SONATA 10mg kapseln merkblatt medikamente

N05CF03 zaleplon • NERVENSYSTEM | HYPNOTIKA UND SEDATIVA | Benzodiazepin-verwandte Mittel

Zaleplon ist ein hypnotisches Medikament, das zur Behandlung von Schlaflosigkeit eingesetzt wird, insbesondere bei Schwierigkeiten beim Einschlafen. Es gehört zu einer Klasse von Arzneimitteln, die als Benzodiazepin-Rezeptor-Agonisten bekannt sind, hat jedoch eine chemische Struktur, die sich von klassischen Benzodiazepinen unterscheidet. Zaleplon wirkt, indem es an GABA-A-Rezeptoren bindet und die hemmende Wirkung von Gamma-Aminobuttersäure (GABA) auf das zentrale Nervensystem verstärkt, wodurch Schlaf induziert wird.

Zaleplon wird oral verabreicht, in der Regel unmittelbar vor dem Schlafengehen, und seine kurze Wirkungsdauer macht es geeignet für Patienten, die Schwierigkeiten beim Einschlafen haben, jedoch nicht für diejenigen mit Problemen beim Durchschlafen.

Häufige Nebenwirkungen sind Schläfrigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen und Übelkeit. In seltenen Fällen können schwerwiegende Nebenwirkungen wie abnormales Schlafverhalten (z. B. Schlafwandeln), allergische Reaktionen oder Abhängigkeit auftreten.

Patienten, die Zaleplon verwenden, sollten auf Anzeichen von Missbrauch oder Abhängigkeit überwacht werden, und eine langfristige Anwendung wird nicht empfohlen. Das Medikament ist eine wirksame Option zur Behandlung von kurzfristiger Schlaflosigkeit und trägt zur Verbesserung der Schlafqualität und der täglichen Funktion bei.

Allgemeine Daten zu SONATA 10mg

Substanz: zaleplon

Datum der letzten Medikamentenliste: 01-07-2013

Handelsgesetzbuch: W51717004

Konzentration: 10mg

Pharmazeutisches Formblatt: kapseln

Quantität: 100

Produktart: original

Rezeptbeschränkungen: P-RF - Arzneimittelrezept, das in der Apotheke aufbewahrt wird (nicht verlängerbar).

Marketing autorisation

Zulassungshersteller: WYETH MEDICA IRELAND - IRLANDA

Zulassungsinhaber: MEDA AB - SUEDIA

Zulassungsnummer: 102/1999/04

Haltbarkeit: 3 Jahre

Verfügbare Konzentrationen für zaleplon

10mg, 5mg

Andere ähnliche Substanzen wie zaleplon

Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels SONATA 10mg kapseln

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Sonata 10 mg Hartkapseln

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Eine Kapsel enthält 10 mg Zaleplon.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Lactose-Monohydrat 49 mg

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Hartkapseln.

Die Kapseln haben eine opake, weiße, harte Hülle, beschriftet mit der Stärke '10 mg“.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Sonata ist angezeigt zur Behandlung von Patienten mit Schlaflosigkeit, die Schwierigkeiten habeneinzuschlafen. Sonata ist nur angezeigt, wenn die Störungen schwerwiegend und beeinträchtigendsind und für die Person eine unzumutbare Belastung darstellen.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Die empfohlene Dosis für Erwachsene beträgt 10 mg.

Die Behandlung sollte so kurz wie möglich sein, mit einer maximalen Behandlungsdauer von zwei

Wochen.

Sonata kann unmittelbar vor dem Zubettgehen eingenommen werden oder nachdem der Patient zu

Bett gegangen ist und Schwierigkeiten hat einzuschlafen. Da die Anwendung nach einer Mahlzeit die

Zeit zum Erreichen der maximalen Plasmakonzentration um ca. 2 Stunden verzögert, sollte mit oderkurz vor der Einnahme von Sonata keine Nahrung aufgenommen werden.

Die tägliche Gesamtdosis von Sonata sollte bei keinem Patienten 10 mg überschreiten. Die Patientensollten darauf hingewiesen werden, in derselben Nacht keine zweite Dosis einzunehmen.

Ältere Patienten

Ältere Patienten können empfindlicher auf Schlafmittel reagieren; daher ist für diese Patienten 5 mgdie empfohlene Dosis von Sonata.

Kinder und Jugendliche

Sonata ist für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Leberinsuffizienz

Da die Elimination verringert ist, sollten Patienten mit leichter bis mittelgradiger Leberinsuffizienzmit Sonata 5 mg behandelt werden. Bei starker Leberinsuffizienz siehe Abschnitt 4.3.

