Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels XILIARX 50mg tabletten
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Jede Tablette enthält 50 mg Vildagliptin.
Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Jede Tablette enthält 47,82 mg Lactose.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Tablette.
Weiße bis hell-gelbliche, runde (8 mm Durchmesser), flache Tablette mit abgeschrägter Kante. Aufeiner Seite ist 'NVR“ eingeprägt, auf der anderen Seite 'FB“.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Vildagliptin wird angewendet bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes-mellitus als Ergänzung zu Diätund Bewegung zur Verbesserung der glykämischen Kontrolle:
* als Monotherapie bei Patienten, für die Metformin aufgrund von Gegenanzeigen oder
Unverträglichkeiten nicht geeignet ist.
* in Kombination mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung von Diabetes, einschließlich Insulin,wenn diese zu keiner ausreichenden glykämischen Kontrolle führen (siehe Abschnitte 4.4, 4.5und 5.1 für verfügbare Daten zu verschiedenen Kombinationen).
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
DosierungErwachseneDie empfohlene Tagesdosis Vildagliptin beträgt 100 mg, aufgeteilt in zwei 50-mg-Dosen morgens undabends, wenn es als Monotherapie, in Kombination mit Metformin, in Kombination mit
Thiazolidindion, in Kombination mit Metformin und einem Sulfonylharnstoff oder in Kombinationmit Insulin (mit oder ohne Metformin) gegeben wird.
Wenn Vildagliptin in einer Zweifach-Kombinationstherapie mit einem Sulfonylharnstoff angewendetwird, beträgt die empfohlene Dosis 50 mg einmal täglich morgens. In dieser Patientengruppe war100 mg Vildagliptin täglich nicht wirksamer als 50 mg Vildagliptin einmal täglich.
Bei Kombination mit einem Sulfonylharnstoff kann eine niedrigere Dosierung des Sulfonylharnstoffsin Betracht gezogen werden, um das Risiko von Hypoglykämien zu reduzieren.
Höhere Dosen als 100 mg werden nicht empfohlen.
Wenn eine Einnahme von Xiliarx vergessen wurde, sollte sie nachgeholt werden, sobald der Patientsich daran erinnert. Am gleichen Tag sollte keine doppelte Dosis eingenommen werden.
Die Unbedenklichkeit und Wirksamkeit von Vildagliptin in einer oralen Dreifach-Kombination mit
Metformin und einem Thiazolidindion sind nicht nachgewiesen worden.
Zusätzliche Informationen für besondere Patientengruppen
Ältere Patienten (≥ 65 Jahre)Bei älteren Patienten ist eine Dosisanpassung nicht erforderlich (siehe auch Abschnitte 5.1 und 5.2).
Eingeschränkte Funktion der Niere
Bei Patienten mit einer leichten Funktionsstörung der Niere (Kreatinin-Clearance ≥ 50 ml/min) ist eine
Dosisanpassung nicht erforderlich. Für Patienten mit einer mittelschweren bis schweren
Nierenfunktionsstörung oder mit einer Nierenerkrankung im Endstadium (ESRD) wird eine Dosis von50 mg Xiliarx einmal täglich empfohlen (siehe auch Abschnitte 4.4, 5.1 und 5.2).
Eingeschränkte Funktion der Leber
Bei Patienten mit einer Funktionsstörung der Leber sollte Xiliarx nicht angewendet werden. Diesschließt Patienten ein, die bereits vor der Behandlung einen Anstieg von Alanin-Aminotransferase(ALT) oder Aspartat-Aminotransferase (AST) auf mehr als das 3-Fache der Obergrenze des
Normbereichs (ULN) hatten (siehe auch Abschnitte 4.4 und 5.2).
Kinder und JugendlicheXiliarx wird nicht empfohlen für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen (< 18 Jahre). Die
Sicherheit und Wirksamkeit von Xiliarx bei Kindern und Jugendlichen (< 18 Jahre) ist nicht erwiesen.
Es liegen keine Daten vor (siehe auch Abschnitt 5.1).
Art der AnwendungZum Einnehmen
Xiliarx kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden (siehe auch Abschnitt 5.2).
4.3 Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
AllgemeinXiliarx ist kein Ersatz für Insulin bei insulinbedürftigen Patienten. Xiliarx darf nicht zur Behandlungvon Patienten mit Typ-1-Diabetes oder zur Behandlung einer diabetischen Ketoazidose angewendetwerden.
NierenfunktionsstörungDie Erfahrungen mit Patienten, die unter einer Nierenerkrankung im Endstadium leiden und dialysiertwerden, sind begrenzt. Xiliarx sollte deshalb mit Vorsicht bei diesen Patienten eingesetzt werden(siehe auch Abschnitte 4.2, 5.1 und 5.2).
LeberfunktionsstörungBei Patienten mit einer Funktionsstörung der Leber sollte Xiliarx nicht angewendet werden. Diesschließt Patienten ein, die bereits vor der Behandlung einen Anstieg von ALT oder AST auf mehr alsdas 3-Fache der Obergrenze des Normbereichs hatten (siehe auch Abschnitte 4.2 und 5.2).
Monitoring der Leberenzyme
Es wurden seltene Fälle von Leberfunktionsstörung (einschließlich Hepatitis) berichtet. In diesen
Fällen waren die Patienten im Allgemeinen asymptomatisch, zeigten keine klinischen
Folgeerscheinungen und die Leberfunktion normalisierte sich nach Absetzen der Behandlung. Vor
Beginn der Behandlung mit Xiliarx sind Leberfunktionstests durchzuführen, um die Ausgangswertedes Patienten zu bestimmen. Während der Behandlung mit Xiliarx ist die Leberfunktion im ersten Jahralle drei Monate und danach in regelmäßigen Abständen zu überprüfen. Bei Patienten, die erhöhte
Transaminasespiegel entwickeln, sollte der Befund ein zweites Mal überprüft werden, um das
Ergebnis zu bestätigen. Bis zur Normalisierung der/des abnormen Werte(s) sollte die Leberfunktiondieser Patienten häufig kontrolliert werden. Bei einem Anstieg von AST oder ALT auf das 3-Facheder Obergrenze des Normbereichs oder darüber hinaus wird empfohlen, Xiliarx abzusetzen.
Patienten, die Gelbsucht oder andere Symptome entwickeln, die auf eine Leberfunktionsstörunghindeuten, müssen Xiliarx absetzen.
Nach Absetzen der Behandlung mit Xiliarx und Normalisierung der Leberfunktionswerte darf die
Behandlung mit Xiliarx nicht wieder begonnen werden.
