Zusammenfassung des Sicherheitsprofils:Die Sicherheit von Saxenda wurde in 5 doppelblinden, placebokontrollierten klinischen Studienbeurteilt, an denen 5 813 erwachsene adipöse Patienten oder erwachsene übergewichtige Patienten, diemindestens eine gewichtsbedingte Begleiterkrankung aufwiesen, teilnahmen. Insgesamt warengastrointestinale Nebenwirkungen die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen (67,9 %) (siehe
Abschnitt 'Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen“).
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenIn Tabelle 3 sind für Erwachsene gemeldete Nebenwirkungen aufgeführt. Die Nebenwirkungen sindnach Systemorganklassen und Häufigkeit aufgeführt. Die Häufigkeiten sind wie folgt definiert: sehrhäufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100), selten (≥ 1/10 000,< 1/1 000), sehr selten (< 1/10 000) und nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren
Daten nicht abschätzbar). Innerhalb der Häufigkeitsbereiche werden die Nebenwirkungen inabsteigender Reihenfolge bezüglich ihres Schweregrades angegeben.
Tabelle 3 Gemeldete Nebenwirkungen bei Erwachsenen
Systemorgan- Sehr häufig Häufig Gelegentlich Selten Nichtklassen gemäß bekannt
MedDRA
Erkrankungen des Anaphylak-
Immunsystems tische
Reaktion
Stoffwechsel- und Hypoglykämie* Dehydrierung
Ernährungs-störungen
Psychiatrische Schlaflosigkeit**
Erkrankungen
Erkrankungen des Kopfschmerzen Schwindel
Nervensystems Geschmacksstörung
Herzerkrankungen Tachykardie
Erkrankungen des Übelkeit Mundtrockenheit Pankreatitis*** Darm-
Gastrointestinal- Erbrechen Dyspepsie Verzögerte ver-trakts Durchfall Gastritis Magenentleerung**** schluss†
Obstipation Gastroösophageale
Refluxkrankheit
Oberbauch-schmerzen
Flatulenz
Aufstoßen
Abdominelles
Spannungsgefühl
Leber- und Gallen- Cholelithiasis*** Cholezystitis***erkrankungen
Erkrankungen der Ausschlag Urtikaria Kutane
Haut und des Amy-
Unterhautgewebes loidose
Erkrankungen der Akutes
Nieren und Nieren-
Harnwege versagen
Beein-trächtigungder Nieren-funktion
Allgemeine Reaktionen an der Unwohlsein
Erkrankungen und Injektionsstelle
Beschwerden am Asthenie
Verabreichungsort Erschöpfung
Untersuchungen Erhöhte Lipase
Erhöhte Amylase
*Hypoglykämie (basierend auf Symptomen, die von den Patienten selbst berichtet und nicht anhand von
Blutzuckermessungen bestätigt wurden) berichtet bei Patienten ohne Diabetes mellitus Typ 2, die mit Saxenda in
Kombination mit Diät und körperlicher Aktivität behandelt wurden. Siehe Abschnitt 'Beschreibung ausgewählter
Nebenwirkungen“ für weitere Informationen.
**Schlaflosigkeit wurde hauptsächlich während der ersten 3 Behandlungsmonate beobachtet.
***Siehe Abschnitt 4.4.
****Aus kontrollierten klinischen Studien der Phasen 2, 3a und 3b.†ADR Unerwünschte Arzneimittelwirkungen aus Meldung nach Markteinführung.
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenHypoglykämie bei Patienten ohne Diabetes mellitus Typ 2In klinischen Studien mit übergewichtigen oder adipösen Patienten ohne Diabetes mellitus Typ 2, diemit Saxenda in Kombination mit Diät und körperlicher Aktivität behandelt wurden, wurden keineschweren hypoglykämischen Ereignisse (für die der Patient Fremdhilfe benötigt hätte) berichtet.
Symptome hypoglykämischer Ereignisse wurden von 1,6 % der mit Saxenda behandelten Patientenund von 1,1 % der mit Placebo behandelten Patienten berichtet; diese Ereignisse wurden jedoch nichtdurch Blutzuckermessungen bestätigt. Die meisten dieser Ereignisse waren leichter Natur.
Hypoglykämie bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2In einer klinischen Studie mit übergewichtigen oder adipösen Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2,die mit Saxenda in Kombination mit Diät und körperlicher Aktivität behandelt wurden, wurdenschwere hypoglykämische Ereignisse (für die der Patient Fremdhilfe benötigte) von 0,7 % der mit
Saxenda behandelten Patienten berichtet, aber nur bei Patienten, die gleichzeitig auch mit
Sulfonylharnstoff behandelt wurden. Darüber hinaus wurde bei diesen Patienten eine dokumentiertesymptomatische Hypoglykämie von 43,6 % der mit Saxenda behandelten Patienten und von 27,3 %der mit Placebo behandelten Patienten berichtet. Von den nicht gleichzeitig mit Sulfonylharnstoffbehandelten Patienten berichteten 15,7 % der mit Saxenda behandelten Patienten und 7,6 % der mit
Placebo behandelten Patienten über dokumentierte symptomatische hypoglykämische Ereignisse(definiert durch einen Plasmaglucosewert von ≤ 3,9 mmol/l begleitet von Symptomen).
