Angewendet bei: Osteoporose
Art der Anwendung: oral
Substanz: Ibandronsäure (Bisphosphonat)
ATC: M05BA06 (Muskel- und Skelettsystem | Mittel mit Einfluss auf die Knochenstruktur und die Mineralisation | Bisphosphonate)
Dieses Arzneimittel auf nüchternen Magen einnehmen.
Nicht zusammen mit Milch, Kalzium, Eisen, Magnesium oder Antazida einnehmen, wenn ein Abstand empfohlen wird.
Ibandronsäure ist ein Medikament aus der Klasse der Bisphosphonate, das zur Vorbeugung und Behandlung von Osteoporose eingesetzt wird, insbesondere bei postmenopausalen Frauen, um das Risiko von Knochenbrüchen, insbesondere an der Wirbelsäule, zu verringern. Es wird auch zur Behandlung von Hyperkalzämie im Zusammenhang mit Knochenmetastasen bei bestimmten Krebsarten verwendet.
Ibandronsäure wirkt, indem sie die Aktivität der Osteoklasten hemmt, der Zellen, die für den Knochenabbau verantwortlich sind. Dadurch wird die Knochendichte erhalten und ein Knochenverlust verhindert. Sie ist in Tabletten- oder Injektionsform erhältlich, wobei die Verabreichung periodisch erfolgt (monatlich oder vierteljährlich, je nach Indikation).
Nebenwirkungen können Muskel- oder Gelenkschmerzen, gastrointestinale Reizungen (wie Sodbrennen oder Übelkeit) und in seltenen Fällen eine Osteonekrose des Kiefers umfassen. Es ist wichtig, das Medikament gemäß den Anweisungen des Arztes einzunehmen, und Patienten sollten nach oraler Einnahme mindestens 30-60 Minuten aufrecht bleiben, um das Risiko von Speiseröhrenreizungen zu verringern.
Ibandronsäure Sandoz 50 mg Filmtabletten
Jede Filmtablette enthält 50 mg Ibandronsäure (als Ibandronat, Mononatriumsalz 1 H2O).
Sonstiger Bestandteil mit bekannter WirkungJede Filmtablette enthält 0,86 mg Lactose (als Monohydrat).
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
Filmtabletten.
Weiße, runde, bikonvexe Tabletten
Ibandronsäure Sandoz wird angewendet zur Prävention skelettbezogener Ereignisse (pathologische
Frakturen, Knochenkomplikationen, die eine Radiotherapie oder einen chirurgischen Eingrifferfordern) bei erwachsenen Patienten mit Brustkrebs und Knochenmetastasen.
Die Therapie mit Ibandronsäure Sandoz darf nur von in der Behandlung von Krebs erfahrenen Ärztenbegonnen werden.
DosierungDie empfohlene Dosis beträgt eine 50 mg Filmtablette täglich.
Spezielle PatientengruppenEine Dosisanpassung ist nicht erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).
NiereninsuffizienzEine Dosisanpassung ist nicht erforderlich bei Patienten mit leichter Niereninsuffizienz,(CLcr ≥ 50 und < 80 ml/min).
Bei Patienten mit moderater Niereninsuffizienz (CLcr ≥ 30 und < 50 ml/min) wird eine
Dosisanpassung auf eine 50 mg Filmtablette jeden zweiten Tag empfohlen (siehe Abschnitt 5.2).
Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (CLcr < 30 ml/min) beträgt die empfohlene Dosis eine50 mg Filmtablette einmal wöchentlich. Siehe oben genannte Dosierungsanleitung.
Ältere PatientenEine Dosisanpassung ist nicht erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit und Wirksamkeit von Ibandronsäure bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren istnicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor (siehe Abschnitt 5.1 und 5.2).
Art der AnwendungZum Einnehmen.
Ibandronsäure Sandoz Tabletten sollen nach einer nächtlichen Nüchternperiode (von mindestens6 Stunden) und vor der ersten Nahrungs- oder Flüssigkeitsaufnahme des Tages eingenommen werden.
Ebenso sollen vor der Einnahme der Ibandronsäure Sandoz Tabletten andere Arzneimittel und
Ergänzungsstoffe (einschließlich Calcium) vermieden werden. Nach Einnahme der Tabletten solltenoch mindestens 30 Minuten nüchtern geblieben werden. Wasser darf zu jeder Zeit während derlaufenden Behandlung mit Ibandronsäure Sandoz getrunken werden (siehe Abschnitt 4.5). Wasser miteiner hohen Calciumkonzentration sollte nicht getrunken werden. Bei Bedenken hinsichtlichmöglicher hoher Calciumwerte im Leitungswasser (Wasser hoher Härte) wird empfohlen, Tafelwassermit einem niedrigen Mineralgehalt zu trinken.
- Die Tabletten sollen unzerkaut mit einem vollen Glas Wasser (180 bis 240 ml) in aufrechtsitzender oder stehender Haltung geschluckt werden.
- Die Patienten dürfen sich nach der Einnahme von Ibandronsäure Sandoz 60 Minuten lang nichthinlegen.
