Merkblatt SONDELBAY 20mcg / 80mcl injektionslösung in einem fertigpen


Angewendet bei: Osteoporose

Art der Anwendung: Injektion

Substanz: Teriparatid (Parathormon-Analogon)

ATC: H05AA02 (SYSTEMISCHE HORMONPRÄPARATE, EXKL. SEXUALHORMONE UND INSULINE | NEBENSCHILDDRÜSENHORMONE UND ANALOGA | Nebenschilddrüsenhormone und Analoga)

Hinweise:
Warnhinweis während der Stillzeit
Warnhinweis während der Stillzeit

Während der Stillzeit nur auf ärztliche Empfehlung anwenden.

Warnhinweis während der Schwangerschaft
Warnhinweis während der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft nur auf ärztliche Empfehlung anwenden.

Teriparatid ist ein Medikament zur Behandlung von schwerer Osteoporose bei Erwachsenen, insbesondere bei postmenopausalen Frauen, Männern mit hohem Frakturrisiko und Patienten mit durch Glukokortikoide induzierter Osteoporose. Es ist eine synthetische Form des Parathormons (PTH), das die Knochenbildung durch die Aktivierung von Osteoblasten (knochenbildende Zellen) stimuliert.

Teriparatid wird subkutan injiziert, in der Regel einmal täglich, und die Behandlungsdauer ist begrenzt (normalerweise bis zu 2 Jahre), da eine längere Anwendung das Risiko von Nebenwirkungen erhöhen kann. Die Behandlung mit Teriparatid kann die Knochendichte verbessern und das Risiko für Wirbel- und Nicht-Wirbelfrakturen erheblich verringern.

Häufige Nebenwirkungen sind Übelkeit, Schwindel, Gelenkschmerzen, Muskelkrämpfe und Reaktionen an der Injektionsstelle. Es ist kontraindiziert bei Patienten mit erhöhtem Risiko für Osteosarkome (Knochenkrebs), wie z. B. bei Morbus Paget, vorheriger Strahlenexposition oder erhöhten alkalischen Phosphatasewerten.

Allgemeine Daten zu SONDELBAY 20mcg / 80mcl

  • Substanz: Teriparatid
  • Datum der letzten Medikamentenliste: 01-06-2026
  • Handelsgesetzbuch: W71285001
  • Konzentration: 20mcg / 80mcl
  • Pharmazeutisches Formblatt: injektionslösung in einem fertigpen
  • Verpackungsvolumen: 2,4ml
  • Produktart: generic
  • Preis: 761.89 RON
  • Rezeptbeschränkungen: P-RF - Arzneimittelrezept, das in der Apotheke aufbewahrt wird (nicht verlängerbar).

Marketing autorisation

  • Zulassungshersteller: ACCORD HEALTHCARE B.V. - TARILE DE JOS
  • Zulassungsinhaber: ACCORD HEALTHCARE S.L.U. - SPANIA
  • Zulassungsnummer: 1628/2022/01
  • Haltbarkeit: 2 Jahre

Darreichungsformen erhältlich für Teriparatid

Verfügbare Konzentrationen für Teriparatid

  • 20mcg/80mcg
  • 20mcg/80mcl

Vergütungslisten für SONDELBAY 20mcg / 80mcl Accord

G22 (C1) - Endokrine Erkrankungen

Preis

Zuzahlung

Patient

761.89 RON

761.89 RON

0.00 RON

Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels SONDELBAY 20mcg / 80mcl injektionslösung in einem fertigpen

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Sondelbay 20 Mikrogramm/80 Mikroliter Injektionslösung im Fertigpen

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Dosis enthält 20 Mikrogramm Teriparatid* in 80 Mikrolitern.

Ein Fertigpen mit 2,4 ml enthält 600 Mikrogramm Teriparatid. Jeder Milliliter der Injektionslösungenthält 250 Mikrogramm Teriparatid.

*Teriparatid, rhPTH (1-34), hergestellt in Escherichia coli mittels rekombinanter DNA-Technologie,ist identisch mit der Sequenz der 34 N-terminalen Aminosäuren des endogenen humanen

Parathormons.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Injektionslösung (Injektion).

Farblose, klare Lösung.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Sondelbay ist angezeigt zur Behandlung von Erwachsenen.

Behandlung der Osteoporose bei postmenopausalen Frauen und bei Männern mit einem hohen

Frakturrisiko (siehe Abschnitt 5.1). Bei postmenopausalen Frauen wurde eine signifikante Reduktionder Inzidenz vertebraler und extravertebraler Frakturen, aber nicht von Hüftfrakturen, nachgewiesen.

Behandlung der mit einer systemischen Langzeit-Glukokortikoidtherapie assoziierten Osteoporose bei

Frauen und Männern mit hohem Frakturrisiko (siehe Abschnitt 5.1).

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Die empfohlene Sondelbay-Dosis ist einmal täglich 20 Mikrogramm.

Die insgesamt maximale Therapiedauer mit Sondelbay beträgt 24 Monate (siehe Abschnitt 4.4). Diese24-monatige Therapie sollte im Laufe des Lebens eines Patienten nicht wiederholt werden.

