PREVENAR 13 KONJUGIERTER POLYSACCHARID-PNEUMOKOKKEN-IMPFSTOFF (13-WERTIG ADSORBIERT) injektionssuspension in einer fertigspritze merkblatt medikamente

J07AL02 13-valenter adsorbierter konjugierter Polysaccharid-Pneumokokken-Impfstoff • ANTIINFEKTIVA ZUR SYSTEMISCHEN ANWENDUNG | IMPFSTOFFE | BAKTERIELLE IMPFSTOFFE | Pneumokokken-Impfstoffe

Der 13-valente adsorbierte pneumokokkale Polysaccharid-Konjugatimpfstoff wird zur Vorbeugung von Infektionen durch 13 verschiedene Serotypen des Bakteriums Streptococcus pneumoniae eingesetzt. Er ist angezeigt zum Schutz vor invasiven Pneumokokkenerkrankungen wie Lungenentzündung, Meningitis und Sepsis sowie akuter Mittelohrentzündung. Besonders empfohlen wird er für Kleinkinder, ältere Menschen und Personen mit chronischen Erkrankungen oder Immunsuppression.

Dieser Impfstoff ist ein Konjugat- und Adsorbatprodukt, was bedeutet, dass die Kapselpolysaccharide des Bakteriums an ein Trägerprotein gebunden und auf ein Adjuvans (in der Regel Aluminiumhydroxid) fixiert sind. Diese Technologie verstärkt die Immunantwort und bietet einen wirksameren Schutz, insbesondere bei Kindern unter 2 Jahren, deren Immunsystem noch nicht vollständig entwickelt ist.

Der Impfstoff wird gemäß einem von den Gesundheitsbehörden festgelegten Impfplan intramuskulär verabreicht. Er wird gut vertragen, aber leichte Nebenwirkungen wie Schmerzen an der Injektionsstelle, Fieber, Müdigkeit oder Reizbarkeit können auftreten. Schwere Reaktionen, wie allergische Reaktionen, sind selten.

Die Einhaltung des empfohlenen Impfplans ist entscheidend, um einen optimalen Schutz vor Pneumokokkenerkrankungen zu gewährleisten.

Allgemeine Daten zu PREVENAR 13 KONJUGIERTER POLYSACCHARID-PNEUMOKOKKEN-IMPFSTOFF (13-WERTIG ADSORBIERT)

Substanz: 13-valenter adsorbierter konjugierter Polysaccharid-Pneumokokken-Impfstoff

Datum der letzten Medikamentenliste: 01-06-2025

Handelsgesetzbuch: W64963002

Konzentration: KEINE KONZENTRATION

Pharmazeutisches Formblatt: injektionssuspension in einer fertigspritze

Quantität: 10

Produktart: original

Preis: 2384.38 RON

Rezeptbeschränkungen: P-RF - Arzneimittelrezept, das in der Apotheke aufbewahrt wird (nicht verlängerbar).

Marketing autorisation

Zulassungshersteller: PFIZER MANUFACTURING BELGIUM N.V. - BELGIA

Zulassungsinhaber: PFIZER EUROPE MA EEIG - BELGIA

Zulassungsnummer: 590/2009/04

Haltbarkeit: 3 Jahre

Andere ähnliche Substanzen wie 13-valenter adsorbierter konjugierter Polysaccharid-Pneumokokken-Impfstoff

Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels PREVENAR 13 KONJUGIERTER POLYSACCHARID-PNEUMOKOKKEN-IMPFSTOFF (13-WERTIG ADSORBIERT) injektionssuspension in einer fertigspritze

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Prevenar 13 Injektionssuspension

Pneumokokkenpolysaccharid-Konjugatimpfstoff (13valent, adsorbiert)

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 Dosis (0,5 ml) enthält:

Pneumokokkenpolysaccharid, Serotyp 11 2,2 µg

Pneumokokkenpolysaccharid, Serotyp 31 2,2 µg

Pneumokokkenpolysaccharid, Serotyp 41 2,2 µg

Pneumokokkenpolysaccharid, Serotyp 51 2,2 µg

Pneumokokkenpolysaccharid, Serotyp 6A1 2,2 µg

Pneumokokkenpolysaccharid, Serotyp 6B1 4,4 µg

Pneumokokkenpolysaccharid, Serotyp 7F1 2,2 µg

Pneumokokkenpolysaccharid, Serotyp 9V1 2,2 µg

Pneumokokkenpolysaccharid, Serotyp 141 2,2 µg

Pneumokokkenpolysaccharid, Serotyp 18C1 2,2 µg

Pneumokokkenpolysaccharid, Serotyp 19A1 2,2 µg

Pneumokokkenpolysaccharid, Serotyp 19F1 2,2 µg

Pneumokokkenpolysaccharid, Serotyp 23F1 2,2 µg1 konjugiert an das CRM197-Trägerprotein, adsorbiert an Aluminiumphosphat1 Dosis (0,5 ml) enthält etwa 32 µg CRM197-Trägerprotein und 0,125 mg Aluminium.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung:

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Injektionssuspension

Der Impfstoff ist eine homogene, weiße Suspension.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Aktive Immunisierung zur Prävention von invasiven Erkrankungen, Pneumonie und akuter Otitismedia, die durch Streptococcus pneumoniae verursacht werden, bei Säuglingen, Kindern und

Jugendlichen im Alter von 6 Wochen bis 17 Jahren.

Aktive Immunisierung zur Prävention von invasiven Erkrankungen und Pneumonien, die durch

Streptococcus pneumoniae verursacht werden, bei Erwachsenen ab 18 Jahre und älteren Personen.

Siehe Abschnitte 4.4 und 5.1 zu Informationen über den Schutz vor bestimmten Pneumokokken-

Serotypen.

Die Anwendung von Prevenar 13 sollte auf Basis offizieller Empfehlungen erfolgen und das Risikovon invasiven Erkrankungen und Pneumonien in den verschiedenen Altersgruppen, bestehende

Grunderkrankungen sowie die epidemiologische Variabilität der Serotypen in den unterschiedlichengeographischen Gebieten berücksichtigen.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Die Impfschemata für Prevenar 13 sollten den offiziellen Impfempfehlungen folgen.

Dosierung

Säuglinge und Kinder im Alter von 6 Wochen bis 5 Jahren

Es wird empfohlen, bei Säuglingen, die bei der 1. Impfung Prevenar 13 erhalten, die Impfserie mit

Prevenar 13 zu Ende zu führen.

Säuglinge im Alter von 6 Wochen bis 6 Monaten

Grundimmunisierung mit 3 Dosen

Das empfohlene Impfschema besteht aus 4 Dosen von je 0,5 ml. Die Grundimmunisierung besteht aus3 Dosen, wobei die 1. Dosis normalerweise im Alter von 2 Monaten verabreicht wird und der Abstandzwischen den Dosen mindestens 1 Monat beträgt. Die 1. Dosis kann auch bereits im Alter von6 Wochen verabreicht werden. Die 4. (Booster-)Impfung wird im Alter von 11 bis 15 Monatenempfohlen.

Grundimmunisierung mit 2 Dosen

Wird Prevenar 13 im Rahmen eines Standard-Impfprogramms für Säuglinge verwendet, kann einalternatives Impfschema mit 3 Dosen von je 0,5 ml angewendet werden. Die 1. Dosis kann ab einem

Alter von 2 Monaten verabreicht werden, die 2. Dosis 2 Monate danach. Die 3. (Booster-)Dosis wirdim Alter von 11 bis 15 Monaten empfohlen (siehe Abschnitt 5.1).

Frühgeborene Säuglinge (< 37 Schwangerschaftswochen)

Bei frühgeborenen Säuglingen besteht das empfohlene Impfschema aus 4 Dosen von je 0,5 ml. Die

Grundimmunisierung besteht aus 3 Dosen, wobei die 1. Dosis im Alter von 2 Monaten verabreichtwird und der Abstand zwischen den Dosen mindestens 1 Monat beträgt. Die 1. Dosis kann auchbereits im Alter von 6 Wochen verabreicht werden. Die 4. (Booster-)Impfung wird im Alter von 11 bis15 Monaten empfohlen (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1).

Ungeimpfte Säuglinge und Kinder ab einem Alter von 7 Monaten

Säuglinge im Alter von 7 bis 11 Monaten2 Dosen von je 0,5 ml im Abstand von mindestens 1 Monat. Eine 3. Dosis wird im 2. Lebensjahrempfohlen.

Kinder im Alter von 12 bis 23 Monaten2 Dosen von je 0,5 ml im Abstand von mindestens 2 Monaten (siehe Abschnitt 5.1).

Kinder und Jugendliche im Alter von 2 bis 17 Jahren1 Einzeldosis von 0,5 ml.

Prevenar13-Impfschema für Säuglinge und Kinder, die zuvor mit Prevenar (7valent) (Streptococcus-pneumoniae-Serotypen 4, 6B, 9V, 14, 18C, 19F und 23F) geimpft wurden

Prevenar 13 enthält dieselben 7 Serotypen wie Prevenar und verwendet dasselbe Trägerprotein

CRM197. Säuglinge und Kinder, bei denen die Impfserie mit Prevenar begonnen wurde, können zujedem beliebigen Impftermin auf Prevenar 13 umgestellt werden.

Kleinkinder (12 bis 59 Monate), die vollständig mit Prevenar (7valent) immunisiert wurden

Kleinkinder, die als vollständig mit Prevenar (7valent) immunisiert gelten, sollten 1 Dosis von 0,5 ml

Prevenar 13 erhalten, um eine Immunantwort auf die 6 zusätzlichen Serotypen auszulösen. Diese

Prevenar13-Dosis sollte frühestens 8 Wochen nach der letzten Impfung mit Prevenar (7valent)gegeben werden (siehe Abschnitt 5.1).

Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 17 Jahren

Kinder im Alter von 5 bis 17 Jahren können 1 Einzeldosis Prevenar 13 erhalten, wenn sie zuvor mit1 oder mehreren Dosen Prevenar geimpft worden sind. Die Dosis Prevenar 13 sollte mindestens8 Wochen nach der letzten Dosis Prevenar (7valent) verabreicht werden (siehe Abschnitt 5.1).

Erwachsene ab 18 Jahre und ältere Personen1 Einzeldosis.

Die Notwendigkeit einer Wiederholungsimpfung mit einer nachfolgenden Dosis von Prevenar 13wurde nicht nachgewiesen.

Ungeachtet des vorbestehenden Pneumokokken-Impfstatus sollte, wenn die Anwendung von 23-valentem Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoff vorgesehen ist, Prevenar 13 zuerst gegeben werden(siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

Besondere Personengruppen

Personen mit Grunderkrankungen, die eine invasive Pneumokokken-Erkrankung begünstigen können(z. B. Sichelzellkrankheit oder HIV-Infektion), einschließlich solchen, die zuvor mit 1 oder mehreren

Dosen eines 23valenten Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoffs geimpft wurden, können mindestens1 Dosis Prevenar 13 erhalten (siehe Abschnitt 5.1).

Bei Patienten mit hämatopoetischer Stammzelltransplantation (HSZT) besteht das empfohlene

Impfschema aus 4 Dosen von je 0,5 ml Prevenar 13. Die Grundimmunisierung besteht aus 3 Dosen,wobei die 1. Dosis 3 bis 6 Monate nach der HSZT verabreicht wird und der Abstand zwischen den

Dosen mindestens 1 Monat beträgt. Eine 4. (Booster-)Dosis wird 6 Monate nach der 3. Dosisempfohlen (siehe Abschnitt 5.1).

Art der Anwendung

Der Impfstoff sollte intramuskulär injiziert werden. Die zu bevorzugenden Stellen sind dieanterolaterale Seite des Oberschenkels (Musculus vastus lateralis) bei Säuglingen oder der

Deltamuskel des Oberarms bei Kindern und Erwachsenen.

4.3 Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe, gegen einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile oder gegen Diphtherie-Toxoid.

Wie bei anderen Impfstoffen sollte die Verabreichung von Prevenar 13 an Personen, die an einerschweren akuten fiebrigen Erkrankung leiden, auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Beieiner leichten Infektion, z. B. einer Erkältung, sollte die Impfung jedoch nicht verschoben werden.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Prevenar 13 darf nicht intravaskulär verabreicht werden.

Wie bei allen injizierbaren Impfstoffen muss für den seltenen Fall einer anaphylaktischen Reaktionnach Verabreichung des Impfstoffs eine geeignete medizinische Versorgung und Überwachunggewährleistet sein.

Dieser Impfstoff sollte nicht als eine intramuskuläre Injektion an Personen verabreicht werden, die an

Thrombozytopenie oder einer anderen Koagulationsstörung leiden, bei der eine intramuskuläre

Injektion kontraindiziert wäre, er kann aber subkutan verabreicht werden, wenn der potenzielle Nutzendie Risiken deutlich überwiegt (siehe Abschnitt 5.1).

