Angewendet bei: Morbus Parkinson
Art der Anwendung: oral
Substanz: Rasagilin (Antiparkinsonmittel)
ATC: N04BD02 (NERVENSYSTEM | DOPAMINERGE MITTEL | Monoaminoxidase-B-Hemmer)
Rasagilin ist ein Medikament, das zur Behandlung der Parkinson-Krankheit eingesetzt wird, einer neurodegenerativen Erkrankung, die durch Zittern, Steifheit und Bewegungsstörungen gekennzeichnet ist. Es ist ein selektiver Monoaminoxidase-Typ-B (MAO-B)-Hemmer, der die Dopaminspiegel im Gehirn erhöht und so die Symptome der Krankheit lindert.
Das Medikament wird oral, meist in Tablettenform, eingenommen und sollte gemäß den Anweisungen Ihres Arztes verwendet werden. Es ist wichtig, die vorgeschriebene Dosierung einzuhalten und tyraminreiche Lebensmittel wie gereiften Käse zu vermeiden, um Nebenwirkungen zu verhindern.
Nebenwirkungen können Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit oder Schlaflosigkeit umfassen. In seltenen Fällen können schwere Nebenwirkungen wie Bluthochdruck oder allergische Reaktionen auftreten, die sofortige medizinische Hilfe erfordern.
Patienten sollten ihren Arzt über alle anderen verwendeten Medikamente oder bestehende Erkrankungen wie Depressionen oder Bluthochdruck informieren, um die sichere Anwendung von Rasagilin zu gewährleisten.
Rasagilin ratiopharm 1 mg Tabletten
Jede Tablette enthält 1 mg Rasagilin (als Mesilat).
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
Tablette
Weiße bis cremefarbene, runde, flache, abgeschrägte Tabletten, auf einer Seite mit der Prägung 'GIL' unddarunter '1' versehen und glatt auf der anderen Seite.
Rasagilin ratiopharm wird angewendet bei Erwachsenen zur Behandlung der idiopathischen Parkinson-
Krankheit als Monotherapie (ohne Levodopa) oder als Zusatztherapie (mit Levodopa) bei Patienten mit
End-of-dose-Fluktuationen .
Die empfohlene Dosis von Rasagilin beträgt 1 mg (eine Tablette Rasagilin ratiopharm) einmal täglich mitoder ohne Levodopa.
Ältere PatientenBei älteren Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).
Eingeschränkte LeberfunktionRasagilin darf bei Patienten mit stark eingeschränkter Leberfunktion nicht angewendet werden (siehe
Abschnitt 4.3). Die Anwendung von Rasagilin bei Patienten mit mittelschwer eingeschränkter
Leberfunktion sollte vermieden werden. Vorsicht ist bei der Einleitung der Behandlung mit Rasagilin bei
Patienten mit leicht eingeschränkter Leberfunktion geboten. Bei Patienten, deren eingeschränkte
Leberfunktion von einer leichten zu einer mittelschweren Form fortschreitet, ist Rasagilin abzusetzen (siehe
Abschnitt 4.4 und 5.2).
Eingeschränkte NierenfunktionBei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmenerforderlich.
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit und Wirksamkeit von Rasagilin ratiopharm bei Kindern und Jugendlichen ist nicht erwiesen.
Es gibt im Anwendungsgebiet Parkinson-Krankheit keinen relevanten Nutzen von Rasagilin ratiopharm bei
Kindern und Jugendlichen.
Art der AnwendungZum Einnehmen.
Die Einnahme von Rasagilin ratiopharm kann mit oder ohne Nahrung erfolgen.
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
Gleichzeitige Behandlung mit anderen Monoaminoxidase-(MAO)-Hemmern (einschließlich nichtverschreibungspflichtiger Arzneimittel und Naturheilmittel, z. B. Johanniskraut) oder Pethidin (siehe
Abschnitt 4.5). Mindestens 14 Tage müssen zwischen dem Absetzen von Rasagilin und der Einleitungeiner Behandlung mit MAO-Hemmern oder Pethidin liegen.
Stark eingeschränkte Leberfunktion.
Gleichzeitige Anwendung von Rasagilin mit anderen Arzneimitteln
Die gleichzeitige Anwendung von Rasagilin und Fluoxetin oder Fluvoxamin sollte vermieden werden(siehe Abschnitt 4.5). Ein Zeitraum von mindestens fünf Wochen sollte zwischen dem Absetzen von
Fluoxetin und der Einleitung der Behandlung mit Rasagilin eingehalten werden. Mindestens 14 Tagesollten zwischen dem Absetzen von Rasagilin und dem Beginn einer Behandlung mit Fluoxetin oder
Fluvoxamin liegen.
Die gleichzeitige Anwendung von Rasagilin und Dextromethorphan oder Sympathomimetika, z. B.solchen, die in schleimhautabschwellenden Arzneimitteln zur nasalen und oralen Anwendung enthaltensind, oder mit Arzneimitteln gegen Erkältungen, die Ephedrin oder Pseudoephedrin enthalten, wird nichtempfohlen (siehe Abschnitt 4.5).
