Angewendet bei: autoimmune entzündliche Erkrankungen
Substanz: Ustekinumab (monoklonaler Antikörper)
ATC: L04AC05 (ANTINEOPLASTISCHE UND IMMUNMODULIERENDE MITTEL | IMMUNSUPPRESSIVA | Interleukin-Inhibitoren)
Ustekinumab ist ein humaner monoklonaler Antikörper, der zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen wie mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis, Psoriasis-Arthritis und entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa eingesetzt wird. Es wirkt durch die Blockierung der Interleukine IL-12 und IL-23, Zytokine, die an entzündlichen und autoimmunen Prozessen beteiligt sind.
Durch die Hemmung dieser Zytokine reduziert Ustekinumab Entzündungen und die mit diesen Erkrankungen verbundenen Symptome wie Hautläsionen, Gelenkschmerzen, Durchfall und Bauchschmerzen. Es wird als subkutane Injektion oder intravenöse Infusion verabreicht, je nach Indikation und gemäß einem vom Arzt festgelegten Zeitplan.
Häufige Nebenwirkungen sind Infektionen der oberen Atemwege, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Reaktionen an der Injektionsstelle. Selten können schwere Infektionen, allergische Reaktionen oder ein erhöhtes Risiko für bestimmte Krebsarten auftreten.
Patienten sollten ihren Arzt über andere Erkrankungen oder Medikamente informieren, bevor sie mit Ustekinumab beginnen. Eine regelmäßige Überwachung ist wichtig, um die Wirksamkeit und Sicherheit der Behandlung zu gewährleisten.
G31A (C1) - Chronisch entzündliche Darmerkrankung
Preis
Zuzahlung
Patient
7825.42 RON
7271.08 RON
554.34 RON
Usymro 45 mg Injektionslösung
Usymro 45 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Usymro 90 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Usymro 45 mg Injektionslösung
Jede Durchstechflasche enthält 45 mg Ustekinumab in 0,5 ml.
Usymro 45 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Jede Fertigspritze enthält 45 mg Ustekinumab in 0,5 ml.
Usymro 90 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Jede Fertigspritze enthält 90 mg Ustekinumab in 1 ml.
Ustekinumab ist ein rein humaner monoklonaler IgG1κ-Antikörper gegen Interleukin (IL)-12/23, derunter Verwendung rekombinanter DNA-Technologie in einer Säugetierzelllinie (Ovarialzellen des
Chinesischen Hamsters, CHO) hergestellt wird.
Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:Polysorbat-Gehalt
Der Gehalt an Polysorbat 80 in Usymro 45 mg und 90 mg Injektionslösung beträgt 0,10 mg/ml.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
Usymro 45 mg Injektionslösung
Injektionslösung.
Usymro 45 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Injektionslösung.
Usymro 90 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Injektionslösung.
Die Lösung ist klar bis leicht opaleszierend, farblos bis hellgelb, mit einem pH-Wert von 5,7-6,3 undeiner Osmolalität von 260-340 mOsmol/kg.
Usymro ist für die Behandlung erwachsener Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-
Psoriasis indiziert, bei denen andere systemische Therapien einschließlich Ciclosporin, Methotrexat(MTX) oder PUVA (Psoralen und Ultraviolett A) nicht angesprochen haben, kontraindiziert sind odernicht vertragen wurden (siehe Abschnitt 5.1).
Plaque-Psoriasis bei Kindern und JugendlichenUsymro ist für die Behandlung der mittelschweren bis schweren Plaque-Psoriasis bei Kindern und
Jugendlichen ab 6 Jahren indiziert, die unzureichend auf andere systemische Therapien oder
Phototherapien angesprochen oder sie nicht vertragen haben (siehe Abschnitt 5.1).
Psoriatische Arthritis (PsA)
Usymro ist allein oder in Kombination mit MTX für die Behandlung der aktiven psoriatischen
Arthritis bei erwachsenen Patienten indiziert, wenn das Ansprechen auf eine vorherigenichtbiologische krankheitsmodifizierende antirheumatische (DMARD-)Therapie unzureichendgewesen ist (siehe Abschnitt 5.1).
Morbus Crohn bei ErwachsenenUsymro ist indiziert für die Behandlung erwachsener Patienten mit mittelschwerem bis schweremaktiven Morbus Crohn, die entweder auf eine konventionelle Therapie oder einen der
Tumornekrosefaktor-alpha (TNFα)-Antagonisten unzureichend angesprochen haben, nicht mehrdarauf ansprechen oder eine Unverträglichkeit aufweisen.
Morbus Crohn bei Kindern und JugendlichenUsymro ist indiziert für die Behandlung von mittelschwerem bis schwerem aktiven Morbus Crohn bei
Kindern und Jugendlichen mit einem Körpergewicht von mindestens 40 kg, die auf einekonventionelle Therapie oder auf ein Biologikum unzureichend angesprochen haben oder eine
Unverträglichkeit aufweisen.
Usymro ist für die Anwendung unter der Anleitung und Überwachung eines in Diagnose und
Behandlung von Erkrankungen, für die Usymro indiziert ist, erfahrenen Arztes vorgesehen.
DosierungEs wird eine initiale Dosis von 45 mg, die subkutan verabreicht wird, empfohlen, gefolgt von einer 45-mg-Dosis 4 Wochen später und dann alle 12 Wochen.
Bei Patienten, die innerhalb von 28 Behandlungswochen nicht auf die Therapie angesprochen haben,soll erwogen werden, die Behandlung abzusetzen.
Patienten mit einem Körpergewicht > 100 kg
Bei Patienten mit einem Körpergewicht > 100 kg beträgt die initiale Dosis 90 mg, die subkutanverabreicht wird, gefolgt von einer 90-mg-Dosis 4 Wochen später und dann alle 12 Wochen. Beidiesen Patienten haben sich auch 45 mg als wirksam erwiesen. 90 mg führten jedoch zu einer besseren
Wirksamkeit (siehe Abschnitt 5.1, Tabelle 4).
Psoriatische Arthritis (PsA)
Es wird eine initiale Dosis von 45 mg Usymro, die subkutan verabreicht wird, empfohlen, gefolgt voneiner 45-mg-Dosis 4 Wochen später und dann alle 12 Wochen. Bei Patienten mit einem
Körpergewicht > 100 kg können alternativ 90 mg gegeben werden.
Bei Patienten, die innerhalb von 28 Behandlungswochen nicht auf die Therapie angesprochen haben,soll erwogen werden, die Behandlung abzusetzen.
Ältere Patienten (≥ 65 Jahre)Eine Dosisanpassung ist bei älteren Patienten nicht erforderlich (siehe Abschnitt 4.4).
Nierenfunktionsbeeinträchtigung und Beeinträchtigung der Leber
Usymro wurde bisher in diesen Patientengruppen nicht untersucht. Es können keine
Dosisempfehlungen gegeben werden.
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit und Wirksamkeit von Usymro bei Kindern unter 6 Jahren mit Psoriasis oder bei
Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren mit psoriatischer Arthritis sind bisher noch nicht erwiesen.
Plaque-Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen ab 6 Jahren
Die empfohlenen Usymro-Dosierungen basierend auf dem Körpergewicht sind in den Tabellen 1 und2 dargestellt. Usymro sollte in Woche 0 und 4 und dann alle 12 Wochen verabreicht werden.
Tabelle 1 Empfohlene Usymro-Dosen bei Kindern und Jugendlichen mit Psoriasis
Körpergewicht zum Zeitpunkt der Dosierung Empfohlene Dosis< 60 kg 0,75 mg/kg≥ 60 - ≤ 100 kg 45 mg> 100 kg 90 mg
Um das Injektionsvolumen (ml) für Patienten < 60 kg zu berechnen, wenden Sie die folgende Formelan: Körpergewicht (kg) x 0,0083 (ml/kg) oder siehe Tabelle 2. Das errechnete Volumen sollte auf0,01 ml gerundet und mittels einer skalierten 1-ml-Spritze verabreicht werden. Für Kinder und
Jugendliche, die weniger als die volle 45-mg-Dosis benötigen, steht eine 45-mg-Durchstechflasche zur
Verfügung.
Tabelle 2 Usymro-Injektionsvolumen für Kinder und Jugendliche < 60 kg mit Psoriasis
Körpergewicht zum Zeitpunktder Dosierung (kg) Dosis (mg) Injektionsvolumen (ml)15 11,3 0,1216 12,0 0,1317 12,8 0,1418 13,5 0,1519 14,3 0,1620 15,0 0,1721 15,8 0,1722 16,5 0,1823 17,3 0,1924 18,0 0,2025 18,8 0,2126 19,5 0,2227 20,3 0,2228 21,0 0,2329 21,8 0,2430 22,5 0,2531 23,3 0,2632 24,0 0,2733 24,8 0,2734 25,5 0,2835 26,3 0,2936 27,0 0,30
Körpergewicht zum Zeitpunktder Dosierung (kg) Dosis (mg) Injektionsvolumen (ml)37 27,8 0,3138 28,5 0,3239 29,3 0,3240 30,0 0,3341 30,8 0,3442 31,5 0,3543 32,3 0,3644 33,0 0,3745 33,8 0,3746 34,5 0,3847 35,3 0,3948 36,0 0,4049 36,8 0,4150 37,5 0,4251 38,3 0,4252 39,0 0,4353 39,8 0,4454 40,5 0,4555 41,3 0,4656 42,0 0,4657 42,8 0,4758 43,5 0,4859 44,3 0,49
Bei Patienten, die innerhalb von 28 Behandlungswochen nicht auf die Therapie angesprochen haben,soll erwogen werden, die Behandlung abzusetzen.
ErwachseneBei diesem Behandlungsregime wird die erste Usymro-Dosis intravenös verabreicht. Zur Dosierungdes intravenösen Dosierungsschemas siehe Abschnitt 4.2 der Fachinformation von Usymro 130 mg
Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung.
Die erste subkutane Verabreichung von 90 mg Usymro soll 8 Wochen nach der intravenösen Dosiserfolgen. Anschließend wird eine Dosierung alle 12 Wochen empfohlen.
Patienten, die 8 Wochen nach der ersten subkutanen Dosis unzureichend angesprochen haben, könnenzu diesem Zeitpunkt eine zweite subkutane Dosis erhalten (siehe Abschnitt 5.1).
Patienten, die bei einer Dosierung alle 12 Wochen ihr Ansprechen verlieren, können von einer
Erhöhung der Dosierungsfrequenz auf alle 8 Wochen profitieren (siehe Abschnitte 5.1 und 5.2).
Basierend auf der klinischen Beurteilung können die Patienten anschließend alle 8 Wochen oder alle12 Wochen die nächste Dosis erhalten (siehe Abschnitt 5.1).
Bei Patienten, die bis Woche 16 nach der intravenösen Induktionsdosis oder 16 Wochen nach dem
Wechsel auf eine Erhaltungsdosierung alle 8 Wochen keinen Hinweis auf einen therapeutischen
Nutzen zeigen, soll erwogen werden, die Behandlung abzusetzen.
Immunmodulatoren und/oder Corticosteroide können während der Behandlung mit Usymro weiterangewendet werden. Bei Patienten, die auf die Behandlung mit Usymro angesprochen haben, können
Corticosteroide in Übereinstimmung mit dem Therapiestandard reduziert oder abgesetzt werden.
Bei Morbus Crohn ist nach einer Unterbrechung der Therapie eine Wiederaufnahme mit subkutaner
Dosierung alle 8 Wochen sicher und wirksam.
Ältere Patienten (≥ 65 Jahre)Eine Dosisanpassung ist bei älteren Patienten nicht erforderlich (siehe Abschnitt 4.4).
Nierenfunktionsbeeinträchtigung und Beeinträchtigung der Leber
Usymro wurde bisher in diesen Patientengruppen nicht untersucht. Es können keine
Dosisempfehlungen gegeben werden.
Kinder und JugendlicheMorbus Crohn (Patienten mit einem Körpergewicht von mindestens 40 kg)
Bei diesem Behandlungsregime wird die erste Usymro-Dosis intravenös verabreicht. Zur Dosierungdes intravenösen Dosierungsschemas siehe Abschnitt 4.2 der Fachinformation von Usymro 130 mg
Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung.
Die erste subkutane Verabreichung von 90 mg Usymro soll 8 Wochen nach der intravenösen Dosiserfolgen. Anschließend wird eine Dosierung alle 12 Wochen empfohlen.
Patienten, die bei einer Dosierung alle 12 Wochen ihr Ansprechen verlieren, können von einer
Erhöhung der Dosierungsfrequenz auf alle 8 Wochen profitieren (siehe Abschnitte 5.1 und 5.2).
Basierend auf der klinischen Beurteilung können die Patienten anschließend alle 8 Wochen oder alle12 Wochen die nächste Dosis erhalten (siehe Abschnitt 5.1).
Bei Patienten, die bis Woche 16 nach der intravenösen Induktionsdosis oder 16 Wochen nach der
Dosisanpassung keinen Hinweis auf einen therapeutischen Nutzen zeigen, soll erwogen werden, die
Behandlung abzusetzen.
Immunmodulatoren, 5-Aminosalicylat (5-ASA)-Verbindungen, Antibiotika und/oder Corticosteroidekönnen während der Behandlung mit Usymro weiter angewendet werden. Bei Patienten, die auf die
Behandlung mit Usymro angesprochen haben, können diese Arzneimittel in Übereinstimmung mitdem Versorgungsstandard reduziert oder abgesetzt werden.
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Usymro zur Behandlung des Morbus Crohn bei Kindern und
Jugendlichen mit einem Körpergewicht von unter 40 kg sind bisher noch nicht erwiesen. Es liegenkeine Daten vor.
Art der AnwendungUsymro 45-mg-Durchstechflaschen oder 45-mg- und 90-mg-Fertigspritzen sind nur zur subkutanen
Injektion bestimmt. Wenn möglich, sollen die Bereiche der Haut, die eine Psoriasis aufweisen, als
Injektionsstellen vermieden werden.
Nach einer sachgemäßen Schulung in subkutaner Injektionstechnik können Patienten oder ihre
Betreuungspersonen Usymro injizieren, wenn der behandelnde Arzt dies für angebracht hält. Jedochsoll der Arzt eine angemessene Nachbeobachtung der Patienten sicherstellen. Die Patienten oder ihre
Betreuungspersonen sollten angewiesen werden, die verordnete Menge Usymro gemäß den
Anweisungen in der Packungsbeilage zu injizieren. Umfassende Anweisungen zur Anwendung sind inder Packungsbeilage angegeben.
