Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels TREVICTA 525mg retard-injektionssuspension
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
TREVICTA 175 mg Depot-Injektionssuspension
TREVICTA 263 mg Depot-Injektionssuspension
TREVICTA 350 mg Depot-Injektionssuspension
TREVICTA 525 mg Depot-Injektionssuspension
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
175 mg Depot-Injektionssuspension
Jede Fertigspritze enthält 273 mg Paliperidonpalmitat in 0,88 ml entsprechend 175 mg Paliperidon.
263 mg Depot-Injektionssuspension
Jede Fertigspritze enthält 410 mg Paliperidonpalmitat in 1,32 ml entsprechend 263 mg Paliperidon.
350 mg Depot-Injektionssuspension
Jede Fertigspritze enthält 546 mg Paliperidonpalmitat in 1,75 ml entsprechend 350 mg Paliperidon.
525 mg Depot-Injektionssuspension
Jede Fertigspritze enthält 819 mg Paliperidonpalmitat in 2,63 ml entsprechend 525 mg Paliperidon.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Depot-Injektionssuspension.
Die Suspension ist weiß bis gebrochen weiß. Die Suspension hat einen neutralen pH-Wert (ca. 7,0).
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
TREVICTA, eine 3-Monats-Injektion, wird zur Erhaltungstherapie der Schizophrenie bei
Erwachsenen angewendet, die klinisch stabil auf die 1-Monats-Injektion Paliperidonpalmitateingestellt sind (siehe Abschnitt 5.1).
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
DosierungPatienten, die stabil auf die 1-Monats-Injektion Paliperidonpalmitat eingestellt sind (vorzugsweise seitvier Monaten oder länger) und keine Dosisanpassung mehr benötigen, können auf die 3-Monats-
Injektion Paliperidonpalmitat umgestellt werden.
Mit TREVICTA soll anstelle der nächsten vorgesehenen Dosis der 1-Monats-Injektion
Paliperidonpalmitat (± 7 Tage) begonnen werden. Die TREVICTA-Dosis soll auf der vorherigen
Dosis der 1-Monats-Injektion Paliperidonpalmitat basieren, wobei die 3,5-fach höhere Dosisangewendet werden soll, wie folgender Tabelle zu entnehmen:
TREVICTA-Dosen für Patienten, die stabil auf die 1-Monats-Injektion Paliperidonpalmitateingestellt sind
Letzte Dosis der 1-Monats-Injektion Einstellung auf TREVICTA mit folgender
Paliperidonpalmitat Dosis50 mg 175 mg75 mg 263 mg100 mg 350 mg150 mg 525 mg
Es gibt für die 25-mg-Dosis der 1-Monats-Injektion Paliperidonpalmitat keine entsprechende
TREVICTA-Dosis, da dazu keine Daten vorliegen.
Nach der ersten TREVICTA-Dosis soll TREVICTA einmal alle 3 Monate (± 2 Wochen, siehe
Abschnitt Ausgelassene Dosen) als intramuskuläre Injektion angewendet werden.
Falls erforderlich, kann innerhalb des Bereichs von 175 mg bis 525 mg alle 3 Monate eine schrittweise
Dosisanpassung vorgenommen werden, basierend auf der individuellen Verträglichkeit und/oder
Wirksamkeit beim Patienten. Aufgrund der langen Wirkdauer von TREVICTA kann das Ansprechenauf eine geänderte Dosis erst nach einigen Monaten klinisch erkennbar sein (siehe Abschnitt 5.2).
Wenn der Patient symptomatisch bleibt, soll er gemäß klinischer Praxis behandelt werden.
Umstellung von anderen Antipsychotika
Die Patienten sollen nicht direkt von anderen Antipsychotika umgestellt werden, weil die 3-Monats-
Injektion Paliperidonpalmitat nur bei Patienten angewendet werden darf, die stabil auf die 1-Monats-
Injektion Paliperidonpalmitat eingestellt sind.
Umstellung von TREVICTA auf andere Antipsychotika
Nach dem Absetzen von TREVICTA ist die verzögerte Wirkstofffreisetzung zu berücksichtigen.
Umstellung von TREVICTA auf die 1-Monats-Injektion Paliperidonpalmitat
Bei der Umstellung von TREVICTA auf die 1-Monats-Injektion Paliperidonpalmitat ist die 1-Monats-
Injektion Paliperidonpalmitat zum Zeitpunkt der nächsten geplanten TREVICTA-Dosis in einer3,5-fach geringeren Dosis, wie in der folgenden Tabelle aufgeführt, anzuwenden. Die in der
Produktinformation der 1-Monats-Injektion Paliperidonpalmitat beschriebene Initialdosis ist nichterforderlich. Die 1-Monats-Injektion Paliperidonpalmitat ist dann entsprechend der
Produktinformation in monatlichen Abständen anzuwenden.
Dosen der 1-Monats-Injektion Paliperidonpalmitat für die Umstellung von Patienten von
TREVICTA
Letzte Dosis von TREVICTA Anfangsdosis der 1-Monats-Injektion
Paliperidonpalmitat 3 Monate später175 mg 50 mg263 mg 75 mg350 mg 100 mg525 mg 150 mg
Umstellung von TREVICTA auf täglich einzunehmende Paliperidon-Retardtabletten
Bei der Umstellung von TREVICTA auf Paliperidon-Retardtabletten ist mit der Einnahme der
Paliperidon-Retardtabletten 3 Monate nach der letzten TREVICTA-Dosis zu beginnen und die
Behandlung mit Paliperidon-Retardtabletten wie in der folgenden Tabelle aufgeführt fortzusetzen. Diefolgende Tabelle zeigt empfohlene Umstellungsregime, damit Patienten, die zuvor stabil aufverschiedene TREVICTA-Dosen eingestellt waren, mit Paliperidon-Retardtabletten eine vergleichbare
Paliperidon-Exposition erreichen.
Dosen der Paliperidon-Retardtabletten für die Umstellung von Patienten von TREVICTA*
Woche nach der letzten TREVICTA-Dosis
Woche 12 bis Woche 19 bis Ab Woche 25 und
Letzte TREVICTA-einschließlich einschließlich darüber hinaus
Dosis (Woche 0)
Woche 18 Woche 24
Tägliche Dosis Paliperidon-Retardtabletten175 mg 3 mg 3 mg 3 mg263 mg 3 mg 3 mg 6 mg350 mg 3 mg 6 mg 9 mg525 mg 6 mg 9 mg 12 mg
* Alle Dosen der einmal täglichen Paliperidon-Retardtabletten sollen individuell auf jeden Patienten abgestimmtwerden, unter Berücksichtigung von Variablen wie Umstellungsgrund, Ansprechen auf die bisherige Paliperidon-
Behandlung, Schwere der psychotischen Symptome und/oder Nebenwirkungsneigung.
Ausgelassene DosenDosierungsfenster
TREVICTA soll einmal alle 3 Monate injiziert werden. Um ein Auslassen von Dosen zu vermeiden,kann dem Patienten die Injektion bis zu 2 Wochen vor oder nach dem 3-Monatszeitpunkt verabreichtwerden.
Ausgelassene DosenWenn durch das Auslassen der geplanten Maßnahme
Dosis seit der letzten Injektion folgende Zeitvergangen ist> 3½ Monate bis zu 4 Monate Die Injektion soll schnellstmöglich verabreichtund danach das 3-monatige Injektionsschemaaufgenommen werden.
4 Monate bis 9 Monate Das in der folgenden Tabelle empfohlene
Regime zur Wiederaufnahme der Therapie istanzuwenden.
> 9 Monate Die Behandlung ist mit der 1-Monats-Injektion
Paliperidonpalmitat wie in der
Produktinformation beschrieben wiederaufzunehmen. Die TREVICTA-Behandlungkann wieder aufgenommen werden, wenn der
Patient vorzugsweise für vier Monate oderlänger stabil auf die 1-Monats-Injektion
Paliperidonpalmitat eingestellt ist.
Empfohlenes Regime zur Wiederaufnahme der Therapie nach einem 4- bis 9-monatigen
Auslassen von TREVICTA
Anwendung von zwei Dosen der 1-Monats- Danach Anwendung
Bei der letzten Injektion Paliperidonpalmitat im Abstand von TREVICTA (in
TREVICTA-Dosis von einer Woche (in den Deltamuskel) den Deltaa- odervon Glutealmuskel)
Tag 1 Tag 8 1 Monat nach Tag 8175 mg 50 mg 50 mg 175 mg263 mg 75 mg 75 mg 263 mg350 mg 100 mg 100 mg 350 mg525 mg 100 mg 100 mg 525 mga Siehe auch Die folgenden Informationen sind für Ärzte oder medizinisches Fachpersonal bestimmt (am Ende der
Packungsbeilage) für die Auswahl der Kanüle für die deltoidale Injektion basierend auf dem Körpergewicht.
Besondere PatientengruppenÄltere PatientenDie Sicherheit und Wirksamkeit bei älteren Patienten > 65 Jahren ist nicht erwiesen.
Die empfohlene TREVICTA-Dosierung für ältere Patienten mit normaler Nierenfunktion entsprichtim Allgemeinen der Dosierung für jüngere erwachsene Patienten mit normaler Nierenfunktion. Da beiälteren Patienten eine eingeschränkte Nierenfunktion vorliegen kann, siehe Einschränkung der
Nierenfunktion für Dosierungsempfehlungen bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion.
