Pharmakotherapeutische Gruppe: Ophthalmika/Antineovaskuläre Mittel
ATC-Code: S01LA05
PAVBLU ist ein biologisch/biotechnologisch hergestelltes Arzneimittel, das im Wesentlichen einembereits zugelassenen Arzneimittel gleicht. Ausführliche Informationen sind auf den Internetseiten der
Europäischen Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.
Aflibercept ist ein rekombinantes Fusionsprotein, bei dem Fragmente der extrazellulären Domänen derhumanen VEGF-Rezeptoren 1 und 2 mit dem Fc-Fragment des humanen IgG1 fusioniert wurden.
Aflibercept wird in einer Ovarialzelllinie des Chinesischen Hamsters (CHO) mit Hilfe rekombinanter
DNA-Technologie hergestellt.
Aflibercept wirkt als löslicher Köderrezeptor, der VEGF-A und PlGF mit höherer Affinität als derennatürliche Rezeptoren bindet und so die Bindung und Aktivierung dieser artverwandten VEGF-
Rezeptoren hemmt.
WirkmechanismusDer vaskuläre endotheliale Wachstumsfaktor A (VEGF-A) und der Plazenta-Wachstumsfaktor (PlGF)gehören zur VEGF-Familie der angiogenen Faktoren, die an den Endothelzellen als starke mitogeneund chemotaktische Faktoren und als vaskuläre Permeabilitätsfaktoren wirken können. VEGF bindetan die beiden Rezeptor-Tyrosinkinasen VEGFR-1 und VEGFR-2, die sich an der Oberfläche von
Endothelzellen befinden. PlGF bindet nur an VEGFR-1, welches auch auf der Oberfläche von
Leukozyten zu finden ist. Eine zu starke Aktivierung dieser Rezeptoren durch VEGF-A kann zupathologischer Neovaskularisation und erhöhter vaskulärer Permeabilität führen. Bei diesen Prozessenkann es zwischen PlGF und VEGF-A zu Synergieeffekten kommen. Weiter ist bekannt, dass PlGF die
Leukozyteninfiltration und vaskuläre Entzündungen fördert.
Pharmakodynamische WirkungenFeuchte AMD
Die feuchte AMD zeichnet sich durch eine pathologische choroidale Neovaskularisation (CNV) aus.
Das Austreten von Blut und Flüssigkeit aus der CNV kann zu einer Netzhautverdickung oder einem
Netzhautödem und/oder sub-/intraretinalen Blutungen und damit zum Verlust der Sehschärfe führen.
Bei mit Aflibercept behandelten Patienten (initial drei Injektionen im monatlichen Abstand, gefolgtvon einer Injektion alle 2 Monate) verringerte sich die zentrale Netzhautdicke [CRT] schon kurz nach
Behandlungsbeginn, und die mittlere CNV-Läsionsgröße verringerte sich, was sich mit den
Ergebnissen von 0,5 mg Ranibizumab monatlich deckt.
In der VIEW1-Studie wurde bei beiden Studiengruppen eine mittlere Abnahme der CRT mit Hilfe deroptischen Kohärenztomografie (OCT) gemessen (in Woche 52: -130 Mikrometer bei 2 mg Afliberceptalle zwei Monate bzw. -129 Mikrometer bei 0,5 mg Ranibizumab monatlich). Bei beiden
Studiengruppen der VIEW2-Studie wurde in Woche 52 ebenfalls eine mittlere Abnahme der CRT mit
Hilfe der OCT gemessen (-149 Mikrometer bei 2 mg Aflibercept alle zwei Monate bzw.
−139 Mikrometer bei 0,5 mg Ranibizumab monatlich). Die Reduktion der CNV-Größe und die
Abnahme der CRT wurden im zweiten Jahr der Studien weitgehend beibehalten.
Die ALTAIR-Studie wurde bei japanischen Patienten mit therapienaiver feuchter AMD durchgeführtund zeigte ähnliche Ergebnisse wie die VIEW-Studien mit 3 initialen monatlichen Injektionen von2 mg Aflibercept, gefolgt von einer Injektion alle 2 Monate. Anschließend wurde die Behandlungentsprechend einem 'Treat and Extend“-Schema mit variablen Behandlungsintervallen (2-wöchigeoder 4-wöchige Anpassungsschritte) bis zu einem maximalen 16-Wochen-Intervall nachvorspezifizierten Kriterien fortgesetzt. In Woche 52 wurde eine mittlere Abnahme der CRT mit Hilfeder OCT von -134,4 und -126,1 Mikrometer für die Gruppe mit 2-wöchigen bzw. 4-wöchigen
Anpassungsschritten gemessen. Der Anteil der Patienten ohne Flüssigkeit, im OCT gemessen, betrug68,3 % bzw. 69,1 % in Woche 52 in der Gruppe mit 2-wöchigen bzw. 4-wöchigen
Anpassungsschritten. Die Reduktion der CRT wurde in beiden Behandlungsarmen im zweiten Jahr der
ALTAIR-Studie im Allgemeinen aufrechterhalten.