Patienten sollten zur Nahrungsergänzung Calcium und Vitamin D erhalten, falls die Aufnahme überdie Ernährung nicht ausreicht.

Nach Beendigung der Sondelbay-Therapie kann die Osteoporose-Behandlung mit anderen

Osteoporose-Therapeutika fortgeführt werden.

Besondere Patientengruppen
Ältere Patienten

Eine altersabhängige Dosisanpassung ist nicht notwendig (siehe Abschnitt 5.2).

Niereninsuffizienz

Sondelbay darf bei schwerer Niereninsuffizienz nicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3). Bei

Patienten mit mittelschwerer Niereninsuffizienz muss Sondelbay mit Vorsicht angewendet werden.

Bei Patienten mit leichter Niereninsuffizienz sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen notwendig.

Leberinsuffizienz

Von Patienten mit gestörter Leberfunktion liegen keine Daten vor (siehe Abschnitt 5.3). Daher ist

Sondelbay mit Vorsicht anzuwenden.

Pädiatrische Population und junge Erwachsene mit offenen Epiphysen

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Teriparatid bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren istnicht erwiesen. Sondelbay darf bei Kindern oder Jugendlichen (unter 18 Jahren) oder jungen

Erwachsenen mit offenen Epiphysen nicht angewendet werden.

Art der Anwendung

Sondelbay wird einmal täglich als subkutane Injektion in Oberschenkel oder Abdomen verabreicht.

Den Patienten muss die richtige Injektionstechnik erklärt werden. Anleitungen zur Handhabung des

Arzneimittels, die vor der Anwendung zu lesen sind, siehe Abschnitt 6.6. Dem Pen ist eine

Bedienungsanleitung beigelegt, die den Patienten den korrekten Gebrauch erläutert.

4.3 Kontraindikationen

- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile

- Schwangerschaft und Stillzeit (siehe Abschnitte 4.4 und 4.6)

- Vorbestehende Hypercalcämie

- Schwere Niereninsuffizienz

- Metabolische Knochenkrankheiten (einschließlich Hyperparathyreoidismus und Paget-

Krankheit) mit Ausnahme der primären Osteoporose oder der glukokortikoid-induzierten

Osteoporose

- Ungeklärte Erhöhung der alkalischen Phosphatase

- Vorausgegangene Strahlentherapie mit externer Strahlenquelle oder implantierter

Strahlenquelle, bei der das Skelett im Strahlenfeld lag

- Patienten mit malignen Skeletterkrankungen oder Knochenmetastasen dürfen nicht mit

Teriparatid behandelt werden.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Rückverfolgbarkeit

Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des

Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiertwerden.

Serum- und Urin-Calciumspiegel

Bei normocalcämischen Patienten wurde eine leichte und vorübergehende Erhöhung der Serum-

Calciumspiegel nach der Teriparatid-Injektion beobachtet. Die Serum-Calciumspiegel erreichten nach4 bis 6 Stunden ein Maximum und fielen 16 bis 24 Stunden nach jeder Teriparatid-Anwendung wiederauf den Ausgangswert zurück. Deshalb sollte, wenn einem Patienten Blutproben zur Bestimmung des

Serumcalciumwertes entnommen werden, dies frühestens 16 Stunden nach der letzten Teriparatid-

Injektion geschehen. Eine regelmäßige Überwachung der Calciumspiegel ist während der Therapienicht erforderlich.

Teriparatid kann geringe Anstiege der Urin-Calcium-Ausscheidung verursachen, die Inzidenz einer

Hypercalciurie unterschied sich in klinischen Studien jedoch nicht von der Placebo-behandelter

Patienten.

Urolithiasis

Teriparatid wurde bei Patienten mit einer bestehenden Urolithiasis nicht untersucht. Sondelbay mussbei Patienten mit einer derzeit oder vor kurzem bestehenden Urolithiasis mit Vorsicht angewendetwerden, da die Möglichkeit bestehen könnte, dass sich dieser Zustand verschlechtert.

Orthostatische Hypotonie

In kurzen klinischen Studien mit Teriparatid wurden Episoden einer vorübergehenden orthostatischen

Hypotonie vereinzelt beobachtet. Typischerweise begann dieses Ereignis innerhalb von 4 Stundennach der Applikation und klang innerhalb eines Zeitraums von wenigen Minuten bis zu wenigen

Stunden spontan ab. Wenn eine vorübergehende orthostatische Hypotonie auftrat, geschah dieswährend der ersten Anwendungen, wurde durch ein vorübergehendes Hinlegen verbessert und hattekeinen Therapieabbruch zur Folge.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Bei Patienten mit mittelschwer eingeschränkter Nierenfunktion muss Sondelbay mit Vorsichtangewendet werden.

Junge Erwachsene

Erfahrungen bei jüngeren Erwachsenen (>18 bis 29 Jahre), einschließlich prämenopausaler Frauen,sind begrenzt (siehe Abschnitt 5.1). Eine Behandlung darf bei diesen Patienten nur begonnen werden,wenn der Nutzen eindeutig die Risiken überwiegt.

Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung mit Teriparatid eine zuverlässige

Verhütungsmethode anwenden. Wenn eine Schwangerschaft eintritt, muss Sondelbay abgesetztwerden.

Behandlungsdauer

Bei Studien in Ratten zeigte sich eine erhöhte Inzidenz von Osteosarkomen bei Langzeit-Anwendungvon Teriparatid (siehe Abschnitt 5.3). Bis zum Vorliegen weiterer klinischer Daten darf dieempfohlene Behandlungsdauer von 24 Monaten nicht überschritten werden.

Sonstiger Bestandteil

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosiereinheit, d. h. es ist nahezu'natriumfrei“.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Während einer Studie mit 15 gesunden Probanden, denen täglich Digoxin bis zum steady stateverabreicht wurde, änderte eine einzelne Teriparatid-Dosis die kardiale Wirkung von Digoxin nicht.

Allerdings weisen vereinzelte Fallberichte darauf hin, dass eine Hypercalcämie Patienten für eine

Digitalis-Toxizität prädisponieren kann. Da Teriparatid vorübergehend den Serum-Calciumspiegelerhöht, darf Teriparatid bei Patienten, die Digitalis einnehmen, nur mit Vorsicht eingesetzt werden.

Teriparatid wurde in pharmakodynamischen Studien bezüglich Wechselwirkungen mit

Hydrochlorothiazid untersucht. Es wurden keine klinisch signifikanten Wechselwirkungen beobachtet.

Die gleichzeitige Gabe von Raloxifen oder eine gleichzeitige Hormonersatztherapie zusammen mit

Teriparatid änderte weder die Wirkung von Teriparatid auf Serum- oder Urincalciumspiegel nochseine Verträglichkeit.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Frauen im gebärfähigen Alter/Verhütungsmethoden bei Frauen

Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung mit Teriparatid eine zuverlässige

Verhütungsmethode anwenden. Wenn eine Schwangerschaft eintritt, muss Sondelbay abgesetztwerden.

Schwangerschaft

Sondelbay ist während der Schwangerschaft kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Stillzeit

Sondelbay ist während der Stillzeit kontraindiziert. Es ist nicht bekannt ob, Teriparatid in die

Muttermilch übergeht.

Fertilität

In Studien an Kaninchen wurde eine Reproduktionstoxizität beobachtet (siehe Abschnitt 5.3). Die

Auswirkung von Teriparatid auf die Entwicklung des menschlichen Fetus wurde nicht untersucht. Daspotentielle Risiko beim Menschen ist nicht bekannt.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Maschinen

Teriparatid hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Bei einigen Patienten wurde eine vorübergehendeorthostatische Hypotonie oder Schwindel beobachtet. In solchen Fällen sollte von der aktiven

Teilnahme am Straßenverkehr und dem Bedienen von Maschinen abgesehen werden, bis die

Symptome wieder abgeklungen sind.

4.8 Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen bei mit Teriparatid behandelten Patienten waren

Übelkeit, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen und Schwindel.

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

In klinischen Studien mit Teriparatid berichteten 82,8 % der Teriparatid- und 84,5 % der Placebo-

Patienten mindestens ein unerwünschtes Ereignis.

Die im Zusammenhang mit der Anwendung von Teriparatid in klinischen Osteoporosestudien undnach Markteinführung beobachteten Nebenwirkungen werden in der nachfolgenden Tabellezusammengefasst. Die folgende Konvention ist für die Klassifikation von unerwünschten Ereignissenverwendet worden: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100),selten (≥ 1/10.000, < 1/1.000), sehr selten (< 1/10.000).