- Die Patienten dürfen die Tablette wegen der potenziellen Gefahr einer oropharyngealen
Ulzeration nicht kauen, lutschen oder zerdrücken.
- Zur Einnahme von Ibandronsäure Sandoz darf nur Wasser verwendet werden.
- Missbildungen der Speiseröhre, wie eine Stenose oder Achalasie, die die ösophageale Leerungverzögern
- Das Unvermögen für mindestens 60 Minuten zu stehen oder aufrecht zu sitzen
- Hypokalzämie
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile
Patienten mit Störungen des Knochen- und Mineralstoffwechsels
Eine Hypokalzämie und andere Störungen des Knochen- und Mineralstoffwechsels sollten vor Beginnder Behandlung mit Ibandronsäure Sandoz wirksam therapiert werden. Eine ausreichende Zufuhr von
Calcium und Vitamin D ist bei allen Patienten wichtig. Die Patienten sollten ergänzend Calciumund/oder Vitamin D erhalten, falls die tägliche Aufnahme unzureichend ist.
Gastrointestinale Irritation
Oral verabreichte Bisphosphonate können lokale Irritationen der oberen Magen-Darm-Schleimhauthervorrufen. Aufgrund dieser möglichen reizenden Wirkungen und der Möglichkeit der
Verschlimmerung der Grundkrankheit, ist Vorsicht geboten, wenn Ibandronsäure Sandoz an Patientenmit aktiven Problemen im oberen Magen-Darm-Trakt (z.B. bekanntem Barrett-Ösophagus, Dysphagie,anderen ösophagealen Erkrankungen, Gastritis, Zwölffingerdarmentzündung oder Geschwüren)verabreicht wird.
Unerwünschte Ereignisse wie Ösophagitis, ösophageale Ulzerationen und ösophageale Erosionen, diein manchen Fällen schwer verliefen und einen Krankenhausaufenthalt nötig machten, selten mit
Blutungen oder gefolgt von ösophagealer Stenose oder Perforation, wurden bei Patienten berichtet, diemit oralen Bisphosphonaten behandelt wurden. Das Risiko von schweren ösophagealenunerwünschten Ereignissen scheint größer zu sein bei Patienten, die die Dosierungsanweisung nichteinhalten und/oder weiter orale Bisphosphonate einnehmen, nachdem sie Symptome entwickelt haben,die auf eine ösophageale Reizung hindeuten. Patienten sollten die Hinweise zur Dosierung besondersbeachten und in der Lage sein, diese zu befolgen (siehe Abschnitt 4.2).
Ärzte sollten durch jedes Anzeichen oder Symptom, das auf eine mögliche ösophageale Reaktionhinweist, alarmiert sein und Patienten sollten angewiesen werden, Ibandronsäure Sandoz abzusetzenund ärztlichen Rat einzuholen, wenn sie eine Dysphagie, Odynophagie, retrosternale Schmerzen odererstmals auftretendes oder verschlimmertes Sodbrennen entwickeln.
Obwohl in kontrollierten klinischen Studien kein erhöhtes Risiko beobachtet wurde, gab es nach der
Markteinführung Berichte über Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre nach Anwendung von oralen
Bisphosphonaten, einige davon waren schwer und mit Komplikationen verbunden.
Acetylsalicylsäure und NSARs
Da Acetylsalicylsäure, nichtsteroidale Antirheumatika (NSARs) und Bisphosphonate mitgastrointestinalen Irritationen im Zusammenhang stehen, ist bei gleichzeitiger Anwendung Vorsichtgeboten.
Kieferosteonekrose
Nach der Markteinführung wurde bei Patienten, die Ibandronsäure in onkologischen Indikationenerhielten, sehr selten über Kieferknochennekrosen berichtet (siehe Abschnitt 4.8).
Der Beginn der Behandlung oder eines neuen Behandlungszyklus sollte bei Patienten mit nichtverheilten, offenen Weichteilläsionen im Mund verschoben werden.
Eine zahnärztliche Untersuchung mit präventiver Zahnbehandlung und eine individuelle
Nutzen-Risiko-Bewertung werden vor der Behandlung mit Ibandronsäure Sandoz bei Patienten mitbegleitenden Risikofaktoren empfohlen.
Folgende Faktoren sollten in die Bewertung des Patientenrisikos eine Kieferknochennekrose zuentwickeln einbezogen werden:
- Die Wirksamkeit des Arzneimittels, das die Knochenresorption hemmt (höheres Risiko fürhochwirksame Substanzen), die Art der Anwendung (höheres Risiko bei parenteraler
Anwendung) und die kumulative Dosis der Knochenresorptiontherapie
- Krebs, Begleiterkrankungen (z. B. Anämie, Koagulopathien, Infektionen), Rauchen
- Begleitende Therapien: Kortikosteroide, Chemotherapie, Angiogenese-Hemmer,
Strahlentherapie von Kopf und Hals
- Mangelnde Mundhygiene, parodontale Erkrankungen, schlecht sitzende Zahnprothesen,
Zahnerkrankungen in der Anamnese, invasive zahnärztliche Eingriffe, wie z.B.
