage benötigten und auf Grund einer Herzinsuffizienz NYHA III/IV und/oder akuten

Atemwegserkrankung und/oder akuten infektiösen oder entzündlichen Erkrankung hospitalisiertwaren. Fondaparinux reduzierte die Gesamtrate von VTE verglichen mit Placebo [18 Patienten (5,6%)versus 34 Patienten (10,5%)] signifikant. Die Mehrzahl der Ereignisse waren asymptomatische distale

TVT. Weiterhin wurde unter Fondaparinux auch die Rate an tödlichen Lungenembolien [0 Patienten(0,0%) versus 5 (1,2%) Patienten] signifikant gesenkt. Größere Blutungen wurden in jeder Gruppe bei1 Patient (0,2%) beobachtet.

Behandlung der instabilen Angina pectoris oder des Myokardinfarkts ohne ST-Strecken-

Hebung (IA/NSTEMI)

OASIS 5 war eine doppelblinde, randomisierte Nicht-Unterlegenheitsstudie mit Fondaparinux 2,5 mgeinmal täglich subkutan vs. Enoxaparin 1 mg/kg zweimal täglich subkutan bei etwa 20.000 Patientenmit IA/NSTEMI. Alle Patienten erhielten die medizinische Standardtherapie bei IA/NSTEMI, wobei34% der Patienten einer PCI unterzogen wurden und bei 9% eine CABG-Operation erfolgte. Diemittlere Behandlungsdauer betrug in der Fondaparinux-Gruppe 5,5 Tage und in der

Enoxaparin-Gruppe 5,2 Tage. Wenn eine PCI durchgeführt wurde, erhielten die Patienten entwederintravenös Fondaparinux (Fondaparinux-Patienten) oder intravenös gewichtsadaptiert UFH(Enoxaparin-Patienten) als Begleittherapie, abhängig vom Zeitpunkt der letzten subkutanen Dosis unddem vorgesehenen Einsatz eines GPIIb/IIIa-Inhibitors. Das mittlere Alter der Patienten lag bei 67

Jahren und annähernd 60% waren mindestens 65 Jahre alt. Etwa 40% bzw. 17% der Patienten hatteneine leichte Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance ≥ 50 bis < 80 ml/min) bzw. mittelgradige

Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance ≥ 30 bis < 50 ml/min).

Der adjudizierte primäre Endpunkt war eine Kombination aus Tod, Myokardinfarkt (MI) undrefraktärer Ischämie (RI) innerhalb von 9 Tagen nach der Randomisierung. Bis Tag 9 kam es bei 5,8%der Patienten in der Fondaparinux-Gruppe zu einem Ereignis, verglichen mit 5,7% bei den mit

Enoxaparin behandelten Patienten (Hazard-Ratio 1,01, 95%-CI 0,90-1,13, einseitiger p-Wert für

Nicht-Unterlegenheit = 0,003).

Bis Tag 30 reduzierte Fondaparinux die Häufigkeit der Gesamtmortalität von 3,5% unter Enoxaparinauf 2,9% (Hazard-Ratio 0,83, 95%-CI 0,71-0,97, p = 0,02). Die Häufigkeit von MI und RI warenzwischen der Fondaparinux- und der Enoxaparin-Behandlungsgruppe statistisch nicht unterschiedlich.

Bis Tag 9 betrug die Inzidenz größerer Blutungen unter Fondaparinux bzw. Enoxaparin 2,1% bzw.4,1% (Hazard-Ratio 0,52, 95%-CI 0,44-0,61, p < 0,001).

Die Wirksamkeitsergebnisse und die Auswirkungen auf größere Blutungen waren konsistent übervordefinierte Subgruppen, wie ältere Patienten und Patienten mit Nierenfunktionsstörungen, sowie der

Art der plättchenhemmenden Begleitmedikation (Aspirin, Thienopyridine oder GPIIb/IIIa-

Inhibitoren).