Hypoglykämie bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, die mit Insulin behandelt wurdenIn einer klinischen Studie mit übergewichtigen oder adipösen Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2,die mit Insulin und Liraglutid 3,0 mg/Tag in Kombination mit Diät und körperlicher Aktivität und biszu 2 OAD behandelt wurden, wurden schwere hypoglykämische Ereignisse (für die der Patient
Fremdhilfe benötigte) von 1,5 % der mit Liraglutid 3,0 mg/Tag behandelten Patienten berichtet. Indieser Studie wurde eine dokumentierte symptomatische Hypoglykämie (definiert durch einen
Plasmaglucosewert von ≤ 3,9 mmol/l begleitet von Symptomen) von 47,2 % der mit Liraglutid3,0 mg/Tag behandelten Patienten und von 51,8 % der mit Placebo behandelten Patienten berichtet.
Von den gleichzeitig mit Sulfonylharnstoff behandelten Patienten berichteten 60,9 % der mit
Liraglutid 3,0 mg/Tag behandelten Patienten und 60,0 % der mit Placebo behandelten Patienten überdokumentierte symptomatische hypoglykämische Ereignisse.
Gastrointestinale NebenwirkungenDie meisten Episoden von gastrointestinalen Ereignissen waren leicht bis mittelschwer undvorübergehend und führten größtenteils nicht zum Abbruch der Behandlung. Die Reaktionen traten inder Regel in den ersten Behandlungswochen auf und nahmen bei Fortsetzung der Behandlunginnerhalb weniger Tage oder Wochen ab.
Bei Patienten im Alter von ≥ 65 Jahre können bei Behandlung mit Saxenda häufiger gastrointestinale
Beschwerden auftreten.
Patienten mit leichter oder mittelschwerer Einschränkung der Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance≥ 30 ml/min) können unter der Behandlung mit Saxenda häufiger gastrointestinale Beschwerdenhaben.
Akutes NierenversagenBei Patienten, die mit GLP-1-Rezeptoragonisten behandelt wurden, wurde über akutes Nierenversagenberichtet. Die meisten der berichteten Ereignisse traten bei Patienten auf, bei denen es zu Übelkeit,
Erbrechen oder Durchfall mit anschließender Volumendepletion gekommen war (siehe Abschnitt 4.4).
Allergische ReaktionenEinige Fälle anaphylaktischer Reaktionen mit Symptomen wie niedrigem Blutdruck, Herzklopfen,
Atemnot und Ödemen wurden bei der Anwendung von Liraglutid nach der Markteinführung gemeldet.
Anaphylaktische Reaktionen können potenziell lebensbedrohlich sein. Besteht der Verdacht auf eineanaphylaktische Reaktion, ist Liraglutid abzusetzen und die Behandlung nicht wieder aufzunehmen(siehe Abschnitt 4.3).
Reaktionen an der InjektionsstelleReaktionen an der Injektionsstelle wurden bei mit Saxenda behandelten Patienten berichtet. Diese
Reaktionen waren in der Regel leicht und vorübergehend und die meisten verschwanden im Laufe der
Behandlung.TachykardieIn klinischen Studien wurde eine Tachykardie bei 0,6 % der Patienten, die mit Saxenda behandeltwurden, und bei 0,1 % der mit Placebo behandelten Patienten beobachtet. Die meisten dieser
Ereignisse waren leichter oder mittelschwerer Natur. Die Ereignisse traten nur isoliert auf und diemeisten klangen im Laufe der Behandlung mit Saxenda ab.
Kutane Amyloidose
Kutane Amyloidose kann an der Injektionsstelle auftreten (siehe Abschnitt 4.2).
Kinder und JugendlicheIn einer klinischen Studie mit Jugendlichen von 12 Jahren bis unter 18 Jahren mit Adipositas erhielten125 Patienten Saxenda über 56 Wochen.
Insgesamt waren Häufigkeit, Art und Schwere der Nebenwirkungen bei Jugendlichen mit Adipositasvergleichbar mit den beim Erwachsenen-Kollektiv beobachteten. Erbrechen trat bei Jugendlichen 2-mal so häufig auf wie bei Erwachsenen.
Der Prozentsatz der Patienten, die über mindestens eine Episode einer klinisch signifikanten
Hypoglykämie berichteten, war unter Liraglutid (1,6 %) höher als unter Placebo (0,8 %). In der Studietraten keine schweren hypoglykämischen Episoden auf.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
Pharmakotherapeutische Gruppe: Antidiabetika, Glucagon-like-Peptid-1-(GLP-1)-Rezeptoragonisten.
ATC-Code: A10BJ02
WirkmechanismusLiraglutid ist ein acyliertes Analogon des humanen GLP-1 (Glucagon-like-Peptid-1) mit einer97 %igen Aminosäurensequenz-Homologie zum endogenen humanen GLP-1. Liraglutid bindet an den
GLP-1-Rezeptor (GLP-1R) und aktiviert diesen.
GLP-1 ist ein physiologischer Regulator des Appetits und der Nahrungsaufnahme, doch der genaue
Wirkmechanismus ist noch nicht vollständig bekannt. In tierexperimentellen Studien führte dieperiphere Verabreichung von Liraglutid zu einer Aufnahme in bestimmten Hirnregionen, die mit der
Appetitregulierung assoziiert sind, wo Liraglutid über die spezifische Aktivierung von GLP-1R zueinem Anstieg der wichtigsten Sättigungssignale und einer Abnahme der wichtigsten Hungersignaleführte und damit zu einem geringeren Körpergewicht.