Niereninsuffizienz

Bei Patienten mit einer leichten bis mittelgradigen Niereninsuffizienz ist eine Dosierungsanpassungnicht erforderlich, da die Pharmakokinetik von Sonata bei diesen Patienten unverändert ist. Bei

Patienten mit starker Niereninsuffizienz ist Sonata kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

4.3 Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

Schwere Leberinsuffizienz

Schwere Niereninsuffizienz

Schlaf-Apnoe-Syndrom

Myasthenia gravis

Schwere Ateminsuffizienz

Kinder und Jugendliche (unter 18 Jahre)

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Unter der Einnahme von Sedativa/Hypnotika wurde über komplexe Handlungen wie 'Sleep-Driving”(also das Führen eines Kraftfahrzeugs in einem schlafwandlerischen Zustand nach Einnahme von

Sedativa/Hypnotika, wobei sich der Betreffende später nicht mehr an die Handlung erinnert) berichtet.

Zu solchen Ereignissen kann es sowohl bei zuvor nicht mit Sedativa/Hypnotika behandelten Personenals auch bei bereits früher mit Sedativa/Hypnotika therapierten Patienten kommen. Handlungen wie“Sleep-Driving” können zwar auch bei alleiniger Einnahme von Sedativa/Hypnotika intherapeutischen Dosierungen auftreten, doch scheint der gleichzeitige Genuss von Alkohol bzw. die

Anwendung weiterer das zentrale Nervensystem (ZNS) dämpfender Mittel zusammen mit

Sedativa/Hypnotika mit einem erhöhten Risiko für solche Handlungen einherzugehen. Dasselbe giltfür eine Überschreitung der empfohlenen Höchstdosis. Aufgrund der damit verbundenen Gefahren fürden betroffenen Patienten wie auch für andere empfiehlt sich bei Patienten, die über eine 'Sleep-

Driving“-Episode berichten, ein Absetzen von Zaleplon. Nach der Einnahme von Sedativa/Hypnotikawurde auch über die Ausführung anderer komplexer Handlungen (wie z.B. Kochen und Einnahmeeiner Mahlzeit, Führen von Telefongesprächen oder auch Geschlechtsverkehr) in einemschlafwandlerischen Zustand berichtet. Wie auch beim 'Sleep-Driving” erinnern sich die Patienten inder Regel später nicht mehr daran, diese Handlungen ausgeführt zu haben.

Unter der Anwendung von Sedativa/Hypnotika, darunter auch Zaleplon, wurde über schwereanaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen berichtet. Nach Einnahme der ersten Dosis oder auchweiterer Dosen von Sedativa/Hypnotika, darunter auch Zaleplon, liegen Meldungen über das

Auftreten von Angioödemen mit Beteiligung von Zunge, Glottis oder Kehlkopf vor. Bei manchen

Patienten kam es unter der Einnahme von Sedativa/Hypnotika auch zu weiteren Symptomen wie

Atemnot, Zuschwellen des Rachens oder auch Übelkeit und Erbrechen. Manche Patienten musstennotfallmäßig medizinisch behandelt werden. Ein Angioödem mit Beteiligung von Zunge, Glottis oder

Kehlkopf kann zur Verlegung der Atemwege führen und tödlich verlaufen. Bei Patienten, bei denen esunter der Behandlung mit Zaleplon zu einem Angioödem kommt, ist eine erneute Expositiongegenüber dem Arzneistoff zu unterlassen.

Schlaflosigkeit kann Ausdruck einer zugrunde liegenden physischen oder psychiatrischen Erkrankungsein. Anhaltende oder sich verschlechternde Schlaflosigkeit nach einer kurzen Behandlungsphase mit

Zaleplon kann auf die Notwendigkeit einer erneuten Untersuchung des Patienten hindeuten.

Wenn der Patient unter Erwachen in den frühen Morgenstunden leidet, sollte wegen der kurzen

Plasmahalbwertszeit von Zaleplon eine alternative Behandlung in Betracht gezogen werden. Die

Patienten sollten darauf hingewiesen werden, in derselben Nacht keine zweite Dosis einzunehmen.

Bei gleichzeitiger Verabreichung von Sonata mit anderen Arzneimitteln, von denen bekannt ist, daßsie CYP3A4 beeinflussen, ist eine Änderung der Plasmakonzentrationen von Zaleplon zu erwarten.(Siehe 4.5).

Die gleichzeitige Einnahme mit Alkohol wird nicht empfohlen. Die sedierende Wirkung kannverstärkt werden, wenn das Produkt in Kombination mit Alkohol verwendet wird. Dadurch kann die

Fähigkeit, am nächsten Tag Auto zu fahren oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigt sein (siehe

Abschnitt 4.7).

Gewöhnung

Eine gewisse Abnahme der schlaffördernden Wirkung kurzwirksamer Benzodiazepine und

Benzodiazepin-ähnlicher Wirkstoffe kann nach wiederholtem Gebrauch über einige Wochenauftreten.

