Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels TEMOZOLOMIDE TEVA 20mg kapseln
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Temozolomid Teva 5 mg Hartkapseln
Temozolomid Teva 20 mg Hartkapseln
Temozolomid Teva 100 mg Hartkapseln
Temozolomid Teva 140 mg Hartkapseln
Temozolomid Teva 180 mg Hartkapseln
Temozolomid Teva 250 mg Hartkapseln
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Temozolomid Teva 5 mg Hartkapseln
Jede Hartkapsel enthält 5 mg Temozolomid.
Sonstiger Bestandteil mit bekannter WirkungJede Hartkapsel enthält 87 mg Lactose.
Temozolomid Teva 20 mg Hartkapseln
Jede Hartkapsel enthält 20 mg Temozolomid.
Sonstiger Bestandteil mit bekannter WirkungJede Hartkapsel enthält 72 mg Lactose und Gelborange S (E110).
Temozolomid Teva 100 mg Hartkapseln
Jede Hartkapsel enthält 100 mg Temozolomid.
Sonstiger Bestandteil mit bekannter WirkungJede Hartkapsel enthält 84 mg Lactose.
Temozolomid Teva 140 mg Hartkapseln
Jede Hartkapsel enthält 140 mg Temozolomid.
Sonstiger Bestandteil mit bekannter WirkungJede Hartkapsel enthält 117 mg Lactose.
Temozolomid Teva 180 mg Hartkapseln
Jede Hartkapsel enthält 180 mg Temozolomid.
Sonstiger Bestandteil mit bekannter WirkungJede Hartkapsel enthält 150 mg Lactose.
Temozolomid Teva 250 mg Hartkapseln
Jede Hartkapsel enthält 250 mg Temozolomid.
Sonstiger Bestandteil mit bekannter WirkungJede Hartkapsel enthält 209 mg Lactose.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Hartkapsel
Temozolomid Teva 5 mg Hartkapseln
Die Hartkapseln haben ein opak weißes Unter- und Oberteil mit zwei Streifen in grüner Tinte auf dem
Oberteil und mit 'T 5 mg“ in grüner Tinte auf dem Unterteil. Jede Kapsel ist ca. 16 mm lang.
Temozolomid Teva 20 mg Hartkapseln
Die Hartkapseln haben ein opak weißes Unter- und Oberteil mit zwei Streifen in orangefarbener Tinteauf dem Oberteil und mit 'T 20 mg“ in orangefarbener Tinte auf dem Unterteil. Jede Kapsel istca. 18 mm lang.
Temozolomid Teva 100 mg Hartkapseln
Die Hartkapseln haben ein opak weißes Unter- und Oberteil mit zwei Streifen in rosafarbener Tinteauf dem Oberteil und mit 'T 100 mg“ in rosafarbener Tinte auf dem Unterteil. Jede Kapsel istca. 19,5 mm lang.
Temozolomid Teva 140 mg Hartkapseln
Die Hartkapseln haben ein opak weißes Unter- und Oberteil mit zwei Streifen in blauer Tinte auf dem
Oberteil und mit 'T 140 mg“ in blauer Tinte auf dem Unterteil. Jede Kapsel ist ca. 22 mm lang.
Temozolomid Teva 180 mg Hartkapseln
Die Hartkapseln haben ein opak weißes Unter- und Oberteil mit zwei Streifen in roter Tinte auf dem
Oberteil und mit 'T 180 mg“ in roter Tinte auf dem Unterteil. Jede Kapsel ist ca. 22 mm lang.
Temozolomid Teva 250 mg Hartkapseln
Die Hartkapseln haben ein opak weißes Unter- und Oberteil mit zwei Streifen in schwarzer Tinte aufdem Oberteil und mit 'T 250 mg“ in schwarzer Tinte auf dem Unterteil. Jede Kapsel ist ca. 22 mmlang.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Temozolomid Teva ist angezeigt zur Behandlung von:- erwachsenen Patienten mit erstmalig diagnostiziertem Glioblastoma multiforme begleitend zur
Radiotherapie (RT) und anschließend als Monotherapie.- Kindern ab 3 Jahren, Jugendlichen und erwachsenen Patienten mit einem nach Standardtherapierezidivierenden oder progredienten malignen Gliom, wie z.B. Glioblastoma multiforme, oderanaplastischen Astrozytom.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Temozolomid Teva darf nur von Ärzten mit Erfahrung in der onkologischen Behandlung von
Hirntumoren verschrieben werden.
Eine antiemetische Therapie ist möglich (siehe Abschnitt 4.4).
DosierungErwachsene Patienten mit einem erstmalig diagnostizierten Glioblastoma multiforme
Temozolomid Teva wird in Kombination mit fokaler Strahlentherapie (Begleittherapie-Phase)angewendet, gefolgt von bis zu 6 Zyklen Temozolomid-(TMZ)-Monotherapie (Monotherapie-Phase).
Begleittherapie-Phase
TMZ wird täglich oral verabreicht mit einer Dosis von 75 mg/m² für 42 Tage gleichzeitig mit fokaler
Radiotherapie (60 Gy angewendet in 30 Fraktionen). Es werden keine Dosisreduktionen empfohlen,aber über eine Verzögerung oder einen Abbruch der TMZ-Anwendung sollte wöchentlichentsprechend hämatologischen und nicht-hämatologischen Toxizitätskriterien entschieden werden. Die
Anwendung von TMZ kann während der Begleitphase von 42 Tagen (bis zu 49 Tagen) durchgängigangewendet werden, wenn alle der folgenden Bedingungen erfüllt sind:- absolute Zahl der neutrophilen Granulozyten (Absolute Neutrophil Count, ANC) > 1,5 x 109/l- Zahl der Thrombozyten > 100 x 109/l- nicht-hämatologische Toxizität bewertet nach Common Toxicity Criteria (CTC) ≤ Grad 1(außer Haarausfall, Übelkeit und Erbrechen).
Während der Behandlung sollte wöchentlich ein komplettes Blutbild bestimmt werden. Die
TMZ-Anwendung sollte während der Begleitphase, entsprechend den hämatologischen undnicht-hämatologischen Toxizitätskriterien wie in Tabelle 1 aufgeführt, vorübergehend ausgesetzt oderdauerhaft abgebrochen werden.
