Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels SEGLUROMET 2.5mg / 1000mg tablets
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Segluromet 2,5 mg/850 mg Filmtabletten
Segluromet 2,5 mg/1 000 mg Filmtabletten
Segluromet 7,5 mg/850 mg Filmtabletten
Segluromet 7,5 mg/1 000 mg Filmtabletten
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Segluromet 2,5 mg/850 mg Filmtabletten
Jede Tablette enthält Ertugliflozin-Pidolsäure, entsprechend 2,5 mg Ertugliflozin und 850 mg
Metforminhydrochlorid.
Segluromet 2,5 mg/1 000 mg Filmtabletten
Jede Tablette enthält Ertugliflozin-Pidolsäure, entsprechend 2,5 mg Ertugliflozin und 1 000 mg
Metforminhydrochlorid.
Segluromet 7,5 mg/850 mg Filmtabletten
Jede Tablette enthält Ertugliflozin-Pidolsäure, entsprechend 7,5 mg Ertugliflozin und 850 mg
Metforminhydrochlorid.
Segluromet 7,5 mg/1 000 mg Filmtabletten
Jede Tablette enthält Ertugliflozin-Pidolsäure, entsprechend 7,5 mg Ertugliflozin und 1 000 mg
Metforminhydrochlorid.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Filmtablette (Tablette)
Segluromet 2,5 mg/850 mg Filmtabletten
Beige, 18 x 10 mm große, ovale Filmtabletten mit der Prägung '2.5/850“ auf einer Seite und glatt aufder anderen Seite.
Segluromet 2,5 mg/1 000 mg Filmtabletten
Pinke, 19,1 x 10,6 mm große, ovale Filmtabletten mit der Prägung '2.5/1000“ auf einer Seite und glattauf der anderen Seite.
Segluromet 7,5 mg/850 mg Filmtabletten
Dunkelbraune, 18 x 10 mm große, ovale Filmtabletten mit der Prägung '7.5/850“ auf einer Seite undglatt auf der anderen Seite.
Segluromet 7,5 mg/1 000 mg Filmtabletten
Rote, 19,1 x 10,6 mm große, ovale Filmtabletten mit der Prägung '7.5/1000“ auf einer Seite und glattauf der anderen Seite.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Segluromet ist bei Erwachsenen zur Behandlung des Typ-2 Diabetes mellitus zusätzlich zu Diät und
Bewegung angezeigt:
* bei Patienten, deren Blutzucker unter der maximal tolerierten Dosis Metformin alleinunzureichend gesenkt werden kann
* in Kombination mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung von Diabetes, welcher unzureichendkontrolliert ist unter der Einnahme von Metformin und diesen Arzneimitteln
* bei Patienten, die bereits mit der Kombination aus Ertugliflozin und Metformin in Form voneinzelnen Tabletten behandelt werden.
Zu Studienergebnissen im Hinblick auf die Kombinationen von Therapien, die Wirkung auf die
Blutzuckerkontrolle, die kardiovaskulären Ereignisse und die untersuchten Populationen, siehe
Abschnitte 4.4, 4.5 und 5.1.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
DosierungErwachsene mit normaler Nierenfunktion (glomeruläre Filtrationsrate [GFR] ≥ 90 ml/min)
Die empfohlene Dosis beträgt eine Tablette zweimal täglich. Die Dosis sollte individuell für den
Patienten auf Basis der bestehenden Gesamttherapie, der Wirksamkeit und Verträglichkeit derempfohlenen täglichen Dosis von 5 mg oder 15 mg Ertugliflozin festgelegt werden, ohne jedoch diemaximal empfohlene Tagesdosis für Metformin zu überschreiten.
Bei Patienten mit einer Hypovolämie wird empfohlen, diese vor Beginn der Behandlung mit
Segluromet entsprechend zu korrigieren (siehe Abschnitt 4.4).
Patienten, die unter Metformin (entweder alleine oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln zur
Behandlung von Diabetes) unzureichend eingestellt sind
Die empfohlene Anfangsdosis für Segluromet ergibt sich aus Ertugliflozin in einer Dosierung vonzweimal täglich 2,5 mg (5 mg Gesamttagesdosis) sowie einer Metformindosis, die etwa der bisherigen
Dosis entspricht. Sofern eine zusätzliche Blutzuckersenkung notwendig ist, kann die Gesamttagesdosisbei Patienten, die 5 mg Ertugliflozin als Gesamttagesdosis vertragen, auf 15 mg Ertugliflozin erhöhtwerden.
Patienten, die von den entsprechenden Monopräparaten mit Ertugliflozin und Metformin umgestelltwerden
Patienten, die von den entsprechenden Monopräparaten mit Ertugliflozin (5 mg oder 15 mg
Gesamttagesdosis) und Metformin auf Segluromet umgestellt werden, sollten die gleiche bisherige
Gesamttagesdosis Ertugliflozin und Metformin oder die therapeutisch nächstliegende Metformindosis,erhalten.
Wenn Segluromet in Kombination mit Insulin oder mit einem Insulin-Sekretagogum (einem
Arzneimittel zur Anregung der Insulinsekretion) angewendet wird, kann es notwendig sein, die Dosisdes Insulins oder des Insulin-Sekretagogums zu verringern, um das Risiko einer Hypoglykämie zureduzieren (siehe Abschnitte 4.4, 4.5 und 4.8).
Ausgelassene DosisFalls eine Einnahme vergessen wurde, sollte diese nachgeholt werden, sobald der Patient daran denkt.
Die Patienten sollten nicht die doppelte Dosis Segluromet zur gleichen Zeit einnehmen.
Besondere PatientengruppenEingeschränkte NierenfunktionVor Beginn der Behandlung mit metforminhaltigen Arzneimitteln und danach mindestens einmaljährlich sollte die GFR bestimmt werden. Bei Patienten mit erhöhtem Risiko einer weiteren
Progression der Nierenfunktionsstörung und bei älteren Patienten sollte die Nierenfunktion häufiger,z. B. alle 3-6 Monate, kontrolliert werden (siehe Abschnitt 4.4).
Der Beginn einer Behandlung mit diesem Arzneimittel wird bei Patienten mit einer GFR unter45 ml/min nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.4).
Da die blutzuckersenkende Wirkung von Ertugliflozin bei Patienten mit moderater Einschränkung der
Nierenfunktion verringert und bei Patienten mit schwerer Einschränkung der Nierenfunktionwahrscheinlich nicht vorhanden ist, sollte, falls eine weitere Blutzuckerkontrolle erforderlich ist, diezusätzliche Gabe anderer antihyperglykämischer Arzneimittel in Betracht gezogen werden (siehe
Abschnitt 4.4).
Die maximale Gesamttagesdosis von Metformin sollte möglichst auf 2-3 Dosen pro Tag aufgeteiltwerden. Bevor die Behandlung mit Metformin bei Patienten mit einer GFR < 60 ml/min begonnenwird, sollten Faktoren, die das Risiko einer Laktatazidose erhöhen können (siehe Abschnitt 4.4),überprüft werden.
Falls keine angemessene Stärke von Segluromet erhältlich ist, sollten statt der fixen Kombination die
Einzelsubstanzen angewendet werden.
GFR (ml/min) Metformin Ertugliflozin60-89 Die maximale Gesamttagesdosis Die maximale Gesamttagesdosisbeträgt 3 000 mg. beträgt 15 mg.
Eine Dosisreduktion kann in Beginn einer Behandlung mit
Abhängigkeit von der Abnahme 5 mg.der Nierenfunktion in Betracht Zur Blutzuckerkontrolle bei Bedarfgezogen werden. auf 15 mg hochtitrieren.
45-59 Die maximale Gesamttagesdosis Die maximale Gesamttagesdosisbeträgt 2 000 mg. beträgt 15 mg.
Die Anfangsdosis beträgt Beginn einer Behandlung mithöchstens die Hälfte der 5 mg.
Maximaldosis. Zur Blutzuckerkontrolle bei Bedarfauf 15 mg hochtitrieren.
30-44 Die maximale Gesamttagesdosis Der Beginn einer Behandlung wirdbeträgt 1 000 mg. nicht empfohlen.
Die Anfangsdosis beträgthöchstens die Hälfte der
Maximaldosis.
< 30 Metformin ist kontraindiziert. Nicht empfohlen.
Eingeschränkte LeberfunktionSegluromet ist bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3und 4.4).
Ältere PatientenDie Wahrscheinlichkeit einer eingeschränkten Nierenfunktion ist bei älteren Patienten höher. Da
Abweichungen der Nierenfunktion nach Beginn der Behandlung mit Ertugliflozin auftreten könnenund Metformin bekanntermaßen vornehmlich über die Nieren ausgeschieden wird, sollte Seglurometbei älteren Patienten mit Vorsicht angewendet werden. Die regelmäßige Überprüfung der
Nierenfunktion ist generell und insbesondere bei älteren Patienten notwendig um einer Metformin-assoziierten Laktatazidose besser vorzubeugen (siehe Abschnitt 4.4). Die Nierenfunktion und das
Risiko einer Hypovolämie sollten beachtet werden (siehe Abschnitte 4.4 und 4.8). ).
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit und Wirksamkeit von Segluromet bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren istnicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Art der AnwendungSegluromet sollte zweimal täglich zu den Mahlzeiten eingenommen werden, um das Auftretengastrointestinaler Nebenwirkungen durch Metformin zu verringern. Bei Schluckbeschwerden kann die
Tablette zerteilt oder zermahlen werden, da es sich um eine Darreichungsform mit sofortiger
Wirkstofffreisetzung handelt.
4.3 Kontraindikationen
* Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile;
* jede Art von akuter metabolischer Azidose (z. B. Laktatazidose, diabetische Ketoazidose[DKA]);
* diabetisches Präkoma;
* schwere Niereninsuffizienz (GFR < 30 ml/min), terminale Niereninsuffizienz (end stage renaldisease, ESRD) oder dialysepflichtige Patienten (siehe Abschnitt 4.4);
* akute Erkrankungen, welche die Nierenfunktion beeinträchtigen können, wie z. B.:
o Dehydratation,o schwere Infektionen,o Schock;
* akute oder chronische Erkrankungen, die eine Gewebehypoxie verursachen können, wie z. B.:o Herz- oder Lungeninsuffizienz,o kürzlich erlittener Myokardinfarkt,o Schock;
* eingeschränkte Leberfunktion;
* akute Alkoholvergiftung, Alkoholismus.
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
AllgemeinesSegluromet sollte nicht bei Patienten mit Typ-1 Diabetes mellitus angewendet werden. Es kann das
Risiko einer diabetischen Ketoazidose (DKA) bei diesen Patienten erhöhen.
LaktatazidoseLaktatazidose, eine sehr seltene, aber schwerwiegende metabolische Komplikation, tritt am häufigstenbei akuter Verschlechterung der Nierenfunktion oder kardiorespiratorischer Erkrankung oder Sepsisauf. Bei akuter Verschlechterung der Nierenfunktion kommt es zur Kumulation von Metformin, diedas Risiko einer Laktatazidose erhöht.
In Fällen von Dehydratation (schwerem Erbrechen oder Diarrhö, Fieber oder verminderter
Flüssigkeitsaufnahme) sollte Metformin vorübergehend abgesetzt und möglichst Kontakt mit einem
Arzt aufgenommen werden.
Eine Behandlung mit Arzneimitteln, die die Nierenfunktion akut beeinträchtigen können (wie z. B.
Antihypertonika, Diuretika und Nichtsteroidale Antirheumatika [NSARs]), sollte bei mit Metforminbehandelten Patienten mit Vorsicht eingeleitet werden. Weitere Risikofaktoren für eine Laktatazidosesind übermäßiger Alkoholkonsum, Leberfunktionsstörung, schlecht eingestellter Diabetes, Ketose,langes Fasten und alle mit Hypoxie assoziierten Erkrankungen sowie die gleichzeitige Anwendungvon Arzneimitteln, die eine Laktatazidose verursachen können (siehe Abschnitte 4.3 und 4.5).
Patienten und/oder ihre Betreuer sollten auf das Risiko einer Laktatazidose hingewiesen werden. Eine
Laktatazidose ist gekennzeichnet durch azidotische Dyspnoe, Abdominalschmerzen, Muskelkrämpfe,
Asthenie und Hypothermie, gefolgt von Koma. Bei vermuteten Symptomen muss der Patient die
Einnahme von Metformin beenden und umgehend einen Arzt aufsuchen. Diagnostische Laborwertesind ein verringerter pH-Wert des Blutes (< 7,35), erhöhte Laktatplasmaspiegel (> 5 mmol/l) sowieeine Erhöhung der Anionenlücke und des Laktat/Pyruvat-Quotienten.
Anwendung jodhaltiger KontrastmittelDie intravaskuläre Anwendung jodhaltiger Kontrastmittel kann zu einer kontrastmittelinduzierten
Nephropathie führen. Dies kann eine Metformin-Kumulation zur Folge haben und das Risiko einer
Laktatazidose erhöhen. Die Behandlung mit Segluromet muss im Vorfeld oder zum Zeitpunkt desbildgebenden Verfahrens unterbrochen werden und darf frühestens 48 Stunden danach und nur dannwieder aufgenommen werden, wenn die Nierenfunktion erneut kontrolliert wurde und sich als stabilerwiesen hat (siehe Abschnitte 4.2 und 4.5).
Eingeschränkte NierenfunktionDie Wirksamkeit von Ertugliflozin hinsichtlich der Blutzuckersenkung hängt von der Nierenfunktionab, sodass die glykämische Wirksamkeit bei Patienten mit moderater Einschränkung der
Nierenfunktion verringert ist, und wahrscheinlich bei Patienten mit schwerer Einschränkung der
Nierenfunktion ausbleibt (siehe Abschnitt 4.2).
Eine Behandlung mit Segluromet sollte bei Patienten mit einer GFR unter 45 ml/min nicht begonnenwerden. Die Behandlung mit Segluromet sollte bei einer GFR anhaltend unter 45 ml/min abgebrochenwerden.
