Merkblatt WAYRILZ 400mg filmtabletten


Angewendet bei: Krebs

Art der Anwendung: oral

Substanz: Rilzabrutinib (Antineoplastikum)

Hinweise:
Warnhinweis zur Fruchtbarkeit
Warnhinweis zur Fruchtbarkeit

Dieses Arzneimittel kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.

Dosisanpassung bei Leberfunktionsstörung
Dosisanpassung bei Leberfunktionsstörung

Bei Lebererkrankungen kann eine Dosisanpassung erforderlich sein.

Zytotoxisch / besondere Handhabung
Zytotoxisch / besondere Handhabung

Mit besonderer Vorsicht handhaben.

Verhütung erforderlich
Verhütung erforderlich

Während der Behandlung ist eine zuverlässige Verhütung erforderlich.

Während der Stillzeit kontraindiziert
Während der Stillzeit kontraindiziert

Dieses Arzneimittel während der Stillzeit nicht anwenden.

Während der Schwangerschaft kontraindiziert
Während der Schwangerschaft kontraindiziert

Dieses Arzneimittel während der Schwangerschaft nicht anwenden.

Hepatotoxizität
Hepatotoxizität

Dieses Arzneimittel kann die Leber beeinträchtigen.

Schwerwiegende Arzneimittelwechselwirkungen
Schwerwiegende Arzneimittelwechselwirkungen

Dieses Arzneimittel kann wichtige Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln haben.

Myelosuppression / Agranulozytose
Myelosuppression / Agranulozytose

Dieses Arzneimittel kann die Anzahl der Blutzellen verringern.

Zusätzliche Überwachung
Zusätzliche Überwachung

Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung.

Regelmäßige Laboruntersuchungen erforderlich
Regelmäßige Laboruntersuchungen erforderlich

Während der Behandlung können regelmäßige Laboruntersuchungen erforderlich sein.

Schwere Hautreaktionen
Schwere Hautreaktionen

Beenden Sie die Einnahme und suchen Sie sofort medizinische Hilfe, wenn ein schwerer Hautausschlag auftritt.

Rilzabrutinib ist ein Arzneimittel für Erwachsene mit persistierender oder chronischer Immunthrombozytopenie, wenn frühere Behandlungen nicht ausreichend gewirkt haben. Bei dieser Erkrankung zerstört das Immunsystem Blutplättchen, die für die Blutstillung wichtig sind. Rilzabrutinib hemmt die Bruton-Tyrosinkinase, ein Enzym der Immunzell-Signalwege, und kann die Thrombozytenzahl erhöhen.

Es wird als Tablette eingenommen, meist zweimal täglich und genau nach Anweisung der Hämatologin oder des Hämatologen. Es sollte regelmäßig eingenommen und nicht eigenständig abgesetzt werden, weil die Thrombozyten wieder sinken können. Die Behandlung kann je nach Blutwerten, Nebenwirkungen und Begleitmedikation angepasst werden.

Häufige Nebenwirkungen sind Durchfall, Übelkeit, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen und Atemwegsinfektionen, einschließlich COVID-19. Auch Veränderungen der Leberwerte oder Blutzellen sind möglich. Informieren Sie ärztliches Personal rasch bei Fieber, wiederholten Infektionen, Gelbfärbung der Haut, dunklem Urin, Blutergüssen, Nasenbluten oder schwer stillbaren Blutungen.

Vor und während der Behandlung sind Blutuntersuchungen und Kontrollen der Leberfunktion wichtig. Nennen Sie alle Arzneimittel und Nahrungsergänzungen, besonders Pilzmittel, Antibiotika, Virostatika, Magensäurehemmer und pflanzliche Präparate, da Wechselwirkungen möglich sind. Personen, die schwanger werden können, sollten sichere Verhütung besprechen; Schwangerschaft muss sofort gemeldet werden.

Allgemeine Daten zu WAYRILZ 400mg

  • Substanz: Rilzabrutinib
  • Handelsgesetzbuch: W71728001
  • Konzentration: 400mg
  • Pharmazeutisches Formblatt: filmtabletten
  • Quantität: 28
  • Produktart: generic
  • Rezeptbeschränkungen: S - Verschreibung von Arzneimitteln, die für die Verwendung in bestimmten Fachgebieten reserviert sind.

Marketing autorisation

  • Zulassungshersteller: SANOFI S.R.I. - ITALIA
  • Zulassungsinhaber: SANOFI B.V. - TARILE DE JOS
  • Zulassungsnummer: 1974/2025/01
  • Haltbarkeit: 3 Jahre

Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels WAYRILZ 400mg filmtabletten

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

WAYRILZ 400 mg Filmtabletten

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Filmtablette enthält 400 mg Rilzabrutinib.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung

Jede Tablette enthält 0,8 mg Gelborange S (E 110).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Filmtablette.

Orangefarbene, kapselförmige Tablette von 16,6 × 8,1 mm Größe mit der Prägung 'P“ auf der einenund '400“ auf der anderen Seite.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

WAYRILZ wird angewendet zur Behandlung der Immunthrombozytopenie (ITP) bei erwachsenen

Patienten, die gegenüber anderen Behandlungen refraktär sind (siehe Abschnitt 5.1).

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Die Behandlung sollte von einem Arzt eingeleitet und überwacht werden, der über Erfahrung in der

Behandlung von hämatologischen Krankheiten verfügt.

Dosierung

Die empfohlene Dosis von Rilzabrutinib beträgt 400 mg zweimal täglich.

Anwendung mit CYP3A-Inhibitoren oder -Induktoren und magensäureneutralisierenden Wirkstoffen

Die empfohlene Anwendung zusammen mit Inhibitoren oder Induktoren des

Cytochrom-P450-Enzyms 3A (CYP3A) und magensäureneutralisierenden Arzneimitteln ist in

Tabelle 1 aufgeführt (siehe Abschnitt 4.5).

Tabelle 1: Anwendung mit CYP3A-Inhibitoren oder -Induktoren undmagensäureneutralisierenden Arzneimitteln

Gleichzeitig angewendetes Empfohlene Anwendung

Arzneimittel

CYP3A-Inhibitoren Starker oder mäßig starker CYP3A- Gleichzeitige Anwendung von

Inhibitor Rilzabrutinib und mäßigstarken oder starken CYP3A-

Inhibitoren vermeiden. Beikurzfristiger Anwendungdieser Inhibitoren (z. B. als

Antiinfektiva über bis zusieben Tage) Anwendung von

Rilzabrutinib unterbrechen.

Gleichzeitige Anwendung von

Grapefruit, Sternfrucht,

Bitterorangen oder Produkten,die diese Früchte enthalten,mit Rilzabrutinib vermeiden,da diese mäßig starke oderstarke CYP3A-Inhibitorensind.

Schwacher CYP3A-Inhibitor Keine Dosisanpassung.