Tabelle 1. Unterbrechung oder Abbruch der TMZ-Gabe während gleichzeitiger
Radiotherapie und TMZ-Gabe
Toxizität TMZ-Unterbrechunga TMZ-Abbruch
Absolute Zahl der neutrophilen Granulozyten ≥ 0,5 und < 1,5 x 109/l < 0,5 x 109/l
Zahl der Thrombozyten ≥ 10 und < 100 x 109/l < 10 x 109/l
CTC nicht-hämatologische Toxizität (außer CTC Grad 2 CTC Grad 3 oder 4
Haarausfall, Übelkeit, Erbrechen)a: Behandlung mit begleitendem TMZ kann fortgesetzt werden, wenn alle der folgenden Bedingungen erfüllt werden:absolute Zahl der neutrophilen Granulozyten ≥ 1,5 x 109/l; Zahl der Thrombozyten ≥ 100 x 109/l;nicht-hämatologische Toxizität bewertet nach CTC ≤ Grad 1 (außer Haarausfall, Übelkeit, Erbrechen).
Monotherapie-Phase
Vier Wochen nach Beendigung der TMZ + RT Begleittherapie-Phase wird TMZ für bis zu 6 Zyklenals Monotherapie angewendet. Die Dosis in Zyklus 1 (Monotherapie) ist 150 mg/m² einmal täglich für5 Tage gefolgt von 23 Tagen ohne Behandlung. Zu Beginn von Zyklus 2 wird die Dosis auf200 mg/m² erhöht, wenn die nicht-hämatologische Toxizität, bewertet nach CTC für Zyklus 1 ≤ Grad2 (außer Haarausfall, Übelkeit und Erbrechen), die absolute Zahl der neutrophilen Granulozyten(ANC) ≥ 1,5 x 109/l und die Zahl der Thrombozyten ≥ 100 x 109/l ist. Wurde die Dosierung im Zyklus2 nicht erhöht, so sollte auch in den folgenden Zyklen die Dosierung nicht erhöht werden. Sobald die
Dosierung erhöht wurde, wird sie bei 200 mg/m² pro Tag über die ersten 5 Tage jedes folgenden
Zyklus beibehalten, außer Toxizität tritt auf. Reduzierungen der Dosis oder Abbrüche während der
Monotherapie-Phase sollten entsprechend der Tabellen 2 und 3 erfolgen.
Während der Behandlung sollte am Tag 22 (21 Tage nach der ersten TMZ-Dosis) ein komplettes
Blutbild erstellt werden. Die Dosis sollte entsprechend Tabelle 3 reduziert oder die Anwendungabgesetzt werden.
Tabelle 2. TMZ-Dosierungsstufen für die Monotherapie
Dosierungs- TMZ Dosis Anmerkungenstufe (mg/m²/Tag)-1 100 Reduzierung aufgrund früher aufgetretener Toxizität0 150 Dosierung während Zyklus 11 200 Dosierung während der Zyklen 2-6, sofern keine Toxizitätauftrat
Tabelle 3. TMZ-Dosisreduktion oder -Absetzen während der Monotherapie
Toxizität Reduktion TMZ um Absetzen von TMZ1 Dosierungsstufea
Absolute Zahl der neutrophilen < 1,0 x 109/l Siehe Fußnote b
Granulozyten
Thrombozytenzahl < 50 x 109/l Siehe Fußnote b
CTC nicht-hämatologische Toxizität CTC Grad 3 CTC Grad 4b(außer Alopezie, Übelkeit, Erbrechen)a: TMZ-Dosierungsstufen sind in Tabelle 2 aufgelistet.b: TMZ ist abzusetzen, wenn:
* Dosierungsstufe -1 (100 mg/m²) führt noch immer zu inakzeptabler Toxizität
* Die gleiche Grad 3 nicht-hämatologische Toxizität (außer Alopezie, Übelkeit, Erbrechen) tritt auch nach
Dosisreduktion auf.
Erwachsene oder pädiatrische Patienten im Alter von 3 Jahren oder älter mit Rezidiv oder
Fortschreiten des malignen Glioms
Ein Therapiezyklus umfasst 28 Tage. Bei Patienten ohne vorherige Chemotherapie wird TMZ in einer
Dosis von 200 mg/m² Körperoberfläche einmal täglich oral in den ersten 5 Tagen angewendet gefolgtvon einer Anwendungspause von 23 Tagen (insgesamt 28 Tage). Bei chemotherapeutischvorbehandelten Patienten beträgt die Initialdosis 150 mg/m² Körperoberfläche einmal täglich, die beimzweiten Zyklus auf 200 mg/m² Körperoberfläche einmal täglich über die Dauer von 5 Tagen gesteigertwird, vorausgesetzt, es tritt keine hämatologische Toxizität auf (siehe Abschnitt 4.4).
Spezielle PatientengruppenKinder und JugendlicheBei Patienten im Alter von 3 Jahren oder älter darf TMZ nur bei rezidivierendem oderfortschreitendem malignen Gliom angewendet werden. Bei diesen Kindern sind die Erfahrungen sehrbegrenzt (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1). Die Sicherheit und Wirksamkeit von TMZ bei Kindern im
Alter von unter 3 Jahren ist nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Patienten mit Leber- oder Nierenfunktionsstörung
Die Pharmakokinetik von TMZ bei Patienten mit geringer oder mäßiger Leberfunktionsstörung ist dervon Patienten mit normaler Leberfunktion vergleichbar. Es liegen keine Daten vor über die
Anwendung von TMZ bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klassifikation
C) oder mit Nierenfunktionsstörung. Basierend auf den pharmakokinetischen Eigenschaften von TMZist es unwahrscheinlich, dass eine Dosisreduzierung bei Patienten mit schwerer Leber- oder mitjeglichem Grad von Nierenfunktionsstörung erforderlich ist. Jedoch ist Vorsicht geboten, wenn TMZbei diesen Patienten angewendet wird.
Ältere PatientenPopulationspharmakokinetische Analysen von Patienten mit einem Alter von 19-78 Jahren zeigen,dass die Clearance von TMZ durch das Alter des Patienten nicht beeinflusst wird. Jedoch scheinenältere Patienten (> 70 Jahre) ein erhöhtes Risiko für Neutropenie und Thrombozytopenie zu haben(siehe Abschnitt 4.4).
Art der AnwendungTemozolomid Teva Hartkapseln sollten im nüchternen Zustand eingenommen werden.
Die Kapseln sind mit einem Glas Wasser ganz zu schlucken und dürfen nicht geöffnet oder zerkautwerden.
Tritt nach der Anwendung der Temozolomid Teva-Dosis Erbrechen auf, sollte an diesem Tag keinezweite Dosis verabreicht werden.
4.3 Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
Überempfindlichkeit gegen Dacarbazin (DTIC).
Schwere Myelosuppression (siehe Abschnitt 4.4).