HerzinsuffizienzEine klinische Studie zu Vildagliptin bei Patienten mit Herzinsuffizienz der NYHA(New York Heart
Association)-Funktionsklasse I-III zeigte, dass die Behandlung mit Vildagliptin im Vergleich zu
Placebo nicht zu einer Veränderung der linksventrikulären Funktion oder zur Verschlechterung einerbestehenden kongestiven Herzinsuffizienz (CHF) führte. Die klinische Erfahrung bei mit Vildagliptinbehandelten Patienten der NYHA-Funktionsklasse III ist noch begrenzt, und die Ergebnisse sind nichtbeweiskräftig (siehe Abschnitt 5.1).
Da keine Erfahrungen aus klinischen Studien zur Anwendung von Vildagliptin bei Patienten mit
Herzinsuffizienz der NYHA-Funktionsklasse IV vorliegen, wird eine Anwendung bei diesen Patientennicht empfohlen.
HauterkrankungenIn nicht-klinischen toxikologischen Studien wurden Hautläsionen wie Blasenbildung und Ulzera an
Extremitäten von Affen berichtet (siehe Abschnitt 5.3). Obwohl in klinischen Studien keine erhöhte
Inzidenz von Hautläsionen beobachtet wurde, gibt es nur begrenzte Erfahrung bei Patienten mitdiabetischen Hautkomplikationen. Des Weiteren wurden nach der Markteinführung bullöse undexfoliative Hautläsionen berichtet. Daher wird eine Überwachung von Hauterkrankungen hinsichtlich
Blasenbildung und Ulzera, wie es bei diabetischen Patienten Routine ist, empfohlen.
Akute PankreatitisDie Anwendung von Vildagliptin wurde mit dem Risiko in Verbindung gebracht, eine akute
Pankreatitis zu entwickeln. Die Patienten sollten deshalb über die charakteristischen Symptome einerakuten Pankreatitis informiert werden.
Bei Verdacht auf eine Pankreatitis sollte Vildagliptin abgesetzt werden; ist eine akute Pankreatitisbestätigt, sollte Vildagliptin nicht wieder eingenommen werden. Bei Patienten mit einer akuten
Pankreatitis in der Vorgeschichte ist Vorsicht geboten.
Hypoglykämien
Sulfonylharnstoffe sind als Ursache von Hypoglykämie bekannt. Patienten, die Vildagliptin in
Kombination mit einem Sulfonylharnstoff erhalten, sind möglicherweise einem Hypoglykämierisikoausgesetzt. Daher kann eine niedrigere Dosierung des Sulfonylharnstoffs in Betracht gezogen werden,um das Risiko einer Hypoglykämie zu reduzieren.
Sonstige BestandteileDieses Arzneimittel enthält Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz,völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nichtanwenden.
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d. h. es ist nahezu'natriumfrei“.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Vildagliptin hat ein geringes Wechselwirkungspotenzial mit gleichzeitig angewendeten anderen
Arzneimitteln. Da Vildagliptin kein Substrat für das Enzym Cytochrom P (CYP) 450 ist und CYP-450-Enzyme weder hemmt noch induziert, ist eine Interaktion mit gleichzeitig gegebenen
Arzneimitteln, die über dieses System verstoffwechselt werden, es hemmen oder induzieren, nichtwahrscheinlich.
Kombination mit Pioglitazon, Metformin und Glibenclamid
Ergebnisse aus Studien, die mit diesen oralen Antidiabetika durchgeführt wurden, zeigten keineklinisch relevanten pharmakokinetischen Wechselwirkungen.
Digoxin (Pgp-Substrat), Warfarin (CYP2C9-Substrat)
Klinische Studien mit gesunden Probanden zeigten keine klinisch relevanten pharmakokinetischen
Wechselwirkungen. Dies wurde jedoch nicht in der Zielpopulation nachgewiesen.
Kombination mit Amlodipin, Ramipril, Valsartan oder Simvastatin
Mit Amlodipin, Ramipril, Valsartan oder Simvastatin wurden Arzneimittelinteraktionsstudien angesunden Probanden durchgeführt. In diesen Studien beobachtete man keine klinisch relevantenpharmakokinetischen Wechselwirkungen nach gleichzeitiger Anwendung mit Vildagliptin.
Kombination mit ACE-Hemmern
Bei Patienten, die gleichzeitig ACE-Hemmer einnehmen, kann das Risiko eines Angioödems erhöhtsein (siehe Abschnitt 4.8).
Wie auch bei anderen oralen Antidiabetika könnte die blutzuckersenkende Wirkung von Vildagliptindurch bestimmte Wirkstoffe, einschließlich Thiaziden, Kortikosteroiden, Schilddrüsenarzneimittelnund Sympathomimetika verringert werden.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
SchwangerschaftEs liegen keine hinreichenden Daten für die Anwendung von Vildagliptin bei Schwangeren vor.
Tierexperimentelle Studien haben bei hohen Dosen Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe
Abschnitt 5.3). Das potenzielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt. Aufgrund fehlender Datenzur Anwendung beim Menschen darf Xiliarx während der Schwangerschaft nicht angewendet werden.
StillzeitEs ist nicht bekannt, ob Vildagliptin in die Muttermilch übergeht. Tierexperimentelle Studien habeneine Ausscheidung von Vildagliptin in die Milch gezeigt. Xiliarx sollte während der Stillzeit nichtangewendet werden.
FertilitätEs wurden keine Studien zur Auswirkung von Xiliarx auf die menschliche Fruchtbarkeit durchgeführt(siehe Abschnitt 5.3).
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
MaschinenEs wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum
Bedienen von Maschinen durchgeführt. Patienten, bei denen Schwindel als Nebenwirkung auftritt,sollten kein Fahrzeug führen oder Maschinen bedienen.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des SicherheitsprofilsDaten zur Unbedenklichkeit liegen für insgesamt 5 451 Patienten vor, die in randomisiertendoppelblinden placebokontrollierten Studien von mindestens 12-wöchiger Dauer Vildagliptin in einer
Dosis von 100 mg (50 mg zweimal täglich) erhielten. Von diesen Patienten erhielten 4 622 Patienten
Vildagliptin als Monotherapie, und 829 Patienten erhielten Placebo.
Die meisten Nebenwirkungen in diesen Studien waren leicht und vorübergehend; ein Absetzen des
Arzneimittels war nicht erforderlich. Es fanden sich keine Abhängigkeiten zwischen Nebenwirkungenund Alter, ethnischer Zugehörigkeit, Expositionsdauer oder Tagesdosis. Hypoglykämien wurden bei
Patienten berichtet, die Vildagliptin zusammen mit Sulfonylharnstoff und Insulin erhielten. Das Risikoeiner akuten Pankreatitis wurde bei der Anwendung von Vildagliptin berichtet (siehe Abschnitt 4.4).
