Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels ABRYSVO pulver+lösungsmittel zur herstellung einer injektionslösung
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Abrysvo Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Abrysvo Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung in einem
Mehrdosenbehältnis
Respiratorischer Synzytial-Virus (RSV)-Impfstoff (bivalent, rekombinant)
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Nach der Rekonstitution enthält eine Dosis (0,5 ml):
Stabilisiertes Präfusions-F-Antigen der RSV-Untergruppe A1,2 60 Mikrogramm
Stabilisiertes Präfusions-F-Antigen der RSV-Untergruppe B1,2 60 Mikrogramm(RSV-Antigene)1 in der Präfusionskonformation stabilisiertes Glykoprotein F2 hergestellt in Ovarialzellen des Chinesischen Hamsters mittels rekombinanter DNA-Technologie.
Sonstiger Bestandteil mit bekannter WirkungEine Dosis enthält 0,08 Milligramm Polysorbat 80 (siehe Abschnitt 4.4).
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung.
Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung in einem Mehrdosenbehältnis.
Das Pulver ist weiß.
Das Lösungsmittel ist eine klare, farblose Flüssigkeit.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Abrysvo wird angewendet:
* Zur aktiven Immunisierung Schwangerer zum Schutz des Säuglings ab Geburt bis zu einem
Alter von 6 Monaten vor Erkrankungen der unteren Atemwege, die durch das Respiratorische
Synzytial-Virus (RSV) verursacht werden. Siehe Abschnitte 4.2 und 5.1.
* Zur aktiven Immunisierung von Personen ab einem Alter von 18 Jahren zur Prävention vondurch RSV verursachten Erkrankungen der unteren Atemwege.
Die Anwendung dieses Impfstoffs sollte gemäß offiziellen Empfehlungen erfolgen.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
DosierungSchwangere Personen
Eine Einzeldosis von 0,5 ml wird zwischen den Schwangerschaftswochen 24 und 36 verabreicht (siehe
Abschnitte 4.4 und 5.1).
Personen ab einem Alter von 18 JahrenEs wird eine Einzeldosis zu 0,5 ml verabreicht.
Die Notwendigkeit einer erneuten Impfung wurde bislang nicht nachgewiesen.
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit und Wirksamkeit von Abrysvo bei Kindern (von der Geburt bis zum Alter von unter18 Jahren) sind bisher nicht erwiesen. Es liegen begrenzte Daten zu schwangeren Jugendlichen undderen Säuglingen vor (siehe Abschnitt 5.1).
Immungeschwächte PersonenEs wird eine Einzeldosis von 0,5 ml verabreicht. Die Notwendigkeit einer zweiten Dosis wurdebislang nicht nachgewiesen (siehe Abschnitt 5.1).
Art der AnwendungAbrysvo ist für die intramuskuläre Injektion in den Deltamuskel des Oberarms bestimmt.
Der Impfstoff darf nicht mit anderen Impfstoffen oder Arzneimitteln gemischt werden.
Hinweise zur Rekonstitution und Handhabung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe
Abschnitt 6.6.
4.3 Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
RückverfolgbarkeitUm die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des
Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiertwerden.
Überempfindlichkeit und AnaphylaxieFür den Fall einer anaphylaktischen Reaktion nach Verabreichung des Impfstoffs sollten immer eineentsprechende medizinische Versorgung und Überwachung bereitstehen.
Angstbedingte ReaktionenAngstbedingte Reaktionen, einschließlich vasovagale Reaktionen (Synkope), Hyperventilation oderstressbedingte Reaktionen können im Zusammenhang mit der Impfung als psychogene Reaktion aufdie Injektion mit einer Nadel auftreten. Es ist wichtig, dass Vorkehrungen getroffen werden, um
Verletzungen durch eine Ohnmacht zu vermeiden.
Gleichzeitige ErkrankungDie Impfung sollte bei Personen mit einer akuten fieberhaften Erkrankung verschoben werden. Das
Vorliegen einer leichten Infektion, wie z. B. einer Erkältung, sollte jedoch nicht zum Aufschieben der
Impfung führen.
Thrombozytopenie und GerinnungsstörungenAbrysvo ist bei Personen mit Thrombozytopenie oder einer Gerinnungsstörung mit Vorsicht zuverabreichen, da bei diesen Personen nach intramuskulärer Injektion Blutungen oder Blutergüsseauftreten können.
Immungeschwächte PersonenDie Sicherheit und Immunogenität wurden bei immungeschwächten Personen, einschließlich Personenunter Therapie mit Immunsuppressiva, untersucht (siehe Abschnitte 4.8 und 5.1). Die Wirksamkeitvon Abrysvo könnte bei immungeschwächten Personen geringer sein.
Personen unterhalb von 24 Schwangerschaftswochen
Abrysvo wurde bei schwangeren Personen unterhalb von 24 Schwangerschaftswochen nichtuntersucht. Da der Schutz des Säuglings gegen RSV von der Übertragung mütterlicher Antikörperüber die Plazenta abhängt, sollte Abrysvo zwischen den Schwangerschaftswochen 24 und 36verabreicht werden (siehe Abschnitte 4.2 und 5.1).
Limitierungen der Impfstoffeffektivität
Wie bei jedem Impfstoff wird möglicherweise nicht bei allen Geimpften eine schützende
Immunantwort erzielt.
Sonstige BestandteileDieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Dosis, d. h. es ist nahezu'natriumfrei“.
Dieses Arzneimittel enthält Polysorbat 80. Polysorbate können Überempfindlichkeitsreaktionenhervorrufen.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Abrysvo kann gleichzeitig verabreicht werden mit:
* saisonalen Grippeimpfstoffen, entweder standarddosierten Grippeimpfstoffen (adjuvantiert)oder Hochdosis-Grippeimpfstoffen (nicht adjuvantiert)
* COVID-19-mRNA-Impfstoffen mit oder ohne einen gleichzeitig verabreichten Hochdosis-
Grippeimpfstoff (nicht adjuvantiert).
