TEMOZOLOMIDE TEVA 20mg kapseln merkblatt medikamente

L01AX03 Temozolomid • ANTINEOPLASTISCHE UND IMMUNMODULIERENDE MITTEL | ALKYLIERENDE MITTEL | Andere alkylierende Mittel

Temozolomid ist ein Chemotherapeutikum, das zur Behandlung bestimmter Arten von Hirntumoren wie Glioblastoma multiforme und anaplastischem Astrozytom eingesetzt wird. Es wirkt, indem es mit der DNA der Tumorzellen interferiert und so deren Wachstum und Teilung hemmt.

Das Medikament wird oral eingenommen, in der Regel einmal täglich, wie von einem Arzt verordnet. Die Dosierung wird basierend auf dem Körpergewicht und dem allgemeinen Zustand des Patienten angepasst.

Patienten sollten auf mögliche Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen oder eine Abnahme der Blutzellzahlen überwacht werden. Es ist wichtig, den Arzt über ungewöhnliche Symptome zu informieren.

Häufige Nebenwirkungen sind Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit und Appetitlosigkeit. In seltenen Fällen können schwere Reaktionen wie Myelosuppression oder schwere Infektionen auftreten. Patienten sollten vor Beginn der Behandlung über diese Risiken informiert werden.

Allgemeine Daten zu TEMOZOLOMIDE TEVA 20mg

Substanz: Temozolomid

Datum der letzten Medikamentenliste: 01-06-2025

Handelsgesetzbuch: W63022001

Konzentration: 20mg

Pharmazeutisches Formblatt: kapseln

Quantität: 5

Produktart: generic

Preis: 62.74 RON

Rezeptbeschränkungen: P-RF - Arzneimittelrezept, das in der Apotheke aufbewahrt wird (nicht verlängerbar).

Marketing autorisation

Zulassungshersteller: NERVIANO MEDICAL SCIENCES S.R.L. - ITALIA

Zulassungsinhaber: TEVA B.V. - OLANDA

Zulassungsnummer: 606/2010/03

Haltbarkeit: 3 Jahre

Darreichungsformen erhältlich für Temozolomid

Verfügbare Konzentrationen für Temozolomid

100mg, 140mg, 180mg, 2.5mg/ml, 20mg, 240mg, 250mg, 5mg

Andere ähnliche Substanzen wie Temozolomid

Vergütungslisten für TEMOZOLOMIDE TEVA 20mg TEVA

NGP 3 (C2) - NGP onkologie

Preis

Zuzahlung

Patient

62.74 RON

62.74 RON

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Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels TEMOZOLOMIDE TEVA 20mg kapseln

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Temozolomid Teva 5 mg Hartkapseln

Temozolomid Teva 20 mg Hartkapseln

Temozolomid Teva 100 mg Hartkapseln

Temozolomid Teva 140 mg Hartkapseln

Temozolomid Teva 180 mg Hartkapseln

Temozolomid Teva 250 mg Hartkapseln

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Temozolomid Teva 5 mg Hartkapseln

Jede Hartkapsel enthält 5 mg Temozolomid.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung

Jede Hartkapsel enthält 87 mg Lactose.

Temozolomid Teva 20 mg Hartkapseln

Jede Hartkapsel enthält 20 mg Temozolomid.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung

Jede Hartkapsel enthält 72 mg Lactose und Gelborange S (E110).

Temozolomid Teva 100 mg Hartkapseln

Jede Hartkapsel enthält 100 mg Temozolomid.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung

Jede Hartkapsel enthält 84 mg Lactose.

Temozolomid Teva 140 mg Hartkapseln

Jede Hartkapsel enthält 140 mg Temozolomid.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung

Jede Hartkapsel enthält 117 mg Lactose.

Temozolomid Teva 180 mg Hartkapseln

Jede Hartkapsel enthält 180 mg Temozolomid.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung

Jede Hartkapsel enthält 150 mg Lactose.

Temozolomid Teva 250 mg Hartkapseln

Jede Hartkapsel enthält 250 mg Temozolomid.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung

Jede Hartkapsel enthält 209 mg Lactose.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Hartkapsel

Temozolomid Teva 5 mg Hartkapseln

Die Hartkapseln haben ein opak weißes Unter- und Oberteil mit zwei Streifen in grüner Tinte auf dem

Oberteil und mit 'T 5 mg“ in grüner Tinte auf dem Unterteil. Jede Kapsel ist ca. 16 mm lang.

Temozolomid Teva 20 mg Hartkapseln

Die Hartkapseln haben ein opak weißes Unter- und Oberteil mit zwei Streifen in orangefarbener Tinteauf dem Oberteil und mit 'T 20 mg“ in orangefarbener Tinte auf dem Unterteil. Jede Kapsel istca. 18 mm lang.

Temozolomid Teva 100 mg Hartkapseln

Die Hartkapseln haben ein opak weißes Unter- und Oberteil mit zwei Streifen in rosafarbener Tinteauf dem Oberteil und mit 'T 100 mg“ in rosafarbener Tinte auf dem Unterteil. Jede Kapsel istca. 19,5 mm lang.

Temozolomid Teva 140 mg Hartkapseln

Die Hartkapseln haben ein opak weißes Unter- und Oberteil mit zwei Streifen in blauer Tinte auf dem

Oberteil und mit 'T 140 mg“ in blauer Tinte auf dem Unterteil. Jede Kapsel ist ca. 22 mm lang.

Temozolomid Teva 180 mg Hartkapseln

Die Hartkapseln haben ein opak weißes Unter- und Oberteil mit zwei Streifen in roter Tinte auf dem

Oberteil und mit 'T 180 mg“ in roter Tinte auf dem Unterteil. Jede Kapsel ist ca. 22 mm lang.

Temozolomid Teva 250 mg Hartkapseln

Die Hartkapseln haben ein opak weißes Unter- und Oberteil mit zwei Streifen in schwarzer Tinte aufdem Oberteil und mit 'T 250 mg“ in schwarzer Tinte auf dem Unterteil. Jede Kapsel ist ca. 22 mmlang.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Temozolomid Teva ist angezeigt zur Behandlung von:- erwachsenen Patienten mit erstmalig diagnostiziertem Glioblastoma multiforme begleitend zur

Radiotherapie (RT) und anschließend als Monotherapie.- Kindern ab 3 Jahren, Jugendlichen und erwachsenen Patienten mit einem nach Standardtherapierezidivierenden oder progredienten malignen Gliom, wie z.B. Glioblastoma multiforme, oderanaplastischen Astrozytom.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Temozolomid Teva darf nur von Ärzten mit Erfahrung in der onkologischen Behandlung von

Hirntumoren verschrieben werden.

Eine antiemetische Therapie ist möglich (siehe Abschnitt 4.4).