Prevenar 13 schützt ausschließlich gegen Streptococcus-pneumoniae-Serotypen, die in dem Impfstoffenthalten sind. Es bietet keinen Schutz gegen andere Mikroorganismen, die invasive Erkrankungen,

Pneumonie oder Otitis media verursachen. Wie bei allen Impfstoffen gilt, dass Prevenar 13 nicht alle

Personen, die diesen Impfstoff erhalten, vor einer Pneumokokken-Erkrankung schützen kann. Füraktuelle epidemiologische Informationen Ihres Landes sollten Sie die zuständige nationale

Organisation kontaktieren.

Personen mit eingeschränkter Immunantwort, sei es aufgrund einer immunsuppressiven Therapie,eines genetischen Defekts, einer HIV-Infektion oder anderer Ursachen, können auf die aktive

Immunisierung mit einer verringerten Antikörperantwort reagieren.

Daten zur Sicherheit und Immunogenität liegen für eine begrenzte Zahl von Personen mit

Sichelzellkrankheit, HIV-Infektion oder hämatopoetischer Stammzelltransplantation vor (siehe

Abschnitt 5.1). Für Personen aus anderen spezifischen immungeschwächten Gruppen (z. B.

Krebserkrankung oder nephrotisches Syndrom) sind keine Daten zur Sicherheit und Immunogenitätfür Prevenar 13 verfügbar und über eine Impfung sollte individuell entschieden werden.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d. h. es ist nahezu'natriumfrei“.

Säuglinge und Kinder im Alter von 6 Wochen bis 5 Jahren

In klinischen Studien induzierte Prevenar 13 eine Immunantwort auf alle 13 in dem Impfstoffenthaltenen Serotypen. Die Immunantwort auf Serotyp 3 war nach der Boosterdosis nicht höher als dienach der Impfserie bei Säuglingen gefundenen Werte; die klinische Relevanz dieser Beobachtung im

Hinblick auf die Induktion eines immunologischen Gedächtnisses für Serotyp 3 ist nicht bekannt(siehe Abschnitt 5.1).

Der Anteil der Responder bezüglich der funktionalen Antikörper (OPA-Titer ≥ 1:8) war für die

Serotypen 1, 3 und 5 jeweils hoch. Die geometrischen Mittelwerte der OPA-Titer waren jedochniedriger als die der übrigen zusätzlichen Impfstoff-Serotypen; die klinische Relevanz dieser

Beobachtung für die Schutzwirkung ist unbekannt (siehe Abschnitt 5.1).

Es liegen begrenzte Daten vor, die belegen, dass der 7valente Impfstoff Prevenar(Grundimmunisierung mit 3 Dosen) bei Säuglingen mit Sichelzellkrankheit eine akzeptable

Immunantwort induziert; das beobachtete Sicherheitsprofil war für Kinder mit Sichelzellkrankheit und

Kinder ohne hohes Risiko ähnlich (siehe Abschnitt 5.1).

Kinder unter 2 Jahren sollten die altersgerechte Prevenar13-Grundimmunisierung erhalten (siehe

Abschnitt 4.2). Die Anwendung des Pneumokokken-Konjugatimpfstoffs ersetzt nicht die Anwendungvon 23valenten Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoffen bei Kindern ab einem Alter von 2 Jahrenmit Erkrankungen, durch die sie ein höheres Risiko einer invasiven Erkrankung durch Streptococcuspneumoniae haben (wie Sichelzellkrankheit, Asplenie, HIV-Infektion, chronische Erkrankungen oder

Störungen des Immunsystems). Wann immer empfohlen, sollten Risikokinder ab einem Alter von24 Monaten, die bereits mit Prevenar 13 geimpft wurden, den 23valenten Pneumokokken-

Polysaccharidimpfstoff erhalten. Der Zeitabstand zwischen dem 13valenten Pneumokokken-

Konjugatimpfstoff (Prevenar 13) und dem 23valenten Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoff solltemindestens 8 Wochen betragen. Es liegen keine Daten vor, die zeigen, ob die Gabe eines 23valenten

Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoffs an ungeimpfte Kinder oder an Kinder, die mit Prevenar 13geimpft wurden, zu einer reduzierten Immunantwort gegenüber weiteren Prevenar13-Dosen führenkönnte.

Das mögliche Risiko von Apnoen und die Notwendigkeit einer 48 bis 72 Stunden dauerndenrespiratorischen Überwachung sollte erwogen werden, wenn die Grundimmunisierung an extrem

Frühgeborene (geboren in oder vor der 28. Schwangerschaftswoche) und insbesondere an solche mitanamnestisch unreifem Atemsystem verabreicht wird. Da der Nutzen der Impfung in dieser Gruppevon Säuglingen hoch ist, sollte die Impfung nicht vorenthalten oder verschoben werden.

Es ist zu erwarten, dass der Schutz vor einer Otitis media, die durch die Impfstoff-Serotypenverursacht wird, geringer ist als der Schutz vor invasiven Erkrankungen. Da eine Otitis media nichtnur durch die Pneumokokken-Serotypen des Impfstoffs, sondern auch durch viele andere Erregerverursacht wird, ist der zu erwartende Schutz vor allen Otitis-media-Erkrankungen gering (siehe

Abschnitt 5.1).

Wird Prevenar 13 zusammen mit Infanrix hexa (DTPa-HBV-IPV/Hib) verabreicht, ist die Häufigkeitvon Fieberreaktionen ähnlich wie bei gleichzeitiger Verabreichung von 7valentem Prevenar und

Infanrix hexa (siehe Abschnitt 4.8). Erhöhte Meldehäufigkeiten von Krampfanfällen (mit oder ohne

Fieber) und hypoton-hyporesponsiver Episode (HHE) wurden bei gleichzeitiger Verabreichung von

Prevenar 13 und Infanrix hexa beobachtet (siehe Abschnitt 4.8).

Die Gabe von Antipyretika sollte entsprechend nationalen Behandlungsstandards bei Kindern mit

Anfallsleiden oder Fieberkrämpfen in der Vorgeschichte sowie bei allen Kindern, denen Prevenar 13gleichzeitig mit Ganzkeim-Pertussis enthaltenden Impfstoffen verabreicht wird, erfolgen.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Säuglinge und Kinder im Alter von 6 Wochen bis 5 Jahren

Prevenar 13 kann zusammen mit jedem der folgenden Impfstoffantigene (als monovalenter oder

Kombinationsimpfstoff) verabreicht werden: Diphtherie-, Tetanus-, azelluläres oder Ganzkeim-

Pertussis-, Haemophilus-influenzae-Typ-b-, inaktiviertes Poliomyelitis-, Hepatitis-B- (siehe

Abschnitt 4.4 für Hinweise zu Infanrix hexa), Meningokokken-Serogruppe-C-, Masern-, Mumps-,

Röteln-, Varicella- und Rotavirus-Antigen.

Prevenar 13 kann Kindern im Alter von 12-23 Monaten, die gemäß den lokalen Empfehlungen zuvorausreichend mit Prevenar 13 grundimmunisiert wurden, auch zusammen mit dem Meningokokken-

Gruppen A, C, W-135 und Y-Polysaccharid-Tetanustoxoid-Konjugatimpfstoff verabreicht werden.

Daten aus einer klinischen Studie nach der Zulassung, die den Einfluss einer prophylaktischen Gabevon Antipyretika (Ibuprofen und Paracetamol) auf die Immunantwort auf Prevenar 13 untersuchte,deuten darauf hin, dass die Gabe von Paracetamol gleichzeitig mit oder am selben Tag der Impfungdie Immunantwort auf Prevenar 13 nach der Grundimmunisierung verringern kann. Antworten auf dieim Alter von 12 Monaten gegebene Boosterdosis wurden nicht beeinflusst. Die klinische Relevanzdieser Beobachtung ist unbekannt.

Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 17 Jahren

Es liegen derzeit keine Daten über die gleichzeitige Anwendung mit anderen Impfstoffen vor.

Erwachsene im Alter von 18 bis 49 Jahren

Es liegen keine Daten über die gleichzeitige Anwendung mit anderen Impfstoffen vor.

Erwachsene im Alter von 50 Jahren und darüber

Prevenar 13 kann gemeinsam mit dem saisonalen trivalenten inaktivierten Grippeimpfstoff (TIV)verabreicht werden.

In 2 Studien mit Erwachsenen im Alter von 50 bis 59 Jahren sowie 65 Jahren und älter wurde gezeigt,dass Prevenar 13 gemeinsam mit trivalentem inaktivierten Grippeimpfstoff (TIV) gegeben werdenkann. Die Antworten auf alle 3 TIV-Antigene waren bei alleiniger Gabe von TIV oder gemeinsamer

Gabe mit Prevenar 13 vergleichbar.

Bei gemeinsamer Gabe von Prevenar 13 und TIV waren die Immunantworten auf Prevenar 13 im

Vergleich zu denen bei alleiniger Gabe von Prevenar 13 niedriger. Jedoch wurde keine langfristige

Auswirkung auf die Spiegel der zirkulierenden Antikörper festgestellt.

In einer dritten Studie mit Erwachsenen im Alter von 50 bis 93 Jahren wurde gezeigt, dass Prevenar 13gemeinsam mit dem saisonalen quadrivalenten inaktivierten Grippeimpfstoff (QIV) verabreichtwerden kann. Die Immunantworten auf alle 4 QIV-Stämme waren bei gemeinsamer Gabe von

Prevenar 13 und QIV im Vergleich zur alleinigen Gabe von QIV nicht unterlegen.

Die Immunantworten auf Prevenar 13 waren bei gemeinsamer Gabe von Prevenar 13 und QIV im

Vergleich zur alleinigen Gabe von Prevenar 13 nicht unterlegen. Wie bei der gemeinsamen Gabe mittrivalenten Impfstoffen waren die Immunantworten auf einige Pneumokokken-Serotypen beigemeinsamer Gabe beider Impfstoffe niedriger.

Die gemeinsame Anwendung mit anderen Impfstoffen wurde nicht untersucht.

Verschiedene injizierbare Impfstoffe sollten immer an unterschiedlichen Injektionsstellen verabreichtwerden.

Die gemeinsame Gabe von Prevenar 13 und 23valentem Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoffwurde nicht untersucht. In klinischen Studien, in denen Prevenar 13 ein Jahr nach 23valentem

Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoff gegeben wurde, waren die Immunantworten auf alle

Serotypen niedriger als bei Verabreichung von Prevenar 13 an Personen, die nicht zuvor mit 23-valentem Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoff immunisiert worden waren. Die klinische Relevanzdieses Befunds ist unbekannt.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Bisher liegen keine Erfahrungen mit der Anwendung von 13valentem Pneumokokken-

Konjugatimpfstoff bei Schwangeren vor. Deshalb sollte eine Anwendung von Prevenar 13 währendder Schwangerschaft vermieden werden.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob 13valenter Pneumokokken-Konjugatimpfstoff in die Muttermilch übergeht.

Fertilität

Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche

Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt 5.3).

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Maschinen

Prevenar 13 hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Jedoch können einige der in Abschnitt 4.8'Nebenwirkungen“ erwähnten Wirkungen die Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienenvon Maschinen vorübergehend beeinträchtigen.

4.8 Nebenwirkungen

Die Auswertung der Meldehäufigkeiten nach der Markteinführung ergab für Gruppen, die Prevenar 13zusammen mit Infanrix hexa erhielten, im Vergleich zu Gruppen, die ausschließlich Prevenar 13erhielten, ein potenziell erhöhtes Risiko für Krampfanfälle mit oder ohne Fieber sowie für HHE.

Nebenwirkungen, die während klinischer Studien oder nach der Markteinführung in allen

Altersgruppen berichtet wurden, sind in diesem Abschnitt nach Systemorganklasse, abnehmender

Häufigkeit und Schwere aufgeführt. Die Häufigkeiten sind wie folgt definiert: sehr häufig (≥ 1/10),häufig (≥ 1/100 bis < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100), selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000),sehr selten (≤ 1/10.000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nichtabschätzbar).

Säuglinge und Kinder im Alter von 6 Wochen bis 5 Jahren

Die Sicherheit des Impfstoffs wurde in kontrollierten klinischen Studien untersucht, in denen4.429 gesunden Säuglingen ab einem Alter von 6 Wochen bei der 1. Impfung und bis zu einem Altervon 11 bis 16 Monaten bei der Boosterimpfung 14.267 Dosen verabreicht wurden. In allen Studien an

Kindern wurde Prevenar 13 zusammen mit den Standardimpfstoffen für Kinder verabreicht (siehe

Abschnitt 4.5).

Die Sicherheit wurde ebenfalls bei 354 bislang ungeimpften Kindern (im Alter von 7 Monaten bis5 Jahren) untersucht.

Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen bei Kindern im Alter von 6 Wochen bis 5 Jahrenwaren Reaktionen an der Injektionsstelle, Fieber, Reizbarkeit, verminderter Appetit sowie vermehrterund/ oder verminderter Schlaf.