In der ARIES-Studie wurde die Nicht-Unterlegenheit eines 2 mg Aflibercept 'Treat and Extend“-
Dosierungsschemas untersucht, das unmittelbar nach der Anwendung von drei initialen Injektionen immonatlichen Abstand und einer weiteren Injektion nach 2 Monaten initiiert wurde, und mit einem'Treat and Extend“-Dosierungsschema verglichen, das nach einjähriger Behandlung initiiert wurde.
Bei Patienten, die im Verlauf der Studie mindestens einmal eine häufigere als die Q8-Dosierungbenötigten, blieb die CRT weiterhin höher. Jedoch war die mittlere Abnahme der CRT vom
Ausgangswert bis Woche 104 -160,4 Mikrometer, vergleichbar mit den Patienten, die mit Q8 oderweniger häufigen Intervallen behandelt wurden.
Makulaödem infolge eines ZVV und eines VAV
Beim ZVV und VAV tritt eine Ischämie der Netzhaut auf, welche zur Freisetzung von VEGF führt,dies wiederum bedingt eine Destabilisierung der tight junctions und fördert die Proliferation von
Endothelzellen. Eine Hochregulierung von VEGF ist mit dem Zusammenbruch der Blut-Netzhaut-
Schranke, erhöhter vaskulärer Permeabilität, einem retinalen Ödem und Neovaskularisation assoziiert.
In Patienten, die mit 6 aufeinanderfolgenden monatlichen Injektionen von 2 mg Aflibercept behandeltwurden, wurde eine beständige, schnelle und deutliche morphologische Verbesserung (ermittelt durch
Verbesserung der mittleren CRT) beobachtet. In Woche 24 war die Reduktion der CRT statistisch derjeweiligen Kontrollgruppe in allen drei Studien überlegen (COPERNICUS bei ZVV: -457 vs.
−145 Mikrometer; GALILEO bei ZVV: -449 vs. -169 Mikrometer; VIBRANT bei VAV: -280 vs.
−128 Mikrometer). Die Abnahme der CRT im Vergleich zum Ausgangswert wurde bis zum Endejeder Studie (Woche 100 in COPERNICUS, Woche 76 in GALILEO und Woche 52 in VIBRANT)aufrechterhalten.
Diabetisches Makulaödem
Das diabetische Makulaödem entsteht infolge einer diabetischen Retinopathie und zeichnet sich durcheine erhöhte Gefäßpermeabilität und Schädigung der Netzhautkapillaren aus, was zu einem Verlustder Sehschärfe führen kann.
Bei mit Aflibercept behandelten Patienten, die in der Mehrzahl als Typ II-Diabetiker eingestuftwurden, wurde ein schnelles und deutliches Ansprechen der Netzhautmorphologie (CRT, DRSS-
Auswertung) beobachtet.
In den Studien VIVIDDME und VISTADME wurden bei mit Aflibercept behandelten Patienten statistischsignifikant größere mittlere Abnahmen der CRT vom Ausgangswert beobachtet als bei Patienten der
Laserkontrolle. Diese betrugen in Woche 52 -192,4 bzw. -183,1 Mikrometer in den Aflibercept 2Q8-
Gruppen und -66,2 bzw. -73,3 Mikrometer in den Kontrollgruppen. Die Abnahmen der Netzhautdickewurden in Woche 100 mit -195,8 bzw. -191,1 Mikrometer in den Aflibercept 2Q8-Gruppen und -85,7bzw. -83,9 Mikrometer in den Kontrollgruppen aufrechterhalten.
Als Indikator für den Effekt auf die zugrundeliegende diabetische Retinopathie wurde eine
Verbesserung um ≥ 2 Stufen im DRSS in VIVIDDME und VISTADME in vorspezifizierter Art und
Weise ausgewertet. Der Wert auf der DRSS-Skala konnte bei 73,7 % der Patienten in VIVIDDME und98,3 % der Patienten in VISTADME eingestuft werden. In Woche 52 verzeichneten 27,7 % bzw. 29,1 %in den Aflibercept 2Q8-Gruppen und 7,5 % bzw. 14,3 % in den Kontrollgruppen eine Verbesserungum ≥ 2 Stufen im DRSS. In Woche 100 waren die entsprechenden Anteile 32,6 % bzw. 37,1 % in den
Aflibercept 2Q8-Gruppen und 8,2 % bzw. 15,6 % in den Kontrollgruppen.
In der VIOLET-Studie wurden drei verschiedene Dosierungsschemata von 2 mg Aflibercept zur
Behandlung des diabetischen Makulaödems nach einer mindestens einjährigen Behandlung mitkontinuierlichen Intervallen verglichen. Dabei wurde die Behandlung mit 5 aufeinanderfolgendenmonatlichen Dosen initiiert, gefolgt von einer Dosis alle 2 Monate. In Woche 52 und Woche 100 der
Studie, d. h. im zweiten und dritten Behandlungsjahr, waren die mittleren Veränderungen der CRT fürdas 'Treat and Extend“ (2T&E)-, pro re nata (2PRN)- bzw. 2Q8-Dosierungsschema mit -2,1, 2,2 und−18,8 Mikrometer in Woche 52 und 2,3, -13,9 und -15,5 Mikrometer in Woche 100 klinisch ähnlich.
