Angewendet bei: schweres Asthma
Art der Anwendung: Injektion
Substanz: tezepelumab (monoklonaler Antikörper)
ATC: R03DX11 (RESPIRATIONSTRAKT | MITTEL BEI OBSTRUKTIVEN ATEMWEGSERKRANKUNGEN | ANDERE MITTEL BEI OBSTRUKTIVEN ATEMWEGSERKRANKUNGEN ZUR SYSTEMISCHEN ANWENDUNG | Andere Mittel bei obstruktiven Atemwegserkrankungen zur systemischen Anwendung)
Tezepelumab ist ein monoklonaler Antikörper, der zur Behandlung von schwerem Asthma bei Patienten eingesetzt wird, die nicht ausreichend auf andere Therapien ansprechen. Es wirkt durch die Hemmung von Thymus-Stroma-Lymphopoietin (TSLP), einem Protein, das am Entzündungsprozess bei Asthma beteiligt ist.
Das Medikament wird subkutan injiziert, in der Regel einmal im Monat, wie von einem Arzt verordnet. Es wird als Zusatztherapie verwendet, um die Häufigkeit von Asthma-Exazerbationen zu reduzieren.
Patienten sollten auf mögliche Nebenwirkungen wie Reaktionen an der Injektionsstelle, Atemwegsinfektionen oder Kopfschmerzen überwacht werden. Es ist wichtig, den Arzt über ungewöhnliche Symptome zu informieren.
Häufige Nebenwirkungen sind Infektionen der oberen Atemwege, Kopfschmerzen und Reaktionen an der Injektionsstelle. In seltenen Fällen können schwere allergische Reaktionen oder schwere Infektionen auftreten. Patienten sollten vor Beginn der Behandlung über diese Risiken informiert werden.
Tezspire 210 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Tezspire 210 mg Injektionslösung im Fertigpen
Fertigspritze
Jede Fertigspritze enthält 210 mg Tezepelumab in 1,91 ml Lösung (110 mg/ml).
Fertigpen
Jeder Fertigpen enthält 210 mg Tezepelumab in 1,91 ml Lösung (110 mg/ml).
Tezepelumab ist ein humaner monoklonaler Antikörper, der mittels rekombinanter DNA-Technologiein Ovarialzellen des chinesischen Hamsters hergestellt wird.
Sonstige Bestandteile mit bekannter WirkungDieses Arzneimittel enthält 48 mg Prolin und 0,19 mg Polysorbat 80 pro 210-mg-Dosis (1,91 ml).
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
Injektionslösung (Injektion)
Klare bis opaleszente, farblose bis hellgelbe Lösung.
Asthma
Tezspire ist angezeigt als Add-on-Erhaltungstherapie bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahrenmit schwerem Asthma, das trotz hochdosierter inhalativer Corticosteroide plus eines weiteren
Arzneimittels zur Erhaltungstherapie unzureichend kontrolliert ist.
Chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (Chronic rhinosinusitis with nasal polyps, CRSwNP)
Tezspire ist angezeigt als Add-on-Therapie mit intranasalen Corticosteroiden zur Behandlung von
Erwachsenen mit schwerer CRSwNP, die mit systemischen Corticosteroiden und/oder chirurgischem
Eingriff nicht ausreichend kontrolliert werden kann.
Die Behandlung sollte von Ärzten initiiert werden, die Erfahrung in der Diagnose und Behandlung der
Erkrankungen haben, bei denen Tezspire indiziert ist (siehe Abschnitt 4.1).
DosierungTezspire ist für die Langzeitbehandlung bestimmt. Basierend auf dem Grad der Krankheitskontrollebeim jeweiligen Patienten sollte mindestens einmal jährlich über die Fortführung der Therapieentschieden werden.
Asthma
Erwachsene und Jugendliche (ab 12 Jahren)Die empfohlene Dosis beträgt 210 mg Tezepelumab als subkutane Injektion alle 4 Wochen.
CRSwNP
Die empfohlene Dosis für Erwachsene beträgt 210 mg Tezepelumab als subkutane Injektion alle4 Wochen.
Versäumte DosisWenn eine Injektion versäumt wird, sollte diese schnellstmöglich nachgeholt werden. Danach kannder Patient die Anwendung gemäß Dosierungsschema fortsetzen. Wenn bereits die nächste Injektionansteht, soll Tezspire wie geplant angewendet werden. Es darf keine doppelte Dosis angewendetwerden.
Besondere PatientengruppenBei älteren Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).
Nieren- und LeberfunktionsstörungBei Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörung ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe
Abschnitt 5.2).
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit und Wirksamkeit von Tezspire ist bei Kindern unter 12 Jahren zur Behandlung von
Asthma nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Tezspire ist bei Kindern unter 18 Jahren zur Behandlung von
CRSwNP nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Art der AnwendungTezspire wird als subkutane Injektion verabreicht.
Nach Schulung in der subkutanen Injektionstechnik können sich Patienten dieses Arzneimittel selbstinjizieren oder sich von ihren Betreuungspersonen injizieren lassen. Vor der Anwendung müssen die
Patienten und/oder ihre Betreuungspersonen sorgfältig in der Vorbereitung und Anwendung von
Tezspire gemäß der Information 'Hinweise zur Anwendung“ geschult werden.
Tezspire sollte in den Oberschenkel oder in den Bauch injiziert werden, jedoch nicht in den 5-cm-
Bereich um den Bauchnabel herum. Wenn medizinisches Fachpersonal oder eine Betreuungspersondie Injektion vornimmt, kann auch in den Oberarm injiziert werden. Ein Patient sollte sich nicht selbstin den Oberarm injizieren. Es sollte nicht in Körperbereiche injiziert werden, wo die Haut dünn,geprellt, gerötet oder verhärtet ist. Es wird empfohlen, die Injektionsstelle bei jeder Injektion zuwechseln.
Eine ausführliche Anleitung zur Anwendung der Fertigspritze oder des Fertigpens ist in der
Information 'Hinweise zur Anwendung“ dargestellt.
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des
Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiertwerden.
Akute Asthma-ExazerbationenTezspire sollte nicht zur Behandlung von akuten Asthma-Exazerbationen angewendet werden.
Asthma-bedingte Symptome oder Exazerbationen können während der Behandlung auftreten. Die
Patienten sollten angewiesen werden, ärztlichen Rat einzuholen, wenn ihr Asthma nach
Behandlungsbeginn unkontrolliert bleibt oder sich verschlimmert.
CorticosteroideEin abruptes Absetzen von Corticosteroiden wird nach Beginn der Therapie nicht empfohlen. Eine
Reduktion der Corticosteroid-Dosen sollte, sofern angemessen, stufenweise und unter ärztlicher
Überwachung erfolgen.
ÜberempfindlichkeitsreaktionenNach der Anwendung von Tezepelumab können Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Anaphylaxie,
Ausschlag) auftreten (siehe Abschnitt 4.8). Diese Reaktionen können innerhalb von Stunden nach der
Anwendung auftreten, können in einigen Fällen jedoch verzögert einsetzen (z. B. nach Tagen).