Zwischen der Verabreichung von Abrysvo und einem Tetanus-Diphtherie-azellulärem Pertussis-
Impfstoff (Tdap) wird ein Abstand von mindestens zwei Wochen empfohlen. Es gab keine
Sicherheitsbedenken bei gesunden, nicht schwangeren Frauen, denen Abrysvo gleichzeitig mit Tdapverabreicht wurde. Bei gleichzeitiger Verabreichung waren die Immunantworten auf RSV-A, RSV-B,
Diphtherie und Tetanus denen bei getrennter Verabreichung nicht unterlegen. Die Antworten auf die
Pertussis-Komponenten waren bei gleichzeitiger Verabreichung allerdings niedriger als bei getrennter
Verabreichung und erfüllten die Kriterien für die Nicht-Unterlegenheit nicht. Die klinische Relevanzdieser Beobachtung ist nicht bekannt.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
SchwangerschaftDaten bei schwangeren Frauen (mehr als 4 000 Schwangerschaftsergebnisse nach Exposition) deutennicht auf ein Fehlbildungsrisiko oder eine fetale/ neonatale Toxizität hin.
Ergebnisse tierexperimenteller Studien mit Abrysvo ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirektegesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt 5.3).
Die in einer Phase-3-Studie (Studie 1) bei Müttern innerhalb von 1 Monat nach der Impfungbeobachteten unerwünschten Ereignisse waren in der Abrysvo-Gruppe (14 %) mit denen in der
Placebo-Gruppe (13 %) vergleichbar.
Es wurden keine Sicherheitssignale bei bis zu 24 Monate alten Säuglingen festgestellt. Die bei
Säuglingen innerhalb von 1 Monat nach der Geburt aufgetretenen unerwünschten Ereignisse waren inder Abrysvo-Gruppe (38 %) mit denen in der Placebo-Gruppe (35 %) vergleichbar. Die wichtigsten inder Abrysvo-Gruppe im Vergleich zu Placebo bewerteten Geburtsereignisse umfassten Frühgeburt(207 [6 %] bzw. 172 [5 %]), niedriges Geburtsgewicht (186 [5 %] bzw. 158 [4 %]) und kongenitale
Anomalien (205 [6 %] bzw. 245 [7 %]).
StillzeitEs ist nicht bekannt, ob Abrysvo in die Muttermilch übergeht. Abrysvo zeigte keine schädlichen
Auswirkungen auf gestillte Neugeborene von geimpften Müttern.
FertilitätEs liegen keine Daten über die Auswirkung von Abrysvo auf die Fertilität beim Menschen vor.
Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche
Wirkungen in Bezug auf die weibliche Fertilität (siehe Abschnitt 5.3).
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
MaschinenAbrysvo hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die
Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des SicherheitsprofilsSchwangere Personen
Die am häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen bei schwangeren Frauen zwischen 24 und36 Schwangerschaftswochen waren Schmerzen an der Injektionsstelle (41 %), Kopfschmerzen (31 %)und Myalgie (27 %). Die Mehrzahl der lokalen und systemischen Reaktionen bei den teilnehmenden
Müttern waren leicht bis mittelschwer und klangen innerhalb von 2 bis 3 Tagen nach dem Auftretenab.
Personen ab einem Alter von 18 JahrenBei Personen ab einem Alter von 18 Jahren waren die am häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen
Ermüdung (23 %), Kopfschmerzen (20 %), Schmerzen an der Injektionsstelle (19 %) und Myalgie(16 %). Die meisten Nebenwirkungen waren leicht bis mittelschwer und klangen innerhalb von 1 bis2 Tagen nach dem Auftreten ab.
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenDie Sicherheit der Verabreichung einer Einzeldosis Abrysvo an schwangere Frauen zwischen 24 und36 Schwangerschaftswochen (n = 3 698) und an Personen ab einem Alter von 18 Jahren (n = 20 275)wurde in klinischen Studien untersucht.
Die Nebenwirkungen sind nach den folgenden Häufigkeitskategorien aufgeführt:
Sehr häufig (≥ 1/10)
Häufig (≥ 1/100, < 1/10)
Gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100)
Selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000)
Sehr selten (< 1/10 000)
Nicht bekannt (auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Die Nebenwirkungen sind nach Systemorganklasse in abnehmender Reihenfolge ihres Schweregradsangegeben.