Die GFR sollte vor Beginn der Behandlung und danach in regelmäßigen Abständen bestimmt werden(siehe Abschnitt 4.2). Eine häufigere Kontrolle der Nierenfunktion wird bei Patienten mit einer GFRunter 60 ml/min empfohlen. Die Anwendung von Metformin ist bei Patienten mit einer GFR< 30 ml/min kontraindiziert und sollte in Situationen, die die Nierenfunktion verändern,vorübergehend abgesetzt werden (siehe Abschnitt 4.3).
Chirurgische EingriffeSegluromet muss zur Zeit einer Operation unter Allgemein-, Spinal- oder Epiduralanästhesie abgesetztwerden. Die Therapie darf nicht früher als 48 Stunden nach der Operation oder nach Wiederaufnahmeder oralen Ernährung und nur dann wieder aufgenommen werden, wenn die Nierenfunktion erneutkontrolliert wurde und sich als stabil erwiesen hat.
Hypotonie/Hypovolämie
Ertugliflozin verursacht eine osmotische Diurese, die zu einem intravaskulären Volumenmangelführen kann. Demzufolge kann eine symptomatische Hypotonie nach Beginn der Behandlung mit
Segluromet (siehe Abschnitt 4.8) insbesondere bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion(eGFR unter 60 ml/min/1,73 m2 oder einer Kreatinin-Clearance [CrCl] unter 60 ml/min), bei älteren
Patienten (≥ 65 Jahre), bei Patienten, die Diuretika einnehmen, oder bei Patienten unter
Antihypertonika mit einer Hypotonie in der Vorgeschichte, auftreten. Vor Beginn der Behandlung mit
Segluromet sollte der Volumenstatus überprüft und, sofern angezeigt, korrigiert werden. Die Patientensind auf entsprechende Anzeichen und Symptome einer Hypotonie/Hypovolämie nach Therapiebeginnzu überwachen.
Aufgrund des Wirkmechanismus induziert Ertugliflozin eine osmotische Diurese und führt zu einem
Anstieg des Serumkreatinins und einer Abnahme der eGFR. Anstieg des Serumkreatinins und
Abnahme der eGFR waren bei Patienten mit moderater Einschränkung der Nierenfunktion stärkerausgeprägt (siehe Abschnitt 4.8).
Im Fall von Erkrankungen, die zu einem Flüssigkeitsverlust führen können (z. B. gastrointestinale
Erkrankungen), wird empfohlen, die Patienten, die Ertugliflozin erhalten, sorgfältig hinsichtlich ihres
Volumenstatus (z. B. körperliche Untersuchung, Blutdruckmessung, Laboruntersuchungeneinschließlich Bestimmung des Hämatokriten) und ihrer Elektrolytwerte zu überwachen. Einevorübergehende Unterbrechung der Behandlung sollte in Betracht gezogen werden bis der
Flüssigkeitsverlust korrigiert wurde.
Diabetische KetoazidoseSeltene Fälle von DKA, einschließlich lebensbedrohlicher und tödlicher Fälle, wurden in klinischen
Studien und nach Markteinführung bei Patienten berichtet, die eine Behandlung mit Natrium-Glucose-
Co-Transporter 2(SGLT2)-Inhibitoren, einschließlich Ertugliflozin, erhielten.. In einer Reihe von
Fällen zeigte sich ein untypisches Krankheitsbild mit nur mäßig erhöhtem Blutzuckerspiegel unter14 mmol/l (250 mg/dl). Ob eine DKA mit größerer Wahrscheinlichkeit bei höheren Dosen von
Ertugliflozin auftritt, ist nicht bekannt.
Das Risiko einer DKA muss beim Auftreten von unspezifischen Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen,
Anorexie, Bauchschmerzen, übermäßigem Durst, Schwierigkeiten beim Atmen, Verwirrtheit,ungewöhnlicher Müdigkeit oder Schläfrigkeit in Betracht gezogen werden. Unabhängig vom
Blutzuckerspiegel sollten Patienten beim Auftreten dieser Symptome unverzüglich auf eine
Ketoazidose hin untersucht werden.
Bei Patienten, bei denen ein Verdacht auf eine DKA besteht oder eine DKA diagnostiziert wurde, istdie Behandlung mit Segluromet sofort abzusetzen.
Die Behandlung sollte bei Patienten unterbrochen werden, die aufgrund größerer chirurgischer
Eingriffe oder akuter schwerer Erkrankungen in ein Krankenhaus kommen. Bei diesen Patienten wirdeine Überwachung der Ketonkörperkonzentration empfohlen. Die Ermittlung der
Ketonkörperkonzentration im Blut ist der Ermittlung der Konzentration im Urin vorzuziehen. Die
Behandlung mit Segluromet kann erneut aufgenommen werden, wenn die Ketonkörperkonzentrationnormal ist und der Zustand des Patienten sich stabilisiert hat.
Vor Beginn einer Behandlung mit Segluromet sind Faktoren in der Anamnese des Patienten, die ihnfür eine Ketoazidose prädisponieren könnten, abzuwägen.
Zu den Patienten, für die ein erhöhtes Risiko einer DKA bestehen könnte, gehören Patienten mit einergeringen Funktionsreserve der Beta-Zellen (z. B. Patienten mit Typ-2 Diabetes und niedrigem
C-Peptid oder latentem Autoimmundiabetes bei Erwachsenen [LADA] oder Patienten mitanamnestisch bekannter Pankreatitis), Patienten mit Erkrankungen, die zu eingeschränkter
Nahrungsaufnahme oder schwerer Dehydratation führen, Patienten bei denen die Insulindosisherabgesetzt wird und Patienten mit erhöhtem Insulinbedarf infolge einer akuten Krankheit, einer
Operation oder Alkoholmissbrauchs. Bei diesen Patienten sind SGLT2-Inhibitoren mit Vorsichtanzuwenden.
Die Wiederaufnahme der Behandlung mit einem SGLT2-Inhibitor wird bei Patienten nicht empfohlen,die unter der Behandlung mit einem SGLT2-Inhibitor zuvor eine DKA entwickelt hatten, es sei denn,es wurde ein anderer eindeutiger auslösender Faktor ermittelt und beseitigt.
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Segluromet bei Patienten mit Typ-1 Diabetes ist bisher nichtbelegt und Segluromet sollte nicht zur Behandlung von Patienten mit Typ-1 Diabetes angewendetwerden. Auf der Grundlage begrenzter Daten aus klinischen Studien scheint eine DKA häufigaufzutreten, wenn Patienten mit Typ-1 Diabetes mit SGLT2-Inhibitoren behandelt werden.
Amputationen der unteren GliedmaßenIm Rahmen der Langzeitstudie zur Untersuchung der kardiovaskulären Endpunkte (cardiovasularoutcome) VERTIS-CV (eValuation of ERTugliflozin efficacy an Safety, CardioVascular), einer Studiebei Patienten mit Typ-2 Diabetes mellitus und bestehender atherosklerotischer kardiovaskulärer
Erkrankung, wurden hinsichtlich nicht-traumatischer Amputationen der unteren Gliedmaßen (in erster
Linie von Zehen) mit einer Inzidenz von 2 % (0,57 Ereignisse pro 100 Patientenjahre), 2,1 % (0,60
Ereignisse pro 100 Patientenjahre) bzw. 1,6 % (0,47 Ereignisse pro 100 Patientenjahre) für die
Ertugliflozin 5 mg-, Ertugliflozin 15 mg- bzw. Placebogruppen beobachtet. Die Ereignisraten für
Amputationen der unteren Gliedmaßen waren 0,75 bzw. 0,96 versus 0,74 Ereignisse pro100 Patientenjahre für Ertugliflozin 5 mg bzw. Ertugliflozin 15 mg versus Placebo. Eine erhöhte
Anzahl von Amputationen der unteren Gliedmaßen (in erster Linie von Zehen) ist in klinischen
Langzeitstudien bei Patienten mit Typ-2 Diabetes mellitus mit SGLT2-Inhibitoren beobachtet worden.
Es ist nicht bekannt, ob dies einen Klasseneffekt darstellt. Daher ist es wichtig Patienten mit Diabeteseine routinemäßige vorbeugende Fußpflege zu empfehlen.
Hypoglykämie bei gemeinsamer Anwendung mit Insulin und Insulin-Sekretagoga
Ertugliflozin kann das Risiko einer Hypoglykämie erhöhen, wenn es gemeinsam mit Insulin und/odereinem Insulin-Sekretagogum angewendet wird, da diese bekanntlich Hypoglykämien verursachen(siehe Abschnitt 4.8). Demzufolge kann es bei gemeinsamer Anwendung mit Segluromet notwendigsein die Dosis des Insulins oder des Insulin-Sekretagogums zu verringern, um das Risiko für eine
Hypoglykämie zu minimieren (siehe Abschnitte 4.2 und 4.5).
Genitale Pilzinfektionen
Ertugliflozin erhöht das Risiko für genitale Pilzinfektionen. In klinischen Studien mit SGLT2-
Inhibitoren kam es bei Patienten mit Pilzinfektionen in der Vorgeschichte und bei Männern ohne
Beschneidung mit höherer Wahrscheinlichkeit zu genitalen Pilzinfektionen (siehe Abschnitt 4.8).
Diese Patienten sollten entsprechend überwacht und ggf. behandelt werden.
HarnwegsinfektionenDie Glucoseausscheidung über den Urin kann mit einem erhöhten Risiko für Harnwegsinfektioneneinhergehen (siehe Abschnitt 4.8). Bei der Behandlung einer Pyelonephritis oder einer Urosepsis sollteeine zeitweise Unterbrechung der Behandlung mit Ertugliflozin in Betracht gezogen werden.
Nekrotisierende Fasziitis des Perineums (Fournier-Gangrän)Nach dem Inverkehrbringen wurden Fälle von nekrotisierender Fasziitis des Perineums (auch als
Fournier-Gangrän bezeichnet) bei weiblichen und männlichen Patienten gemeldet, die SGLT2-
Hemmer einnahmen. Hierbei handelt es sich um ein seltenes, aber schwerwiegendes und potenzielllebensbedrohliches Ereignis, das einen dringenden chirurgischen Eingriff und eine Behandlung mit
Antibiotika erfordert.
Den Patienten sollte empfohlen werden, sich an einen Arzt zu wenden, wenn bei ihnen die Symptome
Schmerzen, Berührungsempfindlichkeit, Erythem oder Schwellungen im Bereich der Genitalien oderdes Perineums gleichzeitig mit Fieber oder Unwohlsein auftreten. Beachten Sie, dass im Vorfeld einernekrotisierenden Fasziitis Infektionen des Urogenitaltrakts oder Perinealabszesse auftreten können.
Bei Verdacht auf Fournier-Gangrän ist Segluromet abzusetzen und unverzüglich eine Behandlung(u. a. die Gabe von Antibiotika und chirurgisches Debridement) einzuleiten.
Ältere PatientenÄltere Patienten können ein erhöhtes Risiko für eine Hypovolämie und eine eingeschränkte
Nierenfunktion haben. Patienten über 65 Jahre, die mit Ertugliflozin behandelt wurden, hatten einehöhere Inzidenz für Nebenwirkungen im Zusammenhang mit einer Hypovolämie als jüngere
Patienten. Das Risiko für eine Metformin-assoziierte Laktatazidose nimmt mit dem Alter der Patientenzu, da ältere Patienten mit höherer Wahrscheinlichkeit eine eingeschränkte Nieren-, Leber- oder
Herzfunktion haben als jüngere Patienten. In der Langzeitstudie zur Untersuchung derkardiovaskulären Endpunkte VERTIS-CV waren Sicherheit und Wirksamkeit ähnlich bei Patienten,die 65 Jahre oder älter waren, verglichen mit Patienten unter 65 Jahren (siehe Abschnitte 4.2 und 4.8).
Die Nierenfunktion sollte bei älteren Patienten häufiger kontrolliert werden.
HerzinsuffizienzEs liegen keine Erfahrungen aus klinischen Studien mit Ertugliflozin bei Patienten mit
Herzinsuffizienz der New York Heart Association (NYHA) Klasse IV vor.
Urin-Laboruntersuchungen
Aufgrund des Wirkmechanismus von Ertugliflozin fallen Urintests auf Glucose bei mit Seglurometbehandelten Patienten positiv aus. Zur Blutzuckerkontrolle sollten andere Methoden angewendetwerden.
Einfluss auf den 1,5-Anhydroglucitol (1,5-AG) Assay
Die Überwachung der Blutzuckerkontrolle mit Hilfe des 1,5-AG Assays wird aufgrundunzuverlässiger Messergebnisse des 1,5-AG Assays bei Patienten, die Arzneimittel einnehmen, die
SGLT2-Inhibitoren enthalten, nicht empfohlen. Zur Blutzuckerkontrolle sollten andere Methodenangewendet werden.
Vitamin-B12-Mangel
Metformin kann die Vitamin-B12-Serumspiegel senken. Das Risiko niedriger Vitamin-B12-Spiegelsteigt mit zunehmender Metformindosis, Behandlungsdauer und/oder bei Patienten mit
Risikofaktoren, die bekanntlich einen Vitamin-B12-Mangel verursachen. Im Falle eines Verdachts aufeinen Vitamin-B12-Mangel (wie z. B. Anämie oder Neuropathie) sollten die Vitamin-B12-
Serumspiegel überwacht werden. Bei Patienten mit Risikofaktoren für einen Vitamin-B12-Mangelkönnen regelmäßige Vitamin-B12-Kontrollen erforderlich sein. Die Metformin-Therapie solltefortgesetzt werden, solange sie vertragen wird und nicht kontraindiziert ist und eine entsprechend denaktuellen klinischen Leitlinien geeignete Behandlung zum Ausgleich des Vitamin-B12-Mangelsangeboten wird.
NatriumDieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d. h., es ist nahezu'natriumfrei“.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Es wurden keine pharmakokinetischen Arzneimittelwechselwirkungsstudien mit Seglurometdurchgeführt. Diese Studien wurden jedoch mit Ertugliflozin und Metformin, den in Seglurometenthaltenen Einzelwirkstoffen, durchgeführt.
Ertugliflozin
Pharmakodynamische WechselwirkungenDiuretikaErtugliflozin kann die diuretische Wirkung von Diuretika verstärken und so das Risiko für eine
Dehydratation und Hypotonie erhöhen (siehe Abschnitt 4.4).
Insulin und Insulin-SekretagogaInsulin und Insulin-Sekretagoga wie Sulfonylharnstoffe verursachen Hypoglykämien. Ertugliflozinkann das Risiko für eine Hypoglykämie erhöhen, sofern es gemeinsam mit Insulin oder einem Insulin-
Sekretagogum angewendet wird. Demzufolge kann es bei gemeinsamer Anwendung mit Seglurometnotwendig sein, die Dosis des Insulins oder des Insulin-Sekretagogums zu verringern, um das Risikofür eine Hypoglykämie zu reduzieren (siehe Abschnitte 4.2, pct. 4.4 und 4.8).
Pharmakokinetische WechselwirkungenWirkungen anderer Arzneimittel auf die Pharmakokinetik von Ertugliflozin
Ertugliflozin wird hauptsächlich mittels Metabolisierung durch UGT1A9 und UGT2B7ausgeschieden.
Arzneimittelwechselwirkungsstudien bei gesunden Probanden deuten darauf hin, dass die
Pharmakokinetik von Ertugliflozin durch Sitagliptin, Metformin, Glimepirid oder Simvastatin nach
Einmalgabe nicht beeinflusst wird.
Die mehrfache Gabe von Rifampicin (ein Uridin-5´-trihydrogendiphosphat-Glukuronosyltransferase[UGT]- und Cytochrom P450 [CYP]-Induktor) führt zu einer Reduktion der Fläche unter der
Konzentrations-Zeit-Kurve (Area under the curve, AUC) und der maximalen Plasmakonzentration(Cmax) von Ertugliflozin um 39 % bzw. 15 %. Diese Reduktion der Exposition wird als klinisch nichtrelevant erachtet, sodass keine Dosisanpassung empfohlen wird. Ein klinisch relevanter Einfluss durchandere Enzyminduktoren (z. B. Carbamazepin, Phenytoin, Phenobarbital) ist nicht zu erwarten.
Der Einfluss von UGT-Inhibitoren auf die Pharmakokinetik von Ertugliflozin wurde klinisch nichtuntersucht. Ein möglicher Anstieg der Exposition von Ertugliflozin durch Hemmung von UGT wirdnicht als klinisch relevant angesehen.
Wirkungen von Ertugliflozin auf die Pharmakokinetik anderer Arzneimittel
Arzneimittelwechselwirkungsstudien bei gesunden Probanden deuten darauf hin, dass Ertugliflozinkeinen klinisch relevanten Einfluss auf die Pharmakokinetik von Sitagliptin, Metformin und
Glimepirid hat.
Die gemeinsame Anwendung von Simvastatin mit Ertugliflozin führte zu einem Anstieg der AUC und
Cmax von Simvastatin um 24 % bzw. 19 % und zu einem Anstieg der AUC und Cmax von
Simvastatinsäure um 30 % bzw. 16 %. Der Mechanismus für den leichten Anstieg von Simvastatinund Simvastatinsäure ist nicht bekannt und wird nicht durch eine Hemmung vom Organo-Anion-
Transporter (OATP) durch Ertugliflozin verursacht. Diese Anstiege werden als klinisch nicht relevanterachtet.
MetforminDie gleichzeitige Anwendung wird nicht empfohlen.
AlkoholAlkoholvergiftung ist mit einem erhöhten Risiko für eine Laktatazidose assoziiert, insbesondere in
Zusammenhang mit Fasten, Mangelernährung oder Leberfunktionsstörung.
Jodhaltige KontrastmittelSegluromet muss im Vorfeld oder zum Zeitpunkt des bildgebenden Verfahrens abgesetzt werden unddarf frühestens 48 Stunden danach und nur dann wieder aufgenommen werden, wenn die
Nierenfunktion erneut kontrolliert wurde und sich als stabil erwiesen hat (siehe Abschnitte 4.2und 4.4).
Kombinationen, bei denen Vorsicht geboten ist
Einige Arzneimittel können die Nierenfunktion ungünstig beeinflussen und dadurch das Risiko einer
Laktatazidose erhöhen, wie z. B. NSARs einschließlich selektiver Cyclooxygenase(COX)-2-Hemmer,
Angiotensin-Konversionsenzym(ACE)-Hemmer, Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten und Diuretika,insbesondere Schleifendiuretika. Zu Beginn der Behandlung mit solchen Arzneimitteln oder bei ihrer
Anwendung in Kombination mit Metformin ist eine engmaschige Überwachung der Nierenfunktionerforderlich.
Organische Kationen-Transporter (OCT)
Metformin ist ein Substrat für die beiden organischen Kationen-Transporter OCT1 und OCT2.
Die gemeinsame Anwendung von Metformin mit
* OCT1-Inhibitoren (wie z. B. Verapamil) können die Wirksamkeit von Metformin verringern.
* OCT1-Induktoren (wie z. B. Rifampicin) können die gastrointestinale Resorption und die
Wirksamkeit von Metformin erhöhen.
* OCT2-Inhibitoren (wie z. B. Cimetidin, Dolutegravir, Ranolazin, Trimethoprim, Vandetanib,
Isavuconazol) können die renale Elimination von Metformin verringern und dadurch zu einem
Anstieg der Metformin Plasmaspiegel führen.
* Inhibitoren von sowohl OCT1 als auch OCT2 (wie z. B. Crizotinib, Olaparib) können die
Wirksamkeit und renale Elimination von Metformin verändern.
Demzufolge ist bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion Vorsicht geboten, wenn diese
Arzneimittel gemeinsam mit Metformin angewendet werden, da die Metformin Plasmaspiegelansteigen können. Bei Bedarf können Dosisanpassungen von Metformin in Betracht gezogen werden,da OCT-Inhibitoren/Induktoren die Wirksamkeit von Metformin verändern können.
Glukokortikoide (systemisch und topisch), Beta-2-Agonisten und Diuretika besitzen eine intrinsischehyperglykämische Wirkung. Der Patient sollte darüber informiert sein und sein Blutzucker solltehäufiger kontrolliert werden, insbesondere zu Beginn der Behandlung mit derartigen Arzneimitteln.
Falls erforderlich, sollte die Dosis des Antidiabetikums während der Therapie mit dem zusätzlichen
Arzneimittel sowie bei dessen Absetzen angepasst werden.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
SchwangerschaftEs liegen keine Erfahrungen zur Anwendung von Segluromet bei Schwangeren vor.
Die begrenzten Daten, die vorliegen, lassen vermuten, dass die Anwendung von Metformin bei
Schwangeren nicht mit einem erhöhten Risiko für angeborene Missbildungen assoziiert ist.
Tierexperimentelle Studien mit Metformin ergaben keine Hinweise auf gesundheitsschädliche
Wirkungen in Bezug auf Schwangerschaft, embryonale oder fötale Entwicklung, Geburt oderpostnatale Entwicklung (siehe auch Abschnitt 5.3).
Bisher liegen nur begrenzte Erfahrungen zur Anwendung von Ertugliflozin bei Schwangeren vor.
Basierend auf den Ergebnissen tierexperimenteller Studien kann Ertugliflozin die Entwicklung und
Reifung der Nieren beeinflussen (siehe Abschnitt 5.3). Deshalb sollte Segluromet während der
Schwangerschaft nicht angewendet werden.
StillzeitEs ist nicht bekannt, ob Ertugliflozin in die Muttermilch übergeht oder Auswirkungen auf gestillte
Neugeborene/Kinder oder auf die Milchbildung hat. Metformin geht in die Muttermilch über.
Ertugliflozin und Metformin gehen in die Milch von laktierenden Ratten über. Ertugliflozin hatte
Auswirkungen auf deren Nachkommen. Bei juvenilen Ratten wurden pharmakologisch vermittelte
Auswirkungen beobachtet (siehe Abschnitt 5.3). Da die Reifung der Nieren beim Menschen in der
Gebärmutter und während der ersten 2 Lebensjahre bei möglicher Exposition durch das Stillenstattfindet, kann ein Risiko für Neugeborene/Kinder nicht ausgeschlossen werden. Segluromet solltewährend der Stillzeit nicht angewendet werden.
FertilitätDie Auswirkung von Segluromet auf die menschliche Fertilität wurde nicht untersucht. Intierexperimentellen Studien wurden keine Auswirkungen von Ertugliflozin oder Metformin auf die
Fertilität beobachtet (siehe Abschnitt 5.3).
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
MaschinenSegluromet hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die
Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Die Patienten sollten darauf aufmerksam gemacht werden,dass bei Anwendung von Segluromet in Kombination mit Insulin oder einem Insulin-Sekretagogumdas Risiko für eine Hypoglykämie besteht und das Risiko für Nebenwirkungen im Zusammenhang miteiner Hypovolämie wie z. B. orthostatischer Schwindel erhöht ist (siehe Abschnitte 4.2, pct. 4.4 und 4.8).
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des SicherheitsprofilsErtugliflozin und Metformin
Die Sicherheit von gemeinsam angewendetem Ertugliflozin und Metformin wurde im Rahmen vonzwei placebokontrollierten Studien bei insgesamt 1 083 Patienten mit Typ-2 Diabetes mellitus übereinen Zeitraum von 26 Wochen untersucht: als Ertugliflozin Add-on-Therapie zu Metformin und als
Ertugliflozin Add-on-Therapie zu Sitagliptin und Metformin (siehe Abschnitt 5.1). Die Inzidenz und
Art der Nebenwirkungen, die im Rahmen dieser beiden Studien beobachtet wurden, sind mit den
Nebenwirkungen, die unter Behandlung mit den jeweiligen Monotherapien Ertugliflozin und
Metformin allein beobachtet wurden, vergleichbar, wie in Tabelle 1 aufgeführt.
Ertugliflozin
Die Sicherheit und Verträglichkeit von Ertugliflozin wurde in 7 placebo- oder aktivkontrollierten
Studien bei insgesamt 3 409 Patienten mit Typ-2 Diabetes mellitus untersucht, die mit Ertugliflozin5 mg oder 15 mg behandelt wurden. Zusätzlich wurde im Rahmen der VERTIS-CV Studie (siehe
Abschnitt 5.1) die Sicherheit und Verträglichkeit von Ertugliflozin bei insgesamt 5 493 Patienten mit
Typ-2 Diabetes und bestehender atherosklerotischer kardiovaskulärer Erkrankung untersucht, die mit
Ertugliflozin 5 mg oder 15 mg über einen mittleren Behandlungszeitraum von 2,9 Jahren behandeltwurden.
Gepoolte placebokontrollierten Studien
Die primäre Sicherheitsbewertung erfolgte anhand von drei gepoolten placebokontrollierten Studienüber jeweils 26 Wochen. Ertugliflozin wurde in einer der Studien als Monotherapie und in zwei der
Studien als Add-on-Therapie angewendet (siehe Abschnitt 5.1). Diese Daten umfassen die Expositionvon 1 029 Patienten mit Ertugliflozin mit einer mittleren Expositionsdauer von ca. 25 Wochen. Die
Patienten erhielten 5 mg Ertugliflozin (N = 519), 15 mg Ertugliflozin (N = 510) oder Placebo(N = 515) einmal täglich.
Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen über das klinische Entwicklungsprogramm hinwegwaren Harnwegsinfektionen, vulvovaginale Pilzinfektionen und andere genitale Pilzinfektionen bei
Frauen. Schwerwiegende DKA traten selten auf (siehe Abschnitt 4.4).
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenDie unten angegebenen Nebenwirkungen sind gemäß ihrer Häufigkeit und der zugehörigen
Systemorganklasse (SOC) eingeteilt, innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe sind die Nebenwirkungennach absteigendem Schweregrad aufgeführt. Die Häufigkeiten sind wie folgt definiert: sehr häufig(≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100), selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000),sehr selten (< 1/10 000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nichtabschätzbar).
Tabelle 1: Nebenwirkungen aus placebo- und aktivkontrollierten klinischen Studien und
Erfahrungen nach MarkteinführungSystemorganklasse Nebenwirkung
Häufigkeit
Infektionen und parasitäre ErkrankungenSehr häufig Harnwegsinfektionen†,1
Vulvovaginale Pilzinfektion und andere genitale Pilzinfektionen bei
Frauen*,†,1
Häufig Candida-Balanitis und andere genitale Pilzinfektionen bei Männern*,†,1
Nicht bekannt Nekrotisierende Fasziitis des Perineums (Fournier-Gangrän)*
Stoffwechsel- und ErnährungsstörungenHäufig Hypoglykämie*,†,1, Vitamin B12 erniedrigt/Mangel*,2
Selten DKA*,†,1
Sehr selten Laktatazidose*,2
Erkrankungen des NervensystemsHäufig Geschmacksstörung2
GefäßerkrankungenHäufig Hypovolämie*,†,1
Erkrankungen des GastrointestinaltraktsSehr häufig Gastrointestinale Symptome§,2
Leber- und GallenerkrankungenSehr selten Hepatitis2, Anormale Leberfunktionstests2
Erkrankungen der Haut und des UnterhautgewebesSehr selten Erythem2, Pruritus2, Urtikaria2
Erkrankungen der Nieren und HarnwegeHäufig Erhöhter Harndrang¶,1
Gelegentlich Dysurie1, Kreatinin im Blut erhöht/glomeruläre Filtrationsrate vermindert†,1
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der BrustdrüseHäufig Vulvovaginaler Pruritus1
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am VerabreichungsortHäufig Durst#,1
Untersuchungen
Häufig Serumlipide verändertÞ,1, Hämoglobin erhöhtß,1, BUN erhöhtá,11 Nebenwirkung unter Ertugliflozin.2 Nebenwirkung unter Metformin.