Gleichzeitige Anwendung von Rasagilin und Levodopa
Da Rasagilin die Wirkungen von Levodopa verstärkt, können durch Levodopa bedingte Nebenwirkungenverstärkt und eine vorbestehende Dyskinesie verschlimmert werden. Eine Dosisreduktion von Levodopakann diese Nebenwirkung vermindern.
Es ist über hypotensive Wirkungen berichtet worden, wenn Rasagilin zusammen mit Levodopaeingenommen wurde. Aufgrund von vorbestehenden Gangschwierigkeiten sind Patienten mit
Parkinson-Krankheit für die Nebenwirkungen einer Hypotonie besonders anfällig.
Dopaminerge Wirkungen
Übermäßige Tagesschläfrigkeit und Episoden plötzlichen Einschlafens
Rasagilin kann zu Tagesschläfrigkeit, Somnolenz und gelegentlich, insbesondere bei Anwendung mitanderen dopaminergen Arzneimitteln, zu einem Einschlafen bei der Verrichtung von Alltagsaktivitätenführen. Die Patienten sind hierüber aufzuklären und anzuweisen, während der Behandlung mit Rasagilinbeim Führen eines Kraftfahrzeugs oder dem Bedienen von Maschinen vorsichtig zu sein. Patienten, beidenen es zu Somnolenz und/oder einer Episode plötzlichen Einschlafens gekommen ist, dürfen kein
Kraftfahrzeug führen und keine Maschinen bedienen (siehe Abschnitt 4.7).
Impulskontrollstörungen
Impulskontrollstörungen können bei Patienten unter der Therapie mit Dopaminagonisten und/oderdopaminerger Behandlungen auftreten. Seit der Markteinführung hat es ähnliche Berichte von
Impulskontrollstörungen mit Rasagilin gegeben. Patienten sollten regelmäßig auf die Entwicklung von
Impulskontrollstörungen hin überwacht werden. Patienten und deren Betreuer sollten auf die
Verhaltenssymptome von Impulskontrollstörungen, einschließlich zwanghaftem Verhalten,
Zwangsgedanken, Spielzwang, verstärkter Libido, Hypersexualität, impulsives Verhalten, Kaufsucht undzwanghaftes Geldausgeben, die bei Patienten unter der Therapie mit Rasagilin beobachtet wurden,hingewiesen werden.
MelanomEine retrospektive Kohortenstudie deutete auf ein möglicherweise erhöhtes Risiko für Melanome bei der
Anwendung von Rasagilin hin, insbesondere bei Patienten mit längerer Rasagilin-Exposition und/oderhöherer kumulativer Rasagilin-Dosis. Jede verdächtige Hautläsion sollte von einem Facharzt untersuchtwerden. Die Patienten sind deshalb anzuweisen, bei einer neuen oder sich verändernden Hautläsion einen
Arzt aufzusuchen.
Eingeschränkte LeberfunktionBei Aufnahme der Behandlung mit Rasagilin bei Patienten mit leicht eingeschränkter Leberfunktion ist
Vorsicht geboten. Die Anwendung von Rasagilin bei Patienten mit mittelschwerer Leberfunktionsstörungist zu vermeiden. Bei Patienten, deren Leberfunktionsstörung von einer leichten zu einer mittelschweren
Form fortschreitet, ist Rasagilin abzusetzen (siehe Abschnitt 5.2).
MAO-Hemmer
Rasagilin darf nicht zusammen mit anderen MAO-Hemmern (einschließlich nicht verschreibungspflichtiger
Arzneimittel und Naturheilmittel, z. B. Johanniskraut) angewendet werden, da das Risiko einer nicht-selektiven MAO-Hemmung besteht, die zu hypertonen Krisen führen kann (siehe Abschnitt 4.3).
Pethidin
Bei gleichzeitiger Anwendung von Pethidin und MAO-Hemmern, einschließlich eines anderen selektiven
MAO-B-Hemmers, wurden schwere unerwünschte Wirkungen berichtet. Die gleichzeitige Anwendung von
Rasagilin und Pethidin ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).
Sympathomimetika
Bei gleichzeitiger Anwendung von MAO-Hemmern und Sympathomimetika ist über Wechselwirkungenzwischen diesen Arzneimitteln berichtet worden. Aufgrund der MAO-hemmenden Wirkung von Rasagilinwird daher die gleichzeitige Behandlung mit Rasagilin und Sympathomimetika, z. B. solchen, die inschleimhautabschwellenden Arzneimitteln zur nasalen und oralen Anwendung enthalten sind, oder mit
Arzneimitteln gegen Erkältungen, die Ephedrin oder Pseudoephedrin enthalten, nicht empfohlen (siehe
Abschnitt 4.4).
Dextromethorphan
Bei gleichzeitiger Anwendung von Dextromethorphan und nicht-selektiven MAO-Hemmern ist über
Arzneimittelwechselwirkungen berichtet worden. Aufgrund der MAO-hemmenden Wirkung von Rasagilinwird daher die Anwendung von Rasagilin zusammen mit Dextromethorphan nicht empfohlen (siehe
Abschnitt 4.4).
