Packungsbeilage YEYTUO 300mg Filmtabletten

Produktcode:
W72177001
Angewendet bei:
HIV-1-Infektion
Art der Anwendung:
oral
Substanz:
lenacapavir (viraler Eintrittshemmer)
ATC
J05AX31 — Antiinfektiva zur Systemischen Anwendung | Direkt Wirkende Antivirale Mittel | Andere antivirale Mittel
Lenacapavir ist ein antiretrovirales Medikament, das zur Behandlung von HIV-1-Infektionen eingesetzt wird. Es wirkt als Kapsid-Inhibitor und stört mehrere Phasen des viralen Replikationszyklus.

Das Medikament wird als subkutane Injektion verabreicht, in der Regel alle sechs Monate, unter der Aufsicht eines Spezialisten. Es wird in Kombination mit anderen antiretroviralen Medikamenten verwendet, um die Wirksamkeit der Behandlung zu erhöhen.

Nebenwirkungen können Reaktionen an der Injektionsstelle, Übelkeit, Müdigkeit oder Kopfschmerzen umfassen. In seltenen Fällen können schwere allergische Reaktionen auftreten.

Lenacapavir wird nicht für Patienten mit Überempfindlichkeit gegenüber diesem Medikament oder für Patienten empfohlen, die Medikamente einnehmen, die mit dem Kapsidstoffwechsel interagieren.

Allgemeine Daten zu YEYTUO 300mg

Substanz:
lenacapavir
Produktcode:
W72177001
Konzentration:
300mg
Darreichungsform:
Filmtabletten
Produktart:
Generikum
Abgabebedingungen:
S — Arzneimittel, die mit einer eingeschränkten ärztlichen Verschreibung abgegeben werden und bestimmten spezialisierten Anwendungsbereichen vorbehalten sind.

Marketing autorisation

Zulassungshersteller:
GILEAD SCIENCES IRELAND UC - IRLANDA
Zulassungsinhaber:
GILEAD SCIENCES IRELAND UC - IRLANDA
Zulassungsnummer:
1976/2025/01
Haltbarkeit:
3 Jahre

Darreichungsformen erhältlich für lenacapavir

Verfügbare Konzentrationen für lenacapavir

  • 300mg
  • 464mg

Offizielle Dokumente

Zur Datenbank hinzugefügt:
03/09/2025
Quelldatensatz aktualisiert:
22/09/2026

Hinweise:

Warnhinweis während der Stillzeit

Während der Stillzeit nur auf ärztliche Empfehlung anwenden.

Warnhinweis während der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft nur auf ärztliche Empfehlung anwenden.

Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels YEYTUO 300mg Filmtabletten

Packungsbeilage YEYTUO 300mg

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Yeytuo 300 mg Filmtabletten

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Filmtablette enthält Lenacapavir-Natrium entsprechend 300 mg Lenacapavir.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Filmtablette (Tablette)

Beige, kapselförmige Filmtabletten mit einer Größe von 10 mm x 21 mm; mit der Prägung 'GSI“ aufder einen Seite der Tablette und '62L“ auf der anderen Seite.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Yeytuo-Tabletten sind in Kombination mit Safer-Sex-Praktiken für die Präexpositionsprophylaxe(PrEP) indiziert, um das Risiko einer sexuell erworbenen HIV-1-Infektion bei Erwachsenen und

Jugendlichen mit einem erhöhten Risiko für eine HIV-1-Infektion und einem Körpergewicht vonmindestens 35 kg zu verringern, und zwar für die:

* orale Aufsättigung

* orale Überbrückung(siehe Abschnitte 4.2, pct. 4.4 und 5.1).

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Yeytuo sollte von medizinischem Fachpersonal verordnet werden, das über Erfahrungen in der HIV-

Prävention verfügt.

Vor Beginn der Behandlung mit Lenacapavir und zusätzlich, wenn klinisch angezeigt, müssen alle

Personen auf HIV-1 getestet werden (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4). Ein kombinierter Antigen-

Antikörpertest sowie ein HIV-RNA-basierter Test sollten negativ sein. Verordnern wird empfohlen,beide Tests durchzuführen, auch wenn das Ergebnis des HIV-RNA-basierten Tests erst nach Beginnder Behandlung mit Lenacapavir zur Verfügung stehen wird. Falls eine kombinierte Teststrategie, diebeide Tests umfasst, nicht zur Verfügung steht, sollten die Tests gemäß den nationalen Leitliniendurchgeführt werden.

Vor Beginn der Behandlung mit Yeytuo sollte das medizinische Fachpersonal Personen identifizieren,für die der vorgeschriebene Dosierungsplan für die Einleitungsphase und die Erhaltungsphase mit

Injektionen alle 6 Monate geeignet ist, und die Personen über die Bedeutung der Einhaltung dergeplanten Behandlungstermine aufklären (siehe Abschnitt 4.4).

Dosierung

Der Dosierungsplan für Erwachsene und Jugendliche mit einem Körpergewicht von mindestens 35 kgbesteht aus einer erforderlichen Einleitungsdosis (subkutane Injektionen und Tabletten zum

Einnehmen) (Tabelle 1), gefolgt von einer Erhaltungsdosis alle 6 Monate (subkutane Injektionen).

Einleitung

An Tag 1 beträgt die vorgeschriebene Dosis 927 mg Lenacapavir, verabreicht als subkutane Injektion,und 600 mg Lenacapavir, die als Tablette eingenommen werden. An Tag 2 beträgt dievorgeschriebene Dosis 600 mg, die als Tablette eingenommen wird.

Tabelle 1: Dosierungsplan für den Beginn der Behandlung mit Lenacapavir

Behandlungszeitpunkt

Dosis von Lenacapavir: Einleitungsphasea

Tag 1 927 mg subkutane Injektion (2 x 1,5-ml-Injektionenb)600 mg oral (2 x 300-mg-Tabletten)

Tag 2 600 mg oral (2 x 300-mg-Tabletten)a Es ist der vollständige Dosierungsplan für die Einleitungsdosis, bestehend aus subkutanen Injektionen und Tabletten zum

Einnehmen, erforderlich. Die Wirksamkeit von Lenacapavir wurde nur für diesen Dosierungsplan nachgewiesen.b Zwei Injektionen, wobei die zweite Injektion mindestens 5 Zentimeter von der Stelle der ersten Injektion entfernt seinmuss (siehe 'Art der Anwendung“ in der Fachinformation für Yeytuo-Injektionslösung).

Versäumte Einleitungsdosis

Wenn die orale Einleitungsdosis (600 mg) an Tag 1 oder Tag 2 versäumt wird, sollte sie so bald wiemöglich eingenommen werden. Die Dosen für Tag 1 und Tag 2 sollten nicht am selben Tageingenommen werden.