GLP-1-Rezeptoren sind auch in spezifischen Regionen des Herzens, des Gefäßsystems, des
Immunsystems und der Nieren exprimiert. In Mausmodellen für Atherosklerose beugte Liraglutid der
Entwicklung aortischer Plaques vor und reduzierte Entzündungen in den Plaques. Zusätzlich zeigte
Liraglutid positive Auswirkungen auf die Plasmalipide. Liraglutid verringerte nicht die Plaque-Größebereits bestehender Plaques.
Pharmakodynamische WirkungenLiraglutid reduziert das Körpergewicht beim Menschen hauptsächlich durch eine Abnahme der
Fettmasse, wobei der relative Verlust an viszeralem Fett größer ist als der Verlust an subkutanem Fett.
Liraglutid reguliert den Appetit durch eine Steigerung des Völle- und Sättigungsgefühls und eine
Reduzierung des Hungergefühls und des Wunsches nach Nahrungsverzehr und führt so zu einergeringeren Nahrungsaufnahme. Liraglutid erhöht im Vergleich zu Placebo nicht den
Energieverbrauch.
Liraglutid stimuliert die Insulinsekretion und senkt die Glucagonsekretion in einemglucoseabhängigen Mechanismus, was zu einer Senkung des postprandialen und des
Nüchternblutzuckers führt. Die blutzuckersenkende Wirkung ist bei Patienten mit Prädiabetes und
Diabetes stärker ausgeprägt als bei Patienten mit Blutzuckerwerten im Normbereich. Klinische
Studien legen nahe, dass Liraglutid die Betazellfunktion verbessert und unterstützt. Dabei wurden
Messungen wie HOMA-B und das Verhältnis von Proinsulin zu Insulin zugrunde gelegt.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitDie Wirksamkeit und Sicherheit von Liraglutid für die Gewichtsregulierung in Verbindung mit einerverminderten Kalorienzufuhr und verstärkter körperlicher Aktivität wurden in vier randomisierten,doppelblinden, Placebo-kontrollierten Phase-3-Studien untersucht, an denen insgesamt5 358 erwachsene Patienten teilnahmen.
* Studie 1 (SCALE Obesity & Pre-Diabetes - 1839): Insgesamt wurden 3 731 Patienten mit
Adipositas (BMI ≥ 30 kg/m2) oder Übergewicht (BMI ≥ 27 kg/m2) mit Dyslipidämie und/oder
Hypertonie, nach ihrem Prädiabetes-Stadium zum Zeitpunkt der Einschlussuntersuchung sowienach ihrem BMI bei Studienbeginn (≥ 30 kg/m² oder < 30 kg/m²), stratifiziert. Alle3 731 randomisierten Patienten erhielten eine 56-wöchige Behandlung, und 2 254 randomisierte
Patienten, mit einem vorhandenen Prädiabetes zum Zeitpunkt der Einschlussuntersuchung,erhielten eine 160-wöchige Behandlung. Auf beide Behandlungszeiträume folgte eine12-wöchige Nachbeobachtungszeit ohne Arzneimittel/Placebo. Hintergrundtherapie für alle
Patienten war eine Lebensstilintervention in Form von einer energiereduzierten Diät sowie einer
Beratung hinsichtlich körperlicher Aktivität.
Im 56-wöchigen Teil der Studie 1 wurde der Gewichtsverlust bei allen 3 731 randomisierten
Patienten bewertet (2 590 Patienten schlossen die Studie ab).
Im 160-wöchigen Teil der Studie 1 wurde die Zeit bis zum Auftreten eines Diabetes mellitus
Typ 2 in den 2 254 randomisierten Patienten mit einem bereits vorhandenen Prädiabetesbewertet (1 128 Patienten schlossen die Studie ab).
* Studie 2 (SCALE Diabetes - 1922): Eine 56-wöchige Studie zur Bewertung des
Gewichtsverlusts bei 846 randomisierten adipösen und übergewichtigen Patienten(628 Patienten schlossen die Studie ab) mit unzureichend kontrolliertem Diabetes mellitus
Typ 2 (HbA1c-Bereich 7-10 %). Die Standardtherapie bei Studienbeginn war entwederausschließlich Diät und körperliche Aktivität, Metformin, ein Sulfonylharnstoff oder ein
Glitazon, jeweils als Einzelwirkstoff oder in einer Kombination hiervon.
* Studie 3 (SCALE Sleep Apnoe - 3970): Eine 32-wöchige Studie zur Bewertung des
Schweregrads der Schlafapnoe und des Gewichtsverlusts bei 359 randomisierten adipösen
Patienten (276 Patienten schlossen die Studie ab) mit mittelschwerer oder schwerer obstruktiver
Schlafapnoe.
* Studie 4 (SCALE Maintenance - 1923): Eine 56-wöchige Studie zur Bewertung der Erhaltungdes Körpergewichts und des Gewichtsverlusts bei 422 randomisierten adipösen undübergewichtigen Patienten (305 Patienten schlossen die Studie ab) mit Hypertonie oder
Dyslipidämie nach einer vorangegangenen Gewichtsabnahme von ≥ 5 % infolge einerkalorienarmen Diät.