Hinweise zur Vorbereitung und zu besonderen Vorsichtsmaßnahmen bei der Handhabung, siehe
Abschnitt 6.6.
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
Klinisch relevante, aktive Infektion (z. B. aktive Tuberkulose; siehe Abschnitt 4.4).
Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des
Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiertwerden.
InfektionenUstekinumab kann unter Umständen das Risiko von Infektionen erhöhen und latente Infektionenreaktivieren. In klinischen Studien und bei Psoriasis-Patienten in einer Beobachtungsstudie nach der
Markteinführung wurden bei Patienten, die Ustekinumab erhielten, schwerwiegende bakterielle
Infektionen, Pilz- und Virusinfektionen beobachtet (siehe Abschnitt 4.8).
Opportunistische Infektionen, darunter die Reaktivierung einer Tuberkulose, andere opportunistischebakterielle Infektionen (einschließlich atypische Mykobakterieninfektion, Listerienmeningitis,
Legionellenpneumonie und Nokardiose), opportunistische Pilzinfektionen, opportunistische
Virusinfektionen (einschließlich durch Herpes simplex 2 verursachte Enzephalitis) und parasitäre
Infektionen (einschließlich okuläre Toxoplasmose), wurden bei mit Ustekinumab behandelten
Patienten gemeldet.
Bei Patienten mit einer chronischen Infektion oder einer rezidivierenden Infektion in der
Vorgeschichte soll Usymro mit Vorsicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3).
Vor Beginn der Behandlung mit Usymro sollen Patienten auf eine Tuberkuloseinfektion untersuchtwerden. Usymro darf Patienten mit aktiver Tuberkulose nicht verabreicht werden (siehe
Abschnitt 4.3). Die Behandlung einer latenten Tuberkuloseinfektion muss vor Beginn der Behandlungmit Usymro eingeleitet werden. Eine Anti-Tuberkulosetherapie soll auch bei Patienten mit einerlatenten oder aktiven Tuberkulose in der Vorgeschichte, bei denen ein angemessener
Behandlungsverlauf nicht bestätigt werden kann, vor Behandlungsbeginn von Usymro in Betrachtgezogen werden. Patienten, die Usymro erhalten, müssen während und nach der Behandlungengmaschig auf Anzeichen und Symptome einer aktiven Tuberkulose überwacht werden.
Patienten sollen angewiesen werden, medizinischen Rat einzuholen, wenn Anzeichen oder Symptomeauftreten, die auf eine Infektion hinweisen. Wenn ein Patient eine schwerwiegende Infektionentwickelt, muss der Patient engmaschig überwacht werden und Usymro darf vor Abklingen der
Infektion nicht verabreicht werden.
Maligne Tumoren
Immunsuppressiva wie Ustekinumab haben das Potenzial, das Risiko von malignen Tumoren zuerhöhen. Einige Patienten, die Ustekinumab in klinischen Studien erhielten, sowie Psoriasis-Patienten,die Ustekinumab in einer Beobachtungsstudie nach der Markteinführung erhielten, entwickeltenkutane und nicht kutane maligne Tumoren (siehe Abschnitt 4.8). Das Risiko einer Malignität kann bei
Psoriasis-Patienten, die im Verlauf ihrer Erkrankung mit anderen Biologika behandelt wurden, höhersein.
Es wurden keine Studien durchgeführt, in die Patienten mit malignen Tumoren in der Vorgeschichteeingeschlossen waren oder in denen die Behandlung bei Patienten fortgesetzt wurde, die einenmalignen Tumor entwickelten, während sie Usymro erhielten. Deshalb ist Vorsicht geboten, wenneine Anwendung von Usymro bei diesen Patienten in Erwägung gezogen wird.
Alle Patienten, besonders diejenigen über 60 Jahre sowie Patienten mit einer längerenimmunsuppressiven Therapie oder PUVA-Behandlung in der Anamnese, sollten hinsichtlich des
Auftretens von Hautkrebs überwacht werden (siehe Abschnitt 4.8).
Systemische und respiratorische Überempfindlichkeitsreaktionen
Systemisch
Nach Markteinführung wurde über schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen berichtet, ineinigen Fällen mehrere Tage nach der Behandlung. Anaphylaxie und Angioödem traten auf. Wenneine anaphylaktische oder eine andere schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktion auftritt, soll einegeeignete Therapie eingeleitet und die Verabreichung von Usymro abgebrochen werden (siehe
Abschnitt 4.8).
Respiratorisch
Nach Markteinführung wurden Fälle allergischer Alveolitis, eosinophiler Pneumonie undnichtinfektiöser organisierender Pneumonie während der Anwendung von Ustekinumab berichtet.
Klinische Bilder umfassten Husten, Dyspnoe und interstitielle Infiltrate nach der Anwendung voneiner bis drei Dosen. Zu den schwerwiegenden Folgen gehörten respiratorische Insuffizienz und
Verlängerung des Krankenhausaufenthalts. Besserung wurde nach Absetzen von Ustekinumab und ineinigen Fällen auch nach Verabreichung von Corticosteroiden berichtet. Wenn eine Infektionausgeschlossen und die Diagnose bestätigt wurde, sollte Ustekinumab abgesetzt und die entsprechende
Behandlung durchgeführt werden (siehe Abschnitt 4.8).
Kardiovaskuläre Ereignisse
Kardiovaskuläre Ereignisse, einschließlich Myokardinfarkt und zerebrovaskulärer Insult, wurden bei
Psoriasis-Patienten, die Ustekinumab erhielten, in einer Beobachtungsstudie nach der
Markteinführung beobachtet. Die Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen sollten währendder Behandlung mit Ustekinumab regelmäßig überprüft werden.
Latexüberempfindlichkeit
Die Nadelhülle der Usymro-Fertigspritze wird aus Kautschuk (einem Latexderivat) hergestellt. Dieseskann bei Patienten mit einer Überempfindlichkeit gegen Latex allergische Reaktionen hervorrufen.
ImpfungenEs wird nicht empfohlen, Lebendvirus- oder Lebendbakterienimpfstoffe (wie Bacillus Calmette
Guérin (BCG)) gleichzeitig mit Usymro zu verabreichen. Mit Patienten, die kurz vorher Lebendvirus-oder Lebendbakterienimpfstoffe erhalten hatten, wurden keine spezifischen Studien durchgeführt. Zursekundären Infektionsübertragung durch Lebendimpfstoffe bei Patienten, die Usymro erhalten, liegenkeine Daten vor. Vor einer Impfung mit Lebendviren oder lebenden Bakterien muss die Behandlungmit Usymro nach der letzten Dosis für mindestens 15 Wochen unterbrochen gewesen sein und kannfrühestens 2 Wochen nach der Impfung wieder aufgenommen werden. Zur weiteren Information und
Anleitung bezüglich der gleichzeitigen Anwendung von Immunsuppressiva nach der Impfung sollendie verordnenden Ärzte die Fachinformationen der spezifischen Impfstoffe hinzuziehen.
Die Verabreichung von Lebendimpfstoffen (z. B. der BCG-Impfstoff) an Säuglinge, die in uterogegenüber Ustekinumab exponiert waren, wird in den ersten zwölf Monaten nach der Geburt oder solange nicht empfohlen, bis die Ustekinumab-Serumspiegel bei Säuglingen nicht nachweisbar sind(siehe Abschnitte 4.5 und 4.6). Wenn es einen eindeutigen klinischen Nutzen für den betroffenen
Säugling gibt, kann die Verabreichung eines Lebendimpfstoffs zu einem früheren Zeitpunkt in
Betracht gezogen werden, wenn die Ustekinumab-Serumspiegel beim Säugling nicht nachweisbarsind.
Patienten, die Usymro erhalten, können gleichzeitig Impfungen mit inaktivierten oder Totimpfstoffenerhalten.
Eine Langzeitbehandlung mit Usymro unterdrückt nicht die humorale Immunantwort auf
Pneumokokken-Polysaccharid- oder Tetanusimpfstoffe (siehe Abschnitt 5.1).
Gleichzeitige Therapie mit Immunsuppressiva
In den Psoriasis-Studien wurden die Sicherheit und Wirksamkeit von Ustekinumab in Kombinationmit Immunsuppressiva, einschließlich Biologika oder Phototherapie, nicht untersucht. In den Studienzur psoriatischen Arthritis schien die gleichzeitige Anwendung von MTX die Sicherheit oder
Wirksamkeit von Ustekinumab nicht zu beeinflussen. In den Studien zu Morbus Crohn und Colitisulcerosa schien die gleichzeitige Anwendung von Immunsuppressiva oder Corticosteroiden die
Sicherheit oder Wirksamkeit von Ustekinumab nicht zu beeinflussen. Wird die gleichzeitige
Anwendung von anderen Immunsuppressiva und Usymro oder ein Wechsel von anderen biologischen
Immunsuppressiva in Erwägung gezogen, ist Vorsicht geboten (siehe Abschnitt 4.5).
Immuntherapie
Ustekinumab wurde nicht bei Patienten untersucht, die sich einer Immuntherapie gegen eine Allergieunterzogen haben. Ob Usymro einen Einfluss auf eine Allergie-Immuntherapie hat, ist nicht bekannt.
Schwerwiegende Hautreaktionen
Bei Patienten mit Psoriasis wurde nach Behandlung mit Ustekinumab das Auftreten einer exfoliativen
Dermatitis berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Bei Patienten mit Plaque-Psoriasis kann sich im Rahmendes natürlichen Verlaufs der Erkrankung eine erythrodermische Psoriasis entwickeln, deren Symptomesich klinisch möglicherweise nicht von denen einer exfoliativen Dermatitis unterscheiden. Im Rahmender Psoriasis-Kontrolluntersuchungen müssen die Ärzte bei den Patienten auf Symptome einererythrodermischen Psoriasis bzw. exfoliativen Dermatitis achten. Wenn entsprechende Symptomeauftreten, muss eine angemessene Therapie eingeleitet werden. Bei Verdacht auf eine
Arzneimittelreaktion muss Usymro abgesetzt werden.
Lupusbedingte Erkrankungen
Bei mit Ustekinumab behandelten Patienten wurden Fälle lupusbedingter Erkrankungen gemeldet,darunter kutaner Lupus erythematodes und Lupus-ähnliches Syndrom. Wenn Läsionen auftreten,insbesondere an sonnenexponierten Hautstellen oder zusammen mit einer Arthralgie, soll der Patientumgehend einen Arzt aufsuchen. Wenn die Diagnose einer lupusbedingten Erkrankung bestätigt wird,soll Ustekinumab abgesetzt und eine geeignete Behandlung eingeleitet werden.
Besondere PatientengruppenBei Patienten ab 65 Jahren, die Ustekinumab erhielten, wurden im Vergleich zu jüngeren Patienten inklinischen Studien in den zugelassenen Indikationen keine Unterschiede in Bezug auf Sicherheit oder
Wirksamkeit beobachtet. Die Anzahl der Patienten ab 65 Jahren ist jedoch nicht ausreichend, umfeststellen zu können, ob sie im Vergleich zu jüngeren Patienten anders reagieren. Da es in der älteren
Bevölkerung generell eine höhere Inzidenz von Infektionen gibt, ist bei der Behandlung von älteren
Patienten Vorsicht geboten.
Polysorbat 80 Gehalt
Dieses Arzneimittel enthält 0,05 mg Polysorbat 80 (E 433) pro 45 mg/0,5-ml-Durchstechflasche und
Fertigspritze und 0,1 mg Polysorbat 80 (E 433) pro 90 mg/ml Fertigspritze entsprechend 0,10 mg/ml.
Polysorbate können allergische Reaktionen hervorrufen.
Lebendimpfstoffe sollen nicht zusammen mit Usymro gegeben werden.
Die Verabreichung von Lebendimpfstoffen (z. B. der BCG-Impfstoff) an Säuglinge, die in uterogegenüber Ustekinumab exponiert waren, wird in den ersten zwölf Monaten nach der Geburt odersolange nicht empfohlen, bis die Ustekinumab-Serumspiegel bei Säuglingen nicht nachweisbar sind(siehe Abschnitte 4.4 und 4.6). Wenn es einen eindeutigen klinischen Nutzen für den betroffenen
Säugling gibt, kann die Verabreichung eines Lebendimpfstoffs zu einem früheren Zeitpunkt in
Betracht gezogen werden, wenn die Ustekinumab-Serumspiegel beim Säugling nicht nachweisbarsind.
In den populationspharmakokinetischen Analysen der Phase-3-Studien wurden die Auswirkungen deram häufigsten gleichzeitig bei Patienten mit Psoriasis angewendeten Arzneimittel (einschließlich
Paracetamol, Ibuprofen, Acetylsalicylsäure, Metformin, Atorvastatin, Levothyroxin) auf die
Pharmakokinetik von Ustekinumab untersucht. Es gab keine Hinweise auf eine Wechselwirkung mitdiesen gleichzeitig verabreichten Arzneimitteln. Grundlage dieser Analyse war, dass mindestens100 Patienten (> 5 % der untersuchten Population) über mindestens 90 % der Studiendauergleichzeitig mit diesen Arzneimitteln behandelt wurden. Die Pharmakokinetik von Ustekinumabwurde nicht beeinflusst durch die gleichzeitige Anwendung von MTX, nichtsteroidalen
Antirheumatika (NSARs), 6-Mercaptopurin, Azathioprin und oralen Corticosteroiden bei Patientenmit psoriatischer Arthritis, Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa. Weiterhin wurde die Pharmakokinetikvon Ustekinumab nicht beeinflusst durch eine vorherige TNFα-Antagonisten-Exposition bei Patientenmit psoriatischer Arthritis oder Morbus Crohn, oder eine vorherige Biologika-Exposition (z. B. TNFα-
Antagonisten und/oder Vedolizumab) bei Patienten mit Colitis ulcerosa.
Die Ergebnisse einer In-vitro-Studie und einer Phase-1-Studie bei Patienten mit aktivem Morbus
Crohn deuten nicht darauf hin, dass bei Patienten, die gleichzeitig CYP450-Substrate erhalten, eine
Dosisanpassung erforderlich ist (siehe Abschnitt 5.2).
