Merkblatt VANIQA 11.5% creme


Angewendet bei: Gesichtshirsutismus; afrikanische Trypanosomiasis

Art der Anwendung: kutan

Substanz: Eflornithin (Enzymhemmer)

ATC: D11AX (DERMATIKA | ANDERE DERMATIKA | Andere Dermatika)

Eflornithin ist ein Medikament, das hauptsächlich zur Behandlung von Gesichts-Hirsutismus bei Frauen sowie der afrikanischen Trypanosomiasis (Schlafkrankheit) eingesetzt wird. Es ist als topische Creme zur lokalen Anwendung oder als injizierbare Form für die systemische Anwendung erhältlich.

Bei Hirsutismus wirkt Eflornithin, indem es ein Enzym hemmt, das am Haarwachstum beteiligt ist, und so den Prozess verlangsamt. Bei der Behandlung der Schlafkrankheit stört das Medikament den Stoffwechsel des Trypanosoma brucei-Parasiten.

Eflornithin wird im Allgemeinen gut vertragen, kann jedoch Nebenwirkungen wie Hautreizungen, Rötungen oder ein brennendes Gefühl an der Applikationsstelle verursachen. Bei systemischer Anwendung können schwerwiegendere Nebenwirkungen wie Anämie oder Leukopenie auftreten.

Es ist wichtig, Eflornithin gemäß den Anweisungen Ihres Arztes zu verwenden und alle Nebenwirkungen zu melden. Brechen Sie die Behandlung nicht ab, ohne einen Spezialisten zu konsultieren.

Allgemeine Daten zu VANIQA 11.5%

  • Substanz: Eflornithin
  • Handelsgesetzbuch: W53290001
  • Konzentration: 11.5%
  • Pharmazeutisches Formblatt: creme
  • Quantität: 1
  • Produktart: generic
  • Rezeptbeschränkungen: P-RF - Arzneimittelrezept, das in der Apotheke aufbewahrt wird (nicht verlängerbar).

Marketing autorisation

  • Zulassungshersteller: SHIRE PHARMACEUTICALS LTD - MAREA BRITANIE
  • Zulassungsinhaber: LABORATORIOS ALMIRALL S.A., - SPANIA
  • Zulassungsnummer: 173/2001/01
  • Haltbarkeit: 3 Jahre

Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels VANIQA 11.5% creme

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Vaniqa 11,5% Creme

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Ein Gramm Vaniqa 11,5% Creme enthält 115 mg Eflornithin (als Hydrochlorid-Monohydrat).

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung:

Ein Gramm Creme enthält 47,2 mg Cetostearylalkohol, 14,2 mg Stearylakohol, 0,8 mg Methyl-4-hydroxybenzoat und 0,32 mg Propyl-4-hydroxybenzoat.

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Creme.

Weiße bis cremefarbene Creme

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Zur Behandlung von Hirsutismus im Gesicht bei Frauen.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Vaniqa Creme sollte zweimal täglich in einem Abstand von mindestens acht Stunden auf diebetroffene Hautfläche aufgetragen werden. Die Wirksamkeit wurde nur für befallene Bereiche im

Gesicht und unterhalb des Kinns nachgewiesen. Die Anwendung sollte auf diese Bereiche beschränktsein. Die Maximalmengen, die in klinischen Studien sicher angewendet wurden, betrugen bis zu30 Gramm pro Monat.

Eine Besserung des Zustands kann innerhalb von acht Wochen nach Therapiebeginn festgestelltwerden.

Eine Dauerbehandlung kann zu einer weiteren Besserung führen und ist für einen dauerhaften

Therapieerfolg notwendig. Innerhalb von 8 Wochen nach Absetzen der Therapie kann sich der gleiche

Zustand wie vor Behandlungsbeginn wieder einstellen.

Falls innerhalb von vier Monaten nach Therapiebeginn kein Therapieerfolg festzustellen ist, sollte die

Behandlung abgebrochen werden.