Zahnextraktionen
Während der Behandlung mit Ibandronsäure Sandoz sollten alle Patienten ermutigt werden auf einegute Mundhygiene zu achten, zahnärztliche Routineuntersuchungen durchführen zu lassen und sofortüber Symptome im Mund, wie Lockerung der Zähne, Schmerzen oder Schwellungen, nichtverheilende Wunden oder Sekretaustritt zu berichten. Während der Behandlung sollten invasivezahnärztliche Eingriffe nur nach sorgfältiger Abwägung durchgeführt werden und die unmittelbarezeitliche Nähe zur Verabreichung von Ibandronsäure Sandoz vermieden werden.
Der Behandlungsplan von Patienten, die eine Kieferknochennekrose entwickeln sollte in enger
Zusammenarbeit zwischen dem behandelnden Arzt und einem Zahnarzt oder Mundchirurgen mit
Expertise in der Behandlung von Kieferknochennekrosen erstellt werden. Eine vorübergehende
Unterbrechung der Behandlung mit Ibandronsäure Sandoz ist in Betracht zu ziehen, bis der Zustandbehoben ist und die dazu beitragenden Risikofaktoren, soweit möglich, begrenzt werden können.
Knochennekrose des äußeren Gehörgangs
Bei der Anwendung von Bisphosphonaten wurde über Knochennekrosen des äußeren Gehörgangsberichtet, und zwar hauptsächlich im Zusammenhang mit Langzeitbehandlungen. Zu den möglichen
Risikofaktoren für eine Knochennekrose des äußeren Gehörgangs zählen die Anwendung von
Steroiden und chemotherapeutischen Behandlungen und/oder lokale Risikofaktoren wie z. B.
Infektionen oder Traumata. Die Möglichkeit einer Knochennekrose des äußeren Gehörgangs sollte bei
Patienten, die Bisphosphonate erhalten und mit Ohrsymptomen, einschließlich chronischer
Ohreninfektionen, vorstellig werden, in Betracht gezogen werden.
Atypische Femurfrakturen
Unter Bisphosphonat-Therapie (vorwiegend Langzeittherapie wegen Osteoporose) sind atypischesubtrochantäre und diaphysäre Femurfrakturen aufgetreten. Diese transversalen oder kurzen, schrägverlaufenden Frakturen können auf jeder Höhe des Oberschenkels lokalisiert sein, von knappunterhalb des Trochanter minor bis knapp oberhalb des suprakondylären Bereichs. Diese Frakturentreten häufig ohne vorausgehendes oder nach minimalem Trauma auf. Ein Teil der betroffenen
Patienten empfindet Schmerzen in der Leistengegend oder im Oberschenkel und zeigt in der
Bildgebung Anzeichen von Ermüdungsbrüchen schon Wochen oder Monate vor der Präsentation mitder vollständigen Femurfraktur. Die Frakturen sind oft bilateral, daher ist bei mit Bisphosphonatenbehandelten Patienten, die eine Femurschaftfraktur erleiden, stets auch der kontralaterale Femur zuuntersuchen. Auch über schlechten Heilungsverlauf nach solchen Frakturen ist berichtet worden.
Bei Patienten mit Verdacht auf eine atypische Femurfraktur ist die Absetzung der
Bisphosphonattherapie in Betracht zu ziehen, bis eine einzelfallbezogene Nutzen-Risiko-Beurteilungfür den Patienten abgeschlossen ist.
Die Patienten sind anzuweisen, jegliche Oberschenkel-, Hüft- oder Leistenschmerzen, die währendihrer Bisphosphonatbehandlung auftreten, zu melden. Alle Patienten, die von solchen Symptomenberichten, sind auf eine unvollständige Femurfraktur zu untersuchen.
Nierenfunktion
Klinische Studien haben keine Hinweise auf eine Verschlechterung der Nierenfunktion unter einer
Langzeitbehandlung mit Ibandronsäure ergeben. Dennoch wird empfohlen, bei mit Ibandronsäurebehandelten Patienten je nach dem individuellen klinischen Bild die Nierenfunktion sowie Phosphat,
Magnesium und Calcium im Serum zu überwachen.
Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegen andere Bisphosphonate
Bei Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegen andere Bisphosphonate ist besondere Vorsichtgeboten.
Ibandronsäure Sandoz enthält Lactose und Natrium
Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz,völligem Lactasemangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nichtanwenden.
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Filmtablette, d. h., es istnahezu 'natriumfrei“.
Arzneimittelwechselwirkungen mit Nahrungsmitteln
Eine Beeinflussung der Resorption von Ibandronsäure Sandoz Tabletten durch Produkte, die Calciumund andere mehrwertige Kationen (z.B. Aluminium, Magnesium, Eisen) enthalten, einschließlich
Milch und Lebensmitteln, ist wahrscheinlich. Deshalb darf die Aufnahme solcher Produkte,einschließlich Lebensmitteln, frühestens 30 Minuten nach der Einnahme erfolgen.
