AGAMREE 40mg / ml suspension zum einnehmen merkblatt medikamente

H02AB18 vamorolone • SYSTEMISCHE HORMONPRÄPARATE, EXKL. SEXUALHORMONE UND INSULINE | CORTICOSTEROIDE ZUR SYSTEMISCHEN ANWENDUNG, REIN | Glucocorticoide

Vamorolon ist ein experimentelles Medikament, das hauptsächlich zur Behandlung der Duchenne-Muskeldystrophie (DMD) eingesetzt wird, einer seltenen genetischen Erkrankung, die die Skelett- und Herzmuskulatur betrifft. Es handelt sich um ein dissoziatives Kortikosteroid, das die entzündungshemmenden Wirkungen traditioneller Kortikosteroide beibehält, jedoch mit weniger Nebenwirkungen wie der Unterdrückung der hypothalamisch-hypophysär-adrenalen Achse und dem Verlust der Knochendichte.

Vamorolon wirkt, indem es die Expression von Genen moduliert, die an Entzündungen beteiligt sind, und Zellmembranen stabilisiert, was dazu beiträgt, Entzündungen zu reduzieren und die von DMD betroffenen Muskeln zu schützen. Das Medikament wird oral verabreicht, und die Dosierung wird basierend auf dem Alter und Gewicht des Patienten angepasst.

Berichtete Nebenwirkungen sind im Allgemeinen weniger schwerwiegend als die mit traditionellen Kortikosteroiden verbundenen und umfassen Übelkeit, Kopfschmerzen und Gewichtszunahme. Klinische Studien laufen, um die Wirksamkeit und Sicherheit dieses Medikaments vollständig zu bewerten.

Vamorolon stellt eine vielversprechende Option für Patienten mit DMD dar und bietet eine sicherere Alternative zu traditionellen Kortikosteroiden, die ihre Lebensqualität verbessert.

Allgemeine Daten zu AGAMREE 40mg / ml

Substanz: vamorolone

Datum der letzten Medikamentenliste: 01-04-2026

Handelsgesetzbuch: W70659001

Konzentration: 40mg / ml

Pharmazeutisches Formblatt: suspension zum einnehmen

Quantität: 1

Produktart: original

Preis: 30867.89 RON

Rezeptbeschränkungen: P-RF - Arzneimittelrezept, das in der Apotheke aufbewahrt wird (nicht verlängerbar).

Marketing autorisation

Zulassungshersteller: SANTHERA PHARMACEUTICALS (DEUTSCHLAND) GMBH - GERMANIA

Zulassungsinhaber: SANTHERA PHARMACEUTICALS (DEUTSCHLAND) GMBH - GERMANIA

Zulassungsnummer: 1776/2023/01

Haltbarkeit: 2 Jahre;nach der ersten Eröffnung-3 Monate

Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels AGAMREE 40mg / ml suspension zum einnehmen

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

AGAMREE 40 mg/ml Suspension zum Einnehmen

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jeder ml Suspension enthält 40 mg Vamorolon.

Sonstiger Bestandteile mit bekannter Wirkung

Jeder ml Suspension enthält 1 mg Natriumbenzoat (E 211).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Suspension zum Einnehmen.

Weiße bis cremefarbene Suspension.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

AGAMREE wird angewendet für die Behandlung von Duchenne-Muskeldystrophie (DMD) bei

Patienten ab 4 Jahren.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Die Behandlung mit AGAMREE sollte nur von Fachärzten mit Erfahrung in der

Behandlung von Duchenne-Muskeldystrophie eingeleitet werden.

Dosierung

Die empfohlene Dosis beträgt 6 mg Vamorolon pro Kilogramm Körpergewicht einmal täglich bei

Patienten mit einem Körpergewicht bis zu 40 kg.

Bei Patienten mit einem Körpergewicht über 40 kg beträgt die empfohlene Dosis 240 mg Vamorolon(entsprechend 6 ml) einmal täglich.

Je nach individueller Verträglichkeit kann die tägliche Dosis auf 4 mg/kg/Tag oder 2 mg/kg/Tagheruntertitriert werden. Die Patienten sollten mit der höchsten verträglichen Dosis innerhalb des

Dosisbereichs behandelt werden.

Tabelle 1: Dosierungstabelle6 mg/kg/Tag 4 mg/kg/Tag 2 mg/kg/Tag

Gewicht (kg) Dosis in mg Dosis in ml Dosis in mg Dosis in ml Dosis in mg Dosis in ml12-13 72 1,8 48 1,2 24 0,614-15 84 2,1 56 1,4 28 0,716-17 96 2,4 64 1,6 32 0,818-19 108 2,7 72 1,8 36 0,920-21 120 3 80 2 40 122-23 132 3,3 88 2,2 44 1,124-25 144 3,6 96 2,4 48 1,226-27 156 3,9 104 2,6 52 1,328-29 168 4,2 112 2,8 56 1,430-31 180 4,5 120 3 60 1,532-33 192 4,8 128 3,2 64 1,634-35 204 5,1 136 3,4 68 1,736-37 216 5,4 144 3,6 72 1,838-39 228 5,7 152 3,8 76 1,940 kg undmehr 240 6 160 4 80 2

Die Dosis von Vamorolon darf nicht abrupt reduziert werden, wenn die Behandlung bereits länger alseine Woche erfolgt ist (siehe Abschnitt 4.4). Eine Dosisreduzierung muss schrittweise über mehrere

Wochen erfolgen, und zwar um jeweils etwa 20 % gegenüber der vorherigen Dosisstufe. Die Dauerder einzelnen Reduzierungsschritte richtet sich nach der individuellen Verträglichkeit.

Besondere Patientengruppen
Eingeschränkte Leberfunktion

Bei Patienten mit leichter Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klasse A) ist keine Dosisanpassungerforderlich.

Die empfohlene Tagesdosis von Vamorolon für Patienten mit mittelschwerer Leberfunktionsstörung(Child-Pugh-Klasse B) beträgt 2 mg/kg/Tag für Patienten bis zu 40 kg Körpergewicht und 80 mg für

Patienten mit einem Körpergewicht von 40 kg und mehr (siehe Abschnitt 5.2). Patienten mit schwerer

Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klasse C) dürfen nicht mit Vamorolon behandelt werden. Siehe

Abschnitte 4.3 und 4.4.

Kinder unter 4 Jahren

Die Sicherheit und Wirksamkeit von AGAMREE bei Kindern unter 4 Jahren ist nicht erwiesen.

Art der Anwendung

AGAMREE ist zum Einnehmen bestimmt. AGAMREE kann mit oder ohne Nahrung eingenommenwerden (siehe Abschnitt 5.2).