Vorhersehbare verzögerte Injektionen

Wenn während der Erhaltungsphase vorhersehbar ist, dass die geplante 6-monatige Injektion erst miteiner Verzögerung von mehr als 2 Wochen verabreicht werden kann, können zur oralen Überbrückungbis zur Wiederaufnahme der Injektionen vorübergehend Lenacapavir-Tabletten verwendet werden (bei

Bedarf bis zu 6 Monate). Eine orale Überbrückung sollte innerhalb von 26 bis 28 Wochen nach derletzten Injektion begonnen werden. Das Dosierungsschema ist 300 mg (1 Tablette) zum Einnehmenalle 7 Tage. Die Wiederaufnahme der Injektion sollte innerhalb von 7 Tagen nach der letzten oralen

Dosis erfolgen.

Erbrechen

Wenn die Person innerhalb von 3 Stunden nach Einnahme einer oralen Dosis Lenacapavir erbricht,sollte eine weitere orale Dosis eingenommen werden. Wenn die Person mehr als 3 Stunden nach

Einnahme einer oralen Dosis Lenacapavir erbricht, muss keine weitere Dosis Lenacapavireingenommen werden und das geplante Einnahmeschema sollte fortgesetzt werden.

Besondere Personengruppen
Ältere Menschen

Eine Dosisanpassung von Lenacapavir ist bei älteren Personen nicht erforderlich. Über die

Anwendung von Lenacapavir bei Personen ab 65 Jahren liegen nur begrenzte Daten vor (siehe

Abschnitt 5.2).

Nierenfunktionsstörung

Eine Dosisanpassung von Lenacapavir ist bei Personen mit einer leichten, mittelgradigen oderschweren Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance [CrCl] ≥ 15 ml/min) nicht erforderlich.

Lenacapavir wurde nicht bei Personen mit terminaler Niereninsuffizienz (CrCl < 15 ml/min oder unter

Nierenersatztherapie) untersucht (siehe Abschnitt 5.2). Daher sollte Lenacapavir bei diesen Personenmit Vorsicht angewendet werden.

Leberfunktionsstörung

Eine Dosisanpassung von Lenacapavir ist bei Personen mit einer leichten oder mittelgradigen

Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klasse A oder B) nicht erforderlich. Lenacapavir wurde nicht bei

Personen mit schwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klasse C) untersucht (siehe Abschnitt 5.2);daher sollte Lenacapavir bei diesen Personen mit Vorsicht angewendet werden.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Lenacapavir bei Kindern und Jugendlichen mit einem

Körpergewicht von weniger als 35 kg sind noch nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Lenacapavir-Tabletten können unabhängig von einer Mahlzeit eingenommen werden (siehe

Abschnitt 5.2). Die Filmtabletten dürfen nicht zerkaut oder zerkleinert werden, weil die Auswirkungenauf die Resorption von Lenacapavir nicht untersucht wurden. Bei Personen, die unfähig sind, die

Tabletten ganz zu schlucken, können die Tabletten in zwei Hälften geteilt und beide Hälftennacheinander eingenommen werden, um sicherzustellen, dass sofort die vollständige Dosiseingenommen wurde.

4.3 Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

Anwendung bei Personen mit unbekanntem HIV-1-Status (siehe Abschnitt 4.4).

Gleichzeitige Anwendung mit starken CYP3A-, P-gp- und UGT1A1-Induktoren wie z. B.:

* Antimykobakterielle Arzneimittel: Rifampicin

* Antikonvulsiva: Carbamazepin, Phenytoin

* Pflanzliche Arzneimittel: Johanniskraut (Hypericum perforatum)(siehe Abschnitt 4.5).

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Präventionsstrategie

Yeytuo sollte nur zur Prävention einer HIV-1-Infektion bei Personen angewendet werden, dienachweislich HIV-negativ sind. Vor Beginn der Behandlung mit Lenacapavir und zusätzlich, wennklinisch angezeigt, sollte der negative HIV-1-Status bei Personen, die Lenacapavir erhalten, bestätigtwerden.

Bei Verdacht auf eine kürzlich stattgefundene (< 1 Monat) HIV-1-Exposition oder bei klinischen

Symptomen, die auf eine akute HIV-1-Infektion hindeuten, sollte der HIV-1-Status erneut bestätigtwerden.

Yeytuo sollte zur Prävention von HIV-1-Infektionen als Teil einer Strategie zur Verringerung des

Risikos sexuell übertragbarer Infektionen (STI) angewendet werden. Es sollten Personen identifiziertwerden, für die der vorgeschriebene Dosierungsplan für die Einleitungs- und Erhaltungsphase(Injektion alle 6 Monate) geeignet ist. Wenn der vorgeschriebene Dosierungsplan für die Einleitungs-und Erhaltungsphase (siehe Abschnitt 4.2) nicht eingehalten wird, kann es zu einer HIV-1-Infektionkommen. Die betreffenden Personen sollten hinsichtlich der Einhaltung des Lenacapavir-

Dosierungsplans, der Anwendung anderer Maßnahmen zur Vorbeugung von STI und der Bedeutungvon Tests auf HIV-1 und andere STI beraten und unterstützt werden.

Mittlere Plasmakonzentrationen von Lenacapavir, die mit einer signifikanten antiviralen Aktivitätassoziiert sind, wurden an Tag 2 der erforderlichen Einleitungsdosis erreicht und über das

Dosierungsintervall von 26 Wochen aufrechterhalten (siehe Abschnitt 5.2). Der genaue Zeitpunkt abder Einleitung von Lenacapavir zur HIV-1-PrEP bis zum maximalen Schutz vor einer HIV-1-Infektionist nicht bekannt.

Risiko einer Resistenzentwicklung

Lenacapavir ist möglicherweise bei der Prävention einer HIV-1-Infektion nicht immer wirksam (siehe

Abschnitt 5.1). Es besteht das Risiko, eine Resistenz gegen Lenacapavir zu entwickeln, wenn sich eine

Person entweder vor oder während der Behandlung mit Yeytuo oder nach Absetzen von Yeytuo mit

HIV-1 ansteckt. Um dieses Risiko zu minimieren, muss der negative HIV-1-Status vor jeder weiteren

Injektion und zusätzlich, wenn klinisch angezeigt, bestätigt werden. Yeytuo allein stellt keinvollständiges Behandlungsregime für eine HIV-1-Therapie dar, und bei einigen Personen mitunentdeckter HIV-1-Infektion, die nur Yeytuo anwendeten, sind Mutationen aufgetreten. Personen mitbestätigter HIV-1-Infektion müssen sofort mit einem vollständigen HIV-1-Therapieregime beginnen,um das Risiko einer Resistenzentwicklung zu verringern.

Gleichzeitige Anwendung mit anderen Arzneimitteln

Die gleichzeitige Anwendung mit Arzneimitteln, die moderate CYP3A- und P-gp-Induktoren sind,wird nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).

Die gleichzeitige Anwendung mit Arzneimitteln, die sowohl starke CYP3A-, P-gp- als auch UGT1A1-

Inhibitoren sind (d. h. alle 3 Signalwege), wird nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).