* Siehe Abschnitt 4.4.† Siehe Unterabschnitte unten für weitere Informationen.§ Gastrointestinale Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Diarrhö, Abdominalschmerzen und Appetitverlust treten amhäufigsten bei Therapiebeginn auf und klingen in den meisten Fällen spontan ab.¶ Umfasst Pollakisurie, Harndrang, Polyurie, vermehrte Urinausscheidung und Nykturie.# Umfasst Durst und Polydipsie.
Þ Die mittleren prozentualen Abweichungen vom Ausgangswert für Ertugliflozin 5 mg bzw. 15 mg im Vergleich zu Placebobetrugen für Low Density Lipoprotein Cholesterin (LDL-C) 5,8 % bzw. 8,4 % versus 3,2 %, für Gesamtcholesterin 2,8 %bzw. 5,7 % versus 1,1 %, für High Density Lipoprotein Cholesterin (HDL-C) jedoch 6,2 % bzw. 7,6 % versus 1,9 %. Diemedianen prozentualen Abweichungen vom Ausgangswert für Ertugliflozin 5 mg bzw. 15 mg im Vergleich zu Placebobetrugen für Triglyceride -3,9 % bzw. -1,7 % versus 4,5 %.
ß Der Anteil der Patienten, die mindestens einmal eine Erhöhung des Hämoglobins von > 2,0 g/dl hatten, war in den
Gruppen unter Ertugliflozin 5 mg und 15 mg (4,7 % bzw. 4,1 %) im Vergleich zur Placebogruppe (0,6 %) erhöht.
á Der Anteil der Patienten mit einer Erhöhung der Harnstoff-Stickstoff (BUN)-Werte im Blut um ≥ 50 % und Werten überden oberen Normwert (ULN) hinaus, war in den Gruppen unter Ertugliflozin 5 mg und 15 mg (7,9 % bzw. 9,8 %) im
Vergleich zur Placebogruppe (5,1 %) numerisch erhöht, bzw. erhöht.
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenErtugliflozin
Hypovolämie
Ertugliflozin induziert eine osmotische Diurese, die zu einer intravaskulären Volumenkontraktion undzu Nebenwirkungen in Zusammenhang mit einer Hypovolämie führen kann. Auf Datenbasis dergepoolten placebokontrollierten Studien war die Inzidenz von unerwünschten Ereignissen in
Zusammenhang mit einer Hypovolämie (Dehydratation, orthostatischer Schwindel, Präsynkope,
Synkope, Hypotonie und orthostatische Hypotonie) gering (< 2 %) und zwischen den
Patientengruppen unter Ertugliflozin oder Placebo nicht nennenswert unterschiedlich. Anhand desumfangreicheren Datenpools der Phase III Studien zeigte sich in den Subgruppenanalysen, dass
Patienten mit einer eGFR < 60 ml/min/1,73 m2, Patienten im Alter von ≥ 65 Jahren und Patienten, die
Diuretika einnahmen, in den Ertugliflozingruppen im Vergleich zu den Kontrollgruppen eine höhere
Inzidenz für eine Hypovolämie hatten (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4). Bei Patienten mit einer eGFR< 60 ml/min/1,73 m2 lag die Inzidenz bei 5,1 %, 2,6 % und 0,5 % in den Gruppen unter 5 mg
Ertugliflozin, 15 mg Ertugliflozin bzw. in der Kontrollgruppe. Bei Patienten mit einer eGFR von45 bis < 60 ml/min/1,73 m2 lag die Inzidenz bei 6,4 %, 3,7 % und 0 % in den Gruppen unter 5 mg
Ertugliflozin, 15 mg Ertugliflozin bzw. in der Kontrollgruppe.
HypoglykämieAuf Datenbasis der gepoolten placebokontrollierten Studien war die Häufigkeit bestätigter
Hypoglykämien bei Patienten unter Ertugliflozin 5 mg und 15 mg (5 % bzw. 4,5 %) im Vergleich zu
Placebo (2,9 %) erhöht. In dieser Population betrug die Inzidenz schwerer Hypoglykämien in jeder
Subgruppe 0,4 %. Bei Anwendung von Ertugliflozin als Monotherapie lag die Inzidenz vonhypoglykämischen Ereignissen in beiden Ertugliflozingruppen bei 2,6 % und in der Placebogruppe bei0,7 %. Bei Anwendung als Add-on zu Metformin lag die Inzidenz von hypoglykämischen Ereignissenin der Gruppe unter 5 mg Ertugliflozin bei 7,2 %, in der Gruppe unter 15 mg Ertugliflozin bei 7,8 %und in der Placebogruppe bei 4,3 %.
Bei Anwendung von Ertugliflozin oder Sulfonylharnstoff als Add-on zu Metformin war die Inzidenzvon Hypoglykämien bei den Patienten unter Sulfonylharnstoff (27,2 %) höher als im Vergleich zu
Ertugliflozin (5,6 % und 8,2 % für Ertugliflozin 5 mg bzw. 15 mg).
Im Rahmen der VERTIS-CV Substudien, bei denen Ertugliflozin als Add-on zu Insulin mit oder ohne
Metformin gegeben wurde, lag die Inzidenz einer dokumentierten Hypoglykämie bei den Patientenunter Ertugliflozin 5 mg, Ertugliflozin 15 mg bzw. Placebo bei 39,4 %, 38,9 % bzw. 37,5 %. Bei Gabevon Ertugliflozin als Add-on zu Sulfonylharnstoffen lag die Inzidenz für eine Hypoglykämie bei
Patienten unter Ertugliflozin 5 mg, Ertugliflozin 15 mg bzw. Placebo bei 7,3 %, 9,3 % bzw. 4,2 %. Bei
Gabe von Ertugliflozin als Add-on zu Metformin und einem Sulfonylharnstoff lag die Inzidenz füreine Hypoglykämie bei Patienten unter Ertugliflozin 5 mg, Ertugliflozin 15 mg bzw. Placebo bei20 %, 26,5 % bzw. 14,5 %.
Bei Patienten mit moderater Einschränkung der Nierenfunktion, die Insuline, Sulfonylharnstoffe oder
Glinide als Hintergrundarzneimittel einnahmen, wurden bestätigte Hypoglykämien bei 36 %, 27 %und 36 % der Patienten unter 5 mg Ertugliflozin, 15 mg Ertugliflozin bzw. Placebo beobachtet (siehe
Abschnitte 4.2, pct. 4.4 und 4.5).
Diabetische KetoazidoseIm Rahmen der VERTIS-CV Studie wurde eine Ketoazidose bei 19 (0,3 %) Patienten unter
Ertugliflozin und bei 2 (0,1 %) Patienten unter Placebo festgestellt. Über 7 andere Phase III Studiendes klinischen Ertugliflozin Entwicklungsprogramms hinweg wurde eine Ketoazidose bei3 (0,1 %) Patienten unter Ertugliflozin und bei 0 (0 %) der Patienten unter Vergleichsmedikationfestgestellt (siehe Abschnitt 4.4).
Erhöhtes Kreatinin im Blut/Verminderte glomeruläre Filtrationsrate und renale Ereignisse
Initiale Erhöhungen des mittleren Kreatinins und Abnahmen der mittleren eGFR waren bei Patientenunter Ertugliflozin bei durchgängiger Behandlung im Allgemeinen vorübergehend. Patienten mitmoderater Einschränkung der Nierenfunktion zu Studienbeginn hatten größere mittlere
Abweichungen, welche bis Woche 26 nicht wieder auf das Ausgangsniveau zurückgingen, sich nach
Absetzen der Behandlung aber wieder normalisierten.
Im Rahmen der VERTIS-CV Studie war die Behandlung mit Ertugliflozin mit einer initialen
Abnahme der mittleren eGFR verbunden (in Woche 6 -2,7, -3,8 bzw. -0,4 ml/min/1,73 m2 bei
Patienten unter Ertugliflozin 5 mg, Ertugliflozin 15 mg bzw. Placebo) gefolgt von einer Rückkehr zum
Ausgangswert. Im Zusammenhang mit einer kontinuierlichen Langzeitbehandlung mit Ertugliflozinkam es zu einer langsameren Abnahme der mittleren eGFR im Vergleich zu Placebo (über einen
Zeitraum von bis zu 260 Wochen).
Im Rahmen der VERTIS-CV Studie lag die Inzidenz von renalen Nebenwirkungen (z. B. akute
Nierenschädigung, eingeschränkte Nierenfunktion, akute prärenale Insuffizienz) bei den Patienten inder Gesamtpopulation unter Ertugliflozin 5 mg, Ertugliflozin 15 mg bzw. Placebo bei 4,2 %, 4,3 %bzw. 4,7 % und betrug bei den Patienten mit einer eGFR von 30 bis kleiner 60 ml/min/1,73 m2 unter
Ertugliflozin 5 mg, Ertugliflozin 15 mg bzw. Placebo 9,7 %, 10 % bzw. 10,2 %.
Genitale Pilzinfektionen
Auf Datenbasis der drei gepoolten placebokontrollierten klinischen Studien wurden genitale
Pilzinfektionen bei Frauen (z. B. genitale Candidose, genitale Pilzinfektion, Vaginalinfektion,
Vulvitis, vulvovaginale Candidose, vulvovaginale Pilzinfektion, Vulvovaginitis) bei 9,1 %, 12 % bzw.3 % der Patientinnen unter 5 mg Ertugliflozin, 15 mg Ertugliflozin und Placebo beobachtet. Die
Behandlung wurde bei Frauen aufgrund von genitalen Pilzinfektionen unter Ertugliflozin und Placebobei 0,6 % bzw. 0 % der Patientinnen abgebrochen (siehe Abschnitt 4.4).
Auf gleicher Datenbasis lag die Inzidenz von genitalen Pilzinfektionen bei Männern (z. B. Candida-
Balanitis, Balanoposthitis, Genitalinfektion, genitale Pilzinfektion) unter 5 mg Ertugliflozin, 15 mg
Ertugliflozin und Placebo bei 3,7 %, 4,2 % bzw. 0,4 %. Genitale Pilzinfektionen traten bei Männernohne Beschneidung häufiger auf. Die Behandlung wurde bei Männern aufgrund von genitalen
Pilzinfektionen unter Ertugliflozin und Placebo bei 0,2 % bzw. 0 % der Patienten abgebrochen. Inseltenen Fällen wurde eine Phimose berichtet und in manchen Fällen wurde eine Beschneidungdurchgeführt (siehe Abschnitt 4.4).
HarnwegsinfektionenIm Rahmen der VERTIS-CV Studie traten Harnweginfektionen in 12,2 %, 12 % bzw. 10,2 % der
Patienten unter Ertugliflozin 5 mg, Ertugliflozin 15 mg bzw. Placebo auf. Die Inzidenz von schweren
Harnwegsinfektionen betrug 0,9 %, 0,4 % bzw. 0,8 % unter Ertugliflozin 5 mg, Ertugliflozin 15 mgbzw. Placebo.
Über 7 andere klinische Phase III Studien aus dem Ertugliflozin Entwicklungsprogramm hinwegbetrug die Inzidenz für Harnwegsinfektionen 4 %, 4,1 % bzw. 3,9 % unter Ertugliflozin 5 mg,
Ertugliflozin 15 mg bzw. Placebo. Die meisten Ereignisse waren leicht bis moderat und keineschweren Fälle wurden berichtet.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Im Fall einer Überdosierung mit Segluromet sollten die üblichen unterstützenden Maßnahmen (z. B.
Elimination von noch nicht aufgenommenem Arzneimittel aus dem Gastrointestinaltrakt, klinische
Überwachung des Patienten und Einleiten unterstützender Maßnahmen) gemäß dem klinischen
Allgemeinzustand des Patienten ergriffen werden.
Ertugliflozin
Bei gesunden Probanden gab es keinerlei Anzeichen von Toxizität bei der Einnahme von Ertugliflozinin Einzeldosen von bis zu 300 mg sowie Mehrfachdosen von bis zu 100 mg täglich über 2 Wochen. Eswurden keine potentiell akuten Symptome oder Anzeichen einer Überdosierung beobachtet. Die
Elimination von Ertugliflozin mittels Hämodialyse wurde nicht untersucht.
MetforminÜberdosierungen mit Metforminhydrochlorid haben sich in Verbindung mit der Einnahme von mehrals 50 g ereignet. Hypoglykämien ohne Kausalzusammenhang mit Metformin wurden in ca. 10 % der
Fälle berichtet. Laktatazidosen wurden in ca. 32 % der Fälle von einer Überdosierung mit Metforminberichtet (siehe Abschnitt 4.4). Eine Laktatazidose ist ein medizinischer Notfall und muss in einem
Krankenhaus behandelt werden. Metformin ist mit einer Clearance von bis zu 170 ml/min bei gutenhämodynamischen Bedingungen dialysierbar. Demzufolge kann eine Hämodialyse zur Eliminationvon akkumuliertem Metformin bei Patienten mit Verdacht auf eine Überdosierung mit Metforminangewendet werden.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Antidiabetika, Kombinationen oraler Antidiabetika, ATC-Code:
A10BD23.
WirkmechanismusSegluromet kombiniert zwei antidiabetische Wirkstoffe mit komplementären Wirkmechanismen zur
Verbesserung der Blutzuckerkontrolle bei Patienten mit Typ-2 Diabetes: Ertugliflozin, ein SGLT2-
Inhibitor und Metforminhydrochlorid, ein Vertreter aus der Klasse der Biguanide.