Die Bioverfügbarkeit war um etwa 75% reduziert, wenn Ibandronsäure-Tabletten 2 Stunden nach einer
Standardmahlzeit eingenommen wurden. Deshalb wird empfohlen, die Tabletten nach einernächtlichen Nüchternperiode (von mindestens 6 Stunden) einzunehmen und nach der Einnahme nochmindestens 30 Minuten nüchtern zu bleiben (siehe Abschnitt 4.2).
Wechselwirkungen mit anderen ArzneimittelnMetabolische Wechselwirkungen werden als unwahrscheinlich angesehen, da Ibandronsäure diewesentlichen menschlichen P450-Isoenzyme in der Leber nicht hemmt und gezeigt wurde, dass es dashepatische Cytochrom-P450-System bei Ratten nicht induziert (siehe Abschnitt 5.2). Ibandronsäurewird ausschließlich über die Nieren ausgeschieden und unterliegt keiner Biotransformation.
H2-Antagonisten oder andere Arzneimittel, die zum Anstieg des pH-Wertes der Magensäure führen
Bei männlichen Probanden sowie bei postmenopausalen Frauen verursachte die intravenöse Gabe von
Ranitidin eine Zunahme der Bioverfügbarkeit von Ibandronsäure um etwa 20% (was innerhalb desnormalen Schwankungsbereichs der Bioverfügbarkeit von Ibandronsäure liegt), wahrscheinlich ein
Ergebnis der reduzierten Magensäure. Jedoch ist eine Dosierungsanpassung von Ibandronsäure beigleichzeitiger Gabe von H2-Antagonisten oder Arzneimitteln, die zum Anstieg des pH-Wertes der
Magensäure führen, nicht erforderlich.
Acetylsalicylsäure und NSARs
Da Acetylsalicylsäure, nichtsteroidale Antirheumatika (NSARs) und Bisphosphonate mitgastrointestinalen Irritationen im Zusammenhang stehen, ist bei gleichzeitiger Anwendung Vorsichtgeboten (siehe Abschnitt 4.4).
Aminoglykoside
Vorsicht ist geboten, wenn Bisphosphonate gemeinsam mit Aminoglykosiden gegeben werden, dabeide Wirkstoffe zu einer Senkung der Serum-Calcium-Spiegel über längere Zeiträume führenkönnen. Es ist auch auf eine möglicherweise gleichzeitig bestehende Hypomagnesiämie zu achten.
Bisher liegen keine ausreichenden Erfahrungen mit der Anwendung von Ibandronsäure bei
Schwangeren vor. Studien an Ratten haben Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe Abschnitt 5.3). Daspotenzielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt. Deshalb darf Ibandronsäure während der
Schwangerschaft nicht angewendet werden.
StillzeitEs ist nicht bekannt, ob Ibandronsäure in die Muttermilch übergeht. In Studien an laktierenden Rattenwurden nach intravenöser Gabe geringe Konzentrationen von Ibandronsäure in der Milchnachgewiesen. Ibandronsäure soll während der Stillzeit nicht angewendet werden.
FertilitätEs liegen keine Daten zu Auswirkungen von Ibandronsäure auf den Menschen vor. In
Reproduktionsstudien mit oral behandelten Ratten verringerte Ibandronsäure die Fertilität. In Studienmit Ratten, die intravenös behandelt wurden, verringerte Ibandronsäure die Fertilität bei hohen
Tagesdosen (siehe Abschnitt 5.3).
Auf Grundlage des pharmakodynamischen und pharmakokinetischen Profils und der berichteten
Nebenwirkungen wird erwartet, dass Ibandronsäure keinen oder einen zu vernachlässigenden Einflussauf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen hat.
Die schwerwiegendsten Nebenwirkungen, die berichtet wurden, sind anaphylaktische
Reaktion/Schock, atypische Femurfrakturen, Kieferosteonekrose, gastrointestinale Irritation und
Augenentzündung (siehe Absatz 'Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen' und Abschnitt 4.4).
Die Behandlung war am häufigsten mit einem Abfall der Serum-Calcium-Werte unter die
Normalwerte (Hypokalzämie), gefolgt von Dyspepsie, verbunden.
Tabellarische Liste der NebenwirkungenTabelle 1 gibt einen Überblick über die in den 2 Hauptstudien der Phase III aufgetretenen
Nebenwirkungen (Prävention skelettbezogener Ereignisse bei Patienten mit Brustkrebs und
Knochenmetastasen: 286 Patienten wurden mit Ibandronsäure Sandoz 50 mg oral behandelt) und
Nebenwirkungen aus Erfahrungen nach der Markteinführung.
Nebenwirkungen sind nach MedDRA-Systemorganklasse und Häufigkeitskategorie aufgelistet.
Häufigkeitskategorien werden nach folgender Konvention definiert: sehr häufig (≥ 1/10), häufig(≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100), selten (≥ 1/10.000, < 1/1.000), sehr selten(< 1/10.000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregradangegeben.