KörpergewichtMit Liraglutid wurde bei adipösen/übergewichtigen Patienten in allen untersuchten Gruppen einhöherer Gewichtsverlust erzielt als mit Placebo. Mit Liraglutid erzielte eine größere Anzahl von
Patienten, in allen Studiengruppen, eine Gewichtsabnahme von ≥ 5 % und > 10 % als mit Placebo(Tabellen 4-6). Im 160-wöchigen Teil der Studie 1 erfolgte der Gewichtsverlust hauptsächlich imersten Jahr und wurde über 160 Wochen aufrechterhalten. In der Studie 4 konnten mehr Patienten mit
Liraglutid als mit Placebo die vor Behandlungsbeginn erzielte Gewichtsabnahme beibehalten (81,4 %bzw. 48,9 %). Die genauen Daten zu Gewichtsabnahme, Respondern, Zeitverlauf und kumulativer
Verteilung der Gewichtsveränderung (%) für die Studien 1-4 sind in den Tabellen 4-8 und den
Abbildungen 1, 2 und 3 dargestellt.
Gewichtsabnahme nach 12-wöchiger Behandlung mit Liraglutid (3,0 mg)Als 'Early Responders“ wurden die Patienten definiert, die nach 12-wöchiger Therapie mit der
Behandlungsdosis von Liraglutid (4 Wochen Dosissteigerung und 12 Wochen Behandlungsdosis) eine
Gewichtsabnahme von ≥ 5 % erzielten. Im 56-wöchigen Teil der Studie 1 erzielten 67,5 % eine
Gewichtsabnahme von ≥ 5 % nach 12 Wochen. In Studie 2 erzielten 50,4 % eine Gewichtsabnahmevon ≥ 5 % nach 12 Wochen. Bei Fortsetzung der Behandlung mit Liraglutid erzielen voraussichtlich86,2 % dieser 'Early Responders“ nach 1 Jahr Behandlung eine Gewichtsabnahme von ≥ 5 % und51 % erzielen voraussichtlich eine Gewichtsabnahme von ≥ 10 %. Die voraussichtlichedurchschnittliche Gewichtsabnahme bei den 'Early Responders“, die 1 Jahr Behandlung durchlaufen,beträgt 11,2 % ihres Ausgangskörpergewichts (9,7 % bei Männern und 11,6 % bei Frauen). In der
Gruppe von Patienten, die nach 12-wöchiger Therapie mit der Behandlungsdosis von Liraglutid eine
Gewichtsabnahme von < 5 % erreicht haben, beträgt der Anteil der Patienten, die eine
Gewichtsabnahme von ≥ 10 % nach 1 Jahr nicht erreichen, 93,4 %.
Glykämische KontrolleDie Behandlung mit Liraglutid verbesserte die glykämischen Parameter in allen Studienuntergruppenmit Normoglykämie, Prädiabetes und Diabetes mellitus Typ 2 signifikant. Im 56-wöchigen Teil der
Studie 1 entwickelten die mit Liraglutid behandelten Patienten weniger häufig einen Diabetes mellitus
Typ 2 als mit Placebo behandelte Patienten (0,2 % gegenüber 1,1 %). Ein bei Studienbeginnvorhandener Prädiabetes ging bei mehr Patienten unter Liraglutid als in der mit Placebo behandelten
Gruppe zurück (69,2 % gegenüber 32,7 %). Im 160-wöchigen Teil der Studie 1 war der primäre
Endpunkt der Studie der Anteil an Patienten, die einen Diabetes mellitus Typ 2 entwickelten,gemessen an der Zeit bis zum Auftreten. In Woche 160, während der Behandlung, wurden 3 % der
Patienten, die mit Saxenda und 11 %, die mit Placebo behandelt wurden, mit einem Diabetes mellitus
Typ 2 diagnostiziert. Die geschätzte Zeit bis zum Auftreten eines Diabetes mellitus Typ 2 war für
Patienten, die mit Liraglutid 3,0 mg behandelt wurden, 2,7-mal länger (95 % Konfidenzintervall von[1,9; 3,9]), und die Hazard Ratio für das Risiko für die Entwicklung eines Diabetes mellitus Typ 2 war0,2 für Liraglutid gegenüber Placebo.
Kardiometabolische RisikofaktorenDie Behandlung mit Liraglutid verbesserte signifikant den systolischen Blutdruck und den
Taillenumfang im Vergleich zu Placebo (Tabellen 4, 5 und 6).
Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI)Die Behandlung mit Liraglutid reduzierte im Vergleich zu Placebo den Schweregrad der obstruktiven
Schlafapnoe signifikant, was als Veränderung des AHI gegenüber dem Ausgangswert gemessen undmit Placebo verglichen wurde (Tabelle 7).
