Pharmakotherapeutische Gruppe: Impfstoffe, Varicella-Zoster-Impfstoffe, ATC-Code: J07BK03
WirkmechanismusShingrix wurde durch die Kombination des VZV-spezifischen Antigens (gE) mit einem
Adjuvanssystem (AS01B) entwickelt, um eine antigenspezifische, zelluläre und humorale
Immunantwort bei Personen nach VZV-Infektion in der Kindheit zu induzieren.
Präklinische Daten zeigen, dass AS01B eine lokale und vorübergehende Aktivierung des angeborenen
Immunsystems durch spezifische molekulare Signalwege induziert. Dies erleichtert die Rekrutierungund Aktivierung von gE-Antigenpräsentierenden Zellen in die Lymphknoten und führt zur Bildungvon gE-spezifischen CD4-positiven T-Zellen und Antikörpern. Der Adjuvans-Effekt von AS01Bresultiert aus dem Zusammenwirken von MPL und QS-21, die in Liposomen formuliert wurden.
Klinische Wirksamkeit von Shingrix
Wirksamkeit gegen Herpes Zoster (HZ) und postzosterische Neuralgie (PZN)
Zwei Placebo-kontrollierte, Beobachter-verblindete Phase-III-Wirksamkeitsstudien wurden mit
Shingrix bei Erwachsenen im Alter von 50 Jahren und älter durchgeführt, die 2 Dosen im Abstand von2 Monaten erhielten:
- In Studie ZOE-50 (Zoster-006) bestand die geimpfte Gesamtkohorte (TVC = 'Total Vaccinated
Cohort“) aus 15 405 Studienteilnehmenden im Alter von 50 Jahren und älter, die mindestenseine Dosis entweder Shingrix (N = 7 695) oder Placebo (N = 7 710) erhielten,
- In Studie ZOE-70 (Zoster-022) bestand die TVC aus 13 900 Studienteilnehmenden im Alter von70 Jahren und älter, die mindestens eine Dosis entweder Shingrix (N = 6 950) oder Placebo(N = 6 950) erhielten.
Die Studien waren nicht konzipiert, um die Wirksamkeit in Untergruppen von gebrechlichen
Personen, einschließlich Patienten mit multiplen Komorbiditäten, nachzuweisen. Diese Personenwurden jedoch nicht von den Studien ausgeschlossen.
Zwei Placebo-kontrollierte, Beobachter-verblindete Phase-III-Studien zur Untersuchung der
Wirksamkeit von Shingrix wurden bei immungeschwächten Erwachsenen im Alter von 18 Jahren undälter durchgeführt, die 2 Dosen im Abstand von 1 bis 2 Monaten erhielten:
- In Studie Zoster-002 bestand die TVC aus 1 846 Empfängern von autologen hämatopoetischen
Stammzelltransplantationen (aHSZT), die mindestens eine Dosis entweder Shingrix (N = 922)oder Placebo (N = 924) 50 bis 70 Tage nach der Transplantation erhielten. 21,3 % (Shingrix)bzw. 20,5 % (Placebo) der Studienteilnehmenden erhielten von der HSZT bis zu 30 Tage nachder zweiten Dosis mindestens eine immunsuppressive Behandlung (für die Dauer vonmindestens einem Tag) (TVC). Das Verhältnis der Studienteilnehmenden aufgeteilt nach
Grunderkrankungen betrug 53,1 % (Shingrix) bzw. 53,4 % (Placebo) mit multiplem Myelom(MM) zu 46,9 % (Shingrix) bzw. 46,6 % (Placebo) mit anderen Diagnosen.
- In Studie Zoster-039 bestand die TVC aus 562 Patienten mit malignen hämatologischen
Erkrankungen, die mindestens eine Dosis entweder Shingrix (N = 283) oder Placebo (N = 279)während einer Krebstherapie (37 %) oder nach Abschluss der Krebstherapie (63 %) erhielten.
Das Verhältnis der Studienteilnehmenden aufgeteilt nach Grunderkrankungen betrug 70,7 %(Shingrix) bzw. 71,3 % (Placebo) mit MM und anderen Krankheiten zu 14,5 % (Shingrix) bzw.
14,0 % (Placebo) mit B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphom (B-NHL) und 14,8 % (Shingrix) bzw.
14,7 % (Placebo) mit chronisch lymphatischer Leukämie (CLL).
Diese Studien waren nicht konzipiert, um die Auswirkungen der gleichzeitigen Anwendung einerimmunsuppressiven Therapie auf die Wirksamkeit des Impfstoffes oder die Auswirkungenspezifischer immunsuppressiver Behandlungen auf die Wirksamkeit des Impfstoffes zu untersuchen.
Die meisten Geimpften erhielten zum Zeitpunkt der Impfung keine immunsuppressive Therapie (sieheoben). In den untersuchten Populationen wurden nicht alle Methoden der immunsuppressiven
Therapien angewendet.
Die Häufigkeit des Auftretens von HZ und PZN sowie die Wirksamkeit des Impfstoffes wurden in dermodifizierten geimpften Gesamtkohorte (mTVC = 'modified Total Vaccinated Cohort“) untersucht.
Studienteilnehmende, die entweder keine zweite Impfstoffdosis erhielten oder eine bestätigte HZ-
Diagnose innerhalb eines Monats nach der zweiten Dosis hatten, wurden von der Analyseausgeschlossen.
