PREVENAR 20 injektionssuspension in einer fertigspritze merkblatt medikamente

J07AL02 20-valenter adsorbierter konjugierter Polysaccharid-Pneumokokken-Impfstoff • ANTIINFEKTIVA ZUR SYSTEMISCHEN ANWENDUNG | IMPFSTOFFE | BAKTERIELLE IMPFSTOFFE | Pneumokokken-Impfstoffe

Der 20-valente adsorbierte pneumokokkale Polysaccharid-Konjugatimpfstoff wurde entwickelt, um vor Infektionen durch 20 verschiedene Serotypen des Bakteriums Streptococcus pneumoniae zu schützen. Er wird zur Vorbeugung von invasiven Pneumokokkenerkrankungen wie Lungenentzündung, Meningitis und Sepsis sowie Mittelohrentzündung eingesetzt, insbesondere bei Risikogruppen wie Kleinkindern, älteren Menschen und Personen mit chronischen Erkrankungen oder Immunsuppression.

Dieser Impfstoff ist ein Konjugat- und Adsorbatprodukt, was bedeutet, dass die Kapselpolysaccharide des Bakteriums an ein Trägerprotein gebunden und auf ein Adjuvans (in der Regel Aluminiumhydroxid) fixiert sind. Diese Kombination verstärkt die Immunantwort und erhöht die Wirksamkeit des Impfstoffs, insbesondere bei Kindern unter 2 Jahren und Personen mit geschwächtem Immunsystem.

Der Impfstoff wird gemäß einem von den Gesundheitsbehörden festgelegten Impfplan intramuskulär verabreicht. Er wird gut vertragen, aber leichte Nebenwirkungen wie Schmerzen an der Injektionsstelle, Fieber, Müdigkeit oder Reizbarkeit können auftreten. Schwere Reaktionen, wie allergische Reaktionen, sind selten.

Die Einhaltung des empfohlenen Impfplans ist entscheidend, um einen optimalen Schutz vor Pneumokokkenerkrankungen zu gewährleisten.

Allgemeine Daten zu PREVENAR 20

Substanz: 20-valenter adsorbierter konjugierter Polysaccharid-Pneumokokken-Impfstoff

Datum der letzten Medikamentenliste: 01-06-2025

Handelsgesetzbuch: W70141002

Konzentration: KEINE KONZENTRATION

Pharmazeutisches Formblatt: injektionssuspension in einer fertigspritze

Quantität: 1

Produktart: original

Preis: 341.20 RON

Rezeptbeschränkungen: P-RF - Arzneimittelrezept, das in der Apotheke aufbewahrt wird (nicht verlängerbar).

Marketing autorisation

Zulassungshersteller: PFIZER MANUFACTURING BELGIUM N.V. - BELGIA

Zulassungsinhaber: PFIZER EUROPE MA EEIG - BELGIA

Zulassungsnummer: 1612/2022/02

Haltbarkeit: 24 Monate

Andere ähnliche Substanzen wie 20-valenter adsorbierter konjugierter Polysaccharid-Pneumokokken-Impfstoff

Vergütungslisten für PREVENAR 20 PFIZER

E2 - Unterliste E - Abschnitt E2 mit 100 % Rabatt auf den Referenzpreis

Preis

Zuzahlung

Patient

341.20 RON

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Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels PREVENAR 20 injektionssuspension in einer fertigspritze

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Prevenar 20 Injektionssuspension in einer Fertigspritze

Pneumokokkenpolysaccharid-Konjugatimpfstoff (20-valent, adsorbiert)

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Eine Dosis (0,5 ml) enthält:

Pneumokokkenpolysaccharid, Serotyp 11,2 2,2 µg

Pneumokokkenpolysaccharid, Serotyp 31,2 2,2 µg

Pneumokokkenpolysaccharid, Serotyp 41,2 2,2 µg

Pneumokokkenpolysaccharid, Serotyp 51,2 2,2 µg

Pneumokokkenpolysaccharid, Serotyp 6A1,2 2,2 µg

Pneumokokkenpolysaccharid, Serotyp 6B1,2 4,4 µg

Pneumokokkenpolysaccharid, Serotyp 7F1,2 2,2 µg

Pneumokokkenpolysaccharid, Serotyp 81,2 2,2 µg

Pneumokokkenpolysaccharid, Serotyp 9V1,2 2,2 µg

Pneumokokkenpolysaccharid, Serotyp 10A1,2 2,2 µg

Pneumokokkenpolysaccharid, Serotyp 11A1,2 2,2 µg

Pneumokokkenpolysaccharid, Serotyp 12F1,2 2,2 µg

Pneumokokkenpolysaccharid, Serotyp 141,2 2,2 µg

Pneumokokkenpolysaccharid, Serotyp 15B1,2 2,2 µg

Pneumokokkenpolysaccharid, Serotyp 18C1,2 2,2 µg

Pneumokokkenpolysaccharid, Serotyp 19A1,2 2,2 µg

Pneumokokkenpolysaccharid, Serotyp 19F1,2 2,2 µg

Pneumokokkenpolysaccharid, Serotyp 22F1,2 2,2 µg

Pneumokokkenpolysaccharid, Serotyp 23F1,2 2,2 µg

Pneumokokkenpolysaccharid, Serotyp 33F1,2 2,2 µg1konjugiert an das CRM197-Trägerprotein (ca. 51 µg pro Dosis)2adsorbiert an Aluminiumphosphat (0,125 mg Aluminium pro Dosis)

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung

Prevenar 20 enthält 0,1 mg Polysorbat 80 pro Dosis mit 0,5 ml, entsprechend 0,2 mg/ml

Polysorbat 80.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Injektionssuspension

Der Impfstoff ist eine homogene, weiße Suspension.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Aktive Immunisierung zur Prävention von invasiven Erkrankungen, Pneumonie und akuter Otitismedia, die durch Streptococcus pneumoniae verursacht werden, bei Säuglingen, Kindern und

Jugendlichen im Alter von 6 Wochen bis unter 18 Jahren.

Aktive Immunisierung zur Prävention von invasiven Erkrankungen und Pneumonie, die durch

Streptococcus pneumoniae verursacht werden, bei Personen ab einem Alter von 18 Jahren.

Siehe Abschnitte 4.4 und 5.1 zu Informationen über den Schutz vor bestimmten Pneumokokken-

Serotypen.

Die Anwendung von Prevenar 20 sollte gemäß offiziellen Empfehlungen erfolgen.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Es wird empfohlen, bei Säuglingen, die bei der 1. Impfung Prevenar 20 erhalten, die Impfserie mit

Prevenar 20 zu Ende zu führen.

Impfschema bei Säuglingen und Kindern im Alter von 6 Wochen bis 15 Monaten

Impfschema mit 4 Dosen Die Grundimmunisierung für Säuglinge besteht aus 3 Dosen zu je(Grundimmunisierung 0,5 ml, wobei die 1. Dosis in der Regel im Alter von 2 Monatenmit 3 Dosen, gefolgt von verabreicht wird und der Abstand zwischen den Dosen mindestenseiner Boosterdosis) 4 Wochen beträgt. Die 1. Dosis kann bereits im Alter von 6 Wochenverabreicht werden. Die 4. (Booster-)Dosis wird im Alter von 11 bis15 Monaten empfohlen (siehe Abschnitt 5.1).

Impfschema für Personen ab einem Alter von 18 Jahren

Personen ab einem Alter Prevenar 20 wird bei Personen ab einem Alter von 18 Jahren alsvon 18 Jahren Einzeldosis verabreicht.

Die Notwendigkeit einer Wiederholungsimpfung mit einernachfolgenden Dosis von Prevenar 20 wurde nicht nachgewiesen.

Daten zur sequenziellen Impfung mit anderen Pneumokokken-

Impfstoffen oder einer Boosterimpfung liegen für Prevenar 20 nichtvor. Basierend auf den klinischen Erfahrungen mit Prevenar 13(einem Pneumokokken-Konjugatimpfstoff, der aus13 Polysaccharidkonjugaten besteht, die auch in Prevenar 20enthalten sind) sollte Prevenar 20 zuerst verabreicht werden, wenndie Anwendung eines 23-valenten Pneumokokken-

Polysaccharidimpfstoffs (Pneumovax 23 [PPSV23]) in Betrachtgezogen wird (siehe Abschnitt 5.1).

Kinder und Jugendliche

Es liegen keine bzw. nur begrenzte Daten zu Prevenar 20 bei Frühgeborenen, älteren ungeimpften odernicht vollständig geimpften Säuglingen und Kindern vor (siehe Abschnitte 4.4, pct. 4.8 und 5.1). Diefolgenden Dosierungsempfehlungen beruhen in erster Linie auf den Erfahrungen mit Prevenar 13.

Säuglinge unter einem Alter von 6 Wochen

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Prevenar 20 bei Säuglingen unter 6 Wochen sind nicht erwiesen.

Es liegen keine Daten vor.

Frühgeborene (Gestationsalter unter 37 Wochen)

Das empfohlene Impfschema für Prevenar 20 besteht aus 4 Dosen zu je 0,5 ml. Die

Grundimmunisierung besteht aus 3 Dosen, wobei die 1. Dosis im Alter von 2 Monaten verabreichtwird und der Abstand zwischen den Dosen mindestens 4 Wochen beträgt. Die 1. Dosis kann bereits im

Alter von 6 Wochen verabreicht werden. Die 4. (Booster-)Dosis wird im Alter von 11 bis 15 Monatenempfohlen (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1).

Ungeimpfte Säuglinge im Alter von 7 Monaten bis unter 12 Monaten2 Dosen zu je 0,5 ml im Abstand von mindestens 4 Wochen. Eine 3. Dosis wird im 2. Lebensjahrempfohlen.

Ungeimpfte Kinder im Alter von 12 Monaten bis unter 24 Monaten2 Dosen zu je 0,5 ml im Abstand von mindestens 8 Wochen.

Ungeimpfte Kinder im Alter von 2 Jahren bis unter 5 Jahren

Eine Einzeldosis zu 0,5 ml.

Kinder im Alter von 15 Monaten bis unter 5 Jahren, die zuvor vollständig mit Prevenar 13 geimpftwurden

Impfung mit einer Einzeldosis (0,5 ml) auf individueller Basis gemäß den offiziellen Empfehlungen,um eine Immunantwort auf die zusätzlichen Serotypen hervorzurufen.

Wenn Prevenar 13 verabreicht wurde, sollte Prevenar 20 frühestens 8 Wochen danach gegeben werden(siehe Abschnitt 5.1).

Kinder und Jugendliche im Alter von 5 Jahren bis unter 18 Jahren, unabhängig von einer vorherigen

Impfung mit Prevenar 13

Impfung mit einer Einzeldosis (0,5 ml) auf individueller Basis gemäß den offiziellen Empfehlungen.

Wenn Prevenar 13 verabreicht wurde, sollte Prevenar 20 frühestens 8 Wochen danach gegeben werden(siehe Abschnitt 5.1).

Besondere Personengruppen

Es liegen keine Daten zu Prevenar 20 bei besonderen Personengruppen vor.

Es liegen Erfahrungen aus klinischen Studien mit Prevenar 13 (einem Pneumokokken-

Konjugatimpfstoff, der aus 13 Polysaccharidkonjugaten besteht, die auch in Prevenar 20 enthaltensind) bei Kindern und Erwachsenen vor, die ein höheres Risiko für Pneumokokken-Infektionen haben,einschließlich immungeschwächte Kinder und Erwachsene mit einer Infektion mit dem Humanen

Immundefizienzvirus (HIV) oder hämatopoetischer Stammzelltransplantation (HSZT) sowie Kindermit Sichelzell-Krankheit (SZK) (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1).

Basierend auf diesen Daten wurde für Prevenar 13 die folgende Dosierung empfohlen:

- Für Personen mit einem erhöhten Risiko für eine Pneumokokkeninfektion (z. B. Personen mit

SZK oder einer HIV-Infektion), einschließlich solchen, die zuvor mit einer oder mehreren

Dosen PPSV23 geimpft worden waren, wurde die Gabe von mindestens 1 Dosis Prevenar 13empfohlen.

- Bei Personen mit HSZT bestand das empfohlene Impfschema von Prevenar 13 aus 4 Dosen zuje 0,5 ml. Die Grundimmunisierung bestand aus 3 Dosen, wobei die 1. Dosis 3 bis 6 Monatenach der HSZT verabreicht wurde und der Abstand zwischen den Dosen mindestens4 Wochen betrug. Eine Boosterdosis wurde 6 Monate nach der 3. Dosis empfohlen (siehe

Abschnitt 5.1).

Die für Prevenar 13 empfohlene Dosierung kann zur Orientierung für die Impfung von

Hochrisikogruppen mit Prevenar 20 in Betracht gezogen werden. Für Angaben zum Ansprechen auf

Pneumokokken-Impfstoffe bei immungeschwächten Personen, siehe auch Abschnitte 4.4 und 5.1.

Art der Anwendung

Nur zur intramuskulären Anwendung.

Der Impfstoff (0,5 ml) ist durch intramuskuläre Injektion zu verabreichen. Die zu bevorzugenden

Stellen sind die anterolaterale Seite des Oberschenkels (Musculus vastus lateralis) bei Säuglingen oderder Deltamuskel des Oberarms bei Kindern und Erwachsenen. Bei der Verabreichung von Prevenar 20ist darauf zu achten, dass eine Injektion in oder in die Nähe von Nerven und Blutgefäßen vermiedenwird.

Hinweise zur Handhabung des Impfstoffs vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.

4.3 Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe, gegen einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile oder gegen Diphtherie-Toxoid.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Prevenar 20 darf nicht intravaskulär verabreicht werden.

Rückverfolgbarkeit

Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des

Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiertwerden.

Überempfindlichkeit

Wie bei allen injizierbaren Impfstoffen muss für den seltenen Fall einer anaphylaktischen Reaktionnach Verabreichung des Impfstoffs eine geeignete medizinische Versorgung und Überwachunggewährleistet sein.