In einer klinischen Studie mit Säuglingen, die im Alter von 2, 3 und 4 Monaten geimpft wurden,wurde das Auftreten von Fieber ≥ 38 °C häufiger bei Säuglingen berichtet, denen 7valentes Prevenarzusammen mit Infanrix hexa verabreicht wurde (28,3 bis 42,3 %), als bei Säuglingen, dieausschließlich Infanrix hexa erhielten (15,6 bis 23,1 %). Nach einer Boosterdosis im Alter von 12 bis15 Monaten hatten 50,0 % der Säuglinge, die 7valentes Prevenar gleichzeitig mit Infanrix hexaerhalten hatten, Fieber ≥ 38 °C, verglichen mit 33,6 % der Säuglinge, denen ausschließlich Infanrixhexa verabreicht wurde. Diese Reaktionen waren größtenteils moderat (≤ 39 °C) und vorübergehend.

Reaktionen an der Injektionsstelle wurden bei Kindern über 12 Monaten häufiger berichtet als bei

Säuglingen während der Grundimmunisierung mit Prevenar 13.

Nebenwirkungen in klinischen Studien

In klinischen Studien glich das Sicherheitsprofil von Prevenar 13 dem von Prevenar. Die im

Folgenden aufgeführten Häufigkeiten basieren auf den Nebenwirkungen, die in den klinischen Studienmit Prevenar 13 ermittelt wurden:

Erkrankungen des Immunsystems:

Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich Gesichtsödem, Dyspnoe,

Bronchospasmus

Erkrankungen des Nervensystems:

Gelegentlich: Krampfanfälle (einschließlich Fieberkrämpfe)

Selten: hypoton-hyporesponsive Episode

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:

Sehr häufig: verminderter Appetit

Häufig: Erbrechen; Durchfall

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Häufig: Ausschlag

Gelegentlich: Urtikaria oder Urtikaria-ähnlicher Ausschlag

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:

Sehr häufig: Fieber; Reizbarkeit; Erythem, Verhärtung/ Schwellung oder Schmerz/

Berührungsempfindlichkeit an der Injektionsstelle; Schläfrigkeit; mangelhafte

Schlafqualität

Erythem oder Verhärtung/ Schwellung von 2,5 bis 7,0 cm an der

Injektionsstelle (nach der Boosterdosis und bei älteren [2 bis 5 Jahre alten]

Kindern)

Häufig: Fieber > 39 °C; eingeschränkte Beweglichkeit an der Injektionsstelle(aufgrund von Schmerzen); Erythem oder Verhärtung/ Schwellung von 2,5 bis7,0 cm an der Injektionsstelle (nach Grundimmunisierung bei Säuglingen)

Gelegentlich: Erythem, Verhärtung/ Schwellung > 7,0 cm an der Injektionsstelle; Weinen

Zusätzliche Informationen für besondere Personengruppen:

Apnoe bei extrem Frühgeborenen (vor oder in der 28. Schwangerschaftswoche, siehe Abschnitt 4.4)

Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 17 Jahren

Die Sicherheit wurde bei 592 Kindern untersucht (294 Kinder im Alter von 5 bis 10 Jahren warenzuvor mit mindestens 1 Dosis Prevenar geimpft worden, und 298 Kinder im Alter von 10 bis 17 Jahrenhatten keinen Pneumokokken-Impfstoff erhalten).

Die häufigsten Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 17 Jahren waren:

Erkrankungen des Nervensystems:

Häufig: Kopfschmerzen

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:

Sehr häufig: verminderter Appetit

Häufig: Erbrechen; Durchfall

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Häufig: Ausschlag; Urtikaria oder Urtikaria-ähnlicher Ausschlag

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:

Sehr häufig: Reizbarkeit; Erythem, Verhärtung/ Schwellung oder Schmerz/

Berührungsempfindlichkeit an der Injektionsstelle; Schläfrigkeit; mangelhafte

Schlafqualität; Berührungsempfindlichkeit an der Injektionsstelle(einschließlich eingeschränkter Beweglichkeit)

Häufig: Fieber

Andere Nebenwirkungen, die in der Vergangenheit bei Säuglingen und Kindern im Alter von6 Wochen bis 5 Jahren beobachtet wurden, könnten ebenfalls in dieser Altersgruppe auftreten, wurdenaber in dieser Studie nicht beobachtet. Der Grund hierfür ist möglicherweise die kleine Stichprobe.

Zusätzliche Informationen für besondere Personengruppen

Bei Kindern und Jugendlichen mit Sichelzellkrankheit, HIV-Infektion oder hämatopoetischer

Stammzelltransplantation sind die Nebenwirkungshäufigkeiten ähnlich, außer dass Kopfschmerzen,

Erbrechen, Durchfall, Fieber, Müdigkeit, Arthralgie und Myalgie sehr häufig auftraten.

Erwachsene ab 18 Jahre und ältere Personen

Die Sicherheit wurde in 7 klinischen Studien, an denen 91.593 Erwachsene im Alter zwischen 18 und101 Jahren teilnahmen, ermittelt. Prevenar 13 wurde 48.806 Erwachsenen verabreicht; 2.616 (5,4 %)waren 50 bis 64 Jahre alt, und 45.291 (92,8 %) waren 65 Jahre und älter. Eine der 7 Studien enthielteine Gruppe von Erwachsenen (n = 899) zwischen 18 und 49 Jahren, die Prevenar 13 erhielten und diezuvor nicht mit 23valentem Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoff geimpft worden waren. Unterallen mit Prevenar 13 geimpften Erwachsenen waren 1.916 Personen, die mindestens 3 Jahre zuvorden 23valenten Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoff erhalten hatten, und 46.890 Personen, diezuvor nicht mit dem 23valenten Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoff geimpft worden waren.

Ein Trend zu seltenerem Auftreten von Nebenwirkungen war mit höherem Alter assoziiert;

Erwachsene über 65 Jahren berichteten (unabhängig vom Pneumokokken-Impfstatus) weniger

Nebenwirkungen als jüngere Erwachsene, wobei die meisten Nebenwirkungen im Allgemeinen beiden jüngsten Erwachsenen zwischen 18 und 29 Jahren auftraten.

Insgesamt waren die Häufigkeitskategorien in allen Altersgruppen ähnlich. Eine Ausnahme bildete das

Erbrechen, das bei Erwachsenen von 18 bis 49 Jahren sehr häufig ( 1/10) und in allen anderen

Altersgruppen häufig ( 1/100 bis < 1/10) auftrat, sowie Fieber, das bei Erwachsenen von 18 bis29 Jahren sehr häufig und in allen anderen Altersgruppen häufig auftrat. Starke Schmerzen/

Berührungsempfindlichkeit an der Injektionsstelle und starke Beeinträchtigungen der Beweglichkeitdes Arms traten sehr häufig bei Erwachsenen zwischen 18 und 39 Jahren und häufig in allen anderen

Altersgruppen auf.

Nebenwirkungen in klinischen Studien

Lokalreaktionen und systemische Ereignisse wurden in 6 Studien nach jeder Impfung täglich übereinen Zeitraum von 14 Tagen sowie in einer weiteren Studie über einen Zeitraum von 7 Tagen erfasst.

Die im Folgenden aufgeführten Häufigkeiten basieren auf den Nebenwirkungen, die in den klinischen

Studien mit Prevenar 13 bei Erwachsenen ermittelt wurden.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:

Sehr häufig: verminderter Appetit

Erkrankungen des Nervensystems:

Sehr häufig: Kopfschmerzen

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:

Sehr häufig: Durchfall; Erbrechen (bei Erwachsenen zwischen 18 und 49 Jahren)

Häufig: Erbrechen (bei Erwachsenen im Alter von 50 Jahren und darüber)

Gelegentlich: Übelkeit

Erkrankungen des Immunsystems:

Gelegentlich: Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich Gesichtsödem, Dyspnoe,

Bronchospasmus

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Sehr häufig: Ausschlag

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:

Sehr häufig: Kälteschauer; Müdigkeit; Erythem, Verhärtung/ Schwellung oder Schmerz/

Berührungsempfindlichkeit an der Injektionsstelle (starke Schmerzen/

Berührungsempfindlichkeit sehr häufig bei Erwachsenen zwischen 18 und39 Jahren); eingeschränkte Beweglichkeit des Arms (starke

Beeinträchtigungen der Beweglichkeit des Arms sehr häufig bei Erwachsenenzwischen 18 und 39 Jahren)

Häufig: Fieber (sehr häufig bei Erwachsenen zwischen 18 und 29 Jahren)

Gelegentlich: Lymphadenopathie im Bereich der Injektionsstelle

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen:

Sehr häufig: Arthralgie; Myalgie

Insgesamt wurden keine signifikanten Unterschiede in den Häufigkeiten von Nebenwirkungenbeobachtet, wenn Prevenar 13 Erwachsenen gegeben wurde, die zuvor mit dem Pneumokokken-

Polysaccharidimpfstoff geimpft worden waren.

Zusätzliche Informationen für besondere Personengruppen

Bei Erwachsenen mit HIV-Infektion sind die Nebenwirkungshäufigkeiten ähnlich, außer dass Fieberund Erbrechen sehr häufig und Übelkeit häufig auftraten.

Bei Erwachsenen mit hämatopoetischer Stammzelltransplantation sind die

Nebenwirkungshäufigkeiten ähnlich, außer dass Fieber und Erbrechen sehr häufig auftraten.

Einige abgefragte systemische Reaktionen wurden häufiger beobachtet, wenn Prevenar 13 gemeinsammit trivalentem inaktivierten Grippeimpfstoff (TIV) verabreicht wurde, verglichen mit der alleinigen

Gabe von TIV (Kopfschmerzen, Kälteschauer, Ausschlag, verminderter Appetit, Arthralgie und

Myalgie) oder von Prevenar 13 (Kopfschmerzen, Müdigkeit, Kälteschauer, verminderter Appetit und

Arthralgie).

Nebenwirkungen aus der Spontanerfassung nach Markteinführung von Prevenar 13

Die folgenden Reaktionen gelten als Nebenwirkungen von Prevenar 13. Da diese Nebenwirkungen aus

Spontanmeldungen stammen, konnten die Häufigkeiten nicht ermittelt werden und gelten daher alsunbekannt.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems:

Lymphadenopathie (lokalisiert im Bereich der Injektionsstelle)

Erkrankungen des Immunsystems:

Anaphylaktische/ anaphylaktoide Reaktionen einschließlich Schock; Angioödem

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Erythema multiforme

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:

Urtikaria, Dermatitis, Pruritus an der Injektionsstelle; Hautrötung (im Gesicht und/ oder am Körper)

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Eine Überdosierung von Prevenar 13 ist aufgrund seiner Darreichungsform als Fertigspritzeunwahrscheinlich. Es gab jedoch bei Säuglingen und Kindern Berichte von Überdosierungen mit

Prevenar 13, die bei einer Unterschreitung des empfohlenen Mindestabstands einer Folgedosis zurvorhergehenden Dosis als solche definiert wurden. Im Allgemeinen waren die nach Überdosierungberichteten Nebenwirkungen vergleichbar mit denen, die bei der Anwendung von Prevenar 13 gemäßden empfohlenen Impfschemata für Kinder berichtet wurden.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Impfstoffe, Pneumokokken-Impfstoffe, ATC-Code: J07AL02

Prevenar 13 enthält die 7 Pneumokokken-Kapselpolysaccharide, die in Prevenar enthalten sind (4, 6B,9V, 14, 18C, 19F, 23F), sowie 6 weitere Polysaccharide (1, 3, 5, 6A, 7F, 19A), alle konjugiert an das

CRM197-Trägerprotein.

Krankheitslast

Säuglinge und Kinder im Alter von 6 Wochen bis 5 Jahren

Auf Grundlage der Serotypen-Überwachung in Europa, die vor der Einführung von Prevenardurchgeführt wurde, wird geschätzt, dass 73 bis 100 % (abhängig vom Land) der Serotypen, die die

Ursache für invasive Pneumokokken-Erkrankungen (IPD) bei Kindern unter 5 Jahren sind, durch

Prevenar 13 abgedeckt werden. In dieser Altersgruppe sind die Serotypen 1, 3, 5, 6A, 7F und 19A für15,6 bis 59,7 % der invasiven Erkrankungen verantwortlich, abhängig vom Land, dem untersuchten

Zeitraum und der Anwendung von Prevenar.

Die akute Otitis media (AOM) ist eine häufige Kinderkrankheit mit unterschiedlicher Ätiologie.

Bakterien werden für 60 bis 70 % der klinischen AOM-Episoden verantwortlich gemacht.

S. pneumoniae ist weltweit eine der häufigsten Ursachen für bakterielle AOM.

Es wird geschätzt, dass Prevenar 13 über 90 % der Serotypen abdeckt, die antimikrobiell-resistente

IPD verursachen.

Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 17 Jahren

Bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 17 Jahren ist die Inzidenz von Pneumokokken-

Erkrankungen niedrig, bei bestehenden Grunderkrankungen ist das Morbiditäts- und Mortalitätsrisikojedoch erhöht.