Shingrix senkte die Häufigkeit von HZ im Vergleich zu Placebo signifikant bei:
- Erwachsenen im Alter von 50 Jahren und älter (ZOE-50): 6 Fälle gegenüber 210 Fällen;
- Erwachsenen im Alter von 70 Jahren und älter (gepoolte Analyse von ZOE-50 und ZOE-70):
25 Fälle gegenüber 284 Fällen;
- Erwachsenen im Alter von 18 Jahren und älter mit aHSZT (Zoster-002): 49 Fälle gegenüber135 Fällen;
- Erwachsenen im Alter von 18 Jahren und älter mit malignen hämatologischen Erkrankungen(Zoster-039): 2 Fälle gegenüber 14 Fällen. Die Wirksamkeit des Impfstoffes wurde post-hocermittelt.
Die Ergebnisse zur Wirksamkeit des Impfstoffes gegen HZ sind in Tabelle 2 dargestellt.
Tabelle 2: Wirksamkeit von Shingrix gegen HZ (mTVC)
Shingrix Placebo
WirksamkeitAnzahl der Anzahl der
Inzidenz- Inzidenz- des
Alter auswert- auswert-
Anzahl rate pro Anzahl rate pro Impfstoffes(Jahre) baren barenan HZ- 1 000 an HZ- 1 000 (%)
Studien- Studien-
Fällen Personen Fällen Personen [95 % KI]teilnehmen teilnehmen
- jahre -jahreden den
ZOE-50*97,2≥ 50 7 344 6 0,3 7 415 210 9,1[93,7; 99,0]96,650 - 59 3 492 3 0,3 3 525 87 7,8[89,6; 99,4]97,6≥ 60 3 852 3 0,2 3 890 123 10,2[92,7; 99,6]97,460 - 69 2 141 2 0,3 2 166 75 10,8[90,1; 99,7]
ZOE-50 und ZOE-70 gepoolt**91,3≥ 70 8 250 25 0,8 8 346 284 9,3[86,8; 94,5]91,370 - 79 6 468 19 0,8 6 554 216 8,9[86,0; 94,9]91,4≥ 80 1 782 6 1,0 1 792 68 11,1[80,2; 97,0]
Zoster-002*** (aHSZT-Empfänger#)68,2≥ 18 870 49 30,0 851 135 94,3[55,5; 77,6]71,818 - 49 213 9 21,5 212 29 76,0[38,7; 88,3]67,3≥ 50 657 40 33,0 639 106 100,9[52,6; 77,9]
Zoster-039 (Patienten mit malignen hämatologischen Erkrankungen#)87,2****≥ 18 259 2 8,5 256 14 66,2[44,2; 98,6]
KI Konfidenzintervall
* Über eine mediane Nachbeobachtungszeit von 3,1 Jahren
** Über eine mediane Nachbeobachtungszeit von 4,0 Jahren
Daten von Studienteilnehmenden im Alter von 70 Jahren und älter stammen aus den vorabfestgelegten gepoolten Analysen von ZOE-50 und ZOE-70 (mTVC), da diese Analysen dierobustesten Schätzwerte für die Wirksamkeit des Impfstoffes in dieser Altersgruppe liefern.
*** Über eine mediane Nachbeobachtungszeit von 21 Monaten
**** Ermittlung der Wirksamkeit des Impfstoffes erfolgte post-hoc; mediane Nachbeobachtungszeitvon 11,1 Monaten# Antivirale Prophylaxe gemäß dem lokalen Therapiestandard war zulässig
Es wurden ungefähr 13 000 Studienteilnehmende mit Grunderkrankungen in die Studien ZOE-50 und
ZOE-70 aufgenommen. Darin eingeschlossen waren Studienteilnehmende mit Erkrankungen, die miteinem höheren Risiko für einen HZ verbunden sind. Eine Post-hoc-Analyse der Wirksamkeit gegenbestätigten HZ, die bei Patienten mit häufigen Erkrankungen (chronische Nierenerkrankung,chronisch-obstruktive Lungenerkrankung, koronare Herzkrankheit, Depression oder Diabetes mellitus)durchgeführt wurde, zeigt, dass die Wirksamkeit des Impfstoffes der Gesamtwirksamkeit gegen HZentspricht.
Shingrix senkte die Häufigkeit von PZN im Vergleich zu Placebo signifikant bei:
- Erwachsenen im Alter von 50 Jahren und älter (ZOE-50): 0 Fälle gegenüber 18 Fällen;
- Erwachsenen im Alter von 70 Jahren und älter (gepoolte Analyse von ZOE-50 und ZOE-70):
4 Fälle gegenüber 36 Fällen;
- Erwachsenen im Alter von 18 Jahren und älter mit aHSZT (Zoster-002): 1 Fall gegenüber9 Fällen.
Die Ergebnisse zur Wirksamkeit des Impfstoffes gegen PZN sind in Tabelle 3 dargestellt.
Tabelle 3: Wirksamkeit von Shingrix gegen PZN (mTVC)
Shingrix Placebo
WirksamkeitAnzahl der Anzahl der
Inzidenz- Inzidenz- des
Alter auswert- Anzahl auswert- Anzahlrate pro rate pro Impfstoffes(Jahre) baren an baren an1 000 1 000 (%)
Studien- PZN*- Studien- PZN*-
Personen Personen [95 % KI]teilnehmen Fällen teilnehmen Fällen
- jahre -jahreden den
ZOE-50**≥ 50 7 340 0 0,0 7 413 18 0,6[77,1; 100]50 - 59 3 491 0 0,0 3 523 8 0,6[40,8; 100]≥ 60 3 849 0 0,0 3 890 10 0,7[55,2; 100]100§60 - 69 2 140 0 0,0 2 166 2 0,2[< 0; 100]
ZOE-50 und ZOE-70 gepoolt***88,8≥ 70 8 250 4 0,1 8 346 36 1,2[68,7; 97,1]93,070 - 79 6 468 2 0,1 6 554 29 1,2[72,4; 99,2]71,2§≥ 80 1 782 2 0,3 1 792 7 1,1[< 0; 97,1]
Zoster-002**** (aHSZT-Empfänger#)89,3≥ 18 870 1 0,5 851 9 4,9[22,5; 99,8]100,0§18 - 49 213 0 0,0 212 1 2,2[< 0; 100,0]88,0≥ 50 657 1 0,7 639 8 5,8[10,4; 99,8]
* PZN wurde definiert als Zoster-assoziierter Schmerz, bewertet mit ≥ 3 (auf einer Skala von 0 -10), persistierend oder nach mehr als 90 Tagen nach Ausbruch des Zoster-Hautausschlagsauftretend, unter Verwendung des 'Zoster Brief Pain Inventory“ (ZBPI)
KI Konfidenzintervall
** Über eine mediane Nachbeobachtungszeit von 4,1 Jahren
*** Über eine mediane Nachbeobachtungszeit von 4,0 Jahren
Daten von Studienteilnehmenden im Alter von 70 Jahren und älter stammen aus den vorabfestgelegten gepoolten Analysen von ZOE-50 und ZOE-70 (mTVC), da diese Analysen dierobustesten Schätzwerte für die Wirksamkeit des Impfstoffes in dieser Altersgruppe liefern.