CYP3A-Induktoren Starker oder mäßig starker CYP3A- Gleichzeitige Anwendung von

Induktor Rilzabrutinib und mäßigstarken oder starken CYP3A-

Induktoren vermeiden.

Schwacher CYP3A-Induktor Keine Dosisanpassung.magensäureneutralisierende Protonenpumpenhemmer (PPI) Gleichzeitige Anwendung von

Arzneimittel Rilzabrutinib und PPIvermeiden.

H2-Rezeptorantagonist oder Wenn eine Behandlung mit

Antazida einemmagensäureneutralisierenden

Arzneimittel erforderlich ist,

Anwendung eines

H2-Rezeptorantagonisten(H2RA) oder Antazidum in

Erwägung ziehen.

Rilzabrutinib mindestens2 Stunden vor dem H2RAoder Antazidum einnehmen.

Versäumte Dosis

Wenn eine Dosis von Rilzabrutinib ausgelassen wurde, sollten die Patienten die versäumte Dosis amselben Tag so bald wie möglich einnehmen und am nächsten Tag mit dem normalen Schemafortfahren. Zwischen der Einnahme der versäumten und der nächsten geplanten Dosis müssen mehr als2 Stunden liegen. Es darf nicht die doppelte Menge eingenommen werden, wenn die vorherige

Einnahme vergessen wurde.

Absetzen

Die Behandlung mit Rilzabrutinib sollte nach 12-wöchiger Therapie abgebrochen werden, wenn die

Thrombozytenzahl nicht auf ein Niveau ansteigt, das ausreicht, um klinisch bedeutsame Blutungen zuvermeiden.

Besondere Patientengruppen
Ältere Personen

Bei älteren Patienten (≥ 65 Jahre) ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).

Nierenfunktionsstörung

Bei Patienten mit leichter oder mittelschwerer Nierenfunktionsstörung ist keine Dosisanpassungerforderlich. Rilzabrutinib wurde in klinischen Studien bei Patienten mit schwerer

Nierenfunktionsstörung nicht untersucht (siehe Abschnitt 5.2).

Leberfunktionsstörung

Bei Patienten mit leichter (Child-Pugh-Klasse A) Leberfunktionsstörung ist keine Dosisanpassungerforderlich. Rilzabrutinib wurde in klinischen Studien bei Patienten mit schwerer (Child-Pugh-

Klasse C) Leberfunktionsstörung nicht untersucht. Bei Patienten mit mittelschwerer (Child-Pugh-

Klasse B) oder schwerer (Child-Pugh-Klasse C) Leberfunktionsstörung sollte Rilzabrutinib nichtangewendet werden (siehe Abschnitt 5.2).

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Rilzabrutinib bei Kindern und Jugendlichen im Alter von unter18 Jahren mit ITP sind nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.

Art der Anwendung

Rilzabrutinib ist zum Einnehmen bestimmt.

Die Tabletten sollten jeden Tag ungefähr zur gleichen Zeit eingenommen werden. Die Einnahme kannunabhängig von einer Mahlzeit erfolgen (siehe Abschnitt 5.2). Bei Patienten, bei denengastrointestinale Symptome auftreten, kann die Einnahme von Rilzabrutinib zusammen mit einer

Mahlzeit die Verträglichkeit verbessern. Die Patienten sind anzuweisen, die Tabletten im Ganzen mit

Wasser zu schlucken. Die Tabletten dürfen nicht geteilt, zerkleinert oder zerkaut werden, umsicherzustellen, dass die gesamte Dosis korrekt verabreicht wird.

4.3 Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Schwerwiegende Infektionen

Schwerwiegende Infektionen (einschließlich bakterieller, viraler oder Pilzinfektionen) wurdenwährend klinischer Studien berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Patienten sind auf Anzeichen und

Symptome einer Infektion zu überwachen und entsprechend zu behandeln.

Frauen im gebärfähigen Alter

Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung mit Rilzabrutinib eine hochwirksame

Verhütungsmethode anwenden (siehe Abschnitt 4.6). Der Schwangerschaftsstatus von Frauen imgebärfähigen Alter muss vor Beginn der Behandlung überprüft werden.

Leberfunktionsstörung

Bei Patienten mit mittelschwerer (Child-Pugh-Klasse B) oder schwerer (Child-Pugh-Klasse C)

Leberfunktionsstörung sollte Rilzabrutinib nicht angewendet werden (siehe Abschnitt 5.2). Bilirubin-und Transaminasenwerte müssen vor Beginn, sowie, falls klinisch indiziert, im Verlauf der

Behandlung mit Rilzabrutinib erhoben werden. Bei Patienten, die nach Rilzabrutinib auffällige

Leberwerte zeigen, nach klinischem Ermessen die Leberwerte weiter überwachen sowie auf klinische

Anzeichen und Symptome achten.

QT-Verkürzung

In den klinischen Studien mit ITP-Patienten traten keine klinisch relevanten Veränderungen des QTc-

Intervalls auf. In einer umfassenden QT-Studie führte Rilzabrutinib zu einer Verkürzung des QTc-

Intervalls (siehe Abschnitt 5.1). Obwohl der zugrunde liegende Mechanismus und die

Sicherheitsrelevanz dieses Befundes nicht bekannt ist, sollten Ärzte bei der Verschreibung von

Rilzabrutinib an Patienten mit einem Risiko für eine weitere Verkürzung ihres QTc-Intervalls (z. B.kongenitales Short-QT-Syndrom oder Patienten mit einem solchen Syndrom in der

Familienanamnese) mit Vorsicht handeln.

Sonstige Bestandteile

Gelborange S

Dieses Arzneimittel enthält den Azofarbstoff Gelborange S (E 110), der allergische Reaktionenhervorrufen kann.

Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Filmtablette, d. h., es ist nahezu'natriumfrei“.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Rilzabrutinib wird hauptsächlich von CYP3A abgebaut.

Wirkstoffe, die die Plasmakonzentrationen von Rilzabrutinib erhöhen können

Die gleichzeitige Anwendung von Rilzabrutinib und einem mäßig starken oder starken CYP3A-

Inhibitor führt zu einem Anstieg der Plasmakonzentrationen von Rilzabrutinib. Erhöhte Rilzabrutinib-

Konzentrationen können das Risiko für Rilzabrutinib-bedingte Nebenwirkungen erhöhen.

CYP3A-Inhibitoren

Die gleichzeitige Anwendung mit einem starken CYP3A-Inhibitor (Ritonavir) bei gesunden

Probanden erhöhte die Cmax von Rilzabrutinib um ungefähr das 5-Fache und die AUC um das 8-Fache.

Die gleichzeitige Anwendung von mäßig starken oder starken CYP3A-Inhibitoren (z. B. Ritonavir,

Clarithromycin, Itraconazol, Erythromycin, Fluconazol, Verapamil, Diltiazem) und Rilzabrutinib istzu vermeiden. Bei kurzfristiger Anwendung dieser Inhibitoren (z. B. als Antiinfektiva für sieben Tageoder weniger) ist die Anwendung von Rilzabrutinib zu unterbrechen (siehe Abschnitt 4.2).