Myope choroidale Neovaskularisation
Myope choroidale Neovaskularisation (mCNV) ist eine häufige Ursache für Sehverschlechterung bei
Erwachsenen mit pathologischer Myopie. Sie entwickelt sich im Rahmen von
Wundheilungsreaktionen infolge von Rissen der Bruch`schen Membran und stellt dasschwerwiegendste das Sehvermögen bedrohende Ereignis im Rahmen der pathologischen Myopie dar.
Bei mit Aflibercept behandelten Patienten der MYRROR-Studie (initial eine Injektion, zusätzliche
Injektionen bei anhaltender Erkrankung oder Wiederauftreten) nahm die CRT schon kurz nach
Behandlungsbeginn ab. Dieser Effekt zeigte sich in Woche 24 zugunsten von Aflibercept(−79 Mikrometer in der Aflibercept-Gruppe und -4 Mikrometer in der Kontrollgruppe). Bis
Woche 48 konnte der Effekt von Aflibercept aufrechterhalten werden. Zusätzlich verringerte sich diemittlere CNV-Läsionsgröße.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitFeuchte AMD
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Aflibercept wurden in zwei randomisierten, multizentrischen,doppelmaskierten, aktiv kontrollierten Studien bei Patienten mit feuchter AMD (VIEW1 und VIEW2)untersucht, wobei insgesamt 2 412 Patienten behandelt und der Wirksamkeit entsprechend ausgewertetwurden (1 817 bei Aflibercept). Das Alter der Patienten reichte von 49 bis 99 Jahren, mit einemdurchschnittlichen Alter von 76 Jahren. In diesen klinischen Studien waren ungefähr 89 %(1 616/1 817) der Patienten, die in eine der Aflibercept-Behandlungsgruppen randomisiert wurden,65 Jahre oder älter, und ungefähr 63 % (1 139/1 817) waren 75 Jahre oder älter. In jeder Studiewurden die Patienten in einem 1:1:1:1 Verhältnis zufällig einem von 4 Dosierungsschematazugeordnet:
1) Anwendung von 2 mg Aflibercept alle 8 Wochen, nach initial 3 Injektionen im monatlichen
Abstand (Aflibercept 2Q8);2) Anwendung von 2 mg Aflibercept alle 4 Wochen (Aflibercept 2Q4);3) Anwendung von 0,5 mg Aflibercept alle 4 Wochen (Aflibercept 0,5Q4); und4) Anwendung von 0,5 mg Ranibizumab alle 4 Wochen (Ranibizumab 0,5Q4).
Im zweiten Studienjahr wurde bei den Patienten weiter die bei Studienbeginn randomisiert zugeteilte
Dosis angewendet, allerdings basierend auf einem veränderten Dosierungsschema unter
Berücksichtigung der funktionellen und morphologischen Wiederbehandlungskriterien und ein durchein Protokoll definiertes maximales Dosierungsintervall von 12 Wochen.
In beiden Studien entsprach der primäre Wirksamkeitsendpunkt dem Anteil Patienten des Per-
Protokoll-Sets, deren Sehvermögen erhalten blieb, d. h. der Visusverlust betrug weniger als15 Buchstaben in Woche 52 im Vergleich zum Ausgangswert.
In der VIEW1-Studie blieb in Woche 52 bei 95,1 % der Patienten der Aflibercept 2Q8-Gruppe das
Sehvermögen im Vergleich zu 94,4 % der Patienten der Ranibizumab 0,5Q4-Gruppe erhalten. In der
VIEW2-Studie blieb in Woche 52 bei 95,6 % der Patienten der Aflibercept 2Q8-Behandlungsgruppedas Sehvermögen im Vergleich zu 94,4 % der Patienten der Ranibizumab 0,5Q4-Gruppe erhalten. Inbeiden Studien war Aflibercept gegenüber der Ranibizumab 0,5Q4-Gruppe nicht unterlegen undklinisch äquivalent.
Ausführliche Ergebnisse der kombinierten Analyse beider Studien sind in nachfolgender Tabelle 2 und
Abbildung 1 zu finden.
