Angewendet bei: Pilzinfektionen
Substanz: Voriconazol (Azol-Antimykotikum)
ATC: J02AC03 (ANTIINFEKTIVA ZUR SYSTEMISCHEN ANWENDUNG | ANTIMYKOTIKA ZUR SYSTEMISCHEN ANWENDUNG | Triazol-Derivate)
Voriconazol ist ein Antimykotikum, das zur Behandlung schwerer Pilzinfektionen wie invasiver Aspergillose, ösophagealer Candidose und anderer Pilzinfektionen durch Candida- oder Fusarium-Arten eingesetzt wird. Es gehört zur Klasse der Triazole und wirkt, indem es die Synthese von Ergosterol hemmt, einem wesentlichen Bestandteil der Pilzzellmembran, was zum Absterben der Pilze führt.
Voriconazol ist besonders für immungeschwächte Patienten indiziert, wie z. B. Personen mit Organtransplantationen, Krebs oder anderen Erkrankungen, die das Immunsystem schwächen. Es ist in Form von Tabletten, Suspensionen zum Einnehmen oder intravenösen Injektionen erhältlich, und die Dosierung wird basierend auf dem Gewicht des Patienten und der Schwere der Infektion angepasst.
Häufige Nebenwirkungen sind Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Hautausschläge, Sehstörungen (wie verschwommenes Sehen oder Lichtempfindlichkeit) und erhöhte Leberenzyme. In seltenen Fällen können schwerwiegendere Reaktionen wie schwere Hepatotoxizität, allergische Reaktionen oder Herzrhythmusstörungen auftreten.
Die Behandlung mit Voriconazol erfordert eine sorgfältige Überwachung, einschließlich regelmäßiger Tests der Leber- und Nierenfunktion. Patienten sollten eine längere Sonnenexposition vermeiden, da Voriconazol die Hautempfindlichkeit gegenüber UV-Strahlung erhöhen kann. Das Medikament sollte gemäß den Anweisungen des Arztes eingenommen werden, und Dosisanpassungen sollten mit Vorsicht vorgenommen werden.
G10 (C1) - Leukämien, Lymphome und Knochenmarkaplasie, Tumoren
Preis
Zuzahlung
Patient
1139.61 RON
1085.87 RON
53.74 RON
GX (C1) - GENERIC (wird in der Kompensationsliste C1 für eine andere Diagnose verwendet)
Preis
Zuzahlung
Patient
1139.61 RON
1085.87 RON
53.74 RON
NGP 1.A (C2) - Menschen mit HIV / AIDS und Behandlung nach Exposition
Preis
Zuzahlung
Patient
1139.61 RON
1085.87 RON
53.74 RON
NGP 9.4 (C2) - Nierentransplantation, kombinierte Nieren- und Bauchspeicheldrüsentransplantation
Preis
Zuzahlung
Patient
1139.61 RON
1085.87 RON
53.74 RON
NGP 9.5 (C2) - Pankreaszelltransplantation
Preis
Zuzahlung
Patient
1139.61 RON
1085.87 RON
53.74 RON
NGP 9.7 (C2) - Ambulante Behandlung von Transplantationspatienten
Preis
Zuzahlung
Patient
1139.61 RON
1085.87 RON
53.74 RON
Preis
Zuzahlung
Patient
1139.61 RON
1085.87 RON
53.74 RON
Voriconazol Accord 50 mg Filmtabletten
Voriconazol Accord 200 mg Filmtabletten
Voriconazol Accord 50 mg Filmtabletten1 Tablette enthält 50 mg Voriconazol.
Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung1 Tablette enthält 63 mg Lactose (als Monohydrat).
Voriconazol Accord 200 mg Filmtabletten1 Tablette enthält 200 mg Voriconazol.
Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung1 Tablette enthält 251 mg Lactose (als Monohydrat).
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
Voriconazol Accord 50 mg Filmtabletten
Weiße bis weißliche, runde Filmtablette mit ca. 7,0 mm Durchmesser mit der Prägung 'V50“ auf dereinen Seite und glatt auf der anderen Seite.
Voriconazol Accord 200 mg Filmtabletten
Weiße bis weißliche, ovale Filmtablette mit ca. 15,6 mm Länge und 7,8 mm Breite mit der Prägung'V200“ auf der einen Seite und glatt auf der anderen Seite.
Voriconazol Accord ist ein Breitspektrum-Triazol-Antimykotikum für folgende Anwendungsgebietebei Erwachsenen und Kindern ab 2 Jahre:
Behandlung der invasiven Aspergillose.
Behandlung der Candidämie bei nicht neutropenischen Patienten.
Behandlung von Fluconazol-resistenten, schweren invasiven Candida-Infektionen (einschließlichdurch C. krusei).
Behandlung schwerer Pilzinfektionen, hervorgerufen durch Scedosporium spp. und Fusarium spp.
Voriconazol Accord sollte in erster Linie bei Patienten mit progressiven, möglicherweiselebensbedrohlichen Infektionen eingesetzt werden.
Prophylaxe invasiver Pilzinfektionen bei Hochrisikopatienten mit allogener hämatopoetischer
Stammzelltransplantation (HSZT).
Vor und während einer Behandlung mit Voriconazol müssen Störungen des Elektrolythaushalts, wiez. B. Hypokaliämie, Hypomagnesiämie und Hypokalzämie, kontrolliert und ggf. ausgeglichen werden(siehe Abschnitt 4.4).
Voriconazol ist auch als 200 mg Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung und 40 mg/ml Pulverzur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen erhältlich.
BehandlungDie Behandlung muss intravenös oder oral mit der unten angegebenen Anfangsdosis von Voriconazolbegonnen werden, damit am 1. Behandlungstag Plasmaspiegel wie im Steady State erreicht werden.
Aufgrund der hohen oralen Bioverfügbarkeit (96 %, siehe Abschnitt 5.2) ist ein Wechsel zwischenintravenöser und oraler Darreichungsform angebracht, sofern dies klinisch indiziert ist.
Die folgende Tabelle enthält detaillierte Angaben zu den Dosierungsempfehlungen:
Intravenös Oral
Patienten ab 40 kg KG* Patienten unter 40 kg KG*
Anfangsdosis 6 mg/kg KG alle 400 mg alle 12 Stunden 200 mg alle 12 Stunden(innerhalb der 12 Stundenersten 24 Stunden)
Erhaltungsdosis 4 mg/kg KG, 200 mg zweimal täglich 100 mg zweimal täglich(nach den ersten zweimal tägllich24 Stunden)
*Dies gilt auch für Patienten im Alter von 15 Jahren und darüber.
Dauer der BehandlungAbhängig vom klinischen und mykologischen Ansprechen des Patienten sollte die
Behandlungsdauer so kurz wie möglich sein. Die langfristige Exposition gegenüber
Voriconazol, die 180 Tage (6 Monate) überschreitet, erfordert eine sorgfältige Nutzen-Risiko-
Bewertung (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1).
Dosierungsanpassung (Erwachsene)
Bei unzureichendem Ansprechen des Patienten auf die Therapie kann die Erhaltungsdosis bei oraler
Anwendung auf 300 mg zweimal täglich erhöht werden. Bei Patienten mit einem Körpergewicht unter40 kg kann die orale Dosierung auf 150 mg zweimal täglich erhöht werden.
Sollte der Patient die Behandlung mit einer höheren Dosis nicht vertragen, muss die orale Dosierungin Schritten von 50 mg auf die Erhaltungsdosis von 200 mg zweimal täglich (bzw. 100 mg zweimaltäglich bei Patienten unter 40 kg Körpergewicht) verringert werden.
Anwendung zur Prophylaxe: siehe unten.
Kinder (2 bis < 12 Jahre) und junge Jugendliche mit niedrigem Körpergewicht (12 bis 14 Jahre undunter 50 kg)
Voriconazol sollte wie bei Kindern dosiert werden, da diese jungen Jugendlichen Voriconazol eherwie Kinder als wie Erwachsene metabolisieren dürften.
Die empfohlene Dosierung beträgt:
Intravenös Oral
Anfangsdosis (innerhalb der 9 mg/kg KG alle 12 Stunden nicht empfohlenersten 24 Stunden)
Erhaltungsdosis (nach den 8 mg/kg KG zweimal täglich 9 mg/kg KG zweimal täglichersten 24 Stunden) (Maximaldosis: 350 mgzweimal täglich)
Hinweis: Basierend auf einer pharmakokinetischen Populationsanalyse von 112 immungeschwächtenpädiatrischen Patienten im Alter von 2 bis < 12 Jahren und 26 immungeschwächten
Jugendlichen im Alter von 12 bis < 17 Jahren
Es wird empfohlen, die Therapie mit intravenöser Gabe zu beginnen. Eine orale Anschlusstherapiesollte nur dann erwogen werden, wenn eine deutliche klinische Verbesserung eingetreten ist. Es ist zuberücksichtigen, dass eine intravenöse Dosis von 8 mg/kg eine ca. 2-fach höhere Voriconazol-
Exposition ergibt als eine orale Dosis von 9 mg/kg.
Die Empfehlungen zur oralen Dosierung in der Pädiatrie ergeben sich aus Studien, in denen
Voriconazol als Suspension zum Einnehmen angewendet wurde. Die Bioäquivalenz zwischen der
Suspension zum Einnehmen und den Filmtabletten wurde bei Kindern nicht untersucht. Bedenkt mandie angenommene limitierte gastrointestinale Transitzeit bei pädiatrischen Patienten, kann die
Resorption der Tabletten bei ihnen anders als bei Erwachsenen sein. Für Kinder im Alter von 2 bis< 12 Jahren wird daher die Suspension zum Einnehmen empfohlen.
Alle anderen Jugendlichen (12 bis 14 Jahre und ≥ 50 kg; 15 bis 17 Jahre unabhängig vom
Körpergewicht)
Voriconazol sollte wie bei Erwachsenen dosiert werden.
Dosisanpassung (Kinder [2 bis <12 Jahre] und junge Jugendliche mit niedrigem Körpergewicht[12 bis 14 Jahre und < 50 kg])
Bei ungenügendem Ansprechen des Patienten auf die Therapie kann die Dosis in Schritten von1 mg/kg erhöht werden (oder in 50-mg-Schritten, wenn initial die orale Maximaldosis von 350 mggegeben wurde). Sollte der Patient die Therapie nicht vertragen, kann die Dosis in Schritten von1 mg/kg reduziert werden (oder in 50-mg-Schritten, wenn initial die orale Maximaldosis von 350 mggegeben wurde).
Die Anwendung bei pädiatrischen Patienten im Alter von 2 bis < 12 Jahren mit Leber- oder
Niereninsuffizienz wurde nicht untersucht (siehe Abschnitte 4.8 und 5.2).
Prophylaxe bei Erwachsenen und Kindern
Die Prophylaxe sollte am Tag der Transplantation eingeleitet und kann für bis zu 100 Tage verabreichtwerden. Die Prophylaxe sollte in Abhängigkeit vom Risiko der Entwicklung einer invasiven
Pilzinfektion (IFI), definiert durch Neutropenie oder Immunsuppression, so kurz wie möglich sein.
Nur bei fortgesetzter Immunsuppression oder Graft-versus-Host-Disease (GvHD) darf sie für bis zu180 Tage nach der Transplantation durchgeführt werden (siehe Abschnitt 5.1).
DosierungDas empfohlene Dosierungsschema für die Prophylaxe entspricht demjenigen für die Behandlung derjeweiligen Altersgruppen. Hierzu die oben stehenden Behandlungstabellen beachten..
Dauer der Prophylaxe
Die Unbedenklichkeit und Wirksamkeit der Anwendung von Voriconazol über mehr als 180 Tage istnicht ausreichend im Rahmen klinischer Studien untersucht worden.
Die Anwendung von Voriconazol zu Zwecken der Prophylaxe über mehr als 180 Tage(6 Monate) erfordert eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Bewertung (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1).
Die folgenden Hinweise gelten sowohl für die Behandlung als auch für die Prophylaxe
DosisanpassungBei Anwendung zu Zwecken der Prophylaxe werden Dosisanpassungen bei Wirkungsverlust oderbehandlungsbedingten Nebenwirkungen nicht empfohlen. Bei behandlungsbedingten Nebenwirkungensollte das Absetzen von Voriconazol und die Anwendung alternativer antifungaler Wirkstoffe erwogenwerden (siehe Abschnitte 4.4 und 4.8)
Dosisanpassung bei Gabe von Begleitmedikation
Phenytoin kann gleichzeitig mit Voriconazol angewendet werden, wenn die Erhaltungsdosis von
Voriconazol von 200 mg auf 400 mg oral zweimal täglich erhöht wird, bzw. von 100 mg auf 200 mgoral zweimal täglich bei Patienten mit einem Körpergewicht unter 40 kg (siehe Abschnitte 4.4 und4.5).
Die Kombination von Voriconazol mit Rifabutin sollte möglichst vermieden werden. Wenn die
Kombination jedoch eindeutig indiziert ist, kann die Erhaltungsdosis von Voriconazol von 200 mg auf350 mg oral zweimal täglich erhöht werden, bzw. von 100 mg auf 200 mg oral zweimal täglich bei
Patienten mit einem Körpergewicht unter 40 kg (siehe Abschnitte 4.4 und 4.5).
Efavirenz kann gleichzeitig mit Voriconazol angewendet werden, wenn die Erhaltungsdosis von
Voriconazol auf 400 mg alle 12 Stunden erhöht und die Dosis von Efavirenz um 50 %, d. h. auf300 mg einmal täglich, verringert wird. Wenn die Therapie mit Voriconazol beendet wird, musswieder die ursprüngliche Dosis von Efavirenz gegeben werden (siehe Abschnitte 4.4 und 4.5).
Ältere PatientenEine Dosisanpassung bei älteren Patienten ist nicht erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).
Eingeschränkte NierenfunktionDie Pharmakokinetik von oral angewendetem Voriconazol wird durch eine eingeschränkte
Nierenfunktion nicht beeinflusst. Daher ist bei Patienten mit einer leichten bis schweren
Einschränkung der Nierenfunktion keine Anpassung der oralen Dosierung erforderlich (siehe
Abschnitt 5.2).
Voriconazol wird mit einer Clearance von 121 ml/min hämodialysiert. In einer 4-stündigen
Hämodialyse wird Voriconazol nicht ausreichend eliminiert, um eine Dosisanpassung zu rechtfertigen.
Eingeschränkte LeberfunktionEs wird empfohlen, bei Patienten mit leichter bis mäßiger Leberzirrhose (Child-Pugh A und B) dieangegebene Anfangsdosis von Voriconazol zu verwenden, die Erhaltungsdosis jedoch zu halbieren(siehe Abschnitt 5.2).
Voriconazol wurde bei Patienten mit schwerer chronischer Leberzirrhose (Child-Pugh C) nichtuntersucht.
Es liegen keine hinreichenden Daten über die Sicherheit von Voriconazol bei Patienten mit erhöhten
Leberfunktionswerten (Aspartat-Aminotransferase [AST], Alanin-Aminotransferase [ALT], alkalische
Phosphatase [ALP] oder Gesamtbilirubin > 5-Faches des oberen Normwerts) vor.
