TYGACIL 50mg pulver-infusionslösung merkblatt medikamente

J01AA12 Tigecyclin • ANTIINFEKTIVA ZUR SYSTEMISCHEN ANWENDUNG | TETRACYCLINE | Tetracycline

Tigecyclin ist ein Antibiotikum aus der Klasse der Glycylcycline, das zur Behandlung komplizierter bakterieller Infektionen eingesetzt wird, einschließlich intraabdomineller Infektionen, Haut- und Weichteilinfektionen sowie im Krankenhaus erworbener Pneumonie. Es wirkt, indem es die bakterielle Proteinsynthese hemmt, und hat ein breites Wirkungsspektrum gegen grampositive, gramnegative und anaerobe Bakterien.

Das Medikament wird intravenös verabreicht, wie von einem Arzt verordnet, und die Dosierung wird basierend auf der Schwere der Infektion und dem Zustand des Patienten angepasst. Es wird hauptsächlich bei Infektionen eingesetzt, die durch Bakterien verursacht werden, die gegen andere Antibiotika resistent sind.

Patienten sollten auf mögliche Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Reaktionen an der Injektionsstelle überwacht werden. Es ist wichtig, dass Patienten ihren Arzt über ungewöhnliche Symptome informieren.

Häufige Nebenwirkungen sind Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen. In seltenen Fällen können schwere Reaktionen wie Pankreatitis oder Superinfektionen auftreten. Patienten sollten vor Beginn der Behandlung über diese Risiken informiert werden.

Allgemeine Daten zu TYGACIL 50mg

Substanz: Tigecyclin

Datum der letzten Medikamentenliste: 01-05-2026

Handelsgesetzbuch: W64909001

Konzentration: 50mg

Pharmazeutisches Formblatt: pulver-infusionslösung

Quantität: 10

Produktart: original

Preis: 1093.12 RON

Rezeptbeschränkungen: P-RF - Arzneimittelrezept, das in der Apotheke aufbewahrt wird (nicht verlängerbar).

Marketing autorisation

Zulassungshersteller: WYETH PHARMACEUTICALS - MAREA BRITANIE

Zulassungsinhaber: PFIZER EUROPE MA EEIG - BELGIA

Zulassungsnummer: 336/2006/01

Haltbarkeit: 2 Jahre

Verfügbare Konzentrationen für Tigecyclin

10mg/ml, 50mg

Andere ähnliche Substanzen wie Tigecyclin

Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels TYGACIL 50mg pulver-infusionslösung

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Tygacil 50 mg Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede 5-ml-Durchstechflasche Tygacil enthält 50 mg Tigecyclin. Nach Rekonstitution enthält 1 ml

Lösung 10 mg Tigecyclin.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung.

Oranger Pulverkuchen oder Pulver.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Tygacil ist zur Behandlung folgender Infektionen bei Erwachsenen und Kindern ab 8 Jahren angezeigt(siehe Abschnitte 4.4 und 5.1):

- komplizierte Haut- und Weichgewebsinfektionen (cSSTI), außer bei Infektionen desdiabetischen Fußes (siehe Abschnitt 4.4);

- komplizierte intraabdominelle Infektionen (cIAI).

Tygacil sollte nur in solchen Situationen angewendet werden, bei denen andere alternative Antibiotikanicht geeignet sind (siehe Abschnitte 4.4, pct. 4.8 und 5.1).

Die allgemein anerkannten Richtlinien für den angemessenen Gebrauch von antimikrobiellen

Wirkstoffen sind zu berücksichtigen.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung
Erwachsene

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 100 mg gefolgt von 50 mg alle 12 Stunden über einen Zeitraumvon 5 bis 14 Tagen.

Kinder und Jugendliche (8 bis 17 Jahre)

Kinder im Alter von 8 bis <12 Jahren: 1,2 mg/kg Tigecyclin alle 12 Stunden intravenös bis zu einer

Maximaldosis von 50 mg alle 12 Stunden für 5 bis 14 Tage.

Jugendliche im Alter von 12 bis <18 Jahren: 50 mg Tigecyclin alle 12 Stunden für 5 bis 14 Tage.

Die Dauer der Behandlung sollte sich nach dem Schweregrad und Ort der Infektion sowie nach demklinischen Ansprechen des Patienten richten.

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).

Leberfunktionsstörungen

Bei Patienten mit leichten bis mittelschweren Leberfunktionsstörungen (Child-Pugh A und Child-

Pugh B) ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Bei Patienten (einschließlich Kindern und Jugendlichen) mit schweren Leberfunktionsstörungen(Child-Pugh C) sollte die Tigecyclin-Dosis um 50 % reduziert werden. Die Dosis für Erwachsenesollte nach der Anfangsdosis von 100 mg auf 25 mg alle 12 Stunden reduziert werden. Patienten mitschweren Leberfunktionsstörungen (Child-Pugh C) sollten mit Vorsicht behandelt und in Hinblick aufein Ansprechen der Behandlung überwacht werden (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).

Nierenfunktionsstörungen

Bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen oder bei Hämodialyse-Patienten ist keine Dosisanpassungerforderlich (siehe Abschnitt 5.2).

Kinder

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Tygacil wurde bei Kindern unter 8 Jahren nicht untersucht. Essind keine Daten verfügbar. Tygacil sollte aufgrund einer möglichen Zahnverfärbung bei Kindernunter 8 Jahren nicht angewendet werden (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1).

Art der Anwendung

Tigecyclin darf nur als 30- bis 60-minütige intravenöse Infusion gegeben werden (siehe Abschnitte 4.4und 6.6). Bei Kindern und Jugendlichen sollte Tigecyclin möglichst als 60-minütige Infusion gegebenwerden (siehe Abschnitt 4.4).

Hinweise zur Rekonstitution und Verdünnung des Arzneimittels vor seiner Verabreichung, siehe

Abschnitt 6.6.

4.3 Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

Patienten mit einer Überempfindlichkeit gegen Antibiotika der Tetracyclin-Gruppe könnenüberempfindlich gegen Tigecyclin sein.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

In klinischen Studien bei komplizierten Haut- und Weichgewebsinfektionen (cSSTI), kompliziertenintraabdominellen Infektionen (cIAI), Infektionen des diabetischen Fußes, nosokomialer Pneumoniesowie bei Studien mit resistenten Erregern wurde bei den mit Tigecyclin behandelten Patienten einenumerisch höhere Mortalitätsrate als unter der Vergleichsmedikation beobachtet. Die Gründe hierfürsind unbekannt, eine schlechtere Wirkung und Verträglichkeit als bei der Studienvergleichsmedikationkönnen jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Superinfektionen

In klinischen Studien bei Patienten mit cIAI-Infektionen kam es zu Wundheilungsstörungen an der

Operationswunde im Zusammenhang mit Superinfektionen. Patienten mit Wundheilungsstörungensollten bezüglich einer Superinfektion überwacht werden (siehe Abschnitt 4.8).