Gleichzeitig bestehende Erkrankung

Bei Personen, die an einer schweren akuten fiebrigen Erkrankung leiden, sollte die Impfung auf einenspäteren Zeitpunkt verschoben werden. Bei einer leichten Infektion, z. B. einer Erkältung, sollte die

Impfung jedoch nicht verschoben werden.

Thrombozytopenie und Koagulationsstörungen

Der Impfstoff muss bei Personen mit Thrombozytopenie oder Blutgerinnungsstörungen mit Vorsichtverabreicht werden, da nach intramuskulärer Verabreichung Blutungen auftreten können.

Das Risiko von Blutungen bei Patienten mit Gerinnungsstörungen muss vor der intramuskulären

Verabreichung jedes Impfstoffs sorgfältig geprüft werden, und eine subkutane Verabreichung sollte in

Betracht gezogen werden, wenn der potenzielle Nutzen die Risiken deutlich überwiegt.

Schutz vor Pneumokokken-Erkrankungen

Prevenar 20 kann ausschließlich gegen Streptococcus-pneumoniae-Serotypen, die in dem Impfstoffenthalten sind, schützen. Es bietet keinen Schutz gegen andere Mikroorganismen, die invasive

Erkrankungen, Pneumonie oder Otitis media (OM) verursachen. Wie bei allen Impfstoffen gilt, dass

Prevenar 20 nicht alle Personen, die diesen Impfstoff erhalten, vor invasiven Pneumokokken-

Erkrankungen (IPD), Pneumonie oder OM schützen kann. Für aktuelle epidemiologische

Informationen Ihres Landes sollten Sie die zuständige nationale Organisation kontaktieren.

Immungeschwächte Personen

Es sind keine Daten zur Sicherheit und Immunogenität von Prevenar 20 bei Personen ausimmungeschwächten Gruppen verfügbar. Über eine Impfung sollte individuell entschieden werden.

Basierend auf den Erfahrungen mit Pneumokokkenimpfstoffen können einige Personen mitveränderter Immunkompetenz eine verminderte Immunantwort auf Prevenar 20 aufweisen.

Personen mit eingeschränkter Immunantwort, sei es aufgrund einer immunsuppressiven Therapie,eines genetischen Defekts, einer HIV-Infektion oder anderer Ursachen, können auf die aktive

Immunisierung mit einer verringerten Antikörperantwort reagieren. Die klinische Relevanz dieser

Beobachtung ist nicht bekannt.

Daten zur Sicherheit und Immunogenität von Prevenar 13 (einem Pneumokokken-Konjugatimpfstoff,der aus 13 Polysaccharidkonjugaten besteht, die auch in Prevenar 20 enthalten sind) liegen für

Personen mit HIV-Infektion, SZK oder HSZT vor (siehe Abschnitte 4.8 und 5.1). Die Anwendung von

Prevenar 20 sollte gemäß offiziellen Empfehlungen erfolgen.

Bei Erwachsenen aller untersuchten Altersgruppen wurden die formalen Kriterien der

Nichtunterlegenheit erfüllt. Mit Prevenar 20 wurden für die meisten Serotypen im Vergleich zu

Prevenar 13 numerisch niedrigere geometrische Mitteltiter (GMT) beobachtet (siehe Abschnitt 5.1).

Bei Kindern wurden im Vergleich zu Prevenar 13 numerisch niedrigere geometrische mittlere

Konzentrationen (geometric mean concentrations, GMC) von Immunglobulin G (IgG) für alle inbeiden Impfstoffen enthaltenen Serotypen beobachtet (siehe Abschnitt 5.1). Die klinische Relevanzdieser Beobachtungen für immungeschwächte Personen ist unbekannt.

Kinder und Jugendliche

Das mögliche Risiko von Apnoen und die Notwendigkeit einer 48 bis 72 Stunden dauerndenrespiratorischen Überwachung sollte erwogen werden, wenn die Grundimmunisierung an extrem

Frühgeborene (geboren mit 28 Schwangerschaftswochen oder früher) und insbesondere an solche mitanamnestisch unreifen Atemwegen verabreicht wird. Da der Nutzen der Impfung in dieser Gruppe von

Säuglingen hoch ist, sollte die Impfung nicht vorenthalten oder verschoben werden.

Sonstige Bestandteile

Dieses Arzneimittel enthält Polysorbat 80 (siehe Abschnitt 2). Polysorbat 80 kann

Überempfindlichkeitsreaktionen hervorrufen.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Dosis, d. h. es ist nahezu'natriumfrei“.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Verschiedene injizierbare Impfstoffe sollten immer an unterschiedlichen Injektionsstellen verabreichtwerden.

Prevenar 20 darf nicht mit anderen Impfstoffen oder Arzneimitteln in derselben Spritze gemischtwerden.

Kinder und Jugendliche

Bei Säuglingen und Kindern im Alter von 6 Wochen bis unter 5 Jahren kann Prevenar 20 entweder alsmonovalenter oder als Kombinationsimpfstoff gleichzeitig mit jedem der folgenden Impfstoffantigeneverabreicht werden: Diphtherie, Tetanus, azelluläres Pertussis, Hepatitis B, Haemophilus influenzae

Typ b, inaktiviertes Poliomyelitis, Masern, Mumps, Röteln und Varizellen. In klinischen Studien wardie gleichzeitige Gabe von Rotavirus-Impfstoffen und Prevenar 20 erlaubt; Sicherheitsbedenken warennicht zu beobachten.

Personen ab einem Alter von 18 Jahren

Prevenar 20 kann gleichzeitig mit einem saisonalen Influenzaimpfstoff (QIV; Oberflächenantigen,inaktiviert, adjuvantiert) verabreicht werden. Bei Personen mit Grunderkrankungen, die mit einemhohen Risiko für die Entwicklung einer lebensbedrohlichen Pneumokokkenerkrankung verbundensind, kann eine getrennte Verabreichung von QIV und Prevenar 20 (z. B. im Abstand von etwa4 Wochen) in Betracht gezogen werden. In einer doppelblinden, randomisierten Studie (B7471004)bei Erwachsenen ab einem Alter von 65 Jahren war die Immunantwort formal nicht unterlegen, jedochwurden bei gleichzeitiger Verabreichung mit einem saisonalen Influenzaimpfstoff (QIV;

Oberflächenantigen, inaktiviert, adjuvantiert) numerisch niedrigere Titer für alle in Prevenar 20enthaltenen Pneumokokken-Serotypen beobachtet als bei alleiniger Verabreichung von Prevenar 20.

Die klinische Relevanz dieses Ergebnisses ist nicht bekannt.

Prevenar 20 kann gleichzeitig mit einem COVID-19-mRNA-Impfstoff (Nukleosid-modifiziert)verabreicht werden.

Es liegen keine Daten zur gleichzeitigen Verabreichung von Prevenar 20 mit anderen Impfstoffen vor.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine Daten zur Anwendung von Prevenar 20 bei Schwangeren vor.

Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche

Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität.

Die Verabreichung von Prevenar 20 in der Schwangerschaft sollte nur in Betracht gezogen werden,wenn der potenzielle Nutzen die möglichen Risiken für Mutter und Fötus überwiegt.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Prevenar 20 in die Muttermilch übergeht.

Fertilität

Es liegen keine Daten über die Auswirkungen von Prevenar 20 auf die Fertilität beim Menschen vor.

Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche

Wirkungen in Bezug auf die weibliche Fertilität (siehe Abschnitt 5.3).

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Maschinen

Prevenar 20 hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Jedoch können einige der in Abschnitt 4.8 erwähnten

Wirkungen die Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen vorübergehendbeeinträchtigen.

4.8 Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit von Prevenar 20 wurde bei 5 987 Teilnehmern im Alter von 6 Wochen bis unter18 Jahren in fünf klinischen Studien (eine Phase-2- und vier Phase-3-Studien), vier randomisierten,doppelblinden, Wirkstoff-kontrollierten klinischen Studien und einer einarmigen klinischen Studieuntersucht. 3 664 Teilnehmer erhielten mindestens 1 Dosis Prevenar 20 und 2 323 Teilnehmererhielten Prevenar 13 (Kontrollimpfstoff).

Studienteilnehmer im Alter von 6 Wochen bis unter 15 Monaten

Klinische Studien wurden an gesunden Säuglingen im Alter von 6 Wochen bis unter 15 Monaten unter

Anwendung eines Impfschemas mit 3 Dosen oder mit 4 Dosen durchgeführt (siehe Abschnitt 5.1). Indiesen Säuglingsstudien erhielten 5 156 Teilnehmer mindestens 1 Impfstoffdosis: 2 833 erhielten

Prevenar 20 und 2 323 erhielten Prevenar 13. Insgesamt erhielten etwa 90 % der Teilnehmer in jeder

Gruppe alle Dosen bis zur studienspezifischen Boosterdosis. In allen Studien wurden lokale

Reaktionen und systemische Ereignisse nach jeder Dosis erfasst, und in allen Studien wurdenunerwünschte Ereignisse (UE) ab der 1. Dosis bis 1 Monat nach der letzten Säuglingsimpfung und abder Boosterimpfung bis 1 Monat danach erfasst. Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse wurden bis1 Monat nach der letzten Dosis in der Phase-3-Studie B7471012 (Studie 1012) und bis 6 Monate nachder letzten Dosis in den Phase-3-Studien (Studien 1011, 1013) und der Phase-2-Studie (Studie 1003)ausgewertet.

Prevenar 20 wurde bei Verabreichung nach einem Impfschema mit 3 Dosen und mit 4 Dosen von denan den Studien teilnehmenden Säuglingen gut vertragen. Die Raten schwerwiegender lokaler

Reaktionen und systemischer Ereignisse waren niedrig, und die meisten Reaktionen klangen innerhalbvon 1 bis 3 Tagen ab. Die prozentualen Anteile der Teilnehmer mit lokalen Reaktionen undsystemischen Ereignissen nach Gabe von Prevenar 20 waren im Allgemeinen ähnlich wie nach

Prevenar 13. Die am häufigsten berichteten lokalen Reaktionen und systemischen Ereignisse nacheiner Dosis Prevenar 20 waren Reizbarkeit, Schläfrigkeit und Schmerzen an der Injektionsstelle. Indiesen Studien wurde Prevenar 20 zusammen mit bestimmten Standardimpfungen für Kinder gegebenoder die gemeinsame Verabreichung war erlaubt (siehe Abschnitt 4.5).

Studie 1012 war eine pivotale, doppelblinde, randomisierte, Wirkstoff-kontrollierte Phase-3-Studie, inder 601 gesunde Säuglinge Prevenar 20 nach einem Impfschema mit 3 Dosen erhielten. Die amhäufigsten (> 10 %) berichteten Nebenwirkungen nach einer beliebigen Dosis Prevenar 20 waren

Reizbarkeit (71,0 % bis 71,9 %), Benommenheit/vermehrtes Schlafen (50,9 % bis 61,2 %), Schmerzenan der Injektionsstelle (22,8 % bis 42,4 %), verminderter Appetit (24,7 % bis 39,3 %), Rötung an der

Injektionsstelle (25,3 % bis 36,9 %), Schwellung an der Injektionsstelle (21,4 % bis 29,8 %) und

Fieber ≥ 38,0 ℃ (8,9 % bis 24,3 %). Die meisten Nebenwirkungen traten innerhalb von 1 bis 2 Tagennach der Impfung auf und waren leicht oder mäßig stark ausgeprägt und von kurzer Dauer (1 bis2 Tage).

Die Studien 1011, 1013 und 1003 waren doppelblinde, randomisierte, Wirkstoff-kontrollierte Studien,an denen 2 232 gesunde Säuglinge teilnahmen, die mit Prevenar 20 nach einem Impfschema mit4 Dosen geimpft wurden. Die am häufigsten (> 10 %) berichteten Nebenwirkungen nach einerbeliebigen Dosis Prevenar 20 bei Säuglingen waren Reizbarkeit (58,5 % bis 70,6 %),

Benommenheit/vermehrtes Schlafen (37,7 % bis 66,2 %), Schmerzen an der Injektionsstelle (32,8 %bis 45,5 %), verminderter Appetit (23,0 % bis 26,4 %), Rötung an der Injektionsstelle (22,6 % bis24,5 %) und Schwellung an der Injektionsstelle (15,1 % bis 17,6 %). Die meisten Nebenwirkungennach der Impfung waren leicht oder mäßig stark ausgeprägt und klangen innerhalb von 1 bis 3 Tagenab. Schwerwiegende Reaktionen wurden selten berichtet.

In Studie 1013 waren lokale Reaktionen und systemische Ereignisse in der Untergruppe der

Frühgeborenen (111 Säuglinge, die im Gestationsalter von 34 bis unter 37 Wochen geboren wurden)ähnlich häufig oder seltener als bei den reifgeborenen Säuglingen der Studie. In der Untergruppe der

Frühgeborenen betrug die Häufigkeit aller berichteten lokalen Reaktionen in der Prevenar-20-Gruppe31,7 % bis 55,3 %. Die Häufigkeit aller berichteten systemischen Ereignisse betrug 65,0 % bis 85,5 %in der Prevenar-20-Gruppe.

Studienteilnehmer im Alter von 15 Monaten bis unter 18 Jahren

In der Phase-3-Studie B7471014 (Studie 1014) erhielten 831 Teilnehmer im Alter von 15 Monaten bisunter 18 Jahren eine Einzeldosis Prevenar 20 in vier Altersgruppen (209 Teilnehmer im Alter von 15bis unter 24 Monaten, 216 Teilnehmer im Alter von 2 bis unter 5 Jahren, 201 Teilnehmer im Alter von5 bis unter 10 Jahren und 205 Teilnehmer im Alter von 10 bis unter 18 Jahren). Teilnehmer unter5 Jahren hatten zuvor mindestens 3 Dosen Prevenar 13 erhalten.