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenNebenwirkungen, die in Doppelblind-Studien von Patienten berichtet wurden, die Xiliarx als
Monotherapie oder als Zweifach-Kombinationen erhielten, sind im Folgenden für jede Indikation nach
Organsystemklassen und absoluter Häufigkeit aufgelistet. Bei der Bewertung wurden folgende
Häufigkeitsklassen zugrunde gelegt: Sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥1/100, < 1/10), gelegentlich(≥ 1/1 000, < 1/100), selten ( 1/10 000, < 1/1 000), sehr selten (< 1/10 000), nicht bekannt (Häufigkeitauf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar). Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werdendie Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben.
Tabelle 1 Nebenwirkungen bei Patienten, die Vildagliptin als Monotherapie oder als Add-on-
Therapie in kontrollierten klinischen Studien und nach Markteinführung erhielten
Systemorganklasse - Nebenwirkung Häufigkeit
Infektionen und parasitäre ErkrankungenNasopharyngitis Sehr häufig
Infektionen der oberen Atemwege Häufig
Stoffwechsel- und ErnährungsstörungenHypoglykämie Gelegentlich
Erkrankungen des NervensystemsSchwindel Häufig
Kopfschmerzen Häufig
Tremor Häufig
AugenerkrankungenVerschwommenes Sehen Häufig
Erkrankungen des GastrointestinaltraktsObstipation Häufig
Übelkeit Häufig
Refluxösophagitis Häufig
Diarrhö Häufig
Abdominelle Schmerzen einschließlich Oberbauch Häufig
Erbrechen Häufig
Flatulenz Gelegentlich
Pankreatitis Selten
Leber- und GallenerkrankungenHepatitis Nicht bekannt*
Erkrankungen der Haut und des UnterhautgewebesHyperhidrose Häufig
Ausschlag Häufig
Pruritus Häufig
Dermatitis Häufig
Urtikaria Gelegentlich
Exfoliative und bullöse Hautläsionen, einschließlich bullösem Nicht bekannt*
Pemphigoid
Kutane Vaskulitis Nicht bekannt*
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und KnochenerkrankungenArthralgie Häufig
Myalgie Häufig
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der BrustdrüseErektile Dysfunktion Gelegentlich
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am VerabreichungsortAsthenie Häufig
Periphere Ödeme Häufig
Fatigue Gelegentlich
Schüttelfrost Gelegentlich
Untersuchungen
Anormale Leberfunktionstests Gelegentlich
Gewichtszunahme Gelegentlich
* Basierend auf Spontanmeldungen nach Markteinführung
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenLeberfunktionsstörungEs wurden seltene Fälle von Leberfunktionsstörung (einschließlich Hepatitis) berichtet. In diesen
Fällen waren die Patienten im Allgemeinen asymptomatisch, zeigten keine klinischen
Folgeerscheinungen und die Leberfunktion normalisierte sich nach Absetzen der Behandlung. Inkontrollierten Monotherapie- und Kombinationsstudien mit einer Dauer bis zu 24 Wochen betrug die
Inzidenz von ALT- oder AST-Erhöhungen das 3-Fache der Obergrenze des Normbereichs und darüberhinaus (Nachweis bei mindestens zwei aufeinanderfolgenden Messungen oder bei der letzten Visitewährend der Behandlung) unter 50 mg Vildagliptin einmal täglich 0,2 %, unter Vildagliptin 50 mgzweimal täglich 0,3 % und unter allen Vergleichswirkstoffen 0,2 %. Diese Erhöhungen der
Transaminasen waren im Allgemeinen asymptomatisch, nicht progredient und nicht mit Cholestaseoder Gelbsucht assoziiert.
AngioödemUnter Vildagliptin wurden seltene Fälle von Angioödemen berichtet, ähnlich der Zahl in der
Kontrollgruppe. Über eine größere Anzahl von Fällen wurde bei gleichzeitiger Gabe von Vildagliptinmit Angiotensin-Conversions-Enzym-Hemmern (ACE-Hemmer) berichtet. Der Großteil der
Ereignisse war schwach ausgeprägt und verschwand mit fortlaufender Vildagliptin-Behandlung.
HypoglykämieEine Hypoglykämie trat gelegentlich auf, wenn Vildagliptin (0,4 %) als Monotherapie invergleichenden kontrollierten Monotherapiestudien mit einem aktiven Komparator oder Placebo(0,2 %) verwendet wurde. Es wurden keine schweren oder schwerwiegenden Ereignisse einer
Hypoglykämie berichtet. Bei Verwendung als Add-on zu Metformin trat eine Hypoglykämie bei 1 %der mit Vildagliptin behandelten Patienten und bei 0,4 % der mit Placebo behandelten Patienten auf.
Wenn Pioglitazon hinzugefügt wurde, trat bei 0,6 % der mit Vildagliptin behandelten Patienten undbei 1,9 % der mit Placebo behandelten Patienten eine Hypoglykämie auf. Wenn Sulfonylharnstoffhinzugefügt wurde, trat bei 1,2 % der mit Vildagliptin behandelten Patienten und bei 0,6 % der mit
Placebo behandelten Patienten eine Hypoglykämie auf. Wenn Sulfonylharnstoff und Metforminhinzugefügt wurden, trat bei 5,1 % der mit Vildagliptin behandelten Patienten und bei 1,9 % der mit
Placebo behandelten Patienten eine Hypoglykämie auf. Bei Patienten, die Vildagliptin in Kombinationmit Insulin erhielten, betrug die Inzidenz einer Hypoglykämie 14 % für Vildagliptin und 16 % für
Placebo.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Informationen zu Überdosierungen mit Vildagliptin sind begrenzt.
SymptomeInformationen über die wahrscheinlichen Symptome einer Überdosierung stammen aus einer
Verträglichkeitsstudie mit gesunden Probanden, die 10 Tage lang Xiliarx mit ansteigender Dosierungerhielten. Bei 400 mg traten in drei Fällen Muskelschmerzen auf sowie in Einzelfällen leichte undvorübergehende Parästhesien, Fieber, Ödeme und ein vorübergehender Anstieg der Lipasespiegel. Bei600 mg hatte ein Proband Ödeme an Füßen und Händen und einen Anstieg der Creatinphosphokinase(CPK), der Aspartat-Aminotransferase (AST), des C-reaktiven Proteins (CRP) und der
Myoglobinkonzentrationen. Drei weitere Probanden hatten Ödeme der Füße, zwei von ihnen mit
Parästhesien. Alle Symptome und abnormalen Laborwerte waren nach Absetzen der
Studienmedikation reversibel.