Anaphylaxien in der Anamnese, unabhängig von Tezepelumab, können ein Risikofaktor für eine
Anaphylaxie nach der Anwendung von Tezspire sein. Entsprechend der klinischen Praxis sollten
Patienten über einen angemessenen Zeitraum nach der Anwendung von Tezspire überwacht werden.
Im Falle einer schwerwiegenden Überempfindlichkeitsreaktion (z. B. Anaphylaxie) sollte
Tezepelumab umgehend abgesetzt und eine entsprechende Therapie, so wie klinisch indiziert, initiiertwerden.
Schwerwiegende InfektionenTheoretisch kann das Blockieren von thymischem stromalem Lymphopoietin (TSLP) das Risiko fürschwerwiegende Infektionen erhöhen. In placebokontrollierten Studien wurde kein Anstieg vonschwerwiegenden Infektionen unter Tezepelumab beobachtet.
Patienten mit bestehenden schwerwiegenden Infektionen sollten vor Beginn der Therapie mit
Tezepelumab diesbezüglich behandelt werden. Wenn Patienten während der Tezepelumab-Therapieeine schwerwiegende Infektion entwickeln, sollte die Therapie mit Tezepelumab unterbrochenwerden, bis die schwerwiegende Infektion abgeklungen ist.
Schwerwiegende kardiale EreignisseIn einer klinischen Langzeitstudie wurde bei Patienten, die mit Tezepelumab behandelt wurden, einnumerisches Ungleichgewicht an schwerwiegenden kardialen unerwünschten Ereignissen im
Vergleich zu Placebo beobachtet. Es wurde weder ein kausaler Zusammenhang zwischen
Tezepelumab und diesen Ereignissen festgestellt, noch wurde eine Patientenpopulation mit einemerhöhten Risiko für diese Ereignisse identifiziert.
Patienten sollten auf Anzeichen oder Symptome hingewiesen werden, die auf ein kardiales Ereignishindeuten (wie z. B. Brustschmerzen, Dyspnoe, Unwohlsein, Benommenheit oder Ohnmacht) undangewiesen werden, bei Auftreten solcher Symptome sofort einen Arzt aufzusuchen. Wenn Patientenwährend der Tezepelumab-Therapie ein schwerwiegendes kardiales Ereignis entwickeln, sollte die
Therapie mit Tezepelumab unterbrochen werden, bis sich das akute Ereignis stabilisiert.
Es gibt derzeit keine Daten zur Wiederaufnahme der Therapie bei Patienten, die ein schwerwiegendeskardiales Ereignis oder eine schwerwiegende Infektion entwickeln.
Parasitäre Infektion (Helminthose)Bei der Immunantwort gegen manche Helminthosen kann TSLP involviert sein. Patienten mitbekannter Helminthose wurden von der Teilnahme an klinischen Studien ausgeschlossen. Es ist nichtbekannt, ob Tezepelumab die Immunantwort eines Patienten bei einer Helminthose beeinflussen kann.
Patienten mit einer bestehenden Helminthose sollten vor Beginn der Therapie mit Tezepelumabdiesbezüglich behandelt werden. Wenn sich Patienten während der Therapie infizieren und nicht aufeine antihelminthische Behandlung ansprechen, sollte die Therapie mit Tezepelumab unterbrochenwerden, bis die Infektion abgeklungen ist.
Sonstige Bestandteile mit bekannter WirkungDieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro 210-mg-Dosis, d. h., es istnahezu 'natriumfrei“.
Dieses Arzneimittel enthält 48 mg Prolin pro 210-mg-Dosis (1,91 ml). Prolin kann für Patienten miteiner Hyperprolinämie schädlich sein.
Dieses Arzneimittel enthält 0,19 mg Polysorbat 80 pro 210-mg-Dosis (1,91 ml). Polysorbate könnenallergische Reaktionen hervorrufen.
Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen durchgeführt.
Die Anwendung attenuierter Lebendimpfstoffe sollte bei Patienten, die Tezepelumab erhalten,vermieden werden.
In einer randomisierten, doppelblinden Parallelgruppenstudie mit 70 Patienten im Alter zwischen12 und 21 Jahren mit mittelschwerem bis schwerem Asthma schien eine Behandlung mit Tezepelumabdie durch eine saisonale quadrivalente Influenzaimpfung induzierten humoralen Antikörperantwortennicht zu beeinflussen.
Es ist nicht zu erwarten, dass Tezepelumab einen klinisch relevanten Einfluss auf die Pharmakokinetikvon gleichzeitig angewendeten Asthma-Arzneimitteln hat. Auf Grundlagepopulationspharmakokinetischer Analysen hatten häufig gleichzeitig angewendete Asthma-
Arzneimittel (einschließlich Leukotrienrezeptor-Antagonisten, Theophyllin/Aminophyllin und oraler
Corticosteroide) keinen Einfluss auf die Clearance von Tezepelumab.
Bisher liegen keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen (weniger als 300 Schwangeschaftsverläufe)mit der Anwendung von Tezepelumab bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien ergabenkeine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Auswirkungen in Bezug auf die
Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt 5.3).
Humane IgG-Antikörper, wie z. B. Tezepelumab, werden über die Plazentaschranke transportiert; ausdiesem Grund kann Tezspire von der Mutter auf den sich entwickelnden Fötus übergehen.
Aus Vorsichtsgründen soll eine Anwendung von Tezspire während der Schwangerschaft vermiedenwerden, es sei denn, der zu erwartende Nutzen für die schwangere Mutter überwiegt jedes potenzielle
Risiko für das ungeborene Kind.
StillzeitEs ist nicht bekannt, ob Tezepelumab beim Menschen in die Muttermilch übergeht. Es ist bekannt,dass humane IgG-Antikörper innerhalb der ersten Tage nach der Geburt in die Muttermilch übergehen,wobei sich deren Konzentrationen kurz danach auf niedrige Werte verringern. Daher kann ein Risikofür den gestillten Säugling während dieses kurzen Zeitraums nicht ausgeschlossen werden.
Für diesen bestimmten Zeitraum sollte eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob die
Behandlung mit Tezepelumab unterbrochen/auf die Behandlung verzichtet werden soll. Dabei sollsowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Frauberücksichtigt werden.
Danach kann Tezepelumab während der Stillzeit angewendet werden, wenn dies aus klinischer Sichtnotwendig ist.
Für Informationen zum Übergang von Tezepelumab in die Muttermilch bei Tieren (Cynomolgus-
Affen), siehe Abschnitt 5.3.
FertilitätEs liegen keine Daten zur Fertilität beim Menschen vor. Tierexperimentelle Studien haben keineunerwünschten Wirkungen einer Tezepelumab-Behandlung auf die Fertilität gezeigt (siehe
Abschnitt 5.3).
Tezspire hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die
Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Die am häufigsten während der Behandlung von Asthma berichteten Nebenwirkungen sind Arthralgie(3,8 %) und Pharyngitis (4,1 %). Die am häufigsten während der Behandlung von CRSwNP berichtete
Nebenwirkung ist Pharyngitis (5,4 %).
