ABRYSVO pulver+lösungsmittel zur herstellung einer injektionslösung merkblatt medikamente

J07BX05 Impfstoff gegen das Respiratory-Syncytial-Virus • ANTIINFEKTIVA ZUR SYSTEMISCHEN ANWENDUNG | IMPFSTOFFE | VIRALE IMPFSTOFFE | Andere virale Impfstoffe

Der Impfstoff gegen das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) wird zur Vorbeugung schwerer Infektionen eingesetzt, die durch dieses Virus verursacht werden und hauptsächlich Säuglinge, Kleinkinder und ältere Menschen betreffen. RSV ist eine Hauptursache für Bronchiolitis und Lungenentzündung und verantwortlich für eine erhebliche Anzahl von Krankenhausaufenthalten und Todesfällen weltweit.

Der Impfstoff wird intramuskulär verabreicht, in der Regel in mehreren Dosen, abhängig vom empfohlenen Impfplan. Er ist insbesondere für Säuglinge mit hohem Risiko indiziert, wie z. B. Frühgeborene oder solche mit chronischen Lungenerkrankungen, sowie für ältere Erwachsene mit Komorbiditäten.

Häufige Nebenwirkungen sind Schmerzen an der Injektionsstelle, leichtes Fieber, Müdigkeit und Reizbarkeit. In seltenen Fällen können schwerwiegende allergische Reaktionen auftreten.

Der RSV-Impfstoff ist eine wesentliche Präventionsmaßnahme zur Verringerung der Inzidenz und Schwere von Atemwegsinfektionen und trägt dazu bei, gefährdete Bevölkerungsgruppen zu schützen und die Belastung der Gesundheitssysteme zu verringern.

Allgemeine Daten zu ABRYSVO

Substanz: Impfstoff gegen das Respiratory-Syncytial-Virus

Datum der letzten Medikamentenliste: 01-05-2026

Handelsgesetzbuch: W69758001

Konzentration: KEINE KONZENTRATION

Pharmazeutisches Formblatt: pulver+lösungsmittel zur herstellung einer injektionslösung

Quantität: 1

Produktart: original

Preis: 969.53 RON

Rezeptbeschränkungen: P-RF - Arzneimittelrezept, das in der Apotheke aufbewahrt wird (nicht verlängerbar).

Marketing autorisation

Zulassungshersteller: PFIZER MANUFACTURING BELGIUM N.V. - BELGIA

Zulassungsinhaber: PFIZER EUROPE MA EEIG - BELGIA

Zulassungsnummer: 1752/2023/01

Haltbarkeit: 2 Jahre

Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels ABRYSVO pulver+lösungsmittel zur herstellung einer injektionslösung

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Abrysvo Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung

Abrysvo Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung in einem

Mehrdosenbehältnis

Respiratorischer Synzytial-Virus (RSV)-Impfstoff (bivalent, rekombinant)

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Nach der Rekonstitution enthält eine Dosis (0,5 ml):

Stabilisiertes Präfusions-F-Antigen der RSV-Untergruppe A1,2 60 Mikrogramm

Stabilisiertes Präfusions-F-Antigen der RSV-Untergruppe B1,2 60 Mikrogramm(RSV-Antigene)1 in der Präfusionskonformation stabilisiertes Glykoprotein F2 hergestellt in Ovarialzellen des Chinesischen Hamsters mittels rekombinanter DNA-Technologie.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung

Eine Dosis enthält 0,08 Milligramm Polysorbat 80 (siehe Abschnitt 4.4).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung.

Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung in einem Mehrdosenbehältnis.

Das Pulver ist weiß.

Das Lösungsmittel ist eine klare, farblose Flüssigkeit.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Abrysvo wird angewendet:

* Zur aktiven Immunisierung Schwangerer zum Schutz des Säuglings ab Geburt bis zu einem

Alter von 6 Monaten vor Erkrankungen der unteren Atemwege, die durch das Respiratorische

Synzytial-Virus (RSV) verursacht werden. Siehe Abschnitte 4.2 und 5.1.

* Zur aktiven Immunisierung von Personen ab einem Alter von 18 Jahren zur Prävention vondurch RSV verursachten Erkrankungen der unteren Atemwege.

Die Anwendung dieses Impfstoffs sollte gemäß offiziellen Empfehlungen erfolgen.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Schwangere Personen

Eine Einzeldosis von 0,5 ml wird zwischen den Schwangerschaftswochen 24 und 36 verabreicht (siehe

Abschnitte 4.4 und 5.1).

Personen ab einem Alter von 18 Jahren

Es wird eine Einzeldosis zu 0,5 ml verabreicht.

Die Notwendigkeit einer erneuten Impfung wurde bislang nicht nachgewiesen.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Abrysvo bei Kindern (von der Geburt bis zum Alter von unter18 Jahren) sind bisher nicht erwiesen. Es liegen begrenzte Daten zu schwangeren Jugendlichen undderen Säuglingen vor (siehe Abschnitt 5.1).

Immungeschwächte Personen

Es wird eine Einzeldosis von 0,5 ml verabreicht. Die Notwendigkeit einer zweiten Dosis wurdebislang nicht nachgewiesen (siehe Abschnitt 5.1).

Art der Anwendung

Abrysvo ist für die intramuskuläre Injektion in den Deltamuskel des Oberarms bestimmt.

Der Impfstoff darf nicht mit anderen Impfstoffen oder Arzneimitteln gemischt werden.

Hinweise zur Rekonstitution und Handhabung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe

Abschnitt 6.6.

4.3 Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Rückverfolgbarkeit

Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des

Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiertwerden.

Überempfindlichkeit und Anaphylaxie

Für den Fall einer anaphylaktischen Reaktion nach Verabreichung des Impfstoffs sollten immer eineentsprechende medizinische Versorgung und Überwachung bereitstehen.