Die Suspension zum Einnehmen muss vor der Einnahme durch Schütteln der Flasche redispergiertwerden.

Zum Abmessen der Dosis von AGAMREE in ml sollte nur die mit dem Arzneimittel mitgelieferte

Applikationsspritze für Zubereitungen zum Einnehmen verwendet werden. Nachdem dieentsprechende Dosis in die Applikationsspritze aufgezogen wurde, sollte sie direkt in den Mundverabreicht werden.

Anschließend sollte die Applikationsspritze auseinandergenommen, unter fließendem kaltem

Leitungswasser gespült und an der Luft getrocknet werden. Sie sollte bis zur nächsten Verwendung im

Umkarton aufbewahrt werden. Die Applikationsspritze kann bis zu 45 Tage lang verwendet werden,dann sollte sie entsorgt und die zweite in der Packung enthaltene Applikationsspritze verwendetwerden.

Verabreichung der AGAMREE Suspension zum Einnehmen über eine enterale Ernährungssonde

Die AGAMREE Suspension zum Einnehmen kann über eine enterale Ernährungssonde verabreichtwerden (siehe Abschnitt 6.6).

4.3 Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

Schwere Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klasse C).

Anwendung von Lebendimpfstoffen oder abgeschwächten Lebendimpfstoffen in den 6 Wochen vor

Beginn und während der Behandlung (siehe Abschnitt 4.4).

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Veränderungen endokriner Funktionen

Vamorolon verursacht Veränderungen endokriner Funktionen, insbesondere bei Langzeitanwendung.

Darüber hinaus können Patienten mit veränderter Schilddrüsenfunktion oder Phäochromozytom einemerhöhten Risiko für endokrine Wirkungen ausgesetzt sein.

Risiko einer Nebenniereninsuffizienz

Vamorolon führt zu einer dosisabhängigen und reversiblen Unterdrückung der Hypothalamus-

Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (HPA-Achse) und kann zu einer sekundären

Nebenniereninsuffizienz führen, die nach Beendigung einer längeren Behandlung über Monateandauern kann. Der Grad der hervorgerufenen chronischen Nebenniereninsuffizienz ist bei den

Patienten unterschiedlich und hängt von der Dosierung und Dauer der Therapie ab.

Eine akute Nebenniereninsuffizienz (auch als Nebennierenkrise bezeichnet) kann in Phasen vonerhöhtem Stress auftreten oder wenn die Vamorolon-Dosis abrupt reduziert oder abgesetzt wird.

Dieser Zustand kann tödlich sein. Zu den Symptomen einer Nebennierenkrise können extreme

Müdigkeit, plötzliche Schwäche, Erbrechen, Schwindel oder Verwirrtheitszustände gehören. Das

Risiko kann durch schrittweises Vorgehen bei Reduzierung der Dosis oder beim Absetzen der

Behandlung verringert werden (siehe Abschnitt 4.2).

Während Phasen von erhöhtem Stress, wie akuten Infektionen, traumatischen Verletzungen oderchirurgischen Eingriffen, sollten die Patienten auf Anzeichen einer akuten Nebenniereninsuffizienzüberwacht werden, und die regelmäßige Behandlung mit AGAMREE sollte vorübergehend durch diesystemische Gabe von Hydrokortison ergänzt werden, um dem Risiko einer Nebennierenkrisevorzubeugen. Es liegen keine Daten zur Wirkung einer erhöhten Dosis von AGAMREE in Situationenvon erhöhtem Stress vor.

Der Patient sollte angewiesen werden, stets die Patientenkarte zur sicheren Anwendung bei sich zutragen, in der wichtige Sicherheitsinformationen enthalten sind, um die frühe Erkennung und

Behandlung einer Nebennierenkrise zu unterstützen.

Nach dem abrupten Absetzen von Glukokortikoiden kann es auch zu einem 'Steroidentzugssyndrom“kommen, das scheinbar nicht mit einer Nebenniereninsuffizienz in Zusammenhang steht. Dabeikönnen Symptome wie Anorexie, Übelkeit, Erbrechen, Lethargie, Kopfschmerzen, Fieber,

Gelenkschmerzen, Desquamation, Myalgie und/oder Gewichtsverlust auftreten. Es wird davonausgegangen, dass diese Symptome auf eine plötzliche Veränderung der Glukokortikoidkonzentrationund nicht auf niedrige Glukokortikoidspiegel zurückzuführen sind.

Umstellung von einer Behandlung mit Glukokortikoiden auf AGAMREE

Die Patienten können von einer oralen Glukokortikoidbehandlung (z. B. mit Prednison oder

Deflazacort) auf AGAMREE umgestellt werden, ohne dass eine Unterbrechung der Behandlung odereine vorherige Phase der Reduzierung der Glukokortikoiddosis erforderlich ist. Patienten, die zuvorlangfristig mit Glukokortikoiden behandelt wurden, sollten auf eine AGAMREE-Dosis von6 mg/kg/Tag umgestellt werden, um das Risiko einer Nebennierenkrise zu minimieren.

Gewichtszunahme

Vamorolon ist mit einer dosisabhängigen Steigerung des Appetits und einer Gewichtszunahmeverbunden, hauptsächlich in den ersten Behandlungsmonaten. Vor und während der Behandlung mit

AGAMREE sollte eine altersgerechte Ernährungsberatung gemäß den allgemeinen Empfehlungen fürdas Ernährungsmanagement von Patienten mit DMD erfolgen.

Hinweise zur Anwendung bei Patienten mit veränderter Schilddrüsenfunktion

Bei Patienten mit Schilddrüsenunterfunktion kann die metabolische Clearance von Glukokortikoidenverringert und bei Patienten mit Schilddrüsenüberfunktion erhöht werden. Es ist nicht bekannt, ob diesin gleicher Weise auch bei Vamorolon der Fall ist, aber Veränderungen des Schilddrüsenstatus des

Patienten können eine Dosisanpassung erforderlich machen.

Ophthalmologische Nebenwirkungen

Glukokortikoide können hintere subkapsuläre Katarakte und Glaukome mit einer potenziellen

Schädigung der Sehnerven induzieren und das Risiko für sekundäre Augeninfektionen erhöhen, diedurch Bakterien, Pilze oder Viren verursacht werden.

Das Risiko für ophthalmologische Wirkungen im Zusammenhang mit AGAMREE ist nicht bekannt.