Einschränkung der NierenfunktionTREVICTA wurde bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion nicht untersucht (siehe
Abschnitt 5.2). Bei Patienten mit leicht eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance ≥ 50 bis< 80 ml/min) sollte die Dosis angepasst und der Patient mit der 1-Monats-Injektion
Paliperidonpalmitat stabilisiert und dann auf TREVICTA umgestellt werden.
Bei Patienten mit mittelschwerer oder schwerer Einschränkung der Nierenfunktion (Kreatinin-
Clearance < 50 ml/min) wird die Anwendung von TREVICTA nicht empfohlen.
Einschränkung der LeberfunktionTREVICTA wurde bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion nicht untersucht. Basierend aufden Erfahrungswerten für orales Paliperidon ist bei Patienten mit leichter oder mittelschwerer
Einschränkung der Leberfunktion keine Anpassung der Dosis erforderlich. Da Paliperidon bei
Patienten mit schwerer Einschränkung der Leberfunktion nicht untersucht wurde, ist bei diesen
Patienten Vorsicht geboten (siehe Abschnitt 5.2).
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit und Wirksamkeit von TREVICTA bei Kindern und Jugendlichen < 18 Jahren ist nichterwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Art der AnwendungTREVICTA ist nur zur intramuskulären Anwendung bestimmt. Es darf nicht auf andere Artenangewendet werden. Jede Injektion darf nur von einer medizinischen Fachkraft vorgenommen werden,die die Gesamtdosis als Einzelinjektion verabreicht. Es ist langsam und tief in den Delta- oder
Glutealmuskel zu injizieren. Ein Wechsel von gluteal zu deltoidal (und umgekehrt) sollte bei
Beschwerden am Verabreichungsort für künftige Injektionen in Betracht gezogen werden (siehe
Abschnitt 4.8).
TREVICTA darf nur mit den in der Packung mitgelieferten dünnwandigen Kanülen verabreichtwerden. Kanülen aus der Packung der 1-Monats-Injektion Paliperidonpalmitat oder andere im Handelerhältliche Kanülen dürfen bei der Anwendung von TREVICTA nicht verwendet werden (siehe Diefolgenden Informationen sind für Ärzte oder medizinisches Fachpersonal bestimmt am Ende der
Packungsbeilage).
Vor der Anwendung ist der Inhalt der Fertigspritze auf Fremdstoffe und Verfärbungen visuell zuuntersuchen. Es ist wichtig, dass die Fertigspritze mit der Spitze nach oben zeigend und mit einerlockeren Bewegung aus dem Handgelenk für mindestens 15 Sekunden kräftig geschüttelt wird,um eine homogene Suspension zu erhalten. TREVICTA ist innerhalb von 5 Minuten nach dem
Schütteln anzuwenden. Wenn mehr als 5 Minuten vor der Injektion vergangen sind, muss erneutkräftig für mindestens 15 Sekunden geschüttelt werden, um das Arzneimittel zu resuspendieren (siehe
Die folgenden Informationen sind für Ärzte oder medizinisches Fachpersonal bestimmt am Ende der
Packungsbeilage).
Verabreichung in den Deltamuskel
Die geeignete Kanüle für die Verabreichung von TREVICTA in den Deltamuskel richtet sich nachdem Gewicht des Patienten.
- Für Patienten 90 kg ist die dünnwandige 1½ Zoll, 22-Gauge-Kanüle (0,72 mm x 38,1 mm) zuverwenden.
- Für Patienten < 90 kg ist die dünnwandige 1 Zoll, 22-Gauge-Kanüle (0,72 mm x 25,4 mm) zuverwenden.
Die Verabreichung sollte in die Mitte des Deltamuskels erfolgen. Deltoidale Injektionen solltenabwechselnd in beide Deltamuskeln erfolgen.
Verabreichung in den Glutealmuskel
Für die Verabreichung von TREVICTA in den Glutealmuskel ist unabhängig vom Körpergewicht diedünnwandige 1½ Zoll, 22-Gauge-Kanüle (0,72 mm x 38,1 mm) zu verwenden. Die Verabreichungsollte in den oberen äußeren Quadranten des Glutealbereichs erfolgen. Gluteale Injektionen solltenabwechselnd in beide Glutealmuskeln erfolgen.
Unvollständige Verabreichung
Zur Vermeidung einer unvollständigen Verabreichung von TREVICTA muss die Fertigspritze fürmindestens 15 Sekunden innerhalb von 5 Minuten vor der Anwendung kräftig geschüttelt werden, umeine homogene Suspension zu erhalten (siehe Die folgenden Informationen sind für Ärzte odermedizinisches Fachpersonal bestimmt am Ende der Packungsbeilage).
Wenn dennoch eine unvollständige Dosis injiziert wurde, soll die in der Fertigspritze verbliebene
Dosis nicht nachträglich injiziert werden und es soll keine weitere Dosis injiziert werden, weil die
Abschätzung der Menge der tatsächlich verabreichten Dosis schwierig ist. Der Patient ist bis zurnächsten geplanten 3-monatlichen Injektion von TREVICTA engmaschig zu überwachen und gemäßklinischem Bild zu behandeln.
4.3 Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, gegen Risperidon oder einen der in Abschnitt 6.1genannten sonstigen Bestandteile.
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Anwendung bei Patienten, die sich in einem akuten erregten oder hochgradig psychotischen Zustandbefinden
TREVICTA soll nicht zur Behandlung von akut erregten oder hochgradig psychotischen Zuständeneingesetzt werden, wenn eine unmittelbare Symptomkontrolle erforderlich ist.
QT-Intervall
Vorsicht ist geboten, wenn Paliperidon Patienten mit bekannten kardiovaskulären Erkrankungen undmit QT-Verlängerungen in der Familienanamnese verordnet wird sowie auch bei der gleichzeitigen
Anwendung mit anderen Arzneimitteln, von denen angenommen wird, dass sie das QT-Intervallverlängern.
Malignes neuroleptisches Syndrom
In Verbindung mit Paliperidon wurde über ein malignes neuroleptisches Syndrom (MNS) berichtet,das durch Hyperthermie, Muskelsteifheit, autonome Instabilität, Bewusstseinsstörungen und erhöhte
Serum-Kreatinphosphokinase-Werte gekennzeichnet ist. Zusätzliche klinische Anzeichen können
Myoglobinurie (Rhabdomyolyse) und akutes Nierenversagen einschließen. Wenn ein Patient
Anzeichen oder Symptome entwickelt, die auf ein MNS hindeuten, soll Paliperidon abgesetzt werden.
Die lange Wirkdauer von TREVICTA ist zu berücksichtigen.
Tardive Dyskinesien/Extrapyramidale Symptome
Arzneimittel mit Dopaminrezeptor-antagonistischen Eigenschaften wurden mit der Induktion vontardiven Dyskinesien in Verbindung gebracht, die durch unwillkürliche, rhythmische Bewegungen vorallem der Zunge und/oder des Gesichts charakterisiert sind. Wenn Anzeichen oder Symptome vontardiven Dyskinesien auftreten, soll ein Absetzen sämtlicher Antipsychotika, einschließlich
Paliperidon, in Betracht gezogen werden. Die lange Wirkdauer von TREVICTA ist zuberücksichtigen.
Vorsicht ist geboten, wenn Patienten sowohl Psychostimulanzien (z.B. Methylphenidat) als auch
Paliperidon gleichzeitig erhalten, da extrapyramidale Symptome auftreten können, wenn die
Behandlung mit einem oder beiden Arzneimitteln angepasst wird. Es wird ein schrittweises Absetzender Stimulanzienbehandlung empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).
Leukopenie, Neutropenie und Agranulozytose
Fälle von Leukopenie, Neutropenie und Agranulozytose wurden unter Behandlung mit Paliperidonberichtet. Patienten mit einer klinisch signifikant niedrigen Leukozytenzahl in der Vorgeschichte odereiner Arzneimittel-induzierten Leukopenie/Neutropenie sollen während der ersten Monate der
Therapie überwacht werden, und ein Absetzen von TREVICTA soll bei den ersten Anzeichen einesklinisch signifikanten Abfalls der Leukozytenzahl in Betracht gezogen werden, wenn andere Ursachenausgeschlossen sind. Patienten mit klinisch signifikanter Neutropenie sollen sorgfältig auf Fieber oderandere Symptome hin oder auf Anzeichen einer Infektion hin überwacht werden. Eine sofortige
Behandlung soll erfolgen, wenn solche Symptome oder Anzeichen auftreten. Bei Patienten mit einerschweren Neutropenie (absolute Neutrophilenzahl < 1 x 109/l) soll TREVICTA abgesetzt und die
Leukozytenzahl bis zur Erholung des Blutbildes beobachtet werden. Die lange Wirkdauer von
TREVICTA ist zu berücksichtigen.
ÜberempfindlichkeitsreaktionenÜberempfindlichkeitsreaktionen können auch bei Patienten auftreten, die vorher orales Risperidonoder orales Paliperidon toleriert hatten (siehe Abschnitt 4.8).
