Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels ALIMTA 500mg pulver zur herstellung einer konzentrat-infusionslösung
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
ALIMTA 100 mg Pulver zur Herstellung eines Konzentrates zur Herstellung einer Infusionslösung
ALIMTA 500 mg Pulver zur Herstellung eines Konzentrates zur Herstellung einer Infusionslösung
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
ALIMTA 100 mg Pulver zur Herstellung eines Konzentrates zur Herstellung einer Infusionslösung
Jede Durchstechflasche enthält 100 mg Pemetrexed (als Pemetrexeddinatrium).
Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:Jede Durchstechflasche enthält ca. 11 mg Natrium.
ALIMTA 500 mg Pulver zur Herstellung eines Konzentrates zur Herstellung einer Infusionslösung
Jede Durchstechflasche enthält 500 mg Pemetrexed (als Pemetrexeddinatrium).
Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:Jede Durchstechflasche enthält ca. 54 mg Natrium.
Nach Auflösung (siehe Abschnitt 6.6), enthält jede Durchstechflasche 25 mg/ml Pemetrexed.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Pulver zur Herstellung eines Konzentrates zur Herstellung einer Infusionslösung.
Weißes bis leicht gelbliches oder grün-gelbliches Lyophilisat.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Malignes PleuramesotheliomALIMTA in Kombination mit Cisplatin ist angezeigt zur Behandlung von chemonaiven Patienten mitinoperablem malignen Pleuramesotheliom.
Nicht-kleinzelliges LungenkarzinomALIMTA ist in Kombination mit Cisplatin angezeigt zur first-line Therapie von Patienten mit lokalfortgeschrittenem oder metastasiertem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom außer bei überwiegenderplattenepithelialer Histologie (siehe Abschnitt 5.1).
ALIMTA in Monotherapie ist angezeigt für die Erhaltungstherapie bei lokal fortgeschrittenem odermetastasiertem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom außer bei überwiegender plattenepithelialer
Histologie bei Patienten, deren Erkrankung nach einer platinbasierten Chemotherapie nichtunmittelbar fortgeschritten ist (siehe Abschnitt 5.1).
ALIMTA in Monotherapie ist angezeigt zur Behandlung in Zweitlinientherapie von Patienten mitlokal fortgeschrittenem oder metastasiertem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom außer beiüberwiegender plattenepithelialer Histologie (siehe Abschnitt 5.1).
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
DosierungALIMTA darf nur unter der Aufsicht von Ärzten mit Erfahrung in der Anwendung vonantineoplastischen Arzneimitteln angewendet werden.
ALIMTA in Kombination mit Cisplatin
Die empfohlene Dosis von ALIMTA beträgt 500 mg/m² Körperoberfläche (KOF) verabreicht alsintravenöse Infusion über einen Zeitraum von 10 Minuten am ersten Tag jedes 21-tägigen
Behandlungszyklus. Die empfohlene Dosis von Cisplatin beträgt 75 mg/m² KOF als Infusion übereinen Zeitraum von 2 Stunden etwa 30 Minuten nach Abschluss der Pemetrexed-Infusion am ersten
Tag jedes 21-tägigen Behandlungszyklus. Die Patienten müssen vor und/oder nach der Cisplatin-Gabeeine angemessene antiemetische Behandlung sowie ausreichend Flüssigkeit erhalten (siehe Cisplatin
Gebrauchsinformation für spezielle Dosierungshinweise).
ALIMTA in Monotherapie
Bei Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom nach vorangegangener Chemotherapie beträgtdie empfohlene Dosis von ALIMTA 500 mg/m² KOF verabreicht als intravenöse Infusion über einen
Zeitraum von 10 Minuten am ersten Tag jedes 21-tägigen Behandlungszyklus.
Prämedikation
Zur Reduktion der Häufigkeit und Schwere von Hautreaktionen muss am Tag vor und am Tag der
Pemetrexed-Gabe sowie am Tag nach der Behandlung ein Kortikosteroid gegeben werden. Das
Kortikosteroid muss einer zweimal täglichen oralen Gabe von 4 mg Dexamethason entsprechen (siehe
Abschnitt 4.4).
Patienten, die mit Pemetrexed behandelt werden, müssen zur Reduktion der Toxizität zusätzlich
Vitamine erhalten (siehe Abschnitt 4.4). Patienten müssen täglich orale Gaben von Folsäure oder
Multivitamine mit Folsäure (350 bis 1000 Mikrogramm) erhalten. Während der sieben Tage vor derersten Dosis Pemetrexed müssen mindestens 5 Dosen Folsäure eingenommen werden und die
Einnahme muss während der gesamten Therapiedauer sowie für weitere 21 Tage nach der letzten
Pemetrexed-Dosis fortgesetzt werden. Patienten müssen ebenfalls eine intramuskuläre Injektion
Vitamin B12 (1000 Mikrogramm) in der Woche vor der ersten Pemetrexed-Dosis erhalten sowie nachjedem dritten Behandlungszyklus. Die weiteren Vitamin B12 Injektionen können am selben Tag wie
Pemetrexed gegeben werden.
ÜberwachungBei Patienten, die Pemetrexed erhalten, sollte vor jeder Gabe ein vollständiges Blutbild erstelltwerden, einschließlich einer Differenzierung der Leukozyten und einer Thrombozytenzählung. Vorjeder Chemotherapie müssen Blutuntersuchungen zur Überprüfung der Nieren- und Leberfunktionerfolgen. Vor dem Beginn jedes Zyklus müssen die Patienten mindestens die folgenden Werteaufweisen: absolute Neutrophilenzahl ≥ 1500 Zellen/mm³; Thrombozytenzahl ≥ 100.000 Zellen/mm³.
Die Kreatinin-Clearance muss ≥ 45 ml/min betragen.
Das Gesamtbilirubin sollte ≤ 1,5-fache des oberen Grenzwertes betragen. Die alkalische Phosphatase(AP), Aspartat-Aminotransferase (AST oder SGOT) und Alanin-Aminotransferase (ALT oder SGPT)sollte ≤ 3-fache des oberen Grenzwertes betragen. Für die alkalische Phosphatase, AST und ALT sindbei Vorliegen von Lebermetastasen Werte ≤ 5-fache des oberen Grenzwertes akzeptabel.
DosisanpassungenAm Beginn eines neuen Behandlungszyklus muss eine Dosisüberprüfung stattfinden unter
Berücksichtigung des Nadirs des Blutbildes oder der maximalen nicht-hämatologischen Toxizität dervorhergehenden Therapiezyklen. Möglicherweise muss die Behandlung verschoben werden, umgenügend Zeit zur Erholung zu gestatten. Nach der Erholung müssen die Patienten entsprechend der
Hinweise in den Tabellen 1, 2 und 3 weiterbehandelt werden, die für ALIMTA als Monotherapie oderin Kombination mit Cisplatin anzuwenden sind.
Tabelle 1 - Dosisanpassung für ALIMTA (als Monotherapie oder in Kombination) und
Cisplatin - Hämatologische Toxizität
Nadir absolute Neutrophilenzahl < 500 /mm3 75 % der vorigen Dosis (sowohl ALIMTAund Nadir Thrombozyten ≥ 50.000 /mm3 als auch Cisplatin).
Nadir Thrombozyten < 50.000/mm3 unabhängig 75 %der vorigen Dosis (sowohl ALIMTAvom Nadir der absoluten Neutrophilenzahl als auch Cisplatin).
Nadir Thrombozyten < 50.000/mm3 mit 50 % der vorigen Dosis (sowohl ALIMTA
Blutunga unabhängig vom Nadir der absoluten als auch Cisplatin).
Neutrophilenzahla Diese Kriterien entsprechen der Definition der National Cancer Institute Common Toxicity Criteria(CTC v2.0; NCI 1998) ≥ CTC Grad 2 Blutung.
Sollten Patienten nicht-hämatologische Toxizität ≥ Grad 3 entwickeln (ausgenommen Neurotoxizität),muss die Therapie mit ALIMTA unterbrochen werden, bis der Patient den Wert vor der Behandlungoder darunter erreicht hat. Die Behandlung sollte dann entsprechend der Richtlinien in Tabelle 2fortgesetzt werden.