Die gleichzeitige Anwendung von Rilzabrutinib und Grapefruit, Sternfrucht sowie Bitterorangen oder

Produkten, die diese Früchte enthalten, ist zu vermeiden, da diese mäßig starke oder starke CYP3A-

Inhibitoren sind.

P-Glykoprotein(P-gp)-Inhibitoren

Nach der gleichzeitigen Anwendung von Rilzabrutinib und einem starken P-gp-Inhibitor (Chinidin)wurde ein geringer Anstieg der Exposition gegenüber Rilzabrutinib um 12,7 % (AUC) gegenüber

Rilzabrutinib allein beobachtet, was als klinisch nicht bedeutsam angesehen wird.

Wirkstoffe, die die Plasmakonzentrationen von Rilzabrutinib senken können

Die gleichzeitige Anwendung von Rilzabrutinib und mäßig starken oder starken CYP3A-Induktorenführt zu einer Senkung der Plasmakonzentrationen von Rilzabrutinib. Die gleichzeitige Anwendungmit einem PPI führt zu einer Senkung der Plasmakonzentrationen von Rilzabrutinib. Erniedrigte

Plasmakonzentrationen von Rilzabrutinib können die Wirksamkeit von Rilzabrutinib verringern.

CYP3A-Induktoren

Die gleichzeitige Anwendung mit einem starken CYP3A-Induktor (Rifampicin) bei gesunden

Probanden senkte die Cmax und die AUC von Rilzabrutinib um ungefähr 80 %.

Die gleichzeitige Anwendung von Rilzabrutinib und mäßig starken oder starken CYP3A-Induktoren(z. B. Carbamazepin, Rifampicin, Phenytoin) ist zu vermeiden (siehe Abschnitt 4.2).

Magensäureneutralisierende Arzneimittel

Die Löslichkeit von Rilzabrutinib nimmt mit steigendem pH-Wert ab. Die gleichzeitige Anwendungmit einem PPI (Esomeprazol) senkte die AUC von Rilzabrutinib bei gesunden Probanden um 51 %.

Die gleichzeitige Anwendung von Rilzabrutinib mit einem H2-Rezeptorantagonisten (H2RA)(Famotidin) reduzierte die AUC von Rilzabrutinib um ungefähr 36 %. Wenn Rilzabrutinib mindestens2 Stunden vor Famotidin verabreicht wurde, war keine signifikante Veränderung der Expositiongegenüber Rilzabrutinib zu beobachten.

Die gleichzeitige Anwendung von Rilzabrutinib und PPI ist zu vermeiden. Wenn die Behandlung miteinem magensäureneutralisierenden Arzneimittel erforderlich ist, sollte ein H2RA in Erwägunggezogen werden. Rilzabrutinib sollte mindestens 2 Stunden vor der Einnahme eines H2RA verabreichtwerden (siehe Abschnitt 4.2). Die Wirkung eines Anstiegs des pH-Wertes des Magens durch Antazidaauf die Pharmakokinetik von Rilzabrutinib wurde nicht untersucht und könnte mit der von Famotidin(H2RA) vergleichbar sein. Daher wird empfohlen, Rilzabrutinib mindestens 2 Stunden vor der

Einnahme des Antazidums einzunehmen.

Wirkstoffe, deren Plasmakonzentrationen durch Rilzabrutinib verändert werden können

CYP3A-Substrate

Rilzabrutinib ist in vitro sowohl ein Inhibitor als auch ein Induktor des CYP3A4-Enzyms. Diegleichzeitige Anwendung einer Einzeldosis von 400 mg Rilzabrutinib mit einem CYP3A-Substrat(Midazolam) erhöhte die Exposition gegenüber dem Substrat bei gesunden Probanden um das1,7-Fache. Wenn Midazolam 2 Stunden nach der Gabe von Rilzabrutinib verabreicht wurde, war die

Exposition gegenüber Midazolam um ungefähr das 2,2-Fache erhöht. Die Wirkung eines

Mehrfachdosis-Schemas mit Rilzabrutinib auf die CYP3A4-Aktivität wurde in klinischen Studiennicht untersucht. Bei gleichzeitiger Anwendung von Rilzabrutinib und CYP3A-Substraten mitgeringer therapeutischer Breite (z. B. Ciclosporin) ist Vorsicht geboten.

Substrate der Transporter

Rilzabrutinib hat in vitro das Potenzial gezeigt, die P-gp-, BCRP- und OATP1B3-Transporter zuhemmen. Es besteht ein mögliches Risiko von Arzneimittelwechselwirkungen, daher ist beigleichzeitiger Anwendung von Rilzabrutinib mit P-gp-, BCRP- oder OATP1B3-empfindlichen

Substraten mit geringer therapeutischer Breite (z. B. Digoxin, Ciclosporin, Tacrolimus) Vorsichtgeboten (siehe Abschnitt 5.2).

Hormonelle Kontrazeptiva

Die Wirkung von Rilzabrutinib auf die Plasmakonzentrationen hormoneller Kontrazeptiva ist nichtbekannt. Daher sollten Frauen im gebärfähigen Alter während der Behandlung und für mindestens1 Monat nach Absetzen von Rilzabrutinib eine alternative nicht-hormonelle oder zusätzlichehochwirksame Verhütungsmethode anwenden (siehe Abschnitt 4.6).

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Frauen im gebärfähigen Alter

Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung mit Rilzabrutinib und für 1 Monatnach Beendigung der Behandlung eine hochwirksame Verhütungsmethode anwenden (siehe

Abschnitt 4.5 hinsichtlich möglicher Wechselwirkungen mit hormonellen Kontrazeptiva). Der

Schwangerschaftsstatus von Frauen im gebärfähigen Alter muss vor Beginn der Behandlung überprüftwerden.

Schwangerschaft

Rilzabrutinib sollte während der Schwangerschaft und bei Frauen im gebärfähigen Alter, die keine

Empfängnisverhütung verwenden, nicht angewendet werden. Aufgrund der verfügbaren Ergebnisseaus tierexperimentellen Studien kann ein Risiko für den Fetus bestehen (siehe Abschnitt 5.3). Bisherliegen keine Erfahrungen mit der Anwendung von Rilzabrutinib bei schwangeren Frauen vor.

Stillzeit

Es liegen keine Daten zum Vorkommen von Rilzabrutinib oder seiner Metaboliten in der Muttermilch,zur Wirkung auf die Milchproduktion oder auf das gestillte Kind, vor. Es können keine

Schlussfolgerungen gezogen werden, ob die Anwendung von Rilzabrutinib während der Stillzeitsicher ist oder nicht. Rilzabrutinib sollte während der Stillzeit nur angewendet werden, wenn dermögliche Nutzen für die Mutter die möglichen Risiken, auch für das gestillte Kind, überwiegt.

