Zusammenfassung des SicherheitsprofilsKinder und JugendlicheDie Sicherheit von Prevenar 20 wurde bei 5 987 Teilnehmern im Alter von 6 Wochen bis unter18 Jahren in fünf klinischen Studien (eine Phase-2- und vier Phase-3-Studien), vier randomisierten,doppelblinden, Wirkstoff-kontrollierten klinischen Studien und einer einarmigen klinischen Studieuntersucht. 3 664 Teilnehmer erhielten mindestens 1 Dosis Prevenar 20 und 2 323 Teilnehmererhielten Prevenar 13 (Kontrollimpfstoff).
Studienteilnehmer im Alter von 6 Wochen bis unter 15 Monaten
Klinische Studien wurden an gesunden Säuglingen im Alter von 6 Wochen bis unter 15 Monaten unter
Anwendung eines Impfschemas mit 3 Dosen oder mit 4 Dosen durchgeführt (siehe Abschnitt 5.1). Indiesen Säuglingsstudien erhielten 5 156 Teilnehmer mindestens 1 Impfstoffdosis: 2 833 erhielten
Prevenar 20 und 2 323 erhielten Prevenar 13. Insgesamt erhielten etwa 90 % der Teilnehmer in jeder
Gruppe alle Dosen bis zur studienspezifischen Boosterdosis. In allen Studien wurden lokale
Reaktionen und systemische Ereignisse nach jeder Dosis erfasst, und in allen Studien wurdenunerwünschte Ereignisse (UE) ab der 1. Dosis bis 1 Monat nach der letzten Säuglingsimpfung und abder Boosterimpfung bis 1 Monat danach erfasst. Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse wurden bis1 Monat nach der letzten Dosis in der Phase-3-Studie B7471012 (Studie 1012) und bis 6 Monate nachder letzten Dosis in den Phase-3-Studien (Studien 1011, 1013) und der Phase-2-Studie (Studie 1003)ausgewertet.
Prevenar 20 wurde bei Verabreichung nach einem Impfschema mit 3 Dosen und mit 4 Dosen von denan den Studien teilnehmenden Säuglingen gut vertragen. Die Raten schwerwiegender lokaler
Reaktionen und systemischer Ereignisse waren niedrig, und die meisten Reaktionen klangen innerhalbvon 1 bis 3 Tagen ab. Die prozentualen Anteile der Teilnehmer mit lokalen Reaktionen undsystemischen Ereignissen nach Gabe von Prevenar 20 waren im Allgemeinen ähnlich wie nach
Prevenar 13. Die am häufigsten berichteten lokalen Reaktionen und systemischen Ereignisse nacheiner Dosis Prevenar 20 waren Reizbarkeit, Schläfrigkeit und Schmerzen an der Injektionsstelle. Indiesen Studien wurde Prevenar 20 zusammen mit bestimmten Standardimpfungen für Kinder gegebenoder die gemeinsame Verabreichung war erlaubt (siehe Abschnitt 4.5).
Studie 1012 war eine pivotale, doppelblinde, randomisierte, Wirkstoff-kontrollierte Phase-3-Studie, inder 601 gesunde Säuglinge Prevenar 20 nach einem Impfschema mit 3 Dosen erhielten. Die amhäufigsten (> 10 %) berichteten Nebenwirkungen nach einer beliebigen Dosis Prevenar 20 waren
Reizbarkeit (71,0 % bis 71,9 %), Benommenheit/vermehrtes Schlafen (50,9 % bis 61,2 %), Schmerzenan der Injektionsstelle (22,8 % bis 42,4 %), verminderter Appetit (24,7 % bis 39,3 %), Rötung an der
Injektionsstelle (25,3 % bis 36,9 %), Schwellung an der Injektionsstelle (21,4 % bis 29,8 %) und
Fieber ≥ 38,0 ℃ (8,9 % bis 24,3 %). Die meisten Nebenwirkungen traten innerhalb von 1 bis 2 Tagennach der Impfung auf und waren leicht oder mäßig stark ausgeprägt und von kurzer Dauer (1 bis2 Tage).
Die Studien 1011, 1013 und 1003 waren doppelblinde, randomisierte, Wirkstoff-kontrollierte Studien,an denen 2 232 gesunde Säuglinge teilnahmen, die mit Prevenar 20 nach einem Impfschema mit4 Dosen geimpft wurden. Die am häufigsten (> 10 %) berichteten Nebenwirkungen nach einerbeliebigen Dosis Prevenar 20 bei Säuglingen waren Reizbarkeit (58,5 % bis 70,6 %),
Benommenheit/vermehrtes Schlafen (37,7 % bis 66,2 %), Schmerzen an der Injektionsstelle (32,8 %bis 45,5 %), verminderter Appetit (23,0 % bis 26,4 %), Rötung an der Injektionsstelle (22,6 % bis24,5 %) und Schwellung an der Injektionsstelle (15,1 % bis 17,6 %). Die meisten Nebenwirkungennach der Impfung waren leicht oder mäßig stark ausgeprägt und klangen innerhalb von 1 bis 3 Tagenab. Schwerwiegende Reaktionen wurden selten berichtet.
In Studie 1013 waren lokale Reaktionen und systemische Ereignisse in der Untergruppe der
Frühgeborenen (111 Säuglinge, die im Gestationsalter von 34 bis unter 37 Wochen geboren wurden)ähnlich häufig oder seltener als bei den reifgeborenen Säuglingen der Studie. In der Untergruppe der
Frühgeborenen betrug die Häufigkeit aller berichteten lokalen Reaktionen in der Prevenar-20-Gruppe31,7 % bis 55,3 %. Die Häufigkeit aller berichteten systemischen Ereignisse betrug 65,0 % bis 85,5 %in der Prevenar-20-Gruppe.
Studienteilnehmer im Alter von 15 Monaten bis unter 18 Jahren
In der Phase-3-Studie B7471014 (Studie 1014) erhielten 831 Teilnehmer im Alter von 15 Monaten bisunter 18 Jahren eine Einzeldosis Prevenar 20 in vier Altersgruppen (209 Teilnehmer im Alter von 15bis unter 24 Monaten, 216 Teilnehmer im Alter von 2 bis unter 5 Jahren, 201 Teilnehmer im Alter von5 bis unter 10 Jahren und 205 Teilnehmer im Alter von 10 bis unter 18 Jahren). Teilnehmer unter5 Jahren hatten zuvor mindestens 3 Dosen Prevenar 13 erhalten.
Die am häufigsten (> 10 %) berichteten Nebenwirkungen nach einer beliebigen Dosis Prevenar 20 bei
Teilnehmern unter 2 Jahren waren Reizbarkeit (61,8 %), Schmerzen an der Injektionsstelle (52,5 %),
Benommenheit/vermehrtes Schlafen (41,7 %), Rötung an der Injektionsstelle (37,7 %), verminderter
Appetit (25,0 %), Schwellung an der Injektionsstelle (22,1 %) und Fieber ≥ 38,0 °C (11,8 %). Bei
Teilnehmern ab einem Alter von 2 Jahren waren die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen
Schmerzen an der Injektionsstelle (66,0 % bis 82,9 %), Muskelschmerzen (26,5 % bis 48,3 %),
Rötung an der Injektionsstelle (15,1 % bis 39,1 %), Ermüdung (27,8 % bis 37,2 %), Kopfschmerzen(5,6 % bis 29,3 %) und Schwellung an der Injektionsstelle (15,6 % bis 27,1 %).
Studienteilnehmer ab einem Alter von 18 JahrenDie Sicherheit von Prevenar 20 wurde in sechs klinischen Studien (zwei Phase-1-, eine Phase-2- unddrei Phase-3-Studien) an 4 552 Teilnehmern ab einem Alter von 18 Jahren sowie an2 496 Teilnehmern in den Kontrollgruppen untersucht.
In den Phase-3-Studien erhielten 4 263 Teilnehmer Prevenar 20. Dazu gehörten 1 798 Teilnehmer im
Alter von 18 bis 49 Jahren, 334 Teilnehmer im Alter von 50 bis 59 Jahren und 2 131 Teilnehmer abeinem Alter von 60 Jahren (1 138 waren 65 Jahre oder älter). Von den Teilnehmern, die in der Phase-3-Studie Prevenar 20 erhielten, waren 3 639 noch nie mit einem Pneumokokkenimpfstoff geimpftworden, 253 hatten zuvor Pneumovax 23 (Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoff [23-valent];
PPSV23) erhalten (≥ 1 bis ≤ 5 Jahre vor der Aufnahme in die Studie), 246 hatten zuvor nur
Prevenar 13 erhalten (≥ 6 Monate vor der Aufnahme in die Studie), und 125 hatten zuvor Prevenar 13,gefolgt von PPSV23 erhalten (die PPSV23-Dosis ≥ 1 Jahr vor der Aufnahme in die Studie).
Die Teilnehmer an der Phase-3-Studie B7471007 (pivotale Studie 1007) wurden nach der Impfung1 Monat lang auf unerwünschte Ereignisse und bis zu 6 Monate lang auf schwerwiegendeunerwünschte Ereignisse untersucht. An der Studie nahmen 447 Teilnehmer im Alter von 18 bis49 Jahren, 445 Teilnehmer im Alter von 50 bis 59 Jahren, 1 985 Teilnehmer im Alter von 60 bis64 Jahren, 624 Teilnehmer im Alter von 65 bis 69 Jahren, 319 Teilnehmer im Alter von 70 bis79 Jahren und 69 Teilnehmer im Alter von ≥ 80 Jahren teil.
Bei Teilnehmern im Alter von 18 bis 49 Jahren in den Studien 1007 und einer Phase-3-Studie
B7471008 (Chargenkonsistenz-Studie 1008) waren die am häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen
Schmerzen an der Injektionsstelle (79,2 %), Muskelschmerzen (62,9 %), Ermüdung (46,7 %),
Kopfschmerzen (36,7 %) und Gelenkschmerzen (16,2 %). Bei Teilnehmern im Alter von 50 bis59 Jahren in Studie 1007 waren die am häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen Schmerzen an der
Injektionsstelle (72,5 %), Muskelschmerzen (49,8 %), Ermüdung (39,3 %), Kopfschmerzen (32,3 %)und Gelenkschmerzen (15,4 %). Bei Teilnehmern ab einem Alter von 60 Jahren in Studie 1007 warendie am häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen Schmerzen an der Injektionsstelle (55,4 %),
Muskelschmerzen (39,1 %), Ermüdung (30,2 %), Kopfschmerzen (21,5 %) und Gelenkschmerzen(12,6 %). Diese waren in der Regel leicht oder mäßig ausgeprägt und klangen innerhalb weniger Tagenach der Impfung ab.
