Zusammenfassung des SicherheitsprofilsDie häufigsten Nebenwirkungen sind Infektionen der oberen Atemwege (23,4 %; hauptsächlich als
Erkältung gemeldet), Reaktionen an der Injektionsstelle (7,2 %), Konjunktivitis (5,4 %) sowieallergische Konjunktivitis (2,0 %).
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenIn klinischen Studien beobachtete Nebenwirkungen sind in Tabelle 1 nach Systemorganklasse und
Häufigkeit unter Verwendung der folgenden Kategorien aufgeführt: sehr häufig (≥ 1/10), häufig(≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100), selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000), sehr selten(< 1/10 000). Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe sind die Nebenwirkungen nach abnehmendem
Schweregrad aufgeführt. Die Häufigkeiten basieren auf dem Zeitraum der Initialbehandlung von biszu 16 Wochen der gepoolten Daten aus 5 Studien in der atopische Dermatitis-Population.
Tabelle 1: Liste der Nebenwirkungen
MedDRA- Häufigkeit Nebenwirkung
Systemorganklasse
Infektionen und Sehr häufig Infektionen der oberen Atemwegeparasitäre Erkrankungen Häufig Konjunktivitis
Erkrankungen des Häufig Eosinophilie
Blutes und des
Lymphsystems
Augenerkrankungen Häufig Konjunktivitis allergisch
Gelegentlich Keratitis
Allgemeine Häufig Reaktionen an der Injektionsstelle
Erkrankungen und
Beschwerden am
Verabreichungsort
Die Langzeitsicherheit von Tralokinumab wurde in 2 Monotherapie-Studien über bis zu 52 Wochenund in einer Kombinationsstudie mit topischen Kortikosteroiden über bis zu 32 Wochen untersucht.
Die Langzeitsicherheit von Tralokinumab wird weiter in einer offenen Verlängerungsstudie(ECZTEND) für bis zu 5 Jahre Behandlung bei Erwachsenen und Jugendlichen mit mittelschwerer bisschwerer AD (atopische Dermatitis) untersucht, die alle zwei Wochen 300 mg Tralokinumab erhalten(Q2W). Interimsdaten zur Sicherheit von bis zu 39 Monaten stimmten im Allgemeinen mit dem
Sicherheitsprofil überein, das bis Woche 16 im Pool von 5 Studien mit Erwachsenen beobachtetwurde.
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenKonjunktivitis und verwandte Ereignisse
Konjunktivitis trat bei Patienten mit atopischer Dermatitis in den gepoolten Daten aus 5 Studienwährend der Initialbehandlung von bis zu 16 Wochen unter Tralokinumab häufiger auf (5,4 %) alsunter Placebo (1,9 %). Konjunktivitis wurde häufiger bei Patienten mit schwerer atopischer Dermatitisberichtet als bei Patienten mit mittelschwerer atopischer Dermatitis, sowohl in der Tralokinumab-
Gruppe (6,0 vs. 3,3 % während der Initialbehandlung) als auch in der Placebo-Gruppe (2,2 vs. 0,8 %während der Initialbehandlung). Bei den meisten Patienten klang die Konjunktivitis innerhalb des
Behandlungszeitraums ab oder war am Abklingen.
In den vorläufigen Sicherheitsdaten aus der offenen Langzeit-Verlängerungsstudie (ECZTEND) lagdie Konjunktivitis-Rate bei 3,37 Ereignissen/100 Patientenjahre der Exposition, verglichen mit22,0 Ereignissen/100 Patientenjahre der Exposition während der 16-wöchigen Initialbehandlung.
Keratitis wurde bei 0,5 % der mit Tralokinumab Behandelten während der Initialbehandlung berichtet.
Die Hälfte dieser Ereignisse wurde als Keratokonjunktivitis eingestuft. Alle Ereignisse waren nichtschwerwiegend und von leichtem oder mäßigem Schweregrad und keines führte zum
Behandlungsabbruch.In den vorläufigen Sicherheitsdaten aus der offenen Langzeit-Verlängerungsstudie (ECZTEND) lagdie Keratitis-Rate bei 0,15 Ereignissen/100 Patientenjahre der Exposition, verglichen mit1,7 Ereignissen/100 Patientenjahre der Exposition während der 16-wöchigen Initialbehandlung.
Eosinophilie
Eosinophilie als unerwünschte Reaktion wurde unter Tralokinumab in 1,3 % der Patienten und unter
Placebo in 0,3 % der Patienten während der Initialbehandlung von bis zu 16 Wochen berichtet(gepoolte Daten aus 5 Studien). Bei Patienten, die mit Tralokinumab behandelt wurden, kam es im
Durchschnitt zu einem höheren initialen Anstieg der Eosinophilenzahl gegenüber Baseline als bei
Patienten unter Placebo. Eosinophilie (≥ 5.000 Zellen/µl) wurde während der Initialbehandlung bei1,2 % der mit Tralokinumab behandelten Patienten und bei 0,3 % der Patienten unter Placebofestgestellt. Dieser Anstieg bei den mit Tralokinumab behandelten Patienten war jedoch nurvorübergehend, und die durchschnittlichen Eosinophilenzahlen gingen unter fortgeführter Behandlungauf Baseline zurück. Das Sicherheitsprofil für Patienten mit Eosinophilie war mit dem aller Patientenvergleichbar.
Eczema herpeticum
Eczema herpeticum wurde bei 0,3 % der mit Tralokinumab behandelten Patienten und bei 1,5 % der
Patienten in der Placebo-Gruppe während der Initialbehandlung von bis zu 16 Wochen berichtet(gepoolte Daten aus 5 Studien zu atopischer Dermatitis). Die Rate von Eczema herpeticum in derinitialen, 16-wöchigen Behandlungsperiode betrug 1,2 Ereignisse/100 Patientenjahre der Exposition.