Erwachsene ab 18 Jahre und ältere Personen

Pneumonie ist das häufigste klinische Erscheinungsbild einer Pneumokokken-Erkrankung bei

Erwachsenen.

Die berichtete Inzidenz von ambulant erworbener Pneumonie (community-aquired pneumonia, CAP)und IPD in Europa ist je nach Land verschieden, nimmt ab einem Lebensalter von 50 Jahren zu und istam höchsten bei Personen im Alter von ≥ 65 Jahren. S. pneumoniae ist die häufigste Ursache von

CAP. Es wird geschätzt, dass S. pneumoniae für ca. 30 % aller CAP-Fälle, die eine

Krankenhauseinweisung erfordern, bei Erwachsenen in Industrieländern verantwortlich ist.

Bakteriämische Pneumonie (ca. 80 % der IPD-Fälle bei Erwachsenen), Bakteriämie ohne Fokus und

Meningitis sind die häufigsten Manifestationen einer IPD bei Erwachsenen. Basierend auf

Überwachungsdaten nach der Einführung von Prevenar, aber vor der Einführung von Prevenar 13 in

Kinderimpfprogramme, dürften die Pneumokokken-Serotypen in Prevenar 13 für mindestens 50 bis76 % (abhängig vom Land) der IPD-Fälle bei Erwachsenen verantwortlich sein.

Das Risiko für CAP und IPD bei Erwachsenen ist auch bei Vorliegen von chronischen

Grunderkrankungen erhöht, insbesondere bei anatomischer oder funktioneller Asplenie, Diabetesmellitus, Asthma sowie chronischer Herz-Kreislauf-, Lungen-, Nieren- oder Lebererkrankung. Amhöchsten ist es bei immunsupprimierten Patienten, wie z. B. bei Patienten mit malignenhämatologischen Erkrankungen oder HIV-Infektion.

Klinische Immunogenitätsstudien mit Prevenar 13 bei Säuglingen, Kindern und Jugendlichen

Die Schutzwirkung von Prevenar 13 gegen IPD wurde nicht klinisch geprüft. Wie von der

Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlen, beruht die Bewertung der potenziellen Wirksamkeitgegen IPD bei Säuglingen und Kleinkindern auf dem Vergleich der Immunantworten auf die7 gemeinsamen Serotypen, die sowohl in Prevenar 13 als auch in Prevenar enthalten sind und für dieeine Schutzwirkung nachgewiesen wurde (zur Wirksamkeit von Prevenar (7-valent) bei Säuglingenund Kindern siehe unten). Die Immunantworten auf die 6 zusätzlichen Serotypen wurden ebenfallsgemessen.

Immunantworten von Säuglingen nach der Grundimmunisierung mit 3 Dosen

Klinische Studien wurden in mehreren europäischen Ländern und in den USA mit verschiedenen

Impfschemata durchgeführt; darunter 2 randomisierte Nicht-Unterlegenheits-Studien (in Deutschlandunter Anwendung einer Grundimmunisierung im Alter von 2, 3 und 4 Monaten [006] und in den USAunter Anwendung einer Grundimmunisierung im Alter von 2, 4 und 6 Monaten [004]). In diesen2 Studien wurden die Pneumokokken-Immunantworten verglichen, indem verschiedene Nicht-

Unterlegenheits-Kriterien angewendet wurden, z. B. der Prozentsatz der Studienteilnehmer mit

Serotyp-spezifischem Antipolysaccharid-Serum-IgG ≥ 0,35 μg/ml 1 Monat nach der

Grundimmunisierung und Vergleich des geometrischen Mittels der IgG-Konzentrationen(ELISA-GMCs); zusätzlich wurden die funktionalen Antikörpertiter (OPA) von Studienteilnehmern,die Prevenar 13 erhielten, mit denen, die Prevenar erhielten, verglichen. Für die 6 zusätzlichen

Serotypen wurden diese Werte mit der niedrigsten Immunantwort von allen 7 gemeinsamen Serotypenbei den Prevenar-Empfängern verglichen.

Der Vergleich der Immunantworten hinsichtlich Nicht-Unterlegenheit aus Studie 006, basierend aufdem Anteil der Säuglinge, die Antipolysaccharid-IgG-Konzentrationen ≥ 0,35 μg/ml erreichten, wirdin Tabelle 1 gezeigt. Die Ergebnisse für Studie 004 waren ähnlich. Nicht-Unterlegenheit von

Prevenar 13 (die untere Grenze des 95 %-KI für die prozentuale Differenz der Responder bei0,35 µg/ml zwischen den Gruppen war > -10 %) wurde für alle 7 gemeinsamen Serotypen gezeigt,jedoch für Serotyp 6B in Studie 006 und für die Serotypen 6B und 9V in Studie 004 knapp verfehlt.

Alle 7 gemeinsamen Serotypen erfüllten die vordefinierten Nicht-Unterlegenheits-Kriterien für

IgG-ELISA-GMCs. Prevenar 13 induzierte für die 7 gemeinsamen Serotypen vergleichbare, jedochgeringfügig niedrigere Antikörperspiegel als Prevenar. Die klinische Relevanz dieser Unterschiede istnicht bekannt.

Nicht-Unterlegenheit wurde für die 6 zusätzlichen Serotypen in Studie 006 erreicht, basierend auf dem

Anteil der Säuglinge, die Antikörperkonzentrationen ≥ 0,35 μg/ml erreichten, und auf dem Vergleichder IgG-ELISA-GMCs; ebenso für 5 der 6 Serotypen in Studie 004, mit Ausnahme von Serotyp 3. Für

Serotyp 3 betrugen die Prozentsätze der Prevenar13-Empfänger mit einem Serum-IgG ≥ 0,35 µg/ml98,2 % (Studie 006) bzw. 63,5 % (Studie 004).

Tabelle 1: Vergleich des Anteils der Studienteilnehmer, die nach der 3. Dosis der Säuglings-Impfserie eine

Pneumokokken-Antipolysaccharid-IgG-Antikörperkonzentration ≥ 0,35 μg/ml erreichten - Studie 006

Prevenar 13 Prevenar (7valent)% % Unterschied

Serotypen(n = 282-285) (n = 277-279) (95 %-KI)

Serotypen in Prevenar (7valent)4 98,2 98,2 0,0 (-2,5, 2,6)6B 77,5 87,1 -9,6 (-16,0, -3,3)9V 98,6 96,4 2,2 (-0,4, 5,2)14 98,9 97,5 1,5 (-0,9, 4,1)18C 97,2 98,6 -1,4 (-4,2, 1,2)19F 95,8 96,0 -0,3 (-3,8, 3,3)23F 88,7 89,5 -0,8 (-6,0, 4,5)

Tabelle 1: Vergleich des Anteils der Studienteilnehmer, die nach der 3. Dosis der Säuglings-Impfserie eine

Pneumokokken-Antipolysaccharid-IgG-Antikörperkonzentration ≥ 0,35 μg/ml erreichten - Studie 006

Prevenar 13 Prevenar (7valent)% % Unterschied

Serotypen(n = 282-285) (n = 277-279) (95 %-KI)

Zusätzliche Serotypen in Prevenar 131 96,1 87,1* 9,1 (4,5, 13,9)3 98,2 87,1 11,2 (7,0, 15,8)5 93,0 87,1 5,9 (0,8, 11,1)6A 91,9 87,1 4,8 (-0,3, 10,1)7F 98,6 87,1 11,5 (7,4, 16,1)19A 99,3 87,1 12,2 (8,3, 16,8)

* Serotyp 6B war der Serotyp in Prevenar mit der niedrigsten prozentualen Ansprechrate in Studie 006 (87,1 %).

Prevenar 13 induzierte in den Studien 004 und 006 funktionale Antikörper gegen alle 13 Impfstoff-

Serotypen. Für die 7 gemeinsamen Serotypen gab es keine Unterschiede zwischen den Gruppen bzgl.des Anteils der Studienteilnehmer mit OPA-Titern ≥ 1:8. Für jeden der 7 gemeinsamen Serotypenerreichten > 96 % bzw. > 90 % der Prevenar13-Empfänger in den Studien 006 und 004 1 Monat nachder Grundimmunisierung einen OPA-Titer ≥ 1:8.

Bei jedem der 6 zusätzlichen Serotypen induzierte Prevenar 13 in den Studien 004/ 006 1 Monat nachder Grundimmunisierung bei 91,4 % bis 100 % der Geimpften OPA-Titer ≥ 1:8. Die geometrischen

Mittelwerte der funktionalen Antikörper (OPA)-Titer waren für die Serotypen 1, 3 und 5 niedriger alsdie jeweiligen Titer für die anderen zusätzlichen Serotypen; die klinische Relevanz dieses Befunds fürdie Schutzwirkung ist nicht bekannt.

Immunantworten nach Grundimmunisierung mit 2 Dosen bei Säuglingen

Die Immunogenität nach Verabreichung von 2 Dosen an Säuglinge wurde in 4 Studien dokumentiert.

Der Anteil der Säuglinge, die 1 Monat nach der 2. Dosis eine Pneumokokken-Anti-

Kapselpolysaccharid-IgG-Konzentration ≥ 0,35 g/ml erreichten, lag bei 11 der 13 Impfstoff-

Serotypen zwischen 79,6 % und 98,5 %. Ein geringerer Anteil der Säuglinge erreichte diesen

Grenzwert der Antikörperkonzentration für die Serotypen 6B (27,9 bis 57,3 %) und 23F (55,8 bis68,1 %) in allen Studien mit einem 2- und 4-Monats-Impfschema, im Vergleich zu 58,4 % (6B) bzw.68,6 % (23F) in einer Studie mit einem 3- und 5-Monats-Impfschema. Nach der Boosterdosis kam esbei allen Impfstoff-Serotypen, einschließlich 6B und 23F, zu Immunantworten, die einer adäquaten

Grundimmunisierung mittels eines 2-Dosen-Grundimmunisierungsschemas entsprachen. In einerbritischen Studie waren die funktionalen Antikörper (OPA)-Antworten für alle Serotypeneinschließlich 6B und 23F in den Prevenar- und Prevenar13-Studienarmen nach der

Grundimmunisierung im Alter von 2 und 4 Monaten und nach der Boosterdosis im Alter von12 Monaten vergleichbar. Bei den Prevenar13-Empfängern betrug der Anteil der Responder mit einem

OPA-Titer ≥ 1:8 nach der Säuglings-Impfserie mindestens 87 % und mindestens 93 % nach der

Boosterdosis. Die geometrischen Mittelwerte der Titer für die Serotypen 1, 3 und 5 waren niedriger alsdie jeweiligen Titer für die anderen zusätzlichen Serotypen; die klinische Relevanz dieses Befunds istnicht bekannt.

Boosterantworten nach Grundimmunisierung mit 2 und 3 Dosen bei Säuglingen

Nach Verabreichung der Boosterdosis waren die Antikörperkonzentrationen für alle 13 Serotypenhöher als vor der Boosterdosis. Die Antikörperkonzentrationen waren nach der Boosterimpfung für12 Serotypen höher als nach der Grundimmunisierung. Diese Beobachtungen stehen im Einklang miteinem adäquaten Priming (Induktion eines immunologischen Gedächtnisses). Die Immunantwort warnach Verabreichung der Boosterimpfung für Serotyp 3 nicht stärker als die nach der

Grundimmunisierung; die klinische Relevanz dieser Beobachtung im Hinblick auf die Induktion einesimmunologischen Gedächtnisses für Serotyp 3 ist unbekannt.

Antikörperantworten auf Boosterdosen waren nach einer Grundimmunisierung mit 2 Dosen bzw. mit3 Dosen für alle 13 Impfstoff-Serotypen vergleichbar.

Bei Kindern im Alter von 7 Monaten bis 5 Jahren erzeugen altersgemäße Nachhol-Impfschemata (wiein Abschnitt 4.2 beschrieben) für jeden der 13 Serotypen Anti-Kapselpolysaccharid-IgG-Antikörper-

Antworten, die mindestens vergleichbar sind mit denen nach einer Grundimmunisierung mit 3 Dosenbei Säuglingen.

Die Persistenz von Antikörpern und das immunologische Gedächtnis wurden in einer Studie angesunden Kindern untersucht, die mindestens 2 Jahre nach vorheriger Immunisierung eine Einzeldosis

Prevenar 13 erhielten. Die vorherige Immunisierung kann entweder durch 4 Dosen Prevenar, durcheine Grundimmunisierung mit 3 Dosen Prevenar, gefolgt von Prevenar 13 im Alter von 12 Monaten,oder durch 4 Dosen Prevenar 13 erfolgt sein.

Die Einzeldosis Prevenar 13 induzierte bei Kindern im Alter von etwa 3,4 Jahren, unabhängig vom

Impfstatus (Impfung mit Prevenar oder Prevenar 13), eine robuste Antikörperantwort sowohl für die7 gemeinsamen Serotypen als auch für die 6 zusätzlichen Serotypen in Prevenar 13.