In der Phase-3-Studie B7471006 (Studie 1006) wurde Prevenar 20 bei Teilnehmern ab einem Altervon 65 Jahren mit unterschiedlichem vorhergehenden Pneumokokkenstatus untersucht (zuvor
PPSV23, zuvor Prevenar 13 oder zuvor Prevenar 13, gefolgt von PPSV23). Die bei den Teilnehmernam häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen in dieser Studie waren in der Häufigkeit ähnlich zu denen,die für Teilnehmer im Alter von ≥ 60 Jahren in Studie 1007 berichtet wurden, mit einer leicht erhöhten
Häufigkeit von Schmerzen an der Injektionsstelle (61,2 %) bei Teilnehmern, die zuvor Prevenar 13erhalten hatten, und Gelenkschmerzen (16,8 %) bei Teilnehmern, die zuvor Prevenar 13, gefolgt von
PPSV23 erhalten hatten.
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenNachfolgend findet sich eine tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen aus der Phase-2-Studie an
Säuglingen, den klinischen Phase-3-Studien an Kindern und Erwachsenen sowie den Erfahrungennach der Markteinführung.
Nebenwirkungen in klinischen StudienDa Prevenar 20 dieselben 13 Serotyp-spezifischen Kapselpolysaccharid-Konjugate und dieselbensonstigen Impfstoffbestandteile enthält wie Prevenar 13, wurden die bei Prevenar 13 bereitsfestgestellten Nebenwirkungen für Prevenar 20 übernommen. Tabelle 1 zeigt die in der Phase-2-Studiean Säuglingen und in den Phase-3-Studien an Kindern und Jugendlichen sowie Erwachsenengemeldeten Nebenwirkungen, basierend auf der höchsten Häufigkeit von unerwünschten Reaktionen,
Lokalreaktionen oder systemischen Ereignissen nach der Impfung in einer Prevenar-20-Gruppe oderim gesamten Datensatz. Die Daten aus klinischen Studien an Säuglingen ergeben sich aus dergleichzeitigen Gabe von Prevenar 20 mit anderen Standardimpfungen für Kinder.
Die Nebenwirkungen sind nach Systemorganklassen mit abnehmender Häufigkeit und Schwereaufgeführt. Die Häufigkeiten sind wie folgt definiert: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10),gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100), selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000), sehr selten (< 1/10 000), nichtbekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Tabelle 1: Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen in klinischen Studien zu
Prevenar 20
Systemorganklasse Nebenwirkungen Häufigkeit
Säuglinge/Kinder/ Erwachsene
JugendlicheAlter von Alter von6 Wochen 5 Jahren bisbis unter unter5 Jahren 18 Jahren
Erkrankungen des Überempfindlichkeits- Seltena - Gelegentlich
Immunsystems reaktionen, einschließlich
Gesichtsödem, Dyspnoe,
Bronchospasmus
Stoffwechsel- und Verminderter Appetit Sehr häufig Sehr häufiga Sehr häufiga
Ernährungsstörungen
Psychiatrische Reizbarkeit Sehr häufig Sehr häufiga -
Erkrankungen Weinen Gelegentlicha - -
Erkrankungen des Benommenheit/vermehr- Sehr häufig Sehr häufiga -
Nervensystems tes Schlafen
Krampfanfälle Gelegentlich - -(einschließlich
Fieberkrämpfe)
Tabelle 1: Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen in klinischen Studien zu
Prevenar 20
Systemorganklasse Nebenwirkungen Häufigkeit
Säuglinge/Kinder/ Erwachsene
JugendlicheAlter von Alter von6 Wochen 5 Jahren bisbis unter unter5 Jahren 18 Jahren
Hypotonisch- Seltena - -hyporesponsive Episode
Unruhiger Sehr häufiga Sehr häufiga -
Schlaf/verminderter
Schlaf
Kopfschmerzen - Sehr häufig Sehr häufig
Erkrankungen des Diarrhoe Häufig Häufiga Gelegentlichb
Gastrointestinaltrakts Übelkeit - - Gelegentlich
Erbrechen Häufig Häufiga Gelegentlichb
Erkrankungen der Ausschlag Häufig Häufiga Gelegentlichb
Haut und des Angioödem - - Gelegentlich
Unterhautgewebes Urtikaria oder Urtikaria- Gelegentlich Gelegentlich -ähnlicher Ausschlag
Skelettmuskulatur-, Muskelschmerzen - Sehr häufig Sehr häufig
Bindegewebs- und
Gelenkschmerzen - Häufig Sehr häufig
Knochenerkrankun-gen
Allgemeine Fieber (Pyrexie) Sehr häufig Gelegentlich Häufig
Erkrankungen und Fieber über 38,9 °C Häufig - -
Beschwerden am Ermüdung - Sehr häufig Sehr häufig
Verabreichungsort Erythem an der Sehr häufig Sehr häufig Häufigb
Injektionsstelle
Induration/Schwellung an Sehr häufig Sehr häufig Häufigbder Injektionsstelle
Erythem oder Sehr häufig - -
Induration/Schwellung an (nachder Injektionsstelle (> 2,0 Boosterdosis- 7,0 cm) und beiälteren
Kindern [2bis< 5 Jahre])
Häufig (nach - -
Grundimmu-nisierung bei
Säuglingen)
Erythem oder Gelegentlich - -
Induration/Schwellung ander Injektionsstelle(> 7,0 cm)
Schmerzen/Berührungs- Sehr häufig Sehr häufig Sehr häufigempfindlichkeit an der
Injektionsstelle
Schmerzen/Berührungs- Häufig Häufig Sehr häufigaempfindlichkeit an der
Injektionsstelle mit
Tabelle 1: Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen in klinischen Studien zu
Prevenar 20
Systemorganklasse Nebenwirkungen Häufigkeit
Säuglinge/Kinder/ Erwachsene
JugendlicheAlter von Alter von6 Wochen 5 Jahren bisbis unter unter5 Jahren 18 Jahreneingeschränkter
Beweglichkeit der
Gliedmaßen
Pruritus an der - - Gelegentlich
Injektionsstelle
Lymphadenopathie - - Gelegentlich
Urtikaria an der - - Gelegentlich
Injektionsstelle
Schüttelfrost - - Gelegentlichb
Überempfindlichkeit an Seltenc - -der Injektionsstelle
a. Häufigkeit basiert auf Nebenwirkungen, die in klinischen Studien mit Prevenar 13 berichtet wurden, da diese
Nebenwirkungen nicht in Studien zu Prevenar 20 mit Säuglingen (Phase 2 und 3), Kindern und Jugendlichen unter18 Jahren und Erwachsenen ab 18 Jahren (Phase 3) berichtet wurden. Die Häufigkeit ist somit nicht bekannt.
b. In klinischen Studien zu Prevenar 13 bei Erwachsenen mit der Häufigkeit 'sehr häufig“ (≥ 1/10) berichtetes Ereignis.
c. Nebenwirkung bei Prevenar 13 nicht berichtet, obwohl Urtikaria an der Injektionsstelle, Pruritus an der Injektionsstelleund Dermatitis an der Injektionsstelle während der Überwachung von Prevenar 13 nach der Markteinführung gemeldetwurden.
Sicherheit bei gleichzeitiger Impfstoffverabreichung bei Erwachsenen
Bei Verabreichung von Prevenar 20 an Erwachsene ab einem Alter von 65 Jahren zusammen mit der3. (Booster-)Dosis eines COVID-19-mRNA-Impfstoffs (Nukleosid-modifiziert) war das
Verträglichkeitsprofil grundsätzlich ähnlich wie bei alleiniger Verabreichung des COVID-19-mRNA-
Impfstoffs (Nukleosid-modifiziert). Im Vergleich zur alleinigen Verabreichung von Prevenar 20 gabes wenige Unterschiede im Sicherheitsprofil. In der Phase-3-Studie B7471026 (Studie 1026) wurde beigleichzeitiger Verabreichung als 'sehr häufig“ über Fieber (13,0 %) und Schüttelfrost (26,5 %)berichtet. In der Gruppe mit gleichzeitiger Verabreichung wurde zudem ein Fall von Schwindelgefühl(0,5 %) berichtet.
Nebenwirkungen aus den Erfahrungen nach der MarkteinführungTabelle 2 enthält Nebenwirkungen aus Spontanmeldungen während der Anwendung von Prevenar 13nach dem Inverkehrbringen bei Kindern und Jugendlichen sowie Erwachsenen, die auch bei
Prevenar 20 auftreten könnten. Die Erfahrungen mit der Sicherheit von Prevenar 13 nach der
Markteinführung sind auch für Prevenar 20 relevant, da Prevenar 20 dieselben Bestandteile(Polysaccharidkonjugate und sonstige Bestandteile) wie Prevenar 13 enthält. Diese Ereignisse wurdenfreiwillig in einer Population ungewisser Größe gemeldet. Deshalb ist keine zuverlässige Einschätzungihrer Häufigkeit möglich, und es kann nicht für alle Ereignisse ein kausaler Zusammenhang mit der
Impfstoffexposition hergestellt werden.
Tabelle 2: Nebenwirkungen aus den Erfahrungen nach der Markteinführung von
Prevenar 13
Systemorganklasse Häufigkeit nicht bekannt
Erkrankungen des Blutes und des Lymphadenopathie im Bereich der Injektionsstelle
Lymphsystems
Erkrankungen des Immunsystems Anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktion,einschließlich Schock
Erkrankungen der Haut und des Angioödem, Erythema multiforme
Unterhautgewebes
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden Dermatitis an der Injektionsstelle, Urtikaria an deram Verabreichungsort Injektionsstelle, Pruritus an der Injektionsstelle
Ereignisse aus Spontanmeldungen nach der Markteinführung von Prevenar 13; Häufigkeiten konnten aus denverfügbaren Daten für Prevenar 20 somit nicht ermittelt werden und gelten als unbekannt.
Zusätzliche Informationen für besondere Personengruppen in Studien mit Prevenar 13Bei Teilnehmern im Alter von 6 bis unter 18 Jahren mit einer HIV-Infektion sind die Häufigkeiten der
Nebenwirkungen in Tabelle 1 ähnlich, mit Ausnahme von Fieber (11 % bis 19 %), Gelenkschmerzen(24 % bis 42 %) und Erbrechen (8 % bis 18 %), die sehr häufig auftraten. Bei Teilnehmern ab einem
Alter von 18 Jahren mit einer HIV-Infektion sind die Häufigkeiten der Nebenwirkungen in Tabelle 1ähnlich, mit Ausnahme von Fieber (5 % bis 18 %) und Erbrechen (8 % bis 12 %), die sehr häufigauftraten, und Übelkeit (< 1 % bis 3 %), die häufig auftrat.