Hyperglykämie und Diabetes mellitus
Während der Behandlung mit Paliperidon wurde über Hyperglykämie, Diabetes mellitus und
Exazerbation eines vorbestehenden Diabetes mellitus, einschließlich eines diabetischen Komas und
Ketoazidose, berichtet. Eine entsprechende klinische Überwachung in Übereinstimmung mit dengültigen Leitlinien zur antipsychotischen Behandlung wird empfohlen. Patienten, die mit TREVICTAbehandelt werden, sollen auf Symptome von Hyperglykämie (wie Polydipsie, Polyurie, Polyphagieund Schwäche) hin überwacht werden und Patienten mit Diabetes mellitus sollen regelmäßig auf eine
Verschlechterung der Blutzuckereinstellung hin beobachtet werden.
GewichtszunahmeBei der Anwendung von TREVICTA wurde über signifikante Gewichtszunahmen berichtet. Das
Gewicht soll regelmäßig überprüft werden.
Anwendung bei Patienten mit einem prolaktinabhängigen Tumor
Studien an Gewebekulturen deuten darauf hin, dass ein Zellwachstum bei humanen Tumoren der Brustdurch Prolaktin stimuliert werden kann. Obwohl bislang in klinischen und epidemiologischen Studienkein eindeutiger Zusammenhang mit der Anwendung von Antipsychotika gezeigt werden konnte, istbei Patienten mit entsprechender medizinischer Vorgeschichte Vorsicht geboten. Paliperidon soll bei
Patienten mit möglicherweise prolaktinabhängigen Tumoren mit Vorsicht angewendet werden.
Orthostatische HypotoniePaliperidon kann bei einigen Patienten aufgrund seiner alpha-adrenerg blockierenden Wirkung zueiner orthostatischen Hypotonie führen. In den klinischen Studien zu TREVICTA wurden
Nebenwirkungen im Zusammenhang mit orthostatischer Hypotonie bei 0,3% der Studienteilnehmerberichtet. TREVICTA soll bei Patienten mit bekannten kardiovaskulären Erkrankungen (z.B.
Herzinsuffizienz, Myokardinfarkt oder Ischämie, Erregungsleitungsstörungen), zerebrovaskulären
Erkrankungen oder bei Bedingungen, die für eine Hypotonie prädisponieren (z.B. Dehydrierung und
Hypovolämie), mit Vorsicht angewendet werden.
KrampfanfälleBei Patienten mit Krampfanfällen oder sonstigen Erkrankungen in der Anamnese, die möglicherweisedie Krampfschwelle herabsetzen können, soll TREVICTA mit Vorsicht angewendet werden.
Eingeschränkte NierenfunktionDie Plasmakonzentrationen von Paliperidon sind bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktionerhöht. Bei Patienten mit leicht eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance ≥ 50 ml/min bis< 80 ml/min) wird empfohlen, die Dosis anzupassen und den Patienten mit der 1-Monats-Injektion
Paliperidonpalmitat zu stabilisieren und dann auf TREVICTA umzustellen. Bei Patienten mitmittelschwerer oder schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance < 50 ml/min) wird die
Anwendung von TREVICTA nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.2 und 5.2).
Eingeschränkte LeberfunktionEs liegen keine Daten zu Patienten mit schwerer Einschränkung der Leberfunktion (Child-Pugh-
Klasse C) vor. Wenn Paliperidon in dieser Patientengruppe eingesetzt werden soll, ist Vorsichtgeboten.
Ältere Patienten mit Demenz
TREVICTA wurde nicht bei älteren Patienten mit Demenz untersucht. TREVICTA wird aufgrundeines erhöhten Risikos der Gesamtmortalität und zerebrovaskulärer Nebenwirkungen für die
Behandlung von älteren Patienten mit Demenz nicht empfohlen.
Die unten zitierten Erfahrungen mit Risperidon werden ebenfalls für Paliperidon als gültig erachtet.
Gesamtmortalität
In einer Meta-Analyse von 17 kontrollierten klinischen Studien wiesen ältere Patienten mit Demenz,die mit anderen atypischen Antipsychotika, einschließlich Risperidon, Aripiprazol, Olanzapin und
Quetiapin, behandelt wurden, ein höheres Mortalitätsrisiko im Vergleich zur Placebogruppe auf. Beiden mit Risperidon behandelten Patienten betrug die Mortalität 4%, verglichen mit 3,1% unter
Placebo.
Zerebrovaskuläre Nebenwirkungen
Ein ca. 3-fach erhöhtes Risiko zerebrovaskulärer Nebenwirkungen wurde in randomisierten Placebo-kontrollierten klinischen Studien bei der Demenz-Population mit einigen atypischen Antipsychotika,einschließlich Risperidon, Aripiprazol und Olanzapin, beobachtet. Der diesem erhöhten Risikozugrunde liegende Mechanismus ist nicht bekannt.
Morbus Parkinson und Demenz mit Lewy-Körperchen
Bei der Verordnung von TREVICTA an Patienten mit Morbus Parkinson oder Demenz mit Lewy-
Körperchen (DLK) sollte eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen, da beide Gruppensowohl ein erhöhtes Risiko für ein malignes neuroleptisches Syndrom als auch eine erhöhte
Empfindlichkeit gegenüber Antipsychotika aufweisen können. Manifestationen dieser erhöhten
Empfindlichkeit können Verwirrtheit, Abgestumpftheit, Gleichgewichtsstörungen mit häufigen
Stürzen zusätzlich zu extrapyramidalen Symptomen sein.
PriapismusEs wurde berichtet, dass Antipsychotika (einschließlich Paliperidon) mit alpha-adrenerg blockierender
Wirkung Priapismus verursachen. Patienten sollen darüber informiert werden, dringend ärztlichen Rateinzuholen, wenn sich der Priapismus nicht innerhalb von 4 Stunden zurückgebildet hat.
Regulierung der Körpertemperatur
Störungen der Fähigkeit des Körpers, seine Kerntemperatur zu senken, wurden mit Antipsychotika in
Verbindung gebracht. Entsprechende Sorgfalt empfiehlt sich daher bei der Verordnung von
TREVICTA an Patienten, bei denen es z.B. durch intensive körperliche Betätigung, extreme
Hitzeeinwirkung, gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln mit anticholinerger Wirkung oderdurch Dehydrierung zu einem Anstieg der Körpertemperatur kommen kann.
Venöse ThromboembolieEs wurden Fälle von venöser Thromboembolie (VTE) unter der Behandlung mit Antipsychotikaberichtet. Da Patienten, die mit Antipsychotika behandelt werden, oft erworbene Risikofaktoren für
VTE aufweisen, sollen alle möglichen Risikofaktoren für VTE vor und während der Behandlung mit
TREVICTA identifiziert und präventive Maßnahmen ergriffen werden.
Antiemetische Wirkung
In präklinischen Studien mit Paliperidon wurde eine antiemetische Wirkung beobachtet. Diese
Wirkung kann, falls sie beim Menschen auftritt, die Anzeichen und Symptome einer Überdosierungbestimmter Arzneimittel oder bestimmter Erkrankungen wie gastrointestinale Obstruktion, Reye-
Syndrom und eines Hirntumors verschleiern.
AnwendungEs muss mit Vorsicht vorgegangen werden, um eine unbeabsichtigte Injektion von TREVICTA in ein
Blutgefäß zu vermeiden.
Intraoperatives Floppy Iris Syndrom
Bei Patienten, die mit Arzneimitteln mit alpha 1a-adrenerg antagonistischer Wirkung, wie
TREVICTA, behandelt wurden, wurde während Kataraktoperationen ein intraoperatives Floppy Iris
Syndrom (IFIS) beobachtet (siehe Abschnitt 4.8).
Ein IFIS kann das Risiko von Komplikationen am Auge während und nach der Operation erhöhen. Diederzeitige oder frühere Anwendung von Arzneimitteln mit alpha 1a-adrenerg antagonistischer
Wirkung sollte dem Ophthalmologen vor dem Eingriff mitgeteilt werden. Der potentielle Nutzen des
Absetzens einer alpha 1-blockierenden Therapie vor einer Kataraktoperation ist nicht erwiesen undmuss gegen das Risiko des Absetzens der antipsychotischen Therapie abgewogen werden.
Sonstige BestandteileDieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d.h. es ist nahezu'natriumfrei“.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Vorsicht ist geboten, wenn TREVICTA zusammen mit Arzneimitteln verordnet wird, diebekanntermaßen das QT-Intervall verlängern, wie z.B. Antiarrhythmika der Klassen IA (z.B. Chinidin,
Disopyramid) und III (z.B. Amiodaron, Sotalol), einige Antihistaminika, einige Antibiotika (z.B.
Fluorchinolone), einige andere Antipsychotika und einige Antimalaria-Wirkstoffe (z.B. Mefloquin).
Diese Liste ist indikativ und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Potenzielle Beeinflussung anderer Arzneimittel durch TREVICTA
Bei Paliperidon sind keine klinisch bedeutsamen pharmakokinetischen Wechselwirkungen mit
Arzneimitteln zu erwarten, die durch Cytochrom-P-450-Isoenzyme metabolisiert werden.
Aufgrund der primären ZNS-Effekte von Paliperidon (siehe Abschnitt 4.8) soll TREVICTAzusammen mit anderen zentralwirksamen Arzneimitteln, wie z.B. Anxiolytika, den meisten
Antipsychotika, Hypnotika, Opioiden, usw. oder Alkohol mit Vorsicht angewendet werden.