Abhängigkeit

Die Anwendung von Benzodiazepinen und Benzodiazepin-ähnlichen Wirkstoffen kann zukörperlicher und psychischer Abhängigkeit führen. Das Abhängigkeitsrisiko wächst mit der Dosis undder Behandlungsdauer und ist bei Patienten mit Alkohol- und Arzneimittel-Mißbrauch in der

Vorgeschichte größer. Wenn sich eine körperliche Abhängigkeit entwickelt hat, führt eine plötzliche

Beendigung der Behandlung zu Entzugserscheinungen. Diese können aus Kopfschmerzen,

Muskelschmerzen, starken Angstzuständen, Spannungszuständen, Unruhe, Verwirrtheit und

Reizbarkeit bestehen. In schweren Fällen können folgende Symptome auftreten: Realitätsverlust,

Persönlichkeitsverlust, übersteigerte Schallwahrnehmung, Taubheitsgefühl und Kribbeln in den

Gliedmaßen, Überempfindlichkeit gegenüber Licht, Lärm und Berührung, Halluzinationen oderepileptische Anfälle. Nach Markteinführung wurde über Abhängigkeit im Zusammenhang mit

Zaleplon, vorwiegend in Kombination mit anderen psychotropen Substanzen, berichtet.

Rebound-Schlaflosigkeit und Angstzustände

Ein vorübergehendes Syndrom, bei dem die Symptome, die zur Behandlung mit einem Benzodiazepinoder einem Benzodiazepin-ähnlichen Wirkstoff führten, in verstärkter Form wiederkehren, kann bei

Beendigung der Behandlung auftreten. Es kann von anderen Reaktionen begleitet sein, einschließlich

Stimmungsschwankungen, Angst oder Schlafstörungen und Unruhe.

Dauer der Behandlung

Die Dauer der Behandlung sollte so kurz wie möglich sein (siehe 4.2) und zwei Wochen nichtüberschreiten. Eine Verlängerung über diesen Zeitraum hinaus sollte nicht ohne eine erneute klinische

Beurteilung des Patienten erfolgen.

Es kann zweckmäßig sein, den Patienten zum Beginn der Behandlung zu informieren, daß die

Behandlungsdauer begrenzt sein wird. Es ist wichtig, daß dem Patienten die Möglichkeit von

Rebound-Phänomenen bewußt ist, wodurch die Angst davor minimiert wird, sollten sich solche

Symptome nach Absetzen des Arzneimittels entwickeln.

Einschränkung des Erinnerungsvermögens und der psychomotorischen Fähigkeiten

Benzodiazepine und Benzodiazepin-ähnliche Wirkstoffe können eine anterograde Amnesie und einepsychomotorische Beeinträchtigung hervorrufen. Diese treten in den meisten Fällen innerhalb einiger

Stunden nach Einnahme des Präparates auf. Um das Risiko zu verringern, sollten Patienten bismindestens 4 Stunden nach Einnahme von Sonata keine Aktivitäten verrichten, die einepsychomotorische Koordinationsfähigkeit erfordern (Siehe 4.7).

Psychiatrische und 'paradoxe“ Reaktionen

Es ist bekannt, daß bei der Anwendung von Benzodiazepinen und Benzodiazepin-ähnlichen

Substanzen Reaktionen wie Unruhe, Erregung, Reizbarkeit, Enthemmung, Aggressivität, abnormes

Denken, Wahnvorstellungen, Wutausbrüche, Alpträume, Depersonalisation, Halluzinationen,

Psychosen, unangemessenes Verhalten, wesensfremde Extrovertiertheit und andere

Verhaltensauffälligkeiten auftreten können. Sie können arzneimittelinduziert sein, spontan auftretenoder aus einer zugrunde liegenden psychiatrischen oder physischen Erkrankung resultieren. Diese

Reaktionen kommen vor allem bei älteren Patienten vor. Bei Auftreten dieser Reaktionen sollte die

Anwendung dieses Arzneimittels beendet werden. Jedes neue Anzeichen oder Symptom einer

Verhaltensauffälligkeit erfordert eine sorgfältige und sofortige Untersuchung.

Besondere Patientengruppen

Alkohol- und Arzneimittel-Mißbrauch

Benzodiazepine und Benzodiazepin-ähnliche Wirkstoffe sollten bei Patienten mit früherem Alkohol-oder Arzneimittel-Mißbrauch mit äußerster Vorsicht angewandt werden.

Leberfunktionseinschränkung

Benzodiazepine und Benzodiazepin-ähnliche Wirkstoffe sind nicht für die Behandlung von Patientenmit schwerer Leberinsuffizienz bestimmt, da sie eine Enzephalopathie auslösen können (siehe 4.2).

Bei Patienten mit leichter bis mittelgradiger Leberfunktionseinschränkung ist die Bioverfügbarkeitvon Zaleplon wegen der reduzierten Clearance erhöht, weshalb bei diesen Patienten eine Anpassungder Dosierung erforderlich ist.

Niereninsuffizienz

Sonata ist bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz kontraindiziert, da es nicht ausreichenduntersucht wurde. Bei Patienten mit leichter bis mittelgradiger Niereninsuffizienz unterscheidet sichdas pharmakokinetische Profil von Zaleplon nicht wesentlich von dem gesunder Personen. Deswegenist keine Dosisanpassung notwendig.

Respiratorische Insuffizienz

Vorsicht ist beim Verschreiben von sedativen Arzneimitteln an Patienten geboten, die an chronischerrespiratorischer Insuffizienz leiden.