Tabelle 2: Wirksamkeitsendpunkte in Woche 52 (Primäre Analyse) und Woche 96; kombinierte
Daten der VIEW1- und VIEW2-StudienB)
Wirksamkeitsendpunkt Aflibercept 2Q8E) Ranibizumab 0,5Q4(2 mg Aflibercept alle (0,5 mg Ranibizumab alle8 Wochen, nach initial 4 Wochen)3 Injektionen im monatlichen
Abstand)(N = 607) (N = 595)
Woche 52 Woche 96 Woche 52 Woche 96
Mittlere Anzahl an Injektionen7,6 11,2 12,3 16,5seit Studienstart
Mittlere Anzahl an Injektionen4,2 4,7(von Woche 52 bis 96)
Anteil der Patienten mit einem
Verlust von < 15 Buchstaben
B)im Vergleich zum 95,33 % 92,42 % 94,42 %B) 91,60 %
Ausgangswert (PPSA))
Wirksamkeitsendpunkt Aflibercept 2Q8E) Ranibizumab 0,5Q4(2 mg Aflibercept alle (0,5 mg Ranibizumab alle8 Wochen, nach initial 4 Wochen)3 Injektionen im monatlichen
Abstand)(N = 607) (N = 595)
Woche 52 Woche 96 Woche 52 Woche 96
DifferenzC) 0,9 % 0,8 %
D)(95 % KI) (-1,7; 3,5)F) (-2,3; 3,8)F)
Mittlere Veränderung der
BCVA, ermittelt durch
ETDRSA) 8,40 7,62 8,74 7,89
Buchstabenergebnisse im
Vergleich zum Ausgangswert
Differenz entsprechend LSA)
Änderung des Mittelwertes -0,32 -0,25(ETDRS-Buchstaben)C)(-1,87; 1,23) (-1,98; 1,49)(95 % KI)D)
Anteil Patienten mit einem
Gewinn von ≥ 15 Buchstaben30,97 % 33,44 % 32,44 % 31,60 %im Vergleich zum
Ausgangswert
DifferenzC) -1,5 % 1,8 %(95 % KI)D) (-6,8; 3,8) (-3,5; 7,1)
A) BCVA: Best Corrected Visual Acuity (Bestkorrigierte Sehschärfe)
ETDRS: Early Treatment Diabetic Retinopathy Study
LS: Kleinstquadrat-Mittelwerte berechnet aus ANCOVA
PPS: Per Protokoll Set
B) Full-Analysis-Set (FAS), Last Observation Carried Forward (LOCF) für alle Analysen außer Anteil der
Patienten mit intakter Sehschärfe in Woche 52, was dem PPS entspricht
C) Die Differenz ist der Wert aus der Aflibercept-Gruppe minus dem Wert aus der Ranibizumab-Gruppe. Einpositiver Wert favorisiert Aflibercept.
D) Konfidenzintervall (KI) approximativ mit der Normalverteilung berechnet
E) Nach initial 3 Injektionen im monatlichen Abstand
F) Ein Konfidenzintervall, das komplett oberhalb -10 % liegt, weist auf eine Nicht-Unterlegenheit von
Aflibercept bezüglich Ranibizumab hin.
Abbildung 1: Mittlere Änderung der Sehschärfe zwischen Ausgangswert und Woche 96 für diekombinierten Daten der Studien VIEW1 und VIEW24 8 12 16 20 24 28 32 36 40 44 48 52 56 60 64 68 72 76 80 84 88 92 96
Wochen
Aflibercept 2 mg Q8 Wochen Ranibizumab 0,5 mg Q4 Wochen
GRH2581 v1
Mittlere Änderung der Sehschärfe(Buchstaben)
In einer Analyse der kombinierten Daten von VIEW1 und VIEW2 zeigte Aflibercept im Vergleichzum Ausgangswert klinisch relevante Änderungen beim vorbestimmten sekundären
Wirksamkeitsendpunkt National Eye Institute Visual Function Questionnaire (NEI VFQ-25) ohneklinisch bedeutsame Unterschiede zu Ranibizumab. Das Ausmaß dieser Änderungen war mit denenveröffentlichter Studien vergleichbar und entsprach einer Verbesserung von 15 Buchstaben derbestkorrigierten Sehschärfe (BCVA).
Im zweiten Studienjahr konnte die Wirksamkeit bis zur Abschlussuntersuchung in Woche 96aufrechterhalten werden. 2-4 % der Patienten erhielten alle Injektionen in monatlichem Abstand, ein
Drittel der Patienten benötigte zumindest eine Injektion in monatlichem Abstand.
Eine Abnahme der mittleren CNV-Fläche war in beiden Studien bei allen Dosierungsgruppenerkennbar.
Die Ergebnisse zur Wirksamkeit bei allen auswertbaren Untergruppen (z. B. Alter, Geschlecht, Rasse,
Ausgangswert Sehschärfe, Läsionstyp, Läsionsgröße) jeder Studie und der Gesamtanalyse stimmtenmit den Ergebnissen aus der Gesamtpopulation überein.
ALTAIR war eine 96-wöchige multizentrische, randomisierte, offene Studie bei 247 japanischen
Patienten mit therapienaiver feuchter AMD, welche die Wirksamkeit und Sicherheit von Afliberceptmit zwei verschiedenen Intervallen (2 Wochen und 4 Wochen) eines 'Treat and Extend“-
Dosierungsschemas untersucht.
Alle Patienten erhielten drei aufeinanderfolgende monatliche Injektionen von 2 mg Aflibercept,gefolgt von einer Injektion alle 2 Monate. In Woche 16 wurden die Patienten 1:1 in zwei
Behandlungsgruppen randomisiert: 1) Aflibercept 'Treat and Extend“ mit 2-wöchigen
Anpassungsschritten und 2) Aflibercept 'Treat and Extend“ mit 4-wöchigen Anpassungsschritten. Die
Verlängerung oder Verkürzung des Behandlungsintervalls wurde basierend auf visuellen und/oderanatomischen, durch ein Protokoll definierte Kriterien entschieden, wobei das maximale
Behandlungsintervall 16 Wochen für beide Gruppen betrug.