Voriconazol wurde mit einer Erhöhung von Leberwerten und klinischen Zeichen von Leberschäden,wie beispielsweise Gelbsucht, in Verbindung gebracht und darf bei Patienten mit schweren
Leberschäden nur verwendet werden, wenn der Nutzen das potenzielle Risiko überwiegt. Patienten mitschweren Leberschäden müssen bezüglich schädlicher Arzneimittelwirkungen sorgfältig überwachtwerden (siehe Abschnitt 4.8).
Pädiatrische Patienten
Die Unbedenklichkeit und Wirksamkeit von Voriconazol bei Kindern unter 2 Jahren wurde nichtuntersucht. Die derzeit vorliegenden Daten werden in den Abschnitten 4.8 und 5.1 beschrieben, eskönnen jedoch keine Dosierungsempfehlungen gemacht werden.
Art der AnwendungVoriconazol Accord Filmtabletten sollen im Abstand von mindestens 1 Stunde vor oder 1 Stunde nacheiner Mahlzeit eingenommen werden.
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
Die gleichzeitige Anwendung von Voriconazol ist kontraindiziert bei Arzneimitteln, deren
Metabolismus stark von CYP3A4 abhängig ist und bei denen erhöhte Plasmakonzentrationen mitschwerwiegenden und/oder lebensbedrohlichen Reaktionen verbunden sind (siehe Abschnitt 4.5):
* Terfenadin, Astemizol
* Cisaprid
* Pimozid, Lurasidon
* Quinidin
* Ivabradin
* Ergot-Alkaloide (z. B. Ergotamin, Dihydroergotamin)
* Sirolimus
* Naloxegol
* Tolvaptan
* Finerenon
* Venetoclax: Die gleichzeitige Anwendung ist kontraindiziert zu Beginn und während der
Titrationsphase der Venetoclax-Dosis.
Die gleichzeitige Anwendung von Voriconazol ist kontraindiziert mit Arzneimitteln, die CYP3A4induzieren und die Voriconazol-Plasmakonzentrationen signifikant senken:
* Gleichzeitige Anwendung mit Rifampicin, Carbamazepin, lang wirksamen Barbituraten wie
Phenobarbital und Johanniskraut (siehe Abschnitt 4.5).
* Efavirenz:
Gleichzeitige Anwendung von Voriconazol in Standarddosen zusammen mit Efavirenz in einer
Dosierung von einmal täglich 400 mg oder höher ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.5). Siehe
Abschnitt 4.4 für Informationen zur gleichzeitigen Anwendung von Voriconazol und niedrigeren
Dosen von Efavirenz.
* Ritonavir:
Gleichzeitige Anwendung mit hoch dosiertem Ritonavir (zweimal täglich 400 mg oder mehr) istkontraindiziert (siehe Abschnitt 4.5). Siehe Abschnitt 4.4 für Informationen zur gleichzeitigen
Anwendung von Voriconazol und niedrigeren Dosen von Ritonavir.
Voriconazol Accord darf bei Patienten mit einer Überempfindlichkeit gegen andere Azole nur mit
Vorsicht angewendet werden (siehe auch Abschnitt 4.8).
Herz-Kreislauf-System
Voriconazol wurde mit einer Verlängerung des QTc-Intervalls in Verbindung gebracht. Bei Patientenmit Risikofaktoren wie beispielsweise nach kardiotoxischer Chemotherapie, mit Kardiomyopathie,
Hypokaliämie und Begleitmedikation, die ebenfalls dazu beigetragen haben könnte, kam es unter
Voriconazol in seltenen Fällen zu Torsade de pointes. Bei Patienten mit einer Prädisposition für
Herzrhythmusstörungen muss Voriconazol mit Vorsicht eingesetzt werden, z. B. bei:
* kongenitaler oder erworbener QTc-Verlängerung.
* Kardiomyopathie, speziell bei bestehender Herzinsuffizienz.
* Sinusbradykardie.
* bestehenden symptomatischen Arrhythmien.
* Komedikation, die bekanntermaßen das QTc-Intervall verlängert.
Vor Beginn und während einer Behandlung mit Voriconazol müssen Störungen des
Elektrolythaushalts, wie z. B. Hypokaliämie, Hypomagnesiämie und Hypokalzämie,kontrolliert und ggf. ausgeglichen werden (siehe Abschnitt 4.2). In einer Studie an gesunden
Probanden wurden die Auswirkungen einer Einmalgabe von bis zum 4-Fachen der üblichen
Voriconazol-Tagesdosis auf das QTc-Intervall untersucht. Bei keinem der Probanden wurdedie möglicherweise klinisch relevante Verlängerung des QTc-Intervalls von 500 msecüberschritten (siehe Abschnitt 5.1).
LebertoxizitätIn klinischen Studien mit Voriconazol kam es zu Fällen schwerer Leberfunktionsstörungen(einschließlich Hepatitis, Cholestase und fulminanten Leberversagens, auch mit tödlichem Ausgang).
Fälle von Leberfunktionsstörungen wurden vor allem bei Patienten mit schweren Grunderkrankungen(vorwiegend bei malignen hämatologischen Erkrankungen) beobachtet. Vorübergehende
Leberfunktionsstörungen, einschließlich Hepatitis und Gelbsucht, traten bei Patienten ohne sonstigeerkennbare Risikofaktoren auf. Mit Absetzen der Therapie waren die Leberfunktionsstörungen in der
Regel reversibel (siehe Abschnitt 4.8).
Kontrolle der Leberfunktionsparameter
Patienten, die mit Voriconazol Accord behandelt werden, müssen sorgfältig auf Lebertoxizitätüberwacht werden. Dazu sollten Laboruntersuchungen der Leberfunktionswerte (insbesondere ASTund ALT) zu Beginn der Therapie mit Voriconazol Accord und mindestens einmal wöchentlich im1. Behandlungsmonat gehören. Die Behandlungsdauer sollte so kurz wie möglich sein. Sollte nacherfolgter Nutzen-Risiko-Bewertung jedoch die Therapie fortgesetzt werden (siehe Abschnitt 4.2), kanndie Häufigkeit der Kontrollen auf einmal monatlich reduziert werden, wenn sich keine Änderungender Leberfunktionswerte ergeben.
Wenn die Leberfunktionswerte deutlich ansteigen, sollte die Therapie mit Voriconazol Accordabgebrochen werden, es sei denn, die medizinische Nutzen-Risiko-Abwägung für den Patientenrechtfertigt eine Weiterführung.
Die Kontrolle der Leberfunktionsparameter sollte sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenendurchgeführt werden.
Schwere Nebenwirkungen der Haut
* Phototoxizität
Unter Voriconazol Accord kam es darüber hinaus zu Phototoxizität, einschließlich Reaktionen wie
Ephelides, Lentigo und Keratosis actinica, und Pseudoporphyrie. Es besteht möglicherweise einerhöhtes Risiko für Hautreaktionen/ -toxizitäten bei gleichzeitiger Anwendung von Substanzen, die die
Lichtempfindlichkeit erhöhen (z.B. Methotrexat, usw.). Es wird empfohlen, dass alle Patienten,einschließlich Kinder, während einer Behandlung mit Voriconazol Accord Sonnenlichtexpositionvermeiden und Schutzmaßnahmen wie entsprechende Bekleidung und ein Sonnenschutzmittel mithohem Lichtschutzfaktor (LSF) anwenden.
* Plattenepithelkarzinome der Haut (SCC)
Plattenepithelkarzinome der Haut (einschließlich SCC der Haut in situ oder Morbus Bowen) wurdenbei Patienten beobachtet, von denen einige über frühere phototoxische Reaktionen berichtet haben.
Beim Auftreten phototoxischer Reaktionen sollte eine multidisziplinäre Konsultation erwogen und der
Patient an einen Dermatologen überwiesen werden. Ein Absetzen von Voriconazol Accord sowie die
Anwendung alternativer antifungaler Wirkstoffe sollten erwogen werden. Wird die Therapie mit
Voriconazol Accord trotz vorliegender phototoxisch bedingter Läsionen fortgesetzt, solltesystematisch und regelmäßig eine dermatologische Bewertung durchgeführt werden, um prämaligne
Läsionen frühzeitig erkennen und Maßnahmen ergreifen zu können. Falls prämaligne Hautläsionenoder Plattenepithelkarzinome festgestellt werden, sollte Voriconazol Accord abgesetzt werden (sieheunten in diesem Abschnitt unter 'Langzeittherapie“).
* Schwere arzneimittelinduzierte Hautreaktionen
Unter Anwendung von Voriconazol wurden schwere arzneimittelinduzierte Hautreaktionen (SCAR)wie Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxisch epidermale Nekrolyse (TEN) und Arzneimittelexanthemmit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom) berichtet, die lebensbedrohlichoder tödlich verlaufen können. Falls ein Patient einen Hautausschlag entwickelt, muss er engmaschigüberwacht und Voriconazol Accord muss abgesetzt werden, wenn die Schädigung fortschreitet.
Nebenwirkungen der Nebennieren
Reversible Fälle von Nebenniereninsuffizienz wurden bei Patienten berichtet, die Azole, einschließlich
Voriconazol, erhielten. Bei Patienten, die Azole mit oder ohne begleitenden Kortikosteroidenerhielten, wurde über Nebenniereninsuffizienz berichtet. Bei Patienten, die Azole ohne
Kortikosteroide erhalten, ist die Nebenniereninsuffizienz auf die direkte Hemmung der Steroidgenesedurch Azole zurückzuführen. Bei Patienten, die Kortikosteroide einnehmen, kann die durch
Voriconazol verursachte Hemmung ihres CYP3A4-Stoffwechsels zu einen Kortikosteroidüberschussund einer Nebennierensuppression führen (siehe Abschnitt 4.5). Ein Cushing-Syndrom mit und ohnenachfolgende Nebenniereninsuffizienz wurde auch bei Patienten berichtet, die Voriconazolgleichzeitig mit Kortikosteroiden erhielten.
Patienten unter Langzeittherapie mit Voriconazol und Kortikosteroiden (einschließlich inhalativer
Kortikosteroide, z. B. Budesonid und intranasale Kortikosteroide) sollten sowohl während der
Behandlung als auch nach dem Absetzen von Voriconazol sorgfältig auf Funktionsstörungen der
Nebennierenrinde überwacht werden (siehe Abschnitt 4.5). Die Patienten sollten angewiesen werden,umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn sie Anzeichen und Symptome eines Cushing-
Syndroms oder einer Nebenniereninsuffizienz entwickeln.
Langzeittherapie
Eine langfristige Exposition (Behandlung oder Prophylaxe), die 180 Tage (6 Monate) überschreitet,erfordert eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Bewertung. Der Arzt sollte daher die Notwendigkeit einer
Begrenzung der Voriconazol Accord -Exposition erwägen (siehe Abschnitte 4.2 und 5.1).
Plattenepithelkarzinome der Haut (SSC) (einschließlich SCC der Haut in situ oder Morbus Bowen)wurden im Zusammenhang mit einer Langzeittherapie mit Voriconazol Accord berichtet (siehe
Abschnitt 4.8).
Über eine nicht infektiöse Periostitis mit erhöhten Fluorid- und Alkalische-Phosphatase-Spiegelnwurde bei transplantierten Patienten berichtet. Wenn der Patient Schmerzen im Bewegungsapparatentwickelt und radiologische Befunde eine Periostitis vermuten lassen, sollte ein Absetzen von
Voriconazol Accord nach multidisziplinärer Konsultation erwogen werden (siehe Abschnitt 4.8).
Nebenwirkungen am Auge
Es wurde über anhaltende Nebenwirkungen am Auge, einschließlich verschwommenen Sehens,
Optikusneuritis und Papillenödems, berichtet (siehe Abschnitt 4.8).
Nebenwirkungen an den Nieren
Bei schwerkranken Patienten wurde unter Voriconazol-Therapie akutes Nierenversagen beobachtet.
Patienten, die Voriconazol erhalten, erhalten häufig gleichzeitig nephrotoxische Medikamente undleiden an Begleiterkrankungen, die zu einer Einschränkung der Nierenfunktion führen können (siehe
Abschnitt 4.8).
Kontrolle der Nierenfunktionsparameter
Die Patienten müssen im Hinblick auf das Auftreten von Nierenfunktionsstörungen überwacht werden.
Dies sollte Laboruntersuchungen, vor allem Serumkreatinin, einschließen.
Überwachung der Pankreasfunktion
Patienten, speziell Kinder, mit Risikofaktoren für eine akute Pankreatitis (z. B. aufgrundvorangegangener Chemotherapie oder hämatopoetischer Stammzelltransplantation) müssen währendeiner Behandlung mit Voriconazol Accord engmaschig überwacht werden. Hierbei kann eine
Kontrolle der Serumamylase oder -lipase in Erwägung gezogen werden.
Pädiatrische Patienten
Die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit bei Kindern unter 2 Jahren wurde bisher nicht untersucht(siehe auch Abschnitte 4.8 und 5.1). Voriconazol kann bei Kindern ab 2 Jahre eingesetzt werden. Bei
Kindern und Jugendlichen wurden häufiger erhöhte Leberenzyme beobachtet (siehe Abschnitt 4.8).
Eine Kontrolle der Leberfunktionsparameter sollte sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenendurchgeführt werden. Die orale Bioverfügbarkeit kann bei pädiatrischen Patienten im Alter von 2 bis<12 Jahren mit Malabsorption und für ihr Alter sehr niedrigem Körpergewicht eingeschränkt sein. Indiesem Fall wird die intravenöse Gabe von Voriconazol empfohlen.
* Schwere Nebenwirkungen der Haut (einschließlich SSC)
Die Häufigkeit von phototoxischen Reaktionen ist bei Kindern und Jugendlichen höher. Da eine
Entwicklung hin zu SCC berichtet wurde, sind bei dieser Patientenpopulation strengste
Lichtschutzmaßnahmen angezeigt. Bei Kindern mit Photoaging-Verletzungen, wie Lentigines oder
Ephelides, werden das Meiden von Sonnenlicht sowie eine dermatologische Nachsorge selbst nach
Abbruch der Behandlung empfohlen.
ProphylaxeIm Fall von behandlungsbedingten Nebenwirkungen (Lebertoxizität, schwere Hautreaktionen,einschließlich Phototoxizität und SCC, schwere oder langanhaltende Sehstörungen und Periostitis),müssen der Abbruch der Behandlung mit Voriconazol und die Anwendung alternativer antifungaler
Wirkstoffe erwogen werden.
Phenytoin (CYP2C9-Substrat und ausgeprägter CYP450-Induktor)
Wenn Phenytoin zusammen mit Voriconazol gegeben wird, wird eine sorgfältige Überwachung der
Phenytoin-Spiegel empfohlen. Die gleichzeitige Anwendung von Voriconazol und Phenytoin mussvermieden werden, es sei denn, der therapeutische Nutzen überwiegt das mögliche Risiko (siehe
Abschnitt 4.5).