Dosierung

Erwachsene Patienten mit einem erstmalig diagnostizierten Glioblastoma multiforme

Temozolomid Teva wird in Kombination mit fokaler Strahlentherapie (Begleittherapie-Phase)angewendet, gefolgt von bis zu 6 Zyklen Temozolomid-(TMZ)-Monotherapie (Monotherapie-Phase).

Begleittherapie-Phase

TMZ wird täglich oral verabreicht mit einer Dosis von 75 mg/m² für 42 Tage gleichzeitig mit fokaler

Radiotherapie (60 Gy angewendet in 30 Fraktionen). Es werden keine Dosisreduktionen empfohlen,aber über eine Verzögerung oder einen Abbruch der TMZ-Anwendung sollte wöchentlichentsprechend hämatologischen und nicht-hämatologischen Toxizitätskriterien entschieden werden. Die

Anwendung von TMZ kann während der Begleitphase von 42 Tagen (bis zu 49 Tagen) durchgängigangewendet werden, wenn alle der folgenden Bedingungen erfüllt sind:- absolute Zahl der neutrophilen Granulozyten (Absolute Neutrophil Count, ANC) > 1,5 x 109/l- Zahl der Thrombozyten > 100 x 109/l- nicht-hämatologische Toxizität bewertet nach Common Toxicity Criteria (CTC) ≤ Grad 1(außer Haarausfall, Übelkeit und Erbrechen).

Während der Behandlung sollte wöchentlich ein komplettes Blutbild bestimmt werden. Die

TMZ-Anwendung sollte während der Begleitphase, entsprechend den hämatologischen undnicht-hämatologischen Toxizitätskriterien wie in Tabelle 1 aufgeführt, vorübergehend ausgesetzt oderdauerhaft abgebrochen werden.

Tabelle 1. Unterbrechung oder Abbruch der TMZ-Gabe während gleichzeitiger

Radiotherapie und TMZ-Gabe

Toxizität TMZ-Unterbrechunga TMZ-Abbruch

Absolute Zahl der neutrophilen Granulozyten ≥ 0,5 und < 1,5 x 109/l < 0,5 x 109/l

Zahl der Thrombozyten ≥ 10 und < 100 x 109/l < 10 x 109/l

CTC nicht-hämatologische Toxizität (außer CTC Grad 2 CTC Grad 3 oder 4

Haarausfall, Übelkeit, Erbrechen)a: Behandlung mit begleitendem TMZ kann fortgesetzt werden, wenn alle der folgenden Bedingungen erfüllt werden:absolute Zahl der neutrophilen Granulozyten ≥ 1,5 x 109/l; Zahl der Thrombozyten ≥ 100 x 109/l;nicht-hämatologische Toxizität bewertet nach CTC ≤ Grad 1 (außer Haarausfall, Übelkeit, Erbrechen).

Monotherapie-Phase

Vier Wochen nach Beendigung der TMZ + RT Begleittherapie-Phase wird TMZ für bis zu 6 Zyklenals Monotherapie angewendet. Die Dosis in Zyklus 1 (Monotherapie) ist 150 mg/m² einmal täglich für5 Tage gefolgt von 23 Tagen ohne Behandlung. Zu Beginn von Zyklus 2 wird die Dosis auf200 mg/m² erhöht, wenn die nicht-hämatologische Toxizität, bewertet nach CTC für Zyklus 1 ≤ Grad2 (außer Haarausfall, Übelkeit und Erbrechen), die absolute Zahl der neutrophilen Granulozyten(ANC) ≥ 1,5 x 109/l und die Zahl der Thrombozyten ≥ 100 x 109/l ist. Wurde die Dosierung im Zyklus2 nicht erhöht, so sollte auch in den folgenden Zyklen die Dosierung nicht erhöht werden. Sobald die

Dosierung erhöht wurde, wird sie bei 200 mg/m² pro Tag über die ersten 5 Tage jedes folgenden

Zyklus beibehalten, außer Toxizität tritt auf. Reduzierungen der Dosis oder Abbrüche während der

Monotherapie-Phase sollten entsprechend der Tabellen 2 und 3 erfolgen.

Während der Behandlung sollte am Tag 22 (21 Tage nach der ersten TMZ-Dosis) ein komplettes

Blutbild erstellt werden. Die Dosis sollte entsprechend Tabelle 3 reduziert oder die Anwendungabgesetzt werden.

Tabelle 2. TMZ-Dosierungsstufen für die Monotherapie

Dosierungs- TMZ Dosis Anmerkungenstufe (mg/m²/Tag)-1 100 Reduzierung aufgrund früher aufgetretener Toxizität0 150 Dosierung während Zyklus 11 200 Dosierung während der Zyklen 2-6, sofern keine Toxizitätauftrat

Tabelle 3. TMZ-Dosisreduktion oder -Absetzen während der Monotherapie

Toxizität Reduktion TMZ um Absetzen von TMZ1 Dosierungsstufea

Absolute Zahl der neutrophilen < 1,0 x 109/l Siehe Fußnote b

Granulozyten

Thrombozytenzahl < 50 x 109/l Siehe Fußnote b

CTC nicht-hämatologische Toxizität CTC Grad 3 CTC Grad 4b(außer Alopezie, Übelkeit, Erbrechen)a: TMZ-Dosierungsstufen sind in Tabelle 2 aufgelistet.b: TMZ ist abzusetzen, wenn:

* Dosierungsstufe -1 (100 mg/m²) führt noch immer zu inakzeptabler Toxizität

* Die gleiche Grad 3 nicht-hämatologische Toxizität (außer Alopezie, Übelkeit, Erbrechen) tritt auch nach

Dosisreduktion auf.

Erwachsene oder pädiatrische Patienten im Alter von 3 Jahren oder älter mit Rezidiv oder

Fortschreiten des malignen Glioms

Ein Therapiezyklus umfasst 28 Tage. Bei Patienten ohne vorherige Chemotherapie wird TMZ in einer

Dosis von 200 mg/m² Körperoberfläche einmal täglich oral in den ersten 5 Tagen angewendet gefolgtvon einer Anwendungspause von 23 Tagen (insgesamt 28 Tage). Bei chemotherapeutischvorbehandelten Patienten beträgt die Initialdosis 150 mg/m² Körperoberfläche einmal täglich, die beimzweiten Zyklus auf 200 mg/m² Körperoberfläche einmal täglich über die Dauer von 5 Tagen gesteigertwird, vorausgesetzt, es tritt keine hämatologische Toxizität auf (siehe Abschnitt 4.4).

Spezielle Patientengruppen
Kinder und Jugendliche

Bei Patienten im Alter von 3 Jahren oder älter darf TMZ nur bei rezidivierendem oderfortschreitendem malignen Gliom angewendet werden. Bei diesen Kindern sind die Erfahrungen sehrbegrenzt (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1). Die Sicherheit und Wirksamkeit von TMZ bei Kindern im

Alter von unter 3 Jahren ist nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.