**** Über eine mediane Nachbeobachtungszeit von 21 Monaten§ statistisch nicht signifikant# Antivirale Prophylaxe gemäß dem lokalen Therapiestandard war zulässig
Der Nutzen von Shingrix bei der Vorbeugung von PZN kann auf die Wirkung des Impfstoffes zur
Vorbeugung von HZ zurückgeführt werden. Eine weitere Verringerung der PZN-Häufigkeit bei
Studienteilnehmenden mit bestätigtem HZ konnte aufgrund der begrenzten Anzahl von HZ-Fällen inder Impfstoffgruppe nicht nachgewiesen werden.
Im vierten Jahr nach der Impfung war die Wirksamkeit gegen HZ bei Studienteilnehmenden im Altervon 50 Jahren und älter (ZOE-50) 93,1 % (95 % KI: 81,2; 98,2) und bei Studienteilnehmenden im
Alter von 70 Jahren und älter (ZOE-50 und ZOE-70 gepoolt) 87,9 % (95 % KI: 73,3; 95,4).
In Studie Zoster-002 betrug die Wirksamkeit gegen HZ während einer Nachbeobachtungszeit, die1 Monat nach der zweiten Dosis begann (entspricht etwa 6 Monate nach aHSZT) und bis 1 Jahr nachder aHSZT, wenn das Risiko für HZ am höchsten ist, dauerte, 76,2 % (95 % KI: 61,1; 86,0).
Wirksamkeit gegen andere HZ-bedingte Komplikationen neben PZN
Es wurden folgende andere HZ-bedingte Komplikationen (neben PZN) ausgewertet: HZ-Vaskulitis,
Dissemination, Augenerkrankung, neurologische Erkrankung einschließlich Schlaganfall und viszerale
Erkrankung. In der gepoolten Analyse von ZOE-50 und ZOE-70 reduzierte Shingrix diese HZ-bedingten Komplikationen signifikant bei Studienteilnehmenden im Alter von 50 Jahren und älter um93,7 % (1 Fall gegenüber 16 Fällen; 95 % KI: 59,5; 99,9) sowie bei Studienteilnehmenden im Altervon 70 Jahren und älter um 91,6 % (1 Fall gegenüber 12 Fällen; 95 % KI: 43,3; 99,8). Während dieser
Studien wurden keine Fälle von viszeraler Erkrankung oder Schlaganfall berichtet.
In Studie Zoster-002 reduzierte Shingrix die HZ-bedingten Komplikationen bei aHSZT-Empfängernim Alter von 18 Jahren und älter signifikant um 77,8 % (95 % KI: 19,0; 96,0) (3 Fälle gegenüber13 Fällen).
Darüber hinaus reduzierte Shingrix in Studie Zoster-002 die HZ-bedingten Krankenhausaufenthaltesignifikant um 84,7 % (95 % KI: 32,1; 96,6) (2 Fälle gegenüber 13 Fällen).
Wirkung von Shingrix auf HZ-bedingte Schmerzen
Insgesamt zeigte sich in den Studien ZOE-50 und ZOE-70 bei den mit Shingrix geimpften
Studienteilnehmenden ein allgemeiner Trend zu weniger schwerwiegenden HZ-bedingten Schmerzenim Vergleich zu Studienteilnehmenden, die Placebo erhielten. Infolge der hohen Impfstoffwirksamkeitgegen HZ kam es nur zu einer geringen Anzahl von Durchbruchserkrankungen, so dass keineeindeutigen Schlussfolgerungen hinsichtlich der Studienziele gemacht werden konnten.
Bei Studienteilnehmenden im Alter von 70 Jahren und älter mit mindestens einer bestätigten HZ-
Episode (ZOE-50 und ZOE-70 gepoolt) reduzierte Shingrix signifikant den Einsatz HZ-bedingter
Schmerzmedikation um 39,0 % (95 % KI: 11,9; 63,3) sowie die Dauer des Einsatzes von
Schmerzmitteln um 50,6 % (95 % KI: 8,8; 73,2). Die mediane Dauer des Schmerzmitteleinsatzes beibestätigten HZ-Episoden betrug 32,0 Tage in der Shingrix-Gruppe und 44,0 Tage in der Placebo-
Gruppe.