Die Eczema herpeticum-Rate in den vorläufigen Sicherheitsdaten der offenen Langzeit-
Verlängerungsstudie (ECZTEND) betrug 0,60 Ereignisse/100 Patientenjahre der Exposition.
ImmunogenitätWie alle therapeutischen Proteine kann auch Tralokinumab potenziell eine Immunogenitäthervorrufen.
Das Auftreten von ADA (Anti Drug Antibody, Anti-Wirkstoff-Antikörper) war nicht mit einer
Auswirkung auf die Exposition, Sicherheit oder Wirksamkeit von Tralokinumab assoziiert.
In ECZTRA 1, ECZTRA 2, ECZTRA 3 und der Studie zur Impfantwort betrug die Inzidenz von ADAim Zeitraum bis zu 16 Wochen 1,4 % bei den mit Tralokinumab behandelten Patienten und 1,3 % bei
Patienten unter Placebo. Neutralisierende Antikörper wurden bei 0,1 % der Patienten unter
Tralokinumab und bei 0,2 % der Patienten unter Placebo beobachtet.
Die Inzidenz von ADA betrug bei den bis zu 52 Wochen mit Tralokinumab behandelten Patienten4,6 %; 0,9 % hatten anhaltende ADA und 1,0 % wiesen neutralisierende Antikörper auf.
Reaktionen an der InjektionsstelleReaktionen an der Injektionsstelle (einschließlich Schmerzen und Rötung) traten während der
Initialbehandlung von bis zu 16 Wochen bei Patienten, die Tralokinumab erhielten, häufiger (7,2 %)im Vergleich zu Placebo (3,0 %) auf (gepoolte Daten aus 5 Studien). Über alle Behandlungszeiträumeder 5 atopische Dermatitis-Studien war die überwiegende Mehrzahl (99 %) der Reaktionen an der
Injektionsstelle leicht oder mäßig und nur wenige (< 1 %) Patienten brachen die Behandlung mit
Tralokinumab ab. Die meisten Reaktionen an der Injektionsstelle waren von kurzer Dauer. Etwa 76 %der Ereignisse klangen innerhalb von 1 bis 5 Tagen ab.
In den vorläufigen Sicherheitsdaten aus der offenen Langzeit-Verlängerungsstudie (ECZTEND) lagdie Rate der Reaktionen an der Injektionsstelle bei 5,8 Ereignissen/100 Patientenjahre der Exposition,verglichen mit 51,5 Ereignissen/100 Patientenjahre der Exposition während der 16-wöchigen
Initialbehandlung.
Pädiatrische PopulationDie Sicherheit von Tralokinumab wurde bei Patienten im Alter von 12 bis 17 Jahren (Jugendliche) mitmittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis in einer Monotherapie-Studie mit 289 Jugendlichen(ECZTRA 6) sowie in einer offenen Langzeit-Verlängerungsstudie (ECZTEND) mit127 Jugendlichen, die von ECZTRA 6 umgestellt wurden, beurteilt. Das Sicherheitsprofil von
Tralokinumab bei diesen Patienten, die über den Zeitraum der Initialbehandlung von 16 Wochen undden Langzeit-Behandlungszeitraum von 52 Wochen (ECZTRA 6) sowie in einer offenen Langzeit-
Verlängerungsstudie bis zu 21 Monaten (ECZTEND) beobachtet wurden, war dem Sicherheitsprofilaus Studien mit erwachsenen Teilnehmern ähnlich. Allerdings wurde unter Tralokinumab bei
Jugendlichen (1,0 %) eine geringere Häufigkeit von Patienten mit Konjunktivitis beobachtet als bei
Erwachsenen (5,4 %), und anders als bei Erwachsenen war die Häufigkeit einer allergischen
Konjunktivitis bei jugendlichen Patienten unter Tralokinumab und Placebo ähnlich.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
Pharmakotherapeutische Gruppe: Andere Dermatika, Mittel zur Behandlung der Dermatitis, exkl.
Corticosteroide, ATC-Code: D11AH07.
WirkmechanismusTralokinumab ist ein vollständig humaner monoklonaler IgG4-Antikörper, der spezifisch an das
Typ-2-Zytokin Interleukin-13 (IL-13) bindet und dessen Wechselwirkung mit den IL-13-Rezeptorenhemmt. Tralokinumab neutralisiert die biologische Aktivität von IL-13, indem es dessen
Wechselwirkung mit dem Rezeptorkomplex IL-13Rα1/IL-4Rα blockiert.
IL-13 ist ein wesentlicher Treiber für entzündliche Erkrankungen des Typs 2 beim Menschen, wiez. B. bei atopischer Dermatitis, und die Hemmung des IL-13-Signalwegs mit Tralokinumab bei
Patienten verringert viele der Mediatoren der Typ-2-Entzündung.
Pharmakodynamische WirkungenIn klinischen Studien führte die Behandlung mit Tralokinumab zu reduzierten Spiegeln von Typ-2-
Entzündungsbiomarkern sowohl in Hautläsionen (CCL17, CCL18 und CCL26) als auch im Blut(CCL17, Periostin und IgE). In Hautläsionen führte die Behandlung mit Tralokinumab auch zu einer
Abnahme der Epidermisdicke und zu einem Anstieg des Markers für die Integrität der epithelialen
Barriere (Loricrin). Die Besiedlung der Haut mit Staphylococcus aureus war bei den mit
Tralokinumab behandelten Patienten um mehr als das 10-fache reduziert. Die Behandlung mit
Tralokinumab hatte zudem eine Verschiebung des Lipidprofils des Stratum corneum von läsionaler zunicht-läsionaler Haut zur Folge, was auf eine Verbesserung der Integrität der Hautbarriere hinweist.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitDie Wirksamkeit und Sicherheit von Tralokinumab als Monotherapie und mit begleitender
Anwendung von topischen Kortikosteroiden (TCS) wurden in drei pivotalen randomisierten,doppelblinden, placebokontrollierten Studien (ECZTRA 1, ECZTRA 2 und ECZTRA 3) in1 976 Patienten ≥ 18 Jahren mit mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis untersucht. Dieatopische Dermatitis wurde durch einen IGA (Investigator's Global Assessment)-Wert von 3 oder 4(mittelschwer oder schwer), einem EASI-Wert (Eczema Area and Severity Index) von ≥ 16 bei
Baseline und einer betroffenen Körperoberfläche (Body Surface Area, BSA) von ≥ 10 % definiert.