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenTabelle 1 zeigt die Nebenwirkungen aus klinischen Studien bei Patienten mit schwerem Asthma und
CRSwNP, die mindestens eine Dosis Tezspire in Studien über die Dauer von 52 Wochen erhielten,sowie aus Erfahrungen nach Markteinführung.
Die Nebenwirkungshäufigkeiten werden gemäß der folgenden Konvention definiert: sehr häufig(≥1/10), häufig (≥1/100, <1/10), gelegentlich (≥1/1 000, <1/100), selten (≥1/10 000, <1/1 000), sehrselten (<1/10 000) und nicht bekannt (Häufigkeit auf der Grundlage der verfügbaren Daten nichtabschätzbar). Innerhalb der Häufigkeitskategorien werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem
Schweregrad dargestellt.
Tabelle 1 Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen
Systemorganklasse Nebenwirkungen Häufigkeit
Infektionen und parasitäre Erkrankungen Pharyngitisa Häufig
Erkrankungen des Immunsystems Überempfindlichkeit Nicht bekannt(einschließlichanaphylaktischer
Reaktion)
Erkrankungen der Haut und des Ausschlagb Häufig
Unterhautgewebes
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Arthralgie Häufig
Knochenerkrankungen
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Reaktion an der Häufig
Verabreichungsort Injektionsstelleca Pharyngitis wurde mittels der folgenden zusammengefassten bevorzugten Begriffe definiert: Pharyngitis,
Pharyngitis bakteriell, Pharyngitis durch Streptokokken und virale Pharyngitis.b Ausschlag wurde mittels der folgenden zusammengefassten bevorzugten Begriffe definiert: Ausschlag,
Ausschlag mit Juckreiz, erythematöser Hautausschlag, Ausschlag makulo-papulös, makulöser Ausschlag.c Siehe 'Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen“.
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenIn den gepoolten Sicherheitsdaten der PATHWAY- und der NAVIGATOR-Studie traten Reaktionenan der Injektionsstelle (z. B. Erytheme, Schwellungen, Schmerzen) bei 3,8 % der Patienten auf, diemit Tezepelumab 210 mg subkutan alle 4 Wochen (Q4W) behandelt wurden.
Kinder und JugendlicheInsgesamt 82 Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren mit schwerem, unkontrolliertem Asthmawurden in die 52-wöchige Phase-III-Studie NAVIGATOR eingeschlossen (siehe Abschnitt 5.1). Das
Sicherheitsprofil bei Jugendlichen war im Allgemeinen mit dem der Gesamtstudienpopulationvergleichbar.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
In klinischen Studien erhielten Asthma-Patienten Dosen von bis zu 280 mg subkutan alle 2 Wochen(Q2W) und Dosen von bis zu 700 mg intravenös alle 4 Wochen (Q4W) ohne Hinweise aufdosisabhängige Toxizitäten.
Es gibt keine spezifische Behandlung bei einer Überdosierung mit Tezepelumab. Im Falle einer
Überdosierung sollte der Patient unterstützend behandelt und entsprechend überwacht werden.
Pharmakotherapeutische Gruppe: Mittel bei obstruktiven Atemwegserkrankungen, andere Mittel beiobstruktiven Atemwegserkrankungen zur systemischen Anwendung, ATC-Code: R03DX11
WirkmechanismusTezepelumab ist ein monoklonaler Antikörper (IgG2λ), der gegen das thymische stromale
Lymphopoietin (TSLP) gerichtet ist und so dessen Interaktion mit dem heterodimeren TSLP-Rezeptorverhindert. Bei Asthma und CRSwNP induzieren sowohl allergische als auch nicht-allergische
Auslöser die TSLP-Produktion. Das Blockieren von TSLP durch Tezepelumab verringert ein breites
Spektrum an Biomarkern und Zytokinen, die mit Atemwegs- und Schleimhautentzündungen bei
Asthma und CRSwNP in Zusammenhang stehen (z. B. Eosinophile im Blut oder in der
Atemwegsschleimhaut, IgE, FeNO, IL-5 und IL-13); der Wirkmechanismus von Tezepelumab bei
Asthma und CRSwNP ist jedoch noch nicht abschließend geklärt.
Pharmakodynamische WirkungenIn klinischen Studien zu Asthma reduzierte die Anwendung von Tezepelumab 210 mg subkutan alle4 Wochen die Eosinophilenzahl im Blut, den FeNO-Wert, die IL-5-Konzentration, die IL-13-
Konzentration und die Serum-IgE-Konzentration gegenüber dem Baseline-Wert im Vergleich zu
Placebo. Diese Marker waren nach 2 Behandlungswochen nahezu maximal supprimiert, mit
Ausnahme von IgE, das langsamer zurückging. Diese Wirkungen blieben während der gesamten
Behandlung erhalten.
In einer klinischen Studie zu CRSwNP führte die Anwendung von 210 mg Tezepelumab subkutan alle4 Wochen zu einer Reduktion von Entzündungsbiomarkern (Eosinophile im Blut, FeNO [bei
Teilnehmern mit komorbidem Asthma] und Serum-IgE).
Wirkung auf die Eosinophilen in der AtemwegsschleimhautIn einer klinischen Studie reduzierte die Anwendung von Tezepelumab 210 mg subkutan alle4 Wochen die Eosinophilenzahl in der Submukosa um 89 % verglichen mit einer Reduktion um 25 %unter Placebo. Diese Reduktion zeigte sich durchgehend, unabhängig von den
Entzündungsbiomarkern zur Baseline.
ImmunogenitätBei Patienten mit Asthma (NAVIGATOR-Studie) wurden zu jeglichem Zeitpunkt Anti-Drug-
Antikörper (ADA) bei 26 (4,9 %) von 527 Patienten nachgewiesen, die während des 52-wöchigen
Studienzeitraums mit Tezepelumab im empfohlenen Dosierungsschema behandelt wurden. Von diesen26 Patienten entwickelten 10 Patienten (1,9 % der mit Tezepelumab behandelten Patienten)behandlungsbedingte ADA und 1 Patient (0,2 % der mit Tezepelumab behandelten Patienten)entwickelte neutralisierende Antikörper. Die ADA-Titer waren im Allgemeinen niedrig und tratenhäufig vorübergehend auf. Es wurde kein Hinweis auf einen Einfluss der ADA auf die
Pharmakokinetik, Pharmakodynamik, die Wirksamkeit oder die Sicherheit beobachtet.
Bei Patienten mit CRSwNP (WAYPOINT-Studie) entwickelten 6 (4 %) von 164 Patienten, diewährend des 52-wöchigen Behandlungszeitraums mit Tezepelumab 210 mg subkutan alle 4 Wochenbehandelt wurden, eine behandlungsbedingte ADA-Antwort. Eine neutralisierende Antikörperaktivitätwurde bei 1 der ADA-positiven Patienten festgestellt. Obwohl es keine erkennbaren Auswirkungenvon ADA auf die Pharmakokinetik, Pharmakodynamik, Wirksamkeit oder Sicherheit gab, war die
Anzahl der Patienten mit behandlungsbedingten ADA für eine formale Beurteilung bei CRSwNP nichtausreichend.