Die Daten zur Überwachung von Pneumokokken-Erkrankungen seit der Einführung des 7valenten

Prevenar im Jahr 2000 lassen nicht darauf schließen, dass die durch Prevenar im Säuglingsaltererzeugte Immunität mit der Zeit abgenommen hat.

Frühgeborene Säuglinge

Sicherheit und Immunogenität von Prevenar 13, verabreicht im Alter von 2, 3, 4 und 12 Monaten,wurden bei etwa 100 frühgeborenen Säuglingen beurteilt (mittleres geschätztes Gestationsalter[Estimated Gestational Age, EGA] 31 Wochen; Spannbreite 26 bis 36 Wochen) und mit etwa100 termingerecht geborenen Säuglingen verglichen (mittleres EGA 39 Wochen; Spannbreite 37 bis42 Wochen).

Ein Vergleich der Immunantworten bei frühgeborenen mit denen bei termingerecht geborenen

Säuglingen erfolgte anhand des Anteils der Säuglinge, die 1 Monat nach der Grundimmunisierungeine Pneumokokken-Polysaccarid-bindende IgG-Antikörperkonzentration ≥ 0,35 µg/ml erreichten.

Dies entspricht dem Vorgehen, das bei den Immunogenitätsvergleichen von Prevenar 13 und Prevenarzur Anwendung kam und auf den Richtlinien der WHO basiert.

Mehr als 85 % der Frühgeborenen erreichten 1 Monat nach Grundimmunisierung eine

Pneumokokken-Polysaccharid-bindende IgG-Antikörperkonzentration ≥ 0,35 µg/ml, außer für die

Serotypen 5 (71,7 %), 6A (82,7 %) und 6B (72,7 %). Für diese 3 Serotypen war der Anteil der

Responder unter den frühgeborenen Säuglingen signifikant niedriger als unter den termingerechtgeborenen Säuglingen. Etwa 1 Monat nach der Boosterdosis betrug der Probandenanteil in jeder

Gruppe, der diesen gleichen Grenzwert der Antikörperkonzentration erreichte, > 97 %, mit Ausnahmefür den Serotyp 3 (71 % bei frühgeborenen Säuglingen und 79 % bei termingerecht geborenen

Säuglingen). Es ist unbekannt, ob das immunologische Gedächtnis für alle Serotypen bei

Frühgeborenen induziert wird. Im Allgemeinen waren die Serotyp-spezifischen IgG-GMCs beifrühgeborenen Säuglingen niedriger als bei termingerecht geborenen Säuglingen.

Nach der Grundimmunisierung waren die OPA-GMTs bei frühgeborenen und bei termingerechtgeborenen Säuglingen ähnlich, außer für Serotyp 5, der bei Frühgeborenen niedriger war. Nach der

Boosterdosis waren die OPA-GMTs im Vergleich zu denen nach der Grundimmunisierung ähnlichoder niedriger für 4 Serotypen (4, 14, 18C, 19F) und waren statistisch signifikant höher für 6 der13 Serotypen (1, 3, 5, 7F, 9V und 19A) bei frühgeborenen Säuglingen im Vergleich zu 10 der13 Serotypen (1, 3, 4, 5, 6A, 7F, 9V, 18C, 19A und 23F) bei termingerecht geborenen Säuglingen.

Kinder (12 bis 59 Monate), die vollständig mit Prevenar (7valent) immunisiert wurden

Nach Gabe einer Einzeldosis Prevenar 13 an Kinder (12 bis 59 Monate), die als vollständig mit

Prevenar (7valent) immunisiert gelten (entweder 2- oder 3-Dosen-Grundimmunisierung plus

Boosterimpfung), betrug der Anteil der Kinder, die IgG-Spiegel ≥ 0,35 µg/ml und OPA-Titer ≥ 1:8erreichten, mindestens 90 %. Allerdings waren die IgG-GMC und OPA-GMT für 3 (Serotypen 1, 5und 6A) der 6 zusätzlichen Serotypen niedriger als bei Kindern, die zuvor mindestens 1 Impfung mit

Prevenar 13 erhalten hatten. Die klinische Relevanz der niedrigeren GMCs und GMTs ist derzeitunbekannt.

Ungeimpfte Kinder (12 bis 23 Monate)

Studien an ungeimpften Kindern (12 bis 23 Monate) mit Prevenar (7valent) zeigten, dass 2 Dosenerforderlich waren, um für 6B und 23F Serum-IgG-Konzentrationen zu erreichen, die denen ähnelten,die durch eine Grundimmunisierung mit 3 Dosen induziert wurden.

Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 17 Jahren

In einer offenen Studie mit 592 gesunden Kindern und Jugendlichen, einschließlich Asthma-Patienten(17,4 %), die möglicherweise eine Prädisposition für eine Pneumokokken-Infektion zeigten, löste

Prevenar 13 Immunantworten auf alle 13 Serotypen aus. Kindern im Alter von 5 bis 10 Jahren, diezuvor mit mindestens 1 Dosis Prevenar geimpft worden waren, und Kindern und Jugendlichen im

Alter von 10 bis 17 Jahren, die noch niemals einen Pneumokokken-Impfstoff erhalten hatten, wurdejeweils eine Einzeldosis Prevenar 13 verabreicht.

Im Vergleich zur Immunantwort nach der 4. Dosis von Prevenar bzw. Prevenar 13 bei Kleinkindern,die im Alter von 2, 4, 6 und 12 bis 15 Monaten geimpft worden waren, war sowohl bei den Kindernim Alter von 5 bis 10 Jahren als auch bei den Kindern und Jugendlichen im Alter von 10 bis 17 Jahrendie Immunogenität von Prevenar 13 der von Prevenar bezüglich der 7 gemeinsamen Serotypen und dervon Prevenar 13 bezüglich der 6 zusätzlichen Serotypen anhand der Messungen des Serum-IgG nichtunterlegen.

Bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 10 bis 17 Jahren waren die OPA-GMTs 1 Monat nach der

Impfung für 12 der 13 Serotypen (Ausnahme: Serotyp 3) den OPA-GMTs in der Altersgruppe 5 bis10 Jahre nicht unterlegen.

Immunantworten nach subkutaner Gabe

Die subkutane Gabe von Prevenar 13 wurde in einer nichtvergleichenden Studie an 185 gesundenjapanischen Säuglingen und Kindern untersucht, die 4 Dosen im Alter von 2, 4, 6 und 12 bis15 Monaten erhielten. Die Studie zeigte, dass Sicherheit und Immunogenität im Allgemeinenvergleichbar waren mit Beobachtungen aus Studien mit intramuskulärer Gabe.

Effektivität von Prevenar 13

Invasive Pneumokokken-Erkrankungen (IPD)

Vier Jahre nach der Einführung von Prevenar mit einer 2-Dosen-Grundimmunisierung von Säuglingenund Boosterimpfung im 2. Lebensjahr sowie einer Durchimpfungsrate von 94 % in England und

Wales zeigten von Public Health England publizierte Daten einen Rückgang der durch die 7 Impfstoff-

Serotypen verursachten Erkrankungen um 98 % (95 %-KI 95; 99). Vier Jahre nach der Umstellung auf

Prevenar 13 betrug der zusätzliche Rückgang der Inzidenz von IPD durch die 7 in Prevenarenthaltenen Serotypen zwischen 76 % bei Kindern unter 2 Jahren und 91 % bei Kindern im Alter von5-14 Jahren. Die Serotyp-spezifischen Rückgänge für jeden der 5 zusätzlichen in Prevenar 13enthaltenen Serotypen (es wurden keine Fälle von IPD durch Serotyp 5 beobachtet) sind nach Alter inder Tabelle 2 dargestellt und reichten bei Kindern unter 5 Jahren von 68 % (Serotyp 3) bis zu 100 %(Serotyp 6A). Signifikante Rückgänge der Inzidenz wurden auch in älteren Altersgruppen beobachtet,die nicht mit Prevenar 13 geimpft worden waren (indirekter Effekt).

Tabelle 2: Serotyp-spezifische Anzahl der Fälle und Rückgang der Inzidenz von IPD in 2013/14 im

Vergleich zu 2008/09-2009/10 (2008/10) nach Alter in England und Wales< 5 Jahre 5 bis 64 Jahre ≥ 65 Jahre2008-10§ 2013/14 % Rückgang 2008-10§ 2013/14 % 2008- 2013/ % Rückgang§ der Inzidenz § Rückgang 10§ 14§ der Inzidenz(95 %-KI*) der Inzidenz (95 %-KI*)(95 %-KI*)

Zusätzliche Serotypen, die in Prevenar 13 enthalten sind1 59 (54) 5 (5) 91 % 458 (382) 77 83 % 102 (89) 13 87 %(71) (13)(98 %; (88 %; (94 %;68 %)** 74 %)** 72 %)**3 26 (24) 8 (8) 68 % 178 (148) 73 59 % 256 143 44 %(68) (224) (146)(89 %; 6 %) (72 %; (57 %;38 %)** 27 %)**6A 10 (9) 0 (0) 100 % 53 (44) 5 (5) 90 % 94 (82) 5 (5) 95 %(100 %; (97 %; (99 %;62 %)** 56 %)** 81 %)**7F 90 (82) 8 (8) 91 % 430 (361) 160 63 % 173 75 56 %(148) (152) (77)(97 %; (71 %; (70 %;74 %)** 50 %)** 37 %)**19A 85 (77) 7 (7) 91 % 225 (191) 104 54 % 279 97 65 %(97) (246) (99)(97 %; (65 %; (75 %;75 %)** 32 %)** 53 %)**§ Korrigiert entsprechend dem Anteil serotypisierter Proben, fehlenden Altersangaben, dem mit 2009/10verglichenen Nenner und dem Trend der Gesamtzahl der invasiven Pneumokokken-Erkrankungen bis2009/10 (danach wurde keine Trendkorrektur mehr verwendet)

* 95 %-KI berechnet aus einem Poisson-Intervall auf Basis einer Überdispersion von 2,1, die aus einer

Modellierung aller IPD-Daten aus 2000-06 vor Prevenar resultiert

** p < 0,005, um 6A abzudecken, wo p = 0,002

Otitis media (OM)

In einer publizierten, in Israel durchgeführten Studie wurde unter Anwendung einer 2-Dosen-

Grundimmunisierung plus Boosterimpfung im 2. Lebensjahr die Wirkung von Prevenar 13 auf OM ineinem populationsbasierten System der aktiven Überwachung dokumentiert. Hierbei wurde bei unter2 Jahre alten israelischen Kindern mit OM eine Tympanozentese mit Kultivierung der

Mittelohrflüssigkeit vorgenommen.

Nach der Einführung von Prevenar und später Prevenar 13 kam es zu einem Rückgang der Inzidenzder durch die Prevenar-Serotypen sowie Serotyp 6A verursachten OM von 2,1 auf 0,1 Fälle pro1.000 Kinder (95 %) sowie zu einem Rückgang der Inzidenz der durch die zusätzlichen Prevenar 13-

Serotypen 1, 3, 5, 7F und 19A verursachten OM von 0,9 auf 0,1 Fälle pro 1.000 Kinder (89 %). Diejährliche Inzidenz von OM durch Pneumokokken insgesamt sank zwischen Juli 2004 (vor der

Einführung von Prevenar) und Juni 2013 (nach der Einführung von Prevenar 13) von 9,6 auf 2,1 Fällepro 1.000 Kinder (78 %).

Pneumonie

In einer französischen multizentrischen Beobachtungsstudie, in der die Zeiträume vor und nach der

Umstellung von Prevenar auf Prevenar 13 verglichen wurden, kam es zu einem 16%-igen Rückgang(von 2.060 auf 1.725 Fälle) aller ambulant erworbenen Fälle von Pneumonie (CAP) in

Notfallabteilungen bei Kindern im Alter zwischen 1 Monat und 15 Jahren.

Der Rückgang betrug 53 % (von 167 auf 79 Fälle, p < 0,001) für CAP-Fälle mit Pleuraerguss und63 % (von 64 auf 24 Fälle, p < 0,001) für mikrobiologisch bestätigte, durch Pneumokokkenverursachte CAP-Fälle. Im 2. Jahr nach der Einführung von Prevenar 13 sank die Gesamtzahl der

CAP-Fälle, die von den 6 zusätzlichen in Prevenar 13 enthaltenen Impfstoff-Serotypen verursachtwurden, von 27 auf 7 Isolate (74 %).

Der Rückgang der Fälle von Pneumonie jeglicher Ursache war am stärksten ausgeprägt in denjüngeren geimpften Altersgruppen, mit einer Abnahme um 31,8 % (von 757 auf 516 Fälle) bei denunter 2-Jährigen und um 16,6 % (von 833 auf 695 Fälle) bei den 2-5-Jährigen. Die Inzidenz beiälteren, vorwiegend nicht geimpften Kindern (> 5 Jahre) änderte sich im Laufe der Studie nicht.

