Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels ALUNBRIG 30mg tablets
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Alunbrig 30 mg Filmtabletten
Alunbrig 90 mg Filmtabletten
Alunbrig 180 mg Filmtabletten
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Alunbrig 30 mg Filmtabletten
Jede Filmtablette enthält 30 mg Brigatinib.
Sonstige Bestandteile mit bekannter WirkungJede Filmtablette enthält 56 mg Lactose-Monohydrat.
Alunbrig 90 mg Filmtabletten
Jede Filmtablette enthält 90 mg Brigatinib.
Sonstige Bestandteile mit bekannter WirkungJede Filmtablette enthält 168 mg Lactose-Monohydrat.
Alunbrig 180 mg Filmtabletten
Jede Filmtablette enthält 180 mg Brigatinib.
Sonstige Bestandteile mit bekannter WirkungJede Filmtablette enthält 336 mg Lactose-Monohydrat.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Filmtablette (Tablette).
Alunbrig 30 mg Filmtabletten
Weiße bis grau-weiße, runde Filmtablette mit einem Durchmesser von etwa 7 mm und mit der
Prägung 'U3“ auf einer Seite und keiner Prägung auf der anderen Seite.
Alunbrig 90 mg Filmtabletten
Weiße bis grau-weiße, ovale Filmtablette mit einer Länge von etwa 15 mm und mit der Prägung 'U7“auf einer Seite und keiner Prägung auf der anderen Seite.
Alunbrig 180 mg Filmtabletten
Weiße bis grau-weiße, ovale Filmtablette mit einer Länge von etwa 19 mm und mit der Prägung'U13“ auf einer Seite und keiner Prägung auf der anderen Seite.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Alunbrig ist als Monotherapie bei erwachsenen Patienten mit anaplastischer-Lymphomkinase(ALK)-positivem, fortgeschrittenem, nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) angezeigt, diezuvor nicht mit einem ALK-Inhibitor behandelt wurden.
Alunbrig ist als Monotherapie bei erwachsenen Patienten mit ALK-positivem, fortgeschrittenem
NSCLC angezeigt, die zuvor mit Crizotinib behandelt wurden.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Die Anwendung von Alunbrig sollte unter der Aufsicht eines in der Anwendung von
Krebsmedikamenten erfahrenen Arztes erfolgen.
Der ALK-positive NSCLC-Status sollte vor der Einleitung der Behandlung mit Alunbrig bekannt sein.
Ein validierter ALK-Test ist notwendig, um Patienten mit ALK-positivem NSCLC zu identifizieren(siehe Abschnitt 5.1). Die Bestimmung des ALK-positiven NSCLC-Status sollte von Laboratorien miteiner nachgewiesenen Erfahrung in der erforderlichen, speziellen Technik durchgeführt werden.
DosierungDie empfohlene Anfangsdosis von Alunbrig beträgt in den ersten 7 Tagen einmal täglich 90 mg,danach einmal täglich 180 mg.
Wenn die Einnahme von Alunbrig 14 Tage oder länger aus anderen Gründen als Nebenwirkungenunterbrochen wird, sollte die Behandlung 7 Tage mit einmal täglich 90 mg fortgesetzt werden, bevorsie auf die zuvor verträgliche Dosis erhöht wird.
Wenn die Einnahme einer Dosis vergessen wird oder Erbrechen nach der Einnahme auftritt, solltekeine weitere Dosis verabreicht werden, sondern die nächste Dosis sollte zum geplanten Zeitpunkteingenommen werden.
Die Behandlung sollte solange weitergeführt werden, wie ein klinischer Nutzen zu erkennen ist.
Anpassung der Dosierung
Eine Unterbrechung der Einnahme bzw. eine Verringerung der Dosis kann je nach der individuellen
Sicherheit und Verträglichkeit erforderlich sein.
Die Dosisreduktions-Stufen von Alunbrig sind in Tabelle 1 zusammengefasst.
Tabelle 1: Empfohlene Dosisreduktions-Stufen für Alunbrig
Dosis Dosisreduktions-Stufenerstmalig zweitmalig drittmalig
Einmal täglich 90 mg auf 60 mg einmal dauerhaft absetzen nicht zutreffend(in den ersten 7 Tagen) täglich reduzieren
Einmal täglich 180 mg auf 120 mg einmal auf 90 mg einmal auf 60 mg einmaltäglich reduzieren täglich reduzieren täglich reduzieren
Alunbrig sollte dauerhaft abgesetzt werden, wenn der Patient die einmal tägliche Einnahme von 60 mgnicht verträgt.
Die Empfehlungen zu Dosismodifikationen bei Alunbrig zur Behandlung von Nebenwirkungen sind in
Tabelle 2 zusammengefasst.
Tabelle 2: Bei Alunbrig empfohlene Dosisreduktionen bei Nebenwirkungen
Nebenwirkung Schweregrad* Dosismodifikation
Interstitielle Grad 1 * Tritt das Ereignis während der ersten 7
Lungenerkrankung Behandlungstage ein, sollte die Einnahme von(ILD)/Pneumonitis Alunbrig bis zum Erreichen des
Ausgangszustands unterbrochen werden, dann beigleicher Dosis wieder aufgenommen und die
Dosis nicht auf einmal täglich 180 mg erhöhtwerden.
* Tritt die ILD/Pneumonitis nach den ersten 7
Behandlungstagen ein, sollte die Einnahme von
Alunbrig unterbrochen werden, bis der
Ausgangszustand wieder erreicht ist und dann diegleiche Dosis wieder eingenommen werden.
* Wenn ILD/Pneumonitis erneut auftritt, sollte
Alunbrig dauerhaft abgesetzt werden.
Grad 2 * Tritt die ILD/Pneumonitis während der ersten 7
Behandlungstage ein, sollte die Einnahme von
Alunbrig unterbrochen werden, bis der
Ausgangszustand wieder erreicht ist, dann dienächstniedrige Dosis (s. Tabelle 1) wiedereingenommen und die Dosis nicht mehr aufeinmal täglich 180 mg erhöht werden.
* Tritt die ILD/Pneumonitis nach den ersten 7
Behandlungstagen ein, sollte Alunbrig abgesetztwerden, bis der Ausgangszustand wieder erreichtist. Die Einnahme von Alunbrig sollte mit dernächstniedrigen Dosis wie in Tabelle 1beschrieben wieder aufgenommen werden.
* Wenn ILD/Pneumonitis erneut auftritt, sollte
Alunbrig dauerhaft abgesetzt werden.
Grad 3 oder 4 * Alunbrig sollte dauerhaft abgesetzt werden.
Hypertonie Hypertonie Grad 3 * Alunbrig sollte bis zur Besserung der Hypertonie(systolisch ≥ 160 m auf Grad ≤ 1 (systolisch < 140 mmHg undmHg oder diastolisch < 90 mmHg) abgesetzt und dann in derdiastolisch ≥ 100 m gleichen Dosis wieder eingenommen werden.mHg, ärztliche * Tritt eine Hypertonie Grad 3 erneut auf, sollte
Intervention ist Alunbrig solange nicht eingenommen werden, bisangezeigt, mehr als der Bluthochdruck auf Grad ≤ 1 gesenkt wurde,ein dann mit der nächstniedrigeren Dosis gemäßblutdrucksenkendes Tabelle 1 wieder aufgenommen oder dauerhaft
Arzneimittel oder abgesetzt werden.eine intensivere
Behandlung alsbislang sindangezeigt)
Hypertonie Grad 4 * Alunbrig sollte bis zur Besserung der Hypertonie(lebensbedrohliche auf Grad ≤ 1 (systolisch < 140 mmHg und
Folgen, dringende diastolisch < 90 mmHg) abgesetzt und dann mit
Intervention ist der nächstniedrigen Dosis (s. Tabelle 1) wiederangezeigt) eingenommen bzw. Alunbrig dauerhaft abgesetztwerden.
* Tritt eine Hypertonie Grad 4 erneut auf, sollte
Alunbrig dauerhaft abgesetzt werden.
Nebenwirkung Schweregrad* Dosismodifikation
Bradykardie Symptomatische * Die Einnahme von Alunbrig sollte unterbrochen(Puls < 60 Schläge Bradykardie werden, bis eine asymptomatische Bradykardie/ min) oder ein Ruhepuls von 60 Schlägen/min odermehr erreicht wird.
* Wenn ein Begleitmedikament, von dem bekanntist, dass es eine Bradykardie verursacht,identifiziert und abgesetzt bzw. dessen Dosisangepasst wurde, sollte die Einnahme von
Alunbrig in der gleichen Dosis wiederaufgenommen werden, nachdem eineasymptomatische Bradykardie oder ein Ruhepulsvon 60 Schlägen/min oder mehr erreicht wurde.
* Wird kein Begleitmedikament, von dem bekanntist, dass es eine Bradykardie verursacht,identifiziert, oder werden die eine Bradykardiemitverursachenden Arzneimittel nicht abgesetztbzw. nicht in veränderter Dosierung gegeben,sollte die Einnahme von Alunbrig mit dernächstniedrigeren Dosis gemäß Tabelle 1 wiederaufgenommen werden, nachdem eineasymptomatische Bradykardie oder ein Ruhepulsvon 60 Schlägen/min oder mehr erreicht wurde.
Bradykardie mit * Wenn ein mitverursachendes Begleitmedikamentlebensbedrohlichen festgestellt und abgesetzt bzw. dessen Dosis
Folgen, dringende angepasst wurde, sollte die Einnahme von
Intervention Alunbrig in der nächstniedrigeren Dosis gemäßindiziert Tabelle 1 wieder aufgenommen werden, nachdemeine asymptomatische Bradykardie oder ein
Ruhepuls von 60 Schlägen/min oder mehr erreichtwurde; mit intensiver Überwachung, nachklinischer Maßgabe.
* Alunbrig sollte dauerhaft abgesetzt werden, wennkein mitverursachendes Begleitmedikamentidentifiziert wird.
* Alunbrig sollte bei erneutem Auftreten dauerhaftabgesetzt werden.
Erhöhte CPK- Erhöhte CPK- * Die Einnahme von Alunbrig sollte unterbrochen
Werte Werte Grad 3 oder werden, bis erhöhte CPK-Werte Grad ≤ 1 (≤ 2,5 ×4 (> 5,0 × ULN) ULN) oder der Ausgangswert erreicht werden undmit dann mit der gleichen Dosis wieder aufgenommen
Muskelschmerzen werden.oder -schwäche * Wenn erneut erhöhte CPK-Werte Grad 3 oder 4
Grad ≥ 2 mit Muskelschmerzen oder -schwäche Grad ≥ 2auftreten, sollte Alunbrig unterbrochen werden biserhöhte CPK-Werte Grad ≤ 1 (≤ 2,5 × ULN) oderder Ausgangswert erreicht wird und dann mit dernächstniedrigeren Dosis gemäß Tabelle 1 wiedereingenommen werden.
Nebenwirkung Schweregrad* Dosismodifikation
Erhöhte Lipase- Erhöhung der * Die Einnahme von Alunbrig sollte unterbrochenoder Amylasewerte Lipase- oder werden bis Grad ≤ 1 (≤ 1,5 × ULN) oder der
Amylasewerte Ausgangswert erreicht wird und dann mit der
Grad 3 (> gleichen Dosis wieder aufgenommen werden.2,0 × ULN) * Wenn erneut erhöhte Lipase- oder Amylasewerte
Grad 3 auftreten, sollte Alunbrig unterbrochenwerden bis Grad ≤ 1 (≤ 1,5 × ULN) oder der
Ausgangswert erreicht wird und dann mit dernächstniedrigeren Dosis gemäß Tabelle 1 wiedereingenommen werden.