Fertilität

Es liegen keine Daten zur Wirkung von Rilzabrutinib auf die Fertilität beim Menschen vor. Die

Wirkungen von Rilzabrutinib auf die männliche und weibliche Fertilität wurden bei Ratten in Dosenbis zu 300 mg/kg/Tag [Human Equivalent Dose (HED) 48 mg/kg/Tag] untersucht. Tierexperimentelle

Studien lassen nicht auf eine Auswirkung auf die Fertilität schließen (siehe Abschnitt 5.3).

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Maschinen

Rilzabrutinib kann einen geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen haben. Bei einigen Patienten, die Rilzabrutinib einnahmen, wurde überleichten Schwindel berichtet. Dies sollte bei der Beurteilung der Fähigkeit des Patienten zum Führenvon Kraftfahrzeugen und zum Bedienen von Maschinen berücksichtigt werden.

4.8 Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die häufigsten Nebenwirkungen waren Diarrhö (34,5 %), Übelkeit (25,4 %), Kopfschmerzen(18,3 %), Bauchschmerzen (15,8 %), COVID-19 (15,5 %), Nasopharyngitis (11,6 %), and Arthralgie(11,3 %). Die häufigsten Nebenwirkungen, die zu einem Abbruch der Behandlung mit Rilzabrutinibführten und die bei jeweils 2 Patienten (0,7 %) auftraten, waren Diarrhö, Übelkeit, Kopfschmerzenund Pneumonie.

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

Falls nicht anders angegeben, basieren die folgenden Häufigkeiten von Nebenwirkungen auf den284 ITP-Patienten, die in den klinischen Studien der Phase 1/2 und der Phase 3 mit Rilzabrutinibbehandelt wurden (siehe Abschnitt 5.1). Die mediane Expositionsdauer betrug 6,6 Monate (Spanne von< 1 Monat bis 70,8 Monate).

Die aufgeführten Nebenwirkungen sind nach der Hauptsystemorganklasse der einzelnen bevorzugten

Begriffe nach MedDRA angeordnet. Die Nebenwirkungen sind innerhalb jeder Systemorganklassennach Häufigkeit und abnehmendem Schweregrad angegeben. Die Häufigkeiten sind definiert als sehrhäufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100), selten (≥ 1/10 000,< 1/1 000), sehr selten (< 1/10 000) und nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Datennicht abschätzbar).

Tabelle 2: Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

MedDRA- Häufigkeit

Systemorganklasse Nebenwirkungen (Alle Grade)

COVID-19 Sehr häufig

Infektionen und parasitäre

Erkrankungen Nasopharyngitis Sehr häufig

Pneumonie* Häufig

Erkrankungen des Kopfschmerzen Sehr häufig

Nervensystems Schwindelgefühl Häufig

Erkrankungen der Atemwege,des Brustraums und Husten Häufig

Mediastinums

Diarrhö Sehr häufig

Übelkeit Sehr häufig

Erkrankungen des

Gastrointestinaltrakts Abdominalschmerzen Sehr häufig

Erbrechen Häufig

Dyspepsie Häufig

Erkrankungen der Haut unddes Unterhautgewebes Ausschlag Häufig

Skelettmuskulatur-,

Bindegewebs- und Arthralgie Sehr häufig

Knochenerkrankungen

* Aufgrund einer Aspergillose in 2 Fällen

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
Infektionen

Bei Patienten, die Rilzabrutinib erhielten, waren die häufigsten infektiösen Nebenwirkungen

COVID-19 (15,5 %) und Nasopharyngitis (11,6 %). Die meisten Infektionen waren vom Grad 1 oder 2und klangen innerhalb von 8 Tagen ab. Bei den Patienten, bei denen es zu einer infektiösen

Nebenwirkung kam, betrug die mediane Zeit bis zum Auftreten 2,9 Monate (Spanne von 1 Tag bis41,7 Monate). In der Doppelblindphase der Studie LUNA 3 trat eine Infektion vom Grad 2 oder höherbei 17,3 % der Patienten in der Rilzabrutinib-Gruppe und 14,5 % der Patienten in der Placebo-Gruppeauf. Infektionen vom Grad 3 oder höher traten bei 3,8 % der Patienten in der Rilzabrutinib-Gruppe undbei keinem der Patienten in der Placebo-Gruppe auf. In der doppelblinden Phase der LUNA-3-Studietrat als schwerwiegende Nebenwirkung eine Infektion vom Grad 3 oder höher bei 2 (1,5 %) Patientenin der Rilzabrutinib-Gruppe auf, darunter ein tödlicher Fall von Pneumonie infolge von Aspergilloseund COVID-19, und bei keinem Patienten in der Placebo-Gruppe.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Bei Patienten, die Rilzabrutinib erhielten, waren die häufigsten gastrointestinalen Nebenwirkungen inder Rilzabrutinib-Gruppe Diarrhö (34,5 %), Übelkeit (25,4 %) und Abdominalschmerzen (15,8 %).

Die meisten gastrointestinalen Reaktionen waren vom Grad 1 und klangen mit einer medianen Dauervon 19 Tagen bei Übelkeit, 12 Tagen bei Abdominalschmerzen, und etwa 7 Tagen bei Diarrhö ab. Beiden Patienten, bei denen eine gastrointestinale Nebenwirkung auftrat, betrug die mediane Zeitspannebis zum Auftreten von gastrointestinalen Störungen 4 Tage (Spanne von 1 Tag bis 12,7 Monate).

Ausschlag

Bei Patienten, die Rilzabrutinib erhielten, war der Ausschlag (einschließlich makulopapulöser

Ausschlag, papulärer Ausschlag, erythematöser Ausschlag, juckender Ausschlag, Erythem, Erythemanodosum, Urtikaria) nicht schwerwiegend. Alle waren vom Grad 1 oder 2. Bei Patienten, bei denen

Ausschlag als Nebenwirkung auftrat, betrug die mediane Zeitspanne bis zum Auftreten 3,4 Monate(Spanne von 6 Tage; 57,7 Monate).

Andere besondere Patientengruppen
Ältere Personen

Von den Patienten, die Rilzabrutinib (n = 284) erhielten, waren 51 (17,9 %) der Patienten 65 Jahreoder älter. Bei diesen älteren Patienten traten bei 2 Patienten (3,9%) schwerwiegende Nebenwirkungenin Form einer Pneumonie auf. Bei Patienten unter 65 Jahren traten bei 3 Patienten (1,3 %)schwerwiegende Nebenwirkungen in Form einer Pneumonie und COVID-19 auf.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Es ist kein spezifisches Antidot bei einer Überdosierung von Rilzabrutinib bekannt. Bei einer

Überdosierung ist der Patient engmaschig auf Anzeichen oder Symptome von Nebenwirkungen zuüberwachen und ggf. unverzüglich symptomatisch zu behandeln.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: noch nicht zugewiesen, ATC-Code:noch nicht zugewiesen.