Es kann notwendig sein, dass die Patientinnen in Verbindung mit Vaniqa weiterhin eine Methode zur

Haarentfernung (z. B. Rasieren oder Auszupfen) anwenden. In diesem Fall sollte die Creme frühestensfünf Minuten nach der Rasur oder der Anwendung einer anderen Methode zur Haarentfernungaufgetragen werden, da es ansonsten zu vermehrtem Stechen oder Brennen kommen kann.

Spezielle Populationen

Ältere Patienten (> 65 Jahre): Es ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Kinder und Jugendliche:

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Vaniqa bei Kindern im Alter von 0 bis 18 Jahren ist nichterwiesen. Es liegen keine Daten vor, um eine Verwendung in dieser Altersgruppe zu begründen.

Patientinnen mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion: Die Unbedenklichkeit und Wirksamkeitvon Vaniqa bei Frauen mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion sind nicht nachgewiesen. Dadie Sicherheit von Vaniqa bei Patientinnen mit schwerer Einschränkung der Nierenfunktion nichtuntersucht wurde, ist bei der Verschreibung von Vaniqa bei diesen Patientinnen Vorsicht geboten. Esliegen keine Daten vor.

Art der Anwendung

Auf die betroffenen gereinigten und trockenen Hautflächen eine dünne Schicht der Creme auftragen.

Die Creme gründlich einmassieren. Die Creme so auftragen, dass nach dem Einreiben keine sichtbaren

Reste auf den behandelten Stellen verbleiben. Nach dem Auftragen dieses Medikaments die Händewaschen. Um die größtmögliche Wirksamkeit zu erzielen, sollte die behandelte Hautfläche nach dem

Auftragen der Creme vier Stunden lang nicht gereinigt werden. Kosmetika (einschließlich

Sonnenschutzmittel) können auf die behandelten Hautflächen aufgetragen werden, jedoch frühestensfünf Minuten nach Anwendung der Creme.

4.3 Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Übermäßiger Haarwuchs kann durch eine schwerwiegende Grunderkrankung verursacht sein (z. B.polyzystisches Ovarialsyndrom, Androgene produzierendes Neoplasma) oder durch bestimmte

Wirkstoffe (z. B. Ciclosporin, Glucocorticoide, Minoxidil, Phenobarbital, Phenytoin, kombinierte

Östrogen-Androgen-Hormonersatztherapie). Diese Faktoren sollten generell bei der medizinischen

Behandlung von Patientinnen, die für eine Verschreibung von Vaniqa infrage kommen, berücksichtigtwerden.

Vaniqa ist ausschließlich zur Anwendung auf der Haut bestimmt. Ein Kontakt mit Augen oder

Schleimhäuten (z. B. Nase oder Mund) ist zu vermeiden. Bei Auftragen der Creme auf wunde oderrissige Haut kann es zu vorübergehendem Stechen oder Brennen kommen.

Bei Auftreten einer Hautreizung oder Unverträglichkeitsreaktion sollte die Anwendung vorübergehendauf einmal täglich reduziert werden. Falls die Hautreizung andauert, sollte die Behandlung abgesetztund der Arzt zu Rate gezogen werden.

Dieses Arzneimittel enthält Cetostearylalkohol und Stearylalkohol, die örtlich begrenzt

Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen können, sowie Methyl-4-hydroxybenzoat und

Propyl-4-hydroxybenzoat, die Überempfindlichkeitsreaktionen, auch Spätreaktionen, hervorrufenkönnen.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen durchgeführt.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Daten aus klinischen Studien zu einer begrenzten Zahl von exponierten Schwangerschaften (22)deuten darauf hin, dass es keine klinischen Anhaltspunkte für Nebenwirkungen von Vaniqa auf die