Erhöhung der * Die Einnahme von Alunbrig sollte unterbrochen
Lipase- oder werden bis Grad ≤ 1 (≤ 1,5 × ULN) erreicht wird
Amylasewerte und dann mit der nächstniedrigeren Dosis gemäß
Grad 4 (> Tabelle 1 wieder aufgenommen werden.5,0 × ULN)
Hepatotoxizität Erhöhung der * Die Einnahme von Alunbrig sollte unterbrochen
Alanin- werden bis der Ausgangswert oder 3 × ULN oder
Aminotransferase- darunter erreicht wird und dann mit der(ALT) oder nächstniedrigeren Dosis gemäß Tabelle 1 wieder
Aspartat- aufgenommen werden.
Aminotransferase-
Werte (AST) Grad3 (> 5,0 × ULN)oder darüber mit
Bilirubin≤ 2 × ULN
Erhöhung der ALT * Alunbrig sollte dauerhaft abgesetzt werden.oder AST Grad 2(> 3 × ULN) oderdarüber beigleichzeitiger
Gesamt-Bilirubin-
Erhöhung > 2 ×
ULN in
Abwesenheit von
Cholestase oder
HämolyseHyperglykämie Grad 3 (über * Wenn selbst bei optimaler medizinischer250 mg/dl oder Behandlung keine adäquate Einstellung des13,9 mmol/l) oder Blutzuckerspiegels erreicht werden kann, solltehöher die Einnahme von Alunbrig solange unterbrochenwerden, bis eine adäquate Einstellung erreicht ist.
Liegen die Werte wieder im Normbereich, kanndie Einnahme von Alunbrig entweder mit dernächstniedrigeren Dosis gemäß Tabelle 1 wiederaufgenommen oder Alunbrig dauerhaft abgesetztwerden.
Sehstörungen Grad 2 oder 3 * Die Einnahme von Alunbrig sollte unterbrochenwerden bis Grad 1 oder der Ausgangswert erreichtwird und dann mit der nächstniedrigeren Dosisgemäß Tabelle 1 wieder aufgenommen werden.
Grad 4 * Alunbrig sollte dauerhaft abgesetzt werden.
Nebenwirkung Schweregrad* Dosismodifikation
Weitere Grad 3 * Die Einnahme von Alunbrig sollte bis zum
Nebenwirkungen Erreichen des Ausgangswerts unterbrochen unddann mit der gleichen Dosis wieder aufgenommenwerden.
* Wenn das Ereignis Grad 3 erneut auftritt, solltedie Einnahme von Alunbrig bis zum Erreichen des
Ausgangswerts unterbrochen und dann mit dernächstniedrigen Dosis (siehe Tabelle 1) wiederaufgenommen oder Alunbrig dauerhaft abgesetztwerden.
Grad 4 * Die Einnahme von Alunbrig sollte bis zum
Erreichen des Ausgangswerts unterbrochen unddann mit der nächstniedrigeren Dosis gemäß
Tabelle 1 wieder aufgenommen werden.
* Wenn das Ereignis Grad 4 erneut auftritt, solltedie Einnahme von Alunbrig bis zum Erreichen des
Ausgangswerts unterbrochen und dann mit dernächstniedrigen Dosis (siehe Tabelle 1) wiederaufgenommen oder Alunbrig dauerhaft abgesetztwerden.
CPK = Kreatinphosphokinase; ULN = Obergrenze des Normalwerts
* Gradeinteilung gemäß National Cancer Institute Common Terminology Criteria for Adverse Events,
Version 4.0 (NCI CTCAE v4).
Besondere PatientengruppenÄltere PatientenDie begrenzten Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit von Alunbrig bei Patienten im Alter von65 Jahren und darüber deuten darauf hin, dass bei älteren Patienten keine Dosisanpassung erforderlichist (siehe Abschnitt 4.8). Es liegen keine Daten zu Patienten über 85 Jahren vor.
Eingeschränkte LeberfunktionBei Patienten mit einer leichten Einschränkung der Leberfunktion (Child-Pugh-Klassifikation A) odereiner mittelschweren Einschränkung der Leberfunktion (Child-Pugh-Klassifikation B) ist keine
Dosisanpassung von Alunbrig erforderlich. Eine reduzierte Anfangsdosis von einmal täglich 60 mgwährend der ersten 7 Tage, dann einmal täglich 120 mg wird für Patienten mit schwerer
Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klassifikation C) empfohlen (siehe Abschnitt 5.2).
Eingeschränkte NierenfunktionBei Patienten mit einer leichten bis mittelschweren Nierenfunktionsstörung (geschätzte glomeruläre
Filtrationsrate [eGFR] ≥ 30 ml/min) ist keine Dosisanpassung von Alunbrig erforderlich. Bei Patientenmit einer schweren Nierenfunktionsstörung (eGFR < 30 ml/min) wird in den ersten 7 Tagen einereduzierte Anfangsdosis von einmal täglich 60 mg empfohlen, dann einmal täglich 90 mg (siehe
Abschnitt 5.2). Patienten mit einer schweren Nierenfunktionsstörung sollten insbesondere in der ersten
Woche engmaschig auf neue oder sich verschlechternde Atemwegssymptome (z. B. Dyspnoe, Hustenusw.) überwacht werden, die auf eine ILD/Pneumonitis hindeuten könnten (siehe Abschnitt 4.4).
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit und Wirksamkeit von Alunbrig bei Patienten unter 18 Jahren ist nicht erwiesen. Esliegen keine Daten vor.
Art der AnwendungAlunbrig ist zum Einnehmen. Die Tabletten sollten im Ganzen und mit Wasser geschluckt werden.
Alunbrig kann mit oder unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.
Grapefruit oder Grapefruitsaft kann die Plasmakonzentrationen von Brigatinib erhöhen und solltevermieden werden (siehe Abschnitt 4.5).
4.3 Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Pulmonale NebenwirkungenBei Patienten, die mit Alunbrig behandelt werden, können schwere, lebensbedrohliche und tödlichepulmonale Nebenwirkungen auftreten, einschließlich solcher mit Symptomen, die auf eine
ILD/Pneumonitis hindeuten (siehe Abschnitt 4.8).
Die meisten pulmonalen Nebenwirkungen wurden in den ersten 7 Tagen der Behandlung beobachtet.
Pulmonale Nebenwirkungen Grad 1 und 2 verschwanden mit Unterbrechung der Behandlung oder
Dosismodifikation. Ein höheres Alter und kürzere Intervalle (weniger als 7 Tage) zwischen der letzten
Verabreichung von Crizotinib und der ersten Verabreichung von Alunbrig waren unabhängigvoneinander mit einer Zunahme dieser pulmonalen Nebenwirkungen verbunden. Diese Faktorensollten bei der Einleitung einer Behandlung mit Alunbrig berücksichtigt werden. Patienten mit einer
Vorgeschichte von ILD oder medikamenteninduzierter Pneumonitis waren von den Zulassungsstudienausgeschlossen.
Bei einigen Patienten trat später im Lauf der Behandlung mit Alunbrig eine Pneumonitis auf.
Die Patienten sollten insbesondere in der ersten Behandlungswoche auf neue oder sichverschlechternde Symptome der Atemwege (z. B. Dyspnoe, Husten etc.) überwacht werden.
Anzeichen einer Pneumonitis bei Patienten mit sich verschlechternden Symptomen der Atemwegesollten umgehend abgeklärt werden. Bei Verdacht auf eine Pneumonitis sollte die Einnahme von
Alunbrig unterbrochen werden und der Patient auf andere Ursachen der Symptome hin untersuchtwerden (z. B. Lungenembolie, Tumorprogression und infektiöse Pneumonie). Die Dosis sollteentsprechend geändert werden (siehe Abschnitt 4.2).
HypertonieBluthochdruck trat bei mit Alunbrig behandelten Patienten auf (siehe Abschnitt 4.8).
Der Blutdruck sollte während der Behandlung mit Alunbrig regelmäßig überwacht werden. Eine
Hypertonie sollte gemäß den Standardrichtlinien zur Einstellung des Blutdrucks behandelt werden.
Die Herzfrequenz sollte bei Patienten, bei denen die gleichzeitige Gabe eines Arzneimittels, von dembekannt ist, dass es Bradykardie verursacht, nicht vermieden werden kann, häufiger überwachtwerden. Bei schwerer Hypertonie (≥ Grad 3) sollte die Einnahme von Alunbrig solange unterbrochenwerden, bis sich die Hypertonie auf Grad 1 oder zum Ausgangswert verbessert hat. Die Dosis sollteentsprechend geändert werden (siehe Abschnitt 4.2).
BradykardieBradykardie trat bei mit Alunbrig behandelten Patienten auf (siehe Abschnitt 4.8). Bei der Anwendungvon Alunbrig in Kombination mit anderen Wirkstoffen, von denen bekannt ist, dass sie Bradykardieverursachen, ist Vorsicht geboten. Herzfrequenz und Blutdruck sollten regelmäßig überwacht werden.
Wenn eine symptomatische Bradykardie auftritt, sollte die Behandlung mit Alunbrig unterbrochen undgleichzeitig eine Begleitmedikation auf Wirkstoffe überprüft werden, die bekannterweise eine
Bradykardie verursachen können. Nach Abklingen der Symptome sollte die Dosis entsprechendangepasst werden (siehe Abschnitt 4.2). Bei einer lebensbedrohlichen Bradykardie, wenn keine
Begleitmedikation gefunden wird, die bekanntermaßen eine Bradykardie verursacht, oder bei einem
Rezidiv, muss die Behandlung mit Alunbrig unterbrochen werden (siehe Abschnitt 4.2).
SehstörungenBei Patienten, die mit Alunbrig behandelt wurden, traten Sehstörungen als Nebenwirkung auf (siehe
Abschnitt 4.8). Die Patienten sollten darauf hingewiesen werden, Sehbeschwerden zu melden. Bei
Auftreten neuer oder Verschlechterung bestehender Sehbeschwerden sollten eine augenärztliche
Untersuchung und eine Dosisreduktion in Erwägung gezogen werden (siehe Abschnitt 4.2).
Erhöhte Kreatinphosphokinase-Werte (CPK)
Bei Patienten, die mit Alunbrig behandelt wurden, traten erhöhte CPK-Werte auf (siehe
Abschnitt 4.8). Die Patienten sollten darauf hingewiesen werden, unerklärliche
Muskelschmerzen, -verhärtungen oder -schwäche zu melden. Die CPK-Werte sollten während der
Behandlung mit Alunbrig regelmäßig überwacht werden. Je nach dem Schweregrad der Erhöhung der
CPK-Werte, und falls diese mit Muskelschmerzen oder -schwäche einhergeht, sollte die Behandlungmit Alunbrig unterbrochen und die Dosis entsprechend angepasst werden (siehe Abschnitt 4.2).
Erhöhte Pankreasenzym-Werte
Bei Patienten, die mit Alunbrig behandelt wurden, traten Erhöhungen der Amylase- und Lipasewerteauf (siehe Abschnitt 4.8). Die Lipase- und Amylasewerte sollten während der Behandlung mit
Alunbrig regelmäßig überwacht werden. Je nach dem Schweregrad der Abweichungen der Laborwertesollte die Behandlung mit Alunbrig unterbrochen und die Dosis entsprechend angepasst werden (siehe
Abschnitt 4.2).