Der primäre Wirksamkeitsendpunkt war die mittlere Veränderung der BCVA in Woche 52 im
Vergleich zum Ausgangswert. Die sekundären Wirksamkeitsendpunkte waren der Anteil der
Patienten, die ≥ 15 Buchstaben nicht verloren haben, und der Anteil der Patienten, die mindestens15 Buchstaben der BCVA im Vergleich zum Ausgangswert bis zur Woche 52 gewonnen haben.
In Woche 52 gewannen die Patienten im Behandlungsarm mit 2-wöchigen Anpassungsschrittendurchschnittlich 9,0 Buchstaben im Vergleich zum Ausgangswert gegenüber 8,4 Buchstaben in der
Gruppe mit 4-wöchigen Anpassungsschritten [LS-Mittelwertdifferenz in Buchstaben (95 % KI): −0,4(-3,8; 3,0), ANCOVA]. Der Anteil der Patienten, die nicht ≥ 15 Buchstaben in den beiden
Behandlungsarmenverloren haben, war ähnlich (96,7 % in der Gruppe mit 2-wöchigen und 95,9 % inder Gruppe mit 4-wöchigen Anpassungsschritten). Der Anteil der Patienten, die in Woche 52≥ 15 Buchstaben gewonnen haben, betrug 32,5 % in der Gruppe mit 2-wöchigen Anpassungsschrittenund 30,9 % in der Gruppe mit 4-wöchigen Anpassungsschritten. Der Anteil der Patienten, bei denensich das Behandlungsintervall auf 12 Wochen oder darüber hinaus verlängerte, lag bei 42,3 % in der
Gruppe mit 2-wöchigen Anpassungsschritten und 49,6 % in der Gruppe mit 4-wöchigen
Anpassungsschritten. Darüber hinaus wurden in der Gruppe mit 4-wöchigen Anpassungsschritten bei40,7 % der Patienten die Intervalle auf 16 Wochen ausgedehnt. Beim letzten Besuch bis Woche 52hatten 56,8 % und 57,8 % der Patienten in der Gruppe mit 2-wöchigen bzw. 4-wöchigen
Anpassungsschritten ihre nächste Injektion im 12-Wochen-Intervall oder darüber hinaus geplant.
Im zweiten Jahr der Studie wurde die Wirksamkeit im Allgemeinen bis einschließlich der letzten
Bewertung in Woche 96 aufrechterhalten, mit einem durchschnittlichen Gewinn von 7,6 Buchstabenfür die Gruppe mit 2-wöchigen Anpassungsschritten und 6,1 Buchstaben für die Gruppe mit 4-wöchigen Anpassungsschritten. Der Anteil der Patienten, die ihr Behandlungsintervall auf 12 Wochenoder darüber hinaus verlängerten, betrug 56,9 % in der Gruppe mit 2-wöchigen Anpassungsschrittenund 60,2 % in der Gruppe mit 4-wöchigen Anpassungsschritten. Beim letzten Besuch vor Woche 96hatten 64,9 % und 61,2 % der Patienten in der Gruppe mit 2-wöchigen bzw. 4-wöchigen
Anpassungsschritten ihre nächste Injektion im Abstand von 12 Wochen oder darüber hinaus geplant.
Im zweiten Jahr der Behandlung erhielten die Patienten sowohl in der Gruppe mit 2-wöchigen als auch4-wöchigen Anpassungsschritten durchschnittlich 3,6 bzw. 3,7 Injektionen. Über die 2-jährige
Behandlungsdauer erhielten die Patienten durchschnittlich 10,4 Injektionen.
Das okulare und systemische Sicherheitsprofil war den Zulassungsstudien VIEW1 und VIEW2ähnlich.
ARIES war eine 104-wöchige multizentrische, randomisierte, offene, aktiv-kontrollierte Studie bei269 Patienten mit therapienaiver feuchter AMD, welche die Nicht-Unterlegenheit in Bezug auf
Wirksamkeit und Sicherheit untersuchte. Dabei wurde ein 'Treat and Extend“-Dosierungsschema, dasnach drei aufeinanderfolgenden monatlichen Dosen, gefolgt von einer Verlängerung auf ein 2-monatiges Behandlungsintervall, initiiert wurde, mit einem 'Treat and Extend“-Dosierungsschema,das nach dem ersten Behandlungsjahr initiiert wurde, verglichen.