Klinische WirksamkeitAsthma
Die Wirksamkeit von Tezepelumab wurde in zwei randomisierten, doppelblinden, in parallelen
Gruppen durchgeführten, placebokontrollierten Studien (PATHWAY und NAVIGATOR) mit einer
Dauer von 52 Wochen bei insgesamt 1609 Patienten ab 12 Jahren mit schwerem Asthma evaluiert. Inbeide Studien wurden Patienten eingeschlossen, ohne dass diese bei Baseline eine
Mindestkonzentration an Eosinophilen im Blut oder andere Entzündungsbiomarker (z. B. FeNO oder
IgE) haben mussten.
PATHWAY war eine 52-wöchige Exazerbationsstudie, in die 550 Patienten (ab 18 Jahren) mitschwerem, unkontrolliertem Asthma eingeschlossen wurden und die eine Behandlung mit
Tezepelumab 70 mg subkutan Q4W, Tezepelumab 210 mg subkutan Q4W, Tezepelumab 280 mgsubkutan Q2W oder Placebo erhielten. Die Patienten mussten in den vorangegangenen 12 Monatenmindestens 2 Asthma-Exazerbationen gehabt haben, die eine Behandlung mit oralen odersystemischen Corticosteroiden erforderten, oder eine Asthma-Exazerbation, die zu einer
Hospitalisierung führte.
NAVIGATOR war eine 52-wöchige Exazerbationsstudie, in die insgesamt 1061 Patienten(Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren) mit schwerem, unkontrolliertem Asthma eingeschlossenwurden und die eine Behandlung mit Tezepelumab 210 mg subkutan Q4W oder Placebo erhielten. Die
Patienten mussten in den vorangegangenen 12 Monaten mindestens 2 Asthma-Exazerbationen gehabthaben, die eine Behandlung mit oralen oder systemischen Corticosteroiden erforderten oder zu einer
Hospitalisierung führten.
Sowohl in PATHWAY als auch in NAVIGATOR mussten die Patienten beim Screening einen ACQ-6-Score (Asthma Control Questionnaire-6) von mindestens 1,5 aufweisen sowie bei Baseline einereduzierte Lungenfunktion (vorhergesagte Einsekundenkapazität [FEV1] vor Bronchodilatation unter80 % bei Erwachsenen und unter 90 % bei Jugendlichen) haben. Die Patienten mussten mit mittel-oder hochdosierten inhalativen Corticosteroiden (ICS) regelmäßig behandelt worden sein undmindestens ein weiteres Arzneimittel zur Asthmakontrolle, mit oder ohne orale Corticosteroide (OCS),erhalten haben. Eine hohe ICS-Dosis war definiert als > 500 µg Fluticasonpropionat oder Äquivalenttäglich. Eine mittlere ICS-Dosis war definiert als > 250 bis 500 µg Fluticasonpropionat oder
Äquivalent täglich in PATHWAY und als 500 µg Fluticasonpropionat oder Äquivalent täglich in
NAVIGATOR. Die Patienten setzten ihre Asthma-Hintergrundtherapie während der gesamten
Studiendauer weiter fort.
Die Demografie- und Baseline-Merkmale dieser beiden Studien sind in Tabelle 2 dargestellt.
Tabelle 2 Demografie- und Baseline-Merkmale der Asthmastudien
PATHWAY NAVIGATOR
N=550 N=1059
Durchschnittsalter (Jahre) (SD) 52 (12) 50 (16)
Frauen (%) 66 64
Tabelle 2 Demografie- und Baseline-Merkmale der Asthmastudien
PATHWAY NAVIGATOR
N=550 N=1059
Weiße (%) 92 62
Schwarze oder Afroamerikaner (%) 3 6
Asiaten (%) 3 28
Hispano oder Lateinamerikaner (%) 1 15
Mittlere Asthmadauer (Jahre) (SD) 17 (12) 22 (16)
Nie geraucht (%) 81 80
Anwendung hochdosierter ICS (%) 49 75
Anwendung von OCS (%) 9 9
Mittlere Anzahl von Exazerbationen im 2,4 (1,2) 2,8 (1,4)vorangegangenen Jahr (SD)
Mittlere vorhergesagte FEV1 bei Baseline (%) 60 (13) 63 (18)(SD)
Mittlere FEV1 vor Bronchodilatation (l) (SD) 1,9 (0,6) 1,8 (0,7)
Mittlere FEV1-Reversibilität nach 23 (20) 15 (15)
Bronchodilatation (%) (SD)
Mittlere EOS-Zahl im Blut bei Baseline 371 (353) 340 (403)(Zellen/µl) (SD)
EOS-Zahl im Blut ≥ 150 Zellen/µl (%) 76 74
Positiver Allergiestatus (%)a 46 64
Mittlerer FeNO-Wert (ppb) (SD) 35 (39) 44 (41)
FeNO-Wert ≥ 25 ppb (%) 44 59
Mittlerer ACQ-6-Score (SD) 2,7 (0,8) 2,8 (0,8)
EOS-Zahl im Blut ≥ 150 Zellen/µl und FeNO- 38 47
Wert ≥ 25 ppb (%)a Positiver Allergiestatus ist definiert als positiver Nachweis von Serum-IgE, das spezifisch für ein perenniales
Aeroallergen im FEIA-Panel ist.
ACQ-6, Asthma Control Questionnaire 6; EOS, Eosinophile; FEIA, Fluoreszenz-Enzym-Immunoassay; FeNO,fraktioniertes, exhaliertes Stickstoffmonoxid; FEV1, forcierte Einsekundenkapazität; ICS, inhalatives
Corticosteroid; IgE, Immunoglobulin E; OCS, orales Corticosteroid; ppb, parts per billion; SD,
Standardabweichung.
Nachfolgend sind die Ergebnisse für das empfohlene Dosierungsschema von Tezepelumab 210 mgsubkutan Q4W zusammengefasst.
ExazerbationenDer primäre Endpunkt in PATHWAY und NAVIGATOR war die Rate schwerer Asthma-
Exazerbationen, gemessen über 52 Wochen. Schwere Asthma-Exazerbationen wurden als
Verschlechterung des Asthmas definiert, die eine Behandlung mit oder eine Dosiserhöhung vonoralen/systemischen Corticosteroiden über mindestens 3 Tage oder eine einmalige Depotinjektioneines Corticosteroids und/oder das Aufsuchen einer Notaufnahme einschließlich einer Behandlung mitoralen/systemischen Corticosteroiden und/oder eine Hospitalisierung erforderte.
In beiden Studien, PATHWAY und NAVIGATOR, war die jährliche Rate schwerer Asthma-
Exazerbationen bei Patienten, die Tezepelumab erhielten, im Vergleich zu Placebo signifikantverringert (Tabelle 3 und Tabelle 4). Bei Patienten, die mit Tezepelumab behandelt wurden, traten im
Vergleich zu Placebo auch weniger Exazerbationen auf, die das Aufsuchen einer Notaufnahmeund/oder eine Hospitalisierung erforderten. In PATHWAY und NAVIGATOR waren schwere
Asthma-Exazerbationen, die das Aufsuchen einer Notaufnahme und/oder eine Hospitalisierungerforderten, mit Tezepelumab 210 mg subkutan Q4W um 85 % bzw. 79 % verringert.