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Opportunistische Infektionen und Reaktivierung von Infektionen
Opportunistische Infektionen (wie z. B. Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie) und Reaktivierung von
Infektionen (wie z. B. HBV, CMV) wurden während der Behandlung mit TMZ beobachtet (siehe
Abschnitt 4.8).
Herpes-simplex-Enzephalitis
Bei Fällen nach der Markteinführung wurde Herpes-simplex-Enzephalitis (einschließlich mittödlichem Ausgang) bei Patienten beobachtet, die TMZ in Kombination mit Strahlentherapie erhaltenhaben, einschließlich Fälle mit gleichzeitiger Anwendung von Steroiden.
Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie
Bei Patienten, die zeitgleich TMZ und RT in einer Pilotstudie nach dem verlängerten42-Tage-Dosierungsschema erhielten, wurde gezeigt, dass diese ein besonderes Risiko haben, eine
Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie (PCP) zu entwickeln. Daher ist eine Prophylaxe gegen PCP für alle
Patienten erforderlich, die gleichzeitig TMZ und RT im Rahmen des 42-Tage-Dosierungsschemaserhalten (mit einer Maximaldauer von 49 Tagen), unabhängig von der Lymphozytenzahl. Sofern eine
Lymphopenie auftritt, ist die Prophylaxe fortzusetzen, bis sich die Lymphopenie bis zum Grad ≤ 1bessert.
Es kann zu einem vermehrten Auftreten von PCP kommen, wenn TMZ über ein längeres
Dosierungsschema verabreicht wird. Unabhängig vom Dosierungsschema sollten jedoch alle mit TMZbehandelten Patienten, besonders die Patienten, die Steroide einnehmen, eng auf eine Entwicklung von
PCP überwacht werden. Es wurde bei Patienten unter TMZ von Ateminsuffizienz mit tödlichem
Ausgang berichtet, insbesondere bei Kombination mit Dexamethason oder anderen Steroiden.
HBV
Eine Hepatitis aufgrund einer Reaktivierung des Hepatitis-B-Virus (HBV) wurde beobachtet, die ineinigen Fällen zum Tod führte. Bei Patienten mit positiver Hepatitis-B-Serologie (einschließlichsolchen mit aktiver Erkrankung) sollten vor Behandlungsbeginn Experten für Lebererkrankungenkonsultiert werden. Während der Behandlung sollten die Patienten angemessen überwacht und geführtwerden.
HepatotoxizitätEin Leberschaden, einschließlich letalem Leberversagen, wurde bei Patienten berichtet, die mit TMZbehandelt wurden (siehe Abschnitt 4.8). Vor Beginn der Behandlung sollten die Ausgangswerte der
Leberfunktionstests ermittelt werden. Sind diese nicht normal, sollte vor Beginn einer Temozolomid-
Behandlung das Nutzen-Risiko-Verhältnis einschließlich der Möglichkeit eines letalen Leberversagensabgewogen werden. Bei Patienten mit einem 42-tägigen Behandlungszyklus sollten die Werte der
Leberfunktionstests in der Mitte dieses Zyklus nochmals erhoben werden. Bei allen Patienten solltendie Leberfunktionswerte nach jedem Behandlungszyklus kontrolliert werden. Bei Patienten mitdeutlich abnormen Leberfunktionswerten sollte der Arzt den Nutzen gegen das Risiko einer
Weiterführung der Behandlung abwägen. Eine Lebertoxizität kann mehrere Wochen oder noch späternach der letzten Behandlung mit Temozolomid auftreten.
Malignität
Über Fälle von myelodysplastischen Syndromen und sekundären Malignomen, einschließlichmyeloischer Leukämie, wurde ebenfalls sehr selten berichtet (siehe Abschnitt 4.8).
Antiemetische Therapie
Übelkeit und Erbrechen sind sehr häufig mit TMZ assoziiert.
Eine antiemetische Therapie kann vor oder im Anschluss zur TMZ-Gabe angewendet werden.
Erwachsene Patienten mit erstmalig diagnostiziertem Glioblastoma multiforme
Eine antiemetische Prophylaxe wird vor der Initialdosis der Begleittherapie-Phase und strengstenswährend der Monotherapie-Phase empfohlen.
Patienten mit rezidivierendem oder fortschreitendem malignem Gliom
Bei Patienten mit starkem Erbrechen (Grad 3 oder 4) in vorausgegangenen Therapiezyklen kann eineantiemetische Therapie erforderlich sein.
Laborparameter
Patienten, die mit TMZ behandelt werden, können eine Myelosuppression, einschließlich anhaltender
Panzytopenie, erleiden, aus der sich eine aplastische Anämie entwickeln kann, die in einigen Fällenzum Tode führte. In einigen Fällen wird die Bewertung durch die gleichzeitige Gabe von
Arzneimitteln, die mit aplastischer Anämie assoziiert sind (einschließlich Carbamazepin, Phenytoinund Sulfamethoxazol/Trimethoprim), erschwert. Vor der Anwendung müssen die folgenden
Laborparameter erfüllt sein: Absolute Neutrophilenzahl (ANC) ≥ 1,5 x 109/l und Thrombozytenzahl≥ 100 x 109/l. Ein vollständiges Blutbild ist an Tag 22 (21 Tage nach der ersten Dosis) oder innerhalbvon 48 Stunden nach diesem Tag zu erheben sowie wöchentlich bis zum Anstieg der absoluten
Neutrophilenzahl auf einen Wert > 1,5 x 109/l und der Thrombozytenzahl auf einen Wert> 100 x 109/l. Im Falle eines Abfalls der absoluten Neutrophilenzahl auf < 1,0 x 109/l oder der
Thrombozytenzahl auf < 50 x 109/l während eines der Zyklen ist die Dosis beim nächsten Zyklus umeine Dosisstufe herabzusetzen (siehe Abschnitt 4.2).
Die Dosisstufen sind 100 mg/m², 150 mg/m² und 200 mg/m². Die niedrigste empfohlene Dosis beträgt100 mg/m².
Kinder und JugendlicheEs liegen keine klinischen Erfahrungen mit der Anwendung von TMZ bei Kindern unter 3 Jahren vor.
Bei älteren Kindern und Jugendlichen sind die Erfahrungen sehr begrenzt (siehe Abschnitte 4.2 und5.1).
Ältere Patienten (> 70 Jahre)
Bei älteren Patienten scheint gegenüber jüngeren Patienten ein erhöhtes Risiko für Neutropenie und
Thrombozytopenie zu bestehen. Daher ist besondere Vorsicht geboten, wenn TMZ bei älteren
Patienten angewendet wird.