Tabelle 1 Nebenwirkungen nach Verabreichung von Abrysvo
Systemorganklasse Nebenwirkungen Nebenwirkungen
Schwangere Personen Personen≤ 49 Jahre ≥ 18 Jahre
Erkrankungen des Blutes und des LymphsystemsLymphadenopathie Selten Selten
Erkrankungen des ImmunsystemsAnaphylaxie Sehr selten
Überempfindlichkeitsreaktionen Selten Selten(umfassen Ausschlag und
Urtikaria)
Erkrankungen des NervensystemsKopfschmerzen Sehr häufig Sehr häufig
Guillain-Barré-Syndrom Sehr selten
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und KnochenerkrankungenMyalgie Sehr häufig Sehr häufig
Arthralgie Häufig
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am VerabreichungsortErmüdung Sehr häufig
Schmerzen an der Injektionsstelle Sehr häufig Sehr häufig
Rötung an der Injektionsstelle Häufig Häufig
Schwellung an der Häufig Häufig
Injektionsstelle
Fieber Gelegentlich
Pruritus an der Injektionsstelle Selten
Quetschung an der Selten
Injektionsstelle
Hämatom an der Injektionsstelle Selten
Besondere PatientengruppenImmungeschwächte Personen ab einem Alter von 18 Jahren
Die Reaktogenität entsprach dem bekannten Profil von Abrysvo. Es gab keine unerwarteten
Sicherheitsergebnisse.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Eine bestimmte Behandlung für eine Überdosierung mit Abrysvo ist nicht verfügbar. Im Falle einer
Überdosierung sollte die Person überwacht und gegebenenfalls eine symptomatische Behandlungeingeleitet werden.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Impfstoffe, andere virale Impfstoffe, ATC-Code: J07BX05
WirkmechanismusAbrysvo enthält zwei rekombinante stabilisierte RSV-Präfusions-F-Antigene der
RSV-Untergruppen A und B. Das Präfusions-F-Antigen ist das primäre Ziel für neutralisierende
Antikörper, die eine RSV-Infektion verhindern. Nach intramuskulärer Verabreichung lösen die
Präfusions-F-Antigene eine Immunantwort aus, die vor RSV-assoziierten Erkrankungen der unteren
Atemwege (lower respiratory tract disease, LRTD) schützt.
Bei Säuglingen von Müttern, die zwischen 24 und 36 Schwangerschaftswochen mit Abrysvo geimpftwurden, ist der Schutz vor RSV-assoziierten LRTD auf die Übertragung von RSV-neutralisierenden
Antikörpern über die Plazenta zurückzuführen. Erwachsene ab einem Alter von 18 Jahren werdendurch aktive Immunisierung geschützt.
Klinische WirksamkeitSäuglinge ab der Geburt bis zu einem Alter von 6 Monaten durch aktive Immunisierung schwangerer
Personen
Bei Studie 1 handelte es sich um eine multizentrische, randomisierte (1:1), doppelblinde,placebokontrollierte Phase-3-Studie zur Beurteilung der Wirksamkeit einer Einzeldosis Abrysvo zur
Prävention RSV-assoziierter LRTD bei Säuglingen, deren Mütter zwischen 24 und36 Schwangerschaftswochen geimpft worden waren. Die Notwendigkeit einer erneuten Impfung beinachfolgenden Schwangerschaften wurde nicht nachgewiesen.
Eine RSV-assoziierte LRTD wurde definiert als Arztbesuch von Personen mit einer mittels Reverse-
Transkriptase-Polymerase-Kettenreaktion (RT-PCR) bestätigten RSV-Infektion, die eines odermehrere der folgenden Atemwegssymptome aufweisen: schnelle Atmung, niedrige Sauerstoffsättigung(SpO2 < 95 %) und Einziehen des Brustkorbs beim Atmen. Eine schwere RSV-assoziierte LRTDwurde als eine RSV-assoziierte LRTD definiert, welche zusätzlich mindestens eines der folgenden
Kriterien erfüllt: sehr schnelle Atmung, niedrige Sauerstoffsättigung (SpO2 < 93 %), High-flow-
Sauerstoff-Supplementierung mittels Nasenbrille oder maschineller Beatmung, Behandlung auf der
Intensivstation für > 4 Stunden und/oder fehlende Ansprechbarkeit/ Bewusstlosigkeit.
In dieser Studie wurden 3 711 Schwangere mit unkomplizierten Einlingsschwangerschaften in die
Abrysvo- und 3 709 in die Placebo-Gruppe randomisiert.
Die Impfstoffwirksamkeit (IW) wurde definiert als die relative Risikoreduktion für den Endpunkt inder Abrysvo-Gruppe im Vergleich zur Placebo-Gruppe bei Säuglingen, deren Mütter die zugewiesene
Intervention erhalten hatten. Im Rahmen der primären Analyse wurden zwei primäre
Wirksamkeitsendpunkte parallel bewertet: schwere ärztlich behandelte LRTD mit RSV-Nachweis undärztlich behandelte LRTD mit RSV-Nachweis innerhalb von 90, 120, 150 oder 180 Tagen nach der
Geburt.
Von den schwangeren Frauen, die Abrysvo erhielten, waren 65 % weiß, 20 % schwarz oderafroamerikanisch und 29 % hispanisch/ lateinamerikanisch. Das mediane Alter lag bei 29 Jahren(Spanne: 16 bis 45 Jahre), 0,2 % der Teilnehmenden waren unter 18 Jahre alt und 4,3 % unter 20 Jahrealt. Das mediane Schwangerschaftsalter bei der Impfung betrug 31 Wochen und 2 Tage (Spanne:
24 Wochen und 0 Tage bis 36 Wochen und 4 Tage). Das mediane Schwangerschaftsalter der
Säuglinge bei der Geburt lag bei 39 Wochen und 1 Tag (Spanne: 27 Wochen und 3 Tage bis43 Wochen und 6 Tage).
Die Impfstoffwirksamkeit ist in den Tabellen 2 und 3 dargestellt.