BehandlungFalls eine Überdosierung erfolgt, werden supportive Behandlungsmaßnahmen empfohlen. Vildagliptinkann durch Dialyse nicht entfernt werden. Allerdings kann der Hauptmetabolit der Hydrolysierung(LAY 151) mittels Hämodialyse entfernt werden.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Antidiabetika, Dipeptidylpeptidase-4-(DPP-4-)Inhibitoren, ATC-
Code: A10BH02
Vildagliptin gehört zur Klasse der Substanzen, die die Inselzellfunktion verstärken, und ist einpotenter und selektiv wirkender DPP-4-Inhibitor.
WirkmechanismusDie Gabe von Vildagliptin führt zu einer raschen und vollständigen Hemmung der DPP-4-Aktivität,die sowohl nüchtern als auch postprandial zu erhöhten endogenen Konzentrationen der
Inkretinhormone GLP-1 (glucagon-like peptide 1) und GIP (glucose-dependent insulinotropicpolypeptide) führt.
Pharmakodynamische WirkungenDurch Erhöhung der endogenen Konzentrationen dieser Inkretinhormone steigert Vildagliptin die
Sensitivität der Betazellen gegenüber Glucose und verbessert dadurch die glucoseabhängige
Insulinsekretion. Bei Patienten mit Typ-2-Diabetes unter Behandlung mit täglich 50-100 mg
Vildagliptin besserten sich bei Testmahlzeiten signifikant die Marker der Beta-Zellfunktioneinschließlich HOMA- (Homeostasis Model Assessment-), das Verhältnis Proinsulin zu Insulinsowie die Beta-Zell-Antwort. Bei Nicht-Diabetikern (normoglykämischen Personen) stimuliert
Vildagliptin weder die Insulinsekretion noch senkt es den Glucosespiegel.
Durch die Steigerung der endogenen GLP-1-Konzentrationen verstärkt Vildagliptin auch die
Sensitivität der Alphazellen gegenüber Glucose und führt so zu einer verbesserten bedarfsgerechten
Glucagonsekretion.Das durch erhöhte Inkretinhormone vermittelte stärkere Ansteigen des Insulin/Glucagon-Quotientenwährend der Hyperglykämie führt zu einer Verminderung der hepatischen Glucoseproduktion, sowohlnüchtern als auch postprandial, und damit zu einer geringeren Glykämie.
Der für erhöhte GLP-1-Konzentrationen bekannte Effekt einer verzögerten Magenentleerung wird beider Behandlung mit Vildagliptin nicht beobachtet.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitMehr als 15 000 Patienten mit Typ-2-Diabetes nahmen an Doppelblind-Studien von mehr alszweijähriger Behandlungsdauer mit einer Kontrolle durch Placebo oder einen Vergleichswirkstoff teil.
In diesen Studien erhielten mehr als 9 000 Patienten Vildagliptin in einer Tagesdosis von 50 mgeinmal täglich, 50 mg zweimal täglich oder 100 mg einmal täglich. Mehr als 5 000 männliche undmehr als 4 000 weibliche Patienten erhielten Vildagliptin 50 mg einmal täglich oder 100 mg täglich.
Von den Patienten, die einmal täglich 50 mg oder 100 mg Vildagliptin erhielten, waren mehr als 1 900≥ 65 Jahre. In diesen Studien wurde Vildagliptin entweder bei bisher nicht mit Antidiabetikavorbehandelten Typ-2-Diabetes-Patienten in Monotherapie eingesetzt oder in einer
Kombinationstherapie bei Patienten, die mit anderen Antidiabetika unzureichend eingestellt waren.
Insgesamt verbesserte Vildagliptin die Blutzuckerkontrolle bei Gabe als Monotherapie oder in
Kombination mit Metformin, einem Sulfonylharnstoff und einem Thiazolidindion. Bei Messungen am
Studienendpunkt wurden klinisch relevante Senkungen des HbA1c-Werts gegenüber dem
Ausgangswert nachgewiesen (siehe Tabelle 2).
In klinischen Studien war das Ausmaß der HbA1c-Senkungen unter Vildagliptin größer bei Patientenmit hohen HbA1c-Ausgangswerten.
In einer kontrollierten Doppelblind-Studie über 52 Wochen reduzierte Vildagliptin (50 mg zweimaltäglich) den HbA1c-Wert gegenüber dem Ausgangspunkt um -1 %, verglichen mit -1,6 % unter
Metformin (auftitriert auf 2 g/Tag), die Nicht-Unterlegenheit (non-inferiority) konnte statistisch nichtgesichert werden. Die mit Vildagliptin behandelten Patienten berichteten über signifikant wenigergastrointestinale Nebenwirkungen im Vergleich zu den mit Metformin behandelten Patienten.
In einer kontrollierten Doppelblind-Studie über 24 Wochen wurde Vildagliptin (50 mg zweimaltäglich) mit Rosiglitazon (8 mg einmal täglich) verglichen. Bei Patienten mit einem mittleren
Ausgangs-HbA1c von 8,7 % betrug die mittlere Reduktion unter Vildagliptin -1,20 % und unter
Rosiglitazon -1,48 %. Patienten, die Rosiglitazon erhielten, nahmen durchschnittlich an Gewicht zu(+1,6 kg), während Patienten unter Vildagliptin nicht zunahmen (-0,3 kg). In der Vildagliptin-Gruppewar die Inzidenz von peripheren Ödemen niedriger als in der Rosiglitazon-Gruppe (2,1 % versus4,1 %).
In einer klinischen Studie über zwei Jahre wurde Vildagliptin (50 mg zweimal täglich) mit Gliclazid(bis zu 320 mg/Tag) verglichen. Nach zwei Jahren lag die mittlere Reduktion des HbA1c bei -0,5 % für
Vildagliptin und bei -0,6 % für Gliclazid bei einem mittleren Ausgangswert des HbA1c von 8,6 %.
Statistische Nicht-Unterlegenheit wurde nicht erreicht. Unter Vildagliptin traten seltener
Hypoglykämien (0,7 %) auf als unter Gliclazid (1,7 %).
In einer Studie über 24 Wochen wurde bei Patienten, die unzureichend mit Metformin eingestelltwaren (mittlere Tagesdosis: 2020 mg), Vildagliptin (50 mg zweimal täglich) mit Pioglitazon (30 mgeinmal täglich) verglichen. Die mittleren Reduktionen eines Ausgangs-HbA1c von 8,4 % betrugenunter Vildagliptin zusätzlich zu Metformin -0,9 % und -1,0 % unter Pioglitazon zusätzlich zur
Metformingabe. Bei Patienten, die Pioglitazon zusätzlich zu Metformin erhielten, wurde eine mittlere
Gewichtszunahme von +1,9 kg beobachtet, während Patienten, die Vildagliptin zusätzlich zu
Metformin erhielten, eine mittlere Gewichtszunahme von +0,3 kg aufwiesen.