Tabelle 2 - Dosisanpassung für ALIMTA (als Monotherapie oder in Kombination) und
Cisplatin - Nicht-hämatologische Toxizität a,b
ALIMTA-Dosis Cisplatin-Dosis(mg/m²) (mg/m²)
Jede Toxizität Grad 3 oder 4 75 % der vorigen Dosis 75 % der vorigen Dosisaußer Mukositis
Jede Diarrhoe, die eine 75 % der vorigen Dosis 75 % der vorigen Dosis
Hospitalisierung erfordert(unabhängig vom Grad) oder
Diarrhoe Grad 3 oder 4
Grad 3 oder 4 Mukositis 50 % der vorigen Dosis 100 % der vorigen Dosisa National Cancer Institute Common Toxicity Criteria (CTC v2.0; NCI 1998)b Ausgenommen Neurotoxizität
Falls eine Neurotoxizität auftritt, muss die Dosis von ALIMTA und Cisplatin gemäß Tabelle 3angepasst werden. Die Behandlung ist beim Auftreten von Neurotoxizität Grad 3 oder 4 abzubrechen.
Tabelle 3 - Dosisanpassung für ALIMTA (als Monotherapie oder in Kombination) und
Cisplatin - Neurotoxizität
CTCa Grad ALIMTA-Dosis Cisplatin-Dosis(mg/m²) (mg/m²)0 - 1 100 % der vorigen Dosis 100 % der vorigen Dosis2 100 % der vorigen Dosis 50 % der vorigen Dosisa National Cancer Institute Common Toxicity Criteria (CTC v2.0; NCI 1998)
Die Behandlung mit ALIMTA muss abgebrochen werden, wenn bei Patienten nach 2
Dosisreduktionen eine hämatologische Toxizität oder nicht-hämatologische Toxizität Grad 3 oder 4auftritt oder sofort beim Auftreten von Grad 3 oder 4 Neurotoxizität.
Besondere PatientengruppenÄltere PatientenKlinische Studien ergaben keinen Hinweis, dass bei Patienten im Alter von 65 Jahren oder darüber im
Vergleich zu Patienten im Alter unter 65 Jahren ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen besteht. Essind keine Dosisreduktionen erforderlich, welche über die für alle Patienten empfohlenenhinausgehen.
Kinder und JugendlicheEs gibt keinen relevanten Einsatz von ALIMTA in der Behandlung von Kindern und Jugendlichen mitmalignem Pleuramesotheliom und nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom.
Patienten mit Nierenfunktionseinschränkung (Standardformel nach Cockroft und Gault oderglomeruläre Filtrationsrate gemessen mit der Tc99m-DPTA Serumclearance-Methode)
Pemetrexed wird hauptsächlich unverändert durch renale Exkretion eliminiert. In klinischen Studienwaren bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance von ≥ 45 ml/min keine Dosisanpassungennotwendig, die über die für alle Patienten empfohlenen Dosisanpassungen hinausgehen. Die Datenlagebei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance von unter 45 ml/min war nicht ausreichend; daher wird die
Anwendung nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.4).
Patienten mit Leberfunktionseinschränkung
Es wurde kein Zusammenhang zwischen AST (SGOT), ALT (SGPT) oder Gesamtbilirubin und der
Pharmakokinetik von Pemetrexed beobachtet. Allerdings wurden Patienten mit einer
Leberfunktionseinschränkung von > dem 1,5-fachen des oberen Bilirubin-Grenzwertes und/oder
Aminotransferase-Werten von > dem 3,0-fachen des oberen Grenzwertes (bei Abwesenheit von
Lebermetastasen) oder > 5,0-fachen des oberen Grenzwertes (bei Vorhandensein von
Lebermetastasen) nicht speziell in den Studien untersucht.
Art der AnwendungALIMTA ist zur intravenösen Anwendung bestimmt. ALIMTA sollte als intravenöse Infusion über10 Minuten am ersten Tag eines jeden 21-tägigen Zyklus verabreicht werden.
Vorsichtsmaßnahmen bei der Handhabung/vor der Anwendung von ALIMTA und Hinweise zur
Rekonstitution und Verdünnung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.
4.3 Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
Stillen (siehe Abschnitt 4.6).
Gleichzeitige Gelbfieberimpfung (siehe Abschnitt 4.5).
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Pemetrexed kann die Knochenmarkfunktion unterdrücken; dies manifestiert sich als Neutropenie,
Thrombozytopenie und Anämie (oder Panzytopenie) (siehe Abschnitt 4.8). Die
Knochenmarksuppression ist üblicherweise die dosislimitierende Toxizität. Patienten müssen im
Hinblick auf die Knochenmarksuppression überwacht werden und Pemetrexed darf nicht an Patientenverabreicht werden, bevor deren absolute Neutrophilenzahl wieder einen Wert von ≥ 1500 Zellen/mm³und die Thrombozytenzahl wieder einen Wert von ≥ 100.000 Zellen/mm³ erreicht hat. Eine
Dosisreduktion für weitere Zyklen basiert auf dem Nadir der absoluten Neutrophilenzahl,
Thrombozytenzahl und maximaler nicht-hämatologischer Toxizität, wie sie in den vorangegangenen
Behandlungszyklen beobachtet wurden (siehe Abschnitt 4.2).
Eine geringere Toxizität und eine Reduktion der Grad 3/4 hämatologischen und nichthämatologischen
Toxizität wie Neutropenie, febrile Neutropenie und Infektion mit Grad 3/4 Neutropenie wurdebeobachtet, wenn eine Vorbehandlung mit Folsäure und Vitamin B12 stattgefunden hatte. Dahermüssen alle mit Pemetrexed behandelten Patienten angewiesen werden, Folsäure und Vitamin B12 alsprophylaktische Maßnahme zur Reduktion behandlungsbedingter Toxizität anzuwenden (siehe
Abschnitt 4.2).
Bei Patienten, die nicht mit Kortikosterioden vorbehandelt wurden, wurden Hautreaktionen berichtet.
Eine Vorbehandlung mit Dexamethason (oder Äquivalent) kann die Häufigkeit und Schwere von
Hautreaktionen verringern (siehe Abschnitt 4.2).
Patienten mit einer Kreatinin-Clearance von unter 45 ml/min wurden nicht in ausreichender Anzahluntersucht. Bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance von < 45 ml/min wird die Anwendung nichtempfohlen (siehe Abschnitt 4.2).
Patienten mit leichter bis mittlerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance 45 bis 79 ml/min) müssendie gleichzeitige Einnahme nichtsteroidaler Antiphlogistika (NSAIDs) wie Ibuprofen und
Acetylsalicylsäure (> 1,3 g täglich) für mindestens 2 Tage vor der Therapie, am Tag der Therapie undmindestens 2 Tage nach der Therapie mit Pemetrexed vermeiden (siehe Abschnitt 4.5).
Bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Niereninsuffizienz, für die eine Therapie mit Pemetrexedvorgesehen ist, sollte die Einnahme von NSAIDs mit langer Halbwertzeit für mindestens 5 Tage vorder Therapie, am Tag der Therapie und mindestens 2 Tage nach der Therapie mit Pemetrexedunterbrochen werden (siehe Abschnitt 4.5).
Über schwerwiegende renale Ereignisse, einschließlich akutem Nierenversagen, wurde bei
Pemetrexed Monotherapie oder in Kombination mit anderen Chemotherapeutika berichtet. Viele
Patienten, bei denen diese Ereignisse auftraten, hatten entsprechende Risikofaktoren für das Auftretenvon renalen Ereignissen, einschließlich Dehydratation, vorbestehendem Bluthochdruck oder Diabetes.
Nach dem Inverkehrbringen wurden bei Pemetrexed Monotherapie oder in Kombination mit anderen
Chemotherapeutika ebenfalls nephrogener Diabetes insipidus und Nierentubulusnekrose berichtet. Diemeisten dieser Ereignisse bildeten sich nach dem Absetzen von Pemetrexed wieder zurück. Die
Patienten sind regelmäßig auf akute Nierentubulusnekrose, eine eingeschränkte Nierenfunktion sowie
Symptome von nephrogenem Diabetes insipidus (z. B. Hypernatriämie) zu überwachen.