Tabelle 2 Impfstoffwirksamkeit von Abrysvo gegen schwere durch RSV verursachte, ärztlichbehandelte LRTD bei Säuglingen ab der Geburt bis zu einem Alter von 6 Monatendurch aktive Immunisierung der Mutter während der Schwangerschaft - Studie 1
Zeitraum Abrysvo Placebo % IW
Anzahl der Fälle Anzahl der Fälle (KI)an = 3 495 n = 3 48090 Tage 6 33 81,8 (40,6; 96,3)120 Tage 12 46 73,9 (45,6; 88,8)150 Tage 16 55 70,9 (44,5; 85,9)180 Tage 19 62 69,4 (44,3; 84,1)
KI = Konfidenzintervall; IW = Impfstoffwirksamkeita 99,5 %-KI nach 90 Tagen; 97,58 %-KI zu späteren Zeitpunkten
Tabelle 3 Impfstoffwirksamkeit von Abrysvo gegen durch RSV verursachte, ärztlichbehandelte LRTD bei Säuglingen ab der Geburt bis zu einem Alter von 6 Monatendurch aktive Immunisierung der Mutter während der Schwangerschaft - Studie 1
Zeitraum Abrysvo Placebo % IW
Anzahl der Fälle Anzahl der Fälle (KI)an = 3 495 n = 3 48090 Tage 24 56 57,1 (14,7; 79,8)120 Tage 35 81 56,8 (31,2; 73,5)150 Tage 47 99 52,5 (28,7; 68,9)180 Tage 57 117 51,3 (29,4; 66,8)
KI = Konfidenzintervall; IW = Impfstoffwirksamkeita 99,5 %-KI nach 90 Tagen; 97,58 %-KI zu späteren Zeitpunkten
Es wurde eine Post-hoc-Analyse der Impfstoffwirksamkeit nach mütterlichem Gestationsalterdurchgeführt. Die Impfstoffwirksamkeit gegen schwere, ärztlich behandelte LRTD innerhalb von180 Tagen betrug bei Frauen, die früh in der Schwangerschaft (24 bis < 30 Wochen) geimpft wurden,57,2 % (95 %-KI: 10,4; 80,9) und 78,1 % (95 %-KI: 52,1; 91,2) bei Frauen, die zu einem späterenmöglichen Zeitpunkt während der Schwangerschaft (30 bis 36 Wochen) geimpft wurden. Die
Impfstoffwirksamkeit gegen ärztlich behandelte LRTD innerhalb von 180 Tagen betrug bei Frauen,die früh in der Schwangerschaft (24 bis < 30 Wochen) geimpft wurden, 30,9 % (95 %-KI: -14,4; 58,9)und 62,4 % (95 %-KI: 41,6; 76,4) bei Frauen, die zu einem späteren möglichen Zeitpunkt während der
Schwangerschaft (30 bis 36 Wochen) geimpft wurden.
Aktive Immunisierung von Personen ab einem Alter von 60 Jahren
Bei Studie 2 handelte es sich um eine multizentrische, randomisierte, doppelblinde,placebokontrollierte Phase-3-Studie zur Beurteilung der Wirksamkeit von Abrysvo zur Prävention
RSV-assoziierter LRTD bei Personen ab einem Alter von 60 Jahren.
Eine RSV-assoziierte LRTD wurde definiert als mittels RT-PCR bestätigte RSV-Erkrankung mitmindestens 2 oder mindestens 3 der folgenden Atemwegssymptome innerhalb von 7 Tagen ab
Symptombeginn und einer Dauer von mehr als 1 Tag während derselben Erkrankung: neu auftretenderoder sich verschlimmernder Husten, Giemen, Sputumproduktion, Kurzatmigkeit oder Tachypnoe(≥ 25 Atemzüge/ Minute oder 15 % schnellere Atmung im Vergleich zum Ausgangswert in Ruhe).
Die Teilnehmenden wurden auf Abrysvo (n = 18 487) oder Placebo (n = 18 479) randomisiert (1:1).
Die Aufnahme in die Studie erfolgte stratifiziert nach Alter: 60 bis 69 Jahre (63 %), 70 bis 79 Jahre(32 %) und ≥ 80 Jahre (5 %). Personen mit stabilen chronischen Grunderkrankungen durften in die
Studie aufgenommen werden, und 52 % der Teilnehmenden hatten mindestens 1 zuvor definierte
Erkrankung; 16 % der Teilnehmenden wurden mit stabilen chronischen kardiopulmonalen
Erkrankungen wie Asthma (9 %), chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (7 %) oder kongestiver
Herzinsuffizienz (2 %) in die Studie aufgenommen. Personen mit einer Immunschwäche waren vonder Teilnahme ausgeschlossen.
Das primäre Ziel war die Beurteilung der Impfstoffwirksamkeit (IW), definiert als die relative
Risikoreduktion für eine erste Episode einer RSV-assoziierten LRTD in der Abrysvo-Gruppe im
Vergleich zur Placebo-Gruppe in der ersten RSV-Saison.
Von den Teilnehmenden, die Abrysvo erhielten, waren 51 % männlich und 80 % waren weiß, 12 %schwarz oder afroamerikanisch und 42 % hispanisch/lateinamerikanisch. Das mediane Alter der
Teilnehmenden betrug 67 Jahre (Spanne: 59 bis95 Jahre).
Am Ende der ersten RSV-Saison zeigte die Auswertung der Ergebnisse eine statistisch signifikante
Wirksamkeit von Abrysvo bei der Verringerung von RSV-assoziierten LRTD mit ≥ 2 Symptomen und≥ 3 Symptomen.
Angaben zur Impfstoffwirksamkeit am Ende der ersten RSV-Saison (mediane Nachbeobachtungszeit7,4 Monate) finden sich in Tabelle 4.