SNRI/SSRI/tri- und tetrazyklische Antidepressiva
Die gleichzeitige Behandlung mit Rasagilin und Fluoxetin oder Fluvoxamin sollte vermieden werden (siehe
Abschnitt 4.4).
Zur gleichzeitigen Anwendung von Rasagilin und selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern(SSRI)/selektiven Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmern (SNRI) in klinischen Studien siehe
Abschnitt 4.8.
Bei gleichzeitiger Anwendung mit SSRI, SNRI, trizyklischen/tetrazyklischen Antidepressiva und MAO-
Hemmern sind schwere unerwünschte Wirkungen berichtet worden. Aufgrund der MAO-hemmenden
Wirkung von Rasagilin sollten Antidepressiva daher mit Vorsicht angewendet werden.
Wirkstoffe mit Einfluss auf die CYP1A2-Aktivität
Studien in vitro haben gezeigt, dass Cytochrom P450 1A2 (CYP1A2) das hauptsächlich für die
Verstoffwechselung von Rasagilin verantwortliche Enzym ist.
CYP1A2-Hemmer
Bei gleichzeitiger Anwendung von Rasagilin und Ciprofloxacin (einem CYP1A2-Hemmer) nimmt die
AUC von Rasagilin um 83 % zu. Die gleichzeitige Gabe von Rasagilin und Theophyllin (einem CYP1A2-
Substrat) hatte keinen Einfluss auf die Pharmakokinetik dieser beiden Substanzen. Folglich können starke
CYP1A2-Hemmer eine Wirkung auf die Plasmaspiegel von Rasagilin haben und sollten mit Vorsichtangewendet werden.
CYP1A2-InduktorenBei Patienten, die rauchen, besteht das Risiko einer Verminderung der Plasmaspiegel von Rasagilin infolgeder Induktion des metabolisierenden Enzyms CYP1A2.
Andere Cytochrom-P450-Isoenzyme
Studien in vitro zeigten, dass Rasagilin in einer Konzentration von 1 µg/ml (entspricht einem Spiegel, der160-mal höher ist als die durchschnittliche Cmax ∼ 5,9-8,5 ng/ml bei Parkinson-Patienten nach mehrfacher
Gabe von 1 mg Rasagilin) die Cytochrom-P450-Isoenzyme CYP1A2, CYP2A6, CYP2C9, CYP2C19,
CYP2D6, CYP2E1, CYP3A4 und CYP4A nicht hemmte. Diese Ergebnisse weisen darauf hin, dass esunwahrscheinlich ist, dass Rasagilin in therapeutischen Konzentrationen klinisch signifikante Interferenzenmit Substraten dieser Enzyme verursacht (siehe Abschnitt 5.3).
Levodopa und andere Arzneimittel gegen die Parkinson-Krankheit
Bei Parkinson-Patienten unter Rasagilin als Zusatztherapie zu einer chronischen Levodopa-Behandlunghatte die Levodopa-Behandlung keine klinisch bedeutsame Wirkung auf die Clearance von Rasagilin.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Rasagilin und Entacapon war die Clearance von oral appliziertem
Rasagilin um 28 % erhöht.
Tyramin/Rasagilin-Wechselwirkung
Die Ergebnisse von fünf Tyramin-Expositionsstudien (an freiwilligen Probanden und Parkinson-Patienten)und die Messergebnisse einer nach den Mahlzeiten zuhause durchgeführten Blutdruckkontrolle (von464 Patienten, die über sechs Monate ohne Tyramin-Einschränkungen mit 0,5 oder 1 mg Rasagilin pro Tagoder Placebo als Zusatztherapie zu Levodopa behandelt wurden) sowie die Tatsache, dass in klinischen
Studien, die ohne eingeschränkte Aufnahme von Tyramin durchgeführt wurden, keine Tyramin/Rasagilin-
Wechselwirkung mitgeteilt wurde, zeigen, dass Rasagilin risikolos ohne Einschränkung der Aufnahme von
Tyramin mit der Nahrung angewendet werden kann.
Bisher liegen keine Erfahrungen mit der Anwendung von Rasagilin bei Schwangeren vor.
Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche
Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt 5.3). Aus Vorsichtsgründen soll eine
Anwendung von Rasagilin während der Schwangerschaft vermieden werden.
StillzeitPräklinische Daten ergaben Hinweise darauf, dass Rasagilin zu einer Beeinträchtigung der
Prolactinausschüttung und folglich zu einer Hemmung der Laktation führen kann.
Es ist nicht bekannt, ob Rasagilin in die Muttermilch übergeht. Bei Anwendung von Rasagilin bei einerstillenden Mutter ist Vorsicht geboten.
FertilitätEs liegen keine Daten vom Menschen zur Wirkung von Rasagilin auf die Fertilität vor. Präklinische Datenergaben Hinweise darauf, dass Rasagilin die Fertilität nicht beeinflusst.