Erhöhtes Infektionsrisiko

Die Unterdrückung der Entzündungsreaktion und der Immunfunktion kann die Anfälligkeit für

Infektionen und deren Schwere erhöhen. Es kann zu einer Aktivierung latenter Infektionen oder einer

Exazerbation interkurrenter Infektionen kommen. Das klinische Erscheinungsbild ist häufig atypisch,und schwere Infektionen können maskiert werden und ein fortgeschrittenes Stadium erreichen, bevorsie erkannt werden.

Derartige Infektionen können gravierend sein und manchmal tödlich verlaufen.

Auch wenn in den klinischen Studien mit Vamorolon keine erhöhte Inzidenz oder Schwere von

Infektionen beobachtet wurde, lassen die begrenzten Langzeiterfahrungen keinen Ausschluss eineserhöhten Risikos für Infektionen zu.

Die Entwicklung von Infektionen muss überwacht werden. Bei Patienten mit Symptomen einer

Infektion sollten im Falle einer Langzeitbehandlung mit Vamorolon diagnostische und therapeutische

Strategien angewendet werden. Bei Patienten mit mittelschweren oder schweren Infektionen, die mit

Vamorolon behandelt werden, sollte eine ergänzende Gabe von Hydrokortison in Betracht gezogenwerden.

Diabetes mellitus

Eine Langzeitbehandlung mit Kortikosteroiden kann das Risiko für Diabetes mellitus erhöhen.

In den klinischen Studien mit Vamorolon wurden keine klinisch relevanten Veränderungen des

Glukosestoffwechsels beobachtet, allerdings sind die Langzeitdaten begrenzt. Bei Patienten, dielangfristig mit Vamorolon behandelt werden, wird eine regelmäßige Überwachung des

Blutzuckerspiegels empfohlen.

Impfungen

Patienten, die mit Glukokortikoiden behandelt werden, können auf Lebendimpfstoffe oderabgeschwächte Lebendimpfstoffe anders ansprechen.

Das Risiko im Zusammenhang mit AGAMREE ist nicht bekannt.

Lebendimpfstoffe oder abgeschwächte Lebendimpfstoffe sollten mindestens 6 Wochen vor Beginn der

Behandlung mit AGAMREE verabreicht werden.

Bei Patienten, die zuvor noch nicht an Windpocken erkrankt waren oder nicht dagegen geimpft sind,sollte vor der Behandlung mit AGAMREE eine Impfung gegen das Varicella-Zoster-Virus erfolgen.

Thromboembolische Ereignisse

Beobachtungsstudien mit Glukokortikoiden haben ein erhöhtes Risiko für Thromboembolien(einschließlich venöser Thromboembolien) gezeigt, insbesondere bei höheren kumulativen Dosen von

Glukokortikoiden.

Das Risiko im Zusammenhang mit AGAMREE ist nicht bekannt. AGAMREE sollte bei Patienten mitthromboembolischen Erkrankungen oder einem Risiko für thromboembolische Ereignisse mit

Vorsicht angewendet werden.

Anaphylaxie

Bei Patienten, die mit Glukokortikoiden behandelt wurden, ist in seltenen Fällen Anaphylaxieaufgetreten.

Vamorolon weist strukturelle Ähnlichkeiten mit Glukokortikoiden auf und muss bei der Behandlungvon Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Glukokortikoiden mit Vorsichtangewendet werden.

Eingeschränkte Leberfunktion

Vamorolon wurde bei Patienten mit bestehender schwerer Leberschädigung (Child-Pugh-Klasse C)nicht untersucht und darf bei diesen Patienten nicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3).

Gleichzeitige Anwendung mit anderen Arzneimitteln

UGT-Substrate

Das Potenzial für Arzneimittelwechselwirkungen mit UGT wurde nicht vollständig untersucht. Dahersollten alle UGT-Inhibitoren als Begleitmedikation vermieden und, falls medizinisch erforderlich, mit

Vorsicht angewendet werden.

Sonstige Bestandteile

Natriumbenzoat

Dieses Arzneimittel enthält 1 mg Natriumbenzoat pro ml, entsprechend 100 mg/100 ml.

Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro 7,5 ml, d. h. es ist nahezu'natriumfrei“.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Pharmakodynamische Wechselwirkungen

Vamorolon wirkt als Antagonist am Mineralokortikoid-Rezeptor. Die Anwendung von Vamorolon in

Kombination mit einem Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonisten kann das Risiko für Hyperkaliämieerhöhen. Bei Patienten, die Vamorolon allein oder in Kombination mit Eplerenon oder Spironolactoneingenommen haben, wurden keine Fälle von Hyperkalämie beobachtet. Es wird empfohlen, die

Kaliumspiegel einen Monat nach Beginn der Anwendung einer Kombination von Vamorolon undeinem Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonisten zu kontrollieren. Im Falle einer Hyperkaliämie sollteeine Dosisreduzierung des Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonisten in Betracht gezogen werden.

Pharmakokinetische Wechselwirkungen

Wirkung anderer Arzneimittel auf Vamorolon

Die gleichzeitige Anwendung mit dem starken CYP3A4-Inhibitor Itraconazol führte bei gesunden

Probanden zu einem 1,45-fachen Anstieg der Vamorolon-Fläche unter der Plasmakonzentrations-Zeit-

Kurve. Die empfohlene Vamorolon-Dosis bei Anwendung mit starken CYP3A4-Inhibitoren (z. B.

Telithromycin, Clarithromycin, Voriconazol, Grapefruitsaft) beträgt 4 mg/kg/Tag.

Starke CYP3A4-Induktoren oder starke PXR-Induktoren (z. B. Carbamazepin, Phenytoin, Rifampicin,

Echtes Johanniskraut) können die Plasmakonzentrationen von Vamorolon verringern und zu einerverringerten Wirksamkeit führen. Deshalb sollte die Behandlung mit anderen Arzneimitteln, die keinestarken CYP3A4-Induktoren sind, in Betracht gezogen werden. Bei gleichzeitiger Behandlung miteinem mäßigen PXR- oder CYP3A4-Induktor ist Vorsicht geboten, da die Plasmakonzentration von

Vamorolon erheblich reduziert werden kann.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine Erfahrungen mit der Anwendung von Vamorolon bei Schwangeren vor. Es wurdenkeine tierexperimentellen Studien zur Reproduktionstoxizität mit Vamorolon durchgeführt.

Glukokortikoide waren in tierexperimentellen Studien mit verschiedenen Arten von Fehlbildungen(Lippen-Kiefer-Gaumenspalte, Skelettfehlbildungen) assoziiert, die Relevanz für den Menschen istjedoch nicht bekannt.

AGAMREE darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, dass eine

Behandlung mit Vamorolon aufgrund des klinischen Zustandes der Frau erforderlich ist.

Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung mit AGAMREE eine zuverlässige

Verhütungsmethode anwenden.