Tabelle 1 Unerwünschte Arzneimittelwirkungen, die während der Einnahme von
Ibandronsäure auftraten
Systemorganklasse Häufig Gelegentlich Selten Sehr selten Nichtbekannt
Erkrankungen des Anämie
Blutes und des
Lymphsystems
Erkrankungen des Überemp- Asthmaexa
Immunsystems findlichkeit†, -zerbation
Broncho-spasmus†,
Angioödem†,anaphyla-ktische
Reaktion/
Schock†**
Stoffwechsel- und Hypokal-
Ernährungsstörungen zämie**
Erkrankungen des Parästhesie,
Nervensystems Dysgeusie(Geschmacks-störungen)
Augenerkrankungen Augen-entzündung†
**
Erkrankungen des Ösophagitis, Blutungen,
Gastrointestinaltrakts Bauch- Ulcus duodeni,schmerzen, Gastritis,
Dyspepsie, Dysphagie,
Übelkeit Mundtrocken-heit
Erkrankungen der Pruritus Stevens-
Haut und des Johnson-
Unterhautzellgewebes Syndrom†,
Erythemamultiforme†,
Dermatitisbullosa†
Systemorganklasse Häufig Gelegentlich Selten Sehr selten Nichtbekannt
Skelettmuskulatur-, Atypische Kiefer-osteo-
Bindegewebs- und sub- nekrose†**
Knochenerkrankungen trochantäre Knochennekround se des äußerendiaphysäre Gehörgangs
Femur- (Nebenwirkunfrakturen† g der
Arzneimittelklasse der
Bisphosphonate)†
Erkrankungen der Azotämie
Nieren und Harnwege (Urämie)
Allgemeine Asthenie Schmerzen in
Erkrankungen und der Brust,
Beschwerden am grippe-ähnliches
Verabreichungsort Syndrom,
Befindlich-keitsstörung,
SchmerzenUntersuchungen Erhöhter
Parathormon-
Blutspiegel
**Weitere Informationen siehe unten†Aus der Anwendungsbeobachtung gemeldet
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenHypokalzämie
Eine verminderte Calciumausscheidung im Urin kann mit einer nicht behandlungsbedürftigen
Abnahme der Serumphosphatspiegel einhergehen. Der Serumcalciumspiegel kann aufhypokalzämische Werte abfallen.
Kieferosteonekrose
Fälle von Kieferknochennekrosen wurden insbesondere bei Krebspatienten berichtet, die mit
Arzneimitteln behandelt wurden, die die Knochenresorption hemmen, darunter Ibandronsäure (siehe
Abschnitt 4.4). Fälle von Kieferknochennekrosen wurden nach der Markteinführung in
Zusammenhang mit Ibandronsäure berichtet.
Augenentzündung
Augenentzündungen wie Uveitis, Episkleritis oder Skleritis sind unter Ibandronsäuretherapie gemeldetworden. In einigen Fällen klangen diese Ereignisse erst nach Absetzen der Ibandronsäure ab.
Anaphylaktische Reaktion/Schock
Fälle von anaphylaktischer Reaktion/Schock, einschließlich tödlicher Ereignisse, wurden bei Patientenberichtet, die mit Ibandronsäure intravenös behandelt wurden.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
Hinsichtlich einer Behandlung der Überdosierung von Ibandronsäure Sandoz stehen keinespezifischen Informationen zur Verfügung. Jedoch kann eine orale Überdosierung zu Ereignissen imoberen Gastrointestinaltrakt, wie Magenverstimmung, Sodbrennen, Ösophagitis, Gastritis oder Ulkusführen. Milch oder Antazida sollten eingenommen werden, um Ibandronsäure Sandoz zu binden.
Wegen des Risikos einer Reizung der Speiseröhre sollte kein Erbrechen ausgelöst werden, und der
Patient sollte in völlig aufrechter Haltung verbleiben.
Pharmakotherapeutische Gruppe: Mittel zur Behandlung von Knochenerkrankungen, Bisphosphonate,
ATC-Code: M05BA06.
Ibandronsäure gehört zur Gruppe der Bisphosphonate, die spezifisch am Knochen wirken. Ihreselektive Wirkung auf das Knochengewebe ist durch die hohe Affinität der Bisphosphonate zum
Knochenmineral bedingt. Bisphosphonate entfalten ihre Wirkung durch Hemmung der
Osteoklastenaktivität, wenn auch der genaue Wirkmechanismus noch nicht vollständig geklärt ist.
In vivo verhindert Ibandronsäure die experimentell erzeugte Knochenzerstörung, die durch den Ausfallder Gonadenfunktion, durch Retinoide, Tumore oder Tumorextrakte verursacht wird. Die Hemmungder endogenen Knochenresorption wurde ebenfalls durch Kinetik-Studien mit 45Ca und durch die
Freisetzung von zuvor in das Skelett eingebautem, radioaktiv markiertem Tetracyclin gezeigt.