In den Psoriasis-Studien wurden die Sicherheit und Wirksamkeit von Ustekinumab in Kombinationmit Immunsuppressiva, einschließlich Biologika oder Phototherapie, nicht untersucht. In den Studienzur psoriatischen Arthritis schien die gleichzeitige Anwendung von MTX die Sicherheit oder
Wirksamkeit von Ustekinumab nicht zu beeinflussen. In den Studien zu Morbus Crohn und Colitisulcerosa schien die gleichzeitige Anwendung von Immunsuppressiva oder Corticosteroiden die
Sicherheit oder Wirksamkeit von Ustekinumab nicht zu beeinflussen (siehe Abschnitt 4.4).
Frauen im gebärfähigen Alter müssen während und für mindestens 15 Wochen nach der Behandlungeine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.
SchwangerschaftDaten aus einer moderaten Anzahl prospektiv erfasster Schwangerschaften nach Ustekinumab-
Exposition mit bekanntem Ausgang, darunter mehr als 450 Schwangerschaften, bei denen die
Exposition während des ersten Trimesters erfolgte, deuten nicht auf ein erhöhtes Risiko schwererkongenitaler Fehlbildungen beim Neugeborenen hin.
Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche
Wirkungen in Bezug auf Schwangerschaft, embryonale/fetale Entwicklung, Geburt oder postnatale
Entwicklung (siehe Abschnitt 5.3).
Die verfügbaren klinischen Erfahrungen sind jedoch begrenzt. Aus Vorsichtsgründen soll eine
Anwendung von Usymro während der Schwangerschaft vermieden werden.
Ustekinumab ist plazentagängig und wurde im Serum von Säuglingen nach der Entbindung von
Patientinnen nachgewiesen, die während der Schwangerschaft mit Ustekinumab behandelt wurden.
Die klinischen Auswirkungen sind nicht bekannt, jedoch kann das Infektionsrisiko bei Säuglingen, diein utero gegenüber Ustekinumab exponiert waren, nach der Geburt erhöht sein.
Die Verabreichung von Lebendimpfstoffen (z. B. der BCG-Impfstoff) an Säuglinge, die in uterogegenüber Ustekinumab exponiert waren, wird in den ersten zwölf Monaten nach der Geburt oder solange nicht empfohlen, bis die Ustekinumab-Serumspiegel bei Säuglingen nicht nachweisbar sind(siehe Abschnitte 4.4 und 4.5). Wenn es einen eindeutigen klinischen Nutzen für den betroffenen
Säugling gibt, kann die Verabreichung eines Lebendimpfstoffs zu einem früheren Zeitpunkt in
Betracht gezogen werden, wenn die Ustekinumab-Serumspiegel beim Säugling nicht nachweisbarsind.
StillzeitBegrenzte Daten aus der veröffentlichten Literatur deuten darauf hin, dass Ustekinumab beim
Menschen in sehr geringen Mengen in die Muttermilch übergeht. Es ist nicht bekannt, ob
Ustekinumab nach der Aufnahme systemisch resorbiert wird. Aufgrund der Möglichkeit vonunerwünschten Reaktionen bei gestillten Kindern durch Ustekinumab muss eine Entscheidung darübergetroffen werden, ob das Stillen während und bis zu 15 Wochen nach der Behandlung zu unterbrechenist oder ob die Behandlung mit Usymro zu unterbrechen ist. Dabei soll sowohl der Nutzen des Stillensfür das Kind als auch der Nutzen der Usymro-Therapie für die Frau berücksichtigt werden.
FertilitätDie Auswirkungen von Ustekinumab auf die Fertilität beim Menschen wurden nicht untersucht (siehe
Abschnitt 5.3).
Usymro hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die
Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Die häufigsten Nebenwirkungen (> 5 %) in den kontrollierten Phasen der klinischen Studien mit
Ustekinumab zu Psoriasis, psoriatischer Arthritis, Morbus Crohn und Colitis ulcerosa bei
Erwachsenen waren Nasopharyngitis und Kopfschmerzen. Die meisten wurden als leicht eingestuftund erforderten keinen Abbruch der Studienmedikation. Die schwerwiegendsten Nebenwirkungen, dieunter Ustekinumab berichtet wurden, waren schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktioneneinschließlich Anaphylaxie (siehe Abschnitt 4.4). Das Gesamtsicherheitsprofil war bei Patienten mit
Psoriasis, psoriatischer Arthritis, Morbus Crohn und Colitis ulcerosa ähnlich.
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenDie im Folgenden beschriebenen Daten zur Sicherheit geben die Ustekinumab-Exposition bei
Erwachsenen in 14 Phase-2- und Phase-3-Studien mit 6 710 Patienten (4 135 mit Psoriasis und/oderpsoriatischer Arthritis, 1 749 mit Morbus Crohn und 826 mit Colitis ulcerosa) wieder. Diese umfassen
Ustekinumab-Expositionen in den kontrollierten und nicht-kontrollierten Phasen der klinischen
Studien bei Patienten mit Psoriasis, psoriatischer Arthritis, Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa übermindestens 6 Monate (4 577 Patienten) oder mindestens 1 Jahr (3 648 Patienten). 2 194 Patienten mit
Psoriasis, Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa wurden mindestens 4 Jahre behandelt, während1 148 Patienten mit Psoriasis oder Morbus Crohn mindestens 5 Jahre behandelt wurden.
Tabelle 3 listet Nebenwirkungen aus klinischen Studien zu Psoriasis, psoriatischer Arthritis, Morbus
Crohn und Colitis ulcerosa bei Erwachsenen sowie Nebenwirkungen, die nach Markteinführungberichtet wurden, auf. Die Nebenwirkungen sind nach Systemorganklasse und Häufigkeit unter
Anwendung der folgenden Kategorien klassifiziert: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10),gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100), selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000), sehr selten (< 1/10 000), nichtbekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar). Innerhalb jeder
Häufigkeitskategorie sind die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben.
Tabelle 3 Liste der Nebenwirkungen
Systemorganklasse Häufigkeit: Nebenwirkung
Infektionen und parasitäre Häufig: Infektion der oberen Atemwege, Nasopharyngitis, Sinusitis
Erkrankungen
Gelegentlich: Zellulitis, dentale Infektionen, Herpes zoster, Infektion derunteren Atemwege, virale Infektion der oberen Atemwege, vulvovaginale
Pilzinfektion
Erkrankungen des Gelegentlich: Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich Ausschlag,
Immunsystems Urtikaria)
Systemorganklasse Häufigkeit: Nebenwirkung
Selten: Schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich
Anaphylaxie, Angioödem)
Psychiatrische Gelegentlich: Depression
Erkrankungen
Erkrankungen des Häufig: Schwindelgefühl, Kopfschmerzen
Nervensystems
Gelegentlich: Fazialislähmung
Erkrankungen der Häufig: Schmerzen im Oropharynx
Atemwege, des Brustraumsund Mediastinums Gelegentlich: Nasenverstopfung
Selten: Alveolitis allergisch, eosinophile Pneumonie
Sehr selten: Organisierende Pneumonie*
Erkrankungen des Häufig: Diarrhö, Übelkeit, Erbrechen
Gastrointestinaltrakts
Erkrankungen der Haut Häufig: Pruritusund des Unterhautgewebes
Gelegentlich: Psoriasis pustulosa, Exfoliation der Haut, Akne
Selten: Exfoliative Dermatitis, Hypersensitivitätsvaskulitis
Sehr selten: Bullöses Pemphigoid, Lupus erythematodes integumentalis
Skelettmuskulatur-, Häufig: Rückenschmerzen, Myalgie, Arthralgie
Bindegewebs- und
Knochenerkrankungen Sehr selten: Lupus-ähnliches Syndrom
Allgemeine Erkrankungen Häufig: Ermüdung, Erythem an der Injektionsstelle, Schmerzen an derund Beschwerden am Injektionsstelle
Verabreichungsort
Gelegentlich: Reaktionen an der Injektionsstelle (einschließlich Blutung,
Hämatom, Induration, Schwellung und Pruritus), Asthenie
* Siehe Abschnitt 4.4, Systemische und respiratorische Überempfindlichkeitsreaktionen
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenIn den placebokontrollierten Studien mit Patienten mit Psoriasis, psoriatischer Arthritis, Morbus Crohnund Colitis ulcerosa waren die Infektionsrate und Rate schwerwiegender Infektionen bei den mit
Ustekinumab behandelten Patienten und den mit Placebo behandelten Patienten ähnlich. In derplacebokontrollierten Phase dieser klinischen Studien betrug die Infektionsrate 1,36 pro
Patientenbeobachtungsjahr bei den mit Ustekinumab behandelten Patienten und 1,34 bei den mit
Placebo behandelten Patienten. Schwerwiegende Infektionen traten mit einer Rate von 0,03 pro
Patientenbeobachtungsjahr bei den mit Ustekinumab behandelten Patienten (30 schwerwiegende
Infektionen in 930 Patientenbeobachtungsjahren) und 0,03 bei den mit Placebo behandelten Patienten(15 schwerwiegende Infektionen in 434 Patientenbeobachtungsjahren) auf (siehe Abschnitt 4.4).
In den kontrollierten und nicht-kontrollierten Phasen der klinischen Studien zu Psoriasis, psoriatischer
Arthritis, Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, die 15 227 Expositionsjahren mit Ustekinumab bei6 710 Patienten entsprachen, betrug die mediane Beobachtungszeit 1,2 Jahre: 1,7 Jahre für die Studienzu psoriatischen Erkrankungen, 0,6 Jahre für die Studien zu Morbus Crohn und 2,3 Jahre für die
Studien zu Colitis ulcerosa. Die Infektionsrate betrug 0,85 pro Patientenbeobachtungsjahr und die Rateschwerwiegender Infektionen 0,02 pro Patientenbeobachtungsjahr bei den mit Ustekinumabbehandelten Patienten (289 schwerwiegende Infektionen in 15 227 Patientenbeobachtungsjahren). Dieberichteten schwerwiegenden Infektionen umfassten Pneumonie, Analabszess, Zellulitis,
Divertikulitis, Gastroenteritis und Virusinfektionen.
In klinischen Studien entwickelten Patienten mit latenter Tuberkulose, die gleichzeitig mit Isoniazidbehandelt wurden, keine Tuberkulose.
Maligne Tumoren
In der placebokontrollierten Phase der klinischen Studien zu Psoriasis, psoriatischer Arthritis, Morbus
Crohn und Colitis ulcerosa betrug die Inzidenz maligner Tumore, ausgenommen nicht-melanozytärer
Hautkrebs, 0,11 pro 100 Patientenbeobachtungsjahre bei den mit Ustekinumab behandelten Patienten(1 Patient in 929 Patientenbeobachtungsjahren) im Vergleich zu 0,23 bei den mit Placebo behandelten
Patienten (1 Patient in 434 Patientenbeobachtungsjahren). Die Inzidenz von nicht-melanozytärem
Hautkrebs betrug 0,43 pro 100 Patientenbeobachtungsjahre bei den mit Ustekinumab behandelten
Patienten (4 Patienten in 929 Patientenbeobachtungsjahren) im Vergleich zu 0,46 bei den mit Placebobehandelten Patienten (2 Patienten in 433 Patientenbeobachtungsjahren).
In den kontrollierten und nicht-kontrollierten Phasen der klinischen Studien zu Psoriasis, psoriatischer
Arthritis, Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, die 15 205 Expositionsjahren mit Ustekinumab bei6 710 Patienten entsprachen, betrug die mediane Beobachtungszeit 1,2 Jahre: 1,7 Jahre bei den
Studien zu psoriatischen Erkrankungen, 0,6 Jahre bei den Studien zu Morbus Crohn und 2,3 Jahre beiden Studien zu Colitis ulcerosa. Maligne Tumore, ausgenommen nicht-melanozytärer Hautkrebs,wurden bei 76 Patienten in 15 205 Patientenbeobachtungsjahren berichtet (Inzidenz von 0,50 pro100 Patientenbeobachtungsjahre bei den mit Ustekinumab behandelten Patienten). Die Inzidenz dermalignen Tumore, die bei den mit Ustekinumab behandelten Patienten erfasst wurden, war mit der
Inzidenz vergleichbar, die in der Normalbevölkerung erwartet wird (standardisiertes
Inzidenzverhältnis = 0,94 [95 %-Konfidenzintervall: 0,73; 1,18], um Alter, Geschlecht und ethnische
Zugehörigkeit bereinigt). Die am häufigsten beobachteten malignen Tumore, nicht-melanozytärer
Hautkrebs ausgenommen, waren Prostatakrebs, Melanom, Kolorektalkrebs und Brustkrebs. Bei denmit Ustekinumab behandelten Patienten betrug die Inzidenz von nicht-melanozytärem Hautkrebs 0,46pro 100 Patientenbeobachtungsjahre (69 Patienten in 15 165 Patientenbeobachtungsjahren). Das
Verhältnis von Patienten mit Basalzell- zu Plattenepithelkarzinomen (3:1) ist mit dem in der
Normalbevölkerung erwarteten Verhältnis vergleichbar (siehe Abschnitt 4.4).
ÜberempfindlichkeitsreaktionenIn den kontrollierten Phasen der klinischen Studien zu Psoriasis und psoriatischer Arthritis mit
Ustekinumab wurden Ausschlag und Urtikaria jeweils bei < 1 % der Patienten beobachtet (siehe
Abschnitt 4.4).
Kinder und JugendlicheKinder und Jugendliche ab 6 Jahren mit Plaque-Psoriasis
Die Sicherheit von Ustekinumab wurde in zwei Phase-3-Studien mit Kindern mit mittelschwerer bisschwerer Plaque-Psoriasis untersucht. In der ersten Studie wurden 110 Patienten im Alter von 12 bis17 Jahren bis zu 60 Wochen lang und in der zweiten Studie wurden 44 Patienten zwischen 6 und11 Jahren für bis zu 56 Wochen behandelt. Die berichteten unerwünschten Ereignisse in diesen beiden
Studien mit Sicherheitsdaten für einen Zeitraum von bis zu einem Jahr waren im Allgemeinendenjenigen ähnlich, die in vorangegangenen Studien bei Erwachsenen mit Plaque-Psoriasis beobachtetwurden.
Kinder und Jugendliche mit Morbus Crohn und einem Körpergewicht von mindestens 40 kg
Die Sicherheit von Ustekinumab wurde in einer Phase-1- und einer Phase-3-Studie mit Kindern und
Jugendlichen mit mittelschwerem bis schwerem aktiven Morbus Crohn bis Woche 240 bzw.