Mutter oder den Fetus gibt. Von den 22 Schwangerschaften, die während der Studien beobachtetwurden, traten nur 19 während der Anwendung von Vaniqa durch die Patientin auf. Aus diesen19 Schwangerschaften gingen 9 gesunde Kinder hervor, 5 Schwangerschaften wurden abgebrochen, in4 Fällen kam es zu einer Fehlgeburt und in 1 Fall trat eine angeborene Behinderung auf (Down-

Syndrom beim Kind einer 35-Jährigen). Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind keine anderen relevantenepidemiologischen Daten verfügbar. Tierexperimentelle Studien ergaben Hinweise auf eine

Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt 5.3). Das potenzielle Risiko für den Menschen ist nichtbekannt. Daher sollten Frauen, die schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen, eine andere

Methode zur Entfernung von Gesichtshaar anwenden.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Eflornithin/Metabolite in die Muttermilch übergehen. Frauen sollten Vaniqawährend der Stillzeit nicht anwenden.

Fertilität

Es liegen keine Daten vor.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Maschinen

Vaniqa hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

4.8 Nebenwirkungen

Die berichteten Nebenwirkungen, die in der Regel die Haut betrafen, waren zumeist von geringer

Intensität und verschwanden ohne Absetzen von Vaniqa oder Einleitung einer medizinischen

Behandlung. Die am häufigsten berichtete Nebenwirkung war eine im Allgemeinen leichte Akne. Inkontrollierten Studien mit der Cremegrundlage als Kontrolle (n= 596) wurde bei 41 % der

Patientinnen vor Beginn der Behandlung eine Akne beobachtet. Bei 7 % der Patientinnen, die mit

Vaniqa behandelt wurden, und bei 8 % der Patientinnen, die mit der Cremegrundlage behandeltwurden, kam es zu einer Verschlechterung ihres Zustands. Von den Patientinnen, bei denen vor

Beginn der Behandlung keine Akne vorlag, berichtete ein ähnlich hoher Prozentsatz (14 %) nach der

Behandlung mit Vaniqa oder der Cremegrundlage eine Akne.

In der folgenden Liste ist die Häufigkeit unerwünschter Hautreaktionen, die in klinischen Studienbeobachtet wurden, gemäß MedDRA-Konvention angegeben. Bei diesen Häufigkeitsangaben zu

Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt: sehr häufig ≥ 1/10), häufig (≥ 1/100bis < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100), selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000), sehr selten(< 1/10.000) oder nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Es ist zu beachten, dass in diesen Studien über 1350 Patientinnen über einen Zeitraum von 6 Monatenbis zu einem Jahr mit Vaniqa behandelt wurden, während nur etwas mehr als 200 Patientinnen6 Monate lang mit der Cremegrundlage behandelt wurden. Die meisten Nebenwirkungen wurdenähnlich häufig unter Vaniqa wie unter der Cremegrundlage berichtet. Die mit Sternchen (*)gekennzeichneten Hautreaktionen Brennen, Stechen, Kribbeln, Hautausschlag und Erythem wurdenhäufiger bei den mit Vaniqa behandelten Patientinnen berichtet als bei jenen, die mit der

Cremegrundlage behandelt wurden.

Häufigkeit der in klinischen Studien mit Vaniqa beobachteten Nebenwirkungen (gemäß MedDRA-

Konvention).

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Sehr häufig Akne(≥ 1/10)

Häufig Pseudofolliculitis barbae, Alopezie, Stechen*, Brennen*, trockene Haut,(≥ 1/100 bis < 1/10) Pruritus, Erythem*, Kribbeln*, Hautreizungen, Hautausschlag*,

Follikulitis

Gelegentlich Eingewachsene Haare, Gesichtsödeme, Dermatitis, Ödeme am Mund,(≥ 1/1.000 bis < 1/100) papulöser Ausschlag, Hautblutungen, Herpes simplex, Ekzeme,

Cheilitis, Furunkulose, Kontaktdermatitis, Haarschaftanomalie,ungewöhnliches Haarwachstum, Hypopigmentierung, Hautrötung,