Bei Patienten, die Superinfektionen, insbesondere nosokomiale Pneumonien, entwickeln, scheinen die

Behandlungsergebnisse schlechter zu sein. Die Patienten sollten daher engmaschig im Hinblick aufeine Entwicklung von Superinfektionen überwacht werden. Wenn sich nach Beginn der Therapie mit

Tigecyclin herausstellt, dass der Infektfokus ein anderer als cSSTI oder cIAI ist, sollte der Einsatzeiner alternativen antibakteriellen Therapie erwogen werden, die bei der vorliegenden speziellen

Infektion nachgewiesenermaßen wirksam ist.

Anaphylaxie

Bei der Anwendung von Tigecyclin wurde über Anaphylaxie/ anaphylaktoide Reaktionen mitpotenziell lebensbedrohlichem Verlauf berichtet (siehe Abschnitte 4.3 und 4.8).

Leberversagen

Bei mit Tigecyclin behandelten Patienten wurde über Fälle von Leberschäden mit einem vorwiegendcholestatischen Verlauf berichtet, einschließlich einiger Fälle von Leberinsuffizienz mit tödlichem

Ausgang. Obwohl eine Leberinsuffizienz bei mit Tigecyclin behandelten Patienten aufgrund vonvorliegenden Begleiterkrankungen oder gleichzeitig verabreichten Arzneimitteln auftreten kann, sollteein möglicher Zusammenhang mit Tigecyclin erwogen werden (siehe Abschnitt 4.8).

Antibiotika der Tetracyclin-Gruppe

Antibiotika der Glycylcyclin-Gruppe ähneln strukturell der Tetracyclin-Gruppe. Tigecyclin kann zuähnlichen Nebenwirkungen wie andere Tetracycline führen. Diese Nebenwirkungen können

Photosensitivität, Pseudotumor cerebri, Pankreatitis und eine antianabolische Wirkung mit erhöhten

BUN (Blut-Harnstoff-Stickstoff)-Werten, Azotämie, Azidose und Hyperphosphatämie umfassen(siehe Abschnitt 4.8).

Pankreatitis

Bei der Anwendung von Tigecyclin wurde über das gelegentliche Auftreten einer akuten Pankreatitis,die schwerwiegend verlaufen kann, berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Die Diagnose einer akuten

Pankreatitis sollte in Betracht gezogen werden, wenn bei mit Tigecyclin behandelten Patientenklinische Symptome oder Anzeichen einer Pankreatitis oder entsprechende Laborwertanomalienauftreten. Die meisten der berichteten Fälle traten nach mindestens 1 Behandlungswoche auf undwurden auch bei Patienten ohne bekannte Risikofaktoren für eine Pankreatitis berichtet. Der Zustandder Patienten verbesserte sich in der Regel nach Einstellung der Behandlung. Bei Verdacht auf

Pankreatitis sollte der Abbruch einer Behandlung mit Tigecyclin in Betracht gezogen werden.

Koagulopathie

Tigecyclin könnte sowohl die Prothrombinzeit (PTZ) als auch die aktivierte partielle

Thromboplastinzeit (aPTT) verlängern. Des Weiteren wurde unter der Anwendung von Tigecyclinauch über Hypofibrinogenämie berichtet. Aus diesem Grund sollten Blutgerinnungsparameter, z. B.

PTZ oder andere geeignete Untersuchungen der Gerinnungshemmung, einschließlich Fibrinogen im

Blut, vor dem Beginn der Behandlung mit Tigecyclin und in regelmäßigen Abständen während der

Behandlung überwacht werden. Bei schwer kranken Patienten sowie bei Patienten, die auch

Antikoagulanzien anwenden, ist besondere Vorsicht geboten (siehe Abschnitt 4.5).

Grunderkrankungen

Die Erfahrungen mit einer Anwendung von Tigecyclin zur Behandlung von Infektionen bei Patientenmit schweren Grunderkrankungen sind begrenzt.

In klinischen Studien zu cSSTI waren die häufigsten Infektionen bei Tigecyclin-Behandlung

Weichgewebsinfektionen (58,6 %) gefolgt von größeren Abszessen (24,9 %). Patienten mit einerschweren Grunderkrankung, wie z. B. einer geschwächten Immunabwehr, infiziertem Dekubitalulkusoder einer Infektion mit einer erforderlichen Behandlungsdauer von mehr als 14 Tagen (z. B.nekrotisierende Fasziitis), waren nicht eingeschlossen. Eine begrenzte Anzahl an Patienten mit

Komorbiditäten, wie z. B. Diabetes (25,8 %), peripheren vaskulären Erkrankungen (10,4 %),intravenösem Substanzmissbrauch (4,0 %) und positiver HIV-Infektion (1,2 %), wurde in dieklinischen Studien aufgenommen. Es liegen ebenfalls nur begrenzte Erfahrungswerte zur Behandlungvon Patienten mit gleichzeitiger Bakteriämie (3,4 %) vor. Daher ist bei der Behandlung dieser

Patientengruppen besondere Vorsicht angebracht. Die Ergebnisse einer großen Studie bei Patientenmit Infektionen des diabetischen Fußes zeigten, dass Tigecyclin weniger wirksam als die

Vergleichsmedikation war. Daher wird Tigecyclin bei diesen Patienten nicht empfohlen (siehe

Abschnitt 4.1).

In klinischen Studien zu cIAI waren die häufigsten Infektionen bei Tigecyclin-Behandlungkomplizierte Appendizitis (50,3 %) gefolgt von anderen Diagnosen, weniger oft berichtet wurde überkomplizierte Cholezystitis (9,6 %), intestinale Perforation (9,6 %) intraabdominellen Abszess (8,7 %),

Magen- oder Duodenalperforation (8,3 %), Peritonitis (6,2 %) und komplizierte Divertikulitis (6,0 %).

Von diesen Patienten hatten 77,8 % eine chirurgisch diagnostizierte Peritonitis. Es gab eine begrenzte

Anzahl an Patienten mit schwerwiegenden Krankheiten, wie z. B. Patienten mit einer geschwächten

Immunabwehr, Patienten mit einem APACHE-II-Score > 15 (3,3 %) oder mit klinisch sichtbarenmultiplen abdominellen Abszessen (11,4 %). Es liegt wenig Erfahrung bei Patienten mit gleichzeitiger

Bakteriämie (5,6 %) vor. Daher ist bei der Behandlung dieser Patientengruppen besondere Vorsichtangebracht.

Bei der Anwendung von Tigecyclin bei schwerstkranken Patienten mit cIAI infolge einer klinischsichtbaren intestinalen Perforation oder bei Patienten mit beginnender Sepsis oder septischem Schock(siehe Abschnitt 4.8) sollte die Anwendung einer Kombinationstherapie mit anderen Antibiotika in

Erwägung gezogen werden.