Tabelle 1. Nebenwirkungen

Systemorganklasse Sehr häufig Häufig Gelegentlich Selten

Erkrankungen des Anämie

Blutes und des

Lymphsystems

Erkrankungen des Anaphylaxis

Immunsystems

Stoffwechsel- und Hypercholesterinä Hypercalcämie Hypercalcämie

Ernährungsstörung mie höher als höher alsen 2,76 mmol/l, 3,25 mmol/l

Hyperurikämie

Psychiatrische Depression

Erkrankungen

Erkrankungen des Schwindel,

Nervensystems Kopfschmerzen,

Ischiassyndrom,

Synkope

Erkrankungen des Vertigo

Ohrs und des

Labyrinths

Herzerkrankungen Herzpalpitation Tachykardie

Gefäßerkrankungen Hypotonie

Erkrankungen der Dyspnoe Emphysem

Atemwege, des

Brustraums und

Mediastinums

Erkrankungen des Nausea, Emesis, Hämorrhoiden

Gastrointestinaltrak Hiatusbruch,ts Refluxösophagitis

Erkrankungen der vermehrtes

Haut und des Schwitzen

Unterhautzellgewebes

Skelettmuskulatur-. Gliederschmerz Muskelkrämpfe Myalgie,

Bindegewebs- und en Arthralgie,

Knochenerkrankun Rückenkrämpfe/gen -schmerzen*

Erkrankungen der Harninkontinenz Nierenversagen

Nieren und , Polyurie, /Verschlechteru

Harnwege Harndrang, ng der

Nephrolithiasis Nierenfunktion

Allgemeine Müdigkeit, Erythem an der Mögliche

Erkrankungen und Thoraxschmerzen, Injektionsstelle, allergische

Beschwerden am Asthenie, leichte Reaktion an der Ereignisse kurz

Verabreichungsort und Injektionsstelle nach dervorübergehende Injektion: akute

Reaktionen an der Dyspnoe,

Injektionsstelle mit Ödem im

Schmerz, Mund- oder

Schwellung, Gesichtsbereich

Erythem, lokalem , generalisierte

Hämatom, Juckreiz Urtikaria,und leichter Thoraxschmerz,

Blutung an der Ödeme

Injektionsstelle (hauptsächlichperipher)

Untersuchungen Gewichtszunahme, kardiale

Geräusche,

Anstieg der

Alkalischen

Phosphatase

* Es wurde über schwerwiegende Fälle von Rückenkrämpfen oder -schmerzen berichtet, dieinnerhalb von Minuten nach der Injektion auftraten.

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

In klinischen Studien wurden die folgenden Wirkungen mit einer Häufigkeitsabweichung ≥ 1 %gegenüber Placebo berichtet: Vertigo, Nausea, Gliederschmerzen, Schwindel, Depression, Dyspnoe.

Teriparatid erhöht die Serumharnsäure-Konzentrationen. In klinischen Studien hatten 2,8 % der

Teriparatid-Patienten im Vergleich zu 0,7 % der Placebo-Patienten Serumharnsäure-Konzentrationenoberhalb des Referenzbereichs. Allerdings führte diese Hyperurikämie nicht zu einem gehäuften

Auftreten von Gicht, Arthralgie oder Urolithiasis.

In einer großen klinischen Studie mit einem anderen Teriparatid-Arzneimittel wurden bei 2,8 % der

Frauen Antikörper festgestellt, die mit diesem Teriparatid-Arzneimittel kreuzreagierten. In denmeisten Fällen wurden Antikörper erst nach 12-monatiger Behandlung nachgewiesen. Nach

Beendigung der Therapie nahm die Konzentration der Antikörper wieder ab. Es fanden sich bei diesen

Patientinnen keine Hinweise auf Überempfindlichkeitsreaktionen, allergische Reaktionen sowie keine

Unterschiede in der Wirkung von Teriparatid auf den Serum-Calciumspiegel oder auf die

Knochenmineraldichte (BMD).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Anzeichen und Symptome

Teriparatid wurde in Einzeldosen von bis zu 100 Mikrogramm und über 6 Wochen hinweg mit bis zu60 Mikrogramm/Tag angewendet.

Als Auswirkungen einer Überdosierung kann eine verzögert auftretende Hypercalcämie sowie das

Risiko einer orthostatischen Hypotension erwartet werden. Übelkeit, Erbrechen, Schwindel und

Kopfschmerzen können ebenfalls auftreten.

Erfahrungen mit Überdosierungen aus Spontanberichten nach Markteinführung

Seit Markteinführung liegen Spontanberichte von Dosierungsfehlern vor, bei denen der gesamte Inhalt(bis zu 800 Mikrogramm) des Teriparatid-Pens als Einmaldosis verabreicht wurde. Dievorübergehenden Ereignisse umfassten Übelkeit, Schwäche/Lethargie und Hypotonie. In einigen

Fällen traten nach einer Überdosierung keine unerwünschten Ereignisse auf. Es wurden keine

Todesfälle im Zusammenhang mit einer Überdosierung berichtet.

Behandlung einer Überdosierung

Es existiert kein spezifisches Antidot für Teriparatid. Die Behandlung einer vermuteten Überdosierungsollte ein vorübergehendes Absetzen von Teriparatid, eine Überwachung des Serum-Calciumspiegelssowie geeignete unterstützende Maßnahmen wie Flüssigkeitszufuhr beinhalten.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Calciumhomöostase, Nebenschilddrüsenhormone und -Analoga,

ATC-Code: H05AA02.

Sondelbay ist ein biologisch/biotechnologisch hergestelltes Arzneimittel, das im Wesentlichen einembereits zugelassenen Arzneimittel gleicht. Ausführliche Informationen sind auf den Internetseiten der

Europäischen Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.

Wirkmechanismus

Das aus 84 Aminosäuren bestehende endogene Parathormon (PTH) ist der Hauptregulator des

Calcium- und Phosphatstoffwechsels in Knochen und Niere. Teriparatid (rhPTH(1-34)) ist das aktive

Fragment (1-34) des endogenen humanen Parathormons. Die physiologische Wirkung von PTHbeinhaltet die Stimulation der Knochenbildung durch direkte Wirkung auf die knochenbildenden

Zellen (Osteoblasten); indirekt bewirkt es eine Steigerung der intestinalen Calciumabsorption, eine

Steigerung der tubulären Calcium-Reabsorption und der renalen Phosphat-Ausscheidung.