Paliperidon kann die Wirkung von Levodopa und anderen Dopaminagonisten antagonisieren. Wirdeine solche Kombination als notwendig erachtet, insbesondere im Endstadium von Morbus Parkinson,so ist die niedrigste wirksame Dosierung beider Therapien zu verordnen.
Aufgrund seines Potenzials, eine orthostatische Hypotonie auszulösen (siehe Abschnitt 4.4), kann eszu einem additiven Effekt kommen, wenn TREVICTA mit anderen Arzneimitteln kombiniert wird, diedieses Potenzial besitzen, wie z.B. andere Antipsychotika, Trizyklika.
Vorsicht ist geboten, wenn Paliperidon mit anderen Arzneimitteln kombiniert wird, von denen bekanntist, dass sie die Krampfschwelle herabsetzen (z.B. Phenothiazine oder Butyrophenone, Trizyklika oder
SSRIs, Tramadol, Mefloquin usw.).
Die gleichzeitige Anwendung von Paliperidon-Retardtabletten im Steady-state (12 mg einmal täglich)und Natriumvalproat/Valproinsäure-Retardtabletten (500 mg bis 2 000 mg einmal täglich) hatte keine
Wirkung auf die Steady-state-Pharmakokinetik von Valproat.
Es wurde keine Studie zur Erfassung von Wechselwirkungen zwischen TREVICTA und Lithiumdurchgeführt. Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass eine pharmakokinetische Wechselwirkungauftritt.
Potenzielle Beeinflussung von TREVICTA durch andere Arzneimittel
In-vitro-Studien deuten darauf hin, dass CYP2D6 und CYP3A4 minimal an der Metabolisierung von
Paliperidon beteiligt sein können, jedoch gibt es weder in vitro noch in vivo Hinweise darauf, dassdiese Isoenzyme bei der Metabolisierung von Paliperidon eine signifikante Rolle spielen. Beigleichzeitiger Anwendung von oralem Paliperidon und Paroxetin, einem potenten CYP2D6-Inhibitor,zeigten sich keine klinisch signifikanten Auswirkungen auf die Pharmakokinetik von Paliperidon.
Die gleichzeitige Anwendung von Paliperidon-Retardtabletten einmal täglich mit 200 mg
Carbamazepin zweimal täglich verursachte eine Reduzierung der mittleren Steady-state Cmax und AUCvon Paliperidon um etwa 37%. Diese Reduzierung wird zu einem wesentlichen Grad durch eine35%ige Steigerung der renalen Clearance von Paliperidon ausgelöst, wahrscheinlich als Folge der
Induktion des renalen P-gp durch Carbamazepin. Eine geringe Abnahme in der Menge des
Wirkstoffes, die unverändert mit dem Urin ausgeschieden wird, weist darauf hin, dass es einengeringen Effekt auf den CYP-Metabolismus oder die Bioverfügbarkeit von Paliperidon während dergleichzeitigen Anwendung von Carbamazepin gibt. Größere Abnahmen der Paliperidon-
Plasmakonzentration könnten bei höheren Dosen von Carbamazepin auftreten. Bei Einsatz von
Carbamazepin sollte die Dosis von TREVICTA neu evaluiert und, falls erforderlich, erhöht werden.
Im umgekehrten Fall sollte beim Absetzen von Carbamazepin die Dosis von TREVICTA neu beurteiltund, falls erforderlich, reduziert werden. Die lange Wirkdauer von TREVICTA ist zu berücksichtigen.
Die gleichzeitige Einnahme einer Einzeldosis einer Paliperidon-Retardtablette 12 mg und
Natriumvalproat/Valproinsäure-Retardtabletten (zwei Tabletten à 500 mg einmal täglich) führte zueinem Anstieg von ca. 50% der Cmax- und AUC-Werte von Paliperidon, vermutlich aufgrund dererhöhten oralen Resorption. Da keine Auswirkungen auf die systemische Clearance beobachtetwurden, ist keine klinisch relevante Wechselwirkung zwischen Natriumvalproat/Valproinsäure-
Retardtabletten und der intramuskulären TREVICTA-Injektion zu erwarten. Diese Wechselwirkungwurde mit TREVICTA nicht untersucht.
Gleichzeitige Anwendung von TREVICTA und Risperidon oder oral eingenommenem Paliperidon
Da Paliperidon der aktive Hauptmetabolit von Risperidon ist, sollte eine längerfristige gleichzeitige
Anwendung von TREVICTA zusammen mit Risperidon oder oral eingenommenem Paliperidon mit
Vorsicht erfolgen. Es liegen nur begrenzt Sicherheitsdaten zur gleichzeitigen Anwendung von
TREVICTA mit anderen Antipsychotika vor.
Gleichzeitige Anwendung von TREVICTA mit Psychostimulanzien
Die gleichzeitige Anwendung von Psychostimulanzien (z.B. Methylphenidat) mit Paliperidon kann beieiner Veränderung einer oder beider Behandlungen zu extrapyramidalen Symptomen führen (siehe
Abschnitt 4.4).
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
SchwangerschaftEs liegen keine hinreichenden Daten für die Anwendung von Paliperidon während der
Schwangerschaft vor. Intramuskulär injiziertes Paliperidonpalmitat und oral verabreichtes Paliperidonerwiesen sich im Tierversuch als nicht teratogen, es wurden jedoch andere Arten einer
Reproduktionstoxizität beobachtet (siehe Abschnitt 5.3). Neugeborene, die während des dritten
Trimenons der Schwangerschaft gegenüber Paliperidon exponiert sind, sind durch Nebenwirkungeneinschließlich extrapyramidaler Symptome und/oder Entzugserscheinungen gefährdet, deren Schwereund Dauer nach der Entbindung variieren können. Es gab Berichte über Agitiertheit, erhöhten odererniedrigten Muskeltonus, Tremor, Somnolenz, Atemnot oder Störungen bei der Nahrungsaufnahme.
Dementsprechend sollen Neugeborene sorgfältig überwacht werden. TREVICTA darf während der
Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich.
Die lange Wirkdauer von TREVICTA ist zu berücksichtigen, weil bis zu 18 Monate nach einereinzelnen TREVICTA-Dosis Paliperidon im Plasma nachgewiesen wurde und damit die maternale
Exposition gegenüber TREVICTA vor und während der Schwangerschaft zu Nebenwirkungen beim
Neugeborenen führen könnte.
StillzeitPaliperidon wird in einem solchen Ausmaß in die Muttermilch ausgeschieden, dass im Falle einer
Anwendung therapeutischer Dosen bei stillenden Müttern mit Auswirkungen auf den gestillten
Säugling zu rechnen ist. Die lange Wirkdauer von TREVICTA ist zu berücksichtigen, weil bis zu18 Monate nach einer einzelnen TREVICTA-Dosis Paliperidon im Plasma nachgewiesen wurde unddamit ein Risiko für gestillte Kinder besteht, selbst wenn die TREVICTA-Anwendung langezurückliegt. TREVICTA soll während der Stillzeit nicht angewendet werden.
FertilitätIn nicht-klinischen Studien wurden keine relevanten Auswirkungen beobachtet.
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
MaschinenPaliperidon kann aufgrund seiner potenziellen Einflüsse auf das Nervensystem und visueller Effektewie Sedierung, Somnolenz, Synkope und verschwommenes Sehen (siehe Abschnitt 4.8) einengeringen oder mäßigen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von
Maschinen haben. Den Patienten ist deshalb anzuraten, kein Fahrzeug zu führen und keine Maschinenzu bedienen, bis ihre individuelle Empfindlichkeit gegenüber TREVICTA bekannt ist.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des SicherheitsprofilsDie im Rahmen von zwei doppelblinden kontrollierten klinischen Studien mit TREVICTA bei 5%der Patienten am häufigsten beobachteten Nebenwirkungen waren Gewichtszunahme, Infektion deroberen Atemwege, Angst, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und Reaktion an der Injektionsstelle.