Geeignete Patienten, die in die drei Studien eingeschlossen wurden, hatten zuvor nur unzureichend auftopische Arzneimittel angesprochen.
In allen drei Studien erhielten die Patienten 1) eine Anfangsdosis von 600 mg Tralokinumab (vier
Injektionen zu je 150 mg) an Tag 1, gefolgt von 300 mg alle zwei Wochen (Q2W) bis Woche 16 oder2) ein entsprechendes Placebo. In ECZTRA 3 erhielten die Patienten bei Bedarf begleitend topische
Kortikosteroide auf aktive Läsionen. Tralokinumab wurde in allen Studien als subkutane (s.c.)
Injektion verabreicht.
In ECZTRA 1 und ECZTRA 2 wurden zur Beurteilung der Aufrechterhaltung des Ansprechens
Patienten, die auf die initiale 16-wöchige Behandlung mit Tralokinumab ansprachen (d. h.
IGA 0 oder 1 oder EASI-75 erreichten), re-randomisiert auf 1) Tralokinumab 300 mg Q2W oder 2)
Tralokinumab 300 mg Q4W (abwechselnd Tralokinumab 300 mg und Placebo Q2W) oder 3) Placebo
Q2W bis zu 52 Wochen. Die primären Endpunkte für die Beurteilung der Erhaltung des Ansprechenswaren IGA 0 oder 1 und EASI-75 in Woche 52. Patienten, die auf die 16-wöchige Initialbehandlungmit Placebo ansprachen, wurden auf Placebo fortgeführt. Patienten, die in Woche 16 IGA 0 oder 1oder EASI-75 nicht erreichten, und Patienten, deren Ansprechen während der Erhaltungsphase nichtaufrechterhalten werden konnte, wurden auf eine Open-label-Behandlung mit Tralokinumab300 mg Q2W mit optionaler Anwendung von TCS umgestellt. Der Behandlungszeitraum der Studienbetrug 52 Wochen.
In ECZTRA 3 wurden Patienten, die auf die 16-wöchige Initialbehandlung mit Tralokinumab + TCSansprachen (d. h. IGA 0 oder 1 oder EASI-75 erreichten), re-randomisiert auf 1) Tralokinumab300 mg Q2W + TCS oder 2) Tralokinumab 300 mg Q4W + TCS (abwechselnd Tralokinumab 300 mgund Placebo Q2W) für bis zu 32 Wochen. Die primären Endpunkte für die Beurteilung der Erhaltungdes Ansprechens waren IGA 0 oder 1 und EASI-75 in Woche 32. Patienten, die auf die 16-wöchige
Initialbehandlung mit Placebo + TCS ansprachen, wurden auf Placebo + TCS fortgeführt. Patienten,die in Woche 16 IGA 0 oder 1 oder EASI-75 nicht erreichten, wurden auf Tralokinumab300 mg Q2W + TCS umgestellt, unabhängig von ihrer initialen Behandlung. Der
Behandlungszeitraum der Studie betrug 32 Wochen.
In ECZTRA 1 wurden 802 Patienten eingeschlossen (199 auf Placebo, 603 auf Tralokinumab300 mg Q2W).
In ECZTRA 2 wurden 794 Patienten eingeschlossen (201 auf Placebo, 593 auf Tralokinumab300 mg Q2W).
In ECZTRA 3 wurden 380 Patienten eingeschlossen (127 auf Placebo + TCS, 253 auf Tralokinumab300 mg Q2W + TCS).
Endpunkte
In allen drei pivotalen Studien waren die primären Endpunkte das Erreichen von IGA 0 oder 1('erscheinungsfrei“ oder 'fast erscheinungsfrei“) und eine mindestens 75%ige Reduktion des EASI-
Wertes (EASI-75) in Woche 16 gegenüber Baseline. Sekundäre Endpunkte waren die Verringerungdes Juckreizes, definiert als Verbesserung um mindestens 4 Punkte auf der NRS (Numeric Rating
Scale) für den schlimmsten täglichen Pruritus, Reduktion des SCORAD-Wertes (SCORing Atopic
Dermatitis) sowie die Veränderung im DLQI (Dermatology Life Quality Index), jeweils zwischen
Baseline und Woche 16. Zusätzliche sekundäre Endpunkte waren Reduktion des EASI-Wertes ummindestens 50 % bzw. 90 % (EASI-50 bzw. EASI-90) und Reduktion auf der NRS(Wochenmittelwert) für den schlimmsten täglichen Pruritus in Woche 16 gegenüber Baseline. Weitere
Endpunkte waren die Veränderung von Baseline bis Woche 16 des POEM-Wertes (Patient Oriented
Eczema Measure), eine Verbesserung des POEM-Wertes um mindestens 4 Punkte und Eczema-related
Sleep NRS.
Patientencharakteristika bei Baseline
In den Monotherapie-Studien (ECZTRA 1 und ECZTRA 2) lag das mittlere Alter über alle
Behandlungsgruppen hinweg bei 37,8 Jahren, 5,0 % der Patienten waren mindestens 65 Jahre alt, dasmittlere Körpergewicht lag bei 76,0 kg, 40,7 % waren Frauen, 66,5 % Weiße, 22,9 % Asiaten und7,5 % Schwarze. In diesen Studien hatten 49,9 % der Patienten einen Baseline-IGA-Wert von 3(mittelschwere atopische Dermatitis), 49,7 % hatten einen Baseline-IGA-Wert von 4 (schwereatopische Dermatitis) und 42,5 % der Patienten hatten in der Vergangenheit systemische
Immunsuppressiva (Cyclosporin, Methotrexat, Azathioprin und Mycophenolat) erhalten. Der mittlere
Baseline-EASI-Wert lag bei 32,3, der mittlere Baseline-Wert des NRS für den schlimmsten täglichen
Pruritus war 7,8, der mittlere Baseline-DLQI-Wert war 17,3, der mittlere Baseline-SCORAD-Wertwar 70,4, der mittlere Baseline-POEM-Wert war 22,8, und der mittlere Baseline-Wert derkörperlichen bzw. mentalen Komponenten im Fragebogen SF-36 lag bei 43,4 bzw. 44,3.