Bei Patienten, bei denen es zu Somnolenz/Episoden plötzlichen Einschlafens kommt, kann Rasagilingroßen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen haben.
Patienten sollten davor gewarnt werden, gefährliche Maschinen, einschließlich Kraftfahrzeuge, zubedienen, bis sie sicher sind, dass Rasagilin auf sie keinen negativen Einfluss hat.
Patienten unter Behandlung mit Rasagilin, bei denen sich Somnolenz und/oder Episoden plötzlichen
Einschlafens zeigen, sind darüber aufzuklären, das Führen eines Kraftfahrzeugs oder Tätigkeiten, bei denenein beeinträchtigtes Aufmerksamkeitsvermögen für die Patienten selbst oder andere mit der Gefahr vonschweren Verletzungen oder Tod (z. B. Bedienen von Maschinen) verbunden ist, zu unterlassen, bis Siegenügend Erfahrung mit Rasagilin und anderen dopaminergen Arzneimitteln haben, um einschätzen zukönnen, ob ihre geistige und/oder körperliche Leistungsfähigkeit durch das Arzneimittel eingeschränktwird.
Wenn es zu irgendeiner Zeit während der Behandlung zu verstärkter Somnolenz oder neuen Episodenplötzlichen Einschlafens bei Alltagsaktivitäten (z. B. Fernsehen, als Beifahrer in einem Auto usw.) kommt,dürfen die Patienten kein Kraftfahrzeug führen und keine potentiell gefährlichen Tätigkeiten ausführen.
Die Patienten dürfen während der Behandlung kein Kraftfahrzeug führen, keine Maschinen bedienen undnicht in großen Höhen arbeiten, wenn es bei ihnen bereits vor der Anwendung von Rasagilin ohne
Vorwarnung zu Somnolenz und/oder plötzlichem Einschlafen gekommen ist.
Patienten sollten davor gewarnt werden, dass es bei Kombination von Rasagilin mit Beruhigungsmitteln,
Alkohol oder anderen das zentrale Nervensystem dämpfenden Arzneimitteln (z. B. Benzodiazepine,
Antipsychotika, Antidepressiva) oder bei der gleichzeitigen Einnahme von Arzneimitteln, die den
Plasmaspiegel von Rasagilin erhöhen (z. B. Ciprofloxacin), möglicherweise zu additiven Wirkungenkommen kann (siehe Abschnitt 4.4).
In klinischen Studien zur Parkinson-Krankheit traten die folgenden Nebenwirkungen am häufigsten auf:
Kopfschmerzen, Depression, Schwindel und Grippe (Influenza und Rhinitis) bei Anwendung als
Monotherapie, Dyskinesie, orthostatische Hypotonie, Stürze, Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechensowie Mundtrockenheit bei Anwendung als Zusatztherapie zu einer Levodopa-Behandlung und
Muskelschmerzen in Form von Rücken- und Nackenschmerzen sowie Arthralgie bei beiden
Behandlungsregimen. Diese Nebenwirkungen waren nicht mit einer erhöhten Abbruchrate der
Studienmedikation verbunden.
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenDie Nebenwirkungen sind nachstehend in den Tabellen 1 und 2 gemäß Systemorganklasse undentsprechend ihrer Häufigkeit nach folgenden Konventionen geordnet: sehr häufig (≥ 1/10), häufig(≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100), selten (≥ 1/10.000, < 1/1.000), sehr selten(< 1/10.000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
MonotherapieDie nachfolgende tabellarische Liste umfasst unerwünschte Wirkungen, die in placebokontrollierten
Studien mit höherer Inzidenz bei Patienten mitgeteilt wurden, die 1 mg Rasagilin pro Tag erhielten.
Systemorganklasse Sehr häufig Häufig Gelegentlich Nicht bekannt
Infektionen und Grippeparasitäre
Erkrankungen
Gutartige, bösartige Hautkarzinomund unspezifische
Neubildungen (einschl.
Zysten und Polypen)
Erkrankungen des Leukopenie
Blutes und des
Lymphsystems
Erkrankungen des Allergische
Immunsystems Reaktion
Stoffwechsel- und Verminderter
Ernährungsstörungen Appetit
Psychiatrische Depression, Impulskontrollstörung
Erkrankungen Halluzinationen en*
*
Erkrankungen des Kopfschmerzen Apoplektischer Serotonin-Syndrom*,
Nervensystems Insult übermäßige
Tagesschläfrigkeit und
Episoden plötzlichen
Einschlafens*
Augenerkrankungen Konjunktivitis
Erkrankungen des Ohrs Schwindelund des Labyrinths
Herzerkra Angina pectoris Myokardinfarktnkungen
Gefäßerkrankungen Hypertonie*
Erkrankungen der Rhinitis
Atemwege, des
Brustraums und
Mediastinums
Erkrankungen des Blähungen
Gastrointestinaltrakts
Erkranku Dermatitis Vesikulobullösengen der r Ausschlag
Haut unddes
Unterhautzellgewebes
Skelettmuskulatur-, Muskelschmerz
Bindegewebs- und en,
Knochenerkrankungen Nackenschmerzen,
Arthritis
Erkrankungen der Harndrang
Nieren und Harnwege
Allgemeine Fieber,
Erkrankungen und Unwohlsein
Beschwerden am
Verabreichungsort
*Siehe Abschnitt 'Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen“
ZusatztherapieDie nachfolgende tabellarische Liste umfasst Nebenwirkungen, die in placebokontrollierten Studien miteiner höheren Inzidenz bei Patienten mitgeteilt wurden, die 1 mg Rasagilin pro Tag erhielten.