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenNachstehend aufgeführt ist eine vollständige Auflistung der im Rahmen klinischer Studien mit
Paliperidonpalmitat gemeldeten Nebenwirkungen. Hierbei werden die nachfolgenden Begriffe und
Häufigkeiten verwendet: Sehr häufig (≥ 1/10); Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10); Gelegentlich(≥ 1/1 000 bis < 1/100); Selten (≥ 1/10 000 bis < 1/1 000); Sehr selten (< 1/10 000); und Nicht bekannt(Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Systemorgan- Nebenwirkungenklasse Häufigkeit
Sehr Häufig Gelegentlich Selten Nichthäufig bekannta
Infektionen und Infektion der oberen Pneumonie, Augeninfektion,parasitäre Atemwege, Bronchitis, Acarodermatitis
Erkrankungen Harnwegsinfektion, Atemwegsinfektion,
Influenza Sinusitis, Zystitis,
Ohrinfektion,
Tonsillitis,
Onychomykose,
Cellulitis, subkutaner
Abszess
Erkrankungen Leukozytenzahl Neutropenie, Agranulo-des Blutes und erniedrigt, Anämie Thrombozytopenie, zytosedes Eosinophilenzahl
Lymphsystems erhöht
Erkrankungen Überempfindlichkeit anaphylakti-des sche
Immunsystems Reaktion
Endokrine Hyperprolaktinämieb inadäquate
Erkrankungen Sekretion desantidiuretischen
Hormons (SIADH),
Glucose im Urin
Stoffwechsel- Hyperglykämie, Diabetes mellitusd, diabetische Wasser-und Gewichtszunahme, Hyperinsulinämie, Ketoazidose, Intoxikation
Ernährungs- Gewichtsabnahme, gesteigerter Appetit, Hypoglykämie,störungen verminderter Appetit Anorexie, Polydipsie
Triglyceride erhöht,
Cholesterin erhöht
Psychiatrische Schlaflo- Agitiertheit, Schlafstörungen, Katatonie, schlafbezo-e
Erkrankungen sigkeit Depression, Angst Manie, verminderte Verwirrtheit, gene
Libido, Nervosität, Schlafwandeln, Essstörung
Albträume Abstumpfung,
Anorgasmie
Systemorgan- Nebenwirkungenklasse Häufigkeit
Sehr Häufig Gelegentlich Selten Nichthäufig bekannta
Erkrankungen Parkinsonismusc, tardive Dyskinesie, malignes diabetischesdes Akathisiec, Sedierung/ Synkope, neuroleptisches Koma
Nervensystems Somnolenz, psychomotorische Syndrom, zerebrale
Dystoniec, Schwindel, Hyperaktivität, Ischämie, fehlende
Dyskinesiec, Tremor, posturaler Schwindel, Reaktion auf
Kopfschmerzen Aufmerksamkeits- Stimuli,störung, Dysarthrie, Bewusstlosigkeit,
Dysgeusie, verminderter
Hypästhesie, Paräs- Bewusstseinsgrad,thesie Konvulsione,
Gleichge-wichtsstörung,anomale Koordina-tion, Titubation des
Kopfes
Augenerkran- verschwommenes Glaukom, Floppy Iriskungen Sehen, Konjunktivitis, okulomotorische Syndromtrockenes Auge Störungen, (intra-
Augenrollen, operativ)
Photophobie,erhöhter
Tränenfluss, okulare
Hyperämie
Erkrankungen Vertigo, Tinnitus,des Ohrs und Ohrenschmerzendes Labyrinths
Herzerkran- Tachykardie AV-Block, Vorhofflimmern,kungen Erregungsleitungs- Sinusarrhythmiestörungen, QT-
Verlängerung im
EKG, posturalesorthostatisches
Tachykardiesyndrom,
Bradykardie, EKG-
Veränderungen,
PalpitationenGefäßerkran- Hypertonie Hypotonie, Lungenembolie, Ischämiekungen orthostatische Venenthrombose,
Hypotonie Erröten
Erkrankungen Husten, verstopfte Dyspnoe, Schlaf-Apnoe- Hyperventi-der Atemwege, Nase pharyngolaryngealer Syndrom, lation,des Brustraums Schmerz, Epistaxis Lungenstauung, Aspirations-und Kongestion der pneumonie,
Atemwege, Rasseln, Dysphonie
Mediastinums
Keuchen
Erkrankungen Bauchschmerzen, abdominale Pankreatitis, paralytischerdes Erbrechen, Übelkeit, Beschwerden, mechanischer Ileus, Ileus
Gastrointestinal- Obstipation, Diarrhö, Gastroenteritis, geschwollenetrakts Dyspepsie, Dysphagie, Zunge,
Zahnschmerzen Mundtrockenheit, Stuhlinkontinenz,
Flatulenz Koprostase,
Cheilitis
Leber- und Transaminasen erhöht Gamma-Glutamyl- Ikterus
Gallenerkran- transferase erhöht,kungen Leberenzyme erhöht
Erkrankungen Urtikaria, Pruritus, Arzneimittelexan- Angioödem,der Haut und Hautausschlag, them, Hautverfär-des Alopezie, Ekzem, Hyperkeratose, bungen
Unterhautgeweb trockene Haut, seborrhoisches
Erythem, Akne Ekzem, Schuppenes
Systemorgan- Nebenwirkungenklasse Häufigkeit
Sehr Häufig Gelegentlich Selten Nichthäufig bekannta
Skelettmuskula- muskuloskelettale Kreatinphosphokinase Rhabdomyolyse, Stevens-tur-, Bindege- Schmerzen, erhöht, Gelenkschwellung Johnson-webs- und Rückenschmerzen, Muskelspasmen, Syndrom/
Knochener- Arthralgie Gelenksteifigkeit, toxisch
Muskelschwäche epidermalekrankungen
Nekrolyse,anomale
Körperhal-tung
Erkrankungen Harninkontinenz, Harnretentionder Nieren und Pollakisurie, Dysurie
Harnwege
Schwanger- Arzneimit-schaft, telentzugs-
Wochenbett und syndrom desperinatale Neugebore-nen (siehe
Erkrankungen
Ab-schnitt 4.6)
Erkrankungen Amenorrhö erektile Dysfunktion, Priapismus,der Geschlechts- Ejakulationsstörun- Brustbeschwerden,organe und der gen, Stauungserschei-
Brustdrüse Menstruationsstörun- nungen der Brust,gene, Gynäkomastie, Brustvergrößerung,
Galaktorrhö, sexuelle vaginaler Ausfluss
Dysfunktion,
Brustschmerzen,
Allgemeine Er- Pyrexie, Asthenie, Gesichtsödem, Hypothermie, Körpertem-ekrankungen und Fatigue, Reaktion an Ödem , Schüttelfrost, Durst, peratur
Beschwerden am der Injektionsstelle Körpertemperatur Arzneimittelent- erniedrigt,
Verabrei- erhöht, anomaler zugssyndrom, Nekrose an
Gang, Abszess an der derchungsort
Thoraxschmerzen, Injektionsstelle, Injektions-
Thoraxbeschwerden, Cellulitis an der stelle, Ulcus
Unwohlsein, Injektionsstelle, an der
Induration Zyste an der Injektions-
Injektionsstelle, stelle
Hämatom an der
Injektionsstelle
Verletzung, Sturz
Vergiftung unddurch Eingriffebedingte
Komplikationena Die Häufigkeit dieser Nebenwirkungen ist als 'nicht bekannt“ eingestuft, da sie nicht in klinischen Studien mit
Paliperidonpalmitat beobachtet wurden. Sie stammen entweder aus spontanen Berichten nach Markteinführung und die
Häufigkeit kann nicht ermittelt werden oder aus klinischen Studien und/oder Berichten nach Markteinführung mit
Risperidon (alle Darreichungsformen) oder mit oralem Paliperidon.
b Siehe 'Hyperprolaktinämie“ unten.c Siehe 'Extrapyramidale Symptome“ unten.d In placebokontrollierten Studien wurde Diabetes mellitus bei 0,32 % der mit der 1-Monats-Injektion Paliperidonpalmitatbehandelten Studienteilnehmer berichtet im Vergleich zu einer Rate von 0,39 % in der Placebogruppe. Die
Gesamtinzidenz aus allen klinischen Studien betrug 0,65 % bei allen mit der 1-Monats-Injektion Paliperidonpalmitatbehandelten Studienteilnehmern.
e Schlaflosigkeit schließt ein: Einschlafstörung, Durchschlafstörung; Konvulsion schließt ein: Grand-Mal-Anfall; Ödemschließt ein: generalisiertes Ödem, peripheres Ödem, eindrückbares Ödem; Menstruationsstörungen schließen ein:verspätete Menstruation, unregelmäßige Menstruation, Oligomenorrhö.
Nebenwirkungen, die mit Risperidon-Formulierungen beobachtet wurden
Paliperidon ist der aktive Metabolit von Risperidon, daher sind die Nebenwirkungsprofile dieser
Substanzen (einschließlich der oralen und injizierbaren Formulierungen) relevant füreinander.
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenAnaphylaktische Reaktion
Nach Markteinführung wurde bei Patienten, die vorher orales Risperidon oder orales Paliperidontoleriert hatten, in seltenen Fällen über eine anaphylaktische Reaktion nach Anwendung der 1-Monats-
Injektion Paliperidonpalmitat berichtet (siehe Abschnitt 4.4).
Reaktionen an der InjektionsstelleIn klinischen Studien mit TREVICTA haben 5,3% der Studienteilnehmer Reaktionen an der
Injektionsstelle berichtet. Keines dieser Ereignisse war schwerwiegend oder führte zum Absetzen.
Basierend auf den Einschätzungen der Prüfärzte waren in 95% der Bewertungen Induration, Rötungund Schwellung nicht vorhanden oder leicht ausgeprägt. Die subjektive Einschätzung der Schmerzenan der Injektionsstelle auf Basis einer visuellen Analogskala war gering und nahm an Intensität im
Zeitverlauf ab.
Extrapyramidale Symptome (EPS)
In den klinischen Studien mit TREVICTA berichteten die Studienteilnehmer in 3,9%, 0,8%, 0,9%,3,6% bzw. 1,4% der Fälle über Akathisie, Dyskinesie, Dystonie, Parkinsonismus bzw. Tremor.