Die am häufigsten (> 10 %) berichteten Nebenwirkungen nach einer beliebigen Dosis Prevenar 20 bei

Teilnehmern unter 2 Jahren waren Reizbarkeit (61,8 %), Schmerzen an der Injektionsstelle (52,5 %),

Benommenheit/vermehrtes Schlafen (41,7 %), Rötung an der Injektionsstelle (37,7 %), verminderter

Appetit (25,0 %), Schwellung an der Injektionsstelle (22,1 %) und Fieber ≥ 38,0 °C (11,8 %). Bei

Teilnehmern ab einem Alter von 2 Jahren waren die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen

Schmerzen an der Injektionsstelle (66,0 % bis 82,9 %), Muskelschmerzen (26,5 % bis 48,3 %),

Rötung an der Injektionsstelle (15,1 % bis 39,1 %), Ermüdung (27,8 % bis 37,2 %), Kopfschmerzen(5,6 % bis 29,3 %) und Schwellung an der Injektionsstelle (15,6 % bis 27,1 %).

Studienteilnehmer ab einem Alter von 18 Jahren

Die Sicherheit von Prevenar 20 wurde in sechs klinischen Studien (zwei Phase-1-, eine Phase-2- unddrei Phase-3-Studien) an 4 552 Teilnehmern ab einem Alter von 18 Jahren sowie an2 496 Teilnehmern in den Kontrollgruppen untersucht.

In den Phase-3-Studien erhielten 4 263 Teilnehmer Prevenar 20. Dazu gehörten 1 798 Teilnehmer im

Alter von 18 bis 49 Jahren, 334 Teilnehmer im Alter von 50 bis 59 Jahren und 2 131 Teilnehmer abeinem Alter von 60 Jahren (1 138 waren 65 Jahre oder älter). Von den Teilnehmern, die in der Phase-3-Studie Prevenar 20 erhielten, waren 3 639 noch nie mit einem Pneumokokkenimpfstoff geimpftworden, 253 hatten zuvor Pneumovax 23 (Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoff [23-valent];

PPSV23) erhalten (≥ 1 bis ≤ 5 Jahre vor der Aufnahme in die Studie), 246 hatten zuvor nur

Prevenar 13 erhalten (≥ 6 Monate vor der Aufnahme in die Studie), und 125 hatten zuvor Prevenar 13,gefolgt von PPSV23 erhalten (die PPSV23-Dosis ≥ 1 Jahr vor der Aufnahme in die Studie).

Die Teilnehmer an der Phase-3-Studie B7471007 (pivotale Studie 1007) wurden nach der Impfung1 Monat lang auf unerwünschte Ereignisse und bis zu 6 Monate lang auf schwerwiegendeunerwünschte Ereignisse untersucht. An der Studie nahmen 447 Teilnehmer im Alter von 18 bis49 Jahren, 445 Teilnehmer im Alter von 50 bis 59 Jahren, 1 985 Teilnehmer im Alter von 60 bis64 Jahren, 624 Teilnehmer im Alter von 65 bis 69 Jahren, 319 Teilnehmer im Alter von 70 bis79 Jahren und 69 Teilnehmer im Alter von ≥ 80 Jahren teil.

Bei Teilnehmern im Alter von 18 bis 49 Jahren in den Studien 1007 und einer Phase-3-Studie

B7471008 (Chargenkonsistenz-Studie 1008) waren die am häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen

Schmerzen an der Injektionsstelle (79,2 %), Muskelschmerzen (62,9 %), Ermüdung (46,7 %),

Kopfschmerzen (36,7 %) und Gelenkschmerzen (16,2 %). Bei Teilnehmern im Alter von 50 bis59 Jahren in Studie 1007 waren die am häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen Schmerzen an der

Injektionsstelle (72,5 %), Muskelschmerzen (49,8 %), Ermüdung (39,3 %), Kopfschmerzen (32,3 %)und Gelenkschmerzen (15,4 %). Bei Teilnehmern ab einem Alter von 60 Jahren in Studie 1007 warendie am häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen Schmerzen an der Injektionsstelle (55,4 %),

Muskelschmerzen (39,1 %), Ermüdung (30,2 %), Kopfschmerzen (21,5 %) und Gelenkschmerzen(12,6 %). Diese waren in der Regel leicht oder mäßig ausgeprägt und klangen innerhalb weniger Tagenach der Impfung ab.

In der Phase-3-Studie B7471006 (Studie 1006) wurde Prevenar 20 bei Teilnehmern ab einem Altervon 65 Jahren mit unterschiedlichem vorhergehenden Pneumokokkenstatus untersucht (zuvor

PPSV23, zuvor Prevenar 13 oder zuvor Prevenar 13, gefolgt von PPSV23). Die bei den Teilnehmernam häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen in dieser Studie waren in der Häufigkeit ähnlich zu denen,die für Teilnehmer im Alter von ≥ 60 Jahren in Studie 1007 berichtet wurden, mit einer leicht erhöhten

Häufigkeit von Schmerzen an der Injektionsstelle (61,2 %) bei Teilnehmern, die zuvor Prevenar 13erhalten hatten, und Gelenkschmerzen (16,8 %) bei Teilnehmern, die zuvor Prevenar 13, gefolgt von

PPSV23 erhalten hatten.

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

Nachfolgend findet sich eine tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen aus der Phase-2-Studie an

Säuglingen, den klinischen Phase-3-Studien an Kindern und Erwachsenen sowie den Erfahrungennach der Markteinführung.

Nebenwirkungen in klinischen Studien

Da Prevenar 20 dieselben 13 Serotyp-spezifischen Kapselpolysaccharid-Konjugate und dieselbensonstigen Impfstoffbestandteile enthält wie Prevenar 13, wurden die bei Prevenar 13 bereitsfestgestellten Nebenwirkungen für Prevenar 20 übernommen. Tabelle 1 zeigt die in der Phase-2-Studiean Säuglingen und in den Phase-3-Studien an Kindern und Jugendlichen sowie Erwachsenengemeldeten Nebenwirkungen, basierend auf der höchsten Häufigkeit von unerwünschten Reaktionen,

Lokalreaktionen oder systemischen Ereignissen nach der Impfung in einer Prevenar-20-Gruppe oderim gesamten Datensatz. Die Daten aus klinischen Studien an Säuglingen ergeben sich aus dergleichzeitigen Gabe von Prevenar 20 mit anderen Standardimpfungen für Kinder.

Die Nebenwirkungen sind nach Systemorganklassen mit abnehmender Häufigkeit und Schwereaufgeführt. Die Häufigkeiten sind wie folgt definiert: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10),gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100), selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000), sehr selten (< 1/10 000), nichtbekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Tabelle 1: Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen in klinischen Studien zu

Prevenar 20

Systemorganklasse Nebenwirkungen Häufigkeit

Säuglinge/Kinder/ Erwachsene

Jugendliche

Alter von Alter von6 Wochen 5 Jahren bisbis unter unter5 Jahren 18 Jahren

Erkrankungen des Überempfindlichkeits- Seltena - Gelegentlich

Immunsystems reaktionen, einschließlich

Gesichtsödem, Dyspnoe,

Bronchospasmus

Stoffwechsel- und Verminderter Appetit Sehr häufig Sehr häufiga Sehr häufiga

Ernährungsstörungen

Psychiatrische Reizbarkeit Sehr häufig Sehr häufiga -

Erkrankungen Weinen Gelegentlicha - -

Erkrankungen des Benommenheit/vermehr- Sehr häufig Sehr häufiga -

Nervensystems tes Schlafen

Krampfanfälle Gelegentlich - -(einschließlich

Fieberkrämpfe)

Hypotonisch- Seltena - -hyporesponsive Episode

Unruhiger Sehr häufiga Sehr häufiga -

Schlaf/verminderter

Schlaf

Kopfschmerzen - Sehr häufig Sehr häufig

Erkrankungen des Diarrhoe Häufig Häufiga Gelegentlichb

Gastrointestinaltrakts Übelkeit - - Gelegentlich

Erbrechen Häufig Häufiga Gelegentlichb

Erkrankungen der Ausschlag Häufig Häufiga Gelegentlichb

Haut und des Angioödem - - Gelegentlich

Unterhautgewebes Urtikaria oder Urtikaria- Gelegentlich Gelegentlich -ähnlicher Ausschlag

Skelettmuskulatur-, Muskelschmerzen - Sehr häufig Sehr häufig

Bindegewebs- und

Gelenkschmerzen - Häufig Sehr häufig

Knochenerkrankun-gen

Allgemeine Fieber (Pyrexie) Sehr häufig Gelegentlich Häufig

Erkrankungen und Fieber über 38,9 °C Häufig - -

Beschwerden am Ermüdung - Sehr häufig Sehr häufig

Verabreichungsort Erythem an der Sehr häufig Sehr häufig Häufigb

Injektionsstelle

Induration/Schwellung an Sehr häufig Sehr häufig Häufigbder Injektionsstelle

Erythem oder Sehr häufig - -

Induration/Schwellung an (nachder Injektionsstelle (> 2,0 Boosterdosis- 7,0 cm) und beiälteren

Kindern [2bis< 5 Jahre])

Tabelle 1: Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen in klinischen Studien zu

Prevenar 20

Systemorganklasse Nebenwirkungen Häufigkeit

Säuglinge/Kinder/ Erwachsene

Jugendliche

Alter von Alter von6 Wochen 5 Jahren bisbis unter unter5 Jahren 18 Jahren

Häufig (nach - -

Grundimmu-nisierung bei

Säuglingen)

Erythem oder Gelegentlich - -

Induration/Schwellung ander Injektionsstelle(> 7,0 cm)

Schmerzen/Berührungs- Sehr häufig Sehr häufig Sehr häufigempfindlichkeit an der

Injektionsstelle

Schmerzen/Berührungs- Häufig Häufig Sehr häufigaempfindlichkeit an der

Injektionsstelle miteingeschränkter

Beweglichkeit der

Gliedmaßen

Pruritus an der - - Gelegentlich

Injektionsstelle

Lymphadenopathie - - Gelegentlich

Urtikaria an der - - Gelegentlich

Injektionsstelle

Schüttelfrost - - Gelegentlichb

Überempfindlichkeit an Seltenc - -der Injektionsstelle

a. Häufigkeit basiert auf Nebenwirkungen, die in klinischen Studien mit Prevenar 13 berichtet wurden, da diese

Nebenwirkungen nicht in Studien zu Prevenar 20 mit Säuglingen (Phase 2 und 3), Kindern und Jugendlichen unter18 Jahren und Erwachsenen ab 18 Jahren (Phase 3) berichtet wurden. Die Häufigkeit ist somit nicht bekannt.

b. In klinischen Studien zu Prevenar 13 bei Erwachsenen mit der Häufigkeit 'sehr häufig“ (≥ 1/10) berichtetes Ereignis.

c. Nebenwirkung bei Prevenar 13 nicht berichtet, obwohl Urtikaria an der Injektionsstelle, Pruritus an der Injektionsstelleund Dermatitis an der Injektionsstelle während der Überwachung von Prevenar 13 nach der Markteinführung gemeldetwurden.

Sicherheit bei gleichzeitiger Impfstoffverabreichung bei Erwachsenen

Bei Verabreichung von Prevenar 20 an Erwachsene ab einem Alter von 65 Jahren zusammen mit der3. (Booster-)Dosis eines COVID-19-mRNA-Impfstoffs (Nukleosid-modifiziert) war das

Verträglichkeitsprofil grundsätzlich ähnlich wie bei alleiniger Verabreichung des COVID-19-mRNA-

Impfstoffs (Nukleosid-modifiziert). Im Vergleich zur alleinigen Verabreichung von Prevenar 20 gabes wenige Unterschiede im Sicherheitsprofil. In der Phase-3-Studie B7471026 (Studie 1026) wurde beigleichzeitiger Verabreichung als 'sehr häufig“ über Fieber (13,0 %) und Schüttelfrost (26,5 %)berichtet. In der Gruppe mit gleichzeitiger Verabreichung wurde zudem ein Fall von Schwindelgefühl(0,5 %) berichtet.

Nebenwirkungen aus den Erfahrungen nach der Markteinführung

Tabelle 2 enthält Nebenwirkungen aus Spontanmeldungen während der Anwendung von Prevenar 13nach dem Inverkehrbringen bei Kindern und Jugendlichen sowie Erwachsenen, die auch bei

Prevenar 20 auftreten könnten. Die Erfahrungen mit der Sicherheit von Prevenar 13 nach der

Markteinführung sind auch für Prevenar 20 relevant, da Prevenar 20 dieselben Bestandteile(Polysaccharidkonjugate und sonstige Bestandteile) wie Prevenar 13 enthält. Diese Ereignisse wurdenfreiwillig in einer Population ungewisser Größe gemeldet. Deshalb ist keine zuverlässige Einschätzungihrer Häufigkeit möglich, und es kann nicht für alle Ereignisse ein kausaler Zusammenhang mit der

Impfstoffexposition hergestellt werden.

Tabelle 2: Nebenwirkungen aus den Erfahrungen nach der Markteinführung von

Prevenar 13

Systemorganklasse Häufigkeit nicht bekannt

Erkrankungen des Blutes und des Lymphadenopathie im Bereich der Injektionsstelle

Lymphsystems

Erkrankungen des Immunsystems Anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktion,einschließlich Schock

Erkrankungen der Haut und des Angioödem, Erythema multiforme

Unterhautgewebes

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden Dermatitis an der Injektionsstelle, Urtikaria an deram Verabreichungsort Injektionsstelle, Pruritus an der Injektionsstelle

Ereignisse aus Spontanmeldungen nach der Markteinführung von Prevenar 13; Häufigkeiten konnten aus denverfügbaren Daten für Prevenar 20 somit nicht ermittelt werden und gelten als unbekannt.

Zusätzliche Informationen für besondere Personengruppen in Studien mit Prevenar 13

Bei Teilnehmern im Alter von 6 bis unter 18 Jahren mit einer HIV-Infektion sind die Häufigkeiten der

Nebenwirkungen in Tabelle 1 ähnlich, mit Ausnahme von Fieber (11 % bis 19 %), Gelenkschmerzen(24 % bis 42 %) und Erbrechen (8 % bis 18 %), die sehr häufig auftraten. Bei Teilnehmern ab einem

Alter von 18 Jahren mit einer HIV-Infektion sind die Häufigkeiten der Nebenwirkungen in Tabelle 1ähnlich, mit Ausnahme von Fieber (5 % bis 18 %) und Erbrechen (8 % bis 12 %), die sehr häufigauftraten, und Übelkeit (< 1 % bis 3 %), die häufig auftrat.