Bei Studienteilnehmenden mit mindestens einer bestätigten HZ-Episode reduzierte Shingrixsignifikant den maximalen durchschnittlichen Schmerzwert gegenüber Placebo über die gesamte HZ-
Episode (Mittelwert bei Studienteilnehmenden im Alter von 50 Jahren und älter (ZOE-50) = 3,9gegenüber 5,5; P-Wert = 0,049 sowie Mittelwert bei Studienteilnehmenden im Alter von 70 Jahrenund älter (ZOE-50 und ZOE-70 gepoolt) = 4,5 gegenüber 5,6; P-Wert = 0,043). Darüber hinausreduzierte Shingrix bei Studienteilnehmenden im Alter von 70 Jahren und älter (ZOE-50 und ZOE-70gepoolt) signifikant den maximalen schlechtesten Schmerzwert gegenüber Placebo über die gesamte
HZ-Episode (Mittelwert = 5,7 gegenüber 7,0; P-Wert = 0,032).
Der Wert für die Krankheitslast ('Burden of illness“ = BOI) verbindet die Häufigkeit von HZ mit der
Schwere und Dauer akuter und chronischer HZ-bedingter Schmerzen über einen Zeitraum von6 Monaten nach Beginn des Ausschlags.
Die Wirksamkeit von Shingrix bei der Reduktion der Krankheitslast betrug 98,4 % (95 % KI: 92,2;100) bei Studienteilnehmenden im Alter von 50 Jahren und älter (ZOE-50) sowie 92,1 % (95 % KI:
90,4; 93,8) bei Studienteilnehmenden im Alter von 70 Jahren und älter (ZOE-50 und ZOE-70gepoolt).
In Studie Zoster-002 reduzierte Shingrix die Dauer schwerwiegender 'schlimmster“ HZ-assoziierter
Schmerzen bei aHSZT-Empfängern im Alter von 18 Jahren und älter mit mindestens einer bestätigten
HZ-Episode signifikant um 38,5 % (95 % KI: 11,0; 57,6). Shingrix reduzierte signifikant denmaximalen durchschnittlichen Schmerzwert gegenüber Placebo über die gesamte HZ-Episode(Mittelwert = 4,7 gegenüber 5,7; P-Wert = 0,018) und den maximalen schlechtesten Schmerzwertgegenüber Placebo über die gesamte HZ-Episode (Mittelwert = 5,8 gegenüber 7,1; P-Wert = 0,011).
Der Anteil der Studienteilnehmenden mit mindestens einer bestätigten HZ-Episode in Studie Zoster-002, die mindestens ein Schmerzmittel verwendeten, betrug 65,3 % in der Shingrix-Gruppe und69,6 % in der Placebo-Gruppe. Die mediane Dauer des Schmerzmitteleinsatzes betrug 21,5 Tage inder Shingrix-Gruppe und 47,5 Tage in der Placebo-Gruppe.
Darüber hinaus betrug in Studie Zoster-002 die Wirksamkeit von Shingrix bei der Reduktion der
Krankheitslast 82,5 % (95 % KI: 73,6; 91,4).
Langzeit-Wirksamkeit gegen HZ, PZN und andere HZ-bedingte Komplikationen neben PZN
Es wurde eine offene Phase-IIIb-Langzeit-Nachbeobachtungsstudie (Zoster-049) mit Shingrix bei
Erwachsenen im Alter von 50 Jahren und älter durchgeführt, die an den Studien ZOE-50 und ZOE-70teilgenommen haben. Etwa 5 Jahre nach der Verabreichung von Shingrix in den Studien ZOE-50 oder
ZOE-70 wurden die Studienteilnehmenden aufgenommen. Erwachsene, die aufgrund von Krankheitoder Therapie immundefizient oder immunsupprimiert wurden, wurden vom Studieneintrittausgeschlossen. Die TVC für die Wirksamkeit umfasste 7 408 Studienteilnehmende (d. h. 50,6 % der14 645 Studienteilnehmenden, die in die TVC für die Wirksamkeit der Studien ZOE-50 und ZOE-70eingeschlossen waren). Die Persistenz der Wirksamkeit in derimmungeschwächten/immunsupprimierten Population bleibt unbekannt.
Die Wirksamkeit des Impfstoffes wurde deskriptiv gegen HZ, PZN und andere HZ-bedingte
Komplikationen neben PZN in der mTVC berechnet (d. h. unter Ausschluss von
Studienteilnehmenden, die in den Primärstudien die zweite Dosis des Impfstoffes nicht erhielten oderinnerhalb eines Monats nach der zweiten Dosis einen bestätigten Fall von HZ entwickelten). Da die
Wirksamkeit in Bezug auf das erste oder einzige Ereignis eingeschätzt wurde, wurden Personen, beidenen während der Studien ZOE-50 und ZOE-70 HZ, PZN oder eine andere HZ-bedingte
Komplikation (neben PZN) auftrat, von den entsprechenden Wirksamkeitsanalysen über die Dauervon Studie Zoster-049 ausgeschlossen. Die Schätzungen der Inzidenzraten in der Kontrollgruppe zur
Bewertung der Wirksamkeit des Impfstoffes während der Studie Zoster-049 waren historisch undwurden aus den Placebo-Gruppen der Studien ZOE-50 und ZOE-70 abgeleitet.
Die Ergebnisse zur Langzeit-Wirksamkeit von Shingrix gegen HZ, von etwa 5 Jahren bis zu etwa11 Jahren nach der Impfung, sind in Tabelle 4 dargestellt.