Extrapyramidale Symptome (EPS) schließt eine gepoolte Analyse der folgenden Begriffe ein:
Parkinsonismus (einschließlich extrapyramidale Beschwerden, extrapyramidale Symptome, On-Off-
Phänomen, Morbus Parkinson, Parkinson-Krise, verstärkte Speichelsekretion, muskuloskelettale
Steifheit, Parkinsonismus, vermehrter Speichelfluss, Zahnradphänomen, Bradykinesie, Hypokinesie,
Maskengesicht, Muskelanspannung, Akinesie, Steifheit der Nackenmuskulatur, Muskelsteifheit,parkinsonähnlicher Gang, anomaler Glabellareflex und parkinsonähnlicher Ruhetremor), Akathisie(einschließlich Akathisie, Ruhelosigkeit, Hyperkinesie und Restless-Legs-Syndrom), Dyskinesie(Dyskinesie, Chorea, Bewegungsstörungen, Muskelzuckungen, Choreoathetose, Athetose und
Myoklonie), Dystonie (einschließlich Dystonie, zervikale Spasmen, Emprosthotonus, okulogyrische
Krise, oromandibuläre Dystonie, Risus sardonicus, Tetanie, Hypertonie, Torticollis, unwillkürliche
Muskelkontraktionen, Muskelkontraktur, Blepharospasmus, Okulogyration, Zungenparalyse,
Gesichtsspasmus, Laryngospasmus, Myotonie, Opisthotonus, oropharyngealer Spasmus,
Pleurothotonus, Zungenspasmus und Trismus) und Tremor.
GewichtszunahmeIn der randomisierten Langzeit-Studie nach Absetzen wurden anomale Erhöhungen des
Körpergewichts um 7% vom doppelblinden Ausgangswert zum doppelblinden Endpunkt bei 10%der Studienteilnehmer in der TREVICTA-Gruppe und 1% der Studienteilnehmer in der Placebogruppeberichtet. Umgekehrt wurden anomale Verringerungen des Körpergewichts ( 7%) vom doppelblinden
Ausgangswert zum doppelblinden Endpunkt bei 1% der Studienteilnehmer in der TREVICTA-Gruppeund 8% der Studienteilnehmer in der Placebogruppe berichtet. Die mittleren Veränderungen des
Körpergewichts vom doppelblinden Ausgangswert zum doppelblinden Endpunkt betrugen +0,94 kgbzw. -1,28 kg in der TREVICTA- bzw. Placebogruppe.
Hyperprolaktinämie
Während der doppelblinden Phase der randomisierten Langzeit-Studie nach Absetzen wurden
Erhöhungen des Prolaktins über den Referenzbereich hinaus (> 13,13 ng/ml bei Männern und> 26,72 ng/ml bei Frauen) bei einem höheren Prozentsatz von Männern und Frauen in der
TREVICTA-Gruppe als in der Placebogruppe berichtet (9% vs. 3% bzw. 5% vs. 1%). Die mittlere
Veränderung vom doppelblinden Ausgangswert zum doppelblinden Endpunkt betrug in der
TREVICTA-Gruppe +2,90 ng/ml bei Männern (vs. -10,26 ng/ml in der Placebogruppe) und+7,48 ng/ml bei Frauen (vs. -32,93 ng/ml in der Placebogruppe). Eine Frau (2,4%) entwickelte in der
TREVICTA-Gruppe Amenorrhö als Nebenwirkung, während in der Placebogruppe bei Frauen keinepotentiell Prolaktin-assoziierten Nebenwirkungen beobachtet wurden. Es gab in beiden Gruppen keine
Prolaktin-assoziierten Nebenwirkungen bei Männern.
Klasseneffekte
QT-Verlängerungen, ventrikuläre Arrhythmien (ventrikuläres Flimmern, ventrikuläre Tachykardien),plötzliche und unerwartete Todesfälle, Herzstillstand und Torsade de pointes können unter der
Behandlung mit Antipsychotika auftreten.
Es wurden Fälle von venöser Thromboembolie, einschließlich Fälle von Lungenembolie und Fälle vontiefer Beinvenenthrombose, unter der Behandlung mit Antipsychotika berichtet (Häufigkeitunbekannt).
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
SymptomeIm Allgemeinen sind Anzeichen und Symptome zu erwarten, die sich aus einer Übersteigerung derbekannten pharmakologischen Wirkungen von Paliperidon ergeben, d.h. Benommenheit und
Sedierung, Tachykardie und Hypotonie, QT-Verlängerung und extrapyramidale Symptome. Torsadede Pointes und Kammerflimmern wurden im Zusammenhang mit einer Überdosierung von oralem
Paliperidon berichtet. Im Falle einer akuten Überdosierung sollte die Möglichkeit in Betracht gezogenwerden, dass noch andere Arzneimittel beteiligt sind.
BehandlungBei der Bewertung der Therapieerfordernisse sowie der Wiederherstellung ist die lange Wirkdauer des
Arzneimittels und die lange Eliminationshalbwertzeit von Paliperidon zu berücksichtigen. Es gibt keinspezifisches Antidot für Paliperidon. Es sind allgemeine unterstützende Maßnahmen zu ergreifen. Die
Atemwege sind freizumachen und offenzuhalten und eine angemessene Sauerstoffversorgung und
Beatmung ist sicherzustellen.
Es ist sofort mit einer Überwachung der Herz-Kreislauf-Funktion zu beginnen, und diese soll aucheine kontinuierliche Ableitung des EKGs im Hinblick auf mögliche Arrhythmien umfassen. Hypotonieund Kreislaufkollaps sind mit entsprechenden geeigneten Maßnahmen zu behandeln, wie intravenöse
Flüssigkeitszufuhr und/oder Gabe von Sympathomimetika. Im Falle von schweren extrapyramidalen
Symptomen sollen Anticholinergika verabreicht werden. Eine engmaschige Überwachung und
Kontrolle soll bis zur Wiederherstellung des Patienten fortgesetzt werden.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Psycholeptika, andere Antipsychotika. ATC-Code: N05AX13
TREVICTA enthält ein Racemat aus (+)- und (-)-Paliperidon.
WirkmechanismusPaliperidon ist ein selektiver Inhibitor monoaminerger Effekte, dessen pharmakologische
Eigenschaften sich von denen klassischer Neuroleptika unterscheiden. Paliperidon bindet stark anserotonerge 5-HT2- und dopaminerge D2-Rezeptoren. Paliperidon blockiert darüber hinaus auchalpha 1-adrenerge Rezeptoren und blockiert, in geringerem Ausmaß, H1-histaminerge sowie alpha 2-adrenerge Rezeptoren. Die pharmakologische Wirkung der (+)- und (-)-Paliperidon-Enantiomere istqualitativ und quantitativ ähnlich.
Paliperidon bindet nicht an cholinerge Rezeptoren. Obwohl Paliperidon ein starker D2-Antagonist ist,von dem angenommen wird, dass er die Symptome der Schizophrenie mildert, führt es in geringerem
Maße zu einer Katalepsie und Verminderung der motorischen Funktionen als klassische Neuroleptika.
Der dominierende zentrale Serotonin-Antagonismus könnte die Tendenz von Paliperidon zur
Auslösung extrapyramidaler Nebenwirkungen vermindern.
Klinische WirksamkeitDie Wirksamkeit von TREVICTA bei der Langzeitbehandlung der Schizophrenie wurde bei
Studienteilnehmern, die für mindestens vier Monate stabil mit der 1-Monats-Injektion
Paliperidonpalmitat behandelt wurden und deren letzte zwei Dosen die gleiche Wirkstärke aufwiesen,in einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Langzeit-Studie nach Absetzen undeiner doppelblinden, aktiv-kontrollierten Langzeitstudie zur Nicht-Unterlegenheit ermittelt. Dieprimären Endpunkte beider Studien beruhten auf dem Auftreten von Rezidiven.
In der randomisierten Langzeit-Studie nach Absetzen wurden 506 erwachsene Studienteilnehmer, diedie DSM-IV-Kriterien für Schizophrenie erfüllten, in die offene Übergangsphase eingeschlossen undfür 17 Wochen mit flexiblen Dosen (50-150 mg) 1-Monats-Injektion Paliperidonpalmitat behandelt,das in den Delta- oder Glutealmuskel injiziert wurde (Dosisanpassungen fanden in den Wochen 5und 9 statt). Insgesamt erhielten dann in der offenen Übergangsphase 379 Studienteilnehmer eine
Einzeldosis TREVICTA, die in den Delta- oder Glutealmuskel injiziert wurde (die Dosis betrug das3,5-Fache der letzten Dosis der 1-Monats-Injektion Paliperidonpalmitat). Studienteilnehmer, die am
Ende der 12-wöchigen Stabilisierungsphase als klinisch stabil eingeschätzt wurden, wurden in einerzeitlich variablen doppelblinden Phase im Verhältnis 1:1 zu TREVICTA oder Placebo randomisiert(die TREVICTA-Dosis war die gleiche, wie die zuletzt in der Stabilisierungsphase erhaltene; die
Dosis blieb während der doppelblinden Phase unverändert). In dieser Phase wurden305 Studienteilnehmer mit stabiler Symptomkontrolle zur Behandlung mit TREVICTA (n = 160) oder
Placebo (n = 145) bis zum Rezidiv, frühzeitigen Absetzen oder Studienende randomisiert. Die primäre
Wirksamkeitsvariable war die Zeit bis zum ersten Rezidiv. Aufgrund einer im Voraus geplanten
Zwischenanalyse, die durchgeführt wurde als 283 Studienteilnehmer randomisiert und 42 Rezidivebeobachtet wurden, wurde die Studie beendet.