Psychosen

Benzodiazepine und Benzodiazepin-ähnliche Wirkstoffe werden nicht für die primäre Behandlungvon psychotischen Erkrankungen empfohlen.

Depression

Benzodiazepine und Benzodiazepin-ähnliche Wirkstoffe sollten nicht allein zur Behandlung von

Depressionen oder von Angstzuständen im Zusammenhang mit Depressionen angewandt werden (beidiesen Patienten kann ein Suizid ausgelöst werden). Aufgrund des allgemein erhöhten Risikos einerabsichtlichen Überdosierung bei depressiven Patienten soll ebenso die diesen Patienten verordnete

Menge eines Arzneimittels wie Zaleplon auf das notwendige Minimum beschränkt werden.

Sonata enthält Laktose. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangeloder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Sonata nicht einnehmen.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Die gleichzeitige Einnahme mit Alkohol wird nicht empfohlen. Die sedierende Wirkung kannverstärkt werden, wenn das Produkt in Kombination mit Alkohol verwendet wird. Dadurch kann die

Fähigkeit, am nächsten Tag Auto zu fahren oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigt sein (siehe

Abschnitt 4.7).

Kombinationseffekte mit anderen ZNS-wirksamen Stoffen sind in Betracht zu ziehen. Eine

Verstärkung der zentralen Sedierung kann in Fällen gleichzeitigen Gebrauchs von Antipsychotika(Neuroleptika), Schlafmitteln, Anxiolytika/ Sedativa, antidepressiven Wirkstoffen, narkotischen

Analgetika, Antiepileptika, Anästhetika und sedativ wirkenden Antihistaminika auftreten.

Die gleichzeitige Anwendung von Zaleplon mit diesen Arzneimitteln kann das Risiko für eine

Schläfrigkeit am nächsten Tag einschließlich einer eingeschränkten Fahrtüchtigkeit erhöhen (siehe

Abschnitt 4.7).

Die gleichzeitige Verabreichung einer Einzeldosis von 10 mg Zaleplon und 75mg oder 150 mg

Venlafaxin (Retard-Kapsel) täglich hatte keine Auswirkungen auf das Erinnerungsvermögen (Kurz-und Langzeitgedächtnis für Wörter) oder auf die Psychomotorik (Ziffer-Symbol-Substitutionstest).

Außerdem gab es keine pharmakokinetischen Wechselwirkungen zwischen Zaleplon und Venlafaxin(Retard-Kapsel).

Im Fall von narkotischen Analgetika kann es zu einer Verstärkung der Euphorie kommen, die zu einer

Zunahme der physischen Abhängigkeit führt.

Diphenhydramin zeigte eine schwache Hemmung der Aldehydoxidase in der Rattenleber. Ob die

Substanz in der menschlichen Leber einen hemmenden Effekt hat, ist nicht bekannt. Einepharmakokinetische Interaktion bei gleichzeitiger Verabreichung einer Einzeldosis von 10 mg

Zaleplon beziehungsweise 50 mg Diphenhydramin wurde nicht festgestellt. Da beide Substanzenjedoch ZNS-wirksam sind, ist ein additiver pharmakodynamischer Effekt möglich.

Cimetidin, ein unspezifischer und mäßiger Hemmstoff einiger Leberenzyme, einschließlich der

Aldehyd Oxidase und CYP3A4, verursachte einen 85%igen Anstieg der Plasmakonzentrationen von

Zaleplon, da es sowohl das primäre (Aldehyd Oxidase) als auch das sekundäre (CYP3A4) Enzymhemmt, durch die Zaleplon verstoffwechselt wird. Deshalb ist bei gleichzeitiger Verabreichung von

Cimetidin und Sonata Vorsicht geboten.

Nach Einnahme von Sonata zusammen mit einer Einzeldosis von 800 mg Erythromycin, einemstarken, selektiven CYP3A4-Hemmer, kam es zu einer Erhöhung der Plasmakonzentration von

Zaleplon um 34 %. Normalerweise wird eine Anpassung der Dosis von Sonata nicht erforderlich sein,die Patienten sollten aber darüber informiert werden, daß die sedierenden Effekte verstärkt werdenkönnten.

Im Gegensatz dazu führt Rifampicin, ein starker Induktor einiger Leberenzyme, einschließlich

CYP3A4, zu einer vierfachen Erniedrigung der Plasmakonzentrationen von Zaleplon. Diegleichzeitige Verabreichung von Sonata mit Induktoren von CYP3A4, wie Rifampicin, Carbamazepinund Phenobarbital, können zu einer Abnahme der Wirksamkeit von Zaleplon führen.