Weibliche Patienten
Frauen im gebärfähigen Alter müssen eine effektive Art der Verhütung anwenden, um während der
Behandlung mit TMZ und für mindestens 6 Monate nach Abschluss der Behandlung eine
Schwangerschaft zu vermeiden.
Männliche Patienten
Männern, die mit TMZ behandelt werden, wird geraten, für mindestens 3 Monate nach Erhalt derletzten Dosis kein Kind zu zeugen und sich vor der Behandlung über eine Kryokonservierung von
Spermien beraten zu lassen (siehe Abschnitt 4.6).
Sonstige(r) Bestandteil(e)
LactosePatienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactasemangel oder
Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.
NatriumDieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Kapsel, d. h., es ist nahezu'natriumfrei“.
Temozolomid Teva 20 mg Hartkapseln
Gelborange S (E110)
Der in der Kapselhülle enthaltene sonstige Bestandteil Gelborange S (E110) kann allergische
Reaktionen verursachen.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
In einer separaten Phase I-Studie führte die Anwendung von TMZ zusammen mit Ranitidin nicht zu
Veränderungen hinsichtlich des Ausmaßes der Resorption von Temozolomid oder der Expositiongegenüber dem aktiven Metaboliten Monomethyl-triazenoimidazol-carboxamid (MTIC).
Die Verabreichung von TMZ mit Nahrung führte zu einer Abnahme der Cmax um 33 % und der Flächeunter der Kurve (AUC) um 9 %.
Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Änderung von Cmax klinisch relevant ist, sollte
Temozolomid Teva ohne Nahrung verabreicht werden.
Basierend auf einer Analyse populationspharmakokinetischer Studien der Phase II verändert diegleichzeitige Anwendung von Dexamethason, Prochlorperazin, Phenytoin, Carbamazepin,
Ondansetron, H2-Rezeptorantagonisten oder Phenobarbital die Clearance von TMZ nicht. Diegleichzeitige Anwendung von Valproinsäure war mit einer kleinen, aber statistisch signifikanten
Abnahme der TMZ-Clearance verbunden.
Es wurden keine Studien zur Bestimmung des Einflusses von TMZ auf den Metabolismus oder die
Elimination von anderen Arzneimitteln durchgeführt. Da TMZ jedoch nicht über die Lebermetabolisiert wird und nur geringe Proteinbindung zeigt, ist es unwahrscheinlich, dass es die
Pharmakokinetik von anderen Arzneimitteln beeinflusst (siehe Abschnitt 5.2).
Die Anwendung von TMZ in Kombination mit anderen myelosuppressiven Substanzen kann die
Wahrscheinlichkeit einer Myelosuppression erhöhen.
Kinder und JugendlicheWechselwirkungsstudien wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
SchwangerschaftEs liegen keine Daten zu schwangeren Frauen vor. In präklinischen Studien mit Ratten und
Kaninchen, die 150 mg/m² TMZ verabreicht bekamen, wurden jedoch Teratogenität und/oder
Fetotoxizität nachgewiesen (siehe Abschnitt 5.3). Temozolomid Teva darf nicht bei schwangeren
Frauen angewendet werden. Wenn die Anwendung während der Schwangerschaft dennoch in Betrachtgezogen werden muss, ist die Patientin über das potentielle Risiko für den Fetus zu informieren.
StillzeitEs ist nicht bekannt, ob TMZ beim Menschen in die Muttermilch ausgeschieden wird; daher musswährend der Behandlung mit TMZ abgestillt werden.
Frauen im gebärfähigen AlterFrauen im gebärfähigen Alter müssen eine effektive Art der Verhütung anwenden, um während der
Behandlung mit TMZ und für mindestens 6 Monate nach Abschluss der Behandlung eine
Schwangerschaft zu vermeiden.
Männliche FertilitätTMZ kann gentoxische Wirkungen haben. Daher sollten Männer, die damit behandelt werden,effektive Verhütungsmaßnahmen anwenden und es ist ihnen anzuraten, kein Kind zu zeugen unddieses für mindestens 3 Monate nach Erhalt der letzten Dosis einzuhalten und sich vor der Behandlungüber eine Kryokonservierung von Spermien beraten zu lassen, da eine irreversible Infertilität aufgrundder TMZ-Behandlung möglich sein kann.
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
MaschinenTMZ hat geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von
Maschinen, infolge von Müdigkeit und Somnolenz (siehe Abschnitt 4.8).
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des SicherheitsprofilsErfahrungen aus klinischen Studien
Bei Patienten, die in klinischen Studien mit TMZ behandelt wurden, waren die am häufigstenberichteten Nebenwirkungen Übelkeit, Erbrechen, Obstipation, Anorexie, Kopfschmerzen, Müdigkeit,
Konvulsionen und Ausschlag. Die meisten der hämatologischen Nebenwirkungen wurden häufigberichtet; die Häufigkeiten der Laborwerte mit Grad 3-4 sind nach Tabelle 4 aufgeführt.
Bei Patienten mit rezidivierendem oder progressivem Gliom traten Übelkeit (43 %) und Erbrechen(36 %) meist im Grad 1 oder 2 (0-5 Episoden von Erbrechen innerhalb von 24 Stunden) auf und warenentweder selbstlimitierend oder mit einer Standard-Antiemetiktherapie leicht zu kontrollieren. Starke
Übelkeit und Erbrechen traten bei 4 % der Patienten auf.
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenNebenwirkungen, die unter der Anwendung von TMZ in klinischen Studien sowie nach
Markteinführung berichtet wurden, sind in Tabelle 4 gelistet.Diese sind nach Systemorganklasse und
Häufigkeit sortiert. Die Häufigkeitsgruppen sind gemäß der folgenden Konvention definiert: Sehrhäufig (≥ 1/10); Häufig (≥ 1/100, < 1/10); Gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100) ; Selten (≥ 1/10.000,< 1/1.000); Sehr selten (< 1/10.000). Nicht bekannt (kann aus den verfügbaren Daten nicht geschätztwerden). Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem
Schweregrad angegeben.