Sonstige Bestandteile

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d. h. es ist nahezu'natriumfrei“.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Auswirkungen anderer Arzneimittel auf die Pharmakokinetik von Lenacapavir

Lenacapavir ist ein Substrat von CYP3A, P-gp und UGT1A1. Starke Induktoren von CYP3A, P-gpund UGT1A1 können die Plasmakonzentrationen von Lenacapavir signifikant herabsetzen, was zueiner verminderten Wirksamkeit von Lenacapavir führen kann. Die gleichzeitige Anwendung von

Lenacapavir mit starken CYP3A-, P-gp- und UGT1A1-Induktoren ist kontraindiziert (siehe

Abschnitt 4.3). Moderate CYP3A- und P-gp-Induktoren können die Plasmakonzentrationen von

Lenacapavir herabsetzen. Die gleichzeitige Anwendung von Lenacapavir mit moderaten Induktorenvon CYP3A und P-gp wird nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.4).

Starke Inhibitoren von CYP3A, P-gp und UGT1A1 zusammen (d. h. alle 3 Signalwege) können die

Plasmakonzentrationen von Lenacapavir signifikant erhöhen; die gleichzeitige Anwendung wird dahernicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.4).

Starke CY3A4-Inhibitoren allein oder starke Inhibitoren von CYP3A4 und P-gp zusammen führennicht zu einem klinisch bedeutsamen Anstieg der Lenacapavir-Expositionen.

Auswirkungen von Lenacapavir auf die Pharmakokinetik anderer Arzneimittel

Lenacapavir ist ein moderater Inhibitor von CYP3A und ein P-gp-Inhibitor. Vorsicht ist geboten,wenn Lenacapavir zusammen mit einem empfindlichen CYP3A- und/oder P-gp-Substrat mit engertherapeutischer Breite angewendet wird. Lenacapavir ist kein klinisch bedeutsamer Inhibitor von

BCRP und hemmt OATP nicht.

Klinische Daten zu Wechselwirkungen für Lenacapavir als Substrat stammen aus Studien mit oraler

Anwendung von Lenacapavir. Zu Wechselwirkungen bei subkutaner Anwendung von Lenacapavirliegen keine klinischen Daten vor.

Tabelle 2: Wechselwirkungen zwischen Yeytuo und anderen Arzneimitteln

Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen

Anwendungsgebieten Arzneimittelkonzentrationen. Anwendung mit Lenacapavir

Mittlere prozentuale Veränderungder AUC, Cmax

ANTIMYKOBAKTERIELLE ARZNEIMITTEL

Rifampicina,b Lenacapavir: Die gleichzeitige Anwendung ist(600 mg einmal täglich) AUC: ↓ 84 % kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).(starker Induktor von CYP3A Cmax: ↓ 55 %und Induktor von P-gp und

UGT)

Rifabutin Wechselwirkungen wurden nicht Die gleichzeitige Anwendung wird

Rifapentin untersucht. nicht empfohlen (siehe

Abschnitt 4.4).

Die gleichzeitige Anwendung von

Rifabutin oder Rifapentin kann zueiner Abnahme der

Plasmakonzentrationen von

Lenacapavir führen.

ANTIKONVULSIVA

Carbamazepin Wechselwirkungen wurden nicht Die gleichzeitige Anwendung ist

Phenytoin untersucht. kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Oxcarbazepin Die gleichzeitige Anwendung wird

Phenobarbital Die gleichzeitige Anwendung von nicht empfohlen (siehe

Carbamazepin, Oxcarbazepin, Abschnitt 4.4).

Phenobarbital oder Phenytoin mit

Lenacapavir kann zu einer Abnahme Andere Antikonvulsiva sollten inder Plasmakonzentrationen von Erwägung gezogen werden.

Lenacapavir führen.

PFLANZLICHE ARZNEIMITTEL

Johanniskraut (Hypericum Wechselwirkungen wurden nicht Die gleichzeitige Anwendung istperforatum) untersucht. kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Die gleichzeitige Anwendung von

Johanniskraut kann zu einer

Abnahme der

Plasmakonzentrationen von

Lenacapavir führen.

Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen

Anwendungsgebieten Arzneimittelkonzentrationen. Anwendung mit Lenacapavir

Mittlere prozentuale Veränderungder AUC, Cmax

ANTIRETROVIRALE ARZNEIMITTEL

Atazanavir/Cobicistatb,c,d Lenacapavir: Die gleichzeitige Anwendung von(300 mg/150 mg einmal AUC: ↑ 321 % Lenacapavir und starken Inhibitorentäglich) (starker CYP3A- Cmax: ↑ 560 % von CYP3A, P-gp und UGT1A1

Inhibitor und Inhibitor von wird nicht empfohlen (siehe

UGT1A1 und P-gp) Abschnitt 4.4).

Efavirenzb,c,d (600 mg einmal Lenacapavir: Die gleichzeitige Anwendung wirdtäglich) (moderater Induktor AUC: ↓ 56 % nicht empfohlen (siehevon CYP3A und Induktor von Cmax: ↓ 36 % Abschnitt 4.4).

P-gp)

Cobicistatb,c,d (150 mg einmal Lenacapavir: Eine Dosisanpassung vontäglich) (starker Inhibitor von AUC: ↑ 128 % Lenacapavir ist nicht erforderlich.

CYP3A und Inhibitor von Cmax: ↑ 110 %

P-gp)

Darunavir/Cobicistatb,c,d Lenacapavir:(800 mg/150 mg einmal AUC: ↑ 94 %täglich) (starker Inhibitor von Cmax: ↑ 130 %

CYP3A und Inhibitor und

Induktor von P-gp)

Tenofoviralafenamidc,e (25 mg) Tenofoviralafenamid: Eine Dosisanpassung von(Substrat von P-gp) AUC: ↑ 32 % Tenofoviralafenamid ist nicht

Cmax: ↑ 24 % erforderlich.

Tenofovirf:

AUC: ↑ 47 %

Cmax: ↑ 23 %

ERGOTAMIN-DERIVATE

Dihydroergotamin Wechselwirkungen wurden nicht Bei gleichzeitiger Anwendung von

Ergotamin untersucht. Dihydroergotamin oder Ergotaminmit Lenacapavir ist Vorsicht

Die Plasmakonzentrationen dieser geboten.

Arzneimittel können beigleichzeitiger Anwendung mit

Lenacapavir erhöht sein.

PHOSPHODIESTERASE-5(PDE-5)-HEMMER

Sildenafil Wechselwirkungen wurden nicht Anwendung von PDE-5-Hemmern

Tadalafil untersucht. bei pulmonaler arterieller

Vardenafil Hypertonie: Die gleichzeitige

Die Plasmakonzentration von PDE- Anwendung mit Tadalafil wird nicht5-Hemmern kann bei gleichzeitiger empfohlen.