Pharmakodynamische Wirkungen

Teriparatid ist ein knochenaufbauendes Arzneimittel zur Behandlung der Osteoporose. Die Wirkungvon Teriparatid auf den Knochen ist abhängig von der Art der systemischen Exposition. Die einmaltägliche Teriparatid-Gabe erhöht den Anbau von neuem Knochengewebe auf trabekulären undkortikalen Knochenoberflächen (am Endost und am Periost) durch stärkere Stimulation der Osteo-blasten-Aktivität im Vergleich zur Stimulation der Osteoklasten-Aktivität.

Klinische Wirksamkeit

Risikofaktoren

Zur Identifizierung von Frauen und Männern mit einem erhöhten Risiko für osteoporotische

Frakturen, die von einer Behandlung profitieren können, müssen unabhängige Risikofaktoren, wiez.B. niedrige Knochenmineraldichte (BMD), Alter, vorangegangene Frakturen, familiäre Vorbelastungfür Hüftfrakturen, hoher Knochenumsatz und niedriger Body Mass Index herangezogen werden.

Bei prämenopausalen Frauen mit glukokortikoidinduzierter Osteoporose sollte das Vorliegen eineshohen Frakturrisikos dann in Betracht gezogen werden, wenn sie bereits eine Fraktur erlitten haben.

Auch mehrere andere Risikofaktoren können mit einem hohen Frakturrisiko assoziiert sein (z. B. eineniedrige Knochenmineraldichte [z. B. T-Score ≤-2], eine langfristig hoch dosierte Glukokortikoid-

Therapie [z. B. ≥7,5 mg/Tag für mindestens 6 Monate], eine hohe Aktivität der Grunderkrankung,niedrige Sexualhormon-Spiegel).

Postmenopausale Osteoporose

In die Zulassungsstudie wurden 1.637 postmenopausale Frauen eingeschlossen (Durchschnittsalter69,5 Jahre). 90 % der Patientinnen hatten vor Behandlungsbeginn bereits eine oder mehrere vertebrale

Frakturen erlitten und die vertebrale Knochenmineraldichte (BMD) lag durchschnittlich bei 0,82 g/cm²(entspricht T-Score = -2,6). Alle Patientinnen erhielten als Basismedikation täglich 1.000 mg Calciumund mindestens 400 IE Vitamin D. Die Ergebnisse der bis zu 24 Monate dauernden Teriparatid-

Behandlung (Median: 19 Monate) zeigten eine statistisch signifikante Senkung der Frakturrate(Tabelle 1). Um eine oder mehrere vertebrale Frakturen zu verhindern, müssen 11 Frauen über einemittlere Zeitdauer von 19 Monaten behandelt werden.

Tabelle 2. Inzidenz von Frakturen bei postmenopausalen Frauen

Placebo Teriparatid Relatives Risiko(N = 544) (%) (N= 541) (%) (95 % CI) vs.

Placebo

Neue vertebrale Fraktur (≥ 1) a 14,3 5,0 b 0,35(0,22; 0,55)

Mehrere vertebrale Frakturen (≥ 2) a 4,9 1,1 b 0,23(0,09; 0,60)

Extravertebrale osteoporotische Frakturen c 5,5 2,6 d 0,47(0,25; 0,87)

Schwere extravertebrale osteoporotische 3,9 1,5 d 0,38

Frakturen c (Hüfte, Unterarm, Oberarm, (0,17; 0,86)

Rippen und Becken)

Abkürzungen: N = Anzahl der Patienten, die randomisiert wurden; CI = Konfidenzintervalla Die Inzidenz vertebraler Frakturen wurde bei 448 Placebo-Patientinnen und 444 Teriparatid-Patientinnen, von denen

Röntgenaufnahmen der Wirbelsäule bei Studienbeginn und Folgeunteruntersuchungen vorlagen, analysiertb p ≤ 0,001 im Vergleich zu Placeboc Eine signifikante Verminderung des Auftretens von Hüftfrakturen wurde nicht gezeigtd p ≤ 0,025 im Vergleich zu Placebo

Nach (median) 19-monatiger Behandlung war die BMD im Vergleich zu Placebo in der

Lendenwirbelsäule um 9 % und an der Hüfte um 4 % (p < 0,001) angestiegen.

Nach der Behandlung: Nach Beendigung der Teriparatid-Behandlung wurden 1.262 derpostmenopausalen Frauen aus der Zulassungsstudie in eine post-therapeutische Beobachtungsstudieaufgenommen. Das primäre Ziel dieser Studie war, Daten zur Sicherheit und Unbedenklichkeit von

Teriparatid zu erheben. Darüber hinaus wurden Daten zu vertebralen Frakturen erhoben und bewertet.

Während dieser Beobachtungsstudie war die Anwendung anderer Osteoporose-Therapien erlaubt.

In dieser Beobachtungszeit (Median: 18 Monate) nach Abschluss der Teriparatid-Behandlung erlittenim Vergleich zur ehemaligen Placebo-Gruppe 41 % (p = 0,004) weniger Patientinnen mindestens eineneue vertebrale Fraktur.