In einem fortlaufenden Überwachungssystem (2004 bis 2013) in Süd-Israel wurde die Wirkung von

Prevenar und später Prevenar 13 auf CAP bei Kindern unter 5 Jahren dokumentiert, bei denen eine2-Dosen-Grundimmunisierung mit einer Boosterimpfung im 2. Lebensjahr angewendet wurde. Nachder Einführung von Prevenar 13 kam es im Vergleich zu der Zeit vor der Einführung von Prevenar zueinem Rückgang von ambulanten Patienten mit alveolärer CAP um 68 % (95 %-KI 73; 61) und von

Krankenhauseinweisungen aufgrund alveolärer CAP um 32 % (95 %-KI 39; 22).

Wirkung auf die nasopharyngeale Besiedlung

In einer Beobachtungsstudie in Frankreich an Kindern mit akuter Otitis media wurden Änderungen dernasopharyngealen (NP) Besiedlung durch Pneumokokken-Serotypen nach der Markteinführung von

Prevenar (7valent) und später Prevenar 13 ausgewertet. Prevenar 13 führte im Vergleich zu Prevenarzu einer signifikanten Reduktion der NP Besiedlung durch die 6 zusätzlichen Serotypen (und

Serotyp 6C) insgesamt sowie jeweils individuell durch Serotyp 6C, 7F und 19A. Eine Reduktion der

Besiedlung wurde ebenfalls für Serotyp 3 gefunden (2,5 % vs. 1,1 %; p = 0,1). Eine Besiedlung durchdie Serotypen 1 und 5 wurde nicht beobachtet.

Die Wirkung einer Pneumokokken-Konjugatimpfung auf die nasopharyngeale Besiedlung wurde ineiner randomisierten Doppelblindstudie in Israel untersucht, in der Säuglinge Prevenar 13 oder

Prevenar (7valent) im Alter von 2, 4, 6 und 12 Monaten erhielten. Prevenar 13 reduzierte im Vergleichzu Prevenar signifikant neue Befunde einer NP Besiedlung durch die 6 zusätzlichen Serotypen (und

Serotyp 6C) insgesamt sowie jeweils individuell durch Serotyp 1, 6A, 6C, 7F und 19A. Es wurdekeine Reduktion für Serotyp 3 gefunden, für Serotyp 5 war die Besiedlung zu selten, um die

Wirksamkeit zu beurteilen. Für 6 der übrigen 7 gemeinsamen Serotypen waren die Häufigkeiten einer

NP Besiedlung in beiden Impfstoffgruppen ähnlich; für Serotyp 19F wurde eine signifikante

Reduktion beobachtet.

In dieser Studie wurden Reduktionen von S. pneumoniae-Serotypen 19A, 19F und 6A nachgewiesen,die gegenüber zahlreichen Antibiotika unempfindlich sind. Abhängig von Serotyp und Antibiotikumlagen die Abnahmen in einem Bereich zwischen 34 % und 62 %.

Schutzwirkung von Prevenar (7valenter Impfstoff) bei Säuglingen und Kindern

Die Wirksamkeit von 7valentem Prevenar wurde in 2 groß angelegten Studien untersucht - der'Northern California Kaiser Permanente“ (NCKP)-Studie und der finnischen Otitis-media (FinOM)-

Studie. Bei beiden handelte es sich um randomisierte, doppelblinde, verumkontrollierte Studien an

Säuglingen, die entweder Prevenar oder einen Kontrollimpfstoff (NCKP: Meningokokken-

Serogruppe-C-CRM-Konjugat [MnCC]-Impfstoff, FinOM: Hepatitis-B-Impfstoff) nach einem

Impfschema mit 4 Dosen im Alter von 2, 4, 6 und 12 bis 15 Monaten erhielten. Die Ergebnisse zur

Wirksamkeit aus diesen Studien (bei invasiven Pneumokokken-Erkrankungen, Pneumonie und akuter

Otitis media) sind unten aufgeführt (Tabelle 3).

Tabelle 3: Zusammenfassung der Wirksamkeitsdaten von 7valentem Prevenar1

Untersuchung n VE2 95 %-KI

NCKP: Impfstoff-Serotyp IPD3 30.258 97 % 85, 100

NCKP: Klinische Pneumonie mit pathologischem Röntgen-Thorax 23.746 35 % 4, 56

NCKP: Akute Otitis media (AOM)4 23.746

Episoden gesamt 7 % 4, 10

Rezidivierende AOM (3 Episoden in 6 Monaten oder 4 Episoden in 1 Jahr) 9 % 3, 15

Rezidivierende AOM (5 Episoden in 6 Monaten oder 6 Episoden in 1 Jahr) 23 % 7, 36

Einlage eines Paukenbelüftungsröhrchens 20 % 2, 35

FinOM: AOM 1.662

Episoden gesamt 6 % -4, 16

Alle Pneumokokken-AOM-Fälle 34 % 21, 45

Impfstoff-Serotyp-AOM 57 % 44, 671 'per protocol“2 'Vaccine efficacy'3 Oktober 1995 bis 20. April 19994 Oktober 1995 bis 30. April 1998

Effektivität von Prevenar (7valent)

Die Effektivität (direkte und indirekte Wirkung) von 7valentem Prevenar gegen Pneumokokken-

Erkrankungen wurde sowohl in Grundimmunisierungsprogrammen mit 3 Dosen als auch mit 2 Dosen,jeweils gefolgt von einer Boosterdosis, untersucht (Tabelle 4). Nach der breiten Anwendung von

Prevenar wurde die Inzidenz von IPD durchgängig und beträchtlich reduziert.

Unter Verwendung der Screening-Methode lagen die Schätzungen bzgl. der Serotyp-spezifischen

Effektivität bei Verabreichung von 2 Dosen im Alter unter 1 Jahr in Großbritannien bei 66 % (-29,91 %) und 100 % (25, 100 %) für die Serotypen 6B bzw. 23F.

Tabelle 4: Zusammenfassung der Effektivitätsdaten von 7valentem Prevenarbei invasiven Pneumokokken-Erkrankungen

Land Empfohlenes Impfschema Rückgang der Krankheit 95 %-KI(Jahr der Einführung) in %

UK (England & Wales)1 (2006) 2, 4, + 13 Monate Impfstoff-Serotypen: 49, 95 %2 Dosen im Alter < 1 Jahr:85 %

USA (2000) 2, 4, 6, + 12 bis 15 Monate

Kinder < 5 Jahren2 Impfstoff-Serotypen: 98 % 97, 99 %

Alle Serotypen: 77 % 73, 79 %

Personen ≥ 65 Jahren3 Impfstoff-Serotypen: 76 % -

Alle Serotypen: 38 % -

Kanada (Quebec)4 2, 4, + 12 Monate Alle Serotypen: 73 % -(2004) Impfstoff-Serotypen:

Grundimmunisierung mit 92, 100 %2 Dosen: 99 %

Abgeschlossenes 82, 100 %

Impfschema: 100 %1 Kinder < 2 Jahren. Berechnete Impfstoffeffektivität Stand Juni 2008 (Broome-Methode)2 Daten von 20053 Daten von 20044 Kinder < 5 Jahren. Januar 2005 bis Dezember 2007. Vollständige Effektivitätsdaten für das 2+1-

Standardimpfschema noch nicht verfügbar.

Akute Otitis media

Die Effektivität von Prevenar in einem '3+1“-Impfschema wurde seit seiner Einführung in einemnationalen Impfprogramm auch bei akuter Otitis media und Pneumonie beobachtet. In einerretrospektiven Auswertung der Datenbank einer großen US-Versicherung ging im Vergleich zur

Häufigkeit vor der Zulassung die Anzahl von Arztbesuchen aufgrund einer AOM bei Kindern unter2 Jahren um 42,7 % (95 %-KI: 42,4 bis 43,1 %), Verschreibungen wegen AOM um 41,9 % zurück(2004 im Vergleich zu 1997 bis 1999). In einer ähnlichen Analyse gingen Krankenhausaufenthalte und

Praxisbesuche aufgrund von Pneumonien gleich welcher Ursache um 52,4 % bzw. 41,1 % zurück. Bei

Erkrankungen, die spezifisch als Pneumokokken-Pneumonie identifiziert wurden, wurden bei Kindernunter 2 Jahren Rückgänge bei Krankenhausaufenthalten und Praxisbesuchen um 57,6 % bzw. 46,9 %im Vergleich zur Häufigkeit vor der Zulassung verzeichnet (2004 im Vergleich zu 1997 bis 1999).

Aus Beobachtungsanalysen dieser Art können zwar nicht die direkte Ursache und Wirkung ermitteltwerden, diese Ergebnisse lassen aber darauf schließen, dass Prevenar eine wichtige Rolle bei der

Reduzierung der Krankheitslast durch Schleimhauterkrankungen (AOM und Pneumonie) in der

Zielpopulation spielt.

Wirksamkeitsstudie bei Erwachsenen ab 65 Jahre

Die Wirksamkeit von Prevenar 13 gegen Pneumokokken-CAP und -IPD, die durch im Impfstoffenthaltene Serotypen (Vakzine-Typen, VT) verursacht werden, wurde in einer groß angelegtenrandomisierten, placebokontrollierten Doppelblindstudie in den Niederlanden untersucht (Studie zur

Immunisierung von Erwachsenen gegen ambulant erworbene Pneumonien/ Community-Acquired

Pneumonia Immunization Trial in Adults, CAPiTA). 84.496 Teilnehmer im Alter ab 65 Jahre wurdenim Verhältnis 1:1 randomisiert und erhielten eine einzelne Impfung mit Prevenar 13 oder Placebo.

In die CAPiTA-Studie wurden Freiwillige im Alter ab 65 Jahre aufgenommen, die sich in ihrendemographischen und gesundheitlichen Merkmalen von Personen unterscheiden können, die eine

Impfung anstreben.

Bei ca. 2 % dieser Population (n = 1.814 Teilnehmer) wurde eine erste Episode vonkrankenhauspflichtiger, durch Thorax-Röntgenbild bestätigter Pneumonie identifiziert. Von diesenwurden 329 Fälle als Pneumokokken-CAP bestätigt und 182 Fälle waren VT Pneumokokken-CAPinnerhalb der Per-protocol-Population und der modifizierten Intent-to-treat (mITT)-Population.

Die Wirksamkeit wurde für die primären und sekundären Endpunkte in der Per-protocol-Populationnachgewiesen (Tabelle 5).

Tabelle 5: Impfstoffwirksamkeit (Vaccine Efficacy, VE) für die primären und sekundären Endpunkteder CAPiTA-Studie (Per-protocol-Population)

Fälle

VE (%)

Wirksamkeitsendpunkt Prevenar 13- Placebo- p-Wert

Gesamt (95,2 %-KI)

Gruppe Gruppe

Primärer Endpunkt

Erste Episode von bestätigter VT 45,56139 49 90 0,0006

Pneumokokken-CAP (21,82, 62,49)

Sekundäre Endpunkte

Erste Episode von bestätigter 45,0093 33 60 0,0067

NB/NI1 VT Pneumokokken-CAP (14,21, 65,31)75,00

Erste Episode von VT-IPD2 35 7 28 0,0005(41,06, 90,87)1NB/NI - nicht-bakteriämisch/nicht-invasiv2VT-IPD - durch Impfstoff-Serotypen verursachte invasive Pneumokokken-Erkrankung

Die Schutzwirkung gegen eine erste Episode von VT Pneumokokken-CAP,

NB/NI VT Pneumokokken-CAP und VT-IPD hielt während der gesamten Dauer der 4-jährigen Studiean.

Die Studie war nicht darauf angelegt, den Nachweis der Wirksamkeit in Untergruppen der

Studienpopulation zu erbringen, und die Anzahl an Teilnehmern im Alter ab 85 Jahre war nichtausreichend, um die Wirksamkeit in dieser Altersgruppe nachzuweisen.

In einer Post-hoc-Analyse wurden die folgenden Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheitgegenüber klinischer CAP bewertet (gemäß Definition in der CAPiTA-Studie und basierend aufklinischen Befunden, ungeachtet des radiologischen Nachweises von Infiltraten oder ätiologischer

Bestätigung): Impfstoffwirksamkeit (VE), Rückgang der Inzidenzrate (Incidence Rate Reduction,

IRR) und Anzahl der notwendigen Impfungen (Number needed to vaccinate, NNV) (Tabelle 6).

IRR, auch als durch Impfung vermeidbare Erkrankungsinzidenz bezeichnet, entspricht der Anzahl derdurch Impfung vermeidbaren Krankheitsfälle pro 100.000 Personenjahre Beobachtung.

In Tabelle 6 ist die Anzahl notwendiger Impfungen eine Kennzahl, die die Anzahl von Personenquantifiziert, die zur Vermeidung eines klinischen CAP-Falls geimpft werden müssen (NNV).