Die Wirkung von Flüssigkeit im transzellulären Raum, wie z. B. Pleuraerguss oder Ascites, auf
Pemetrexed ist nicht vollständig bekannt. Eine Phase 2 Studie mit Pemetrexed mit 31 Patienten mitsoliden Tumoren und gleichbleibender Flüssigkeitsansammlung im transzellulären Raum zeigtekeinen Unterschied der Pemetrexed Dosis, der normalisierten Plasma- Konzentration oder der
Clearance verglichen mit Patienten ohne Flüssigkeitsansammlung im transzellulären Raum. Daher sollbei Flüssigkeitsansammlung im transzellulären Raum eine Drainage des Ergusses vor der Pemetrexed-
Behandlung in Betracht gezogen werden, diese ist aber nicht unbedingt notwendig.
Aufgrund der gastrointestinalen Toxizität von Pemetrexed in Kombination mit Cisplatin wurdenschwere Dehydratationen beobachtet. Daher müssen Patienten eine ausreichende antiemetische
Behandlung und angemessene Flüssigkeitszufuhr vor und/oder nach der Behandlung erhalten.
Schwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse, einschließlich Myokardinfarkt, und zerebrovaskuläre
Ereignisse wurden in klinischen Studien mit Pemetrexed gelegentlich berichtet, wenn dieser Wirkstoffüblicherweise in Kombination mit einem anderen zytotoxischen Wirkstoff verabreicht wurde. Diemeisten Patienten, bei denen diese Ereignisse beobachtet wurden, hatten vorbestehendekardiovaskuläre Risikofaktoren (siehe Abschnitt 4.8).
Ein immunsupprimierter Status ist bei Krebspatienten häufig. Aus diesem Grund wird diegleichzeitige Anwendung attenuierter Lebendimpfstoffe nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.3 und4.5).
Pemetrexed kann das Erbgut schädigen. Geschlechtsreife Männer müssen angewiesen werden,während der Behandlung und bis zu 3 Monate danach kein Kind zu zeugen. Es werden wirksamekontrazeptive Maßnahmen oder Enthaltsamkeit empfohlen. Da die Möglichkeit einer irreversiblen
Schädigung der Fortpflanzungsfähigkeit durch Pemetrexed besteht, sollten Männer vor dem
Behandlungsbeginn darauf hingewiesen werden, Beratung hinsichtlich der Spermakonservierungeinzuholen.
Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung mit Pemetrexed und für 6 Monatenach Abschluss der Behandlung wirksame Methoden der Kontrazeption anwenden (siehe
Abschnitt 4.6).
Es wurden Fälle von Strahlenpneumonitis bei Patienten berichtet, die vor, während oder nach ihrer
Pemetrexed Therapie bestrahlt wurden. Diesen Patienten sollte besondere Aufmerksamkeit gelten unddie Verabreichung von radiosensibilisierenden Substanzen sollte mit Vorsicht erfolgen.
Bei Patienten, die Wochen oder Jahre zuvor eine Strahlentherapie erhalten hatten, wurden Fälle vonsog. 'Radiation Recall' berichtet.
Sonstige BestandteileALIMTA 100 mg Pulver zur Herstellung eines Konzentrates zur Herstellung einer Infusionslösung
Das Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Durchstechflasche, d.h. es istnahezu “natriumfrei“.
ALIMTA 500 mg Pulver zur Herstellung eines Konzentrates zur Herstellung einer Infusionslösung
Das Arzneimittel enthält 54 mg Natrium pro Durchstechflasche, entsprechend 2,7 % der von der WHOfür einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung von 2 g.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Pemetrexed wird hauptsächlich unverändert renal durch tubuläre Sekretion und in geringerem Ausmaßdurch glomeruläre Filtration ausgeschieden. Eine gleichzeitige Anwendung nephrotoxischer
Arzneimittel (z. B. Aminoglycoside, Schleifendiuretika, platinhaltige Arzneimittel, Cyclosporin)könnte zu einer verzögerten Ausscheidung von Pemetrexed führen. Diese Kombination sollte mit
Vorsicht angewendet werden. Sofern notwendig, sollte die Kreatinin-Clearance eng überwachtwerden.
Die gleichzeitige Anwendung von Substanzen, die ebenfalls tubulär sezerniert werden (z. B.
Probenecid, Penicillin), kann möglicherweise zu einer verzögerten Ausscheidung von Pemetrexedführen. Wenn diese Arzneimittel mit Pemetrexed kombiniert werden, sollte dies mit Vorsichtgeschehen. Falls notwendig, muss die Kreatinin-Clearance eng überwacht werden.
Bei Patienten mit normaler Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance ≥ 80 ml/min) können hohe Dosennichtsteroidaler Antiphlogistika (NSAIDs, wie Ibuprofen > 1600 mg/Tag) und Acetylsalicylsäure inhoher Dosis (≥ 1,3 g täglich) zu einer verringerten Pemetrexed-Ausscheidung mit der Folge einesvermehrten Auftretens von Nebenwirkungen führen. Daher ist Vorsicht geboten, wenn bei Patientenmit normaler Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance ≥ 80 ml/min) hohe Dosen von NSAIDs oder
Acetylsalicylsäure in hoher Dosis angewendet werden.
Bei Patienten mit leichter bis mittlerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance 45 bis 79 ml/min)muss die gleichzeitige Anwendung von Pemetrexed und NSAIDs (z. B. Ibuprofen) oder
Acetylsalicylsäure in hoher Dosis für mindestens 2 Tage vor der Therapie, am Tag der Therapie undmindestens 2 Tage nach der Therapie mit Pemetrexed vermieden werden (siehe Abschnitt 4.4).
Da keine Daten hinsichtlich des Interaktionspotenzials mit NSAIDs mit langer Halbwertzeit wie
Piroxicam oder Rofecoxib vorliegen, sollte die gleichzeitige Anwendung mit Pemetrexed bei Patientenmit leichter bis mittelschwerer Niereninsuffizienz für mindestens 5 Tage vor der Therapie, am Tag der
Therapie und mindestens 2 Tage nach der Therapie mit Pemetrexed unterbrochen werden (siehe
Abschnitt 4.4). Bei gleichzeitiger Anwendung von NSAIDs ist es notwendig, die Patienten genau zuüberwachen, ob Toxizitäten auftreten, insbesondere Knochenmarkdepression und gastrointestinale
Toxizität.
Pemetrexed wird nur gering hepatisch metabolisiert. Ergebnisse aus in vitro Studien mit humanen
Lebermikrosomen deuten darauf hin, dass keine klinisch signifikante Inhibition der metabolischen
Clearance von Arzneimitteln zu erwarten ist, die von den Zytochromen CYP3A, CYP2D6, CYP2C9und CYP1A2 metabolisiert werden.
Wechselwirkungen, die alle Zytostatika betreffen
Aufgrund eines erhöhten Thromboserisikos bei Krebspatienten werden häufig Antikoagulanzienangewendet. Die große intra-individuelle Variabilität des Gerinnungsstatus während der Krankheitund die Möglichkeit von Wechselwirkungen zwischen oralen Antikoagulanzien und antineoplastischer
Chemotherapie erfordert eine erhöhte Überwachungsfrequenz der INR (International Normalised
Ratio), wenn die Entscheidung getroffen wurde, den Patienten mit oralen Antikoagulanzien zubehandeln.
Gleichzeitige Anwendung kontraindiziert: Gelbfieberimpfstoff: Gefahr einer tödlichen generalisierten
Impferkrankung (siehe Abschnitt 4.3).
Gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen: attenuierte Lebendimpfstoffe (ausgenommen Gelbfieber,diese ist kontraindiziert): Gefahr einer systemischen, möglicherweise tödlichen, Erkrankung. Das
Risiko ist bei Patienten mit einer bereits bestehenden Immunsuppression aufgrund derzugrundeliegenden Krankheit erhöht. Verwenden Sie einen inaktivierten Impfstoff, sofern verfügbar(Poliomyelitis) (siehe Abschnitt 4.4).
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Frauen im gebärfähigen Alter/Verhütung bei Männern und FrauenPemetrexed kann das Erbgut schädigen. Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der
Behandlung mit Pemetrexed und für 6 Monate nach Abschluss der Behandlung eine zuverlässige
Verhütungsmethode anwenden.
Geschlechtsreife Männer müssen angewiesen werden, während der Behandlung wirksamekontrazeptive Maßnahmen zu verwenden und bis zu 3 Monate danach kein Kind zu zeugen.