In Dosen, die deutlich über den pharmakologisch wirksamen Dosen lagen, hatte Ibandronsäurekeinerlei Einfluss auf die Knochenmineralisation.
Die Knochenresorption infolge einer bösartigen Erkrankung ist als übermäßige Knochenresorptiongekennzeichnet, die nicht durch entsprechende Knochenbildung ausgeglichen wird. Ibandronsäurehemmt selektiv die Osteoklastenaktivität und reduziert somit die Knochenresorption, was zur
Reduzierung von skelettalen Komplikationen der malignen Krankheit führt.
Klinische Studien an Patienten mit Brustkrebs und Knochenmetastasen zeigten einen dosisabhängigenhemmenden Effekt auf die Osteolyse (nachgewiesen durch Marker der Knochenresorption) sowie einedosisabhängige Wirkung auf skelettale Ereignisse.
Die Prävention skelettbezogener Ereignisse bei Patienten mit Brustkrebs und Knochenmetastasen mit
Ibandronsäure 50 mg Tabletten wurde in zwei randomisierten, placebokontrollierten Phase-III-Studienüber 96 Wochen bewertet. Patientinnen mit Brustkrebs und radiologisch bestätigten
Knochenmetastasen erhielten randomisiert Placebo (277 Patienten) oder Ibandronsäure 50 mg(287 Patienten). Die Ergebnisse dieser Studie sind nachfolgend zusammengefasst.
Primäre Endpunkte zur Wirksamkeit
Der primäre Endpunkt der Studie war die Skeletal Morbidity Period Rate (SMPR). Dies war einzusammengefasster Endpunkt, der folgende skelettbezogenen Ereignisse (Skeletal Related Events,
SREs) als Subkomponenten aufwies:
- Bestrahlungstherapie der Knochen zur Behandlung von Frakturen/drohenden Frakturen
- Knochenoperation zur Behandlung von Frakturen
- vertebrale Frakturen
- nicht vertebrale Frakturen.
Die SMPR-Analyse war zeitangepasst und berücksichtigte, dass ein oder mehrere Ereignisse, dieinnerhalb einer 12-wöchigen Periode auftraten, möglicherweise in einem Zusammenhang stehenkönnten. Mehrfach auftretende Ereignisse wurden deshalb in einer 12-wöchigen Periode zum Zweckder Analyse nur einmal gezählt. Gepoolte Daten aus diesen Studien zeigten einen signifikanten Vorteilvon Ibandronsäure 50 mg oral gegenüber Placebo in der Abnahme der SREs, ermittelt durch die
SMPR (p = 0,041). Ebenso gab es bei den mit Ibandronsäure behandelten Patienten im Vergleich zu
Placebo eine 38%ige Abnahme des Risikos, SREs zu entwickeln (relatives Risiko 0,62, p = 0,003).
Die Ergebnisse der Wirksamkeit sind in Tabelle 2 zusammengefasst.
Tabelle 2 Wirksamkeitsergebnisse (Brustkrebspatienten mit Knochenmetastasen)
Alle skelettalen Ereignisse (SREs)
Placebo Ibandronsäure 50 mg p-Wertn=277 n=287
SMPR (pro Patient/Jahr) 1,15 0,99 p=0,041
Relatives Risiko für SRE - 0,62 p=0,003
Sekundäre Endpunkte zur Wirksamkeit
Eine statistisch signifikante Verbesserung der Knochenschmerzbewertung wurde für
Ibandronsäure 50 mg im Vergleich zu Placebo gezeigt. Die Schmerzreduzierung war im Vergleich zu
Placebo während der gesamten Studie gleichbleibend unterhalb des Ausgangswertes und begleitet voneiner signifikanten Abnahme des Gebrauchs von Analgetika. Im Vergleich zu Placebo war die
Verschlechterung der Lebensqualität und des WHO-Performance-Status bei den mit Ibandronsäurebehandelten Patienten signifikant geringer. Die Urinkonzentrationen des Knochenresorptionsmarkers
CTx (C-terminale Telopeptide des Kollagens Typ I) waren in der Ibandronsäure-Gruppe signifikantniedriger im Vergleich zu Placebo. Diese Abnahme der CTx-Spiegel im Urin war signifikant korreliertmit dem primären Endpunkt zur Wirksamkeit SMPR (Kendall-tau-b (p < 0,001)). Eine tabellarische
Zusammenfassung dieser sekundären Wirksamkeitsergebnisse ist in Tabelle 3 dargestellt.