Bei Teilnehmern im Alter von 2 bis unter 18 Jahren mit HSZT sind die Häufigkeiten der

Nebenwirkungen in Tabelle 1 ähnlich, mit Ausnahme von Schmerzen an der Injektionsstelle miteingeschränkter Beweglichkeit der Gliedmaßen (5 % bis 15 %), Erbrechen (6 % bis 21 %), Diarrhoe(15 % bis 32 %) und Gelenkschmerzen (25 % bis 32 %), die sehr häufig auftraten. Bei Teilnehmern abeinem Alter von 18 Jahren mit HSZT sind die Häufigkeiten der Nebenwirkungen in Tabelle 1 ähnlich,mit Ausnahme von Fieber (4 % bis 15 %), Erbrechen (6 % bis 21 %) und Diarrhoe (25 % bis 36 %),die sehr häufig auftraten.

Bei Teilnehmern im Alter von 6 bis unter 18 Jahren mit SZK sind die Häufigkeiten der

Nebenwirkungen in Tabelle 1 ähnlich, mit Ausnahme von Schmerzen an der Injektionsstelle miteingeschränkter Beweglichkeit der Gliedmaßen (11 % bis 16 %), Fieber (21 % bis 22 %), Erbrechen(13 % bis 15 %), Diarrhoe (13 % bis 25 %) und Gelenkschmerzen (40 % bis 45 %), die sehr häufigauftraten.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Eine Überdosierung von Prevenar 20 ist aufgrund seiner Darreichungsform als Fertigspritzeunwahrscheinlich.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Impfstoffe, Pneumokokken-Impfstoffe, ATC-Code: J07AL02

Wirkmechanismus

Prevenar 20 enthält 20 Pneumokokken-Kapselpolysaccharide, die alle an CRM197-Trägerproteinkonjugiert sind, das die Immunantwort auf das Polysaccharid von einer T-Zell-unabhängigen zu einer

T-Zell-abhängigen Antwort modifiziert. Die T-Zell-abhängige Antwort führt zu einer verstärkten

Antikörperantwort und induziert funktionale Antikörper (die mit Opsonisierung, Phagozytose und

Abtötung von Pneumokokken in Verbindung stehen) zum Schutz vor Pneumokokkenerkrankungen.

Außerdem wird die Bildung von B-Gedächtniszellen induziert, wodurch eine 'anamnestische“(Booster-)Antwort bei erneuter Exposition gegenüber dem Bakterium ermöglicht wird.

Die Immunantworten bei Kindern und Erwachsenen nach Exposition gegenüber Streptococcuspneumoniae oder nach einer Pneumokokkenimpfung können durch Messung der Antworten im

Hinblick auf IgG oder die Opsonophagozytose-Aktivität (OPA) bestimmt werden. Mithilfe der OPAwird die funktionale Antikörper-Aktivität gemessen, die als wichtiger immunologischer

Surrogatmarker für den Schutz vor Pneumokokkenerkrankungen bei Erwachsenen gilt. Bei Kindernwerden für die klinische Bewertung von Pneumokokken-Konjugatimpfstoffen verschiedene

Immunogenitätskriterien herangezogen, darunter der Anteil geimpfter Kinder, die im Enzyme-linked

Immunosorbent Assay (ELISA) der WHO einen Serotyp-spezifischen IgG-Antikörperspiegelentsprechend ≥ 0,35 µg/ml oder einen äquivalenten Assay-spezifischen Wert erreichen. Serotyp-spezifische Immunantworten, die mit einem individuellen Schutz vor Pneumokokken-Erkrankungenkorrelieren, sind noch nicht eindeutig definiert.

Klinische Wirksamkeit

Es wurden keine Studien zur Wirksamkeit mit Prevenar 20 durchgeführt.

Daten zur Immunogenität

Klinische Studien zu Prevenar 20 bei Säuglingen, Kindern und Jugendlichen

Die Immunogenität wurde anhand der Serotyp-spezifischen IgG-Ansprechraten (Anteil der

Teilnehmer, die den Serotyp-spezifischen IgG-Spiegel von ≥ 0,35 μg/ml oder einen äquivalenten

Assay-spezifischen Wert erreichten) und der IgG-GMC-Werte jeweils 1 Monat nach der

Grundimmunisierung und nach der Boosterdosis beurteilt. Die OPA-GMT-Werte wurden ebenfalls1 Monat nach der Grundimmunisierung und nach der Boosterdosis gemessen. Die vordefinierte

Konzentration entsprechend 0,35 μg/ml im ELISA der WHO (bzw. äquivalenter Assay-spezifischer

Grenzwert) gilt nur auf Populationsebene und kann nicht für die Vorhersage eines individuellen oder

Serotyp-spezifischen Schutzes gegen IPD verwendet werden. Für Pneumonie und akute Otitis media(AOM) existiert kein Korrelat für einen Schutz.

In zwei klinischen Phase-3-Studien (Studie 1011 und Studie 1012) und einer klinischen Phase-2-

Studie (Studie 1003) wurde die Immunogenität von Prevenar 20 nach einem Impfschema mit 3 oder4 Dosen bei Säuglingen untersucht. In der Phase-3-Studie B7471027 (Studie 1027) wurde die

Immunogenität einer einzelnen Boosterdosis bzw. von 2 Dosen Prevenar 20 bei Kleinkindern im Altervon 12 Monaten bis unter 24 Monaten nach 2 vorhergehenden Säuglingsdosen Prevenar 13 untersucht.

In einer Phase-3-Studie (Studie 1014) mit Kindern im Alter von 15 Monaten bis unter 18 Jahren wurdeeine Einzeldosis Prevenar 20 untersucht.

Immunantworten nach 3 und 4 Dosen nach einem Impfschema mit 4 Dosen bei Säuglingen

In Studie 1011, die in den Vereinigten Staaten und in Puerto Rico durchgeführt wurde, wurden 1 991gesunde Säuglinge, die zum Zeitpunkt der Einwilligung 2 Monate (≥ 42 bis ≤ 98 Tage) alt waren undim Gestationsalter von > 36 Wochen geboren wurden, randomisiert (1:1) und im Alter von ca. 2, 4, 6und 12 bis 15 Monaten entweder mit Prevenar 20 oder Prevenar 13 geimpft. Die Teilnehmer erhieltenauch andere pädiatrische Impfstoffe, darunter einen Kombinationsimpfstoff, der Diphtherie, Tetanus,

Pertussis (azellulär), Hepatitis B (rDNA) und Poliomyelitis (inaktiviert) und Haemophilus influenzae

Typ b-Konjugat (adsorbiert) enthielt, gemeinsam mit allen 3 Dosen sowie einen

Kombinationsimpfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln und einen Varizellen-Impfstoff gemeinsammit der Boosterdosis. Die gleichzeitige Verabreichung von Rotavirus- und Influenza-Impfstoffen warin der Studie erlaubt.

Einen Monat nach der Grundimmunisierung erfüllten 9 der 13 gematchten Serotypen das Kriteriumder Nichtunterlegenheit (NU) für die Differenz zwischen den prozentualen Anteilen der Teilnehmermit definierten Serotyp-spezifischen IgG-Konzentrationen (mit einem NU-Kriterium von 10 %),während 4 Serotypen (Serotypen 3, 4, 9V und 23F) das NU-Kriterium verfehlten (Tabelle 3). 6 der7 zusätzlichen Serotypen erfüllten ebenfalls das Kriterium der Nichtunterlegenheit im Vergleich zumniedrigsten Ergebnis für einen Impfstoff-Serotyp in der Prevenar-13-Gruppe (mit Ausnahme von

Serotyp 3); Serotyp 12F verfehlte das statistische Kriterium der Nichtunterlegenheit. Die IgG-GMC-

Werte 1 Monat nach Dosis 3 von Prevenar 20 waren für alle 13 gematchten Serotypen gegenüberdenen der Prevenar-13-Gruppe nicht unterlegen (mit einem NU-Kriterium von 0,5 für dasgeometrische Mittelverhältnis [GMR] der IgG-Konzentrationen). Das NU-Kriterium wurde auch fürdie 7 zusätzlichen Serotypen gegenüber der niedrigsten IgG-GMC (mit Ausnahme von Serotyp 3)unter den Impfstoff-Serotypen in der Prevenar-13-Gruppe erfüllt (Tabelle 3).

Die Antikörperspiegel für alle 7 zusätzlichen Serotypen waren signifikant höher als die Spiegel für dieentsprechenden Serotypen in der Prevenar-13-Gruppe (Tabellen 3 und 4).

Einen Monat nach der Boosterdosis wurde das NU-Kriterium für die IgG-GMC-Werte (mit einem

NU-Kriterium von 0,5 für IgG-GMR) für alle 13 gematchten Serotypen erfüllt. Das NU-Kriteriumwurde auch für die 7 zusätzlichen Serotypen gegenüber der niedrigsten IgG-GMC (mit Ausnahme von

Serotyp 3) unter den Impfstoff-Serotypen in der Prevenar-13-Gruppe erfüllt (Tabelle 4). Obwohl die

Nichtunterlegenheit für diesen Endpunkt nicht formell getestet wurde, waren die beobachteten

Differenzen (Prevenar 20 - Prevenar 13) zwischen den Anteilen der Teilnehmer mit definierten

Serotyp-spezifischen IgG-Konzentrationen 1 Monat nach Dosis 4 für alle 13 gematchten Serotypen,mit Ausnahme von Serotyp 3, größer als -10 % (-16,4 %, KI -21,0 % bis -11,8 %). Für die 7zusätzlichen Serotypen reichten die beobachteten Differenzen zwischen den Anteilen der Teilnehmermit definierten Serotyp-spezifischen IgG-Konzentrationen 1 Monat nach Dosis 4 von -11,5 %(Serotyp 12F) bis 1,8 % (Serotyp 15B, 22F und 33F, Tabelle 4).

Tabelle 3: Prozentualer Anteil von Teilnehmern mit definierten Pneumokokken-IgG-

Konzentrationen und Pneumokokken-IgG-GMCs (µg/ml) 1 Monat nach Dosis 3 einer

Impfserie mit 4 Dosen, Studie 1011a

Anteil von Teilnehmern mit definierten IgG-

Konzentrationenb IgG-GMCs

Differenz Prevenar 20

Prevenar 20 Prevenar 13 (Prevenar 20 - Prevenar 20 Prevenar 13 /nc = 831-833 nc = 801-802 Prevenar 13) nc = 831-833 nc = 801-802 Prevenar 13% GMR% % (95 %-KId) GMCe GMCe (95 %-KIe)

Serotypen

- 6,3 0,651 84,9 91,1 (-9,4; -3,1) 0,74 1,14 (0,59; 0,72)

- 14,8 0,703 40,5 55,2 (-19,5; -10,0) 0,36 0,51 (0,64; 0,76)

- 9,4 0,704 78,2 87,5 (-13,0; -5,8) 0,75 1,08 (0,63; 0,78)

- 4,3 0,695 86,2 90,5 (-7,5; -1,2) 0,66 0,96 (0,61; 0,77)

- 1,9 0,726A 94,2 96,1 (-4,0; 0,2) 1,95 2,69 (0,65; 0,81)

- 4,1 0,606B 88,3 92,4 (-7,0; -1,2) 0,61 1,02 (0,51; 0,70)

- 0,9 0,757F 96,4 97,3 (-2,6; 0,9) 1,71 2,29 (0,69; 0,81)

- 8,5 0,729V 80,3 88,8 (-12,0; -5,0) 0,87 1,21 (0,65; 0,80)

- 1,2 0,7914 94,2 95,4 (-3,4; 1,0) 2,16 2,72 (0,71; 0,89)

- 2,1 0,7718C 87,3 89,4 (-5,3; 1,0) 1,31 1,71 (0,70; 0,84)

- 1,7 0,7919A 96,3 98,0 (-3,4; -0,1) 0,72 0,91 (0,72; 0,86)0,2 0,7919F 96,0 95,9 (-1,8; 2,1) 1,59 2,00 (0,73; 0,86)

- 8,9 0,6623F 74,3 83,2 (-12,8; -4,9) 0,82 1,25 (0,58; 0,75)

Zusätzliche Serotypenf12,6 1,988 95,8 83,2f (9,8; 15,6) 1,80 0,91g (1,81; 2,16)4,8 1,3210A 88,0 83,2f (1,4; 8,3) 1,21 0,91g (1,18; 1,49)6,9 1,5211A 90,0 83,2f (3,6; 10,2) 1,39 0,91g (1,39; 1,67)

- 35,1 0,6012F 48,0 83,2f (-39,4; -30,8) 0,55 0,91g (0,54; 0,67)13,8 4,8215B 97,0 83,2f (11,1; 16,8) 4,40 0,91g (4,39; 5,30)15,5 4,0622F 98,7 83,2f (12,9; 18,3) 3,71 0,91g (3,68; 4,48)6,1 1,6433F 89,3 83,2f (2,8; 9,5) 1,49 0,91g (1,46; 1,83)

Abkürzungen: KI = Konfidenzintervall, dLIA = Luminex-based Direct Immunoassay, ELISA = Enzyme-Linked Immunosorbent

Assay (Enzymimmunoassay), GMC = geometrische mittlere Konzentration (geometric mean concentration),

GMR = geometrisches Mittelverhältnis (geometric mean ratio), IgG = Immunglobulin G, LLOQ = untere Bestimmungsgrenze(lower limit of quantitation)

Hinweis: Nichtunterlegenheit für einen Serotypen wurde bestätigt, wenn die Untergrenze des 2-seitigen 95 %-KI für die Differenzder Anteile (Prevenar 20 - Prevenar 13) > -10 % betrug oder wenn die Untergrenze des 2-seitigen 95 %-KI für das GMR(Prevenar 20 zu Prevenar 13) für den jeweiligen Serotypen über 0,5 lag.