Stillzeit

Es liegen keine Daten zur Ausscheidung von Vamorolon oder seinen Metaboliten in die Muttermilchvor. Ein Risiko für das Neugeborene/Kind kann nicht ausgeschlossen werden. Das Stillen sollwährend der Behandlung mit AGAMREE unterbrochen werden.

Fertilität

Es liegen keine klinischen Daten zu den Auswirkungen von Vamorolon auf die Fertilität vor.

Die Langzeitbehandlung mit Vamorolon beeinträchtigte die Fertilität bei männlichen und weiblichen

Hunden (siehe Abschnitt 5.3).

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Maschinen

AGAMREE hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen.

4.8 Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die am häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen für Vamorolon 6 mg/kg/Tag sind cushingoide

Gesichtszüge (28,6 %), Erbrechen (14,3 %), Gewichtszunahme (10,7 %) und Reizbarkeit (10,7 %).

Bei diesen Reaktionen handelt es sich um dosisabhängige Reaktionen, die in der Regel in den ersten

Behandlungsmonaten gemeldet werden und sich im Laufe der Zeit bei kontinuierlicher Behandlungverringern oder stabilisieren.

Vamorolon führt zu einer Suppression der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse, diemit der Dosis und der Behandlungsdauer korreliert. Eine akute Nebenniereninsuffizienz(Nebennierenkrise) ist eine schwerwiegende Nebenwirkung, die in Zeiten von erhöhtem Stressauftreten kann oder wenn die Vamorolon-Dosis abrupt reduziert oder abgesetzt wird (siehe

Abschnitt 4.4).

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen sind im Folgenden nach MedDRA-Systemorganklasse und Häufigkeitaufgeführt. Die Tabelle enthält Nebenwirkungen bei Patienten, die in der Placebo-kontrollierten Studiemit Vamorolon 6 mg/kg/Tag (Pool 1) behandelt wurden. Die Häufigkeiten sind wie folgt definiert:sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100), selten (≥ 1/10 000,< 1/1 000), sehr selten (< 1/10 000) (einschließlich Einzelfälle) und nicht bekannt (Häufigkeit auf

Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Tabelle 2: Nebenwirkungen

Systemorganklasse (SOC) Nebenwirkung (bevorzugte Häufigkeit

Bezeichnung)

Endokrine Erkrankungen Cushingoide Gesichtszüge Sehr häufig(Pseudo-Cushing-Syndrom)

Stoffwechsel- und Gewichtszunahme Sehr häufig

Ernährungsstörungen Gesteigerter Appetit

Psychiatrische Erkrankungen Reizbarkeit Sehr häufig

Erkrankungen des Erbrechen Sehr häufig

Gastrointestinaltrakts Abdominalschmerz häufig

Schmerzen im Oberbauch häufig

Diarrhö häufig

Erkrankungen des Kopfschmerzen häufig

Nervensystems

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Cushingoide Gesichtszüge

Cushingoide Gesichtszüge (Hypercortisolismus) waren die am häufigsten gemeldete Nebenwirkung inder Patientengruppe, die Vamorolon in einer Dosis von 6 mg/kg/Tag erhielt (28,6 %). Die Häufigkeitder cushingoiden Gesichtszüge war in Gruppe, die Vamorolon in einer Dosis von 2 mg/kg/Tag erhielt,geringer (6,7 %). In der klinischen Studie wurden cushingoide Gesichtszüge als leichte bis mäßige'Gewichtszunahme im Gesicht“ oder 'Vollmondgesicht“ berichtet. Bei den meisten Patienten tratencushingoide Gesichtszüge in den ersten 6 Behandlungsmonaten auf (28,6 % in den Monaten 0 bis 6 im

Vergleich zu 3,6 % in den Monaten 6 bis 12 bei einer Vamorolon-Dosis von 6 mg/kg/Tag) und führtennicht zum Abbruch der Behandlung.

Verhaltensprobleme

Verhaltensprobleme wurden in den ersten 6 Behandlungsmonaten häufiger bei einer Vamorolon-Dosisvon 6 mg/kg/Tag (21,4 %) berichtet als bei Vamorolon 2 mg/kg/Tag (16,7 %) oder Placebo (13,8 %),was auf eine erhöhte Häufigkeit von Ereignissen zurückzuführen ist, die als leichte Reizbarkeitbeschrieben wurden (10,7 % bei 6 mg/kg/Tag, kein Patient bei 2 mg/kg/Tag oder Placebo). Diemeisten Verhaltensprobleme traten in den ersten 3 Behandlungsmonaten auf und klangen ohne

Behandlungsabbruch wieder ab. Zwischen Behandlungsmonat 6 und 12 verringerte sich die Häufigkeitvon Verhaltensproblemen bei beiden Dosisgruppen (10,7 % bei Vamorolon 6 mg/kg/Tag und 7,1 %bei Vamorolon 2 mg/kg/Tag).

Gewichtszunahme

Vamorolon ist mit einem Anstieg des Appetits und einer Gewichtszunahme verbunden. Die meisten

Fälle von Gewichtszunahme in der Gruppe Vamorolon 6 mg/kg/Tag wurden in den ersten sechs

Behandlungsmonaten gemeldet (17,9 % in den Monaten 0 bis 6 gegenüber 0 % in den Monaten 6 bis12). Die Gewichtszunahme war in den Gruppen Vamorolon 2 mg/kg/Tag (3,3 %) und Placebo (6,9 %)ähnlich. Vor und während der Behandlung mit AGAMREE sollte eine altersgerechte

Ernährungsberatung gemäß den allgemeinen Empfehlungen für das Ernährungsmanagement von

Patienten mit DMD erfolgen (siehe Abschnitt 4.4).

Entzugserscheinungen und -symptome

Eine abrupte Reduzierung oder das Absetzen der täglichen Dosis von Vamorolon nach einer längeren

Behandlung von mehr als einer Woche kann zu einer Nebennierenkrise führen (siehe Abschnitte 4.2und 4.4).

Kinder und Jugendliche

Die Nebenwirkungen bei Kindern mit DMD, die mit Vamorolon behandelt wurden, ähnelten sich in

Bezug auf Art und Häufigkeit bei Patienten ab 4 Jahren.

Art und Häufigkeit der Nebenwirkungen bei Patienten über 7 Jahren entsprachen denen, die bei

Patienten im Alter von 4 bis 7 Jahren beobachtet wurden. Es liegen keine Informationen zu den

Auswirkungen von Vamorolon auf die pubertäre Entwicklung vor.