Die Auswirkung einer Cholestase auf die Pharmakokinetik von Tigecyclin wurde nicht ausreichenduntersucht. Die biliäre Ausscheidung macht ungefähr 50 % der gesamten Tigecyclin-Ausscheidungaus. Daher sollten Patienten mit Cholestase engmaschig überwacht werden.

Im Zusammenhang mit nahezu allen Antibiotika ist über pseudomembranöse Kolitis berichtet worden,deren Schweregrad von leicht bis lebensbedrohlich reichen kann. Deshalb ist es wichtig, diese

Diagnose in Betracht zu ziehen, wenn bei Patienten während oder nach Anwendung von Antibiotika

Durchfälle auftreten (siehe Abschnitt 4.8).

Die Anwendung von Tigecyclin kann zu Verschiebungen der physiologischen Flora zugunsten vonnicht empfindlichen Erregern, einschließlich Pilzen, führen. Die Patienten sollten während der

Behandlung sorgfältig überwacht werden (siehe Abschnitt 4.8).

Ergebnisse von Studien mit Tigecyclin an Ratten haben eine Verfärbung der Knochen gezeigt. Beim

Menschen kann die Anwendung von Tigecyclin während des Zahnwachstums zu einer dauerhaften

Zahnverfärbung führen (siehe Abschnitt 4.8).

Kinder und Jugendliche

Es liegen nur sehr begrenzte klinische Erfahrungen zum Einsatz von Tigecyclin zur Behandlung von

Infektionen bei Kindern und Jugendlichen ab 8 Jahren vor (siehe Abschnitte 4.8 und 5.1). Daher solltedie Anwendung bei Kindern und Jugendlichen auf solche klinischen Situationen beschränkt sein, indenen keine alternativen antibakteriellen Behandlungen verfügbar sind.

Übelkeit und Erbrechen sind sehr häufige Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen (siehe

Abschnitt 4.8). Auf eine mögliche Dehydratation sollte geachtet werden. Bei Kindern und

Jugendlichen sollte Tigecyclin möglichst als 60-minütige Infusion gegeben werden.

Bauchschmerzen werden bei Kindern wie auch bei Erwachsenen häufig berichtet. Bauchschmerzenkönnen ein Anzeichen von Pankreatitis sein. Wenn sich eine Pankreatitis entwickelt, sollte die

Behandlung mit Tigecyclin abgebrochen werden.

Vor Beginn der Behandlung mit Tigecyclin und regelmäßig während der Behandlung sollten

Leberfunktionstests durchgeführt und die Gerinnungsparameter, hämatologischen Parameter sowie

Amylase und Lipase überwacht werden.

Aufgrund fehlender Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit und wegen eines möglichen

Zusammenhangs zwischen Tigecyclin und einer permanenten Zahnverfärbung sollte Tygacil bei

Kindern unter 8 Jahren nicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.8).

Angaben zu sonstigen Bestandteilen

Tygacil enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro 5 ml Lösung. Patienten unter einernatriumarmen Diät können darauf hingewiesen werden, dass dieses Arzneimittel nahezu 'natriumfrei“ist.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Interaktionsstudien wurden nur an Erwachsenen durchgeführt.

Die gleichzeitige Anwendung von Tigecyclin und Warfarin (25 mg als Einzeldosis) an gesunden

Probanden führte zu einer Abnahme der Clearance von R-Warfarin und S-Warfarin um 40 % bzw.23 % und zu einem Anstieg der AUC um 68 % bzw. 29 %. Dieser Interaktionsmechanismus wurdebislang noch nicht aufgeklärt. Vorliegende Daten lassen nicht darauf schließen, dass diese Interaktionzu signifikanten INR-Veränderungen führen kann. Dennoch sollten entsprechende

Blutgerinnungsparameter engmaschig überwacht werden, wenn Tigecyclin gleichzeitig mit

Antikoagulanzien verabreicht wird, da Tigecyclin sowohl die Prothrombinzeit (PT) als auch dieaktivierte partielle Thromboplastinzeit (aPTT) verlängern kann (siehe Abschnitt 4.4). Warfarinbeeinflusst nicht das pharmakokinetische Profil von Tigecyclin.

Tigecyclin wird nur zu einem geringen Anteil metabolisiert. Daher geht man davon aus, dass die

Clearance von Tigecyclin nicht von Wirkstoffen beeinflusst wird, die die Aktivität der CYP-450-

Isoenzyme hemmen oder induzieren. In vitro ist Tigecyclin weder ein kompetitiver noch einirreversibler Hemmer der CYP-450-Enzyme (siehe Abschnitt 5.2).

Tigecyclin zeigte bei der Anwendung an Probanden in der empfohlenen Dosis keine Auswirkungenauf die Geschwindigkeit, das Ausmaß der Resorption oder die Clearance von Digoxin (0,5 mg gefolgtvon 0,25 mg tgl.). Digoxin hatte keinen Einfluss auf das pharmakokinetische Profil von Tigecyclin.

Daher ist keine Dosisanpassung erforderlich, wenn Tigecyclin zusammen mit Digoxin gegeben wird.

Die gleichzeitige Einnahme von Antibiotika und oralen Kontrazeptiva kann die Wirksamkeit deroralen Kontrazeptiva reduzieren.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Tigecyclin und Calcineurininhibitoren, wie z. B. Tacrolimus oder

Cyclosporin, kann es zu einem Anstieg der Serum-Talspiegel der Calcineurininhibitoren kommen. Die

Serumkonzentrationen von Calcineurininhibitoren sollten demnach während der Behandlung mit

Tigecyclin überwacht werden, um Arzneimitteltoxizitäten zu vermeiden.

Eine In-vitro-Studie ergab, dass Tigecyclin ein P-gp Substrat ist. Die gleichzeitige Gabe von P-gp

Inhibitoren (z. B. Ketoconazol oder Cyclosporin) oder P-gp Induktoren (z. B. Rifampicin) kann die

Pharmakokinetik von Tigecyclin beeinflussen (siehe Abschnitt 5.2).

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine oder nur begrenzte Daten für die Verwendung von Tigecyclin bei Schwangeren vor.

Tierstudien zeigten eine Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt 5.3). Das potenzielle Risiko für den

Menschen ist nicht bekannt. Wie auch Antibiotika der Tetracyclin-Gruppe kann Tigecyclin beim Fötusin der letzten Hälfte der Schwangerschaft und bei Kindern unter 8 Jahren zu dauerhaften Zahnschäden(Verfärbung und Verlust des Zahnschmelzes) und zu einer Verzögerung der Knochenbildung führen.