Tabelle 4 Impfstoffwirksamkeit von Abrysvo gegen RSV-Erkrankungen - aktive
Immunisierung von Personen ab einem Alter von 60 Jahren - Studie 2
Wirksamkeitsendpunkt Abrysvo Placebo % IW(95 %-KI)
N n N n
Erste Episode einer RSV- Insgesamt 18 058 15 18 076 43 65,1 (35,9;assoziierten LRTD mit 82,0)≥ 2 Symptomena Alter 60-69 Jahre 11 305 10 11 351 25 60,0 (13,8;82,9)
Alter 70-79 Jahre 5 750 4 5 742 12 66,7 (-10,0;92,2)
Mit ≥ 1 9 377 8 9 432 22 63,6 (15,2;relevanten 86,0)
Grunderkrankung
Erste Episode einer RSV- Insgesamt 18 058 2 18 076 18 88,9 (53,6;assoziierten LRTD mit 98,7)≥ 3 Symptomenb Alter 60-69 Jahre 11 305 2 11 351 11 81,8 (16,7;98,0)
Alter 70-79 Jahre 5 750 0 5 742 4 100 (-51,5;100,0)
Mit ≥ 1 9 377 2 9 432 11 81,8 (16,7;relevanten 98,0)
Grunderkrankung
KI = Konfidenzintervall, RSV = Respiratorisches Synzytial-Virus, IW = Impfstoffwirksamkeit
N = Anzahl der Teilnehmer, n = Anzahl der Fällea In einer explorativen Analyse für die RSV-Untergruppe A (Abrysvo n = 3, Placebo n = 16) betrug die IW81,3 % (KI 34,5; 96,5) und für die RSV-Untergruppe B (Abrysvo n = 12, Placebo n = 26) betrug die IW53,8 % (KI 5,2; 78,8).b In einer explorativen Analyse für die RSV-Untergruppe A (Abrysvo n = 1, Placebo n = 5) betrug die IW80,0 % (KI -78,7; 99,6) und für die RSV-Untergruppe B (Abrysvo n = 1, Placebo n = 12) betrug die IW91,7 % (KI 43,7; 99,8).
Die Impfstoffwirksamkeit in der Untergruppe der Teilnehmer im Alter von 80 Jahren und älter (995bzw. 981 Teilnehmer in den Abrysvo- und Placebogruppen) kann aufgrund der niedrigen Gesamtzahlder aufgetretenen Fälle nicht abschließend bestimmt werden (7 Fälle von RSV-assoziierter LRTD mit≥ 2 Symptomen und 3 Fälle von RSV-assoziierter LRTD mit ≥ 3 Symptomen).
Wirksamkeit gegen RSV-assoziierte Erkrankungen der unteren Atemwege über 2 RSV-Saisons hinwegbei Personen im Alter von 60 Jahren und älter
Über zwei RSV-Saisons mit einer medianen Nachbeobachtungszeit von 16,4 Monaten hinweg betrugdie IW gegen RSV-assoziierte LRTD mit ≥ 2 Symptomen 58,8 % (95 %-KI 43,0; 70,6; 54 Fälle in der
Abrysvo-Gruppe und 131 Fälle in der Placebogruppe) und mit ≥ 3 Symptomen 81,5 % (95%-KI 63,3;91,6; 10 Fälle in der Abrysvo-Gruppe und 54 Fälle in der Placebogruppe). Die IW gegen RSV-assoziierte LRTD, verursacht durch RSV-A und RSV-B, betrug 66,3 % (95 %-KI 47,2; 79,0) bzw.
50,0 % (95 %-KI 18,5; 70,0) für Fälle mit ≥ 2 LRTD-Symptomen und 80,6 % (95 %-KI 52,9; 93,4)bzw. 86,4 % (95 %-KI 54,6; 97,4) für Fälle mit ≥ 3 LRTD-Symptomen.
Die Untergruppenanalysen zur IW nach Alter und relevanten Grunderkrankungen über zwei RSV-
Saisons hinweg stimmen mit der IW am Ende der ersten RSV-Saison überein und unterstützen einekonsistente IW für verschiedene Alters- und Risikogruppen.
Immunogenität bei Personen im Alter von 18 bis 59 Jahren
Bei Studie 3 handelte es sich um eine multizentrische, randomisierte, doppelblinde,placebokontrollierte Phase-3-Studie zur Beurteilung der Sicherheit und Immunogenität von Abrysvobei Personen im Alter von 18 bis 59 Jahren, bei denen das Risiko für die Entwicklung einer durch
RSV verursachten schweren LRTD als hoch eingeschätzt wurde. In Studie 3 wurden Personen mitchronischen Lungenerkrankungen (einschließlich Asthma), kardiovaskulären Erkrankungen (mit
Ausnahme von isoliertem Bluthochdruck), Nieren-, Leber-, neurologischen, hämatologischen oder
Stoffwechselerkrankungen (einschließlich Diabetes mellitus und Hyper-/Hypothyreose)aufgenommen. Die Teilnehmenden wurden im Verhältnis 2:1 randomisiert und erhielten eine
Einzeldosis Abrysvo (n = 437) oder Placebo (n = 217).
Die demografischen Merkmale in Studie 3 waren in Bezug auf Alter, ethnische Herkunft und
Zugehörigkeit bei den Teilnehmenden, die Abrysvo erhielten, und denen, die Placebo bekamen, im
Allgemeinen ähnlich. Dreiundfünfzig Prozent (53 %) waren 18 bis 49 Jahre alt, und 47 % waren 50 bis59 Jahre alt. Die Impfstoff- und die Placebogruppe waren in Bezug auf das Vorliegen mindestens einervordefinierten Erkrankung ähnlich, darunter 53 % mit ≥ 1 chronischen Lungenerkrankung, 8 % mit≥ 1 kardiovaskulären Erkrankung, 42 % mit Diabetes mellitus und 31 % mit ≥ 1 anderen Erkrankung(Leber-, Nieren-, neurologische, hämatologische oder andere Stoffwechselerkrankung).