Tabelle 4 Studie 1: Änderungen gegenüber dem Ausgangswert bei Körpergewicht, Blutzuckerund kardiometabolischen Parametern in Woche 56
Saxenda (n=2437) Placebo (n=1225) Saxenda gegenüber
Placebo
KörpergewichtAusgangswert, kg (SA) 106,3 (21,2) 106,3 (21,7) -
Änderung im Mittel in Woche 56, % -8,0 -2,6 -5,4** (-5,8; -5,0)(95 % KI)
Änderung im Mittel in Woche 56, kg -8,4 -2,8 -5,6** (-6,0; -5,1)(95 % KI)
Anteil der Patienten mit ≥ 5 %
Gewichtsabnahme in Woche 56, % 63,5 26,6 4,8** (4,1; 5,6)(95 % KI)
Anteil der Patienten mit > 10 %
Gewichtsabnahme in Woche 56, % 32,8 10,1 4,3** (3,5; 5,3)(95 % KI)
Blutzucker und Ausgangs- Änderung Ausgangs- Änderungkardiometabolische Faktoren wert wert
HbA1c, % 5,6 -0,3 5,6 -0,1 -0,23** (-0,25; -0,21)
NPG, mmol/l 5,3 -0,4 5,3 -0,01 -0,38** (-0,42; -0,35)
Systolischer Blutdruck, mmHg 123,0 -4,3 123,3 -1,5 -2,8** (-3,6; -2,1)
Diastolischer Blutdruck, mmHg 78,7 -2,7 78,9 -1,8 -0,9* (-1,4; -0,4)
Taillenumfang, cm 115,0 -8,2 114,5 -4,0 -4,2** (-4,7; -3,7)
Gesamtgruppe (FAS = Full Analysis Set). Für Körpergewicht, HbA1c, NPG, Blutdruck und Taillenumfang sinddie Ausgangswerte Mittelwerte, Änderungen gegenüber den Ausgangswerten in Woche 56 sind geschätzte
Mittelwerte (kleinste Fehlerquadrate) und Behandlungsunterschiede in Woche 56 sind geschätzte
Behandlungsunterschiede. Für die Anteile der Patienten, die ≥ 5/> 10 % Körpergewicht verloren haben, wurdengeschätzte Odds-Verhältnisse verwendet. Fehlende Werte nach Studienbeginn wurden unter Verwendung der
Last Observation Carried Forward (LOCF) berechnet. * p < 0,05. ** p < 0,0001. KI=Konfidenzintervall.
NPG=Nüchternplasmaglucose. SA=Standardabweichung.
Tabelle 5 Studie 1: Änderungen gegenüber dem Ausgangswert bei Körpergewicht, Blutzuckerund kardiometabolischen Parametern in Woche 160
Saxenda (n=1472) Placebo (n=738) Saxenda gegenüber
Placebo
KörpergewichtAusgangswert, kg (SA) 107,6 (21,6) 108,0 (21,8)
Änderung im Mittel in Woche 160, -6,2 -1,8 -4,3** (-4,9; -3,7)% (95 % KI)
Änderung im Mittel in Woche 160, -6,5 -2,0 -4,6** (-5,3; -3,9)kg (95 % KI)
Anteil der Patienten mit ≥ 5 %
Gewichtsabnahme in Woche 160, % 49,6 23,4 3,2** (2,6; 3,9)(95 % KI)
Anteil der Patienten mit > 10 %
Gewichtsabnahme in Woche 160, % 24,4 9,5 3,1** (2,3; 4,1)(95 % KI)
Blutzucker und Ausgangs- Änderung Ausgangs- Änderungkardiometabolische Faktoren wert wert
HbA1c, % 5,8 -0,4 5,7 -0,1 -0,21** (-0,24; -0,18)
NPG, mmol/l 5,5 -0,4 5,5 0,04 -0,4** (-0,5; -0,4)
Systolischer Blutdruck, mmHg 124,8 -3,2 125,0 -0,4 -2,8** (-3,8; -1,8)
Diastolischer Blutdruck, mmHg 79,4 -2,4 79,8 -1,7 -0,6 (-1,3; 0,1)
Taillenumfang, cm 116,6 -6,9 116,7 -3,4 -3,5** (-4,2; -2,8)
Gesamtgruppe (FAS = Full Analysis Set). Für Körpergewicht, HbA1c, NPG, Blutdruck und Taillenumfang sinddie Ausgangswerte Mittelwerte, Änderungen gegenüber den Ausgangswerten in Woche 160 sind geschätzte
Mittelwerte (kleinste Fehlerquadrate) und Behandlungsunterschiede in Woche 160 sind geschätzte
Behandlungsunterschiede. Für die Anteile der Patienten, die ≥ 5/> 10 % Körpergewicht verloren haben, wurdengeschätzte Odds-Verhältnisse verwendet. Fehlende Werte nach Studienbeginn wurden unter Verwendung der
Last Observation Carried Forward (LOCF) berechnet. ** p < 0,0001. KI=Konfidenzintervall.
NPG=Nüchternplasmaglucose. SA=Standardabweichung.