Das ergibt sich aus der Anreicherung in Geweben mit hohem Calciumgehalt und der Bildung eines

Calciumchelatkomplexes (siehe Abschnitt 4.4). Tigecyclin darf nicht während der Schwangerschaftverwendet werden, es sei denn, dass eine Behandlung mit Tigecyclin aufgrund des klinischen Zustandsder Frau erforderlich ist.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Tigecyclin/ seine Metaboliten beim Menschen in die Muttermilch übergehen.

Die von Tieren zur Verfügung stehenden Daten zeigten, dass Tigecyclin/ seine Metaboliten in die

Milch übergehen (siehe Abschnitt 5.3). Ein Risiko für das Neugeborene/ Kind kann nichtausgeschlossen werden. Es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob das Stillen zuunterbrechen ist oder ob auf die Behandlung mit Tigecyclin verzichtet werden soll/ die Behandlungmit Tigecyclin zu unterbrechen ist. Dabei ist sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der

Nutzen der Therapie für die Frau zu berücksichtigen.

Fertilität

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen von Tigecyclin auf die Fertilität beim Menschendurchgeführt. Nichtklinische Studien zu Tigecyclin an Ratten ergaben keine Hinweise auf eineschädigende Wirkung in Bezug auf die Fertilität oder Fortpflanzungsfähigkeit. Bei weiblichen Rattenzeigten sich bis zum 4,7-Fachen der Tagesdosis beim Menschen (auf Basis der AUC) keinesubstanzspezifischen Auswirkungen auf die Ovarien oder den Östruszyklus (siehe Abschnitt 5.3).

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Maschinen

Es kann Schwindel auftreten, sodass die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen beeinträchtigt sein können (siehe Abschnitt 4.8).

4.8 Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

In klinischen Phase-3- und 4-Studien wurden insgesamt 2.393 cSSTI- und cIAI-Patienten mit

Tigecyclin behandelt.

Die häufigsten arzneimittelbedingten Nebenwirkungen in klinischen Studien waren passagere Übelkeit(21 %) und Erbrechen (13 %), die normalerweise zu Behandlungsbeginn auftraten (an Behandlungstag1 und 2) und deren Schweregrad im Allgemeinen leicht bis mittelschwer war.

Die Nebenwirkungen von Tigecyclin, einschließlich Berichten aus klinischen Studien und nach

Markteinführung, sind in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt.

Tabellarisches Verzeichnis der Nebenwirkungen

Systemorgan- Sehr häufig Häufig Gelegentlich Selten Nicht bekanntklasse ( 1/10) ( 1/100, ( 1/1.000, ( 1/10.000, (Häufigkeit auf< 1/10) < 1/100) < 1/1.000) Grundlage derverfügbaren

Daten nichtabschätzbar)

Infektionen und Sepsis/parasitäre septischer

Erkrankungen Schock,

Pneumonie,

Abszess,

Infektionen

Erkrankungen Verlängerte Thrombozyto Hypofibrino-des Blutes und aktivierte penie, genämie

Systemorgan- Sehr häufig Häufig Gelegentlich Selten Nicht bekanntklasse ( 1/10) ( 1/100, ( 1/1.000, ( 1/10.000, (Häufigkeit auf< 1/10) < 1/100) < 1/1.000) Grundlage derverfügbaren

Daten nichtabschätzbar)des partielle erhöhte INR-

Lymphsystems Thromboplasti Wertenzeit (aPTT), (Internationalverlängerte Normalised

Prothrombinze Ratio)it (PT)

Erkrankungen Anaphylaxie/des anaphylaktische

Immunsystems Reaktionen*(siehe

Abschnitte 4.3und 4.4)

Stoffwechsel- Hypoglykämieund ,

Ernährungsstör Hypoproteinäungen mie

Erkrankungen Schwindeldes

Nervensystems

Gefäßerkrankun Phlebitis Thrombophlegen

Erkrankungen Übelkeit, Bauchschmerz Akutedes Erbrechen, en, Dyspepsie, Pankreatitis

Gastrointestinal Diarrhoe Anorexie (siehetrakts Abschnitt 4.4)

Leber- und Erhöhte Ikterus, Leberinsuffizien

Gallenerkranku Aspartat- Leberschäde z* (siehengen Aminotransfer n, meistens Abschnitt 4.4)ase (AST) und cholestatisch

Alanin- bedingt

Aminotransferase (ALT) im

Serum,

Hyperbilirubinämie

Erkrankungen Pruritus, Schwereder Haut und Ausschlag Hautreaktionendes einschließlich

Unterhautzellge Stevens-webes Johnson-

Syndrom*

Allgemeine Wundheilungs Entzündunge

Erkrankungen störungen, n an derund Reaktionen an Injektionsstel

Beschwerden der le,am Injektionsstell Schmerzen

Systemorgan- Sehr häufig Häufig Gelegentlich Selten Nicht bekanntklasse ( 1/10) ( 1/100, ( 1/1.000, ( 1/10.000, (Häufigkeit auf< 1/10) < 1/100) < 1/1.000) Grundlage derverfügbaren

Daten nichtabschätzbar)

Verabreichungs e, an derort Kopfschmerze Injektionssteln le, Ödeme ander

Injektionsstelle, Phlebitisan der

Injektionsstelle

Untersuchungen Erhöhte

Amylase im

Serum,erhöhte Blut-

Harnstoff-

Stickstoff-

Werte (BUN)

*In Post-Marketing-Studien festgestellte unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW)

Beschreibung bestimmter Nebenwirkungen:

Nebenwirkungen von Antibiotika (Klasseneffekt)

Pseudomembranöse Kolitis, deren Schweregrad von leicht bis lebensbedrohlich reichen kann (siehe

Abschnitt 4.4)

Verschiebungen der physiologischen Flora zugunsten von nicht empfindlichen Erregern,einschließlich Pilzen (siehe Abschnitt 4.4)

Nebenwirkungen von Tetracyclinen (Klasseneffekt)

Antibiotika der Glycylcyclin-Gruppe ähneln strukturell der Tetracyclin-Gruppe. Nebenwirkungen der

Tetracyclin-Gruppe können Photosensitivität, Pseudotumor cerebri, Pankreatitis und eineantianabolische Wirkung mit erhöhten BUN-Werten, Azotämie, Azidose und Hyperphosphatämieumfassen (siehe Abschnitt 4.4).

Die Anwendung von Tigecyclin während des Zahnwachstums kann zu einer dauerhaften

Zahnverfärbung führen (siehe Abschnitt 4.4).

In klinischen Phase-3- und 4-Studien zu cSSTI und cIAI wurden infektionsbedingte schwere

Nebenwirkungen bei den mit Tigecyclin behandelten Patienten (7,1 %) häufiger berichtet als unter den

Vergleichssubstanzen (5,3 %). Bei Sepsis/ septischem Schock wurden signifikante Unterschiedezwischen Tigecyclin (2,2 %) und den Vergleichssubstanzen (1,1 %) beobachtet.