Anwendung mit Lenacapavir erhöhtsein. Anwendung von PDE-5-Hemmernbei Erektionsstörung:

Sildenafil: Eine Anfangsdosis von25 mg wird empfohlen.

Vardenafil: Höchstens 5 mg in einem

Zeitraum von 24 Stunden.

Tadalafil:

* Bei Anwendung nach Bedarf:

höchstens 10 mg alle 72 Stunden

* Bei Anwendung einmal täglich:

höchstens 2,5 mg

Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen

Anwendungsgebieten Arzneimittelkonzentrationen. Anwendung mit Lenacapavir

Mittlere prozentuale Veränderungder AUC, Cmax

KORTIKOSTEROIDE (systemisch)

Dexamethason Wechselwirkungen wurden nicht Die gleichzeitige Anwendung von

Hydrocortison/Cortison untersucht. Lenacapavir mit Kortikosteroiden,bei denen die Expositionen durch

Die Plasmakonzentrationen von CYP3A-Inhibitoren signifikant

Kortikosteroiden können bei erhöht sind, kann das Risiko für eingleichzeitiger Anwendung mit Cushing Syndrom und Suppression

Lenacapavir erhöht sein. der Nebennierenrindenfunktionerhöhen. Mit der niedrigsten

Die Plasmakonzentrationen von Anfangsdosis beginnen und

Lenacapavir können bei vorsichtig titrieren, dabei aufgleichzeitiger Anwendung mit Sicherheit achten.systemischem Dexamethasonabnehmen. Bei gleichzeitiger Anwendung vonsystemischem Dexamethason mit

Lenacapavir ist Vorsicht geboten,insbesondere bei

Langzeitanwendung. Andere

Kortikosteroide sollten in Erwägunggezogen werden.

HMG-CoA-REDUKTASE-HEMMER

Lovastatin Wechselwirkungen wurden nicht Lovastatin und Simvastatin mit der

Simvastatin untersucht. niedrigsten Anfangsdosis beginnenund vorsichtig titrieren, dabei auf

Die Plasmakonzentrationen dieser Sicherheit achten (z. B. Myopathie).

Atorvastatin Arzneimittel können bei Eine Dosisanpassung vongleichzeitiger Anwendung mit Atorvastatin ist nicht erforderlich.

Lenacapavir erhöht sein.

Pitavastatinc,e (2 mg Pitavastatin: Eine Dosisanpassung von

Einzeldosis; gleichzeitig oder AUC: ↔ Pitavastatin und Rosuvastatin ist3 Tage nach Lenacapavir) Cmax: ↔ nicht erforderlich.(Substrat von OATP)

Rosuvastatinc,e (5 mg Rosuvastatin:

Einzeldosis) AUC: ↑ 31 %(Substrat von BCRP und Cmax: ↑ 57 %

OATP)

ANTIARRHYTHMIKA

Digoxin Wechselwirkungen wurden nicht Vorsicht ist geboten und eineuntersucht. Überwachung der therapeutischen

Konzentration von Digoxin wird

Die Plasmakonzentration von empfohlen.

Digoxin kann bei gleichzeitiger

Anwendung mit Lenacapavir erhöhtsein.

Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen

Anwendungsgebieten Arzneimittelkonzentrationen. Anwendung mit Lenacapavir

Mittlere prozentuale Veränderungder AUC, Cmax

SEDATIVA/HYPNOTIKA

Midazolamc,e (2,5 mg Midazolam: Bei gleichzeitiger Anwendung von

Einzeldosis; oral; gleichzeitige AUC: ↑ 259 % Midazolam oder Triazolam mit

Anwendung) Cmax: ↑ 94 % Lenacapavir ist Vorsicht geboten.(Substrat von CYP3A)1-Hydroxymidazolamg:

AUC: ↓ 24 %

Cmax: ↓ 46 %

Midazolamc,e (2,5 mg Midazolam:

Einzeldosis; oral; 1 Tag nach AUC: ↑ 308 %

Lenacapavir) Cmax: ↑ 116 %(Substrat von CYP3A)1-Hydroxymidazolamg:

AUC: ↓ 16 %

Cmax: ↓ 48 %

Triazolam Wechselwirkungen wurden nichtuntersucht.

Die Plasmakonzentration von

Triazolam kann bei gleichzeitiger

Anwendung mit Lenacapavir erhöhtsein.

ANTIKOAGULANZIEN

Direkte orale Antikoagulanzien Wechselwirkungen wurden nicht Aufgrund des potenziellen(DOAK) untersucht. Blutungsrisikos kann eine

Rivaroxaban Dosisanpassung von DOAK

Dabigatran Die Plasmakonzentration von erforderlich sein. Für weitere

Edoxaban DOAK kann bei gleichzeitiger Informationen über die Anwendung

Anwendung mit Lenacapavir erhöht zusammen mit moderaten CYP3A-sein. Inhibitoren und/oder P-gp-

Inhibitoren die Fachinformation des

DOAK heranziehen.

ANTIMYKOTIKA

Voriconazola,b,h (400 mg Lenacapavir: Eine Dosisanpassung vonzweimal täglich/200 mg AUC: ↑ 41 % Lenacapavir ist nicht erforderlich.zweimal täglich) Cmax: ↔(starker CYP3A-Inhibitor)

Itraconazol Wechselwirkungen wurden nicht

Ketoconazol untersucht.

Die Plasmakonzentration von

Lenacapavir kann bei gleichzeitiger

Anwendung mit Itraconazol oder

Ketoconazol erhöht sein.

H2-REZEPTOR-ANTAGONISTEN

Famotidina,b (40 mg einmal Famotidin: Eine Dosisanpassung von Famotidintäglich, 2 Stunden vor AUC: ↑ 28 % ist nicht erforderlich.

Lenacapavir) Cmax: ↔

Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Empfehlung zur gleichzeitigen

Anwendungsgebieten Arzneimittelkonzentrationen. Anwendung mit Lenacapavir

Mittlere prozentuale Veränderungder AUC, Cmax

ORALE ODER LANGWIRKSAME KONTRAZEPTIVA

Langwirksame Kontrazeptiva: Erhobene Daten deuten nicht auf Eine Dosisanpassung von oralen oder

Medroxyprogesteronacetat klinisch bedeutsame Veränderungen langwirksamen Kontrazeptiva ist

Etonogestrel bei der Exposition gegenüber nicht erforderlich.

Norethisteronenantat langwirksamen Kontrazeptiva hin.

Orale Kontrazeptiva: Wechselwirkungen wurden nicht

Ethinylestradiol untersucht.

Gestagene

Die Plasmakonzentrationen vonoralen Kontrazeptiva können beigleichzeitiger Anwendung mit

Lenacapavir erhöht sein.

GESCHLECHTSANGLEICHENDE HORMONE (feminisierend oder maskulinisierend)

Östradiol Erhobene Daten deuten nicht auf Eine Dosisanpassung dieser

Testosteron klinisch bedeutsame Veränderungen geschlechtsspezifischen Hormone istbei der Exposition gegenüber nicht erforderlich.