Sonata beeinflußt nicht die pharmakokinetischen und pharmakodynamischen Eigenschaften von

Digoxin und Warfarin, zweier Stoffe mit geringer therapeutischer Breite. Außerdem zeigte Ibuprofen,modellhaft für Substanzen, die die renale Ausscheidung verändern, keine Interaktion mit Sonata.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Obwohl Tierstudien keine teratogenen oder embryotoxischen Effekte gezeigt haben, liegen zu Sonataunzureichende klinische Daten vor, um die Sicherheit während der Schwangerschaft und Stillzeit zubeurteilen. Es wird geraten, Sonata während der Schwangerschaft nicht einzunehmen. Wenn das

Arzneimittel einer Frau im gebärfähigen Alter verschrieben wird, sollte sie angewiesen werden, ihren

Arzt bezüglich des Absetzens des Arzneimittels zu kontaktieren, wenn sie beabsichtigt, schwanger zuwerden, oder vermutet, schwanger zu sein.

Wenn das Arzneimittel aus zwingenden medizinischen Gründen während des letzten Abschnitts der

Schwangerschaft oder während der Wehen in hohen Dosen angewendet wird, können Auswirkungenauf das Neugeborene, wie Abnahme der Körpertemperatur, Abnahme des Tonus der

Skelettmuskulatur und mäßige Atemdämpfung, aufgrund der pharmakologischen Wirkung des

Arzneimittels erwartet werden.

Säuglinge von Müttern, die während der letzten Abschnitte der Schwangerschaft längerfristig

Benzodiazepine und Benzodiazepin-ähnliche Wirkstoffe eingenommen haben, können einekörperliche Abhängigkeit entwickelt haben. Bei ihnen kann ein gewisses Risiko für die Entwicklungvon Entzugssymptomen nach der Geburt bestehen.

Da Zaleplon in die Muttermilch übergeht, sollte Sonata nicht von stillenden Müttern angewendetwerden.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Maschinen

Sonata hat großen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen. Sedierung, Amnesie, eingeschränkte Konzentrationsfähigkeit und Beeinträchtigung der

Muskelfunktion können die Fähigkeit, am nächsten Tag Auto zu fahren oder Maschinen zu bedienen,nachteilig beeinflussen. Wenn es zu unzureichender Schlafdauer kommt, wird die Aufmerksamkeitwahrscheinlich beeinträchtigt. Darüber hinaus steigert die gleichzeitige Verabreichung von Zaleplonmit Alkohol und anderen Beruhigungsmitteln/Sedativa dieses Risiko (siehe auch 4.5). Vorsicht istgeboten bei Patienten, die komplizierte Aufgaben zu erfüllen haben. Die Patienten sollten angewiesenwerden, solange kein Auto zu fahren oder keine Maschinen zu bedienen, bis feststeht, dass ihre

Leistungsfähigkeit nicht beeinträchtigt ist.

4.8 Nebenwirkungen

Die häufigsten berichteten Nebenwirkungen sind Amnesie, Parästhesie, Benommenheit und

Dysmenorrhoe.

Die Häufigkeit wird definiert als

Sehr häufig (≥1/10)

Häufig (≥1/100, <1/10)

Gelegentlich (≥1/1.000, <1/100)

Selten (≥1/10.000, <1/1.000)

Sehr selten (<1/10.000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregradangegeben.

Organ/System Nebenwirkung(Häufigkeit)

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Amnesie, Parästhesie, Benommenheit,

Gelegentlich: Ataxie/Koordinationsstörung, Schwindelgefühl,herabgesetzte Konzentrationsfähigkeit,

Geruchstäuschung, Sprechstörung (Dysarthrie,verwaschene Sprache), Sensibilitätsstörung

Siehe auch unter Amnesie

Augenerkrankungen

Gelegentlich: Verändertes Sehvermögen, Doppelbilder

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Gelegentlich: Geräuschempfindlichkeit

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Gelegentlich: Übelkeit

Erkrankungen der Haut und des

Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: Lichtempfindlichkeit

Häufigkeit unbestimmt: Angioödem

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gelegentlich: Appetitlosigkeit

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am

Verabreichungsort

Gelegentlich: Schwäche, Unwohlsein

Erkrankungen des Immunsystems

Sehr selten: Anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen

Leber- und Gallenerkrankungen

Häufigkeit unbestimmt: Hepatotoxizität (meist beschrieben als erhöhte

Transaminase-Werte)

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der

Brustdrüse

Häufig: Dysmenorrhoe

Psychiatrische Erkrankungen

Gelegentlich Depersonalisation, Halluzinationen, Depression,

Verwirrtheit, Apathie

Häufigkeit unbestimmt: Schlafwandeln

Siehe auch unter Depression und Psychiatrische und 'paradoxe“ Reaktionen.

Amnesie

Eine anterograde Amnesie kann bei Anwendung empfohlener therapeutischer Dosen auftreten, wobeidas Risiko bei höherer Dosierung zunimmt. Amnestische Wirkungen können mit unangemessenem

Verhalten einhergehen (siehe 4.4).

Depression

Eine vorherbestehende Depression kann bei der Anwendung von Benzodiazepinen oder

Benzodiazepin-ähnlichen Wirkstoffen demaskiert werden.