HepatotoxizitätBei Patienten, die mit Alunbrig behandelt wurden, traten Erhöhungen der Leberenzymwerte(Aspartat-Aminotransferase, Alanin-Aminotransferase) und Bilirubin auf (siehe Abschnitt 4.8). Die
Leberfunktion einschließlich AST, ALT und Gesamtbilirubin sollte vor Beginn der Behandlung mit
Alunbrig und dann während der ersten 3 Behandlungsmonate alle 2 Wochen untersucht werden.
Danach sollte die Überwachung periodisch durchgeführt werden. Je nach dem Schweregrad der
Abweichungen der Laborwerte sollte die Behandlung unterbrochen und die Dosis entsprechendangepasst werden (siehe Abschnitt 4.2).
HyperglykämieBei Patienten, die mit Alunbrig behandelt wurden, traten erhöhte Blutzuckerwerte auf. Der
Nüchternblutzucker sollte vor Beginn der Behandlung mit Alunbrig untersucht und danach regelmäßigüberwacht werden. Eine Behandlung mit blutzuckersenkenden Arzneimitteln sollte nach Bedarfeingeleitet oder optimiert werden. Wenn der Blutzuckerspiegel auch bei optimaler medizinischer
Behandlung nicht angemessen eingestellt werden kann, sollte Alunbrig solange abgesetzt werden, bisdie angestrebte Einstellung des Blutzuckerwerts erreicht ist; anschließend kann eine wie in Tabelle 1beschriebene Reduzierung der Dosis in Betracht gezogen werden oder Alunbrig dauerhaft abgesetztwerden.
Wechselwirkungen mit anderen ArzneimittelnDie gleichzeitige Anwendung von Alunbrig mit starken CYP3A-Hemmern sollte vermieden werden.
Wenn die gleichzeitige Anwendung von starken CYP3A-Hemmern nicht vermieden werden kann,sollte die Dosis von Alunbrig von 180 mg auf 90 mg oder von 90 mg auf 60 mg reduziert werden.
Nach Absetzen eines starken CYP3A-Hemmers sollte Alunbrig wieder in der Dosis angewendetwerden, die vor Beginn des starken CYP3A-Hemmers toleriert wurde.
Die gleichzeitige Anwendung von Alunbrig mit starken und moderaten CYP3A-Induktoren solltevermieden werden (siehe Abschnitt 4.5). Wenn die gleichzeitige Anwendung von moderaten
CYP3A-Induktoren nicht vermieden werden kann, kann die Dosis von Alunbrig nach 7-tägiger
Behandlung mit der derzeitigen Alunbrig-Dosis in 30-mg-Schritten gesteigert werden, bis maximal diedoppelte Alunbrig-Dosis erreicht ist, die vor Beginn der Einnahme des moderaten CYP3A-Induktorstoleriert wurde. Nach Absetzen eines moderaten CYP3A-Induktors sollte Alunbrig wieder in der Dosisangewendet werden, die vor Beginn des moderaten CYP3A-Induktors toleriert wurde.
Lichtempfindlichkeit und Lichtdermatose
Lichtempfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht wurde unter Anwendung von Alunbrig berichtet (siehe
Abschnitt 4.8). Den Patienten sollte geraten werden, während der Einnahme von Alunbrig und nochmindestens 5 Tage nach Beendigung der Behandlung längere Sonnenexpositionen zu vermeiden. Den
Patienten sollte ebenfalls geraten werden, bei Aufenthalten im Freien zum Schutz vor einem
Sonnenbrand eine Kopfbedeckung und schützende Kleidung zu tragen, sowie ein
Breitspektrum-Sonnenschutzmittel gegen Ultraviolett A (UVA)/Ultraviolett B (UVB) Strahlung und
Lippenbalsam (LSF ≥ 30) zu verwenden. Bei schweren Lichtempfindlichkeitsreaktionen (≥ Grad 3)sollte Alunbrig bis zur Erholung auf den Ausgangswert nicht weitergegeben werden. Die Dosis sollteentsprechend angepasst werden (siehe Abschnitt 4.2).
FertilitätFrauen im gebärfähigen Alter sollten darauf hingewiesen werden, während der Behandlung mit
Alunbrig und mindestens 4 Monate nach der letzten Einnahme eine zuverlässige, nicht-hormonelle
Verhütungsmethode anzuwenden. Männer mit Frauen im gebärfähigen Alter sollten daraufhingewiesen werden, während der Behandlung mit Alunbrig und mindestens 3 Monate nach derletzten Einnahme (siehe Abschnitt 4.6), eine zuverlässige Verhütungsmethode anzuwenden.
LactoseAlunbrig enthält Lactosemonohydrat. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz,völligem Lactasemangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nichtanwenden.
NatriumDieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d. h. es ist nahezu'natriumfrei“.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Wirkstoffe, die die Brigatinib-Plasmakonzentration erhöhen können
CYP3A-Hemmer
In vitro-Studien zeigten, dass Brigatinib ein Substrat von CYP3A4/5 ist. Bei gesunden Probandenerhöhte die gleichzeitige Gabe von mehreren 200-mg-Dosen Itraconazol, einem starken
CYP3A-Hemmer, zweimal täglich, mit einer Einzeldosis von 90 mg Brigatinib die Cmax von Brigatinibum 21 %, AUC0-INF um 101 % (2-fach) und AUC0-120 um 82 % (< 2-fach), bezogen auf eine alleinverabreichte 90 mg Brigatinib-Dosis. Die gleichzeitige Anwendung von starken CYP3A-Hemmernmit Alunbrig, einschließlich, aber nicht beschränkt auf bestimmte antivirale Medikamente (z. B.
Indinavir, Nelfinavir, Ritonavir, Saquinavir), Makrolid-Antibiotika (z. B. Clarithromycin,
Telithromycin, Troleandomycin), Antimykotika (z. B. Ketoconazol, Voriconazol) und Nefazodonsollte vermieden werden. Wenn die gleichzeitige Anwendung von starken CYP3A-Hemmern nichtvermieden werden kann, sollte die Dosis von Alunbrig um ca. 50 % von 180 mg auf 90 mg oder von90 mg auf 60 mg reduziert werden. Nach Absetzen eines starken CYP3A-Hemmers sollte Alunbrigwieder in der Dosis eingenommen werden, die vor Beginn des starken CYP3A-Hemmers toleriertwurde.
Moderate CYP3A-Hemmer (z. B. Diltiazem und Verapamil) können die AUC von Brigatinib umungefähr 40 % erhöhen, auf Simulationen mit einem physiologischen pharmakokinetischen Modellbasierend. Bei einer Einnahme von Alunbrig in Kombination mit moderaten CYP3A-Hemmern istkeine Dosisanpassung erforderlich. Die Patienten sollten bei einer gleichzeitigen Verabreichung vonmoderaten CYP3A-Hemmern mit Alunbrig engmaschig überwacht werden.
Auch Grapefruit oder Grapefruitsaft kann die Plasmakonzentrationen von Brigatinib erhöhen undsollte vermieden werden (siehe Abschnitt 4.2).
CYP2C8-Hemmer
In vitro-Studien zeigten, dass Brigatinib ein Substrat von CYP2C8 ist. Bei gesunden Probanden führtedie mehrmalige gleichzeitige Gabe von zweimal täglich 600 mg Gemfibrozil, einem starken
CYP2C8-Hemmer, mit einer Einzeldosis von 90 mg Brigatinib bezogen auf 90 mg alleinverabreichtem Brigatinib zu einer Senkung der Brigatinib Cmax um 41 %, AUC0-INF um 12 % und
AUC0-120 um 15 %. Die Auswirkungen von Gemfibrozil auf die Pharmakokinetik von Brigatinib sindklinisch nicht bedeutsam, wobei der zugrunde liegende Mechanismus für die verringerte Expositionvon Brigatinib unbekannt ist. Bei gleichzeitiger Verabreichung starker CYP2C8-Hemmer ist keine
Dosisanpassung erforderlich.
P-gp- und BCRP-Hemmer
Brigatinib ist in vitro ein Substrat von P-Glykoprotein (P-gp) und dem Breast Cancer Resistance
Protein - BCRP. Angesichts der hohen Löslichkeit und hohen Gewebegängigkeit von Brigatinib wirdnicht erwartet, dass die Hemmung von P-gp und BCRP zu einer klinisch bedeutsamen Veränderungder systemischen Exposition von Brigatinib führt. Bei gleichzeitiger Anwendung von P-gp- und
BCRP-Hemmern ist keine Dosisanpassung erforderlich.
Substanzen, die die Brigatinib-Plasmakonzentration verringern können
CYP3A-InduktorenBei gesunden Probanden führte die mehrfache gleichzeitige Gabe von 600 mg Rifampicin, einemstarken CYP3A-Induktor, mit einer Einzeldosis von 180 mg Brigatinib zu einer Senkung von
Brigatinib Cmax um 60 %, AUC0-INF um 80 % (5-fach) und AUC0-120 um 80 % (5-fach), bezogen aufeine allein verabreichte Dosis von 180 mg Brigatinib. Die gleichzeitige Anwendung von starken
CYP3A-Induktoren mit Alunbrig, einschließlich, aber nicht beschränkt auf Rifampicin, Carbamazepin,
Phenytoin, Rifabutin, Phenobarbital und Johanniskraut, sollte vermieden werden.
Mit Simulationen eines physiologischen pharmakokinetischen Modells konnte gezeigt werden, dassmoderate CYP3A-Induktoren die AUC von Brigatinib um ungefähr 50 % verringern können. Diegleichzeitige Anwendung von moderaten CYP3A-Induktoren mit Alunbrig, einschließlich, aber nichtbeschränkt auf Efavirenz, Modafinil, Bosentan, Etravirin und Nafcillin, sollte vermieden werden.
Wenn die gleichzeitige Anwendung von moderaten CYP3A-Induktoren nicht vermieden werden kann,kann die Dosis von Alunbrig nach 7-tägiger Behandlung mit der derzeitigen Alunbrig-Dosis in30-mg-Schritten gesteigert werden, bis maximal die doppelte Alunbrig-Dosis erreicht ist, die vor
Beginn der Einnahme des moderaten CYP3A-Induktors toleriert wurde. Nach Absetzen einesmoderaten CYP3A-Induktors sollte Alunbrig wieder in der Dosis angewendet werden, die vor Beginndes moderaten CYP3A-Induktors toleriert wurde.
Substanzen, deren Plasmakonzentrationen durch Brigatinib verändert werden können
CYP3A-Substrate
In vitro-Studien an Hepatozyten zeigten, dass Brigatinib ein Induktor von CYP3A4 ist. Bei
Krebspatienten verringerte die gleichzeitige Anwendung mehrerer 180 mg Alunbrig-Tagesdosen miteiner oralen Einzeldosis von 3 mg Midazolam, einem sensitiven CYP3A-Substrat, die Cmax von
Midazolam um 16 %, die AUC0-INF um 26 % und die AUC0-last um 30 % im Vergleich zu einer alleinverabreichten oralen Midazolam-Dosis von 3 mg. Brigatinib verringert die Plasmakonzentration vongleichzeitig verabreichten Arzneimitteln, die hauptsächlich durch CYP3A verstoffwechselt werden.
Daher sollte die gleichzeitige Anwendung von Alunbrig mit CYP3A-Substraten mit einer geringentherapeutischen Breite (z. B. Alfentanil, Fentanyl, Chinidin, Cyclosporin, Sirolimus, Tacrolimus)vermieden werden, da ihre Wirksamkeit verringert werden kann.