Efavirenz (CYP450-Induktor; CYP3A4-Hemmer und -Substrat)
Wenn Voriconazol zusammen mit Efavirenz gegeben wird, muss die Dosis von Voriconazol auf400 mg alle 12 Stunden erhöht und die Dosis von Efavirenz auf 300 mg alle 24 Stunden verringertwerden (siehe Abschnitte 4.2, pct. 4.3 und 4.5).
Glasdegib (CYP3A4-Substrat)
Es ist davon auszugehen, dass die gleichzeitige Gabe von Voriconazol die Plasmakonzentration von
Glasdegib und das Risiko einer Verlängerung des QTc-Intervalls erhöht (siehe Abschnitt 4.5). Wenndie gleichzeitige Anwendung nicht vermieden werden kann, wird eine engmaschige
EKGÜberwachung empfohlen.
Tyrosinkinasehemmer (CYP3A4-Substrat)
Es ist davon auszugehen, dass die gleichzeitige Gabe von Voriconazol mit Tyrosinkinasehemmern, diedurch CYP3A4 metabolisiert werden, die Plasmakonzentration der Tyrosinkinasehemmer und das
Risiko für Nebenwirkungen erhöht. Wenn die gleichzeitige Anwendung nicht vermieden werden kann,werden eine Dosisreduktion des Tyrosinkinasehemmers und eine engmaschige klinische
Überwachung empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).
Rifabutin (ausgeprägter CYP450-Induktor)
Wenn Rifabutin zusammen mit Voriconazol gegeben wird, wird eine sorgfältige Überwachung des
Blutbilds und der Nebenwirkungen von Rifabutin (z. B. Uveitis) empfohlen. Die gleichzeitige
Anwendung von Voriconazol und Rifabutin muss vermieden werden, es sei denn, der therapeutische
Nutzen überwiegt das mögliche Risiko (siehe Abschnitt 4.5).
Ritonavir (ausgeprägter CYP450-Induktor; CYP3A4-Hemmer und -Substrat)
Die gleichzeitige Gabe von Voriconazol und niedrig dosiertem Ritonavir (zweimal täglich 100 mg)muss vermieden werden, es sei denn, die Nutzen-Risiko-Abwägung für den Patienten rechtfertigt die
Anwendung von Voriconazol (siehe Abschnitte 4.3 und 4.5).
Everolimus (CYP3A4-Substrat; P-gp-Substrat)
Die gleichzeitige Gabe von Voriconazol und Everolimus wird nicht empfohlen, da erwartet wird, dass
Voriconazol die Konzentration von Everolimus signifikant erhöht. Derzeit liegen unzureichende Datenfür eine Dosierungsempfehlung in dieser Situation vor (siehe Abschnitt 4.5).
Methadon (CYP3A4-Substrat)
Da die Methadon-Spiegel bei gleichzeitiger Gabe von Voriconazol anstiegen, wird während einer
Komedikation mit Voriconazol eine häufige Kontrolle hinsichtlich Nebenwirkungen und Toxizität von
Methadon, einschließlich einer Verlängerung der QTc-Zeit, empfohlen. Eine Dosisreduktion von
Methadon kann notwendig werden (siehe Abschnitt 4.5).
Kurz wirksame Opiate (CYP3A4-Substrate)
Bei gleichzeitiger Anwendung von Voriconazol muss eine Dosisreduktion von Alfentanil, Fentanylund anderen, mit Alfentanil strukturverwandten und über CYP3A4 metabolisierten, kurz wirksamen
Opiaten (z. B. Sufentanil) erwogen werden (siehe Abschnitt 4.5). Da die Halbwertszeit von Alfentanil,wenn es zusammen mit Voriconazol gegeben wird, um das 4-Fache verlängert wird und in einerunabhängigen publizierten Studie die gleichzeitige Anwendung von Voriconazol zusammen mit
Fentanyl zu einer Erhöhung der durchschnittlichen AUC0-∞ von Fentanyl führte, kann eine häufige
Kontrolle bezüglich Opiat-assoziierter Nebenwirkungen (einschließlich einer längeren Überwachungder Atmung) notwendig werden.
Lang wirksame Opiate (CYP3A4-Substrate)
Bei gleichzeitiger Anwendung mit Voriconazol sollte eine Dosisreduktion von Oxycodon und anderendurch CYP3A4 metabolisierten, lang wirksamen Opiaten (z. B. Hydrocodon) erwogen werden. Einehäufige Kontrolle bezüglich Opiat-assoziierter Nebenwirkungen kann dann notwendig werden (siehe
Abschnitt 4.5).
Fluconazol (CYP2C9-, CYP2C19- und CYP3A4-Hemmer)
Bei gesunden Personen führte die gleichzeitige Gabe von oralem Voriconazol und oralem Fluconazolzu einem signifikanten Anstieg der Cmax und AUCτ von Voriconazol. Die zur Aufhebung dieses
Effekts relevante Reduktion der Dosis und/oder der Applikationsfrequenz von Voriconazol und
Fluconazol wurden nicht untersucht. Wenn Voriconazol sequenziell nach Fluconazol angewendetwird, wird eine Kontrolle hinsichtlich Voriconazol-assoziierter Nebenwirkungen empfohlen (siehe
Abschnitt 4.5).
Sonstige BestandteileDieses Arznemittel enthält Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz,völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nichteinnehmen.
NatriumDieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d.h., es ist nahezu'natriumfrei“.
Voriconazol wird durch die Cytochrom-P450-Isoenzyme CYP2C19, CYP2C9 und CYP3A4metabolisiert und hemmt gleichzeitig deren Aktivität. Hemmer bzw. Induktoren dieser Isoenzymekönnen die Plasmakonzentrationen von Voriconazol jeweils erhöhen bzw. erniedrigen und
Voriconazol kann möglicherweise die Plasmakonzentrationen von Substanzen erhöhen, die durchdiese CYP450-Isoenzyme metabolisiert werden. Dies gilt insbesondere für Substanzen, die durch
CYP3A4 metabolisiert werden, da Voriconazol ein starker CYP3A4-Inhibitor ist, wobei der Anstiegder AUC substratabhängig ist (siehe untenstehende Tabelle).
Sofern nicht anders angegeben, wurden Interaktionsstudien mit gesunden männlichen Erwachsenenbei oraler Mehrfachgabe von 200 mg Voriconazol zweimal täglich bis zum Erreichen des Steady Statedurchgeführt. Diese Ergebnisse gelten auch für andere Populationen und Arten der Anwendung.
Bei Patienten mit einer Begleitmedikation, die bekanntermaßen das QTc-Intervall verlängert, muss
Voriconazol mit Vorsicht angewendet werden. Wenn darüber hinaus die Möglichkeit besteht, dass
Voriconazol die Plasmaspiegel von Substanzen, die über das Isoenzym CYP3A4 metabolisiert werden(bestimmte Antihistaminika, Chinidin, Cisaprid, Pimozid und Ivabradin), erhöht, ist eine gleichzeitige
Gabe kontraindiziert (siehe nachfolgenden Text und Abschnitt 4.3).
WechselwirkungstabelleIn der nachfolgenden Tabelle werden die Interaktionen zwischen Voriconazol und anderen
Arzneimitteln nach therapeutischen Klassen geordnet aufgeführt. Die Richtung des Pfeils bei denpharmakokinetischen Parametern bezieht sich auf das 90%ige Konfidenzintervall des geometrischen
Mittelwerts und bedeutet im (↔), unter (↓) oder über (↑) dem Bereich von 80 bis 125 %. Der Stern (*)weist auf eine wechselseitige Interaktion hin. AUC, AUCt und AUC0- stehen für die Fläche unterder Kurve für ein Dosierungsintervall, vom Zeitpunkt 0 bis zur Nachweisgrenze bzw. vom Zeitpunkt 0bis unendlich.
Arzneimittel Wechselwirkung Empfehlungen zur
Geometrisches Mittel der Gleichzeitigen Gabe
Veränderung (%)
AntazidaCimetidin (400 mg zweimal Voriconazol Cmax ↑ 18 % Keine Dosisanpassungtäglich) [unspezifischer Voriconazol AUCτ ↑ 23 %
CYP450-Hemmer und erhöhtden pH-Wert im Magen]
Omeprazol (40 mg einmal Omeprazol Cmax ↑ 116 % Es wird keine Dosisanpassungtäglich)* Omeprazol AUCτ ↑ 280 % von Voriconazol empfohlen.
[CYP2C19-Hemmer; Voriconazol Cmax ↑ 15 %
CYP2C19- und CYP3A4- Voriconazol AUCτ ↑ 41 % Wenn eine Voriconazol-
Substrat] Therapie bei Patienten
Andere begonnen wird, die bereits
Protonenpumpenhemmer, die 40 mg Omeprazol oder mehr
CYP2C19-Substrate sind, erhalten, wird empfohlen, diekönnten ebenfalls durch Omeprazol-Dosis zu halbieren.
Voriconazol gehemmt werden,was zu erhöhten
Plasmakonzentrationen dieser
Arzneimittel führen könnte.
Ranitidin (150 mg zweimal Voriconazol Cmax und AUCτ ↔ Keine Dosisanpassungtäglich)[erhöht den pH-Wert im
Magen]
Antiarrhythmika
Digoxin (0,25 mg einmal Digoxin Cmax ↔ Keine Dosisanpassungtäglich) Digoxin AUCτ ↔[P-gp-Substrat]
Chinidin Obwohl nicht untersucht, kann Kontraindiziert (siehe[CYP3A4-Substrat] eine erhöhte Abschnitt 4.3)
Plasmakonzentration von
Chinidin zu QTc-Verlängerungund in seltenen Fällen zu
Torsades de pointes führen.
Antibiotika
Flucloxacillin Es gab Berichte über Wenn die gleichzeitige[CYP450-Induktor] signifikant verringerte Anwendung von Voriconazol
Plasmakonzentrationen von und Flucloxacillin nicht
Voriconazol. vermieden werden kann, istder Patient auf einenpotenziellen Verlust der
Voriconazol-Wirksamkeit zuüberwachen (z. B. durchtherapeutisches Drug
Monitoring); eine Erhöhungder Voriconazol-Dosis kannerforderlich sein.
Makrolid-Antibiotika Voriconazol Cmax und AUCτ ↔ Keine Dosisanpassung
Azithromycin (500 mg einmal Voriconazol Cmax und AUCτ ↔täglich) Der Einfluss von Voriconazol
Erythromycin (1 g zweimal auf Erythromycin odertäglich) Azithromycin ist unbekannt.
[CYP3A4-Inhibitor]
Rifabutin Voriconazol Cmax ↓ 69 % Eine gleichzeitige Anwendung[starker CYP450-Induktor] Voriconazol AUCτ ↓ 78 % von Voriconazol und Rifabutin300 mg einmal täglich Im Vergleich zu Voriconazol sollte vermieden werden, es sei300 mg einmal täglich 200 mg zweimal täglich, denn, der Nutzen überwiegt(zusammen mit Voriconazol Voriconazol Cmax ↓ 4 % das Risiko.
350 mg zweimal täglich)* Voriconazol AUCτ ↓ 32 % Die Erhaltungsdosis von300 mg einmal täglich Rifabutin Cmax ↑ 195 % Voriconazol kann auf 5 mg/kg(zusammen mit Voriconazol Rifabutin AUCτ ↑ 331 % i.v. zweimal täglich oder von400 mg zweimal täglich)* Im Vergleich zu Voriconazol 200 mg auf 350 mg oral200 mg zweimal täglich, zweimal täglich (von 100 mg
Voriconazol Cmax ↑ 104 % auf 200 mg oral zweimal
Voriconazol AUCτ ↑ 87 % täglich bei Patienten mit einem
Körpergewicht unter 40 kg)erhöht werden (siehe Abschnitt4.2).
Wenn Rifabutin zusammen mit
Voriconazol gegeben wird,werden eine engmaschige
Kontrolle des großen Blutbildsund eine Überwachung der
Nebenwirkungen von
Rifabutin (z. B. Uveitis)empfohlen.
Rifampicin (600 mg einmal Voriconazol Cmax ↓ 93 % Kontraindiziert (siehetäglich) Voriconazol AUCτ ↓ 96 % Abschnitt 4.3)[starker CYP450-Induktor]
Anti-Krebs-Arzneimittel
Glasdegib Obwohl nicht untersucht, führt Wenn eine gleichzeitige[CYP3A4-Substrat] Voriconazol wahrscheinlich zu Anwendung nicht vermiedeneiner Erhöhung der werden kann, wird eine
Plasmakonzentration von engmaschige EKG-
Glasdegib und des Risikos Überwachung empfohleneiner Verlängerung des QTc- (siehe Abschnitt 4.4).
Intervalls.
Tretinoin Obwohl nicht untersucht, Eine Dosisanpassung von[CYP3A4-Substrat] könnte Voriconazol die Tretinoin wird während der
Plasmakonzentration von Behandlung mit Voriconazol
Tretinoin und das Risiko für und nach dessen Absetzen
Nebenwirkungen empfohlen.
(Pseudotumor cerebri,
Hyperkalzämie) erhöhen.
Tyrosinkinasehemmer Obwohl nicht untersucht, Wenn eine gleichzeitige(einschließlich unter anderem: könnte Voriconazol die Anwendung nicht vermieden
Axitinib, Bosutinib, Plasmakonzentration von werden kann, werden eine
Cabozantinib, Ceritinib, Tyrosinkinasehemmern, die Dosisreduktion des
Cobimetinib, Dabrafenib, durch CYP3A4 metabolisiert Tyrosinkinasehemmers und
Dasatinib, Nilotinib, Sunitinib, werden, erhöhen. eine engmaschige klinische
Ibrutinib, Ribociclib) Überwachung empfohlen[CYP3A4-Substrate] (siehe Abschnitt 4.4).
Venetoclax Obwohl nicht untersucht, führt Die gleichzeitige Gabe von[CYP3A-Substrat] Voriconazol wahrscheinlich zu Voriconazol zu Beginn undeiner signifikanten Erhöhung während derder Plasmakonzentration von Dosistitrationsphase von
Venetoclax. Venetoclax ist kontraindiziert(siehe Abschnitt 4.3). Die
Venetoclax-Dosis ist gemäßden Anweisungen in der
Fachinformation von
Venetoclax während der Phasemit gleichbleibender täglicher
Dosis zu reduzieren. Es wirdeine engmaschige
Überwachung auf Anzeichenvon Toxizität empfohlen.
Vinca-Alkaloide (einschließlich Obwohl nicht untersucht, führt Eine Dosisreduktion derunter anderem: Vincristin und Voriconazol wahrscheinlich zu Vinca-Alkaloide sollte
Vinblastin) einer Erhöhung der erwogen werden.
[CYP3A4-Substrate] Plasmakonzentration von
Vinca-Alkaloiden und zu
Neurotoxizität.