Wirkmechanismus

Bruton-Tyrosinkinase (BTK) ist ein intrazelluläres Signalmolekül der B-Zellen und Zellen desangeborenen Immunsystems. Bei B-Zellen führt die BTK-Signalübertragung zu Überleben,

Proliferation und Reifung der B-Zellen. In Zellen des angeborenen Immunsystems beteiligt sich BTKan Entzündungswegen, die die Toll-like-Rezeptor-Signalübertragung, die Fc-Gamma-Rezeptor(FcγR)-

Signalübertragung und die Aktivierung des NLRP3-Inflammasoms umfassen.

Rilzabrutinib ist ein selektiver, kovalenter, reversibler BTK-Inhibitor mit einer definierten

Bindungsdauer an der BTK, zur Verminderung unerwünschter Wirkungen an anderen Zielstrukturen.

Bei ITP vermittelt Rilzabrutinib seine therapeutische Wirkung durch Multi-Immunmodulation mittels

Hemmung der B-Zell-Aktivierung, Unterbrechung der FcγR-vermittelten Phagozytose und potenziell

Linderung der chronischen Entzündung im Zusammenhang mit ITP.

Pharmakodynamische Wirkungen
Kardiale Elektrophysiologie

In der Studie 'Thorough QT“ führte die gleichzeitige Anwendung von 400 mg Rilzabrutinib undeinem CYP3A-Inhibitor (Ritonavir) zu einer Plasmaexposition, die 8-mal höher lag als unter

Rilzabrutinib allein. Unter diesen Bedingungen wurde keine klinisch relevante Verlängerung desmittleren QTc-Intervalls festgestellt. In derselben Studie wurde nach der supratherapeutischen Dosiseine konzentrationsabhängige Verkürzung des QTc-Intervalls mit einer maximalen Verkürzung von

- 10,2 ms (90%-KI: -12,24, -8,16) beobachtet (Kombination von Rilzabrutinib und Ritonavir 100 mg).

Die Verkürzung war geringer [-7,3 ms (90%-KI: -9,33, -5,19)] bei der Rilzabrutinib-Dosis von 400 mgzweimal täglich.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Rilzabrutinib bei erwachsenen Patienten mit primärerpersistierender oder chronischer Immunthrombozytopenie (ITP) wurden in einer randomisierten,doppelblinden, placebokontrollierten Parallelgruppenstudie der Phase 3 untersucht, in der auf eine24-wöchige doppelblinde Behandlungsphase eine 28-wöchige unverblindete Phase und eine

Langzeitverlängerung folgten, in beiden erhielten alle Patienten Rilzabrutinib (LUNA 3). Die in diese

Studie aufgenommenen Patienten zeigten kein anhaltendes Ansprechen auf entweder intravenösverabreichte Immunglobuline (IVIg/Anti-D) oder Kortikosteroide oder sie hatten eine dokumentierte

Unverträglichkeit oder ein unzureichendes Ansprechen auf eine geeignete standardmäßige ITP-

Therapie.

Die Patienten wurden im Verhältnis 2:1 randomisiert Rilzabrutinib oder Placebo zugewiesen. Die

Randomisierung war nach vorheriger Splenektomie und Schweregrad der Thrombozytopeniestratifiziert.

Eine begleitende ITP-Medikation (orale Kortikosteroide und/oder Thrombopoetin-Rezeptoragonisten[TPO-RA]) war in stabilen Dosen mindestens 2 Wochen vor Beginn der Studie und während dergesamten doppelblindenPhase erlaubt und eine Notfalltherapie zulässig.

Nur Patienten, die in den ersten 12 Wochen der doppelblinden Phase ansprachen, konnten diedoppelblinde Behandlung bis Woche 24 fortführen, bevor sie in die unverblindete Phase übergingen,während nicht ansprechende Patienten in Woche 13 in die unverblindete Phase wechseln konnten oderaus der Studie ausschieden. Nach Abschluss der unverblindeten Phase konnten geeignete Patienten indie Langzeitverlängerung aufgenommen werden.

In der Studie LUNA 3 wurden 202 Patienten randomisiert und behandelt, davon 133 in der

Rilzabrutinib-Gruppe und 69 in der Placebo-Gruppe. Zu Studienbeginn betrug das mediane Alter47 Jahre (Spanne von 18 bis 80 Jahre), 62,9 % waren weiblich, 61,9 % kaukasischer und 31,7 %asiatischer Herkunft. Von den 202 Patienten waren 15,8 % (Rilzabrutinib) und 21,7 % (Placebo)65 Jahre und älter, während 4,5 % (Rilzabrutinib) und 4,3 % (Placebo) 75 Jahre und älter waren.

Zu Studienbeginn hatte die Mehrzahl (92,6 %) der Patienten eine chronische ITP mit einer medianen

Dauer seit der ITP-Diagnose von 7,69 Jahren (Spanne von 0,3 bis 52,2 Jahre). 27,7 % hatten sich einer

Splenektomie unterzogen. Die mediane Thrombozytenzahl betrug 15 300/µl, wobei fast die Hälfte(48 %) der Werte unter 15 000/µl lagen. Vierundzwanzig Patienten (11,9 %) hatten nur eine vorherige

Therapie und 178 Patienten (88,1 %) hatten ≥ 2 vorherige Therapien erhalten. Die mediane Anzahlfrüherer Therapien einschließlich Splenektomie betrug 4 (Spanne von 1 bis 15). Die vorangegangenen

ITP-Therapien waren unterschiedlich, die häufigsten vorherigen Therapien waren Kortikosteroide(95,5 %), TPO-RA (68,8 %), IVIg oder Anti-D-Immunglobuline (55,4 %) und monoklonale

Antikörper gegen CD20 bzw. Rituximab (35,1 %). Darüber hinaus erhielten 65,8 % der Patienten zu

Studienbeginn sowohl Kortikosteroide als auch TPO-RA. Die Ausgangscharakteristika waren im

Allgemeinen in beiden Gruppen ähnlich.

Während der doppelblinden Phase betrug die mediane Dauer der Exposition gegenüber Rilzabrutinib98 Tage (Spanne von 22 bis 182) und gegenüber Placebo 84 Tage (Spanne von 17 bis 173). Diekumulative Expositionsdauer gegenüber der Behandlung betrug 44,3 Teilnehmerjahre für die

Rilzabrutinib-Gruppe und 17,9 Teilnehmerjahre für die Placebo-Gruppe. Alle mit Rilzabrutinibbehandelten Patienten erhielten 400 mg zweimal täglich. Außerdem erhielten 39,8 % der Patienten

Rilzabrutinib ohne Kortikosteroid oder TPO-RA, 25,6 % erhielten Rilzabrutinib und Kortikosteroide,18,8 % erhielten Rilzabrutinib und TPO-RA und 15,8 % erhielten neben Rilzabrutinib sowohl

Kortikosteroide als auch TPO-RA.