Veränderungen von AST und ALT wurden bei den mit Tigecyclin behandelten Patienten häufiger inder Phase nach Therapieende beobachtet als bei den mit den Vergleichssubstanzen behandelten

Patienten, bei denen dies häufiger während der aktiven Therapiephase auftrat.

In allen cSSTI - und cIAI-Studien der Phasen 3 und 4 kam es bei 2,4 % (54/2.216) der Tigecyclin-

Patienten und bei 1,7 % (37/2.206) der Patienten unter den aktiven Vergleichssubstanzen zu

Todesfällen.

Kinder und Jugendliche

Aus 2 Pharmakokinetikstudien liegen nur sehr begrenzte Daten vor (siehe Abschnitt 5.2). In diesen

Studien wurden keine neuen oder unerwarteten Sicherheitsbedenken zu Tigecyclin beobachtet.

In einer offenen Pharmakokinetikstudie mit ansteigender Einfachdosierung wurde die Sicherheit von

Tigecyclin bei 25 Kindern im Alter von 8 bis 16 Jahren, die sich kurz vorher von einer Infektion erholthatten, untersucht. Das Nebenwirkungsprofil von Tigecyclin entsprach bei diesen 25 Probandengrundsätzlich dem bei Erwachsenen.

Die Sicherheit von Tigecyclin wurde auch in einer offenen Pharmakokinetikstudie mit ansteigender

Mehrfachdosierung bei 58 Kindern im Alter von 8 bis 11 Jahren mit cSSTI (n = 15), cIAI (n = 24)oder ambulant erworbener Pneumonie (n = 19) untersucht. Das Nebenwirkungsprofil von Tigecyclinentsprach bei diesen 58 Probanden grundsätzlich dem bei Erwachsenen, mit Ausnahme von Übelkeit(48,3 %), Erbrechen (46,6 %) und erhöhter Lipase im Serum (6,9 %), die bei Kindern häufigerauftraten als bei Erwachsenen.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Es liegen keine spezifischen Informationen zur Behandlung einer Überdosierung vor. Die intravenöse

Verabreichung von Tigecyclin in einer 300-mg-Einzeldosis über einen Zeitraum von 60 Minutenführte bei gesunden Probanden zu vermehrtem Auftreten von Übelkeit und Erbrechen. Tigecyclin wirddurch Hämodialyse nicht in signifikanten Mengen eliminiert.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Systemische Antibiotika, Tetracycline

ATC-Code: J01AA12

Wirkmechanismus

Tigecyclin, ein Glycylcyclin-Antibiotikum, hemmt die Translation bei der bakteriellen

Proteinsynthese, indem es an die 30S-Untereinheit der Ribosomen bindet und die Anlagerung der

Aminoacyl-tRNA-Moleküle an die ribosomale Akzeptorstelle (A-Site) verhindert.

Dadurch wird der Einbau von Aminosäureresten in wachsende Peptidketten verhindert.

Im Allgemeinen besitzt Tigecyclin eine bakteriostatische Wirkung. Bei Enterococcus spp.,

Staphylococcus aureus und Escherichia coli wurde bei einer Tigecyclin-Konzentration, die dem4-Fachen der minimalen Hemmkonzentration (MHK) entspricht, eine Reduktion der Keimzahl um2 Zehnerpotenzen beobachtet.

Resistenzmechanismus

Tigecyclin ist in der Lage, die beiden wichtigsten Mechanismen einer Tetracyclin-Resistenz zuüberwinden: den ribosomalen Schutz und Efflux. Es wurde eine Kreuzresistenz zwischen Tigecyclin-und Minocyclin-resistenten Isolaten unter den Enterobacterales aufgrund der Multidrug-

Resistenz (MDR)-Efflux-Pumpen beobachtet. Es existiert keine auf dem Angriffspunkt der Antibiotikaberuhende Kreuzresistenz zwischen Tigecyclin und den meisten anderen Antibiotikaklassen.

Tigecyclin ist empfindlich gegen chromosomale Multidrug-Efflux-Pumpen von Proteeae und

Pseudomonas aeruginosa. Erreger der Proteeae-Gruppe (Proteus spp., Providencia spp. und

Morganella spp.) sind im Allgemeinen weniger empfindlich gegenüber Tigecyclin als andere Speziesder Enterobacterales. Ursache der verminderten Empfindlichkeit bei diesen Stämmen war eine

Überexpression der unspezifischen AcrAB-Multidrug-Efflux-Pumpe. Ursache der verminderten

Empfindlichkeit bei Acinetobacter baumannii war eine Überexpression der AdeABC-Efflux-Pumpe.

Antibakterielle Aktivität in Kombination mit anderen antibakteriellen Wirkstoffen

In In-vitro-Studien wurde selten ein Antagonismus zwischen Tigecyclin und anderen häufigeingesetzten Antibiotikagruppen beobachtet.

Grenzwerte (Breakpoints)

Die von EUCAST (European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing) festgelegten

Grenzwerte für die minimale Hemmkonzentration (MHK) sind wie folgt:

EUCAST-Grenzwerte

Erreger Grenzwert für die minimale Hemmkonzentration (MHK, mg/l)≤ S (sensibel) > R (resistent)

Enterobacterales:  0,5  0,5

Escherichia coli und

Citrobacter koseri: (†)

Staphylococcus spp.  0,5  0,5

Enterococcus spp.  0,25  0,25

Streptococcus-Gruppen A,  0,125  0,125

B, C und G(†) Für andere Enterobacterales variiert die Aktivität von Tigecyclin von unzureichend bei Proteusspp., Morganella morganii und Providencia spp. bis variabel bei anderen Spezies.

Bei Anaerobiern wurde die klinische Wirksamkeit bei polymikrobiellen intraabdominellen Infektionennachgewiesen. Jedoch bestand dabei kein Zusammenhang zwischen MHK-Werten, PK-/ PD-Datensowie dem klinischen Ergebnis. Aus diesem Grund wird für Anaerobier kein Grenzwert für die

Kategorie 'empfindlich“ angegeben. Die MHK-Verteilungen für Spezies der Gattungen Bacteroidesund Clostridium sind breit gestreut und können Werte von mehr als 2 mg/l Tigecyclin miteinschließen.

Es liegen nur begrenzte Hinweise zur klinischen Wirksamkeit von Tigecyclin gegen Enterokokkenvor. Jedoch konnte die klinische Wirksamkeit von Tigecyclin in klinischen Studien beipolymikrobiellen intraabdominellen Infektionen gezeigt werden.

Empfindlichkeit

Die Prävalenz der erworbenen Resistenz einzelner Spezies kann örtlich und im Verlauf der Zeitvariieren. Deshalb sind - insbesondere für die Behandlung schwerer Infektionen - lokale

Informationen über die Resistenzsituation erforderlich. Im Bedarfsfall sollte ein Experte zu Rategezogen werden, wenn die örtliche Resistenzsituation derart ist, dass der Nutzen des Wirkstoffs beieinigen Infektionen fraglich ist.