Die ARIES-Studie untersuchte auch den Anteil der Patienten, die nach der Entscheidung des
Prüfarztes eine häufigere Behandlung als alle 8 Wochen benötigten. Von den 269 Patienten erhielten62 Patienten mindestens einmal im Verlauf der Studie eine häufigere Dosierung. Diese Patientenverblieben in der Studie und erhielten nach bester klinischer Beurteilung durch den Prüfarzt eine
Behandlung, jedoch nicht häufiger als alle 4 Wochen. Die Behandlungsintervalle dieser Patientenkonnten danach wieder verlängert werden. Das durchschnittliche Behandlungsintervall nach der
Entscheidung für eine häufigere Behandlung betrug 6,1 Wochen. In Woche 104 war die BCVA beiden Patienten, die im Verlauf der Studie mindestens einmal häufiger behandelt werden mussten,niedriger im Vergleich zu Patienten, bei denen dies nicht der Fall war. Die mittlere Veränderung der
BCVA im Vergleich zum Ausgangswert bis zum Ende der Studie betrug +2,3 ± 15,6 Buchstaben. Vonden häufiger behandelten Patienten blieb bei 85,5 % das Sehvermögen erhalten, d. h. sie verlorenweniger als 15 Buchstaben, 19,4 % gewannen 15 Buchstaben oder mehr. Die Sicherheitsdaten der
Patienten, die häufiger als alle 8 Wochen behandelt wurden, waren mit den Sicherheitsdaten in
VIEW1 und VIEW2 vergleichbar.
Makulaödem infolge eines ZVV
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Aflibercept wurden in zwei randomisierten, multizentrischen,doppelmaskierten, Scheininjektions-kontrollierten Studien bei Patienten mit Makulaödem infolgeeines ZVV (COPERNICUS und GALILEO) untersucht, wobei insgesamt 358 Patienten behandelt undhinsichtlich der Wirksamkeit ausgewertet wurden (217 bei Aflibercept). Das Alter der Patientenreichte von 22 bis 89 Jahren, mit einem durchschnittlichen Alter von 64 Jahren. In den ZVV-Studienwaren ungefähr 52 % (112/217) der Patienten, die in die Aflibercept-Behandlungsgruppe randomisiertwurden, 65 Jahre alt oder älter, und ungefähr 18 % (38/217) waren 75 Jahre alt oder älter. In beiden
Studien wurden die Patienten in einem 3:2 Verhältnis entweder einer Anwendung von 2 mg
Aflibercept alle 4 Wochen (2Q4) oder der Kontrollgruppe mit Scheininjektionen alle 4 Wochenrandomisiert zugeordnet. Beide Studienarme erhielten je 6 Injektionen.
Nach 6 aufeinanderfolgenden monatlichen Injektionen erhielten Patienten eine Behandlung nur, wennsie die vorspezifizierten Wiederbehandlungskriterien erfüllten, ausgenommen Patienten der
Kontrollgruppe in der GALILEO-Studie, die bis Woche 52 weiterhin Scheininjektionen erhielten(Kontrolle zur Kontrolle). Von diesem Zeitpunkt an wurden alle Patienten behandelt, wenn dievorspezifizierten Kriterien erfüllt waren.
In beiden Studien entsprach der primäre Wirksamkeitsendpunkt dem Anteil Patienten, die mindestens15 Buchstaben im BCVA in Woche 24 im Vergleich zum Ausgangswert gewannen. Eine sekundäre
Wirksamkeitsvariable war die Änderung der Sehschärfe in Woche 24 im Vergleich zum
Ausgangswert.
In beiden Studien war der Unterschied zwischen den Behandlungsgruppen statistisch signifikantzugunsten von Aflibercept. Die maximale Verbesserung der Sehschärfe wurde nach 3 Monatenerreicht, mit nachfolgender Stabilisierung der Sehschärfe und CRT bis Monat 6. Der statistischsignifikante Unterschied blieb bis Woche 52 hindurch erhalten.
Ausführliche Ergebnisse der Analyse beider Studien sind in nachfolgender Tabelle 3 und Abbildung 2zu finden.
Tabelle 3: Wirksamkeitsendpunkte in Woche 24, Woche 52 und Woche 76/100 (vollständiges Analyseset mit LOCFC)) in den Studien COPERNICUS und
GALILEO
Wirksamkeits- COPERNICUS GALILEOendpunkt 24 Wochen 52 Wochen 100 Wochen 24 Wochen 52 Wochen 76 Wochen
Aflibercept Kontrolle 2 mg KontrolleE) 2 mg KontrolleE,F) Aflibercept Kontrolle 2 mg Kontrolle 2 mg KontrolleG)2 mg Q4 (N = 73) Aflibercept (N = 73) AfliberceptF) (N = 73) 2 mg Q4 (N = 68) Aflibercept (N = 68) AfliberceptG) (N = 68)(N = 114) (N = 114) (N = 114) (N = 103) (N = 103) (N = 103)
Anteil Patientenmit einem Gewinnvon56 % 12 % 55 % 30 % 49,1 % 23,3 % 60 % 22 % 60 % 32 % 57,3 % 29,4 %≥ 15 Buchstaben im
Vergleich zum
Ausgangswert
Gewichtete
A,B, E) 44,8 % 25,9 % 26,7 % 38,3 % 27,9 % 28,0 %
Differenz(33,0; 56,6) (11,8; 40,1) (13,1; 40,3) (24,4; 52,1) (13,0; 42,7) (13,3; 42,6)(95 % KI)p < 0,0001 p = 0,0006 p = 0,0003 p < 0,0001 p = 0,0004 p = 0,0004p-Wert
Mittlere
Veränderung der
BCVAC), ermitteltdurch Anzahl
C) 17,3 -4,0 16,2 3,8 13,0 1,5 18,0 3,3 16,9 3,8 13,7 6,2
ETDRS(12,8) (18,0) (17,4) (17,1) (17,7) (17,7) (12,2) (14,1) (14,8) (18,1) (17,8) (17,7)
Buchstaben im
Vergleichzum Ausgangswert(SD)
Differenz immittleren 21,7 12,7 11,8 14,7 13,2 7,6
LSA,C,D,E) (17,4; 26,0) (7,7; 17,7) (6,7; 17,0) (10,8; 18,7) (8,2; 18,2) (2,1; 13,1)(95 % KI) p < 0,0001 p < 0,0001 p < 0,0001 p < 0,0001 p < 0,0001 p = 0,0070p-Wert
A) Differenz ist Aflibercept 2 mg Q4 minus Kontrolle
B) Differenz und Konfidenzintervall (KI) werden mittels Cochran-Mantel-Haenszel-Test (CMH) berechnet, adjustiert für Regionen (Amerika vs. Rest der Welt für COPERNICUS und Europa vs.