In der Studie mit begleitender Anwendung von topischen Kortikosteroiden (ECZTRA 3) lag dasmittlere Alter über beide Behandlungsgruppen bei 39,1 Jahren, 6,3 % der Patienten waren mindestens65 Jahre alt, das mittlere Körpergewicht lag bei 79,4 kg, 45,0 % waren Frauen, 75,8 % Weiße, 10,8 %
Asiaten und 9,2 % Schwarze. In dieser Studie hatten 53,2 % der Patienten einen Baseline-IGA-Wertvon 3, 46,3 % der Patienten einen Baseline-IGA-Wert von 4 und 39,2 % der Patienten hatten in der
Vergangenheit systemische Immunsuppressiva erhalten. Der mittlere Baseline-EASI-Wertbetrug 29,4, der mittlere Baseline-Wert des NRS für den schlimmsten täglichen Pruritus war 7,7, dermittlere Baseline-DLQI-Wert war 17,5, der mittlere Baseline-SCORAD-Wert war 67,6 und dermittlere Baseline-POEM-Wert war 22,3.
Klinisches AnsprechenMonotherapie-Studien (ECZTRA 1 und ECZTRA 2), initialer Behandlungszeitraum Woche 0-16
In ECZTRA 1 und ECZTRA 2 von Baseline bis Woche 16 erreichte ein signifikant größerer Anteil an
Patienten, die nach Randomisierung Tralokinumab erhielten, einen IGA 0 oder 1, EASI-75 und/odereine Verbesserung des NRS für den schlimmsten täglichen Pruritus ≥ 4 Punkte im Vergleich zu
Placebo (siehe Tabelle 2).
Tabelle 2: Wirksamkeitsergebnisse der Tralokinumab-Monotherapie in Woche 16 in
ECZTRA 1 und ECZTRA 2 (FAS)
MonotherapieECZTRA 1 ECZTRA 2
Woche 16 Woche 16
Placebo Tralokinumab Placebo Tralokinumab300 mg Q2W 300 mg Q2W
Anzahl der randomisiertenund behandelten Patienten 197 601 201 591(FAS)
IGA 0 oder 1,% Respondera,b) 7,1 15,8# 10,9 22,2§
EASI-50, % Respondera) 21,3 41,6§,e) 20,4 49,9§,e)
EASI-75, % Respondera) 12,7 25,0§ 11,4 33,2§
SCORAD, LS-Mittelwert § §der Veränderung gegenüber -17,2 -24,9 -13,8 -26,9
Baseline (± SE)b) (± 1,98) (± 1,23) (± 2,00) (± 1,06)
Pruritus-NRS(Verbesserung um 10,3 20,0# 9,5 25,0§≥ 4 Punkte, (20/194) (119/594) (19/200) (144/575)% Responder)a,d)
DLQI, LS-Mittelwert der # §
Veränderung gegenüber -5,7 -7,5 -5,2 -8,6
Baseline (± SE)c) (± 0,63) (± 0,41) (± 0,68) (± 0,36)
LS = Least Squares (Methode der kleinsten Quadrate), SE = standard error (Standardfehler), FAS = Full
Analysis Set - umfasst alle randomisierten Patienten, die behandelt wurden.
Bei Bedarf durften die Patienten, um als unerträglich empfundene Symptome der atopischen Dermatitis zulindern, nach Ermessen des Prüfarztes eine Rescue-Therapie erhalten.a) Patienten, die eine Rescue-Therapie erhielten oder bei denen Daten fehlten, wurden als Non-Respondereingestuft.b) Responder wurde definiert als ein Patient mit IGA 0 oder 1 ('erscheinungsfrei“ oder 'fast erscheinungsfrei“auf einer von 0 bis 4 reichenden IGA-Skala).c) Daten, die nach Einleitung einer Rescue-Therapie oder einem Behandlungsabbruch erhoben waren, wurdenals fehlend betrachtet. Placebo-basierte multiple Imputation der fehlenden Daten.d) Der Prozentsatz errechnete sich relativ zur Zahl der Patienten mit einem Wert ≥ 4 bei Baseline.e) Keine Adjustierung bezüglich Multiplizität.
* p < 0,05, # p < 0,01, § p < 0,001
In beiden Monotherapie-Studien (ECZTRA 1 und ECZTRA 2) reduzierte Tralokinumab den Juckreizim Vergleich zu Placebo bereits in Woche 1, gemessen als prozentuale Veränderung des NRS für denschlimmsten täglichen Pruritus gegenüber Baseline. Die Reduktion des Juckreizes wurde parallel zuden Verbesserungen der messbaren Symptome der atopischen Dermatitis und der Lebensqualitätbeobachtet.
In beiden Studien benötigten weniger Patienten, die auf Adtralza 300 mg Q2W randomisiert wurden,eine Rescue-Therapie (topische Kortikosteroide, systemische Kortikosteroide, nichtsteroidale
Immunsuppressiva) als Patienten die auf Placebo randomisiert wurden (29,3 % versus 45,3 %, überbeide Studien). Die Rescue-Therapie war häufiger erforderlich, wenn Patienten bei Baseline schwereatopische Dermatitis hatten (39,3 % unter Tralokinumab-Behandlung 100 mg Q2W vs. 56,7 % in der
Placebo-Gruppe).