Die Impfstoffwirksamkeit bei Personen im Alter von 18 bis 59 Jahren wird mittels Immunobridgingzur Studie 2 abgeleitet, in der die Impfstoffwirksamkeit bei Personen im Alter von 60 Jahren und älternachgewiesen wurde. Die Kriterien für eine Nichtunterlegenheit wurden bei Hochrisikopersonen im
Alter von 18 bis 59 Jahren im Vergleich zu einer zufällig ausgewählten Immunogenitätsuntergruppe(externe Kontrollgruppe) mit Personen ab einem Alter von 60 Jahren aus Studie 2 für das Verhältnisder geometrischen mittleren RSV-Neutralisationstiter (GMTs) durch die unteren Grenzen derzweiseitigen 95 %-KI > 0,667 (1,5-fache Nichtunterlegenheitsgrenze) und für die Differenz der
Seroresponse-Raten durch die unteren Grenzen der zweiseitigen 95 %-KI > -10 % sowohl für RSV-Aals auch für RSV-B erreicht.
Tabelle 5 Vergleich der modellbereinigten GMTs für RSV-Neutralisationstiter 1 Monat nachder Impfung mit Abrysvo bei Patienten im Alter von 18 bis 59 Jahren mit hohem
Risiko (Studie 3) gegenüber Patienten ab einem Alter von 60 Jahren (Studie 2)
Studie 3, 18 bis 59 Jahre Studie 2, ≥ 60 Jahre ANCOVA-Vergleichmit hohem Risiko
RSV- n Angepasster n Angepasster GMT Angepasstes GMR
Untergruppen GMT (95 %- (95 %-KI) (95 %-KI)
KI)
A 435 41 097 408 26 225 1,57 (1,396; 1,759)(37 986, 44 463) (24 143, 28 486)
B 437 37 416 408 24 680 1,52 (1,333; 1,725)(34 278, 40 842) (22 504, 27 065)
KI = Konfidenzintervall; GMR = Verhältnis der geometrischen Mittelwerte, GMT = geometrischer Mittelwertder Titer
Tabelle 6 Vergleich der Seroresponse-Raten für RSV-Neutralisationstiter 1 Monat nach der
Impfung mit Abrysvo bei Patienten im Alter von 18 bis 59 Jahren mit hohem Risiko(Studie 3) gegenüber Patienten ab einem Alter von 60 Jahren (Studie 2)
Studie 3, 18 bis 59 Jahre mit Studie 2, ≥60 Jahre Vergleichhohem Risiko
RSV- n/N (%) 95 %-KI n/N (%) 95 %-KI Differenz
Untergruppen (95 %-KI)
A 405/435 (93) 90,3; 95,3 359/408 (88) 84,4; 91,0 5,1 (1,2; 9,2)
B 408/437 (93) 90,6; 95,5 347/408 (85) 81,2; 88,4 8,3 (4,2; 12,6)
KI = Konfidenzintervall
Immunogenität bei immungeschwächten Personen ab einem Alter von 18 Jahren
Bei Studie 4 (C3671023 Substudie B) handelte es sich um eine offene, einarmige multizentrische
Phase-3-Studie zur Beurteilung der Sicherheit und Immunogenität von Abrysvo beiimmungeschwächten Personen im Alter von ≥ 18 Jahren. Die Teilnehmer hatten in der Vorgeschichteeine Transplantation eines soliden Organs (Niere, Leber, Lunge oder Herz) mindestens 3 Monate vorder Aufnahme; terminale Nierenerkrankung mit Hämodialysepflicht; entzündliche
Autoimmunerkrankungen mit aktiver Immunmodulator-Therapie oder fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkrebs unter Erhalt einer aktiven Immunmodulator-Therapie. Die Teilnehmererhielten 2 Dosen Abrysvo in einem Abstand von 1 Monat.
Eine Einzeldosis Abrysvo war ausreichend, um eine robuste neutralisierende Immunantwort etwa 8-oder 9-fach über dem Ausgangswert gegen RSV A und RSV B bei immungeschwächten Teilnehmernim Alter von ≥ 18 Jahren (n = 188) zu erzielen. Die Immunantworten stiegen mit einer zweiten Dosis
Abrysvo 1 Monat nach der ersten Dosis nicht weiter an.
Kinder und JugendlicheDie Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Abrysvo eine Zurückstellung von der Verpflichtung zur
Vorlage von Ergebnissen zu Studien bei Kindern und Jugendlichen ab einem Alter von 2 Jahren bisunter 18 Jahren für die Prävention von durch RSV verursachten Erkrankungen der unteren Atemwegegewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
Basierend auf den konventionellen Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe und zur
Reproduktions- und Entwicklungstoxizität lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahrenfür den Menschen erkennen.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Abrysvo Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
PulverTrometamol
Trometamolhydrochlorid
SaccharoseMannitol (E 421)
Polysorbat 80 (E 433)
Natriumchlorid
Salzsäure (zur pH-Einstellung)
LösungsmittelWasser für Injektionszwecke
Abrysvo Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung in einem
Mehrdosenbehältnis
PulverTrometamol
Trometamolhydrochlorid
SaccharoseMannitol (E 421)
Polysorbat 80 (E 433)
Natriumchlorid
Salzsäure (zur pH-Einstellung)
LösungsmittelWasser für Injektionszwecke2-Phenoxyethanol
6.2 Inkompatibilitäten
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.
6.3 Haltbarkeit
Abrysvo Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung4 Jahre
Abrysvo Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung in einem
Mehrdosenbehältnis18 Monate
Die ungeöffnete Durchstechflasche mit Antigenen bleibt bei Lagerung bei Temperaturen zwischen8 °C und 30 °C 5 Tage lang stabil. Nach Ablauf dieses Zeitraums sollte Abrysvo verwendet oderentsorgt werden. Diese Angabe dient lediglich als Orientierungshilfe für medizinisches Fachpersonalim Falle vorübergehender Temperaturabweichungen.
Nach der Rekonstitution:Abrysvo Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Einzeldosis-Durchstechflaschen
Abrysvo sollte nach der Rekonstitution umgehend oder bei Lagerung zwischen 15 °C und 30 °C
innerhalb von 4 Stunden verabreicht werden. Nicht einfrieren.