Patienten mit Leber- oder Nierenfunktionsstörung

Die Pharmakokinetik von TMZ bei Patienten mit geringer oder mäßiger Leberfunktionsstörung ist dervon Patienten mit normaler Leberfunktion vergleichbar. Es liegen keine Daten vor über die

Anwendung von TMZ bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klassifikation

C) oder mit Nierenfunktionsstörung. Basierend auf den pharmakokinetischen Eigenschaften von TMZist es unwahrscheinlich, dass eine Dosisreduzierung bei Patienten mit schwerer Leber- oder mitjeglichem Grad von Nierenfunktionsstörung erforderlich ist. Jedoch ist Vorsicht geboten, wenn TMZbei diesen Patienten angewendet wird.

Ältere Patienten

Populationspharmakokinetische Analysen von Patienten mit einem Alter von 19-78 Jahren zeigen,dass die Clearance von TMZ durch das Alter des Patienten nicht beeinflusst wird. Jedoch scheinenältere Patienten (> 70 Jahre) ein erhöhtes Risiko für Neutropenie und Thrombozytopenie zu haben(siehe Abschnitt 4.4).

Art der Anwendung

Temozolomid Teva Hartkapseln sollten im nüchternen Zustand eingenommen werden.

Die Kapseln sind mit einem Glas Wasser ganz zu schlucken und dürfen nicht geöffnet oder zerkautwerden.

Tritt nach der Anwendung der Temozolomid Teva-Dosis Erbrechen auf, sollte an diesem Tag keinezweite Dosis verabreicht werden.

4.3 Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

Überempfindlichkeit gegen Dacarbazin (DTIC).

Schwere Myelosuppression (siehe Abschnitt 4.4).

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Opportunistische Infektionen und Reaktivierung von Infektionen

Opportunistische Infektionen (wie z. B. Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie) und Reaktivierung von

Infektionen (wie z. B. HBV, CMV) wurden während der Behandlung mit TMZ beobachtet (siehe

Abschnitt 4.8).

Herpes-simplex-Enzephalitis

Bei Fällen nach der Markteinführung wurde Herpes-simplex-Enzephalitis (einschließlich mittödlichem Ausgang) bei Patienten beobachtet, die TMZ in Kombination mit Strahlentherapie erhaltenhaben, einschließlich Fälle mit gleichzeitiger Anwendung von Steroiden.

Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie

Bei Patienten, die zeitgleich TMZ und RT in einer Pilotstudie nach dem verlängerten42-Tage-Dosierungsschema erhielten, wurde gezeigt, dass diese ein besonderes Risiko haben, eine

Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie (PCP) zu entwickeln. Daher ist eine Prophylaxe gegen PCP für alle

Patienten erforderlich, die gleichzeitig TMZ und RT im Rahmen des 42-Tage-Dosierungsschemaserhalten (mit einer Maximaldauer von 49 Tagen), unabhängig von der Lymphozytenzahl. Sofern eine

Lymphopenie auftritt, ist die Prophylaxe fortzusetzen, bis sich die Lymphopenie bis zum Grad ≤ 1bessert.

Es kann zu einem vermehrten Auftreten von PCP kommen, wenn TMZ über ein längeres

Dosierungsschema verabreicht wird. Unabhängig vom Dosierungsschema sollten jedoch alle mit TMZbehandelten Patienten, besonders die Patienten, die Steroide einnehmen, eng auf eine Entwicklung von

PCP überwacht werden. Es wurde bei Patienten unter TMZ von Ateminsuffizienz mit tödlichem

Ausgang berichtet, insbesondere bei Kombination mit Dexamethason oder anderen Steroiden.

HBV

Eine Hepatitis aufgrund einer Reaktivierung des Hepatitis-B-Virus (HBV) wurde beobachtet, die ineinigen Fällen zum Tod führte. Bei Patienten mit positiver Hepatitis-B-Serologie (einschließlichsolchen mit aktiver Erkrankung) sollten vor Behandlungsbeginn Experten für Lebererkrankungenkonsultiert werden. Während der Behandlung sollten die Patienten angemessen überwacht und geführtwerden.

Hepatotoxizität

Ein Leberschaden, einschließlich letalem Leberversagen, wurde bei Patienten berichtet, die mit TMZbehandelt wurden (siehe Abschnitt 4.8). Vor Beginn der Behandlung sollten die Ausgangswerte der

Leberfunktionstests ermittelt werden. Sind diese nicht normal, sollte vor Beginn einer Temozolomid-

Behandlung das Nutzen-Risiko-Verhältnis einschließlich der Möglichkeit eines letalen Leberversagensabgewogen werden. Bei Patienten mit einem 42-tägigen Behandlungszyklus sollten die Werte der

Leberfunktionstests in der Mitte dieses Zyklus nochmals erhoben werden. Bei allen Patienten solltendie Leberfunktionswerte nach jedem Behandlungszyklus kontrolliert werden. Bei Patienten mitdeutlich abnormen Leberfunktionswerten sollte der Arzt den Nutzen gegen das Risiko einer

Weiterführung der Behandlung abwägen. Eine Lebertoxizität kann mehrere Wochen oder noch späternach der letzten Behandlung mit Temozolomid auftreten.

Malignität

Über Fälle von myelodysplastischen Syndromen und sekundären Malignomen, einschließlichmyeloischer Leukämie, wurde ebenfalls sehr selten berichtet (siehe Abschnitt 4.8).

Antiemetische Therapie

Übelkeit und Erbrechen sind sehr häufig mit TMZ assoziiert.

Eine antiemetische Therapie kann vor oder im Anschluss zur TMZ-Gabe angewendet werden.

Erwachsene Patienten mit erstmalig diagnostiziertem Glioblastoma multiforme

Eine antiemetische Prophylaxe wird vor der Initialdosis der Begleittherapie-Phase und strengstenswährend der Monotherapie-Phase empfohlen.

Patienten mit rezidivierendem oder fortschreitendem malignem Gliom

Bei Patienten mit starkem Erbrechen (Grad 3 oder 4) in vorausgegangenen Therapiezyklen kann eineantiemetische Therapie erforderlich sein.

Laborparameter

Patienten, die mit TMZ behandelt werden, können eine Myelosuppression, einschließlich anhaltender

Panzytopenie, erleiden, aus der sich eine aplastische Anämie entwickeln kann, die in einigen Fällenzum Tode führte. In einigen Fällen wird die Bewertung durch die gleichzeitige Gabe von

Arzneimitteln, die mit aplastischer Anämie assoziiert sind (einschließlich Carbamazepin, Phenytoinund Sulfamethoxazol/Trimethoprim), erschwert. Vor der Anwendung müssen die folgenden

Laborparameter erfüllt sein: Absolute Neutrophilenzahl (ANC) ≥ 1,5 x 109/l und Thrombozytenzahl≥ 100 x 109/l. Ein vollständiges Blutbild ist an Tag 22 (21 Tage nach der ersten Dosis) oder innerhalbvon 48 Stunden nach diesem Tag zu erheben sowie wöchentlich bis zum Anstieg der absoluten

Neutrophilenzahl auf einen Wert > 1,5 x 109/l und der Thrombozytenzahl auf einen Wert> 100 x 109/l. Im Falle eines Abfalls der absoluten Neutrophilenzahl auf < 1,0 x 109/l oder der

Thrombozytenzahl auf < 50 x 109/l während eines der Zyklen ist die Dosis beim nächsten Zyklus umeine Dosisstufe herabzusetzen (siehe Abschnitt 4.2).