Alunbrig kann auch andere Enzyme und Transportsysteme (z. B. CYP2C, P-gp) über die gleichen
Mechanismen induzieren, die für die Induktion von CYP3A verantwortlich sind (z. B.
Pregnan-X-Rezeptor-Aktivierung).
Transportersubstrate
Durch eine gleichzeitige Verabreichung von Brigatinib mit P-gp-Substraten (z. B. Digoxin,
Dabigatran, Colchicin, Pravastatin), BCRP (z. B. Methotrexat, Rosuvastatin, Sulfasalazin),organischem Kationtransporter 1 (OCT1), Multidrug- und Toxin-Extrusionsprotein 1 (MATE1), und2K (MATE2K) können deren Plasmakonzentrationen erhöht werden. Patienten sollten engmaschigüberwacht werden, wenn Alunbrig zusammen mit Substraten dieser Transporter mit einer geringentherapeutischen Breite (z. B. Digoxin, Dabigatran, Methotrexat) verabreicht wird.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Frauen im gebärfähigen Alter/Verhütung bei Männern und FrauenFrauen im gebärfähigen Alter, die mit Alunbrig behandelt werden, sollte angeraten werden, nichtschwanger zu werden, und Männern, die mit Alunbrig behandelt werden, sollte angeraten werden,während der Behandlung kein Kind zu zeugen. Frauen im gebärfähigen Alter sollten daraufhingewiesen werden, während der Behandlung mit Alunbrig und mindestens 4 Monate nach derletzten Dosis eine zuverlässige, nicht-hormonelle Verhütungsmethode anzuwenden. Männer mitweiblichen Partnern im gebärfähigen Alter sollten darauf hingewiesen werden, während der
Behandlung mit Alunbrig und mindestens 3 Monate nach der letzten Einnahme, eine zuverlässige
Verhütungsmethode anzuwenden.
SchwangerschaftDie Anwendung von Alunbrig bei schwangeren Frauen kann Schäden beim Fötus verursachen.
Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe Abschnitt 5.3). Es liegenkeine klinischen Daten zur Anwendung von Alunbrig bei Schwangeren vor. Alunbrig darf währendder Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, dass eine Behandlung mit Alunbrigaufgrund des klinischen Zustandes der werdenden Mutter erforderlich ist. Wenn Alunbrig während der
Schwangerschaft angewendet wird oder wenn die Patientin während der Einnahme dieses
Arzneimittels schwanger wird, sollte die Patientin über die mögliche Gefahr für den Fötus aufgeklärtwerden.
StillzeitEs ist nicht bekannt, ob Alunbrig in die Muttermilch übergeht. Aufgrund der verfügbaren Daten kannein Übertritt in die Muttermilch nicht ausgeschlossen werden. Das Stillen ist während der Behandlungmit Alunbrig zu unterbrechen.
FertilitätEs liegen keine Daten zur Wirkung von Alunbrig auf die Fertilität von Menschen vor. Die Ergebnissevon Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe an männliche Tiere deuten darauf hin, dass Alunbrigbei Männern zu einer verminderten Fruchtbarkeit führen kann (siehe Abschnitt 5.3). Die klinische
Relevanz dieser Befunde für die menschliche Fertilität ist unbekannt.
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
MaschinenAlunbrig hat geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von
Maschinen. Beim Autofahren oder Bedienen von Maschinen ist jedoch Vorsicht geboten, da bei
Patienten während der Behandlung von Alunbrig Sehstörungen, Schwindelgefühl oder Müdigkeitauftreten können.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des SicherheitsprofilsDie häufigsten Nebenwirkungen (≥ 25 %) bei Patienten, die mit Alunbrig in der empfohlenen
Dosierung behandelt wurden, waren erhöhte AST-Werte, erhöhte CPK-Werte, Hyperglykämie,erhöhte Lipase-Werte, Hyperinsulinämie, Diarrhö, erhöhte ALT-Werte, erhöhte Amylase-Werte,
Anämie, Übelkeit, Müdigkeit, Hypophosphatämie, verringerte Lymphozytenzahl, Husten, erhöhtealkalische Phosphatase, Hautausschlag, verlängerte aPTT, Myalgie, Kopfschmerzen, Hypertonie,verminderte Leukozytenzahl, Dyspnoe und Erbrechen.
Die häufigsten schwerwiegenden Nebenwirkungen (≥ 2 %), die nicht mit einer Tumorprogressionassoziiert waren bei Patienten mit Alunbrig in der empfohlenen Dosierung, waren Pneumonie,
Pneumonitis, Dyspnoe und Pyrexie.
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenDie nachfolgend beschriebenen Daten spiegeln die Exposition gegenüber Alunbrig im empfohlenen
Dosierungsschema aus drei klinischen Studien wider: einer Phase-III-Studie (ALTA 1 L) bei Patientenmit fortgeschrittenem ALK-positivem NSCLC, die zuvor nicht mit einem ALK-Inhibitor behandeltwurden (N = 136), einer Phase-II-Studie (ALTA) bei Patienten mit ALK-positivem NSCLC, bei denenes unter Crizotinib zu einem Fortschreiten der Erkrankung kam (N = 110), und einer
Dosiseskalations- bzw. -expansionsstudie der Phase I/II bei Patienten mit fortgeschrittenen malignen
Erkrankungen (N = 28). In diesen Studien betrug die mediane Dauer der Exposition bei den Patienten,die in der empfohlenen Dosierung mit Alunbrig behandelt wurden, 21,8 Monate.
Die Nebenwirkungen sind in Tabelle 3 aufgeführt und nach Systemorganklasse, bevorzugtem
Terminus und Häufigkeit aufgegliedert. Die Häufigkeitskategorien sind sehr häufig (≥ 1/10), häufig(≥ 1/100 bis < 1/10) und gelegentlich (≥ 1/1000 bis < 1/100). Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppewerden unerwünschte Nebenwirkungen in der Reihenfolge der Häufigkeit aufgeführt.
Tabelle 3: Bei Patienten, die mit Alunbrig behandelt wurden, gemeldete Nebenwirkungen(gemäß den allgemeinen Terminologiekriterien für unerwünschte Ereignisse (CTCAE) Version4.03) beim Dosisregime von 180 mg (N = 274)
Systemorgan- Häufigkeits- Nebenwirkungen† Nebenwirkungenklasse kategorie Alle Grade Grad 3 und 4
Infektionen und Sehr häufig Pneumoniea,bparasitäre Infektion der oberen
Erkrankungen Atemwege
Häufig Pneumoniea
Erkrankungen Sehr häufig Anämie Lymphozytenzahl erniedrigtdes Blutes und Lymphozytenzahl vermindertdes aPTT verlängert
Lymphsystems Leukozytenzahl vermindert
Neutrophilenzahl vermindert
Häufig Thrombozytenzahl vermindert aPTT verlängert
AnämieGelegentlich Neutrophilenzahl vermindert
Stoffwechsel- Sehr häufig Hyperglykämieund Hyperinsulinämiec
Ernährungs- Hypophosphatämiestörungen Hypomagnesiämie
Hyperkalzämie
HyponatriämieHypokaliämie
Appetit vermindert
Häufig Hypophosphatämie
HyperglykämieHyponatriämieHypokaliämie
Verminderter Appetit
Psychiatrische Häufig Schlaflosigkeit
Erkrankungen
Erkrankungen Sehr häufig Kopfschmerzddes Periphere Neuropathiee
Nervensystems Schwindelgefühl
Häufig Eingeschränktes Kopfschmerzd
Erinnerungsvermögen Periphere Neuropathiee
Geschmacksstörung
Gelegentlich Schwindel
Augenerkran- Sehr häufig Sehstörungenfkungen
Häufig Sehstörungenf
Herzerkran- Häufig Bradykardieg QT-Verlängerung im EKGkungen QT-Verlängerung im EKG
Tachykardieh
PalpitationenGelegentlich Bradykardieg
Gefäßerkran- Sehr häufig Hypertoniei Hypertonieikungen
Systemorgan- Häufigkeits- Nebenwirkungen† Nebenwirkungenklasse kategorie Alle Grade Grad 3 und 4
Erkrankungen Sehr häufig Hustender Atemwege, Atemnotjdes Brustraums Häufig Pneumonitisk Pneumonitiskund Atemnotj
Mediastinums
Erkrankungen Sehr häufig Lipase erhöht Lipase erhöhtdes Diarrhoe
Gastrointesti- Amylase erhöhtnaltrakts Übelkeit
ErbrechenAbdominalschmerzl
ObstipationStomatitism
Häufig Trockener Mund Amylase erhöht
Dyspepsie Übelkeit
Blähungen Abdominalschmerz l
Diarrhoe
Gelegentlich Pankreatitis Erbrechen
Stomatitism
Dyspepsie
PankreatitisLeber- und Sehr häufig AST erhöht
Gallenerkran- ALT erhöhtkungen Alkalische Phosphatase erhöht
Häufig Laktatdehydrogenase im ALT erhöht
Serum erhöht AST erhöht
Hyperbilirubinämie Alkalische Phosphatase erhöht
Gelegentlich Hyperbilirubinämie
Erkrankungen Sehr häufig Ausschlagnder Haut und Pruritusodes Unterhaut- Häufig Trockene Haut Ausschlagngewebes Lichtempfindlichkeitsreaktionp Lichtempfindlichkeitsreaktionp
Gelegentlich Trockene Haut
Prurituso
Skelettmuskulat Sehr häufig CPK im Blut erhöht CPK im Blut erhöhtur-, Myalgieq
Bindegewebs- Arthralgieund Häufig Muskuloskelettale
Knochenerkran Brustschmerzenkungen Schmerzen in den Extremitäten
Muskuloskelettale Steifigkeit
Gelegentlich Schmerzen in den
Extremitäten
Muskuloskelettale
Brustschmerzen
Myalgieq
Erkrankungen Sehr häufig Kreatinin im Blut erhöhtder Nieren und
Harnwege
Systemorgan- Häufigkeits- Nebenwirkungen† Nebenwirkungenklasse kategorie Alle Grade Grad 3 und 4
Allgemeine Sehr häufig Erschöpfungr
Erkrankungen Ödemesund Pyrexie
Beschwerden Häufig Nicht-kardialer Brustschmerz Erschöpfungram Verabrei- Beschwerden im Brustkorbchungsort Schmerzen
Gelegentlich Pyrexie
Ödemes
Nicht-kardialer Brustschmerz
Untersuchunge Häufig Erhöhter Cholesterinspiegeltn Gewicht vermindert
Gelegentlich Gewicht vermindert† Die Häufigkeiten der ADR-Terms, die mit chemischen und hämatologischen Laborveränderungen einhergehen, wurdenauf der Grundlage der Häufigkeit pathologischer Laborveränderungen gegenüber dem Ausgangswert bestimmt.a Einschließlich atypischer Pneumonie, Pneumonie, Aspirationspneumonie, Kryptokokken-Pneumonie, Infektion derunteren Atemwege, Virusinfektion der unteren Atemwege, Infekte der Lungeb Einschließlich Ereignisse von Grad 5c Grad nicht zutreffendd Einschließlich Kopfschmerz, Nebenhöhlenkopfschmerzen, kranielle Beschwerden, Migräne, Spannungskopfschmerzene Einschließlich Parästhesie, periphere sensorische Neuropathie, Dysästhesie, Hyperästhesie, Hypästhesie, Neuralgie,periphere Neuropathie, Neurotoxizität, periphere motorische Neuropathie, Polyneuropathie, brennendes Gefühl,postherpetische Neuralgief Einschließlich verändertem räumlichen Sehen, Katarakt, erworbene Farbenblindheit, Doppeltsehen, Glaukom, erhöhter
Augeninnendruck, Makulaödem, Photophobie, Photopsie, Netzhautödem, verschwommenes Sehen, verringerte
Sehschärfe, Gesichtsfeldeinschränkungen, Sehbehinderung, Glaskörperablösung, Mouches volantes, Amaurosis fugaxg Einschließlich Bradykardie, Sinusbradykardieh Einschließlich Sinustachykardie, Tachykardie, Vorhoftachykardie, erhöhte Herzfrequenzi Einschließlich hoher Blutdruck, diastolische Hypertonie, Hypertonie, systolische Hypertoniej Einschließlich Dyspnoe, Belastungsdyspnoek Einschließlich interstitielle Lungenerkrankung, Pneumonitisl Einschließlich abdominale Beschwerden, Blähungen, Abdominalschmerz, Schmerzen im Unterbauch, Schmerzen im
Oberbauch, epigastrische Beschwerdenm Einschließlich Stomatitis aphtosa, Stomatitis, aphthöse Geschwüre, Geschwüre im Mund, Blasenbildung in der
Mundschleimhautn Einschließlich akneiforme Dermatitis, Erythem, exfoliativer Ausschlag, erythematöser Hautausschlag, fleckiger
Hautausschlag, makulopapulöser Hautausschlag, makulopapulöser Ausschlag, papulöser Hautausschlag, juckender
Hautausschlag, pustulöser Hautausschlag, Dermatitis, allergische Dermatitis, Kontaktdermatitis, generalisiertes Erythem,follikulärer Hautausschlag, Urtikaria, Arzneimittelexanthem, toxischer Hautausschlago Einschließlich Juckreiz, Juckreiz bei Allergie, allgemeiner Juckreiz, Juckreiz im Genitalbereich, vaginaler Juckreizp Einschließlich Lichtempfindlichkeitsreaktion, polymorphe Lichtdermatosen, Sonnendermatitisq Einschließlich muskuloskelettale Schmerzen, Muskelschmerzen, Muskelkrämpfe, Muskelverspannungen,
Muskelzuckungen, muskuloskelettale Beschwerdenr Einschließlich Asthenie, Erschöpfungs Einschließlich Augenlidödem, Gesichtsödem, periphere Ödeme, periorbitale Ödeme, Schwellung der Gesichtshaut,generalisierte Ödeme, periphere Schwellung, Angioödem, Schwellung der Lippen, periorbitale Schwellung, Schwellungder Haut, Schwellung des Augenlidst Einschließlich erhöhter Cholesterinspiegel, Hypercholesterinämie
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenPulmonale NebenwirkungenIn der ALTA 1 L-Studie trat bei 2,9 % der Patienten zu Beginn der Behandlung (innerhalb von8 Tagen) eine interstitielle Lungenerkrankung (ILD)/Pneumonitis aller Grade auf, wobei 2,2 % der
Patienten eine ILD/Pneumonitis Grad 3 und 4 aufwiesen. Es trat keine letale ILD/Pneumonitis auf.