Ertugliflozin
SGLT2 ist der Haupttransporter, der für die Rückresorption von Glucose aus dem glomerulären Filtratin den Kreislauf verantwortlich ist. Ertugliflozin ist ein potenter, selektiver und reversibler Inhibitorvon SGLT2. Durch die Hemmung von SGLT2 verringert Ertugliflozin die Rückresorption von renalfiltrierter Glucose und senkt die Nierenschwelle für Glucose ab und steigert somit die
Glucoseausscheidung im Urin.
MetforminMetformin ist ein blutzuckersenkender Wirkstoff, welcher die Glucosetoleranz bei Patienten mit
Typ-2 Diabetes verbessert und sowohl den basalen als auch den postprandialen Blutzuckerspiegelsenkt. Sein pharmakologischer Wirkmechanismus unterscheidet sich von denen der anderen
Wirkstoffklassen der oralen Antidiabetika. Metformin senkt die hepatische Glucoseproduktion, senktdie intestinale Glucoseresorption und verbessert die Insulinsensitivität durch Steigerung der peripheren
Glucoseaufnahme und -verwertung. Anders als die Sulfonylharnstoffe führt Metformin bei Patientenmit Typ-2 Diabetes oder gesunden Probanden nicht zu einer Hypoglykämie außer unter besonderen
Bedingungen (siehe Abschnitt 4.5) und nicht zu einer Hyperinsulinämie. Unter einer
Metformintherapie bleibt die Insulinsekretion unverändert, wobei der Nüchterninsulinspiegel und der
Insulinplasmaspiegel im Tagesverlauf möglicherweise sogar abnehmen können.
Pharmakodynamische WirkungenErtugliflozin
Glucoseausscheidung im Urin und Urinvolumen
Bei gesunden Probanden und bei Patienten mit Typ-2 Diabetes mellitus konnte eine dosisabhängige
Steigerung der Glucoseausscheidung im Urin nach Einzel- und Mehrfachgabe von Ertugliflozinbeobachtet werden. Dosis-Wirkungs-Modelle zeigen, dass 5 mg und 15 mg Ertugliflozin bei Patientenmit Typ-2 Diabetes mellitus zu einer annähernd maximalen Glucoseausscheidung im Urin führen, was87 % bzw. 96 % der maximalen Hemmung entspricht.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitSowohl die Verbesserung der Blutzuckerkontrolle als auch eine Reduktion der kardiovaskulären
Morbidität und Mortalität sind wesentliche Bestandteile bei der Behandlung des Typ-2 Diabetesmellitus.
BlutzuckerkontrolleDie glykämische Wirksamkeit und Sicherheit von Ertugliflozin in Kombination mit Metformin wurdeim Rahmen von 4 multizentrischen, randomisierten, doppelblinden, placebo- und aktivkontrollierten,klinischen Phase III Studien an insgesamt 3 643 Patienten mit Typ-2 Diabetes untersucht. Über dievier Studien hinweg waren von den eingeschlossenen Patienten 66,2 % bis 80,3 % kaukasischer,10,6 % bis 20,3 % asiatischer, 1,9 % bis 10,3 %schwarzafrikanischer und 4,5 % bis 7,4 % sonstigerethnischer Herkunft. Patienten mit hispanischer oder lateinamerikanischer Herkunft waren in der
Gesamtpopulation zu 15,6 % bis 34,5 % vertreten. Über die vier Studien hinweg hatten die Patientenein Durchschnittsalter von 55,1 bis 59,1 Jahren (Spanne 21 Jahre bis 86 Jahre), 15,6 % bis 29,9 % der
Patienten waren ≥ 65 Jahre und 0,6 % bis 3,8 % der Patienten waren ≥ 75 Jahre alt.
Ertugliflozin als Add-on-Kombinationstherapie mit Metformin
Insgesamt 621 Patienten mit Typ-2 Diabetes, deren Blutzucker durch eine Metformin-Monotherapie(≥ 1 500 mg/Tag) nicht ausreichend kontrolliert werden konnte, wurden im Rahmen einerrandomisierten, doppelblinden, multizentrischen, 26-wöchigen, placebokontrollierten Studie zur
Untersuchung der Wirksamkeit und Sicherheit von Ertugliflozin in Kombination mit Metformineingeschlossen. Die Patienten erhielten zusätzlich zu einer fortgesetzten Hintergrundtherapie mit
Metformin randomisiert einmal täglich Ertugliflozin 5 mg, Ertugliflozin 15 mg oder Placebo (siehe
Tabelle 2).
Tabelle 2: Ergebnisse einer placebokontrollierten Studie über 26 Wochen zur Untersuchungvon Ertugliflozin in Kombination mit Metformin*
Ertugliflozin 5 mg Ertugliflozin 15 mg Placebo
HbA1c (%) N = 207 N = 205 N = 209
Ausgangswert (Mittelwert) 8,1 8,1 8,2
Abweichung vom Ausgangswert (LS-Mittelwert†) -0,7 -0,9 -0,0
Differenz zu Placebo (LS-Mittelwert†, 95 % KI) -0,7‡ (-0,9; -0,5) -0,9‡ (-1,1; -0,7)
Patienten [N (%)] mit HbA1c < 7 % 73 (35,3)§ 82 (40,0)§ 33 (15,8)
Körpergewicht (kg) N = 207 N = 205 N = 209
Ausgangswert (Mittelwert) 84,9 85,3 84,5
Abweichung vom Ausgangswert (LS-Mittelwert†) -3,0 -2,9 -1,3
Differenz zu Placebo (LS-Mittelwert†, 95 % KI) -1,7‡ (-2,2; -1,1) -1,6‡ (-2,2; -1,0)
* N beinhaltet alle randomisiert behandelten Patienten mit mindestens einer Messung der jeweiligen Zielgröße.† Least square (LS)-Mittelwerte adjustiert nach Dauer, vorheriger Antidiabetika, eGFR-Ausgangswert, Stratum bei
Randomisierung bzgl. Menopausenstatus und der Behandlung-Zeit-Interaktion.‡ p ≤ 0,001 im Vergleich zu Placebo.§ p < 0,001 im Vergleich zu Placebo (basierend auf dem Vergleich adjustierter Odds Ratios eines logistischen
Regressionsmodells mit mehrfacher Imputation fehlender Datenwerte).
Faktorielle Studie zur Untersuchung von Ertugliflozin und Sitagliptin als Add-on-
Kombinationstherapie mit Metformin
Insgesamt 1 233 Patienten mit Typ-2 Diabetes wurden im Rahmen einer randomisierten,doppelblinden, multizentrischen, 26-wöchigen, aktivkontrollierten Studie zur Untersuchung der
Wirksamkeit und Sicherheit von Ertugliflozin 5 mg oder 15 mg in Kombination mit 100 mg
Sitagliptin im Vergleich zu den jeweiligen Einzelkomponenten eingeschlossen. Die Patienten mit
Typ-2 Diabetes, deren Blutzucker durch eine Metformin-Monotherapie (≥ 1 500 mg/Tag) nichtausreichend kontrolliert werden konnte, wurden randomisiert einem der fünf aktiven
Behandlungsarme zugeteilt: Ertugliflozin 5 mg oder 15 mg, 100 mg Sitagliptin oder 100 mg
Sitagliptin in Kombination mit Ertugliflozin 5 mg oder 15 mg, jeweils zur einmal täglichen Einnahmezusätzlich zur Fortsetzung einer Hintergrundtherapie mit Metformin (siehe Tabelle 3).
Tabelle 3: Ergebnisse einer faktoriellen Studie über 26 Wochen zur Untersuchung von
Ertugliflozin und Sitagliptin als Add-on-Kombinationstherapie mit Metformin im
Vergleich zu den jeweiligen Einzelkomponenten*
Ertugliflozin Ertugliflozin Sitagliptin Ertugliflozin 5 mg Ertugliflozin 15 mg5 mg 15 mg 100 mg + Sitagliptin 100 mg + Sitagliptin 100 mg
HbA1c (%) N = 250 N = 248 N = 247 N = 243 N = 244
Ausgangswert8,6 8,6 8,5 8,6 8,6(Mittelwert)
Abweichung vom Ausgangswert
- 1,0 -1,1 -1,1 -1,5 -1,5(LS-Mittelwert†)
Differenz zu
Sitagliptin -0,4‡ (-0,6; -0,3) -0,5‡ (-0,6; -0,3)
Ertugliflozin 5 mg -0,5‡ (-0,6; -0,3)
Ertugliflozin 15 mg -0,4‡ (-0,6; -0,3)(LS-Mittelwert†, 95 % KI)
Patienten [N (%)] mit HbA1c < 7 % 66 (26,4) 79 (31,9) 81 (32,8) 127 (52,3)§ 120 (49,2)§
Körpergewicht (kg) N = 250 N = 248 N = 247 N = 243 N = 244
Ausgangswert88,6 88,0 89,8 89,5 87,5(Mittelwert)
Abweichung vom Ausgangswert
- 2,7 -3,7 -0,7 -2,5 -2,9(LS-Mittelwert†)
Differenz zu Sitagliptin
- 1,8‡ (-2,5; -1,2) -2,3‡ (-2,9; -1,6)(LS-Mittelwert†, 95 % KI)
* N beinhaltet alle randomisiert behandelten Patienten mit mindestens einer Messung der jeweiligen Zielgröße.† Least square (LS)-Mittelwerte adjustiert nach Dauer, eGFR-Ausgangswert und der Behandlung-Zeit-Interaktion.‡ p < 0,001 im Vergleich zur Kontrollgruppe.§ p < 0,001 im Vergleich zur jeweiligen Ertugliflozin- bzw. Sitagliptindosis (basierend auf dem Vergleich adjustierter Odds
Ratios eines logistischen Regressionsmodells mit mehrfacher Imputation fehlender Datenwerte).
Ertugliflozin als Add-on-Kombinationstherapie mit Metformin und Sitagliptin
Insgesamt 463 Patienten mit Typ-2 Diabetes, deren Blutzucker durch eine Therapie mit Metformin(≥ 1 500 mg/Tag) und einmal täglich 100 mg Sitagliptin nicht ausreichend kontrolliert werden konnte,wurden im Rahmen einer randomisierten, doppelblinden, multizentrischen, 26-wöchigen,placebokontrollierten Studie zur Untersuchung der Wirksamkeit und Sicherheit von Ertugliflozineingeschlossen. Die Patienten erhielten zusätzlich zu einer fortgesetzten Hintergrundtherapie mit
Metformin und Sitagliptin randomisiert einmal täglich Ertugliflozin 5 mg, Ertugliflozin 15 mg oder
Placebo (siehe Tabelle 4).
Tabelle 4: Ergebnisse einer Add-on Studie über 26 Wochen zur Untersuchung von
Ertugliflozin in Kombination mit Metformin und Sitagliptin*
Ertugliflozin 5 mg Ertugliflozin 15 mg Placebo
HbA1c (%) N = 156 N = 153 N = 153
Ausgangswert (Mittelwert) 8,1 8,0 8,0
Abweichung vom Ausgangswert (LS-Mittelwert†) -0,8 -0,9 -0,1
Differenz zu Placebo (LS-Mittelwert†, 95 % KI) -0,7‡ (-0,9; -0,5) -0,8‡ (-0,9; -0,6)
Patienten [N (%)] mit HbA1c < 7 % 50 (32,1)§ 61 (39,9)§ 26 (17,0)
Körpergewicht (kg) N = 156 N = 153 N = 153
Ausgangswert (Mittelwert) 87,6 86,6 86,5
Abweichung vom Ausgangswert (LS-Mittelwert†) -3,3 -3,0 -1,3
Differenz zu Placebo (LS-Mittelwert†, 95 % KI) -2,0‡ (-2,6; -1,4) -1,7‡ (-2,3; -1,1)
* N beinhaltet alle randomisiert behandelten Patienten mit mindestens einer Messung der jeweiligen Zielgröße.† Least square (LS)-Mittelwerte adjustiert nach Dauer, vorheriger Antidiabetika, eGFR-Ausgangswert und der Behandlung-
Zeit-Interaktion.‡ p ≤ 0,001 im Vergleich zu Placebo.§ p < 0,001 im Vergleich zu Placebo (basierend auf dem Vergleich adjustierter Odds Ratios eines logistischen
Regressionsmodells mit mehrfacher Imputation fehlender Datenwerte).
Aktivkontrollierte Studie zur Untersuchung von Ertugliflozin im Vergleich zu Glimepirid als Add-on-
Kombinationstherapie mit Metformin
Insgesamt 1 326 Patienten mit Typ-2 Diabetes, deren Blutzucker durch eine Metformin-Monotherapienicht ausreichend kontrolliert werden konnte, wurden im Rahmen einer randomisierten,doppelblinden, multizentrischen, 52-wöchigen, aktivkontrollierten Studie zur Untersuchung der
Wirksamkeit und Sicherheit von Ertugliflozin in Kombination mit Metformin eingeschlossen. Die
Patienten erhielten zusätzlich zu einer fortgesetzten Hintergrundtherapie mit Metformin(≥ 1 500 mg/Tag) randomisiert einmal täglich Ertugliflozin 5 mg, Ertugliflozin 15 mg oder
Glimepirid. Die Behandlung mit Glimepirid wurde mit 1 mg/Tag initiiert und bis zu einer
Maximaldosis von 6 bzw. 8 mg/Tag (abhängig von der im jeweiligen Land zugelassenen
Maximaldosis) oder der maximal verträglichen Dosis nach oben bzw. nach unten titriert, um
Hypoglykämien zu vermeiden oder zu kontrollieren. Die mittlere Tagesdosis lag bei 3 mg Glimepirid(siehe Tabelle 5).