Erreger
Üblicherweise empfindliche Spezies
Aerobe grampositive Mikroorganismen

Enterococcus spp. †

Staphylococcus aureus*

Staphylococcus epidermidis

Staphylococcus haemolyticus

Streptococcus agalactiae*

Streptokokken der Anginosus-Gruppe* (einschließlich S. anginosus, S. intermedius und

S. constellatus)

Streptococcus pyogenes*

Streptokokken der Viridans-Gruppe

Aerobe gramnegative Mikroorganismen

Citrobacter freundii*

Citrobacter koseri

Escherichia coli*

Anaerobe Mikroorganismen

Clostridium perfringens†

Peptostreptococcus spp. †

Prevotella spp.

Spezies, bei denen erworbene Resistenzen ein Problem bei der Anwendung darstellen können
Aerobe gramnegative Mikroorganismen

Acinetobacter baumannii

Burkholderia cepacia

Enterobacter cloacae*

Klebsiella aerogenes

Klebsiella oxytoca*

Klebsiella pneumoniae*

Stenotrophomonas maltophilia

Anaerobe Mikroorganismen

Bacteroides-fragilis-Gruppe †

Von Natur aus resistente Spezies
Aerobe gramnegative Mikroorganismen

Morganella morganii

Proteus spp.

Providencia spp.

Serratia marcescens

Pseudomonas aeruginosa

* Erreger, gegenüber denen die Aktivität ausreichend in klinischen Studien aufgezeigt worden ist.† siehe oben aufgeführten Abschnitt 5.1 'Breakpoints“.

Kardiale Elektrophysiologie

In einer randomisierten, placebo- und aktiv-kontrollierten, vierarmigen Crossover-'Thorough“-QTc-

Studie an 46 gesunden Probanden wurde kein signifikanter Effekt einer intravenösen Einzeldosis von

Tigecyclin 50 mg oder 200 mg auf das QTc-Intervall beobachtet.

Kinder und Jugendliche

In einer offenen Studie mit ansteigender Mehrfachdosierung wurde 39 Kindern mit cIAI oder cSSTIim Alter von 8 bis 11 Jahren Tigecyclin (0,75, 1 oder 1,25 mg/kg) verabreicht. Alle Patienten erhielten

Tigecyclin i.v. für mindestens 3 aufeinanderfolgende Tage und maximal 14 aufeinanderfolgende Tage,mit der Möglichkeit, an oder nach Tag 4 auf ein orales Antibiotikum umgestellt zu werden.

Die klinische Heilung wurde 10 bis 21 Tage nach Verabreichung der letzten Dosis der Behandlungbeurteilt. In der folgenden Tabelle wurde das klinische Ansprechen in der modifizierten Intent-to-treat-

Population (mITT) zusammengefasst.

Klinische Heilung, mITT-Population0,75 mg/kg 1 mg/kg 1,25 mg/kg

Indikation n/N (%) n/N (%) n/N (%)cIAI 6/6 (100,0) 3/6 (50,0) 10/12 (83,3)cSSTI 3/4 (75,0) 5/7 (71,4) 2/4 (50,0)

Gesamt 9/10 (90,0) 8/13 (62,0 %) 12/16 (75,0)

Die oben gezeigten Daten zur Wirksamkeit sollten mit Vorsicht betrachtet werden, da in dieser Studieweitere Antibiotika als Begleitmedikation zulässig waren. Auch sollte die geringe Patientenzahlberücksichtigt werden.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Tigecyclin wird intravenös verabreicht. Daher beträgt die Bioverfügbarkeit 100 %.

Verteilung

In klinischen Studien lag die In-vitro-Plasmaproteinbindung von Tigecyclin bei den untersuchten

Konzentrationen (0,1 bis 1,0 Mikrogramm/ml) ungefähr im Bereich von 71 % bis 89 %.

Pharmakokinetikstudien an Tieren und Menschen haben gezeigt, dass Tigecyclin sich gut in den

Geweben verteilt.

Bei Ratten, die Einzel- oder Mehrfachdosen von 14C-Tigecyclin erhielten, war die Radioaktivität inden meisten Geweben gut verteilt, wobei die höchste Gesamtexposition in Knochenmark,

Speicheldrüsen, Schilddrüse, Milz und Niere beobachtet wurde. Beim Menschen lag das Steady-State-

Verteilungsvolumen von Tigecyclin bei durchschnittlich 500 bis 700 l (7 bis 9 l/kg). Dies zeigt, dass

Tigecyclin in großem Maße über das Plasmavolumen hinaus verteilt wird und sich in den Gewebenanreichert.

Es liegen keine Daten dazu vor, ob Tigecyclin die Blut-Hirn-Schranke beim Menschen passiert.

In klinischen Studien zur Pharmakologie mit einem Dosierungsschema von 100 mg gefolgt von 50 mgalle 12 Stunden betrug die Maximalkonzentration Cmax im Steady State von Tigecyclin im Serum866 ± 233 ng/ml für 30-minütige und 634 ± 97 ng/ml für 60-minütige Infusionen. Die AUC0-12 h betrug2.349 ± 850 ng x h/ml im Steady State.

Biotransformation

Im Durchschnitt werden weniger als 20 % Tigecyclin metabolisiert. Nach der Verabreichung von14C-Tigecyclin an gesunde männliche Probanden wurde hauptsächlich Tigecyclin als 14C-markierte

Substanz in Urin und Fäzes gefunden. Ebenso wurden auch ein Glucuronid, ein N-Acetyl-Metabolitund ein Tigecyclin-Epimer gefunden.

In-vitro-Studien an Lebermikrosomen des Menschen zeigen, dass Tigecyclin kein kompetitiver

Hemmstoff des Arzneimittelmetabolismus der 6 Cytochrom-P (CYP)-450-Isoenzyme 1A2, 2C8, 2C9,2C19, 2D6 und 3A4 ist. Weiterhin zeigte Tigecyclin keine NADPH-abhängige Hemmung von

CYP2C9, CYP2C19, CYP2D6 und CYP3A, unter Annahme der Abwesenheit der Mechanismus-gestützten Inhibition der CYP Enzyme.

Elimination

Der Nachweis der gesamten Radioaktivität in Fäzes und Urin nach Verabreichung von 14C-Tigecyclinweist darauf hin, dass 59 % der Dosis über die Galle und die Fäzes und 33 % mit dem Urinausgeschieden werden. Insgesamt betrachtet ist der primäre Ausscheidungsweg für Tigecyclin diebiliäre Ausscheidung von unverändertem Tigecyclin. Glucuronidierung und renale Ausscheidung vonunverändertem Tigecyclin stellen sekundäre Ausscheidungswege dar.