Hinweis: Untersuchungsergebnisse unterhalb der LLOQ wurden für die Analyse auf 0,5 × LLOQ gesetzt.

a. Studie 1011 wurde in den Vereinigten Staaten von Amerika und auf dem Territorium von Puerto Rico durchgeführt(NCT04382326).

b. Die angegebenen Werte für die Prevenar-13-Serotypen stammen aus einer veröffentlichten Bridging-Studie (Tan CY, et al.

2018), bei der die Ergebnisse nach der Grundimmunisierung von Säuglingen, vor der Boosterimpfung und nach der

Boosterimpfung (Impfschema mit 3 Säuglingsdosen, gefolgt von einer Boosterdosis) verwendet wurden, mit Ausnahme des

Serotyps 19A, für den nur die Ergebnisse nach der Grundimmunisierung verwendet wurden. Für die zusätzlichen 7 Serotypenstammen die angegebenen Werte aus einer Konkordanzbewertung (klinischer dLIA zur Gegenprobe des ELISA) von Datenaus der Phase-2-Studie B7471003, in der ebenfalls das Impfschema mit 3 Säuglingsdosen, gefolgt von einer Boosterdosis,verwendet wurde.

c. n = Anzahl der Teilnehmer mit validen IgG-Konzentrationen.

d. Zweiseitiges KI basierend auf der Methode von Miettinen und Nurminen.

e. GMCs, GMRs und die jeweiligen 2-seitigen KIs wurden durch Potenzieren der Mittelwerte und der mittleren Differenzen(Prevenar 20 - Prevenar 13) der Logarithmen der Konzentrationen und der entsprechenden KIs (basierend auf der Student-t-

Verteilung) berechnet.

f. Für die Differenzen der Anteile der 7 zusätzlichen Serotypen wurden die IgG-Ergebnisse von Serotyp 23F (Prevenar-13-

Serotyp mit dem niedrigsten Anteil, mit Ausnahme von Serotyp 3) in der Prevenar-13-Gruppe bei den Vergleichen zur

Beurteilung von Nichtunterlegenheit verwendet. Die Anteile der Teilnehmer mit definierten IgG-Konzentrationen für die

Serotypen 8, 10A, 11A, 12F, 15B, 22F und 33F in der Prevenar-13-Gruppe betrugen jeweils 1,4 %, 1,9 %, 1,4 %, 0,1 %,1,2 %, 1,4 % bzw. 1,5 %.

g. Für die GMRs der 7 zusätzlichen Serotypen wurden die IgG-Ergebnisse von Serotyp 19A (Prevenar-13-Serotyp mit derniedrigsten GMC, mit Ausnahme von Serotyp 3) in der Prevenar-13-Gruppe bei den Vergleichen zur Beurteilung von

Nichtunterlegenheit verwendet. Die IgG-GMCs für die Serotypen 8, 10A, 11A, 12F, 15B, 22F und 33F in der Prevenar-13-

Gruppe betrugen jeweils 0,02 µg/ml, 0,01 µg/ml, 0,02 µg/ml, 0,01 µg/ml, 0,03 µg/ml, 0,01 µg/ml bzw. 0,02 µg/ml.

Tabelle 4: Prozentualer Anteil von Teilnehmern mit definierten Pneumokokken-IgG-

Konzentrationen und Pneumokokken-IgG-GMCs (µg/ml) 1 Monat nach Dosis 4 einer

Impfserie mit 4 Dosen, Studie 1011a

Anteil von Teilnehmern mit definierten

IgG-Konzentrationenb IgG-GMCs

Differenz(Prevenar 20

Prevenar 20 Prevenar 13 - Prevenar 20 Prevenar 13 Prevenar 20/nc = 753-755 nc = 744-745 Prevenar 13) nc = 753-755 nc = 744-745 Prevenar 13

GMR (95 %-% % % (95 %-KId) GMCe GMCe KIe)

Serotypen

- 2,6 0,691 95,5 98,1 (-4,5; -0,9) 1,47 2,12 (0,63; 0,76)

- 16,4 0,663 60,8 77,2 (-21,0; -11,8) 0,56 0,85 (0,61; 0,73)

- 0,1 0,784 98,8 98,9 (-1,3; 1,1) 3,77 4,84 (0,70; 0,86)0,2 0,745 98,8 98,7 (-1,1; 1,4) 1,87 2,51 (0,67; 0,82)

- 0,4 0,776A 99,5 99,9 (-1,2; 0,3) 9,01 11,69 (0,70; 0,85)6B 99,1 99,5 -0,4 4,01 5,74 0,70(-1,4; 0,6) (0,62; 0,79)

- 0,4 0,767F 99,5 99,9 (-1,2; 0,3) 3,91 5,18 (0,70; 0,82)

- 0,6 0,809V 98,3 98,9 (-2,0; 0,6) 3,44 4,30 (0,73; 0,88)

- 0,4 0,9014 99,2 99,6 (-1,4; 0,5) 5,68 6,34 (0,81; 1,00)

- 0,2 0,7418C 97,6 97,9 (-1,8; 1,3) 3,46 4,69 (0,67; 0,82)0,1 0,8519A 99,9 99,7 (-0,5; 0,9) 3,53 4,13 (0,77; 0,94)0,2 0,8619F 98,8 98,7 (-1,1; 1,4) 5,01 5,79 (0,78; 0,96)

- 1,3 0,6423F 96,6 97,9 (-3,1; 0,4) 3,95 6,18 (0,57; 0,72)

Zusätzliche Serotypen1,4 1,878 99,2 97,9f (0,1; 2,8) 3,97 2,12g (1,71; 2,06)0,8 2,9410A 98,7 97,9f (-0,5; 2,3) 6,22 2,12g (2,64; 3,26)0,8 1,6711A 98,7 97,9f (-0,5; 2,3) 3,53 2,12g (1,51; 1,84)

- 11,5 0,8812F 86,4 97,9f (-14,3; -8,9) 1,85 2,12g (0,79; 0,97)1,8 5,9515B 99,6 97,9f (0,7; 3,1) 12,59 2,12g (5,39; 6,55)1,8 5,0122F 99,6 97,9f (0,7; 3,1) 10,60 2,12g (4,54; 5,52)1,8 4,4033F 99,6 97,9f (0,7; 3,1) 9,31 2,12g (3,99; 4,85)

Abkürzungen: KI = Konfidenzintervall, dLIA = Luminex-based Direct Immunoassay, ELISA = Enzyme-Linked

Immunosorbent Assay (Enzymimmunoassay), GMC = geometrische mittlere Konzentration (geometric mean concentration),

GMR = geometrisches Mittelverhältnis (geometric mean ratio), IgG = Immunglobulin G, LLOQ = untere

Bestimmungsgrenze (lower limit of quantitation)

Hinweis: Nichtunterlegenheit für einen Serotypen wurde bestätigt, wenn die Untergrenze des 2-seitigen 95 %-KI für das

GMR (Prevenar 20 zu Prevenar 13) für den jeweiligen Serotypen über 0,5 lag.

Hinweis: Untersuchungsergebnisse unterhalb der LLOQ wurden für die Analyse auf 0,5 × LLOQ gesetzt.

a. Studie 1011 wurde in den Vereinigten Staaten von Amerika und auf dem Territorium von Puerto Rico durchgeführt(NCT04382326).

b. Die angegebenen Werte für die Prevenar-13-Serotypen stammen aus einer veröffentlichten Bridging-Studie (Tan CY, etal. 2018), bei der die Ergebnisse nach der Grundimmunisierung von Säuglingen, vor der Boosterimpfung und nach der

Boosterimpfung (Impfschema mit 3 Säuglingsdosen, gefolgt von einer Boosterdosis) verwendet wurden, mit Ausnahmedes Serotyps 19A, für den nur die Ergebnisse nach der Grundimmunisierung verwendet wurden. Für die zusätzlichen7 Serotypen stammen die angegebenen Werte aus einer Konkordanzbewertung (klinischer dLIA zur Gegenprobe des

ELISA) von Daten aus der Phase-2-Studie B7471003, in der ebenfalls das Impfschema mit 3 Säuglingsdosen gefolgtvon einer Boosterdosis verwendet wurde.

c. n = Anzahl der Teilnehmer mit validen IgG-Konzentrationen.

d. Zweiseitiges KI basierend auf der Methode von Miettinen und Nurminen.

e. GMCs, GMRs und die jeweiligen 2-seitigen KIs wurden durch Potenzieren der Mittelwerte und der mittleren

Differenzen (Prevenar 20 - Prevenar 13) der Logarithmen der Konzentrationen und der entsprechenden KIs (basierendauf der Student-t-Verteilung) berechnet.

f. Für die Differenzen der Anteile der 7 zusätzlichen Serotypen wurden die IgG-Ergebnisse von Serotyp 18C oder 23F(Prevenar-13-Serotyp mit dem niedrigsten Anteil, mit Ausnahme von Serotyp 3) in der Prevenar-13-Gruppe bei den

Vergleichen zur Beurteilung von Nichtunterlegenheit verwendet. Die Anteile der Teilnehmer mit definierten IgG-

Konzentrationen für die Serotypen 8, 10A, 11A, 12F, 15B, 22F und 33F in der Prevenar-13-Gruppe betrugen jeweils4,2 %, 2,2 %, 3,8 %, 0,1 %, 3,1 %, 1,7 % bzw. 2,3 %.

g. Für die GMRs der 7 zusätzlichen Serotypen wurden die IgG-Ergebnisse von Serotyp 1 (Prevenar-13-Serotyp mit derniedrigsten GMC, mit Ausnahme von Serotyp 3) in der Prevenar-13-Gruppe bei den Vergleichen zur Beurteilung von

Nichtunterlegenheit verwendet. Die IgG-GMCs für die Serotypen 8, 10A, 11A, 12F, 15B, 22F und 33F in der Prevenar-h. 13-Gruppe betrugen jeweils 0,03 µg/ml, 0,01 µg/ml, 0,02 µg/ml, 0,01 µg/ml, 0,02 µg/ml, 0,00 µg/ml bzw. 0,01 µg/ml.

Die OPA-GMTs für die 13 gematchten Serotypen in der Prevenar 20-Gruppe waren 1 Monat nach der

Grundimmunisierung im Allgemeinen vergleichbar mit den OPA-GMTs in der Prevenar-13-Gruppeund etwas niedriger als in der Prevenar-13-Gruppe für die meisten Serotypen nach der Boosterdosis.

Die OPA-Daten variieren aufgrund der kleinen Stichprobengrößen, wobei die Interpretation derklinischen Relevanz von geringfügig niedrigeren OPA-GMTs unbekannt ist. Die gemessenen OPA-

GMTs für die 7 zusätzlichen Serotypen waren in der Prevenar-20-Gruppe wesentlich höher als in der

Prevenar-13-Gruppe. Die Immunantwort auf Prevenar 20 zeigt auch einen Booster-Effekt auf die IgG-

Konzentrationen und OPA-GMT nach der Boosterimpfung, was darauf schließen lässt, dass die3 Säuglingsdosen eine Aktivierung des immunologischen Gedächtnisses auslösen.

Pneumokokken-IgG-Immunantwort nach 2 und 3 Dosen nach einem Impfschema mit 3 Dosen

In Studie 1012 wurden 1 204 Säuglinge, die zum Zeitpunkt der Einwilligung 2 Monate (≥ 42 bis≤ 112 Tage) alt waren und im Gestationsalter von > 36 Schwangerschaftswochen geboren wurden,randomisiert (1:1) und entweder mit Prevenar 20 oder Prevenar 13 geimpft. Die 1. Dosis wurde bei der

Aufnahme in die Studie verabreicht, eine 2. Dosis etwa 2 Monate später und die 3. Dosis im Alter vonetwa 11 bis 12 Monaten.

1 Monat nach der Grundimmunisierung waren die beobachteten IgG-GMC-Werte für 9 der13 gematchten Serotypen denen der Prevenar-13-Gruppe nicht unterlegen, und 4 der 13 gematchten

Serotypen (6A, 6B, 9V und 23F) erfüllten nicht das 2-fache statistische Kriterium für die

Nichtunterlegenheit. 1 Monat nach der 2. Dosis Prevenar 20 war der Anteil der Teilnehmer mitdefinierten Serotyp-spezifischen IgG-Konzentrationen für 4 der 13 gematchten Serotypen denen der

Prevenar-13-Gruppe nicht unterlegen, basierend auf einem Nichtunterlegenheits-Kriterium einer

Differenz von 10 %, und für 9 der 13 gematchten Serotypen (1, 3, 4, 5, 6A, 6B, 9V, 18C und 23F)wurde Nichtunterlegenheit nicht erreicht.

Nach Gabe von Prevenar 20 waren die Immunantworten auf die 7 zusätzlichen Serotypen demniedrigsten IgG-GMC-Wert unter den 13 Serotypen (Serotyp 6B) in der Prevenar-13-Gruppe nichtunterlegen. Für die 7 zusätzlichen Serotypen war der Anteil der Teilnehmer mit vordefinierten

Serotyp-spezifischen IgG-Konzentrationen 1 Monat nach der 2. Dosis Prevenar 20 bei 5 der7 zusätzlichen Serotypen dem Serotyp mit dem niedrigsten Anteil unter den 13 Serotypen(Serotyp 6B) in der Prevenar-13-Gruppe nicht unterlegen, und die Serotypen 10A und 12F erfülltennicht das statistische Nichtunterlegenheits-Kriterium. Die klinische Relevanz dieser Erkenntnisse istnicht bekannt. Darüber hinaus waren die IgG-GMC-Werte für die 7 zusätzlichen Serotypen nach der

Grundimmunisierung höher als die IgG-GMC-Werte für die entsprechenden Serotypen in der

Prevenar-13-Gruppe. Einen Monat nach der Boosterimpfung waren die beobachteten IgG-GMC-Wertevon Prevenar 20 für 12 der 13 gematchten Serotypen, mit Ausnahme von Serotyp 6B, denen der

Prevenar-13-Gruppe nicht unterlegen, und alle 7 zusätzlichen Serotypen waren der niedrigsten IgG-

GMC in der Prevenar-13-Gruppe nicht unterlegen. Des Weiteren waren die IgG-GMC-Werte nach der

Boosterimpfung für die 7 zusätzlichen Serotypen höher im Vergleich zu den IgG-GMC-Werten derentsprechenden Serotypen in der Prevenar-13-Gruppe.