Die Dosisstufen sind 100 mg/m², 150 mg/m² und 200 mg/m². Die niedrigste empfohlene Dosis beträgt100 mg/m².

Kinder und Jugendliche

Es liegen keine klinischen Erfahrungen mit der Anwendung von TMZ bei Kindern unter 3 Jahren vor.

Bei älteren Kindern und Jugendlichen sind die Erfahrungen sehr begrenzt (siehe Abschnitte 4.2 und5.1).

Ältere Patienten (> 70 Jahre)

Bei älteren Patienten scheint gegenüber jüngeren Patienten ein erhöhtes Risiko für Neutropenie und

Thrombozytopenie zu bestehen. Daher ist besondere Vorsicht geboten, wenn TMZ bei älteren

Patienten angewendet wird.

Weibliche Patienten

Frauen im gebärfähigen Alter müssen eine effektive Art der Verhütung anwenden, um während der

Behandlung mit TMZ und für mindestens 6 Monate nach Abschluss der Behandlung eine

Schwangerschaft zu vermeiden.

Männliche Patienten

Männern, die mit TMZ behandelt werden, wird geraten, für mindestens 3 Monate nach Erhalt derletzten Dosis kein Kind zu zeugen und sich vor der Behandlung über eine Kryokonservierung von

Spermien beraten zu lassen (siehe Abschnitt 4.6).

Sonstige(r) Bestandteil(e)

Lactose

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactasemangel oder

Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Kapsel, d. h., es ist nahezu'natriumfrei“.

Temozolomid Teva 20 mg Hartkapseln

Gelborange S (E110)

Der in der Kapselhülle enthaltene sonstige Bestandteil Gelborange S (E110) kann allergische

Reaktionen verursachen.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

In einer separaten Phase I-Studie führte die Anwendung von TMZ zusammen mit Ranitidin nicht zu

Veränderungen hinsichtlich des Ausmaßes der Resorption von Temozolomid oder der Expositiongegenüber dem aktiven Metaboliten Monomethyl-triazenoimidazol-carboxamid (MTIC).

Die Verabreichung von TMZ mit Nahrung führte zu einer Abnahme der Cmax um 33 % und der Flächeunter der Kurve (AUC) um 9 %.

Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Änderung von Cmax klinisch relevant ist, sollte

Temozolomid Teva ohne Nahrung verabreicht werden.

Basierend auf einer Analyse populationspharmakokinetischer Studien der Phase II verändert diegleichzeitige Anwendung von Dexamethason, Prochlorperazin, Phenytoin, Carbamazepin,

Ondansetron, H2-Rezeptorantagonisten oder Phenobarbital die Clearance von TMZ nicht. Diegleichzeitige Anwendung von Valproinsäure war mit einer kleinen, aber statistisch signifikanten

Abnahme der TMZ-Clearance verbunden.

Es wurden keine Studien zur Bestimmung des Einflusses von TMZ auf den Metabolismus oder die

Elimination von anderen Arzneimitteln durchgeführt. Da TMZ jedoch nicht über die Lebermetabolisiert wird und nur geringe Proteinbindung zeigt, ist es unwahrscheinlich, dass es die

Pharmakokinetik von anderen Arzneimitteln beeinflusst (siehe Abschnitt 5.2).

Die Anwendung von TMZ in Kombination mit anderen myelosuppressiven Substanzen kann die

Wahrscheinlichkeit einer Myelosuppression erhöhen.

Kinder und Jugendliche

Wechselwirkungsstudien wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine Daten zu schwangeren Frauen vor. In präklinischen Studien mit Ratten und

Kaninchen, die 150 mg/m² TMZ verabreicht bekamen, wurden jedoch Teratogenität und/oder

Fetotoxizität nachgewiesen (siehe Abschnitt 5.3). Temozolomid Teva darf nicht bei schwangeren

Frauen angewendet werden. Wenn die Anwendung während der Schwangerschaft dennoch in Betrachtgezogen werden muss, ist die Patientin über das potentielle Risiko für den Fetus zu informieren.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob TMZ beim Menschen in die Muttermilch ausgeschieden wird; daher musswährend der Behandlung mit TMZ abgestillt werden.

Frauen im gebärfähigen Alter

Frauen im gebärfähigen Alter müssen eine effektive Art der Verhütung anwenden, um während der

Behandlung mit TMZ und für mindestens 6 Monate nach Abschluss der Behandlung eine

Schwangerschaft zu vermeiden.

Männliche Fertilität

TMZ kann gentoxische Wirkungen haben. Daher sollten Männer, die damit behandelt werden,effektive Verhütungsmaßnahmen anwenden und es ist ihnen anzuraten, kein Kind zu zeugen unddieses für mindestens 3 Monate nach Erhalt der letzten Dosis einzuhalten und sich vor der Behandlungüber eine Kryokonservierung von Spermien beraten zu lassen, da eine irreversible Infertilität aufgrundder TMZ-Behandlung möglich sein kann.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Maschinen

TMZ hat geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen, infolge von Müdigkeit und Somnolenz (siehe Abschnitt 4.8).

4.8 Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Erfahrungen aus klinischen Studien

Bei Patienten, die in klinischen Studien mit TMZ behandelt wurden, waren die am häufigstenberichteten Nebenwirkungen Übelkeit, Erbrechen, Obstipation, Anorexie, Kopfschmerzen, Müdigkeit,

Konvulsionen und Ausschlag. Die meisten der hämatologischen Nebenwirkungen wurden häufigberichtet; die Häufigkeiten der Laborwerte mit Grad 3-4 sind nach Tabelle 4 aufgeführt.

Bei Patienten mit rezidivierendem oder progressivem Gliom traten Übelkeit (43 %) und Erbrechen(36 %) meist im Grad 1 oder 2 (0-5 Episoden von Erbrechen innerhalb von 24 Stunden) auf und warenentweder selbstlimitierend oder mit einer Standard-Antiemetiktherapie leicht zu kontrollieren. Starke

Übelkeit und Erbrechen traten bei 4 % der Patienten auf.

