Angewendet bei: parasitäre Infektionen
Art der Anwendung: kutan
Substanz: Ivermectin (Anthelminthikum)
ATC: D11AX22 (Dermatika | Andere Dermatika)
Ivermectin ist ein antiparasitäres Arzneimittel gegen bestimmte Infektionen durch Parasiten, zum Beispiel intestinale Strongyloidiasis, einige Formen der Filariose, Onchozerkose und bei Skabies. Es wirkt auf das Nervensystem der Parasiten und führt zu deren Lähmung und Abtötung. Es ist kein Antibiotikum und sollte nicht ohne ärztliche Indikation gegen Virusinfektionen verwendet werden.
Die Einnahme erfolgt oral, meist als nach Körpergewicht berechnete Dosis, manchmal einmalig und manchmal wiederholt je nach Diagnose. Bei Skabies können auch Kontaktpersonen behandelt und Kleidung, Bettwäsche und Handtücher gereinigt werden müssen. Die richtige Dosis, Wiederholung und zusätzliche Medikamente hängen vom Parasiten, der Region und dem Zustand des Patienten ab.
Nebenwirkungen können Übelkeit, Durchfall, Bauchschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit, Juckreiz, Hautausschlag, Gelenkschmerzen oder Fieber sein. Manche Beschwerden entstehen durch die Reaktion auf absterbende Parasiten. Bei Infektion mit Loa loa, einem Parasiten in Regionen Afrikas, können schwere neurologische Reaktionen auftreten; Reiseanamnese ist wichtig.
Suchen Sie ärztliche Hilfe bei Verwirrtheit, Krampfanfällen, starker Schläfrigkeit, Gangstörungen, Atemnot, Gesichtsschwellung, blasigem Ausschlag, hohem Fieber oder Verschlechterung. Informieren Sie den Arzt über Schwangerschaft, Stillzeit, Lebererkrankungen, Blutverdünner oder Reisen in Loa-loa-Gebiete. Ivermectin sollte nur in verordneter Dosis angewendet werden.