Darüber hinaus trat bei 3,7 % der Patienten im späteren Behandlungsverlauf eine Pneumonitis auf.
In der ALTA-Studie traten bei 6,4 % der Patienten früh in der Behandlung (innerhalb von 9 Tagen,medianer Beginn: 2 Tage) pulmonale Nebenwirkungen aller Art auf, einschließlich interstitielle
Lungenkrankheit (ILD)/Pneumonitis, Lungenentzündung und Dyspnoe; 2,7 % der Patienten hattenpulmonale Nebenwirkungen Grad 3 und 4 und bei einem Patienten (0,5 %) trat eine letale
Lungenentzündung auf. Nach pulmonalen Nebenwirkungen Grad 1 und 2 wurde die Behandlung mit
Alunbrig entweder unterbrochen und dann wieder aufgenommen oder die Dosis wurde reduziert.
Frühere pulmonale Nebenwirkungen traten auch in einer Dosiseskalationsstudie bei Patienten auf(n = 137) (Studie 101), einschließlich drei Fälle mit letalem Ausgang (Hypoxie, akutes
Atemnotsyndrom und Pneumonie). Darüber hinaus trat bei 2,3 % der Patienten in der ALTA-Studieim späteren Behandlungsverlauf eine Pneumonitis auf, wobei 2 Patienten eine Pneumonitis Grad 3hatten (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).
Ältere PatientenFrüh einsetzende pulmonale Nebenwirkungen traten bei 10,1 % der Patienten ≥ 65 Jahre auf,verglichen mit 3,1 % der Patienten < 65 Jahre.
HypertonieBei 30 % der Patienten, die mit Alunbrig (180 mg/Tag) behandelt wurden, trat eine Hypertonie auf,wobei 11 % eine Hypertonie Grad 3 aufwiesen. Eine Dosisverringerung aufgrund von Hypertoniewurde bei 1,5 % der Patienten im 180 mg-Arm vorgenommen. Der mittlere systolische unddiastolische Blutdruck stieg bei allen Patienten im Laufe der Zeit an (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).
BradykardieBei 8,4 % der Patienten, die mit Alunbrig im 180 mg-Arm behandelt wurden, trat eine Bradykardieauf.
Herzfrequenzen von weniger als 50 Schlägen pro Minute traten bei 8,4 % der Patienten im180 mg-Arm auf (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).
SehstörungenBei 14 % der Patienten, die mit Alunbrig im180 mg-Arm behandelt wurden, traten Nebenwirkungen in
Form von Sehstörungen auf. Dabei handelte es sich auch um 3 Nebenwirkungen (1,1 %) Grad 3,einschließlich Makulaödem und Katarakt.
Bei zwei Patienten (0,7 %) im 180 mg-Arm wurde eine Dosisverringerung aufgrund von Sehstörungenvorgenommen (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).
Periphere NeuropathieBei 20 % der Patienten, die mit Alunbrig im 180 mg-Arm behandelt wurden, traten Nebenwirkungenin Form einer peripheren Neuropathie auf. Bei 33 % der Patienten verschwanden diese
Nebenwirkungen wieder. Die mediane Dauer dieser Nebenwirkungen betrug 6,6 Monate mit einermaximalen Dauer von 28,9 Monaten.
Erhöhte Kreatinphosphokinase-Werte (CPK)
In der ALTA 1 L und ALTA-Studie traten bei 64 % der Patienten, die mit Alunbrig im 180 mg-Armbehandelt wurden, erhöhte CPK-Werte auf. Die Inzidenz erhöhter CPK-Werte Grad 3 und 4 betrug18 %. Die mittlere Zeit bis zum Einsetzen der CPK-Erhöhungen betrug 28 Tage.
Bei 10 % der Patienten im 180 mg-Arm wurde eine Dosisverringerung aufgrund von erhöhten
CPK-Werten vorgenommen (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).
Erhöhte Pankreasenzymwerte
Bei 47 % bzw. 54 % der Patienten, die mit Alunbrig im 180 mg-Arm behandelt wurden, traten
Erhöhungen von Amylase bzw. Lipase auf. Bei Grad 3 und 4 betrugen die Inzidenzen für eine
Erhöhung der Amylase- bzw. Lipase-Werte 7,7 % bzw. 15 %. Die mittlere Zeit bis zum Einsetzen der
Amylase- und Lipase-Erhöhung betrug 16 bzw. 29 Tage.
Dosisverringerungen aufgrund einer Erhöhung der Lipase- bzw. Amylase-Werte wurde bei 4,7 % bzw.2,9 % der Patienten im 180 mg-Arm vorgenommen (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).
Erhöhte Leberenzym-Werte
Erhöhungen der ALT bzw. AST traten bei 49 % bzw. 68 % der Patienten, die mit Alunbrig im180 mg-Arm behandelt wurden, auf. Bei Grad 3 und 4 betrugen die Inzidenzen für eine Erhöhung der
ALT bzw. AST-Werte 4,7 % bzw. 3,6 %.
Dosisverringerungen aufgrund einer Erhöhung der ALT- oder AST-Werte wurden bei 0,7 % bzw.1,1 % der Patienten im 180-mg-Arm (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4) vorgenommen.
HyperglykämieBei 61 % der Patienten trat eine Hyperglykämie auf. Eine Hyperglykämie Grad 3 trat bei 6,6 % der
Patienten auf.
Bei keinem Patienten wurden Dosisverringerungen aufgrund von Hyperglykämie vorgenommen.
Lichtempfindlichkeit und Lichtdermatose
Eine gepoolte Analyse von sieben klinischen Studien mit Daten von 804 Patienten, die mit Alunbrig inunterschiedlichen Dosierungsschemata behandelt wurden, zeigte, dass bei 5,8 % der Patienten über
Lichtempfindlichkeit und Lichtdermatose berichtet wurde und bei 0,7 % der Patienten ein Grad 3-4auftrat. Bei 0,4 % der Patienten wurden Dosisverringerungen (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4)vorgenommen.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Es gibt kein spezifisches Antidot für eine Überdosierung mit Alunbrig. Im Falle einer Überdosierungmuss der Patient auf Nebenwirkungen überwacht werden (siehe Abschnitt 4.8) und eine angemesseneunterstützende Behandlung muss durchgeführt werden.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Antineoplastische Mittel, Proteinkinase-Inhibitoren,
ATC-Code: L01ED04
WirkmechanismusBrigatinib ist ein Tyrosinkinase-Hemmer, der gegen ALK, c-ros oncogene 1 (ROS1) und den
Insulin-like Growth Factor 1 Receptor (IGF-1R) gerichtet ist. In in vitro- und in vivo-Assays hemmte
Brigatinib die Autophosphorylierung von ALK sowie der ALK-vermittelten Phosphorylierung desnachgelagerten Signalproteins STAT3.
Brigatinib inhibierte die in vitro-Proliferation von Zelllinien, die EML4-ALK- und
NPM-ALK-Fusionsproteine exprimieren, und zeigte eine dosisabhängige Hemmung von
EML4-ALK-positivem NSCLC-Xenotransplantat-Wachstum bei Mäusen. Brigatinib hemmte diein vitro- und in vivo-Lebensfähigkeit von Zellen, die mutierte Formen von EML4-ALK exprimieren,die mit einer Resistenz gegen ALK-Hemmer in Verbindung gebracht werden, einschließlich G1202Rund L1196M.
EKG-Befunde
In der Studie 101 wurde das QT-Intervall-Verlängerungspotenzial von Alunbrig bei 123 Patienten mitfortgeschrittenen malignen Erkrankungen nach einmal täglicher Verabreichung von 30 bis 240 mg
Brigatinib untersucht. Die maximale mittlere QTcF (nach der Fridericia-Methode korrigierte
QT-Änderung) gegenüber dem Ausgangswert betrug weniger als 10 ms. Eine Expositions-QT-Analyselegte keine konzentrationsabhängige Verlängerung des QTc-Intervalls nahe.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitALTA 1 L
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Alunbrig wurde in einer randomisierten (1:1), offenen,multizentrischen Studie (ALTA 1 L) an 275 erwachsenen Patienten mit fortgeschrittenem
ALK-positivem NSCLC untersucht, die zuvor nicht mit einer auf ALK abzielenden Therapiebehandelt wurden. Die Kriterien erlaubten den Einschluss von Patienten mit einer dokumentierten
ALK-Translokation, basierend auf einem lokalen Standardtest, als auch Patienten mit einem ECOG
Performance Status von 0-2. Die Patienten durften zuvor mit bis zu einem Regime Chemotherapie imlokal fortgeschrittenen oder metastasierten Stadium behandelt worden sein. Außerdem wurdenneurologisch stabile Patienten mit behandelten oder unbehandelten ZNS-Metastasen, einschließlichleptomeningealer Metastasen, eingeschlossen. Patienten mit einer Vorgeschichte von interstitieller
Lungenerkrankung, medikamentenbedingter Pneumonitis oder Strahlenpneumonitis wurdenausgeschlossen.