Tabelle 4. Nebenwirkungen bei Patienten, die mit Temozolomid behandelt werden
Infektionen und parasitäre ErkrankungenHäufig: Infektionen, Herpes zoster, Pharyngitisa, orale
Candidose
Gelegentlich: Opportunistische Infektionen (einschließlich PCP),
Sepsis†, Herpes-Meningoenzephalitis†, CMV Infektion,
CMV Reaktivierung, Hepatitis-B-Virus†, Herpessimplex, Reaktivierung einer Infektion, Wundinfektion,
Gastroenteritisb
Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen
Gelegentlich: Myelodysplastisches Syndrom (MDS), sekundäremaligne Erkrankungen einschließlich myeloische
LeukämieErkrankungen des Blutes und des LymphsystemsHäufig: Febrile Neutropenie, Neutropenie, Thrombozytopenie,
Lymphopenie, Leukopenie, Anämie
Gelegentlich: Länger anhaltende (protrahierte) Panzytopenie,aplastische Anämie†, Panzytopenie, Petechien
Erkrankungen des ImmunsystemsHäufig: Allergische Reaktion
Gelegentlich: Anaphylaxie
Endokrine ErkrankungenHäufig: Cushingoidc
Gelegentlich: Diabetes insipidus
Stoffwechsel- und ErnährungsstörungenSehr häufig: Anorexie
Häufig: Hyperglykämie
Gelegentlich: Hypokaliämie, erhöhte alkalische Phosphatase
Psychiatrische Erkankungen
Häufig: Agitation, Amnesie, Depression, Angst, Verwirrtheit,
Schlaflosigkeit
Uncommon: Verhaltensstörungen, emotionale Labilität,
Halluzination, Apathie
Erkrankungen des NervensystemsSehr häufig: Konvulsionen, Hemiparese, Aphasie/Dysphasie,
KopfschmerzenHäufig: Ataxie, Gleichgewichtsstörungen,
Wahrnehmungsstörungen, Konzentrationsstörungen,vermindertes Bewusstsein, Schwindel, Hypästhesie,
Gedächtnisstörungen, neurologische Erkrankungen,
Neuropathied, Parästhesie, Somnolenz,
Sprachstörungen, Geschmacksveränderungen, Tremor
Gelegentlich: Status epilepticus, Hemiplegie, extrapyramidale
Störungen, Parosmie, anormaler Gang, Hyperästhesie,sensorische Störungen, anormale Koordination
AugenerkrankungenHäufig: Hemianopie, verschwommenes Sehen, Sehstörungene,
Gesichtsfeldausfall, Doppeltsehen, Augenschmerzen
Gelegentlich: Reduzierte Sehschärfe, trockene Augen
Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
Häufig: Taubheitf, Vertigo, Tinnitus, Ohrenschmerzeng
Gelegentlich: Hörstörungen, Hyperakusis, Otitis media
HerzerkrankungenGelegentlich: Palpitation
GefäßerkrankungenHäufig: Hämorrhagie, pulmonale Embolie, tiefe venöse
Thrombose, Hypertonie
Gelegentlich: Zerebrale Blutung, Flushing, Hitzewallungen
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und MediastinumsHäufig: Pneumonie, Dyspnoe, Sinusitis, Bronchitis, Husten,
Infektionen der oberen Atemwege
Gelegentlich: Respiratorische Insuffizienz†, interstitielle
Pneumonie/Pneumonie, Lungenfibrose,
Nasenschleimhautschwellung
Erkrankungen des GastrointestinaltraktsSehr häufig: Diarrhö, Obstipation, Übelkeit, Erbrechen
Häufig: Stomatitis, Abdominalschmerzh, Dyspepsie, Dysphagie
Gelegentlich: Aufgetriebener Bauch, Stuhlinkontinenz,gastrointestinale Störungen, Hämorrhoiden,
Mundtrockenheit
Leber- und GallenerkrankungenGelegentlich: Leberversagen†, Leberschädigung, Hepatitis,
Cholestase, Hyperbilirubinämie
Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Sehr häufig: Ausschlag, Alopezie
Häufig: Erythem, trockene Haut, Pruritus
Gelegentlich: Toxische epidermale Nekrolyse, Stevens-Johnson-
Syndrom, Angioödem, Erythema multiforme,
Erythrodermie, Hautabschuppung,
Photosensitivitätsreaktionen, Urtikaria, Exanthem,
Dermatitis, verstärktes Schwitzen, anormale
Pigmentierung
Nicht bekannt: Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie undsystemischen Symptomen (DRESS)
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und KnochenerkrankungenHäufig: Myopathie, Muskelschwäche, Arthralgie,
Rückenschmerzen, Muskel-/Skelettschmerzen, Myalgie
Erkrankungen der Nieren und HarnwegeHäufig: Häufige Miktion, Harninkontinenz
Gelegentlich: Dysurie
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der BrustdrüseGelegentlich: Vaginale Blutungen, Menorrhagie, Amenorrhö,
Vaginitis, Schmerzen in der Brustdrüse, Impotenz
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am VerabreichungsortSehr häufig: Müdigkeit
Häufig: Fieber, grippeähnliche Symptome, Asthenie,
Unwohlsein, Schmerzen, Ödeme, periphere Ödemei
Gelegentlich: verschlechterter Allgemeinzustand, Rigor,
Gesichtsschwellungen, Verfärbungen der Zunge, Durst,
Zahnerkrankungen
Untersuchungen
Häufig: Anstieg der Leberenzymej, Gewichtsabnahme,
GewichtszunahmeGelegentlich: erhöhte Gamma-Glutamyltransferase
Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
Häufig: Verletzung durch Bestrahlungka Einschließlich Pharyngitis, nasopharyngeale Pharyngitis, Pharyngitis durch Streptokokkenb Einschließlich Gastroenteritis, virale Gastroenteritisc Einschließlich Cushingoid, Cushing Syndromed Einschließlich Neuropathie, periphere Neuropathie, Polyneuropathie, periphere sensorische Neuropathie,periphere motorische Neuropathiee Einschließlich Sehverschlechterung, Augenerkrankungenf Einschließlich Taubheit, bilaterale Taubheit, neurosensorische Taubheit, unilaterale Taubheitg Einschließlich Ohrenschmerzen, Ohrenbeschwerdenh Einschließlich Abdominalschmerz, Schmerzen im Unterbauch, Schmerzen im Oberbauch, abdominale
Beschwerdeni Einschließlich periphere Ödeme, periphere Schwellungenj Einschließlich erhöhter Leberfunktionstest, erhöhte Alaninaminotransferase, erhöhte
Aspartataminostransferase, Anstieg der Leberenzymek Einschließlich Verletzung durch Bestrahlung, Hautschädigung durch Strahlen† Einschließlich Fälle mit tödlichem Ausgang
Erstmalig diagnostiziertes Glioblastoma multiforme
Laborwerte
Knochenmarkssuppression (Neutropenie und Thrombozytopenie) als bekannte dosislimitierende
Toxizität für die meisten zytotoxischen Substanzen, einschließlich TMZ, wurde beobachtet. Bei
Kombination der Laboranormalitäten und Nebenwirkungen während der Begleit- und
Monotherapie-Behandlungsphasen wurden bei 8 % der Patienten Grad-3- oder Grad-4-
Neutrophilen-Anormalitäten einschließlich neutropenischer Nebenwirkungen beobachtet. Grad-3-oder Grad-4-Thrombozyten-Anormalitäten einschließlich thrombozytopenischer Nebenwirkungenwurden bei 14 % der Patienten, die TMZ erhielten, beobachtet.