Tabelle 4: Langzeit-Wirksamkeit von Shingrix gegen HZ (mTVC) von etwa 5 Jahren bis zu etwa11 Jahren nach der Impfung
Shingrix Placebo/Historische Kontrolle*
Alter zum Wirksamkeit
Anzahl der Anzahl der
Zeitpunkt Inzidenz- Inzidenz- desauswert- auswert-der Anzahl rate pro Anzahl rate pro Impfstoffes**baren baren
Impfung an HZ- 1 000 an HZ- 1 000 (%)
Studien- Studien-(Jahre) Fällen Personen Fällen Personen [95 % KI]teilnehmen teilnehmen
- jahre -jahreden den
Über die Dauer von Zoster-04979,8≥ 50 7 258 69 1,8 7 258 341 8,7[73,7; 84,6]86,750 - 59 2 043 12 1,0 2 043 90 7,7[75,6; 93,4]87,160 - 69 1 242 9 1,3 1 242 70 10,1[74,2; 94,4]73,2≥ 70 3 973 48 2,4 3 973 179 8,8[62,9; 80,9]
KI Konfidenzintervall
* Die Placebo-Gruppe in Studie ZOE-50/ZOE-70 wurde für die Analyse von Jahr 1 bis Jahr 4verwendet und bildete die historische Kontrollgruppe für die Analyse ab Jahr 6 in Studie Zoster-
** Deskriptive Analyse der Wirksamkeit
Die mTVC in Studie Zoster-049 startete im Median 5,6 Jahre nach der Impfung in Studie ZOE-50 /
ZOE-70 und endete im Median 11,4 Jahre nach der Impfung.
Im elften Jahr nach der Impfung war die Wirksamkeit gegen HZ bei Studienteilnehmenden im Altervon 50 Jahren und älter (Shingrix-Gruppe: N = 5 849) 82,0 % (95 % KI: 63,0; 92,2), bei
Studienteilnehmenden zwischen 50 und 59 Jahren (Shingrix-Gruppe: N = 1 883) 86,7 % (95 % KI:
42,7; 98,5), bei Studienteilnehmenden zwischen 60 und 69 Jahren (Shingrix-Gruppe: N = 1 075)100,0 % (95 % KI: 65,1; 100,0) und bei Studienteilnehmenden im Alter von 70 Jahren und älter(Shingrix-Gruppe: N = 2 891) 72,0 % (95 % KI: 33,4; 89,8).
Die Ergebnisse zur Langzeit-Wirksamkeit von Shingrix gegen PZN, von etwa 5 Jahren bis zu etwa11 Jahren nach der Impfung, sind in Tabelle 5 dargestellt.
Tabelle 5: Langzeit-Wirksamkeit von Shingrix gegen PZN (mTVC) von etwa 5 Jahren bis zu etwa11 Jahren nach der Impfung
Shingrix Placebo/Historische Kontrolle*
Alter zum Wirksamkeit
Anzahl der Anzahl der
Zeitpunkt Inzidenz- Inzidenz- desauswert- Anzahl auswert- Anzahlder rate pro rate pro Impfstoffes***baren an baren an
Impfung 1 000 1 000 (%)
Studien- PZN**- Studien- PZN**-(Jahre) Personen Personen [95 % KI]teilnehmen Fällen teilnehmen Fällen
- jahre -jahreden den
Über die Dauer von Zoster-04987,5≥ 50 7 271 4 0,1 7 271 32 0,8[64,8; 96,8]50 - 59 2 046 0 0,0 2 046 7 0,6[46,6; 100]50,060 - 69 1 243 1 0,1 1 243 2 0,3[< 0; 99,2]87,0≥ 70 3 982 3 0,1 3 982 23 1,1[56,8; 97,5]
KI Konfidenzintervall
* Die Placebo-Gruppe in Studie ZOE-50/ZOE-70 wurde für die Analyse von Jahr 1 bis Jahr 4verwendet und bildete die historische Kontrollgruppe für die Analyse ab Jahr 6 in Studie Zoster-
** PZN wurde definiert als Zoster-assoziierter Schmerz, bewertet mit ≥ 3 (auf einer Skala von 0 -10), persistierend oder nach mehr als 90 Tagen nach Ausbruch des Zoster-Hautausschlagsauftretend, unter Verwendung des 'Zoster Brief Pain Inventory“ (ZBPI)
*** Deskriptive Analyse der Wirksamkeit
Die mTVC in Studie Zoster-049 startete im Median 5,6 Jahre nach der Impfung in Studie ZOE-50 /
ZOE-70 und endete im Median 11,4 Jahre nach der Impfung.
Die Wirksamkeit von Shingrix gegen andere HZ-bedingte Komplikationen neben PZN betrug über die
Dauer von Studie Zoster-049 91,7 % (95 % KI: 43,7; 99,8) bei Erwachsenen im Alter von 50 Jahrenund älter (1 Fall gegenüber 12 Fällen) und 88,9 % (95 % KI: 19,8; 99,8) bei Erwachsenen im Altervon 70 Jahren und älter (1 Fall gegenüber 9 Fällen).
Studienteilnehmende mit HZ vor der Impfung in der Anamnese
In einer randomisierten, Placebo-kontrollierten, Beobachter-verblindeten, multizentrischen klinischen
Phase-III-Studie (Zoster-062) wurden Studienteilnehmende im Alter von 50 Jahren und älter mit HZin der Anamnese (abgeklungen mehr als 6 Monate vor der Aufnahme in die Studie) eingeschlossen,die 2 Dosen Shingrix oder Placebo im Abstand von 2 bis 6 Monaten erhielten. 1 426
Studienteilnehmende erhielten mindestens eine Dosis Shingrix (N = 714) oder Placebo (N = 712) und1 286 Studienteilnehmende schlossen die Studie mit einer Mindestnachbeobachtungszeit von26 Monaten ab.