Tabelle 3 Rate schwerer Exazerbationen in Woche 52 in NAVIGATORa
Tezepelumab (N=528) Placebo (N=531)
Jährliche schwere Asthma-Exazerbationsrate
Rate 0,93 2,10
Ratenverhältnis (95%-KI) 0,44 (0,37; 0,53)p-Wert <0,001a Risikozeit ist definiert als die gesamte Zeitspanne, während der eine neue Exazerbation auftreten kann (d.h. dergesamte Nachverfolgungszeitraum minus Dauer der Exazerbation und 7 Tage danach).
KI, Konfidenzintervall
Tabelle 4 Rate schwerer Exazerbationen in Woche 52 in PATHWAYa
Tezepelumab (N=137) Placebo (N=138)
Jährliche schwere Asthma-Exazerbationsrate
Rate 0,20 0,72
Ratenverhältnis (95%-KI) 0,29 (0,16; 0,51)p-Wert <0,001a Risikozeit ist definiert als der gesamte Nachverfolgungszeitraum.
KI, Konfidenzintervall
SubgruppenanalyseIn NAVIGATOR zeigte Tezepelumab eine Reduktion der Rate schwerer Asthma-Exazerbationenunabhängig von der Eosinophilenzahl im Blut, der FeNO-Werte sowie des Allergiestatus (bestimmtanhand von spezifischem IgE für ein perenniales Aeroallergen) zur Baseline. Ähnliche Ergebnissewurden in PATHWAY beobachtet. Siehe Abbildung 1.
In NAVIGATOR war die Reduktion der Rate schwerer Asthma-Exazerbationen bei Patienten mitansteigenden Eosinophilenzahlen im Blut und FeNO-Werten bei Baseline größer (Ratenverhältnis =0,79 [95%-KI: 0,48; 1,28] bei Patienten mit Eosinophilenzahl im Blut < 150 Zellen/μl und
FeNO < 25 ppb bei Baseline; Ratenverhältnis = 0,30 [95%-KI: 0,23; 0,40] bei Patienten mit
Eosinophilenzahl im Blut ≥ 150 Zellen/µl und FeNO ≥ 25 ppb bei Baseline).
Abbildung 1 Ratenverhältnis der jährlichen schweren Asthma-Exazerbationen über52 Wochen in Bezug auf verschiedene Baseline-Biomarker für den
Gesamtanalyse-Datensatz (NAVIGATOR und PATHWAY, gepoolt)a
Tezepelumab210 mg Q4W Placebo
N /Rate N/Rate
Ratenverhältnis(Estimand) (Estimand) (95%-KI)
Gesamt
Eosinophile bei Baseline (Zellen/μl)
Eosinophile bei Baseline (Zellen/μl)
FeNO bei Baseline (ppb)
Allergiestatusb
Positiver Allergiestatus
Negativer Allergiestatus
Eosinophile (Zellen/µl) und FeNO (ppb)bei Baseline
Eosinophile <150 und FeNO <25
Eosinophile >=150 und FeNO <25
Eosinophile <150 und FeNO >=25
Eosinophile >=150 und FeNO >=25begünstigt Tezepelumab begünstigt Placebo
Ratenverhältnis (95%-KI)a Risikozeit ist definiert als die gesamte Zeitspanne, während der eine neue Exazerbation auftreten kann (d.h. dergesamte Nachverfolgungszeitraum minus Dauer der Exazerbation und 7 Tage danach).
b Allergiestatus ist definiert als Nachweis von Serum-IgE, das spezifisch für ein perenniales Aeroallergen im
FEIA-Panel ist.
LungenfunktionDie FEV1-Änderung gegenüber Baseline wurde in NAVIGATOR als sekundärer Endpunkt erhoben.
Im Vergleich zu Placebo führte Tezepelumab zu klinisch bedeutsamen Verbesserungen der mittleren
FEV1-Änderung gegenüber Baseline (Tabelle 5).
Patientenberichtete ErgebnisseVeränderungen gegenüber Baseline im ACQ-6, dem standardisierten Fragebogen zur Lebensqualitätbei Asthmatikern ab 12 Jahren [AQLQ(S)+12] (Standardised Asthma Quality of Life Questionnairefor 12 Years and Older) und die wöchentlichen mittleren Scores im Asthma-Tagebuch (Asthma
Symptom Diary, ASD) wurden in NAVIGATOR als sekundäre Endpunkte erhoben. Der Schwergradvon Giemen, Kurzatmigkeit, Husten und Brustenge wurde zweimal täglich (morgens und abends)bewertet. Nächtliches Erwachen und Aktivität wurden täglich beurteilt. Der ASD-Gesamtscore wurdeals Mittelwert der 10 Einzelkriterien berechnet (Tabelle 5).
Verbesserungen im ACQ-6 und AQLQ(S)+12 zeigten sich bereits 2 bzw. 4 Wochen nach der
Anwendung von Tezepelumab und wurden in beiden klinischen Studien bis Woche 52aufrechterhalten.
Tabelle 5 Ergebnisse der wichtigsten sekundären Endpunkte in Woche 52 in
NAVIGATORa
Tezepelumab Placebo
FEV1 vor Bronchodilatation
N 527 531
Mittlere LS-Veränderung zur Baseline 0,23 0,10(L)
Mittlere LS-Differenz zu Placebo (L) 0,13 (0,08; 0,18)(95%-KI)p-Wert <0,001
AQLQ(S)+12-Gesamtscore
N 525 526
Mittlere LS-Veränderung zur Baseline 1,48 1,14
Differenz zu Placebo (95%-KI) 0,33 (0,20; 0,47)p-Wert <0,001
ACQ-6 Score
N 527 531
Mittlere LS-Veränderung zur Baseline -1,53 -1,20
Differenz zu Placebo (95%-KI) -0,33 (-0,46; -0,20)p-Wert <0,001
ASD
N 525 531
Mittlere LS-Veränderung zur Baseline -0,70 -0,59
Differenz zu Placebo (95%-KI) -0,11 (-0,19; -0,04)p-Wert 0,004a Die Endpunkte (Estimand) wurden mittels eines gemischten Modells für wiederholte Messungen (Mixed
Models for Repeated Measurements, MMRM) ausgewertet, wobei alle vorhandenen Daten der Patienten mitmindestens einer Veränderung zum Baseline-Wert einschließlich der Daten nach Behandlungsende einbezogenwurden.
ACQ-6, Asthma Control Questionnaire 6; AQLQ(S)+12, Standardised Asthma Quality of Life Questionnaire for12 Years and Older; ASD, Asthma Symptom Diary [Asthma-Tagebuch]; KI, Konfidenzintervall; FEV1, forcierte
Einsekundenkapazität; LS, Least squares [Methode der kleinsten Quadrate]; N, Anzahl der Patienten, die in die
Analyse (Gesamtanalyse-Datensatz) einbezogen wurden, mit mindestens einer Veränderung zum Baseline-Wert
Ältere Patienten (≥ 65 Jahre)Von den 665 Asthmapatienten, die Tezepelumab 210 mg subkutan Q4W in PATHWAY und
NAVIGATOR erhielten, waren insgesamt 119 Patienten 65 Jahre oder älter, davon waren 32 Patienten75 Jahre oder älter. Die Sicherheit in diesen Altersgruppen war mit der in der gesamten
Studienpopulation vergleichbar. Die Wirksamkeit in diesen Altersgruppen war mit der in der gesamten
Studienpopulation in NAVIGATOR vergleichbar. In PATHWAY wurden nicht genügend Patienten ab65 Jahren eingeschlossen, um die Wirksamkeit in dieser Altersgruppe bestimmen zu können.
Chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP)
Die Wirksamkeit von Tezepelumab wurde in einer randomisierten, doppelblinden, in parallelen
Gruppen durchgeführten, multizentrischen, placebokontrollierten Studie (WAYPOINT) mit einer
Behandlungsdauer von 52 Wochen bei 408 Patienten im Alter von 18 Jahren und älter evaluiert, dieeine CRSwNP-Standardbehandlung erhielten. In diese Studie wurden Patienten eingeschlossen, die,trotz Behandlung mit systemischen Corticosteroiden in den letzten 12 Monaten und/oder einemsinunasalen chirurgischen Eingriff in der Vorgeschichte oder Kontraindikationen/Unverträglichkeitgegenüber einer dieser Behandlungen, eine symptomatische CRSwNP hatten.
Die Patienten erhielten über die Dauer von 52 Wochen Tezepelumab 210 mg oder Placebo subkutan
Q4W zusätzlich zu einer CRSwNP-Behandlung mit intranasalen Corticosteroiden (z. B.
Mometasonfuroat-Nasenspray).
Die Demografie- und Baseline-Merkmale der WAYPOINT-Studie sind in Tabelle 6 dargestellt.
Tabelle 6 Demografie- und Baseline-Merkmale in WAYPOINT
WAYPOINT
N=408a
Durchschnittsalter (Jahre) (SD) 50 (14)
Männlich (%) 65
Mittlere CRSwNP-Dauer (Jahre) (SD) 13 (10)
Patienten mit ≥1 vorherigen chirurgischen Eingriff (%) 71
Patienten mit Anwendung systemischer Corticosteroide 58für CRSwNP im Vorjahr (%)
Mittlerer Gesamt-NPSb (SD), Bereich 0-8 6,1 (1,2)
Mittlerer zweiwöchentlicher NCSb, c (SD), Bereich 0-3 2,6 (0,5)
Mittlerer Lund-Mackay-Sinus-Gesamt-CT-Scoreb (SD), 19 (4)
Bereich 0-24
Mittlerer zweiwöchentlicher Verlust des 2,9 (0,4)
Riechvermögensb, d (SD), Bereich 0-3
Mittlerer SNOT-22-Gesamtscoreb (SD), Bereich 0-110 69 (18)
Mittlere Eosinophilenzahl im Blut (Zellen/µl) (SD) 360 (235)
Mittleres Gesamt-IgE I.E./ml (SD) 176 (285)
Asthma/NSAID-ERD/AERDe (%) 61
NSAID-ERD/AERD (%) 17
Allergische Rhinitis (%) 14a Anzahl Patienten (N)=407 für den mittleren Gesamt-NPS; N=406 für den mittleren zweiwöchentlichen NCSund für den mittleren zweiwöchentlichen Verlust des Riechvermögens; N=404 für den mittleren Lund-Mackay-
Sinus-Gesamt-CT-Score und die mittlere Eosinophilenzahl im Blut; N=389 für das mittlere Gesamt-IgE.b Höhere Scores zeigen einen höheren Schweregrad der Krankheit oder der Symptome an.c Evaluiert als Teil des Nasenpolypen-Symptom-Tagebuchs (Nasal Polyposis Symptom Diary, NPSD).d Evaluiert mittels des Scores zu Störungen des Riechvermögens im Rahmen des NPSD.e Bis auf 3 Patienten mit AERD oder NSAID-AERD wurde für alle Patienten in dieser Subgruppe auch eine
Asthma-Diagnose berichtet.
AERD, Aspirin exacerbated respiratory disease [Aspirin-Intoleranz-Syndrom]; CRSwNP, chronische
Rhinosinusitis mit Nasenpolypen; CT, Computertomographie; IgE, Immunoglobulin E; I.E., Internationale
Einheiten; LMK, Lund-Mackay; NCS, Nasal Congestion Score [Nasaler Obstruktions-Score]; NPS, Nasal Polyp
Score [Nasaler Polypen-Score]; NSAID-ERD, nonsteroidal anti-inflammatory drug exacerbated respiratorydisease [Analgetika-Intoleranz-Syndrom]; SD, Standard Deviation [Standardabweichung]; SNOT-22, 22-item
Sino-Nasal Outcome Test [Sino-Nasal-Outcome-Test mit 22 Fragen]
Die co-primären Wirksamkeitsendpunkte waren die Veränderung des nasalen Polypen-Gesamtscores(NPS) gegenüber Baseline in Woche 52, evaluiert mittels Nasenendoskopie und bewertet durchunabhängige verblindete Prüfer, sowie die Veränderung des zweiwöchentlichen Mittelwertes desnasalen Obstruktions-Scores (NCS) gegenüber Baseline in Woche 52, evaluiert als Teil des
Nasenpolypen-Symptom-Tagebuchs (NPSD). Der Gesamt-NPS wurde anhand einer kategorialen
Skala (0-8) bestimmt. Die nasale Obstruktion wurde von den Patienten täglich auf einer kategorialen
Schweregrad-Skala von 0 bis 3 bestimmt. Für WAYPOINT werden nicht adjustierte p-Werteangegeben.
Patienten, die Tezepelumab erhielten, zeigten eine statistisch signifikante Verbesserung beim Gesamt-
NPS und beim zweiwöchentlichen Mittelwert des NCS in Woche 52 im Vergleich zu Placebo (siehe
Tabelle 7).
Die Ergebnisse der co-primären und der wichtigsten sekundären Endpunkte in WAYPOINT sind in
Tabelle 7 dargestellt.