Rezidivierendes oder fortschreitendes malignes Gliom
Laborwerte
Thrombozytopenie und Neutropenie vom Grad 3 oder 4 traten bei 19 % bzw. 17 % der wegenmalignem Gliom behandelten Patienten auf. Dies führte zur Hospitalisierung und/oder Absetzen von
TMZ bei 8 % bzw. 4 % der Patienten. Die Myelosuppression war vorhersagbar (normalerweiseinnerhalb der ersten Zyklen, mit einem Nadir zwischen Tag 21 und Tag 28), die Erholung erfolgteschnell, normalerweise innerhalb von 1-2 Wochen. Anzeichen für kumulative Myelosuppressionwurden nicht beobachtet. Das Vorhandensein von Thrombozytopenie kann das Blutungsrisiko erhöhenund das Vorhandensein von Neutropenie oder Leukopenie kann das Infektionsrisiko erhöhen.
GeschlechtIn einer populationspharmakokinetischen Analyse der Erfahrungen in klinischen Prüfungen waren101 weibliche und 169 männliche Studienteilnehmer, für die ein Neutrophilenzahlen-Nadir verfügbarwar und 110 weibliche und 174 männliche Studienteilnehmer, für die ein Thrombozytenzahlen-Nadirverfügbar war. Im ersten Therapiezyklus gab es bei den Frauen im Vergleich zu den Männern einehöhere Rate an Grad-4-Neutropenien (ANC < 0,5 x 109/l), 12 % im Vergleich zu 5 %, und
Thrombozytopenien (< 20 x 109/l), 9 % im Vergleich zu 3 %. In einer Gruppe von 400 Patienten mitrezidivierendem Gliom trat im ersten Therapiezyklus eine Grad-4-Neutropenie bei 8 % der weiblichenund bei 4 % der männlichen Patienten auf und eine Grad-4-Thrombozytopenie bei 8 % der weiblichenund bei 3 % der männlichen Patienten. In einer Studie mit 288 Patienten mit erstmaligdiagnostiziertem Glioblastoma multiforme trat im ersten Therapiezyklus eine Grad-4-Neutropenie bei3 % der weiblichen und 0 % der männlichen Patienten auf und eine Grad-4-Thrombozytopenie bei1 % der weiblichen und 0 % der männlichen Patienten.
Kinder und JugendlicheOral appliziertes TMZ wurde bei pädiatrischen Patienten (3-18 Jahre) mit rezidivierendem
Hirnstammgliom oder rezidivierendem, hochgradigem Astrozytom untersucht. Das
Behandlungsschema bestand aus einer täglichen Gabe über 5 Tage alle 28 Tage. Trotz begrenzter
Daten ist zu erwarten, dass die Verträglichkeit von TMZ bei Kindern der von Erwachsenen gleicht.
Die Sicherheit von TMZ bei Kindern im Alter von unter 3 Jahren ist nicht erwiesen.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Dosen von 500, 750, 1.000 und 1.250 mg/m² (Gesamtdosis pro Zyklus über 5 Tage) wurden bei
Patienten klinisch untersucht. Die Dosis-limitierende Toxizität war hämatologischer Art und wurde beijeder Dosis festgestellt, war aber, wie zu erwarten, bei höheren Dosen schwerwiegender. Ein Patientnahm eine Überdosis von 10.000 mg (Gesamtdosis in einem Anwendungszyklus, über die Dauer von 5
Tagen) ein und die berichteten Nebenwirkungen waren Panzytopenie, Fieber, Multiorganversagen und
Tod. Es gibt Berichte von Patienten, die die empfohlene Dosis länger als 5 Tage (bis zu 64 Tage)angewendet haben, mit berichteten Nebenwirkungen, die Knochenmarkssuppression, mit oder ohne
Infektionen, in einigen Fällen schwerwiegend und anhaltend und zum Tode führend, einschlossen. Im
Fall einer Überdosierung ist eine Blutuntersuchung durchzuführen. Supportive Maßnahmen sollten bei
Bedarf ergriffen werden.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Antineoplastische Mittel - andere alkylierende Mittel, ATC-Code:
L01A X03
WirkmechanismusBei Temozolomid handelt es sich um ein Triazen, das bei einem physiologischen pH-Wert raschchemisch in seine Wirkform Monomethyltriazenylimidazolcarboxamid (MTIC) umgewandelt wird.
Die Zytotoxizität von MTIC wird hauptsächlich auf die Alkylierung an der O-6-Position von Guaninmit zusätzlicher Alkylierung an der N-7-Position zurückgeführt. Es wird davon ausgegangen, dass beispäter auftretenden zytotoxischen Läsionen eine aberrante Reparatur des Methyladdukts eine Rollespielt.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitErstmalig diagnostiziertes Glioblastoma multiforme
Insgesamt 573 Patienten wurden randomisiert und erhielten entweder TMZ + RT (n = 287) oder nur
RT (n = 286). Patienten im TMZ + RT Arm erhielten gleichzeitig TMZ (75 mg/m²) einmal täglich,beginnend mit dem ersten Tag der RT bis zum letzten Tag der RT, über 42 Tage (maximal 49 Tage).
Danach folgte, 4 Wochen nach dem Ende der RT beginnend, eine TMZ-Monotherapie(150 - 200 mg/m²) an den Tagen 1-5 jedes 28-tägigen Zyklus, über bis zu 6 Zyklen. Patienten im
Kontrollarm erhielten nur RT. Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie(PCP)-Prophylaxe wurde währendder RT und kombinierten TMZ-Therapie gefordert.
TMZ wurde als Salvage-Therapie in der Folgephase an 161 von 282 Patienten (57 %) des RT (allein)
Arms und an 62 von 277 (22 %) des TMZ + RT Arms verabreicht.
Die Hazard-Ratio (HR) für das Gesamtüberleben betrug 1,59 (95 % CI für HR = 1,33 - 1,91) mit
Log-Rank p < 0,0001 für den TMZ-Arm. Die geschätzte Wahrscheinlichkeit von zwei
Überlebensjahren oder mehr (26 % gegen 10 %) ist höher für den RT + TMZ-Arm. Die Zugabe von
TMZ als Begleittherapie zur RT, gefolgt von TMZ-Monotherapie bei der Behandlung von Patientenmit erstmalig diagnostiziertem Glioblastoma multiforme zeigte eine statistisch signifikante
Verbesserung des Gesamtüberlebens (Overall Survival, OS) verglichen mit alleiniger RT (Abb. 1).