Systemorganklasse Sehr häufig Häufig Gelegentlich Nicht bekannt
Gutartige, bösartige Hautmelanom*und unspezifische
Neubildungen (einschl.
Zysten und Polypen)
Stoffwechsel- und Verminderter
Ernährungsstörungen Appetit
Psychiatrische Halluzinationen Verwirrungszust Impulskontrollstörung
Erkrankungen *, ände en*
Anomale
Träume
Erkrankungen des Dyskinesie Dystonie, Apoplektischer Serotonin-Syndrom*,
Nervensystems Karpaltunnelsyn Insult übermäßigedrom, Tagesschläfrigkeit und
Gleichgewichtss Episoden plötzlichentörung Einschlafens*
Herzerkra Angina pectorisnkungen
Gefäßerkrankungen Orthostatische Hypertonie*
Hypotonie*
Erkrankungen des Bauchschmerze
Gastrointestinaltrakts n,
Obstipation,
Übelkeit und
Erbrechen,
Mundtrockenheit
Erkranku Hautausschlagngen der
Haut unddes
Unterhautzellgewebes
Skelettmuskulatur-, Arthralgie,
Bindegewebs- und Nackenschmerz
Knochenerkrankungen* en
Untersuchungen Gewichtsverlust
Verletzung, Vergiftung Stürzeund durch Eingriffebedingte
Komplikationen
*Siehe Abschnitt 'Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen“
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenIn verblindeten placebokontrollierten Studien wurde von einem Patienten (0,3 %) im Rasagilin-Arm(Studien zur Anwendung als Zusatztherapie) und keinem der Patienten im Placebo-Arm eine schwereorthostatische Hypotonie berichtet. Darüber hinaus lassen Daten aus klinischen Studien vermuten, dass eineorthostatische Hypotonie meist in den ersten zwei Monaten der Rasagilin-Behandlung auftritt und dazuneigt, mit der Zeit abzunehmen.
HypertonieRasagilin ist ein selektiver MAO-B-Hemmer und bei der angezeigten Dosis (1 mg/Tag) nicht mit einererhöhten Tyraminempfindlichkeit verbunden. In verblindeten placebokontrollierten Studien (Monotherapieund Zusatztherapie) wurde von keinem der Patienten im Rasagilin-Arm eine schwere Hypertonie berichtet.
Seit der Markteinführung wurden bei Patienten, die Rasagilin einnahmen, Fälle von erhöhtem Blutdruckberichtet, einschließlich seltener schwerwiegender Fälle von hypertensiven Krisen in Verbindung mit der
Aufnahme einer unbekannten Menge tyraminreicher Nahrung. Seit Markteinführung gab es einen Fall vonerhöhtem Blutdruck bei einem Patienten, der den ophthalmischen Vasokonstriktor
Tetrahydrozolinhydrochlorid anwendete während er Rasagilin einnahm.
Störungen der Impulskontrolle
In der placebokontrollierten Studie zur Anwendung als Monotherapie wurde ein Fall von Hypersexualitätberichtet. Seit der Markteinführung wurden folgende Nebenwirkungen mit unbekannter Häufigkeitberichtet: zwanghaftes Verhalten, Kaufsucht, Dermatillomanie, dopaminerges Dysregulationssyndrom,
Impulskontrollstörungen, impulsives Verhalten, Kleptomanie, Diebstahl, Zwangsgedanken,
Zwangsstörungen, stereotypes Verhalten, Glücksspiel, Spielzwang, verstärkte Libido, Hypersexualität,psychosexuelle Störungen und unangemessenes Sexualverhalten. Die Hälfte der berichteten Fälle von
Impulskontrollstörungen wurde als schwerwiegend eingestuft. Zum Zeitpunkt der Meldung waren lediglich
Einzelfälle der berichteten Fälle noch nicht wieder abgeklungen.
Übermäßige Tagesschläfrigkeit und Episoden plötzlichen Einschlafens
Bei Patienten, die mit Dopaminagonisten behandelt werden und/oder unter dopaminergen Behandlungensind, kann übermäßige Tagesschläfrigkeit (Hypersomnie, Lethargie, Sedierung, Schlafattacken,
Somnolenz, plötzliches Einschlafen) auftreten. Ein ähnliches Muster von übermäßiger Tagesschläfrigkeitwurde seit der Markteinführung mit Rasagilin berichtet.