Das funktionelle Ansprechen, gemessen mittels OPA-GMT, für die 13 gematchten Serotypen 1 Monatnach der Grundimmunisierung und 1 Monat nach der Boosterdosis in der Prevenar 20-Gruppe war fürdie meisten Serotypen im Allgemeinen ähnlich wie in der Prevenar-13-Gruppe. Die gemessenen OPA-

GMT-Werte für die 7 zusätzlichen Serotypen waren zu beiden Zeitpunkten in der Prevenar 20-Gruppedeutlich höher als in der Prevenar-13-Gruppe. Nach der 2. bis nach der 3. Dosis Prevenar 20 wurde füralle 20 Serotypen, einschließlich derer, die das Nichtunterlegenheits-Kriterium verfehlt hatten, ein

Anstieg der IgG- und OPA-Antikörperantworten beobachtet, was auf eine Aktivierung desimmunologischen Gedächtnisses hinweist.

Kinder im Alter von 12 Monaten bis unter 18 Jahren (Studien 1027 und 1014)

Kinder im Alter von 12 Monaten bis unter 24 Monaten, die zuvor mit Prevenar 13 (Studie 1027)geimpft worden waren

In einer multizentrischen, randomisierten, teilweise doppelt verblindeten Studie (Studie 1027) wurden356 Teilnehmer im Alter von 12 Monaten bis unter 24 Monaten aufgenommen, die zuvor2 Säuglingsdosen Prevenar 13 erhalten hatten. Sie erhielten entweder 1 oder 2 Boosterdosen

Prevenar 20 oder eine Einzeldosis Prevenar 13 (Kontrollgruppe). In der Gruppe, die 2 Dosen

Prevenar 20 erhielt, wurde die zweite Dosis etwa 2 Monate nach der ersten Dosis verabreicht.

Nach 1 oder 2 Dosen Prevenar 20 wurden IgG-Immunantworten gegen die 13 gemeinsamen Serotypenbeobachtet, wobei die beobachteten IgG-GMC-Werte für die meisten der 13 gemeinsamen Serotypennach 1 Dosis Prevenar 20 numerisch höher waren als nach 2 Dosen Prevenar 20. Die 1 Monat nach derletzten Impfung für die 13 gemeinsamen Serotypen beobachteten IgG-GMC-Werte waren nach 1 oder2 Dosen Prevenar 20 niedriger als nach 1 Dosis Prevenar 13. Nach 1 oder 2 Dosen Prevenar 20wurden IgG-Immunantworten gegen alle 7 zusätzlichen Serotypen beobachtet, wobei die IgG-

Antworten nach 2 Dosen Prevenar 20 numerisch höher waren als nach einer Einzeldosis. Diegemessenen IgG-GMC-Werte waren für alle 7 zusätzlichen Serotypen 1 Monat nach einer einzelnen

Boosterdosis Prevenar 13 niedrig.

Auf alle 20 Serotypen wurden nach 1 oder 2 Dosen Prevenar 20 OPA-Antworten ausgelöst. Nacheiner Einzeldosis Prevenar 13 waren die OPA-GMT-Werte für alle 7 zusätzlichen Serotypen niedrig.

Kinder und Jugendliche im Alter von 15 Monaten bis unter 18 Jahren (Studie 1014)

In einer multizentrischen, einarmigen Studie (Studie 1014) wurden die Teilnehmer nach Altersgruppenin die Studie aufgenommen (etwa 200 Teilnehmer pro Gruppe) und erhielten eine Einzeldosis

Prevenar 20 wie unten beschrieben.

Kinder im Alter von 15 Monaten bis unter 24 Monaten, die zuvor mit Prevenar 13 geimpft wordenwaren

Die Teilnehmer der Altersgruppe von 15 bis unter 24 Monaten waren zuvor mit 3 oder 4 Dosen

Prevenar 13 geimpft worden. Ein Anstieg der IgG-Konzentrationen von vor der Impfung bis 1 Monatnach der Impfung mit Prevenar 20 wurde für alle 20 Impfstoff-Serotypen beobachtet. Die gemessenen

Werte der IgG-GMFR (geometric mean fold rise, Serokonversionsfaktor) für die 7 zusätzlichen

Serotypen reichte von 27,9 bis 1 847,7.

Kinder im Alter von 24 Monaten bis unter 5 Jahren, die zuvor mit Prevenar 13 geimpft worden waren

Die Teilnehmer der Altersgruppe von 24 Monaten bis unter 5 Jahren waren zuvor mit 3 oder 4 Dosen

Prevenar 13 geimpft worden. Ein Anstieg der IgG-Konzentrationen von vor der Impfung bis 1 Monatnach der Impfung mit Prevenar 20 wurde für alle 20 Impfstoff-Serotypen beobachtet. Die gemessenen

Werte der IgG-GMFR für die 7 zusätzlichen Serotypen reichte von 36,6 bis 796,2. Bei den7 zusätzlichen Serotypen kam es bei 71,2 % bis 94,6 % zu einem ≥ 4-fachen Anstieg der OPA-Titer.

Kinder und Jugendliche im Alter von 5 Jahren bis unter 18 Jahren, die noch nicht oder zuvor mit

Prevenar 13 geimpft wurden

Bei Teilnehmern im Alter von 5 Jahren bis unter 10 Jahren und 10 Jahren bis unter 18 Jahren löste

Prevenar 20 nach Gabe einer Einzeldosis unabhängig von vorhergehenden Impfungen mit Prevenar 13robuste IgG- und OPA-Immunantworten gegen die 20 Serotypen des Impfstoffs bei Teilnehmern im

Alter von 5 bis unter 18 Jahren aus. Die OPA-GMFR-Werte reichten von 11,5 bis 499,0 für die7 zusätzlichen Serotypen, wobei ein Anstieg der OPA-GMT-Werte für alle 20 Impfstoff-Serotypenbeobachtet wurde.

Frühgeborene

Es liegen keine Daten zur Immunogenität von Prevenar 20 bei Frühgeborenen vor. Die Erfahrungenmit Prevenar und Prevenar 13 lassen darauf schließen, dass bei Frühgeborenen eine Immunantwortausgelöst wird, auch wenn diese möglicherweise geringer ausfällt als bei reifgeborenen Säuglingen.

Die Sicherheit und Verträglichkeit von Prevenar 20 wurden in einer Phase-3-Studie (Studie 1013)untersucht, an der von der gesamten Studienpopulation 111 spät Frühgeborene teilnahmen(Gestationsalter 34 bis unter 37 Wochen). Die Teilnehmer erhielten randomisiert eine Impfserie mit4 Dosen Prevenar 20 (n = 77) oder Prevenar 13 (n = 34).

Klinische Studien zu Prevenar 20 bei Erwachsenen

Drei klinische Studien der Phase 3, B7471006, B7471007 und B7471008 (Studie 1006, Studie 1007und Studie 1008), wurden in den Vereinigten Staaten und Schweden durchgeführt, um die

Immunogenität von Prevenar 20 in verschiedenen Altersgruppen von Erwachsenen und bei

Teilnehmern zu untersuchen, die entweder nicht gegen Pneumokokken oder zuvor mit Prevenar 13,

PPSV23 oder beidem geimpft worden waren.

An jeder Studie nahmen gesunde Teilnehmer oder immunkompetente Teilnehmer mit stabilen

Grunderkrankungen teil, darunter chronische kardiovaskuläre Erkrankung, chronische

Lungenerkrankungen, Nierenerkrankungen, Diabetes mellitus, chronische Lebererkrankung sowiemedizinische Risikofaktoren und Verhaltensweisen (z. B. Rauchen), die bekanntermaßen das Risikoeiner schwerwiegenden Pneumokokken-Pneumonie und IPD erhöhen. In der pivotalen Studie(Studie 1007) wurden diese Risikofaktoren bei 34 % der Teilnehmer im Alter ab 60 Jahren, 32 % der

Teilnehmer im Alter von 50 bis 59 Jahren und 26 % der Teilnehmer im Alter von 18 bis 49 Jahrenfestgestellt. Eine stabile Grunderkrankung wurde definiert als Erkrankung ohne Notwendigkeit einererheblichen Therapieänderung in den vorhergehenden 6 Wochen (d. h. kein Wechsel in eine neue

Therapiekategorie aufgrund einer Krankheitsverschlechterung) und ohne Krankenhausaufenthaltwegen einer Krankheitsverschlechterung innerhalb von 12 Wochen vor dem Erhalt des

Studienimpfstoffs.

In allen Studien wurden die durch Prevenar 20 und die Kontroll-Pneumokokkenimpfstoffe ausgelösten

Immunantworten mit einem Opsonophagozytose-Assay (opsonophagocytic activity assay, OPA)gemessen. Mit dem OPA-Assay werden die funktionalen Antikörper gegen S. pneumoniae gemessen.

Vergleich der Immunantworten auf Prevenar 20 mit Prevenar 13 und PPSV23

In einer randomisierten, Wirkstoff-kontrollierten, doppelblinden klinischen

Nicht-Unterlegenheits-Studie (pivotale Studie 1007) zu Prevenar 20 in den Vereinigten Staaten und

Schweden wurden Teilnehmer ab einem Alter von 18 Jahren, die bisher noch nicht mit einem

Pneumokokkenimpfstoff geimpft worden waren, basierend auf ihrem Alter bei der Aufnahme in 1 von3 Kohorten aufgenommen (18 bis 49, 50 bis 59 und ≥ 60 Jahre) und auf Prevenar 20 oder eine

Kontrollgruppe randomisiert. Teilnehmer ab einem Alter von 60 Jahren wurden im Verhältnis 1:1randomisiert und erhielten Prevenar 20 (n = 1 507), gefolgt von Kochsalz-Placebo 1 Monat danach,oder Prevenar 13 (n = 1 490), gefolgt von PPSV23 1 Monat danach. Teilnehmer im Alter von 18 bis49 Jahren und 50 bis 59 Jahren wurden randomisiert (im Verhältnis 3:1). Sie erhielten eine Dosis

Prevenar 20 (18 bis 49 Jahre: n = 335; 50 bis 59 Jahre: n = 334) oder Prevenar 13 (18 bis 49 Jahre:n = 112; 50 bis 59 Jahre: n = 111).

Die GMT-Werte der Serotyp-spezifischen OPA-Titer wurden vor der 1. Impfung und 1 Monat nachjeder Impfung gemessen. Die Nicht-Unterlegenheit der Immunantwort (OPA-GMTs 1 Monat nach der

Impfung) unter Prevenar 20 gegenüber einem Kontrollimpfstoff für einen Serotyp wurde festgestellt,wenn die untere Grenze des zweiseitigen 95 %-KI für das GMT-Verhältnis (Prevenar 20/Prevenar 13;

Prevenar 20/PPSV23) für den jeweiligen Serotyp über 0,5 lag.

1 Monat nach der Impfung waren die bei Teilnehmern ab einem Alter von 60 Jahren durch

Prevenar 20 ausgelösten Immunantworten auf alle 13 gemeinsamen Serotypen gegenüber den durch

Prevenar 13 ausgelösten Immunantworten für dieselben Serotypen nicht unterlegen. Im Allgemeinenwurden mit Prevenar 20 im Vergleich zu Prevenar 13 bei den gemeinsamen Serotypen numerischniedrigere geometrische Mitteltiter beobachtet (Tabelle 5). Die klinische Relevanz dieser Ergebnisseist jedoch unbekannt.

1 Monat nach der Impfung waren die durch Prevenar 20 ausgelösten Immunantworten auf 6 der7 zusätzlichen Serotypen gegenüber den durch PPSV23 ausgelösten Immunantworten auf dieselben

Serotypen nicht unterlegen. Die Immunantwort auf Serotyp 8 verfehlte das vorgegebene statistische

Kriterium für die Nicht-Unterlegenheit. (Die untere Grenze des zweiseitigen 95 %-KI für das GMT-

Verhältnis beträgt 0,49 anstatt > 0,50, Tabelle 5). Die klinische Relevanz dieser Beobachtung istunbekannt. Unterstützende Analysen für andere Endpunkte in Bezug auf den Serotyp 8 in der

Prevenar 20-Gruppe fielen günstig aus. Dazu gehören ein Anstieg des GMFR von vor der Impfung bis1 Monat nach der Impfung um 22,1, ein Anstieg der OPA-Titer von vor der Impfung bis 1 Monat nachder Impfung um das ≥ 4-Fache bei 77,8 % der Teilnehmer und ein Erreichen von OPA-Titern ≥ LLOQ(lower limit of quantitation, untere Bestimmungsgrenze) 1 Monat nach der Impfung bei 92,9 % der

Teilnehmer.