Tabelle 6: Impfstoffwirksamkeit (VE) gegen klinische CAP*

Episoden Impfstoffwirk- Inzidenz pro Rückgang Anzahlsamkeit1 % 100.000 Personenjahre der notwen-(95 %-KI) unter Beobachtung Inzidenz- diger(1-seitiger p- (PYO) rate2 Impfun-

Wert) (95 %-KI) gen3

Prevenar Placebo Prevenar Placebo13 13

Analyse 1375 1495 8,1 819,1 891,2 72,2 277alle (-0,6, 16,1) (-5,3,

Episoden (0,034) 149,6)

Analyse 1126 1214 7,3 670,7 723,7 53,0 378erste (-0,4, 14,4) (-2,7,

Episode (0,031) 108,7)

* Patienten mit mindestens 2 der folgenden Symptome: Husten, eitriges Sputum, Temperatur > 38 °C oder< 36,1 °C, Pneumonie (auskultatorischer Befund), Leukozytose, C-reaktives Protein > 3 ULN (Upper Limit of

Normal: Obergrenze des Normbereichs), Hypoxämie mit einem Sauerstoffpartialdruck von < 60 mmHg beim

Einatmen von Raumluft.1 Berechnung der VE mittels Poisson-Regressionsmodell mit Zufallseffekten2 Pro100.000 Personenjahre unter Beobachtung. Berechnung der IRR als Inzidenz in der Placebo-Gruppeabzüglich der Inzidenz in der Impfstoffgruppe; war mathematisch äquivalent der VE × Inzidenz in der Placebo-

Gruppe.3 Basierend auf 5-jähriger Schutzdauer. NNV ist keine Rate, sondern entspricht der Anzahl der vermiedenen Fällebei Impfung einer bestimmten Anzahl an Personen. NNV berücksichtigt auch die Studiendauer oder Dauer der

Schutzwirkung und wird berechnet als 1 geteilt durch das Produkt von IRR und Schutzdauer (oder Studiendauer)(=1/(IRR × Dauer).

Immunogenitätsstudien bei Erwachsenen ab 18 Jahre und älteren Personen

Bei Erwachsenen wurde kein mit einer Schutzwirkung assoziierter Antikörper-Grenzwert der

Konzentration der Serotyp-spezifischen Pneumokokken-Polysaccharid-bindenden IgG-Antikörperfestgelegt. In allen pivotalen klinischen Studien wurde ein Serotyp-spezifischer Opsonophagozytose-

Assay (OPA) als Surrogat zur Bewertung der potenziellen Wirksamkeit gegen invasive

Pneumokokken-Erkrankung und Pneumonie verwendet. Auf Basis der 1 Monat nach jeder Impfunggemessenen OPA-Titer wurden die geometrischen Mittelwerte der Titer (GMT) berechnet. OPA-Titerwerden ausgedrückt als der Kehrwert der höchsten Serumverdünnung, die das Überleben der

Pneumokokken um mindestens 50 % reduziert.

Die pivotalen Studien zu Prevenar 13 sollten zeigen, dass 1 Monat nach der Impfung die funktionalen

OPA-Antikörper-Antworten für die 13 Serotypen den 12 Serotypen, die auch im zugelassenen 23-valenten Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoff enthalten sind (1, 3, 4, 5, 6B, 7F, 9V, 14, 18C, 19A,19F, 23F), nicht unterlegen und für einige Serotypen überlegen sind. Die Antwort auf den nur in

Prevenar 13 enthaltenen Serotyp 6A wurde über den Nachweis eines Anstiegs des spezifischen OPA-

Titers um das 4-Fache gegenüber der Konzentration vor der Immunisierung beurteilt.

5 klinische Studien wurden in Europa und den USA zur Beurteilung der Immunogenität von

Prevenar 13 in verschiedenen Altersgruppen im Bereich von 18 bis 95 Jahren durchgeführt. Klinische

Studien mit Prevenar 13 liefern derzeit Daten zur Immunogenität bei Erwachsenen im Alter von18 Jahren und darüber, einschließlich Erwachsenen ab einem Alter von 65 Jahren, die 5 Jahre vor

Einschluss in die Studie mit 1 oder mehreren Dosen von 23valentem Pneumokokken-

Polysaccharidimpfstoff geimpft wurden. Jede Studie enthielt gesunde Erwachsene, immunkompetente

Erwachsene mit stabilen Grunderkrankungen, die eine bekannte Prädisposition für eine

Pneumokokken-Infektion darstellen (z. B. chronische kardiovaskuläre Erkrankung, chronische

Lungenerkrankung einschließlich Asthma, Nierenerkrankungen und Diabetes mellitus, chronische

Lebererkrankung einschließlich alkoholischer Lebererkrankung) und Erwachsene mit Risikofaktorenwie z. B. Rauchen und Alkoholmissbrauch.

Immunogenität und Sicherheit von Prevenar 13 wurden für Erwachsene im Alter von 18 Jahren unddarüber, einschließlich solchen, die zuvor mit einem Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoff geimpftworden waren, nachgewiesen.

Nicht zuvor mit 23valentem Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoff geimpfte Erwachsene

In einer direkten Vergleichsstudie (Head-to-Head-Studie), die mit Erwachsenen im Alter von 60 bis64 Jahren durchgeführt wurde, erhielten die Teilnehmer entweder 1 Einzeldosis Prevenar 13 oder1 Einzeldosis von 23valentem Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoff. In derselben Studie erhielt eineandere Gruppe Erwachsener im Alter von 50 bis 59 Jahren und eine andere Gruppe Erwachsener im

Alter von 18 bis 49 Jahren 1 Einzeldosis Prevenar 13.

Tabelle 7 vergleicht die OPA-GMTs 1 Monat nach der Impfung bei 60- bis 64-Jährigen nach Gabe1 Einzeldosis Prevenar 13 oder 1 Einzeldosis von 23valentem Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoffund bei 50- bis 59-Jährigen nach Gabe 1 Einzeldosis Prevenar 13.

Tabelle 7: OPA-GMTs bei Erwachsenen im Alter von 60 bis 64 Jahren, denen Prevenar 13 oder 23-valenter Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoff (PPSV23) gegeben wurde, und bei Erwachsenen im Altervon 50 bis 59 Jahren, denen Prevenar 13 gegeben wurdea,b,c

Prevenar 13 Prevenar 13 PPSV23 Prevenar 13 Prevenar 13 versus50-59 Jahre 60-64 Jahre 60-64 Jahre 50-59 versus PPSV23,n = 350-384 n = 359-404 n = 367-402 60-64 Jahre 60-64 Jahre

Serotyp GMT GMT GMT GMR (95 %-KI) GMR (95 %-KI)1 200 146 104 1,4 (1,08, 1,73) 1,4 (1,10, 1,78)3 91 93 85 1,0 (0,81, 1,19) 1,1 (0,90, 1,32)4 2.833 2.062 1.295 1,4 (1,07, 1,77) 1,6 (1,19, 2,13)5 269 199 162 1,4 (1,01, 1,80) 1,2 (0,93, 1,62)6A† 4.328 2.593 213 1,7 (1,30, 2,15) 12,1 (8,63, 17,08)6B 3.212 1.984 788 1,6 (1,24, 2,12) 2,5 (1,82, 3,48)7F 1.520 1.120 405 1,4 (1,03, 1,79) 2,8 (1,98, 3,87)9V 1.726 1.164 407 1,5 (1,11, 1,98) 2,9 (2,00, 4,08)14 957 612 692 1,6 (1,16, 2,12) 0,9 (0,64, 1,21)18C 1.939 1.726 925 1,1 (0,86, 1,47) 1,9 (1,39, 2,51)19A 956 682 352 1,4 (1,16, 1,69) 1,9 (1,56, 2,41)19F 599 517 539 1,2 (0,87, 1,54) 1,0 (0,72, 1,28)23F 494 375 72 1,3 (0,94, 1,84) 5,2 (3,67, 7,33)a Nicht-Unterlegenheit war definiert als untere Grenze des 2-seitigen 95 %-KI für das GMR größer als 0,5.b Statistisch signifikant stärkeres Ansprechen war definiert als untere Grenze des 2-seitigen 95 %-KI für das

GMR größer als 1.c Für Serotyp 6A†, der nur in Prevenar 13 enthalten ist, war eine statistisch signifikant stärkere Antwort definiertals untere Grenze des 2-seitigen 95 %-KI für das GMR größer als 2.

Bei Erwachsenen im Alter von 60 bis 64 Jahren waren für die 12 in beiden Impfstoffen gemeinsamvorkommenden Serotypen die OPA-GMTs bei Prevenar 13 den OPA-GMTs bei dem 23valenten

Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoff nicht unterlegen. Für 9 Serotypen waren die OPA-Titer beiden mit Prevenar 13 Geimpften statistisch signifikant höher.

Bei Erwachsenen im Alter von 50 bis 59 Jahren waren die OPA-GMTs für alle 13 Serotypen in

Prevenar 13 den Prevenar13-Antworten bei Erwachsenen im Alter von 60 bis 64 Jahren nichtunterlegen. Für 9 Serotypen waren die Immunantworten abhängig vom Alter, wobei Erwachsene inder Altersgruppe 50 bis 59 Jahre statistisch signifikant stärkere Antworten zeigten als Erwachsene im

Alter von 60 bis 64 Jahren.

Bei allen Erwachsenen ≥ 50 Jahre, die 1 Einzeldosis Prevenar 13 erhielten, waren die OPA-Titer für

Serotyp 6A signifikant höher als bei Erwachsenen ≥ 60 Jahre, die 1 Einzeldosis des 23valenten

Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoffs erhielten.

1 Jahr nach der Impfung mit Prevenar 13 waren die OPA-Titer im Vergleich zum Zeitpunkt 1 Monatnach der Impfung zwar gesunken, die OPA-Titer blieben für alle Serotypen aber höher als die

Ausgangswerte.

OPA-GMT-Ausgangswerte OPA-GMT-Werte 1 Jahrnach Prevenar 13

Erwachsene im Alter von 50 bis 59 Jahren, diezuvor nicht mit 23valentem Pneumokokken- 5 bis 45 20 bis 1.234

Polysaccharidimpfstoff geimpft worden waren

Erwachsene im Alter von 60 bis 64 Jahren, diezuvor nicht mit 23valentem Pneumokokken- 5 bis 37 19 bis 733

Polysaccharidimpfstoff geimpft worden waren

Tabelle 8 zeigt OPA-GMTs 1 Monat nach 1 Einzeldosis Prevenar 13 bei 18- bis 49-Jährigen im

Vergleich zu 60- bis 64-Jährigen.

Tabelle 8: OPA-GMTs bei Erwachsenen im Alter von 18 bis 49 Jahren und von 60 bis 64 Jahren, denen

Prevenar 13 gegeben wurdea,b18-49 Jahre18-49 Jahre 60-64 Jahre im Vergleich zun = 836-866 n = 359-404 60-64 Jahre

Serotyp GMTb GMTb GMR (95 %-KIc)1 353 146 2,4 (2,03, 2,87)3 91 93 1,0 (0,84, 1,13)4 4.747 2.062 2,3 (1,92, 2,76)5 386 199 1,9 (1,55, 2,42)6A 5.746 2.593 2,2 (1,84, 2,67)6B 9.813 1.984 4,9 (4,13, 5,93)7F 3.249 1.120 2,9 (2,41, 3,49)9V 3.339 1.164 2,9 (2,34, 3,52)14 2.983 612 4,9 (4,01, 5,93)18C 3.989 1.726 2,3 (1,91, 2,79)19A 1.580 682 2,3 (2,02, 2,66)19F 1.533 517 3,0 (2,44, 3,60)23F 1.570 375 4,2 (3,31, 5,31)a Nicht-Unterlegenheit war definiert als untere Grenze des 2-seitigen 95 %-KI für das GMR größer als 0,5.b Statistisch signifikant stärkeres Ansprechen war definiert als untere Grenze des 2-seitigen 95 %-KI für das GMRgrößer als 1.c Konfidenzintervalle (KI) für das Verhältnis sind Rücktransformationen eines Konfidenzintervalls, das auf der

Student-t-Verteilung für die mittlere Differenz der Logarithmen der Messwerte basiert.

Bei Erwachsenen im Alter von 18 bis 49 Jahren waren die OPA-GMTs für alle 13 Serotypen in

Prevenar 13 dem Prevenar13-Ansprechen bei Erwachsenen im Alter von 60 bis 64 Jahren nichtunterlegen.

1 Jahr nach der Impfung mit Prevenar 13 waren die OPA-Titer im Vergleich zum Zeitpunkt 1 Monatnach der Impfung zwar gesunken, die OPA-Titer blieben für alle Serotypen aber höher als die

Ausgangswerte.

OPA-GMT-Ausgangswerte OPA-GMT-Werte 1 Jahr nach

Prevenar 13

Erwachsene im Alter von 18 bis 49 Jahren,die zuvor nicht mit 23valentem 5 bis 186 23 bis 2.948

Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoffgeimpft wurden

Zuvor mit 23valentem Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoff geimpfte Erwachsene

Ein Vergleich der Immunantworten auf Prevenar 13 und 23valenten Pneumokokken-

Polysaccharidimpfstoff erfolgte in einer Head-to-Head-Studie mit Erwachsenen im Alter von≥ 70 Jahren, die 1 Einzeldosis des Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoffs mindestens 5 Jahre vor der

Impfung in der Studie erhalten hatten.