In den ersten 12 Wochen der doppelblinden Phase erreichten 85 (63,9 %) Patienten in der

Rilzabrutinib-Gruppe und 22 (31,9 %) Patienten in der Placebo-Gruppe ein Ansprechen der

Thrombozytenzahl (≥ 50 000/μl oder zwischen 30 000/μl und < 50 000/μl und Verdopplung gegenüberdem Ausgangswert). Bei den Patienten, die während der doppelblinden Phase ansprachen, betrug diemediane Dauer bis zum Thrombozytenansprechen 15 Tage in der Rilzabrutinib-Gruppe bzw. 50 Tagein der Placebo-Gruppe. Patienten, die bis Woche 13 ein Ansprechen der Thrombozytenzahl erreichten,konnten die doppelblinde Phase fortführen. Fünfundfünfzig (41,4 %) und 55 (79,7 %) Patienten in der

Rilzabrutinib- bzw. Placebo-Gruppe brachen die Doppelblind-Phase ab, weil keine vorab definierten

Kriterien für ein Thrombozytenansprechen und/oder einen Mangel an Ansprechen nach Beurteilungdes Prüfarztes erreicht wurden. Diese Patienten wurden in der primären Endpunktanalyse als

Behandlungsversagen gewertet.

Primärer Endpunkt der Studie LUNA 3 war ein dauerhaftes Ansprechen der Thrombozyten. Eindauerhaftes Thrombozytenansprechen war das Erreichen einer wöchentlichen Thrombozytenzahl von≥ 50 000/μl in mindestens 8 der letzten 12 Wochen in der 24-wöchigen doppelblinden Phase ohne

Notfalltherapie. Der Anteil der Patienten, die ein dauerhaftes Ansprechen erreichten, war in der

Rilzabrutinib-Gruppe (23,3 %) signifikant größer als in der Placebo-Gruppe (0 %) während derdoppelblinden Phase (Studienergebnisse siehe Tabelle 3). Ein numerisch höherer Prozentsatz von

Patienten, die Rilzabrutinib zusammen mit CS und/oder TPO-RA erhielten, zeigte ein dauerhaftes

Thrombozytenansprechen (27,5 %) im Vergleich zu Patienten, die Rilzabrutinib als

Monotherapie (17 %) erhielten.

Wichtige sekundäre Endpunkte umfassten die anhaltende Thrombozytenantwort, das Einsetzen desklinischen Ansprechens, die Anwendung einer Notfalltherapie und der patientenberichtete Endpunktin Bezug auf Blutungen (siehe Tabelle 3 der Studienergebnisse).

Tabelle 3: Ergebnisse der Studie LUNA 3 in der 24-wöchigen doppelblinden Phase - erwachsene

ITT-Population

Studienergebnisse Kenngröße Rilzabrutinib Placebo400 mg zweimal (N = 69)täglich(N = 133)

Dauerhaftes Ansprechen der n (%) 31 (23,3) 0 (0)

Thrombozyten1 95%-KI 16,12; 30,49 0,00; 0,00

Risikodifferenz 23,1 (15,95;(95%-KI) vs. 30,31)

Placebop-Wert < 0,0001

Anzahl Wochen mit

Ansprechen der

Thrombozyten≥ 50 000/μl oder LS4-Mittelwert 7,18 (0,747) 0,72 (0,350)zwischen 30 000/μl und (SF)< 50 000/μl2 LS-Mittelwert- 6,46 (0,782)differenz (SF) vs.

Placebo95%-KI 4,923; 7,990p-Wert < 0,0001≥ 30 000/μl3 LS-Mittelwert 6,95 (0,749) 0,64 (0,337)(SF)

LS-Mittelwert- 6,31 (0,776)differenz (SF) vs.

Placebo95%-KI 4,787; 7,831p-Wert < 0,0001

Zeit bis zum ersten Mediane Anzahl 36 (22; 44) n. e.5

Ansprechen der an Tagen bis zum

Thrombozyten2 ersten Ansprechender Thrombozyten(95%-KI)

Hazard Ratio 3,10 (1,948;(95%-KI) vs. 4,934)

Placebop-Wert < 0,0001

Erfordernis einer n (%) 44 (33,1) 40 (58)

Notfalltherapie Mediane Anzahl n. e.5 56 (36; n.e.5)an Tagen bis zurersten Anwendungeiner

Notfalltherapie(95%-KI)

Hazard Ratio 0,48 (0,309;(95%-KI) vs. 0,733)

Placebop-Wert = 0,0007

Veränderung des IBLS- LS-Mittelwert -0,040 (0,0169) 0,047 (0,0226)

Scores6 in Woche 25 (SF)gegenüber dem Ausgangswert LS-Mittelwert- -0,087 (0,0251)differenz (SF) vs.

Placebo95%-KI -0,1358; -0,0373p-Wert = 0,00061 Definiert als Anteil der Teilnehmer, die in den letzten 12 Wochen des 24-wöchigen verblindeten Behandlungszeitraumsohne Anwendung einer Notfalltherapie bei mindestens zwei Drittel von mindestens 8 nicht fehlenden planmäßigenwöchentlichen Thrombozytenmessungen Thrombozytenzahlen von ≥ 50 000/µl erreichten, vorausgesetzt, dassmindestens 2 nicht fehlende planmäßige wöchentliche Thrombozytenmessungen in den letzten 6 Wochen des24-wöchigen Behandlungszeitraums bei ≥ 50 000/µl liegen.

2 Thrombozytenzahl ≥ 50 000/µl oder zwischen 30 000 µl und < 50 000/µl und mindestens Verdopplung gegenüber dem

Ausgangswert ohne Anwendung einer Notfalltherapie.

3 Thrombozytenzahl ≥ 30 000/µl und mindestens Verdopplung gegenüber dem Ausgangswert ohne Anwendung einer

Notfalltherapie.

4 LS: Least Square (Methode der kleinsten Quadrate)5 n. e.: nicht erreicht6 Die ITP-Blutungsskala (IBLS) ist ein Instrument zur Beurteilung von Blutungen mit Werten von 0 bis 2, wobei höhere

Werte auf ein stärkeres Auftreten ausgeprägter Blutungen hinweisen. Durchschnitt aller anatomischer Strukturen.

Nach der doppelblinden Phase wurden 180 Patienten in die laufende unverblindete Phase(115 Patienten aus der Rilzabrutinib-Gruppe und 65 Patienten aus der Placebo-Gruppe derdoppelblinden Phase) mit einer kumulativen Expositionsdauer gegenüber der Behandlung von75,6 Teilnehmerjahren aufgenommen. Von diesen 180 Patienten haben 115 Patienten die 28-wöchigeunverblindete Phase abgeschlossen.