Asien/Pazifik für GALILEO) und Kategorie Ausgangswert BCVA (> 20/200 und ≤ 20/200).
C) BCVA: Best Corrected Visual Acuity (Bestkorrigierte Sehschärfe)
ETDRS: Early Treatment Diabetic Retinopathy Study
LOCF: Last Observation Carried Forward
SD: Standardabweichung
LS: Kleinstquadrat-Mittelwerte abgeleitet aus ANCOVA
D) LS Kleinstquadrat-Mittelwert und Konfidenzintervall (KI) basierend auf einem ANCOVA-Modell mit den Faktoren Behandlungsgruppe, Region (Amerika vs. Rest der Welt für COPERNICUS und
Europa vs. Asien/Pazifik für GALILEO) und Kategorien BCVA Ausgangswert (> 20/200 und ≤ 20/200)
E) In der COPERNICUS-Studie konnten Patienten der Kontrollgruppe Aflibercept alle 4 Wochen von Woche 24 bis 52 nach Bedarf erhalten; Kontrolluntersuchungen fanden alle 4 Wochen statt.
F) In der COPERNICUS-Studie erhielten sowohl Patienten der Kontrollgruppe als auch Aflibercept 2 mg-Patienten 2 mg Aflibercept nach Bedarf alle 4 Wochen beginnend ab Woche 52 bis Woche 96;
Kontrolluntersuchungen waren vierteljährlich vorgeschrieben, konnten aber bis zu 4-wöchentlich stattfinden.
G) In der GALILEO-Studie erhielten sowohl Patienten der Kontrollgruppe als auch Aflibercept 2 mg-Patienten 2 mg Aflibercept nach Bedarf alle 8 Wochen beginnend ab Woche 52 bis Woche 68;
Kontrolluntersuchungen waren alle 8 Wochen vorgeschrieben.
Abbildung 2: Durchschnittliche Veränderung der Sehschärfe vom Ausgangswert zu
Woche 76/100 nach Behandlungsgruppen für die COPERNICUS- und GALILEO-Studien(vollständiges Analyseset)
COPERNICUS+17,3+13,0festgelegte PRN mit PRN mitmonatliche monatlichen verlängerten5 Dosierung Kontrollintervallen Kontrollintervallen+1,5
- 5 −4,00 4 8 12 16 20 24 28 32 36 40 44 48 52 56 60 64 68 72 76 80 84 88 92 96 100
Wochen
GALILEO+18,0+13,7
PRN mit10 festgelegte PRN mitverlängertenmonatliche monatlichen
Kontrollintervallen
Dosierung Kontrollintervallen +6,25 +3,30 4 8 12 16 20 24 28 32 36 40 44 48 52 56 60 64 68 72 76
Wochen2 mg Aflibercept Kontrollgruppe
X Zeigt den Wechsel der Kontrollgruppe zur PRN-Behandlung mit 2 mg Aflibercept
GRH2582 v1
In der GALILEO-Studie hatten 86,4 % (n = 89) der Aflibercept-Gruppe und 79,4 % (n = 54) der
Scheinbehandlungsgruppe einen ZVV-Perfusionsstatus zur Ausgangsmessung. In Woche 24 waren es91,8 % (n = 89) in der Aflibercept-Gruppe und 85,5 % (n = 47) in der Scheinbehandlungsgruppe.
Dieser Anteil wurde in Woche 76 mit 84,3 % (n = 75) in der Aflibercept-Gruppe und 84,0 % (n = 42)in der Scheinbehandlungsgruppe aufrechterhalten.
In der COPERNICUS-Studie hatten 67,5 % (n = 77) der Aflibercept-Gruppe und 68,5 % (n = 50) der
Scheinbehandlungsgruppe einen ZVV-Perfusionsstatus zur Ausgangsmessung. In Woche 24 waren es87,4 % (n = 90) in der Aflibercept-Gruppe und 58,6 % (n = 34) in der Scheinbehandlungsgruppe.