In einer klinischen Studie mit zweijähriger Dauer wurde bei Patienten, die mit Metformin (mittlere
Tagesdosis: 1894 mg) behandelt wurden, Vildagliptin (50 mg zweimal täglich) mit Glimepirid (bis zu6 mg/Tag - durchschnittliche Dosis über 2 Jahre: 4,6 mg) verglichen. Nach einem Jahr betrugen diemittleren Reduktionen des HbA1c -0,4 % unter Vildagliptin zusätzlich zu Metformin und -0,5 % unter
Glimepirid zusätzlich zu Metformin, bei einem mittleren Ausgangswert des HbA1c von 7,3 %. Die
Änderung des Körpergewichts betrug unter Vildagliptin -0,2 kg versus +1,6 kg unter Glimepirid. Die
Inzidenz von Hypoglykämien war in der Vildagliptin Gruppe signifikant niedriger (1,7 %) als in der
Glimepirid Gruppe (16,2 %). Am Studienendpunkt (2 Jahre) war in beiden Behandlungsgruppen der
HbA1c ähnlich dem Ausgangswert und die Unterschiede im Körpergewicht und Hypoglykämienblieben erhalten.
In einer Studie über 52 Wochen wurde Vildagliptin (50 mg zweimal täglich) mit Gliclazid(durchschnittliche Tagesdosis 229,5 mg) an Patienten verglichen, die unzureichend auf Metformin(Metformin-Ausgangsdosis 1928 mg/Tag) eingestellt waren. Nach einem Jahr betrug die mittlere
Reduktion des HbA1c -0,81 % bei Gabe von Vildagliptin zusätzlich zu Metformin (mittlerer
Ausgangswert des HbA1c 8,4 %) und -0,85 % bei Gabe von Gliclazid zusätzlich zu Metformin(mittlerer Ausgangswert des HbA1c 8,5 %), wobei statistische Nicht-Unterlegenheit erreicht wurde(95%-Konfidenzintervall 0,11-0,20). Die Veränderung des Körpergewichtes betrug unter Vildagliptin+0,1 kg verglichen mit +1,4 kg unter Gliclazid.
In einer Studie über 24 Wochen wurde die Wirksamkeit der Fixdosis-Kombination von Vildagliptinund Metformin (schrittweise titriert auf eine Dosis von 50 mg/500 mg zweimal täglich oder50 mg/1000 mg zweimal täglich) als Anfangstherapie bei Wirkstoff-naiven Patienten evaluiert. Derdurchschnittliche Ausgangswert des HbA1c von 8,6 % wurde durch die zweimal tägliche Gabe von50 mg/1000 mg Vildagliptin/Metformin um -1,82 %, durch zweimal täglich 50 mg/500 mg
Vildagliptin/Metformin um -1,61 %, durch zweimal täglich 1000 mg Metformin um -1,36 % unddurch zweimal täglich 50 mg Vildagliptin um -1,09 % gesenkt. Die Abnahme des HbA1c bei Patientenmit einem mittleren Ausgangswert von ≥ 10 % war höher.
Eine multizentrische, randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie wurde über 24 Wochendurchgeführt, um den Behandlungseffekt von 50 mg Vildagliptin einmal täglich im Vergleich zu
Placebo an 515 Patienten mit Typ-2-Diabetes und mittelschwerer Nierenerkrankung (N=294) oderschwerer Nierenerkrankung (N=221) zu evaluieren. 68,8 % bzw. 80,5 % der Patienten mitmittelschwerer bzw. schwerer Nierenerkrankung wurden zu Beginn mit Insulin behandelt (mittlere
Tagesdosis 56 Einheiten bzw. 51,6 Einheiten). Bei Patienten mit mittelschwerer Nierenerkrankungsenkte Vildagliptin den HbA1c signifikant im Vergleich zu Placebo (Unterschied -0,53 %) bei einemdurchschnittlichen Ausgangswert von 7,9 %. Bei Patienten mit schwerer Beeinträchtigung der
Nierenfunktion senkte Vildagliptin den HbA1c signifikant im Vergleich zu Placebo(Unterschied -0,56 %) bei einem durchschnittlichen Ausgangswert von 7,7 %.
Eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie über 24 Wochen wurde mit318 Patienten durchgeführt, um die Wirksamkeit und Sicherheit von Vildagliptin (50 mg zweimaltäglich) in Kombination mit Metformin (≥ 1500 mg täglich) und Glimepirid (≥ 4 mg täglich) zuuntersuchen. Vildagliptin in Kombination mit Metformin und Glimepirid senkte den HbA1c signifikantim Vergleich zu Placebo. Die Placebo-adjustierte Reduktion des vor Behandlungsbeginn mittleren
HbA1c-Ausgangswertes von 8,8 % betrug im Durchschnitt -0,76 %.
Eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie über 24 Wochen wurde mit449 Patienten durchgeführt, um die Wirksamkeit und Sicherheit von Vildagliptin (50 mg zweimaltäglich) in Kombination mit einer stabilen Dosis von Basal-Insulin oder Mischinsulin (mittleretägliche Dosis von 41 Einheiten) zu untersuchen, mit gleichzeitiger Einnahme von Metformin(N=276) oder ohne gleichzeitige Einnahme von Metformin (N=173). Vildagliptin in Kombination mit
Insulin senkte den HbA1c signifikant im Vergleich zu Placebo. In der Gesamtpopulation betrug die
Placebo-adjustierte Reduktion des mittleren HbA1c-Ausgangswertes von 8,8 % im
Durchschnitt -0,72 %. In den Untergruppen, die mit Insulin mit oder ohne gleichzeitige Einnahme von
Metformin behandelt wurden, betrug die Placebo-adjustierte mittlere Reduktion des HbA1c -0,63 %bzw. -0,84 %. Die Inzidenz von Hypoglykämie in der Gesamtpopulation betrug 8,4 % und 7,2 % inden Vildagliptin- bzw. Placebo-Gruppen. Patienten, die Vildagliptin erhielten, zeigten keine
Gewichtszunahme (+0,2 kg) während die Patienten, die Placebo erhielten, eine Gewichtsabnahmezeigten (-0,7 kg).