Bei Patienten unter 5 Jahren wurden im Vergleich zu Patienten ≥ 5 Jahren, die mit Vamorolon2-6 mg/kg/Tag behandelt wurden, häufiger Verhaltensproblemen beobachtet.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Die Behandlung einer akuten Überdosierung erfolgt durch sofortige unterstützende undsymptomatische Therapie. Die Auslösung von Erbrechen oder eine Magenspülung können in Betrachtgezogen werden.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Glukokortikoide, ATC-Code: H02AB18

Wirkmechanismus

Vamorolon ist ein dissoziatives Kortikosteroid, das selektiv an den Glukokortikoid-Rezeptor bindet,was durch Hemmung NF-kB vermittelter Gentranskription entzündungshemmend wirkt, aber zu einerverminderten transkriptiven Aktivierung anderer Gene führt. Darüber hinaus hemmt Vamorolon die

Aktivierung des Mineralokortikoidrezeptors durch Aldosteron. Aufgrund seiner spezifischen Strukturist Vamorolon wahrscheinlich kein Substrat für 11ß-Hydroxysteroid-Dehydrogenasen und unterliegtdaher nicht der lokalen Verstärkung im Gewebe. Nach welchem Mechanismus Vamorolon seinetherapeutischen Wirkungen bei DMD-Patienten genau entfaltet, ist nicht bekannt.

Pharmakodynamische Wirkungen

Vamorolon führte in den klinischen Studien zu einem dosisabhängigen Rückgang der morgendlichen

Cortisolspiegel. In klinischen Studien mit Vamorolon wurde eine dosisabhängige Zunahme des

Hämoglobinspiegels, der Hämatokritwerte, der Erythrozyten, der Leukozyten und der Lymphozytenbeobachtet. Es wurden keine relevanten Veränderungen der mittleren Neutrophilenzahlen oder derunreifen Granulozyten beobachtet. Die Werte für High-Density-Lipoprotein (HDL)-Cholesterin und

Triglyceride stiegen dosisabhängig an. Bis zu einer Behandlungsdauer von 30 Monaten wurden keinerelevanten Auswirkungen auf den Glukosestoffwechsel beobachtet.

Im Gegensatz zu Kortikosteroiden führte Vamorolon in den klinischen Studien nach 48 Wochenweder zu einer Verringerung des Knochenstoffwechsels, gemessen durch Biomarker des

Knochenumbaus, noch zu einer signifikanten Verringerung der Knochenmineralisierung in der

Wirbelsäule, gemessen durch Dual-Energy X-Ray Absorptiometry (DXA). Das Risiko von

Knochenbrüchen bei DMD-Patienten, die mit Vamorolon behandelt wurden, ist nicht erwiesen.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Die Wirksamkeit von AGAMREE zur Behandlung von DMD wurde in Studie 1 untersucht, einermultizentrischen, randomisierten, doppelblinden, placebo- und aktiv kontrollierten Parallelgruppen-

Studie mit einer Dauer von 24 Wochen, gefolgt von einer doppelblinden Verlängerungsphase. Die

Studienpopulation bestand aus 121 männlichen pädiatrischen Patienten im Alter von 4 bis < 7 Jahrenmit einer bestätigten DMD-Diagnose, die zum Zeitpunkt der Aufnahme in die Studie nicht mit

Kortikosteroiden vorbehandelt und in ambulanter Behandlung waren.

In Studie 1 wurden 121 Patienten randomisiert einer der folgenden Behandlungen unterzogen:

Vamorolon 6 mg/kg/Tag (n = 30), Vamorolon 2 mg/kg/Tag (n = 30), aktives Vergleichspräparat

Prednison 0,75 mg/kg/Tag (n = 31) oder Placebo (n = 30). Nach 24 Wochen (Zeitraum 1, primäre

Wirksamkeitsanalyse) wurden Patienten, die Prednison oder Placebo erhalten hatten, nach einemzuvor festgelegten Randomisierungsschema für weitere 20 Behandlungswochen entweder mit

Vamorolon 6 mg/kg/Tag oder 2 mg/kg/Tag behandelt (Zeitraum 2).

In Studie 1 wurde die Wirksamkeit beurteilt, indem die Veränderung der TTSTAND-Geschwindigkeitzwischen Studienbeginn und Woche 24 bei einer 6 mg/kg/Tag-Dosis von Vamorolon im Vergleich zu

Placebo beurteilt wurde. Bei der zuvor festgelegten hierarchischen Analyse relevanter sekundärer

Endpunkte wurde zunächst die Veränderung der TTSTAND-Geschwindigkeit gegenüber dem

Ausgangswert in der Gruppe, die mit Vamorolon 2 mg/kg/Tag behandelt wurde, mit Placeboverglichen, dann die Veränderung der Strecke gegenüber dem Ausgangswert im 6-Minuten-Gehtest(6MWT) für die Gruppe, die mit Vamorolon 6 mg/kg/Tag behandelt wurde, und schließlich die

Gruppe mit Vamorolon 2 mg/kg/Tag im Vergleich zu Placebo.

Die Behandlung mit Vamorolon 6 mg/kg/Tag und Vamorolon 2 mg/kg/Tag führte zu einer statistischsignifikanten Verbesserung der TTSTAND-Geschwindigkeit und der zurückgelegten Distanz im 6-

Minuten-Gehtest zwischen Baseline und Woche 24 im Vergleich zu Placebo (siehe Tabelle 2).

Studie 1 war nicht darauf ausgelegt, beim Vergleich der einzelnen Vamorolon-Gruppen mit Prednisonein bestimmtes Signifikanzniveau aufrecht zu erhalten. Daher enthält Abbildung 1 für die jeweiligen

Endpunkte eine allgemeine, Endpunkt übergreifende Beurteilung der Behandlungsunterschiede, die alsprozentuale Veränderung gegenüber dem Ausgangswert mit 95 %-Konfidenzintervallen ausgedrücktwird.