SchwangerschaftEs liegen keine Daten für die Verwendung von Pemetrexed bei Schwangeren vor, aber wie beianderen Antimetaboliten werden bei einer Anwendung in der Schwangerschaft schwere
Geburtsdefekte erwartet. Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe
Abschnitt 5.3). Pemetrexed darf nicht während der Schwangerschaft angewendet werden, außer wennunbedingt erforderlich und nach sorgfältiger Abwägung des Nutzens für die Mutter und des Risikosfür den Fötus (siehe Abschnitt 4.4).
StillzeitEs ist nicht bekannt, ob Pemetrexed in die Muttermilch übergeht und unerwünschte Wirkungen beimgestillten Säugling können nicht ausgeschlossen werden. Daher darf eine Mutter während der
Behandlung mit Pemetrexed nicht stillen (siehe Abschnitt 4.3).
FertilitätDa die Möglichkeit einer irreversiblen Schädigung der Fortpflanzungsfähigkeit durch Pemetrexedbesteht, sollten Männer vor dem Behandlungsbeginn darauf hingewiesen werden, Beratunghinsichtlich der Spermakonservierung einzuholen.
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
MaschinenEs wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von
Maschinen durchgeführt. Allerdings wurde berichtet, dass Pemetrexed Müdigkeit verursachen kann.
Daher müssen Patienten vor der aktiven Teilnahme am Verkehr oder dem Bedienen von Maschinengewarnt werden, wenn diese Wirkung auftritt.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des Nebenwirkungsprofils
Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen, die im Zusammenhang mit Pemetrexed standen,entweder in der Mono- oder in der Kombinationstherapie angewendet, sind Knochenmarksuppressionbedingte Anämie, Neutropenie, Leukopenie, Thrombozytopenie und gastrointestinale Toxizitäten, dieals Anorexie, Übelkeit, Erbrechen, Diarrhö, Obstipation, Pharyngitis, Mukositis und Stomatitis in
Erscheinung treten. Andere Nebenwirkungen sind Nierentoxizitäten, erhöhte Aminotransferasen,
Alopezie, Müdigkeit, Dehydratation, Rash (Hautrötung), Infektion/Sepsis und Neuropathie. Seltenaufgetretene Ereignisse sind das Stevens-Johnson Syndrom und die toxische epidermale Nekrolyse.
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenIn Tabelle 4 werden unerwünschte Ereignisse unabhängig vom Kausalzusammenhang mit Pemetrexedgelistet, die entweder aus pivotalen Zulassungsstudien (JMCH, JMEI, JMBD, JMEN und
PARAMOUNT), in denen Pemetrexed in der Monotherapie oder in Kombination mit Cisplatineingesetzt wurde, oder aus der Zeit nach Markteinführung stammen.
Die Nebenwirkungen sind nach den MedDRA Systemorganklassen aufgeführt. Die folgende
Terminologie wurde zur Sortierung der Häufigkeit genutzt: sehr häufig: ≥ 1/10; häufig: ≥ 1/100,< 1/10; gelegentlich: ≥ 1/1.000, < 1/100; selten: ≥ 1/10.000, < 1/1.000; sehr selten: < 1/10.000 undnicht bekannt (auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Tabelle 4. Häufigkeit von allen Graden an unerwünschten Ereignissen unabhängig von einer
Kausalität aus den pivotalen Zulassungstudien: JMEI (ALIMTA vs. Docetaxel), JMDB(ALIMTA und Cisplatin versus GEMZAR und Cisplatin), JMCH (ALIMTA plus Cisplatinversus Cisplatin), JMEN und PARAMOUNT (Pemetrexed plus Best Supportive Care versus
Placebo plus Best Supportive Care) und aus der Zeit seit Markteinführung.
Systemorgan Sehr häufig Häufig Gelegentlich Selten Sehr selten Nichtklasse bekannt(MedDRA)
Infektionen Infektiona Sepsisb Dermohypound parasitäre Pharyngitis dermitis
Erkrankungen
Erkrankungen Neutropenie Febrile Panzytopenie Immunvermittdes Blutes und Leukopenie Neutropenie eltedes Hämoglobin Thrombozyten hämolytische
Lymphsystem erniedrigt erniedrigt Anämies
Erkrankungen Hypersensiti- Anaphylaktiscdes vität her Schock
Immunsystems
Stoffwechsel- Dehydratationund
Ernährungsstörungen
Systemorgan Sehr häufig Häufig Gelegentlich Selten Sehr selten Nichtklasse bekannt(MedDRA)
Erkrankungen Geschmacksst Schlaganfalldes örung Ischämischer
Nervensystem Periphere, Schlaganfalls motorische Intrakranielle
Neuropathie Blutung
Periphere,sensorische
Neuropathie
Schwindel
Augenerkrank Konjunktivitisungen Trockenes
Auge
Verstärkter
Tränenfluss
Keratokonjunktivitis sicca
Augenlid-
Ödeme
Oberflächige
Augenerkrankung
Herzerkranku Herzversagen Anginangen Arrhythmie Myokardinfarkt
Koronare
Herzerkrankung
Supraventrikuläre
Arrhythmie
Gefäßerkrank Periphereungen Ischämiec
Erkrankungen Lungenembolider e
Atemwege, Interstitielledes Pneumonitisbd
Brustraumsund
Mediastinums
Erkrankungen Stomatitis Dyspepsie Rektaledes Anorexie Verstopfung Blutung
Gastrointestin Erbrechen Bauchschmerz Gastrointestinaaltrakts Diarrhoe en le Blutung
Übelkeit Intestinale
Perforation
Ösophagitis
Colitis e
Leber- und Alaninaminotr Hepatitis
Gallenerkrank ansferaseungen erhöht
Aspartataminotransferase
Systemorgan Sehr häufig Häufig Gelegentlich Selten Sehr selten Nichtklasse bekannt(MedDRA)erhöht
Erkrankungen Rash Hyperpigmenti Erythem Stevens-der Haut und (Hautrötung) erung Johnsondes Hautabschupp Pruritus Syndromb
Unterhautgew ung Erythema toxischeebes multiforme epidermale
Alopezie Nekrolyseb
Urtikaria Pemphigoid
Bullöse
Dermatitis
Erworbene
Epidermolysis bullosa
Erythematöses Ödemf
Pseudocellulitis
Dermatitis
Ekzem
Prurigo
Erkrankungen Kreatinin- Nierenversage Nephrogender Nieren Clearance n er Diabetesund Harnwege erniedrigt verminderte insipidus
Blut Kreatinin glomeruläreerhöht e Filtrationsrate Nierentubulusnekrose
Allgemeine Fatigue Pyrexie
Erkrankungen Schmerzenund Ödeme
Beschwerden Brustschmerzeam n
Verabreichung Schleimhautensort tzündung
Untersuchung Gamma-en glutamyltransferase erhöht
Verletzung, Strahlen- 'Radiation
Vergiftung Ösophagitis Recall'und durch Strahlenpneum
Eingriffe onitisbedingte
Komplikationena mit und ohne Neutropenieb in einigen Fällen tödlichc führt manchmal zu Nekrosen an den Extremitätend mit respiratorischer Insuffizienze nur in Kombination mit Cisplatin beobachtetf hauptsächlich in den unteren Extremitäten
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Berichtete Symptome einer Überdosierung waren Neutropenie, Anämie, Thrombozytopenie,
Mukositis, sensorische Polyneuropathie und Hautrötung. Eine erwartete Komplikation einer
Überdosierung ist eine Knochenmarkdepression, die sich als Neutropenie, Thrombozytopenie und
Anämie manifestiert. Außerdem können Infektionen mit oder ohne Fieber, Durchfall und Mukositisauftreten. Im Fall einer vermuteten Überdosierung müssen die Patienten mittels geeigneter
Blutuntersuchungen überwacht werden und, soweit notwendig, unterstützende Therapie erhalten. Die
Gabe von Calciumfolinat/Folinsäure zur Behandlung der Pemetrexed-Überdosierung sollte erwogenwerden.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Folsäure-Analoga, ATC-Code: L01BA04
ALIMTA (Pemetrexed) ist ein antineoplastisches Antifolat, das seine Wirkung ausübt, indem eswichtige folsäureabhängige metabolische Prozesse unterbricht, die für die Zellreplikation notwendigsind.