In einer offenen Studie wurden 503 postmenopausale Frauen mit schwerer Osteoporose und einerosteoporotischen Fraktur innerhalb der vorausgegangenen 3 Jahre (83 % hatten zuvor eine

Osteoporose-Therapie erhalten) mit Teriparatid bis zu 24 Monate behandelt. Nach 24 Monaten betrugdie mittlere Zunahme der Knochenmineraldichte vom Ausgangswert an der Lendenwirbelsäule,

Gesamthüfte und Oberschenkelhals 10,5 %, 2,6 % und 3,9 %. Die mittlere Zunahme der

Knochenmineraldichte von 18 bis 24 Monaten betrug 1,4 %, 1,2 % und 1,6 % an Lendenwirbelsäule,

Gesamthüfte und Oberschenkelhals.

In einer 24-monatigen, randomisierten, doppelblinden, vergleichskontrollierten Phase 4-Studie wurden1.360 postmenopausale Frauen mit bestehender Osteoporose eingeschlossen. 680 Patientinnen wurdenauf Teriparatid und 680 Patientinnen auf oral verabreichtes Risedronat (35 mg/Woche) randomisiert.

Zu Behandlungsbeginn lag das mittlere Alter der Frauen bei 72,1 Jahren und sie hatten im Mittel zweivorangegangene vertebrale Frakturen; 57,9 % der Patientinnen hatten zuvor eine

Bisphosphonattherapie erhalten und 18,8 % nahmen während der Studie Glukocortikoide als

Begleitmedikation ein. 1.013 (74,5 %) Patientinnen schlossen auch die Visite nach 24 Monaten ab.

Die mittlere (mediane) kumulative Dosis an Glukocortikoiden betrug im Teriparatid-Arm 474,3(66,2) mg und 898,0 (100,0) mg im Risedronat-Arm. Die mittlere (mediane) Vitamin D-Aufnahme im

Teriparatid-Arm betrug 1.433 IE/Tag (1.400 IE/Tag) und im Risedronat-Arm 1.191 IE/Tag(900 IE/Tag). Bei den Patientinnen, bei denen zu Studienbeginn und bei Folgeuntersuchungen

Röntgenaufnahmen der Wirbelsäule angefertigt wurden, betrug die Inzidenz neuer vertebraler

Frakturen 28/516 (5,4 %) bei den mit Teriparatid behandelten Patientinnen und 64/533 (12,0 %) beiden mit Risedronat behandelten Patientinnen, relatives Risiko (95 % KI) = 0,44 (0,29 - 0,68),

P < 0,0001. Die kumulative Inzidenz von gepoolten klinischen Frakturen (klinische vertebrale undextravertebrale Frakturen) betrug 4,8 % bei den mit Teriparatid behandelten und 9,8 % bei den mit

Risedronat behandelten Patientinnen, Hazard Ratio (95 % KI) = 0,48 (0,32 - 0,74), P = 0,0009.

Osteoporose bei Männern437 Männer (mittleres Alter 58,7 Jahre) wurden in eine klinische Studie für Männer mithypogonadaler (definiert als niedriger morgendlicher freier Testosteronspiegel oder erhöhtes FSHbzw. LH) oder idiopathischer Osteoporose aufgenommen. Zu Beginn lag die Knochenmineraldichte(T-Score) der Wirbelsäule und des Oberschenkelhalses bei durchschnittlich -2,2 bzw. -2,1. Vor

Studienbeginn hatten 35 % der Patienten eine vertebrale Fraktur, 59 % eine extravertebrale Fraktur.

Alle Patienten erhielten als Basismedikation täglich 1000 mg Calcium und mindestens 400 IE Vitamin

D. Die Knochenmineraldichte an der Lendenwirbelsäule war bereits nach 3 Monaten signifikantangestiegen. Nach 12-monatiger Behandlung war die Knochenmineraldichte (BMD) im Vergleich zu

Placebo an der Lendenwirbelsäule um 5 % und an der Hüfte um 1 % angestiegen. Allerdings wurdekeine signifikante Wirkung auf die Frakturhäufigkeit nachgewiesen.

Glukokortikoidinduzierte Osteoporose

Die Wirksamkeit von Teriparatid bei Männern und Frauen, die eine längerfristige systemische

Glukokortikoid-Behandlung erhielten (mindestens 5 mg/Tag Prednison oder Äquivalent übermindestens 3 Monate) wurde in der 18-monatigen ersten Phase einer 36-monatigen randomisierten

Doppelblind-Studie mit aktiver Vergleichssubstanz (Alendronat 10 mg/Tag) gezeigt (N = 428). 28 %der Patienten hatten vor Studienbeginn eine oder mehrere radiologisch nachgewiesene

Wirbelfrakturen. Alle Patienten erhielten 1.000 mg Calcium und 800 IE Vitamin D pro Tag.