In der Subgruppe von Patienten, die mit Fondaparinux oder Enoxaparin behandelt und einer PCIunterzogen wurden, erlitten 8,8% bzw. 8,2% Tod/MI/RI innerhalb von 9 Tagen nach Randomisierung(Hazard-Ratio 1,08, 95%-CI 0,92-1,27). In dieser Subgruppe betrug die Inzidenz schwerer Blutungenbis Tag 9 bei Fondaparinux bzw. Enoxaparin 2,2% bzw. 5,0% (Hazard-Ratio 0,43, 95%-CI 0,33-0,57). In der Subgruppe, die einer PCI unterzogen wurde, betrug die Inzidenz adjudizierter

Führungskatheterthromben 1% bzw. 0,3% bei Fondaparinux versus Enoxaparin.

Behandlung der instabilen Angina pectoris (IA) oder des Myokardinfarkts ohne ST-Strecken-

Hebung (IA/NSTEMI) bei Patienten, die sich einer nachfolgenden PCI mit zusätzlichem UFHunterzogen haben

In einer Studie mit 3235 Hochrisiko IA/NSTEMI-Patienten, die für eine Angiographie vorgesehenwaren und open-label mit Fondaparinux behandelt wurden (OASIS 8/FUTURA), wurden die 2026 füreine PCI indizierten Patienten randomisiert, um eines von zwei doppelblinden Dosisregimen mitzusätzlichem UFH zu erhalten. Alle eingeschlossenen Patienten erhielten subkutan Fondaparinux2,5 mg einmal täglich für die Dauer von 8 Tagen oder bis zu der Entlassung aus dem Krankenhaus.

Die randomisierten Patienten erhielten entweder ein 'niedrig-dosiertes“ UFH-Regime (50 U/kgunabhängig von einer vorgesehenen Gabe eines GPIIb/IIIa Inhibitors; nicht ACT-gesteuert [Activated

Clotting Time]) oder 'standarddosiertes“ UFH Therapieregime (keine Gabe eines GPIIb/IIIa

Inhibitors: 85 U/kg, ACT-gesteuert; geplante Gabe eines GPIIb/IIIa Inhibitors: 60 U/kg

ACT-gesteuert) unmittelbar vor Beginn der PCI.

Die Baseline-Charakteristika und die Dauer der Behandlung mit Fondaparinux waren in beiden

UFH-Gruppen vergleichbar. Bei den 'standarddosiertem UFH“- bzw. den 'niedrigdosiertem

UFH-Therapieregime“-Patienten betrug die mittlere Dosis an UFH 85 U/kg bzw. 50 U/kg.

Der primäre Endpunkt war zusammengesetzt aus perioperativer PCI (definiert als Zeitspanne von der

Randomisierung bis 48 Stunden nach der PCI) adjudizierten größeren oder kleineren Blutungen odergrößeren Komplikationen an der Gefäßzugangsstelle.

Häufigkeit Odds Ratio1 p-

Endpunkte Niedrigdosiertes Standarddosiertes (95% CI) Wert

UFH UFH

N = 1024 N = 1002

Primär

Peri-PCI größere oder kleinere 4,7% 5,8% 0,80 (0,54; 1,19) 0,267

Blutungen oder größere

Komplikationen an der

Gefäßzugangsstelle

Sekundär

Peri-PCI größere Blutungen 1,4% 1,2% 1,14 (0,53; 2,49) 0,734

Peri-PCI kleinere Blutungen 0,7% 1,7% 0,40 (0,16; 0,97) 0,042größere Komplikationen an der 3,2% 4,3% 0,74 (0,47; 1,18) 0,207

Gefäßzugangsstelle

Peri-PCI größere Blutungen oder 5,8% 3,9% 1,51 (1,0; 2,28) 0,051

Tod, MI oder TVR am Tag 30

Tod, MI oder TVR am Tag 30 4,5% 2,9% 1,58 (0.98; 2.53) 0,0591: Odds ratio: Niedrigdosierung/Standarddosierung

Hinweis: MI - Myokardinfarkt. TVR - target vessel revascularization

Die Inzidenz adjudizierter Führungskatheterthromben während der PCI betrug bei Patienten, die'standarddosiertes“ UFH erhielten 0,1% (1/2000) und 0,5% (5/1024) bei 'niedrigdosiertem“ UFH.