Monotherapie-Studien (ECZTRA 1 und ECZTRA 2), Zeitraum der Erhaltungstherapie (Woche 16-52)
Um die Aufrechterhaltung des Ansprechens zu untersuchen, wurden 185 Patienten aus ECZTRA 1und 227 Patienten aus ECZTRA 2, die 16 Wochen lang mit Tralokinumab 300 mg Q2W behandeltwurden und in Woche 16 einen IGA-Wert von 0 oder 1 oder einen EASI-75 erreichten, zu einerweiteren 36-wöchigen Behandlung re-randomisiert. Die Behandlungsgruppen bestanden aus 1)300 mg Tralokinumab alle zwei Wochen (Q2W) oder 2) alternierend Tralokinumab 300 mg und
Placebo Q2W (Tralokinumab Q4W) oder 3) Placebo Q2W, für eine kumulative 52-wöchige
Behandlungszeit. Die Ansprechraten (IGA 0/1 oder EASI-75) in den gepoolten Daten der
Monotherapie betrugen 56,2 % in Woche 52 für Tralokinumab 300 mg Q2W und 50 % für
Tralokinumab 300 mg Q4W von Patienten, die in Woche 16 ein klinisches Ansprechen erreichten.
Tabelle 3: Wirksamkeitsergebnisse (IGA 0 oder 1 oder EASI-75) in Woche 52 bei Patienten, diein Woche 16 auf Tralokinumab 300 mg Q2W angesprochen hatten
ECZTRA 1 ECZTRA 2
Behandlungsschema Woche 16-52e) Behandlungsschema Woche 16-52e)
Beurteilung Tralokinumab Tralokinumab Placebo Tralokinumab Tralokinumab Placeboin Woche 52 300 mg 300 mg 300 mg 300 mg
Q2W Q4W Q2W Q4W
IGA 0/1a) 51,3d) 38,9d) 47,4 59,3c) 44,9d) 25,0% Responderf) (20/39) (14/36) (9/19) (32/54) (22/49) (7/28)
EASI-75a) 59,6d) 49,1d) 33,3 55,8b) 51,4c) 21,4% Responderg) (28/47) (28/57) (10/30) (43/77) (38/74) (9/42)
Bei Bedarf durften die Patienten, um als unerträglich empfundene Symptome der atopischen Dermatitis zulindern, nach Ermessen des Prüfarztes eine Rescue-Therapie erhalten.a) Patienten, die eine Rescue-Therapie erhielten oder bei denen Daten fehlten, wurden in den Analysen als
Non-Responder eingestuft. Der Prozentsatz errechnet sich relativ zur Zahl der Patienten mit einem
Ansprechen in Woche 16.
b) p < 0,001 im Vergleich zu Placeboc) p < 0,05 im Vergleich zu Placebod) p > 0,05 im Vergleich zu Placeboe) Alle Patienten wurden zunächst in Woche 0 bis 16 mit Tralokinumab 300 mg Q2W behandelt.f) IGA 0/1 in Woche 52 wurde bei denjenigen Patienten ausgewertet, die in Woche 16 IGA 0/1 erreicht hatten.g) EASI-75 in Woche 52 wurde bei denjenigen Patienten ausgewertet, die in Woche 16 EASI-75 erreicht hatten.
Patienten, die auf Tralokinumab randomisiert wurden und in Woche 16 weder IGA 0 oder 1 noch
EASI-75 erreichten, wurden in eine unverblindete Behandlung mit Tralokinumab300 mg Q2W + optionalen TCS überführt. In Woche 52 erreichten von diesen 20,8 % in ECZTRA 1und 19,3 % in ECZTRA 2 einen IGA 0 oder 1, und 46,1 % in ECZTRA 1 und 39,3 % in ECZTRA 2einen EASI-75. Das klinische Ansprechen wurde im Wesentlichen von der fortgesetzten
Tralokinumab-Behandlung und weniger durch die optionale Behandlung mit topischen
Kortikosteroiden bestimmt.
32-wöchige Studie mit TCS-Begleitbehandlung (ECZTRA 3), Initialbehandlung Woche 0-16
Im Vergleich zu Placebo + TCS erreichte in ECZTRA 3 ein signifikant größerer Anteil der Patienten,die Tralokinumab 300 mg Q2W + TCS erhielten, IGA 0 oder 1, den EASI-75 und/oder eine
Verbesserung um ≥ 4 Punkte auf der NRS für den schlimmsten täglichen Pruritus (siehe Tabelle 4).
Tabelle 4: Wirksamkeitsergebnisse einer Tralokinumab-Kombinationstherapie mit TCS in
Woche 16 in ECZTRA 3 (FAS)
KombinationstherapieECZTRA 3
Woche 16
Placebo + TCS Tralokinumab300 mg Q2W + TCS
Anzahl der randomisiertenund behandelten Patienten 126 252(FAS)
IGA 0 oder 1,% Respondera,b) 26,2 38,9*
EASI-50, % Respondera) 57,9 79,4§, e)
EASI-75, % Respondera) 35,7 56,0§
SCORAD, LS-Mittelwertder Veränderung gegenüber -26,7 -37,5§
Baseline (± SE) c) (±1,83) (±1,27)
Pruritus-NRS(Verbesserung um 34,1 45,4*≥ 4 Punkte, (43/126) (113/249)% Responder)a,d)
DLQI, LS-Mittelwert der §
Veränderung gegenüber -8,8 -11,6
Baseline (± SE)c) (±0,57) (±0,40)
LS = Least Squares (Methode der kleinsten Quadrate), SE = standard error (Standardfehler), FAS = Full
Analysis Set - umfasst alle randomisierten Patienten, die behandelt wurden.