Die Häufigkeit des Wiederauftretens von HZ (Shingrix vs. Placebo) wurde im modifizierten Exposed
Set (mES; N = 1 350) untersucht, die die Studienteilnehmenden einschloss, die zwei Dosen Shingrix(N = 668) oder Placebo (N = 682) erhielten und innerhalb von 30 Tagen nach der zweiten Dosiskeinen bestätigten HZ hatten. Die Daten dieser Studie deuten nicht auf ein erhöhtes Risiko für das
Wiederauftreten von HZ nach einer Shingrix-Impfung bei Personen mit der Erkrankung in der
Anamnese hin (0 HZ-Fälle in der Shingrix-Gruppe vs. 8 HZ-Fälle in der Placebo-Gruppe. Die
Inzidenzrate des Wiederauftretens von HZ [Shingrix vs. Placebo] beträgt 0,00 [95 % KI: 0,00; 0,46]).
Immunogenität von Shingrix
Ein immunologisches Schutz-Korrelat ist nicht etabliert. Die Höhe der Immunantwort, der Schutzgegen HZ bietet, ist daher nicht bekannt.
Bei Erwachsenen im Alter von 50 Jahren und älter wurde die Immunantwort auf 2 Dosen Shingrix,verabreicht im Abstand von 2 Monaten, in einer Untergruppe von Studienteilnehmenden aus den
Phase-III-Wirksamkeitsstudien ZOE-50 (humorale Immunogenität und zellvermittelte Immunogenität)und ZOE-70 (humorale Immunogenität) untersucht.
Die durch Shingrix hervorgerufenen gE-spezifischen humoralen und zellvermittelten Immunantwortensind in Tabelle 6 bzw. Tabelle 7 dargestellt.
Tabelle 6: Humorale Immunogenität von Shingrix bei Erwachsenen im Alter von 50 Jahren und älter(ATP-Kohorte für Immunogenität)
Anti-gE-Immunantwort^
Monat 3* Monat 38**
Mediane Mediane
Alters- Erhöhung der Erhöhung dergruppe GMC Konzentrationen GMC Konzentrationen(Jahre) N (mIE/ml) gegenüber dem N (mIE/ml) gegenüber dem(95 % KI) Zeitpunkt vor (95 % KI) Zeitpunkt vorder Impfung der Impfung(Q1; Q3) (Q1; Q3)
ZOE-5052 376,6 11 919,641,9 9,3≥ 50 1 070 (50 264,1; 967 (11 345,6;(20,8; 86,9) (4,9; 19,5)54 577,9) 12 522,7)
ZOE-50 und ZOE-70 gepoolt49 691,5 10 507,734,3 7,2≥ 70 742 (47 250,8; 648 (9 899,2;(16,7; 68,5) (3,5; 14,5)52 258,2) 11 153,6)
ATP 'According-To-Protocol“^ Anti-gE-Immunantwort = Anti-gE-Antikörperspiegel, gemessen durch Anti-gE 'enzyme-linked immunosorbent assay“ (gE ELISA)
* Monat 3 = 1 Monat nach der zweiten Dosis
** Monat 38 = 3 Jahre nach der zweiten Dosis
N Anzahl der auswertbaren Studienteilnehmenden zum angegebenen Zeitpunkt (für die GMC)
KI Konfidenzintervall
GMC Geometrische mittlere Anti-gE-Antikörperkonzentration
Q1; Q3 erstes und drittes Quartil
Tabelle 7: Zellvermittelte Immunogenität von Shingrix bei Erwachsenen im Alter von 50 Jahren undälter (ATP-Kohorte für Immunogenität)gE-spezifische CD4[2+]-T-Zell-Antwort^
Monat 3* Monat 38**
Mediane Mediane
Alters- Erhöhung der Erhöhung dergruppe Mediane Häufigkeit Mediane Häufigkeit(Jahre) N Häufigkeit gegenüber dem N Häufigkeit gegenüber dem(Q1; Q3) Zeitpunkt vor (Q1; Q3) Zeitpunkt vorder Impfung der Impfung(Q1; Q3) (Q1; Q3)
ZOE-501 844,124,6 738,9 7,9≥ 50 164 (1 253,6; 152(9,9; 744,2) (355,7; 1 206,5) (2,7; 31,6)2 932,3)1 494,6 33,2 480,2 7,3≥ 70*** 52 46(922,9; 2 067,1) (10,0; 1 052,0) (196,1; 972,4) (1,7; 31,6)
ATP 'According-To-Protocol“^ gE-spezifische CD4[2+]-T-Zell-Antwort = gE-spezifische CD4+-T-Zellaktivität, gemessendurch intrazelluläre Cytokin-Färbung (ICS) (CD4[2+]-T-Zellen = CD4+-T-Zellen, diemindestens 2 von 4 ausgewählten Immunmarkern exprimieren)
* Monat 3 = 1 Monat nach der zweiten Dosis
** Monat 38 = 3 Jahre nach der zweiten Dosis
N Anzahl der auswertbaren Studienteilnehmenden zum angegebenen Zeitpunkt (für die mediane
Häufigkeit)
Q1; Q3 erstes und drittes Quartil
*** die gE-spezifische CD4[2+]-Daten in der Altersgruppe der Studienteilnehmenden im Altervon 70 Jahren und älter wurden nur in ZOE-50 generiert, da die CD4+-T-Zellaktivität in ZOE-70 nicht untersucht wurde.
Bei immungeschwächten Erwachsenen im Alter von 18 Jahren und älter wurden die humorale
Immunogenität und zellvermittelte Immunogenität von 2 Dosen Shingrix, verabreicht im Abstand von1 bis 2 Monaten, wie folgt untersucht:
- In der Phase I/II-Studie Zoster-015 bei HIV-infizierten Studienteilnehmenden, von denen die
Mehrzahl (76,42 %) unter antiretroviraler Therapie (mindestens ein Jahr lang) mit einer CD4-T-
Zellzahl von ≥ 200/mm3 stabil war;
- In der Phase II/III-Studie Zoster-028 bei Patienten mit soliden Tumoren, die sich einer
Chemotherapie unterzogen;
- In den drei Phase-III-Studien Zoster-002 bei aHSZT-Empfängern, die nach der Transplantationgeimpft wurden, Zoster-039 bei Patienten mit malignen hämatologischen Erkrankungen, diewährend der Krebstherapie oder nach Abschluss der Krebstherapie geimpft wurden und Zoster-041 bei Nierentransplantat-Empfängern, die zum Zeitpunkt der Impfung eine chronischeimmunsuppressive Behandlung erhielten.
