Mepivacain + Adrenalin ist eine Injektionskombination zur lokalen Betäubung, besonders bei zahnärztlichen oder kleinen chirurgischen Eingriffen. Mepivacain blockiert vorübergehend Schmerzsignale in Nerven, während Adrenalin lokale Blutgefäße verengt, Blutungen vermindert und die Betäubung verlängert. Die Gabe erfolgt durch geschultes Personal.
Dosis und Injektionstechnik werden von Arzt oder Zahnarzt nach Eingriff, Gewicht, Alter, Allgemeinzustand und Begleiterkrankungen gewählt. Nach zahnärztlicher Betäubung sollte der Patient Wange, Lippe oder Zunge nicht beißen, bis die Taubheit abgeklungen ist. Informieren Sie über frühere Reaktionen auf Anästhetika, Ohnmacht bei Spritzen oder Herzkrankheiten.
Nebenwirkungen können verlängerte Taubheit, Schmerz an der Einstichstelle, Schwindel, Zittern, Herzklopfen, Angst, Übelkeit oder Kopfschmerz sein. Seltene toxische Reaktionen können auftreten, wenn der Blutspiegel zu hoch wird: metallischer Geschmack, Ohrgeräusche, Verwirrtheit, Krampfanfälle, niedriger Blutdruck oder Rhythmusstörungen. Adrenalin kann Herzklopfen verstärken.
Suchen Sie sofort Hilfe bei Atemnot, Gesichtsschwellung, Nesselsucht, Brustschmerz, Ohnmacht, Krampfanfällen, plötzlicher Schwäche oder anhaltendem Herzklopfen. Bei schwerem Bluthochdruck, Rhythmusstörungen, Schilddrüsenüberfunktion, Betablockern oder Antidepressiva wird der Arzt Bedarf an Adrenalin und sichere Höchstdosis sorgfältig prüfen.