Angstbedingte Reaktionen

Angstbedingte Reaktionen, einschließlich vasovagale Reaktionen (Synkope), Hyperventilation oderstressbedingte Reaktionen können im Zusammenhang mit der Impfung als psychogene Reaktion aufdie Injektion mit einer Nadel auftreten. Es ist wichtig, dass Vorkehrungen getroffen werden, um

Verletzungen durch eine Ohnmacht zu vermeiden.

Gleichzeitige Erkrankung

Die Impfung sollte bei Personen mit einer akuten fieberhaften Erkrankung verschoben werden. Das

Vorliegen einer leichten Infektion, wie z. B. einer Erkältung, sollte jedoch nicht zum Aufschieben der

Impfung führen.

Thrombozytopenie und Gerinnungsstörungen

Abrysvo ist bei Personen mit Thrombozytopenie oder einer Gerinnungsstörung mit Vorsicht zuverabreichen, da bei diesen Personen nach intramuskulärer Injektion Blutungen oder Blutergüsseauftreten können.

Immungeschwächte Personen

Die Sicherheit und Immunogenität wurden bei immungeschwächten Personen, einschließlich Personenunter Therapie mit Immunsuppressiva, untersucht (siehe Abschnitte 4.8 und 5.1). Die Wirksamkeitvon Abrysvo könnte bei immungeschwächten Personen geringer sein.

Personen unterhalb von 24 Schwangerschaftswochen

Abrysvo wurde bei schwangeren Personen unterhalb von 24 Schwangerschaftswochen nichtuntersucht. Da der Schutz des Säuglings gegen RSV von der Übertragung mütterlicher Antikörperüber die Plazenta abhängt, sollte Abrysvo zwischen den Schwangerschaftswochen 24 und 36verabreicht werden (siehe Abschnitte 4.2 und 5.1).

Limitierungen der Impfstoffeffektivität

Wie bei jedem Impfstoff wird möglicherweise nicht bei allen Geimpften eine schützende

Immunantwort erzielt.

Sonstige Bestandteile

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Dosis, d. h. es ist nahezu'natriumfrei“.

Dieses Arzneimittel enthält Polysorbat 80. Polysorbate können Überempfindlichkeitsreaktionenhervorrufen.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Abrysvo kann gleichzeitig verabreicht werden mit:

* saisonalen Grippeimpfstoffen, entweder standarddosierten Grippeimpfstoffen (adjuvantiert)oder Hochdosis-Grippeimpfstoffen (nicht adjuvantiert)

* COVID-19-mRNA-Impfstoffen mit oder ohne einen gleichzeitig verabreichten Hochdosis-

Grippeimpfstoff (nicht adjuvantiert).

Zwischen der Verabreichung von Abrysvo und einem Tetanus-Diphtherie-azellulärem Pertussis-

Impfstoff (Tdap) wird ein Abstand von mindestens zwei Wochen empfohlen. Es gab keine

Sicherheitsbedenken bei gesunden, nicht schwangeren Frauen, denen Abrysvo gleichzeitig mit Tdapverabreicht wurde. Bei gleichzeitiger Verabreichung waren die Immunantworten auf RSV-A, RSV-B,

Diphtherie und Tetanus denen bei getrennter Verabreichung nicht unterlegen. Die Antworten auf die

Pertussis-Komponenten waren bei gleichzeitiger Verabreichung allerdings niedriger als bei getrennter

Verabreichung und erfüllten die Kriterien für die Nicht-Unterlegenheit nicht. Die klinische Relevanzdieser Beobachtung ist nicht bekannt.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Daten bei schwangeren Frauen (mehr als 4 000 Schwangerschaftsergebnisse nach Exposition) deutennicht auf ein Fehlbildungsrisiko oder eine fetale/ neonatale Toxizität hin.

Ergebnisse tierexperimenteller Studien mit Abrysvo ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirektegesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt 5.3).

Die in einer Phase-3-Studie (Studie 1) bei Müttern innerhalb von 1 Monat nach der Impfungbeobachteten unerwünschten Ereignisse waren in der Abrysvo-Gruppe (14 %) mit denen in der

Placebo-Gruppe (13 %) vergleichbar.

Es wurden keine Sicherheitssignale bei bis zu 24 Monate alten Säuglingen festgestellt. Die bei

Säuglingen innerhalb von 1 Monat nach der Geburt aufgetretenen unerwünschten Ereignisse waren inder Abrysvo-Gruppe (38 %) mit denen in der Placebo-Gruppe (35 %) vergleichbar. Die wichtigsten inder Abrysvo-Gruppe im Vergleich zu Placebo bewerteten Geburtsereignisse umfassten Frühgeburt(207 [6 %] bzw. 172 [5 %]), niedriges Geburtsgewicht (186 [5 %] bzw. 158 [4 %]) und kongenitale

Anomalien (205 [6 %] bzw. 245 [7 %]).

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Abrysvo in die Muttermilch übergeht. Abrysvo zeigte keine schädlichen

Auswirkungen auf gestillte Neugeborene von geimpften Müttern.

Fertilität

Es liegen keine Daten über die Auswirkung von Abrysvo auf die Fertilität beim Menschen vor.

Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche

Wirkungen in Bezug auf die weibliche Fertilität (siehe Abschnitt 5.3).

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Maschinen

Abrysvo hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

4.8 Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Schwangere Personen

Die am häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen bei schwangeren Frauen zwischen 24 und36 Schwangerschaftswochen waren Schmerzen an der Injektionsstelle (41 %), Kopfschmerzen (31 %)und Myalgie (27 %). Die Mehrzahl der lokalen und systemischen Reaktionen bei den teilnehmenden

Müttern waren leicht bis mittelschwer und klangen innerhalb von 2 bis 3 Tagen nach dem Auftretenab.

Personen ab einem Alter von 18 Jahren

Bei Personen ab einem Alter von 18 Jahren waren die am häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen

Ermüdung (23 %), Kopfschmerzen (20 %), Schmerzen an der Injektionsstelle (19 %) und Myalgie(16 %). Die meisten Nebenwirkungen waren leicht bis mittelschwer und klangen innerhalb von 1 bis2 Tagen nach dem Auftreten ab.