In einer anderen Studie über 24 Wochen mit Patienten mit weiter fortgeschrittenem Typ-2-Diabetes,die nicht adäquat mit Insulin (kurz und länger wirksam, durchschnittliche Insulindosis von80 I.E./Tag) eingestellt waren, war die mittlere Reduktion des HbA1c bei zusätzlicher Gabe von
Vildagliptin (50 mg zweimal täglich) zu Insulin signifikant höher als unter Placebo plus Insulin (0,5 %vs. 0,2 %). Die Inzidenz von Hypoglykämie war in der Vildagliptin-Gruppe niedriger als in der
Placebo-Gruppe (22,9 % vs. 29,6 %).
In einer 52-wöchigen, multizentrischen, randomisierten, doppelblinden Studie an Patienten mit Typ-2-
Diabetes und kongestiver Herzinsuffizienz (NYHA-Funktionsklasse I-III) wurde die Wirkung von
Vildagliptin 50 mg zweimal täglich (N=128) auf die linksventrikuläre Auswurffraktion (LVEF) im
Vergleich zu Placebo (N=126) beurteilt. Vildagliptin führte nicht zu einer Veränderung derlinksventrikulären Funktion oder zur Verschlechterung einer bestehenden kongestiven
Herzinsuffizienz. Die Inzidenz bewerteter kardiovaskulärer Ereignisse war insgesamt ausgeglichen.
Bei Patienten mit Herzinsuffizienz der NYHA-Klasse III traten unter Vildagliptin mehr kardiale
Ereignisse auf als unter Placebo. Allerdings war die Placebogruppe bezüglich des kardiovaskulären
Ausgangsrisikos begünstigt, und die Anzahl der Ereignisse war gering, sodass keine gesicherten
Schlussfolgerungen möglich sind. Vildagliptin senkte in Woche 16 den HbA1c-Wert signifikant im
Vergleich zu Placebo (Unterschied 0,6 %) bei einem mittleren Ausgangswert von 7,8 %. In der
Untergruppe mit NYHA-Klasse III war die Senkung von HbA1c im Vergleich zu Placebo geringer(Unterschied 0,3 %), aber diese Schlussfolgerung ist durch die geringe Patientenzahl begrenzt (n=44).
Die Inzidenz von Hypoglykämie in der Gesamtpopulation betrug 4,7 % und 5,6 % in den Vildagliptin-bzw. Placebo-Gruppen.
In einer fünfjährigen multizentrischen, randomisierten Doppelblindstudie (VERIFY) wurde bei neudiagnostizierten Patienten mit Typ-2-Diabetes die Wirkung einer frühen Kombinationstherapie mit
Vildagliptin und Metformin (N = 998) gegenüber einer standardmäßigen initialen Metformin-
Monotherapie mit anschließender Kombination mit Vildagliptin (sequenzielle Behandlungsgruppe)(N = 1 003) untersucht. Eine Kombinationsbehandlung mit Vildagliptin 50 mg zweimal täglich plus
Metformin führte zu einer statistisch und klinisch signifikanten relativen Reduktion des Risikos für die'Zeit bis zum bestätigten initialen Therapieversagen' (HbA1c-Wert ≥ 7 %) im Vergleich zur
Metformin-Monotherapie bei therapienaiven Patienten mit Typ-2-Diabetes über die 5-jährige
Studiendauer (HR [95%-KI]: 0,51 [0,45-0,58]; p<0,001). Die Inzidenz des initialen Therapieversagens(HbA1c-Wert ≥ 7 %) lag bei 429 (43,6 %) Patienten in der Gruppe der Kombinationstherapie und bei614 (62,1 %) Patienten in der Gruppe der sequenziellen Behandlung.
Kardiovaskuläres RisikoEine Metaanalyse von unabhängig und prospektiv bewerteten kardiovaskulären Ereignissen aus37 klinischen Phase-III- und IV-Monotherapie- und Kombinationstherapie-Studien mit einer Dauervon bis zu mehr als 2 Jahren (durchschnittliche Exposition von 50 Wochen für Vildagliptin und49 Wochen für Komparatoren) zeigte, dass Vildagliptin im Vergleich zu Komparatoren nicht miteinem erhöhten kardiovaskulären Risiko assoziiert war. Der kombinierte Endpunkt der bewertetenschwerwiegenden unerwünschten kardiovaskulären Ereignisse (MACE) einschließlich akutem
Herzinfarkt, Schlaganfall oder Tod aufgrund eines kardiovaskulären Ereignisses war für Vildagliptinund die kombinierten Wirkstoff- und Placebo-Komparatoren vergleichbar (Risikoverhältnis nach
Mantel-Haenszel (M-H RR) 0,82 [95%-KI 0,61-1,11]). Ein MACE ereignete sich bei 83 von 9 599(0,86 %) mit Vildagliptin behandelten Patienten und bei 85 von 7 102 (1,20 %) mit Komparatorenbehandelten Patienten. Die Beurteilung jeder einzelnen MACE-Komponente zeigte kein erhöhtes
Risiko (ähnliches M-H RR). Bestätigte Herzinsuffizienz-Ereignisse definiert als Hospitalisierungwegen Herzinsuffizienz oder neues Auftreten von Herzinsuffizienz wurden in 41 (0,43 %) der mit
Vildagliptin behandelten Patienten und in 32 (0,45 %) der mit Komparator behandelten Patienten miteiner M-H RR von 1,08 (95%-KI 0,68-1,70) berichtet.