Die Patienten wurden im Verhältnis 1:1 randomisiert und erhielten einmal täglich 180 mg Alunbrigmit einer Einleitungsphase von 7 -Tagen einmal täglich -90 mg (N = 137) oder zweimal täglich oral250 mg Crizotinib (N = 138). Die Randomisierung wurde hinsichtlich Hirnmetastasen (vorhanden,abwesend) und vorausgegangener Chemotherapie bei lokal fortgeschrittener oder metastasierender
Erkrankung (ja, nein) stratifiziert.
Den Patienten im Crizotinib-Arm, bei denen es zu einem Fortschreiten der Erkrankung kam, wurdeeine Umstellung auf die Behandlung mit Alunbrig angeboten. Von allen 121 Patienten, die in den
Crizotinib-Arm randomisiert wurden und die Studienbehandlung bis zum Zeitpunkt der endgültigen
Analyse abbrachen, erhielten 99 Patienten (82 %) anschließend ALK-Tyrosinkinase-Hemmer (TKI).80 Patienten (66 %), einschließlich der 65 Patienten (54 %), die ursprünglich zum Crizotinib-Armrandomisiert worden waren und dann während der Studie zur Behandlung mit Alunbrig gewechseltwaren, erhielten anschließend eine Behandlung mit Alunbrig.
Der primäre Endpunkt war das von einem verblindeten unabhängigen Gutachterkomitee (Blinded
Independent Review Committee, BIRC) bestätigte progressionsfreie Überleben (PFS) gemäß den
Bewertungskriterien für Ansprechen bei soliden Tumoren (Response Evaluation Criteria in Solid
Tumours, RECIST v1.1). Zu den weiteren durch ein BIRC bewerteten Endpunkten gehörten dieobjektive Gesamtansprechrate (ORR), die Dauer des Ansprechens (DOR), die Zeit bis zum
Ansprechen und die Krankheitskontrollrate (DCR) sowie die intrakranielle ORR, die intrakranielle
PFS und die intrakranielle DOR. Die von einem Prüfarzt untersuchten Endpunkte umfassten dasprogressionsfreie Überleben (PFS) und das Gesamtüberleben.
Die demographischen Daten zu Studienbeginn und die Krankheitsmerkmale in der ALTA 1 L-Studiewaren medianes Alter von 59 Jahren (Bereich 27 bis 89 Jahre; 32 % waren 65 Jahre und älter), 59 %weiß und 39 % asiatisch, 55 % weiblich, 39 % ECOG PS 0 und 56 % ECOG PS 1, 58 % Nichtraucher,93 % Erkrankungsstadium IV, 96 % mit Adenokarzinom, 30 % mit ZNS-Metastasen zu
Studienbeginn, 14 % vorherige Bestrahlung des Gehirns und 27 % vorherige Chemotherapie.
Extrathorakale -Metastasen fanden sich im Gehirn (30 % der Patienten), in den Knochen (31 % der
Patienten) und in der Leber (20 % der Patienten). Die mediane relative Dosisintensität betrug 97 % für
Alunbrig und 99 % für Crizotinib.
Bei der primären Analyse, die nach einer mittleren Nachbeobachtungszeit von 11 Monaten im
Alunbrig-Arm durchgeführt wurde, erreichte die ALTA 1 L-Studie ihren primären Endpunkt undzeigte eine vom BIRC bewertete statistisch signifikante Verbesserung des PFS.
Eine im Protokoll vorgegebene Interimsanalyse mit Stichtag 28. Juni 2019 wurde nach einer mittleren
Nachbeobachtungszeit von 24,9 Monaten im Alunbrig-Arm (Tabelle 4 und Abbildung 1)durchgeführt. Das mediane vom BIRC bewertete progressionsfreie Überleben in der Intention-to-treat(ITT). Population betrug 24 Monate im Alunbrig-Arm und 11 Monate im Crizotinib-Arm (HR = 0,49[95 % KI (0,35, 0,68)], p < 0,0001).
Im Folgenden sind die Ergebnisse der im Protokoll festgelegten abschließenden Analyse mit dem
Datum des letzten Patientenkontakts am 29. Januar 2021 und einer medianen Nachbeobachtungsdauervon 40,4 Monaten im Alunbrig-Arm dargestellt.
Tabelle 4: Wirksamkeitsergebnisse der ALTA I L-Studie (ITT-Population)
Wirksamkeitsparameter Alunbrig Crizotinib
N = 137 N = 138
Mediane Dauer der Nachbeobachtung (Monate) a 40,4 15,2(0,0-52,4) (0,1-51,7)
Primäre Wirksamkeitsparameter
PFS (BIRC)
Anzahl der Patienten mit Ereignissen, n (%) 73 (53,3 %) 93 (67,4 %)
Fortschreitende Krankheit, n (%) 66 (48,2 %)b 88 (63,8 %)c
Tod, n (%) 7 (5,1 %) 5 (3,6 %)
Median (in Monaten) (95 % KI) 24,0 (18,5; 43.2) 11,1 (9,1; 13,0)
Hazard Ratio (95 % KI) 0,48 (0,35; 0,66)
Log-Rank p-Wertd < 0,0001
Sekundäre Wirksamkeitsparameter
Bestätigte objektive Ansprechrate (BIRC)
Responder, n (%) 102 (74,5 %) 86 (62,3 %)(95 % KI) (66,3; 81,5) (53,7; 70,4)p-Wertd,e 0, 0330
Vollständiges Ansprechen, % 24,1 % 13,0 %
Partielles Ansprechen, % 50,4 % 49,3 %
Dauer des bestätigten Ansprechens (BIRC)
Median (in Monaten) (95 % KI) 33,2 (22,1; NE) 13,8 (10,4; 22,1)
Gesamtüberlebenf
Anzahl der Ereignisse, n (%) 41 (29,9 %) 51 (37,0 %)
Median (in Monaten) (95 % KI) NE (NE, NE) NE (NE, NE)
Hazard Ratio (95 % KI) 0,81 (0,53; 1,22)
Log-Rank p-Wertd 0,3311
Gesamtüberleben nach 36 Monaten 70,7 % 67,5 %
BIRC = Blinded Independent Review Committee; NE = nicht abschätzbar; KI = Konfidenzintervall
Die Ergebnisse in dieser Tabelle beziehen sich auf die abschließende Wirksamkeitsanalyse mit dem Datum des letzten
Patientenkontakts am 29. Januar 2021.a Dauer der Nachbeobachtung für die gesamte Studieb umfasst 3 Patienten mit palliativer Radiotherapie des Gehirnsc umfasst 9 Patienten mit palliativer Radiotherapie des Gehirnsd Nach Auftreten von iCNS-Metastasen zu Studienbeginn und vorheriger Chemotherapie für lokal fortgeschrittene odermetastasierende Krankheit für den Log-Rank-Test bzw. den Cochran-Mantel-Haenszel-Test stratifizierte Aus einem Cochran-Mantel-Haenszel-Testf Patienten im Crizotinib-Arm, bei denen es zu einem Fortschreiten der Erkrankung kam, wurde eine Umstellung auf die
Behandlung mit Alunbrig angeboten
Abbildung 1: Kaplan-Meier-Kurve für das progressionsfreie Überleben in ALTA 1 L (bewertetdurch BIRC)
Die Ergebnisse in dieser Abbildung beziehen sich auf die abschließende Wirksamkeitsanalyse mit dem Datum des letzten
Patientenkontakts am 29. Januar 2021.
Die BIRC-Bewertungen der intrakraniellen Wirksamkeit gemäß RECIST v1.1 bei Patienten mit
Hirnmetastasen und messbaren Hirnmetastasen (längster Durchmesser ≥ 10 mm) zu Studienbeginnsind in Tabelle 5 zusammengefasst.
Tabelle 5: Intrakranielle Wirksamkeit bei Patienten in ALTA 1 L (bewertet durch BIRC)
Patienten mit messbaren Hirnmetastasen zu
Studienbeginn
Wirksamkeitsparameter Alunbrig Crizotinib
N = 18 N = 23
Bestätigte intrakranielle objektive Ansprechrate
Responder, n (%) 14 (77,8 %) 6 (26,1 %)(95 % KI) (52,4; 93,6) (10,2; 48,4)p-Werta,b 0,0014
Vollständiges Ansprechen (%) 27,8 % 0,0 %
Partielles Ansprechen (%) 50,0 % 26,1 %
Dauer des bestätigten intrakraniellen Ansprechensc
Median (in Monaten) (95 % KI) 27,9 (5,7; NE) 9,2 (3,9; NE)
Patienten mit Hirnmetastasen zu Studienbeginn
Alunbrig Crizotinib
N = 47 N = 49
Bestätigte intrakranielle objektive Ansprechrate
Responder, n (%) 31 (66,0 %) 7 (14,3 %)(95 % KI) (50,7; 79,1) (5,9; 27,2)p-Werta,b < 0,0001
Vollständiges Ansprechen (%) 44,7 % 2,0 %
Partielles Ansprechen (%) 21,3 % 12,2 %
Dauer des bestätigten intrakraniellen Ansprechensc
Median (in Monaten) (95 % KI) 27,1 (16,9; 42,8) 9,2 (3,9; NE)
Intrakranielles PFSd
Anzahl der Patienten mit Ereignissen, n (%) 27 (57,4 %) 35 (71,4 %)
Fortschreitende Krankheit, n (%) 27 (57,4 %)e 32 (65,3 %)f
Tod, n (%) 0(0,0 %) 3 (6,1 %)
Median (in Monaten) (95 % KI) 24,0 (12,9; 30,8) 5,5 (3,7; 7,5)
Hazard Ratio (95 % KI) 0,29 (0,17; 0,51)
Log-Rank p-Werta < 0,0001
KI = Konfidenzintervall; NE = nicht abschätzbar
Die Ergebnisse in dieser Tabelle beziehen sich auf die abschließende Wirksamkeitsanalyse mit dem Datum des letzten
Patientenkontakts am 29. Januar 2021.a Nach Vorkommen vorheriger Chemotherapie für lokal fortgeschrittene oder metastasierende Krankheit für den
Log-Rank-Test bzw. den Cochran-Mantel-Haenszel-Test stratifiziertb Aus einem Cochran-Mantel-Haenszel-Testc gemessen ab dem Datum des ersten bestätigten intrakraniellen Ansprechens bis zum Datum der intrakraniellen
Krankheitsprogression (neue intrakranielle Läsionen, intrakranielles Wachstum der Target-Läsionen ≥ 20 % vomgeringsten Längendurchmesser oder eindeutige Progression von intrakraniellen Non-Target-Läsionen) oder Tod oder
Zensierungd gemessen ab dem Datum der Randomisierung bis zum Datum der intrakraniellen Krankheitsprogression (neueintrakranielle Läsionen, intrakranielles Wachstum der Target-Läsionen ≥ 20 % vom geringsten Längendurchmesser odereindeutige Progression von intrakraniellen Non-Target-Läsionen) oder Tod oder Zensierunge umfasst 1 Patienten mit palliativer Radiotherapie des Gehirnsf umfasst 3 Patienten mit palliativer Radiotherapie des Gehirns
ALTA
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Alunbrig wurde in einer randomisierten (1:1), offenen,multizentrischen Studie (ALTA) an 222 erwachsenen Patienten mit lokal fortgeschrittenem odermetastasiertem ALK-positivem NSCLC, bei denen es unter Crizotinib zu einem Fortschreiten der
Erkrankung kam, untersucht. Die Einschlusskriterien erlaubten die Aufnahme von Patienten mit einerdokumentierten ALK-Translokation basierend auf einem validierten Test, ECOG Performance Statusvon 0 - 2, und vorausgegangener Chemotherapie. Darüber hinaus wurden Patienten mit Metastasendes Zentralnervensystems (ZNS) eingeschlossen, sofern diese neurologisch stabil waren und keinesteigenden Kortikosteroiddosen benötigten. Patienten mit einer Vorgeschichte von interstitieller
Lungenerkrankung oder medikamentenbedingter Pneumonitis wurden ausgeschlossen.