In vitro Studien zeigten, dass Pemetrexed als Antifolat mit mehreren Angriffspunkten wirkt, indem esdie Thymidylatsynthase (TS), Dihydrofolatreduktase (DHFR) und
Glycinamidribonucleotidformyltransferase (GARFT) blockiert, die folatabhängige Schlüsselenzymeder de novo Biosynthese von Thymidin- und Purinnucleotiden sind. Pemetrexed wird sowohl von demreduzierten Folat-Carrier als auch membranständigen folatbindenden Proteintransportsystemen in die
Zellen transportiert. Sobald es sich in der Zelle befindet, wird Pemetrexed schnell und wirksam durchdas Enzym Folylpolyglutamatsynthase in Polyglutamatformen überführt. Die Polyglutamatformenwerden in den Zellen zurückgehalten und sind noch stärkere Inhibitoren der TS und GARFT. Die
Polyglutamatreaktion ist ein zeit- und konzentrationsabhängiger Prozess, der in Tumorzellenstattfindet und, in geringerem Maße, in normalen Zellen. Metaboliten der Polyglutamatreaktion habeneine verlängerte intrazelluläre Halbwertzeit, was zu einer verlängerten Wirkdauer in malignen Zellenführt.
Die Europäische Arzneimittel-Agentur verzichtet auf die Verpflichtung zur Vorlage von Ergebnissenklinischer Prüfungen mit ALIMTA bei allen Untergruppen der pädiatrischen Bevölkerung in allenzugelassenen Indikationen (siehe Abschnitt 4.2).
Klinische WirksamkeitMesotheliom
EMPHACIS, eine multizentrische, randomisierte, einfach-blinde Phase 3 Studie von ALIMTA plus
Cisplatin gegen Cisplatin bei chemonaiven Patienten mit malignem Pleuramesotheliom zeigte, dassmit ALIMTA und Cisplatin behandelte Patienten einen klinisch bedeutsamen Vorteil eines um median2,8-Monate verlängerten Überlebens gegenüber solchen Patienten hatten, die nur mit Cisplatinbehandelt wurden.
Während der Studie wurde eine niedrig-dosierte Folsäure- und Vitamin B12-Gabe in die Therapieeingeführt, um die Toxizität zu verringern. Die primäre Analyse dieser Studie wurde in der Populationaller Patienten vorgenommen, die in dem Behandlungsarm die Prüfmedikation erhielten (randomisiertund behandelt). Eine Subgruppenanalyse wurde für diejenigen Patienten vorgenommen, die
Vitamingaben während der gesamten Behandlungsdauer erhielten (vollständige Vitamingabe). Die
Ergebnisse dieser Analysen zur Wirksamkeit sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:
Tabelle 5. Wirksamkeit von ALIMTA plus Cisplatin gegen Cisplatin beim malignen
Pleuramesotheliom
Randomisierte und Patienten mitbehandelte Patienten vollständiger Vitamingabe
Wirksamkeitsparameter ALIMTA/ Cisplatin ALIMTA/ Cisplatin
Cisplatin Cisplatin(N = 226) (N = 222) (N = 168) (N = 163)
Medianes Überleben (Monate) 12,1 9,3 13,3 10,0(95 % CI) (10,0 - 14,4) (7,8 - 10,7) (11,4 - 14,9) (8,4 - 11,9)
Log Rank p-Werta 0,020 0,051
Mediane Zeit bis zur 5,7 3,9 6,1 3,9
Tumorprogression (Monate)(95 % CI) (4,9 - 6,5) (2,8 - 4,4) (5,3 - 7,0) (2,8 - 4,5)
Log Rank p-Werta 0,001 0,008
Zeit bis zum Therapieversagen 4,5 2,7 4,7 2,7(Monate)(95 % CI) (3,9 - 4,9) (2,1 - 2,9) (4,3 - 5,6) (2,2 - 3,1)
Log Rank p-Werta 0,001 0,001
Gesamtansprechrateb 41,3 % 16,7 % 45,5 % 19,6 %(95 % CI) (34,8 - 48,1) (12,0 - 22,2) (37,8 - 53,4) (13,8 - 26,6)
Fisher’s exact p-valuea < 0,001 < 0,001
Abkürzung: CI = Konfidenzintervalla p- Wert bezieht sich auf den Vergleich der beiden Arme.b In dem ALIMTA/Cisplatin Arm, randomisiert und behandelt (N = 225) und mit vollständiger
Vitamingabe (N = 167)
Eine statistisch signifikante Verbesserung der klinisch relevanten Symptome (Schmerzen und
Dyspnoe) im Zusammenhang mit dem malignen Pleuramesotheliom wurde bei Anwendung der
Lungenkrebssymptomskala im ALIMTA/Cisplatin-Arm (212 Patienten) gegenüber dem alleinigen
Cisplatin-Arm (218 Patienten) gezeigt. Außerdem wurden statistisch signifikante Unterschiede in
Lungenfunktionstests beobachtet. Die Unterschiede zwischen den beiden Behandlungsarmen ergabensich durch eine Verbesserung der Lungenfunktionsparameter im ALIMTA/Cisplatin-Arm und einer
Verschlechterung der Lungenfunktion in Laufe der Zeit im Kontrollarm.
Für die Behandlung von Patienten, die an einem malignen Pleuramesotheliom leiden, mit ALIMTA inder Monotherapie liegen nur begrenzt Daten vor. ALIMTA wurde in Dosen von 500 mg/m² als
Monotherapie bei 64 chemonaiven Patienten mit malignem Pleuramesotheliom untersucht. Die
Gesamtresponderrate betrug 14,1 %.
NSCLC, second-line Therapie
Eine multizentrische, randomisierte, offene Phase III Studie mit ALIMTA gegen Docetaxel bei
Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC nach vorheriger Chemotherapiebelegte eine mediane Überlebenszeit von 8,3 Monaten bei mit ALIMTA behandelten Patienten (Intentto treat Population n = 283) und von 7,9 Monaten bei mit Docetaxel behandelten Patienten(ITT, n = 288). In der vorangegangenen Chemotherapie war ALIMTA nicht enthalten. Eine Analysedes Einflusses der Histologie auf den Behandlungseffekt auf das Gesamtüberleben fiel zugunsten von
ALIMTA bei Patienten mit NSCLC mit einem überwiegend nicht plattenepithelialen histologischen
Typ (n = 399, 9,3 versus 8,0 Monate, angepasste HR = 0,78; 95 % CI = 0,61-1,00, p = 0,047) aus, bei
Patienten mit Plattenepithelkarzinomhistologie zugunsten von Docetaxel (n = 172, 6,2 versus7,4 Monate, angepasste HR = 1,56; 95% CI = 1,08-2,26, p = 0,018). Es wurden keine klinischrelevanten Unterschiede des Sicherheitsprofils von ALIMTA in den verschiedenen histologischen
Untergruppen beobachtet.
Begrenzte Daten einer separat randomisierten, kontrollierten Phase 3 Studie zeigen, dass
Wirksamkeitsdaten (Überleben und progressionsfreies Überleben) für Pemetrexed zwischen Patientenmit (n = 41) und ohne (n = 540) Vorbehandlung durch Docetaxel ähnlich sind.
Tabelle 6. Wirksamkeit von ALIMTA gegen Docetaxel in NSCLC - ITT Population
ALIMTA Docetaxel
Überlebenszeit (Monate) (n = 283) (n = 288) Median (m) 8,3 7,9 95 % CI für medianes Überleben (7,0 - 9,4) (6,3 - 9,2) HR 0,99 95 % CI für HR (0,82 - 1,20) p-value für Nicht-Unterlegenheit (HR) 0,226
Progressionsfreies Überleben (Monate) (n = 283) (n = 288) Median 2,9 2,9 HR (95 % CI) 0,97 (0,82 - 1,16)
Zeit bis zum Therapieversagen (Monate) (n = 283) (n = 288) Median 2,3 2,1 HR (95 % CI) 0,84 (0,71 - 0,997)
Ansprechen (n: qualifiziert für Ansprechen) (n = 264) (n = 274) Ansprechrate (%) (95 % CI) 9,1 (5,9 - 13,2) 8,8 (5,7 - 12,8) Stabiler Krankheitszustand (%) 45,8 46,4
Abkürzungen: CI = Konfidenzintervall; HR = Hazard ratio; ITT = Intent to treat; n = Größe der
Gesamtpopulation.