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

Die Sicherheit der Verabreichung einer Einzeldosis Abrysvo an schwangere Frauen zwischen 24 und36 Schwangerschaftswochen (n = 3 698) und an Personen ab einem Alter von 18 Jahren (n = 20 275)wurde in klinischen Studien untersucht.

Die Nebenwirkungen sind nach den folgenden Häufigkeitskategorien aufgeführt:

Sehr häufig (≥ 1/10)

Häufig (≥ 1/100, < 1/10)

Gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100)

Selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000)

Sehr selten (< 1/10 000)

Nicht bekannt (auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Die Nebenwirkungen sind nach Systemorganklasse in abnehmender Reihenfolge ihres Schweregradsangegeben.

Tabelle 1 Nebenwirkungen nach Verabreichung von Abrysvo

Systemorganklasse Nebenwirkungen Nebenwirkungen

Schwangere Personen Personen≤ 49 Jahre ≥ 18 Jahre

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Lymphadenopathie Selten Selten

Erkrankungen des Immunsystems

Anaphylaxie Sehr selten

Überempfindlichkeitsreaktionen Selten Selten(umfassen Ausschlag und

Urtikaria)

Erkrankungen des Nervensystems

Kopfschmerzen Sehr häufig Sehr häufig

Guillain-Barré-Syndrom Sehr selten

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Myalgie Sehr häufig Sehr häufig

Arthralgie Häufig

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Ermüdung Sehr häufig

Schmerzen an der Injektionsstelle Sehr häufig Sehr häufig

Rötung an der Injektionsstelle Häufig Häufig

Schwellung an der Häufig Häufig

Injektionsstelle

Fieber Gelegentlich

Pruritus an der Injektionsstelle Selten

Quetschung an der Selten

Injektionsstelle

Hämatom an der Injektionsstelle Selten

Besondere Patientengruppen

Immungeschwächte Personen ab einem Alter von 18 Jahren

Die Reaktogenität entsprach dem bekannten Profil von Abrysvo. Es gab keine unerwarteten

Sicherheitsergebnisse.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Eine bestimmte Behandlung für eine Überdosierung mit Abrysvo ist nicht verfügbar. Im Falle einer

Überdosierung sollte die Person überwacht und gegebenenfalls eine symptomatische Behandlungeingeleitet werden.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Impfstoffe, andere virale Impfstoffe, ATC-Code: J07BX05

Wirkmechanismus

Abrysvo enthält zwei rekombinante stabilisierte RSV-Präfusions-F-Antigene der

RSV-Untergruppen A und B. Das Präfusions-F-Antigen ist das primäre Ziel für neutralisierende

Antikörper, die eine RSV-Infektion verhindern. Nach intramuskulärer Verabreichung lösen die

Präfusions-F-Antigene eine Immunantwort aus, die vor RSV-assoziierten Erkrankungen der unteren

Atemwege (lower respiratory tract disease, LRTD) schützt.

Bei Säuglingen von Müttern, die zwischen 24 und 36 Schwangerschaftswochen mit Abrysvo geimpftwurden, ist der Schutz vor RSV-assoziierten LRTD auf die Übertragung von RSV-neutralisierenden

Antikörpern über die Plazenta zurückzuführen. Erwachsene ab einem Alter von 18 Jahren werdendurch aktive Immunisierung geschützt.

Klinische Wirksamkeit

Säuglinge ab der Geburt bis zu einem Alter von 6 Monaten durch aktive Immunisierung schwangerer

Personen

Bei Studie 1 handelte es sich um eine multizentrische, randomisierte (1:1), doppelblinde,placebokontrollierte Phase-3-Studie zur Beurteilung der Wirksamkeit einer Einzeldosis Abrysvo zur

Prävention RSV-assoziierter LRTD bei Säuglingen, deren Mütter zwischen 24 und36 Schwangerschaftswochen geimpft worden waren. Die Notwendigkeit einer erneuten Impfung beinachfolgenden Schwangerschaften wurde nicht nachgewiesen.

Eine RSV-assoziierte LRTD wurde definiert als Arztbesuch von Personen mit einer mittels Reverse-

Transkriptase-Polymerase-Kettenreaktion (RT-PCR) bestätigten RSV-Infektion, die eines odermehrere der folgenden Atemwegssymptome aufweisen: schnelle Atmung, niedrige Sauerstoffsättigung(SpO2 < 95 %) und Einziehen des Brustkorbs beim Atmen. Eine schwere RSV-assoziierte LRTDwurde als eine RSV-assoziierte LRTD definiert, welche zusätzlich mindestens eines der folgenden

Kriterien erfüllt: sehr schnelle Atmung, niedrige Sauerstoffsättigung (SpO2 < 93 %), High-flow-

Sauerstoff-Supplementierung mittels Nasenbrille oder maschineller Beatmung, Behandlung auf der

Intensivstation für > 4 Stunden und/oder fehlende Ansprechbarkeit/ Bewusstlosigkeit.

In dieser Studie wurden 3 711 Schwangere mit unkomplizierten Einlingsschwangerschaften in die

Abrysvo- und 3 709 in die Placebo-Gruppe randomisiert.

Die Impfstoffwirksamkeit (IW) wurde definiert als die relative Risikoreduktion für den Endpunkt inder Abrysvo-Gruppe im Vergleich zur Placebo-Gruppe bei Säuglingen, deren Mütter die zugewiesene

Intervention erhalten hatten. Im Rahmen der primären Analyse wurden zwei primäre

Wirksamkeitsendpunkte parallel bewertet: schwere ärztlich behandelte LRTD mit RSV-Nachweis undärztlich behandelte LRTD mit RSV-Nachweis innerhalb von 90, 120, 150 oder 180 Tagen nach der

Geburt.