Vier (0,3%) nicht-randomisierte Patienten erlitten während der Koronarangiographie einen Thrombusim diagnostischen Katheter. Zwölf (0,37%) der eingeschlossenen Patienten erlitten einen Thrombusim arteriellen Zugang, wobei berichtet wurde, dass sich dies bei 7 Patienten während der Angiographieund bei 5 Patienten während der PCI ereignete.

Behandlung des Myokardinfarkts mit ST-Strecken-Hebung (STEMI)

OASIS 6 war eine doppelblinde, randomisierte Studie zur Beurteilung der Sicherheit und Wirksamkeitvon Fondaparinux 2,5 mg einmal täglich im Vergleich zur Standard-Behandlung (Placebo [47%] oder

UFH [53%]) bei etwa 12.000 Patienten mit STEMI. Alle Patienten erhielten eine Standard-

Behandlung für STEMI: primäre PCI (31%), Thrombolytika (45%) oder keine Reperfusionstherapie(24%). Von den Patienten, die mit einem Thrombolytikum behandelt wurden, erhielten 84% einennicht-Fibrin-spezifischen Wirkstoff (vor allem Streptokinase). Die mittlere Behandlungsdauer mit

Fondaparinux betrug 6,2 Tage. Das mittlere Alter der Patienten lag bei 61 Jahren und annähernd 40%waren mindestens 65 Jahre alt. Etwa 40% bzw. 14% der Patienten hatten eine leichte

Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance ≥ 50 bis < 80 ml/min) bzw. mittelgradige Niereninsuffizienz(Kreatinin-Clearance ≥ 30 bis < 50 ml/min).

Der adjudizierte primäre Endpunkt war eine Kombination aus Tod und Myokard-Reinfarkt (Re-MI)innerhalb von 30 Tagen nach der Randomisierung. Fondaparinux reduzierte die Häufigkeit von

Tod/Re-MI bis Tag 30 signifikant von 11,1% in der Kontrollgruppe auf 9,7% (Hazard-Ratio 0,86,95%-CI 0,77-0,96, p = 0,008). Im vorher definierten Stratum, in dem Fondaparinux mit Placeboverglichen wurde [z. B. Patienten, die mit nicht-Fibrin-spezifischen Lytika (77,3%), keine

Reperfusionstherapie (22%), Fibrin-spezifischen Lytika (0,3%), primäre PCI (0,4%) behandeltwurden] war die Häufigkeit von Tod/Re-MI bis Tag 30 signifikant von 14% unter Placebo auf 11,3%reduziert (Hazard-Ratio 0,80, 95%-CI 0,69-0,93, p = 0,003). Im vorher definierten Stratum, in dem

Fondaparinux mit UFH verglichen wurde [Patienten, die einer primären PCI unterzogen wurden(58,5%), Fibrin-spezifische Lytika (13%), nicht-Fibrin-spezifische Lytika (2,6%), keine

Reperfusionstherapie (25,9%)] war die Auswirkung von Fondaparinux und UFH auf das Auftretenvon Tod/Re-MI bis Tag 30 statistisch nicht unterschiedlich: 8,3% vs. 8,7% (Hazard-Ratio 0,94, 95%-

CI, 0,79-1,11, p = 0,460). Allerdings war die Häufigkeit von Tod/Re-MI bis Tag 30 in diesem Stratumin der Subgruppe der indizierten Population, die einer Thrombolyse oder keiner Reperfusionstherapieunterzogen wurde (d. h. Patienten, die keiner primären PCI unterzogen wurden), statistisch signifikantreduziert von 14,3% unter UFH auf 11,5% unter Fondaparinux (Hazard-Ratio 0,79, 95%-CI, 0,64-0,98, p = 0,03).