Die durch Shingrix hervorgerufenen gE-spezifischen humoralen und zellvermittelten Immunantwortenin allen untersuchten, immungeschwächten Populationen sind in Tabelle 8 bzw. Tabelle 9 dargestellt.
Tabelle 8: Humorale Immunogenität von Shingrix bei immungeschwächten Erwachsenen im Altervon 18 Jahren und älter (ATP-Kohorte für Immunogenität)
Anti-gE-Immunantwort^
Monat 3 Monat 13/18/25
Mediane Mediane
Erhöhung der Erhöhung der
Konzentrationen Konzentrationen
GMC (mIE/ml) GMC (mIE/ml)
N gegenüber dem N gegenüber dem(95 % KI) (95 % KI)
Zeitpunkt vor der Zeitpunkt vor der
Impfung Impfung(Q1; Q3) (Q1; Q3)
Zoster-002 (aHSZT-Empfänger)
Monat 13: Monat 13:
54 3 183,8 2,712 753,214,1 (1 869,8; 5 421,2) (1,0; 24,0)82 (7 973,0;(1,7; 137,0)20 399,4) Monat 25: Monat 25:
39 2 819,0 1,3(1 387,1; 5 729,1) (0,6; 44,7)
Zoster-028 (Patienten mit soliden Tumoren)18 291,7 Monat 13: Monat 13:21,587 (14 432,1; 68 4 477,3 4,1(7,0; 45,2)23 183,5) (3 482,4; 5 756,3) (2,1; 7,9)
Zoster-039 (Patienten mit malignen hämatologischen Erkrankungen)13 445,6 Monat 13: Monat 13:17,2217 (10 158,9; 167 5 202,7 5,1(1,4; 87,4)17 795,6) (4 074,8; 6 642,8) (1,1; 17,0)
Zoster-041 (Nierentransplantat-Empfänger)
Monat 13:19 163,8 Monat 13:
15,1 8 545,1121 (15 041,5; 111 6,5(6,1; 35,0) (6 753,7;24 416,0) (3,1; 13,3)10 811,5)
Zoster-015 (HIV-infizierte Studienteilnehmende)
Monat 18:42 723,6 Monat 18:
40,9 25 242,253 (31 233,0; 49 24,0(18,8; 93,0) (19 618,9;58 441,6) (9,8; 39,7)32 477,3)
ATP 'According-To-Protocol“^ Anti-gE-Immunantwort = Anti-gE-Antikörperspiegel, gemessen durch Anti-gE 'enzyme-linked immunosorbent assay“ (gE ELISA)
N Anzahl der auswertbaren Studienteilnehmenden zum angegebenen Zeitpunkt (für die GMC)
KI Konfidenzintervall
GMC Geometrische mittlere Anti-gE-Antikörperkonzentration
Q1; Q3 erstes und drittes Quartil
In Studie Zoster-028 betrug die GMC 1 Monat nach der zweiten Dosis 22 974,3 (19 080,0; 27 663,5)in der Gruppe, die die erste Dosis Shingrix mindestens 10 Tage vor Beginn eines
Chemotherapiezyklus erhielt (PreChemo-Gruppe), und 9 328,0 (4 492,5; 19 368,2) in der Gruppe, diedie erste Dosis Shingrix gleichzeitig mit dem Chemotherapiezyklus erhielt (OnChemo-Gruppe).
In Studie Zoster-039 betrug die GMC 1 Monat nach der zweiten Dosis 19 934,7 (14 674,1; 27 081,2)in der Gruppe, die die erste Dosis Shingrix nach Abschluss der Krebstherapie erhielt, und 5 777,4(3 342,5; 9 985,9) in der Gruppe, die die erste Dosis Shingrix während der Krebstherapie erhielt.
Die klinische Relevanz hinsichtlich der kurz- und langfristigen Auswirkungen auf die Wirksamkeit istnicht bekannt.