Von den schwangeren Frauen, die Abrysvo erhielten, waren 65 % weiß, 20 % schwarz oderafroamerikanisch und 29 % hispanisch/ lateinamerikanisch. Das mediane Alter lag bei 29 Jahren(Spanne: 16 bis 45 Jahre), 0,2 % der Teilnehmenden waren unter 18 Jahre alt und 4,3 % unter 20 Jahrealt. Das mediane Schwangerschaftsalter bei der Impfung betrug 31 Wochen und 2 Tage (Spanne:

24 Wochen und 0 Tage bis 36 Wochen und 4 Tage). Das mediane Schwangerschaftsalter der

Säuglinge bei der Geburt lag bei 39 Wochen und 1 Tag (Spanne: 27 Wochen und 3 Tage bis43 Wochen und 6 Tage).

Die Impfstoffwirksamkeit ist in den Tabellen 2 und 3 dargestellt.

Tabelle 2 Impfstoffwirksamkeit von Abrysvo gegen schwere durch RSV verursachte, ärztlichbehandelte LRTD bei Säuglingen ab der Geburt bis zu einem Alter von 6 Monatendurch aktive Immunisierung der Mutter während der Schwangerschaft - Studie 1

Zeitraum Abrysvo Placebo % IW

Anzahl der Fälle Anzahl der Fälle (KI)an = 3 495 n = 3 48090 Tage 6 33 81,8 (40,6; 96,3)120 Tage 12 46 73,9 (45,6; 88,8)150 Tage 16 55 70,9 (44,5; 85,9)180 Tage 19 62 69,4 (44,3; 84,1)

KI = Konfidenzintervall; IW = Impfstoffwirksamkeita 99,5 %-KI nach 90 Tagen; 97,58 %-KI zu späteren Zeitpunkten

Tabelle 3 Impfstoffwirksamkeit von Abrysvo gegen durch RSV verursachte, ärztlichbehandelte LRTD bei Säuglingen ab der Geburt bis zu einem Alter von 6 Monatendurch aktive Immunisierung der Mutter während der Schwangerschaft - Studie 1

Zeitraum Abrysvo Placebo % IW

Anzahl der Fälle Anzahl der Fälle (KI)an = 3 495 n = 3 48090 Tage 24 56 57,1 (14,7; 79,8)120 Tage 35 81 56,8 (31,2; 73,5)150 Tage 47 99 52,5 (28,7; 68,9)180 Tage 57 117 51,3 (29,4; 66,8)

KI = Konfidenzintervall; IW = Impfstoffwirksamkeita 99,5 %-KI nach 90 Tagen; 97,58 %-KI zu späteren Zeitpunkten

Es wurde eine Post-hoc-Analyse der Impfstoffwirksamkeit nach mütterlichem Gestationsalterdurchgeführt. Die Impfstoffwirksamkeit gegen schwere, ärztlich behandelte LRTD innerhalb von180 Tagen betrug bei Frauen, die früh in der Schwangerschaft (24 bis < 30 Wochen) geimpft wurden,57,2 % (95 %-KI: 10,4; 80,9) und 78,1 % (95 %-KI: 52,1; 91,2) bei Frauen, die zu einem späterenmöglichen Zeitpunkt während der Schwangerschaft (30 bis 36 Wochen) geimpft wurden. Die

Impfstoffwirksamkeit gegen ärztlich behandelte LRTD innerhalb von 180 Tagen betrug bei Frauen,die früh in der Schwangerschaft (24 bis < 30 Wochen) geimpft wurden, 30,9 % (95 %-KI: -14,4; 58,9)und 62,4 % (95 %-KI: 41,6; 76,4) bei Frauen, die zu einem späteren möglichen Zeitpunkt während der

Schwangerschaft (30 bis 36 Wochen) geimpft wurden.

Aktive Immunisierung von Personen ab einem Alter von 60 Jahren

Bei Studie 2 handelte es sich um eine multizentrische, randomisierte, doppelblinde,placebokontrollierte Phase-3-Studie zur Beurteilung der Wirksamkeit von Abrysvo zur Prävention

RSV-assoziierter LRTD bei Personen ab einem Alter von 60 Jahren.

Eine RSV-assoziierte LRTD wurde definiert als mittels RT-PCR bestätigte RSV-Erkrankung mitmindestens 2 oder mindestens 3 der folgenden Atemwegssymptome innerhalb von 7 Tagen ab

Symptombeginn und einer Dauer von mehr als 1 Tag während derselben Erkrankung: neu auftretenderoder sich verschlimmernder Husten, Giemen, Sputumproduktion, Kurzatmigkeit oder Tachypnoe(≥ 25 Atemzüge/ Minute oder 15 % schnellere Atmung im Vergleich zum Ausgangswert in Ruhe).

Die Teilnehmenden wurden auf Abrysvo (n = 18 487) oder Placebo (n = 18 479) randomisiert (1:1).

Die Aufnahme in die Studie erfolgte stratifiziert nach Alter: 60 bis 69 Jahre (63 %), 70 bis 79 Jahre(32 %) und ≥ 80 Jahre (5 %). Personen mit stabilen chronischen Grunderkrankungen durften in die

Studie aufgenommen werden, und 52 % der Teilnehmenden hatten mindestens 1 zuvor definierte

Erkrankung; 16 % der Teilnehmenden wurden mit stabilen chronischen kardiopulmonalen

Erkrankungen wie Asthma (9 %), chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (7 %) oder kongestiver

Herzinsuffizienz (2 %) in die Studie aufgenommen. Personen mit einer Immunschwäche waren vonder Teilnahme ausgeschlossen.

Das primäre Ziel war die Beurteilung der Impfstoffwirksamkeit (IW), definiert als die relative

Risikoreduktion für eine erste Episode einer RSV-assoziierten LRTD in der Abrysvo-Gruppe im

Vergleich zur Placebo-Gruppe in der ersten RSV-Saison.

Von den Teilnehmenden, die Abrysvo erhielten, waren 51 % männlich und 80 % waren weiß, 12 %schwarz oder afroamerikanisch und 42 % hispanisch/lateinamerikanisch. Das mediane Alter der

Teilnehmenden betrug 67 Jahre (Spanne: 59 bis95 Jahre).