Bei Teilnehmern im Alter von 2 bis unter 18 Jahren mit HSZT sind die Häufigkeiten der
Nebenwirkungen in Tabelle 1 ähnlich, mit Ausnahme von Schmerzen an der Injektionsstelle miteingeschränkter Beweglichkeit der Gliedmaßen (5 % bis 15 %), Erbrechen (6 % bis 21 %), Diarrhoe(15 % bis 32 %) und Gelenkschmerzen (25 % bis 32 %), die sehr häufig auftraten. Bei Teilnehmern abeinem Alter von 18 Jahren mit HSZT sind die Häufigkeiten der Nebenwirkungen in Tabelle 1 ähnlich,mit Ausnahme von Fieber (4 % bis 15 %), Erbrechen (6 % bis 21 %) und Diarrhoe (25 % bis 36 %),die sehr häufig auftraten.
Bei Teilnehmern im Alter von 6 bis unter 18 Jahren mit SZK sind die Häufigkeiten der
Nebenwirkungen in Tabelle 1 ähnlich, mit Ausnahme von Schmerzen an der Injektionsstelle miteingeschränkter Beweglichkeit der Gliedmaßen (11 % bis 16 %), Fieber (21 % bis 22 %), Erbrechen(13 % bis 15 %), Diarrhoe (13 % bis 25 %) und Gelenkschmerzen (40 % bis 45 %), die sehr häufigauftraten.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
Pharmakotherapeutische Gruppe: Impfstoffe, Pneumokokken-Impfstoffe, ATC-Code: J07AL02
WirkmechanismusPrevenar 20 enthält 20 Pneumokokken-Kapselpolysaccharide, die alle an CRM197-Trägerproteinkonjugiert sind, das die Immunantwort auf das Polysaccharid von einer T-Zell-unabhängigen zu einer
T-Zell-abhängigen Antwort modifiziert. Die T-Zell-abhängige Antwort führt zu einer verstärkten
Antikörperantwort und induziert funktionale Antikörper (die mit Opsonisierung, Phagozytose und
Abtötung von Pneumokokken in Verbindung stehen) zum Schutz vor Pneumokokkenerkrankungen.
Außerdem wird die Bildung von B-Gedächtniszellen induziert, wodurch eine 'anamnestische“(Booster-)Antwort bei erneuter Exposition gegenüber dem Bakterium ermöglicht wird.
Die Immunantworten bei Kindern und Erwachsenen nach Exposition gegenüber Streptococcuspneumoniae oder nach einer Pneumokokkenimpfung können durch Messung der Antworten im
Hinblick auf IgG oder die Opsonophagozytose-Aktivität (OPA) bestimmt werden. Mithilfe der OPAwird die funktionale Antikörper-Aktivität gemessen, die als wichtiger immunologischer
Surrogatmarker für den Schutz vor Pneumokokkenerkrankungen bei Erwachsenen gilt. Bei Kindernwerden für die klinische Bewertung von Pneumokokken-Konjugatimpfstoffen verschiedene
Immunogenitätskriterien herangezogen, darunter der Anteil geimpfter Kinder, die im Enzyme-linked
Immunosorbent Assay (ELISA) der WHO einen Serotyp-spezifischen IgG-Antikörperspiegelentsprechend ≥ 0,35 µg/ml oder einen äquivalenten Assay-spezifischen Wert erreichen. Serotyp-spezifische Immunantworten, die mit einem individuellen Schutz vor Pneumokokken-Erkrankungenkorrelieren, sind noch nicht eindeutig definiert.
Klinische WirksamkeitEs wurden keine Studien zur Wirksamkeit mit Prevenar 20 durchgeführt.
Daten zur ImmunogenitätKlinische Studien zu Prevenar 20 bei Säuglingen, Kindern und Jugendlichen
Die Immunogenität wurde anhand der Serotyp-spezifischen IgG-Ansprechraten (Anteil der
Teilnehmer, die den Serotyp-spezifischen IgG-Spiegel von ≥ 0,35 μg/ml oder einen äquivalenten
Assay-spezifischen Wert erreichten) und der IgG-GMC-Werte jeweils 1 Monat nach der
Grundimmunisierung und nach der Boosterdosis beurteilt. Die OPA-GMT-Werte wurden ebenfalls1 Monat nach der Grundimmunisierung und nach der Boosterdosis gemessen. Die vordefinierte
Konzentration entsprechend 0,35 μg/ml im ELISA der WHO (bzw. äquivalenter Assay-spezifischer
Grenzwert) gilt nur auf Populationsebene und kann nicht für die Vorhersage eines individuellen oder
Serotyp-spezifischen Schutzes gegen IPD verwendet werden. Für Pneumonie und akute Otitis media(AOM) existiert kein Korrelat für einen Schutz.
In zwei klinischen Phase-3-Studien (Studie 1011 und Studie 1012) und einer klinischen Phase-2-
Studie (Studie 1003) wurde die Immunogenität von Prevenar 20 nach einem Impfschema mit 3 oder4 Dosen bei Säuglingen untersucht. In einer Phase-3-Studie (Studie 1014) mit Kindern im Alter von15 Monaten bis unter 18 Jahren wurde eine Einzeldosis Prevenar 20 untersucht.
Immunantworten nach 3 und 4 Dosen nach einem Impfschema mit 4 Dosen bei Säuglingen
In Studie 1011, die in den Vereinigten Staaten und in Puerto Rico durchgeführt wurde, wurden 1 991gesunde Säuglinge, die zum Zeitpunkt der Einwilligung 2 Monate (≥ 42 bis ≤ 98 Tage) alt waren undim Gestationsalter von > 36 Wochen geboren wurden, randomisiert (1:1) und im Alter von ca. 2, 4, 6und 12 bis 15 Monaten entweder mit Prevenar 20 oder Prevenar 13 geimpft. Die Teilnehmer erhieltenauch andere pädiatrische Impfstoffe, darunter einen Kombinationsimpfstoff, der Diphtherie, Tetanus,
Pertussis (azellulär), Hepatitis B (rDNA) und Poliomyelitis (inaktiviert) und Haemophilus influenzae
Typ b-Konjugat (adsorbiert) enthielt, gemeinsam mit allen 3 Dosen sowie einen
Kombinationsimpfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln und einen Varizellen-Impfstoff gemeinsammit der Boosterdosis. Die gleichzeitige Verabreichung von Rotavirus- und Influenza-Impfstoffen warin der Studie erlaubt.
Einen Monat nach der Grundimmunisierung erfüllten 9 der 13 gematchten Serotypen das Kriteriumder Nichtunterlegenheit (NU) für die Differenz zwischen den prozentualen Anteilen der Teilnehmermit definierten Serotyp-spezifischen IgG-Konzentrationen (mit einem NU-Kriterium von 10 %),während 4 Serotypen (Serotypen 3, 4, 9V und 23F) das NU-Kriterium verfehlten (Tabelle 3). 6 der7 zusätzlichen Serotypen erfüllten ebenfalls das Kriterium der Nichtunterlegenheit im Vergleich zumniedrigsten Ergebnis für einen Impfstoff-Serotyp in der Prevenar-13-Gruppe (mit Ausnahme von
Serotyp 3); Serotyp 12F verfehlte das statistische Kriterium der Nichtunterlegenheit. Die IgG-GMC-
Werte 1 Monat nach Dosis 3 von Prevenar 20 waren für alle 13 gematchten Serotypen gegenüberdenen der Prevenar-13-Gruppe nicht unterlegen (mit einem NU-Kriterium von 0,5 für dasgeometrische Mittelverhältnis [GMR] der IgG-Konzentrationen). Das NU-Kriterium wurde auch fürdie 7 zusätzlichen Serotypen gegenüber der niedrigsten IgG-GMC (mit Ausnahme von Serotyp 3)unter den Impfstoff-Serotypen in der Prevenar-13-Gruppe erfüllt (Tabelle 3).
Die Antikörperspiegel für alle 7 zusätzlichen Serotypen waren signifikant höher als die Spiegel für dieentsprechenden Serotypen in der Prevenar-13-Gruppe (Tabellen 3 und 4).
Einen Monat nach der Boosterdosis wurde das NU-Kriterium für die IgG-GMC-Werte (mit einem
NU-Kriterium von 0,5 für IgG-GMR) für alle 13 gematchten Serotypen erfüllt. Das NU-Kriteriumwurde auch für die 7 zusätzlichen Serotypen gegenüber der niedrigsten IgG-GMC (mit Ausnahme von
Serotyp 3) unter den Impfstoff-Serotypen in der Prevenar-13-Gruppe erfüllt (Tabelle 4). Obwohl die
Nichtunterlegenheit für diesen Endpunkt nicht formell getestet wurde, waren die beobachteten
Differenzen (Prevenar 20 - Prevenar 13) zwischen den Anteilen der Teilnehmer mit definierten
Serotyp-spezifischen IgG-Konzentrationen 1 Monat nach Dosis 4 für alle 13 gematchten Serotypen,mit Ausnahme von Serotyp 3, größer als -10 % (-16,4 %, KI -21,0 % bis -11,8 %). Für die 7zusätzlichen Serotypen reichten die beobachteten Differenzen zwischen den Anteilen der Teilnehmermit definierten Serotyp-spezifischen IgG-Konzentrationen 1 Monat nach Dosis 4 von -11,5 %(Serotyp 12F) bis 1,8 % (Serotyp 15B, 22F und 33F, Tabelle 4).