Nach intravenöser Infusion beträgt die Gesamtclearance von Tigecyclin 24 l/h. Die renale Clearanceliegt bei ungefähr 13 % der Gesamtclearance. Nach Mehrfachgabe zeigt Tigecyclin einepolyexponentielle Ausscheidung aus dem Serum mit einer durchschnittlichen terminalen

Eliminationshalbwertszeit von 42 Stunden, wobei große interindividuelle Unterschiede bestehen.

In-vitro-Studien mit Caco-2 Zellen zeigen, dass Tigecyclin den Digoxindurchfluss nicht hemmt. Diesdeutet darauf hin, dass Tigecyclin kein P-glycoprotein (P-gp) Inhibitor ist. Diese in vitro gewonnene

Information passt zu dem fehlenden Einfluss von Tigecyclin auf die Clearance von Digoxin, der in deroben beschriebenen In-vivo-Studie zur Arzneimittelinteraktion beobachtet wird (siehe Abschnitt 4.5).

Eine In-vitro-Studie mit einer Zelllinie, die P-gp überexprimiert, ergab, dass Tigecyclin ein Substratvon P-gp ist. Der mögliche Beitrag des P-gp-vermittelten Transports zur In-vivo-Disposition von

Tigecyclin ist nicht bekannt. Die gleichzeitige Gabe von P-gp Inhibitoren (z. B. Ketoconazol oder

Cyclosporin) oder P-gp Induktoren (z. B. Rifampicin) kann die Pharmakokinetik von Tigecyclinbeeinflussen.

Spezielle Patientengruppen
Leberfunktionsstörungen

Bei Patienten mit einer leichten Leberfunktionsstörung änderte sich die Pharmakokinetik von

Tigecyclin nach Einzeldosis nicht. Bei Patienten mit einer mittelschweren oder schweren

Leberfunktionsstörung (Child-Pugh B und C) waren jedoch die systemische Clearance von Tigecyclinum 25 % bzw. 55 % und die Halbwertszeit von Tigecyclin um 23 % bzw. 43 % verlängert (siehe

Abschnitt 4.2).

Nierenfunktionsstörungen

Bei Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min, n = 6) ist die

Pharmakokinetik nach Einmalgabe unverändert. Bei schwerer Nierenfunktionsstörung war die AUC30 % höher als bei Probanden mit normaler Nierenfunktion (siehe Abschnitt 4.2).

Ältere Patienten

Es wurden keine grundsätzlichen Unterschiede in der Pharmakokinetik zwischen gesunden älteren undjüngeren Probanden beobachtet (siehe Abschnitt 4.2).

Kinder und Jugendliche

Die Pharmakokinetik von Tigecyclin wurde in zwei Studien untersucht. In die erste Studie wurden

Kinder im Alter von 8 bis 16 Jahre aufgenommen (n = 24), die intravenös über 30 Minuten eine

Einzeldosis von Tigecyclin erhielten (0,5, 1 oder 2 mg/kg bis zu einer Maximaldosis von 50 mg,100 mg bzw. 150 mg). Die zweite Studie wurde bei Kindern im Alter von 8 bis 11 Jahren durchgeführt(n = 42), die alle 12 Stunden intravenös über 30 Minuten mehrmals Tigecyclin erhielten (0,75, 1 oder1,25 mg/kg bis zu einer Maximaldosis von 50 mg). In diesen Studien wurde keine Initialdosisverabreicht. Die Pharmakokinetik-Parameter sind in der nachfolgenden Tabelle zusammengefasst.

Dosis standardisiert auf 1 mg/kg

Mittelwert und Standardabweichung der Cmax und AUC von Tigecyclin bei Kindern

Alter (Jahre) Anzahl Cmax (ng/ml) AUC (ng x h/ml)*

Einmalgabe8 bis 11 8 3.881 ± 6.637 4.034 ± 2.87412 bis 16 16 8.508 ± 11.433 7.026 ± 4.088

Mehrfachgabe8 bis 11 42 1.911 ± 3.032 2.404 ± 1.000

* Bei Einmalgabe: AUC0-∞/Bei Mehrfachgabe: AUC0-12h

Bei Erwachsenen liegt der Zielwert für die AUC0-12h bei der empfohlenen Dosierung aus einer

Initialdosis von 100 mg gefolgt von 50 mg alle 12 Stunden bei ca. 2.500 ng x h/ml.

Durch die populationspharmakokinetische Analyse beider Studien wurde das Körpergewicht als

Kovariate der Tigecyclin-Clearance bei Kindern ab 8 Jahren identifiziert. Ein Dosierungsschema von1,2 mg/kg Tigecyclin alle 12 Stunden (bis zu einer Maximaldosis von 50 mg alle 12 Stunden) für

Kinder von 8 bis < 12 Jahren und von 50 mg alle 12 Stunden für Jugendliche von 12 bis < 18 Jahrenwürde wahrscheinlich zu Expositionen führen, die vergleichbar sind mit denen von Erwachsenen,welche mit dem zugelassenen Dosierungsschema behandelt werden.

Bei mehreren Kindern in dieser Studie wurden Cmax-Werte beobachtet, die höher als bei erwachsenen

Patienten lagen. Daher sollte bei Kindern und Jugendlichen sorgfältig auf die Tigecyclin-Infusionsrategeachtet werden.

Geschlecht

Es bestanden keine klinisch relevanten Unterschiede bei der Clearance von Tigecyclin zwischen

Männern und Frauen. Schätzungsweise liegt die AUC bei Frauen um 20 % höher als bei Männern.

Ethnische Gruppe

Es wurden keine Unterschiede bei der Clearance von Tigecyclin bei unterschiedlichen ethnischen

Gruppen beobachtet.

Körpergewicht

Die Clearance, gewichtskontrollierte Clearance und AUC waren bei Patienten mit einemunterschiedlichen Körpergewicht nicht nennenswert unterschiedlich, einschließlich solcher mit einem

Gewicht von  125 kg. Die AUC war um 24 % geringer bei Patienten mit einem Gewicht von 125 kg. Es liegen keine Daten für Patienten mit einem Gewicht von über 140 kg vor.

5.3 Präklinische Sicherheitsdaten

In Toxizitätsstudien nach wiederholter Gabe an Ratten und Hunden wurde eine lymphoide Depletion/

Atrophie der Lymphknoten, der Milz und des Thymus und eine Abnahme der Zahl der Erythrozyten,

Retikulozyten, Leukozyten und Thrombozyten im Zusammenhang mit einer

Knochenmarkshypozellularität beobachtet. Weiterhin wurden renale und gastrointestinale

Nebenwirkungen bei der 8-fachen bzw. 10-fachen humantherapeutischen Tigecyclin-Tagesdosis,basierend auf der AUC bei Ratten und Hunden, beobachtet. Diese Veränderungen erwiesen sich nacheiner 2-wöchigen Gabe als reversibel.

