Angewendet bei: funktionelle hepatobiliäre Beschwerden; Dyspepsie
Art der Anwendung: oral
Substanz: Schöllkraut (pflanzliches Choleretikum)
ATC: A05AXN1 (ALIMENTÄRES SYSTEM UND STOFFWECHSEL | GALLENTHERAPIE | Andere Mittel zur Gallentherapie)
Dieses Arzneimittel kann die Leber beeinträchtigen.
Während der Stillzeit nur auf ärztliche Empfehlung anwenden.
Während der Schwangerschaft nur auf ärztliche Empfehlung anwenden.
Schöllkraut, botanisch Chelidonium majus, ist eine Pflanze, die traditionell in manchen Präparaten bei leichten Verdauungsbeschwerden oder äußerlich bei Warzen und Hornhaut verwendet wird. Sie enthält wirksame Alkaloide und ist daher nicht automatisch harmlos, nur weil sie pflanzlich ist. Die Anwendung sollte vorsichtig erfolgen.
Bei innerlicher Anwendung müssen Dosierung und Dauer genau der Packungsbeilage entsprechen. Längere Anwendung oder hohe Dosen können das Risiko toxischer Reaktionen erhöhen. Bei äußerlicher Anwendung wird das Mittel nur lokal aufgetragen; gesunde Haut, Augen, Schleimhäute und offene Wunden sind zu vermeiden. Konzentrierte Hauszubereitungen sollten nicht ohne fachlichen Rat genutzt werden.
Die wichtigste Warnung betrifft mögliche Leberschäden. Berichtet wurden erhöhte Leberwerte, arzneimittelbedingte Hepatitis und selten schwere Verläufe. Weitere Reaktionen können Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall, Schwindel, Hautreizungen oder Allergien sein. Das Risiko ist nicht immer vorhersehbar und kann auch bei üblichen Dosen auftreten.
Suchen Sie sofort ärztlichen Rat bei starker Müdigkeit, Appetitverlust, schwerer Übelkeit, Schmerzen im rechten Oberbauch, dunklem Urin, hellem Stuhl oder Gelbfärbung von Haut und Augen. Schöllkraut wird in Schwangerschaft, Stillzeit, bei Lebererkrankungen und bei Kindern ohne ärztlichen Rat nicht empfohlen. Es ersetzt keine Abklärung anhaltender Bauchschmerzen.