Tabelle 2 Daten zur Wirksamkeit von Vildagliptin als Monotherapeutikum inplacebokontrollierten Studien und als Add-on-Arzneimittel in
Kombinationstherapien (primäre Wirksamkeit für ITT-Population)
Placebo-kontrollierte Studien: Mittlerer Mittlere Placebo-
Als Monotherapeutikum HbA1c- Veränderung korrigierte
Ausgangswert gegenüber dem mittlere
HbA1c- Veränderung des
Ausgangswert HbA1c-Wertes (%)(%) nach nach 24 Wochen24 Wochen (95%-KI)
Studie 2301: 8,6 -0,8 -0,5* (-0,8; -0,1)50 mg Vildagliptin zweimaltäglich (N=90)
Studie 2384: 8,4 -0,7 -0,7* (-1,1; -0,4)50 mg Vildagliptin zweimaltäglich (N=79)
* p<0,05 für Vergleich versus Placebo
Add-on-Studien /
Kombinationstherapien50 mg Vildagliptin zweimal 8,4 -0,9 -1,1* (-1,4; -0,8)täglich + Metformin (N=143)50 mg Vildagliptin täglich + 8,5 -0,6 -0,6* (-0,9; -0,4)
Glimepirid (N=132)50 mg Vildagliptin zweimal 8,7 -1,0 -0,7* (-0,9; -0,4)täglich + Pioglitazon (N=136)50 mg Vildagliptin zweimal 8,8 -1,0 -0,8* (-1,0; -0,5)täglich + Metformin +
Glimepirid (N=152)
* p<0,05 für Vergleich versus Placebo +
Vergleichswirkstoff
Kinder und JugendlicheDie Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Vildagliptin eine Freistellung von der Verpflichtung zur
Vorlage von Ergebnissen zu Studien in allen pädiatrischen Altersklassen in Typ-2-Diabetes mellitusgewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
ResorptionNach oraler Anwendung im nüchternen Zustand wird Vildagliptin rasch resorbiert und erreicht
Plasmaspitzenkonzentrationen nach 1,7 Stunden. Bei Gabe mit Nahrungsmitteln verlängert sich die
Zeit bis zum Erreichen der Plasmaspitzenkonzentration geringfügig auf 2,5 Stunden, die
Gesamtexposition (AUC) ändert sich jedoch nicht. Die Gabe von Vildagliptin mit Nahrungsmittelnführte zu einem geringeren Cmax-Wert (19 %). Die Größe der Veränderung ist jedoch klinisch nichtrelevant, so dass Xiliarx mit oder ohne Nahrung gegeben werden kann. Die absolute Bioverfügbarkeitbeträgt 85 %.
VerteilungDie Plasmaproteinbindung von Vildagliptin ist gering (9,3 %) und Vildagliptin verteilt sich zugleichen Teilen auf Plasma und rote Blutkörperchen. Das mittlere Verteilungsvolumen von
Vildagliptin im Steady-State nach intravenöser Anwendung (Vss) beträgt 71 Liter, was auf eineextravaskuläre Verteilung hinweist.
BiotransformationDie Metabolisierung von 69 % einer Dosis ist beim Menschen der wichtigste Eliminationsweg für
Vildagliptin. Der Hauptmetabolit (LAY 151) ist pharmakologisch inaktiv. Er ist das Hydrolyseproduktder Cyano-Hälfte und steht für 57 % der Dosis. Es folgt das Glucuronid (BQS867) und das Produktder Amidhydrolyse (4 % der Dosis). In-vitro-Daten humaner Nieren-Mikrosomen weisen darauf hin,dass die Niere eines der Hauptorgane ist, das Vildagliptin zu seinem inaktiven Hauptmetaboliten,
LAY 151, hydrolysiert. Wie eine In-vivo-Studie mit DPP-4-defizienten Ratten zeigte, trägt DPP-4teilweise zur Hydrolyse von Vildagliptin bei. Vildagliptin wird nicht von CYP-450-Enzymen in einemquantifizierbaren Ausmaß verstoffwechselt. Daher geht man davon aus, dass die metabolische
Clearance von Vildagliptin nicht durch gleichzeitig gegebene Arzneimittel beeinflusst wird, die
CYP-450 hemmen oder induzieren. In-vitro-Studien zeigten, dass Vildagliptin die CYP-450-Enzymenicht hemmt/induziert. Deshalb hat Vildagliptin wahrscheinlich keinen Einfluss auf die metabolische
Clearance gleichzeitig gegebener Arzneimittel, die über CYP1A2, CYP2C8, CYP2C9, CYP2C19,
CYP2D6, CYP2E1 oder CYP3A4/5 verstoffwechselt werden.
EliminationNach oraler Anwendung von [14C]-Vildagliptin wurden etwa 85 % der Dosis im Urin ausgeschiedenund 15 % der Dosis fanden sich in den Fäzes wieder. Nach oraler Anwendung wurden 23 % der Dosisunverändert über die Nieren ausgeschieden. Die Gesamtplasma-Clearance und die renale Clearancevon Vildagliptin betrugen bei gesunden Probanden nach intravenöser Anwendung 41 bzw. 13 l/h. Diemittlere Eliminationshalbwertszeit beträgt nach intravenöser Anwendung etwa 2 Stunden, nach oraler
Anwendung etwa 3 Stunden.
Linearität/Nicht-LinearitätIm Bereich therapeutischer Dosierungen stiegen die Cmax und die Fläche unter der Konzentrations-
Zeit-Kurve (AUC) für Vildagliptin annähernd proportional zur Dosis.
Charakteristika in besonderen Patientengruppen
GeschlechtZwischen männlichen und weiblichen gesunden Probanden wurden über einen weiten Bereich von
Alter und Body-Mass-Index (BMI) keine klinisch relevanten Unterschiede in der Pharmakokinetikvon Vildagliptin beobachtet. Die Vildagliptin-vermittelte Hemmung von DPP-4 istgeschlechtsunabhängig.
Ältere
Bei gesunden älteren Probanden (≥ 70 Jahre) war im Vergleich zu gesunden jungen Probanden(18-40 Jahre) die Vildagliptin-Gesamtexposition (100 mg täglich) um 32 % und die
Plasmaspitzenkonzentration um 18 % erhöht. Diese Veränderungen werden jedoch nicht als klinischrelevant angesehen. Die Vildagliptin-vermittelte Hemmung von DPP-4 ist altersunabhängig.
Eingeschränkte LeberfunktionDer Effekt einer eingeschränkten Leberfunktion auf die Pharmakokinetik von Vildagliptin wurde an
Patienten untersucht, die gemäß den Child-Pugh-Scores (von 6 für leicht bis 12 für schwer) an einerleichten, mittelschweren oder schweren Leberfunktionsstörung litten, und mit gesunden Probandenverglichen. Die Vildagliptin-Exposition nach einer Einzeldosis war bei Patienten mit einer leichtenbzw. mittelschweren Leberfunktionsstörung verringert (20 % bzw. 8 %), bei Patienten mit einerschweren Leberfunktionsstörung um 22 % erhöht. Die maximale Veränderung der Vildagliptin-
Exposition (Zunahme oder Abnahme) beträgt ~30 %, was als nicht klinisch relevant betrachtet wird.
Es gab keine Korrelation zwischen dem Schweregrad der Lebererkrankung und den Veränderungender Vildagliptin-Exposition.
Eingeschränkte NierenfunktionUm die Pharmakokinetik der niedrigeren therapeutischen Dosierung (50 mg einmal täglich) zuuntersuchen, wurde eine unverblindete Studie zur Mehrfachgabe von Vildagliptin bei Patienten mitverschiedenen Stadien der chronischen Nierenerkrankung - definiert durch die Kreatinin-Clearance(leicht: 50 bis < 80 ml/min, mittelschwer: 30 bis < 50 ml/min und schwer: < 30 ml/min) - im
Vergleich zu gesunden Probanden durchgeführt.