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

Nebenwirkungen, die unter der Anwendung von TMZ in klinischen Studien sowie nach

Markteinführung berichtet wurden, sind in Tabelle 4 gelistet.Diese sind nach Systemorganklasse und

Häufigkeit sortiert. Die Häufigkeitsgruppen sind gemäß der folgenden Konvention definiert: Sehrhäufig (≥ 1/10); Häufig (≥ 1/100, < 1/10); Gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100) ; Selten (≥ 1/10.000,< 1/1.000); Sehr selten (< 1/10.000). Nicht bekannt (kann aus den verfügbaren Daten nicht geschätztwerden). Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem

Schweregrad angegeben.

Tabelle 4. Nebenwirkungen bei Patienten, die mit Temozolomid behandelt werden

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Häufig: Infektionen, Herpes zoster, Pharyngitisa, orale

Candidose

Gelegentlich: Opportunistische Infektionen (einschließlich PCP),

Sepsis†, Herpes-Meningoenzephalitis†, CMV Infektion,

CMV Reaktivierung, Hepatitis-B-Virus†, Herpessimplex, Reaktivierung einer Infektion, Wundinfektion,

Gastroenteritisb

Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen

Gelegentlich: Myelodysplastisches Syndrom (MDS), sekundäremaligne Erkrankungen einschließlich myeloische

Leukämie
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Häufig: Febrile Neutropenie, Neutropenie, Thrombozytopenie,

Lymphopenie, Leukopenie, Anämie

Gelegentlich: Länger anhaltende (protrahierte) Panzytopenie,aplastische Anämie†, Panzytopenie, Petechien

Erkrankungen des Immunsystems

Häufig: Allergische Reaktion

Gelegentlich: Anaphylaxie

Endokrine Erkrankungen

Häufig: Cushingoidc

Gelegentlich: Diabetes insipidus

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Sehr häufig: Anorexie

Häufig: Hyperglykämie

Gelegentlich: Hypokaliämie, erhöhte alkalische Phosphatase

Psychiatrische Erkankungen

Häufig: Agitation, Amnesie, Depression, Angst, Verwirrtheit,

Schlaflosigkeit

Uncommon: Verhaltensstörungen, emotionale Labilität,

Halluzination, Apathie

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig: Konvulsionen, Hemiparese, Aphasie/Dysphasie,

Kopfschmerzen

Häufig: Ataxie, Gleichgewichtsstörungen,

Wahrnehmungsstörungen, Konzentrationsstörungen,vermindertes Bewusstsein, Schwindel, Hypästhesie,

Gedächtnisstörungen, neurologische Erkrankungen,

Neuropathied, Parästhesie, Somnolenz,

Sprachstörungen, Geschmacksveränderungen, Tremor

Gelegentlich: Status epilepticus, Hemiplegie, extrapyramidale

Störungen, Parosmie, anormaler Gang, Hyperästhesie,sensorische Störungen, anormale Koordination

Augenerkrankungen

Häufig: Hemianopie, verschwommenes Sehen, Sehstörungene,

Gesichtsfeldausfall, Doppeltsehen, Augenschmerzen

Gelegentlich: Reduzierte Sehschärfe, trockene Augen

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Häufig: Taubheitf, Vertigo, Tinnitus, Ohrenschmerzeng

Gelegentlich: Hörstörungen, Hyperakusis, Otitis media

Herzerkrankungen

Gelegentlich: Palpitation

Gefäßerkrankungen

Häufig: Hämorrhagie, pulmonale Embolie, tiefe venöse

Thrombose, Hypertonie

Gelegentlich: Zerebrale Blutung, Flushing, Hitzewallungen

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Häufig: Pneumonie, Dyspnoe, Sinusitis, Bronchitis, Husten,

Infektionen der oberen Atemwege

Gelegentlich: Respiratorische Insuffizienz†, interstitielle

Pneumonie/Pneumonie, Lungenfibrose,

Nasenschleimhautschwellung

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig: Diarrhö, Obstipation, Übelkeit, Erbrechen

Häufig: Stomatitis, Abdominalschmerzh, Dyspepsie, Dysphagie

Gelegentlich: Aufgetriebener Bauch, Stuhlinkontinenz,gastrointestinale Störungen, Hämorrhoiden,

Mundtrockenheit

Leber- und Gallenerkrankungen

Gelegentlich: Leberversagen†, Leberschädigung, Hepatitis,

Cholestase, Hyperbilirubinämie

Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Sehr häufig: Ausschlag, Alopezie

Häufig: Erythem, trockene Haut, Pruritus

Gelegentlich: Toxische epidermale Nekrolyse, Stevens-Johnson-

Syndrom, Angioödem, Erythema multiforme,

Erythrodermie, Hautabschuppung,

Photosensitivitätsreaktionen, Urtikaria, Exanthem,

Dermatitis, verstärktes Schwitzen, anormale

Pigmentierung

Nicht bekannt: Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie undsystemischen Symptomen (DRESS)

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Häufig: Myopathie, Muskelschwäche, Arthralgie,

Rückenschmerzen, Muskel-/Skelettschmerzen, Myalgie

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Häufig: Häufige Miktion, Harninkontinenz

Gelegentlich: Dysurie

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Gelegentlich: Vaginale Blutungen, Menorrhagie, Amenorrhö,

Vaginitis, Schmerzen in der Brustdrüse, Impotenz

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr häufig: Müdigkeit

Häufig: Fieber, grippeähnliche Symptome, Asthenie,

Unwohlsein, Schmerzen, Ödeme, periphere Ödemei

Gelegentlich: verschlechterter Allgemeinzustand, Rigor,

Gesichtsschwellungen, Verfärbungen der Zunge, Durst,

Zahnerkrankungen

Untersuchungen

Häufig: Anstieg der Leberenzymej, Gewichtsabnahme,

Gewichtszunahme

Gelegentlich: erhöhte Gamma-Glutamyltransferase

Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen

Häufig: Verletzung durch Bestrahlungka Einschließlich Pharyngitis, nasopharyngeale Pharyngitis, Pharyngitis durch Streptokokkenb Einschließlich Gastroenteritis, virale Gastroenteritisc Einschließlich Cushingoid, Cushing Syndromed Einschließlich Neuropathie, periphere Neuropathie, Polyneuropathie, periphere sensorische Neuropathie,periphere motorische Neuropathiee Einschließlich Sehverschlechterung, Augenerkrankungenf Einschließlich Taubheit, bilaterale Taubheit, neurosensorische Taubheit, unilaterale Taubheitg Einschließlich Ohrenschmerzen, Ohrenbeschwerdenh Einschließlich Abdominalschmerz, Schmerzen im Unterbauch, Schmerzen im Oberbauch, abdominale

Beschwerdeni Einschließlich periphere Ödeme, periphere Schwellungenj Einschließlich erhöhter Leberfunktionstest, erhöhte Alaninaminotransferase, erhöhte

Aspartataminostransferase, Anstieg der Leberenzymek Einschließlich Verletzung durch Bestrahlung, Hautschädigung durch Strahlen† Einschließlich Fälle mit tödlichem Ausgang

Erstmalig diagnostiziertes Glioblastoma multiforme

Laborwerte

Knochenmarkssuppression (Neutropenie und Thrombozytopenie) als bekannte dosislimitierende

Toxizität für die meisten zytotoxischen Substanzen, einschließlich TMZ, wurde beobachtet. Bei

Kombination der Laboranormalitäten und Nebenwirkungen während der Begleit- und

Monotherapie-Behandlungsphasen wurden bei 8 % der Patienten Grad-3- oder Grad-4-

Neutrophilen-Anormalitäten einschließlich neutropenischer Nebenwirkungen beobachtet. Grad-3-oder Grad-4-Thrombozyten-Anormalitäten einschließlich thrombozytopenischer Nebenwirkungenwurden bei 14 % der Patienten, die TMZ erhielten, beobachtet.