Während der unverblindeten Phase erreichten 14/65 (21,5 %) der Patienten aus der Placebo-Gruppenach der Exposition gegenüber Rilzabrutinib ein dauerhaftes Ansprechen, und 10/84 (11,9 %) der

Patienten in der Rilzabrutinib-Gruppe erreichten ein dauerhaftes Ansprechen, obwohl sie dieses in derdoppelblinden Phase nicht erreicht hatten.

Kinder und Jugendliche

Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Rilzabrutinib eine Zurückstellung von der

Verpflichtung zur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehreren pädiatrischen

Altersklassen bei ITP gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bez. Informationen zur Anwendung bei Kindernund Jugendlichen).

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Die mittlere Cmax (% VK) und AUC24h (% VK) im Steady State wurden auf 150 ng/ml (56 %) bzw.1 540 ng·h/ml (57,5 %) für die ITP-Population geschätzt. Nach Dosen von 400 mg zweimal täglichwurde eine 1,3-fache Akkumulation, die sich in der Veränderung der maximalen medianen

Konzentrationen zeigte, beobachtet. Rilzabrutinib zeigt im Dosisbereich von 300 mg bis 600 mg einenungefähr dosisproportionalen Anstieg der Exposition.

Resorption

Die absolute orale Bioverfügbarkeit von Rilzabrutinib betrug 4,73 %. Die mediane Dauer bis zurmaximalen Plasmakonzentration von Rilzabrutinib (tmax) betrug 0,5 bis 2,5 Stunden.

Einfluss von Nahrung

Bei Verabreichung einer einzelnen 400-mg-Tablette zusammen mit einer fett- und kalorienreichen

Mahlzeit wurden keine klinisch bedeutsamen Unterschiede der AUC oder Cmax von Rilzabrutinib im

Vergleich zur Gabe im Nüchternzustand beobachtet. Die resultierende tmax war um 1,5 Stundenverlängert.

Verteilung

Das Verteilungsvolumen in der terminalen Endphase (Vz) nach intravenöser Verabreichung beträgt149 l. Die in vitro bestimmte Plasmaproteinbindung von Rilzabrutinib beträgt 97,5 %, hauptsächlichan humanes Serumalbumin gebunden, und das Blut-Plasma-Verhältnis liegt bei 0,786.

Biotransformation

Rilzabrutinib wird überwiegend durch CYP3A-Enzyme metabolisiert.

Elimination/Ausscheidung

Rilzabrutinib wird mit einer t1/2 von ungefähr 3 bis 4 Stunden rasch aus dem Plasma entfernt.

Nach Verabreichung einer einzelnen, 14C-markierten Dosis von 400 mg Rilzabrutinib wurde die

Radioaktivität überwiegend mit den Fäzes (~ 86 %) und in geringerem Umfang im Urin (~ 5 %) undin der Galle (~ 6 %) ausgeschieden. Ungefähr 0,03 % von Rilzabrutinib wird unverändert im Urinausgeschieden.

Besondere Patientengruppen

Basierend auf populationsbezogenen pharmakokinetischen Analysen hatten Geschlecht,

Körpergewicht (Spanne von 36-140 kg), ethnische Zugehörigkeit und Alter (Spanne von 12-80 Jahre)keine relevanten Auswirkungen auf die Pharmakokinetik von Rilzabrutinib. Die Pharmakokinetik von

Rilzabrutinib bei chinesischen und japanischen Populationen ist ähnlich der kaukasischen Population.

Leberfunktionsstörung

Die Exposition gegenüber Rilzabrutinib war bei Patienten mit leichter (Child-Pugh-Klasse A)

Leberfunktionsstörung um ungefähr das 1,5-Fache und bei Patienten mit mittelschwerer (Child-Pugh-

Klasse B) Leberfunktionsstörung um ungefähr das 4,5-Fache erhöht. Rilzabrutinib wurde bei Patientenmit schwerer (Child-Pugh-Klasse C) Leberfunktionsstörung nicht untersucht.

Nierenfunktionsstörung

Patienten mit leichter (60-90 ml/min) oder mittelschwerer (30-60 ml/min) Nierenfunktionsstörungnahmen an klinischen Studien mit Rilzabrutinib teil. Eine populationspharmakokinetische Analysedeutet darauf hin, dass eine leichte oder mittelschwere Nierenfunktionsstörung die Rilzabrutinib-

Exposition nicht beeinflusst.

Hemmung der Transporter

In vitro wurde gezeigt, dass Rilzabrutinib ein Substrat für P-gp und in geringerem Maße einpotenzielles Substrat für BCRP ist. Rilzabrutinib war kein Substrat für OAT1, OAT3, OCT1, OCT2,

OATP1B1, OATP1B3 oder BSEP. Rilzabrutinib zeigte in vitro ein Potenzial zur Hemmung von P-gp,

OATP1B1, OATP1B3 und BSEP. Allerdings weisen PBPK-Simulationen darauf hin, dass

Rilzabrutinib keine relevanten Wirkungen auf das P-gp-, BCRP-, OATP1B1- und OATP1B3-Substrathat (siehe Abschnitt 4.5).

Pharmakokinetische/pharmakodynamische Zusammenhänge

Plasmaexposition und BTK-Rezeptorbesetzung

Rilzabrutinib weist eine kurze systemische Expositionsdauer bei langer Wirkdauer an der Zielstrukturauf, bedingt durch seine langsame Dissoziation von BTK. Bei therapeutischen Dosen bei gesunden

Probanden wurde eine dauerhafte BTK-Besetzung in peripheren mononukleären Blutzellen über einen

Zeitraum von 24 Stunden beobachtet.

5.3 Präklinische Sicherheitsdaten

Allgemeine Toxizität

In einer 6-monatigen Studie zur Toxizität bei wiederholter Gabe an Ratten wurden Ösophagus(Hämorrhagie), Duodenum (Hämorrhagie), Magen (Hämorrhagie), Gehirn (Entzündung, neutrophile

Entzündung), Uterus (Dehnung, Pyometra), Zervix (Uterusdehnung), Vagina (Uterusdehnung) und

Ovarien (Uterusdehnung) als Zielorgane identifiziert. Der No-observed-adverse-effect-level (NOAEL)betrug 150 mg/kg/Tag (AUC-Expositionsspanne 4,5-fach) bei Männchen und 50 mg/kg/Tag (AUC-

Expositionsspanne 3,7-fach) bei Weibchen. Am Ende der 4-wöchigen Erholungsphase wurdenabgesehen vom Gehirn keine mit Rilzabrutinib in Zusammenhang stehenden Veränderungenbeobachtet. Es wurden keine Hinweise auf neurodegenerative oder zelluläre Veränderungen im Gehirnbeobachtet.

In einer 9-monatigen Studie zur Toxizität bei wiederholter Gabe an Hunden wurden Magen(vermehrte intraepitheliale Lymphozyten mit Schleimhautatrophie) und Leber (Kupffer-Zell-

Pigmente, Kupffer-Zell-Hypertrophie und erhöhte ALT- und AST-Werte) als Zielorgane identifiziert.