Bei Bedarf durften die Patienten, um als unerträglich empfundene Symptome der atopischen Dermatitis zulindern, nach Ermessen des Prüfarztes eine Rescue-Therapie erhalten. Die bereitgestellten TCS stellten keine
Rescue-Therapie dar.a) Patienten, die eine Rescue-Therapie erhielten oder bei denen Daten fehlten, wurden als Non-Respondereingestuft.b) Responder wurde definiert als ein Patient mit IGA 0 oder 1 ('erscheinungsfrei“ oder 'fast erscheinungsfrei“auf einer von 0 bis 4 reichenden IGA-Skala).c) Daten, die nach Einleitung einer Rescue-Therapie oder einem Behandlungsabbruch erhoben waren, wurdenals fehlend betrachtet. Placebo-basierte multiple Imputation der fehlenden Daten.d) Der Prozentsatz errechnet sich relativ zur Zahl der Patienten mit einem Wert ≥ 4 bei Baseline.
* p < 0,05, # p < 0,01, § p < 0,001.
In ECZTRA 3 wendeten Patienten, die von Woche 0 bis 16 Tralokinumab 300 mg Q2W erhielten, in
Woche 16 um 50 % weniger der bereitgestellten topischen Kortikosteroiden an, als die Patienten, die
Placebo erhielten.
In der Studie mit begleitender Anwendung von topischen Kortikosteroiden (ECZTRA 3) reduzierte
Tralokinumab + TCS den Juckreiz im Vergleich zu Placebo + TCS bereits in Woche 2, gemessen ander prozentualen Veränderung des NRS für den schlimmsten täglichen Pruritus gegenüber der
Baseline. Die Reduzierung des Juckreizes wurde parallel zu den Verbesserungen der messbaren
Symptome der atopischen Dermatitis und der Lebensqualität beobachtet.
32-wöchige Studie mit begleitender Anwendung von topischen Kortikosteroiden (ECZTRA 3),
Erhaltungsphase Woche 16-32
Um die Aufrechterhaltung des Ansprechens zu untersuchen, wurden Patienten, die in der ECZTRA-3-
Studie 16 Wochen lang mit Tralokinumab 300 mg + TCS behandelt wurden und die in Woche 16einen IGA-Wert von 0 oder 1 oder einen EASI-75 erreichten, zu einer weiteren 16-wöchigen
Behandlung re-randomisiert. Die Behandlungsgruppen bestanden aus 1) Tralokinumab 300 mg allezwei Wochen (Q2W) + TCS oder 2) alternierend Tralokinumab 300 mg + TCS und Placebo alle zwei
Wochen (Tralokinumab Q4W) für eine kumulative 32-wöchige Behandlungszeit. Ein hoher
Erhaltungseffekt der klinischen Wirksamkeit in Woche 32 konnte für
Tralokinumab 300 mg Q2W + TCS und auch Tralokinumab 300 mg Q4W + TCS bei den Patientenbeobachtet werden, die in Woche 16 ein klinisches Ansprechen zeigten (siehe Tabelle 5).
Tabelle 5: Wirksamkeitsergebnisse in Woche 32 bei Patienten, die in Woche 16 ein klinisches
Ansprechen auf Tralokinumab 300 mg + TCS Q2W erreichten
Tralokinumab 300 mg Tralokinumab 300 mg
Q2W + TCS Q4W + TCS
IGA 0/1 in Woche 32a) 89,6 77,6% Responderb) (43/48) (38/49)
EASI-75 in Woche 32a) 92,5 90,8% Responderc) (62/67) (59/65)
Bei Bedarf durften die Patienten, um als unerträglich empfundene Symptome der atopischen Dermatitis zulindern, nach Ermessen des Prüfarztes eine Rescue-Therapie erhalten.a) Patienten, die eine Rescue-Therapie erhielten oder bei denen Daten fehlten, wurden als Non-Respondereingestuft. Der Prozentsatz bezieht sich auf den Grundwert aller Patienten mit einem Ansprechen in
Woche 16.
b) IGA 0/1 in Woche 32 wurde bei den Patienten ausgewertet, die in Woche 16 IGA 0/1 erreicht hatten.c) EASI-75 in Woche 32 wurde bei den Patienten ausgewertet, die in Woche 16 EASI-75 erreicht hatten.
Unter allen Patienten, die in Woche 16 entweder IGA 0 oder 1 oder EASI-75 erreichten, betrug diemittlere prozentuale Verbesserung in Woche 32 beim EASI-Wert gegenüber Baseline 93,5 %, wenndie Behandlung mit Tralokinumab 300 mg Q2W + TCS fortgeführt wurde und 91,5 % für Patientenmit Tralokinumab 300 mg Q4W + TCS.
Patienten, die auf Tralokinumab 300 mg Q2W + TCS randomisiert wurden und in Woche 16 weder
IGA 0 oder 1 noch EASI-75 erreichten, erzielten in Woche 32 nach einer weiteren kontinuierlichen16-wöchigen Behandlung mit Tralokinumab 300 mg Q2W + TCS zu 30,5 % einen IGA 0/1 und zu55,8 % einen EASI-75.
Die weitere Verbesserung bei den Patienten, die in Woche 16 weder IGA 0 oder 1 noch EASI-75erreichten, ging mit der Verbesserung des NRS für den schlimmsten täglichen Pruritus und derobjektiven Anzeichen der atopischen Dermatitis einschließlich SCORAD einher.
Tabelle 6: Wirksamkeitsergebnisse von Tralokinumab mit begleitenden TCS in Woche 16und 32 in ECZTRA 3 bei Patienten mit Initialbehandlung mit Tralokinumab Q2W + TCS
Behandlungsschema Woche 16-32d)
Responder in Woche 16e) Non-Responderin Woche 16
Randomisierte Patienten Q2W + TCS Q4W + TCS Q2W + TCS
N = 69 N = 69 N = 95
Woche W16 W32 W16 W32 W16 W32
EASI-50, % Respondera) 100,0 98,6 97,1 91,3 63,2 76,8
EASI-90, % Respondera) 58,0 72,5 60,9 63,8 1,1 34,7
EASI, % LS-Mittelwert der -90,5 -93,2 -89,3 -91,5 -46,9 -73,5
Veränderung gegenüber (2,7) (2,3) (2,7) (2,3) (2,4) (2,0)
Baseline (SE)b)
Pruritus-NRS (Verbesserung 63,2 70,6 64,2 61,2 27,4 38,9um ≥ 4 Punkte, % Responder)a,c)
LS = Least Squares (Methode der kleinsten Quadrate), SE = standard error (Standardfehler).