Am Ende der ersten RSV-Saison zeigte die Auswertung der Ergebnisse eine statistisch signifikante

Wirksamkeit von Abrysvo bei der Verringerung von RSV-assoziierten LRTD mit ≥ 2 Symptomen und≥ 3 Symptomen.

Angaben zur Impfstoffwirksamkeit am Ende der ersten RSV-Saison (mediane Nachbeobachtungszeit7,4 Monate) finden sich in Tabelle 4.

Tabelle 4 Impfstoffwirksamkeit von Abrysvo gegen RSV-Erkrankungen - aktive

Immunisierung von Personen ab einem Alter von 60 Jahren - Studie 2

Wirksamkeitsendpunkt Abrysvo Placebo % IW(95 %-KI)

N n N n

Erste Episode einer RSV- Insgesamt 18 058 15 18 076 43 65,1 (35,9;assoziierten LRTD mit 82,0)≥ 2 Symptomena Alter 60-69 Jahre 11 305 10 11 351 25 60,0 (13,8;82,9)

Alter 70-79 Jahre 5 750 4 5 742 12 66,7 (-10,0;92,2)

Mit ≥ 1 9 377 8 9 432 22 63,6 (15,2;relevanten 86,0)

Grunderkrankung

Erste Episode einer RSV- Insgesamt 18 058 2 18 076 18 88,9 (53,6;assoziierten LRTD mit 98,7)≥ 3 Symptomenb Alter 60-69 Jahre 11 305 2 11 351 11 81,8 (16,7;98,0)

Alter 70-79 Jahre 5 750 0 5 742 4 100 (-51,5;100,0)

Mit ≥ 1 9 377 2 9 432 11 81,8 (16,7;relevanten 98,0)

Grunderkrankung

KI = Konfidenzintervall, RSV = Respiratorisches Synzytial-Virus, IW = Impfstoffwirksamkeit

N = Anzahl der Teilnehmer, n = Anzahl der Fällea In einer explorativen Analyse für die RSV-Untergruppe A (Abrysvo n = 3, Placebo n = 16) betrug die IW81,3 % (KI 34,5; 96,5) und für die RSV-Untergruppe B (Abrysvo n = 12, Placebo n = 26) betrug die IW53,8 % (KI 5,2; 78,8).b In einer explorativen Analyse für die RSV-Untergruppe A (Abrysvo n = 1, Placebo n = 5) betrug die IW80,0 % (KI -78,7; 99,6) und für die RSV-Untergruppe B (Abrysvo n = 1, Placebo n = 12) betrug die IW91,7 % (KI 43,7; 99,8).

Die Impfstoffwirksamkeit in der Untergruppe der Teilnehmer im Alter von 80 Jahren und älter (995bzw. 981 Teilnehmer in den Abrysvo- und Placebogruppen) kann aufgrund der niedrigen Gesamtzahlder aufgetretenen Fälle nicht abschließend bestimmt werden (7 Fälle von RSV-assoziierter LRTD mit≥ 2 Symptomen und 3 Fälle von RSV-assoziierter LRTD mit ≥ 3 Symptomen).

Wirksamkeit gegen RSV-assoziierte Erkrankungen der unteren Atemwege über 2 RSV-Saisons hinwegbei Personen im Alter von 60 Jahren und älter

Über zwei RSV-Saisons mit einer medianen Nachbeobachtungszeit von 16,4 Monaten hinweg betrugdie IW gegen RSV-assoziierte LRTD mit ≥ 2 Symptomen 58,8 % (95 %-KI 43,0; 70,6; 54 Fälle in der

Abrysvo-Gruppe und 131 Fälle in der Placebogruppe) und mit ≥ 3 Symptomen 81,5 % (95%-KI 63,3;91,6; 10 Fälle in der Abrysvo-Gruppe und 54 Fälle in der Placebogruppe). Die IW gegen RSV-assoziierte LRTD, verursacht durch RSV-A und RSV-B, betrug 66,3 % (95 %-KI 47,2; 79,0) bzw.

50,0 % (95 %-KI 18,5; 70,0) für Fälle mit ≥ 2 LRTD-Symptomen und 80,6 % (95 %-KI 52,9; 93,4)bzw. 86,4 % (95 %-KI 54,6; 97,4) für Fälle mit ≥ 3 LRTD-Symptomen.

Die Untergruppenanalysen zur IW nach Alter und relevanten Grunderkrankungen über zwei RSV-

Saisons hinweg stimmen mit der IW am Ende der ersten RSV-Saison überein und unterstützen einekonsistente IW für verschiedene Alters- und Risikogruppen.

Immunogenität bei Personen im Alter von 18 bis 59 Jahren

Bei Studie 3 handelte es sich um eine multizentrische, randomisierte, doppelblinde,placebokontrollierte Phase-3-Studie zur Beurteilung der Sicherheit und Immunogenität von Abrysvobei Personen im Alter von 18 bis 59 Jahren, bei denen das Risiko für die Entwicklung einer durch

RSV verursachten schweren LRTD als hoch eingeschätzt wurde. In Studie 3 wurden Personen mitchronischen Lungenerkrankungen (einschließlich Asthma), kardiovaskulären Erkrankungen (mit

Ausnahme von isoliertem Bluthochdruck), Nieren-, Leber-, neurologischen, hämatologischen oder

Stoffwechselerkrankungen (einschließlich Diabetes mellitus und Hyper-/Hypothyreose)aufgenommen. Die Teilnehmenden wurden im Verhältnis 2:1 randomisiert und erhielten eine

Einzeldosis Abrysvo (n = 437) oder Placebo (n = 217).

Die demografischen Merkmale in Studie 3 waren in Bezug auf Alter, ethnische Herkunft und

Zugehörigkeit bei den Teilnehmenden, die Abrysvo erhielten, und denen, die Placebo bekamen, im

Allgemeinen ähnlich. Dreiundfünfzig Prozent (53 %) waren 18 bis 49 Jahre alt, und 47 % waren 50 bis59 Jahre alt. Die Impfstoff- und die Placebogruppe waren in Bezug auf das Vorliegen mindestens einervordefinierten Erkrankung ähnlich, darunter 53 % mit ≥ 1 chronischen Lungenerkrankung, 8 % mit≥ 1 kardiovaskulären Erkrankung, 42 % mit Diabetes mellitus und 31 % mit ≥ 1 anderen Erkrankung(Leber-, Nieren-, neurologische, hämatologische oder andere Stoffwechselerkrankung).