Woche 52 untersucht. Das Sicherheitsprofil in dieser Kohorte (n = 71) war im Allgemeinendemjenigen ähnlich, das in vorangegangenen Studien bei Erwachsenen mit Morbus Crohn beobachtetwurde.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem* anzuzeigen.
In klinischen Studien wurden Einzeldosen von bis zu 6 mg/kg intravenös ohne dosislimitierende
Toxizität verabreicht. Im Falle einer Überdosierung wird empfohlen, den Patienten auf jegliche
Anzeichen oder Symptome von Nebenwirkungen zu überwachen und gegebenenfalls umgehend einegeeignete symptomatische Behandlung einzuleiten.
Pharmakotherapeutische Gruppe: Immunsuppressiva, Interleukin-Inhibitoren, ATC-Code: L04AC05.
WirkmechanismusUstekinumab ist ein rein humaner monoklonaler IgG1κ-Antikörper, der spezifisch an die gemeinsamep40-Protein-Untereinheit der humanen Zytokine Interleukin (IL)-12 und IL-23 bindet. Ustekinumabhemmt die Bioaktivität von humanem IL-12 und IL-23, indem es p40 daran hindert, an das IL-12Rß1-
Rezeptorprotein, das auf der Oberfläche von Immunzellen exprimiert wird, zu binden. Ustekinumabkann nicht an IL-12 oder IL-23 binden, das bereits an IL-12Rß1-Zelloberflächenrezeptoren gebundenist. Daher trägt Ustekinumab wahrscheinlich nicht zur Komplement- oder Antikörper-vermittelten
Zytotoxizität der Zellen mit IL-12- und/oder IL-23-Rezeptoren bei. IL-12 und IL-23 sind heterodimere
Zytokine, die von aktivierten Antigen-präsentierenden Zellen, wie Makrophagen und dendritischen
Zellen, sezerniert werden. Beide Zytokine wirken an Immunfunktionen mit: IL-12 stimuliertnatürliche Killerzellen (NK) und vermittelt die Differenzierung von CD4+ T-Zellen zum Phänotyp T-
Helferzelle 1 (Th1), IL-23 induziert den T-Helfer-17(Th17)-Pfad. Eine anomale IL-12- und IL-23-
Regulierung wurde mit immunvermittelten Krankheiten wie Psoriasis, psoriatischer Arthritis, Morbus
Crohn und Colitis ulcerosa assoziiert.
Es wird angenommen, dass Ustekinumab durch Bindung an die gemeinsame p40-Untereinheit von IL-12 und IL-23 seine klinischen Wirkungen bei Psoriasis, psoriatischer Arthritis, Morbus Crohn und
Colitis ulcerosa durch Unterbrechung der Th1- und Th17-Zytokinpfade entfaltet, die beide einezentrale Rolle in der Pathologie dieser Krankheiten spielen.
Bei Patienten mit Morbus Crohn führte die Behandlung mit Ustekinumab während der
Induktionsphase zu einer Abnahme von Entzündungsmarkern einschließlich C-reaktivem Protein(CRP) und fäkalem Calprotectin, die während der gesamten Erhaltungsphase aufrechterhalten wurde.
CRP wurde während der Studienverlängerung bestimmt, und die während der Erhaltungsphasebeobachteten Reduktionen blieben im Allgemeinen bis Woche 252 erhalten.
ImmunisierungWährend der Verlängerungsphase der Psoriasis-Studie 2 (PHOENIX 2) zeigten die über mindestens3,5 Jahre mit Ustekinumab behandelten erwachsenen Patienten eine ähnliche Antikörperantwort auf
Pneumokokken-Polysaccharid und Tetanus-Impfstoffe wie die nicht systemisch behandelten
Psoriasispatienten in der Kontrollgruppe. Bei den mit Ustekinumab behandelten erwachsenen
Patienten und der Kontrollgruppe war der Anteil der Patienten, der protektive Antipneumokokken-und Antitetanus-Antikörper entwickelte, vergleichbar. Auch die Antikörpertiter waren bei den mit
Ustekinumab behandelten Patienten und der Kontrollgruppe vergleichbar.
Klinische WirksamkeitPlaque-Psoriasis (Erwachsene)
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Ustekinumab wurden in zwei randomisierten,placebokontrollierten Doppelblind-Studien mit 1 996 Patienten mit mittelschwerer bis schwerer
Plaque-Psoriasis, die Kandidaten für eine Phototherapie oder eine systemische Therapie waren,untersucht. Zusätzlich wurden in einer randomisierten, Studienarzt-verblindeten, aktiv kontrollierten
Studie Ustekinumab und Etanercept bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasisverglichen, bei denen unzureichendes Ansprechen, Unverträglichkeit oder eine Kontraindikationgegen Ciclosporin, MTX oder PUVA vorlagen.
In der Psoriasis-Studie 1 (PHOENIX 1) wurden 766 Patienten ausgewertet. 53 % dieser Patientensprachen entweder auf eine andere systemische Therapie nicht an, vertrugen diese nicht, oder esbestand eine Kontraindikation. Die Ustekinumab randomisiert zugeordneten Patienten erhielten eine45-mg- oder 90-mg-Dosis in Woche 0 und 4, gefolgt von der gleichen Dosis alle 12 Wochen.
Patienten, die in Woche 0 und 4 randomisiert Placebo erhielten, wechselten zu Ustekinumab(entweder 45 mg oder 90 mg) in Woche 12 und 16, gefolgt von einer Dosisgabe alle 12 Wochen.
Ursprünglich Ustekinumab randomisiert zugeordnete Patienten, die sowohl in Woche 28 als auch 40ein Ansprechen von 75 im Psoriasis Area and Severity Index erreichten (PASI-Verbesserung vonmindestens 75 % gegenüber dem Ausgangswert), wurden re-randomisiert und erhielten entweder
Ustekinumab alle 12 Wochen oder Placebo (d. h. Aussetzen der Therapie). Patienten, die in Woche 40re-randomisiert Placebo zugeordnet worden waren, begannen erneut mit Ustekinumab mit demursprünglichen Dosierungsschema, wenn ein mindestens 50 %iger Verlust der in Woche 40 erreichten
PASI-Verbesserung eintrat. Alle Patienten wurden bis zu 76 Wochen nach der ersten Verabreichungder Studienmedikation nachbeobachtet.
In der Psoriasis-Studie 2 (PHOENIX 2) wurden 1 230 Patienten ausgewertet. 61 % dieser Patientensprachen entweder auf eine andere systemische Therapie nicht an, vertrugen diese nicht, oder esbestand eine Kontraindikation. Die Ustekinumab randomisiert zugeordneten Patienten erhielten eine45-mg- oder 90-mg-Dosis in Woche 0 und 4, gefolgt von einer zusätzlichen Dosis nach 16 Wochen.
Patienten, die in Woche 0 und 4 randomisiert Placebo erhielten, wechselten in Woche 12 und 16 zu
Ustekinumab (entweder 45 mg oder 90 mg). Alle Patienten wurden bis zu 52 Wochen nach der ersten
Verabreichung der Studienmedikation nachbeobachtet.
In der Psoriasis-Studie 3 (ACCEPT) wurden 903 Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-
Psoriasis ausgewertet, die auf andere systemische Therapien unzureichend ansprachen, diese nichtvertrugen oder eine Kontraindikation aufwiesen. Die Studie verglich die Wirksamkeit von
Ustekinumab mit Etanercept und untersuchte die Sicherheit von Ustekinumab und Etanercept.
Während des 12-wöchigen, aktiv kontrollierten Teils der Studie erhielten die Patienten randomisiertentweder zweimal wöchentlich 50 mg Etanercept, 45 mg Ustekinumab in den Wochen 0 und 4 oder90 mg Ustekinumab in den Wochen 0 und 4.
In den Psoriasis-Studien 1 und 2 stimmten die Krankheitsmerkmale bei Studienbeginn generell inallen Behandlungsgruppen überein, mit einem medianen PASI-Ausgangsscore von 17 bis 18, einermedianen Ausgangs-Body-Surface-Area (BSA, Körperoberfläche) ≥ 20 und einem medianen
Dermatology Life Quality Index (DLQI) zwischen 10 und 12. Annähernd ein Drittel (Psoriasis-
Studie 1) und ein Viertel (Psoriasis-Studie 2) der Studienteilnehmer hatten eine psoriatische Arthritis(PsA). Eine ähnliche Krankheitsschwere wurde auch in der Psoriasis-Studie 3 beobachtet.
Primärer Endpunkt in diesen Studien war der Anteil der Patienten, der ein PASI-75-Ansprechen von
Studienbeginn bis Woche 12 erzielte (siehe Tabellen 4 und 5).
Tabelle 4 Zusammenfassung des klinischen Ansprechens in Psoriasis-Studie 1 (PHOENIX 1)und Psoriasis-Studie 2 (PHOENIX 2)
Woche 12 Woche 282 Dosen (Woche 0 und Woche 4) 3 Dosen (Woche 0,
Woche 4 und Woche 16)
PBO 45 mg 90 mg 45 mg 90 mg
Psoriasis-Studie 1
Anzahl der randomisierten 255 255 256 250 243
Patienten
PASI-50-Ansprechen n (%) 26 (10 %) 213 (84 %)a 220 (86 %)a 228 234 (96 %)(91 %)
PASI-75-Ansprechen n (%) 8 (3 %) 171 (67 %)a 170 (66 %)a 178 191 (79 %)(71 %)
PASI-90-Ansprechen n (%) 5 (2 %) 106 (42 %)a 94 (37 %)a 123 135 (56 %)(49 %)nach PGAb abgeheilt oder 10 (4 %) 151 (59 %)a 156 (61 %)a 146 160 (66 %)minimal n (%) (58 %)
Anzahl der Patienten ≤ 100 kg 166 168 164 164 153
PASI-75-Ansprechen n 6 (4 %) 124 (74 %) 107 (65 %) 130 124 (81 %)(%) (79 %)
Anzahl der Patienten > 100 kg 89 87 92 86 90
PASI-75-Ansprechen n 2 (2 %) 47 (54 %) 63 (68 %) 48 (56 %) 67 (74 %)(%)
Psoriasis Study 2
Anzahl der randomisierten 410 409 411 397 400
Patienten
PASI-50-Ansprechen n (%) 41 (10 %) 342 (84 %)a 367 (89 %)a 369 380 (95 %)(93 %)
PASI-75-Ansprechen n (%) 15 (4 %) 273 (67 %)a 311 (76 %)a 276 314 (79 %)(70 %)
PASI-90-Ansprechen n (%) 3 (1 %) 173 (42 %)a 209 (51 %)a 178 217 (54 %)(45 %)nach PGAb abgeheilt oder 18 (4 %) 277 (68 %)a 300 (73 %)a 241 279 (70 %)minimal n (%) (61 %)
Anzahl der Patienten ≤ 100 kg 290 297 289 287 280
PASI-75-Ansprechen n 12 (4 %) 218 (73 %) 225 (78 %) 217 226 (81 %)(%) (76 %)
Anzahl der Patienten > 100 kg 120 112 121 110 119
PASI-75-Ansprechen n 3 (3 %) 55 (49 %) 86 (71 %) 59 (54 %) 88 (74 %)(%)a p < 0,001 für 45 mg oder 90 mg Ustekinumab im Vergleich zu Placebo (PBO).b PGA = Globale Beurteilung durch den Arzt (Physician Global Assessment)
Tabelle 5 Zusammenfassung des klinischen Ansprechens in Woche 12 in Psoriasis-Studie 3(ACCEPT)
Psoriasis-Studie 3
Etanercept Ustekinumab24 Dosen 2 Dosen (Woche 0 und Woche 4)(50 mg zweimal 45 mg 90 mgin der Woche)
Anzahl der randomisierten 347 209 347
Patienten
PASI-50-Ansprechen n (%) 286 (82 %) 181 (87 %) 320 (92 %)a
PASI-75-Ansprechen n (%) 197 (57 %) 141 (67 %)b 256 (74 %)a
PASI-90-Ansprechen n (%) 80 (23 %) 76 (36 %)a 155 (45 %)anach PGA abgeheilt oder minimal 170 (49 %) 136 (65 %)a 245 (71 %)an (%)
Anzahl der Patienten ≤ 100 kg 251 151 244
PASI-75-Ansprechen n (%) 154 (61 %) 109 (72 %) 189 (77 %)
Anzahl der Patienten > 100 kg 96 58 103
PASI-75-Ansprechen n (%) 43 (45 %) 32 (55 %) 67 (65 %)a p < 0,001 für 45 mg oder 90 mg Ustekinumab im Vergleich zu Etanercept.b p = 0,012 für 45 mg Ustekinumab im Vergleich zu Etanercept.
In der Psoriasis-Studie 1 war die Aufrechterhaltung des PASI 75 bei kontinuierlicher Behandlung dem
Absetzen der Behandlung signifikant überlegen (p < 0,001). Bei jeder Ustekinumab-Dosis wurdenähnliche Ergebnisse gesehen. Nach 1 Jahr (Woche 52) waren 89 % der Patienten, die in die
Erhaltungstherapie re-randomisiert wurden, im Vergleich zu 63 % der Patienten, die in den Placebo-
Arm re-randomisiert wurden (Absetzen der Behandlung), PASI-75-Responder (p < 0,001). Nach18 Monaten (Woche 76) waren 84 % der Patienten, die in die Erhaltungstherapie re-randomisiertwurden, PASI-75-Responder im Vergleich zu 19 % der Patienten, die re-randomisiert Placebo erhaltenhatten (Absetzen der Behandlung). Nach 3 Jahren (Woche 148) waren 82 % der in die
Erhaltungstherapie re-randomisierten Patienten PASI-75-Responder. Nach 5 Jahren (Woche 244)waren 80 % der in die Erhaltungstherapie re-randomisierten Patienten PASI-75-Responder.
Von den Patienten, die re-randomisiert Placebo erhielten und die nach einem Verlust von ≥ 50 % der
PASI-Verbesserung wieder mit ihrem ursprünglichen Ustekinumab-Behandlungsregime begannen,erlangten 85 % innerhalb von 12 Wochen nach Wiederaufnahme der Therapie ein PASI-75-
Ansprechen.