Basierend auf der finalen Analyse (N = 305) erlitten 42 Studienteilnehmer (29,0%) in der
Placebogruppe und 14 Studienteilnehmer (8,8%) in der TREVICTA-Gruppe ein Rezidiv während der
Doppelblindphase. Eine Hazard Ratio von 3,81 (95% KI: 2,08, 6,99) weist auf eine Erniedrigung des
Rezidiv-Risikos um 74% für TREVICTA im Vergleich zu Placebo hin. Eine Kaplan-Meier-Kurve der
Zeit bis zum Rezidiv pro Behandlungsgruppe wird in Abbildung 1 gezeigt. Es wurde ein statistischsignifikanter Unterschied (p < 0,0001) zwischen den beiden Behandlungsgruppen im Hinblick auf die
Zeit bis zum Rezidiv zugunsten von TREVICTA beobachtet. Die Zeit bis zum Rezidiv der
Placebogruppe (median 395 Tage) war signifikant kürzer als die der TREVICTA-Gruppe (der Mediankonnte aufgrund des geringen Prozentsatzes an Studienteilnehmern mit Rezidiv [8,8%] nicht geschätztwerden).
Abbildung 1: Kaplan-Meier-Kurve der Zeit bis zum Rezidiv - Finale Analyse
In der Nicht-Unterlegenheitsstudie wurden 1 429 akut erkrankte Studienteilnehmer (mittlerer PANSS-
Wert zu Beginn: 85,7), die die DSM-IV-Kriterien für Schizophrenie erfüllten, in die offene Phaseeingeschlossen und für 17 Wochen mit der 1-Monats-Injektion Paliperidonpalmitat behandelt. Die
Dosis konnte bei den Injektionen in den Wochen 5 und 9 angepasst werden (d.h. 50 mg, 75 mg,100 mg oder 150 mg) und die Injektion konnte deltoidal oder gluteal erfolgen. Die1 016 Studienteilnehmer, die die Randomisierungskriterien in Woche 14 und 17 erfüllten, wurden für48 Wochen im Verhältnis 1:1 zur Weiterbehandlung mit der 1-Monats-Injektion Paliperidonpalmitatoder zur Umstellung auf TREVICTA mit dem 3,5-Fachen der Dosis von Woche 9 und 13 der1-Monats-Injektion Paliperidonpalmitat randomisiert. Die Studienteilnehmer erhielten einmal alle3 Monate TREVICTA und zur Aufrechterhaltung der Verblindung in den anderen Monaten eine
Injektion mit Placebo. Der primäre Endpunkt dieser Studie in Bezug auf die Wirksamkeit war der
Prozentsatz an Studienteilnehmern, die am Ende der 48-wöchigen doppelblinden Phase basierend aufder Kaplan-Meier-Schätzung für 48 Wochen kein Rezidiv entwickelt hatten (TREVICTA: 91,2%,1-Monats-Injektion Paliperidonpalmitat: 90,0%). In beiden Gruppen konnte die mediane Zeit bis zum
Rezidiv aufgrund des geringen Prozentsatzes an Studienteilnehmern mit Rezidiv nicht berechnetwerden. Der Unterschied (95% KI) zwischen den Behandlungsgruppen, die das Nicht-
Unterlegenheitskriterium basierend auf einer Spanne von -10% erreichten, betrug 1,2% (-2,7%, 5,1%).
Somit war die TREVICTA-Behandlungsgruppe derjenigen der 1-Monats-Injektion
Paliperidonpalmitat nicht unterlegen. Die Verbesserung der Funktionsfähigkeit, gemessen anhand des
Personal and Social Performance scale (PSP), die während der offenen Stabilisierungsphase erhobenwurde, wurde während der Doppelblindphase in beiden Behandlungsgruppen aufrecht erhalten.
Abbildung 2: Kaplan-Meier-Kurve der Zeit bis zum Rezidiv - TREVICTA und 1-Monats-Injektion
Paliperidonpalmitat im Vergleich
Die Wirksamkeitsergebnisse waren in den Subgruppen (Geschlecht, Alter und ethnische
Zugehörigkeit) in beiden Studien konsistent.
Kinder und JugendlicheDie Europäische Arzneimittel-Agentur hat für TREVICTA eine Freistellung von der Verpflichtungzur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in allen pädiatrischen Altersklassen in der Behandlung der
Schizophrenie gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und
Jugendlichen).
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Resorption und VerteilungAufgrund seiner äußerst geringen Wasserlöslichkeit löst sich die 3-Monatsformulierung von
Paliperidonpalmitat nach der intramuskulären Injektion langsam, bevor sie zu Paliperidon hydrolysiertund im Körperkreislauf resorbiert wird. Die Freisetzung des Wirkstoffes beginnt bereits an Tag 1 unddauert bis zu 18 Monate.
Die in diesem Abschnitt beschriebenen Daten basieren auf einer populationspharmakokinetischen
Analyse. Nach einer intramuskulären Einzeldosis von TREVICTA steigen die Plasmaspiegel von
Paliperidon mit einer medianen Tmax von 30-33 Tagen allmählich auf die maximale Konzentration.
Nach der intramuskulären Injektion von TREVICTA in Dosen von 175-525 mg in den Deltamuskelwurde im Durchschnitt eine 11-12% höhere Cmax als bei Injektion in den Glutealmuskel beobachtet.
Das Freisetzungsprofil und Dosierungsschema von TREVICTA führt zur Aufrechterhaltungtherapeutischer Konzentrationen. Die Gesamtexposition von Paliperidon nach Anwendung von
TREVICTA war über einen Dosisbereich von 175-525 mg proportional zur Dosis und ungefährproportional zur Dosis für Cmax. Das mittlere Verhältnis der maximalen und minimalen Steady-state-
Werte für eine TREVICTA-Dosis lag nach glutealer Verabreichung bei 1,6 und nach deltoidaler
Verabreichung bei 1,7.
Die Plasmaproteinbindung von racemischem Paliperidon beträgt 74%.
Nach Anwendung von TREVICTA kommt es zu einer Interkonversion der (+)- und (-)-Enantiomerevon Paliperidon, wobei ein AUC(+)- zu (-)-Verhältnis von ca. 1,7 bis 1,8 erreicht wird.
Biotransformation und EliminationIn einer Studie mit oral eingenommenem schnell freisetzendem 14C-Paliperidon wurden eine Wochenach der Anwendung einer oralen Einzeldosis von 1 mg schnell freisetzendem 14C-Paliperidon 59%der Dosis unverändert über den Urin ausgeschieden. Dies deutet darauf hin, dass Paliperidon in der
Leber nicht extensiv metabolisiert wird. Ca. 80% der verabreichten Radioaktivität wurden im Urin und11% in den Fäzes wiedergefunden. In vivo wurden vier Stoffwechselwege identifiziert, wobei aufkeinen mehr als 10% der Dosis entfallen: Dealkylierung, Hydroxylierung, Dehydrogenierung und
Benzisoxazol-Abspaltung. Obwohl In-vitro-Studien auf eine mögliche Beteiligung von CYP2D6 und
CYP3A4 an der Metabolisierung von Paliperidon hindeuten, gab es in vivo keine Hinweise auf einesignifikante Rolle dieser Isoenzyme bei der Metabolisierung von Paliperidon.
Populationspharmakokinetische Analysen ergaben keinen erkennbaren Unterschied zwischenextensiven Metabolisierern und langsamen Metabolisierern von CYP2D6-Substraten in Bezug auf diescheinbare Clearance von Paliperidon nach Anwendung von oralem Paliperidon. In-vitro-Studien anhumanen Lebermikrosomen zeigten keine wesentliche Hemmwirkung von Paliperidon auf die
Metabolisierung von Arzneimitteln, die durch Cytochrom-P450-Isoenzyme einschließlich CYP1A2,
CYP2A6, CYP2C8/9/10, CYP2D6, CYP2E1, CYP3A4 und CYP3A5 metabolisiert werden.
In-vitro-Untersuchungen haben gezeigt, dass Paliperidon ein P-gp-Substrat und ein schwacher P-gp-
Inhibitor bei hohen Konzentrationen ist. In-vivo-Daten liegen nicht vor und die klinische Relevanz istunbekannt.
Basierend auf einer populationspharmakokinetischen Analyse lag die mediane apparente
Halbwertszeit von Paliperidon nach Anwendung von TREVICTA über den Dosisbereich von175-525 mg zwischen 84-95 Tagen nach deltoidaler Anwendung und 118-139 Tagen nach glutealer
Anwendung.Injektion des 3-Monats-Paliperidonpalmitats im Vergleich zu anderen Paliperidonformulierungen
TREVICTA wurde entwickelt, um therapeutische Konzentrationen von Paliperidon über einen
Zeitraum von 3 Monaten aufrechtzuerhalten, während die 1-Monats-Injektion Paliperidonpalmitatmonatlich angewendet wird. Wenn TREVICTA in Dosen angewendet wird, die 3,5-fach über der derentsprechenden 1-Monats-Injektion Paliperidonpalmitat liegen (siehe Abschnitt 4.2), führt dies zu
Paliperidon-Expositionen, die vergleichbar mit denen der 1-Monats-Injektion Paliperidonpalmitat undmit denen der einmal täglich eingenommenen Paliperidon-Retardtabletten sind. Der
Expositionsbereich von TREVICTA umfasst den Expositionsbereich für die zugelassenen
Dosierungsstärken der Paliperidon-Retardtabletten.