- 2,6
- 3,5
- 8,0
- 9,2
Zeit in Wochen
Saxenda Placebo LOCF-Werte (Last observation carried forward)
Beobachtete Werte für Patienten, die jeden Kontrolltermin wahrgenommen haben
Abbildung 1 Änderung des Körpergewichts (%) im Zeitverlauf in Studie 1 (0-56 Wochen)gegenüber dem Ausgangswert
Änderung des Körpergewichts (%)
Änderung des Körpergewichts (%)
Saxenda Placebo
LOCF-Werte (Last observation carried forward)
Abbildung 2 Kumulative Verteilung der Gewichtsänderung (%) nach 56 Behandlungswochen in
Studie 1Tabelle 6 Studie 2: Änderungen gegenüber dem Ausgangswert bei Körpergewicht, Blutzuckerund kardiometabolischen Parametern in Woche 56
Saxenda (n=412) Placebo (n=211) Saxendagegenüber Placebo
KörpergewichtAusgangswert, kg (SA) 105,6 (21,9) 106,7 (21,2) -
Änderung im Mittel in Woche 56, % -5,9 -2,0 -4,0** (-4,8; -3,1)(95 % KI)
Änderung im Mittel in Woche 56, kg -6,2 -2,2 -4,1** (-5,0; -3,1)(95 % KI)
Anteil der Patienten mit ≥ 5 %
Gewichtsabnahme in Woche 56, % 49,8 13,5 6,4** (4,1; 10,0)(95 % KI)
Anteil der Patienten mit > 10 %
Gewichtsabnahme in Woche 56, % 22,9 4,2 6,8** (3,4; 13,8)(95 % KI)
Blutzucker und Ausgangs- Änderung Ausgangs- Änderungkardiometabolische Faktoren wert wert
HbA1c, % 7,9 -1,3 7,9 -0,4 -0,9** (-1,1; -0,8)
NPG, mmol/l 8,8 -1,9 8,6 -0,1 -1,8** (-2,1; -1,4)
Systolischer Blutdruck, mmHg 128,9 -3,0 129,2 -0,4 -2,6* (-4,6; -0,6)
Diastolischer Blutdruck, mmHg 79,0 -1,0 79,3 -0,6 -0,4 (-1,7; 1,0)
Taillenumfang, cm 118,1 -6,0 117,3 -2,8 -3,2** (-4,2; -2,2)
Gesamtgruppe (FAS = Full Analysis Set). Für Körpergewicht, HbA1c, NPG, Blutdruck und Taillenumfang sinddie Ausgangswerte Mittelwerte, Änderungen gegenüber den Ausgangswerten in Woche 56 sind geschätzte
Mittelwerte (kleinste Fehlerquadrate) und Behandlungsunterschiede in Woche 56 sind geschätzte
Behandlungsunterschiede. Für die Anteile der Patienten, die ≥ 5/> 10 % Körpergewicht verloren haben, wurdengeschätzte Odds-Verhältnisse verwendet. Fehlende Werte nach Studienbeginn wurden unter Verwendung der
Last Observation Carried Forward (LOCF) berechnet. * p < 0,05. ** p < 0,0001. KI=Konfidenzintervall.
NPG=Nüchternplasmaglucose. SA=Standardabweichung.
Kumulative Häufigkeit (%)
Tabelle 7 Studie 3: Änderungen des Körpergewichts und des Apnoe-Hypopnoe-Index in Woche32 gegenüber dem Ausgangswert
Saxenda (n=180) Placebo (n=179) Saxenda gegenüber
Placebo
KörpergewichtAusgangswert, kg (SA) 116,5 (23,0) 118,7 (25,4) -
Änderung im Mittel in Woche 32, % -5,7 -1,6 -4,2** (-5,2; -3,1)(95 % KI)
Änderung im Mittel in Woche 32, kg -6,8 -1,8 -4,9** (-6,2; -3,7)(95 % KI)
Anteil der Patienten mit ≥ 5 %
Gewichtsabnahme in Woche 32, % 46,4 18,1 3,9** (2,4; 6,4)(95 % KI)
Anteil der Patienten mit > 10 %
Gewichtsabnahme in Woche 32, % 22,4 1,5 19,0** (5,7; 63,1)(95 % KI)
Ausgangs Änderung Ausgangs- Änderung
- wert wert
Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI), 49,0 -12,2 49,3 -6,1 -6,1* (-11,0; -1,2)
Ereignisse/Stunde
Gesamtgruppe (FAS = Full Analysis Set). Die Ausgangswerte sind Mittelwerte, Änderungen gegenüber den
Ausgangswerten in Woche 32 sind geschätzte Mittelwerte (kleinste Fehlerquadrate) und
Behandlungsunterschiede in Woche 32 sind geschätzte Behandlungsunterschiede (95 % KI). Für die Anteile der
Patienten, die ≥ 5/> 10 % Körpergewicht verloren haben, wurden geschätzte Odds-Verhältnisse verwendet.
Fehlende Werte nach Studienbeginn wurden unter Verwendung der Last Observation Carried Forward (LOCF)berechnet. * p < 0,05. ** p < 0,0001. KI=Konfidenzintervall. SA=Standardabweichung.
Tabelle 8 Studie 4: Änderungen des Körpergewichts in Woche 56 gegenüber dem Ausgangswert
Saxenda (n=207) Placebo (n=206) Saxenda gegenüber
Placebo
Ausgangswert, kg (SA) 100,7 (20,8) 98,9 (21,2) -
Änderung im Mittel in Woche 56, % -6,3 -0,2 -6,1** (-7,5; -4,6)(95 % KI)
Änderung im Mittel in Woche 56, kg -6,0 -0,2 -5,9** (-7,3; -4,4)(95 % KI)
Anteil der Patienten mit ≥ 5 %
Gewichtsabnahme in Woche 56, % 50,7 21,3 3,8** (2,4; 6,0)(95 % KI)
Anteil der Patienten mit > 10 %
Gewichtsabnahme in Woche 56, % 27,4 6,8 5,1** (2,7; 9,7)(95 % KI)
Gesamtgruppe (FAS = Full Analysis Set). Die Ausgangswerte sind Mittelwerte, Änderungen gegenüber den
Ausgangswerten in Woche 56 sind geschätzte Mittelwerte (kleinste Fehlerquadrate) und
Behandlungsunterschiede in Woche 56 sind geschätzte Behandlungsunterschiede. Für die Anteile der Patienten,die ≥ 5/> 10 % Körpergewicht verloren haben, wurden geschätzte Odds-Verhältnisse verwendet. Fehlende Wertenach Studienbeginn wurden unter Verwendung der Last Observation Carried Forward (LOCF) berechnet.