Östradiol und Testosteron hin.

Antiandrogene Wechselwirkungen wurden nicht

Gestagene untersucht.

Die Plasmakonzentrationen dieser

Arzneimittel können beigleichzeitiger Anwendung mit

Lenacapavir erhöht sein.

a Nüchtern.b Diese Studie wurde mit Lenacapavir 300 mg als orale Einzeldosis durchgeführt.c Mit einer Mahlzeit.d Diese antiretroviralen Arzneimittel sind Prüfsubstanzen für die genannten Enzyme/Transporter, die nicht zusammen mit

Lenacapavir zur PrEP verabreicht werden dürfen.e Diese Studie wurde mit Lenacapavir 600 mg als Einzeldosis nach einer Aufsättigung von 600 mg zweimal täglich über2 Tage durchgeführt, 600 mg Einzeldosen Lenacapavir wurden mit jedem gleichzeitig angewendeten Arzneimittel oralangewendet.

f Tenofoviralafenamid wird in vivo zu Tenofovir umgebaut.g Aktiver Hauptmetabolit von Midazolam.h Diese Studie wurde mit Voriconazol 400 mg als Aufsättigungsdosis zweimal täglich für einen Tag durchgeführt, gefolgtvon 200 mg Erhaltungsdosis zweimal täglich.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Personen im gebärfähigen Alter

Bei einer geplanten Schwangerschaft sollte über den Nutzen und die Risiken, eine Behandlung mit

Yeytuo während der Schwangerschaft zu beginnen oder fortzusetzen, gesprochen werden.

Schwangerschaft

Bisher liegen begrenzte Erfahrungen (130 Geburtsereignisse) mit der Anwendung von Lenacapavir bei

Schwangeren vor. Die Raten unerwünschter Schwangerschaftsausgänge bei Studienteilnehmerinnen,die Yeytuo erhielten, waren vergleichbar mit den gemeldeten Hintergrundraten.

Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche

Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt 5.3).

Die Anwendung von Yeytuo kann während der Schwangerschaft in Betracht gezogen werden, wennder erwartete Nutzen das mögliche Risiko für den Fötus überwiegt.

Stillzeit

Lenacapavir geht beim Menschen in die Muttermilch über. Lenacapavir wurde in niedrigen

Konzentrationen bei gestillten Säuglingen von Frauen nachgewiesen, die während der Behandlung mit

Yeytuo schwanger wurden (siehe Abschnitt 5.2). Es gibt nur ungenügende Informationen darüber, ob

Lenacapavir Auswirkungen auf Neugeborene/Kinder hat.

Die Anwendung von Yeytuo kann während der Stillzeit in Betracht gezogen werden, wenn dererwartete Nutzen das mögliche Risiko für das Kind überwiegt.

Fertilität

Es liegen keine Daten über die Auswirkung von Lenacapavir auf die Fertilität bei Männern oder

Frauen vor. Tierexperimentelle Studien haben keine Auswirkungen von Lenacapavir auf die Fertilitätbei männlichen oder weiblichen Tieren gezeigt (siehe Abschnitt 5.3).

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Maschinen

Es ist davon auszugehen, dass Yeytuo keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die

Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen hat.

4.8 Nebenwirkungen

In den Studien PURPOSE 1 und PURPOSE 2 wurden bei Erwachsenen oder Jugendlichen bei oraler

Einnahme von Lenacapavir keine Nebenwirkungen festgestellt.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Im Falle einer Überdosierung ist die Person auf Anzeichen oder Symptome von Nebenwirkungen zubeobachten. Die Behandlung im Fall einer Überdosis von Yeytuo umfasst allgemeine unterstützende

Maßnahmen einschließlich der Überwachung der Vitalparameter sowie die Beobachtung desklinischen Zustands der Person. Da Lenacapavir stark proteingebunden ist, ist es unwahrscheinlich,dass es durch Dialyse signifikant eliminiert werden kann.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antivirale Mittel zur systemischen Anwendung; andere antivirale

Mittel; ATC-Code: J05AX31

Wirkmechanismus

Lenacapavir ist ein mehrstufiger, selektiver Inhibitor der HIV-1-Capsid-Funktion, der direkt an die

Schnittstelle zwischen den Capsid-Protein (CA)-Untereinheiten bindet. Lenacapavir hemmt die

HIV-1-Replikation, indem es in mehrere wesentliche Schritte des viralen Lebenszyklus eingreift,darunter die capsidvermittelte nukleäre Aufnahme von proviraler HIV-1-DNA (indem nukleäre

Importproteine daran gehindert werden, an das Capsid zu binden), die Virusassemblierung und

- Freisetzung (indem es in die Gag/Gag-Pol-Funktion eingreift und dadurch die Produktion von CA-

Untereinheiten reduziert) sowie die Capsid-Kernbildung (durch Störung der Assoziationsrate der

Capsid-Untereinheiten, was zu fehlgeformten Capsiden führt).

Antivirale Aktivität und Selektivität in vitro

Die antivirale Aktivität von Lenacapavir gegen Laborstämme und klinische Isolate von HIV-1 wurdean lymphoblastoiden Zelllinien, PBMC, primären Monozyten/Makrophagen und CD4+-T-

Lymphozyten beurteilt. Die EC50- und Selektivitäts(CC50/EC50)-Werte reichten von 30 bis 190 pMbzw. 140 000 bis > 1 670 000 für das Wildtyp(WT)-HIV-1. Die Protein-adjustierte EC95 von

Lenacapavir lag bei 4 nM (3,87 ng pro ml) in der MT-4-T-Zelllinie für das Wildtyp-HIV-1.

In Zellkulturen zeigte Lenacapavir antivirale Aktivität gegen alle HIV-1-Gruppen (M, N, O),einschließlich der Subtypen A, A1, AE, AG, B, BF, C, D, E, F, G, H.

Lenacapavir war im Vergleich zu HIV-1 gegen HIV-2-Isolate um das 15- bis 25-Fache weniger aktiv.

Resistenz
In Zellkultur

HIV-1-Varianten mit verringerter Empfindlichkeit gegenüber Lenacapavir wurden in Zellkulturenselektiert. Bei der Selektion von Resistenzen gegenüber Lenacapavir wurden in vitro 7 Mutationen im

Capsid Protein (CA) identifiziert: L56I, M66I, Q67H, K70N, N74D/S und T107N - einzeln oder in

Kombination zu zweit. Die phänotypische Empfindlichkeit gegenüber Lenacapavir war im Vergleichzum WT-Virus um das 4- bis > 3 226-Fache reduziert.