Rezidivierendes oder fortschreitendes malignes Gliom

Laborwerte

Thrombozytopenie und Neutropenie vom Grad 3 oder 4 traten bei 19 % bzw. 17 % der wegenmalignem Gliom behandelten Patienten auf. Dies führte zur Hospitalisierung und/oder Absetzen von

TMZ bei 8 % bzw. 4 % der Patienten. Die Myelosuppression war vorhersagbar (normalerweiseinnerhalb der ersten Zyklen, mit einem Nadir zwischen Tag 21 und Tag 28), die Erholung erfolgteschnell, normalerweise innerhalb von 1-2 Wochen. Anzeichen für kumulative Myelosuppressionwurden nicht beobachtet. Das Vorhandensein von Thrombozytopenie kann das Blutungsrisiko erhöhenund das Vorhandensein von Neutropenie oder Leukopenie kann das Infektionsrisiko erhöhen.

Geschlecht

In einer populationspharmakokinetischen Analyse der Erfahrungen in klinischen Prüfungen waren101 weibliche und 169 männliche Studienteilnehmer, für die ein Neutrophilenzahlen-Nadir verfügbarwar und 110 weibliche und 174 männliche Studienteilnehmer, für die ein Thrombozytenzahlen-Nadirverfügbar war. Im ersten Therapiezyklus gab es bei den Frauen im Vergleich zu den Männern einehöhere Rate an Grad-4-Neutropenien (ANC < 0,5 x 109/l), 12 % im Vergleich zu 5 %, und

Thrombozytopenien (< 20 x 109/l), 9 % im Vergleich zu 3 %. In einer Gruppe von 400 Patienten mitrezidivierendem Gliom trat im ersten Therapiezyklus eine Grad-4-Neutropenie bei 8 % der weiblichenund bei 4 % der männlichen Patienten auf und eine Grad-4-Thrombozytopenie bei 8 % der weiblichenund bei 3 % der männlichen Patienten. In einer Studie mit 288 Patienten mit erstmaligdiagnostiziertem Glioblastoma multiforme trat im ersten Therapiezyklus eine Grad-4-Neutropenie bei3 % der weiblichen und 0 % der männlichen Patienten auf und eine Grad-4-Thrombozytopenie bei1 % der weiblichen und 0 % der männlichen Patienten.

Kinder und Jugendliche

Oral appliziertes TMZ wurde bei pädiatrischen Patienten (3-18 Jahre) mit rezidivierendem

Hirnstammgliom oder rezidivierendem, hochgradigem Astrozytom untersucht. Das

Behandlungsschema bestand aus einer täglichen Gabe über 5 Tage alle 28 Tage. Trotz begrenzter

Daten ist zu erwarten, dass die Verträglichkeit von TMZ bei Kindern der von Erwachsenen gleicht.

Die Sicherheit von TMZ bei Kindern im Alter von unter 3 Jahren ist nicht erwiesen.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Dosen von 500, 750, 1.000 und 1.250 mg/m² (Gesamtdosis pro Zyklus über 5 Tage) wurden bei

Patienten klinisch untersucht. Die Dosis-limitierende Toxizität war hämatologischer Art und wurde beijeder Dosis festgestellt, war aber, wie zu erwarten, bei höheren Dosen schwerwiegender. Ein Patientnahm eine Überdosis von 10.000 mg (Gesamtdosis in einem Anwendungszyklus, über die Dauer von 5

Tagen) ein und die berichteten Nebenwirkungen waren Panzytopenie, Fieber, Multiorganversagen und

Tod. Es gibt Berichte von Patienten, die die empfohlene Dosis länger als 5 Tage (bis zu 64 Tage)angewendet haben, mit berichteten Nebenwirkungen, die Knochenmarkssuppression, mit oder ohne

Infektionen, in einigen Fällen schwerwiegend und anhaltend und zum Tode führend, einschlossen. Im

Fall einer Überdosierung ist eine Blutuntersuchung durchzuführen. Supportive Maßnahmen sollten bei

Bedarf ergriffen werden.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antineoplastische Mittel - andere alkylierende Mittel, ATC-Code:

L01A X03

Wirkmechanismus

Bei Temozolomid handelt es sich um ein Triazen, das bei einem physiologischen pH-Wert raschchemisch in seine Wirkform Monomethyltriazenylimidazolcarboxamid (MTIC) umgewandelt wird.

Die Zytotoxizität von MTIC wird hauptsächlich auf die Alkylierung an der O-6-Position von Guaninmit zusätzlicher Alkylierung an der N-7-Position zurückgeführt. Es wird davon ausgegangen, dass beispäter auftretenden zytotoxischen Läsionen eine aberrante Reparatur des Methyladdukts eine Rollespielt.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Erstmalig diagnostiziertes Glioblastoma multiforme

Insgesamt 573 Patienten wurden randomisiert und erhielten entweder TMZ + RT (n = 287) oder nur

RT (n = 286). Patienten im TMZ + RT Arm erhielten gleichzeitig TMZ (75 mg/m²) einmal täglich,beginnend mit dem ersten Tag der RT bis zum letzten Tag der RT, über 42 Tage (maximal 49 Tage).

Danach folgte, 4 Wochen nach dem Ende der RT beginnend, eine TMZ-Monotherapie(150 - 200 mg/m²) an den Tagen 1-5 jedes 28-tägigen Zyklus, über bis zu 6 Zyklen. Patienten im

Kontrollarm erhielten nur RT. Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie(PCP)-Prophylaxe wurde währendder RT und kombinierten TMZ-Therapie gefordert.

TMZ wurde als Salvage-Therapie in der Folgephase an 161 von 282 Patienten (57 %) des RT (allein)

Arms und an 62 von 277 (22 %) des TMZ + RT Arms verabreicht.