Tabelle 3: Prozentualer Anteil von Teilnehmern mit definierten Pneumokokken-IgG-
Konzentrationen und Pneumokokken-IgG-GMCs (µg/ml) 1 Monat nach Dosis 3 einer
Impfserie mit 4 Dosen, Studie 1011a
Anteil von Teilnehmern mit definierten IgG-
Konzentrationenb IgG-GMCs
Differenz Prevenar 20
Prevenar 20 Prevenar 13 (Prevenar 20 - Prevenar 20 Prevenar 13 /nc = 831-833 nc = 801-802 Prevenar 13) nc = 831-833 nc = 801-802 Prevenar 13% GMR% % (95 %-KId) GMCe GMCe (95 %-KIe)
Serotypen
- 6,3 0,651 84,9 91,1 (-9,4; -3,1) 0,74 1,14 (0,59; 0,72)
- 14,8 0,703 40,5 55,2 (-19,5; -10,0) 0,36 0,51 (0,64; 0,76)
- 9,4 0,704 78,2 87,5 (-13,0; -5,8) 0,75 1,08 (0,63; 0,78)
- 4,3 0,695 86,2 90,5 (-7,5; -1,2) 0,66 0,96 (0,61; 0,77)
- 1,9 0,726A 94,2 96,1 (-4,0; 0,2) 1,95 2,69 (0,65; 0,81)
- 4,1 0,606B 88,3 92,4 (-7,0; -1,2) 0,61 1,02 (0,51; 0,70)7F 96,4 97,3 -0,9 1,71 2,29 0,75(-2,6; 0,9) (0,69; 0,81)
- 8,5 0,729V 80,3 88,8 (-12,0; -5,0) 0,87 1,21 (0,65; 0,80)
- 1,2 0,7914 94,2 95,4 (-3,4; 1,0) 2,16 2,72 (0,71; 0,89)
- 2,1 0,7718C 87,3 89,4 (-5,3; 1,0) 1,31 1,71 (0,70; 0,84)
- 1,7 0,7919A 96,3 98,0 (-3,4; -0,1) 0,72 0,91 (0,72; 0,86)0,2 0,7919F 96,0 95,9 (-1,8; 2,1) 1,59 2,00 (0,73; 0,86)
- 8,9 0,6623F 74,3 83,2 (-12,8; -4,9) 0,82 1,25 (0,58; 0,75)
Zusätzliche Serotypenf12,6 1,988 95,8 83,2f (9,8; 15,6) 1,80 0,91g (1,81; 2,16)4,8 1,3210A 88,0 83,2f (1,4; 8,3) 1,21 0,91g (1,18; 1,49)6,9 1,5211A 90,0 83,2f (3,6; 10,2) 1,39 0,91g (1,39; 1,67)
- 35,1 0,6012F 48,0 83,2f (-39,4; -30,8) 0,55 0,91g (0,54; 0,67)13,8 4,8215B 97,0 83,2f (11,1; 16,8) 4,40 0,91g (4,39; 5,30)15,5 4,0622F 98,7 83,2f (12,9; 18,3) 3,71 0,91g (3,68; 4,48)6,1 1,6433F 89,3 83,2f (2,8; 9,5) 1,49 0,91g (1,46; 1,83)
Abkürzungen: KI = Konfidenzintervall, dLIA = Luminex-based Direct Immunoassay, ELISA = Enzyme-Linked Immunosorbent
Assay (Enzymimmunoassay), GMC = geometrische mittlere Konzentration (geometric mean concentration),
GMR = geometrisches Mittelverhältnis (geometric mean ratio), IgG = Immunglobulin G, LLOQ = untere Bestimmungsgrenze(lower limit of quantitation)
Hinweis: Nichtunterlegenheit für einen Serotypen wurde bestätigt, wenn die Untergrenze des 2-seitigen 95 %-KI für die Differenzder Anteile (Prevenar 20 - Prevenar 13) > -10 % betrug oder wenn die Untergrenze des 2-seitigen 95 %-KI für das GMR(Prevenar 20 zu Prevenar 13) für den jeweiligen Serotypen über 0,5 lag.
Hinweis: Untersuchungsergebnisse unterhalb der LLOQ wurden für die Analyse auf 0,5 × LLOQ gesetzt.
a. Studie 1011 wurde in den Vereinigten Staaten von Amerika und auf dem Territorium von Puerto Rico durchgeführt(NCT04382326).
b. Die angegebenen Werte für die Prevenar-13-Serotypen stammen aus einer veröffentlichten Bridging-Studie (Tan CY, et al.
2018), bei der die Ergebnisse nach der Grundimmunisierung von Säuglingen, vor der Boosterimpfung und nach der
Boosterimpfung (Impfschema mit 3 Säuglingsdosen, gefolgt von einer Boosterdosis) verwendet wurden, mit Ausnahme des
Serotyps 19A, für den nur die Ergebnisse nach der Grundimmunisierung verwendet wurden. Für die zusätzlichen 7 Serotypenstammen die angegebenen Werte aus einer Konkordanzbewertung (klinischer dLIA zur Gegenprobe des ELISA) von Datenaus der Phase-2-Studie B7471003, in der ebenfalls das Impfschema mit 3 Säuglingsdosen, gefolgt von einer Boosterdosis,verwendet wurde.
c. n = Anzahl der Teilnehmer mit validen IgG-Konzentrationen.
d. Zweiseitiges KI basierend auf der Methode von Miettinen und Nurminen.
e. GMCs, GMRs und die jeweiligen 2-seitigen KIs wurden durch Potenzieren der Mittelwerte und der mittleren Differenzen(Prevenar 20 - Prevenar 13) der Logarithmen der Konzentrationen und der entsprechenden KIs (basierend auf der Student-t-
Verteilung) berechnet.
f. Für die Differenzen der Anteile der 7 zusätzlichen Serotypen wurden die IgG-Ergebnisse von Serotyp 23F (Prevenar-13-
Serotyp mit dem niedrigsten Anteil, mit Ausnahme von Serotyp 3) in der Prevenar-13-Gruppe bei den Vergleichen zur
Beurteilung von Nichtunterlegenheit verwendet. Die Anteile der Teilnehmer mit definierten IgG-Konzentrationen für die
Serotypen 8, 10A, 11A, 12F, 15B, 22F und 33F in der Prevenar-13-Gruppe betrugen jeweils 1,4 %, 1,9 %, 1,4 %, 0,1 %,1,2 %, 1,4 % bzw. 1,5 %.
g. Für die GMRs der 7 zusätzlichen Serotypen wurden die IgG-Ergebnisse von Serotyp 19A (Prevenar-13-Serotyp mit derniedrigsten GMC, mit Ausnahme von Serotyp 3) in der Prevenar-13-Gruppe bei den Vergleichen zur Beurteilung von
Nichtunterlegenheit verwendet. Die IgG-GMCs für die Serotypen 8, 10A, 11A, 12F, 15B, 22F und 33F in der Prevenar-13-
Gruppe betrugen jeweils 0,02 µg/ml, 0,01 µg/ml, 0,02 µg/ml, 0,01 µg/ml, 0,03 µg/ml, 0,01 µg/ml bzw. 0,02 µg/ml.
Tabelle 4: Prozentualer Anteil von Teilnehmern mit definierten Pneumokokken-IgG-
Konzentrationen und Pneumokokken-IgG-GMCs (µg/ml) 1 Monat nach Dosis 4 einer
Impfserie mit 4 Dosen, Studie 1011a
Anteil von Teilnehmern mit definierten
IgG-Konzentrationenb IgG-GMCs
Differenz(Prevenar 20
Prevenar 20 Prevenar 13 - Prevenar 20 Prevenar 13 Prevenar 20/nc = 753-755 nc = 744-745 Prevenar 13) nc = 753-755 nc = 744-745 Prevenar 13
GMR (95 %-% % % (95 %-KId) GMCe GMCe KIe)
Serotypen
- 2,6 0,691 95,5 98,1 (-4,5; -0,9) 1,47 2,12 (0,63; 0,76)
- 16,4 0,663 60,8 77,2 (-21,0; -11,8) 0,56 0,85 (0,61; 0,73)
- 0,1 0,784 98,8 98,9 (-1,3; 1,1) 3,77 4,84 (0,70; 0,86)0,2 0,745 98,8 98,7 (-1,1; 1,4) 1,87 2,51 (0,67; 0,82)
- 0,4 0,776A 99,5 99,9 (-1,2; 0,3) 9,01 11,69 (0,70; 0,85)
- 0,4 0,706B 99,1 99,5 (-1,4; 0,6) 4,01 5,74 (0,62; 0,79)
- 0,4 0,767F 99,5 99,9 (-1,2; 0,3) 3,91 5,18 (0,70; 0,82)
- 0,6 0,809V 98,3 98,9 (-2,0; 0,6) 3,44 4,30 (0,73; 0,88)
- 0,4 0,9014 99,2 99,6 (-1,4; 0,5) 5,68 6,34 (0,81; 1,00)
- 0,2 0,7418C 97,6 97,9 (-1,8; 1,3) 3,46 4,69 (0,67; 0,82)0,1 0,8519A 99,9 99,7 (-0,5; 0,9) 3,53 4,13 (0,77; 0,94)0,2 0,8619F 98,8 98,7 (-1,1; 1,4) 5,01 5,79 (0,78; 0,96)
- 1,3 0,6423F 96,6 97,9 (-3,1; 0,4) 3,95 6,18 (0,57; 0,72)
Zusätzliche Serotypen1,4 1,878 99,2 97,9f (0,1; 2,8) 3,97 2,12g (1,71; 2,06)0,8 2,9410A 98,7 97,9f (-0,5; 2,3) 6,22 2,12g (2,64; 3,26)0,8 1,6711A 98,7 97,9f (-0,5; 2,3) 3,53 2,12g (1,51; 1,84)
- 11,5 0,8812F 86,4 97,9f (-14,3; -8,9) 1,85 2,12g (0,79; 0,97)1,8 5,9515B 99,6 97,9f (0,7; 3,1) 12,59 2,12g (5,39; 6,55)1,8 5,0122F 99,6 97,9f (0,7; 3,1) 10,60 2,12g (4,54; 5,52)1,8 4,4033F 99,6 97,9f (0,7; 3,1) 9,31 2,12g (3,99; 4,85)
Abkürzungen: KI = Konfidenzintervall, dLIA = Luminex-based Direct Immunoassay, ELISA = Enzyme-Linked
Immunosorbent Assay (Enzymimmunoassay), GMC = geometrische mittlere Konzentration (geometric mean concentration),
GMR = geometrisches Mittelverhältnis (geometric mean ratio), IgG = Immunglobulin G, LLOQ = untere
Bestimmungsgrenze (lower limit of quantitation)
Hinweis: Nichtunterlegenheit für einen Serotypen wurde bestätigt, wenn die Untergrenze des 2-seitigen 95 %-KI für das
GMR (Prevenar 20 zu Prevenar 13) für den jeweiligen Serotypen über 0,5 lag.