In klinischen Studien

Unter den Studienteilnehmern der Lenacapavir-Gruppe in der PURPOSE 1-Studie wurden zweiinzidente Infektionen (Infektionen, die nach Beginn der Behandlung mit Lenacapavir zur HIV-1-PrEPnachgewiesen wurden) festgestellt. Beide Infektionen traten nach dem Zeitpunkt der primären Analyseauf. Bei der Genotypisierung des Virus bei einem der Studienteilnehmer wurden keine Resistenzengegen Lenacapavir, die auf der Entwicklung von Capsid-Substitutionen beruhte, nachgewiesen. Beimzweiten Studienteilnehmer war die Viruslast für eine Genotypisierung zu gering.

Unter den Studienteilnehmern der Lenacapavir-Gruppe in der PURPOSE 2-Studie gab es dreiinzidente Infektionen. Eine der Infektionen trat nach dem Zeitpunkt der primären Analyse auf. Bei drei

Studienteilnehmern wurden Resistenzen gegen Lenacapavir, die auf der Entwicklung von

Substitutionen beruhten, nachgewiesen, zwei mit N74D und eine mit Q67H/K70R.

Kreuzresistenz

Die antivirale in vitro Aktivität von Lenacapavir wurde gegen ein breites Spektrum an zielgerichteten

HIV-1-Mutanten und von Patienten abgenommenen HIV-1-Isolaten mit Resistenz gegen die vierwichtigsten Klassen antiretroviraler Arzneimittel (NRTI, NNRTI, INSTI und PI; n = 58) sowie gegen

Viren, die resistent gegen Maturations-Inhibitoren (n = 32) sind, und gegen Viren, die resistent gegendie Klasse der Entry-Inhibitoren (EI) (Fostemsavir, Ibalizumab, Maraviroc und Enfuvirtid; n = 42)sind, bestimmt. Diese Daten zeigten, dass Lenacapavir gegen alle getesteten Varianten voll aktiv bliebund dabei ein nicht überlappendes Resistenzprofil aufwies. Darüber hinaus wurde die antivirale

Aktivität von Lenacapavir in Patientenisolaten durch das Vorhandensein von natürlich vorkommenden

Gag-Polymorphismen nicht beeinflusst.

Auswirkungen auf das Elektrokardiogramm

In einer QT/QTc-Studie im Parallelgruppendesign hatte Lenacapavir keine klinisch relevante

Auswirkung auf das QTcF-Intervall. Bei supratherapeutischer Lenacapavir-Exposition (16-mal höherals die therapeutische Exposition von Lenacapavir) betrug der erwartete mittlere (oberes 90 -%-

Konfidenzintervall) Anstieg des QTcF-Intervalls 2,6 (4,8) msec, und es bestand kein Zusammenhang(p = 0,36) zwischen den beobachteten Lenacapavir-Plasmakonzentrationen und einer Veränderungvon QTcF.

Klinische Daten

Die Wirksamkeit und Sicherheit von Lenacapavir zur Prävention einer HIV-1-Infektion wurden inzwei randomisierten, doppelblinden, aktivkontrollierten, multinationalen Studien (PURPOSE 1 und

PURPOSE 2) untersucht.

PURPOSE 1

Diese Studie wurde bei sexuell aktiven cis Frauen durchgeführt. Die Studienteilnehmerinnen wurdenim Verhältnis 2:2:1 randomisiert und erhielten Lenacapavir entsprechend dem empfohlenen

Dosierungsplan (siehe Tabelle 1, Abschnitt 4.2 in der Fachinformation für Yeytuo-Injektionslösung;n = 2 134), oder einmal täglich Emtricitabin/Tenofoviralafenamid (FTC/TAF) (n = 2 136) oder einmaltäglich Emtricitabin/Tenofovirdisoproxilfumarat (FTC/TDF) (n = 1 068).

Das mediane Alter der Studienteilnehmerinnen betrug 21 Jahre (Spanne: 16 bis 26 Jahre), und 99,9 %waren Schwarz. Die Baseline-Charakteristika der randomisierten Studienteilnehmerinnen ähneltendenen der untersuchten Population.

Die Wirksamkeit von Lenacapavir wurde durch den Vergleich der HIV-1-Inzidenz in der Lenacapavir-

Gruppe mit der HIV-1-Inzidenz in der FTC/TDF-Gruppe nachgewiesen. Bei keiner (0 %) der

Studienteilnehmerinnen wurde eine inzidente HIV-1-Infektion in der Lenacapavir-Gruppe beobachtet,während dies bei 16 (1,5 %) Studienteilnehmerinnen in der FTC/TDF-Gruppe der Fall war.

Lenacapavir erwies sich mit einer 100%ige Reduktion des HIV-1-Infektionsrisikos gegenüber

FTC/TDF überlegen (Siehe Tabelle 3).

Tabelle 3: Gesamtergebnisse in Bezug auf HIV-1-Infektionen in PURPOSE 1

Lenacapavir FTC/TDF Ratenverhältnis (95 % KI)n = 2 134 n = 1 068

Personenjahre 1 939 949 -

HIV-1-Infektionen Lenacapavir/FTC/TDF:(Inzidenzrate pro 0 16 0,000 (0,000; 0,101)100 Personenjahre) (0,00) (1,69) p < 0,0001

KI = Konfidenzintervall

PURPOSE 2

Diese Studie wurde an sexuell aktiven cis Männern, trans Frauen, trans Männern und nicht-binären

Personen durchgeführt. Die Studienteilnehmer wurden im Verhältnis 2:1 randomisiert und erhielten

Lenacapavir entsprechend dem empfohlenen Dosierungsplan (siehe Tabelle 1, Abschnitt 4.2 in der

Fachinformation für Yeytuo-Injektionslösung; n = 2 179) oder einmal täglich FTC/TDF (n = 1 086).

Das mediane Alter der Studienteilnehmer betrug 29 Jahre (Spanne: 17 bis 74 Jahre), 33 % waren

Weiß, 27 % waren Schwarz, 13 % waren asiatischer Abstammung, 63 % warenhispanischer/lateinamerikanischer Abstammung, 22 % wurden als gender-divers (trans Frauen, trans

Männer und nicht-binäre Personen) identifiziert und 1 % war über 65 Jahre alt. Die Baseline-

Charakteristika der randomisierten Studienteilnehmer ähnelten denen der untersuchten Population.

Die Wirksamkeit von Lenacapavir wurde durch den Vergleich der HIV-1-Inzidenz in der Lenacapavir-

Gruppe mit der HIV-1-Inzidenz in der FTC/TDF-Gruppe nachgewiesen. Bei zwei (0,1 %)

Studienteilnehmern in der Lenacapavir-Gruppe wurde eine inzidente HIV-1-Infektion festgestellt,während dies bei neun (0,8 %) Studienteilnehmern in der FTC/TDF-Gruppe der Fall war. Lenacapavirerwies sich mit einer 89%ige Reduktion des Infektionsrisikos gegenüber FTC/TDF überlegen (siehe

Tabelle 4). Die HIV-1-Infektionen der beiden Studienteilnehmer, die Lenacapavir erhielten, wurdenmittels standardisierter serologischer HIV-Tests nachgewiesen.