Die Inzidenz der Gesamtmortalität bis Tag 30 war signifikant von 8,9% in der Kontrollgruppe auf7,8% in der Fondaparinuxgruppe reduziert (Hazard-Ratio 0,87, 95%-CI 0,77-0,98, p = 0,02). Der

Unterschied hinsichtlich der Mortalität war statistisch signifikant in Stratum 1 (mit Placebo als

Vergleich), aber nicht in Stratum 2 (UFH als Vergleich). Der unter Fondaparinux gezeigte

Mortalitätsvorteil blieb bis zum Ende der Nachbeobachtungszeit an Tag 180 erhalten.

Bei Patienten, die mit einem Thrombolytikum revaskularisiert wurden, reduzierte Fondaparinux die

Häufigkeit von Tod/Re-MI bis Tag 30 signifikant von 13,6% in der Kontrollgruppe auf 10,9%(Hazard-Ratio 0,79, 95%-CI 0,68-0,93, p = 0,003). Bei den Patienten ohne initiale Reperfusionreduzierte Fondaparinux die Häufigkeit von Tod/Re-MI bis Tag 30 signifikant von 15% in der

Kontrollgruppe auf 12,1% (Hazard-Ratio 0,79, 95%-CI 0,65-0,97, p = 0,023). Bei Patienten, die einerprimären PCI unterzogen wurden, war die Inzidenz von Tod/Re-MI bis Tag 30 statistisch nichtunterschiedlich zwischen den beiden Gruppen [6,0% unter Fondaparinux vs. 4,8% unter Kontrolle;

Hazard-Ratio 1,26, 95%-CI 0,96-1,66].

Bis Tag 9 hatten 1,1% der Patienten unter Fondaparinux und 1,4% der Patienten der Kontrollgruppeeine schwere Blutung erlitten. Bei Patienten, die ein Thrombolytikum erhielten, traten schwere

Blutungen bei 1,3% der Fondaparinux-Patienten auf und bei 2,0% der Kontroll-Patienten. Bei deninitial nicht reperfundierten Patienten war die Inzidenz schwerer Blutungen unter Fondaparinux 1,2%vs. 1,5% in der Kontrollgruppe. Bei Patienten, die sich einer primären PCI unterzogen, war die

Häufigkeit schwerer Blutungen 1% unter Fondaparinux und 0,4% in der Kontrollgruppe.

Bei Patienten, die sich einer PCI unterziehen mussten, betrug die Inzidenz eines

Führungskatheterthrombus 1,2% bzw. 0% unter Fondaparinux, verglichen mit der Kontrollgruppe.

Die Wirksamkeitsergebnisse und die Auswirkungen auf schwere Blutungen waren konsistent übervordefinierte Subgruppen, wie ältere Patienten und Patienten mit Nierenfunktionsstörungen, sowie der

Art der plättchenhemmenden Begleitmedikation (Aspirin, Thienopyridine).

Therapie von Patienten mit akuter, symptomatischer, spontaner, oberflächlicher

Venenthrombose ohne begleitende tiefe Venenthrombose (TVT)

In einer randomisierten, doppelblinden klinischen Studie (CALISTO) wurden 3.002 Patienten mitakuter, symptomatischer, spontaner, oberflächlicher Venenthrombose der unteren Extremitäteneingeschlossen, die mindestens eine Länge von 5 cm aufwies und durch eine

Kompressionsultraschalluntersuchung bestätigt wurde. Patienten mit einer begleitenden tiefen

Venenthrombose oder einer oberflächlichen Venenthrombose, die sich näher als 3 cm an der

Crossenregion befand, wurden ausgeschlossen. Ebenfalls wurden Patienten mit schwerer

Leberfunktionsstörung, schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min),niedrigem Körpergewicht (< 50 kg), aktiver Krebserkrankung, symptomatischer Lungenembolie odereiner tiefen Venenthrombose/Lungenembolie in der jüngeren Vorgeschichte (< 6 Monate) oderoberflächlicher Venenthrombose (< 90 Tage), oder einer oberflächlichen Venenthrombose als Folgeeiner Varizenverödung oder einer Komplikation einer intravenösen Infusion oder einem erhöhten

Blutungsrisiko ausgeschlossen.