Tabelle 7 Ergebnisse der co-primären und wichtigsten sekundären Endpunkte in
WAYPOINT
Tezepelumab Placebo p-Werta(N=203) (N=205)
Co-primäre Endpunkte
NPS in Woche 52
Baseline-Mittelwert 6,1 6,1
Mittlere LS-Veränderung -2,46 -0,38
Mittlere LS-Differenz vs. Placebo (95%-KI) -2,08 (-2,40; -1,76) <0,0001
NCS in Woche 52
Baseline-Mittelwert 2,59 2,55
Mittlere LS-Veränderung -1,74 -0,70
Mittlere LS-Differenz vs. Placebo (95%-KI) -1,04 (-1,21; -0,87) <0,0001
Wichtigste sekundäre Endpunkte
Verlust des Riechvermögensb in Woche 52
Baseline-Mittelwert 2,9 2,8
Mittlere LS-Veränderung -1,26 -0,26
Mittlere LS-Differenz vs. Placebo (95%-KI) -1,01 (-1,18; -0,83) <0,0001
SNOT-22 in Woche 52
Baseline-Mittelwert 68,2 69,2
Mittlere LS-Veränderung -45,02 -17,58
Mittlere LS-Differenz vs. Placebo (95%-KI) -27,44 (-32,51; -22,37) <0,0001
Tezepelumab Placebo p-Werta(N=203) (N=205)
Lund-Mackay-Score (LMK) in Woche 52
Baseline-Mittelwert 18,9 18,5
Mittlere LS-Veränderung -6,27 -0,57
Mittlere LS-Differenz vs. Placebo (95%-KI) -5,70 (-6,37; -5,03) <0,0001
Zeit bis zur Entscheidung für einen sinunasalen chirurgischen Eingriff und/oder für SCS-
Anwendung für CRSwNP bis Woche 52
Anteil der Patienten (%)c 5,7 31,4
Reduktion in % vs. Placebo [Hazard Ratio (95%- 92 % [0,08 (0,03; 0,16)] <0,0001
KI)]
Zeit bis zur ersten Entscheidung für einen sinunasalen chirurgischen Eingriff bis Woche 52
Anteil der Patienten (%)c 0,5 22,0
Reduktion in % vs. Placebo [Hazard Ratio (95%- 98 % [0,02 (0,00; 0,09)] <0,0001
KI)]
Zeit bis zur ersten SCS-Anwendung für CRSwNP bis Woche 52
Anteil der Patienten (%)c 5,2 19,3
Reduktion in % vs. Placebo [Hazard Ratio (95%- 89 % [0,11 (0,04; 0,25)] <0,0001
KI)]
Gesamtsymptom-Score (total symptom score, TSS) in Woche 52
Baseline-Mittelwert 16,3 16,4
Mittlere LS-Veränderung -10,39 -3,43
Mittlere LS-Differenz vs. Placebo (95%-KI) -6,96 (-8,09; -5,83) <0,0001a Es werden nicht adjustierte p-Werte dargestellt. Statistisch signifikant nach Adjustierung für multiples Testen.b Veränderung beim Verlust des Riechvermögens gegenüber Baseline evaluiert anhand des zweiwöchentlichen
Mittelwertes zur Störung des Riechvermögens im Rahmen des Riechvermögen-Item-Scores im Nasenpolypen-
Symptom-Tagebuch (Nasal Polyposis Symptom Diary, NPSD).c Kaplan-Meier-Schätzer für den Anteil der Patienten mit Ereignissen.
CRSwNP, Chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen; KI, Konfidenzintervall; mittlere LS-Veränderung(Least Squares, LS) [Methode der kleinsten Quadrate], mittlere LS-Veränderung zur Baseline; Reduktion der
Scores zeigt Verbesserung an; NCS, Nasal Congestion Score [Nasaler Obstruktions-Score]; NPS, Nasal Polyp
Score [Nasaler Polypen-Score], SCS, Systemische Corticosteroide; SD, Standard Deviation[Standardabweichung]; SNOT-22, Sino-Nasal-Outcome-Test mit 22 Fragen (22-item Sino-Nasal Outcome Test).
Abbildung 2 Mittlere LS-Veränderung des NPS-Gesamtscores gegenüber Baseline und deszweiwöchentlichen Mittelwertes des nasalen Obstruktions-Scores (NCS)gegenüber Baseline bis Woche 52
Abbildung 2a. NPS-Gesamtscore Abbildung 2b. zweiwöchentlicher Mittelwertdes NCS
Tezepelumab 210 mg Q4W (N=203) Tezepelumab 210 mg Q4W (N=203)
Placebo (N=205) Placebo (N=205)
Zeit (Wochen) Zeit (Wochen)
Eine Verbesserung des Riechvermögens wurde bei mit Tezepelumab behandelten Patienten im
Vergleich zu Patienten, die Placebo erhalten hatten, bereits bei der ersten Bewertung in Woche 2beobachtet.
Kinder und JugendlicheAsthma
Insgesamt 82 Jugendliche im Alter zwischen 12 und 17 Jahren mit schwerem, unkontrolliertem
Asthma wurden in NAVIGATOR eingeschlossen und erhielten eine Behandlung mit Tezepelumab(n=41) oder Placebo (n=41). Von den 41 Jugendlichen, die eine Behandlung mit Tezepelumaberhielten, nahmen 15 hochdosierte ICS bei Baseline. Die jährliche Asthma-Exazerbationsrate, die beimit Tezepelumab behandelten Jugendlichen beobachtet wurde, betrug 0,68 gegenüber 0,97 für Placebo(Ratenverhältnis 0,70; 95%-KI 0,34; 1,46). Die mittlere LS-Veränderung (Least Squares, LS) des
FEV1 gegenüber dem Baseline-Wert, die bei mit Tezepelumab behandelten Jugendlichen beobachtetwurde, betrug 0,44 Liter gegenüber 0,27 Liter bei Placebo (mittlere LS-Differenz 0,17 Liter; 95%-KI -0,01; 0,35). Das pharmakodynamische Ansprechen bei Jugendlichen war im Allgemeinen ähnlich wiebei der gesamten Studienpopulation.
Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Tezspire eine Zurückstellung von der Verpflichtung zur
Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehreren pädiatrischen Altersklassen in Asthmagewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).
CRSwNP
Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Tezspire eine Freistellung von der Verpflichtung zur
Vorlage von Ergebnissen zu Studien in allen pädiatrischen Altersklassen in CRSwNP gewährt (siehe
Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).
Die Pharmakokinetik von Tezepelumab ist bei Patienten mit Asthma und CRSwNP vergleichbar.
Die Pharmakokinetik von Tezepelumab war nach subkutaner Gabe in einem Dosierungsbereich von2,1 mg bis 420 mg dosisproportional.
ResorptionNach einmaliger subkutaner Gabe wurde die maximale Serumkonzentration innerhalb von ca. 3 bis10 Tagen erreicht. Auf Grundlage einer populationspharmakokinetischen Analyse betrug diegeschätzte absolute Bioverfügbarkeit ca. 77 %. Es gab keinen klinisch relevanten Unterschied im
Mittlere LS-Veränderung (95%-KI)
Mittlere LS-Veränderung (95%-KI)
Hinblick auf die Bioverfügbarkeit bei der Verabreichung an unterschiedlichen Injektionsstellen(Bauch, Oberschenkel oder Oberarm).
VerteilungAuf Grundlage einer populationspharmakokinetischen Analyse betrug das zentrale und periphere
Verteilungsvolumen von Tezepelumab 3,9 Liter bzw. 2,2 Liter bei einer 70 kg schweren Person.
BiotransformationTezepelumab ist ein humaner monoklonaler Antikörper (IgG2λ), der durch im Körper weit verbreiteterproteolytischer Enzyme abgebaut wird, und der nicht von Leberenzymen verstoffwechselt wird.
EliminationAls humaner monoklonaler Antikörper wird Tezepelumab durch intrazellulären Katabolismuseliminiert und es gibt keinen Hinweis auf eine Target-vermittelte Clearance. Aus einerpopulationspharmakokinetischen Analyse ergab sich eine geschätzte Clearance für Tezepelumab von0,17 Liter/Tag für eine 70 kg schwere Person. Die Eliminationshalbwertszeit betrug etwa 26 Tage.