Bei Bedarf durften die Patienten, um als unerträglich empfundene Symptome der atopischen Dermatitis zulindern, nach Ermessen des Prüfarztes eine Rescue-Therapie erhalten.a) Patienten, die eine Rescue-Therapie erhielten oder bei denen Daten fehlten, wurden in den Analysen als
Non-Responder eingestuft.b) Daten, die nach Einleitung einer Rescue-Therapie oder einem Behandlungsabbruch erhoben waren, wurdenvon der Analyse ausgeschlossen.c) Der Prozentsatz errechnet sich relativ zur Zahl der Patienten mit einem Wert ≥ 4 bei Baseline.d) Alle Patienten erhielten als Initialbehandlung Tralokinumab 300 mg Q2W + TCS von Woche 0 bis
Woche 16. Danach erhielten sie Tralokinumab 300 mg entweder Q2W + TCS oder Q4W + TCS.e) Responder in Woche 16 werden definiert als Patienten, die IGA 0/1 und/oder EASI-75 erreichten.
Patientenberichtete Endpunkte
In beiden Monotherapiestudien (ECZTRA 1 und ECZTRA 2) und in der Studie mit begleitender
Anwendung von topischen Kortikosteroiden (ECZTRA 3) verbesserte Tralokinumab 300 mg Q2W in
Woche 16 die vom Patienten berichteten Symptome der atopischen Dermatitis, die mithilfe der
POEM, und die Auswirkungen der atopischen Dermatitis auf den Schlaf, die mithilfe des Eczemarelated Sleep NRS im Vergleich zu Placebo gemessen wurden. Bei einem höheren Anteil an Patienten,die Tralokinumab erhielten, trat von Baseline bis Woche 16 eine klinisch bedeutsame Senkung der
POEM-Werte (definiert als Verbesserung um mindestens 4 Punkte) im Vergleich zur Placebo-Gruppeauf.
Klinische Wirksamkeit und Sicherheit bei Jugendlichen
Die Wirksamkeit und Sicherheit von Tralokinumab als Monotherapie bei Jugendlichen wurde in einermultizentrischen, randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie (ECZTRA 6) in289 Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren mit mittelschwerer bis schwerer atopischer
Dermatitis untersucht. Die atopische Dermatitis wurde durch einen IGA-Wert ≥ 3 bei der allgemeinen
Beurteilung der Läsionen der atopischen Dermatitis anhand einer Schweregrad-Skala von 0 bis 4,einen EASI-Wert von ≥ 16 bei Baseline und eine betroffene BSA von ≥ 10 % definiert. Geeignete
Patienten, die in diese Studie eingeschlossen wurden, hatten zuvor nur unzureichend auf topische
Arzneimittel angesprochen.
Die Patienten erhielten eine Anfangsdosis von 600 mg oder 300 mg Tralokinumab an Tag 1, gefolgtvon 300 mg Q2W bzw. 150 mg Q2W bis Woche 16. Zur Beurteilung der Aufrechterhaltung des
Ansprechens bis Woche 52 wurden Patienten, die auf die initiale 16‑wöchige Behandlung mit
Tralokinumab 150 mg Q2W oder 300 mg Q2W ansprachen (d. h. IGA 0 oder 1 oder EASI‑75erreichten), ohne dass eine Rescue-Therapie eingesetzt wurde, auf Q2W oder Q4W re-randomisiert(Teilnehmer, die initial mit Tralokinumab 300 mg behandelt worden waren, wurden im Verhältnis 1:1re-randomisiert auf Tralokinumab 300 mg Q2W oder Tralokinumab 300 mg Q4W; Teilnehmer, dieinitial mit Tralokinumab 150 mg behandelt worden waren, wurden im Verhältnis 1:1 re-randomisiertauf Tralokinumab 150 mg Q2W oder Tralokinumab 150 mg Q4W). Patienten, die in Woche 16
IGA 0/1 oder EASI‑75 nicht erreichten, und Patienten, deren Ansprechen während der
Erhaltungstherapiephase nicht aufrechterhalten werden konnte, sowie Patienten, die in der initialen
Phase eine Rescue-Therapie anwendeten, wurden auf eine Open-label-Behandlung mit Tralokinumab300 mg Q2W mit optionaler Anwendung von topischen Kortikosteroiden umgestellt. Patienten, diewährend der Initialbehandlung auf Placebo randomisiert waren und in Woche 16 ein klinisches
Ansprechen erzielten, erhielten in der Erhaltungstherapiephase weiterhin Placebo Q2W.