Es wurde von Fällen berichtet, in denen Patienten unter Rasagilin und anderen dopaminergen Arzneimittelnwährend der Verrichtung von Alltagsaktivitäten eingeschlafen sind. Obwohl viele dieser Patienten währendder Behandlung mit Rasagilin zusammen mit anderen dopaminergen Arzneimitteln von Somnolenzberichteten, gaben einige Patienten an, vor dem Ereignis keinerlei Warnzeichen wie z. B. übermäßige
Schläfrigkeit bemerkt und sich unmittelbar vor dem Ereignis wach gefühlt zu haben. Einige dieser
Ereignisse wurden mehr als ein Jahr nach Beginn der Behandlung berichtet.
Halluzinationen
Morbus Parkinson wird mit Symptomen wie Halluzinationen und Verwirrtheitszuständen in Verbindunggebracht. Seit Markteinführung wurden diese Symptome auch bei Parkinson-Patienten beobachtet, die mit
Rasagilin behandelt wurden.
Serotonin-Syndrom
In den klinischen Rasagilin-Studien war die gleichzeitige Behandlung mit Fluoxetin oder Fluvoxamin und
Rasagilin nicht gestattet. Folgende Antidepressiva und Dosierungen waren jedoch in den Rasagilin-Studienerlaubt: Amitriptylin ≤ 50 mg/Tag, Trazodon ≤ 100 mg/Tag, Citalopram ≤ 20 mg/Tag, Sertralin≤ 100 mg/Tag und Paroxetin ≤ 30 mg/Tag (siehe Abschnitt 4.5).
Seit Markteinführung wurde bei Patienten, die gleichzeitig mit Antidepressiva, Pethidin, Tramadol,
Methadon oder Propoxyphen und Rasagilin behandelt wurden, von Fällen eines potentielllebensbedrohlichen Serotonin-Syndroms in Verbindung mit Agitiertheit, Verwirrungszuständen, Rigidität,
Pyrexie und Myoklonus berichtet.
Malignes Melanom
In placebokontrollierten klinischen Studien betrug die Inzidenz von Hautmelanomen 2/380 (0,5 %) unter
Rasagilin 1 mg als Zusatztherapie zu einer Behandlung mit Levodopa und 1/388 (0,3 %) in der
Placebogruppe. Seit der Markteinführung wurden weitere Fälle maligner Melanome berichtet. Diese Fällewurden in allen Berichten als schwerwiegend eingestuft.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über dasin Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
Symptome, die nach einer Überdosis Rasagilin in Dosisbereichen zwischen 3 mg und 100 mg berichtetwurden, beinhalteten Hypomanie, hypertensive Krise und Serotonin-Syndrom.
Eine Überdosis kann mit einer signifikanten Hemmung sowohl von MAO-A als auch von MAO-Bverbunden sein. Im Rahmen einer Einzeldosis-Studie erhielten gesunde Freiwillige 20 mg pro Tag und ineiner zehntägigen Studie erhielten gesunde Freiwillige 10 mg pro Tag. Die beobachteten Nebenwirkungenwaren leichter oder mittelschwerer Natur und wiesen keinen Zusammenhang mit der Rasagilin-Behandlungauf. In einer Dosis-Eskalations-Studie an Patienten unter chronischer Levodopa-Therapie, die 10 mg
Rasagilin pro Tag erhielten, wurden kardiovaskuläre Nebenwirkungen (einschließlich Hypertonie undorthostatische Hypotonie) berichtet, die nach Absetzen der Behandlung abklangen. Diese Symptomekönnen jenen ähneln, die unter nicht-selektiven MAO-Hemmern beobachtet werden.
BehandlungEs gibt kein spezifisches Antidot. Im Falle einer Überdosis sind die Patienten zu überwachen, und es isteine entsprechende symptomatische und unterstützende Therapie einzuleiten.
Pharmakotherapeutische Gruppe: Anti-Parkinson-Mittel, Monoaminoxidase-B-Hemmer, ATC-Code:
N04BD02
WirkmechanismusEs wurde nachgewiesen, dass Rasagilin ein starker, irreversibler selektiver MAO-B-Hemmer ist, der zueinem Anstieg der extrazellulären Dopamin-Spiegel im Striatum führen kann. Der erhöhte Dopamin-
Spiegel und die resultierende erhöhte dopaminerge Aktivität vermitteln wahrscheinlich die am Modell einerdopaminergen motorischen Dysfunktion beobachteten günstigen Wirkungen von Rasagilin.1-Aminoindan ist ein aktiver Hauptmetabolit und es ist kein MAO-B-Hemmer.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitDie Wirksamkeit von Rasagilin wurde in drei Studien nachgewiesen: als Monotherapie in der Studie I undin der Kombinationstherapie mit Levodopa in den Studien II und III.
MonotherapieIn der Studie I wurden 404 Patienten randomisiert der Behandlung mit Placebo (138 Patienten), Rasagilin1 mg/Tag (134 Patienten) oder Rasagilin 2 mg/Tag (132 Patienten) zugeteilt und 26 Wochen langbehandelt; ein arzneilich wirksames Vergleichspräparat wurde nicht angewendet.
