Angewendet bei: Hypertonie
Art der Anwendung: oral
Substanz: Aliskiren (Antihypertensivum)
ATC: C09XA02 (KARDIOVASKULÄRES SYSTEM | MITTEL MIT WIRKUNG AUF DAS RENIN-ANGIOTENSIN-SYSTEM | ANDERE MITTEL MIT WIRKUNG AUF DAS RENIN-ANGIOTENSIN-SYSTEM | Renin-Inhibitoren)
Aliskiren ist ein Medikament zur Behandlung von Bluthochdruck (Hypertonie). Es gehört zur Klasse der direkten Renin-Inhibitoren und ist das erste Medikament dieser Kategorie, das für die klinische Anwendung zugelassen wurde. Durch die Senkung des Blutdrucks hilft Aliskiren, das Risiko kardiovaskulärer Komplikationen wie Herzinfarkt, Schlaganfall und Nierenversagen zu reduzieren.
Der Wirkmechanismus von Aliskiren besteht in der Hemmung der Aktivität von Renin, einem Enzym, das von den Nieren produziert wird und eine Schlüsselrolle im Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAAS) spielt. Durch die Blockierung von Renin reduziert Aliskiren die Bildung von Angiotensin I und folglich von Angiotensin II, einer Verbindung, die die Blutgefäße verengt und den Blutdruck erhöht. Dies fördert die Entspannung der Blutgefäße und senkt den Blutdruck.
Aliskiren wird oral eingenommen, in der Regel einmal täglich, mit oder ohne Nahrung. Es ist wichtig, die verschriebene Dosierung einzuhalten und die Einnahme mit fettreichen Mahlzeiten zu vermeiden, da diese die Aufnahme des Medikaments verringern können. Aliskiren kann allein oder in Kombination mit anderen blutdrucksenkenden Medikamenten verwendet werden, abhängig von der Schwere der Hypertonie und der Reaktion des Patienten auf die Behandlung.
Obwohl wirksam, kann Aliskiren Nebenwirkungen verursachen. Zu den häufigsten gehören Durchfall, Schwindel, Kopfschmerzen und Müdigkeit. In seltenen Fällen können schwerwiegendere Reaktionen wie Angioödem (Schwellung von Gesicht, Lippen oder Rachen), Hyperkaliämie (erhöhte Kaliumwerte im Blut) oder eine Beeinträchtigung der Nierenfunktion auftreten. Es ist kontraindiziert bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz, bei schwangeren oder stillenden Frauen und bei gleichzeitiger Einnahme von ACE-Hemmern oder Angiotensin-Rezeptor-Blockern (ARBs).