In der Psoriasis-Studie 1 zeigten sich im Vergleich zu Placebo in Woche 2 und Woche 12 in jeder
Ustekinumab-Behandlungsgruppe im DLQI signifikant größere Verbesserungen gegenüber dem
Ausgangswert. Die Verbesserung hielt bis Woche 28 an. In der Psoriasis-Studie 2 wurden in Woche 4und 12 ähnlich signifikante Verbesserungen beobachtet, die bis Woche 24 anhielten. In der Psoriasis-
Studie 1 waren in jeder Ustekinumab-Behandlungsgruppe Verbesserungen der Nagel-Psoriasis (Nail
Psoriasis Severity Index), der SF-36-Summenscores der körperlichen und mentalen Komponente unddem mit der visuellen Analog-Skala (VAS) gemessenen Juckreiz im Vergleich zu Placebo ebenfallssignifikant. In der Psoriasis-Studie 2 waren die Werte in der Hospital Anxiety and Depression Scale(HADS) und im Work Limitations Questionnaire (WLQ) in jeder Ustekinumab-Behandlungsgruppeim Vergleich zu Placebo ebenfalls signifikant besser.
Psoriatische Arthritis (PsA) (Erwachsene)
Es wurde gezeigt, dass Ustekinumab die Anzeichen und Symptome, die körperliche
Funktionsfähigkeit und die gesundheitsbezogene Lebensqualität bei erwachsenen Patienten mit aktiver
PsA verbessert sowie die Progressionsrate der Schädigung der peripheren Gelenke reduziert.
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Ustekinumab wurden in zwei randomisierten,placebokontrollierten Doppelblind-Studien mit 927 Patienten mit aktiver PsA (≥ 5 geschwollene
Gelenke und ≥ 5 druckschmerzhafte Gelenke) trotz Therapie mit nichtsteroidalen Antirheumatika(NSARs) oder krankheitsmodifizierenden Antirheumatika (DMARDs) untersucht. Die PsA-Diagnosebestand bei den Patienten dieser Studien seit mindestens 6 Monaten. Es wurden Patienten mit allen
PsA-Subtypen eingeschlossen, einschließlich solche mit polyartikulärer Arthritis ohne Nachweis von
Rheumaknoten (39 %), Spondylitis mit peripherer Arthritis (28 %), asymmetrischer peripherer
Arthritis (21 %), distaler interphalangealer Beteiligung (12 %) sowie Arthritis mutilans (0,5 %). Über70 % bzw. 40 % der Patienten in beiden Studien hatten bei Studienbeginn eine Enthesitis bzw.
Dactylitis. Die Patienten wurden randomisiert einer Behandlung mit Ustekinumab 45 mg, 90 mg oder
Placebo subkutan in Woche 0 und 4 zugewiesen, gefolgt von einer Dosierung alle 12 Wochen.
Annähernd 50 % der Patienten setzten die Behandlung unter stabil bleibenden MTX-Dosen(≤ 25 mg/Woche) fort.
In der PsA-Studie 1 (PSUMMIT I) und der PsA-Studie 2 (PSUMMIT II) waren 80 % bzw. 86 % der
Patienten mit DMARDs vorbehandelt. In Studie 1 war eine Vorbehandlung mit Tumornekrose-Faktor-(TNF)α-Inhibitoren nicht zulässig. In Studie 2 war die Mehrzahl der Patienten (58 %, n = 180) miteinem oder mehreren TNFα-Inhibitoren vorbehandelt, von denen über 70 % ihre Anti-TNFα-
Behandlung zu irgendeinem Zeitpunkt wegen mangelnder Wirksamkeit oder Unverträglichkeitabgebrochen hatten.
Anzeichen und SymptomeIm Vergleich zu Placebo führte die Behandlung mit Ustekinumab in Woche 24 zu signifikanten
Verbesserungen bei den Messungen der Krankheitsaktivität. Primärer Endpunkt war der Prozentsatzder Patienten, die in Woche 24 ein Ansprechen gemäß den Kriterien des American College of
Rheumatology (ACR) von 20 erzielten. Die wichtigsten Ergebnisse zur Wirksamkeit sind in Tabelle 6aufgeführt.
Tabelle 6 Anzahl der Patienten, die in den Psoriasis-Arthritis-Studien 1 (PSUMMIT I) und 2(PSUMMIT II) in Woche 24 ein klinisches Ansprechen erreichten
Psoriasis-Arthritis-Studie 1 Psoriasis-Arthritis-Studie 2
PBO 45 mg 90 mg PBO 45 mg 90 mg
Anzahl derrandomisierten 206 205 204 104 103 105
Patienten
ACR-20-
Ansprechen, n 47 (23 %) 87 (42 %)a 101 a(50 %)a 21 (20 %) 45 (44 %) 46 (44 %)a(%)
ACR-50-
Ansprechen, n 18 (9 %) 51 (25 %)a 57 (28 %)a 7 (7 %) 18 (17 %)b 24 (23 %)a(%)
ACR-70-
Ansprechen, n 5 (2 %) 25 (12 %)a 29 (14 %)a 3 (3 %) 7 (7 %)c 9 (9 %)c(%)
Anzahl der
Patienten mit 146 145 149 80 80 81≥ 3 % BSAd
PASI-75-
Ansprechen, n 16 (11 %) 83 (57 %)a 93 (62 %)a 4 (5 %) 41 (51 %)a 45 (56 %)a(%)
PASI-90-
Ansprechen, n 4 (3 %) 60 (41 %)a 65 (44 %)a 3 (4 %) 24 (30 %)a 36 (44 %)a(%)
Kombiniertes
PASI-75- und
ACR-20- 8 (5 %) 40 (28 %)a 62 (42 %)a 2 (3 %) 24 (30 %)a 31 (38 %)a
Ansprechen, n(%)
Anzahl der
Patienten 154 153 154 74 74 73≤ 100 kg
ACR-20-
Ansprechen, n 39 (25 %) 67 (44 %) 78 (51 %) 17 (23 %) 32 (43 %) 34 (47 %)(%)
Anzahl der
Patienten mit 105 105 111 54 58 57≥ 3 % BSAd
PASI-75-
Ansprechen, n 14 (13 %) 64 (61 %) 73 (66 %) 4 (7 %) 31 (53 %) 32 (56 %)(%)
Anzahl der
Patienten 52 52 50 30 29 31> 100 kg
ACR-20-
Ansprechen, n 8 (15 %) 20 (38 %) 23 (46 %) 4 (13 %) 13 (45 %) 12 (39 %)(%)
Anzahl der
Patienten mit 41 40 38 26 22 24≥ 3 % BSAd
PASI-75-
Ansprechen, n 2 (5 %) 19 (48 %) 20 (53 %) 0 10 (45 %) 13 (54 %)(%)a p < 0,001b p < 0,05c p = NS (nicht signifikant)d Anzahl der Patienten mit psoriatischer Hautbeteiligung von ≥ 3 % BSA (Body Surface Area, Körperoberfläche)bei Aufnahme
Das ACR-20-, -50- und -70-Ansprechen verbesserte sich fortlaufend und wurde bis zur Woche 52(PsA-Studien 1 und 2) bzw. Woche 100 (PsA-Studie 1) aufrechterhalten. In der PsA-Studie 1 wurde in
Woche 100 unter 45 mg bzw. 90 mg ein ACR-20-Ansprechen von 57 % bzw. 64 % erreicht. In der
PsA-Studie 2 wurde in Woche 52 unter 45 mg bzw. 90 mg ein ACR-20-Ansprechen von 47 % bzw.48 % erreicht.
Auch der Anteil der Patienten, der ein Ansprechen nach den modifizierten PsA Response Criteria(PsARC) erzielte, war in den Ustekinumab-Gruppen in Woche 24 im Vergleich zu Placebo signifikantgrößer. Das PsARC-Ansprechen wurde bis einschließlich Woche 52 bzw. 100 aufrechterhalten. Eingrößerer Anteil der mit Ustekinumab behandelten Patienten, die Spondylitis mit peripherer Arthritisals primären Befund hatten, zeigte in Woche 24 im Vergleich zu Placebo eine Verbesserung des Bath
Ankylosing Spondylitis Disease Activity Index (BASDAI-) Scores um 50 % bzw. 70 %.
Das in den Ustekinumab-Behandlungsgruppen beobachtete Ansprechen war bei den Patienten mitoder ohne begleitendes MTX ähnlich und wurde bis einschließlich Woche 52 bzw. 100aufrechterhalten. In Woche 24 erzielten mit TNFα-Inhibitoren vorbehandelte Patienten, die
Ustekinumab erhielten, ein besseres Ansprechen als Patienten, die Placebo erhielten (das ACR-20-
Ansprechen in Woche 24 betrug 37 % bzw. 34 % unter 45 mg bzw. 90 mg im Vergleich zu 15 % unter
Placebo; p < 0,05). Das Ansprechen wurde bis einschließlich Woche 52 aufrechterhalten.
Bei Patienten mit Enthesitis und/oder Daktylitis bei Aufnahme wurde in der PsA-Studie 1 in den
Ustekinumab-Gruppen in Woche 24 im Vergleich zu Placebo eine signifikante Verbesserung der
Enthesitis- und Daktylitis-Scores beobachtet. In der PsA-Studie 2 wurde in Woche 24 in der 90-mg-
Ustekinumab-Gruppe im Vergleich zu Placebo eine signifikante Verbesserung des Enthesitis-Scoresund eine numerische Verbesserung des Daktylitis-Scores (statistisch nicht signifikant) beobachtet. Die
Verbesserungen des Enthesitis und Daktylitis-Scores wurden bis einschließlich Woche 52 bzw. 100aufrechterhalten.
Radiologisches AnsprechenDie strukturellen Schäden in Händen und Füßen wurden als Veränderung gegenüber dem
Ausgangsbefund des van-der-Heijde-Sharp-Gesamtscores (vdH-S-Score), der für PsA durch
Hinzufügen der distalen interphalangealen Gelenke modifiziert wurde, bewertet. Es wurde einepräspezifizierte, integrierte Analyse durchgeführt, die die Daten von 927 Studienteilnehmern aus den
PsA-Studien 1 und 2 umfasste. Ustekinumab zeigte im Vergleich zu Placebo einen statistischsignifikanten Rückgang der Progressionsrate der strukturellen Schäden, gemessen als Veränderung desmodifizierten vdH-S-Gesamtscores von Studienbeginn bis Woche 24 (der mittlere Score ± SD betrug0,97 ± 3,85 in der Placebo-Gruppe im Vergleich zu 0,40 ± 2,11 bzw. 0,39 ± 2,40 in den Ustekinumab-45-mg- (p < 0,05) bzw. -90-mg-Gruppen (p < 0,001)). Dieser Effekt wurde durch die PsA-Studie 1beeinflusst. Die Wirkung gilt, unabhängig von einer begleitenden MTX-Anwendung, als bewiesen undwurde bis einschließlich Woche 52 (integrierte Analyse) bzw. 100 (PsA-Studie 1) aufrechterhalten.
Körperliche Funktionsfähigkeit und gesundheitsbezogene Lebensqualität
Mit Ustekinumab behandelte Patienten zeigten in Woche 24 gemäß Bewertung mit dem Disability
Index of the Health Assessment Questionnaire (HAQ-DI) eine signifikante Verbesserung derkörperlichen Funktionsfähigkeit. Der Anteil der Patienten, der eine klinisch bedeutsame Verbesserungvon ≥ 0,3 gegenüber dem Ausgangswert des HAQ-DI erzielte, war in den Ustekinumab-Gruppen im
Vergleich zu Placebo ebenfalls signifikant größer. Die Verbesserung der HAQ-DI-Scores gegenüberdem Ausgangsbefund wurde bis einschließlich Woche 52 bzw. 100 aufrechterhalten.
Im Vergleich zu Placebo gab es in den Ustekinumab-Gruppen in Woche 24 eine signifikante
Verbesserung der DLQI-Scores, die bis einschließlich Woche 52 bzw. 100 aufrechterhalten wurden. Inder PsA-Studie 2 gab es in den Ustekinumab-Gruppen in Woche 24 im Vergleich zu Placebo einesignifikante Verbesserung der Functional Assessment of Chronic Illness Therapy-Fatigue (FACIT-
F-)Scores. Der Anteil der Patienten, der eine klinisch signifikante Verbesserung bezüglich Fatigue(4 Punkte im FACIT-F) erzielte, war in den Ustekinumab-Gruppen im Vergleich zu Placebo ebenfallssignifikant größer. Die Verbesserungen der FACIT-Scores wurden bis einschließlich Woche 52aufrechterhalten.
Kinder und JugendlicheDie Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Ustekinumab eine Zurückstellung von der
Verpflichtung zur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehreren pädiatrischen
Altersklassen mit juveniler idiopathischer Arthritis gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationenzur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).
Plaque-Psoriasis bei Kindern und JugendlichenEs konnte gezeigt werden, dass Ustekinumab die Anzeichen und Symptome sowie diegesundheitsbezogene Lebensqualität bei Kindern und Jugendlichen ab 6 Jahren verbessert.
Jugendliche Patienten (12 - 17 Jahre)
Die Wirksamkeit von Ustekinumab wurde in einer multizentrischen, randomisierten, doppelblinden,placebokontrollierten Phase-3-Studie mit 110 pädiatrischen Patienten im Alter von 12 bis 17 Jahrenmit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis untersucht (CADMUS). Die Patienten erhieltenrandomisiert in Woche 0 und 4 und dann alle 12 Wochen entweder Placebo (n = 37), die empfohlene
Ustekinumab-Dosis (siehe Abschnitt 4.2; n = 36) oder die Hälfte der empfohlenen Ustekinumab-Dosis(n = 37) jeweils als subkutane Injektion. In Woche 12 wurden die Patienten, die Placebo erhielten, aufeine Behandlung mit Ustekinumab umgestellt.
Für die Studie waren diejenigen Patienten geeignet, die einen PASI von ≥ 12, einen PGA-Score von≥ 3 und eine betroffene Körperoberfläche (Body Surface Area) von mindestens 10 % hatten und fürdie eine systemische Therapie oder Phototherapie indiziert war. Etwa 60 % der Patienten hatten zuvoreine konventionelle systemische Therapie oder Phototherapie erhalten. Etwa 11 % der Patienten hattenzuvor Biologika erhalten.