Tabelle 4: Gesamtergebnisse in Bezug auf HIV-1-Infektionen in PURPOSE 2

Lenacapavir FTC/TDF Ratenverhältnis (95 % KI)n = 2 179 n = 1 086

Personenjahre 1 938 967 -

HIV-1-Infektionen 2 9 Lenacapavir/FTC/TDF:(Inzidenzrate pro (0,1) (0,93) 0,111 (0,024; 0,513)100 Personenjahre) p = 0,00245

KI = Konfidenzintervall

Kinder und Jugendliche

Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Lenacapavir eine Zurückstellung von der Verpflichtungzur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehreren pädiatrischen Altersklassen in der

Prävention von HIV-1 beim Menschen gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption
Subkutane Anwendung

Die absolute Bioverfügbarkeit von Lenacapavir nach subkutaner Gabe betrug 91 % (basierend aufeiner populationspharmakokinetischen Analyse). Subkutan verabreichtes Lenacapavir bildet ein

Wirkstoffdepot, aus dem Lenacapavir langsam an der Verabreichungsstelle freigesetzt wird. Maximale

Plasmaspiegeln werden 84 Tage nach der Verabreichung erreicht.

Orale Anwendung

Lenacapavir wird nach oraler Anwendung resorbiert, wobei die maximalen Plasmaspiegel ca.4 Stunden nach der Anwendung von Lenacapavir erreicht werden. Die absolute Bioverfügbarkeit von

Lenacapavir nach oraler Anwendung ist basierend auf der populationspharmakokinetischen Analysegering (ca. 4 bis 7 %). Lenacapavir ist ein Substrat von P-gp.

AUC, Cmax und Tmax von Lenacapavir waren im Vergleich zum Nüchternzustand bei Einnahme miteiner fettarmen (~400 kcal, 25 % Fett) oder fettreichen (~1 000 kcal, 50 % Fett) Mahlzeit vergleichbar.

Oral eingenommenes Lenacapavir kann unabhängig von der Nahrungsaufnahme angewendet werden.

Pharmakokinetische Parameter

Die Schätzungen der populationspharmakokinetischen Parameter von Lenacapavir nach oraler undsubkutaner Anwendung bei erwachsenen und jugendlichen (mit einem Körpergewicht von mindestens35 kg) Studienteilnehmern sind in Tabelle 5 aufgeführt. Ähnliche Expositionen werden erreicht, wenn

Lenacapavir subkutan in das Abdomen oder den Oberschenkel verabreicht wird.

Tabelle 5: Pharmakokinetische Parameter von Lenacapavir nach oraler und subkutaner

Anwendung von Yeytuo bei erwachsenen und jugendlichen Studienteilnehmern

Parameter Tag 1 bis Ende von Woche 26 Steady State

Durchschnitt(% CV)a,b

AUCtau 188 112 (41,0) 257 332 (38,7)(h*ng/ml)

Cmax 73,8 (55,6) 82,5 (48,4)(ng/ml)

Ctrough 27,0 (58,3) 37,0 (60,7)(ng/ml)

CV = Coefficient of Variation (Variationskoeffizient)a Simulierte Expositionen mittels populationspharmakokinetischer Analyse.b Die mittleren Lenacapavir-Plasmakonzentrationen erreichten am Tag 2 der vorgeschriebenen Einleitungsdosis deninhibitorischen Quotienten 4 (IQ4; 4-mal größer als die Protein-adjustierte EC95 in vitro), der mit einer signifikantenantiviralen Aktivität assoziiert war, und wurden über IQ4 während des gesamten Dosierungsintervalls von 26 Wochenaufrechterhalten.

Verteilung

Basierend auf einer populationspharmakokinetischen Analyse betrug das Verteilungsvolumen von

Lenacapavir im Steady State 1 657 Liter. Lenacapavir ist hochgradig an Plasmaproteine gebunden(99,8 %).

Biotransformation

Nach einer intravenösen Einzeldosis von radiomarkiertem Lenacapavir bei gesunden Probandenwurden 76 % der gesamten Radioaktivität in den Fäzes und < 1 % im Urin wiedergefunden.

Unverändertes Lenacapavir war der vorherrschende Anteil im Plasma (69 %) und den Fäzes (33 %).

Bei der Lenacapavir-Elimination spielte die Metabolisierung eine untergeordnete Rolle. Lenacapavirwurde mittels Oxidation, N-Dealkylierung, Hydrogenierung, Amidhydrolyse, Glucuronidierung,

Hexose-Konjugation, Pentose-Konjugation und Glutathion-Konjugation metabolisiert, vorwiegendüber CYP3A und UGT1A1. Kein einzelner zirkulierender Metabolit machte > 10 % derarzneimittelbezogenen Exposition im Plasma aus.

Elimination

Die mediane Halbwertszeit nach oraler bzw. subkutaner Anwendung betrug 10 bis 12 Tage bzw.8 bis 12 Wochen. Basierend auf einer populationspharmakokinetischen Analyse betrug diesystemische Clearance von Lenacapavir 3,4 l/h.

Linearität/Nicht-Linearität

Die Pharmakokinetik einer Lenacapavir-Einzeldosis nach oraler Anwendung ist nicht-linear und im

Dosisbereich von 50 bis 1 800 mg weniger als dosisproportional.

Die Pharmakokinetik einer Lenacapavir-Einzeldosis nach subkutaner Injektion (309 mg/ml) ist im

Dosisbereich von 309 bis 927 mg dosisproportional.

Sonstige besondere Patientengruppen

Alter, Geschlecht, Geschlechtsidentität, ethnische Zugehörigkeit und Körpergewicht

Eine populationspharmakokinetische Analyse mit Daten aus Studien mit Erwachsenen, einschließlicheiner begrenzten Anzahl älterer Patienten (n = 19; ≥ 65 bis 78 Jahre), und Jugendlichen mit einem

Körpergewicht von mindestens 35 kg erbrachte keine klinisch relevanten Unterschiede hinsichtlich der

Exposition gegenüber Lenacapavir aufgrund des Alters, des bei der Geburt zugewiesenen Geschlechts,der Geschlechtsidentität, der ethnischen Zugehörigkeit oder des Gewichts.

Leberfunktionsstörung

Die Pharmakokinetik einer oralen 300-mg-Einzeldosis Lenacapavir wurde in einer gesonderten Phase-1-Studie bei Studienteilnehmern mit mittelgradiger Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klasse B)untersucht. Die mittlere Lenacapavir-Exposition (gesamt und ungebunden) war bei Personen mitmittelgradiger Leberfunktionsstörung (Child-Pugh B) in Bezug auf AUCinf bzw. Cmax um das 1,47-bis 2,84-Fache bzw. 2,61- bis 5,03-Fache höher als bei Studienteilnehmern mit normaler

Leberfunktion. Auf Basis der Expositions-Wirkungsbeziehung von Lenacapavir wird dieser Anstiegjedoch nicht als klinisch relevant angesehen. Die Pharmakokinetik von Lenacapavir wurde nicht bei

Personen mit schwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh C) untersucht (siehe Abschnitt 4.2).