Tabelle 3: Veränderung gegenüber dem Ausgangswert vor Behandlung mit Vamorolon6 mg/kg/Tag bzw. Vamorolon 2 mg/kg/Tag im Vergleich zu Placebo in Woche 24(Studie 1)

TTSTAND-Geschwindigkeit(Aufstehbewegungen/s) /

TTSTAND in Sekunden Placebo Vam Vam Pred2 mg/kg/Tag 6 mg/kg/Tag 0,75 mg/kg/Tag(s/Aufstehbewegung)

Mittelwert vor Behandlung

Aufstehbewegungen/s 0,20 0,18 0,19 0,22

Mittelwert vor Behandlung 5,555 6,07 5,97 4,92s/Aufstehbewegung

Durchschnittliche Veränderungnach 24 Wochen

Aufstehbewegungen/s -0,012 0,031 0,046 0,066

Verbesserung in -0,62 0,31 1,05 1,24s/Aufstehbewegung

Unterschied gegenüber

Placebo* 0,043 0,059

Aufstehbewegungen/s - (0,007 ; 0,079) (0,022 ; 0,095) nicht gegebens/Aufstehbewegung 0,927 (0,042 ; 1,67 (0,684 ; nicht gegeben1,895) 2,658)p-Wert - 0,020 0,002 nicht gegeben6MWT (Entfernung in

Metern) Placebo Vam Vam Pred2 mg/kg/Tag 6 mg/kg/Tag 0,75 mg/kg/Tag

Mittelwert vor Behandlung (m) 354,5 316,1 312,5 343,3

Durchschnittliche Veränderungnach 24 Wochen -11,4 +25,0 +24,6 +44,1

Unterschied gegenüber 36,3 35,9

Placebo* - (8,3 ; 64,4) (8,0 ; 63,9) nicht gegebenp-Wert - 0,011 0,012 nicht gegeben

Bei den Mittelwertveränderungen und -unterschieden handelt es sich um modellbasierte Schätzwerte nach der Methode derkleinsten Quadrate (MKQ)

Positive Werte weisen auf eine Verbesserung gegenüber dem Ausgangswert hin. *Darstellung der Unterschiede nach MKQmit 95-%-KI

Abbildung 1 Vergleiche zwischen Vamorolon und Prednison in zeitlich begrenzten Tests dermotorischen Funktion, ausgedrückt als prozentuale Veränderungen gegenüberdem Ausgangswert (mITT-1-Population)

TTSTANDV (VAM6 ggü. PDN)6MWT (VAM6 ggü. PDN)

TTSTANDV (VAM2 ggü. PDN)6MWT (VAM2 ggü. PDN)

Unterschied in % (95-%-KI)

Die Testdaten wurden standardisiert, indem die prozentuale Veränderung gegenüber dem Ausgangswert als Endpunktverwendet wurde. Perzentilveränderungen wurden berechnet als (Wert bei Untersuchung - Ausgangswert)/Ausgangswert x100 %. VAM: Vamorolon, PDN: Prednison

Sämtliche prozentualen Veränderungen gegenüber den beiden Endpunkten wurden in ein einzelnes statistisches Modell(MMRM) eingegeben.

Bei Vamorolon 6 mg/kg/Tag blieben die bei den Funktionstests der unteren Gliedmaßen nach24 Wochen beobachteten Verbesserungen über einen Zeitraum von 48 Behandlungswochenweitgehend erhalten, während die Ergebnisse der Wirksamkeitsmessungen bei Vamorolon2 mg/kg/Tag mit einem Rückgang der relevanten funktionalen Ergebnisparameter, d. h. TTSTAND-

Geschwindigkeit und der 6MWT, in Woche 48 ein eher uneinheitliches Bild zeigten und klinischsignifikante Unterschiede im Vergleich zu Vamorolon 6 mg/kg/Tag festgestellt wurden, wobei der

NSAA-Score nur geringfügig zurückging.

Bei Patienten, die während der Studie 1 von Prednison 0,75 mg/kg/Tag in Phase 1 auf Vamorolon6 mg/kg/Tag in Phase 2 umgestellt wurden, schien der Nutzen in Bezug auf diese Endpunkte dermotorischen Funktion erhalten zu bleiben, während bei Patienten, die auf Vamorolon 2 mg/kg/Tagumgestellt wurden, ein Rückgang beobachtet wurde.

Bei Studienbeginn lag die Körpergröße der Kinder in den Vamorolon-Gruppen niedriger (im Median -0,74 SD und -1,04 SD im z-Score der Körpergröße für 2 mg/kg/Tag bzw. 6 mg/kg/Tag) als bei

Kindern, die Placebo (-0,54 SD) oder Prednison 0,75 mg/kg/Tag (-0,56 SD) erhielten. Die

Veränderung der Körpergrößen-Perzentile und der z-Scores der Körpergröße war bei Kindern, dieüber 24 Wochen mit Vamorolon oder Placebo behandelt wurden, ähnlich, während sie sich mit

Prednison rückläufig entwickelte. Die Körpergrößen-Perzentile und z-Scores entwickelten sichdagegen während des 48-wöchigen Studienzeitraums in Studie 1 mit Vamorolon nicht rückläufig. Die

Endpunkt (Vergleich)

Umstellung von Prednison nach 24 Wochen in Phase 1 auf Vamorolon in Phase 2 führte bis zu

Woche 48 zu einem Anstieg von Mittelwert und Median des z-Scores.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Vamorolon wird gut resorbiert und verteilt sich schnell in die Gewebe. Nach oraler Anwendungzusammen mit Nahrung beträgt die mediane tmax etwa 2 Stunden (tmax-Bereich 0,5 bis 5 Stunden).

Auswirkungen von Nahrung

Bei gleichzeitiger Einnahme von Vamorolon mit einer Mahlzeit verringerte sich Cmax. um bis zu 8 %und verzögerte tmax um eine Stunde im Vergleich zur Einnahme auf nüchternen Magen. Die anhandder AUC gemessene systemische Gesamtresorption wurde um bis zu 14 % erhöht, wenn Vamorolonzusammen mit Nahrung eingenommen wurde. Die beobachteten Unterschiede bei der Resorptionführen nicht zu klinisch relevanten Unterschieden bei der Exposition; daher kann Vamorolon entwedermit oder ohne Nahrung eingenommen werden.

Verteilung

Das scheinbare Verteilungsvolumen von Vamorolon für einen Patienten mit DMD mit einem

Körpergewicht von 20 kg, der mit Vamorolon behandelt wird, beträgt 28,5 l basierend auf derpopulationspharmakokinetischen Analyse. Die Proteinbindung liegt bei 88,1 % in vitro. Das Blut-

Plasma-Verhältnis beträgt etwa 0,87.

Biotransformation

Vamorolon wird über mehrere Phase-I- und Phase-II-Wege metabolisiert, wie z. B. Glucuronidierung,

Hydroxylierung und Reduktion. Die wichtigsten Plasma- und Urinmetaboliten werden durch direkte

Glucuronidierung sowie durch Hydrierung mit anschließender Glucuronidierung gebildet. Die

Beteiligung bestimmter UGT- und CYP-Enzyme an der Metabolisierung von Vamorolon wurde nichtschlüssig nachgewiesen.