Antikoagulanzien
Warfarin (30 mg als Einzeldosis Die Prothrombinzeit war Es werden eine engmaschigezusammen mit 300 mg maximal um etwa das 2-Fache Überwachung der
Voriconazol zweimal täglich) verlängert. Prothrombinzeit oder andere[CYP2C9-Substrat] geeignete Blutgerinnungstests
Obwohl nicht untersucht, empfohlen, und die Dosis der
Andere orale könnte Voriconazol die Antikoagulanzien sollte
Coumarinpräparate Plasmakonzentration von entsprechend angepasst(einschließlich unter anderem: Coumarinen erhöhen, was die werden.
Phenprocoumon, Prothrombinzeit verlängern
Acenocoumarol) kann.
[CYP2C9- und CYP3A4
Substrate]
Antikonvulsiva
Carbamazepin und lang Obwohl nicht untersucht, Kontraindiziert (siehewirksame Barbiturate führen Carbamazepin und lang Abschnitt 4.3)(einschließlich unter anderem: wirksame Barbiturate
Phenobarbital, Mephobarbital) wahrscheinlich zu einer[starke CYP450‑Induktoren] signifikanten Verringerung der
Plasmakonzentration von
Voriconazol.
Phenytoin [CYP2C9-Substrat Voriconazol Cmax ↓ 49 % Eine gleichzeitige Anwendungund starker CYP450-Induktor] Voriconazol AUCτ ↓ 69 % von Voriconazol und300 mg einmal täglich Phenytoin Cmax ↑ 67 % Phenytoin sollte vermieden300 mg einmal täglich Phenytoin AUCτ ↑ 81 % werden, es sei denn, der(zusammen mit Im Vergleich zu Voriconazol Nutzen überwiegt das Risiko.
Voriconazol 400 mg zweimal 200 mg zweimal täglich, Es wird eine sorgfältigetäglich)* Voriconazol Cmax ↑ 34 % Kontrolle des Plasmaspiegels
Voriconazol AUCτ ↑ 39 % von Phenytoin empfohlen.
Phenytoin kann zusammen mit
Voriconazol gegeben werden,wenn die Erhaltungsdosis von
Voriconazol auf 5 mg/kg i.v.
zweimal täglich oder von200 mg auf 400 mg oralzweimal täglich (von 100 mgauf 200 mg oral zweimaltäglich bei Patienten mit einem
Körpergewicht unter 40 kg)erhöht wird (siehe Abschnitt4.2)
Antidiabetika
Sulfonylharnstoffpräparate Obwohl nicht untersucht, führt Es wird eine sorgfältige(einschließlich unter anderem: Voriconazol wahrscheinlich zu Kontrolle der Glucosewerte im
Tolbutamid, Glipizid, Glyburid) einer Erhöhung der Blut empfohlen. Eine[CYP2C9-Substrate] Plasmakonzentration von Dosisreduktion der
Sulfonylharnstoffen und zu Sulfonylharnstoffe sollteeiner Hypoglykämie. erwogen werden.
Antimykotika
Fluconazol (200 mg einmal Voriconazol Cmax ↑ 57 % Die zur Verhinderung diesestäglich) Voriconazol AUCτ ↑ 79 % Effekts notwendige[CYP2C9-, CYP2C19- und Fluconazol Cmax nicht bestimmt Dosisreduktion und/oder
CYP3A4-Hemmer] Fluconazol AUCτ nicht Verminderung derbestimm Applikationshäufigkeit von
Voriconazol und Fluconazolwurden nicht bestimmt.
Wenn Voriconazol sequenziellnach Fluconazol angewendetwird, wird eine Überwachungauf durch Voriconazolausgelöste Nebenwirkungenempfohlen
Antihistaminika
Astemizol Obwohl nicht untersucht, kann Kontraindiziert (siehe[CYP3A4-Substrat] eine erhöhte Abschnitt 4.3)
Plasmakonzentration von
Astemizol zu QTc-
Verlängerung und in seltenen
Fällen zu Torsades de pointesführen.
Terfenadin Obwohl nicht untersucht, kann Kontraindiziert (siehe[CYP3A4-Substrat] eine erhöhte Abschnitt 4.3)
Plasmakonzentration von
Terfenadin zu QTc-
Verlängerung und in seltenen
Fällen zu Torsades de pointesführen.
Anti-HIV-ArzneimittelIndinavir (800 mg dreimal Indinavir Cmax ↔ Keine Dosisanpassungtäglich) Indinavir AUCτ ↔[CYP3A4-Hemmer und - Voriconazol Cmax ↔
Substrat] Voriconazol AUCτ ↔
Ritonavir (Protease-Inhibitor) Ritonavir Cmax und AUCτ ↔ Die gleichzeitige Gabe von[starker CYP450-Induktor; Voriconazol Cmax ↓ 66 % Voriconazol und hoch
CYP3A4-Hemmer und Voriconazol AUCτ ↓ 82 % dosiertem Ritonavir (400 mg‑Substrat] Ritonavir Cmax ↓ 25 % zweimal täglich oder mehr) ist
Ritonavir AUCτ ↓13 % kontraindiziert (siehe
Hoch dosiert (400 mg zweimal Voriconazol Cmax ↓ 24 % Abschnitt 4.3).
täglich) Voriconazol AUCτ ↓ 39 % Die gleichzeitige Gabe von
Niedrig dosiert (100 mg Voriconazol und niedrigzweimal täglich)* dosiertem Ritonavir (100 mgzweimal täglich) solltevermieden werden, es sei denn,eine Nutzen-Risiko-
Abschätzung für den Patientenrechtfertigt die Anwendungvon Voriconazol.
Andere HIV-Protease-Hemmer Nicht klinisch untersucht. In Eine sorgfältige Kontrolle im(einschließlich unter anderem: vitro-Studien zeigen, dass Hinblick auf
Saquinavir, Amprenavir und Voriconazol den Metabolismus Arzneimitteltoxizität und/oder
Nelfinavir)* von HIV-Protease-Hemmern mangelnde Wirksamkeit sowie[CYP3A4-Substrate und hemmen kann und HIV- eine Dosisanpassung können‑Hemmer] Protease-Hemmer genauso den notwendig sein.
Metabolismus von Voriconazolhemmen können.
Efavirenz (ein nicht- Efavirenz Cmax ↑ 38 % Die Verwendung vonnukleosidischer Reverse- Efavirenz AUCτ ↑ 44 % Standarddosen von
Transkriptase-Hemmer, Voriconazol Cmax ↓ 61 % Voriconazol zusammen mit
NNRTI) [CYP450-Induktor; Voriconazol AUCτ ↓ 77 % Efavirenz-Dosen von 400 mg
CYP3A4-Hemmer und Im Vergleich zu Efavirenz einmal täglich oder höher ist‑Substrat] 600 mg einmal täglich, kontraindiziert (siehe
Efavirenz Cmax ↔ Abschnitt 4.3).
Efavirenz 400 mg einmal Efavirenz AUCτ ↑ 17 % Voriconazol kann zusammentäglich zusammen mit Im Vergleich zu Voriconazol mit Efavirenz gegeben werden,
Voriconazol 200 mg zweimal 200 mg zweimal wenn die Erhaltungsdosis vontäglich* täglich, Voriconazol Cmax ↑ Voriconazol auf 400 mg
Efavirenz 300 mg einmal 23 % zweimal täglich erhöht und dietäglich zusammen mit Voriconazol AUCτ ↓ 7 % Dosis von Efavirenz auf
Voriconazol 400 mg zweimal 300 mg einmal täglichtäglich* reduziert wird. Bei
Beendigung der Voriconazol-
Behandlung sollte dieursprüngliche Dosis von
Efavirenz wiederaufgenommen werden (siehe
Abschnitte 4.2 und 4.4).
Andere nicht-nukleosidische Nicht klinisch untersucht. In- Eine sorgfältige Kontrolle im
Reverse-Transkriptase-Hemmer vitro-Studien zeigen, dass Hinblick auf(NNRTI) (einschließlich unter NNRTI den Metabolismus von Arzneimitteltoxizität und/oderanderem: Delavirdin, Voriconazol hemmen können mangelnde Wirksamkeit sowie
Nevirapin)* und Voriconazol den eine Dosisanpassung können[CYP3A4-Substrate, -Hemmer Metabolismus von NNRTI notwendig sein.
oder CYP450-Induktoren] hemmen kann. Die
Erkenntnisse über den Einflussvon Efavirenz auf Voriconazollassen vermuten, dass der
Metabolismus von Voriconazoldurch einen NNRTI induziertwerden kann.
Antipsychotika
Luradison Obwohl nicht untersucht, führt Kontraindiziert (siehe[CYP3A4-Substrat] Voriconazol wahrscheinlich zu Abschnitt 4.3)einer signifikanten Erhöhungder Plasmakonzentration von
Lurasidon.
Pimozid Obwohl nicht untersucht, kann Kontraindiziert (siehe[CYP3A4-Substrat] eine erhöhte Abschnitt 4.3)
Plasmakonzentration von
Pimozid zu QTc-Verlängerungund in seltenen Fällen zu
Torsades de pointes führen.
Antivirale Wirkstoffe
Letermovir Voriconazol Cmax ↓ 39 % Wenn die gleichzeitige[CYP2C9- und CYP2C19- Voriconazol AUC0-12 ↓ 44 % Anwendung von Voriconazol
Induktor] Voriconazol C12 ↓ 51 % und Letermovir nichtvermieden werden kann, istder Patient auf einenpotenziellen Verlust der
Voriconazol-Wirksamkeit zuüberwachen
Benzodiazepine[CYP3A4-Substrate] In einer unabhängigen Es sollte eine Dosisreduktion
Midazolam (0,05 mg/kg i.v. als publizierten Studie: der Benzodiazepine erwogen
Einzeldosis) Midazolam AUC0-∞ ↑ 3,7‑fach werden.
Midazolam (7,5 mg peroral als In einer unabhängigen
Einzeldosis) publizierten Studie:
Midazolam Cmax ↑ 3,8‑fach
Midazolam AUC0-∞ ↑ 10,3‑fach
Andere Benzodiazepine Obwohl nicht untersucht, führt(einschließlich unter anderem: Voriconazol wahrscheinlich zu
Triazolam, Alprazolam) einer Erhöhung der
Plasmakonzentration anderer
Benzodiazepine, die durch
CYP3A4 metabolisiert werden,und zu einem verlängertensedativen Effekt.
Herzmittel
Ivabradin Obwohl nicht untersucht, kann Kontraindiziert (siehe[CYP3A4-Substrate] eine erhöhte Abschnitt 4.3)
Plasmakonzentration von
Ivabradin zu QTc-
Verlängerung und in seltenen
Fällen zu Torsades de pointesführen.
Potentiatoren des Cystic Fibrosis Transmembrane Conductance Regulators (CFTR)
Ivacaftor Obwohl nicht untersucht, führt Eine Dosisreduktion von[CYP3A4-Substrat] Voriconazol wahrscheinlich zu Ivacaftor wird empfohlen.
einer Erhöhung der
Plasmakonzentration von
Ivacaftor, mit einem erhöhten
Risiko für Nebenwirkungen.
Ergotaminderivate
Ergot-Alkaloide (einschließlich Obwohl nicht untersucht, führt Kontraindiziert (sieheunter anderem: Ergotamin und Voriconazol wahrscheinlich zu Abschnitt 4.3)
Dihydroergotamin) einer Erhöhung der[CYP3A4-Substrate] Plasmakonzentration von
Ergot-Alkaloiden und zu
Ergotismus.
GI-motilitätsmodifizierende Pharmak
Cisaprid Obwohl nicht untersucht, kann Kontraindiziert (siehe[CYP3A4-Substrat] eine erhöhte Abschnitt 4.3)
Plasmakonzentration von
Cisaprid zu QTc-Verlängerungund in seltenen Fällen zu
Torsades de pointes führen.
Pflanzliche Arzneimittel
Johanniskraut In einer unabhängigen Kontraindiziert (siehe[CYP450-Induktor; P‑gp- publizierten Studie: Abschnitt 4.3)
Induktor] Voriconazol AUC0-∞ ↓ 59 %300 mg dreimal täglich(zusammen mit Voriconazol400 mg als Einzeldosis)
Immunsuppressiva[CYP3A4-Substrate] Ciclosporin Cmax ↑ 13 % Bei Beginn einer Voriconazol-
Ciclosporin (bei stabilen Ciclosporin AUCτ ↑ 70 % Therapie bei Patienten, die
Patienten mit Obwohl nicht untersucht, führt bereits Ciclosporin erhalten,
Nierentransplantation unter Voriconazol wahrscheinlich zu wird empfohlen, die
Dauertherapie mit Ciclosporin) einer signifikanten Erhöhung Ciclosporin-Dosis zu halbierender Plasmakonzentration von und die Ciclosporin-Spiegel
Everolimus Everolimus. sorgfältig zu überwachen.
[auch ein P‑gp-Substrat] In einer unabhängigen Erhöhte Ciclosporin-Spiegelpublizierten Studie: Sirolimus werden mit Nephrotoxizität in
Sirolimus (2 mg als Cmax ↑ 6,6‑fach Verbindung gebracht. Beim
Einzeldosis) Sirolimus AUC0-∞ ↑ 11‑fach Absetzen von Voriconazol
Tacrolimus (0,1 mg/kg als Tacrolimus Cmax ↑ 117 % müssen die Ciclosporin-
Einzeldosis) Tacrolimus AUCt ↑ 221 % Spiegel sorgfältig überwachtund die Dosis bei Bedarferhöht werden.
Die gleichzeitige Anwendungvon Voriconazol und
Everolimus wird nichtempfohlen, da erwartet wird,dass Voriconazol die
Everolimus-Konzentrationsignifikant erhöht (siehe
Abschnitt 4.4).
Die gleichzeitige Anwendungvon Voriconazol und
Sirolimus ist kontraindiziert(siehe Abschnitt 4.3).
Bei Beginn einer Voriconazol-
Therapie bei Patienten, diebereits Tacrolimus erhalten,wird empfohlen, die
Tacrolimus-Dosis auf ein
Drittel der Ausgangsdosis zureduzieren und die
Tacrolimus-Spiegel sorgfältigzu überwachen. Erhöhte
Tacrolimus-Spiegel werdenmit Nephrotoxizität in
Verbindung gebracht. Beim
Absetzen von Voriconazolmüssen die Tacrolimus-
Spiegel sorgfältig überwachtund die Dosis bei Bedarferhöht werden.
Mycophenolsäure (1 g als Mycophenolsäure Cmax ↔ Keine Dosisanpassung
Einzeldosis) Mycophenolsäure AUCt ↔[UDP-Glucuronyltransferase-
Substrat]
Lipidsenkende Arzneimittel/HMG-CoA-Reduktase-Hemme
Statine (z. B. Lovastatin) Obwohl nicht untersucht, führt Wenn eine gleichzeitige[CYP3A4-Substrate] Voriconazol wahrscheinlich zu Anwendung von Voriconazoleiner Erhöhung der mit Statinen, die durch
Plasmakonzentration von CYP3A4 metabolisiert
Statinen, die durch CYP3A4 werden, nicht vermiedenmetabolisiert werden, und werden kann, sollte einekönnte zu einer Dosisreduktion des Statins
Rhabdomyolyse führen. erwogen werden
Nichtsteroidale selektive Antagonisten des Mineralokortikoid-Rezeptors (MR)
Finerenon Obwohl nicht untersucht, führt Kontraindiziert (siehe[CYP3A4-Substrat] Voriconazol wahrscheinlich zu Abschnitt 4.3)einer signifikanten Erhöhungder Plasmakonzentration von
Finerenon.