Tabelle 3 Sekundäre Wirksamkeitsergebnisse (Brustkrebspatienten mit Knochenmetastasen)
Placebo Ibandronsäure p-Wertn=277 50 mgn=287
Knochenschmerzen * 0,20 -0,10 p=0,001
Gebrauch von Analgetika* 0,85 0,60 p=0,019
Lebensqualität * -26,8 -8,3 p=0,032
WHO-Performance-Skala* 0,54 0,33 p=0,008
Urin-CTx** 10,95 -77,32 p=0,001
* Mittlere Veränderung vom Ausgangswert bis zur letzten Bewertung
** Mediane Veränderung vom Ausgangswert bis zur letzten Bewertung
Kinder und Jugendliche (siehe Abschnitt 4.2 und Abschnitt 5.2)
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Ibandronsäure bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren istnicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Die Resorption der Ibandronsäure im oberen Gastrointestinaltrakt erfolgt nach oraler Applikationrasch. Maximale Plasmakonzentrationen wurden im Nüchternzustand innerhalb von 0,5 bis 2 Stundenerreicht (Median 1 Stunde), und die absolute Bioverfügbarkeit betrug etwa 0,6%. Das Ausmaß der
Resorption wird bei gleichzeitiger Einnahme von Nahrungsmitteln oder Getränken (mit Ausnahmevon Wasser) beeinträchtigt. Bei Gabe von Ibandronsäure zusammen mit einem Standardfrühstück istdie Bioverfügbarkeit im Vergleich zu derjenigen, die bei Personen im Nüchternzustand beobachtetwird, um 90% reduziert. Wird Ibandronsäure 30 Minuten vor einer Mahlzeit eingenommen, kommt eszu einer Abnahme der Bioverfügbarkeit um etwa 30%. Es gibt keine nennenswerte Abnahme der
Bioverfügbarkeit, wenn Ibandronsäure 60 Minuten vor einer Mahlzeit eingenommen wird.
Die Bioverfügbarkeit war um etwa 75% reduziert, wenn Ibandronsäure Tabletten 2 Stunden nach einer
Standardmahlzeit eingenommen wurden. Deshalb wird empfohlen, dass die Tabletten nach einernächtlichen Nüchternperiode (von mindestens 6 Stunden) eingenommen werden sollten, und nach der
Einnahme sollte noch mindestens 30 Minuten nüchtern geblieben werden (siehe Abschnitt 4.2).
VerteilungNach anfänglicher systemischer Exposition bindet Ibandronsäure rasch an den Knochen oder wird mitdem Urin ausgeschieden. Beim Menschen beträgt das scheinbare terminale Verteilungsvolumenmindestens 90 l, und die Dosismenge, die den Knochen erreicht, wird auf 40 - 50% der im Kreislaufbefindlichen Dosis geschätzt. Die Proteinbindung im menschlichen Plasma beträgt etwa 87% beitherapeutischen Konzentrationen, und deshalb ist eine Wechselwirkung mit anderen Arzneimittelnaufgrund einer Verdrängung unwahrscheinlich.
BiotransformationEs gibt keinerlei Hinweise, dass Ibandronsäure bei Tieren oder Menschen metabolisiert wird.
EliminationDie resorbierte Fraktion der Ibandronsäure wird aus dem Kreislauf über die Knochenabsorption(geschätzt etwa 40-50%) entfernt, und der Rest wird unverändert über die Nieren ausgeschieden. Dienicht resorbierte Fraktion der Ibandronsäure wird unverändert mit den Fäzes ausgeschieden.
Die Streubreite der beobachteten scheinbaren Halbwertszeiten ist groß und abhängig von Dosis und
Testempfindlichkeit, doch liegt die scheinbare terminale Halbwertszeit im Allgemeinen im Bereichvon 10-60 Stunden. Jedoch fallen die frühen Plasmaspiegel schnell ab; sie erreichen 10% der
Höchstwerte innerhalb von 3 bzw. 8 Stunden nach intravenöser oder oraler Verabreichung.
Die Gesamtclearance von Ibandronsäure ist mit Durchschnittswerten im Bereich von 84-160 ml/minniedrig. Die renale Clearance (etwa 60 ml/min bei gesunden postmenopausalen Frauen) beträgt50-60% der Gesamtkörperclearance und steht in Beziehung zur Kreatinin-Clearance. Die Differenzzwischen der scheinbaren Gesamt- und der renalen Clearance wird als Ausdruck der Aufnahme durchden Knochen angesehen.
Der Sekretionsweg der renalen Elimination scheint keine bekannten sauren oder basischen
Transportsysteme einzuschließen, die an der Ausscheidung anderer Wirkstoffe beteiligt sind.
Außerdem hemmt Ibandronsäure nicht die wesentlichen menschlichen P450-Isoenzyme in der Leberund induziert auch nicht das hepatische Cytochrom-P450-System bei Ratten.
Pharmakokinetik bei speziellen Patientengruppen
GeschlechtBioverfügbarkeit und Pharmakokinetik von Ibandronsäure sind bei Männern und Frauen ähnlich.
Ethnische ZugehörigkeitEs gibt keine Hinweise auf klinisch relevante interethnische Unterschiede zwischen Asiaten und
Weißen bezüglich der Ibandronsäure-Disposition. Zu Patienten afrikanischer Abstammung sind nurwenige Daten verfügbar.