Die Hazard-Ratio (HR) für das Gesamtüberleben betrug 1,59 (95 % CI für HR = 1,33 - 1,91) mit

Log-Rank p < 0,0001 für den TMZ-Arm. Die geschätzte Wahrscheinlichkeit von zwei

Überlebensjahren oder mehr (26 % gegen 10 %) ist höher für den RT + TMZ-Arm. Die Zugabe von

TMZ als Begleittherapie zur RT, gefolgt von TMZ-Monotherapie bei der Behandlung von Patientenmit erstmalig diagnostiziertem Glioblastoma multiforme zeigte eine statistisch signifikante

Verbesserung des Gesamtüberlebens (Overall Survival, OS) verglichen mit alleiniger RT (Abb. 1).

Abb. 1 Kaplan-Meier-Kurven für das Gesamtüberleben (Intent-to-Treat-Population)

Die Ergebnisse der Studie waren in der Patienten-Untergruppe mit einem schlechten

Performance-Status (WHO PS=2; n=70) nicht konsistent, in dieser waren das Gesamtüberleben unddie Progressionszeit in beiden Armen ähnlich. Jedoch wurden keine inakzeptablen Risiken in dieser

Patientengruppe beobachtet.

Rezidivierendes oder fortschreitendes malignes Gliom

Klinische Daten zur Wirksamkeit bei Patienten mit Glioblastoma multiforme (Karnofsky Performance

Status [KPS] ≥ 70), progressiv oder rezidivierend nach Operation und RT, beruhen auf zwei klinischen

Studien mit oral gegebenem TMZ. Die eine war eine nicht-vergleichende Studie an 138 Patienten(29 % erhielten vorher eine Chemotherapie) und die andere eine randomisierte kontrollierte Studie von

TMZ gegenüber Procarbazin als Vergleichspräparat an insgesamt 225 Patienten (67 % erhielten vorder Behandlung eine auf Nitrosoharnstoff basierende Chemotherapie). In beiden Studien war derprimäre Endpunkt die progressionsfreie Überlebensrate (PFS), definiert durch MRT-Untersuchungenund neurologische Verschlechterung. In der nicht-vergleichenden Studie betrug die PFS nach6 Monaten 19 %, die mediane progressionsfreie Überlebenszeit 2,1 Monate und die mediane

Gesamtüberlebenszeit 5,4 Monate. Die objektive Ansprechrate (Objective Response Rate, ORR),basierend auf MRT-Untersuchungen, war 8 %.

In der randomisierten, Vergleichspräparat-kontrollierten Studie war die PFS nach 6 Monaten für TMZsignifikant größer als für Procarbazin (21 % bzw. 8 % - Chi-Quadrat p = 0,008) mit einer medianen

PFS-Zeit von 2,89 bzw. 1,88 Monaten (Log-Rank p = 0,0063). Die mediane Überlebenszeit betrug7,34 und 5,66 Monate für TMZ bzw. Procarbazin (Log-Rank p = 0,33). Der Anteil überlebender

Patienten war nach 6 Monaten in der TMZ-Gruppe signifikant größer (60 %) als in der

Procarbazin-Gruppe (44 %) (Chi-Quadrat p = 0,019). Bei Patienten mit vorheriger Chemotherapiezeigte sich ein therapeutischer Nutzen bei Patienten mit einem KPS ≥ 80.

Die Werte für die Zeit bis zur Verschlechterung des neurologischen Status fielen für TMZ günstigeraus als für Procarbazin. Dies war auch der Fall bei den Werten für die Zeit bis zur Verschlechterungdes Allgemeinzustandes (Abfall auf einen KPS-Wert unter 70 oder Abfall um mindestens 30 Punkte).

Die medianen Zeiten bis zur Progression sind für diese Endpunkte bei TMZ um 0,7 bis 2,1 Monatelänger als bei Procarbazin (Log-Rank p = < 0,01 bis 0,03).

Rezidivierendes anaplastisches Astrozytom

In einer multizentrischen prospektiven Phase-II-Studie zur Ermittlung der Sicherheit und Wirksamkeitvon oral angewendetem TMZ bei der Behandlung von Patienten mit anaplastischem Astrozytom nacherstem Rezidiv betrug das PFS nach 6 Monaten 46 %. Das mediane PFS lag bei 5,4 Monaten. Diemediane Gesamtüberlebensdauer war 14,6 Monate. Für die ITT (Intent-to-Treat)-Population mitn = 162 betrug nach Einschätzung eines zentralen Gutachtens die Ansprechrate 35 % (13 CR und43 PR). Bei 43 Patienten wurde über einen stabilen Krankheitszustand berichtet. Die 6-monatigeereignisfreie Überlebensrate für die ITT-Gruppe betrug 44 % mit einer medianen ereignisfreien

Überlebenszeit von 4,6 Monaten, was im selben Bereich liegt wie die Ergebnisse für dasprogressionsfreie Überleben. Für die auf Grundlage der Histologie auswertbare Patientengruppe warendie Ergebnisse hinsichtlich der Wirksamkeit ähnlich. Ein radiologisch gesichertes, objektives

Ansprechen oder eine Aufrechterhaltung des progressionsfreien Zustandes war eng mit einer

Aufrechterhaltung oder einer Verbesserung der Lebensqualität assoziiert.

Kinder und Jugendliche

Oral appliziertes TMZ wurde bei pädiatrischen Patienten (3-18 Jahre) mit rezidivierendem

Hirnstammgliom oder rezidivierendem, hochgradigem Astrozytom untersucht. Das

Behandlungsschema bestand aus einer täglichen Gabe über 5 Tage alle 28 Tage. Die Verträglichkeitvon TMZ war ähnlich wie bei Erwachsenen.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

TMZ wird spontan bei physiologischem pH vornehmlich zum aktiven Metaboliten3-Methyl-(triazen-1-yl)imidazol-4-carboxamid (MTIC) hydrolysiert. MTIC hydrolysiert spontan zu5-Amino-imidazol4-carboxamid (AIC), einem bekannten Zwischenprodukt in der Purin- und

Nukleinsäurebiosynthese, und zu Methylhydrazin, von dem angenommen wird, dass es sich um eineaktive alkylierende Substanz handelt. Die Zytotoxizität von MTIC wird hauptsächlich auf die

Alkylierung der DNA an den Positionen O6 und N7 des Guanins zurückgeführt. In Bezug auf die AUCvon TMZ beträgt die Exposition gegenüber MTIC und AIC ~ 2,4 % und 23 %. In vivo entsprach diet1/2 von MTIC der von TMZ, 1,8 h.

Resorption

Nach oraler Anwendung bei erwachsenen Patienten wird TMZ schnell resorbiert und erreicht bereits20 Minuten nach Applikation der Dosis Maximalkonzentrationen (die mittleren Zeiten betragenzwischen 0,5 und 1,5 Stunden). Nach oraler Applikation von 14C-markiertem TMZ betrug die mittlerefäkale Exkretion von 14C über 7 Tage 0,8 % der verabreichten Dosis, was auf eine vollständige

Resorption hinweist.