Nichtsteroidale Entzündungshemmer (NSAR)[CYP2C9-Substrate] S-Ibuprofen Cmax ↑ 20 % Es wird eine häufige Kontrolle
Ibuprofen (400 mg als S-Ibuprofen AUC0-∞ ↑ 100 % bezüglich Nebenwirkungen
Einzeldosis) Diclofenac Cmax ↑ 114 % und Toxizität der NSAR
Diclofenac (50 mg als Diclofenac AUC0-∞ ↑ 78 % empfohlen. Eine
Einzeldosis Dosisreduktion der NSARkann notwendig werden.
Opioide
Lang wirksame Opiate In einer unabhängigen Bei Oxycodon und anderen[CYP3A4-Substrate] publizierten Studie: lang wirksamen Opiaten, die
Oxycodon (10 mg als Oxycodon Cmax ↑ 1,7‑fach durch CYP3A4 metabolisiert
Einzeldosis) Oxycodon AUC0-∞ ↑ 3,6‑fach werden (z. B. Hydrocodon),sollte eine Dosisreduktionerwogen werden. Es könnenhäufige Kontrollen auf
Opiat‑assoziierte
Nebenwirkungen notwendigwerden.
Methadon (32 mg bis 100 mg R-Methadon (aktiv) Cmax ↑ Es wird eine häufige Kontrolleeinmal täglich) 31 % bezüglich Nebenwirkungen[CYP3A4-Substrat] R-Methadon (aktiv) AUCτ ↑ und Toxizität von Methadon,47 % einschließlich QTc-
S-Methadon Cmax ↑ 65 % Verlängerung, empfohlen.
S-Methadon AUCτ ↑ 103 % Eine Dosisreduktion von
Methadon kann notwendigwerden.
Kurz wirksame Opiate In einer unabhängigen Eine Dosisreduktion von[CYP3A4-Substrate] publizierten Studie: Alfentanil, Fentanyl und
Alfentanil AUC0-∞ ↑ 6‑fach anderen kurz wirksamen
Alfentanil (20 μg/kg als In einer unabhängigen Opiaten, die eine vergleichbare
Einzeldosis, zusammen mit publizierten Studie: Struktur wie Alfentanil haben
Naloxon) Fentanyl AUC0-∞ ↑ 1,34‑fach und durch CYP3A4metabolisiert werden (z. B.
Fentanyl (5 μg/kg als Sufentanil), sollte erwogen
Einzeldosis werden. Es wird einelangfristige und häufige
Kontrolle hinsichtlich
Atemdepression und anderer
Opiat‑assoziierter
Nebenwirkungen empfohlen.
Opioid-Rezeptorantagonisten
Naloxegol Obwohl nicht untersucht, führt Kontraindiziert (siehe[CYP3A4-Substrat] Voriconazol wahrscheinlich zu Abschnitt 4.3)einer signifikanten Erhöhungder Plasmakonzentration von
Naloxegol.
Orale KontrazeptivaOrale Kontrazeptiva* Ethinylestradiol Cmax ↑ 36 % Es wird empfohlen, zusätzlich[CYP3A4-Substrate, CYP2C19- Ethinylestradiol AUCτ ↑ 61 % zur Kontrolle möglicher
Hemmer] Norethisteron Cmax ↑ 15 % Nebenwirkungen von
Norethisteron/Ethinylestradiol Norethisteron AUCτ ↑ 53 % Voriconazol, auf(1 mg/0,035 mg einmal täglich) Voriconazol Cmax ↑ 14 % Nebenwirkungen der oralen
Voriconazol AUCτ ↑ 46 % Kontrazeptiva zu achten.
Steroide
Kortikosteroide Prednisolon Cmax ↑ 11 % Keine Dosisanpassung
Prednisolon (60 mg als Prednisolon AUC0-∞ ↑ 34 % Patienten unter
Einzeldosis) Langzeittherapie mit[CYP3A4-Substrat] Voriconazol und
Kortikosteroiden(einschließlich inhalativer
Kortikosteroide, z. B.
Budesonid, und intranasaler
Kortikosteroide) solltensowohl während der
Behandlung als auch nach dem
Absetzen von Voriconazolsorgfältig auf
Funktionsstörungen der
Nebennierenrinde überwachtwerden (siehe Abschnitt 4.4)
Vasopressin-Rezeptor-Antagonisten
Tolvaptan Obwohl nicht untersucht, führt Kontraindiziert (siehe[CYP3A-Substrat] Voriconazol wahrscheinlich zu Abschnitt 4.3)einer signifikanten Erhöhungder Plasmakonzentration von
Tolvaptan.
Es sind keine hinreichenden Daten über die Verwendung von Voriconazol bei Schwangerenverfügbar.
Tierexperimentelle Studien weisen auf eine Reproduktionstoxizität hin (siehe Abschnitt 5.3). Daspotenzielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt.
Voriconazol Accord darf nicht während der Schwangerschaft verwendet werden, es sei denn, der
Nutzen für die Mutter überwiegt eindeutig das potenzielle Risiko für den Fötus.
Frauen im gebärfähigen AlterWährend der Behandlung mit Voriconazol Accord müssen Frauen im gebärfähigen Alter immerwirksame Verhütungsmaßnahmen ergreifen.
StillzeitDer Übergang von Voriconazol in die Muttermilch wurde nicht untersucht. Bei Beginn einer
Behandlung mit Voriconazol Accord muss abgestillt werden.
FertilitätIn einer tierexperimentellen Studie wurde bei männlichen und weiblichen Ratten keine
Beeinträchtigung der Fertilität festgestellt (siehe Abschnitt 5.3).
Voriconazol Accord hat leichte Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum
Bedienen von Maschinen. Es kann zu vorübergehenden und reversiblen Veränderungen der
Sehfähigkeit (einschließlich verschwommenen Sehens, geänderter/verstärkter visueller Wahrnehmungund/oder Photophobie) führen. Patienten müssen bei Auftreten dieser Symptome potenziellgefährliche Tätigkeiten wie das Lenken von Fahrzeugen oder das Bedienen von Maschinen meiden.
Das Sicherheitsprofil von Voriconazol bei Erwachsenen wurde anhand zusammengefasster Dateneiner Sicherheitsdatenbank mit über 2000 untersuchten Personen (davon 1603 erwachsene Patienten in
Therapiestudien und zusätzlich 270 Erwachsenen in Prophylaxestudien) bewertet. Es handelt sichhierbei um eine heterogene Population aus Patienten mit malignen hämatologischen Erkrankungen,
HIV-infizierten Patienten mit ösophagealer Candidose und refraktären Pilzinfektionen, nichtneutropenischen Patienten mit Candidämie oder Aspergillose und gesunden Probanden.
Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen waren Sehverschlechterung, Fieber, Hautausschlag,
Erbrechen, Übelkeit, Durchfall, Kopfschmerzen, periphere Ödeme, abnormale Leberfunktionstests,
Atemnot und Bauchschmerzen.
Der Schweregrad der Nebenwirkungen war im Allgemeinen leicht bis mäßig. Bei Analyse der
Sicherheitsdaten nach Alter, ethnischer Zugehörigkeit oder Geschlecht wurden keine klinischbedeutsamen Unterschiede festgestellt.
Nebenwirkungstabelle
Da es sich bei der Mehrzahl der Studien um offene Studien handelte, werden in der folgenden Tabellealle in Verbindung mit der Behandlung beobachteten Ereignisse und ihre Häufigkeitskategorien bei1.873 Erwachsenen aus zusammengefassten Therapie- (1.603) und Prophylaxestudien (270) nach
Organssystemen aufgelistet.
Bei den Häufigkeitsangaben werden folgende Kategorien zugrunde gelegt: sehr häufig (≥1/10), häufig(≥1/100 und <1/10), gelegentlich (≥1/1.000 und <1/100), selten (≥1/10.000 und <1/1.000), sehr selten(< 1/10.000) und nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregradangegeben.
Berichtete Nebenwirkungen bei Personen, die Voriconazol erhielten:
Systemorgan- Sehr häufig Häufig Gelegentlich Selten Nicht bekanntklasse ≥ 1/10 ≥ 1/100, < 1/10 ≥ 1/1.000, < 1/100 ≥ 1/10.000, (Häufigkeit auf< 1/1.000 Grundlage derverfügbaren
Daten nichtabschätzbar)
Infektionen Sinusitis pseudomembranöseund parasitäre Kolitis
Erkrankungen
Gutartige, Plattenepithelkabösartige und rzinomunspezifische (einschließlich
Neubildungen SCC der Haut in(einschl. situ oder
Zysten und Morbus
Polypen) Bowen)*
Erkrankungen Agranulozytose1 Knochenmarksvers Disseminiertedes Blutes und , Panzytopenie, agen, intravaskuläredes Thrombozytope Lymphadenopathie, Gerinnung
Lymphsystem nie2, Eosinophilies Leukopenie,
AnämieErkrankungen Überempfindlichke anaphylaktoiddes it e Reaktion
Immunsystems
Endokrine Nebenniereninsuffi Hyperthyreose
Erkrankungen zienz,
HypothyreoseSystemorgan- Sehr häufig Häufig Gelegentlich Selten Nicht bekanntklasse ≥ 1/10 ≥ 1/100, < 1/10 ≥ 1/1.000, < 1/100 ≥ 1/10.000, (Häufigkeit auf< 1/1.000 Grundlage derverfügbaren
Daten nichtabschätzbar)
Stoffwechsel- periphere Hypoglykämie,und Ödeme Hypokaliämie,
Ernährungsstö Hyponatriämierungen
Psychiatrische Depression,
Erkrankungen Halluzination,
Angst,
Schlaflosigkeit,
Agitiertheit,
Verwirrtheitszustand
Erkrankungen Kopfschmerz Konvulsion, Hirnödem, hepatischedes Synkope, Enzephalopathie4, Enzephalopath
Nervensystem Tremor, extrapyramidale ie, Guillain-s erhöhter Störung5, periphere Barré-
Muskeltonus3, Neuropathie, Syndrom,
Parästhesie, Ataxie, Nystagmus
Somnolenz, Hypästhesie,
Schwindelgefüh Geschmacksstörunl g
Augenerkrank Sehverschlec Netzhautblutung Erkrankung des Optikusatrophiungen hterung6 Nervus opticus7, e,
Papillenödem8, Kornealopazit
Blickkrampf, ät
Doppeltsehen,
Skleritis,
Blepharitis
Erkrankungen Hypakusis, Vertigo,des Ohrs und Tinnitusdes Labyrinths
Herzerkranku supraventrikulär Kammerflimmern, Torsade dengen e Arrhythmie, ventrikuläre pointes,
Tachykardie, Extrasystolen, atrioventrikulä
Bradykardie ventrikuläre rer Block
Tachykardie, komplett,
Elektrokardiogram Schenkelblockm QT verlängert, ,supraventrikuläre Knotenrhythm
Tachykardie us
Gefäßerkrank Hypotonie, Thrombophlebitis,ungen Phlebitis Lymphangitis
Erkrankungen Atemnot9 akutesder respiratorisches
Atemwege, Distress-des Syndrom,
Brustraums Lungenödemund
Mediastinums
Systemorgan- Sehr häufig Häufig Gelegentlich Selten Nicht bekanntklasse ≥ 1/10 ≥ 1/100, < 1/10 ≥ 1/1.000, < 1/100 ≥ 1/10.000, (Häufigkeit auf< 1/1.000 Grundlage derverfügbaren
Daten nichtabschätzbar)
Erkrankungen Diarrhö, Cheilitis, Peritonitis,des Erbrechen, Dyspepsie, Pankreatitis,
Gastrointestin Abdominalsc Obstipation, geschwollenealtrakts hmerz, Gingivitis Zunge, Duodenitis,
Übelkeit Gastroenteritis,
Glossitis
Leber- und Leberfunktio Gelbsucht, Leberversagen,
Gallenerkrank nstest anomal Gelbsucht Hepatomegalie,ungen cholestatisch, Cholezystitis,
Hepatitis10 Cholelithiasis
Erkrankungen Ausschlag Dermatitis Stevens-Johnson- toxische Lupusder Haut und exfoliativa, Syndrom8, Purpura, epidermale erythematodesdes Alopezie, Urtikaria, Nekrolyse8, integumentalis*,
Unterhautgew Ausschlag Dermatitis Angioödem, Ephelides*,ebes makulo-papulös, allergisch, Keratosis Lentigo*
Pruritus, Ausschlag papulös, actinica*,
Erythem, Ausschlag Pseudoporphyr
Phototoxizität** makulös, Ekzem ie, Erythemamultiforme,
Psoriasis,
Medikamentenausschlag
Arzneimittelexanthem mit
Eosinophilieundsystemischen
Symptomen(DRESS-
Syndrom)
Skelettmuskul Rückenschmerz Arthritis,atur-, en Periostitis*,**
Bindegewebs-und
Knochenerkrankungen
Erkrankungen Nierenversagen Nierentubulusnekroder Nieren akut, Hämaturie se, Proteinurie,und Harnwege Nephritis
Allgemeine Fieber Brustkorbschme Reaktion an der
Erkrankungen rz, Infusionsstelle,und Gesichtsödem11, grippeähnliche
Beschwerden Asthenie, Erkrankungam Schüttelfrost
Verabreichungsort
Systemorgan- Sehr häufig Häufig Gelegentlich Selten Nicht bekanntklasse ≥ 1/10 ≥ 1/100, < 1/10 ≥ 1/1.000, < 1/100 ≥ 1/10.000, (Häufigkeit auf< 1/1.000 Grundlage derverfügbaren
Daten nichtabschätzbar)
Untersuchung Kreatinin im Blutharnstoffen Blut erhöht erhöht, Cholesterinim Blut erhöht
* Nebenwirkung, die nach der Markteinführung identifiziert wurde
** Die Häufigkeitskategorie basiert auf einer Beobachtungsstudie mit Verwendung realer Daten aussekundären Datenquellen in Schweden.1 Einschließlich febriler Neutropenie und Neutropenie.2 Einschließlich immunthrombozytopenischer Purpura.3 Einschließlich Nackenrigidität und Tetanie.4 Einschließlich hypoxisch-ischämischer Enzephalopathie und metabolischer Enzephalopathie.5 Einschließlich Akathisie und Parkinsonismus.6 Siehe Absatz 'Sehverschlechterungen“ in Abschnitt 4.8.7 Verlängerte Neuritis optica wurde nach der Markteinführung berichtet. Siehe Abschnitt 4.4.8 Siehe Abschnitt 4.4.9 Einschließlich Dyspnoe und Belastungsdyspnoe.10 Einschließlich arzneimittelbedingten Leberschadens, Hepatitis toxisch, hepatozellulärer Schädigungund Hepatotoxizität.11 Einschließlich Periorbitalödem, Lippenödem und Ödem des Mundes.