Hinweis: Untersuchungsergebnisse unterhalb der LLOQ wurden für die Analyse auf 0,5 × LLOQ gesetzt.
a. Studie 1011 wurde in den Vereinigten Staaten von Amerika und auf dem Territorium von Puerto Rico durchgeführt(NCT04382326).
b. Die angegebenen Werte für die Prevenar-13-Serotypen stammen aus einer veröffentlichten Bridging-Studie (Tan CY, etal. 2018), bei der die Ergebnisse nach der Grundimmunisierung von Säuglingen, vor der Boosterimpfung und nach der
Boosterimpfung (Impfschema mit 3 Säuglingsdosen, gefolgt von einer Boosterdosis) verwendet wurden, mit Ausnahmedes Serotyps 19A, für den nur die Ergebnisse nach der Grundimmunisierung verwendet wurden. Für die zusätzlichen7 Serotypen stammen die angegebenen Werte aus einer Konkordanzbewertung (klinischer dLIA zur Gegenprobe des
ELISA) von Daten aus der Phase-2-Studie B7471003, in der ebenfalls das Impfschema mit 3 Säuglingsdosen gefolgtvon einer Boosterdosis verwendet wurde.
c. n = Anzahl der Teilnehmer mit validen IgG-Konzentrationen.
d. Zweiseitiges KI basierend auf der Methode von Miettinen und Nurminen.
e. GMCs, GMRs und die jeweiligen 2-seitigen KIs wurden durch Potenzieren der Mittelwerte und der mittleren
Differenzen (Prevenar 20 - Prevenar 13) der Logarithmen der Konzentrationen und der entsprechenden KIs (basierendauf der Student-t-Verteilung) berechnet.
f. Für die Differenzen der Anteile der 7 zusätzlichen Serotypen wurden die IgG-Ergebnisse von Serotyp 18C oder 23F(Prevenar-13-Serotyp mit dem niedrigsten Anteil, mit Ausnahme von Serotyp 3) in der Prevenar-13-Gruppe bei den
Vergleichen zur Beurteilung von Nichtunterlegenheit verwendet. Die Anteile der Teilnehmer mit definierten IgG-
Konzentrationen für die Serotypen 8, 10A, 11A, 12F, 15B, 22F und 33F in der Prevenar-13-Gruppe betrugen jeweils4,2 %, 2,2 %, 3,8 %, 0,1 %, 3,1 %, 1,7 % bzw. 2,3 %.
g. Für die GMRs der 7 zusätzlichen Serotypen wurden die IgG-Ergebnisse von Serotyp 1 (Prevenar-13-Serotyp mit derniedrigsten GMC, mit Ausnahme von Serotyp 3) in der Prevenar-13-Gruppe bei den Vergleichen zur Beurteilung von
Nichtunterlegenheit verwendet. Die IgG-GMCs für die Serotypen 8, 10A, 11A, 12F, 15B, 22F und 33F in der Prevenar-h. 13-Gruppe betrugen jeweils 0,03 µg/ml, 0,01 µg/ml, 0,02 µg/ml, 0,01 µg/ml, 0,02 µg/ml, 0,00 µg/ml bzw. 0,01 µg/ml.
Die OPA-GMTs für die 13 gematchten Serotypen in der Prevenar 20-Gruppe waren 1 Monat nach der
Grundimmunisierung im Allgemeinen vergleichbar mit den OPA-GMTs in der Prevenar-13-Gruppeund etwas niedriger als in der Prevenar-13-Gruppe für die meisten Serotypen nach der Boosterdosis.
Die OPA-Daten variieren aufgrund der kleinen Stichprobengrößen, wobei die Interpretation derklinischen Relevanz von geringfügig niedrigeren OPA-GMTs unbekannt ist. Die gemessenen OPA-
GMTs für die 7 zusätzlichen Serotypen waren in der Prevenar-20-Gruppe wesentlich höher als in der
Prevenar-13-Gruppe. Die Immunantwort auf Prevenar 20 zeigt auch einen Booster-Effekt auf die IgG-
Konzentrationen und OPA-GMT nach der Boosterimpfung, was darauf schließen lässt, dass die3 Säuglingsdosen eine Aktivierung des immunologischen Gedächtnisses auslösen.
Pneumokokken-IgG-Immunantwort nach 2 und 3 Dosen nach einem Impfschema mit 3 Dosen
In Studie 1012 wurden 1 204 Säuglinge, die zum Zeitpunkt der Einwilligung 2 Monate (≥ 42 bis≤ 112 Tage) alt waren und im Gestationsalter von > 36 Schwangerschaftswochen geboren wurden,randomisiert (1:1) und entweder mit Prevenar 20 oder Prevenar 13 geimpft. Die 1. Dosis wurde bei der
Aufnahme in die Studie verabreicht, eine 2. Dosis etwa 2 Monate später und die 3. Dosis im Alter vonetwa 11 bis 12 Monaten.
1 Monat nach der Grundimmunisierung waren die beobachteten IgG-GMC-Werte für 9 der13 gematchten Serotypen denen der Prevenar-13-Gruppe nicht unterlegen, und 4 der 13 gematchten
Serotypen (6A, 6B, 9V und 23F) erfüllten nicht das 2-fache statistische Kriterium für die
Nichtunterlegenheit. 1 Monat nach der 2. Dosis Prevenar 20 war der Anteil der Teilnehmer mitdefinierten Serotyp-spezifischen IgG-Konzentrationen für 4 der 13 gematchten Serotypen denen der
Prevenar-13-Gruppe nicht unterlegen, basierend auf einem Nichtunterlegenheits-Kriterium einer
Differenz von 10 %, und für 9 der 13 gematchten Serotypen (1, 3, 4, 5, 6A, 6B, 9V, 18C und 23F)wurde Nichtunterlegenheit nicht erreicht.
Nach Gabe von Prevenar 20 waren die Immunantworten auf die 7 zusätzlichen Serotypen demniedrigsten IgG-GMC-Wert unter den 13 Serotypen (Serotyp 6B) in der Prevenar-13-Gruppe nichtunterlegen. Für die 7 zusätzlichen Serotypen war der Anteil der Teilnehmer mit vordefinierten
Serotyp-spezifischen IgG-Konzentrationen 1 Monat nach der 2. Dosis Prevenar 20 bei 5 der7 zusätzlichen Serotypen dem Serotyp mit dem niedrigsten Anteil unter den 13 Serotypen(Serotyp 6B) in der Prevenar-13-Gruppe nicht unterlegen, und die Serotypen 10A und 12F erfülltennicht das statistische Nichtunterlegenheits-Kriterium. Die klinische Relevanz dieser Erkenntnisse istnicht bekannt. Darüber hinaus waren die IgG-GMC-Werte für die 7 zusätzlichen Serotypen nach der
Grundimmunisierung höher als die IgG-GMC-Werte für die entsprechenden Serotypen in der
Prevenar-13-Gruppe. Einen Monat nach der Boosterimpfung waren die beobachteten IgG-GMC-Wertevon Prevenar 20 für 12 der 13 gematchten Serotypen, mit Ausnahme von Serotyp 6B, denen der
Prevenar-13-Gruppe nicht unterlegen, und alle 7 zusätzlichen Serotypen waren der niedrigsten IgG-
GMC in der Prevenar-13-Gruppe nicht unterlegen. Des Weiteren waren die IgG-GMC-Werte nach der
Boosterimpfung für die 7 zusätzlichen Serotypen höher im Vergleich zu den IgG-GMC-Werten derentsprechenden Serotypen in der Prevenar-13-Gruppe.
Das funktionelle Ansprechen, gemessen mittels OPA-GMT, für die 13 gematchten Serotypen 1 Monatnach der Grundimmunisierung und 1 Monat nach der Boosterdosis in der Prevenar 20-Gruppe war fürdie meisten Serotypen im Allgemeinen ähnlich wie in der Prevenar-13-Gruppe. Die gemessenen OPA-
GMT-Werte für die 7 zusätzlichen Serotypen waren zu beiden Zeitpunkten in der Prevenar 20-Gruppedeutlich höher als in der Prevenar-13-Gruppe. Nach der 2. bis nach der 3. Dosis Prevenar 20 wurde füralle 20 Serotypen, einschließlich derer, die das Nichtunterlegenheits-Kriterium verfehlt hatten, ein
Anstieg der IgG- und OPA-Antikörperantworten beobachtet, was auf eine Aktivierung desimmunologischen Gedächtnisses hinweist.
Kinder und Jugendliche im Alter von 15 Monaten bis unter 18 Jahren (Studie 1014)
In einer multizentrischen, einarmigen Studie (Studie 1014) wurden die Teilnehmer nach Altersgruppenin die Studie aufgenommen (etwa 200 Teilnehmer pro Gruppe) und erhielten eine Einzeldosis
Prevenar 20 wie unten beschrieben.
Kinder im Alter von 15 Monaten bis unter 24 Monaten, die zuvor mit Prevenar 13 geimpft wordenwaren
Die Teilnehmer der Altersgruppe von 15 bis unter 24 Monaten waren zuvor mit 3 oder 4 Dosen
Prevenar 13 geimpft worden. Ein Anstieg der IgG-Konzentrationen von vor der Impfung bis 1 Monatnach der Impfung mit Prevenar 20 wurde für alle 20 Impfstoff-Serotypen beobachtet. Die gemessenen
Werte der IgG-GMFR (geometric mean fold rise, Serokonversionsfaktor) für die 7 zusätzlichen
Serotypen reichte von 27,9 bis 1 847,7.
Kinder im Alter von 24 Monaten bis unter 5 Jahren, die zuvor mit Prevenar 13 geimpft worden waren
Die Teilnehmer der Altersgruppe von 24 Monaten bis unter 5 Jahren waren zuvor mit 3 oder 4 Dosen
Prevenar 13 geimpft worden. Ein Anstieg der IgG-Konzentrationen von vor der Impfung bis 1 Monatnach der Impfung mit Prevenar 20 wurde für alle 20 Impfstoff-Serotypen beobachtet. Die gemessenen
Werte der IgG-GMFR für die 7 zusätzlichen Serotypen reichte von 36,6 bis 796,2. Bei den7 zusätzlichen Serotypen kam es bei 71,2 % bis 94,6 % zu einem ≥ 4-fachen Anstieg der OPA-Titer.
Kinder und Jugendliche im Alter von 5 Jahren bis unter 18 Jahren, die noch nicht oder zuvor mit
Prevenar 13 geimpft wurden
Bei Teilnehmern im Alter von 5 Jahren bis unter 10 Jahren und 10 Jahren bis unter 18 Jahren löste
Prevenar 20 nach Gabe einer Einzeldosis unabhängig von vorhergehenden Impfungen mit Prevenar 13robuste IgG- und OPA-Immunantworten gegen die 20 Serotypen des Impfstoffs bei Teilnehmern im
Alter von 5 bis unter 18 Jahren aus. Die OPA-GMFR-Werte reichten von 11,5 bis 499,0 für die7 zusätzlichen Serotypen, wobei ein Anstieg der OPA-GMT-Werte für alle 20 Impfstoff-Serotypenbeobachtet wurde.
Frühgeborene
Es liegen keine Daten zur Immunogenität von Prevenar 20 bei Frühgeborenen vor. Die Erfahrungenmit Prevenar und Prevenar 13 lassen darauf schließen, dass bei Frühgeborenen eine Immunantwortausgelöst wird, auch wenn diese möglicherweise geringer ausfällt als bei reifgeborenen Säuglingen.
Die Sicherheit und Verträglichkeit von Prevenar 20 wurden in einer Phase-3-Studie (Studie 1013)untersucht, an der von der gesamten Studienpopulation 111 spät Frühgeborene teilnahmen(Gestationsalter 34 bis unter 37 Wochen). Die Teilnehmer erhielten randomisiert eine Impfserie mit4 Dosen Prevenar 20 (n = 77) oder Prevenar 13 (n = 34).