Bei Ratten wurde eine Verfärbung der Knochen beobachtet. Diese war nach 2-wöchiger

Applikationsdauer nicht reversibel.

Ergebnisse aus Tierstudien zeigen, dass Tigecyclin plazentagängig und im fetalen Gewebenachweisbar ist. In Untersuchungen zur Reproduktionstoxizität wurde ein vermindertes Körpergewichtder Feten bei Ratten und Kaninchen (zusammen mit einer Verzögerung der Knochenbildung)beobachtet. Tigecyclin erwies sich bei Ratten und Kaninchen als nicht teratogen. Bis zum 4,7-Fachender Tagesdosis beim Menschen (auf Basis der AUC) beeinträchtigte Tigecyclin das Paarungsverhaltenoder die Fruchtbarkeit von Ratten nicht. Bei weiblichen Ratten zeigten sich bis zum 4,7-Fachen der

Tagesdosis beim Menschen (auf Basis der AUC) keine substanzspezifischen Auswirkungen auf die

Ovarien oder den Östruszyklus.

Aus Ergebnissen von Tierstudien mit 14C-markiertem Tigecyclin geht hervor, dass Tigecyclin leicht indie Muttermilch ausgeschieden wird. Wegen der nur geringfügigen oralen Bioverfügbarkeit von

Tigecyclin kommt es in diesem Fall nur zu einer geringen systemischen Tigecyclin-Exposition dergesäugten Nachkommen.

Es wurden keine Langzeitstudien an Tieren zur Bewertung des kanzerogenen Potenzials von

Tigecyclin durchgeführt. Hingegen fielen Kurzzeitstudien zur Genotoxizität negativ aus.

Die Verabreichung von Tigecyclin als intravenöse Bolusinjektion wurde in Tierstudien mit einer

Histaminreaktion in Zusammenhang gebracht. Diese Wirkung wurde bei Ratten und Hunden bei

Exposition mit dem 14- bzw. 3-Fachen der Tagesdosis für Menschen, gemessen an der AUC,beobachtet.

Bei Ratten wurde nach Gabe von Tigecyclin kein Anzeichen für Photosensitivität beobachtet.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Lactose-Monohydrat

Salzsäure

Natriumhydroxid (zur pH-Wert Einstellung)

6.2 Inkompatibilitäten

Die folgenden Wirkstoffe sollten nicht gleichzeitig über dasselbe Infusionsbesteck wie Tigecyclinverabreicht werden: Amphotericin B, Amphotericin-B-Lipid-Komplex, Diazepam, Esomeprazol,

Omeprazol sowie intravenöse Lösungen, die zu einem Anstieg des pH-Werts auf über 7 führenkönnten.

Dieses Arzneimittel darf nicht mit anderen als den in Abschnitt 6.6 genannten Arzneimitteln vermischtwerden.

6.3 Haltbarkeit

2 Jahre

Nach der Rekonstitution und Verdünnung im Beutel oder in einem anderen geeigneten

Infusionsbehältnis (z. B. Glasflasche) sollte Tigecyclin sofort angewendet werden.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Unter 25 °C lagern.

Aufbewahrungsbedingungen nach Rekonstitution des Arzneimittels siehe Abschnitt 6.3.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

5-ml-Klarglas-Durchstechflasche (Typ 1) mit grauem Butylgummistopfen und versiegelt mit einer

Aluminiumverschlusskappe mit Aufreißlasche. Tygacil wird in einer Packung mit10 Durchstechflaschen geliefert.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Handhabung

Das Pulver sollte mit 5,3 ml einer 9 mg/ml (0,9 %) Natriumchlorid-Injektionslösung, 50 mg/ml (5%)

Dextrose-Injektionslösung oder Ringer-Lactat-Injektionslösung rekonstituiert werden, um eine

Konzentration von 10 mg Tigecyclin/ml zu erhalten. Die Durchstechflasche sollte leicht mitkreisenden Bewegungen geschwenkt werden, bis sich das Arzneimittel aufgelöst hat. Anschließendsollten 5 ml der rekonstituierten Lösung sofort aus der Durchstechflasche entnommen und in einen100-ml-Beutel zur i.v.-Infusion oder ein anderes geeignetes Infusionsbehältnis (wie z. B. Glasflasche)gegeben werden.

Für eine Dosis von 100 mg sind 2 Flaschen in einem 100-ml-Infusionsbeutel oder in einem anderengeeigneten Infusionsbehältnis (wie z. B. Glasflasche) zu rekonstituieren. Hinweis: Die

Durchstechflasche enthält einen Zuschlag von 6 %, d. h. 5 ml der hergestellten Lösung entsprechen50 mg des Wirkstoffs. Die rekonstituierte Lösung sollte eine gelbe bis orange Farbe haben, andernfallsist die Lösung zu verwerfen. Parenterale Produkte sollten vor der Verabreichung einer Sichtkontrolleauf Partikel und Verfärbungen (beispielsweise grün oder schwarz) unterzogen werden.

Tigecyclin sollte intravenös über einen Katheter oder ein Infusionsbesteck verabreicht werden. Wennderselbe Infusionsschlauch nacheinander für die Infusion verschiedener Wirkstoffe verwendet wird,sollte der Schlauch vor und nach der Infusion von Tigecyclin entweder mit 9 mg/ml (0,9 %)

Natriumchlorid-Injektionslösung oder 50 mg/ml (5 %) Dextrose-Injektionslösung gespült werden. Die

Injektion sollte mit einer Infusionslösung erfolgen, die mit Tigecyclin und jedem anderen zuverabreichenden Arzneimittel kompatibel ist (siehe Abschnitt 6.2).

Dieses Arzneimittel ist ausschließlich zur einmaligen Anwendung bestimmt. Nicht verwendetes

Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

Kompatible intravenöse Lösungen sind z. B. 9 mg/ml (0,9 %) Natriumchlorid-Injektionslösung,50 mg/ml (5 %) Dextrose-Injektionslösung und Ringer-Lactat-Injektionslösung.

Bei der Verabreichung über ein Infusionsbesteck ist Tigecyclin verdünnt in einer Natriumchlorid-

Injektionslösung (0,9 %) mit den folgenden Arzneimitteln bzw. Verdünnungsmitteln kompatibel:

Amikacin, Dobutamin, Dopaminhydrochlorid, Gentamicin, Haloperidol, Ringer-Lactat-Lösung,

Lidocainhydrochlorid, Metoclopramid, Morphin, Norepinephrin, Piperacillin/ Tazobactam (EDTA-

Formulierung), Kaliumchlorid, Propofol, Ranitidinhydrochlorid, Theophyllin und Tobramycin.

7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS

Pfizer Europe MA EEIG

Boulevard de la Plaine 171050 Brüssel

Belgien

8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)

EU/1/06/336/001

9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 24. April 2006

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 22. Februar 2016

10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.