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenSehverschlechterungen
In klinischen Studien waren Sehverschlechterungen (einschließlich verschwommenen Sehens,
Photophobie, Chloropsie, Chromatopsie, Farbenblindheit, Zyanopsie, Augenerkrankung, Farbsäumen,
Nachtblindheit, Oszillopsie, Photopsie, szintillierenden Skotoms, verminderter Sehschärfe, visuellen
Leuchtens, Gesichtsfelddefekt, Mouches volantes und Xanthopsie) unter Voriconazol sehr häufig.
Diese Sehverschlechterungen waren vorübergehend und bildeten sich in der Mehrzahl innerhalb von60 Minuten spontan und vollständig zurück. Es wurden keine lang anhaltenden, klinisch signifikanten
Sehstörungen beobachtet. Es gab Hinweise auf eine Abnahme der Häufigkeit bei wiederholter
Anwendung von Voriconazol. Die Sehverschlechterungen waren im Allgemeinen leicht, führten seltenzu einem Therapieabbruch und waren nicht mit Langzeitfolgen verbunden. Die Sehverschlechterungenstehen möglicherweise mit erhöhten Plasmakonzentrationen bzw. höheren Dosierungen in
Zusammenhang.
Der Wirkungsmechanismus ist unbekannt, Wirkort ist höchstwahrscheinlich die Netzhaut.
In einer Studie mit Probanden, bei der der Einfluss von Voriconazol auf die Funktion der Retinauntersucht wurde, führte Voriconazol zu einer Abnahme der Amplitudenhöhe im Elektroretinogramm(ERG). Das ERG misst elektrische Ströme in der Retina. Die ERG-Veränderungen verstärkten sichwährend der 29-tägigen Behandlung nicht und bildeten sich nach Absetzen von Voriconazolvollständig zurück.
Nach der Markteinführung wurden Fälle von anhaltenden Nebenwirkungen am Auge berichtet (siehe
Abschnitt 4.4).
HautreaktionenBei mit Voriconazol behandelten Patienten kam es in klinischen Studien sehr häufig zu
Hautreaktionen, wobei diese Patienten jedoch an schweren Grunderkrankungen litten und gleichzeitigzahlreiche Arzneimittel erhielten. Die Mehrzahl der Ausschläge war leicht bis mäßig. Die Patientenentwickelten schwere arzneimittelinduzierte Hautreaktionen (SCAR), einschließlich Stevens-Johnson-
Syndrom (SJS, gelegentlich), toxische epidermale Nekrolyse (TEN, selten), Arzneimittelexanthem mit
Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom, selten) sowie Erythema multiforme(selten) unter der Behandlung mit Voriconazol (siehe Abschnitt 4.4).
Sollte ein Patient einen Hautausschlag entwickeln, muss er engmaschig überwacht und Voriconazol
Accord muss abgesetzt werden, wenn es zu einer Zunahme der Hautschäden kommt.
Besonders bei Langzeitbehandlung wurde von Lichtempfindlichkeit, einschließlich Reaktionen wie
Ephelides, Lentigo und Keratosis actinica, berichtet (siehe Abschnitt 4.4).
Bei Patienten, die Voriconazol Accord über lange Zeiträume erhalten haben, gab es Berichte über
Plattenepithelkarzinome der Haut (einschließlich SCC der Haut in situ oder Morbus Bowen); der
Mechanismus ist nicht bekannt (siehe Abschnitt 4.4).
Leberfunktionstests
Eine Erhöhung der Transaminasewerte > 3 xULN (nicht notwendigerweise ein unerwünschtes
Ereignis) wurde im Rahmen des klinischen Entwicklungsprogramms bei 18,0 % (319/1.768) dererwachsenen und bei 25,8 % (73/283) der pädiatrischen Patienten, die zu therapeutischen oderprophylaktischen Zwecken mit Voriconazol behandelt wurden, beobachtet. Die abnormalen
Leberfunktionstests stehen möglicherweise mit erhöhten Plasmakonzentrationen bzw. höheren
Dosierungen in Zusammenhang. Die meisten Leberwertanomalien bildeten sich während der Therapieohne Dosisanpassung bzw. nach einer Dosisanpassung oder Absetzen der Therapie zurück.
Bei Patienten mit anderen schweren Grunderkrankungen wurde Voriconazol mit schwerer
Lebertoxizität in Zusammenhang gebracht. Dazu gehören Fälle von Gelbsucht, Hepatitis und
Leberversagen mit Todesfolge (siehe Abschnitt 4.4).
ProphylaxeIn einer offenen, komparativen, multizentrischen Studie, in der Voriconazol und Itraconazol als
Primärprophylaxe bei erwachsenen und jugendlichen allogenen HSZT-Empfängern ohne vorabbestätigte oder wahrscheinliche IFI verglichen wurden, wurde der dauerhafte Abbruch der Anwendungvon Voriconazol aufgrund von Nebenwirkungen bei 39,3 % der Probanden im Gegensatz zu 39,6 %der Probanden im Itraconazol-Arm berichtet. Behandlungsbedingte hepatische Nebenwirkungenführten zum dauerhaften Abbruch der Anwendung der Studienmedikation bei 50 Probanden (21,4 %),die mit Voriconazol behandelt wurden, sowie bei 18 Probanden (7,1 %), die mit Itraconazol behandeltwurden.
Pädiatrische Patienten
Die Sicherheit von Voriconazol wurde in klinischen Studien bei 288 pädiatrischen Patienten im Altervon 2 bis < 12 Jahren (169) und 12 bis < 18 Jahren (119) untersucht. 183 dieser pädiatrischen
Patienten wurden prophylaktisch mit Voriconazol behandelt und 105 wurden therapeutisch behandelt.
Die Sicherheit von Voriconazol wurde zudem bei 158 weiteren pädiatrischen Patienten im Alter von 2bis < 12 Jahren in Compassionate-Use-Programmen untersucht. Insgesamt war das Sicherheitsprofilvon Voriconazol bei Kindern und Jugendlichen ähnlich dem bei Erwachsenen. Jedoch wurde inklinischen Studien bei pädiatrischen Patienten im Vergleich zu Erwachsenen ein Trend zu einerhöheren Auftretenshäufigkeit von erhöhten Leberenzymwerten als unerwünschtes Ereignis berichtet(Transaminasen erhöht: 14,2 % bei pädiatrischen Patienten im Vergleich zu 5,3 % bei Erwachsenen).
Die Erfahrungen nach der Markteinführung lassen vermuten, dass Hautreaktionen (besonders
Erytheme) bei Kindern häufiger auftreten können als bei Erwachsenen. Bei den 22 Patienten unter2 Jahren, die Voriconazol in einem Compassionate-Use-Programm erhielten, wurden die folgenden
Nebenwirkungen, für die ein Zusammenhang mit Voriconazol nicht ausgeschlossen werden konnte,berichtet: vermehrte Lichtempfindlichkeit der Haut (1), Arrhythmien (1), Pankreatitis (1),
Bilirubinspiegel im Blut erhöht (1), Leberenzyme erhöht (1), Hautausschlag (1) und Papillenödem (1).
Nach der Markteinführung wurden Fälle von Pankreatitis bei pädiatrischen Patienten berichtet.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von gropßer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
In klinischen Studien kam es in 3 Fällen zu einer unbeabsichtigten Überdosierung. Alle Patientenwaren Kinder, die bis zum 5-Fachen der empfohlenen intravenösen Voriconazol-Dosis erhielten. Alseinzige Nebenwirkung wurde eine 10-minütige Photophobie beobachtet.
Ein Antidot gegen Voriconazol ist nicht bekannt.
Voriconazol wird mit einer Clearance von 121 ml/min hämodialysiert. Bei einer Überdosis könnteeine Hämodialyse bei der Elimination von Voriconazol unterstützend wirken.
Pharmakotherapeutische Gruppe: Antimykotika zur systemischen Anwendung - Triazol- und
Tetrazol-Derivate
ATC-Code: J02A C03
Wirkungsweise
Voriconazol ist ein Triazol-Antimykotikum. Sein primärer Wirkmechanismus beruht auf einer
Hemmung der Cytochrom-P450-abhängigen 14-Sterol-Demethylierung der Pilze, einem essenziellen
Schritt in der Ergosterol-Biosynthese.
Die Anhäufung von 14-Methyl-Sterol korreliert mit einem nachfolgenden Verlust an Ergosterol inder Zellmembran von Pilzen und ist möglicherweise für die antimykotische Wirkung von Voriconazolverantwortlich. Es hat sich gezeigt, dass Voriconazol eine erhöhte Selektivität für Cytochrom-P450-
Enzyme von Pilzen als für verschiedene Cytochrom-P450-Enzymsysteme von Säugetieren aufweist.
Pharmakokinetische/pharmakodynamische ZusammenhängeIn 10 Therapiestudien ergab sich ein Median der durchschnittlichen und maximalen Plasmaspiegel von2 425 ng/ml (Interquartilsbereich von 1 193 bis 4 380 ng/ml) bzw. von 3 742 ng/ml(Interquartilsbereich von 2 027 bis 6 302 ng/ml). Eine positive Korrelation zwischen mittleren,maximalen oder minimalen Plasmaspiegeln und klinischer Wirksamkeit wurde in Therapiestudiennicht beobachtet. In Prophylaxestudien wurde dieser Zusammenhang nicht untersucht.
Die Pharmakokinetik-/Pharmakodynamik-Analysen der Daten aus klinischen Studien ergaben einepositive Korrelation zwischen den Voriconazol-Plasmaspiegeln und Abweichungen der Leberwertebzw. Sehstörungen. Dosisanpassungen wurden in Prophylaxestudien nicht untersucht.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitVoriconazol weist in vitro ein breites antimykotisches Wirkspektrum mit antimyzetischem Potenzialgegen Candida-Spezies (einschließlich Fluconazol-resistenter C. krusei und resistenter Stämme von
C. glabrata und C. albicans) auf sowie eine fungizide Aktivität gegen alle getesteten Aspergillus-
Spezies. Zusätzlich zeigt Voriconazol in vitro eine fungizide Aktivität gegen neu auftretende
Pilzpathogene, einschließlich solcher wie Scedosporium oder Fusarium, die gegenüber zur Verfügungstehenden Antimykotika nur bedingt empfindlich sind.
Die klinische Wirksamkeit (definiert als partielle oder vollständige Remission) wurde nachgewiesenbei Infektionen durch Aspergillus spp. einschließlich, A. flavus, A. fumigatus, A. terreus, A. niger,
A. nidulans, Candida spp. einschließlich C. albicans, C. glabrata, C. krusei, C. parapsilosis,
C. tropicalis und bei einer beschränkten Anzahl von Infektionen mit C. dubliniensis, C. inconspicuaund C. guilliermondii, Scedosporium spp. einschließlich S. apiospermum, S. prolificans und
Fusarium spp.Weitere behandelte Pilzinfektionen (häufig mit partieller oder vollständiger Remission) umfassten
Einzelfälle von Infektionen mit Alternaria spp., Blastomyces dermatiditis, Blastoschizomycescapitatus, Cladosporium spp., Coccidioides immitis, Conidiobolus coronatus, Cryptococcusneoformans, Exserholium rostratum, Exophiala spinifera, Fonsecaea pedrosoi, Madurellamycetomatis, Paecilomyces lilacinus, Penicillium spp. einschl. P. marneffei, Phialophora richardsiae,
Scopulariopsis brevicaulis, Trichosporon spp. einschließlich Infektionen durch T. beigelii.
In-vitro-Wirksamkeit wurde bei folgenden klinischen Isolaten nachgewiesen: Acremonium spp.,
Alternaria spp., Bipolaris spp., Cladophialophora spp. und Histoplasma capsulatum, wobei das
Wachstum der meisten Stämme bei Voriconazol-Konzentrationen im Bereich von 0,05 bis 2 µg/mlgehemmt wird.
In-vitro-Wirksamkeit wurde gegen die folgenden Pathogene nachgewiesen, deren klinische Relevanzjedoch unklar ist: Curvularia spp. und Sporothrix spp.
Grenzwerte (Breakpoints)Untersuchungsmaterial für Pilzkulturen bzw. andere relevante Laboruntersuchungen (Serologie,
Histopathologie) zur Isolierung und Bestimmung der ursächlichen Erreger sollte vor der Behandlungentnommen werden. Die Behandlung kann vor Kenntnis der Ergebnisse der Kulturen und anderen
Laboruntersuchungen begonnen werden. Sobald diese Ergebnisse jedoch vorliegen, sollte dieantiinfektive Therapie entsprechend angepasst werden.
Die Erreger, die am häufigsten Infektionen beim Menschen auslösen, sind u. a. C. albicans, C.
parapsilosis, C. tropicalis, C. glabrata und C. krusei. Alle diese Erreger haben eine
Mindesthemmkonzentration (MHK) für Voriconazol unter 1 mg/l.
Die In-vitro-Aktivität von Voriconazol gegenüber Candida-Spezies ist jedoch nicht einheitlich.
Speziell für C. glabrata ist die MHK für Voriconazol bei Fluconazol-resistenten Isolaten proportionalhöher als bei Fluconazol-empfindlichen Isolaten. Daher sollten alle Anstrengungen unternommenwerden, eine genaue Artbestimmung des Candida-Erregers durchzuführen. Bei Vorliegen einesantimykotischen Empfindlichkeitstests können die MHK-Werte auf Basis der Breakpoint-Kriteriendes European Comittee on Antimicrobial Susceptibility Testing (EUCAST) interpretiert werden.
Grenzwerte der Empfindlichkeitstestung
Die Interpretationskriterien für die Empfindlichkeitstestung in der MHK (minimalen
Hemmkonzentration) wurden vom Europäischen Ausschuss für die Untersuchung auf
Antibiotikaempfindlichkeit (EUCAST) für Voriconazol festgelegt und sind hier aufgeführt:
https://www.ema.europa.eu/documents/other/minimum-inhibitory-concentration-mic-breakpoints_en.xlsx
Klinische Erfahrungen
Therapieerfolge werden in diesem Abschnitt als vollständige oder partielle Remission definiert.
Aspergillus-Infektionen - Wirksamkeit bei Aspergillose-Patienten mit schlechter Prognose
Voriconazol weist in vitro eine fungizide Wirkung gegen Aspergillus spp. auf. Die Wirksamkeit undder Nutzen von Voriconazol in Bezug auf das Überleben wurden im Vergleich mit konventionellem
Amphotericin B bei der Primärtherapie einer akuten invasiven Aspergillus-Infektion, in einer offenen,randomisierten Multizenterstudie über 12 Wochen bei 277 immunbeeinträchtigten Patienten belegt.