In dieser Studie war der primäre Zielparameter für die Wirksamkeit die Veränderung gegenüber dem
Ausgangswert des Gesamtscores der Unified Parkinson’s Disease Rating Scale (UPDRS, Teile I-III). Der
Unterschied zwischen der mittleren Veränderung gegenüber dem Ausgangswert bis Woche 26/Studienende(LOCF = Last Observation Carried Forward) war statistisch signifikant (UPDRS, Teile I-III: für Rasagilin1 mg im Vergleich zu Placebo -4,2, 95%-KI [-5,7, -2,7]; p<0,0001; für Rasagilin 2 mg im Vergleich zu
Placebo -3,6, 95%-KI [-5,0, -2,1]; p<0,0001), UPDRS Motor, Teil II: für Rasagilin 1 mg im Vergleich zu
Placebo -2,7, 95%-KI [-3,87, -1,55], p < 0,0001; für Rasagilin 2 mg im Vergleich zu Placebo -1,68,95%-KI [-2,85, -0,51], p = 0,0050). Die Wirkung war offensichtlich, obgleich das Ausmaß der Wirkung indieser Patientenpopulation mit leichter Erkrankung geringfügig war. Es fand sich eine signifikante undgünstige Wirkung in Bezug auf die Lebensqualität (beurteilt anhand der PD-QUALIF-Skala).
ZusatztherapieIn Studie II wurden die Patienten randomisiert der Behandlung mit Placebo (229 Patienten) oder mit
Rasagilin 1 mg pro Tag (231 Patienten) oder der Behandlung mit dem Catechol-O-Methyltransferase-(COMT)-Hemmer Entacapon, 200 mg zusammen mit festgelegten Dosen von Levodopa(LD)/Decarboxylase-Hemmer (227 Patienten) zugeteilt und 18 Wochen lang behandelt. In Studie IIIwurden die Patienten randomisiert der Behandlung mit Placebo (159 Patienten), Rasagilin 0,5 mg pro Tag(164 Patienten) oder Rasagilin 1 mg pro Tag (149 Patienten) zugeordnet und 26 Wochen lang behandelt.
In beiden Studien war der primäre Zielparameter für die Wirksamkeit die Veränderung derdurchschnittlichen Anzahl Stunden, die während des Tages im 'OFF'-Stadium verbracht wurden, zwischen
Ausgangswert und Behandlungsperiode (ermittelt aus '24-Stunden'-Tagebüchern, die an jeweils 3 Tagenvor jeder Studienvisite ausgefüllt wurden).
In Studie II betrug die mittlere Differenz in Bezug auf die Anzahl Stunden, die im 'OFF'-Stadiumverbracht wurden, im Vergleich zu Placebo -0,78 h, 95%-KI [-1,18, -0,39], p=0,0001. Diedurchschnittliche tägliche Gesamtabnahme der OFF-Zeit in der Entacapon-Gruppe (-0,80 h, 95%-KI [-1,20,
- 0,41], p<0,0001) war derjenigen in der mit Rasagilin 1 mg behandelten Gruppe ähnlich. In Studie IIIbetrug die mittlere Differenz im Vergleich zu Placebo -0,94 h, 95%-KI [-1,36, -0,51], p<0,0001. Auch inder mit Rasagilin 0,5 mg behandelten Gruppe kam es zu einer statistisch signifikanten Besserunggegenüber Placebo, das Ausmaß der Besserung war jedoch geringer. Die Robustheit der Ergebnisse für denprimären Wirksamkeitsendpunkt wurde durch eine Reihe zusätzlicher statistischer Modelle bestätigt und andrei Kollektiven (ITT, nach Protokoll und die Studie beendende Patienten) nachgewiesen.
Zu den sekundären Zielparametern für die Wirksamkeit zählten die Gesamtbeurteilung der Besserungdurch den Studienarzt, die Scores der Subskala der Aktivitäten des täglichen Lebens (ADL) im 'OFF“-
Stadium und das motorische UPDRS-Ergebnis in der ON-Phase. Rasagilin zeigte einen im Vergleich zu
Placebo statistisch signifikanten Nutzen.
Rasagilin wird rasch resorbiert und erreicht innerhalb von ca. 0,5 Stunden maximale
Plasmakonzentrationen (Cmax). Die absolute Bioverfügbarkeit einer Rasagilin-Einzeldosis beträgt ca. 36 %.
Nahrung hat keinen Einfluss auf die Tmax von Rasagilin, wenn auch Cmax und Exposition (AUC) um rund 60% bzw. 20 % vermindert sind, wenn das Arzneimittel zusammen mit einer sehr fettreichen Mahlzeiteingenommen wird. Da die AUC nicht wesentlich beeinflusst wird, kann Rasagilin mit oder ohne Nahrungeingenommen werden.