An dieser Studie nahmen postmenopausale Frauen (N = 277) und prämenopausale Frauen (N = 67)sowie Männer (N = 83) teil. Die postmenopausalen Frauen hatten vor Behandlungsbeginn eindurchschnittliches Alter von 61 Jahren, einen mittleren BMD T-Score der Lendenwirbelsäule von -2,7und eine mittlere Tagesdosis von 7,5 mg Prednison-Äquivalent. 34 % hatten eine oder mehrereradiologisch nachgewiesene Wirbelfrakturen. Die prämenopausalen Frauen hatten eindurchschnittliches Alter von 37 Jahren, einen mittleren BMD T-Score der Lendenwirbelsäule von -2,5und eine mittlere Tagesdosis von 10 mg Prednison-Äquivalent. 9 % hatten eine oder mehrereradiologisch nachgewiesene Wirbelfrakturen. Die Männer hatten ein durchschnittliches Alter von57 Jahren, einen mittleren BMD T-Score der Lendenwirbelsäule von -2,2 und eine mittlere Tagesdosisvon 10 mg Prednison-Äquivalent. 24 % hatten eine oder mehrere radiologisch nachgewiesene

Wirbelfrakturen.

69 % der Patienten vollendeten die 18-monatige erste Phase der Studie. Nach 18 Monaten war die

Knochenmineraldichte (BMD) der Lendenwirbelsäule unter Teriparatid signifikant angestiegen(7,2 %) verglichen mit Alendronat (3,4 %) (p < 0,001). Unter Teriparatid fand sich ein BMD-Anstiegan der Gesamthüfte um 3,6 %, unter Alendronat um 2,2 % (p < 0,01), die BMD des

Oberschenkelhalses war unter Teriparatid um 3,7 %, unter Alendronat um 2,1 % (p < 0,05)angestiegen. Bei Patienten, die mit Teriparatid behandelt wurden, nahm die Knochenmineraldichte(BMD) an Lendenwirbelsäule, Gesamthüfte und Oberschenkelhals zwischen 18 und 24 Monaten umzusätzliche 1,7 %, 0,9 % bzw. 0,4 % zu.

Nach 36 Monaten zeigte eine Analyse der Röntgenaufnahmen der Wirbelsäule bei 13 (7,7 %) von169 Patienten der Alendronat-Gruppe verglichen mit 3 (1,7 %) von 173 Patienten der Teriparatid-

Gruppe eine neue Wirbelfraktur (p = 0,01). Extravertebrale Frakturen hatten 15 von 214 Patienten der

Alendronat-Gruppe (7,0 %) und 16 von 214 Patienten (7,5 %) der Teriparatid-Gruppe (p = 0,84).

Bei den prämenopausalen Frauen fand sich zwischen Behandlungsbeginn und dem 18-Monats-

Endpunkt der Studie in der Teriparatid-Gruppe ein signifikant höherer Anstieg der BMD an der

Lendenwirbelsäule (4,2 % gegenüber -1,9 %; p < 0,001) und an der Gesamthüfte (3,8 % gegenüber0,9 %; p = 0,005) als in der Alendronat-Gruppe. Es wurde jedoch kein signifikanter Einfluss auf die

Frakturrate gezeigt.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Verteilung

Das Verteilungsvolumen beträgt etwa 1,7 l/kg. Die Halbwertszeit von Teriparatid beträgt beisubkutaner Applikation etwa eine Stunde. Dies entspricht der Zeit der Absorption an der

Injektionsstelle.

Biotransformation

Studien zur Verstoffwechselung und zur Ausscheidung von Teriparatid wurden nicht durchgeführt. Eswird allerdings angenommen, dass die periphere Verstoffwechselung des endogenen Parathormonsüberwiegend in Leber und Niere stattfindet.

Elimination

Teriparatid wird über hepatische und extra-hepatische Clearance eliminiert (etwa 62 l/Std. bei Frauenund 94 l/Std. bei Männern).

Ältere Patienten

Unterschiede in der Pharmakokinetik von Teriparatid in Abhängigkeit vom Alter wurden nichtgefunden (Spanne von 31 - 85 Jahre). Dosisanpassungen aufgrund des Alters sind nicht erforderlich.

5.3 Präklinische Sicherheitsdaten

Teriparatid zeigte bei Standard-Testreihen keine genotoxische Wirkung. Es zeigte keine teratogenen

Effekte bei Ratten, Mäusen oder Kaninchen. Bei trächtigen Ratten und Mäusen, die tägliche

Teriparatid-Dosen von 30 bis 1.000 Mikrogramm/kg erhielten, wurden keine erheblichen Effektefestgestellt. Bei trächtigen Kaninchen hingegen, die mit Tagesdosen von 3 bis 100 Mikrogramm/kgbehandelt wurden, kam es zu fetaler Resorption und einer verringerten Wurfgröße. Die bei Kaninchenaufgetretene Embryotoxizität könnte an der im Vergleich zu Nagetieren wesentlich höheren

Empfindlichkeit gegenüber der Wirkung von PTH auf das ionisierte Calcium im Blut liegen.