Dabei wurde Voriconazol in den ersten 24 Stunden mit einer Initialdosis von 6 mg/kg alle 12 Stundenintravenös verabreicht, gefolgt von einer Erhaltungsdosis von 4 mg/kg alle 12 Stunden übermindestens 7 Tage. Danach konnte die Therapie auf die orale Formulierung mit 200 mg alle12 Stunden umgestellt werden. Der Medianwert für die Dauer der intravenösen Voriconazol-Therapiebetrug 10 Tage (Bereich: 2 bis 85 Tage). Nach der intravenösen Voriconazol-Therapie betrug der
Medianwert für die Dauer der oralen Voriconazol-Therapie 76 Tage (Bereich: 2 bis 232 Tage).
Bei 53 % der mit Voriconazol behandelten Patienten kam es zu einem zufriedenstellenden Response(vollständiger oder partieller Rückgang aller zuordenbaren Symptome, Anzeichen, radiographischenoder bronchoskopischen Befunde zu Studienbeginn) im Vergleich zu 31 % bei der
Vergleichssubstanz. Die 84-Tage-Überlebensrate war bei Voriconazol signifikant höher als bei der
Vergleichssubstanz, und ein klinisch wie auch statistisch signifikanter Vorteil zugunsten Voriconazolergab sich sowohl für die Überlebenszeit als auch für die Dauer bis zum Therapieabbruch wegen
Unverträglichkeit.
Diese Studie bestätigte die positiven Ergebnisse einer früheren prospektiv angelegten Untersuchungbei Patienten mit Risikofaktoren und schlechter Prognose, die Graft-versus-host-Disease und speziellzerebrale Infektionen einschlossen (die Letalität beträgt hierbei normalerweise fast 100 %).
Die in diesen Studien behandelten Infektionen umfassten zerebrale, Sinus-, pulmonale unddisseminierte Aspergillosen bei Patienten mit Knochenmark- und Organtransplantationen, malignenhämatologischen Erkrankungen, Krebs und Aids.
Candidämie bei nicht neutropenischen Patienten
In einer offenen, vergleichenden Studie wurde die Wirksamkeit von Voriconazol im Vergleich zueinem Behandlungsschema aus Amphotericin B gefolgt von Fluconazol als Initialtherapie bei
Candidämie bestätigt. In diese Studie wurden 370 nicht neutropenische Patienten (Alter > 12 Jahre)mit nachgewiesener Candidämie aufgenommen. Insgesamt 248 Patienten davon wurden mit
Voriconazol behandelt. Darüber hinaus wurde bei 9 Patienten der Voriconazol-Gruppe und bei5 Patienten der Amphotericin/Fluconazol-Gruppe mykologisch eine invasive Mykose nachgewiesen.
Patienten mit Nierenversagen wurden nicht in die Studie aufgenommen. Die mediane
Behandlungsdauer in beiden Behandlungsarmen betrug 15 Tage. Bei der primären Analyse wurde eine'erfolgreiche“ Behandlung von dem bezüglich der Studienmedikation 'blinden“ Bewertungsgremiumfolgendermaßen definiert: Abklingen oder Verbesserung aller klinischen Infektionszeichenund -symptome mit Eradikation von Candida aus dem Blut und dem infizierten tiefen Gewebe12 Wochen nach Behandlungsende. Patienten, die 12 Wochen nach Behandlungsende nicht untersuchtwerden konnten, wurden als Therapieversager eingestuft. In dieser Auswertung erwies sich in beiden
Studienarmen bei 41 % der Patienten die Behandlung als erfolgreich.
Bei einer Sekundäranalyse, bei der die Ergebnisse des Bewertungsgremiums zum letztmöglichen
Untersuchungszeitpunkt (Behandlungsende bzw. 2, 6 oder 12 Wochen danach) herangezogen wurden,betrugen die Erfolgsraten in der Voriconazol-Gruppe 65 % und in der Amphotericin/Fluconazol-
Gruppe 71 %. Die durch den Prüfarzt erfolgte Einstufung als Therapieerfolg zu jedem der möglichen
Untersuchungszeitpunkte kann der folgenden Tabelle entnommen werden.
Zeitpunkt Voriconazol Amphotericin B → Fluconazol(n = 248) (n = 122)
Behandlungsende 178 (72 %) 88 (72 %)2 Wochen danach 125 (50 %) 62 (51 %)6 Wochen danach 104 (42 %) 55 (45 %)12 Wochen danach 104 (42 %) 51 (42 %)
Schwere refraktäre Candida-Infektionen
Die Untersuchung umfasste 55 Patienten mit schweren refraktären Candida-Infektionen(einschließlich Candidämie sowie disseminierten und anderen invasiven Candida-Infektionen), die aufeine vorhergehende antimykotische Behandlung, vor allem mit Fluconazol, nicht angesprochen hatten.
Ein Therapieerfolg wurde bei 24 Patienten (15 vollständige und 9 partielle Remissionen) erzielt. Bei
Infektionen mit Fluconazol-resistenten Candida-Spezies, die nicht zur Albicans-Gruppe gehörten,wurde ein Therapieerfolg bei 3/3 Infektionen mit C. krusei (vollständige Remissionen) und bei6/8 Infektionen mit C. glabrata (5 vollständige Remissionen, 1 partielle) erzielt. Die Daten zurklinischen Wirksamkeit wurden durch begrenzte Empfindlichkeitsdaten bestätigt.
Scedosporium- und Fusarium-Infektionen
Voriconazol erwies sich gegen folgende seltene pathogene Pilze als wirksam:
Scedosporium spp.: Ein erfolgreiches Ansprechen auf die Therapie mit Voriconazol wurde bei 16(6 vollständige und 10 partielle Remissionen) von 28 Patienten mit S. apiospermum und bei 2 (beidespartielle Remissionen) von 7 Patienten mit S. prolificans nachgewiesen. Darüber hinaus sprach aucheiner von 3 Patienten mit Infektionen, die von mehr als einem Organismus einschließlich
Scedosporium spp. verursacht wurden, auf die Therapie mit Voriconazol an.
Fusarium spp.: 7 (3 vollständige und 4 partielle Remissionen) von 17 Patienten wurden erfolgreichmit Voriconazol behandelt. Von diesen 7 Patienten hatten 3 Augeninfektionen, einer eine Sinus- und3 eine disseminierte Infektion. 4 weitere Patienten litten an einer Fusariose und hatten zusätzlich eine
Infektion mit mehreren Erregern; 2 der Patienten konnten erfolgreich behandelt werden.
Die Mehrzahl der Patienten, die eine Behandlung mit Voriconazol wegen der oben erwähnten seltenen
Infektionen erhielten, hatten eine vorausgegangene antimykotische Behandlung entweder nichtvertragen oder ihre Mykosen erwiesen sich als therapierefraktär.
Primärprophylaxe invasiver Pilzinfektionen (IFI) - Wirksamkeit bei HSZT-Empfängern ohne vorabbestätigter oder wahrscheinlicher IFI
In einer offenen, komparativen, multizentrischen Studie wurde Voriconazol als Primärprophylaxe beierwachsenen und jugendlichen allogenen HSZT-Empfängern ohne vorab bestätigte oderwahrscheinliche IFI mit Itraconazol verglichen. Erfolg wurde definiert als die Fähigkeit, die
Prophylaxe mit dem Studienmedikament 100 Tage nach der HSZT (ohne Unterbrechungen für mehrals 14 Tage) fortzusetzen, und das Überleben ohne bestätigte oder wahrscheinliche IFI für die Dauervon 180 Tagen nach HSZT. Die MITT (modified intent-to-treat)-Gruppe umfasste 465 allogene
HSZT-Empfänger, wobei 45 % der Patienten AML hatten. Von allen Patienten hatten sich 58 % einermyeloablativen Konditionierung unterzogen. Prophylaxe mit dem Studienmedikament wurde sofortnach der HSZT eingeleitet: 224 Patienten erhielten Voriconazol und 241 Patienten erhielten
Itraconazol. Die mittlere Dauer der Prophylaxe mit dem Studienmedikament betrug 96 Tage bei der
Anwendung von Voriconazol und 68 Tage bei der Gabe von Itraconazol in der MITT-Gruppe.
Erfolgsraten und weitere sekundäre Endpunkte sind in der nachstehenden Tabelle aufgeführt:
Endpunkte Voriconazol Itraconazol Unterschiede zwischen p-Wert(n = 224) (n = 241) den Prozentanteilenund das 95 %-
Konfidenzintervall(KI)
Erfolg an Tag 180* 109 (48,7 %) 80 (33,2 %) 16,4 % (7,7 %, 0,0002**25,1 %)**
Erfolg an Tag 100 121 (54,0 %) 96 (39,8 %) 15,4 % (6,6 %, 0,0006**24,2 %)**
Mindestens 100 Tage Prophylaxe 120 (53,6 %) 94 (39,0 %) 14,6 % (5,6 %, 23,5 %) 0,0015mit der Studienmedikationdurchgeführt
Überlebt bis zum Tag 180 184 (82,1 %) 197 (81,7 %) 0,4 % (-6,6 %, 7,4 %) 0,9107
Bestätigte oder wahrscheinliche 3 (1,3 %) 5 (2,1 %) -0,7 % (-3,1 %, 1,6 %) 0,5390
IFI bis zum Tag 180 entwickelt
Bestätigte oder wahrscheinliche 2 (0,9 %) 4 (1,7 %) -0,8 % (-2,8 %, 1,3 %) 0,4589
IFI bis zum Tag 100 entwickelt
Bestätigte oder wahrscheinliche 0 3 (1,2 %) -1,2 % (-2,6 %, 0,2 %) 0,0813
IFI während der Anwendung der
Studienmedikation entwickelt
* Primärer Endpunkt der Studie
** Unterschiede in den Prozentanteilen, 95 %-KI und p-Werte erhalten nach Anpassung für die
Randomisierung
Die Rate an Durchbruchs-IFI bis zum Tag 180 und der primäre Endpunkt der Studie, nämlich der
Erfolg am Tag 180, für Patienten mit AML und solche mit myeloablativer Konditionierung ist in deruntenstehenden Tabelle dargestellt:
AMLEndpunkte Voriconazol Itraconazol Unterschiede zwischen den(n = 98) (n = 109) Prozentanteilen und das95 %-Konfidenzintervall (KI)
Durchbruchs-IFI - Tag 180 1 (1,0 %) 2 (1,8 %) -0,8 % (-4,0 %, 2,4 %)**
Erfolg am Tag 180* 55 (56,1 %) 45 (41,3 %) 14,7 % (1,7 %, 27,7 %)***
* Primärer Endpunkt der Studie
** Unter Verwendung einer 5 %-Marge, Nicht-Unterlegenheit ist nachgewiesen
*** Unterschiede in den Prozentanteilen, 95 %-KI ermittelt nach Anpassung für die Randomisierung
Myeloablative Konditionierung
Endpunkte Voriconazol Itraconazol Unterschiede zwischen den(n = 125) (n = 143) Prozentanteilen und das95 %-Konfidenzintervall (KI)
Durchbruchs-IFI - Tag 180 2 (1,6 %) 3 (2,1 %) -0,5 % (-3,7 %, 2,7 %)**
Erfolg am Tag 180* 70 (56,0 %) 53 (37,1 %) 20,1 % (8,5 %, 31,7 %)***
* Primärer Endpunkt der Studie
** Unter Verwendung einer 5 %-Marge, Nicht-Unterlegenheit ist nachgewiesen
*** Unterschiede in den Prozentanteilen, 95 %-KI ermittelt nach Anpassung für die Randomisierung
Sekundärprophylaxe von IFI - Wirksamkeit bei HSZT-Empfängern mit vorab bestätigter oderwahrscheinlicher IFI
Voriconazol wurde als Sekundärprophylaxe in einer offenen, nicht komparativen, multizentrischen
Studie bei erwachsenen allogenen HSZT-Empfängern mit vorab bestätigten oder wahrscheinlichen IFIuntersucht. Der primäre Endpunkt war die Rate des Auftretens bestätigter oder wahrscheinlicher IFIwährend des ersten Jahres nach der HSZT. Die MITT-Gruppe umfasste 40 Patienten mitvorangegangener IFI, einschließlich 31 Patienten mit Aspergillose, 5 Patienten mit Candidiasis und4 Patienten mit anderen IFI. Die mediane Dauer der Prophylaxe mit der Studienmedikation betrug inder MITT-Gruppe 95,5 Tage.
Bestätigte oder wahrscheinliche IFI traten bei 7,5 % (3/40) der Patienten im Verlauf des ersten Jahresnach HSZT auf, einschließlich einer systemischen Candidiasis, einer Scedosporiose (beide Rückfällefrüherer IFI) und einer Zygomykose. Die Überlebensrate am Tag 180 lag bei 80,0 % (32/40) und nach1 Jahr bei 70,0 % (28/40).
Dauer der BehandlungIn klinischen Studien erhielten 705 Patienten Voriconazol über mehr als 12 Wochen, davon 164
Patienten mehr als 6 Monate lang.
Pädiatrische Patienten53 pädiatrische Patienten im Alter von 2 bis < 18 Jahren wurden in 2 prospektiven, offenen, nichtvergleichenden, multizentrischen klinischen Studien mit Voriconazol behandelt. In der ersten Studiewurden 31 Patienten mit einer möglichen, bestätigten oder wahrscheinlichen invasiven Aspergillose(IA) untersucht. Davon hatten 14 Patienten eine bestätigte oder wahrscheinliche IA und wurden in die
MITT-Wirksamkeitsanalysen aufgenommen. Die zweite Studie untersuchte 22 Patienten mit invasiver
Candida-Infektion, einschließlich Candidämie (ICC) und ösophagealer Candidose (EC), die entwedereiner Ersttherapie oder einer Salvage-Therapie bedurften. 17 dieser Patienten wurden in die MITT-
Wirksamkeitsanalysen aufgenommen. Bei Patienten mit IA betrug die allgemeine Ansprechrate nach6 Wochen insgesamt 64,3 % (9/14), die allgemeine Ansprechrate betrug bei Patienten im Alter von 2bis < 12 Jahren 40 % (2/5) und bei Patienten im Alter von 12 bis < 18 Jahren 77,8 % (7/9). Bei
Patienten mit ICC betrug die allgemeine Ansprechrate am Ende der Behandlung 85,7 % (6/7) und bei
Patienten mit EC betrug die allgemeine Ansprechrate 70 % (7/10) am Ende der Behandlung. Dieallgemeine Ansprechrate (ICC und EC kombiniert) betrug bei Patienten im Alter von 2 bis < 12 Jahreninsgesamt 88,9 % (8/9) und bei Patienten im Alter von 12 bis < 18 Jahren 62,5 % (5/8).
Klinische Studien zur Untersuchung des QTc-Intervalls
In einer placebokontrollierten, randomisierten Einzeldosis-Crossover-Studie der Auswirkungen aufdas QT-Intervall von Probanden wurden 3 orale Einzeldosen Voriconazol und Ketoconazol überprüft.