Die Patienten wurden randomisiert und erhielten entweder einmal täglich Fondaparinux 2,5 mg oder

Placebo in Ergänzung zu elastischen Kompressionsstrümpfen und analgetisch wirkenden und/odertopischen, anti-entzündlichen Arzneimitteln (NSAR) über eine Dauer von 45 Tagen. Die

Nachbeobachtung wurde bis zum Tag 77 fortgesetzt. Die Studienpopulation war zu 64% weiblich, miteinem mittleren Alter von 58 Jahren und 4,4% hatten eine Kreatinin-Clearance < 50 ml/min.

Der primäre Wirksamkeitsendpunkt, ein zusammengesetzter Endpunkt aus symptomatischer

Lungenembolie, symptomatischer tiefer Venenthrombose, Ausdehnung der symptomatischenoberflächlichen Venenthrombose, Wiederauftreten einer symptomatischen oberflächlichen

Venenthrombose oder Tod bis zum Tag 47, wurde von 5,9% unter Placebo auf 0,9% bei den

Fondaparinux-Patienten signifikant reduziert (relative Risiko-Reduktion: 85,2%; 95% KI, 73,7% bis91,7% [p<0,001]). Das Auftreten jeder einzelnen thromboembolischen Komponente deszusammengesetzten primären Endpunkts wurde ebenfalls wie folgt signifikant gesenkt:symptomatische Lungenembolie [0 (0%) gegenüber 5 (0,3%) (p=0,031)]; symptomatische tiefe

Venenthrombose [3 (0,2%) gegenüber 18 (1,2%); relative Risikoreduktion 83,4% (p<0,001)];symptomatische Ausdehnung der oberflächlichen Venenthrombose [4 (0,3%) gegenüber 51 (3,4%);relative Risikoreduktion 92,2% (p<0,001)]; Wiederauftreten einer symptomatischen oberflächlichen

Venenthrombose [5 (0,3%) gegenüber 24 (1,6%); relative Risikoreduktion 79,2% (p<0,001)].

Die Mortalitätsraten waren niedrig und zwischen den Behandlungsgruppen vergleichbar mit 2 (0,1%)

Todesfällen in der Fondaparinux-Gruppe gegenüber 1 (0,1%) in der Placebo-Gruppe.

Die Wirksamkeit blieb bis zum Tag 77 erhalten und war über alle im Voraus definierten Subgruppenkonsistent - einschließlich der Patienten mit Varizen und oberflächlichen Venenthrombosen unterhalbdes Knies.

Größere Blutungen während der Behandlung ereigneten sich bei 1 (0,1%) Patienten unter

Fondaparinux und bei 1 (0,1%) Patienten unter Placebo. Klinisch relevante, kleinere Blutungenereigneten sich bei 5 (0,3%) Fondaparinux-Patienten und 8 (0,5%) Placebo-Patienten.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Nach subkutaner Anwendung wird Fondaparinux vollständig und schnell resorbiert (absolute

Bioverfügbarkeit 100%). Nach einer einmaligen subkutanen Injektion von Fondaparinux 2,5 mg wirdbei jungen, gesunden Probanden eine Peak-Plasmakonzentration (mittlere Cmax = 0,34 mg/l) 2 Stundennach der Anwendung erreicht. Die halbmaximale Plasmakonzentration wird nach 25 Minuten erreicht.

Bei älteren gesunden Probanden ist die Pharmakokinetik von Fondaparinux nach subkutaner

Anwendung in einem Bereich von 2-8 mg linear. Nach einmaliger täglicher subkutaner Dosierungwerden Steady-State-Plasma-Spiegel nach 3-4 Tagen mit einer 1,3fachen Erhöhung der Cmax und AUCerreicht.