Psychiatrische und 'paradoxe“ Reaktionen

Unter der Anwendung von Benzodiazepinen oder Benzodiazepin-ähnlichen Wirkstoffen ist das

Auftreten von Reaktionen wie Unruhe, Aufgeregtheit, Reizbarkeit, Enthemmung, Aggressivität,abnormes Denken, Wahnvorstellungen, Wutausbrüchen, Alpträumen, Depersonalisation,

Halluzinationen, Psychosen, unangemessenem Verhalten, wesensfremde Extrovertiertheit undanderen unerwünschten Verhaltensauffälligkeiten bekannt. Derartige Reaktionen treten vorzugsweisebei älteren Personen auf.

Abhängigkeit

Die Anwendung (selbst therapeutischer Dosen) kann zur Entwicklung einer körperlichen

Abhängigkeit führen: bei Abbruch der Therapie kann es zu Entzugs- oder Rebounderscheinungenkommen (siehe 4.4). Psychische Abhängigkeit kann auftreten. Über Mißbrauch von Benzodiazepinenund Benzodiazepin-ähnlichen Arzneistoffen wurde berichtet.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-

Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Es gibt nur begrenzte klinische Erfahrungen bezüglich der Auswirkungen einer akuten Überdosis von

Sonata. Blutspiegel bei Überdosierung beim Menschen sind nicht bestimmt worden.

Wie bei anderen Benzodiazepinen oder Benzodiazepin-ähnlichen Wirkstoffen sollte eine Überdosisnicht lebensbedrohlich sein, solange keine Kombination mit anderen ZNS-Depressiva vorliegt(einschließlich Alkohol).

Symptome einer Überdosierung

Überdosierung von Benzodiazepinen oder Benzodiazepin-ähnlichen Wirkstoffen manifestiert sichgewöhnlich durch zentralnervöse Dämpfung unterschiedlichen Grades von Benommenheit bis hinzum Koma. In leichten Fällen umfassen die Symptome Benommenheit, Verwirrtheit und Lethargie, inschwerenen Fällen können die Symptome Ataxie, Verringerung des Muskeltonus, Blutdruckabfall,

Atemdepression, selten Koma und sehr selten Tod einschließen. Es wurde über Chromaturie (blau-grüne Urinverfärbung) bei Zaleplon-Überdosis berichtet.

Therapie der Überdosierung

Generell sollte bei der Behandlung einer Überdosierung mit Arzneimitteln daran gedacht werden, daßmehrere Mittel eingenommen worden sein könnten.

Bei der Behandlung einer Sonata-Überdosierung steht die symptomatische Therapie im Vordergrund.

In der Regel genügt es, darauf zu achten, daß die Atemwege freigängig sind, und die Atem-und

Kreislauffunktion zu kontrollieren. In leichten Fällen sollten die Patienten unter Überwachung der

Atem- und Kreislauffunktion schlafen. Das Auslösen von Erbrechen wird nicht empfohlen. Inschweren Fällen kann die Gabe von Aktivkohle oder eine Magenspülung von Nutzen sein, wenn die

Maßnahmen kurz nach der Einnahme durchgeführt werden. Weiterhin können die Stabilisierung der

Kreislauffunktion und eine intensivierte Überwachung notwendig sein. Der Nutzen einer forcierten

Dialyse oder Hämodialyse bei der Behandlung einer Überdosierung ist nicht bekannt.

Aufgrund von Tierstudien ist anzunehmen, daß Flumazenil ein Zaleplonantagonist ist, der bei der

Behandlung von Sonata-Überdosierungen in Erwägung gezogen werden sollte. Es gibt jedoch keineklinischen Erfahrungen bezüglich des Einsatzes von Flumazenil als Antidot bei einer Sonata-

Überdosierung.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Benzodiazepin-ähnliche Arzneimittel, ATC Code N05CF03

Zaleplon ist ein Pyrazolopyrimidin-Schlafmittel, das sich strukturell von den Benzodiazepinen undanderen Hypnotika unterscheidet. Zaleplon bindet selektiv an den Benzodiazepin Typ 1 Rezeptor.

Das pharmakokinetische Profil von Zaleplon zeigt eine schnelle Resorption und Elimination (siehe5.2). Zusammen mit seinen Subtyp-selektiven Rezeptor-bindenden Eigenschaften mit hoher

Selektivität und niedriger Affinität für den Benzodiazepin Typ 1 Rezeptor sind diese Merkmaleverantwortlich für die pharmakologischen Eigenschaften von Sonata.

Die Wirksamkeit von Sonata wurde sowohl in Studien in Schlaflaboratorien unter Verwendung vonobjektiven polysomnographischen (PSG) Schlafmessungen als auch in Studien bei ambulanten

Patienten anhand von Patienten-Fragebögen zur Beurteilung des Schlafs festgestellt. In diesen Studienwar bei den Patienten die Diagnose primäre (psychophysiologische) Schlaflosigkeit gestellt worden.