Dabei betrug der placeboadjustierte, mittlere Maximalanstieg des QTc gegenüber dem Ausgangswert5,1, 4,8 bzw. 8,2 msec nach 800, 1 200 bzw. 1 600 mg Voriconazol und 7,0 msec bei 800 mg
Ketoconazol. In keiner Behandlungsgruppe wurde bei einem Probanden ein Anstieg des QTc≥ 60 msec gegenüber dem Ausgangswert beobachtet. Bei keinem der Probanden wurde diemöglicherweise klinisch relevante Verlängerung des QT-Intervalls von 500 msec überschritten.
Allgemeine pharmakokinetische Eigenschaften
Die Pharmakokinetik von Voriconazol wurde bei gesunden Probanden, speziellen Populationen und
Patienten bestimmt. Bei zweimal täglicher Gabe von 200 mg oder 300 mg Voriconazol über 14 Tagebei Patienten mit Aspergillose-Risiko (überwiegend Patienten mit malignen lymphatischen oderhämatopoetischen Neoplasien) entsprachen die pharmakokinetischen Parameter wie schnelle undvollständige Resorption, Kumulation und nicht lineare Pharmakokinetik jenen bei gesunden
Probanden.
Die Pharmakokinetik von Voriconazol ist infolge seiner Sättigungskinetik des Metabolismus nichtlinear. Bei höheren Dosierungen wurden überproportionale Plasmaspiegel gemessen. Es wirdgeschätzt, dass die Erhöhung der oralen Gabe von Voriconazol von 200 mg zweimal täglich auf300 mg zweimal täglich durchschnittlich zu einer 2,5-fachen Zunahme der AUC führt. Mit eineroralen Erhaltungsdosis von 200 mg (oder 100 mg bei Patienten mit einem Körpergewicht unter 40 kg)erhält man eine Voriconazol-Exposition, die mit 3 mg/kg i.v. vergleichbar ist. Mit einer oralen
Erhaltungsdosis von 300 mg (oder 150 mg bei Patienten mit einem Körpergewicht unter 40 kg) erhältman eine Voriconazol-Exposition, die mit 4 mg/kg i.v. vergleichbar ist. Bei intravenöser oder oraler
Gabe der empfohlenen Anfangsdosierungen werden annähernde Steady-State-Plasmaspiegel innerhalbder ersten 24 Stunden erreicht. Ohne die Anfangsdosis wurden beim Großteil der Patienten mit denzweimal täglichen Erhaltungsdosen am 6. Behandlungstag Steady-State-Plasmaspiegel erreicht.
ResorptionVoriconazol wird nach oraler Einnahme schnell und fast vollständig resorbiert, wobei nach 1 bis2 Stunden maximale Plasmakonzentrationen (Cmax) erreicht werden. Die absolute Bioverfügbarkeitvon Voriconazol nach oraler Gabe beträgt etwa 96 %. Bei Mehrfachgaben von Voriconazol in
Verbindung mit sehr fettreichen Mahlzeiten reduzierten sich die Cmax und AUC um 34 % bzw. 24 %.
Die Resorption von Voriconazol wird durch Änderungen des Magen-pH-Werts nicht beeinflusst.
VerteilungDas Verteilungsvolumen von Voriconazol im Steady State beträgt ca. 4,6 l/kg, was auf eineausgeprägte Gewebeverteilung schließen lässt. Die Plasmaproteinbindung beträgt ca. 58 %.
Liquorproben von 8 Patienten des Compassionate-Use-Programms erbrachten bei allen Patientenmessbare Konzentrationen von Voriconazol.
BiotransformationIn-vitro-Studien haben gezeigt, dass Voriconazol durch die hepatischen Cytochrom-P450-Isoenzyme
CYP2C19, CYP2C9 und CYP3A4 metabolisiert wird.
Die interindividuelle Variabilität der Pharmakokinetik von Voriconazol ist groß.
In-vivo-Studien ergaben, dass CYP2C19 wesentlich am Metabolismus von Voriconazol beteiligt ist.
Dieses Enzym zeigt einen genetischen Polymorphismus. Es ist beispielsweise anzunehmen, dass15 bis 20 % der asiatischen Bevölkerung verzögert verstoffwechseln. Bei der weißen und schwarzen
Bevölkerung beträgt die Prävalenz einer langsamen Metabolisierung 3 bis 5 %. Aus Studien mitgesunden Weißen und Japanern geht hervor, dass bei verzögerter Metabolisierung durchschnittlich4-fach höhere Voriconazol-Spiegel (AUC) erreicht werden als bei Homozygoten mit schneller
Metabolisierung. Heterozygote mit schneller Metabolisierung weisen durchschnittlich 2-fach höhere
Voriconazol-Spiegel als Homozygote mit schneller Metabolisierung auf.
Der Hauptmetabolit von Voriconazol ist das N-Oxid. Nach Gabe von radioaktiv markiertem
Voriconazol macht das N-Oxid 72 % der radioaktiv markierten Metaboliten im Plasma aus. Da dieser
Metabolit eine minimale antimyzetische Wirkung aufweist, trägt er wahrscheinlich nicht zur
Wirksamkeit von Voriconazol bei.
EliminationVoriconazol wird über die Leber eliminiert, wobei weniger als 2 % der Dosis unverändert mit dem
Harn ausgeschieden werden.
Nach intravenöser Mehrfachgabe von radioaktiv markiertem Voriconazol finden sich ca. 80 % der
Radioaktivität, nach mehrfacher oraler Gabe 83 % im Harn wieder. Nach oraler oder intravenöser
Gabe wird der Großteil (> 94 %) der gesamten Radioaktivität innerhalb der ersten 96 Stundenausgeschieden.
Die terminale Halbwertszeit ist dosisabhängig und beträgt bei 200 mg (oral) etwa 6 Stunden.
Aufgrund der nichtlinearen Pharmakokinetik kann die terminale Halbwertszeit nicht zur Schätzung der
Kumulation bzw. Elimination von Voriconazol herangezogen werden.
Pharmakokinetik bei speziellen Patientengruppen
GeschlechtIn einer Studie mit oraler Mehrfachgabe waren die Cmax und AUC bei gesunden jungen Frauen um83 % bzw. 113 % höher als bei gesunden jungen Männern (18 bis 45 Jahre). In derselben Studiewurden für Cmax und AUC keine signifikanten Unterschiede zwischen gesunden älteren Frauen undälteren Männern beobachtet ( 65 Jahre).
Im klinischen Entwicklungsprogramm wurde keine Dosisanpassung aufgrund der
Geschlechtszugehörigkeit vorgenommen. Das Verträglichkeitsprofil und die Plasmaspiegel beimännlichen und weiblichen Patienten waren ähnlich. Eine Dosisanpassung aufgrund des Geschlechtsist daher nicht erforderlich.
Ältere PatientenIn einer Studie mit oraler Mehrfachgabe waren die Cmax und AUC bei gesunden älteren Männern( 65 Jahre) um 61 % bzw. 86 % höher als bei gesunden jungen Männern (18 bis 45 Jahre). Zwischengesunden älteren Frauen ( 65 Jahre) und gesunden jungen Frauen (18 bis 45 Jahre) wurden keinesignifikanten Unterschiede von Cmax und AUC beobachtet.
In klinischen Studien wurde keine altersspezifische Dosisanpassung vorgenommen. Es wurde ein
Zusammenhang zwischen Plasmaspiegeln und Alter beobachtet. Das Verträglichkeitsprofil von
Voriconazol war bei jungen und älteren Patienten ähnlich. Deshalb ist bei älteren Patienten keine
Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 4.2).
Kinder und JugendlicheDie empfohlene Dosierung bei Kindern und jugendlichen Patienten ergibt sich aus einerpharmakokinetischen Populationsanalyse der Daten von 112 immungeschwächten pädiatrischen
Patienten im Alter von 2 bis < 12 Jahren und 26 immungeschwächten jugendlichen Patienten im Altervon 12 bis < 17 Jahren. Bei 3 Pharmakokinetikstudien in der Pädiatrie wurden intravenöse
Mehrfachgaben von 3, 4, 6, 7 und 8 mg/kg zweimal täglich und orale Mehrfachdosen (mit dem Pulverzur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen) von 4 mg/kg, 6 mg/kg und 200 mg zweimaltäglich untersucht. In einer Pharmakokinetikstudie bei Jugendlichen wurden intravenöse Initialdosenvon 6 mg/kg zweimal täglich am 1. Tag gefolgt von einer intravenösen Dosis von 4 mg/kg zweimaltäglich und zweimal täglich 300 mg oral als Tabletten untersucht. Bei den pädiatrischen Patientenwurde im Vergleich zu Erwachsenen eine höhere interindividuelle Variabilität beobachtet.
Bei einem Vergleich der Pharmakokinetikdaten bei Kindern und bei Erwachsenen ergab sich, dass dieerwartete Gesamtexposition (AUC) bei Kindern nach einer intravenösen Initialdosis von 9 mg/kg miteiner intravenösen Initialdosis von 6 mg/kg bei Erwachsenen vergleichbar ist. Dementsprechend wardie erwartete Gesamtexposition bei Kindern nach intravenösen Erhaltungsdosen von 4 und 8 mg/kgzweimal täglich mit einer intravenösen Erhaltungsdosis von 3 bzw. 4 mg/kg zweimal täglich bei
Erwachsenen vergleichbar. Die erwartete Gesamtexposition bei Kindern nach oralen Erhaltungsdosenvon 9 mg/kg zweimal täglich (maximal 350 mg) war mit einer oralen Erwachsenendosis von 200 mgzweimal täglich vergleichbar. Eine intravenöse Dosis von 8 mg/kg wird eine ca. 2-fach höhere
Voriconazol-Exposition ergeben als eine orale Dosis von 9 mg/kg.
Die im Vergleich zu Erwachsenen höhere intravenöse Erhaltungsdosis bei pädiatrischen Patienten istauf die höhere Eliminationskapazität der pädiatrischen Patienten durch ein größeres Verhältnis von
Leber- zu Körpermasse zurückzuführen. Bei Kindern mit Malabsorption und für ihr Alter sehrniedrigem Körpergewicht kann die orale Bioverfügbarkeit jedoch eingeschränkt sein. In diesem Fallwird eine intravenöse Gabe von Voriconazol empfohlen.
Bei der Mehrzahl der jugendlichen Patienten war die Voriconazol-Exposition mit der von
Erwachsenen unter der gleichen Dosierung vergleichbar. Bei jungen Jugendlichen mit einem geringen
Körpergewicht wurde jedoch im Vergleich zu Erwachsenen eine niedrigere Voriconazol-Expositionbeobachtet. Wahrscheinlich metabolisieren diese Personen Voriconazol mehr wie Kinder als wie
Erwachsene. Auf Grundlage der pharmakokinetischen Populationsanalyse sollten Jugendliche im Altervon 12 bis 14 Jahren, die weniger als 50 kg wiegen, die Kinderdosis erhalten (siehe Abschnitt 4.2).
Eingeschränkte NierenfunktionEine Studie mit oraler Einmalgabe (200 mg), die Patienten mit normaler Nierenfunktion bis hin zuleichter (Kreatinin-Clearance 41 bis 60 ml/min) bis schwerer (Kreatinin-Clearance < 20 ml/min)
Niereninsuffizienz einschloss, zeigte, dass die Pharmakokinetik von Voriconazol durch eine
Niereninsuffizienz nicht signifikant beeinflusst wird. Die Plasmaproteinbindung von Voriconazol warbei Patienten mit verschieden stark ausgeprägter Niereninsuffizienz ähnlich (siehe Abschnitte 4.2 und4.4).
Eingeschränkte LeberfunktionNach oraler Einmalgabe (200 mg) war die AUC bei Patienten mit leichter bis mäßiger Leberzirrhose(Child-Pugh A und B) um 233 % höher als bei Patienten mit normaler Leberfunktion. Die
Proteinbindung von Voriconazol wurde durch die Leberinsuffizienz nicht beeinflusst.
In einer Studie mit oraler Mehrfachgabe war die AUC bei Patienten mit mäßiger Leberzirrhose(Child-Pugh B) unter einer Erhaltungsdosis von 100 mg Voriconazol zweimal täglich ähnlich der bei
Patienten mit normaler Leberfunktion unter 200 mg zweimal täglich. Pharmakokinetische Daten zu
Patienten mit schwerer Leberzirrhose (Child-Pugh C) liegen nicht vor (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).
Toxizitätsuntersuchungen mit wiederholter Voriconazol-Anwendung ergaben, dass die Leber das
Zielorgan darstellt. Wie auch bei anderen antimykotischen Wirkstoffen kam es zur Hepatotoxizität bei
Plasmakonzentrationen, wie sie auch unter therapeutischen Dosen beim Menschen auftreten. Bei
Ratten, Mäusen und Hunden erzeugte Voriconazol auch minimale Funktionsstörungen der
Nebennieren. Standarduntersuchungen zur Sicherheitspharmakologie, Genotoxizität und
Karzinogenität ergaben keine speziellen Risiken für den Menschen.
In Reproduktionsstudien hat sich Voriconazol in Konzentrationen, die auch beim Menschen untertherapeutischen Dosierungen erreicht werden, bei Ratten als teratogen und bei Kaninchen alsembryotoxisch erwiesen. In der Pränatal- und Postnatal-Studie an Ratten verlängerte Voriconazol beiniedrigeren Konzentrationen, als sie beim Menschen unter therapeutischen Dosierungen erreichtwerden, die Dauer der Trächtigkeit und die Kontraktionszeit des Uterus und führte zu Dystokie mit
Tod der Muttertiere und verringerter perinataler Überlebensrate der Jungtiere. Die Auswirkungen aufden Geburtsvorgang werden vermutlich durch artspezifische Mechanismen gesteuert, schließen eine
Verringerung der Östradiolspiegel ein und entsprechen denen, die bei anderen Azol-Antimykotikaebenfalls beobachtet werden. Bei Konzentrationen, die vergleichbar mit denen waren, die beim
Menschen unter therapeutischen Dosen erreicht werden, zeigte die Verabreichung von Voriconazol beimännlichen und weiblichen Ratten keine Beeinträchtigung der Fertilität.
Lactose-Monohydrat
Vorverkleisterte Stärke aus Mais
Croscarmellose-Natrium
Povidon
Magnesiumstearat (Ph.Eur.)
FilmüberzugHypromellose
Titandioxid (E171)
Lactose-Monohydrat
Triacetin
Nicht zutreffend.
4 Jahre
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
PVC/Aluminium-Blisterpackung in Packungen mit 2, 10, 14, 20, 28, 30, 50, 56 und 100 Filmtablettenoder PVC/Aluminium-Blisterpackungen in Packungen mit 10x1, 14x1, 28x1, 30x1, 56x1 und 100x1
Filmtabletten als Einzeldosis.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.
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Spanien
Voriconazol Accord 50 mg Filmtabletten
EU/1/13/835/001-009,
EU/1/13/835/019-024
Voriconazol Accord 200 mg Filmtabletten
EU/1/13/835/010-018,
EU/1/13/835/025-030
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 16. Mai 2013
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 08. Februar 2018
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf der Website der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.