Tabelle 5: Ergebnisse einer aktivkontrollierten Studie über 52 Wochen zur Untersuchung von
Ertugliflozin im Vergleich zu Glimepirid als Add-on-Therapie bei unzureichendkontrollierten Patienten unter Metformin*
Ertugliflozin 5 mg Ertugliflozin 15 mg Glimepirid
HbA1c (%) N = 448 N = 440 N = 437
Ausgangswert (Mittelwert) 7,8 7,8 7,8
Abweichung vom Ausgangswert (LS-Mittelwert†) -0,6 -0,6 -0,7
Differenz zu Glimepirid (LS-Mittelwert†, 95 % KI) 0,2 (0,1; 0,3) 0,1‡ (-0,0; 0,2)
Patienten [N (%)] mit HbA1c < 7 % 154 (34,4) 167 (38,0) 190 (43,5)
Körpergewicht (kg) N = 448 N = 440 N = 437
Ausgangswert (Mittelwert) 87,9 85,6 86,8
Abweichung vom Ausgangswert (LS-Mittelwert†) -3,0 -3,4 0,9
Differenz zu Glimepirid (LS-Mittelwert†, 95 % KI) -3,9 (-4,4; -3,4) -4,3§(-4,8; -3,8)
* N beinhaltet alle randomisiert behandelten Patienten mit mindestens einer Messung der jeweiligen Zielgröße.† Least square (LS)-Mittelwerte adjustiert nach Dauer, vorheriger Antidiabetika, eGFR-Ausgangswert und der Behandlung-
Zeit-Interaktion.‡ Nichtunterlegenheit trifft zu, wenn die Obergrenze des zweiseitigen 95 % Konfidenzintervalls (KI) für die mittlere
Differenz weniger als 0,3 % beträgt.§ p < 0,001 im Vergleich zu Glimepirid.
Ertugliflozin als Add-on-Kombinationstherapie mit Insulin (mit oder ohne Metformin)
Im Rahmen einer 18-wöchigen randomisierten, doppelblinden, multizentrischen, placebokontrolliertenglykämischen Substudie der VERTIS-CV Studie wurden insgesamt 1 065 Patienten mit Typ-2
Diabetes mellitus und bestehender atherosklerotischer kardiovaskulärer Erkrankung undunzureichender Blutzuckerkontrolle (Hämoglobin A1c [HbA1c] zwischen 7 % und 10,5 %) mit einer
Hintergrundtherapie mit Insulin ≥20 Einheiten/Tag (59 % der Patienten erhielten ebenfalls Metformin≥1 500 mg/Tag) eingeschlossen und erhielten randomisiert einmal täglich Ertugliflozin 5 mg,
Ertugliflozin 15 mg oder Placebo (siehe Tabelle 6).
Tabelle 6: Ergebnisse einer Add-on Studie über 18 Wochen zur Untersuchung von
Ertugliflozin in Kombination mit Insulin (mit oder ohne Metformin) bei Patientenmit Typ-2 Diabetes mellitus*
Ertugliflozin 5 mg Ertugliflozin 15 mg Placebo
HbA1c (%) N = 348 N = 370 N = 347
Ausgangswert (Mittelwert) 8,4 8,4 8,4
Abweichung vom Ausgangswert (LS-Mittelwert†) -0,8 -0,8 -0,2
Differenz zu Placebo (LS-Mittelwert†, 95 % KI) -0,6‡ (-0,7; -0,4) -0,6‡ (-0,8; -0,5)
Patienten [N (%)] mit HbA1c < 7 % 72 (20,7)§ 78 (21,1)§ 37 (10,7)
Körpergewicht (kg) N = 348 N = 370 N = 347
Ausgangswert (Mittelwert) 93,8 92,1 93,3
Abweichung vom Ausgangswert (LS-Mittelwert†) -1,9 -2,1 -0,2
Differenz zu Placebo (LS-Mittelwert†, 95 % KI) -1,6‡ (-2,1; -1,1) -1,9‡ (-2,4; -1,4)
* N beinhaltet alle randomisierten, behandelten Patienten mit mindestens einer Messung der jeweiligen Zielgröße.† Least squares (LS)-Mittelwerte adjustiert nach Dauer, Insulin Stratum, eGFR-Ausgangswert und Behandlung-Zeit-
Interaktion.‡ p < 0,001 im Vergleich zu Placebo.§p < 0,001 im Vergleich zu Placebo (basierend auf dem Vergleich adjustierter Odds Ratios eines logistischen
Regressionsmodells mit mehrfacher Imputation fehlender Datenwerte).
Ertugliflozin als Add-on Kombinationstherapie mit Metformin und Sulfonylharnstoff
Im Rahmen einer 18-wöchigen randomisierten, doppelblinden, multizentrischen,placebokontrollierten, glykämischen Substudie der VERTIS-CV Studie wurden insgesamt330 Patienten mit Typ-2 Diabetes mellitus und bestehender atherosklerotischer kardiovaskulärer
Erkrankung und unzureichender Blutzuckerkontrolle (HbA1c zwischen 7 % und 10,5 %) mit einer
Hintergrundtherapie mit Metformin ≥1 500 mg/Tag und einem Sulfonylharnstoff eingeschlossen underhielten randomisiert einmal täglich Ertugliflozin 5 mg, Ertugliflozin 15 mg oder Placebo (siehe
Tabelle 7).
Tabelle 7: Ergebnisse einer Add-on Studie über 18 Wochen zur Untersuchung von
Ertugliflozin in Kombination mit Metformin und einem Sulfonylharnstoff bei
Patienten mit Typ-2 Diabetes mellitus*
Ertugliflozin 5 mg Ertugliflozin 15 mg Placebo
HbA1c (%) N = 100 N = 113 N = 117
Ausgangswert (Mittelwert) 8,4 8,3 8,3
Abweichung vom Ausgangswert (LS-Mittelwert†) -0,9 -1,0 -0,2
Differenz zu Placebo (LS-Mittelwert†, 95 % KI) -0,7‡ (-0,9; -0,4) -0,8‡ (-1,0; -0,5)
Patienten [N (%)] mit HbA1c < 7 % 37 (37,0)§ 37 (32,7)§ 15 (12,8)
Körpergewicht (kg) N = 100 N = 113 N = 117
Ausgangswert (Mittelwert) 92,1 92,9 90,5
Abweichung vom Ausgangswert (LS-Mittelwert†) -2,0 -2,4 -0,5
Differenz zu Placebo (LS-Mittelwert†, 95 % KI) -1,6‡ (-2,3; -0,8) -1,9‡ (-2,6; -1,2)
* N beinhaltet alle randomisierten, behandelten Patienten mit mindestens einer Messung der jeweiligen Zielgröße.† Least squares (LS)-Mittelwerte adjustiert nach Dauer, eGFR-Ausgangswert und Behandlung-Zeit-Interaktion.‡ p < 0,001 im Vergleich zu Placebo.§p < 0,001 im Vergleich zu Placebo (basierend auf dem Vergleich adjustierter Odds Ratios eines logistischen
Regressionsmodells mit mehrfacher Imputation fehlender Datenwerte).
Nüchternplasmaglucosespiegel
Im Rahmen von drei placebokontrollierten Studien führte die Behandlung mit Ertugliflozin zu einerstatistisch signifikanten Senkung der Nüchternplasmaglucosespiegel (fasting plasma glucose, FPG).
Die jeweilige Senkung der FPG lag für Ertugliflozin 5 mg und 15 mg in Differenz zu Placebo in der
Monotherapie bei 1,92 mmol/l bzw. 2,44 mmol/l, bei Anwendung als Add-on zu Metformin bei1,48 mmol/l bzw. 2,12 mmol/l und bei Anwendung als Add-on zu Metformin und Sitagliptin bei1,40 mmol/l bzw. 1,74 mmol/l.
Die Behandlung mit Ertugliflozin in Kombination mit Sitagliptin zu einer Hintergrundtherapie mit
Metformin führte im Vergleich zur alleinigen Anwendung von Sitagliptin oder Ertugliflozin zu einersignifikant stärkeren Senkung der FPG. Die Behandlung mit Ertugliflozin 5 mg oder 15 mg in
Kombination mit Sitagliptin führte im Vergleich zur alleinigen Anwendung von Ertugliflozin zu einerschrittweisen Senkung der FPG um 0,46 mmol/l und 0,65 mmol/l bzw. im Vergleich zur alleinigen
Anwendung von Sitagliptin um 1,02 mmol/l und 1,28 mmol/l.
Wirksamkeit bei Patienten mit einem HbA1c-Ausgangswert ≥ 9 %
Im Rahmen der Studie zur Untersuchung von Ertugliflozin in Kombination mit Metformin bei
Patienten mit HbA1c-Ausgangswerten von 7-10,5 % betrug die Senkung der HbA1c-Werte in der
Subgruppe der Patienten mit einem Ausgangswert von ≥ 9 % unter Behandlung mit Ertugliflozin 5 mgoder 15 mg in Differenz zu Placebo 1,31 % bzw. 1,43 %.
Im Rahmen der Studie bei Patienten mit HbA1c-Ausgangswerten von 7,5-11 %, deren Blutzuckerdurch eine Therapie mit Metformin nicht ausreichend kontrolliert werden konnte, betrug die Senkungder HbA1c-Werte in der Subgruppe der Patienten mit einem Ausgangswert von ≥ 10 % unter
Behandlung mit Ertugliflozin 5 mg oder 15 mg in Kombination mit Sitagliptin 2,35 % bzw. 2,66 %,im Vergleich zu 2,10 %, 1,30 % und 1,82 % unter Behandlung mit den Einzelkomponenten
Ertugliflozin 5 mg, 15 mg bzw. Sitagliptin.
BlutdruckDie Behandlung mit Ertugliflozin 5 mg oder 15 mg als Add-on zu einer Hintergrundtherapie mit
Metformin führte zu einer statistisch signifikanten Senkung des systolischen Blutdrucks (SBP) in
Differenz zu Placebo von 3,7 mmHg bzw. 4,5 mmHg. Die Behandlung mit Ertugliflozin 5 mg oder15 mg als Add-on zu einer Hintergrundtherapie mit Metformin und Sitagliptin führte zu einerstatistisch signifikanten Senkung des systolischen Blutdrucks in Differenz zu Placebo von 2,9 mmHgbzw. 3,9 mmHg.
Im Rahmen einer 52-wöchigen, aktivkontrollierten Studie vs. Glimepirid lag die Senkung dessystolischen Blutdrucks im Vergleich zum Ausgangswert für Ertugliflozin 5 mg und Ertugliflozin15 mg bei 2,2 mmHg bzw. 3,8 mmHg, während die Patienten unter Glimepirid einen Anstieg dessystolischen Blutdrucks im Vergleich zum Ausgangswert um 1,0 mmHg hatten.
SubgruppenanalyseEine klinisch relevante Senkung der HbA1c-Werte konnte bei Patienten mit Typ-2 Diabetes unter
Ertugliflozin in Kombination mit Metformin über verschiedene Subgruppen hinweg, definiert nach
Alter, Geschlecht, ethnischer und geographischer Herkunft, Body Mass Index (BMI)-Ausgangswert,
HbA1c-Ausgangswert und Dauer der Typ-2 Diabeteserkrankung beobachtet werden.
Kardiovaskuläre Endpunkte
Die Wirkung von Ertugliflozin auf das kardiovaskuläre Risiko bei erwachsenen Patienten mit Typ-2
Diabetes mellitus und bestehender atherosklerotischer kardiovaskulärer Erkrankung wurde im Rahmender VERTIS-CV Studie, einer multizentrischen, multinationalen, randomisierten, doppelblinden,placebokontrollierten, endpunktbezogenen Studie, untersucht. Die Studie verglich das Risiko für das
Auftreten von schweren kardiovaskulären Ereignissen (major adverse cardiovascular event, MACE)unter Ertugliflozin im Vergleich zu Placebo als Add-on zu Standardtherapien zur Behandlung von
Diabetes und atherosklerotischen kardiovaskulären Erkrankungen.
Insgesamt wurden 8 246 Patienten randomisiert (Placebo N = 2 747, Ertugliflozin 5 mg N = 2 752,
Ertugliflozin 15 mg N = 2 747) und im Median über 3 Jahre beobachtet. Das mittlere Alter lag bei64 Jahren und ca. 70 % waren Männer.
Alle in der Studie eingeschlossenen Patienten hatten zu Studienbeginn einen unzureichendkontrollierten Typ-2 Diabetes mellitus (HbA1c ≥ 7 %). Die mittlere Dauer der Typ-2 Diabetes mellitus
Erkrankung lag bei 13 Jahren, der mittlere HbA1c-Ausgangswert betrug 8,2 % und die mittlere eGFRlag bei 76 ml/min/1,73 m2. Zu Studienbeginn wurden die Patienten mit einem (32 %) oder mehreren(67 %) blutzuckersenkenden Arzneimitteln einschließlich Metformin (76 %), Insulin (47 %),
Sulfonylharnstoff (41 %), Dipeptidylpeptidase 4 (DPP-4) Inhibitoren (11 %) und Glucagon-like-
Peptide-1 (GLP-1) Rezeptoragonisten (3 %) behandelt.
Nahezu alle Patienten (99 %) hatten zu Studienbeginn eine bestehende atherosklerotischekardiovaskuläre Erkrankung. Ca. 24 % der Patienten hatten eine Herzinsuffizienz in der
Vorgeschichte. Der primäre Endpunkt der VERTIS-CV Studie war die Zeit bis zum erstmaligen
Auftreten eines MACE (kardiovaskulärer Tod, nicht-tödlicher Myokardinfarkt (MI) oder nicht-tödlicher Schlaganfall).
Ertugliflozin zeigte Nichtunterlegenheit im Vergleich zu Placebo hinsichtlich MACE (siehe
Tabelle 8). Die Ergebnisse der Gruppen unter 5 mg und 15 mg Ertugliflozin waren konsistent mit den
Ergebnissen der kombinierten Dosis-Gruppen.
Bei Patienten, die mit Ertugliflozin behandelt wurden, war die Hospitalisierungsrate aufgrund einer
Herzinsuffizienz geringer als bei Patienten, die mit Placebo behandelt wurden (siehe Tabelle 8 und
Abbildung 1).