Verteilung

TMZ weist eine niedrige Eiweißbindung auf (10-20 %), daher wird eine Wechselwirkung mit Stoffen,die eine starke Eiweißbindung eingehen, nicht erwartet.

PET-Studien am Menschen und präklinischen Daten zufolge passiert TMZ schnell die Blut-Hirn-

Schranke und liegt in der Zerebrospinalflüssigkeit (CSF) vor. Die Penetration in die CSF wurde beieinem Patienten bestätigt; die CSF-Exposition, basierend auf der AUC von TMZ, war annähernd 30 %der Plasmakonzentration, was den Daten bei Tierversuchen entspricht.

Elimination

Die Halbwertszeit (t1/2) im Plasma beträgt annähernd 1,8 Stunden. Die 14C-Eliminierung verläuftüberwiegend renal. Nach oraler Anwendung können ungefähr 5-10 % der Dosis im Verlauf von24 Stunden unverändert im Urin nachgewiesen werden; der verbleibende Anteil wird als

Temozolomidsäure, 5-Aminoimidazol-4-carboxamid (AIC) oder nicht identifizierte polare

Metaboliten ausgeschieden.

Die Plasmakonzentrationen steigen dosisabhängig an. Plasmaclearance, Verteilungsvolumen und

Halbwertszeit sind dosisunabhängig.

Spezielle Populationen

Die Auswertung der Populationspharmakokinetik von TMZ ergab, dass die Plasmaclearance von TMZunabhängig ist von Lebensalter, Nierenfunktion oder Raucherstatus. In einer separatenpharmakokinetischen Studie waren die pharmakokinetischen Plasmaprofile bei Patienten mit geringerbis mäßiggradiger Leberfunktionsstörung ähnlich wie bei Patienten mit normaler Leberfunktion.

Pädiatrische Patienten weisen eine höhere AUC als Erwachsene auf; die tolerierte Höchstdosis (MTD)betrug jedoch bei Kindern ebenso wie bei Erwachsenen 1.000 mg/m² pro Zyklus.

5.3 Präklinische Sicherheitsdaten

Einzelzyklus-Toxizitätsstudien (Anwendung über 5 Tage, therapiefreier Zeitraum von 23 Tagen)sowie 3- und 6-zyklische Toxizitätsstudien wurden bei Ratten und Hunden durchgeführt. Die primären

Zielorgane für Toxizität waren das Knochenmark, das lymphoretikuläre System, die Hoden und der

Gastrointestinaltrakt; und bei höheren Dosierungen, die bei 60 %-100 % der getesteten Ratten und

Hunde tödlich waren, trat eine Degeneration der Netzhaut auf. Die meisten

Intoxikationserscheinungen bildeten sich zurück mit Ausnahme der Nebenwirkungen auf diemännliche Reproduktionsfähigkeit und die Degeneration der Netzhaut. Da jedoch die Dosen, die eine

Degeneration der Netzhaut verursachten, im letalen Dosis-Bereich lagen und keine vergleichbaren

Auswirkungen bei klinischen Studien beobachtet wurden, wird eine klinische Relevanz dieser Befundenicht erwogen.

TMZ ist ein embryotoxisches, teratogenes und gentoxisches Alkylanz. TMZ weist bei der Ratte undbeim Hund eine höhere Toxizität auf als beim Menschen, und die klinische Dosierung entsprichtannähernd der minimalen letalen Dosis bei Ratten und Hunden. Eine dosisabhängige Verminderungder Leukozyten- und Thrombozytenzahl scheint ein empfindlicher Indikator für Toxizität zu sein. Eine

Vielzahl an Neoplasmen, einschließlich Mammakarzinom, Keratoakanthom der Haut sowie

Basalzelladenom, wurden in der Studie mit 6 Therapiezyklen bei Ratten beobachtet, während keine

Tumoren oder präneoplastischen Veränderungen in der Studie mit Hunden beschrieben wurden.

Ratten scheinen besonders empfindlich auf die onkogene Wirkung des TMZ zu reagieren, mit dem

Auftreten erster Tumoren innerhalb von 3 Monaten nach Therapiebeginn. Diese Latenzzeit ist selbstfür ein Alkylanz sehr kurz.

Die Ergebnisse des Ames/Salmonella-Tests sowie des Chromosomenaberrationstests an

Humanlymphozyten aus dem Peripherblut (HPBL) zeigten einen positiven mutagenen Effekt.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Kapselinhalt
Lactose

Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A)

Hochdisperses Siliciumdioxid

Weinsäure

Stearinsäure

Kapselhülle

Gelatine

Titandioxid (E171)

Temozolomid Teva 5 mg Hartkapseln

Drucktinte

Schellack

Propylenglycol

Titandioxid (E171)

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E172)

Indigocarmin, Aluminiumsalz (E132)

Temozolomid Teva 20 mg Hartkapseln

Drucktinte

Schellack

Propylenglycol

Titandioxid (E171)

Gelborange S, Aluminiumsalz (E110)

Temozolomid Teva 100 mg Hartkapseln

Drucktinte

Schellack

Propylenglycol

Eisen(III)-oxid (E172)

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E172)

Titandioxid (E171)

Temozolomid Teva 140 mg Hartkapseln

Drucktinte

Schellack

Propylenglycol

Indigocarmin, Aluminiumsalz (E132)

Temozolomid Teva 180 mg Hartkapseln

Drucktinte

Schellack

Propylenglycol

Eisen(III)-oxid (E172)

Temozolomid Teva 250 mg Hartkapseln

Drucktinte

Schellack

Eisen(II,III)-oxid (E172)

Propylenglycol

Ammoniumhydroxid (E527)

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Haltbarkeit

3 Jahre.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

In der Originalverpackung aufbewahren.

Nicht über 30 °C lagern.

Die Flasche fest verschlossen halten, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Braunglasflasche mit kindergesichertem Schraubdeckel aus weißem Polypropylen mit

Induktionsversiegelung aus Polyethylen, die 5 oder 20 Kapseln enthalten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Handhabung

Die Kapseln dürfen nicht geöffnet werden. Bei Beschädigung einer Kapsel darf der Pulverinhalt nichtmit der Haut oder den Schleimhäuten in Berührung gebracht werden. Falls Temozolomid Teva mit der

Haut oder Schleimhaut in Kontakt kommt, muss es sofort gründlich mit Wasser und Seifeabgewaschen werden.

Die Patienten sind anzuweisen, die Kapseln für Kinder unzugänglich aufzubewahren, vorzugsweise ineinem abschließbaren Schrank. Eine unbeabsichtigte Einnahme kann für Kinder tödlich sein.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.

7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS

Teva B.V.

Swensweg 52031GA Haarlem

Niederlande

8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)

EU/1/09/606/001-012

9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 28. Januar 2010

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 26. August 2014

10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.