NSCLC, first-line Therapie
Eine multizentrische, randomisierte, offene Phase 3 Studie von ALIMTA in Kombination mit
Cisplatin gegenüber Gemcitabin in Kombination mit Cisplatin an chemonaiven Patienten mit lokalfortgeschrittenem oder metastasierendem (Grad IIIb oder IV) nicht-kleinzelligem Lungenkarzinomzeigte, dass ALIMTA in Kombination mit Cisplatin (Intent to treat [ITT] Gruppe, n = 862) denprimären Endpunkt erreichte und ähnliche klinische Wirksamkeit zeigte wie Gemcitabin in
Kombination mit Cisplatin (ITT, n = 863) bezogen auf Überleben (angepasste HR = 0,94; 95 %
CI = 0,84 - 1,05).
Alle in dieser Studie eingeschlossenen Patienten hatten einen ECOG Performance Status von 0 oder 1.
Die primäre Wirksamkeitsanalyse basierte auf der ITT Population. Sensitivitätsanalysen vonwichtigen Wirksamkeitsendpunkten wurden auch gegenüber der Gruppe untersucht, die die
Einschlusskriterien des Protokolls erfüllten (PQ = protocol qualified). Die Wirksamkeitsanalysen der
PQ Population sind konsistent mit den Analysen der ITT Population und unterstützen die Nicht-
Unterlegenheit der ALIMTA Cisplatin Kombination gegenüber der Gemcitabin Cisplatin
Kombination.
Progressionsfreies Überleben (PFS = progression free survival) und die Gesamtansprechrate warenzwischen den Behandlungsarmen ähnlich: Mittleres PFS war 4,8 Monate für die Kombination
ALIMTA Cisplatin gegenüber 5,1 Monaten für die Kombination Gemcitabin Cisplatin (angepasste
HR = 1,04; 95 % CI = 0,94 - 1,15), die Gesamtansprechrate betrug 30,6 % (95 % CI = 27,3 - 33,9) fürdie Kombination ALIMTA Cisplatin gegenüber 28,2 % (95 % CI = 25,0 - 31,4) für die Kombination
Gemcitabin Cisplatin. Die PFS Daten wurden teilweise durch eine unabhängige Bewertung (400 von1725 Patienten wurden nach dem Zufall für die Bewertung ausgewählt) bestätigt.
Die Analyse des Einflusses der NSCLC Histologie auf das Überleben zeigte klinisch relevante
Unterschiede entsprechend der Histologie, siehe untenstehende Tabelle.
Tabelle 7. Wirksamkeit von ALIMTA + Cisplatin vs. Gemcitabin + Cisplatin in der first-line
Therapie des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) - ITT Population und histologische
Untergruppen.
ITT Population und Mediane Überlebenszeit in Monaten Angepasstehistologische (95 % CI) Hazard Überlegenheit
Untergruppen ALIMTA + Gemcitabin + Ratio (HR) p-Wert
Cisplatin Cisplatin (95 % CI)
ITT Population 10,3 N = 862 10,3 N = 863 0,94a 0,259(N = 1725) (9,8 - (9,6 - (0,84 -11,2) 10,9) 1,05)
Adenokarzinom 12,6 N = 436 10,9 N = 411 0,84 0,033(N = 847) (10,7 - (10,2 - (0,71-0,99)13,6) 11,9)
Großzelliges 10,4 N = 76 6,7 N = 77 0,67 0,027
Karzinom (8,6 - (5,5 - 9,0) (0,48-0,96)(N = 153) 14,1)
Andere 8,6 N = 106 9,2 N = 146 1,08 0,586(N = 252) (6,8 - (8,1 - (0,81-1,45)10,2) 10,6)
Plattenepithelkarzinom 9,4 N = 244 10,8 N = 229 1,23 0,050(N = 473) (8,4 - (9,5 - (1,00-1,51)10,2) 12,1)
Abkürzungen: CI = Konfidenzintervall; ITT = intent-to-treat; N = Größe der Gesamtpopulationa Statistisch signifikant für Nicht-Unterlegenheit, mit einem Gesamtkonfidenzintervall für HR( = Hazard ratio) deutlich unter der Nicht-Unterlegenheitsgrenze von 1,17645 (p < 0,001).
Kaplan Meier Kurven der Überlebenszeit nach Histologie
AAddeennookcarazricnionmoma GLroaßrgz el lCigelsl CKarrzciinnoomma1.0 1.00.9 AAC+C 0.9 AAC+C0.8 GGC+C 0.8 GGC+C0.7 0.70.6 0.60.5 0.50.4 0.40.3 0.30.2 0.20.1 0.10.0 0.00 6 12 18 24 30 0 6 12 18 24 30
ÜSbuerrvlievbael nTsizmeiet ((Mmoonnatthes)) ÜSbuerrvleivbaeln Tszimeiet ( (Mmoonnateh)s)
A+C: Alimta + Cisplatin
G+C: Gemcitabin + Cisplatin
Es wurden keine klinisch relevanten Unterschiede des Sicherheitsprofils von ALIMTA in
Kombination mit Cisplatin in den verschiedenen histologischen Untergruppen beobachtet.
Patienten, die mit ALIMTA und Cisplatin behandelt wurden, benötigten weniger Transfusionen(16,4 % versus 28,9 %, p < 0,001), Erythrozytentransfusionen (16,1 % versus 27,3 %, p < 0,001) und
Thrombozytentransfusionen (1,8 % versus 4,5 %, p = 0,002). Ausserdem benötigten die Patientenseltener die Gabe von Erythropoetin/Darbopoetin (10,4 % versus 18,1 %, p < 0,001), G-CSF/GM-CSF(3,1 % versus 6,1 %, p = 0,004), und Eisenpräparaten (4,3 % versus 7,0 %, p = 0,021).
NSCLC, Erhaltungstherapie
JMEN
Eine multizentrische, randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Phase 3 Studie (JMEN)verglich die Wirksamkeit und Verträglichkeit einer Erhaltungstherapie mit ALIMTA plusbestmöglicher supportiver Therapie (BSC = Best supportive care) (n = 441) mit der von Placebo plus
BSC (n = 222) bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem (Stadium IIIB) oder metastasiertem (Stadium
IV) nichtkleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC), bei denen nach 4 Zyklen einer first-line Doublet-
Therapie mit Cisplatin oder Carboplatin in Kombination mit Gemcitabin, Paclitaxel oder Docetaxelkeine Progression aufgetreten war. Eine first-line Doublet-Therapie mit ALIMTA war nichteingeschlossen. Alle in dieser Studie eingeschlossenen Patienten hatten einen ECOG Performance
Status von 0 oder 1. Die Patienten erhielten die Erhaltungstherapie bis zum Fortschreiten der
Erkrankung. Wirksamkeit und Verträglichkeit wurden ab dem Zeitpunkt der Randomisierungbewertet, die im Anschluss an die first-line Therapie (Induktionstherapie) erfolgte. Im Medianerhielten die Patienten 5 Zyklen in der Erhaltungstherapie mit ALIMTA und 3,5 Zyklen mit Placebo.
Insgesamt erhielten 213 Patienten (48,3 %) ≥ 6 Zyklen und insgesamt 103 Patienten (23,4 %)≥ 10 Zyklen der Behandlung mit ALIMTA.
Die Studie erreichte ihren primären Endpunkt und zeigte eine statistisch signifikante Verbesserung desprogressionsfreien Überlebens (PFS = Progression free survival) in der mit ALIMTA behandelten
Gruppe im Vergleich zum Placebo-Arm (n = 581, unabhängige Auswertung der Population, median4,0 Monate vs. 2,0 Monate) (Hazard-Ratio = 0,60, 95% CI: 0,49-0,73, p < 0,00001). Die unabhängige
Beurteilung der CT-Scans der Patienten bestätigte die Ergebnisse der Bewertung desprogressionsfreien Überlebens durch den Prüfer. Das mediane Überleben (OS - Overall Survival) lagbei der Gesamtpopulation (n = 663) im ALIMTA-Arm bei 13,4 Monaten und im Placebo-Arm bei10,6 Monaten, Hazard-Ratio = 0,79 (95% CI: 0,65-0,95; p = 0,01192).