Mittlere (CV %) pharmakokinetische Steady-State-Parameter von Fondaparinux bei Patienten, die sicheiner Hüftersatzoperation unterziehen und Fondaparinux 2,5 mg einmal täglich erhalten, sind: Cmax(mg/l) - 0,39 (31%), Tmax (h) - 2,8 (18%) und Cmin (mg/l) - 0,14 (56%). Bei Hüftfrakturpatienten inhöherem Alter beträgt die Steady-State-Plasmakonzentration Cmax (mg/l) - 0,50 (32%), Cmin(mg/l) - 0,19 (58%).

Verteilung

Das Verteilungsvolumen von Fondaparinux ist begrenzt (7-11 Liter). In vitro bindet Fondaparinux,abhängig von der Plasmakonzentration der entsprechenden Dosis, mit einer starken spezifischen

Affinität an Antithrombin (98,6%-97,0% in dem Konzentrationsbereich von 0,5-2 mg/l).

Fondaparinux bindet nicht signifikant an andere Plasmaproteine, einschließlich Plättchenfaktor4 (PF 4).

Da Fondaparinux nicht signifikant an andere Plasmaproteine als ATIII bindet, sind keine

Wechselwirkungen bezüglich der gegenseitigen Verdrängung aus der Eiweißbindung mit anderen

Arzneistoffen zu erwarten.

Biotransformation

Obwohl nicht vollständig untersucht, gibt es keine Hinweise darauf, dass Fondaparinux metabolisiertwird oder dass aktive Metabolite gebildet werden.

Fondaparinux beeinflusst in vitro nicht das CYP450-Enzymsystem (CYP1A2, CYP2A6, CYP2C9,

CYP2C19, CYP2D6, CYP2E1 oder CYP3A4). Wechselwirkungen von Fondaparinux in vivo mitanderen Arzneistoffen über eine gemeinsame CYP-Metabolisierung sind demzufolge nicht zuerwarten.

Elimination

Die Eliminationshalbwertszeit (t½) beträgt etwa 17 Stunden bei gesunden, jungen Probanden und etwa21 Stunden bei gesunden, älteren Probanden. Fondaparinux wird unverändert über die Nieren(64-77%) ausgeschieden.

Spezielle Patientengruppen

Pädiatrische Patienten - Die Anwendung von Fondaparinux zur Prophylaxe venöserthromboembolischer Ereignisse oder zur Therapie oberflächlicher Venenthrombosen oder des akuten

Koronarsyndroms (ACS) wurde in dieser Population nicht untersucht.

Ältere Patienten - Die Nierenfunktion kann mit zunehmendem Alter abnehmen. Somit kann die

Ausscheidungsfähigkeit von Fondaparinux bei älteren Patienten reduziert sein. Bei Patienten> 75 Jahre, die sich orthopädischen Eingriffen unterzogen, war die geschätzte Plasmaclearance um den

Faktor 1,2-1,4 niedriger als bei Patienten < 65 Jahre.

Patienten mit Nierenfunktionsstörungen - Im Vergleich zu Patienten mit normaler Nierenfunktion(Kreatinin-Clearance > 80 ml/min) ist die Plasmaclearance bei Patienten mit leichter

Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance 50-80 ml/min) um den Faktor 1,2-1,4 geringer. Bei

Patienten mit mittelgradiger Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance 30-50 ml/min) ist sie im

Durchschnitt 2fach geringer. Bei schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min)ist die Plasmaclearance etwa 5fach niedriger als bei Patienten mit normaler Nierenfunktion. Dieentsprechenden Eliminationshalbwertszeiten sind 29 Stunden bei Patienten mit mittelgradiger und72 Stunden bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung.

Geschlecht - Unter Berücksichtigung des Körpergewichtes wurden keine Unterschiede zwischen den

Geschlechtern beobachtet.

Herkunft - Klinische Studien zur Ermittlung pharmakokinetischer Unterschiede in verschiedenen

Bevölkerungsgruppen sind bisher nicht durchgeführt worden. Allerdings zeigen Studien mitasiatischen, gesunden Probanden (Japaner) verglichen mit kaukasischen, gesunden Testpersonen keinverändertes pharmakokinetisches Profil. Ebenso konnten zwischen Patienten mit schwarzer undkaukasischer Herkunft mit größeren orthopädischen Eingriffen keine Unterschiede in der

Plasmaclearance gezeigt werden.