VerteilungDas mittlere Verteilungsvolumen nach intravenöser Gabe einer Einzeldosis Rasagilin beträgt 243 l. Nacheiner oralen Einzeldosis von 14C-markiertem Rasagilin beträgt die Plasmaproteinbindung ungefähr60 bis 70 %.
BiotransformationVor der Ausscheidung wird Rasagilin fast vollständig in der Leber metabolisiert. Der Stoffwechsel von
Rasagilin verläuft über zwei Hauptwege: N-Dealkylierung und/oder Hydroxylierung, wobei 1-Aminoindan,3-Hydroxy-N-propargyl-1-aminoindan und 3-Hydroxy-1-aminoindan entstehen. In-vitro-Untersuchungenzeigen, dass beide Stoffwechselwege von Rasagilin vom Cytochrom-P450-System abhängig sind und
CYP1A2 das hauptsächlich am Rasagilin-Metabolismus beteiligte Isoenzym ist. Des Weiteren wurdenachgewiesen, dass die Konjugation von Rasagilin und seinen Metaboliten ebenfalls ein wichtiger
Eliminationsweg ist, wobei Glucuronide gebildet werden. Experimente ex vivo und in vitro zeigten, dass
Rasagilin wichtige CYP450-Enzyme weder hemmt noch induziert (siehe Abschnitt 4.5).
EliminationNach oraler Gabe von 14C-markiertem Rasagilin erfolgt die Elimination in erster Linie über den Harn(62,6 %) und in zweiter Linie über die Faeces (21,8 %); insgesamt wurden über einen Zeitraum von38 Tagen 84,4 % der Dosis wiedergefunden. Weniger als 1 % Rasagilin wird unverändert über den Harnausgeschieden.
Linearität/Nicht-LinearitätRasagilin zeigt bei Parkinson-Patienten im Bereich von 0,5-2 mg ein Dosis-lineares pharmakokinetisches
Verhalten. Seine terminale Halbwertszeit beträgt 0,6-2 Stunden.
Eingeschränkte LeberfunktionBei Patienten mit leicht eingeschränkter Leberfunktion waren AUC und Cmax um 80 % bzw. 38 % erhöht.
Patienten mit mittelschwerer Leberfunktionsstörung wiesen einen Anstieg der AUC und Cmax um 568 %bzw. 83 % auf (siehe Abschnitt 4.4).
Eingeschränkte NierenfunktionDie pharmakokinetischen Parameter von Rasagilin waren bei Patienten mit leicht (CLcr 50-80 ml/min)bzw. mittelschwer (CLcr 30-49 ml/min) eingeschränkter Nierenfunktion denjenigen von gesunden
Personen vergleichbar.
Ältere PatientenDas Alter hat nur geringfügigen Einfluss auf die Pharmakokinetik von Rasagilin bei älteren Patienten(> 65 Jahre) (siehe Abschnitt 4.2).
Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter Gabe,
Reproduktions- und Entwicklungstoxizität, Genotoxizität und zum kanzerogenen Potential lassen diepräklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.
Rasagilin wies in vivo und in verschiedenen In-vitro-Testsystemen anhand von Bakterien oder Hepatozytenkein genotoxisches Potenzial auf. Bei Vorliegen einer metabolischen Aktivierung induzierte Rasagilin eine
Zunahme von Chromosomenaberrationen bei Konzentrationen mit übermäßiger Zytotoxizität, die unterklinischen Anwendungsbedingungen nicht erreichbar sind.
Rasagilin war bei Ratten bei einer systemischen Exposition, die dem 84- bis 339-fachen der erwarteten
Plasmaexpositionen beim Menschen bei einer Dosierung von 1 mg/Tag entsprach, nicht karzinogen. Bei
Mäusen wurden bei systemischen Expositonen, die dem 144- bis 213-fachen der erwarteten
Plasmaexposition beim Menschen bei einer Dosierung von 1 mg/Tag entsprachen, erhöhte Inzidenzenkombinierter bronchiolärer/alveolärer Adenome und/oder Karzinome beobachtet.
Mannitol (Ph. Eur.)
Maisstärke
Vorverkleisterte Stärke (aus Mais)
Hochdisperses Siliciumdioxid
Stearinsäure (Ph. Eur.)
Talkum.
Nicht zutreffend.
Blisterpackungen: 3 Jahre
Flaschen: 3 Jahre
Nicht über 30 °C lagern.
Blisterpackungen
Aluminium/Aluminium-Blisterpackungen zu 7, 10, 28, 30, 100 oder 112 Tabletten.
Perforierte Aluminium/Aluminium-Blisterpackungen mit 10 x 1, 30 x 1 und 100 x 1 Tablette zur Abgabevon Einzeldosen.
FlaschenWeiße Hochdruckpolyethylen-Flasche mit oder ohne kindersichere Verschlusskappe mit30 Tabletten.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Keine besonderen Anforderungen für die Beseitigung.
Teva B.V.
Swensweg 52031 GA Haarlem
Niederlande
EU/1/14/977/001-010
Datum der Erteilung der Zulassung: 12. Januar 2015
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 06. September 2019
MM/JJJJ
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.