Klinische Studien zu Prevenar 20 bei Erwachsenen
Drei klinische Studien der Phase 3, B7471006, B7471007 und B7471008 (Studie 1006, Studie 1007und Studie 1008), wurden in den Vereinigten Staaten und Schweden durchgeführt, um die
Immunogenität von Prevenar 20 in verschiedenen Altersgruppen von Erwachsenen und bei
Teilnehmern zu untersuchen, die entweder nicht gegen Pneumokokken oder zuvor mit Prevenar 13,
PPSV23 oder beidem geimpft worden waren.
An jeder Studie nahmen gesunde Teilnehmer oder immunkompetente Teilnehmer mit stabilen
Grunderkrankungen teil, darunter chronische kardiovaskuläre Erkrankung, chronische
Lungenerkrankungen, Nierenerkrankungen, Diabetes mellitus, chronische Lebererkrankung sowiemedizinische Risikofaktoren und Verhaltensweisen (z. B. Rauchen), die bekanntermaßen das Risikoeiner schwerwiegenden Pneumokokken-Pneumonie und IPD erhöhen. In der pivotalen Studie(Studie 1007) wurden diese Risikofaktoren bei 34 % der Teilnehmer im Alter ab 60 Jahren, 32 % der
Teilnehmer im Alter von 50 bis 59 Jahren und 26 % der Teilnehmer im Alter von 18 bis 49 Jahrenfestgestellt. Eine stabile Grunderkrankung wurde definiert als Erkrankung ohne Notwendigkeit einererheblichen Therapieänderung in den vorhergehenden 6 Wochen (d. h. kein Wechsel in eine neue
Therapiekategorie aufgrund einer Krankheitsverschlechterung) und ohne Krankenhausaufenthaltwegen einer Krankheitsverschlechterung innerhalb von 12 Wochen vor dem Erhalt des
Studienimpfstoffs.
In allen Studien wurden die durch Prevenar 20 und die Kontroll-Pneumokokkenimpfstoffe ausgelösten
Immunantworten mit einem Opsonophagozytose-Assay (opsonophagocytic activity assay, OPA)gemessen. Mit dem OPA-Assay werden die funktionalen Antikörper gegen S. pneumoniae gemessen.
Vergleich der Immunantworten auf Prevenar 20 mit Prevenar 13 und PPSV23
In einer randomisierten, Wirkstoff-kontrollierten, doppelblinden klinischen
Nicht-Unterlegenheits-Studie (pivotale Studie 1007) zu Prevenar 20 in den Vereinigten Staaten und
Schweden wurden Teilnehmer ab einem Alter von 18 Jahren, die bisher noch nicht mit einem
Pneumokokkenimpfstoff geimpft worden waren, basierend auf ihrem Alter bei der Aufnahme in 1 von3 Kohorten aufgenommen (18 bis 49, 50 bis 59 und ≥ 60 Jahre) und auf Prevenar 20 oder eine
Kontrollgruppe randomisiert. Teilnehmer ab einem Alter von 60 Jahren wurden im Verhältnis 1:1randomisiert und erhielten Prevenar 20 (n = 1 507), gefolgt von Kochsalz-Placebo 1 Monat danach,oder Prevenar 13 (n = 1 490), gefolgt von PPSV23 1 Monat danach. Teilnehmer im Alter von 18 bis49 Jahren und 50 bis 59 Jahren wurden randomisiert (im Verhältnis 3:1). Sie erhielten eine Dosis
Prevenar 20 (18 bis 49 Jahre: n = 335; 50 bis 59 Jahre: n = 334) oder Prevenar 13 (18 bis 49 Jahre:n = 112; 50 bis 59 Jahre: n = 111).
Die GMT-Werte der Serotyp-spezifischen OPA-Titer wurden vor der 1. Impfung und 1 Monat nachjeder Impfung gemessen. Die Nicht-Unterlegenheit der Immunantwort (OPA-GMTs 1 Monat nach der
Impfung) unter Prevenar 20 gegenüber einem Kontrollimpfstoff für einen Serotyp wurde festgestellt,wenn die untere Grenze des zweiseitigen 95 %-KI für das GMT-Verhältnis (Prevenar 20/Prevenar 13;
Prevenar 20/PPSV23) für den jeweiligen Serotyp über 0,5 lag.
1 Monat nach der Impfung waren die bei Teilnehmern ab einem Alter von 60 Jahren durch
Prevenar 20 ausgelösten Immunantworten auf alle 13 gemeinsamen Serotypen gegenüber den durch
Prevenar 13 ausgelösten Immunantworten für dieselben Serotypen nicht unterlegen. Im Allgemeinenwurden mit Prevenar 20 im Vergleich zu Prevenar 13 bei den gemeinsamen Serotypen numerischniedrigere geometrische Mitteltiter beobachtet (Tabelle 5). Die klinische Relevanz dieser Ergebnisseist jedoch unbekannt.
1 Monat nach der Impfung waren die durch Prevenar 20 ausgelösten Immunantworten auf 6 der7 zusätzlichen Serotypen gegenüber den durch PPSV23 ausgelösten Immunantworten auf dieselben
Serotypen nicht unterlegen. Die Immunantwort auf Serotyp 8 verfehlte das vorgegebene statistische
Kriterium für die Nicht-Unterlegenheit. (Die untere Grenze des zweiseitigen 95 %-KI für das GMT-
Verhältnis beträgt 0,49 anstatt > 0,50, Tabelle 5). Die klinische Relevanz dieser Beobachtung istunbekannt. Unterstützende Analysen für andere Endpunkte in Bezug auf den Serotyp 8 in der
Prevenar 20-Gruppe fielen günstig aus. Dazu gehören ein Anstieg des GMFR von vor der Impfung bis1 Monat nach der Impfung um 22,1, ein Anstieg der OPA-Titer von vor der Impfung bis 1 Monat nachder Impfung um das ≥ 4-Fache bei 77,8 % der Teilnehmer und ein Erreichen von OPA-Titern ≥ LLOQ(lower limit of quantitation, untere Bestimmungsgrenze) 1 Monat nach der Impfung bei 92,9 % der
Teilnehmer.
Tabelle 5: OPA-GMTs 1 Monat nach der Impfung bei Teilnehmern ab einem Alter von60 Jahren nach Gabe von Prevenar 20 im Vergleich zu Prevenar 13 für die13 gemeinsamen Serotypen und im Vergleich zu PPSV23 für die 7 zusätzlichen
Serotypen (Studie 1007)a,b,c,d
Prevenar 13 PPSV23
Prevenar 20 (n = 1 390- (n = 1 201- Impfstoffvergleich(n = 1 157-1 430) 1 419) 1 319)
GMT-
GMTe GMTe GMTe Verhältnise 95 %-KIe
Serotypen1 123 154 0,80 0,71; 0,903 41 48 0,85 0,78; 0,934 509 627 0,81 0,71; 0,935 92 110 0,83 0,74; 0,946A 889 1 165 0,76 0,66; 0,886B 1 115 1 341 0,83 0,73; 0,957F 969 1 129 0,86 0,77; 0,969V 1 456 1 568 0,93 0,82; 1,0514 747 747 1,00 0,89; 1,1318C 1 253 1 482 0,85 0,74; 0,9719A 518 645 0,80 0,71; 0,9019F 266 333 0,80 0,70; 0,9123F 277 335 0,83 0,70; 0,97
Zusätzliche Serotypen8 466 848 0,55 0,49; 0,6210A 2 008 1 080 1,86 1,63; 2,1211A 4 427 2 535 1,75 1,52; 2,0112F 2 539 1 717 1,48 1,27; 1,7215B 2 398 769 3,12 2,62; 3,7122F 3 666 1 846 1,99 1,70; 2,3233F 5 126 3 721 1,38 1,21; 1,57
Abkürzungen: KI = Konfidenzintervall, GMT = geometrischer Mittelwert der Titer (geometric mean titre),
LLOQ = untere Bestimmungsgrenze (lower limit of quantitation), n = Anzahl der Teilnehmer,
OPA = Opsonophagozytose-Assay (opsonophagocytic activity), PPSV23 = Pneumokokken-
Polysaccharidimpfstoff, 23-valent (pneumococcal polysaccharide vaccine, 23-valent)
a. Studie 1007 wurde in den Vereinigten Staaten und in Schweden durchgeführt.
b. Die Nicht-Unterlegenheit für einen Serotypen wurde bestätigt, wenn die Untergrenze des zweiseitigen95 %-KI für das GMT-Verhältnis (Verhältnis Prevenar 20/Vergleichsimpfstoff) über 0,5 lag (2-fach-
Kriterium für die Nicht-Unterlegenheit).
c. Untersuchungsergebnisse unterhalb der LLOQ wurden für die Analyse auf 0,5 × LLOQ gesetzt.
d. Auswertbare Population für die Immunogenität
e. GMTs und GMT-Verhältnisse mit den jeweiligen zweiseitigen KI basierten auf einer Analyse der log-transformierten OPA-Titer unter Verwendung eines Regressionsmodells mit Impfstoffgruppe,
Geschlecht, Raucherstatus, Alter bei der Impfung in Jahren und log-transformierten OPA-Titern bei
Studienbeginn.
Immunogenität bei Teilnehmern im Alter von 18 bis 59 JahrenIn Studie 1007 wurden Teilnehmer im Alter von 50 bis 59 Jahren und Teilnehmer im Alter von 18 bis49 Jahren nach dem Zufallsprinzip (im Verhältnis 3:1) einer Impfung mit Prevenar 20 oder
Prevenar 13 zugeordnet. Die Serotyp-spezifischen OPA-GMTs wurden vor der Impfung und 1 Monatnach der Impfung gemessen. Bei beiden Impfstoffen wurden bei jüngeren Teilnehmern im Vergleichzu älteren Teilnehmern höhere Immunantworten beobachtet. Eine Untersuchung der
Nicht-Unterlegenheit von Prevenar 20 in der jüngeren Altersgruppe im Vergleich zu Prevenar 20 bei
Teilnehmern im Alter von 60 bis 64 Jahren wurde per Serotyp durchgeführt, um die Indikation bei
Erwachsenen im Alter von 18 bis 49 Jahren und 50 bis 59 Jahren zu unterstützen. Eine
Nicht-Unterlegenheit wurde festgestellt, wenn die Untergrenze des zweiseitigen 95 %-KI für das
GMT-Verhältnis (Prevenar 20 bei Teilnehmern im Alter von 18 bis 49 Jahren/60 bis 64 Jahren und50 bis 59 Jahren/60 bis 64 Jahren) für jeden der 20 Serotypen bei > 0,5 lag. Prevenar 20 löste1 Monat nach der Impfung in den beiden jüngeren Altersgruppen Immunantworten auf alle20 Impfstoff-Serotypen aus, die gegenüber den Antworten bei Teilnehmern im Alter von 60 bis64 Jahren 1 Monat nach der Impfung nicht unterlegen waren (Tabelle 6).