Körpergewicht - Die Plasmaclearance von Fondaparinux erhöht sich mit dem Körpergewicht (9%

Steigerung pro 10 kg Körpergewicht).

Leberfunktionsstörungen - Nach einer einzelnen subkutanen Dosis von Fondaparinux bei Patienten mitmittelgradiger Leberfunktionsstörung (Child-Pugh Kategorie B) waren die Gesamt-Cmax- und AUC-

Werte (d. h. gebunden und ungebunden) gegenüber Patienten mit normaler Leberfunktion um 22%bzw. 39% reduziert. Die niedrigeren Fondaparinux-Plasmaspiegel wurden einer reduzierten Bindungan ATIII infolge niedrigerer ATIII-Plasmakonzentrationen bei Patienten mit Leberfunktionsstörungzugeschrieben, was gleichzeitig zu einer erhöhten renalen Clearance von Fondaparinux führt. Dahersind bei Patienten mit leichter bis mittelgradiger Leberfunktionsstörung unveränderte Konzentrationenvon ungebundenem Fondaparinux zu erwarten. Basierend auf den pharmakokinetischen Daten istdeshalb keine Dosisanpassung notwendig.

Die Pharmakokinetik von Fondaparinux wurde bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörungnicht untersucht (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

5.3 Präklinische Sicherheitsdaten

Präklinische Studien zur Sicherheit, Pharmakologie, Toxizität nach wiederholter Gabe und

Mutagenität lassen keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.

Da in den durchgeführten reproduktionstoxikologischen Studien die Muttertiere nicht ausreichendexponiert wurden, sind die Studienergebnisse nicht aussagekräftig.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Natriumchlorid

Wasser für Injektionszwecke

Salzsäure

Natriumhydroxid

6.2 Inkompatibilitäten

Dieses Arzneimittel darf nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden, da keine

Kompatibilitätsstudien durchgeführt worden sind.

6.3 Haltbarkeit

3 Jahre

Wenn Fondaparinux einem Infusionsbeutel mit 0,9%iger Kochsalzlösung zugesetzt wird, sollteidealerweise sofort infundiert werden; es kann aber auch bei Raumtemperatur eine Lagerung bis zu24 Stunden erfolgen.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25 °C lagern. Nicht einfrieren.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Typ-I-Glaskolben mit einer 27 G x 12,7 mm Injektionsnadel, die von einem Bromobutyl- oder

Chlorobutyl-Elastomer-Stopfen verschlossen werden.

Arixtra ist in Packungsgrößen zu 2, 7, 10 und 20 Fertigspritzen zugelassen. Es gibt zwei Ausführungender Fertigspritzen:

* eine Fertigspritze mit einem blauen Stempel und einem automatischen Sicherheitssystem

* eine Fertigspritze mit einem blauen Stempel und einem manuellen Sicherheitssystem

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Handhabung

Die subkutane Injektion wird in gleicher Weise durchgeführt wie mit einer herkömmlichen Spritze.

Die intravenöse Gabe sollte entweder direkt über einen bereits vorhandenen intravenösen Zugangerfolgen oder unter Verwendung eines kleinvolumigen (25-50 ml) Infusionsbeutels mit 0,9%iger

Kochsalzlösung.

Parenterale Lösungen sollten vor der Anwendung auf Partikel und auf Farbveränderungen visuellgeprüft werden.

Hinweise zur subkutanen Selbstinjektion sind in der Packungsbeilage enthalten.

Die Nadelschutzsysteme der Arixtra Fertigspritzen wurden konzipiert, um Nadelstichverletzungen zuvermeiden.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.

7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS

Viatris Healthcare Limited

Damastown Industrial Park,

Mulhuddart

Dublin 15,

DUBLIN

Irland

8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)

EU/1/02/206/001-004

EU/1/02/206/021

EU/1/02/206/022

EU/1/02/206/023

9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 21. März 2002

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 21. März 2007

10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu/ verfügbar.