Tabelle 5: OPA-GMTs 1 Monat nach der Impfung bei Teilnehmern ab einem Alter von60 Jahren nach Gabe von Prevenar 20 im Vergleich zu Prevenar 13 für die13 gemeinsamen Serotypen und im Vergleich zu PPSV23 für die 7 zusätzlichen

Serotypen (Studie 1007)a,b,c,d

Prevenar 13 PPSV23

Prevenar 20 (n = 1 390- (n = 1 201- Impfstoffvergleich(n = 1 157-1 430) 1 419) 1 319)

GMT-

GMTe GMTe GMTe Verhältnise 95 %-KIe

Serotypen1 123 154 0,80 0,71; 0,903 41 48 0,85 0,78; 0,934 509 627 0,81 0,71; 0,935 92 110 0,83 0,74; 0,946A 889 1 165 0,76 0,66; 0,886B 1 115 1 341 0,83 0,73; 0,957F 969 1 129 0,86 0,77; 0,969V 1 456 1 568 0,93 0,82; 1,0514 747 747 1,00 0,89; 1,1318C 1 253 1 482 0,85 0,74; 0,9719A 518 645 0,80 0,71; 0,9019F 266 333 0,80 0,70; 0,9123F 277 335 0,83 0,70; 0,97

Zusätzliche Serotypen8 466 848 0,55 0,49; 0,6210A 2 008 1 080 1,86 1,63; 2,1211A 4 427 2 535 1,75 1,52; 2,0112F 2 539 1 717 1,48 1,27; 1,7215B 2 398 769 3,12 2,62; 3,7122F 3 666 1 846 1,99 1,70; 2,3233F 5 126 3 721 1,38 1,21; 1,57

Abkürzungen: KI = Konfidenzintervall, GMT = geometrischer Mittelwert der Titer (geometric mean titre),

LLOQ = untere Bestimmungsgrenze (lower limit of quantitation), n = Anzahl der Teilnehmer,

OPA = Opsonophagozytose-Assay (opsonophagocytic activity), PPSV23 = Pneumokokken-

Polysaccharidimpfstoff, 23-valent (pneumococcal polysaccharide vaccine, 23-valent)

a. Studie 1007 wurde in den Vereinigten Staaten und in Schweden durchgeführt.

b. Die Nicht-Unterlegenheit für einen Serotypen wurde bestätigt, wenn die Untergrenze des zweiseitigen95 %-KI für das GMT-Verhältnis (Verhältnis Prevenar 20/Vergleichsimpfstoff) über 0,5 lag (2-fach-

Kriterium für die Nicht-Unterlegenheit).

c. Untersuchungsergebnisse unterhalb der LLOQ wurden für die Analyse auf 0,5 × LLOQ gesetzt.

d. Auswertbare Population für die Immunogenität

e. GMTs und GMT-Verhältnisse mit den jeweiligen zweiseitigen KI basierten auf einer Analyse der log-transformierten OPA-Titer unter Verwendung eines Regressionsmodells mit Impfstoffgruppe,

Geschlecht, Raucherstatus, Alter bei der Impfung in Jahren und log-transformierten OPA-Titern bei

Studienbeginn.

Immunogenität bei Teilnehmern im Alter von 18 bis 59 Jahren

In Studie 1007 wurden Teilnehmer im Alter von 50 bis 59 Jahren und Teilnehmer im Alter von 18 bis49 Jahren nach dem Zufallsprinzip (im Verhältnis 3:1) einer Impfung mit Prevenar 20 oder

Prevenar 13 zugeordnet. Die Serotyp-spezifischen OPA-GMTs wurden vor der Impfung und 1 Monatnach der Impfung gemessen. Bei beiden Impfstoffen wurden bei jüngeren Teilnehmern im Vergleichzu älteren Teilnehmern höhere Immunantworten beobachtet. Eine Untersuchung der

Nicht-Unterlegenheit von Prevenar 20 in der jüngeren Altersgruppe im Vergleich zu Prevenar 20 bei

Teilnehmern im Alter von 60 bis 64 Jahren wurde per Serotyp durchgeführt, um die Indikation bei

Erwachsenen im Alter von 18 bis 49 Jahren und 50 bis 59 Jahren zu unterstützen. Eine

Nicht-Unterlegenheit wurde festgestellt, wenn die Untergrenze des zweiseitigen 95 %-KI für das

GMT-Verhältnis (Prevenar 20 bei Teilnehmern im Alter von 18 bis 49 Jahren/60 bis 64 Jahren und50 bis 59 Jahren/60 bis 64 Jahren) für jeden der 20 Serotypen bei > 0,5 lag. Prevenar 20 löste1 Monat nach der Impfung in den beiden jüngeren Altersgruppen Immunantworten auf alle20 Impfstoff-Serotypen aus, die gegenüber den Antworten bei Teilnehmern im Alter von 60 bis64 Jahren 1 Monat nach der Impfung nicht unterlegen waren (Tabelle 6).

Eine deskriptive Post-hoc-Analyse, die nicht als aktive Kontrolle für die Immunogenitätsbewertungenin der Studie vorgesehen war, zeigte generell numerisch niedrigere OPA-GMTs 1 Monat nach der

Impfung mit Prevenar 20 für die gemeinsamen Serotypen im Vergleich zu Prevenar 13 bei

Teilnehmern im Alter von 18 bis 59 Jahren. Die klinische Relevanz dieser Ergebnisse ist allerdingsunbekannt.

Wie oben erwähnt, wurden Personen mit Risikofaktoren in die Studie aufgenommen. In allenuntersuchten Altersgruppen wurde bei Teilnehmern mit Risikofaktoren im Allgemeinen einenumerisch geringere Immunreaktion beobachtet als bei Teilnehmern ohne Risikofaktoren. Dieklinische Relevanz dieser Beobachtung ist unbekannt.

Tabelle 6: Vergleich der OPA-GMTs 1 Monat nach der Impfung mit Prevenar 20 bei

Teilnehmern im Alter von 18 bis 49 Jahren oder 50 bis 59 Jahren mit Teilnehmernim Alter von 60 bis 64 Jahren (Studie 1007)a,b,c,d18-49 Jahre 50-59 Jahreim Vergleich im Vergleich18-49 Jahre 60-64 Jahre zu 50-59 Jahre 60-64 Jahre zu(n = 251-317) (n = 765-941) 60-64 Jahre (n = 266-320) (n = 765-941) 60-64 Jahre

GMT- GMT-

Verhältnise Verhältnise

GMTe GMTe (95 %-KI)e GMTe GMTe (95 %-KI)e

Serotypen1,23 1,031 163 132 (1,01; 1,50) 136 132 (0,84; 1,26)1,00 1,063 42 42 (0,87; 1,16) 43 41 (0,92; 1,22)3,31 1,104 1 967 594 (2,65; 4,13) 633 578 (0,87; 1,38)1,11 0,885 108 97 (0,91; 1,36) 85 97 (0,72; 1,07)3,84 1,216A 3 931 1 023 (3,06; 4,83) 1 204 997 (0,95; 1,53)3,41 1,256B 4 260 1 250 (2,73; 4,26) 1 503 1 199 (1,00; 1,56)1,58 0,897F 1 873 1 187 (1,30; 1,91) 1 047 1 173 (0,74; 1,07)3,50 1,029V 6 041 1 727 (2,83; 4,33) 1 726 1 688 (0,83; 1,26)2,39 1,2514 1 848 773 (1,93; 2,96) 926 742 (1,01; 1,54)3,20 1,3318C 4 460 1 395 (2,53; 4,04) 1 805 1 355 (1,06; 1,68)2,31 1,0319A 1 415 611 (1,91; 2,81) 618 600 (0,85; 1,25)2,17 0,9919F 655 301 (1,76; 2,68) 287 290 (0,80; 1,22)4,80 1,6823F 1 559 325 (3,65; 6,32) 549 328 (1,27; 2,22)

Tabelle 6: Vergleich der OPA-GMTs 1 Monat nach der Impfung mit Prevenar 20 bei

Teilnehmern im Alter von 18 bis 49 Jahren oder 50 bis 59 Jahren mit Teilnehmernim Alter von 60 bis 64 Jahren (Studie 1007)a,b,c,d18-49 Jahre 50-59 Jahreim Vergleich im Vergleich18-49 Jahre 60-64 Jahre zu 50-59 Jahre 60-64 Jahre zu(n = 251-317) (n = 765-941) 60-64 Jahre (n = 266-320) (n = 765-941) 60-64 Jahre

GMT- GMT-

Verhältnise Verhältnise

GMTe GMTe (95 %-KI)e GMTe GMTe (95 %-KI)e

Zusätzliche Serotypen1,71 0,978 867 508 (1,38; 2,12) 487 502 (0,78; 1,20)1,62 1,0310A 4 157 2 570 (1,31; 2,00) 2 520 2 437 (0,84; 1,28)1,32 1,2211A 7 169 5 420 (1,04; 1,68) 6 417 5 249 (0,96; 1,56)1,91 1,1112F 5 875 3 075 (1,51; 2,41) 3 445 3 105 (0,88; 1,39)1,52 1,1715B 4 601 3 019 (1,13; 2,05) 3 356 2 874 (0,88; 1,56)1,69 0,9022F 7 568 4 482 (1,30; 2,20) 3 808 4 228 (0,69; 1,17)1,40 1,0233F 7 977 5 693 (1,10; 1,79) 5 571 5 445 (0,81; 1,30)

Abkürzungen: KI = Konfidenzintervall, GMT = geometrischer Mittelwert der Titer (geometric mean titre), LLOQ = untere

Bestimmungsgrenze (lower limit of quantitation), n = Anzahl der Teilnehmer, OPA = Opsonophagozytose-Assay(opsonophagocytic activity), PPSV23 = Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoff, 23-valent (pneumococcal polysaccharidevaccine, 23-valent)

a. Studie 1007 wurde in den Vereinigten Staaten und in Schweden durchgeführt.

b. Die Nicht-Unterlegenheit für einen Serotypen wurde bestätigt, wenn die Untergrenze des zweiseitigen 95 %-KI für das

GMT-Verhältnis (Verhältnis der jüngeren Altersgruppe/Gruppe im Alter von 60 bis 64 Jahren) über 0,5 lag (2-fach-

Kriterium für die Nicht-Unterlegenheit).

c. Untersuchungsergebnisse unterhalb der LLOQ wurden für die Analyse auf 0,5 × LLOQ gesetzt.

d. Auswertbare Population für die Immunogenität

e. GMTs, GMT-Verhältnisse und die jeweiligen zweiseitigen KI basierten auf einer Analyse der log-transformierten OPA-

Titer unter Verwendung eines Regressionsmodells mit Altersgruppe, Geschlecht, Raucherstatus und log-transformierten

OPA-Titern bei Studienbeginn. Die Vergleiche zwischen Teilnehmern im Alter von 18 bis 49 Jahren und Teilnehmern im

Alter von 60 bis 64 Jahren sowie zwischen Teilnehmern im Alter von 50 bis 59 Jahren und Teilnehmern im Alter von 60bis 64 Jahren basierten auf separaten Regressionsmodellen.

Immunogenität von Prevenar 20 bei Erwachsenen, die zuvor mit einem Pneumokokkenimpfstoffgeimpft wurden

In einer randomisierten, offenen klinischen Phase-3-Studie (Studie 1006) wurde die Immunantwort auf

Prevenar 20 bei Teilnehmern ab 65 Jahren beschrieben, die zuvor mit PPSV23, Prevenar 13 oder

Prevenar 13 gefolgt von PPSV23 geimpft wurden. An Prüfzentren in den Vereinigten Staaten wurden

Studienteilnehmer, die zuvor mit Prevenar 13 (nur Prevenar 13 oder gefolgt von PPSV23) geimpftworden waren, aufgenommen, während in Prüfzentren in Schweden Teilnehmer aufgenommenwurden, die zuvor nur mit PPSV23 geimpft worden waren (35,5 % in dieser Kategorie).

Bei Teilnehmern ab einem Alter von 65 Jahren mit vorhergehender Impfung mit einem

Pneumokokken-Impfstoff löste Prevenar 20 Immunantworten auf alle 20 Impfstoff-Serotypen aus(Tabelle 7). Bei Teilnehmern, die zuvor mit PPSV23 geimpft worden waren, fielen die

Immunantworten in beiden Gruppen niedriger aus.

Tabelle 7: OPA-GMTs für Pneumokokken vor und 1 Monat nach der Impfung mit

Prevenar 20 bei Teilnehmern ab einem Alter von 65 Jahren mit vorhergehender

Impfung mit einem Pneumokokken-Impfstoff (Studie 1006)a,b,c,d

Vorhergehende Impfung nur Vorhergehende Impfung nur Vorhergehende Impfung mitmit PPSV23 mit Prevenar 13 Prevenar 13 und PPSV23

Vor der Nach der Vor der Nach der Vor der Nach der

Impfung Impfung Impfung Impfung Impfung Impfung(n = 208-247) (n = 216-246) (n = 210-243) (n = 201-243) (n = 106-121) (n = 102-121)

GMT GMT GMT GMT GMT GMT(95 %-KI)e (95 %-KI)e (95 %-KI)e (95 %-KI)e (95 %-KI)e (95 %-KI)e

Serotypen24 51 34 115 42 821 (20; 28) (42; 62) (28; 41) (96; 138) (32; 56) (61; 110)13 31 15 54 20 393 (11; 15) (27; 36) (13; 18) (47; 63) (17; 25) (32; 48)29 150 67 335 73 1944 (23; 35) (118; 190) (53; 84) (274; 410) (53; 101) (143; 262)27 63 38 87 47 835 (24; 31) (53; 75) (32; 44) (73; 104) (37; 59) (65; 108)57 749 125 1 081 161 1 0856A (46; 70) (577; 972) (99; 158) (880; 1 327) (116; 224) (797; 1 478)107 727 174 1 159 259 1 0336B (86; 133) (574; 922) (138; 219) (951; 1 414) (191; 352) (755; 1 415)156 378 210 555 206 3467F (132; 184) (316; 452) (175; 251) (467; 661) (164; 258) (277; 432)203 550 339 1085 352 7239V (171; 241) (454; 667) (282; 408) (893; 1 318) (270; 459) (558; 938)212 391 282 665 336 58114 (166; 270) (315; 486) (224; 356) (554; 798) (238; 473) (434; 777)173 552 219 846 278 62118C (137; 218) (445; 684) (177; 272) (693; 1 033) (209; 369) (470; 821)82 239 124 365 182 34119A (66; 100) (197; 288) (100; 153) (303; 440) (141; 235) (264; 439)61 159 89 242 120 21819F (52; 71) (131; 192) (74; 107) (199; 294) (94; 154) (168; 282)23 152 48 450 66 29323F (18; 28) (115; 199) (37; 62) (358; 566) (46; 94) (204; 420)

Zusätzliche Serotypen55 212 28 603 139 2948 (45; 67) (172; 261) (24; 33) (483; 753) (99; 195) (220; 392)212 1 012 141 2 005 400 1 58010A (166; 269) (807; 1 270) (113; 177) (1 586; 2 536) (281; 568) (1 176; 2 124)510 1 473 269 1 908 550 1 56711A (396; 656) (1 192; 1 820) (211; 343) (1 541; 2 362) (386; 785) (1 141; 2 151)147 1 054 53 1 763 368 1 40112F (112; 193) (822; 1 353) (43; 65) (1 372; 2 267) (236; 573) (1 002; 1 960)