Primärer Endpunkt war derjenige Anteil der Patienten, der in Woche 12 einen PGA-Scoreerscheinungsfrei (0) oder fast erscheinungsfrei (1) erreichte. Zu den sekundären Endpunkten gehörteneine PASI-Verbesserung um 75 % (PASI 75) und 90 % (PASI 90), eine Änderung des Children’s
Dermatology Life Quality Index (CDLQI) und eine Änderung des Paediatric-Quality-of-Life-
Inventory (PedsQL-)Gesamtscores gegenüber dem Ausgangswert jeweils in Woche 12. In Woche 12zeigten die mit Ustekinumab behandelten Patienten im Vergleich zu Placebo eine signifikante
Verbesserung der Psoriasis und der gesundheitsbezogenen Lebensqualität (Tabelle 7).
Alle Patienten wurden über einen Zeitraum von bis zu 52 Wochen nach Erstanwendung der
Studienmedikation bezüglich der Wirksamkeit nachbeobachtet. Der Anteil der Patienten mit einem
PGA-Score erscheinungsfrei (0) oder fast erscheinungsfrei (1) und PASI 75 zeigte Unterschiedezwischen der mit Ustekinumab und der mit Placebo behandelten Gruppe zum Zeitpunkt der ersten
Visite nach Studienbeginn in Woche 4; ein Maximum wurde in Woche 12 erreicht. Verbesserungenbezüglich PGA, PASI, CDLQI und PedsQL wurden über den Beobachtungszeitraum bis einschließlich
Woche 52 aufrechterhalten (Tabelle 7).
Tabelle 7 Zusammenfassung der primären und sekundären Endpunkte in Woche 12 und
Woche 52
Pädiatrische Psoriasis-Studie (CADMUS) (Alter 12 - 17)
Woche 12 Woche 52
Placebo Empfohlene Empfohlene
Ustekinumab-Dosis Ustekinumab-Dosisn (%) n (%) n (%)
Anzahl der 37 36 35randomisierten Patienten
PGA
PGA-Score 2 (5,4 %) 25 (69,4 %)a 20 (57,1 %)erscheinungsfrei (0) oderfast erscheinungsfrei (1)
PGA-Score 1 (2,7 %) 17 (47,2 %)a 13 (37,1 %)erscheinungsfrei (0)
PASI
PASI-75-Ansprechen 4 (10,8 %) 29 (80,6 %)a 28 (80,0 %)
PASI-90-Ansprechen 2 (5,4 %) 22 (61,1 %)a 23 (65,7 %)
PASI-100-Ansprechen 1 (2,7 %) 14 (38,9 %)a 13 (37,1 %)
CDLQI
CDLQI von 0 oder 1b 6 (16,2 %) 18 (50,0 %)c 20 (57,1 %)
PedsQL
Änderung gegenüber dem 3,35 (10,04) 8,03 (10,44)e 7,26 (10,92)
Ausgangswert, mittel(SD)da p < 0,001b CDLQI: Der CDLQI ist ein dermatologischer Fragebogen zur Beurteilung der Auswirkung eines Hautproblemsauf die gesundheitsbezogene Lebensqualität bei Kindern und Jugendlichen. Ein CDLQI von 0 oder 1 deutet aufeine nicht beeinträchtigte Lebensqualität des Kindes hin.c p = 0,002d PedsQL: Der PedsQL Gesamtscore stellt ein allgemeines Messinstrument zur Erfassung dergesundheitsbezogenen Lebensqualität dar, das zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen entwickelt wurde.
Für die Placebo-Gruppe in Woche 12, n = 36ep = 0,028
Während der placebokontrollierten Studienphase bis einschließlich Woche 12 war die Wirksamkeitbeider Dosisgruppen - empfohlene und halbe empfohlene Dosis - hinsichtlich des primären
Endpunkts im Allgemeinen vergleichbar (69,4 % bzw. 67,6 %), obwohl es Anzeichen für eine Dosis-
Wirkung-Beziehung bei strengeren Effizienzkriterien gab (z. B. PGA erscheinungsfrei (0), PASI 90).
Über Woche 12 hinaus war die Wirksamkeit in der Gruppe, die die empfohlene Dosis erhielt, im
Allgemeinen höher und anhaltender als in der Gruppe, die die Hälfte der empfohlenen Dosis erhieltund in der häufiger ein moderater Wirksamkeitsverlust gegen Ende jedes 12-wöchigen
Dosierungsintervalls beobachtet wurde. Die Sicherheitsprofile waren bei der empfohlenen und derhalben empfohlenen Dosis vergleichbar.
Kinder (6 - 11 Jahre)
Die Wirksamkeit von Ustekinumab wurde in einer offenen, einarmigen, multizentrischen Phase-3-
Studie mit 44 pädiatrischen Patienten im Alter von 6 bis 11 Jahren mit mittelschwerer bis schwerer
Plaque-Psoriasis untersucht (CADMUS Jr.). Die Patienten erhielten in den Wochen 0 und 4 und dannalle 12 Wochen die empfohlene Ustekinumab-Dosis (siehe Abschnitt 4.2; n = 44) als subkutane
Injektion.
Für die Studie waren Patienten geeignet, die einen PASI von ≥ 12, einen PGA-Score von ≥ 3 und einebetroffene BSA von mindestens 10 % hatten und für eine systemische Therapie oder Phototherapieindiziert waren. Etwa 43 % der Patienten hatten zuvor eine konventionelle systemische Therapie oder
Phototherapie erhalten. Etwa 5 % der Patienten hatten zuvor Biologika erhalten.
Der primäre Endpunkt war derjenige Anteil der Patienten, der in Woche 12 einen PGA-Score vonerscheinungsfrei (0) oder fast erscheinungsfrei (1) erreichte. Zu den sekundären Endpunkten gehörteneine PASI-Verbesserung um 75 % (PASI 75) und 90 % (PASI 90) und eine Änderung des Children's
Dermatology Life Quality Index (CDLQI) gegenüber dem Ausgangswert in Woche 12. In Woche 12zeigten die mit Ustekinumab behandelten Patienten eine klinisch bedeutsame Verbesserung ihrer
Psoriasis und der gesundheitsbezogenen Lebensqualität (Tabelle 8).
Alle Patienten wurden über einen Zeitraum von bis zu 52 Wochen nach Erstanwendung der
Studienmedikation bezüglich der Wirksamkeit beobachtet. Der Anteil der Patienten mit einem PGA-
Score von erscheinungsfrei (0) oder fast erscheinungsfrei (1) in Woche 12 betrug 77,3 %. Die
Wirksamkeit (definiert als PGA 0 oder 1) wurde bereits bei der ersten Post-Baseline Visite in Woche 4beobachtet, und der Anteil der Studienteilnehmer, die einen PGA-Score von 0 oder 1 erreichten, stiegbis Woche 16 an und blieb dann bis Woche 52 relativ stabil. Die Verbesserungen bezüglich PGA,
PASI und CDLQI wurden bis einschließlich Woche 52 aufrechterhalten (Tabelle 8).
Tabelle 8 Zusammenfassung der primären und sekundären Endpunkte in Woche 12 und
Woche 52
Pädiatrische Psoriasisstudie (CADMUS Jr.) (Alter 6 - 11)
Woche 12 Woche 52
Empfohlene Ustekinumab- Empfohlene Ustekinumab-
Dosis Dosisn (%) n (%)
Anzahl der eingeschlossenen 44 41
Patienten
PGA
PGA-Score erscheinungsfrei (0) 34 (77,3 %) 31 (75,6 %)oder fast erscheinungsfrei (1)
PGA-Score erscheinungsfrei (0) 17 (38,6 %) 23 (56,1 %)
PASI
PASI-75-Ansprechen 37 (84,1 %) 36 (87,8 %)
PASI-90-Ansprechen 28 (63,6 %) 29 (70,7 %)
PASI-100-Ansprechen 15 (34,1 %) 22 (53,7 %)
CDLQIa
Patienten mit einem (N = 39) (N = 36)
Ausgangswert von CDLQI > 1
CDLQI von 0 oder 1 24 (61,5 %) 21 (58,3 %)a CDLQI: Der CDLQI ist ein dermatologischer Fragebogen zur Beurteilung der Auswirkung eines Hautproblemsauf die gesundheitsbezogene Lebensqualität bei Kindern und Jugendlichen. Ein CDLQI von 0 oder 1 deutet aufeine nicht beeinträchtigte Lebensqualität des Kindes hin.
Morbus CrohnDie Sicherheit und Wirksamkeit von Ustekinumab wurde in drei randomisierten, doppelblinden,placebokontrollierten multizentrischen Studien mit erwachsenen Patienten mit mittelschwerem bisschwerem aktiven Morbus Crohn (Crohn’s Disease Activity Index [CDAI]-Score von ≥ 220 und≤ 450) untersucht. Das klinische Entwicklungsprogramm bestand aus zwei 8-wöchigen Studien zurintravenösen Induktion (UNITI-1 und UNITI-2), gefolgt von einer 44-wöchigen randomisierten Studiezur subkutanen Erhaltungstherapie (randomized withdrawal maintenance study, IM-UNITI), wasinsgesamt einer Therapiedauer von 52 Wochen entspricht.
In die Induktionsstudien waren 1 409 Patienten eingeschlossen (UNITI-1, n = 769; UNITI-2, n = 640).
Der primäre Endpunkt in beiden Induktionsstudien war der Anteil der Patienten mit klinischem
Ansprechen (definiert als Abnahme des CDAI-Scores um ≥ 100 Punkte) in Woche 6. Daten zur
Wirksamkeit wurden von beiden Studien bis einschließlich Woche 8 erfasst und ausgewertet.
Gleichzeitige Gaben von oralen Corticosteroiden, Immunmodulatoren, Aminosalicylaten und
Antibiotika waren erlaubt, und 75 % der Patienten erhielten weiterhin mindestens eine dieser
Medikationen. In beiden Studien erhielten die Patienten in Woche 0 randomisiert eine einmaligeintravenöse Gabe entweder entsprechend der empfohlenen auf dem Körpergewicht basierenden Dosisvon etwa 6 mg/kg (siehe Abschnitt 4.2 der Fachinformation von Usymbro 130 mg Konzentrat zur
Herstellung einer Infusionslösung), eine Fixdosis von 130 mg Ustekinumab oder Placebo.
Die Patienten in UNITI-1 hatten auf eine oder mehrere vorherige Anti-TNFα-Therapien nichtangesprochen oder diese nicht vertragen. Etwa 48 % der Patienten hatten auf 1 vorherige Anti-TNFα-
Therapie und 52 % auf 2 oder 3 vorherige Anti-TNFα-Therapien nicht angesprochen. 29,1 % der
Patienten dieser Studie hatten dabei initial unzureichend angesprochen (primäre Non-Responder);69,4 % hatten ein Ansprechen, das jedoch verloren ging (sekundäre Non-Responder), und 36,4 %hatten die Anti-TNFα-Therapien nicht vertragen.
Die Patienten in UNITI-2 hatten auf mindestens eine konventionelle Therapie, einschließlich
Corticosteroiden und Immunmodulatoren, nicht angesprochen und waren entweder Anti-TNFα-naiv(68,6 %) oder hatten vorher eine Anti-TNFα-Therapie erhalten und auf diese auch angesprochen(31,4 %).
Sowohl in UNITI-1 als auch UNITI-2 war der Anteil der Patienten mit klinischem Ansprechen und
Remission in der mit Ustekinumab behandelten Gruppe im Vergleich zu Placebo signifikant größer(Tabelle 9). Klinisches Ansprechen und Remission waren in den mit Ustekinumab behandelten
Patienten bereits in Woche 3 signifikant und nahmen bis einschließlich Woche 8 weiter zu. In diesen
Induktionsstudien war die Wirksamkeit in der Gruppe mit der auf dem Körpergewicht basierenden
Dosis größer und länger anhaltend als in der Gruppe mit der 130-mg-Dosis. Deshalb ist die auf dem
Körpergewicht basierende Dosis die empfohlene Dosis für die intravenöse Induktion.
Tabelle 9 Induktion von klinischem Ansprechen und Remission in UNITI-1 und UNITI-2
UNITI-1* UNITI-2**
Placebo Empfohlene Placebo Empfohlenen = 247 Ustekinumab- n = 209 Ustekinumab-
Dosis Dosisn = 249 n = 209
Klinische Remission, Woche 8 18 (7,3 %) 52 (20,9 %)a 41 (19,6 %) 84 (40,2 %)a
Klinisches Ansprechen 53 (21,5 %) 84 (33,7 %)b 60 (28,7 %) 116 (55,5 %)a(100 Punkte), Woche 6
Klinisches Ansprechen 50 (20,2 %) 94 (37,8 %)a 67 (32,1 %) 121 (57,9 %)a(100 Punkte), Woche 870-Punkte-Ansprechen, 67 (27,1 %) 101 (40,6 %)b 66 (31,6 %) 106 (50,7 %)a
Woche 370-Punkte-Ansprechen, 75 (30,4 %) 109 (43,8 %)b 81 (38,8 %) 135 (64,6 %)a
Woche 6
Klinische Remission ist definiert als CDAI-Score < 150; Klinisches Ansprechen ist definiert als Abnahme des
CDAI-Score um mindestens 100 Punkte oder als in klinischer Remission befindlich70-Punkte-Ansprechen ist definiert als Abnahme des CDAI-Scores um mindestens 70 Punkte
* Anti-TNFα-Therapieversagen
** Versagen der konventionellen Therapiena p < 0.001b p < 0.01
In der Erhaltungsstudie (IM-UNITI) wurden 388 Patienten untersucht, die in den Studien UNITI-1 und
UNITI-2 in Woche 8 der Induktion mit Ustekinumab ein klinisches Ansprechen (Abnahme des CDAI-
Score um mindestens 100 Punkte) erreicht hatten. Die Patienten erhielten 44 Wochen langrandomisiert ein subkutanes Erhaltungsregime von entweder 90 mg Ustekinumab alle 8 Wochen,90 mg Ustekinumab alle 12 Wochen oder Placebo (zur empfohlenen Erhaltungsdosierung, siehe
Abschnitt 4.2).
In Woche 44 war der Anteil der Patienten mit anhaltendem klinischem Ansprechen und Remission inder mit Ustekinumab behandelten Gruppe signifikant größer als in der Placebo-Gruppe (siehe
Tabelle 10).