Die Impfstoffwirksamkeit bei Personen im Alter von 18 bis 59 Jahren wird mittels Immunobridgingzur Studie 2 abgeleitet, in der die Impfstoffwirksamkeit bei Personen im Alter von 60 Jahren und älternachgewiesen wurde. Die Kriterien für eine Nichtunterlegenheit wurden bei Hochrisikopersonen im

Alter von 18 bis 59 Jahren im Vergleich zu einer zufällig ausgewählten Immunogenitätsuntergruppe(externe Kontrollgruppe) mit Personen ab einem Alter von 60 Jahren aus Studie 2 für das Verhältnisder geometrischen mittleren RSV-Neutralisationstiter (GMTs) durch die unteren Grenzen derzweiseitigen 95 %-KI > 0,667 (1,5-fache Nichtunterlegenheitsgrenze) und für die Differenz der

Seroresponse-Raten durch die unteren Grenzen der zweiseitigen 95 %-KI > -10 % sowohl für RSV-Aals auch für RSV-B erreicht.

Tabelle 5 Vergleich der modellbereinigten GMTs für RSV-Neutralisationstiter 1 Monat nachder Impfung mit Abrysvo bei Patienten im Alter von 18 bis 59 Jahren mit hohem

Risiko (Studie 3) gegenüber Patienten ab einem Alter von 60 Jahren (Studie 2)

Studie 3, 18 bis 59 Jahre Studie 2, ≥ 60 Jahre ANCOVA-Vergleichmit hohem Risiko

RSV- n Angepasster n Angepasster GMT Angepasstes GMR

Untergruppen GMT (95 %- (95 %-KI) (95 %-KI)

KI)

A 435 41 097 408 26 225 1,57 (1,396; 1,759)(37 986, 44 463) (24 143, 28 486)

B 437 37 416 408 24 680 1,52 (1,333; 1,725)(34 278, 40 842) (22 504, 27 065)

KI = Konfidenzintervall; GMR = Verhältnis der geometrischen Mittelwerte, GMT = geometrischer Mittelwertder Titer

Tabelle 6 Vergleich der Seroresponse-Raten für RSV-Neutralisationstiter 1 Monat nach der

Impfung mit Abrysvo bei Patienten im Alter von 18 bis 59 Jahren mit hohem Risiko(Studie 3) gegenüber Patienten ab einem Alter von 60 Jahren (Studie 2)

Studie 3, 18 bis 59 Jahre mit Studie 2, ≥60 Jahre Vergleichhohem Risiko

RSV- n/N (%) 95 %-KI n/N (%) 95 %-KI Differenz

Untergruppen (95 %-KI)

A 405/435 (93) 90,3; 95,3 359/408 (88) 84,4; 91,0 5,1 (1,2; 9,2)

B 408/437 (93) 90,6; 95,5 347/408 (85) 81,2; 88,4 8,3 (4,2; 12,6)

KI = Konfidenzintervall

Immunogenität bei immungeschwächten Personen ab einem Alter von 18 Jahren

Bei Studie 4 (C3671023 Substudie B) handelte es sich um eine offene, einarmige multizentrische

Phase-3-Studie zur Beurteilung der Sicherheit und Immunogenität von Abrysvo beiimmungeschwächten Personen im Alter von ≥ 18 Jahren. Die Teilnehmer hatten in der Vorgeschichteeine Transplantation eines soliden Organs (Niere, Leber, Lunge oder Herz) mindestens 3 Monate vorder Aufnahme; terminale Nierenerkrankung mit Hämodialysepflicht; entzündliche

Autoimmunerkrankungen mit aktiver Immunmodulator-Therapie oder fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkrebs unter Erhalt einer aktiven Immunmodulator-Therapie. Die Teilnehmererhielten 2 Dosen Abrysvo in einem Abstand von 1 Monat.

Eine Einzeldosis Abrysvo war ausreichend, um eine robuste neutralisierende Immunantwort etwa 8-oder 9-fach über dem Ausgangswert gegen RSV A und RSV B bei immungeschwächten Teilnehmernim Alter von ≥ 18 Jahren (n = 188) zu erzielen. Die Immunantworten stiegen mit einer zweiten Dosis

Abrysvo 1 Monat nach der ersten Dosis nicht weiter an.

Kinder und Jugendliche

Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Abrysvo eine Zurückstellung von der Verpflichtung zur

Vorlage von Ergebnissen zu Studien bei Kindern und Jugendlichen ab einem Alter von 2 Jahren bisunter 18 Jahren für die Prävention von durch RSV verursachten Erkrankungen der unteren Atemwegegewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Nicht zutreffend.

5.3 Präklinische Sicherheitsdaten

Basierend auf den konventionellen Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe und zur

Reproduktions- und Entwicklungstoxizität lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahrenfür den Menschen erkennen.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Abrysvo Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung

Pulver

Trometamol

Trometamolhydrochlorid

Saccharose

Mannitol (E 421)

Polysorbat 80 (E 433)

Natriumchlorid

Salzsäure (zur pH-Einstellung)

Lösungsmittel

Wasser für Injektionszwecke

Abrysvo Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung in einem

Mehrdosenbehältnis

Pulver

Trometamol

Trometamolhydrochlorid

Saccharose

Mannitol (E 421)

Polysorbat 80 (E 433)

Natriumchlorid

Salzsäure (zur pH-Einstellung)

Lösungsmittel

Wasser für Injektionszwecke2-Phenoxyethanol

6.2 Inkompatibilitäten

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen

Arzneimitteln gemischt werden.