Taubheitsgefühl in den Lippen, Empfindlichkeit der Haut

Selten Rosacea, seborrhoische Dermatitis, Hautneoplasien, makulopapulöser(≥ 1/10.000 bis < 1/1.000) Ausschlag, Hautzysten, vesikulobullöser Ausschlag, Hautstörungen,

Hirsutismus, Spannen der Haut

Jugendliche

Die bei Jugendlichen beobachteten Nebenwirkungen sind jenen ähnlich, die bei Erwachsenenbeobachtet werden.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Aufgrund der minimalen kutanen Penetration von Eflornithin (siehe Abschnitt 5.2) ist eine

Überdosierung sehr unwahrscheinlich. Dennoch sollte bei sehr hoch dosierter kutaner Anwendungoder versehentlicher oraler Einnahme auf ein Auftreten von Wirkungen geachtet werden, wie sie untertherapeutischen Dosen von intravenös verabreichtem Eflornithin (400 mg/kg/Tag oder ca. 24 g/Tag)bei der Behandlung einer Infektion mit Trypanosoma brucei gambiense (afrikanische Schlafkrankheit)beobachtet werden: Haarverlust, Schwellung im Gesicht, Krampfanfälle, Hörschäden, gastrointestinale

Störungen, Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen, Schwäche, Schwindel, Anämie, Thrombozytopenie und

Leukopenie.

Bei Auftreten von Symptomen einer Überdosierung ist die Anwendung des Arzneimittels zu beenden.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: andere Dermatika, ATC-Code: D11AX16.

Wirkmechanismus

Eflornithin hemmt irreversibel die Ornithin-Decarboxylase, ein Enzym, das an der Bildung des

Haarschaftes durch den Haarfollikel beteiligt ist. Vaniqa verlangsamt erwiesenermaßen das

Haarwachstum.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Vaniqa wurden in zwei doppelblinden, randomisierten klinischen

Studien mit der Cremegrundlage als Kontrolle an 596 Frauen der Hauttypen I-VI (395 wurden mit

Vaniqa, 201 mit der Cremegrundlage behandelt) geprüft, wobei die Behandlungsdauer biszu 24 Wochen betrug. 48 Stunden nachdem die Frauen die behandelten befallenen Hautbereiche im

Gesicht und unterhalb des Kinns rasiert hatten, wurde von den Prüfärzten die Veränderung gegenüberdem Ausgangswert auf einer 4-Punkte-Skala bewertet. Hierfür wurden Parameter wie Haarlänge und

- dichte und dunkles Erscheinungsbild der Haut, bedingt durch das Vorhandensein von

Terminalhaaren, berücksichtigt. Eine Besserung wurde bereits 8 Wochen nach Therapiebeginnfestgestellt.

Die Ergebnisse dieser beiden Studien werden nachfolgend zusammengefasst dargestellt:

Resultat* Vaniqa 11,5% Creme Cremegrundlagerein/fast rein 6 % 0 %deutliche Besserung 29 % 9 %

Besserung 35 % 33 %keine Besserung/Verschlechterung 30 % 58 %

* Bei Therapieende (Woche 24). Bei Patientinnen, die die Behandlung während der Studieabgebrochen hatten, wurden die zuletzt beobachteten Ergebnisse auf Woche 24 übertragen.

In jeder dieser Studien wurde bei Frauen mit dem Ergebnis 'deutliche Besserung' und 'rein/fast rein'eine statistisch signifikante Besserung (p ≤ 0,001) für Vaniqa im Vergleich zur Cremegrundlagebeobachtet. Diese Besserung führte zu einer entsprechenden Verringerung des dunklen

Erscheinungsbildes der Gesichtshaut, bedingt durch das Vorhandensein von Terminalhaaren. Eine

Subgruppen-Analyse zeigte einen Unterschied im Behandlungserfolg, wobei 27 % der nicht weißen

Frauen und 39 % der weißen Frauen eine deutliche bis mehr als deutliche Verbesserung zeigten. Eine

Subgruppen-Analyse zeigte außerdem eine deutliche oder mehr als deutliche Verbesserung bei 29 %der übergewichtigen Frauen (BMI ≥ 30) und 43 % der normalgewichtigen Frauen (BMI < 30).