Nierenfunktionsstörung

Die Pharmakokinetik einer oralen 300-mg-Einzeldosis Lenacapavir wurde in einer gesonderten Studiebei Studienteilnehmern mit schwerer Nierenfunktionsstörung (geschätzte Kreatinin-Clearance ≥ 15und < 30 ml/Minute) untersucht. Die Exposition gegenüber Lenacapavir war bei Studienteilnehmernmit schwerer Nierenfunktionsstörung im Vergleich zu Studienteilnehmern mit normaler

Nierenfunktion erhöht (84 % bzw. 162 % in Bezug auf AUCinf bzw. Cmax); die Erhöhung wurde jedochnicht als klinisch relevant eingestuft. Die Pharmakokinetik von Lenacapavir wurde bei Personen mitterminaler Niereninsuffizienz, einschließlich Dialysepatienten, nicht untersucht (siehe Abschnitt 4.2).

Da Lenacapavir zu ca. 99,8 % proteingebunden ist, ist nicht zu erwarten, dass die Dialyse die

Lenacapavir-Exposition ändert.

Schwangerschaft

Im Vergleich zu den Lenacapavir-Expositionen bei nicht schwangeren Studienteilnehmerinnenwurden keine klinisch relevanten Veränderungen der Lenacapavir-Exposition während der

Schwangerschaft und nach der Geburt beobachtet.

Stillzeit

Das mediane (Q1, Q3) Verhältnis zwischen der Lenacapavir-Konzentration in der Muttermilch und immütterlichen Plasma betrug bei Studienteilnehmerinnen (n = 102 gematchte Paare), die Yeytuoerhielten, 0,52 (0,38; 0,77). Die mediane (Q1, Q3) Konzentration im Plasma von Säuglingen (n = 98)betrug 1,63 ng/ml (0,87; 2,85), im Vergleich zur medianen (Q1, Q3) Konzentration nach Matching immütterlichen Plasma (n = 96) von 65,65 ng/ml (46,00; 91,10). Das mediane (Q1, Q3) Verhältniszwischen der Lenacapavir-Konzentration im Plasma von Säuglingen (n = 98 gematchte Paare), die von

Studienteilnehmerinnen gestillt wurden, die Yeytuo erhielten, und im Plasma der Mutter betrug 0,02(0,01; 0,05).

5.3 Präklinische Sicherheitsdaten

Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie lassen die präklinischen

Daten zu Toxizität bei wiederholter Gabe, Genotoxizität sowie Reproduktions- und

Entwicklungstoxizität keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.

Lenacapavir zeigte in konventionellen Genotoxizitätstests keine mutagene oder klastogene Aktivität.

Lenacapavir zeigte in einer 6-monatigen Studie an transgenen rasH2-Mäusen in Dosen von bis zu300 mg/kg/Tag einmal alle 13 Wochen, was Expositionen entspricht, die etwa 88-fach über der

Exposition des empfohlenen humantherapeutischen Dosisbereichs lagen, kein kanzerogenes Potenzial.

In einer Studie über 2 Jahre zur Karzinogenität bei Ratten zeigten sich bei Tieren, denen einmal alle13 Wochen eine 927-mg/kg-Dosis verabreicht wurde, an den Injektionsstellen durch die Lenacapavir-

Behandlung induzierte subkutane primäre Sarkome, die mit Fibrose und Entzündung assoziiert waren.

Bei 11/110 Tieren traten Sarkome bei der hohen Dosis auf, wobei jedes Tier bis zu16 Injektionsstellen hatte - dies entspricht einer Inzidenz von < 1 % aller Injektionsstellen bei den

Tieren mit der hohen Dosis. Die Arzneimittelkonzentrationen an den Injektionsdepotstellen sindschwer zu bestimmen, aber systemisch entspricht die 927-mg/kg-Dosis dem 44-Fachen der Expositionder beim Menschen empfohlenen Dosis. Beim No-Observed-Adverse-Effect-Level (NOAEL, Dosisohne beobachtete schädliche Wirkung) entspricht die 309-mg/kg-Dosis dem 25-Fachen der Expositionder beim Menschen empfohlenen Dosis. Ratten sind anfällig für Sarkombildung an der subkutanen

Injektionsstelle; eine klinische Relevanz kann jedoch in Anbetracht der langen Verweildauer des

Arzneimitteldepots beim Menschen nicht ausgeschlossen werden. Bei systemischer Exposition von

Lenacapavir traten bei keiner Dosierung Neoplasmen auf.

Bei Ratten und Kaninchen, die während der Trächtigkeit Lenacapavir erhalten hatten, wurden keinetoxikologisch signifikanten Auswirkungen auf die entwicklungsbezogenen Endpunkte der

Nachkommen beobachtet.

Bei Ratten wurde die männliche und weibliche Fertilität bei Lenacapavir-Expositionen bis zum 9-

Fachen (männliche Tiere) und 6-Fachen (weibliche Tiere) der beim Menschen empfohlenen Dosisnicht beeinträchtigt. Bei Ratten und Kaninchen wurde die embryofetale Entwicklung bei Expositionenbis zum 20- bzw. 159-Fachen der menschlichen Exposition bei der beim Menschen empfohlenen

Dosis nicht beeinträchtigt. Bei Ratten wurde die prä- und postnatale Entwicklung bei Expositionen biszum 6-Fachen der menschlichen Exposition bei der beim Menschen empfohlenen Dosis nichtbeeinträchtigt.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern

Mannitol (Ph.Eur.) (E421)

Mikrokristalline Cellulose (E460)

Croscarmellose-Natrium (E468)

Copovidon

Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich] (E572)

Poloxamer

Filmüberzug

Poly(vinylalkohol) (E1203)

Titandioxid (E171)

Macrogol (E1521)

Talkum (E553b)

Eisen(III)-hydroxid-oxid-Hydrat (E172)

Eisen(II,III)-oxid (E172)

Eisen(III)-oxid (E172)

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Haltbarkeit

3 Jahre

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind bezüglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungenerforderlich. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Yeytuo-Tabletten sind in einer weißen Flasche aus Polyethylen hoher Dichte (HDPE) mit

Polyesterspirale und Silicagel-Trockenmittel verpackt. Jede Flasche ist mit einem weißen,kindersicheren Polypropylen-Schraubdeckel mit durchgehendem Gewinde und einerinduktionsversiegelten, aluminiumbeschichteten Einlage verschlossen. Packungen mit 4 Tabletten.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.

7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS

Gilead Sciences Ireland UC

Carrigtohill

County Cork, T45 DP77

Irland

8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)

EU/1/25/1976/001

9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 25. August 2025

10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.

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