** p < 0,0001. KI=Konfidenzintervall. SA=Standardabweichung.
0,0
- 0,1
- 50,19
- 65,89
Zeit in Wochen
Saxenda Placebo LOCF-Werte (Last observation carried forward)
Beobachtete Werte für Patienten, die jeden Kontrolltermin wahrgenommen haben
Abbildung 3 Änderung des Körpergewichts (%) im Zeitverlauf in Studie 4 gegenüber der
Randomisierung (Woche 0)
Vor Woche 0 bestand die Behandlung der Patienten nur aus kalorienarmer Diät und körperlicher
Aktivität. In Woche 0 wurden die Patienten randomisiert der Behandlungsgruppe mit Saxenda oder
Placebo zugeteilt.
ImmunogenitätEntsprechend den potenziell immunogenen Eigenschaften von protein- und peptidhaltigen
Arzneimitteln können Patienten durch die Behandlung mit Liraglutid gegen Liraglutid gerichtete
Antikörper bilden. In klinischen Studien haben 2,5 % der mit Liraglutid behandelten Patienten gegen
Liraglutid gerichtete Antikörper entwickelt. Die Bildung von Antikörpern ist nicht mit einerverminderten Wirksamkeit von Liraglutid verbunden.
Kardiovaskuläre BewertungSchwere unerwünschte kardiovaskuläre Ereignisse (MACE) wurden von einer externen unabhängigen
Expertengruppe beurteilt und als nicht-tödlicher Myokardinfarkt, nicht-tödlicher Schlaganfall undkardiovaskulärer Tod definiert. In allen Langzeitstudien mit Saxenda traten 6 MACE bei Patienten, diemit Liraglutid behandelt wurden, und 10 MACE bei mit Placebo behandelten Patienten auf. Die
Hazard Ratio und 95 % KI ist 0,33 [0,12; 0,90] für Liraglutid gegenüber Placebo. In klinischen Phase-3-Studien wurde bei Behandlung mit Liraglutid eine mittlere Erhöhung der Herzfrequenz gegenüberdem Ausgangswert in Höhe von 2,5 Schlägen pro Minute beobachtet (in allen Studien zwischen 1,6und 3,6 Schlägen pro Minute). Die Herzfrequenz erreichte nach etwa 6 Wochen einen Höchstwert. Dielangfristige klinische Auswirkung dieser durchschnittlichen Erhöhung der Herzfrequenz ist nichterwiesen. Die Herzfrequenzänderung war nach Absetzen von Liraglutid reversibel (siehe Abschnitt4.4).
In die Liraglutide Effect and Action in Diabetes Evaluation of Cardiovascular Outcome Results(LEADER) Studie waren 9 340 Patienten mit unzureichend kontrolliertem Typ 2 Diabeteseingeschlossen. Die überwiegende Mehrheit hatte bereits eine bestehende kardiovaskuläre
Erkrankung. Die Patienten wurden randomisiert entweder Liraglutid, mit einer täglichen Dosis von biszu 1,8 mg (4 668), oder Placebo (4 672), beides vor dem Hintergrund einer Standardtherapie, zugeteilt.
Die Dauer des Beobachtungszeitraums lag zwischen 3,5 und 5 Jahren. Das Durchschnittsalter war64 Jahre und der durchschnittliche BMI 32,5 kg/m2. Der HbA1c-Ausgangswert war im Mittel 8,7 undhat sich nach 3 Jahren bei Patienten, die einer Behandlung mit Liraglutid zugeordnet waren, um 1,2 %verbessert und um 0,8 % bei Patienten, die einer Behandlung mit Placebo zugeordnet waren. Derprimäre Endpunkt war die Zeit seit der Randomisierung bis zum ersten Auftreten eines schwerenunerwünschten kardiovaskulären Ereignisses (MACE): kardiovaskulärer Tod, nicht-tödlicher
Myokardinfarkt oder nicht-tödlicher Schlaganfall.
Änderung des Körpergewichts (%)
Liraglutid reduzierte signifikant die Rate schwerer unerwünschter kardiovaskulärer Ereignisse(primäre Endpunkt-Ereignisse, MACE) gegenüber Placebo (3,41 gegenüber 3,90 pro100 Patientenjahre der Beobachtung in der Liraglutid- gegenüber der Placebogruppe) mit einer
Risikoreduktion von 13 %, HR (Hazard Ratio) 0,87, [0,78; 0,97] [95 % KI]) (p = 0,005) (siehe
Abbildung 4).
Placebo
Liraglutid
HR: 0,8795 % KI 0,78; 0,97p < 0,001 für Nicht-Unterlegenheitp = 0,005 für Überlegenheit
Zeit seit der Randomisierung (Monate)
Risikopatienten
Placebo 4672 4587 4473 4352 4237 4123 4010 3914 1543 407
Liraglutid 4668 4593 4496 4400 4280 4172 4072 3982 1562 424
FAS: full analysis set (Gesamtgruppe)
Abbildung 4 Kaplan-Meier-Kurve über die Zeit bis zum Auftreten eines ersten MACE - FAS
Population
Kinder und JugendlicheDie Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Saxenda eine Zurückstellung von der Verpflichtung zur
Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehreren pädiatrischen Altersklassen zur
Behandlung von Adipositas gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei
Kindern und Jugendlichen).
In einer doppelblinden Studie, in der die Wirksamkeit und Sicherheit von Saxenda versus Placebobezüglich Gewichtsreduktion bei jugendlichen Patienten im Alter von 12 Jahren und älter mit
Adipositas untersucht wurde, war Saxenda Placebo hinsichtlich der Gewichtsreduktion (beurteilt als
BMI-Standard-Deviation-Score) nach 56 Wochen Behandlung überlegen (Tabelle 9).