6.3 Haltbarkeit

Abrysvo Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung4 Jahre

Abrysvo Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung in einem

Mehrdosenbehältnis18 Monate

Die ungeöffnete Durchstechflasche mit Antigenen bleibt bei Lagerung bei Temperaturen zwischen8 °C und 30 °C 5 Tage lang stabil. Nach Ablauf dieses Zeitraums sollte Abrysvo verwendet oderentsorgt werden. Diese Angabe dient lediglich als Orientierungshilfe für medizinisches Fachpersonalim Falle vorübergehender Temperaturabweichungen.

Nach der Rekonstitution:

Abrysvo Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung

Einzeldosis-Durchstechflaschen

Abrysvo sollte nach der Rekonstitution umgehend oder bei Lagerung zwischen 15 °C und 30 °C

innerhalb von 4 Stunden verabreicht werden. Nicht einfrieren.

Die chemische und physikalische Stabilität während des Gebrauchs wurde 4 Stunden lang bei 15 °C

bis 30 °C nachgewiesen. Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Produkt sofort verwendet werden. Beinicht sofortiger Verwendung liegen die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung vor der

Anwendung in der Verantwortung des Anwenders.

Abrysvo Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung in einem

Mehrdosenbehältnis

Mehrdosen-Durchstechflaschen

Nach der Rekonstitution im Kühlschrank (zwischen 2 °C und 8 °C) lagern. Abrysvo sollte innerhalbvon 8 Stunden verabreicht werden, wobei es maximal 4 Stunden lang bei Raumtemperatur (bis 30 °C)gelagert werden darf. Nicht einfrieren.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C).

Nicht einfrieren. Entsorgen, wenn die Packung eingefroren war.

Aufbewahrungsbedingungen nach Rekonstitution des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Abrysvo Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung

Fertigspritze

Pulver für 1 Dosis in einer Durchstechflasche (Typ-1- oder entsprechendes Glas) mit einem Stopfen(synthetischer Brombutyl-Kautschuk oder synthetischer Chlorbutyl-Kautschuk) und einer Flip-Off-

Kappe.

Lösungsmittel für 1 Dosis in einer Fertigspritze (Typ-1-Glas) mit einem Stopfen (synthetischer

Chlorbutyl-Kautschuk) und einer Spritzenkappe (synthetischer Isopren-/Brombutyl-Mischkautschuk).

Durchstechflaschenadapter.

Packungsgrößen

Packung mit 1 Durchstechflasche mit Pulver (Antigene), 1 Fertigspritze mit Lösungsmittel,1 Durchstechflaschenadapter mit 1 Injektionsnadel oder ohne Injektionsnadeln (Packung mit 1 Dosis).

Packung mit 5 Durchstechflaschen mit Pulver (Antigene), 5 Fertigspritzen mit Lösungsmittel,5 Durchstechflaschenadaptern mit 5 Injektionsnadeln oder ohne Injektionsnadeln (Packung mit5 Dosen).

Packung mit 10 Durchstechflaschen mit Pulver (Antigene), 10 Fertigspritzen mit Lösungsmittel,10 Durchstechflaschenadaptern mit 10 Injektionsnadeln oder ohne Injektionsnadeln (Packung mit10 Dosen).

Einzeldosis-Durchstechflaschen

Pulver für 1 Dosis in einer Durchstechflasche (Typ-1- oder entsprechendes Glas) mit einem Stopfen(synthetischer Brombutyl-Kautschuk oder synthetischer Chlorbutyl-Kautschuk) und einer Flip-Off-

Kappe

Lösungsmittel für 1 Dosis in einer Durchstechflasche (Typ-1- oder entsprechendes Glas) mit einem

Stopfen (synthetischer Brombutyl-Kautschuk) und einer Flip-Off-Kappe

Packungsgrößen

Packung mit 5 Durchstechflaschen mit Pulver (Antigene) und 5 Durchstechflaschen mit Lösungsmittel(Packung mit 5 Dosen).

Packung mit 10 Durchstechflaschen mit Pulver (Antigene) und 10 Durchstechflaschen mit

Lösungsmittel (Packung mit 10 Dosen).

Abrysvo Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung in einem

Mehrdosenbehältnis

Mehrdosen-Durchstechflaschen

Pulver für 3 Dosen in einer Durchstechflasche (Typ-1- oder entsprechendes Glas) mit einem Stopfen(synthetischer Brombutyl-Kautschuk) und einer Flip-Off-Kappe.

Lösungsmittel für 3 Dosen in einer Durchstechflasche (Typ-1- oder entsprechendes Glas) mit einem

Stopfen (synthetischer Brombutyl-Kautschuk) und einer Flip-Off-Kappe.

Packungsgrößen

Packung mit 10 Mehrdosen-Durchstechflaschen mit Pulver (Antigene) und 10 Mehrdosen-

Durchstechflaschen mit Lösungsmittel (Packung mit 30 Dosen).

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Handhabung

Abrysvo Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung

Fertigspritze

Abrysvo muss vor Verabreichung durch Zugabe des gesamten Inhalts der Fertigspritze mit

Lösungsmittel in die Durchstechflasche mit Pulver unter Verwendung des Durchstechflaschenadaptersrekonstituiert werden.

Der Impfstoff darf nur mit dem mitgelieferten Lösungsmittel rekonstituiert werden.

Vorbereitung der Verabreichung

Durchstechflasche mit

Fertigspritze mit Lösungsmittel für Abrysvo Antigenen für Durchstechflaschenadapter

Abrysvo (Pulver)

Spritzenkappe Luer-Lock-Adapter Stopfen der Durchstechflasche (Flip-off-

Kappe entfernt)

Schritt 1. Durchstechflaschenadapter aufsetzen

* Abdeckfolie von der Packung mit dem Durchstechflaschenadapter abziehen und

Flip-off-Kappe von der Durchstechflasche entfernen.

* Durchstechflaschenadapter in der Packung lassen, über die Mitte des Stopfens der

Durchstechflasche halten und gerade nach unten auf die Durchstechflaschedrücken. Darauf achten, den Durchstechflaschenadapter nicht schräg auf die

Durchstechflasche aufzusetzen, da sonst Flüssigkeit austreten kann. Verpackungentfernen.