Elimination

Der Haupteliminationsweg erfolgt durch Metabolisierung mit anschließender Ausscheidung der

Metaboliten in Urin und Fäzes. Die Vamorolon-Clearance für einen Patienten mit DMD mit einem

Körpergewicht von 20 kg, der Vamorolon einnimmt, beträgt basierend auf derpopulationspharmakokinetischen Analyse 58 l/h. Die terminale Eliminationshalbwertszeit von

Vamorolon bei Kindern mit DMD beträgt etwa 2 Stunden.

Etwa 30 % der Vamorolon-Dosis werden mit den Fäzes ausgeschieden (15,4 % unverändert) und 57 %der Vamorolon-Dosis werden als Metaboliten im Urin ausgeschieden (< 1 % unverändert). Diewichtigsten Metaboliten im Urin sind Glucuronide.

Linearität/Nicht-Linearität

Die PK ist linear, und die Vamorolon-Exposition steigt mit Einzel- oder Mehrfachdosen proportionalan. Vamorolon akkumuliert nicht bei wiederholter Anwendung.

Besondere Patientengruppen
Eingeschränkte Leberfunktion

Die Wirkung von Vamorolon bei mittelschwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klasse B) wurdeam Menschen untersucht. Die Cmax- und AUC0inf-Werte von Vamorolon waren bei Patienten mitmittelschwerer Leberfunktionsstörung im Vergleich zu gesunden Erwachsenen mit entsprechendem

Alter, Gewicht und Geschlecht um das 1,7- bzw. 2,6-Fache erhöht. Die AGAMREE-Dosis sollte bei

Patienten mit mittelschwerer Leberfunktionsstörung mit einem Körpergewicht von bis zu 40 kg auf2 mg/kg/Tag und bei Patienten mit einem Körpergewicht ab 40 kg auf 80 mg reduziert werden.

Auf der Grundlage der verfügbaren Daten verhält sich der Anstieg der Vamorolon-Expositionproportional zum Schweregrad der Leberfunktionsstörung. Bei Patienten mit leichter

Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klasse A) ist keine signifikante Erhöhung der Exposition zuerwarten, weshalb keine Dosisanpassung empfohlen wird.

Es liegen keine Erfahrungen mit Vamorolon bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung (Child-

Pugh-Klasse C) vor, und Vamorolon darf bei diesen Patienten nicht angewendet werden (siehe

Abschnitt 4.3).

Nierenfunktionsstörung

Es liegen keine klinischen Erfahrungen mit Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion vor.

Vamorolon wird nicht unverändert über die Niere ausgeschieden, und eine Erhöhung der Expositionaufgrund einer Nierenfunktionsstörung wird als unwahrscheinlich erachtet.

Transporter-vermittelte Wechselwirkungen

Vamorolon ist kein Inhibitor von P-gp, BCRP, OATP1B1, OATP1B3, OCT2, OAT1, MATE1 oder

BSEP. Vamorolon weist in vitro eine schwache Hemmung von OAT3- und MATE2-K-Transporternauf. Vamorolon ist kein Substrat von P-gp, BCRP, OATP1A2, OATP1B1, OATP1B3, OCT2, OAT1,

OAT3, MATE1, MATE2-K oder BSEP.

Kinder und Jugendliche

Im Steady-State wurden das geometrische Mittel Cmax und die geometrische mittlere AUC von

Vamorolon bei Kindern (im Alter von 4 bis 7 Jahren) nach Anwendung von 6 mg/kg Vamorolontäglich anhand der Populationspharmakokinetik auf 1200 ng/ml (VK %=26,8) bzw. 3650 ng/ml.hgeschätzt.

5.3 Präklinische Sicherheitsdaten

Toxizität bei wiederholter Gabe

Die wiederholte Gabe von Vamorolon führte bei Mäusen und Hunden zu einem vorübergehenden

Anstieg von Triglyceriden und Cholesterin sowie von Leberenzymen. Eine fokale

Leberentzündung/Nekrose, die bei beiden Spezies beobachtet wurde, könnte sich als Folge einerhepatozellulären Hypertrophie und Vakuolisierung mit Glykogen- und Lipidakkumulationenentwickelt haben, die wahrscheinlich eine Stimulation der Glukoneogenese widerspiegeln.

Eine Langzeitanwendung von Vamorolon verursachte bei Mäusen und Hunden auch eine

Nebennierenrindenatrophie, die auf die bekannte Suppression der Hypothalamus-Hypophysen-

Nebennierenrinden-Achse durch Glukokortikoide zurückzuführen ist.

Die primäre entzündungshemmende Wirkung von Vamorolon war auch für eine leichte bis mäßige

Lymphozytendepletion in Milz, Thymus und Lymphknoten beider Arten verantwortlich. Dieunerwünschten Leber- und Nebennierenbefunde und die lymphoiden Veränderungen bei Mäusen und

Hunden entwickelten sich ohne AUC-basierte Sicherheitsmargen zur MRHD.

Genotoxizität und Kanzerogenität

In den Standardtests ergaben sich keine Hinweise auf ein genotoxisches Potenzial von Vamorolon. Eswurden keine Kanzerogenitätsstudien mit Vamorolon durchgeführt, aber das Fehlen präneoplastischer

Läsionen in Langzeittoxizitätsstudien und die Erfahrungen mit anderen Glukokortikoiden lassen nichtauf ein spezifisch kanzerogenes Potenzial schließen.

Reproduktions- und Entwicklungstoxizität

Es wurden keine Standardstudien zur Reproduktions- und Entwicklungstoxizität durchgeführt. In der

Studie zur chronischen Toxizität an Mäusen hatte Vamorolon keine negativen Auswirkungen auf die

Entwicklung von Spermien und Reproduktionsgeweben. Nach chronischer Verabreichung bei Hundenwurden in den Hoden unvollständig reversible Spermatozyt-/Spermatiddegenerationen beobachtet, diezu Oligospermie und Keimzellresten in Epididymiden führten. Darüber hinaus waren die

Prostatadrüsen verkleinert und enthielten weniger Sekret.

Bei weiblichen Tieren führte die wiederholte Langzeitanwendung bei Hunden zusätzlich zu einerteilweise reversiblen bilateralen Abwesenheit der Corpora lutea in den Eierstöcken. Die Hemmungder männlichen und weiblichen Fertilität ist auf die bekannte Interferenz der Langzeit-Glukokortikoid-

Behandlung mit der Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse zurückzuführen und entwickelte sichohne AUC-basierte Sicherheitsmarge zu Menschen bei der MRHD.

Toxizität bei Jungtieren

Die Hauptzielorgane von Vamorolon bei männlichen und weiblichen juvenilen Mäusen überschneidensich mit denen erwachsener Mäuse, wie z. B. Nebennierenrindenatrophie und Vamorolon-assoziierteunerwünschte hepatozelluläre Degeneration/Nekrose.