Tabelle 10 Aufrechterhaltung von klinischem Ansprechen und Remission in IM-UNITI(Woche 44; 52 Wochen nach Einleitung mit der Induktionsdosis)
Placebo* 90 mg 90 mg
Ustekinumab Ustekinumaballe 8 Wochen allen = 131† n = 128† 12 Wochenn = 129†
Klinische Remission 36 % 53 %a 49 %b
Klinisches Ansprechen 44 % 59 %b 58 %b
Corticosteroidfreie klinische Remission 30 % 47 %a 43 %c
Klinische Remission bei Patienten,die zu Beginn der Erhaltungstherapie in a
Remission waren 46 % (36/79) 67 % (52/78) 56 % (44/78)aus Studie CRD3002‡ 44 % (31/70) 63 % (45/72)c 57 % (41/72)die Anti-TNFα-naiv sind 49 % (25/51) 65 % (34/52)c 57 % (30/53)aus Studie CRD3001§ 26 % (16/61) 41 % (23/56) 39 % (22/57)
Klinische Remission ist definiert als CDAI-Score < 150; Klinisches Ansprechen ist definiert als Abnahme des
CDAI-Scores um mindestens 100 Punkte oder als in klinischer Remission befindlich
* Die Placebo-Gruppe bestand aus Patienten, die auf Ustekinumab angesprochen und zu Beginn der
Erhaltungstherapie randomisiert Placebo erhalten hatten.† Patienten mit klinischem 100-Punkte-Ansprechen auf Ustekinumab zu Beginn der Erhaltungstherapie‡ Patienten, die nicht auf die konventionelle Therapie, aber auf die Anti-TNFα-Therapie ansprachen§ Patienten, die Anti-TNFα-refraktär waren/es nicht vertrugena p < 0,01b p < 0,05c nominell signifikant (p < 0.05)
In IM-UNITI konnte bei 29 von 129 Patienten das Ansprechen auf Ustekinumab bei einer Behandlungalle 12 Wochen nicht aufrechterhalten werden, sodass erlaubt wurde, die Dosis so anzupassen, dass sie
Ustekinumab alle 8 Wochen erhielten. Ein Verlust des Ansprechens war als ein CDAI-Score≥ 220 Punkte und ein Anstieg des CDAI-Score um ≥ 100 Punkte gegenüber Studienbeginn definiert.41,4 % dieser Patienten erreichten 16 Wochen nach der Dosisanpassung eine klinische Remission.
Patienten, die in den UNITI-1- und UNITI-2-Induktionsstudien in Woche 8 auf die Ustekinumab-
Induktion klinisch nicht ansprachen (476 Patienten), wurden in den nicht randomisierten Teil der
Erhaltungsstudie (IM-UNITI) aufgenommen und erhielten zu diesem Zeitpunkt eine subkutane
Injektion mit 90 mg Ustekinumab. Acht Wochen später sprachen 50,5 % dieser Patienten klinisch anund erhielten die Erhaltungsdosen alle 8 Wochen weiter. Von den Patienten mit fortgeführter
Erhaltungsdosierung sprach die Mehrzahl in Woche 44 weiterhin an (68,1 %) bzw. erreichte eine
Remission (50,2 %). Dies ist vergleichbar mit derjenigen Patientenanzahl, die initial auf die
Ustekinumab-Induktion angesprochen hatte.
Von den 131 Patienten, die auf die Ustekinumab-Induktion ansprachen und zu Beginn der
Erhaltungsstudie in die Placebo-Gruppe randomisiert wurden, ging bei 51 in der Folge das Ansprechenverloren, und sie erhielten alle 8 Wochen 90 mg Ustekinumab subkutan. Die Mehrzahl der Patienten,bei denen das Ansprechen verloren ging, nahm die Behandlung mit Ustekinumab innerhalb von24 Wochen nach der Induktionsinfusion wieder auf. Von diesen 51 Patienten erreichten 70,6 %16 Wochen nach Erhalt der ersten subkutanen Ustekinumab-Dosis ein klinisches Ansprechen und39,2 % eine klinische Remission.
In der IM-UNITI-Studie durften Patienten, die bis Woche 44 an der Studie teilgenommen hatten, die
Behandlung in einer Verlängerung der Studie fortsetzen. Bei den 567 Patienten, die an der
Studienverlängerung teilnahmen und mit Ustekinumab behandelt wurden, wurden klinische Remissionund Ansprechen bis einschließlich Woche 252 sowohl bei einem TNF-Therapieversagen als auch beieinem Versagen der konventionellen Systemtherapien im Allgemeinen aufrechterhalten.
Es wurden keine neuen Sicherheitsbedenken bei der Fortführung dieser Studie mit bis zu 5 Jahren
Behandlung bei Patienten mit Morbus Crohn festgestellt.
Endoskopie
In einer Substudie wurde das endoskopische Erscheinungsbild der Mukosa in 252 Patienten mit einerzu Studienbeginn vorliegenden endoskopischen Bestimmung der Krankheitsaktivität untersucht. Derprimäre Endpunkt war die Änderung des Simplified Endoscopic Disease Severity Score for Crohn’s
Disease (SES-CD) von Studienbeginn an - einem zusammengesetzten Score aus dem Vorliegen/der
Größe der Ulzerationen, dem Anteil der Mukosaoberfläche, der mit Ulzerationen bedeckt ist, dem
Anteil der Mukosaoberfläche, der durch andere Läsionen betroffen ist und dem Vorliegen/der Art von
Verengungen/Strikturen über 5 Ileo-Kolonsegmente hinweg. In Woche 8 war die Änderung des SES-
CD-Scores nach einer einzigen intravenösen Induktionsdosis in der Ustekinumab-Gruppe größer(n = 155, mittlere Änderung = -2,8) als in der Placebo-Gruppe (n = 97, mittlere Änderung = -0,7;p = 0,012).
Fistel-Ansprechen
In einer Patientensubgruppe mit sezernierenden Fisteln bei Studienbeginn (8,8 %; n = 26) erreichten12/15 (80 %) der mit Ustekinumab behandelten Patienten im Verlauf von 44 Wochen ein Fistel-
Ansprechen (definiert als ≥ 50 %ige Abnahme der Anzahl der sezernierenden Fisteln gegenüber
Studienbeginn in der Induktionsstudie) im Vergleich zu 5/11 (45,5 %) bei den Placebo-exponierten
Patienten.
Gesundheitsbezogene Lebensqualität
Die gesundheitsbezogene Lebensqualität wurde mit dem Inflammatory Bowel Disease Questionnaire(IBDQ) und dem SF-36-Fragebogen bewertet. In Woche 8 zeigten Patienten, die Ustekinumaberhielten, sowohl in UNITI-1 als auch UNITI-2 im Vergleich zu Placebo statistisch signifikant größereund klinisch bedeutende Verbesserungen im IBDQ-Gesamtscore und im Gesamtscore der mentalen
Komponente des SF-36 sowie im Gesamtscore der körperlichen Komponente des SF-36 in UNITI-2.
Diese Verbesserungen wurden im Allgemeinen im Vergleich zu Placebo in der IM-UNITI-Studie beiden mit Ustekinumab behandelten Patienten bis einschließlich Woche 44 besser aufrechterhalten. Die
Verbesserung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität wurde während der Verlängerung der Studiebis einschließlich Woche 252 generell aufrechterhalten.
ImmunogenitätWährend der Behandlung mit Ustekinumab können sich Antikörper gegen Ustekinumab entwickeln,die meist neutralisierend wirken. Die Bildung von Antikörpern gegen Ustekinumab ist sowohl miteiner erhöhten Clearance als auch mit einer verminderten Wirksamkeit von Ustekinumab assoziiert,außer bei Patienten mit Morbus Crohn, bei denen keine verminderte Wirksamkeit beobachtet wurde.
Es wurde kein offensichtlicher Zusammenhang zwischen der Entwicklung von Antikörpern gegen
Ustekinumab und dem Auftreten von Reaktionen an der Injektionsstelle festgestellt.
Kinder und JugendlicheDie Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Ustekinumab eine Zurückstellung von der
Verpflichtung zur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehreren pädiatrischen
Altersklassen in der Indikation Morbus Crohn gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur
Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).
Morbus Crohn bei Kindern und JugendlichenDie Sicherheit und Wirksamkeit von Ustekinumab wurde in einer Zwischenanalyse einermultizentrischen Phase-3-Studie (UNITI-Jr) bei 48 Kindern und Jugendlichen mit mittelschwerem bisschwerem aktiven Morbus Crohn (definiert als Paediatric Crohn's Disease Activity Index [PCDAI]-
Score > 30) und einem Körpergewicht von mindestens 40 kg über einen Behandlungszeitraum von52 Wochen (8 Wochen Induktions- und 44 Wochen Erhaltungsbehandlung) beurteilt. Die in die Studieaufgenommenen Patienten hatten entweder unzureichend auf eine vorangegangene konventionelle
Therapie oder ein Biologikum zur Behandlung des Morbus Crohn angesprochen oder wiesen eine
Unverträglichkeit auf. Die Studie umfasste eine offene Induktionsbehandlung mit einer intravenösen
Ustekinumab-Einzeldosis von etwa 6 mg/kg (siehe Abschnitt 4.2), gefolgt von einem randomisiertendoppelblinden subkutanen Erhaltungsschema mit 90 mg Ustekinumab, das entweder alle 8 oder alle12 Wochen angewendet wurde.
Wirksamkeitsergebnisse
Der primäre Endpunkt der Studie war die klinische Remission in Induktionswoche 8 (definiert als
PCDAI-Score ≤ 10). Der Anteil der Patienten, die eine klinische Remission erreichten, betrug 52,1 %(25/48) und ist vergleichbar mit dem Anteil, der in den Phase-3-Studien zu Ustekinumab bei
Erwachsenen beobachtet wurde.
Ein klinisches Ansprechen wurde bereits in Woche 3 beobachtet. Der Anteil der Patienten, die in
Woche 8 ein klinisches Ansprechen zeigten (definiert als eine Verringerung des PCDAI-Scores um> 12,5 Punkte gegenüber dem Ausgangswert bei einem PCDAI-Gesamtscore von maximal 30), betrug93,8 % (45/48).
In Tabelle 11 sind die Analysen bezüglich der sekundären Endpunkte bis Erhaltungswoche 44dargestellt.
Tabelle 11 Zusammenfassung der sekundären Endpunkte bis Erhaltungswoche 4490 mg Ustekinumab 90 mg Ustekinumab Gesamtzahl deralle 8 Wochen alle 12 Wochen Patientenn = 23 n = 25 n = 48
Klinische Remission* 43,5 % (10/23) 60,0 % (15/25) 52,1 % (25/48)
Corticosteroidfreie klinische 43,5 % (10/23) 60,0 % (15/25) 52,1 % (25/48)
Remission§
Klinische Remission bei Patienten, 64,3 % (9/14) 54,5 % (6/11) 60,0 % (15/25)die in der Induktionswoche 8 inklinischer Remission waren*
Klinisches Ansprechen† 52,2 % (12/23) 60,0 % (15/25) 56,3 % (27/48)
Endoskopisches Ansprechen£ 22,7 % (5/22) 28,0 % (7/25) 25,5 % (12/47)
* Klinische Remission ist definiert als PCDAI-Score ≤ 10 Punkte.§ Corticosteroidfreie Remission ist definiert als PCDAI-Score ≤ 10 Punkte und keine Anwendung von
Corticosteroiden über einen Zeitraum von mindestens 90 Tagen vor Woche M-44.† Klinisches Ansprechen ist definiert als eine Verringerung des PCDAI-Scores ≥ 12,5 Punkte gegenüber dem
Ausgangswert bei einem PCDAI-Gesamtscore von maximal 30.£ Endoskopisches Ansprechen ist definiert als eine Verringerung des SES-CD-Scores ≥ 50 % oder des SES-CD-
Scores ≤ 2 bei Patienten mit einem SES-CD-Score ≥ 3 zum Ausgangszeitpunkt.
Anpassung der Dosierungsfrequenz
Die Patienten, die die Erhaltungstherapie erhalten haben und basierend auf dem PCDAI-Score einen
Verlust des Ansprechens (loss of response, LOR) aufwiesen, waren für eine Dosisanpassung geeignet.
Die Patienten wurden entweder von der Behandlung alle 12 Wochen auf alle 8 Wochen umgestelltoder blieben auf der Behandlung alle 8 Wochen (Scheinanpassung). Zwei Patienten wurden auf einkürzeres Dosierungsintervall eingestellt. Bei diesen Patienten wurde 8 Wochen nach der
Dosisanpassung bei 100 % (2/2) der Patienten eine klinische Remission erreicht.
Das Sicherheitsprofil des Induktionsdosisschemas und der beiden Erhaltungsdosierungen bei Kindernund Jugendlichen mit einem Körpergewicht von mindestens 40 kg ist mit dem Sicherheitsprofil beierwachsenen Patienten mit Morbus Crohn vergleichbar (siehe Abschnitt 4.8).
Entzündungsmarker in Serum und Fäzes
Die mittlere Veränderung in Erhaltungswoche 44 gegenüber dem Ausgangswert betrug bei den
Konzentrationen von C-reaktivem Protein (CRP) und fäkalem Calprotectin -11,17 mg/l (24,159) bzw.
- 538,2 mg/kg (1 271,33).
Gesundheitsbezogene Lebensqualität
Bei den IMPACT-III-Scores insgesamt und bei allen Unterkategorien (Darmbeschwerden,ermüdungsbedingte systemische Symptome und Wohlbefinden) zeigten sich nach 52 Wochen klinischbedeutsame Verbesserungen.
Die mediane Zeit bis zum Erreichen der maximalen Serumkonzentration (tmax) betrug 8,5 Tage beigesunden Personen, denen eine Einzeldosis von 90 mg subkutan verabreicht wurde. Bei Patienten mit
Psoriasis waren die medianen tmax-Werte von Ustekinumab nach einer einzelnen subkutanen
Verabreichung von entweder 45 mg oder 90 mg mit denen gesunder Personen vergleichbar.
Die absolute Bioverfügbarkeit von Ustekinumab nach einer einzelnen subkutanen Gabe wurde bei
Patienten mit Psoriasis auf 57,2 % geschätzt.
VerteilungDas mediane Verteilungsvolumen lag in der terminalen Phase (Vz) nach einer einzelnen intravenösen
Gabe bei Patienten mit Psoriasis zwischen 57 und 83 ml/kg.