Die Patienten wurden in einem Verhältnis von 1:1 in Behandlungsarme randomisiert: ein Arm erhielteinmal täglich 90 mg Alunbrig (90 mg, n = 112), der andere Arm einmal täglich 180 mg mit einer
Einleitungsphase von 7 Tagen, in der einmal täglich 90 mg eingenommen wurden (180 mg, n = 110).
Die mediane Dauer der Nachuntersuchungszeiträume betrug 22,9 Monate. Die Randomisierung wurdehinsichtlich Hirnmetastasen (vorhanden, abwesend) und dem besten vorherigen Ansprechen auf die
Behandlung mit Crizotinib (vollständiges oder teilweises Ansprechen, jedes andere
Ansprechen/unbekannt) stratifiziert.
Primärer Endpunkt war die vom Prüfarzt bestätigte objektive Gesamtansprechrate (ORR) gemäß den
Bewertungskriterien für Ansprechen bei soliden Tumoren (Response Evaluation Criteria in Solid
Tumors - RECIST v1.1). Zu den weiteren Endpunkten gehörten die von einem unabhängigen
Gutachterkomitee (IRC) bestätigte ORR, die Zeit bis zum Ansprechen, das progressionsfreie
Überleben (PFS), die Ansprechdauer (DOR), das Gesamtüberleben und die intrakranielle ORR sowiedie intrakranielle DOR, jeweils durch ein IRC bewertet.
Die demographischen Daten zu Studienbeginn und die Krankheitsmerkmale in der ALTA-Studiewaren medianes Alter von 54 Jahren (Bereich: 18 bis 82 Jahre; 23 % waren 65 Jahre und älter), 67 %weiß und 31 % asiatisch, 57 % weiblich, 36 % ECOG PS 0 und 57 % ECOG PS 1, 7 % ECOG PS 2,60 % Nieraucher, 35 % ehemalige Raucher, 5 % Raucher, 98 % Stadium IV, 97 % mit
Adenokarzinom und 74 % mit vorhergehender Chemotherapie. Die häufigsten Orte derextrathorakalen Metastasierung umfassten mit 69 % das Gehirn (von denen 62 % eine vorherige
Bestrahlung des Gehirns erhalten hatten), in 39 % das Skelett und in 26 % der Fälle die Leber.
Die Wirksamkeitsergebnisse der ALTA-Studie sind in Tabelle 6 zusammengefasst und die
Kaplan-Meier (KM)-Kurve für das durch den Prüfarzt bewertete PFS ist in Abbildung 2 dargestellt.
Tabelle 6: Wirksamkeitsergebnisse der ALTA-Studie (ITT-Population)
Wirksamkeits- Bewertung durch den Prüfarzt IRC-Bewertungparameter 90 mg-Arm* 180 mg-Arm† 90 mg-Arm* 180 mg-Arm†n = 112 n = 110 n = 112 n = 110
Objektive Ansprechrate(%) 46 % 56 % 51 % 56 %
KI‡ (35; 57) (45; 67) (41; 61) (47; 66)
Zeit bis zum Ansprechen
Median (Monate) 1,8 1,9 1,8 1,9
Ansprechdauer
Median (Monate) 12,0 13,8 16,4 15,795 % KI (9,2; 17,7) (10,2; 19,3) (7,4; 24,9) (12,8; 21,8)
Progressionsfreies Überleben
Median (Monate) 9,2 15,6 9,2 16,795 % KI (7,4; 11,1) (11,1; 21) (7,4; 12,8) (11,6; 21,4)
Gesamtüberleben
Median (Monate) 29,5 34,1 NA NA95 % KI (18,2; NE) (27,7; NE) NA NA12 Monate 70,3 % 80,1 % NA NA
Überlebenswahrschein-lichkeit (%)
KI = Konfidenzintervall; NE = nicht abschätzbar; NA = keine Angabe
* Arm einmal täglich 90 mg† Arm einmal täglich 180 mg mit einer 7-tägigen Einleitungsphase mit einmal täglich 90 mg‡ Das Konfidenzintervall der vom Prüfarzt bewerteten ORR beträgt 97,5 % und das vom IRC bewertete ORR beträgt 95 %.
Abbildung 2: Systemisches progressionsfreies Überleben (bewertet durch Prüfarzt):
ITT-Population nach Behandlungsarm (ALTA)
Abkürzungen: ITT = Intent-to-treat Analyse
Hinweis: Das progressionsfreie Überleben wurde als die Zeit vom Behandlungsbeginn bis zu dem Zeitpunkt definiert, andem die die Progression erstmals klinisch nachgewiesen wurde, oder Tod, je nachdem, was zuerst eintrat.
* Arm einmal täglich 90 mg† Arm einmal täglich 180 mg mit einer 7-tägigen Einleitungsphase mit einmal täglich 90 mg
Die IRC-Bewertungen der intrakraniellen Gesamtansprechrate und der Dauer des intrakraniellen
Ansprechens bei Patienten mit messbaren Hirnmetastasen in der ALTA-Studie (längster
Durchmesser ≥ 10 mm) zu Studienbeginn sind in Tabelle 7 zusammengefasst.
Tabelle 7: Intrakranielle Wirksamkeit bei Patienten mit messbaren Hirnmetastasen zu
Studienbeginn bei ALTA
Patienten mit messbaren Hirnmetastasen zu
Vom IRC-bewertete Studienbeginn
Wirksamkeitsparameter 90 mg-Arm* 180 mg-Arm†(n = 26) (n = 18)
Objektive intrakranielle Ansprechrate(%) 50 % 67 %95 % KI (30; 70) (41; 87)
Intrakranielle Krankheitskontrollrate(%) 85 % 83 %95 % KI (65; 96) (59; 96)
Dauer des intrakraniellen Ansprechens‡
Median (Monate) 9,4 16,695 % KI (3,7; 24,9) (3,7; NE)
KI = Konfidenzintervall; NE = nicht abschätzbar
* Arm einmal täglich 90 mg† Arm einmal täglich 180 mg mit einer 7-tägigen Einleitungsphase mit einmal täglich 90 mg‡ Zu den Ereignissen gehören eine intrakranielle Krankheitsprogression (neue Läsionen, intrakranielles Wachstum der
Target-Läsionen ≥ 20 % vom geringsten Längendurchmesser oder eindeutige Progression von intrakraniellen
Non-Target-Läsionen) oder Tod.
Bei Patienten mit jeglichen Hirnmetastasen zu Studienbeginn betrug die intrakranielle
Krankheitskontrollrate zu Studienbeginn 77,8 % (95 %-Konfidenzintervall: 67,2; 86,3) im 90 mg-Arm(n = 81) und 85,1 % (95 %-Konfidenzintervall: 75; 92,3) im 180 mg-Arm (n = 74).
Studie 101
In dieser Dosisfindungsstudie erhielten 25 Patienten mit ALK-positivem NSCLC, bei denen es unter
Crizotinib zu einem Fortschreiten der Erkrankung gekommen war, einmal täglich 180 mg Alunbrigmit einer 7-tägigen Einleitung mit täglich 90 mg. Von diesen Patienten lag bei 19 Patienten das vom
Prüfarzt bestätigte objektive Ansprechen vor (76 %; 95 %-Konfidenzintervall: 55; 91), wobei diemediane Dauer der Dauer des Ansprechens 26,1 Monate betrug (95 %-Konfidenzintervall: 7,9; 26,1).
Das mediane progressionsfreie Überleben lag bei 16,3 Monaten (95 %-Konfidenzintervall: 9,2;
NE [nicht abschätzbar]) und die 12-Monats-Wahrscheinlichkeit des Gesamtüberlebens lag bei 84,0 %(95 %-Konfidenzintervall: 62,8; 93,7).
Kinder und JugendlicheDie Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Alunbrig eine Freistellung von der Verpflichtung zur
Vorlage von Ergebnissen zu Studien in allen pädiatrischen Altersklassen bei Lungenkarzinom(kleinzelliges und nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom) gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl.
Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
ResorptionIn Studie 101 betrug die mediane Zeit bis zum Erreichen der maximalen Konzentration (Tmax) nach der
Einnahme einer oralen Einzeldosis von Brigatinib (30 - 240 mg) bei Patienten 1 - 4 Stunden. Nacheiner Einzeldosis und im Steady State war die systemische Exposition über den Dosisbereich voneinmal täglich 60 - 240 mg dosisproportional. Bei wiederholter Einnahme wurde eine mäßige
Akkumulation beobachtet (mittleres geometrisches Akkumulationsverhältnis: 1,9 bis 2,4). Diegeometrische mittlere Cmax von Brigatinib im Steady State in Dosen von einmal täglich 90 mg und180 mg betrug 552 bzw. 1.452 ng/ml, und die entsprechende AUC0-τ betrug 8.165 bzw.20.276 h ng/ml. Brigatinib ist ein Substrat der Transporterproteine P-gp und BCRP.
Bei gesunden Probanden reduzierte eine fettreiche Mahlzeit im Vergleich zur Nüchterneinnahme über
Nacht die Cmax von Brigatinib um 13 % ohne Auswirkungen auf die AUC. Brigatinib kann mit oderohne Nahrung eingenommen werden.
VerteilungBrigatinib war moderat an humane Plasmaproteine gebunden (91 %), wobei die Bindung nichtkonzentrationsabhängig war. Das Blut : Plasma-Konzentrationsverhältnis beträgt 0,69. Bei Patienten,die einmal täglich 180 mg Brigatinib erhielten, betrug das geometrische mittlere scheinbare
Verteilungsvolumen (Vz/F) von Brigatinib im Steady State 307 l, was auf eine mäßige Verteilung im
Gewebe hinweist.
BiotransformationIn vitro-Studien zeigten, dass Brigatinib bevorzugt durch CYP2C8 und CYP3A4 und deutlichgeringerem Maße durch CYP3A5 verstoffwechselt wird.
Nach oraler Verabreichung einer einzelnen 180-mg-Dosis von [14C]Brigatinib an gesunde Probandenwaren die N-Demethylierung und die Cystein-Konjugation die beiden wichtigsten metabolischen
Clearance-Mechanismen. In der Kombination von Urin und Stuhl wurden 48 %, 27 % und 9,1 % derradioaktiven Dosis als unverändertes Brigatinib, N-Desmethyl-Brigatinib (AP26123) bzw.