Tabelle 8: Auswertung der VERTIS-CV Studie bezüglich MACE, deren Komponenten und
Hospitalisierung aufgrund einer Herzinsuffizienz*
Placebo (N = 2 747) Ertugliflozin (N = 5 499)
Endpunkt† N (%) Ereignisrate N (%) Ereignisrate Hazard Ratio(pro 100 (pro 100 vs Placebo
Patientenjahre) Patientenjahre) (KI)‡
MACE (CV Tod, nicht- 327 (11,9) 4,0 653 (11,9) 3,9 0,97tödlicher MI oder nicht- (0,85; 1,11)tödlicher Schlaganfall)
Nicht-tödlicher MI 148 (5,4) 1,6 310 (5,6) 1,7 1,04(0,86; 1,27)
Nicht-tödlicher Schlaganfall 78 (2,8) 0,8 157 (2,9) 0,8 1,00(0,76; 1,32)
CV Tod 184 (6,7) 1,9 341 (6,2) 1,8 0,92(0,77; 1,11)
Hospitalisierung aufgrund 99 (3,6) 1,1 139 (2,5) 0,7 0,70einer Herzinsuffizienz#(0,54; 0,90)
N = Anzahl der Patienten, KI = Konfidenzintervall, CV = kardiovaskulär, MI = Myokardinfarkt.
* Intent-to-Treat Population.† Der Endpunkt MACE wurde für Patienten ausgewertet, die mindestens eine Dosis der Studienmedikation eingenommenhaben und für Patienten, die vor dem Studienende die Studienmedikation abgebrochen haben. Ereignisse, die nach mehrals 365 Tagen nach der letzten Einnahme der Studienmedikation auftraten wurden zensiert. Die anderen Endpunkte wurdenfür alle randomisierten Patienten ausgewertet und berücksichtigen alle Ereignisse, die zu jeder Zeit nach Einnahme derersten Dosis der Studienmedikation bis zum Datum des letzten Kontakts erfasst wurden. Die Gesamtzahl der ersten
Ereignisse wurde für jeden Endpunkt analysiert.
‡ Für den Endpunkt MACE ist ein 95,6 %-iges KI dargestellt, für alle anderen Endpunkte ist ein 95 %-iges KI dargestellt.# Nicht nach statistischer Signifikanz ausgewertet, da es nicht Teil des vorab festgelegten sequenziellen Testverfahrens war.
Abbildung 1: Zeit bis zum erstmaligen Auftreten des Ereignisses Hospitalisierung aufgrundeiner Herzinsuffizienz
Kinder und JugendlicheDie Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Segluromet eine Freistellung von der Verpflichtung zur
Vorlage von Ergebnissen zu Studien in allen pädiatrischen Altersklassen bei Typ-2 Diabetes mellitusgewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Segluromet
Für Segluromet konnte Bioäquivalenz im Vergleich zur gemeinsamen Anwendung der entsprechenden
Dosen von Ertugliflozin- und Metformin-Tabletten nachgewiesen werden.
Ertugliflozin
Allgemeine Einführung
Die Pharmakokinetik von Ertugliflozin ist bei gesunden Probanden und Patienten mit Typ-2 Diabetesvergleichbar. Die mittlere Steady State-Plasma-AUC und Cmax lagen bei einmal täglicher Behandlungmit Ertugliflozin 5 mg bei 398 ng·h/ml bzw. 81 ng/ml und bei einmal täglicher Behandlung mit
Ertugliflozin 15 mg bei 1 193 ng·h/ml bzw. 268 ng/ml. Der Steady State wird bei einmal täglicher
Gabe von Ertugliflozin nach 4 bis 6 Tagen erreicht. Ertugliflozin zeigt keine zeitabhängige
Pharmakokinetik und akkumuliert im Plasma bis zu 10-40 % nach Mehrfachgabe.
ResorptionMaximale Plasmaspiegel (mediane Zeit bis zur maximalen Plasmakonzentration [ Tmax]) tretennüchtern 1 Stunde nach einmaliger oraler Gabe von 5 mg und 15 mg Ertugliflozin auf. Plasma Cmaxund AUC steigen dosisproportional für Ertugliflozin bei einmaliger Gabe im Bereich von 0,5 mg bis300 mg und bei Mehrfachgabe im Bereich von 1 mg bis 100 mg. Die absolute orale Bioverfügbarkeitvon Ertugliflozin nach Gabe von 15 mg liegt bei annähernd 100 %.
Die Einnahme von Ertugliflozin zu einer fettreichen und kalorienreichen Mahlzeit senkt die Cmax von
Ertugliflozin um 29 % und verlängert die Tmax von Ertugliflozin um 1 Stunde. Die AUC bleibt jedochim Vergleich zum Nüchternzustand unverändert. Der beobachtete Einfluss von Mahlzeiten auf die
Pharmakokinetik von Ertugliflozin wird als klinisch nicht relevant erachtet, so dass Ertugliflozinunabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden kann. Im Rahmen der klinischen Phase III
Studien wurde Ertugliflozin unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen.
Die Auswirkungen einer fettreichen Mahlzeit auf die Pharmakokinetik von Ertugliflozin und
Metformin sind bei Gabe in Form von Segluromet oder bei Gabe in Form der jeweiligen einzelnen
Tabletten vergleichbar. Die Anwendung von Segluromet zu den Mahlzeiten hatte keine relevante
Auswirkung auf die AUCinf von Ertugliflozin oder die AUCinf von Metformin, senkte jedoch im
Vergleich zum Nüchternzustand die mittlere Cmax von Ertugliflozin um ca. 41 % und die Cmax von
Metformin um ca. 29 %.
Ertugliflozin ist ein Substrat des P-Glykoproteins (P-gp) und des Brustkrebs-Resistenz-Protein(BCRP) Transporters.
VerteilungDas mittlere Verteilungsvolumen im Steady State für Ertugliflozin liegt nach intravenöser Gabe bei86 Liter. Die Plasmaproteinbindung von Ertugliflozin liegt bei 93,6 % und ist unabhängig von der
Ertugliflozin Plasmakonzentration. Die Plasmaproteinbindung ist bei Patienten mit eingeschränkter
Nieren- oder Leberfunktion nicht nennenswert verändert. Das Blut-Plasma-Konzentrationsverhältnisvon Ertugliflozin liegt bei 0,66.
Ertugliflozin ist kein Substrat von organischen Anionen-Transportern (OAT1, OAT3), organischen
Kationen-Transportern (OCT1, OCT2) oder organischen Anionen-transportierenden Polypeptiden(OATP1B1, OATP1B3) in vitro.
BiotransformationErtugliflozin wird primär mittels Metabolisierung ausgeschieden. Ertugliflozin wird hauptsächlichdurch UGT1A9- und UGT2B7-vermittelte O-Glucuronidierung verstoffwechselt. Die zwei dabeientstehenden Glucuronide sind bei klinisch relevanten Konzentrationen pharmakologisch inaktiv. Die
CYP-vermittelte (oxidative) Verstoffwechselung von Ertugliflozin ist minimal (12 %).
EliminationDie mittlere systemische Plasma-Clearance nach intravenöser Gabe von 100 µg lag bei 11 Liter/h. Diemittlere Eliminationshalbwertszeit bei Typ-2 Diabetikern mit normaler Nierenfunktion wurde auf
Basis einer pharmakokinetischen Populationsanalyse ermittelt und beträgt 17 Stunden. Bei gesunden
Probanden wurden nach der oralen Gabe einer [14C]-Ertugliflozin Lösung ca. 41 % und 50 % derwirkstoffbezogenen Radioaktivität über den Fäzes bzw. Urin ausgeschieden. Nur 1,5 % der gegebenen
Dosis wurden unverändert als Ertugliflozin über den Urin und 34 % unverändert als Ertugliflozin überden Fäzes ausgeschieden. Dies ist wahrscheinlich auf die biliäre Exkretion der Glucuronidmetabolitenmit nachfolgender Hydrolyse zum ursprünglichen Wirkstoff zurückzuführen.
Besondere PatientengruppenEingeschränkte NierenfunktionIm Rahmen einer Phase I Studie zur Untersuchung der klinischen Pharmakologie bei Patienten mit
Typ-2 Diabetes und leichter, moderater oder schwerer Einschränkung der Nierenfunktion (mittelseGFR bestimmt) betrug nach Einmalgabe von 15 mg Ertugliflozin der mittlere Anstieg der AUC von
Ertugliflozin das ≤ 1,7-Fache im Vergleich zu Patienten mit normaler Nierenfunktion. Dieser Anstiegder AUC von Ertugliflozin wird als klinisch nicht relevant erachtet. Zwischen den Patientengruppenmit unterschiedlicher Nierenfunktion gab es keine klinisch relevanten Unterschiede bzgl. der Cmax von
Ertugliflozin. Die Glucoseausscheidung im Urin über 24 Stunden nahm mit zunehmendem
Schweregrad der Einschränkung der Nierenfunktion ab (siehe Abschnitt 4.4). Die
Plasmaproteinbindung von Ertugliflozin war bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktionunverändert.
Eingeschränkte LeberfunktionEine moderate Einschränkung der Leberfunktion (gemäß Child-Pugh-Klassifikation) führte zu keinem
Anstieg der Exposition von Ertugliflozin. Die AUC und Cmax von Ertugliflozin nahm um ca. 13 %bzw. ca. 21 % im Vergleich zu Patienten mit normaler Leberfunktion ab. Diese Abnahme der
Exposition von Ertugliflozin wird als klinisch nicht relevant erachtet. Es liegen keine klinischen
Erfahrungen bei Patienten mit schwerer Einschränkung der Leberfunktion (Child-Pugh-Klasse C) vor.
Die Plasmaproteinbindung von Ertugliflozin war bei Patienten mit moderater Einschränkung der
Leberfunktion unverändert.
Kinder und JugendlicheEs wurden keine Studien mit Ertugliflozin bei Kindern und Jugendlichen durchgeführt.
Auswirkungen von Alter, Körpergewicht, Geschlecht und ethnischer Herkunft
Basierend auf den Ergebnissen einer pharmakokinetischen Populationsanalyse haben Alter,
Körpergewicht, Geschlecht und ethnische Herkunft keine klinisch relevanten Auswirkungen auf die
Pharmakokinetik von Ertugliflozin.
ArzneimittelwechselwirkungenIn vitro Untersuchungen von Ertugliflozin
Im Rahmen von in vitro Studien zeigten Ertugliflozin und Ertugliflozin-Glucuronide weder eine
Hemmung oder Inaktivierung der CYP450 Isoenzyme CYP1A2, 2C9, 2C19, 2C8, 2B6, 2D6 oder 3A4noch eine Induktion von CYP1A2, 2B6 oder 3A4. Ertugliflozin und Ertugliflozin-Glucuronide zeigtenkeine Hemmung der Aktivität von UGT1A6, 1A9 oder 2B7 in vitro. Ertugliflozin zeigte in höheren,klinisch nicht relevanten Konzentrationen eine leichte Hemmung von UGT1A1 und 1A4 in vitro.
Ertugliflozin-Glucuronide hatten keinen Einfluss auf diese Isoformen. Insgesamt ist esunwahrscheinlich, dass Ertugliflozin die Pharmakokinetik von gemeinsam angewendeten
Arzneimitteln, welche über diese Enzyme eliminiert werden, beeinflusst.
Ertugliflozin oder Ertugliflozin-Glucuronide zeigen in klinisch relevanten Konzentrationen keinerelevante Hemmung von P-gp, OCT2-, OAT1- oder OAT3-Transportern oder von transportierenden
Polypeptiden OATP1B1 und OATP1B3 in vitro. Insgesamt ist es unwahrscheinlich, dass Ertugliflozindie Pharmakokinetik von gemeinsam angewendeten Arzneimitteln, welche Substrate dieser
Transporter sind, beeinflusst.
MetforminResorptionDie absolute Bioverfügbarkeit nach Gabe einer Tablette mit 500 mg Metforminhydrochlorid imnüchternen Zustand liegt bei ca. 50-60 %. Studien, in denen orale Einzeldosen in Form von Tablettenmit 500 mg bis 1 500 mg und 850 mg bis 2 550 mg Metforminhydrochlorid untersucht wurden, deutendarauf hin, dass bei steigenden Dosen keine Dosisproportionalität besteht, was auf einer verminderten
Resorption, nicht jedoch auf einer veränderten Elimination beruht. Metformin Steady-State-
Plasmaspiegel werden nach Gabe von Metformin Tabletten bei üblichen klinischen Dosierungen nach24-48 Stunden erreicht und liegen im Allgemeinen bei <1 µg/ml. Im Rahmen von kontrolliertenklinischen Studien mit Metformin wurde selbst bei Maximaldosen ein maximaler Plasmaspiegel für
Metformin von 5 µg/ml nicht überschritten.
Die Einnahme von Metformin zu den Mahlzeiten senkt und verzögert leicht das Ausmaß der
Metformin Resorption. Nach Gabe einer Tablette mit 850 mg Metforminhydrochlorid zu den
Mahlzeiten konnte im Vergleich zur Gabe der gleichen Tablettenstärke im Nüchternzustand eine umca. 40 % verringerte mittlere Cmax, eine um 25 % verringerte AUC und eine um 35 Minutenverlängerte Tmax gezeigt werden. Die klinische Bedeutung dieser Befunde ist unbekannt.
VerteilungDas scheinbare Verteilungsvolumen (V/F) für Metformin beträgt nach einmaliger oraler Gabe von850 mg Metforminhydrochlorid in Form von Tabletten durchschnittlich 654 ± 358 Liter. Metforminwird vernachlässigbar an Plasmaproteine gebunden. Metformin liegt in Erythrozyten als
Verteilungskompartiment vor.
BiotransformationMetformin wird unverändert über den Urin ausgeschieden. Es wurden keine Metabolite beim
Menschen identifiziert.