Schritt 2. Pulverkomponente (Antigene) rekonstituieren, um Abrysvo zu erhalten

* Die Spritze während aller Montageschritte der Spritzeneinheit ausschließlich am

Luer-Lock-Adapter festhalten. Dadurch wird verhindert, dass sich der Luer-Lock-

Adapter während der Anwendung löst.

* Spritzenkappe durch Drehen entfernen, dann Spritze durch Drehen mit dem

Durchstechflaschenadapter verbinden. Nicht weiterdrehen, wenn ein Widerstand zuspüren ist.

* Gesamten Inhalt der Spritze in die Durchstechflasche injizieren. Mitheruntergedrücktem Kolben die Durchstechflasche vorsichtig mit kreisförmigen

Bewegungen schwenken, bis sich das Pulver vollständig aufgelöst hat. Nichtschütteln.

Schritt 3. Rekonstituierten Impfstoff aufziehen

* Durchstechflasche vollständig auf den Kopf drehen und gesamten Inhalt langsam indie Spritze aufziehen, um eine 0,5-ml-Dosis Abrysvo sicherzustellen.

* Spritze vom Durchstechflaschenadapter abschrauben.

* Eine für die intramuskuläre Injektion geeignete sterile Nadel aufsetzen.

Der zubereitete Impfstoff ist eine klare und farblose Lösung. Den Impfstoff vor der Verabreichungeiner Sichtprüfung auf große Partikel und Verfärbungen unterziehen. Nicht verwenden, wenn große

Partikel oder Verfärbungen festgestellt werden.

Einzeldosis-Durchstechflaschen

Die Durchstechflasche mit Antigenen für Abrysvo (Pulver) darf nur mit der mitgelieferten

Durchstechflasche mit Lösungsmittel rekonstituiert werden, um Abrysvo zu erhalten.

Vorbereitung der Verabreichung1. Mit einer sterilen Nadel und einer sterilen Spritze den gesamten Inhalt der Durchstechflasche mitdem Lösungsmittel aufziehen und den gesamten Inhalt der Spritze in die Durchstechflasche mitdem Pulver injizieren.

2. Die Durchstechflasche vorsichtig mit kreisförmigen Bewegungen schwenken, bis sich das Pulvervollständig aufgelöst hat. Nicht schütteln.

3. 0,5 ml aus der Durchstechflasche mit dem rekonstituierten Impfstoff aufziehen.

Abrysvo Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung in einem

Mehrdosenbehältnis

Mehrdosen-Durchstechflaschen

Die Mehrdosen-Durchstechflasche mit Antigenen für Abrysvo (Pulver) darf nur mit der mitgelieferten

Mehrdosen-Durchstechflasche mit Lösungsmittel rekonstituiert werden, um Abrysvo zu erhalten.

Abrysvo wird als eine Einzeldosis von 0,5 ml verabreicht. Die maximale Anzahl an Dosen pro

Mehrdosen-Durchstechflasche beträgt 3.

Vorbereitung der Verabreichung1. Mit einer sterilen Nadel und einer sterilen Spritze den gesamten Inhalt der Durchstechflasche mitdem Lösungsmittel aufziehen und den gesamten Inhalt der Spritze in die Durchstechflasche mitdem Pulver injizieren.

2. Die Durchstechflasche vorsichtig mit kreisförmigen Bewegungen schwenken, bis sich das Pulvervollständig aufgelöst hat. Nicht schütteln. 0,5 ml (1 Dosis) aus der Durchstechflasche mit demrekonstituierten Impfstoff aufziehen.

3. Schritt 2 mit einer neuen sterilen Nadel und sterilen Spritze wiederholen, um weitere 0,5-ml-Dosenaus der Durchstechflasche mit dem rekonstituierten Impfstoff aufzuziehen. Die maximale Anzahlan Dosen pro Mehrdosen-Durchstechflasche beträgt 3. Nach Zubereitung von 3 Dosen sämtlichennicht verwendeten Impfstoff entsorgen.

Der zubereitete Impfstoff ist eine klare und farblose Lösung. Den Impfstoff vor der Verabreichungeiner Sichtprüfung auf große Partikel und Verfärbungen unterziehen. Nicht verwenden, wenn große

Partikel oder Verfärbungen festgestellt werden.

Entsorgung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.

7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS

Pfizer Europe MA EEIG

Boulevard de la Plaine 171050 Brüssel

Belgien

8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)

EU/1/23/1752/001 - 1 Durchstechflasche (Antigene), 1 Durchstechflaschenadapter, 1 Fertigspritze(Lösungsmittel), 1 Injektionsnadel

EU/1/23/1752/002 - 1 Durchstechflasche (Antigene), 1 Durchstechflaschenadapter, 1 Fertigspritze(Lösungsmittel)

EU/1/23/1752/003 - 5 Durchstechflaschen (Antigene), 5 Durchstechflaschenadapter, 5 Fertigspritzen(Lösungsmittel), 5 Injektionsnadeln

EU/1/23/1752/004 - 5 Durchstechflaschen (Antigene), 5 Durchstechflaschenadapter, 5 Fertigspritzen(Lösungsmittel)

EU/1/23/1752/005 - 10 Durchstechflaschen (Antigene), 10 Durchstechflaschenadapter,10 Fertigspritzen (Lösungsmittel), 10 Injektionsnadeln

EU/1/23/1752/006 - 10 Durchstechflaschen (Antigene), 10 Durchstechflaschenadapter,10 Fertigspritzen (Lösungsmittel)

EU/1/23/1752/007 - 5 Durchstechflaschen (Antigene), 5 Durchstechflaschen (Lösungsmittel)

EU/1/23/1752/008 - 10 Durchstechflaschen (Antigene), 10 Durchstechflaschen (Lösungsmittel)

EU/1/23/1752/009 - 10 Mehrdosen-Durchstechflaschen (Antigene), 10 Mehrdosen-

Durchstechflaschen (Lösungsmittel)

9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 23. August 2023

10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.