ÜÜbbeeSSrrlluueerrbbvveeiivvnnaasswwll PPaahhrroorrssbbccaahhbbeeiiiillnniittllyyiicchhkkeeiitt
ÜÜbbeerrSSlleeuubbrreevvnniivvssaawwll aaPPhhrrrroossccbbhhaaeebbiinniilliillttiiccyyhhkkeeiitt
In Übereinstimmung mit anderen Studien zu ALIMTA wurden in der JMEN in Abhängigkeit von der
Histologie des NSCLC unterschiedliche Therapie-Ergebnisse beobachtet. Bei Patienten mit NSCLCaußer überwiegender plattenepithelialer Histologie (n = 430, unabhängige Auswertung der Population)betrug das mediane progressionsfreie Überleben PFS im ALIMTA-Arm 4,4 Monate und 1,8 Monateim Placebo-Arm, Hazard-Ratio = 0,47, 95% CI: 0,37-0,60, p = 0,00001. Das mediane Überleben (OS)bei Patienten mit NSCLC außer überwiegender plattenepithelialer Histologie (n = 481) betrug im
ALIMTA-Arm 15,5 Monate und im Placebo-Arm 10,3 Monate, Hazard-Ratio = 0,70, 95% CI: 0,56-0,88, p = 0,002). Bei Berücksichtigung der Induktionsphase betrug das mediane Überleben bei
Patienten mit NSCLC außer überwiegender plattenepithelialer Histologie 18,6 Monate unter Alimtaund 13,6 Monate unter Placebo (Hazard-Ratio = 0,71, 95% CI: 0,56-0,88, p = 0,002).
Bei Patienten mit plattenepithelialer Histologie deutete sich hinsichtlich des PFS und des OS kein
Vorteil von Alimta gegenüber Placebo an.
Es wurden keine klinisch relevanten Unterschiede in Hinblick auf das Verträglichkeitsprofil von
ALIMTA in den Histologie-Subgruppen beobachtet.
JMEN: Kaplan Meier Plots des progressionsfreien Überlebens (PFS) und des Überlebens (OS)unter ALIMTA versus Placebo bei Patienten mit NSCLC außer überwiegenderplattenepithelialer Histologie:
Progressionsfreies Überleben (PFS) Überleben (OS).
1,0 1,00,9 Pemetrexed 0,9 Pemetrexed0,8 Placebo 0,8 Placebo0,7 0,70,6 0,60,5 0,50,4 0,40,3 0,30,2 0,20,1 0,10,0 0,00 6 12 18 0 6 12 18 24 30 36 42
PFS Zeit (Monate) Überlebenszeit (Monate)
PARAMOUNT
Eine multizentrische, randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Phase 3 Studie(PARAMOUNT) verglich die Wirksamkeit und Verträglichkeit einer Erhaltungstherapie mit
ALIMTA plus bestmöglicher supportiver Therapie (BSC = Best supportive care) (n = 359) mit der von
Placebo plus BSC (n = 180) bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem (Stadium IIIB) odermetastasiertem (Stadium IV) nichtkleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC), mit Ausnahme vonüberwiegender plattenepithelialer Histologie, bei denen nach 4 Zyklen einer first-line Doublet-
Therapie (Induktionstherapie) mit ALIMTA in Kombination mit Cisplatin keine Progressionaufgetreten war. Von den 939 Patienten, die als Induktionstherapie ALIMTA in Kombination mit
Cisplatin erhielten, wurden 539 Patienten auf eine Erhaltungstherapie mit ALIMTA oder Placeborandomisiert. Von diesen randomisierten Patienten hatten 44,9 % ein komplettes/partielles Ansprechenund 51,9 % eine stabile Erkrankung nach der Induktionstherapie ALIMTA plus Cisplatin gezeigt.
Für eine Randomisierung auf eine Erhaltungstherapie mussten die Patienten einen ECOG Performance
Status von 0 oder 1 aufweisen. Die durchschnittliche (median) Zeit vom Start der Induktionstherapie
ALIMTA plus Cisplatin und dem Start der Erhaltungstherapie betrug 2,96 Monate in beiden
Behandlungsarmen im Pemetrexed- wie auch Placebo-Arm. Die randomisierten Patienten erhielten die
Erhaltungstherapie bis zum Fortschreiten der Erkrankung. Wirksamkeit und Verträglichkeit wurden ab
PPFFSS WWaahhrrsscchheeiinnlliicchhkkeeiitt
ÜÜbbeerrlleebbeennsswwaahhrrsscchheeiinnlliicchhkkeeiittdem Zeitpunkt der Randomisierung bewertet, die im Anschluss an die first-line Therapie(Induktionstherapie) erfolgte. Im Median erhielten die Patienten 4 Zyklen in der Erhaltungstherapiemit ALIMTA und 4 Zyklen mit Placebo. Insgesamt erhielten 169 Patienten (47,1 %) ≥ 6 Zyklen
ALIMTA Erhaltungstherapie, entsprechend insgesamt mindestens 10 komplette Zyklen ALIMTA.
Die Studie erreichte ihren primären Endpunkt und zeigte eine statistisch signifikante Verbesserung desprogressionsfreien Überlebens (PFS) im ALIMTA Arm gegenüber dem Placebo-Arm (n = 472,unabhängige Auswertung der Population, median 3,9 Monate vs. 2,6 Monate, entsprechend) (Hazard-
Ratio = 0,64, 95% CI: 0,51-0,81, p = 0,0002). Die unabhängige Beurteilung der Scans der Patientenbestätigte die Ergebnisse des progressionsfreien Überlebens der Prüferbewertung. Für dierandomisierten Patienten betrug die mediane Prüfer-ermittelte PFS, ermittelt vom Beginn der
ALIMTA plus Cisplatin first-line Induktionstherapie, 6,9 Monate im ALIMTA-Arm und 5,6 Monateim Placebo-Arm (Hazard-Ratio = 0,59, 95% CI = 0,47-0,74). Nach einer Induktionstherapie mit
ALIMTA/Cisplatin (4 Zyklen), war die Behandlung mit ALIMTA gegenüber Placebo für das
Gesamtüberleben (OS) statistisch überlegen (Median 13,9 Monate versus 11,0 Monate, Hazard-Ratio= 0,78, 95%, CI = 0,64-0,96, p=0,0195). Zum Zeitpunkt dieser finalen Analyse zum Überleben waren28,7% der Patienten im ALIMTA-Arm am Leben bzw. 'lost to follow up“, im Vergleich zu 21,7% im
Placebo-Arm. Die relative Effektivität einer ALIMTA-Behandlung war zwischen den Untergruppen(einschließlich Krankheitsstadium, Ansprechen auf die Induktionstherapie, ECOG PS, Raucherstatus,
Geschlecht, Histologie und Alter) konsistent und ähnlich der in nicht-adjustierten OS- und PFS-
Analysen beobachteten. Die 1- und 2-Jahres Überlebensraten für ALIMTA-Patienten betrugen 58%bzw. 32% im Vergleich zu 45% bzw. 21% für Placebo-Patienten. Gerechnet ab Beginn der
ALIMTA/Cisplatin Erstlinien-Induktionstherapie betrug das mediane Überleben (OS) von Patientenim ALIMTA-Arm 16,9 Monate und im Placebo-Arm 14,0 Monate (Hazard-Ratio = 0,78, 95% CI =0,64-0,96). Der Prozentsatz von Patienten, die eine Behandlung nach Beendigung der Studientherapieerhielten, betrug 64,3% für ALIMTA und 71,7% für Placebo.
PARAMOUNT: Kaplan Meier Plots des progressionsfreien Überlebens (PFS) und des
Überlebens (OS) bei fortgeführter ALIMTA Behandlung als Erhaltungstherapie versus Placebobei Patienten mit NSCLC außer überwiegender plattenepithelialer Histologie (berechnet nach
Randomisierung)progressionsfreies Überleben (PFS) Überleben (OS)1.0 1.00.90.8 0.9 Pemetrexed0.80.7 Placebo0.70.6 0.60.5 0.50.4 0.40.3 0.30.2 0.20.1 0.10.0 0.00 3 6 9 12 15
PTFimSe (Month 0 3 6 9 12 15 18 21 24 27 30 33 36
Zeit (Ms)onate) OS Zeit (Monate)
Die ALIMTA Erhaltungstherapie zeigte in beiden Studien JMEN und PARAMOUNT ein ähnliches
Verträglichkeitsprofil.