EliminationDie renale Clearance ist ca. 3,5-mal höher als die Kreatinin-Clearance. Dies deutet darauf hin, dass
Metformin hauptsächlich mittels tubulärer Sekretion eliminiert wird. Nach oraler Gabe werden ca.90 % des resorbierten Metformins innerhalb der ersten 24 Stunden mit einer
Plasmaeliminationshalbwertszeit von ca. 6,2 Stunden renal eliminiert.
Besondere PatientengruppenEingeschränkte NierenfunktionBei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist die Plasma- und Bluthalbwertszeit von
Metformin verlängert und die renale Clearance im Verhältnis zur Abnahme der eGFR verringert (siehe
Abschnitte 4.3 und 4.4).
Eingeschränkte LeberfunktionEs wurden keine pharmakokinetischen Studien mit Metformin bei Patienten mit eingeschränkter
Leberfunktion durchgeführt.
Auswirkungen von Alter, Körpergewicht, Geschlecht und ethnischer Herkunft
Es liegen begrenzte Daten aus kontrollierten pharmakokinetischen Studien mit Metformin bei älterengesunden Probanden vor. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass im Vergleich zu gesunden jüngeren
Probanden die Gesamt-Plasma-Clearance von Metformin verringert, die Halbwertszeit verlängert unddie Cmax erhöht ist. Aus diesen Daten geht hervor, dass die Veränderung der Pharmakokinetik von
Metformin mit zunehmendem Alter in erster Linie auf die Veränderung der Nierenfunktionzurückzuführen ist.
Bei einer Analyse der Daten von Patienten mit Typ-2 Diabetes und gesunden Probanden nach
Geschlecht unterschieden sich die pharmakokinetischen Parameter von Metformin nicht signifikantvoneinander. Ebenso war die blutzuckersenkende Wirkung von Metformin im Rahmen vonkontrollierten klinischen Studien bei Patienten mit Typ-2 Diabetes bei Männern und Frauenvergleichbar.
Es wurden keine Studien zur Untersuchung pharmakokinetischer Parameter von Metformin im
Hinblick auf die ethnische Herkunft durchgeführt. Im Rahmen von kontrollierten klinischen Studienbei Patienten mit Typ-2 Diabetes war die blutzuckersenkende Wirkung von Metformin bei Patientenmit kaukasischer (N = 249), schwarzafrikanischer (N = 51) und hispanischer Herkunft (N = 24)vergleichbar.
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, akuten Toxizität, Toxizitätbei wiederholter Verabreichung, Genotoxizität, und zum kanzerogenen Potential lassen diepräklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.
Toxizität allgemein
Ertugliflozin
Toxizitätsstudien mit wiederholter oraler Verabreichung wurden an Mäusen, Ratten und Hunden übereinen Zeitraum von 13, 26 bzw. 39 Wochen durchgeführt. Anzeichen von unerwünschter Toxizitätwurden im Allgemeinen bei Expositionen beobachtet, die mindestens 77-fach höher waren als beim
Menschen (AUC) bei einer für den Menschen empfohlenen Maximaldosis (maximum recommendedhuman dose, MRHD) von 15 mg/Tag. Die meisten Fälle von Toxizität entsprachen der Pharmakologieund standen im Zusammenhang mit renalem Glucoseverlust. Dazu zählten vermindertes
Körpergewicht und Körperfett, gesteigerte Nahrungsaufnahme, Diarrhö, Dehydratation, erniedrigte
Serumglucosespiegel und Anstieg anderer Serumparameter, die auf einen erhöhten
Proteinstoffwechsel hindeuten, Gluconeogenese und Elektrolytungleichgewichte und Veränderungendes Urins wie Polyurie, Glucosurie und Hypercalciurie. Mikroskopische Veränderungen bzgl.
Glucosurie und/oder Hypercalciurie wurden nur bei Nagetieren beobachtet und schlossen eine
Dilatation der renalen Tubuli, Hypertrophie der Zona glomerulosa in den Nebennieren (Ratten) undeiner Zunahme der trabekulären Strukturen im Knochen (Ratten) ein. Außer Erbrechen gab es keine
Anzeichen unerwünschter Toxizität bei Hunden bei einer 379-fach höheren, ungebundenen Expositionals beim Menschen (AUC) bei einer MRHD von 15 mg/Tag.
KanzerogenitätErtugliflozin
Im Rahmen der 2-jährigen Studie zur Untersuchung der Kanzerogenität bei Mäusen wurde
Ertugliflozin in Dosen von 5, 15 und 40 mg/kg/Tag oral per Sonde verabreicht. Es gab keine
Ertugliflozin-bedingten neoplastischen Befunde bei Dosen bis zu 40 mg/kg/Tag (was basierend auf der
AUC einer ca. 41-fach höheren ungebundenen Exposition als beim Menschen bei einer MRHD von15 mg/Tag entspricht). Im Rahmen der 2-jährigen Studie zur Untersuchung der Kanzerogenität bei
Ratten wurde Ertugliflozin in Dosen von 1,5, 5 und 15 mg/kg/Tag oral per Sonde verabreicht. Beimännlichen Ratten kam es bei einer Dosis von 15 mg/kg/Tag zu Ertugliflozin-bedingtenneoplastischen Befunden wie einem Anstieg der Inzidenz benigner Phäochromozytome im
Nebennierenmark. Dieser Befund wurde auf eine unzureichende Kohlehydrataufnahme miteinhergehender veränderter Calciumhomöostase zurückgeführt und wurde als nicht relevantes Risikofür den Menschen erachtet. Die maximale nicht wirksame Dosis (no observed effect level, NOEL) für
Neoplasien betrug 5 mg/kg/Tag (ca. 16-fach höhere ungebundene Exposition als beim Menschen beieiner MRHD von 15 mg/Tag).
MetforminLangzeitstudien zur Untersuchung der Kanzerogenität wurden bei Ratten (Verabreichungszeitraumvon 104 Wochen) und Mäusen (Verabreichungszeitraum von 91 Wochen) mit Dosen von bis zu undeinschließlich 900 mg/kg/Tag bzw. 1 500 mg/kg/Tag durchgeführt. Basierend auf dem Vergleich derjeweiligen Körperoberflächen handelt es sich bei den beiden Dosen um ca. das 4-fache der maximalempfohlenen Tagesdosis beim Menschen von 2 000 mg. Es konnten keine Anzeichen für eine
Kanzerogenität von Metformin bei sowohl männlichen wie auch weiblichen Mäusen festgestelltwerden. Es konnte ebenso kein tumorerzeugendes Potential für Metformin bei männlichen Rattenbeobachtet werden. Bei weiblichen Ratten wurde jedoch bei einer Verabreichung von 900 mg/kg/Tageine erhöhte Inzidenz für benigne Stromapolypen in der Gebärmutter festgestellt.
MutagenitätErtugliflozin
Ertugliflozin war sowohl mit als auch ohne metabolische Aktivierung weder in der mikrobiellen
Rückmutation, noch in zytogenetischen in vitro Tests (humane Lymphozyten) oder in in vivo
Mikronukleustests an Ratten mutagen oder clastogen.
MetforminIm Rahmen der folgenden Untersuchungen konnten keine Anzeichen für ein mutagenes Potential von
Metformin in vitro festgestellt werden: Ames-Test (S. typhimurium), Genmutationstest (Murine
Lymphomzellen) oder chromosomaler Aberrationstest (humane Lymphozyten). Die Ergebnisse des
Mikronukleustests bei Mäusen in vivo waren ebenfalls negativ.
ReproduktionstoxizitätErtugliflozin
Im Rahmen der Studie zur Untersuchung der Fertilität und embryonalen Entwicklung bei männlichenund weiblichen Ratten, wurde Ertugliflozin in Dosen von 5, 25 und 250 mg/kg/Tag verabreicht. Eswurden keine Auswirkungen auf die Fertilität bei einer Dosis von 250 mg/kg/Tag beobachtet (wasbasierend auf der AUC einer ca. 386-fach höheren ungebundenen Exposition als beim Menschen beieiner MRHD von 15 mg/Tag entspricht). Die Entwicklung von Ratten und Kaninchen wurde durch
Ertugliflozin nach maternaler Exposition, die basierend auf der AUC 239- bzw. 1 069-fach höher warals die maximale klinische Dosis beim Menschen von 15 mg/Tag, nicht nachteilig beeinflusst. Beieiner für Ratten maternal toxischen Dosis (250 mg/kg/Tag), welche 510-fach höher als die maximaleklinische Dosis von 15 mg/Tag war, wurden eine verringerte fötale Lebensfähigkeit und eine erhöhte
Inzidenz von viszeralen Fehlbildungen beobachtet.
Im Rahmen der Studie zur Untersuchung der prä- und postnatalen Entwicklung bei Ratten wurde nach
Verabreichung von Ertugliflozin ≥ 100 mg/kg/Tag (was basierend auf der AUC einer ca. 239-fachhöheren Exposition als beim Menschen bei einer maximalen klinischen Dosis von 15 mg/Tagentspricht) von Tag 6 der Trächtigkeit bis zu Tag 21 der Säugezeit ein verringertes postnatales
Wachstum und eine verminderte Entwicklung beobachtet. Bei einer Dosis von 250 mg/kg/Tag war die
Geschlechtsreife bei beiden Geschlechtern verzögert (was basierend auf der AUC einer ca. 620-fachhöheren Exposition als beim Menschen bei einer MRHD von 15 mg/Tag entspricht).
Bei der Verabreichung von Ertugliflozin an juvenile Ratten postnatal nach 21 bis 90 Tagen, einem
Zeitraum, in dem die Entwicklung der Nieren stattfindet und welcher dem späten zweiten und dritten
Trimester der Schwangerschaft beim Menschen entspricht, wurden bei einer Exposition, die basierendauf der AUC 13-fach höher als die maximale klinische Dosis beim Menschen von 15 mg/Tag war,erhöhtes Gewicht der Nieren, Dilatation der Nierenbecken und Nierentubuli und Mineralisation der
Nierentubuli beobachtet. Auswirkungen auf die Knochenentwicklung (Verkürzung des
Oberschenkelknochens und Erhöhung des trabekulären Knochenanteils im Oberschenkelknochen)sowie verzögerte Geschlechtsreife wurden bei einer Exposition, die basierend auf der AUC 817-fachhöher als beim Menschen bei einer MRHD von 15 mg/Tag war, beobachtet. Die Auswirkungen auf
Nieren- und Knochenentwicklung waren innerhalb der einmonatigen Erholungsphase nicht vollständigreversibel.
MetforminDie Fertilität von männlichen und weiblichen Raten war bei Dosen von bis zu 600 mg/kg/Tag
Metformin, basierend auf dem Vergleich der jeweiligen Körperoberflächen ca. das 3-fache dermaximal empfohlene Tagesdosis beim Menschen, unbeeinflusst. Die Entwicklung von Ratten und
Kaninchen wurde durch Metformin nach Verabreichung von Dosen von bis zu 600 mg/kg/Tag nichtnachteilig beeinflusst. Dies entspricht basierend auf einem Vergleich der Körperoberflächen von
Ratten und Kaninchen, einer 2-fach bzw. 6-fach höheren Exposition im Vergleich zur maximalempfohlenen Dosis beim Menschen von 2 000 mg. Aufgrund der Bestimmung der fötalen
Konzentrationen konnte für Metformin eine partielle Plazentaschranke nachgewiesen werden.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
TablettenkernPovidon (K29-32) (E1201)
Mikrokristalline Cellulose (E460)
Crospovidon (E1202)
Natriumdodecylsulfat (E487)
Magnesiumstearat (E470b)
FilmüberzugSegluromet 2,5 mg/850 mg Filmtabletten und Segluromet 7,5 mg/850 mg Filmtabletten
Hypromellose (E464)
Hyprolose (E463)
Titandioxid (E171)
Eisen(III)-oxid (E172)
Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E172)
Eisen(II,III)-oxid (E172)
Carnaubawachs (E903)
Segluromet 2,5 mg/1000 mg Filmtabletten und Segluromet 7,5 mg/1000 mg Filmtabletten
Hypromellose (E464)
Hyprolose (E463)
Titandioxid (E171)
Eisen(III)-oxid (E172)
Carnaubawachs (E903)
6.2 Inkompatibilitäten
6.3 Haltbarkeit
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Aluminium/PVC/PA/Aluminium Blisterpackung.
Packungen zu 14, 28, 56, 60, 168, 180 und 196 Filmtabletten in nicht perforierten Blisterpackungen.
Packungen zu 30 x 1 Filmtabletten in perforierten Einzeldosis-Blisterpackungen.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
Merck Sharp & Dohme B.V.
Waarderweg 392031 BN Haarlem
Niederlande
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
Segluromet 2,5 mg/850 mg Filmtabletten
EU/1/18/1265/001
EU/1/18/1265/002
EU/1/18/1265/003
EU/1/18/1265/004
EU/1/18/1265/005
EU/1/18/1265/006
EU/1/18/1265/007
EU/1/18/1265/029
Segluromet 2,5 mg/1000 mg Filmtabletten
EU/1/18/1265/008
EU/1/18/1265/009
EU/1/18/1265/010
EU/1/18/1265/011
EU/1/18/1265/012
EU/1/18/1265/013
EU/1/18/1265/014
EU/1/18/1265/030
Segluromet 7,5 mg/850 mg Filmtabletten
EU/1/18/1265/015
EU/1/18/1265/016
EU/1/18/1265/017
EU/1/18/1265/018
EU/1/18/1265/019
EU/1/18/1265/020
EU/1/18/1265/021
EU/1/18/1265/031
Segluromet 7,5 mg/1000 mg Filmtabletten
EU/1/18/1265/022
EU/1/18/1265/023
EU/1/18/1265/024
EU/1/18/1265/025
EU/1/18/1265/026
EU/1/18/1265/027
EU/1/18/1265/028
EU/1/18/1265/032
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 23. März 2018
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 09. November 2022
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.