BiotransformationDer genaue Stoffwechselweg von Ustekinumab ist nicht bekannt.
EliminationDie mediane systemische Clearance (CL) lag nach einer einzelnen intravenösen Verabreichung an
Patienten mit Psoriasis zwischen 1,99 und 2,34 ml/Tag/kg. Die mediane Halbwertszeit (t1/2) von
Ustekinumab betrug bei Patienten mit Psoriasis, psoriatischer Arthritis oder Morbus Crohn ungefähr3 Wochen und bewegte sich in allen Studien zu Psoriasis und psoriatischer Arthritis zwischen 15 und32 Tagen. In einer populationspharmakokinetischen Analyse betrugen bei Patienten mit Psoriasisapparente Clearance (CL/F) und apparentes Verteilungsvolumen (V/F) 0,465 l/Tag bzw. 15,7 l. Die
CL/F von Ustekinumab wurde nicht vom Geschlecht beeinflusst. Die populationspharmakokinetische
Analyse zeigte, dass es einen Trend zu einer höheren Ustekinumab-Clearance bei Patienten gab, diepositiv auf Ustekinumab-Antikörper getestet wurden.
DosislinearitätDie systemische Verfügbarkeit von Ustekinumab (Cmax und AUC) erhöhte sich ungefährdosisproportional nach einer einzelnen intravenösen Verabreichung von Dosen zwischen 0,09 mg/kgund 4,5 mg/kg oder nach einer einzelnen subkutanen Verabreichung von Dosen zwischen ungefähr24 mg und 240 mg.
Einzeldosis versus Mehrfachdosen
Serumkonzentrationszeitprofile von Ustekinumab nach Verabreichung einer einzelnen oder mehrerersubkutaner Dosen waren im Allgemeinen vorhersagbar. Bei Patienten mit Psoriasis wurden Steady-
State-Serumkonzentrationen von Ustekinumab nach initialen subkutanen Dosen in Woche 0 und 4,gefolgt von einer Dosis alle 12 Wochen bis Woche 28 erreicht. Die medianen Steady-State-
Talkonzentrationen bewegten sich zwischen 0,21 μg/ml und 0,26 μg/ml (45 mg) und zwischen0,47 μg/ml und 0,49 μg/ml (90 mg). Bei einer subkutanen Verabreichung alle 12 Wochen kam es im
Zeitverlauf zu keiner offensichtlichen Akkumulation der Serum-Ustekinumab-Konzentration.
Beginnend in Woche 8 wurden Patienten mit Morbus Crohn nach einer intravenösen Dosis von~ 6 mg/kg alle 8 oder 12 Wochen subkutane Erhaltungsdosen von 90 mg Ustekinumab verabreicht.
Die Steady-State-Ustekinumab-Konzentration wurden bis zu Beginn der zweiten Erhaltungsdosiserreicht. Bei Patienten mit Morbus Crohn bewegten sich die medianen Steady-State-
Talkonzentrationen zwischen 1,97 μg/ml und 2,24 μg/ml bzw. 0,61 μg/ml und 0,76 μg/ml bei 90 mg
Ustekinumab alle 8 Wochen oder alle 12 Wochen. Die Steady-State-Talkonzentrationen von
Ustekinumab waren nach 90 mg Ustekinumab alle 8 Wochen mit höheren klinischen Remissionsratenverbunden als die Steady-State-Talkonzentrationen nach 90 mg alle 12 Wochen.
Auswirkung des Gewichts auf die Pharmakokinetik
In einer populationspharmakokinetischen Analyse der Daten von Psoriasis-Patienten wurdefestgestellt, dass das Körpergewicht die bedeutendste Kovariable ist, die die Clearance von
Ustekinumab beeinflusst. Die mediane CL/F war bei Patienten mit einem Gewicht > 100 kg umungefähr 55 % höher als bei Patienten mit einem Gewicht ≤ 100 kg. Das mediane V/F war bei
Patienten mit einem Gewicht > 100 kg ungefähr 37 % höher als bei Patienten mit einem Gewicht≤ 100 kg. Die medianen Talkonzentrationen von Ustekinumab waren bei Patienten mit höherem
Gewicht (> 100 kg) in der 90-mg-Gruppe mit denen von Patienten mit einem niedrigeren Gewicht(≤ 100 kg) in der 45-mg-Gruppe vergleichbar. Eine konfirmatorische populationspharmakokinetische
Analyse der Daten von Patienten mit psoriatischer Arthritis ergab ähnliche Ergebnisse.
Anpassung der Dosierfrequenz
Basierend auf beobachteten Daten und PK-Analysen der Population bei Patienten mit Morbus Crohnhatten randomisierte Patienten, die ihr Ansprechen auf die Behandlung verloren, im Laufe der Zeitniedrigere Serumkonzentrationen von Ustekinumab als Patienten, die ihr Ansprechen nicht verlorenhaben. Bei Morbus Crohn war die Dosisanpassung von 90 mg alle 12 Wochen auf 90 mg alle8 Wochen mit einem Anstieg der Tal-Serumkonzentrationen von Ustekinumab und einer damitverbundenen Erhöhung der Wirksamkeit assoziiert.
Besondere PatientengruppenEs liegen keine pharmakokinetischen Daten von Patienten mit beeinträchtigter Nieren- oder
Leberfunktion vor. Es wurden keine spezifischen Studien mit älteren Patienten durchgeführt.
Die Pharmakokinetik von Ustekinumab war bei Patienten mit Psoriasis mit asiatischer und nicht-asiatischer Herkunft generell vergleichbar.
Bei Patienten mit Morbus Crohn wurde die Variabilität der Clearance von Ustekinumab durch
Körpergewicht, Serumkonzentration von Albumin, Geschlecht und Antikörperstatus gegenüber
Ustekinumab beeinflusst; dabei war das Körpergewicht die wichtigste Kovariable, die das
Verteilungsvolumen beeinflusste. Zusätzlich wurde die Clearance bei Morbus Crohn durch C-reaktives Protein, den TNFα-Antagonisten-Versagerstatus und ethnische Zugehörigkeit (asiatischversus nicht-asiatisch) beeinflusst. Der Einfluss dieser Kovariablen lag innerhalb von ± 20 % destypischen oder Referenzwertes des jeweiligen PK-Parameters, so dass eine Dosisanpassung für diese
Kovariablen nicht gerechtfertigt ist. Die gleichzeitige Anwendung von Immunmodulatoren hattekeinen signifikanten Effekt auf die Disposition von Ustekinumab.
In der populationspharmakokinetischen Analyse gab es keine Hinweise auf eine Auswirkung von
Tabak oder Alkohol auf die Pharmakokinetik von Ustekinumab.
Die Serum-Ustekinumab-Konzentrationen bei Kindern und Jugendlichen zwischen 6 und 17 Jahrenmit Psoriasis, die mit der empfohlenen gewichtsbasierten Dosis behandelt wurden, waren im
Allgemeinen mit der erwachsener Patienten mit Psoriasis vergleichbar, die mit der Dosis für
Erwachsene behandelt wurden. Die Serumkonzentrationen von Ustekinumab waren bei Kindern und
Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren mit Psoriasis (CADMUS), die mit der Hälfte derempfohlenen gewichtsbasierten Dosis behandelt wurden, im Allgemeinen niedriger als die dererwachsenen Patienten.
Die Steady-State-Serumkonzentrationen bei Kindern und Jugendlichen mit Morbus Crohn und miteinem Körpergewicht von mindestens 40 kg waren mit denen erwachsener Patienten mit Morbus
Crohn vergleichbar.
Regulierung von CYP450-Enzymen
Die Auswirkungen von IL-12 oder IL-23 auf die Regulierung von CYP450-Enzymen wurden in einer
In-vitro-Studie an humanen Hepatozyten untersucht. Sie zeigte, dass IL-12 und/oder IL-23 bei
Konzentrationen von 10 ng/ml die humanen CYP450-Enzymaktivitäten (von CYP1A2, 2B6, 2C9,2C19, 2D6, oder 3A4) nicht ändern (siehe Abschnitt 4.5).
In einer offenen Phase-1-Studie zu Arzneimittelwechselwirkungen (Studie CNTO1275CRD1003)wurde der Effekt von Ustekinumab auf die Aktivitäten von Cytochrom-P450-Enzymen nach der
Induktions- und Erhaltungsdosis bei Patienten mit aktivem Morbus Crohn (n = 18) untersucht. Eswurden keine klinisch signifikanten Veränderungen in der Exposition gegenüber Koffein (CYP1A2-
Substrat), Warfarin (CYP2C9-Substrat), Omeprazol (CYP2C19-Substrat), Dextromethorphan(CYP2D6-Substrat) oder Midazolam (CYP3A-Substrat) bei gleichzeitiger Anwendung von
Ustekinumab in der zugelassenen empfohlenen Dosierung bei Patienten mit Morbus Crohn beobachtet(siehe Abschnitt 4.5).
Basierend auf den Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe und Entwicklungs- und
Reproduktionstoxizität, einschließlich Beurteilung der Sicherheitspharmakologie, lassen diepräklinischen Daten keine besonderen Gefahren (z. B. Organtoxizität) für den Menschen erkennen. In
Studien zur Entwicklungs- und Reproduktionstoxizität mit Cynomolgus-Affen wurden wederunerwünschte Wirkungen auf die männlichen Fertilitätsindices noch Geburtsdefekte oder
Entwicklungstoxizität beobachtet. Bei Anwendung eines analogen IL-12/23-Antikörpers bei Mäusenwurden keine unerwünschten Wirkungen auf die weiblichen Fertilitätsindices beobachtet.
Die Dosen in tierexperimentellen Studien waren bis zu ca. 45-fach höher als die höchste äquivalente
Dosis, die Psoriasis-Patienten verabreicht werden soll, und resultierten bei Affen in mehr als 100-fachhöheren als die bei Menschen beobachteten Spitzenkonzentrationen im Serum.
Studien zur Karzinogenität wurden mit Ustekinumab aufgrund des Mangels an geeigneten Modellenfür einen Antikörper ohne Kreuzreaktivität auf Nager-IL-12/23-p40 nicht durchgeführt.
Histidin
Histidinmonohydrochlorid-Monohydrat
Polysorbat 80 (E 433)
SaccharoseWasser für Injektionszwecke
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.
Usymro 45 mg Injektionslösung2 Jahre
Usymro 45 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze3 Jahre
Usymro 90 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze2 Jahre
Die einzelnen Fertigspritzen können einmalig bei Raumtemperatur (bis zu 30 °C) für maximal 40 Tagegelagert werden. Dabei sind sie zum Schutz vor Licht im Originalkarton aufzubewahren. Notieren Siedas Datum, an dem die Fertigspritze aus dem Kühlschrank entnommen wurde, sowie das Verfalldatumbei Lagerung bei Raumtemperatur in dem dafür vorgesehenen Feld auf dem Umkarton. Das
Verfalldatum bei Lagerung bei Raumtemperatur darf das auf dem Karton aufgedruckte ursprüngliche
Verfalldatum nicht überschreiten. Sobald eine Spritze bei Raumtemperatur (bis zu 30 °C) gelagertwurde, soll sie nicht mehr in den Kühlschrank zurückgelegt werden. Entsorgen Sie die Spritze, wennsie nicht innerhalb der 40-tägigen Lagerung bei Raumtemperatur oder bis zum ursprünglichen
Verfalldatum verwendet wird, je nachdem welcher Zeitpunkt früher liegt.
Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C). Nicht einfrieren.
Die Durchstechflasche oder die Fertigspritze im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zuschützen.
Bei Bedarf können die einzelnen Fertigspritzen bei Raumtemperatur (bis zu 30 °C) gelagert werden(siehe Abschnitt 6.3).
Usymro 45 mg Injektionslösung0,5 ml Lösung in einer 2-ml-Durchstechflasche aus Typ-I-Glas, die mit einem beschichteten
Chlorobutylgummistopfen verschlossen ist.
Usymro 45 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze0,5 ml Lösung in einer 1-ml-Spritze aus Typ-I-Glas mit einer daran befestigten Edelstahlnadel undeiner Nadelhülle, die Kautschuk (ein Latexderivat) enthält. Die Spritze ist mit einem passiven
Sicherheitsschutz versehen.
Usymro 90 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze1 ml Lösung in einer 1-ml-Spritze aus Typ-I-Glas mit einer daran befestigten Edelstahlnadel und einer
Nadelhülle, die Kautschuk (ein Latexderivat) enthält. Die Spritze ist mit einem passiven
Sicherheitsschutz versehen.
Usymro ist in einer Packung mit 1 Durchstechflasche oder in einer Packung mit 1 Fertigspritzeerhältlich.
Die Lösung in der Usymro-Durchstechflasche oder Fertigspritze darf nicht geschüttelt werden. Die
Lösung muss vor der subkutanen Verabreichung visuell auf Schwebstoffe oder Verfärbung überprüftwerden. Die Lösung ist klar bis leicht opaleszierend, farblos bis hellgelb. Dieses Aussehen ist fürproteinhaltige Lösungen nicht ungewöhnlich. Das Arzneimittel darf nicht verwendet werden, wenn die
Lösung verfärbt oder trübe ist oder wenn sie Schwebstoffe aufweist. Vor der Verabreichung soll
Usymro Raumtemperatur erreichen (ungefähr eine halbe Stunde). Detaillierte Angaben zur
Anwendung sind in der Gebrauchsinformation zur Verfügung gestellt.
Usymro enthält keine Konservierungsstoffe. Daher sollen nicht verwendete Arzneimittelreste, die inder Durchstechflasche und der Spritze verblieben sind, nicht weiterverwendet werden. Usymro wirdals sterile Durchstechflasche oder Fertigspritze zum Einmalgebrauch geliefert. Fertigspritze, Nadelund Durchstechflasche dürfen niemals wiederverwendet werden. Nicht verwendetes Arzneimittel oder
Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.
Bei Verwendung der Einzeldosis-Durchstechflasche wird eine 1-ml-Spritze mit einer 27-G-Nadel mit13 mm Länge (½ Zoll) empfohlen.
Gedeon Richter Plc.
Gyömrői út 19-21.1103 Budapest
Ungarn
Usymro 45 mg Injektionslösung
EU/1/25/1957/001
Usymro 45 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
EU/1/25/1957/002
Usymro 90 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
EU/1/25/1957/003
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 14. August 2025
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.