Tabelle 9 zeigt einen Vergleich der OPA-GMTs 1 Monat nach der Impfung bei mit Pneumokokken-

Polysaccharidimpfstoff geimpften Erwachsenen im Alter von ≥ 70 Jahren, denen entweder1 Einzeldosis Prevenar 13 oder 1 Einzeldosis von 23valentem Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoffgegeben wurde.

Tabelle 9: OPA-GMTs bei mit Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoff geimpften Erwachsenen im Altervon ≥ 70 Jahren, denen entweder Prevenar 13 oder 23valenter Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoff(PPSV23) gegeben wurdea,b,c

Prevenar 13 PPSV23 Prevenar 13 OPA-GMTn = 400-426 n = 395-445 versus PPSV23

Serotyp OPA-GMT OPA-GMT GMR (95 %-KI)1 81 55 1,5 (1,17, 1,88)3 55 49 1,1 (0,91, 1,35)4 545 203 2,7 (1,93, 3,74)5 72 36 2,0 (1,55, 2,63)6A† 903 94 9,6 (7,00, 13,26)6B 1.261 417 3,0 (2,21, 4,13)7F 245 160 1,5 (1,07, 2,18)9V 181 90 2,0 (1,36, 2,97)14 280 285 1,0 (0,73, 1,33)18C 907 481 1,9 (1,42, 2,50)19A 354 200 1,8 (1,43, 2,20)19F 333 214 1,6 (1,17, 2,06)23F 158 43 3,7 (2,69, 5,09)a Nicht-Unterlegenheit war definiert als untere Grenze des 2-seitigen 95 %-KI für das GMR größer als 0,5.b Statistisch signifikant stärkere Antwort war definiert als untere Grenze des 2-seitigen 95 %-KI für das GMRgrößer als 1.c Für Serotyp 6A†, der nur in Prevenar 13 enthalten ist, war eine statistisch signifikant stärkere Antwort definiertals untere Grenze des 2-seitigen 95 %-KI für das GMR größer als 2.

Bei Erwachsenen, die mindestens 5 Jahre vor der klinischen Studie mit dem Pneumokokken-

Polysaccharidimpfstoff geimpft worden waren, waren für die 12 in beiden Impfstoffen gemeinsamvorkommenden Serotypen die OPA-GMTs bei Prevenar 13 den Antworten auf den 23valenten

Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoff nicht unterlegen. Weiterhin wurden in dieser Studie für 10 der12 gemeinsamen Serotypen statistisch signifikant höhere OPA-GMTs ermittelt. Immunantworten auf

Serotyp 6A waren nach Impfung mit Prevenar 13 statistisch signifikant stärker als nach 23valentem

Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoff.

1 Jahr nach Impfung mit Prevenar 13 waren bei Erwachsenen im Alter von 70 Jahren und darüber, diemindestens 5 Jahre vor Aufnahme in die Studie mit 23valentem Pneumokokken-

Polysaccharidimpfstoff geimpft worden waren, die OPA-Titer im Vergleich zum Zeitpunkt 1 Monatnach der Impfung zwar gesunken, die OPA-Titer blieben für alle Serotypen aber höher als die

Ausgangswerte.

OPA-GMT-Ausgangswerte OPA-GMT-Werte 1 Jahr nach

Prevenar 13

Erwachsene ≥ 70 Jahre, die mindestens5 Jahre zuvor mit 23valentem9 bis 122 18 bis 381

Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoffgeimpft worden waren

Immunantworten bei besonderen Personengruppen

Personen mit den nachfolgend beschriebenen Erkrankungen haben ein erhöhtes Risiko für

Pneumokokken-Erkrankungen. Die klinische Relevanz der durch Prevenar 13 induzierten

Antikörperspiegel bei diesen besonderen Personengruppen ist nicht bekannt.

Sichelzellkrankheit

In einer offenen, einarmigen Studie, die in Frankreich, Italien, dem Vereinigten Königreich, den

Vereinigten Staaten, im Libanon, in Ägypten und in Saudi-Arabien durchgeführt wurde, erhielten158 Kinder und Jugendliche mit Sichelzellkrankheit, die ≥ 6 und < 18 Jahre alt und mindestens6 Monate vor Aufnahme in die Studie mit 1 oder mehreren Dosen eines 23valenten Pneumokokken-

Polysaccharidimpfstoffs geimpft worden waren, 2 Dosen Prevenar 13 im Abstand von 6 Monaten. Dienach der 1. Impfung induzierten Prevenar13-Antikörperspiegel, welche sowohl mittels IgG-GMCs alsauch mittels OPA-GMTs gemessen wurden, waren im Vergleich zu den Spiegeln vor der Impfungstatistisch signifikant höher. Nach der 2. Dosis waren die Immunantworten vergleichbar mit denennach der 1. Dosis. 1 Jahr nach der 2. Dosis waren die mittels IgG-GMCs und OPA-GMTs gemessenen

Antikörperspiegel höher als die vor der Verabreichung der 1. Dosis Prevenar 13, außer bei den IgG-

GMCs für die Serotypen 3 und 5, die numerisch ähnlich waren.

Zusätzliche Daten zur Immunogenität von Prevenar (7valent): Kinder mit Sichelzellkrankheit

Die Immunogenität von Prevenar wurde in einer offenen, multizentrischen Studie bei 49 Säuglingenmit Sichelzellkrankheit untersucht. Die Kinder wurden mit Prevenar geimpft (3 Dosen im Abstand von1 Monat ab einem Alter von 2 Monaten), wobei 46 dieser Kinder zusätzlich im Alter von 15 bis18 Monaten einen 23valenten Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoff erhielten. Nach der

Grundimmunisierung hatten 95,6 % der Probanden Antikörperspiegel von mindestens 0,35 µg/mlgegen alle 7 Serotypen, die in Prevenar enthalten sind. Nach der Polysaccharidimpfung wurde einsignifikanter Anstieg der Antikörperkonzentrationen gegen die 7 Serotypen beobachtet, was auf eingut etabliertes immunologisches Gedächtnis hinweist.

HIV-Infektion

Nicht zuvor mit einem Pneumokokken-Impfstoff geimpfte Kinder und Erwachsene

HIV-infizierte Kinder und Erwachsene mit CD4 ≥ 200 Zellen/µl (Mittelwert 717,0 Zellen/μl) undeiner Viruslast < 50.000 Kopien/ml (Mittelwert 2.090,0 Kopien/ml), bei denen keine aktive mit AIDSin Zusammenhang stehende Erkrankung vorlag und die zuvor nicht mit einem Pneumokokken-

Impfstoff geimpft worden waren, erhielten 3 Dosen Prevenar 13. Im Einklang mit den allgemeinen

Empfehlungen wurde anschließend 1 Einzeldosis des 23valenten Pneumokokken-

Polysaccharidimpfstoffs verabreicht. Der Abstand zwischen den Dosen betrug 1 Monat. Die

Immunantworten wurden bei 259 bis 270 auswertbaren Probanden etwa 1 Monat nach jeder

Impfstoffdosis ermittelt. Die nach der 1. Impfung induzierten Prevenar13-Antikörperspiegel, welchesowohl mittels IgG-GMCs als auch mittels OPA-GMTs gemessen wurden, waren im Vergleich zu den

Spiegeln vor der Impfung statistisch signifikant höher. Nach der 2. und 3. Dosis Prevenar 13 waren die

Immunantworten vergleichbar oder höher als die nach der 1. Dosis.

Zuvor mit 23valentem Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoff geimpfte Erwachsene

HIV-infizierte Erwachsene ≥ 18 Jahre mit CD4 ≥ 200 Zellen/µl (Mittelwert 609,1 Zellen/μl) und einer

Viruslast < 50.000 Kopien/ml (Mittelwert 330,6 Kopien/ml), bei denen keine aktive mit AIDS in

Zusammenhang stehende Erkrankung vorlag und die mindestens 6 Monate vor Aufnahme in die

Studie mit 23valentem Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoff geimpft worden waren, erhielten3 Dosen Prevenar 13, und zwar zu Studienbeginn sowie 6 Monate und 12 Monate nach der1. Prevenar13-Dosis. Die Immunantworten wurden bei 231 bis 255 auswertbaren Probanden etwa1 Monat nach jeder Dosis Prevenar 13 ermittelt. Die nach der 1. Impfung induzierten Prevenar13-

Antikörperspiegel, welche sowohl mittels IgG-GMCs als auch mittels OPA-GMTs gemessen wurden,waren im Vergleich zu den Spiegeln vor der Impfung statistisch signifikant höher. Nach der 2. und3. Dosis Prevenar 13 waren die Immunantworten vergleichbar oder höher als die nach der 1. Dosis. Inder Studie hatten 162 Probanden zuvor 1 Dosis des 23valenten Pneumokokken-

Polysaccharidimpfstoffs erhalten, 143 Probanden 2 Dosen und 26 Probanden hatten mehr als 2 Dosen23valenten Polysaccharidimpfstoff erhalten. Probanden, die zuvor 1 oder mehrere Dosen 23valenten

Pneumokokken-Polysaccharidimpfstoffs erhielten, zeigten im Vergleich mit Probanden, die eineeinzelne vorherige Dosis erhielten, eine ähnliche Immunantwort.

Hämatopoetische Stammzelltransplantation

Kinder und Erwachsene mit allogener hämatopoetischer Stammzelltransplantation (HSZT) im Altervon ≥ 2 Jahren mit kompletter hämatologischer Remission der Grunderkrankung oder mit sehr guterpartieller Remission bei Lymphom und Myelom erhielten 3 Dosen Prevenar 13, wobei der Abstandzwischen den Dosen mindestens 1 Monat betrug. Die 1. Dosis wurde 3 bis 6 Monate nach der HSZTverabreicht. Die 4. (Booster-)Dosis von Prevenar 13 wurde 6 Monate nach der 3. Dosis verabreicht.

Im Einklang mit den allgemeinen Empfehlungen wurde 1 Einzeldosis des 23valenten Pneumokokken-

Polysaccharidimpfstoffs 1 Monat nach der 4. Dosis Prevenar 13 verabreicht. Die Immunantwortenwurden bei 168 bis 211 auswertbaren Probanden etwa 1 Monat nach der Impfung mittels IgG-GMCsermittelt. Die induzierten Prevenar-13-Antikörperspiegel waren nach jeder Dosis Prevenar 13 erhöht.

Nach der 4. Dosis Prevenar 13 waren die Immunantworten für alle Serotypen signifikant höher als dienach der 3. Dosis. Funktionale Antikörpertiter (OPA-Titer) wurden in dieser Studie nicht bestimmt.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Nicht zutreffend.

5.3 Präklinische Sicherheitsdaten

Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, zur akuten Toxizität, zur

Toxizität bei wiederholter Gabe, zur lokalen Verträglichkeit und zur Reproduktions- und

Entwicklungstoxizität ließen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschenerkennen.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Natriumchlorid

Bernsteinsäure

Polysorbat 80

Wasser für Injektionszwecke

Adjuvanzien siehe Abschnitt 2.

6.2 Inkompatibilitäten

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen

Arzneimitteln gemischt werden.

6.3 Haltbarkeit

3 Jahre

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Im Kühlschrank lagern (2 °C bis 8 °C). Nicht einfrieren.

Prevenar 13 ist bei Temperaturen bis zu 25 °C 4 Tage haltbar. Am Ende dieses Zeitraums sollte

Prevenar 13 verwendet oder entsorgt werden. Diese Angaben dienen der Orientierung desmedizinischen Fachpersonals in Fällen von vorübergehendem Überschreiten der Lagerungstemperatur.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

0,5 ml Injektionssuspension in einer Fertigspritze (Typ-I-Glas) mit einem Kolbenstopfen (latexfreier

Chlorbutyl-Kautschuk) und einer Schutzkappe (latexfreier Brombutyl-Kautschuk)

Packungsgrößen: 1, 10 und 50 Fertigspritzen mit oder ohne Injektionsnadel

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Handhabung

Während der Lagerung können ein weißes Sediment und ein klarer Überstand beobachtet werden.

Dies ist kein Anzeichen für eine Minderung der Qualität.

Der Impfstoff sollte gut geschüttelt werden, um eine homogene weiße Suspension zu erhalten, bevordie Spritze entlüftet wird, und dann vor der Anwendung visuell auf Partikel und/ oder eine

Veränderung des Aussehens hin geprüft werden. Nicht anwenden, wenn der Inhalt anders aussieht.

Keine besonderen Anforderungen für die Beseitigung.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.

7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS

Pfizer Europe MA EEIG

Boulevard de la Plaine 171050 Brüssel

Belgien

8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)

EU/1/09/590/001

EU/1/09/590/002

EU/1/09/590/003

EU/1/09/590/004

EU/1/09/590/005

EU/1/09/590/006

9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 9. Dezember 2009

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 18. September 2014

10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.