In den Studien mit ambulanten Patienten (nicht über 65 Jahre) war die Schlaf-Latenz mit Sonata10 mg bis zu 4 Wochen lang reduziert. In 2-wöchigen Studien bei älteren Patienten war die Schlaf-

Latenz im Vergleich zu Plazebo mit Sonata 5 mg häufig signifikant verkürzt und mit Sonata 10 mgkonsistent verkürzt. Diese verkürzte Schlaf-Latenz unterschied sich signifikant von der Latenz, dienach Gabe von Plazebo beobachtet wurde. Die Ergebnisse aus den 2- bzw. 4-wöchigen Studienzeigten, daß sich bei keiner der Sonata-Dosierungen eine pharmakologische Toleranz entwickelt.

In den Sonata-Studien, bei denen objektive PSG-Meßmethoden verwendet wurden, war Sonata 10 mg

Plazebo überlegen bezogen auf die Verkürzung der Schlaf-Latenz und Verlängerung der Schlafdauerwährend der ersten Hälfte der Nacht. In kontrollierten Studien, in denen der prozentuale Anteil der

Schlafzeit pro Schlafphase gemessen wurde, zeigte sich, daß Sonata die Schlaf-Phasen nichtbeeinflußt.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Zaleplon wird schnell und nahezu vollständig nach oraler Anwendung aufgenommen; maximale

Konzentrationen werden nach ca. 1 Stunde erreicht. Mindestens 71% der oral verabreichten Dosiswerden absorbiert. Zaleplon unterliegt einer präsystemischen Metabolisierung, die in einer absoluten

Bioverfügbarkeit von ca. 30% resultiert.

Verteilung

Zaleplon ist lipophil und hat ein Verteilungsvolumen von ca. 1,4 ± 0,3 l/kg nach intravenöser

Anwendung. Die in vitro bestimmte Plasmaproteinbindung beträgt ca. 60%, ein Hinweis dafür, daßdas Interaktionsrisiko aufgrund der Proteinbindung gering ist.

Metabolisierung

Zaleplon wird hauptsächlich durch die Aldehyd-Oxidase zu 5-Oxo-Zaleplon verstoffwechselt.

Außerdem wird Zaleplon durch das CYP3A4 in Desethylzaleplon verstoffwechselt, welches durch die

Aldehyd-Oxidase weiter zu 5-Oxo-Desethylzaleplon umgewandelt wird. Die oxidativen Metabolitenwerden weiter durch Konjugation über die Glukuronidierung verstoffwechselt. Sämtliche Metabolitedes Zaleplon sind sowohl in Tiermodellen zur Erfassung des Verhaltens als auch in in vitro

Wirksamkeitsbestimmungen unwirksam.

Die Zaleplon-Plasmaspiegel stiegen linear mit der Dosierung, und Zaleplon zeigte keine Anzeicheneiner Akkumulation bei Anwendung von bis zu 30 mg/Tag. Die Eliminationshalbwertzeit von

Zaleplon beträgt ca. 1 Stunde.

Ausscheidung

Zaleplon wird in Form inaktiver Metaboliten ausgeschieden, in der Hauptsache im Urin (71%) undden Faeces (17%). Siebenundfünfzig Prozent (57%) der Dosis werden im Urin in Form des 5-Oxo-

Zaleplon und seiner Glucuronid-Metaboliten wiedergefunden, und weitere 9% werden als 5-Oxo-

Desethylzaleplon und seinen Glucuronid-Metaboliten gefunden. Der Rest der im Urinwiedergefundenen Substanz besteht aus selteneren Metaboliten. Die Hauptmenge des Materials in den

Faeces besteht aus 5-Oxo-Zaleplon.

Einschränkung der Leberfunktion

Zaleplon wird vorwiegend in der Leber metabolisiert und unterliegt einem beträchtlichenpräsystemischen Metabolismus. Folglich war die orale Clearance von Zaleplon bei Patienten mitkompensierter und solchen mit dekompensierter Leberzirrhose um 70 % bzw. 87 % reduziert, wasgegenüber gesunden Personen zu ausgeprägten Anstiegen des mittleren Cmax und der AUC führte (biszum 4-fachen bei kompensierten und bis zum 7-fachen bei dekompensierten Patienten). Die

Zaleplondosis sollte bei Patienten mit leichter bis mittelgradiger Leberfunktionseinschränkunggesenkt werden. Die Anwendung von Zaleplon bei Patienten mit schwerer

Leberfunktionseinschränkung wird nicht empfohlen.

Einschränkung der Nierenfunktion

Die Pharmakokinetik von Zaleplon bei Einmalgabe wurde bei Patienten mit leichter (Creatinin-

Clearance 40 - 89 ml/min) und mittelgradiger (20 - 39 ml/min) Nierenfunktionseinschränkung sowiebei Dialysepatienten untersucht. Bei Patienten mit mittelgradiger Einschränkung und bei

Dialysepatienten war die maximale Plasmakonzentration gegenüber gesunden Probanden um ca. 23 %reduziert. Das Ausmaß der Exposition gegenüber Zaleplon war bei allen Gruppen ähnlich. Deshalb istbei Patienten mit leichter bis mittelgradiger Niereninsuffizienz keine Dosisanpassung erforderlich.

Zaleplon wurde bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz nicht ausreichend untersucht.