Die chemische und physikalische Stabilität während des Gebrauchs wurde 4 Stunden lang bei 15 °C
bis 30 °C nachgewiesen. Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Produkt sofort verwendet werden. Beinicht sofortiger Verwendung liegen die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung vor der
Anwendung in der Verantwortung des Anwenders.
Abrysvo Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung in einem
Mehrdosenbehältnis
Mehrdosen-Durchstechflaschen
Nach der Rekonstitution im Kühlschrank (zwischen 2 °C und 8 °C) lagern. Abrysvo sollte innerhalbvon 8 Stunden verabreicht werden, wobei es maximal 4 Stunden lang bei Raumtemperatur (bis 30 °C)gelagert werden darf. Nicht einfrieren.
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C).
Nicht einfrieren. Entsorgen, wenn die Packung eingefroren war.
Aufbewahrungsbedingungen nach Rekonstitution des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Abrysvo Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Fertigspritze
Pulver für 1 Dosis in einer Durchstechflasche (Typ-1- oder entsprechendes Glas) mit einem Stopfen(synthetischer Brombutyl-Kautschuk oder synthetischer Chlorbutyl-Kautschuk) und einer Flip-Off-
Kappe.
Lösungsmittel für 1 Dosis in einer Fertigspritze (Typ-1-Glas) mit einem Stopfen (synthetischer
Chlorbutyl-Kautschuk) und einer Spritzenkappe (synthetischer Isopren-/Brombutyl-Mischkautschuk).
Durchstechflaschenadapter.
PackungsgrößenPackung mit 1 Durchstechflasche mit Pulver (Antigene), 1 Fertigspritze mit Lösungsmittel,1 Durchstechflaschenadapter mit 1 Injektionsnadel oder ohne Injektionsnadeln (Packung mit 1 Dosis).
Packung mit 5 Durchstechflaschen mit Pulver (Antigene), 5 Fertigspritzen mit Lösungsmittel,5 Durchstechflaschenadaptern mit 5 Injektionsnadeln oder ohne Injektionsnadeln (Packung mit5 Dosen).
Packung mit 10 Durchstechflaschen mit Pulver (Antigene), 10 Fertigspritzen mit Lösungsmittel,10 Durchstechflaschenadaptern mit 10 Injektionsnadeln oder ohne Injektionsnadeln (Packung mit10 Dosen).
Einzeldosis-Durchstechflaschen
Pulver für 1 Dosis in einer Durchstechflasche (Typ-1- oder entsprechendes Glas) mit einem Stopfen(synthetischer Brombutyl-Kautschuk oder synthetischer Chlorbutyl-Kautschuk) und einer Flip-Off-
Kappe
Lösungsmittel für 1 Dosis in einer Durchstechflasche (Typ-1- oder entsprechendes Glas) mit einem
Stopfen (synthetischer Brombutyl-Kautschuk) und einer Flip-Off-Kappe
PackungsgrößenPackung mit 5 Durchstechflaschen mit Pulver (Antigene) und 5 Durchstechflaschen mit Lösungsmittel(Packung mit 5 Dosen).
Packung mit 10 Durchstechflaschen mit Pulver (Antigene) und 10 Durchstechflaschen mit
Lösungsmittel (Packung mit 10 Dosen).
Abrysvo Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung in einem
Mehrdosenbehältnis
Mehrdosen-Durchstechflaschen
Pulver für 3 Dosen in einer Durchstechflasche (Typ-1- oder entsprechendes Glas) mit einem Stopfen(synthetischer Brombutyl-Kautschuk) und einer Flip-Off-Kappe.
Lösungsmittel für 3 Dosen in einer Durchstechflasche (Typ-1- oder entsprechendes Glas) mit einem
Stopfen (synthetischer Brombutyl-Kautschuk) und einer Flip-Off-Kappe.
PackungsgrößenPackung mit 10 Mehrdosen-Durchstechflaschen mit Pulver (Antigene) und 10 Mehrdosen-
Durchstechflaschen mit Lösungsmittel (Packung mit 30 Dosen).
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
HandhabungAbrysvo Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Fertigspritze
Abrysvo muss vor Verabreichung durch Zugabe des gesamten Inhalts der Fertigspritze mit
Lösungsmittel in die Durchstechflasche mit Pulver unter Verwendung des Durchstechflaschenadaptersrekonstituiert werden.
Der Impfstoff darf nur mit dem mitgelieferten Lösungsmittel rekonstituiert werden.
Vorbereitung der Verabreichung
Durchstechflasche mit
Fertigspritze mit Lösungsmittel für Abrysvo Antigenen für Durchstechflaschenadapter
Abrysvo (Pulver)
Spritzenkappe Luer-Lock-Adapter Stopfen der Durchstechflasche (Flip-off-
Kappe entfernt)
Schritt 1. Durchstechflaschenadapter aufsetzen
* Abdeckfolie von der Packung mit dem Durchstechflaschenadapter abziehen und
Flip-off-Kappe von der Durchstechflasche entfernen.
* Durchstechflaschenadapter in der Packung lassen, über die Mitte des Stopfens der
Durchstechflasche halten und gerade nach unten auf die Durchstechflaschedrücken. Darauf achten, den Durchstechflaschenadapter nicht schräg auf die
Durchstechflasche aufzusetzen, da sonst Flüssigkeit austreten kann. Verpackungentfernen.
Schritt 2. Pulverkomponente (Antigene) rekonstituieren, um Abrysvo zu erhalten
* Die Spritze während aller Montageschritte der Spritzeneinheit ausschließlich am
Luer-Lock-Adapter festhalten. Dadurch wird verhindert, dass sich der Luer-Lock-
Adapter während der Anwendung löst.