Mit Liraglutid erreichte ein größerer Anteil von Patienten BMI-Reduktionen ≥ 5 % und ≥ 10 % als mit
Placebo, sowie stärkere Reduktionen des mittleren BMI und Körpergewichts (Tabelle 9). 26 Wochennachdem das Studienpräparat abgesetzt wurde, wurde für Liraglutid gegenüber Placebo eine erneute
Gewichtszunahme beobachtet (Tabelle 9).
Tabelle 9 Studie 4180: Veränderungen des Körpergewichts und des BMI gegenüber dem
Ausgangswert nach 56 Wochen und Veränderung des BMI-SDS von Woche 56 bis Woche 82
Saxenda (N=125) Placebo (N=126) Saxenda vs. Placebo
BMI-SDS
Ausgangswert, BMI-SDS (SA) 3,14 (0,65) 3,20 (0,77)
Mittlere Veränderung in Woche 56
*(95 % KI) -0,23 0,00 -0,22 (-0,37; -0,08)
Woche 56, BMI-SDS (SA) 2,88 (0,94) 3,14 (0,98)
Mittlere Veränderung von Woche 56 **zu Woche 82, BMI-SDS (95 % KI) 0,22 0,07 0,15 (0,07; 0,23)
KörpergewichtAusgangswert, kg (SA) 99,3 (19,7) 102,2 (21,6) -
Patienten mit Ereignis (%)
Saxenda (N=125) Placebo (N=126) Saxenda vs. Placebo
Mittlere Veränderung in Woche 56, % -2,65 2,37 -5,01** (-7,63; -2,39)(95 % KI)
Mittlere Veränderung in Woche 56, kg -2,26 2,25 -4,50** (-7,17; -1,84)(95 % KI)
BMI
Ausgangswert, kg/m2 (SA) 35,3 (5,1) 35,8 (5,7) -
Mittlere Veränderung in Woche 56, -1,39 0,19 -1,58** (-2,47; -0,69)kg/m2 (95 % KI)
Anteil der Patienten mit ≥5 %
Reduktion des Ausgangs-BMI in 43,25 18,73 3,31** (1,78; 6,16)
Woche 56, % (95 % KI)
Anteil der Patienten mit ≥10 %
Reduktion des Ausgangs-BMI in 26,08 8,11 4,00** (1,81; 8,83)
Woche 56, % (95 % KI)
Vollständiges Auswertungskollektiv. Für den BMI-SDS, das Körpergewicht und den BMI handelt es sich beiden Ausgangswerten um Mittelwerte, die Veränderungen vom Ausgangswert bis Woche 56 sind geschätzte
Mittelwerte (kleinste Quadrate) und die Behandlungsvergleiche in Woche 56 sind geschätzte
Behandlungsunterschiede. Für den BMI-SDS sind die Werte in Woche 56 Mittelwerte, die Veränderungen von
Woche 56 bis Woche 82 sind geschätzte Mittelwerte (kleinste Quadrate) und die Behandlungsvergleiche in
Woche 82 sind geschätzte Behandlungsunterschiede. Für die Anteile der Patienten, die ihren Ausgangs-BMI≥ 5 %/≥ 10 % verringern, sind die geschätzten Odds Ratios angegeben. Fehlende Beobachtungen wurden vom
Placeboarm basierend auf dem multiplen (x100) Jump-to-Reference-Imputationsansatz fortgeschrieben.
*p<0,01, **p<0,001. KI=Konfidenzintervall. SA=Standardabweichung.
In Abhängigkeit von der Verträglichkeit erhöhten 103 Patienten (82,4 %) die Dosis und behielten eine
Dosis von 3,0 mg bei, 11 Patienten (8,8 %) erhöhten und behielten eine Dosis von 2,4 mg bei,4 Patienten (3,2 %) erhöhten und behielten eine Dosis von 1,8 mg bei, 4 Patienten (3,2 %) erhöhtenund behielten eine Dosis von 1,2 mg bei und 3 Patienten (2,4 %) blieben bei der Dosis von 0,6 mg.
Nach 56 Wochen Behandlung wurden keine Auswirkungen auf das Wachstum oder die pubertäre
Entwicklung festgestellt.
Eine für 16 Wochen doppelblinde und für 36 Wochen unverblindete Studie wurde durchgeführt, umdie Wirksamkeit und Sicherheit von Saxenda bei pädiatrischen Patienten mit Prader-Willi-Syndromund Adipositas zu beurteilen. Die Studie schloss 32 Patienten zwischen 12 bis < 18 Jahren (Teil A)und 24 Patienten zwischen 6 bis < 12 Jahren (Teil B) ein. Die Patienten wurden im Verhältnis 2:1randomisiert, um Saxenda oder Placebo zu erhalten. Patienten mit einem Körpergewicht von wenigerals 45 kg starteten die Dosiseskalation mit einer niedrigeren Dosis von 0,3 mg anstelle von 0,6 mg underhöhten die maximale Dosis auf 2,4 mg.
Die geschätzten Behandlungsunterschiede hinsichtlich des mittleren BMI-SDS in Woche 16(Teil A: -0,20 gegenüber -0,13; Teil B: -0,50 gegenüber -0,44) und Woche 52 (Teil A: -0,31gegenüber -0,17; Teil B: -0,73 gegenüber -0,67) waren für Saxenda und Placebo ähnlich.
In der Studie wurden keine zusätzlichen Sicherheitsbedenken beobachtet.