Ca. 12 % der Frauen in den klinischen Studien waren postmenopausal. Bei postmenopausalen Frauenwurde eine signifikante Besserung (p < 0,001) im Vergleich zur Cremegrundlage beobachtet.

Eine Eigenbewertung durch die Patientinnen zeigte eine deutliche Verringerung der psychischen

Beeinträchtigung durch ihren Zustand. Dies wurde durch die Antworten auf 6 Fragen auf einervisuellen Analogskala gemessen. Vaniqa verringerte signifikant den Schweregrad der

Beeinträchtigung, die Patientinnen durch den Haarwuchs im Gesicht und durch den Zeitaufwand fürdie Entfernung, die Behandlung oder das Überdecken des Haarwuchses empfanden. Außerdem fühltensich die Patientinnen in verschiedenen gesellschaftlichen und beruflichen Situationen wohler. Die

Eigenbewertungen der Patientinnen korrelierten mit den Beobachtungen der Ärzte hinsichtlich der

Wirksamkeit. Diese für die Patientinnen sichtbaren Unterschiede wurden 8 Wochen nach

Therapiebeginn beobachtet.

Innerhalb von 8 Wochen nach einem Therapieabbruch stellte sich der gleiche Zustand wie vor

Behandlungsbeginn wieder ein.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Bei Frauen, die sich rasierten, betrug die kutane Penetration von Eflornithin in Vaniqa im Steady state0,8 %.

Die Plasma-Halbwertszeit von Eflornithin im Steady state betrug ca. 8 Stunden. Der Steady statewurde innerhalb von vier Tagen erreicht. Die höchste bzw. niedrigste Plasmakonzentration von

Eflornithin im Steady state betrug etwa 10 ng/ml bzw. 5 ng/ml. Die AUC über 12 Stunden im Steadystate betrug 92,5 ng·h/ml.

Elflornithin wird, soweit bekannt, nicht metabolisiert und wird primär mit dem Urin ausgeschieden.

5.3 Präklinische Sicherheitsdaten

Basierend auf den konventionellen Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe, Genotoxizität undzum kanzerogenen Potenzial, einschließlich einer Studie zur Photokanzerogenität an Mäusen, lassendie präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.

In einer dermalen Fertilitätsstudie an Ratten wurden in Dosen von bis zum 180-Fachen derhumantherapeutischen Dosis keine negativen Auswirkungen auf die Fertilität beobachtet. In dermalen

Teratogenitätsstudien wurden bei Ratten und Kaninchen in Dosen von bis zum 180-Fachen bzw.36-Fachen der humantherapeutischen Dosis keine teratogenen Wirkungen beobachtet. Höhere

Dosierungen führten zu maternaler und fetaler Toxizität ohne Hinweis auf eine teratogene Wirkung.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Cetostearylalkohol;

Macrogolcetylstearylether;

Dimeticon;

Glycerolstearat;

Polyethylenglykolstearat;

Methyl-4-hydroxybenzoat (E218);

Paraffinöl;

Phenoxyethanol;

Propyl-4-hydroxybenzoat (E216);gereinigtes Wasser;

Stearylalkohol;

Natriumhydroxid (E524) (zur pH-Einstellung)

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Haltbarkeit

3 Jahre.

Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen: 6 Monate.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25 °C lagern.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

HDPE-Tube mit Polypropylen-Schraubverschluss, mit 15 g, 30 g oder 60 g Creme.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.

7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS

Almirall, S.A.

Ronda General Mitre, 15108022 Barcelona

Spanien

8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)

EU/1/01/173/001-003

9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 20. März 2001

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 07. März 2011

10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu/ verfügbar.