Vamorolon-bedingte Wirkungen, die ausschließlich bei jungen Mäusen beobachtet wurden, wareneine nichtschädliche Verringerung der Tibia- und Körperlängen bei männlichen und weiblichen Tierenund wurden auf die Induktion eines langsameren Wachstums zurückgeführt. Darüber hinaus wurde beiweiblichen Tieren eine azinäre Zellhypertrophie der mandibulären Speicheldrüsen festgestellt.

Während Wachstumsverzögerung eine bekannte Wirkung im Zusammenhang mit der Glukokortikoid-

Behandlung bei Kindern ist, ist die Relevanz der Speicheldrüsenbefunde für Kinder nicht bekannt.

Beim NOAEL-Wert (No observed adverse effect level) für die allgemeine Toxizität bei männlichenund weiblichen Jungmäusen gibt es keine Sicherheitsmarge in Bezug auf die Exposition des Menschenbei der MRHD.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Citronensäure-Monohydrat (E 330)

Natriummonohydrogenphosphat (E 339)

Glycerol (E 422)

Orangen-Aroma

Gereinigtes Wasser

Natriumbenzoat (E 211)

Sucralose (E 955)

Xanthangummi (E 415)

Salzsäure 10 % (zur pH-Wert-Einstellung)

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Haltbarkeit

Vor Anbruch3 Jahre.

Nach Anbruch3 Monate.

Aufrecht stehend im Kühlschrank (2°C - 8°C) lagern.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind bezüglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungenerforderlich.

Aufbewahrungsbedingungen nach Anbruch des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Bernsteinfarbene Glas-Flasche mit 100 ml Suspension zum Einnehmen mit einem kindergesicherten

Verschluss aus Polypropylen mit Manipulationssicherung und einer Einlage aus Polyethylen niedriger

Dichte.

Jede Packung enthält eine Flasche, einen Flaschenadapter zum Eindrücken (Polyethylen niedriger

Dichte) und zwei identische Applikationsspritzen für Zubereitungen zum Einnehmen (Polyethylenniedriger Dichte) mit einer Skalierung von 0 bis 8 ml in Schritten von 0,1 ml.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Handhabung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.

Jede mit AGAMREE mitgelieferte Applikationsspritze für Zubereitungen zum Einnehmen kann bis zu45 Tage lang verwendet werden.

Verwendung mit einer enteralen Ernährungssonde:

AGAMREE kann über eine enterale Ernährungssonde (12-24 Fr) ohne Änderung oder Verdünnungder üblich verordneten Dosis verabreicht werden. AGAMREE sollte nicht mit der Ernährungslösungoder anderen Produkten gemischt werden. Die Ernährungssonde sollte vor und nach der

Verabreichung von AGAMREE mit mindestens 20 ml Wasser gespült werden.

7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS

Santhera Pharmaceuticals (Deutschland) GmbH

Marie-Curie-Straße 8

D-79539 Lörrach

DEUTSCHLANDoffice@santhera.com

8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)

EU/1/23/1776/001

9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 14 Dezember 2023

10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.

ANLAGE II

A. HERSTELLER, DER (DIE) FÜR DIE CHARGENFREIGABE

VERANTWORTLICH IST (SIND)

B. BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE

ABGABE UND DEN GEBRAUCH

C. SONSTIGE BEDINGUNGEN UND AUFLAGEN DER

GENEHMIGUNG FÜR DAS INVERKEHRBRINGEN

D. BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE

SICHERE UND WIRKSAME ANWENDUNG DES

ARZNEIMITTELS

A. HERSTELLER, DER (DIE) FÜR DIE CHARGENFREIGABE VERANTWORTLICH

IST (SIND)

Name und Anschrift des/der Hersteller(s), der/die für die Chargenfreigabe verantwortlich ist/sind

Santhera Pharmaceuticals (Deutschland) GmbH

Marie-Curie-Straße 8

D-79539 Lörrach

DEUTSCHLAND

B. BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE ABGABE UND

ANWENDUNG

Arzneimittel auf eingeschränkte ärztliche Verschreibung (siehe Anhang I: Zusammenfassung der

Merkmale des Arzneimittels, Abschnitt 4.2).

C. SONSTIGE BEDINGUNGEN UND AUFLAGEN DER GENEHMIGUNG FÜR DAS

INVERKEHRBRINGEN

* Regelmäßig aktualisierte Unbedenklichkeitsberichte [Periodic Safety Update Reports(PSURs)]

Die Anforderungen an die Einreichung von PSURs für dieses Arzneimittel sind in der nach

Artikel 107 c Absatz 7 der Richtlinie 2001/83/EG vorgesehenen und im europäischen

Internetportal für Arzneimittel veröffentlichten Liste der in der Union festgelegten Stichtage(EURD-Liste) - und allen künftigen Aktualisierungen - festgelegt.

D. BEDINGUNGEN ODER EINSCHRÄNKUNGEN FÜR DIE SICHERE UND

WIRKSAME ANWENDUNG DES ARZNEIMITTELS

* Risikomanagement-Plan (RMP)

Der Inhaber der Genehmigung für das Inverkehrbringen (MAH) führt die notwendigen, imvereinbarten RMP beschriebenen und in Modul 1.8.2 der Zulassung dargelegten

Pharmakovigilanzaktivitäten und Maßnahmen sowie alle künftigen vereinbarten

Aktualisierungen des RMP durch.

Ein aktualisierter RMP ist einzureichen:

* nach Aufforderung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur;

* jedes Mal, wenn das Risikomanagement-System geändert wird, insbesondere infolge neuereingegangener Informationen, die zu einer wesentlichen Änderung des Nutzen-Risiko-

Verhältnisses führen können oder infolge des Erreichens eines wichtigen Meilensteins (in

Bezug auf Pharmakovigilanz oder Risikominimierung).

* Zusätzliche Maßnahmen zur Risikominimierung

Patientenkarte zur sicheren Anwendung

Dieser Patient steht unter Langzeitbehandlung mit AGAMREE (Vamorolon), einem dissoziativen

Kortikosteroid zur Langzeitbehandlung von Duchenne-Muskeldystrophie, und ist daher physischangewiesen auf die tägliche Steroidtherapie als kritisches Arzneimittel.

Bei Unwohlsein des Patienten (übermäßige Ermüdung, unerwartete Schwäche, Erbrechen, Durchfall,

Schwindel oder Verwirrtheitszustände) ist eine akute Nebenniereninsuffizienz oder eine

Nebennierenkrise in Betracht zu ziehen.