Abb. 1 Kaplan-Meier-Kurven für das Gesamtüberleben (Intent-to-Treat-Population)
Die Ergebnisse der Studie waren in der Patienten-Untergruppe mit einem schlechten
Performance-Status (WHO PS=2; n=70) nicht konsistent, in dieser waren das Gesamtüberleben unddie Progressionszeit in beiden Armen ähnlich. Jedoch wurden keine inakzeptablen Risiken in dieser
Patientengruppe beobachtet.
Rezidivierendes oder fortschreitendes malignes Gliom
Klinische Daten zur Wirksamkeit bei Patienten mit Glioblastoma multiforme (Karnofsky Performance
Status [KPS] ≥ 70), progressiv oder rezidivierend nach Operation und RT, beruhen auf zwei klinischen
Studien mit oral gegebenem TMZ. Die eine war eine nicht-vergleichende Studie an 138 Patienten(29 % erhielten vorher eine Chemotherapie) und die andere eine randomisierte kontrollierte Studie von
TMZ gegenüber Procarbazin als Vergleichspräparat an insgesamt 225 Patienten (67 % erhielten vorder Behandlung eine auf Nitrosoharnstoff basierende Chemotherapie). In beiden Studien war derprimäre Endpunkt die progressionsfreie Überlebensrate (PFS), definiert durch MRT-Untersuchungenund neurologische Verschlechterung. In der nicht-vergleichenden Studie betrug die PFS nach6 Monaten 19 %, die mediane progressionsfreie Überlebenszeit 2,1 Monate und die mediane
Gesamtüberlebenszeit 5,4 Monate. Die objektive Ansprechrate (Objective Response Rate, ORR),basierend auf MRT-Untersuchungen, war 8 %.
In der randomisierten, Vergleichspräparat-kontrollierten Studie war die PFS nach 6 Monaten für TMZsignifikant größer als für Procarbazin (21 % bzw. 8 % - Chi-Quadrat p = 0,008) mit einer medianen
PFS-Zeit von 2,89 bzw. 1,88 Monaten (Log-Rank p = 0,0063). Die mediane Überlebenszeit betrug7,34 und 5,66 Monate für TMZ bzw. Procarbazin (Log-Rank p = 0,33). Der Anteil überlebender
Patienten war nach 6 Monaten in der TMZ-Gruppe signifikant größer (60 %) als in der
Procarbazin-Gruppe (44 %) (Chi-Quadrat p = 0,019). Bei Patienten mit vorheriger Chemotherapiezeigte sich ein therapeutischer Nutzen bei Patienten mit einem KPS ≥ 80.
Die Werte für die Zeit bis zur Verschlechterung des neurologischen Status fielen für TMZ günstigeraus als für Procarbazin. Dies war auch der Fall bei den Werten für die Zeit bis zur Verschlechterungdes Allgemeinzustandes (Abfall auf einen KPS-Wert unter 70 oder Abfall um mindestens 30 Punkte).
Die medianen Zeiten bis zur Progression sind für diese Endpunkte bei TMZ um 0,7 bis 2,1 Monatelänger als bei Procarbazin (Log-Rank p = < 0,01 bis 0,03).
Rezidivierendes anaplastisches Astrozytom
In einer multizentrischen prospektiven Phase-II-Studie zur Ermittlung der Sicherheit und Wirksamkeitvon oral angewendetem TMZ bei der Behandlung von Patienten mit anaplastischem Astrozytom nacherstem Rezidiv betrug das PFS nach 6 Monaten 46 %. Das mediane PFS lag bei 5,4 Monaten. Diemediane Gesamtüberlebensdauer war 14,6 Monate. Für die ITT (Intent-to-Treat)-Population mitn = 162 betrug nach Einschätzung eines zentralen Gutachtens die Ansprechrate 35 % (13 CR und43 PR). Bei 43 Patienten wurde über einen stabilen Krankheitszustand berichtet. Die 6-monatigeereignisfreie Überlebensrate für die ITT-Gruppe betrug 44 % mit einer medianen ereignisfreien
Überlebenszeit von 4,6 Monaten, was im selben Bereich liegt wie die Ergebnisse für dasprogressionsfreie Überleben. Für die auf Grundlage der Histologie auswertbare Patientengruppe warendie Ergebnisse hinsichtlich der Wirksamkeit ähnlich. Ein radiologisch gesichertes, objektives
Ansprechen oder eine Aufrechterhaltung des progressionsfreien Zustandes war eng mit einer
Aufrechterhaltung oder einer Verbesserung der Lebensqualität assoziiert.
Kinder und JugendlicheOral appliziertes TMZ wurde bei pädiatrischen Patienten (3-18 Jahre) mit rezidivierendem
Hirnstammgliom oder rezidivierendem, hochgradigem Astrozytom untersucht. Das
Behandlungsschema bestand aus einer täglichen Gabe über 5 Tage alle 28 Tage. Die Verträglichkeitvon TMZ war ähnlich wie bei Erwachsenen.
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
TMZ wird spontan bei physiologischem pH vornehmlich zum aktiven Metaboliten3-Methyl-(triazen-1-yl)imidazol-4-carboxamid (MTIC) hydrolysiert. MTIC hydrolysiert spontan zu5-Amino-imidazol4-carboxamid (AIC), einem bekannten Zwischenprodukt in der Purin- und
Nukleinsäurebiosynthese, und zu Methylhydrazin, von dem angenommen wird, dass es sich um eineaktive alkylierende Substanz handelt. Die Zytotoxizität von MTIC wird hauptsächlich auf die
Alkylierung der DNA an den Positionen O6 und N7 des Guanins zurückgeführt. In Bezug auf die AUCvon TMZ beträgt die Exposition gegenüber MTIC und AIC ~ 2,4 % und 23 %. In vivo entsprach diet1/2 von MTIC der von TMZ, 1,8 h.
ResorptionNach oraler Anwendung bei erwachsenen Patienten wird TMZ schnell resorbiert und erreicht bereits20 Minuten nach Applikation der Dosis Maximalkonzentrationen (die mittleren Zeiten betragenzwischen 0,5 und 1,5 Stunden). Nach oraler Applikation von 14C-markiertem TMZ betrug die mittlerefäkale Exkretion von 14C über 7 Tage 0,8 % der verabreichten Dosis, was auf eine vollständige
Resorption hinweist.
VerteilungTMZ weist eine niedrige Eiweißbindung auf (10-20 %), daher wird eine Wechselwirkung mit Stoffen,die eine starke Eiweißbindung eingehen, nicht erwartet.