Besondere PatientengruppenAuf Grundlage einer populationspharmakokinetischen Analyse hatten Alter, Geschlecht und ethnische
Herkunft keinen klinisch bedeutsamen Einfluss auf die Pharmakokinetik von Tezepelumab.
KörpergewichtAuf Grundlage einer populationspharmakokinetischen Analyse war ein höheres Körpergewicht miteiner geringeren Exposition verbunden. Der Einfluss des Körpergewichts auf die Exposition hatte aberkeine bedeutsame Auswirkung auf die Wirksamkeit und Sicherheit und erfordert keine
Dosisanpassung.Auf Grundlage einer populationspharmakokinetischen Analyse gab es im Hinblick auf das Lebensalterkeinen klinisch bedeutsamen Unterschied in der Pharmakokinetik von Tezepelumab zwischen
Erwachsenen und Jugendlichen mit Asthma im Alter von 12 bis 17 Jahren. Tezepelumab wurde bei
Kindern unter 12 Jahren zur Behandlung von Asthma und bei Kindern unter 18 Jahren zur Behandlungvon CRSwNP nicht untersucht (siehe Abschnitt 4.2).
Ältere Patienten (≥65 Jahre)Auf Grundlage einer populationspharmakokinetischen Analyse gab es bei der Pharmakokinetik von
Tezepelumab keinen klinisch bedeutsamen Unterschied zwischen Patienten ab 65 Jahren und jüngeren
Patienten.
NierenfunktionsstörungEs wurden keine formalen klinischen Studien zur Untersuchung der Auswirkungen einer
Nierenfunktionsstörung auf Tezepelumab durchgeführt. Auf Grundlage einerpopulationspharmakokinetischen Analyse war die Tezepelumab-Clearance bei Patienten mit leichter
Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance 60 bis < 90 ml/min), mittlerer Nierenfunktionsstörung(Kreatinin-Clearance 30 bis < 60 ml/min) und Patienten mit normaler Nierenfunktion (Kreatinin-
Clearance ≥ 90 ml/min) vergleichbar. Tezepelumab wurde bei Patienten mit schwerer
Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) nicht untersucht. Tezepelumab wirdjedoch nicht über die Nieren abgebaut.
LeberfunktionsstörungEs wurden keine formalen klinischen Studien zur Untersuchung der Auswirkungen einer
Leberfunktionsstörung auf Tezepelumab durchgeführt. Monoklonale IgG-Antikörper werden nichtprimär über die Leber abgebaut. Es ist nicht zu erwarten, dass eine Veränderung der Leberfunktioneine Auswirkung auf die Tezepelumab-Clearance hat. Auf Grundlage einerpopulationspharmakokinetischen Analyse hatten hepatische Funktionsbiomarker (ALT, AST und
Bilirubin) keinen Einfluss auf die Tezepelumab-Clearance.
Nicht-klinische Daten lassen auf Grundlage von Toxizitätsstudien mit wiederholter Gabe,einschließlich Untersuchungen zur Sicherheitspharmakologie und zur Fertilität sowie einerePPND(enhanced Pre- and Post-Natal Development)-Studie zur Reproduktionstoxizität bei
Cynomolgus-Affen in Dosierungen von bis zu 300 mg/kg/Woche (mit Expositionen, die mehr als 100mal höher waren als die klinischen Expositionen bei der für den Menschen empfohlenen
Maximaldosis (maximum recommended human dose [MRHD]), keine besonderen Gefahren für den
Menschen erkennen.
Tezepelumab wird bei Affen in geringen Konzentrationen (< 1 %) in die Muttermilch ausgeschieden.
Da es sich bei Tezepelumab um einen monoklonalen Antikörper handelt, wurden keine Studien zur
Genotoxizität oder zum kanzerogenen Potenzial durchgeführt.
Essigsäure 99 % (E 260)
Prolin
Polysorbat 80 (E 433)
Natriumhydroxid (zur pH-Wert-Einstellung)
Wasser für Injektionszwecke
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.
3 Jahre
Tezspire kann für maximal 30 Tage bei Raumtemperatur (20 °C - 25 °C) aufbewahrt werden. Nach
Entnahme aus dem Kühlschrank muss Tezspire innerhalb von 30 Tagen angewendet oder andernfallsentsorgt werden.
Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C). Zur Aufbewahrung nach Entnahme aus dem Kühlschrank, siehe
Abschnitt 6.3.
Fertigspritze oder Fertigpen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Nicht einfrieren. Nicht schütteln. Nicht Hitze aussetzen.
Fertigspritze1,91 ml Lösung in einer modularen Fertigspritze aus silikonisiertem Typ-I-Glas mit einer eingesetzten27-Gauge-½-inch-(12,7 mm)-Edelstahlnadel mit besonders dünner Nadelwand, einer starren
Nadelhülle und einem Bromobutyl-Kolbenstopfen. Die Fertigspritze ist mit einem Nadelschutz undeiner zusätzlichen Fingerauflage ausgestattet.
Packungsgrößen:Packung mit 1 Fertigspritze.
Mehrfachpackung aus 3 (3 Packungen mit je 1) Fertigspritze(n).
Fertigpen1,91 ml Lösung in einer modularen Fertigspritze aus silikonisiertem Typ-I-Glas mit einer eingesetzten27-Gauge-½-inch-(12,7 mm)-Edelstahlnadel mit besonders dünner Nadelwand, einer Nadelhülle undeinem Kolbenstopfen. Der Fertigpen besteht aus der modularen Fertigspritze und einem manuellen,mechanischen (federbasierten) Injektionsgerät.
Packungsgrößen:Packung mit 1 Fertigpen.
Mehrfachpackung aus 3 (3 Packungen mit je 1) Fertigpen(s).
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Dieses Arzneimittel ist nur zur einmaligen Anwendung bestimmt.
Vor der Anwendung den Karton aus dem Kühlschrank entnehmen und Tezspire bis auf
Raumtemperatur erwärmen lassen. Dies dauert in der Regel 60 Minuten.
Untersuchen Sie Tezspire vor der Anwendung visuell auf sichtbare Partikel oder Verfärbungen.
Tezspire ist klar bis opaleszent, farblos bis hellgelb. Verwenden Sie diese Arzneimittel nicht, wenndie Flüssigkeit trübe oder verfärbt ist oder wenn sie große Partikel oder fremde Bestandteile enthält.
Weitere Informationen und Anleitungen für die Vorbereitung und Anwendung von Tezspire mit der
Fertigspritze oder dem Fertigpen sind der Gebrauchsinformation und der Information 'Hinweise zur
Anwendung“ zu entnehmen.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.
AstraZeneca AB
SE-151 85 Södertälje
Schweden
EU/1/22/1677/001 1 Fertigspritze
EU/1/22/1677/002 Mehrfachpackung: 3 (3 Packungen mit je 1) Fertigspritze(n)
EU/1/22/1677/003 1 Fertigpen
EU/1/22/1677/004 Mehrfachpackung: 3 (3 Packungen mit je 1) Fertigpen(s)
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 19. September 2022
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.