Der NOAEL in dieser Studie wurde als 30 mg/kg/Tag festgelegt (AUC-Expositionsspanne 0,4- bis0,5-fach). Am Ende der 4wöchigen Erholungsphase waren die Leber- und Magenbefunde abgesehenvon Kupffer-Zell-Pigmenten abgeklungen.

Karzinogenität/Genotoxizität

Rilzabrutinib war in einem bakteriellen Rückmutationstest (Ames) in vitro nicht mutagen, in einem

Chromosomenaberrationstest mit humanen peripheren Lymphozyten in vitro nicht klastogen und auchin einem Mikrokerntest mit Knochenmarkzellen der Ratte in vivo nicht klastogen.

Rilzabrutinib war in einer 6-monatigen Studie an transgenen Mäusen nicht karzinogen.

In einer 2-jährigen Studie zur Karzinogenität an Ratten wurden bei männlichen Ratten bei einer Dosisvon 100 mg/kg/Tag (AUC-Expositionsspanne 2,4-fach) Rilzabrutinib-bedingte Schilddrüsenadenomeund -karzinome beobachtet. Die nicht-karzinogene Dosis wurde als 30 mg/kg/Tag (AUC-

Expositionsspanne 0,64-fach) bei Männchen und 5 mg/kg/Tag (AUC-Expositionsspanne 0,13-fach)bei Weibchen bestimmt. Die Transkriptomanalyse legt nahe, dass Schilddrüsentumore bei Ratten auseiner Rilzabrutinib-vermittelten Störung der Schilddrüsenhormon-Erhaltungsspiegel resultieren. Dafestgestellt wurde, dass dieser nicht-genotoxische Effekt spezifisch für Ratten ist und der

Mechanismus als nicht relevant für den Menschen angesehen wird, wird das Potenzial für

Schilddrüsentumoren beim Menschen als gering eingeschätzt. In dieser Studie wurde die nicht-neoplastische Beobachtung einer Erythrozytose in den mesenterialen Lymphknoten festgestellt.

Entwicklungs- und Reproduktionstoxizität

In der kombinierten Studie zur Fertilität bei männlichen und weiblichen Ratten wurden für keinen der

Reproduktionsparameter Rilzabrutinib-bedingte Wirkungen beobachtet. Der NOAEL für Fertilität,

Reproduktionsleistung und frühembryonale Entwicklung wurde als 300 mg/kg/Tag(HED 48 mg/kg/Tag), d. h. die höchste untersuchte Dosis, bestimmt.

In definitiven Studien zur embryofetalen Toxizität bei Ratten und Kaninchen wurden keine

Rilzabrutinib-bedingten fetalen entwicklungsbedingten und fetalen äußeren, viszeralen oderskelettalen Fehlbildungen beobachtet. Der NOAEL in Bezug auf die embryofetale Entwicklung betrugbei Ratten 300 mg/kg/Tag und bei Kaninchen 100 mg/kg/Tag, welches die höchsten untersuchten

Dosen waren. Das Expositionsverhältnis (AUC) beim embryofetalen NOAEL im Vergleich zurhumantherapeutischen Exposition bei 400 mg zweimal täglich betrug bei Ratten 11,1 und bei

Kaninchen 4,5. Skelettale Variationen von unbekannter Relevanz wurden bei denselben höchsten

Dosisstufen beobachtet. Die Variationen bestanden in einer veränderten Anzahl der Brust- und

Lendenwirbel (Ratten und Kaninchen) und einer erhöhten Inzidenz überzähliger Rippenpaare (Ratten).

Solche Variationen wurden bei 150 und 30 mg/kg/Tag (was einer AUC-Expositionsspanne von 11,9-bzw. 0,24-fach der klinischen Exposition bei 400 mg zweimal täglich entspricht) bei Ratten bzw.

Kaninchen nicht beobachtet. In einer explorativen Studie zur embryofetalen Untersuchung an Rattenwurde bei 500 mg/kg/Tag (AUC-Expositionsspanne 21,8-fach) vermehrter Postimplantationsverlustund die Inzidenz einer frühen Resorption und verringertes fetales Gewicht beobachtet. Bei500 mg/kg/Tag wurden fetale äußere, viszerale und skelettale Veränderungen beobachtet. Bei≤ 150 mg/kg/Tag (AUC-Expositionsspanne 10-fach) wurden keine Missbildungen festgestellt. In einerexplorativen Studie zur embryofetalen Untersuchung von Kaninchen wurde bei 150 mg/kg/Tag (AUC-

Expositionsspanne 5,6-fach) eine leichte Zunahme der Inzidenz der frühen Resorption beobachtet. Bei150 mg/kg/Tag (AUC-Expositionsspanne 5,6-fach) wurden fetale viszerale Veränderungenbeobachtet.

In einer Studie zur prä-/postnatalen Entwicklungstoxizität, bei der die Wirkungen von oralverabreichtem Rilzabrutinib untersucht wurden, wurde der NOAEL der maternalen (F0) systemischen

Toxizität als 50 mg/kg/Tag (HED 8,1 mg/kg/Tag) bestimmt. Der NOAEL für dieneonatale/Entwicklungstoxizität bei F1-Tieren wurde als 150 mg/kg/Tag (HED 24,2 mg/kg/Tag)bestimmt, und die NOAEL für die parentale Systemtoxizität bei der F1-Generation, die

Reproduktionstoxizität bei der F1-Generation und die embryonale Toxizität bei der F2-Generationwurden als 300 mg/kg/Tag (HED 48 mg/kg/Tag) bestimmt.

Andere Toxizitätsstudien

Rilzabrutinib zeigte im 3T3-Neutralrot-Fototoxizitätstest in vitro kein fototoxisches Potenzial.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern

Mikrokristalline Cellulose (E 460)

Crospovidon (Typ A) (E 1202)

Natriumstearylfumarat

Filmüberzug:

Polyvinylalkohol (E 1203)

Macrogol (E 1521)

Titandioxid (E 171)

Talkum (E 553b)

Gelborange S (E 110)

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Haltbarkeit

3 Jahre.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind bezüglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungenerforderlich. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Weiße, undurchsichtige Polyvinylchlorid(PVC)/Polychlortrifluorethylen(PCTFE)-Aluminium-

Blisterpackungen in einer Blisterkarte mit Tag-/Nacht-Symbolen, die 28 Filmtabletten enthält.

Packungsgrößen:

Jeder Blisterkarton enthält 28 Filmtabletten.

Jede Packung enthält:

* 28 Filmtabletten

* 56 (2 Blisterkartons zu je 28) Filmtabletten

* 196 (7 Blisterkartons zu je 28) Filmtabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen. Keine besonderen Anforderungen für die Beseitigung.

7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS

Sanofi B.V.

Paasheuvelweg 251105 BP Amsterdam

Niederlande

8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)

EU/1/25/1974/001

EU/1/25/1974/002

EU/1/25/1974/003

9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung:

10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.