In dieser Studie lag das mittlere Alter bei 14,6 Jahren, das mittlere Körpergewicht lag bei 61,5 kg;48,4 % waren Mädchen; 56,7 % Weiße, 24,6 % Asiaten und 11,1 % Schwarze. Bei Baseline hatten53,3 % der Patienten einen Baseline-IGA-Wert von 3 (mittelschwere atopische Dermatitis), 46,7 %hatten einen Baseline-IGA-Wert von 4 (schwere atopische Dermatitis), die mittlere betroffene BSAbetrug 51,1 %, und 21,1 % der Patienten hatten in der Vergangenheit systemische Immunsuppressiva(Cyclosporin, Methotrexat, Azathioprin, Mycophenolat) erhalten. Zudem betrug bei Baseline dermittlere Baseline-EASI-Wert 31,7, der Baseline-Wert des NRS für den schlimmsten Pruritus bei
Jugendlichen war 7,6, der mittlere Baseline-SCORAD-Wert war 67,8, der mittlere Baseline-POEM-
Wert war 20,4 und der mittlere Baseline-CDLQI-Wert (Children’s Dermatology Life Quality Index,
Index für Lebensqualität bei dermatologischen Erkrankungen bei Kindern) war 13,2. Insgesamt hatten84,4 % der Patienten mindestens eine komorbide allergische Erkrankung, 68,2 % hatten allergische
Rhinitis, 50,9 % hatten Asthma und 57,1 % hatten Lebensmittelallergien. Die primären Endpunktewaren der Anteil an Patienten mit IGA 0 oder 1 ('erscheinungsfrei“ oder 'fast erscheinungsfrei“) in
Woche 16 und der Anteil an Patienten mit EASI-75 (Verbesserung des EASI-Werts um mindestens75 % gegenüber der Baseline) in Woche 16. Sekundäre Endpunkte waren die Verringerung des
Juckreizes, gemessen anhand des Anteils an Patienten mit Verbesserung um ≥ 4 Punkte auf der NRSfür den schlimmsten Pruritus bei Jugendlichen, die absolute Veränderung des SCORAD-Werts von
Baseline bis Woche 16 sowie die absolute Veränderung im CDLQI von Baseline bis Woche 16.
Zusätzliche sekundäre Endpunkte waren der Anteil an Patienten mit EASI-50 und EASI-90. Weitere
Endpunkte waren der Anteil an Patienten mit Verbesserung um ≥ 6 Punkte bei CDLQI und POEM in
Woche 16.
Klinisches AnsprechenDie Wirksamkeitsergebnisse in Woche 16 bei Jugendlichen sind in Tabelle 7 dargestellt.
Tabelle 7: Wirksamkeitsergebnisse der Tralokinumab-Monotherapie bei Jugendlichen in
Woche 16 (FAS)
ECZTRA 6
Placebo Tralokinumab 150 mg Tralokinumab 300 mg
Q2W Q2W
Anzahl der randomisiertenund behandelten Patienten 94 98 97(FAS)
IGA 0 oder 1, % Respondera, b 4,3 21,4§ 17,5#
EASI-50, % Respondera 13,8 45,9e 51,5e
EASI-75, % Respondera 6,4 28,6§ 27,8§
SCORAD, LS-Mittelwert der § §
Veränderung gegenüber -9,7 -23,5 -26,0
Baseline (± SE)c (± 3,3) (± 2,7) (± 2,5)
Pruritus-NRS Verbesserung § §um ≥ 4 Punkte, 3,3 23,2 25,0% Respondera, d (3/90) (22/95) (24/96)
CDLQI, LS-Mittelwert der -3,8 -5,5 -6,2#
Veränderung gegenüber
Baseline (± SE)c (± 0,9) (± 0,7) (± 0,7)
LS = Least Squares (Methode der kleinsten Quadrate), SE = standard error (Standardfehler), FAS = Full
Analysis Set - umfasst alle randomisierten Patienten, die behandelt wurden.
Bei Bedarf durften die Patienten, um als unerträglich empfundene Symptome der atopischen Dermatitis zulindern, nach Ermessen des Prüfarztes eine Rescue-Therapie erhalten.a) Patienten, die zwischen Woche 2 und Woche 16 eine Rescue-Therapie erhielten oder bei denen Daten fehlten,wurden als Non‑Responder eingestuft.b) Responder wurde definiert als ein Patient mit IGA 0 oder 1 ('erscheinungsfrei“ oder 'fast erscheinungsfrei“auf einer von 0 bis 4 reichenden IGA-Skala).c) Daten, die nach Einleitung einer Rescue-Therapie oder einem Behandlungsabbruch erhoben waren, wurdenals fehlend betrachtet. Placebo-basierte multiple Imputation der fehlenden Daten.d) Der Prozentsatz errechnete sich relativ zur Zahl der Patienten mit einem Wert ≥ 4 bei Baseline.e) Keine Adjustierung bezüglich Multiplizität.
*p < 0,05, #p < 0,01, §p < 0,001
Der Anteil an Patienten, die in Woche 16 EASI-90 erzielten, war in der Tralokinumab-Gruppe 150 mg(19,4 %) und der Tralokinumab-Gruppe 300 mg (17,5 %) höher als in der Placebo-Gruppe (4,3 %).
In den Gruppen mit Tralokinumab 150 mg und Tralokinumab 300 mg wurden im Vergleich zu
Placebo in Woche 16 größere Verbesserungen bei patientenberichteten Symptomen und
Auswirkungen auf die Lebensqualität (z. B. Schlaf) beobachtet, gemessen anhand des Anteils an
Patienten mit Verbesserung des POEM-Werts um ≥ 6 Punkte und des Anteils an Patienten mit
Verbesserung des CDLQI-Werts um ≥ 6 Punkte.
In Übereinstimmung mit den Monotherapie-Ergebnissen bei Erwachsenen weisen die
Wirksamkeitsdaten unter Jugendlichen darauf hin, dass der in Woche 16 erzielte klinische Nutzen bis
Woche 52 aufrechterhalten wird.
Von den Patienten, die auf Tralokinumab randomisiert wurden und in Woche 16 weder IGA 0 oder 1noch EASI-75 erreichten oder die im Zeitraum der initialen Behandlung eine Rescue-Therapieanwendeten, und die in eine unverblindete Behandlung mit Tralokinumab 300 mg Q2W + optionalen
TCS überführt wurden, erreichten in Woche 52 33,3 % einen IGA 0 oder 1 und 57,8 % einen
EASI-75. Das klinische Ansprechen wurde im Wesentlichen von der fortgesetzten Tralokinumab-
Behandlung und weniger durch die optionale Behandlung mit topischen Kortikosteroiden bestimmt.
Kinder und JugendlicheDie Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Tralokinumab eine Zurückstellung von der
Verpflichtung zur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehreren pädiatrischen
Altersklassen in atopischer Dermatitis gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur
Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).