Eine deskriptive Post-hoc-Analyse, die nicht als aktive Kontrolle für die Immunogenitätsbewertungenin der Studie vorgesehen war, zeigte generell numerisch niedrigere OPA-GMTs 1 Monat nach der
Impfung mit Prevenar 20 für die gemeinsamen Serotypen im Vergleich zu Prevenar 13 bei
Teilnehmern im Alter von 18 bis 59 Jahren. Die klinische Relevanz dieser Ergebnisse ist allerdingsunbekannt.
Wie oben erwähnt, wurden Personen mit Risikofaktoren in die Studie aufgenommen. In allenuntersuchten Altersgruppen wurde bei Teilnehmern mit Risikofaktoren im Allgemeinen einenumerisch geringere Immunreaktion beobachtet als bei Teilnehmern ohne Risikofaktoren. Dieklinische Relevanz dieser Beobachtung ist unbekannt.
Tabelle 6: Vergleich der OPA-GMTs 1 Monat nach der Impfung mit Prevenar 20 bei
Teilnehmern im Alter von 18 bis 49 Jahren oder 50 bis 59 Jahren mit Teilnehmernim Alter von 60 bis 64 Jahren (Studie 1007)a,b,c,d18-49 Jahre 50-59 Jahreim Vergleich im Vergleich18-49 Jahre 60-64 Jahre zu 50-59 Jahre 60-64 Jahre zu(n = 251-317) (n = 765-941) 60-64 Jahre (n = 266-320) (n = 765-941) 60-64 Jahre
GMT- GMT-
Verhältnise Verhältnise
GMTe GMTe (95 %-KI)e GMTe GMTe (95 %-KI)e
Serotypen1,23 1,031 163 132 (1,01; 1,50) 136 132 (0,84; 1,26)1,00 1,063 42 42 (0,87; 1,16) 43 41 (0,92; 1,22)3,31 1,104 1 967 594 (2,65; 4,13) 633 578 (0,87; 1,38)1,11 0,885 108 97 (0,91; 1,36) 85 97 (0,72; 1,07)3,84 1,216A 3 931 1 023 (3,06; 4,83) 1 204 997 (0,95; 1,53)3,41 1,256B 4 260 1 250 (2,73; 4,26) 1 503 1 199 (1,00; 1,56)1,58 0,897F 1 873 1 187 (1,30; 1,91) 1 047 1 173 (0,74; 1,07)3,50 1,029V 6 041 1 727 (2,83; 4,33) 1 726 1 688 (0,83; 1,26)2,39 1,2514 1 848 773 (1,93; 2,96) 926 742 (1,01; 1,54)3,20 1,3318C 4 460 1 395 (2,53; 4,04) 1 805 1 355 (1,06; 1,68)2,31 1,0319A 1 415 611 (1,91; 2,81) 618 600 (0,85; 1,25)2,17 0,9919F 655 301 (1,76; 2,68) 287 290 (0,80; 1,22)4,80 1,6823F 1 559 325 (3,65; 6,32) 549 328 (1,27; 2,22)
Zusätzliche Serotypen1,71 0,978 867 508 (1,38; 2,12) 487 502 (0,78; 1,20)1,62 1,0310A 4 157 2 570 (1,31; 2,00) 2 520 2 437 (0,84; 1,28)1,32 1,2211A 7 169 5 420 (1,04; 1,68) 6 417 5 249 (0,96; 1,56)1,91 1,1112F 5 875 3 075 (1,51; 2,41) 3 445 3 105 (0,88; 1,39)
Tabelle 6: Vergleich der OPA-GMTs 1 Monat nach der Impfung mit Prevenar 20 bei
Teilnehmern im Alter von 18 bis 49 Jahren oder 50 bis 59 Jahren mit Teilnehmernim Alter von 60 bis 64 Jahren (Studie 1007)a,b,c,d18-49 Jahre 50-59 Jahreim Vergleich im Vergleich18-49 Jahre 60-64 Jahre zu 50-59 Jahre 60-64 Jahre zu(n = 251-317) (n = 765-941) 60-64 Jahre (n = 266-320) (n = 765-941) 60-64 Jahre
GMT- GMT-
Verhältnise Verhältnise
GMTe GMTe (95 %-KI)e GMTe GMTe (95 %-KI)e1,52 1,1715B 4 601 3 019 (1,13; 2,05) 3 356 2 874 (0,88; 1,56)1,69 0,9022F 7 568 4 482 (1,30; 2,20) 3 808 4 228 (0,69; 1,17)1,40 1,0233F 7 977 5 693 (1,10; 1,79) 5 571 5 445 (0,81; 1,30)
Abkürzungen: KI = Konfidenzintervall, GMT = geometrischer Mittelwert der Titer (geometric mean titre), LLOQ = untere
Bestimmungsgrenze (lower limit of quantitation), n = Anzahl der Teilnehmer, OPA = Opsonophagozytose-Assay(opsonophagocytic activity), PPSV23 = Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoff, 23-valent (pneumococcal polysaccharidevaccine, 23-valent)
a. Studie 1007 wurde in den Vereinigten Staaten und in Schweden durchgeführt.
b. Die Nicht-Unterlegenheit für einen Serotypen wurde bestätigt, wenn die Untergrenze des zweiseitigen 95 %-KI für das
GMT-Verhältnis (Verhältnis der jüngeren Altersgruppe/Gruppe im Alter von 60 bis 64 Jahren) über 0,5 lag (2-fach-
Kriterium für die Nicht-Unterlegenheit).
c. Untersuchungsergebnisse unterhalb der LLOQ wurden für die Analyse auf 0,5 × LLOQ gesetzt.
d. Auswertbare Population für die Immunogenität
e. GMTs, GMT-Verhältnisse und die jeweiligen zweiseitigen KI basierten auf einer Analyse der log-transformierten OPA-
Titer unter Verwendung eines Regressionsmodells mit Altersgruppe, Geschlecht, Raucherstatus und log-transformierten
OPA-Titern bei Studienbeginn. Die Vergleiche zwischen Teilnehmern im Alter von 18 bis 49 Jahren und Teilnehmern im
Alter von 60 bis 64 Jahren sowie zwischen Teilnehmern im Alter von 50 bis 59 Jahren und Teilnehmern im Alter von 60bis 64 Jahren basierten auf separaten Regressionsmodellen.
Immunogenität von Prevenar 20 bei Erwachsenen, die zuvor mit einem Pneumokokkenimpfstoffgeimpft wurden
In einer randomisierten, offenen klinischen Phase-3-Studie (Studie 1006) wurde die Immunantwort auf
Prevenar 20 bei Teilnehmern ab 65 Jahren beschrieben, die zuvor mit PPSV23, Prevenar 13 oder
Prevenar 13 gefolgt von PPSV23 geimpft wurden. An Prüfzentren in den Vereinigten Staaten wurden
Studienteilnehmer, die zuvor mit Prevenar 13 (nur Prevenar 13 oder gefolgt von PPSV23) geimpftworden waren, aufgenommen, während in Prüfzentren in Schweden Teilnehmer aufgenommenwurden, die zuvor nur mit PPSV23 geimpft worden waren (35,5 % in dieser Kategorie).
Bei Teilnehmern ab einem Alter von 65 Jahren mit vorhergehender Impfung mit einem
Pneumokokken-Impfstoff löste Prevenar 20 Immunantworten auf alle 20 Impfstoff-Serotypen aus(Tabelle 7). Bei Teilnehmern, die zuvor mit PPSV23 geimpft worden waren, fielen die
Immunantworten in beiden Gruppen niedriger aus.
Tabelle 7: OPA-GMTs für Pneumokokken vor und 1 Monat nach der Impfung mit
Prevenar 20 bei Teilnehmern ab einem Alter von 65 Jahren mit vorhergehender
Impfung mit einem Pneumokokken-Impfstoff (Studie 1006)a,b,c,d
Vorhergehende Impfung nur Vorhergehende Impfung nur Vorhergehende Impfung mitmit PPSV23 mit Prevenar 13 Prevenar 13 und PPSV23
Vor der Nach der Vor der Nach der Vor der Nach der
Impfung Impfung Impfung Impfung Impfung Impfung(n = 208-247) (n = 216-246) (n = 210-243) (n = 201-243) (n = 106-121) (n = 102-121)
GMT GMT GMT GMT GMT GMT(95 %-KI)e (95 %-KI)e (95 %-KI)e (95 %-KI)e (95 %-KI)e (95 %-KI)e
Serotypen24 51 34 115 42 821 (20; 28) (42; 62) (28; 41) (96; 138) (32; 56) (61; 110)13 31 15 54 20 393 (11; 15) (27; 36) (13; 18) (47; 63) (17; 25) (32; 48)29 150 67 335 73 1944 (23; 35) (118; 190) (53; 84) (274; 410) (53; 101) (143; 262)27 63 38 87 47 835 (24; 31) (53; 75) (32; 44) (73; 104) (37; 59) (65; 108)57 749 125 1 081 161 1 0856A (46; 70) (577; 972) (99; 158) (880; 1 327) (116; 224) (797; 1 478)107 727 174 1 159 259 1 0336B (86; 133) (574; 922) (138; 219) (951; 1 414) (191; 352) (755; 1 415)156 378 210 555 206 3467F (132; 184) (316; 452) (175; 251) (467; 661) (164; 258) (277; 432)203 550 339 1085 352 7239V (171; 241) (454; 667) (282; 408) (893; 1 318) (270; 459) (558; 938)212 391 282 665 336 58114 (166; 270) (315; 486) (224; 356) (554; 798) (238; 473) (434; 777)173 552 219 846 278 62118C (137; 218) (445; 684) (177; 272) (693; 1 033) (209; 369) (470; 821)82 239 124 365 182 34119A (66; 100) (197; 288) (100; 153) (303; 440) (141; 235) (264; 439)61 159 89 242 120 21819F (52; 71) (131; 192) (74; 107) (199; 294) (94; 154) (168; 282)23 152 48 450 66 29323F (18; 28) (115; 199) (37; 62) (358; 566) (46; 94) (204; 420)
Zusätzliche Serotypen55 212 28 603 139 2948 (45; 67) (172; 261) (24; 33) (483; 753) (99; 195) (220; 392)212 1 012 141 2 005 400 1 58010A (166; 269) (807; 1 270) (113; 177) (1 586; 2 536) (281; 568) (1 176; 2 124)510 1 473 269 1 908 550 1 56711A (396; 656) (1 192; 1 820) (211; 343) (1 541; 2 362) (386; 785) (1 141; 2 151)147 1 054 53 1 763 368 1 40112F (112; 193) (822; 1 353) (43; 65) (1 372; 2 267) (236; 573) (1 002; 1 960)
Tabelle 7: OPA-GMTs für Pneumokokken vor und 1 Monat nach der Impfung mit
Prevenar 20 bei Teilnehmern ab einem Alter von 65 Jahren mit vorhergehender
Impfung mit einem Pneumokokken-Impfstoff (Studie 1006)a,b,c,d
Vorhergehende Impfung nur Vorhergehende Impfung nur Vorhergehende Impfung mitmit PPSV23 mit Prevenar 13 Prevenar 13 und PPSV23
Vor der Nach der Vor der Nach der Vor der Nach der
Impfung Impfung Impfung Impfung Impfung Impfung(n = 208-247) (n = 216-246) (n = 210-243) (n = 201-243) (n = 106-121) (n = 102-121)
GMT GMT GMT GMT GMT GMT(95 %-KI)e (95 %-KI)e (95 %-KI)e (95 %-KI)e (95 %-KI)e (95 %-KI)e140 647 74 1 480 190 1 06715B (104; 189) (491; 853) (56; 98) (1 093; 2 003) (124; 291) (721; 1 578)167 1 773 60 4 157 286 2 71822F (122; 230) (1 355; 2 320) (45; 82) (3 244; 5 326) (180; 456) (1 978; 3 733)1 129 2 026 606 3 175 1 353 2 18333F (936; 1 362) (1 684; 2 437) (507; 723) (2 579; 3 908) (1 037; 1 765) (1 639; 2 908)
Abkürzungen: KI = Konfidenzintervall, GMT = geometrischer Mittelwert der Titer (geometric mean titre), LLOQ = untere
Bestimmungsgrenze (lower limit of quantitation), n = Anzahl der Teilnehmer, OPA = Opsonophagozytose-Assay(opsonophagocytic activity), PPSV23 = Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoff, 23-valent (pneumococcal polysaccharidevaccine, 23-valent)
a. Studie 1006 wurde in den Vereinigten Staaten und in Schweden durchgeführt.