* Spritzenkappe durch Drehen entfernen, dann Spritze durch Drehen mit dem
Durchstechflaschenadapter verbinden. Nicht weiterdrehen, wenn ein Widerstand zuspüren ist.
* Gesamten Inhalt der Spritze in die Durchstechflasche injizieren. Mitheruntergedrücktem Kolben die Durchstechflasche vorsichtig mit kreisförmigen
Bewegungen schwenken, bis sich das Pulver vollständig aufgelöst hat. Nichtschütteln.
Schritt 3. Rekonstituierten Impfstoff aufziehen
* Durchstechflasche vollständig auf den Kopf drehen und gesamten Inhalt langsam indie Spritze aufziehen, um eine 0,5-ml-Dosis Abrysvo sicherzustellen.
* Spritze vom Durchstechflaschenadapter abschrauben.
* Eine für die intramuskuläre Injektion geeignete sterile Nadel aufsetzen.
Der zubereitete Impfstoff ist eine klare und farblose Lösung. Den Impfstoff vor der Verabreichungeiner Sichtprüfung auf große Partikel und Verfärbungen unterziehen. Nicht verwenden, wenn große
Partikel oder Verfärbungen festgestellt werden.
Einzeldosis-Durchstechflaschen
Die Durchstechflasche mit Antigenen für Abrysvo (Pulver) darf nur mit der mitgelieferten
Durchstechflasche mit Lösungsmittel rekonstituiert werden, um Abrysvo zu erhalten.
Vorbereitung der Verabreichung1. Mit einer sterilen Nadel und einer sterilen Spritze den gesamten Inhalt der Durchstechflasche mitdem Lösungsmittel aufziehen und den gesamten Inhalt der Spritze in die Durchstechflasche mitdem Pulver injizieren.
2. Die Durchstechflasche vorsichtig mit kreisförmigen Bewegungen schwenken, bis sich das Pulvervollständig aufgelöst hat. Nicht schütteln.
3. 0,5 ml aus der Durchstechflasche mit dem rekonstituierten Impfstoff aufziehen.
Abrysvo Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung in einem
Mehrdosenbehältnis
Mehrdosen-Durchstechflaschen
Die Mehrdosen-Durchstechflasche mit Antigenen für Abrysvo (Pulver) darf nur mit der mitgelieferten
Mehrdosen-Durchstechflasche mit Lösungsmittel rekonstituiert werden, um Abrysvo zu erhalten.
Abrysvo wird als eine Einzeldosis von 0,5 ml verabreicht. Die maximale Anzahl an Dosen pro
Mehrdosen-Durchstechflasche beträgt 3.
Vorbereitung der Verabreichung1. Mit einer sterilen Nadel und einer sterilen Spritze den gesamten Inhalt der Durchstechflasche mitdem Lösungsmittel aufziehen und den gesamten Inhalt der Spritze in die Durchstechflasche mitdem Pulver injizieren.
2. Die Durchstechflasche vorsichtig mit kreisförmigen Bewegungen schwenken, bis sich das Pulvervollständig aufgelöst hat. Nicht schütteln. 0,5 ml (1 Dosis) aus der Durchstechflasche mit demrekonstituierten Impfstoff aufziehen.
3. Schritt 2 mit einer neuen sterilen Nadel und sterilen Spritze wiederholen, um weitere 0,5-ml-Dosenaus der Durchstechflasche mit dem rekonstituierten Impfstoff aufzuziehen. Die maximale Anzahlan Dosen pro Mehrdosen-Durchstechflasche beträgt 3. Nach Zubereitung von 3 Dosen sämtlichennicht verwendeten Impfstoff entsorgen.
Der zubereitete Impfstoff ist eine klare und farblose Lösung. Den Impfstoff vor der Verabreichungeiner Sichtprüfung auf große Partikel und Verfärbungen unterziehen. Nicht verwenden, wenn große
Partikel oder Verfärbungen festgestellt werden.
EntsorgungNicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
Pfizer Europe MA EEIG
Boulevard de la Plaine 171050 Brüssel
Belgien
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
EU/1/23/1752/001 - 1 Durchstechflasche (Antigene), 1 Durchstechflaschenadapter, 1 Fertigspritze(Lösungsmittel), 1 Injektionsnadel
EU/1/23/1752/002 - 1 Durchstechflasche (Antigene), 1 Durchstechflaschenadapter, 1 Fertigspritze(Lösungsmittel)
EU/1/23/1752/003 - 5 Durchstechflaschen (Antigene), 5 Durchstechflaschenadapter, 5 Fertigspritzen(Lösungsmittel), 5 Injektionsnadeln
EU/1/23/1752/004 - 5 Durchstechflaschen (Antigene), 5 Durchstechflaschenadapter, 5 Fertigspritzen(Lösungsmittel)
EU/1/23/1752/005 - 10 Durchstechflaschen (Antigene), 10 Durchstechflaschenadapter,10 Fertigspritzen (Lösungsmittel), 10 Injektionsnadeln
EU/1/23/1752/006 - 10 Durchstechflaschen (Antigene), 10 Durchstechflaschenadapter,10 Fertigspritzen (Lösungsmittel)
EU/1/23/1752/007 - 5 Durchstechflaschen (Antigene), 5 Durchstechflaschen (Lösungsmittel)
EU/1/23/1752/008 - 10 Durchstechflaschen (Antigene), 10 Durchstechflaschen (Lösungsmittel)
EU/1/23/1752/009 - 10 Mehrdosen-Durchstechflaschen (Antigene), 10 Mehrdosen-
Durchstechflaschen (Lösungsmittel)
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 23. August 2023
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.