NiereninsuffizienzEs besteht ein Zusammenhang zwischen der Exposition von Ibandronsäure bei Patienten mit
Niereninsuffizienz verschiedenen Grades und der Kreatinin-Clearance (CLcr). Patienten mit schwerer
Niereninsuffizienz (CLcr 30 ml/min), die über 21 Tage täglich 10 mg Ibandronsäure oral erhielten,zeigten 2- bis 3-fach höhere Plasmakonzentrationen als Patienten mit normaler Nierenfunktion(CLcr ≥ 80 ml/min). Die Gesamtclearance der Ibandronsäure war bei Patienten mit schwerer
Niereninsuffizienz auf 44 ml/min reduziert im Vergleich zu 129 ml/min bei Patienten mit normaler
Nierenfunktion. Bei Patienten mit leichter Niereninsuffizienz (CLcr ≥ 50 und < 80 ml/min) ist keine
Dosisanpassung erforderlich. Bei Patienten mit moderater Niereninsuffizienz (CLcr ≥ 30 und< 50 ml/min) oder schwerer Niereninsuffizienz (CLcr < 30 ml/min) wird eine Dosisanpassungempfohlen (siehe Abschnitt 4.2).
Eingeschränkte Leberfunktion (siehe Abschnitt 4.2)
Für Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion liegen keine pharmakokinetischen Daten zu
Ibandronsäure vor. Die Leber spielt keine signifikante Rolle bei der Clearance von Ibandronsäure, dadiese nicht metabolisiert, sondern durch Ausscheidung über die Niere sowie durch Aufnahme in den
Knochen entfernt wird. Deshalb ist eine Dosisanpassung bei Patienten mit eingeschränkter
Leberfunktion nicht erforderlich. Da außerdem die Proteinbindung von Ibandronsäure intherapeutischen Konzentrationen etwa 87% beträgt, ist es unwahrscheinlich, dass eine
Hypoproteinämie bei schweren Lebererkrankungen zu einer klinisch signifikanten Erhöhung derfreien Plasmakonzentration führt.
Ältere Patienten (siehe Abschnitt 4.2)
In einer Multivarianzanalyse erwies sich das Alter für keinen der untersuchten pharmakokinetischen
Parameter als ein unabhängiger Faktor. Da die Nierenfunktion mit dem Alter abnimmt, ist diese dereinzige Faktor, der berücksichtigt werden muss (siehe Abschnitt 'Patienten mit Niereninsuffizienz“).
Kinder und Jugendliche (siehe Abschnitt 4.2 und Abschnitt 5.1)
Es liegen keine Daten zur Anwendung von Ibandronsäure Sandoz bei Patienten unter 18 Jahren vor.
Präklinische Effekte wurden nur nach Expositionen beobachtet, die ausreichend über der maximalenhumantherapeutischen Exposition lagen. Die Relevanz für den Menschen wird als gering bewertet.
Wie bei anderen Bisphosphonaten wurde die Niere als das primäre Zielorgan der systemischen
Toxizität identifiziert.
Mutagenität/Karzinogenität:
Es wurde kein Anzeichen für ein karzinogenes Potenzial beobachtet. Untersuchungen zur
Genotoxizität ergaben keine Hinweise auf eine genetische Aktivität von Ibandronsäure.
Reproduktionstoxizität:Bei intravenös oder oral behandelten Ratten und Kaninchen gab es keine Hinweise auf eine direktefötale Toxizität oder teratogene Wirkung von Ibandronsäure. In Reproduktionsstudien mit oralbehandelten Ratten bestanden die Auswirkungen auf die Fertilität bei Dosierungen von 1 mg/kg/Tagund mehr in erhöhten Präimplantationsverlusten. In Reproduktionsstudien mit intravenös behandelten
Ratten verringerte Ibandronsäure bei Dosierungen von 0,3 und 1 mg/kg/Tag die Spermienzahl undverringerte bei Männchen die Fertilität bei 1 mg/kg/Tag und bei Weibchen bei 1,2 mg/kg/Tag. Dieunerwünschten Wirkungen von Ibandronsäure in Studien zur Reproduktionstoxizität bei Ratten warendiejenigen, die bei der Arzneimittelklasse der Bisphosphonate zu erwarten waren. Zu ihnen zähleneine verringerte Anzahl der Nidationsstellen, eine Beeinträchtigung der natürlichen Geburt (Dystokie),eine Zunahme viszeraler Variationen (Nierenbecken-Harnleiter-Syndrom) sowie Zahnanomalien beiden F1-Nachkommen von Ratten.
Povidon
Mikrokristalline Cellulose
Crospovidon
Vorverkleisterte Stärke (Mais)
Glyceroldibehenat
Hochdisperses Siliciumdioxid
Tablettenüberzug:Lactose-Monohydrat
Macrogol 4000
Hypromellose
Titandioxid
Nicht zutreffend.
2 Jahre
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.
Ibandronsäure Sandoz 50 mg Filmtabletten sind in Blisterpackungen aus
Polyamid/Al/PVC-Aluminium-Folie mit 3, 6, 9, 28 oder 84 Tabletten verpackt in einer Faltschachtelerhältlich.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen. Die Freisetzung von Arzneimitteln in die Umwelt sollte so gering wie möglich gehaltenwerden.
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.