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Die pharmakokinetischen Eigenschaften von Pemetrexed nach Gabe als Monotherapeutikum wurdenbei 426 Krebspatienten mit verschiedenen soliden Tumoren in Dosen von 0,2 bis 838 mg/m² in
Infusionen über einen Zeitraum von 10 Minuten untersucht. Das Verteilungsvolumen im Steady-state
SSuurrvviivvaall PPrroobbaabbiillliittiyychkeit
OS Wahrscheinlichkeitbeträgt 9 l/m². Nach Ergebnissen aus in vitro Studien wird Pemetrexed zu etwa 81 % an
Plasmaproteine gebunden. Die Bindung wurde durch unterschiedliche Grade einer Niereninsuffizienznicht nennenswert beeinflusst. Pemetrexed wird in eingeschränktem Maße hepatisch metabolisiert.
Pemetrexed wird hauptsächlich unverändert im Urin ausgeschieden und 70 % bis 90 % derverabreichten Dosis werden innerhalb von 24 Stunden nach der Anwendung unverändert im Urinwiedergefunden. In vitro Studien zeigen, dass Pemetrexed aktiv über OAT3 (Organo-Anion
Transporter) sezerniert wird. Pemetrexed hat eine Gesamtclearance von 91,8 ml/min und die
Halbwertzeit im Plasma beträgt 3,5 Stunden bei Patienten mit normaler Nierenfuntion (Kreatinin-
Clearance 90 ml/min). Die interindividuelle Variabilität der Clearance ist mit 19,3 % gering. Die
Gesamtexposition mit Pemetrexed (AUC) und die maximale Plasmakonzentration erhöhen sichproportional mit der Dosis. Die Pharmakokinetik von Pemetrexed bleibt über mehrere
Behandlungszyklen unverändert.
Die Pharmakokinetik von Pemetrexed wird von gleichzeitig verabreichtem Cisplatin nicht beeinflusst.
Die orale Gabe von Folsäure und die intramuskuläre Gabe von Vitamin B12 verändern nicht die
Pharmakokinetik von Pemetrexed.
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
Die Anwendung von Pemetrexed in trächtigen Mäusen führte zu einem verringerten Geburtsgewicht,unvollständiger Ossifikation einiger Skelettstrukturen und Gaumenspalte.
Die Anwendung von Pemetrexed führte bei männlichen Mäusen zur Reproduktionstoxizität mit etwasverringerter Fertilität und testikulärer Atrophie. In einer Studie mit Beagle-Hunden, die für 9 Monateintravenöse Bolus-Injektionen erhalten hatten, wurden testikuläre Veränderungen beobachtet(Degeneration/Nekrose des seminiferen Epithelgewebes).
Dies lässt den Schluss zu, dass Pemetrexed die männliche Fertilität beeinträchtigen kann. Dieweibliche Fertilität wurde nicht untersucht.
Pemetrexed wirkte sowohl im in vitro Chromosomenabberationstest in Ovarialzellen des chinesischen
Hamsters als auch im Ames Test nicht mutagen. Pemetrexed wirkte im in vivo Micronucleus-Test inder Maus klastogen.
Es wurden keine Studien zur Bewertung des kanzerogenen Potenzials von Pemetrexed durchgeführt.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Mannitol
Salzsäure
Natriumhydroxid
6.2 Inkompatibilitäten
Pemetrexed ist mit calciumhaltigen Lösungen inkompatibel, einschließlich Ringer-Lactat-Lösung und
Ringer-Lösung. Da keine weiteren Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses
Arzneimittel nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
6.3 Haltbarkeit
Ungeöffnete Durchstechflasche:3 Jahre.
Zubereitete Lösungen und Infusionslösungen:
Nach der Zubereitung (Rekonstitution) gemäß Anweisung enthält die ALIMTA-Lösung zur Infusionkein antibakterielles Konservierungsmittel. Für die zubereitete Lösung wurde die chemische undphysikalische Stabilität bei Kühlschranktemperatur für einen Zeitraum von 24 Stunden nachgewiesen.
Aus mikrobiologischer Sicht ist das Produkt unverzüglich anzuwenden. Sofern nicht unverzüglichangewendet, liegen die Aufbewahrungszeiten und die Bedingungen nach der Zubereitung in der
Verantwortung des Anwenders und sollten 24 Stunden bei 2 °C bis 8 °C nicht überschreiten.
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Aufbewahrungsbedingungen nach Rekonstitution des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
ALIMTA 100 mg Pulver zur Herstellung eines Konzentrates zur Herstellung einer Infusionslösung
Durchstechflasche (Glasart I) mit Gummistopfen enthält 100 mg Pemetrexed.
Packungsgröße zu 1 Durchstechflasche.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
ALIMTA 500 mg Pulver zur Herstellung eines Konzentrates zur Herstellung einer Infusionslösung
Durchstechflasche (Glasart I) mit Gummistopfen enthält 500 mg Pemetrexed.
Packungsgröße zu 1 Durchstechflasche.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
Handhabung1. Verwenden Sie die erforderliche aseptische Technik bei der Zubereitung und weiteren
Verdünnung von Pemetrexed für die Anwendung als Lösung zur intravenösen Infusion.
2. Berechnen Sie die Dosis und die Anzahl der notwendigen Durchstechflaschen von ALIMTA.
Jede Durchstechflasche enthält einen Überschuss an Pemetrexed, um die Entnahme derangegebenen Menge zu ermöglichen.
3. ALIMTA 100 mg
Lösen Sie den Inhalt der 100 mg-Durchstechflaschen mit 4,2 ml 0,9%iger Natriumchlorid-
Injektionslösung (9 mg/ml) ohne Konservierungsmittel auf, daraus resultiert eine Lösung miteiner Konzentration von ungefähr 25 mg/ml Pemetrexed.
ALIMTA 500 mg
Lösen Sie den Inhalt der 500 mg-Durchstechflaschen mit 20 ml 0,9 %iger Natriumchlorid-
Injektionslösung (9 mg/ml) ohne Konservierungsmittel auf, daraus resultiert eine Lösung miteiner Konzentration von ungefähr 25 mg/ml Pemetrexed.
Schwenken Sie das Fläschchen vorsichtig, bis das Pulver vollständig gelöst ist. Die entstandene
Lösung ist klar und die Färbung reicht von farblos bis gelb oder grüngelb, ohne dass die
Produktqualität beeinträchtigt ist. Der pH der zubereiteten Lösung liegt zwischen 6,6 und 7,8.
Ein weiterer Verdünnungsschritt ist notwendig.
4. Verdünnen Sie das benötigte Volumen an rekonstituierter Pemetrexed-Lösung mit 0,9%iger
Natriumchlorid-Injektionslösung (9 mg/ml) ohne Konservierungsmittel auf 100 ml
Gesamtvolumen. Diese Lösung ist anschließend mittels intravenöser Infusion über einen
Zeitraum von 10 Minuten zu verabreichen.
5. Pemetrexed-Infusionslösungen, die wie oben angegeben zubereitet wurden, sind kompatibel mit
Polyvinylchlorid- und Polyolefin-beschichteten Infusionssets und -beuteln.
6. Parenteral zu applizierende Arzneimittel müssen vor der Anwendung auf Partikel und
Verfärbung kontrolliert werden. Nicht anwenden, wenn Partikel sichtbar sind.
7. Pemetrexed-Lösungen sind zur Einmalanwendung bestimmt. Nicht verwendetes Arzneimitteloder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.
Zubereitung und Vorsichtsmaßnahmen bei der Anwendung
Wie bei anderen potenziell toxischen Onkolytika muss die Handhabung und Zubereitung von
Pemetrexed-Infusionslösungen mit Vorsicht geschehen. Die Verwendung von Handschuhen wirdempfohlen. Sollte eine Pemetrexed-Lösung in Kontakt mit der Haut kommen, waschen Sie die Hautsofort und gründlich mit Wasser und Seife. Wenn Pemetrexed in Kontakt mit der Schleimhaut kommt,gründlich mit Wasser spülen. Pemetrexed wirkt nicht blasenbildend. Es gibt kein spezielles Antidotfür Extravasate von Pemetrexed. Bis heute gibt es nur wenige Berichte über Extravasate von
Pemetrexed, welche von den Prüfern nicht als schwerwiegende eingestuft wurden. Extravasate von
Pemetrexed sollten mit den üblichen lokalen Standardmethoden für Extravasate anderer nicht-blasenbildender Arzneimittel behandelt werden.
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
Eli Lilly Nederland B.V.
Papendorpseweg 833528 BJ Utrecht
Niederlande
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
EU/1/04/290/001
EU/1/04/290/002
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 20. September 2004
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 20. September 2009
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu/ verfügbar.