PET-Studien am Menschen und präklinischen Daten zufolge passiert TMZ schnell die Blut-Hirn-
Schranke und liegt in der Zerebrospinalflüssigkeit (CSF) vor. Die Penetration in die CSF wurde beieinem Patienten bestätigt; die CSF-Exposition, basierend auf der AUC von TMZ, war annähernd 30 %der Plasmakonzentration, was den Daten bei Tierversuchen entspricht.
EliminationDie Halbwertszeit (t1/2) im Plasma beträgt annähernd 1,8 Stunden. Die 14C-Eliminierung verläuftüberwiegend renal. Nach oraler Anwendung können ungefähr 5-10 % der Dosis im Verlauf von24 Stunden unverändert im Urin nachgewiesen werden; der verbleibende Anteil wird als
Temozolomidsäure, 5-Aminoimidazol-4-carboxamid (AIC) oder nicht identifizierte polare
Metaboliten ausgeschieden.
Die Plasmakonzentrationen steigen dosisabhängig an. Plasmaclearance, Verteilungsvolumen und
Halbwertszeit sind dosisunabhängig.
Spezielle PopulationenDie Auswertung der Populationspharmakokinetik von TMZ ergab, dass die Plasmaclearance von TMZunabhängig ist von Lebensalter, Nierenfunktion oder Raucherstatus. In einer separatenpharmakokinetischen Studie waren die pharmakokinetischen Plasmaprofile bei Patienten mit geringerbis mäßiggradiger Leberfunktionsstörung ähnlich wie bei Patienten mit normaler Leberfunktion.
Pädiatrische Patienten weisen eine höhere AUC als Erwachsene auf; die tolerierte Höchstdosis (MTD)betrug jedoch bei Kindern ebenso wie bei Erwachsenen 1.000 mg/m² pro Zyklus.
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
Einzelzyklus-Toxizitätsstudien (Anwendung über 5 Tage, therapiefreier Zeitraum von 23 Tagen)sowie 3- und 6-zyklische Toxizitätsstudien wurden bei Ratten und Hunden durchgeführt. Die primären
Zielorgane für Toxizität waren das Knochenmark, das lymphoretikuläre System, die Hoden und der
Gastrointestinaltrakt; und bei höheren Dosierungen, die bei 60 %-100 % der getesteten Ratten und
Hunde tödlich waren, trat eine Degeneration der Netzhaut auf. Die meisten
Intoxikationserscheinungen bildeten sich zurück mit Ausnahme der Nebenwirkungen auf diemännliche Reproduktionsfähigkeit und die Degeneration der Netzhaut. Da jedoch die Dosen, die eine
Degeneration der Netzhaut verursachten, im letalen Dosis-Bereich lagen und keine vergleichbaren
Auswirkungen bei klinischen Studien beobachtet wurden, wird eine klinische Relevanz dieser Befundenicht erwogen.
TMZ ist ein embryotoxisches, teratogenes und gentoxisches Alkylanz. TMZ weist bei der Ratte undbeim Hund eine höhere Toxizität auf als beim Menschen, und die klinische Dosierung entsprichtannähernd der minimalen letalen Dosis bei Ratten und Hunden. Eine dosisabhängige Verminderungder Leukozyten- und Thrombozytenzahl scheint ein empfindlicher Indikator für Toxizität zu sein. Eine
Vielzahl an Neoplasmen, einschließlich Mammakarzinom, Keratoakanthom der Haut sowie
Basalzelladenom, wurden in der Studie mit 6 Therapiezyklen bei Ratten beobachtet, während keine
Tumoren oder präneoplastischen Veränderungen in der Studie mit Hunden beschrieben wurden.
Ratten scheinen besonders empfindlich auf die onkogene Wirkung des TMZ zu reagieren, mit dem
Auftreten erster Tumoren innerhalb von 3 Monaten nach Therapiebeginn. Diese Latenzzeit ist selbstfür ein Alkylanz sehr kurz.
Die Ergebnisse des Ames/Salmonella-Tests sowie des Chromosomenaberrationstests an
Humanlymphozyten aus dem Peripherblut (HPBL) zeigten einen positiven mutagenen Effekt.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
KapselinhaltLactoseCarboxymethylstärke-Natrium (Typ A)
Hochdisperses Siliciumdioxid
Weinsäure
Stearinsäure
KapselhülleGelatine
Titandioxid (E171)
Temozolomid Teva 5 mg Hartkapseln
DrucktinteSchellack
PropylenglycolTitandioxid (E171)
Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E172)
Indigocarmin, Aluminiumsalz (E132)
Temozolomid Teva 20 mg Hartkapseln
DrucktinteSchellack
PropylenglycolTitandioxid (E171)
Gelborange S, Aluminiumsalz (E110)
Temozolomid Teva 100 mg Hartkapseln
DrucktinteSchellack
PropylenglycolEisen(III)-oxid (E172)
Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E172)
Titandioxid (E171)
Temozolomid Teva 140 mg Hartkapseln
DrucktinteSchellack
PropylenglycolIndigocarmin, Aluminiumsalz (E132)
Temozolomid Teva 180 mg Hartkapseln
DrucktinteSchellack
PropylenglycolEisen(III)-oxid (E172)
Temozolomid Teva 250 mg Hartkapseln
DrucktinteSchellack
Eisen(II,III)-oxid (E172)
PropylenglycolAmmoniumhydroxid (E527)
6.2 Inkompatibilitäten
6.3 Haltbarkeit
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
In der Originalverpackung aufbewahren.
Nicht über 30 °C lagern.
Die Flasche fest verschlossen halten, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Braunglasflasche mit kindergesichertem Schraubdeckel aus weißem Polypropylen mit
Induktionsversiegelung aus Polyethylen, die 5 oder 20 Kapseln enthalten.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
HandhabungDie Kapseln dürfen nicht geöffnet werden. Bei Beschädigung einer Kapsel darf der Pulverinhalt nichtmit der Haut oder den Schleimhäuten in Berührung gebracht werden. Falls Temozolomid Teva mit der
Haut oder Schleimhaut in Kontakt kommt, muss es sofort gründlich mit Wasser und Seifeabgewaschen werden.
Die Patienten sind anzuweisen, die Kapseln für Kinder unzugänglich aufzubewahren, vorzugsweise ineinem abschließbaren Schrank. Eine unbeabsichtigte Einnahme kann für Kinder tödlich sein.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
Teva B.V.
Swensweg 52031GA Haarlem
Niederlande
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 28. Januar 2010
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 26. August 2014
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.