Brigatinib-Cystein-Konjugat ausgeschieden. Unverändertes Brigatinib war die hauptsächlichedetektierte radioaktive Komponente (92 %) zusammen mit AP26123 (3,5 %), dem primären
Metaboliten, der auch in vitro beobachtet wurde. Bei Patienten im Steady State betrug die
Plasma-AUC von AP26123 < 10 % der Brigatinib-Exposition. In in vitro-Kinase- und Zellassayshemmte der Metabolit AP26123 die ALK mit einer etwa 3-fach geringeren Wirksamkeit als
Brigatinib.
EliminationBei Patienten, die einmal täglich 180 mg Brigatinib erhielten, betrug der geometrische Mittelwert derscheinbaren oralen Clearance (CL/F) von Brigatinib im Steady State 8,9 l/h und die mediane
Plasmaeliminationshalbwertszeit 24 Stunden.
Brigatinib wird hauptsächlich über den Stuhl ausgeschieden. Bei sechs gesunden männlichen
Probanden, denen eine einzelne orale 180 mg-Dosis von [14C]Brigatinib gegeben wurde, wurden 65 %der verabreichten Dosis im Stuhl und 25 % der verabreichten Dosis im Urin detektiert. Unverändertes
Brigatinib stellte 41 % bzw. 86 % der gesamten Radioaktivität in Stuhl und Urin dar, der Rest waren
Metaboliten.
Besondere PatientengruppenEingeschränkte LeberfunktionDie Pharmakokinetik von Brigatinib wurde bei gesunden Probanden mit normaler Leberfunktion(n = 9) und bei Patienten mit leichter Leberfunktionsstörung (Child-Pugh Klasse A, n = 6),mittelschwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh Klasse B, n = 6) oder schwerer
Leberfunktionsstörung (Child-Pugh Klasse C, n = 6) untersucht. Die Pharmakokinetik von Brigatinibwar bei gesunden Probanden mit normaler Leberfunktion und Patienten mit leichter (Child Pugh
Klasse A) oder mittelschwerer (Child Pugh Klasse B) Leberfunktionsstörung vergleichbar. Die
AUC0-INF des nicht an Plasmaproteine gebundenen Brigatinib-Anteils lag bei Patienten mit schwerer
Leberfunktionsstörung (Child Pugh Klasse C) im Vergleich zu gesunden Probanden mit normaler
Leberfunktion (siehe Abschnitt 4.2) 37 % höher.
Eingeschränkte NierenfunktionDie Pharmakokinetik von Brigatinib ist bei Patienten mit normaler Nierenfunktion und bei Patientenmit leichter oder mittelschwerer Nierenfunktionsstörung (eGFR ≥ 30 ml/min) auf Grundlage der
Ergebnisse von populationspharmakokinetischen Analysen vergleichbar. In einerpharmakokinetischen Studie lag die AUC0-INF des nicht an Plasmaproteine gebundenen
Brigatinib-Anteils bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (eGFR < 30 ml/min, n = 6) um 94 %höher als bei Patienten mit normaler Nierenfunktion (eGFR ≥ 90 ml/min, n = 8) (siehe Abschnitt 4.2).
Geschlecht und ethnische Herkunft
Die populationspharmakokinetischen Analysen zeigten, dass die ethnische Herkunft sowie das
Geschlecht keinen Einfluss auf die Pharmakokinetik von Brigatinib hatten.
Alter, Körpergewicht und Albumin-Konzentrationen
Populationspharmakokinetische Analysen zeigten, dass Körpergewicht, Alter und
Albuminkonzentration keinen klinisch relevanten Einfluss auf die Pharmakokinetik von Brigatinibhatten.
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
Studien zur Sicherheitspharmakologie von Brigatinib zeigten unerwünschte Wirkungen auf die Lunge(veränderte Respirationsrate unter 1 - 2-facher humantherapeutischer Cmax), kardiovaskuläre Effekte(veränderter Puls und Blutdruck; unter der 0,5-fachen humantherapeutischen Cmax) sowie
Veränderungen an den Nieren (verminderte Nierenfunktion; 1 - 2,5-fache humantherapeutische Cmax),jedoch keine Anzeichen einer QT-Verlängerung oder neurofunktionelle Auswirkungen.
Unerwünschte Arzneimittelreaktionen, die bei Tieren im humantherapeutischen Expositionsbereichmit möglicher klinischer Relevanz beobachtet wurden, betrafen folgende Organsysteme:
Magen-Darm-Trakt, Knochenmark, Augen, Hoden, Leber, Niere, Knochen und Herz. Diese Effektewaren, mit Ausnahme der Wirkungen auf Augen und Hoden, im Allgemeinen während derdosierungsfreien Intervalle reversibel.
In Toxizitätsstudien mit wiederholter Gabe wurden Lungenveränderungen (schaumhaltige
Alveolarmakrophagen) bei Affen bei Gabe der ≥ 0,2-fachen humantherapeutischen AUC beobachtet;diese waren jedoch nur sehr gering ausgeprägt und ähnlich denen, die in der Kontrollgruppeunbehandelter Affen beschrieben wurden, und es gab auch keine klinischen Anzeichen von Atemnotbei diesen Affen.
Kanzerogenitätsstudien wurden mit Brigatinib nicht durchgeführt.
Brigatinib war in vitro im bakteriellen Ames-Test oder den Chromosomenaberrationstests der
Säugetierzellen nicht mutagen, erhöhte jedoch geringfügig die Anzahl der Mikronuklei in einem
Mikronukleustest des Knochenmarks der Ratten. Der Mechanismus der Mikronukleusinduktion wareine abnormale Chromosomensegregation (Aneugenizität) und nicht eine klastogene Wirkung auf
Chromosomen. Dieser Effekt wurde bei einer Dosis von 180 mg einmal täglich entsprechend etwa derfünffachen humantherapeutischen Exposition beobachtet.
Brigatinib kann die männliche Fertilität beeinträchtigen. Hodentoxizität wurde in Tierstudien mitwiederholter Verabreichung beobachtet. Bei Ratten wurden ein geringeres Gewicht von Hoden,
Samenbläschen und Prostatadrüsen sowie eine tubuläre Degeneration des Hodens festgestellt. Diese
Wirkungen waren während des dosierungsfreien Intervalls nicht reversibel. Bei Affen ergaben die
Befunde eine verringerte Größe der Hoden zusammen mit mikroskopischen Anzeichen einer
Hypospermatogenese. Diese Wirkungen waren während des dosierungsfreien Intervallsreversibel. Insgesamt traten diese Wirkungen auf die männlichen Fortpflanzungsorgane bei Ratten und
Affen bei einer Exposition von ≥ 0,2-facher AUC (beobachtet bei Patienten nach 1 mal täglich180 mg) auf. In allgemeinen toxikologischen Studien an Ratten und Affen wurden keine Effekte anweiblichen Fortpflanzungsorganen beobachtet.
In einer embryonal-fötalen Entwicklungsstudie, in der trächtigen Ratten tägliche Dosen von Brigatinibwährend der Organogenese verabreicht wurden, wurden dosisabhängige Skelettanomalien bei einer
Exposition beobachtet, die etwa dem 0,7-fachen der humanen AUC unter der einmal täglichen180 mg-Dosis entsprach. Die Ergebnisse zeigten Embryoletalität, geringeres fetales Wachstum und
Skelettanomalien.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
TablettenkernLactose-Monohydrat
Mikrokristalline Cellulose
Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A)
Hochdisperses, hydrophobes Siliciumdioxid
Magnesiumstearat
FilmüberzugTalkum
Macrogol
Poly(vinylalkohol)
Titandioxid (E 171)
6.2 Inkompatibilitäten
6.3 Haltbarkeit
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Alunbrig 30 mg Filmtabletten
Runde Weithalsflaschen aus hochdichtem Polyethylen (HDPE) mit einer zweiteiligen,kindergesicherten Schraubkappe aus Polypropylen mit einer Induktionsversiegelung aus Folie; sieenthalten entweder 60 oder 120 Filmtabletten sowie eine Trockenkapsel aus HDPE mit einem
Molekularsiebtrockenmittel.
Durchsichtige, thermisch verformbare Polychlortrifluorethylen (PCTFE)-Blisterpackung mitheißversiegelbarer Papierverbundfolie mit einer Sperrschicht in einer Schachtel mit 28, 56 oder112 Filmtabletten.
Alunbrig 90 mg Filmtabletten
Runde Weithalsflaschen aus hochdichtem Polyethylen (HDPE) mit einer zweiteiligen,kindergesicherten Schraubkappe aus Polypropylen mit Induktionsversiegelung aus Folie; sie enthalten7 oder 30 Filmtabletten sowie eine Trockenkapsel aus HDPE-mit einem Molekularsiebtrockenmittel.
Durchsichtige, thermisch verformbare Polychlortrifluorethylen (PCTFE)-Blisterpackung mitheißversiegelbarer Papierverbundfolie mit einer Sperrschicht in einer Schachtel mit 7 oder28 Filmtabletten.
Alunbrig 180 mg Filmtabletten
Runde Weithalsflaschen aus hochdichtem Polyethylen (HDPE) mit einer zweiteiligen,kindergesicherten Schraubkappe aus Polypropylen mit Induktionsversiegelungsverschlüssen aus Folie;sie enthalten 30 Filmtabletten sowie eine Trockenkapsel aus HDPE-mit einem
Molekularsiebtrockenmittel.
Durchsichtige, thermisch verformbare Polychlortrifluorethylen (PCTFE)-Blisterpackung mitheißversiegelbarer Papierverbundfolie mit einer Sperrschicht in einer Schachtel mit 28 Filmtabletten.
Starterpackung Alunbrig 90 mg und 180 mg Filmtabletten
Jede Packung besteht aus einem Umkarton mit zwei Innenkartons. Sie enthalten:
* Alunbrig 90 mg Filmtabletten1 durchsichtige, thermisch verformbare Polychlortrifluorethylen (PCTFE)-Blisterpackung mitheißversiegelbarer Papierverbundfolie mit einer Sperrschicht in einer Schachtel mit7 Filmtabletten.
* Alunbrig 180 mg Filmtabletten3 durchsichtige, thermisch verformbare Polychlortrifluorethylen (PCTFE)-Blisterpackung mitheißversiegelbarer Papierverbundfolie mit einer Sperrschicht in einer Schachtel mit21 Filmtabletten.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
HandhabungDie Patienten sind darauf hinzuweisen, dass die Trockenkapsel mit dem Trockenmittel in der Flascheverbleiben muss und dass diese nicht verschluckt werden darf.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
Takeda Pharma A/S
Delta Park 452665 Vallensbaek Strand
Dänemark
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
Alunbrig 30 mg Filmtabletten
EU/1/18/1264/001 60 Tabletten in einer Flasche
EU/1/18/1264/002 120 Tabletten in einer Flasche
EU/1/18/1264/011 28 Tabletten in einer Schachtel
EU/1/18/1264/003 56 Tabletten in einer Schachtel
EU/1/18/1264/004 112 Tabletten in einer Schachtel
Alunbrig 90 mg Filmtabletten
EU/1/18/1264/005 7 Tabletten in einer Flasche
EU/1/18/1264/006 30 Tabletten in einer Flasche
EU/1/18/1264/007 7 Tabletten in einer Schachtel
EU/1/18/1264/008 28 Tabletten in einer Schachtel
Alunbrig 180 mg Filmtabletten
EU/1/18/1264/009 30 Tabletten in einer Flasche
EU/1/18/1264/010 28 Tabletten in einer Schachtel
Alunbrig Starterpackung
EU/1/18/1264/012 7 x 90 mg + 21 x 180 mg Tabletten in einer Schachtel
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 22. November 2018
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 24. Juli 2023
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.