Angewendet bei: Varizenblutung; hepatorenales Syndrom
Art der Anwendung: Injektion
Substanz: Terlipressin (Somatostatin-Analogon)
ATC: H01BA04 (Systemische Hormonpräparate, exkl. Sexualhormone und Insuline | Hypophysenhinterlappenhormone | Vasopressin und Analoga)
Während der Schwangerschaft nur auf ärztliche Empfehlung anwenden.
Terlipressin ist ein Krankenhausarzneimittel für ernste Situationen wie Blutungen aus Ösophagusvarizen und hepatorenales Syndrom bei fortgeschrittener Lebererkrankung. Es ist ein Vasopressinanalogon, das Gefäße im Splanchnikusgebiet verengt, den Druck im Portalsystem senkt und in bestimmten Leberkrankheitssituationen die Nierenfunktion unterstützen kann.
Die Gabe erfolgt intravenös nur durch medizinisches Personal und unter enger Überwachung. Es ist keine Behandlung für zu Hause. Dosis und Dauer hängen von Indikation, Körpergewicht, Nierenfunktion, Atemstatus und Schwere der Lebererkrankung ab. Beim hepatorenalen Syndrom wägt der Arzt den Nutzen sorgfältig ab, da manche Patienten ein höheres Risiko für schwere Ereignisse haben.
Nebenwirkungen können Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit, Blässe, hoher oder niedriger Blutdruck, langsamer Herzschlag, Kopfschmerzen und verminderte Durchblutung der Gliedmaßen sein. Schwere Reaktionen sind möglich, etwa Herz- oder Darmischämie, Rhythmusstörungen, niedriges Natrium, Atemversagen oder Verschlechterung der Atmung, besonders bei geschwächten Patienten.
Informieren Sie sofort das Personal bei Brustschmerz, Atemnot, blauen Lippen, Verwirrtheit, starken Bauchschmerzen, kalten schmerzhaften Händen oder Füßen, Herzklopfen oder Ohnmacht. Teilen Sie Herzkrankheit, Bluthochdruck, Asthma/COPD, Infektionen, fortgeschrittene Niereninsuffizienz und alle Medikamente mit. Überwachung ist während der Gabe entscheidend.