Tabelle 7: OPA-GMTs für Pneumokokken vor und 1 Monat nach der Impfung mit

Prevenar 20 bei Teilnehmern ab einem Alter von 65 Jahren mit vorhergehender

Impfung mit einem Pneumokokken-Impfstoff (Studie 1006)a,b,c,d

Vorhergehende Impfung nur Vorhergehende Impfung nur Vorhergehende Impfung mitmit PPSV23 mit Prevenar 13 Prevenar 13 und PPSV23

Vor der Nach der Vor der Nach der Vor der Nach der

Impfung Impfung Impfung Impfung Impfung Impfung(n = 208-247) (n = 216-246) (n = 210-243) (n = 201-243) (n = 106-121) (n = 102-121)

GMT GMT GMT GMT GMT GMT(95 %-KI)e (95 %-KI)e (95 %-KI)e (95 %-KI)e (95 %-KI)e (95 %-KI)e140 647 74 1 480 190 1 06715B (104; 189) (491; 853) (56; 98) (1 093; 2 003) (124; 291) (721; 1 578)167 1 773 60 4 157 286 2 71822F (122; 230) (1 355; 2 320) (45; 82) (3 244; 5 326) (180; 456) (1 978; 3 733)1 129 2 026 606 3 175 1 353 2 18333F (936; 1 362) (1 684; 2 437) (507; 723) (2 579; 3 908) (1 037; 1 765) (1 639; 2 908)

Abkürzungen: KI = Konfidenzintervall, GMT = geometrischer Mittelwert der Titer (geometric mean titre), LLOQ = untere

Bestimmungsgrenze (lower limit of quantitation), n = Anzahl der Teilnehmer, OPA = Opsonophagozytose-Assay(opsonophagocytic activity), PPSV23 = Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoff, 23-valent (pneumococcal polysaccharidevaccine, 23-valent)

a. Studie 1006 wurde in den Vereinigten Staaten und in Schweden durchgeführt.

b. Untersuchungsergebnisse unterhalb der LLOQ wurden für die Analyse auf 0,5 × LLOQ gesetzt.

c. Auswertbare Population für die Immunogenität

d. Unverblindete Impfung mit Prevenar 20

e. Zweiseitiges KI basierend auf der Student-t-Verteilung

Immunantworten bei besonderen Personengruppen

Personen mit den nachfolgend beschriebenen Erkrankungen haben ein erhöhtes Risiko für

Pneumokokken-Erkrankungen.

Es wurden keine Studien zu Prevenar 20 bei Personen mit SZK, HIV und HSZT durchgeführt.

Es liegen Erfahrungen aus klinischen Studien mit Prevenar 13 (einem Pneumokokken-

Konjugatimpfstoff, der aus 13 Polysaccharidkonjugaten besteht, die auch in Prevenar 20 enthaltensind) bei Kindern und Erwachsenen mit erhöhtem Risiko für Pneumokokken-Infektionen,einschließlich immungeschwächter Kinder und Erwachsener mit HIV-Infektion oder HSZT und

Kinder mit SZK, vor.

Bei gesunden Teilnehmern oder Teilnehmern mit stabilen Erkrankungen ohne Schwächung des

Immunsystems in allen untersuchten Altersgruppen war die Immunantwort auf Prevenar 20 im

Vergleich zu Prevenar 13 geringer, obwohl die vordefinierten Grenzwerte für die Nichtunterlegenheiteingehalten wurden. Die klinische Relevanz dieser Beobachtung ist unbekannt.

Sichelzell-Krankheit (SZK)

Bei 158 Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis unter 18 Jahren mit SZK, die mindestens6 Monate vor der Aufnahme in die Studie eine oder mehrere Dosen eines 23-valenten Pneumokokken-

Polysaccharidimpfstoffs erhalten hatten, wurde eine offene, einarmige Studie mit Verabreichung von2 Dosen Prevenar 13 im Abstand von 6 Monaten durchgeführt. Nach der 1. Impfung führte

Prevenar 13 zu Antikörperspiegeln (gemessen mittels IgG GMC und OPA-GMT), die im Vergleich zuden Werten vor der Impfung statistisch signifikant höher waren. Die Immunantwort nach der 2. Dosiswar mit derjenigen nach der 1. Dosis vergleichbar. Ein Jahr nach der 2. Dosis waren die mittels IgG-

GMC und OPA-GMT gemessenen Antikörperspiegel höher als die Werte vor der 1. Dosis

Prevenar 13, mit Ausnahme der IgG-GMCs für die Serotypen 3 und 5, die numerisch vergleichbarwaren.

HIV-Infektion

Nicht zuvor mit einem Pneumokokken-Impfstoff geimpfte Kinder und Erwachsene

In Studie 6115A1-3002 (B1851021) wurden 151 Teilnehmer im Alter von 6 bis unter 18 Jahren und152 Teilnehmer ab einem Alter von 18 Jahren, die mit HIV infiziert waren (CD4 ≥ 200 Zellen/μl,

Viruslast < 50 000 Kopien/ml ohne aktive, mit AIDS [active acquired immunodeficiency syndrome,erworbenes Immunschwächesyndrom] in Zusammenhang stehende Erkrankung), die zuvor nicht miteinem Pneumokokken-Impfstoff geimpft worden waren, aufgenommen und erhielten 3 Dosen

Prevenar 13. Im Einklang mit den allgemeinen Empfehlungen wurde anschließend eine Einzeldosis

PPSV23 verabreicht. Der Abstand zwischen den Impfungen betrug 1 Monat. Die Immunantwortenwurden bei 128 bis 133 auswertbaren Teilnehmern im Alter von 6 bis unter 18 Jahren und bei 131 bis137 auswertbaren Teilnehmern ab einem Alter von 18 Jahren etwa 1 Monat nach jeder Impfstoffdosisermittelt. Die nach der 1. Impfung durch Prevenar 13 induzierten Antikörperspiegel, die mittels IgG-

GMCs und OPA-GMTs gemessen wurden, waren im Vergleich zu den Spiegeln vor der Impfungstatistisch signifikant höher. Nach der 2. und 3. Dosis Prevenar 13 waren die Immunantwortenvergleichbar oder höher als die nach der 1. Dosis.

Zuvor mit PPSV23 geimpfte Erwachsene

In Studie 6115A1-3017 (B1851028) wurden die Immunantworten bei 329 HIV-infizierten

Teilnehmern ab einem Alter von 18 Jahren (CD4+ T-Zell-Zahl ≥ 200 Zellen/µl, Viruslast< 50 000 Kopien/ml), die mindestens 6 Monate vor der Aufnahme in die Studie mit PPSV23 geimpftworden waren, bewertet. Die Teilnehmer erhielten 3 Dosen Prevenar 13: bei der Aufnahme in die

Studie sowie 6 Monate und 12 Monate nach der 1. Dosis Prevenar 13. Die nach der 1. Impfung durch

Prevenar 13 induzierten Antikörperspiegel, welche mittels IgG-GMCs und mittels OPA-GMTsgemessen wurden, waren im Vergleich zu den Spiegeln vor der Impfung statistisch signifikant höher.

Nach der 2. und 3. Dosis Prevenar 13 waren die Immunantworten vergleichbar oder höher als die nachder 1. Dosis. Teilnehmer, die zuvor 2 oder mehr Dosen PPSV23 erhalten hatten, zeigten im Vergleichzu Teilnehmern, die zuvor eine einzelne Dosis erhalten hatten, eine ähnliche Immunantwort.

Hämatopoetische Stammzelltransplantation (HSZT)

In Studie 6115A1-3003 (B1851022) wurden 61 Teilnehmer im Alter von 2 bis unter 18 Jahren und190 Teilnehmer ab einem Alter von 18 Jahren mit allogener HSZT aufgenommen und erhielten3 Dosen Prevenar 13 mit einem Mindestabstand zwischen den Dosen von 1 Monat. Die 1. Dosiswurde 3 bis 6 Monate nach der HSZT verabreicht. Eine 4. (Booster-)Dosis Prevenar 13 wurde6 Monate nach der 3. Dosis verabreicht. Im Einklang mit den allgemeinen Empfehlungen wurdeeine Einzeldosis PPSV23 1 Monat nach der 4. Dosis Prevenar 13 verabreicht. Die Immunantwortenwurden bei 41 bis 52 auswertbaren Teilnehmern im Alter von 2 bis unter18 Jahren und bei 127 bis159 auswertbaren Teilnehmern ab einem Alter von 18 Jahren etwa 1 Monat nach der Impfung mittels

IgG-GMCs ermittelt. Die durch Prevenar 13 induzierten Antikörperspiegel waren nach jeder Dosis

Prevenar 13 erhöht. Nach der 4. Dosis Prevenar 13 waren die Immunantworten für alle Serotypensignifikant höher als diejenigen nach der 3. Dosis, mit Ausnahme von Serotyp 3 in der Altersgruppevon 2 bis unter 18 Jahren. Insgesamt hatten Teilnehmer im Alter von 2 bis unter 18 Jahren allgemeinhöhere Serotyp-spezifische Immunantworten als Teilnehmer ab 18 Jahren.

Die Studie hat gezeigt, dass 4 Dosen Prevenar 13 ähnliche IgG-Konzentrationen im Serumhervorriefen wie eine Einzeldosis bei gesunden Teilnehmern derselben Altersgruppe.

Invasive Pneumokokken-Erkrankung (invasive pneumococcal disease, IPD)

Die Impfstoff-Effektivität von Prevenar 13 gegen eine durch die im Impfstoff enthaltenen Serotypenverursachte IPD wurde in der SpIDnet-Studie, einem länderübergreifenden Projekt zur verstärkten

IPD-Überwachung in Europa, untersucht. Basierend auf Daten aus einem Zeitraum von 6 Jahren(2012-2018) aus 10 Prüfzentren in 7 Ländern Europas, in denen Prevenar 13 verwendet wird, betrugdie Effektivität gegen IPD, die durch die im Impfstoff enthaltenen Serotypen verursacht wird, bei

Kindern unter 5 Jahren jeweils 84,2 % (95 %-KI, 79,0-88,1) und 88,7 % (95 %-KI, 81,7-92,7) beidenen, die mindestens 1 Dosis Prevenar 13 bzw. eine vollständige Impfserie erhalten hatten.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Nicht zutreffend.

5.3 Präklinische Sicherheitsdaten

Basierend auf den konventionellen Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe und zur

Reproduktions- und Entwicklungstoxizität ließen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahrenfür den Menschen erkennen.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Natriumchlorid

Bernsteinsäure

Polysorbat 80

Wasser für Injektionszwecke

Adjuvanzien siehe Abschnitt 2.

6.2 Inkompatibilitäten

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieser Impfstoff nicht mit anderen

Arzneimitteln gemischt werden.

6.3 Haltbarkeit

2 Jahre

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C). Fertigspritzen waagerecht im Kühlschrank lagern, um die

Resuspensionszeit zu minimieren.

Nicht einfrieren. Impfstoff, der gefroren war, ist zu verwerfen.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte der Impfstoff nach der Entnahme aus dem Kühlschrank sofortverwendet werden.

Stabilitätsdaten zeigen, dass der Impfstoff bei einer Lagerung bei Temperaturen zwischen 8 °C und25 °C 96 Stunden und bei einer Lagerung bei Temperaturen zwischen 0 °C und 2 °C 72 Stundenhaltbar ist. Am Ende dieser Zeiträume sollte Prevenar 20 verwendet oder entsorgt werden. Diese

Angaben dienen der Orientierung des medizinischen Fachpersonals lediglich im Fall einesvorübergehenden Abweichens von der Lagerungstemperatur.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

0,5 ml Injektionssuspension in einer Fertigspritze (Typ-I-Glas) mit einer Schutzkappe (synthetischer

Isopren/Brombutyl-Mischkautschuk) und einem Kolbenstopfen (Chlorbutyl-Kautschuk)

Packungsgrößen: 1, 10 und 50 Fertigspritzen mit oder ohne Injektionsnadeln

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Handhabung

Während der Lagerung können in der Fertigspritze mit der Suspension ein weißes Sediment und einklarer Überstand beobachtet werden. Fertigspritzen waagerecht im Kühlschrank lagern, um die

Resuspensionszeit zu minimieren.

Vorbereitung der Injektion
Schritt 1. Resuspension des Impfstoffs

Fertigspritze horizontal zwischen Daumen und Zeigefingerhalten und kräftig schütteln, bis der Inhalt der Spritze einehomogene weiße Suspension ist. Den Impfstoff nichtverwenden, wenn er sich nicht resuspendieren lässt.

Schritt 2. Sichtprüfung

Den Impfstoff vor der Verabreichung einer Sichtprüfung aufgroße Partikel und Verfärbungen unterziehen. Nichtverwenden, wenn große Partikel oder Verfärbungenfestgestellt werden. Wenn der Impfstoff keine homogeneweiße Suspension ist, Schritte 1 und 2 wiederholen.

Schritt 3. Schutzkappe entfernen

Schutzkappe des Luer-Lock-Adapters durch langsames

Drehen der Kappe gegen den Uhrzeigersinn entfernen. Luer-

Lock-Adapter dabei festhalten.

Hinweis: Achten Sie darauf, dass der herausstehende Kolbenbeim Entfernen der Schutzkappe nicht heruntergedrücktwird.

Schritt 4. Sterile Nadel aufsetzen

Setzen Sie eine für die intramuskuläre Injektion geeignete Nadel auf die Fertigspritze auf, indem Sieden Luer-Lock-Adapter festhalten und die Nadel im Uhrzeigersinn drehen.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.

7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS

Pfizer Europe MA EEIG

Boulevard de la Plaine 171050 Brüssel

Belgien

8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)

EU/1/21/1612/001

EU/1/21/1612/002

EU/1/21/1612/003

EU/1/21/1612/004

EU/1/21/1612/005

EU/1/21/1612/006

9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 14. Februar 2022

10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.