b. Untersuchungsergebnisse unterhalb der LLOQ wurden für die Analyse auf 0,5 × LLOQ gesetzt.
c. Auswertbare Population für die Immunogenität
d. Unverblindete Impfung mit Prevenar 20
e. Zweiseitiges KI basierend auf der Student-t-Verteilung
Immunantworten bei besonderen PersonengruppenPersonen mit den nachfolgend beschriebenen Erkrankungen haben ein erhöhtes Risiko für
Pneumokokken-Erkrankungen.
Es wurden keine Studien zu Prevenar 20 bei Personen mit SZK, HIV und HSZT durchgeführt.
Es liegen Erfahrungen aus klinischen Studien mit Prevenar 13 (einem Pneumokokken-
Konjugatimpfstoff, der aus 13 Polysaccharidkonjugaten besteht, die auch in Prevenar 20 enthaltensind) bei Kindern und Erwachsenen mit erhöhtem Risiko für Pneumokokken-Infektionen,einschließlich immungeschwächter Kinder und Erwachsener mit HIV-Infektion oder HSZT und
Kinder mit SZK, vor.
Bei gesunden Teilnehmern oder Teilnehmern mit stabilen Erkrankungen ohne Schwächung des
Immunsystems in allen untersuchten Altersgruppen war die Immunantwort auf Prevenar 20 im
Vergleich zu Prevenar 13 geringer, obwohl die vordefinierten Grenzwerte für die Nichtunterlegenheiteingehalten wurden. Die klinische Relevanz dieser Beobachtung ist unbekannt.
Sichelzell-Krankheit (SZK)
Bei 158 Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis unter 18 Jahren mit SZK, die mindestens6 Monate vor der Aufnahme in die Studie eine oder mehrere Dosen eines 23-valenten Pneumokokken-
Polysaccharidimpfstoffs erhalten hatten, wurde eine offene, einarmige Studie mit Verabreichung von2 Dosen Prevenar 13 im Abstand von 6 Monaten durchgeführt. Nach der 1. Impfung führte
Prevenar 13 zu Antikörperspiegeln (gemessen mittels IgG GMC und OPA-GMT), die im Vergleich zuden Werten vor der Impfung statistisch signifikant höher waren. Die Immunantwort nach der 2. Dosiswar mit derjenigen nach der 1. Dosis vergleichbar. Ein Jahr nach der 2. Dosis waren die mittels IgG-
GMC und OPA-GMT gemessenen Antikörperspiegel höher als die Werte vor der 1. Dosis
Prevenar 13, mit Ausnahme der IgG-GMCs für die Serotypen 3 und 5, die numerisch vergleichbarwaren.
HIV-InfektionNicht zuvor mit einem Pneumokokken-Impfstoff geimpfte Kinder und Erwachsene
In Studie 6115A1-3002 (B1851021) wurden 151 Teilnehmer im Alter von 6 bis unter 18 Jahren und152 Teilnehmer ab einem Alter von 18 Jahren, die mit HIV infiziert waren (CD4 ≥ 200 Zellen/μl,
Viruslast < 50 000 Kopien/ml ohne aktive, mit AIDS [active acquired immunodeficiency syndrome,erworbenes Immunschwächesyndrom] in Zusammenhang stehende Erkrankung), die zuvor nicht miteinem Pneumokokken-Impfstoff geimpft worden waren, aufgenommen und erhielten 3 Dosen
Prevenar 13. Im Einklang mit den allgemeinen Empfehlungen wurde anschließend eine Einzeldosis
PPSV23 verabreicht. Der Abstand zwischen den Impfungen betrug 1 Monat. Die Immunantwortenwurden bei 128 bis 133 auswertbaren Teilnehmern im Alter von 6 bis unter 18 Jahren und bei 131 bis137 auswertbaren Teilnehmern ab einem Alter von 18 Jahren etwa 1 Monat nach jeder Impfstoffdosisermittelt. Die nach der 1. Impfung durch Prevenar 13 induzierten Antikörperspiegel, die mittels IgG-
GMCs und OPA-GMTs gemessen wurden, waren im Vergleich zu den Spiegeln vor der Impfungstatistisch signifikant höher. Nach der 2. und 3. Dosis Prevenar 13 waren die Immunantwortenvergleichbar oder höher als die nach der 1. Dosis.
Zuvor mit PPSV23 geimpfte ErwachseneIn Studie 6115A1-3017 (B1851028) wurden die Immunantworten bei 329 HIV-infizierten
Teilnehmern ab einem Alter von 18 Jahren (CD4+ T-Zell-Zahl ≥ 200 Zellen/µl, Viruslast< 50 000 Kopien/ml), die mindestens 6 Monate vor der Aufnahme in die Studie mit PPSV23 geimpftworden waren, bewertet. Die Teilnehmer erhielten 3 Dosen Prevenar 13: bei der Aufnahme in die
Studie sowie 6 Monate und 12 Monate nach der 1. Dosis Prevenar 13. Die nach der 1. Impfung durch
Prevenar 13 induzierten Antikörperspiegel, welche mittels IgG-GMCs und mittels OPA-GMTsgemessen wurden, waren im Vergleich zu den Spiegeln vor der Impfung statistisch signifikant höher.
Nach der 2. und 3. Dosis Prevenar 13 waren die Immunantworten vergleichbar oder höher als die nachder 1. Dosis. Teilnehmer, die zuvor 2 oder mehr Dosen PPSV23 erhalten hatten, zeigten im Vergleichzu Teilnehmern, die zuvor eine einzelne Dosis erhalten hatten, eine ähnliche Immunantwort.
Hämatopoetische Stammzelltransplantation (HSZT)In Studie 6115A1-3003 (B1851022) wurden 61 Teilnehmer im Alter von 2 bis unter 18 Jahren und190 Teilnehmer ab einem Alter von 18 Jahren mit allogener HSZT aufgenommen und erhielten3 Dosen Prevenar 13 mit einem Mindestabstand zwischen den Dosen von 1 Monat. Die 1. Dosiswurde 3 bis 6 Monate nach der HSZT verabreicht. Eine 4. (Booster-)Dosis Prevenar 13 wurde6 Monate nach der 3. Dosis verabreicht. Im Einklang mit den allgemeinen Empfehlungen wurdeeine Einzeldosis PPSV23 1 Monat nach der 4. Dosis Prevenar 13 verabreicht. Die Immunantwortenwurden bei 41 bis 52 auswertbaren Teilnehmern im Alter von 2 bis unter18 Jahren und bei 127 bis159 auswertbaren Teilnehmern ab einem Alter von 18 Jahren etwa 1 Monat nach der Impfung mittels
IgG-GMCs ermittelt. Die durch Prevenar 13 induzierten Antikörperspiegel waren nach jeder Dosis
Prevenar 13 erhöht. Nach der 4. Dosis Prevenar 13 waren die Immunantworten für alle Serotypensignifikant höher als diejenigen nach der 3. Dosis, mit Ausnahme von Serotyp 3 in der Altersgruppevon 2 bis unter 18 Jahren. Insgesamt hatten Teilnehmer im Alter von 2 bis unter 18 Jahren allgemeinhöhere Serotyp-spezifische Immunantworten als Teilnehmer ab 18 Jahren.
Die Studie hat gezeigt, dass 4 Dosen Prevenar 13 ähnliche IgG-Konzentrationen im Serumhervorriefen wie eine Einzeldosis bei gesunden Teilnehmern derselben Altersgruppe.
Kinder und JugendlicheDie Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Prevenar 20 eine Zurückstellung von der Verpflichtungzur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehreren pädiatrischen Altersklassen in der
Vorbeugung von durch Streptococcus pneumoniae verursachten Erkrankungen gewährt (siehe
Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).
Invasive Pneumokokken-Erkrankung (invasive pneumococcal disease, IPD)
Die Impfstoff-Effektivität von Prevenar 13 gegen eine durch die im Impfstoff enthaltenen Serotypenverursachte IPD wurde in der SpIDnet-Studie, einem länderübergreifenden Projekt zur verstärkten
IPD-Überwachung in Europa, untersucht. Basierend auf Daten aus einem Zeitraum von 6 Jahren(2012-2018) aus 10 Prüfzentren in 7 Ländern Europas, in denen Prevenar 13 verwendet wird, betrugdie Effektivität gegen IPD, die durch die im Impfstoff enthaltenen Serotypen verursacht wird, bei
Kindern unter 5 Jahren jeweils 84,2 % (95 %-KI, 79,0-88,1) und 88,7 % (95 %-KI, 81,7-92,7) beidenen, die mindestens 1 Dosis Prevenar 13 bzw. eine vollständige Impfserie erhalten hatten.