Tabelle 9: Zellvermittelte Immunogenität von Shingrix bei immungeschwächten Erwachsenen im
Alter von 18 Jahren und älter (ATP-Kohorte für Immunogenität)gE-spezifische CD4[2+]-T-Zell-Antwort^
Monat 3 Monat 13/18/25
Mediane Mediane
Erhöhung der Erhöhung der
Mediane Häufigkeit Mediane Häufigkeit
N Häufigkeit gegenüber dem N Häufigkeit gegenüber dem(Q1; Q3) Zeitpunkt vor der (Q1; Q3) Zeitpunkt vor der
Impfung Impfung(Q1; Q3) (Q1; Q3)
Zoster-002 (aHSZT-Empfänger)
Monat 13: Monat 13:
32 1 706,4 43,66 644,9109,0 (591,4; 5 207,0) (13,1; 977,8)51 (1 438,3;(34,4; 2 716,4)13 298,6) Monat 25: Monat 25:
30 2 294,4 50,9(455,2; 3 633,2) (15,3; 515,2)
Zoster-028* (Patienten mit soliden Tumoren)
Monat 13: Monat 13:778,8 4,922 18 332,9 2,0(393,1; 1 098,2) (1,7; 33,0)(114,9; 604,6) (1,3; 5,2)
Zoster-039 (Patienten mit malignen hämatologischen Erkrankungen)
Monat 13: Monat 13:3 081,9 45,953 44 1 006,7 21,4(1 766,2; 7 413,6) (16,4; 2 221,9)(416,0; 3 284,5) (7,5; 351,4)
Zoster-041 (Nierentransplantat-Empfänger)
Monat 13: Monat 13:2 149,0 47,732 33 1 066,3 16,9(569,4; 3 695,1) (14,7; 439,6)(424,8; 1 481,5) (5,9; 211,4)
Zoster-015 (HIV-infizierte Studienteilnehmende)
Monat 18: Monat 18:2 809,7 23,441 49 1 533,0 12,0(1 554,5; 4 663,7) (8,5; 604,1)(770,0; 2 643,1) (5,7; 507,0)
ATP 'According-To-Protocol“^ gE-spezifische CD4[2+]-T-Zell-Antwort = gE-spezifische CD4+-T-Zellaktivität, gemessendurch intrazelluläre Cytokin-Färbung (ICS) (CD4[2+]-T-Zellen = CD4+-T-Zellen, diemindestens 2 von 4 ausgewählten Immunmarkern exprimieren)
N Anzahl der auswertbaren Studienteilnehmenden zum angegebenen Zeitpunkt (für die mediane
Häufigkeit)
Q1; Q3 erstes und drittes Quartil
* Blut für die zellvermittelte Immunogenität wurde nur von der Gruppe von
Studienteilnehmenden gesammelt, die 8 bis 30 Tage vor Beginn eines Chemotherapiezyklusdie erste Dosis Shingrix erhielten (welche die größte Gruppe der Studie war).
Immunogenität bei Studienteilnehmenden, die 2 Dosen Shingrix im Abstand von 6 Monaten erhielten
Die Wirksamkeit von Shingrix wurde für das 0, 6-Monate-Impfschema nicht untersucht.
In einer unverblindeten klinischen Phase-III-Studie (Zoster-026) wurden 238 Studienteilnehmende im
Alter von 50 Jahren und älter randomisiert, die 2 Dosen Shingrix im Abstand von entweder 2 oder6 Monaten erhielten (0, 2-Monate- oder 0, 6-Monate-Impfschema). Es wurde gezeigt, dass diehumorale Immunantwort nach dem 0, 6-Monate-Impfschema der Antwort nach dem 0, 2-Monate-
Impfschema nicht unterlegen war. Die Anti-gE-Antikörperkonzentration betrug 1 Monat nach derletzten Impfstoffdosis 38 153,7 mIE/ml (95 % KI: 34 205,8; 42 557,3) nach dem 0, 6-Monate-
Impfschema sowie 44 376,3 mIE/ml (95 % KI: 39 697,0; 49 607,2) nach dem 0, 2-Monate-
Impfschema.
Immunogenität bei Personen, die früher mit einem attenuierten Herpes-Zoster (HZ)-Lebendimpfstoffgeimpft wurden
In einer unverblindeten, multizentrischen klinischen Phase-III-Studie (Zoster-048) wurde ein
Impfschema mit 2 Dosen Shingrix im Abstand von 2 Monaten bei 215 Studienteilnehmenden im Altervon 65 Jahren und älter mit früherer Impfung mit einem attenuierten HZ-Lebendimpfstoff fünf odermehr Jahre zuvor im Vergleich zu 215 entsprechenden Studienteilnehmenden untersucht, die nie zuvormit einem attenuierten HZ-Lebendimpfstoff geimpft wurden. Die Immunantwort auf Shingrix wurdedurch eine frühere Impfung mit einem attenuierten HZ-Lebendimpfstoff nicht beeinflusst.
Persistenz der Immunogenität
Die Persistenz der Immunogenität wurde in einer Untergruppe von Studienteilnehmenden in eineroffenen Phase-IIIb-Langzeit-Nachbeobachtungsstudie (Zoster-049) bei Erwachsenen im Alter von50 Jahren und älter untersucht, die an den Studien ZOE-50 und ZOE-70 teilgenommen haben. Im12. Jahr nach der Impfung war die Konzentration der anti-gE-Antikörper bei 435 auswertbaren
Studienteilnehmenden 5,8-fach höher (95 % KI: 5,2; 6,4) gegenüber der Konzentration zum Zeitpunktvor der Impfung (Mittlerer geometrischer Anstieg). Die mediane Häufigkeit der gE-spezifischen
CD4[2+]-T-Zellen blieb im 12. Jahr nach der Impfung bei 73 auswertbaren Studienteilnehmendenüber der Häufigkeit zum Zeitpunkt der Impfung.
Die Persistenz der Immunogenität wurde in einer offenen Phase-IIIb-Studie (Zoster-073) bei 68nierentransplantierten Personen im Alter von 18 Jahren und älter unter chronischer immunsuppressiver
Therapie untersucht, die an der Studie Zoster-041 teilgenommen haben. Die Zoster-073-Studie begann4 bis 6 Jahre nach der Impfung in Zoster-041. Nach 24 Monaten (etwa 6bis 8 Jahre nach der zweiten
Dosis) war die Konzentration der anti-gE-Antikörper bei 49 auswertbaren Studienteilnehmenden 2,4-fach höher (95 % KI: 1,6; 3,7) gegenüber der Konzentration zum Zeitpunkt vor der Impfung (Mittlerergeometrischer Anstieg). Die mediane Häufigkeit der gE-spezifischen CD4[2+]-T-Zellen blieb nach24 Monaten bei 19 auswertbaren Studienteilnehmenden in der CMI-Untergruppe über der Häufigkeitzum Zeitpunkt der Impfung.
Kinder und JugendlicheDie Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Shingrix eine Zurückstellung von der Verpflichtung zur
Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehreren pädiatrischen Altersklassen zur
Vorbeugung von Varicella-Zoster-Virus-Reaktivierung gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl.
Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).