Einschränkung der LeberfunktionPaliperidon wird nicht extensiv in der Leber metabolisiert. Zwar wurde TREVICTA nicht bei
Patienten mit Einschränkung der Leberfunktion untersucht, bei Patienten mit leichter odermittelschwerer Einschränkung der Leberfunktion ist jedoch keine Dosisanpassung erforderlich. Ineiner Studie mit oralem Paliperidon bei Studienteilnehmern mit mittelschwerer Einschränkung der
Leberfunktion (Child-Pugh-Klasse B) waren die Plasmakonzentrationen von freiem Paliperidonähnlich denen gesunder Studienteilnehmer. Paliperidon wurde bei Patienten mit schwerer
Einschränkung der Leberfunktion nicht untersucht.
Einschränkung der NierenfunktionTREVICTA wurde bei Patienten mit Einschränkung der Nierenfunktion nicht systematisch untersucht.
Die Disposition einer oralen Einzeldosis einer 3 mg Paliperidon-Retardtablette wurde an
Studienteilnehmern mit unterschiedlich stark eingeschränkter Nierenfunktion untersucht. Die
Elimination des Paliperidons nahm mit reduzierter geschätzter Kreatinin-Clearance ab. Die Gesamt-
Clearance von Paliperidon war bei Studienteilnehmern mit leichter Einschränkung der Nierenfunktionum 32% (CrCl = 50 bis < 80 ml/min), mit mäßiger Einschränkung um 64% (CrCl = 30 bis< 50 ml/min) und mit schwerer Einschränkung um 71% (CrCl = 10 bis < 30 ml/min) verringert. Diesentspricht einer durchschnittlichen 1,5-, 2,6- bzw. 4,8-fachen Erhöhung der Exposition (AUCinf) im
Vergleich zu gesunden Studienteilnehmern.
Ältere PatientenEine populationspharmakokinetische Analyse zeigte keine Anzeichen für altersspezifische
Unterschiede in der Pharmakokinetik.
Body-Mass-Index (BMI)/Körpergewicht
Bei übergewichtigen und adipösen Studienteilnehmern wurde eine niedrigere Cmax beobachtet. Imapparenten Steady-state mit TREVICTA waren die Minimalkonzentrationen zwischennormalgewichtigen, übergewichtigen und adipösen Studienteilnehmern vergleichbar.
Ethnische ZugehörigkeitEine populationspharmakokinetische Analyse zeigte keine Anzeichen für ethnische Unterschiede inder Pharmakokinetik.
GeschlechtEine populationspharmakokinetische Analyse zeigte keine Anzeichen für geschlechtsspezifische
Unterschiede in der Pharmakokinetik.
Rauchen
Aus In-vitro-Studien mit Enzymen der menschlichen Leber geht hervor, dass Paliperidon kein Substratvon CYP1A2 ist; Rauchen sollte daher keinen Einfluss auf die Pharmakokinetik von Paliperidonhaben. Die Auswirkung des Rauchens auf die Pharmakokinetik von Paliperidon wurde mit
TREVICTA nicht untersucht. Eine populationspharmakokinetische Auswertung auf Grundlage von
Daten mit oralen Paliperidon-Retardtabletten zeigte eine leicht niedrigere Exposition mit Paliperidonbei Rauchern im Vergleich zu Nichtrauchern. Dieser Unterschied ist jedoch vermutlich nicht vonklinischer Relevanz.
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe von intramuskulär injiziertem Paliperidonpalmitat (die1-Monats-Formulierung) und oral verabreichtem Paliperidon an Ratten und Hunden zeigtenhauptsächlich pharmakologische Effekte, wie Sedierung und Prolaktin-vermittelte Wirkungen auf die
Brustdrüsen und Genitalien. Bei mit Paliperidonpalmitat behandelten Tieren wurde eine
Entzündungsreaktion an der intramuskulären Injektionsstelle beobachtet. In einigen Fällen kam es zu
Abszessbildung.
In Reproduktionsstudien an Ratten unter Verwendung von oralem Risperidon, welches bei der Ratteund beim Menschen extensiv in Paliperidon umgewandelt wird, wurden unerwünschte Effekte auf das
Geburtsgewicht und das Überleben der Nachkommen beobachtet. Nach intramuskulärer
Verabreichung von Paliperidonpalmitat bei trächtigen Ratten bis zur höchsten Dosis (160 mg/kg/Tag)wurden keine Embryotoxizität oder Fehlbildungen beobachtet. Dies entspricht einer 2,2-fachen
Exposition beim Menschen bei der höchsten empfohlenen Dosis von 525 mg. Andere Dopamin-
Antagonisten wirkten sich negativ auf das Lernvermögen und die motorische Entwicklung der
Nachkommen aus, wenn sie bei trächtigen Tieren angewendet wurden.
Paliperidonpalmitat und Paliperidon waren nicht genotoxisch. In Studien an Ratten und Mäusen zur
Kanzerogenität von Risperidon bei oraler Anwendung wurde eine erhöhte Häufigkeit von
Hypophysenadenomen (Maus), endokrinen Pankreasadenomen (Ratte) und Brustdrüsenadenomen(beide Spezies) beobachtet. Das kanzerogene Potenzial von intramuskulär injiziertem
Paliperidonpalmitat wurde an Ratten untersucht. Es wurde eine statistisch signifikante Erhöhung der
Inzidenz von Brustdrüsenadenokarzinomen bei weiblichen Ratten bei 10, 30 und 60 mg/kg/Monatbeobachtet. Männliche Ratten zeigten eine statistisch signifikante Erhöhung der Inzidenz von
Brustdrüsenadenomen und -karzinomen bei 30 und 60 mg/kg/Monat. Dies entspricht dem 0,6- bzw.1,2-fachen Expositionswert bei der höchsten empfohlenen Dosis beim Menschen von 525 mg. Beidiesen Tumoren besteht ein möglicher Zusammenhang mit einem anhaltenden Dopamin-D2-
Antagonismus sowie mit einer Hyperprolaktinämie. Die Relevanz dieser Erkenntnisse zu Tumoren bei
Nagern in Bezug auf ein Risiko für den Menschen ist nicht bekannt.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Polysorbat 20Macrogol 4 000
Citronensäure-Monohydrat
Natriumdihydrogenphosphat 1 H2O
Natriumhydroxid (zur Einstellung des pH-Werts)
Wasser für Injektionszwecke
6.2 Inkompatibilitäten
Dieses Arzneimittel darf nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
6.3 Haltbarkeit
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
175 mg0,88 ml Suspension in einer Fertigspritze (Cyclo-Olefin-Copolymer) mit Kolbenstopfen, Backstop und
Spitzenkappe (Bromobutylkautschuk) mit einer dünnwandigen 22G 1,5-Zoll-Sicherheitskanüle(0,72 mm x 38,1 mm) und einer dünnwandigen 22G 1-Zoll-Sicherheitskanüle (0,72 mm × 25,4 mm).
263 mg1,32 ml Suspension in einer Fertigspritze (Cyclo-Olefin-Copolymer) mit Kolbenstopfen, Backstop und
Spitzenkappe (Bromobutylkautschuk) mit einer dünnwandigen 22G 1,5-Zoll-Sicherheitskanüle(0,72 mm x 38,1 mm) und einer dünnwandigen 22G 1-Zoll-Sicherheitskanüle (0,72 mm × 25,4 mm).
350 mg1,75 ml Suspension in einer Fertigspritze (Cyclo-Olefin-Copolymer) mit Kolbenstopfen, Backstop und
Spitzenkappe (Bromobutylkautschuk) mit einer dünnwandigen 22G 1,5-Zoll-Sicherheitskanüle(0,72 mm x 38,1 mm) und einer dünnwandigen 22G 1-Zoll-Sicherheitskanüle (0,72 mm × 25,4 mm).
525 mg2,63 ml Suspension in einer Fertigspritze (Cyclo-Olefin-Copolymer) mit Kolbenstopfen, Backstop und
Spitzenkappe (Bromobutylkautschuk) mit einer dünnwandigen 22G 1,5-Zoll-Sicherheitskanüle(0,72 mm x 38,1 mm) und einer dünnwandigen 22G 1-Zoll-Sicherheitskanüle (0,72 mm × 25,4 mm).
Packungsgrößen:Die Packung enthält 1 Fertigspritze und 2 Kanülen
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
HandhabungNicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.
Vollständige Hinweise zur Anwendung und Handhabung von TREVICTA finden sich in der
Packungsbeilage (siehe Die folgenden Informationen sind für Ärzte oder medizinisches Fachpersonalbestimmt).
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
Janssen-Cilag International NV
Turnhoutseweg 30
B-2340 Beerse
Belgien
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
EU/1/14/971/007
EU/1/14/971/008
EU/1/14/971/009
EU/1/14/971/010
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 05. Dezember 2014
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung:
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.