Ratten, die fast über ihre gesamte Lebenszeit mit täglichen Injektionen behandelt wurden, zeigtendosisabhängig und höchstwahrscheinlich aufgrund eines epigenetischen Mechanismus eineübersteigerte Knochenbildung und eine erhöhte Inzidenz von Osteosarkomen. Teriparatid erhöhte bei

Ratten nicht die Inzidenz anderer Tumor-Entitäten. Aufgrund der Unterschiede in der

Knochenphysiologie bei Ratten und Menschen ist die klinische Relevanz dieser Befundewahrscheinlich gering. Bei ovarektomierten Affen wurden weder nach 18-monatiger Behandlung nochwährend einer 3-jährigen Beobachtungsphase nach Ende der Behandlung Knochentumore gefunden.

Auch wurden weder in klinischen Studien noch während der post-therapeutischen Beobachtungsstudie

Osteosarkome beobachtet.

Tierstudien haben gezeigt, dass ein stark reduzierter hepatischer Blutfluss die Zufuhr von PTH in das

Hauptabbausystem (Kupffer-Sternzellen) und dementsprechend auch die Clearance von PTH (1-84)vermindert.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Essigsäure 99%

Natriumacetat

Mannitol (Ph.Eur.)

Metacresol (Ph.Eur.)

Salzsäure (zur pH-Wert Einstellung)

Natriumhydroxid (zur pH-Wert Einstellung)

Wasser für Injektionszwecke

6.2 Inkompatibilitäten

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen

Arzneimitteln gemischt werden.

6.3 Haltbarkeit

2 Jahre

Nach Anbruch

Chemische, physikalische und mikrobiologische Stabilität wurden bei Lagerung bei 2-8 °C über einen

Zeitraum von 28 Tagen nachgewiesen.

Somit kann das Arzneimittel nach Anbruch für maximal 28 Tage bei einer Temperatur von 2- 8 °C

gelagert werden (gekühlte Bedingungen). Andere Lagerzeiten und -bedingungen während des

Gebrauchs liegen in der Verantwortung des Benutzers.

Das Arzneimittel kann bis zu 3 Tage lang bei einer Temperatur bis zu 25°C gelagert werden, wennkeine Aufbewahrung im Kühlschrank möglich ist. Danach muss es wieder in den Kühlschrankzurückgelegt und innerhalb von 28 Tagen nach der ersten Injektion verbraucht werden. Falls der

Sondelbay-Pen länger als 3 Tage bei bis zu 25⁰C außerhalb des Kühlschranks aufbewahrt wurde, musser entsorgt werden.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Im Kühlschrank lagern (2 ºC - 8 ºC). Nicht einfrieren. In der Originalverpackung aufbewahren, umden Inhalt vor Licht zu schützen.

Aufbewahrungsbedingungen nach Anbruch des Arzneimittels siehe Abschnitt 6.3.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

2,4 ml Lösung in Patrone (silikonisiertes Typ I Glas) mit einem Stopfen (Bromobutyl-Gummi),

Verschlussscheibe (mit Bromobutyl-Gummi beschichtete Aluminiumscheiben) in einem Einweg-Pen.

Jeder Fertigpen enthält 28 Dosiseinheiten von jeweils 20 Mikrogramm (pro 80 Mikroliter).

Sondelbay ist erhältlich in Packungsgrößen mit 1 oder 3 Fertigpens (ohne Nadeln), und 1 Fertigpen(mit 28 sterilen Einwegnadeln (32G; 4 mm)).

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Handhabung
Handhabung:

Sondelbay wird in einem Fertigpen bereitgestellt. Jeder Pen darf nur von einem Patienten verwendetwerden. Für jede Injektion muss eine neue, sterile Nadel benutzt werden.

Der Pen kann mit Nadeln der Stärke 31G oder 32G und einer Länge von 4 mm, 5 mm oder 8 mmverwendet werden.

Sondelbay darf nicht verwendet werden, falls die Lösung trüb oder verfärbt ist oder Partikel enthält.

Nach Gebrauch muss der Sondelbay-Pen sofort wieder in den Kühlschrank (2 ºC - 8 ºC) zurückgelegtwerden. Zwischen den Anwendungen die Kappe wieder auf den Pen setzen, um die Patrone vor

Beschädigungen und Licht zu schützen.

Wenden Sie Sondelbay nicht an, wenn es eingefroren ist oder war.

Arzneimittel nicht in eine Spritze übertragen.

Den Fertigpen nicht mit aufgesetzter Nadel lagern.

Das Datum der ersten Injektion muss auf dem Umkarton von Sondelbay notiert werden (imvorgesehenen Feld: Datum des ersten Gebrauchs).

Weitere Informationen zur Anwendung des Pens entnehmen Sie bitte der Bedienungsanleitung.

Entsorgung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.

7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS

Accord Healthcare S.L.U.

World Trade Centre, Moll de Barcelona s/n,

Edifici Est, 6ª Planta,

Barcelona, 08039, Spanien

8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)

EU/1/22/1628/001

EU/1/22/1628/002

EU/1/22/1628/003

9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 24. März 2022

10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu/ verfügbar.