Verglichen mit gesunden Probanden, vergrößerte Vildagliptin die AUC im Durchschnitt um das 1,4-,1,7- bzw. 2-Fache bei Patienten mit leichter, mittelschwerer bzw. schwerer Nierenerkrankung. Die
AUC der Metaboliten LAY 151 und BQS867 vergrößerte sich im Durchschnitt um das 1,5-, 3- bzw. 7-
Fache bei Patienten mit leichter, mittelschwerer bzw. schwerer Nierenerkrankung. Begrenzte Datenvon Patienten mit einer Nierenerkrankung im Endstadium (ESRD) weisen darauf hin, dass die
Vildagliptin-Exposition ähnlich hoch ist wie bei Patienten mit schwerer Beeinträchtigung der
Nierenfunktion. Die Konzentrationen an LAY 151 waren ungefähr 2- bis 3-fach höher als bei
Patienten mit schwerer Beeinträchtigung der Nierenfunktion.
Vildagliptin wurde durch Hämodialyse in begrenztem Ausmaß entfernt (3 % durch eine 3- bis4-stündige Hämodialyse, die 4 Stunden nach Verabreichung begann).
Ethnische GruppeDie begrenzten Daten weisen darauf hin, dass die ethnische Zugehörigkeit keinen großen Einfluss aufdie Pharmakokinetik von Vildagliptin hat.
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
Bei Hunden wurde eine verzögerte Reizleitungsstörung des Herzens beobachtet. Die No-Effect-Dosiswar 15 mg/kg (das 7-Fache der Exposition des Menschen, basierend auf Cmax).
In der Lunge von Ratten und Mäusen wurden Akkumulationen vakuolisierter alveolärer Makrophagenbeobachtet. Die No-Effect-Dosis bei Ratten war 25 mg/kg (das 5-Fache der Exposition des Menschen,basierend auf der AUC) und bei Mäusen 750 mg/kg (das 142-Fache der Exposition des Menschen).
Gastrointestinale Symptome, vor allem weiche Stühle, schleimige Stühle, Durchfall und bei höheren
Dosen Blut im Stuhl wurden bei Hunden beobachtet. Eine No-Effect-Dosis konnte nicht bestimmtwerden.
In konventionellen In-vitro- und In-vivo-Studien zur Genotoxizität war Vildagliptin nicht mutagen.
Eine Studie mit Ratten zu Fertilität und früher Embryonalentwicklung ergab keine Hinweise auf eine
Beeinträchtigung der Fertilität, der Reproduktionsleistung oder der frühen Embryonalentwicklungdurch Vildagliptin. Die embryofetale Toxizität wurde bei Ratten und Kaninchen untersucht.
Verkrümmte Rippen traten bei Ratten mit erhöhter Inzidenz in Verbindung mit vermindertenmütterlichen Körpergewicht-Parametern auf; die No-Effect-Dosis war 75 mg/kg (das 10-Fache der
Exposition des Menschen). Bei Kaninchen wurden ein verringertes Gewicht des Feten und
Skelettveränderungen, die auf eine verzögerte Entwicklung hinwiesen, nur bei schwerer maternaler
Toxizität beobachtet; die No-Effect-Dosis war 50 mg/kg (das 9-Fache der Exposition des Menschen).
Eine Studie zur prä- und postnatalen Entwicklung wurde an Ratten durchgeführt. Befunde wurden nurim Zusammenhang mit maternal toxischen Dosen ≥ 150 mg/kg beobachtet, wie eine vorübergehende
Abnahme des Körpergewichts und geringere motorische Aktivität der F1-Generation.
An Ratten wurde eine zweijährige Kanzerogenitätsstudie mit oralen Dosen von bis zu 900 mg/kg(etwa das 200-Fache der Exposition des Menschen bei der empfohlenen Höchstdosis) durchgeführt. Eswurde kein Anstieg der Tumorinzidenz beobachtet, der auf Vildagliptin zurückzuführen war. Eineweitere zweijährige Kanzerogenitätsstudie wurde an Mäusen durchgeführt, die orale Dosen von bis zu1000 mg/kg erhielten. Adenokarzinome der Mamma und Hämangiosarkome wurden mit erhöhter
Inzidenz beobachtet; die No-Effect-Dosis war 500 mg/kg (das 59-Fache der Exposition des Menschen)bzw. 100 mg/kg (das 16-Fache der Exposition des Menschen). Die erhöhte Inzidenz dieser Tumore bei
Mäusen wird nicht als Hinweis auf ein signifikantes Risiko für den Menschen gewertet, da
Vildagliptin und sein Hauptmetabolit nicht genotoxisch wirken, die Tumore nur in einer Speziesauftraten und die Tumore nur unter hoher systemischer Exposition beobachtet wurden.
In einer 13-wöchigen Studie zur Toxizität mit Cynomolgus-Affen wurden bei Dosen ≥ 5 mg/kg/Tag
Hautläsionen beobachtet, die einheitlich an den Extremitäten lokalisiert waren (Hände, Füße, Ohrenund Schwanz). Bei 5 mg/kg/Tag (etwa entsprechend der Exposition des Menschen nach der 100-mg-
Dosis gemäß AUC) wurden nur Blasen beobachtet. Sie bildeten sich trotz Fortsetzung der Behandlungzurück und waren nicht mit histopathologischen Auffälligkeiten verbunden. Hautabschuppungen,
Hautabschälungen, Schorfbildung und wunde Schwänze mit entsprechenden histopathologischen
Veränderungen wurden bei Dosen ≥ 20 mg/kg/Tag (etwa das 3-Fache der Exposition des Menschennach der 100-mg-Dosis gemäß AUC) festgestellt. Nekrotische Läsionen am Schwanz zeigten sich bei≥ 80 mg/kg/Tag. Die Hautläsionen waren bei den Affen, denen 160 mg/kg/Tag gegeben wurden,während einer 4-wöchigen Erholungsphase nicht reversibel.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
LactoseMikrokristalline Cellulose
Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A)
Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich]
6.2 Inkompatibilitäten
6.3 Haltbarkeit
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Aluminium/Aluminium (PA/Al/PVC//Al)-Blisterpackung
Packungen mit 7, 14, 28, 30, 56, 60, 90, 112, 180 oder 336 Tabletten und Bündelpackungen mit336 (3 Packungen mit 112) Tabletten.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
Novartis Europharm Limited
Vista Building
Elm Park, Merrion Road
Dublin 4
Irland
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 19. November 2008
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 28. November 2013
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der
Europäischen Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu/ verfügbar.