5.3 Präklinische Sicherheitsdaten

Chronische Toxizität

Ähnlich wie bei bei anderen Substanzen, die an Benzodiazepin-Rezeptoren binden, wurden reversibelerhöhte Leber-und Nebennierengewichte in Ratten und Hunden nur bei wiederholten oralen Gabenvon Dosen, die die maximale menschliche therapeutische Dosisierung um ein Vielfaches übersteigen,beobachtet. Bei diesen Dosierungen wurde in einer dreimonatigen Studie an noch nichtgeschlechtsreifen Hunden auch eine signifikante Verringerung des Prostata- und Hodengewichtesbeobachtet.

Reproduktionstoxizität

In einer Fertilitäts- und Reproduktionsstudie an Ratten wurden bei männlichen und weiblichen Tiereneine erhöhte Mortalität und verringerte Fertilität bei einer oralen Zaleplon-Dosis von 100 mg/kg/Tagfestgestellt, die der 49-fachen maximal empfohlenen humanen Dosis (MRHD) von 20 mg (basierendauf mg/m2) entspricht. Nachfolgende Studien zeigten, daß die beeinträchtigte Fertilität durch einen

Effekt auf die weiblichen Tiere verursacht wurde.

In embryofötalen Entwicklungsstudien wurden bei oraler Gabe von Zaleplon in Dosen von bis zu 100mg/kg/Tag beziehungsweise 50 mg/kg/Tag an schwangeren Ratten und Kaninchen keine teratogenen

Effekte festgestellt (entsprechend der 49- (Ratte) und 48-(Kaninchen)-fachen MRHD basierend aufmg/m2). Das prä- und postnatale Wachstum bei Ratten war bei einer maternellen toxischen Dosis von100 mg/kg/Tag verringert. Die höchste Dosis ohne Effekt auf das Wachstum der Rattennachkommenwar 10 mg/kg (entsprechend der 5-fachen MRHD basierend auf mg/m2). Bei Kaninchen wurden keine

Beeinträchtigungen der embryofötalen Entwicklung beobachtet.

In einer prä- und postnatalen Entwicklungsstudie wurde bei Nachkommen von weiblichen Ratten, diemit für das Muttertier nichttoxischen Dosen von ≥ 7 mg/kg/Tag behandelt wurden, eine erhöhte

Häufigkeit von Totgeburten und postnataler Mortalität sowie eine vermindertes Wachstum und eineverzögerte Entwicklung festgestellt. Die höchste Dosis ohne Effekt auf die postnatale Entwicklungwar 1 mg/kg/Tag (entsprechend der halben MRHD basiernd auf mg/m2). In einer anschließenden

Studie, bei der die Nachkommen von einem anderen Muttertier gesäugt wurden, zeigte sich, daß dienachteiligen Wirkungen auf die Lebensfähigkeit und das Wachstum der Nachkommen durch die

Zaleplon-Exposition im Uterus und durch die Aufnahme mit der Muttermilch hervorgerufen wurden.

Kanzerogenität

Die orale Applikation von Zaleplon an Ratten (bis 20 mg/kg/Tag) über einen Zeitraum von 104

Wochen induzierte keine substanzabhängigen Tumore. Bei Mäusen führte die orale Verabreichungvon Zaleplon in hohen Dosierungen (≥100 mg/kg/Tag) über einen Zeitraum von 65 bzw. 104 Wochenzu einer statistisch signifikanten Zunahme benigner, aber nicht maligner Lebertumore. Die erhöhte

Inzidenz benigner Lebertumore bei Mäusen ist wahrscheinlich ein adaptiver Effekt.

Insgesamt ergeben sich aus der präklinischen Prüfung keine Hinweise für ein signifikantes

Sicherheitsrisiko bei der klinischen Anwendung von Sonata in den empfohlenen Dosierungen.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Bestandteile des Kapselinhalts:

Mikrokristalline Cellulose,

Maisquellstärke,

Siliciumdioxid,

Natriumdodecylsulfat,

Magnesiumstearat,

Lactose-Monohydrat,

Indigokarmin (E132),

Titandioxid (E171).

Bestandteile der Kapselhülle:

Gelatine,

Titandioxid (E171),

Natriumdodecylsulfat.

Die Drucktinten auf der Kapseloberfläche enthalten folgende Bestandteile (rosa Drucktinte SW-1105):

Schellack,

Titandioxid (E171),

Ammoniumhydroxid,

Eisen (III)-oxid (E172),

Eisenoxidhydrat (E172).

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Haltbarkeit

3 Jahre.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

PVC/PVDC Aluminium-Blisterpackungen zu 7, 10 und 14 Kapseln. Es werden möglicherweise nichtalle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Handhabung

Keine besonderen Anforderungen.

Die Formulierung von Sonata verursacht eine Änderung der Farbe und Trübung der Flüssigkeit, wennder Kapselinhalt in einer Flüssigkeit gelöst wird.

7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS

Meda AB

Pipers väg 2A

S-170 09 Solna

Schweden

8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)

EU/1/99/102/004-006

9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 12. März 1999

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 12. März 2009

10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu/ verfügbar.