Dieser Anteil wurde in Woche 100 mit 76,8 % (n = 76) in der Aflibercept-Gruppe und 78 % (n = 39)in der Scheinbehandlungsgruppe aufrechterhalten. Ab Woche 24 konnten Patienten der
Scheinbehandlungsgruppe eine Behandlung mit Aflibercept erhalten.
Mittlere Änderung der Sehschärfe Mittlere Änderung der Sehschärfe(Buchstaben) (Buchstaben)
In den Subgruppen nach Perfusionsstatus (unterteilt bei Ausgangsmessung in perfundiert/nichtperfundiert) war die positive Wirkung einer Aflibercept-Behandlung vergleichbar. Behandlungseffektein allen auswertbaren Subgruppen (z. B. Alter, Geschlecht, Rasse, Ausgangswert der Sehschärfe,
ZVV-Dauer) in jeder Studie waren im Allgemeinen konsistent mit den Ergebnissen der
Gesamtpopulation.
In der kombinierten Analyse der Daten von GALILEO und COPERNICUS konnten durch Afliberceptbedingte klinisch relevante Veränderungen im Vergleich zum Ausgangswert hinsichtlich desvorspezifizierten sekundären Wirksamkeitsendpunktes National Eye Institute Visual Function
Questionnaire (NEI VFQ-25) gezeigt werden. Das Ausmaß dieser Änderungen war mit denenveröffentlichter Studien vergleichbar und entsprach einer Verbesserung von 15 Buchstaben derbestkorrigierten Sehschärfe (BCVA).
Makulaödem infolge eines VAV
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Aflibercept wurden in einer randomisierten, multizentrischen,doppelmaskierten, aktiv kontrollierten Studie bei Patienten mit Makulaödem infolge eines VAV,inklusive hemisphärischer VAV (VIBRANT), untersucht. Insgesamt wurden 181 Patienten behandeltund waren hinsichtlich der Wirksamkeit auswertbar (91 mit Aflibercept). Das Alter der Patientenreichte von 42 bis 94 Jahren, mit einem durchschnittlichen Alter von 65 Jahren. In der VAV-Studiewaren ungefähr 58 % (53/91) der Patienten, die in die Aflibercept-Behandlungsgruppe randomisiertwurden, 65 Jahre alt oder älter, und ungefähr 23 % (21/91) waren 75 Jahre alt oder älter. In der Studiewurden die Patienten in einem 1:1 Verhältnis randomisiert, entweder zu 2 mg Aflibercept verabreichtalle 8 Wochen nach 6 initialen monatlichen Injektionen oder zu Laserkoagulation am Ausgangspunkt(Laserkontrollgruppe) zugeordnet. Patienten der Laserkontrollgruppe konnten zusätzliche
Laserkoagulationen (sogenannte 'Bedarfs-Laser-Behandlung“) ab Woche 12 erhalten, wobei daskürzeste Intervall 12 Wochen war. Basierend auf vorspezifizierten Kriterien war es möglich, Patientender Lasergruppe ab Woche 24 eine Bedarfsbehandlung mit 2 mg Aflibercept zukommen zu lassen.
Diese wurde alle 4 Wochen für 3 Monate, nachfolgend alle 8 Wochen verabreicht.
In der VIBRANT-Studie war der primäre Wirksamkeitsendpunkt der Anteil Patienten, bei denen sichdie BCVA in Woche 24 um mindestens 15 Buchstaben im Vergleich zum Ausgangswert verbesserthat. Dabei war die Aflibercept-Gruppe der Laserkontrollgruppe für den primären Endpunkt überlegen.
Ein sekundärer Wirksamkeitsendpunkt war die Änderung der Sehschärfe in Woche 24 im Vergleichzum Ausgangswert, die in der VIBRANT-Studie zugunsten von Aflibercept statistisch signifikant war.
Die Sehverbesserung trat schnell ein und erreichte ihren Höchstwert nach 3 Monaten mit
Aufrechterhaltung des Effekts bis Monat 12.
Ab Woche 24 erhielten 67 Patienten der Lasergruppe die Bedarfsbehandlung mit Aflibercept (aktive
Kontrolle/Aflibercept 2 mg Gruppe), was zu einer Verbesserung der Sehschärfe um ungefähr5 Buchstaben von Woche 24 zu 52 führte.
Ausführliche Ergebnisse der Analyse der VIBRANT-Studie sind in nachfolgender Tabelle 4 und
Abbildung 3 zu finden.
Tabelle 4: Wirksamkeitsendpunkte in Woche 24 und Woche 52 (vollständiges Analyseset mit
LOCF) in der VIBRANT-Studie
Wirksamkeitsendpunkt VIBRANT24 Wochen 52 Wochen
Aflibercept aktive Aflibercept aktive Kontrolle2 mg Q4 Kontrolle 2 mg Q8 (Laser)/2 mg(Laser) AfliberceptE)(N = 91) (N = 90) (N = 91)D) (N = 90)
Anteil Patienten mit einem
Gewinn von ≥ 15 Buchstaben52,7 % 26,7 % 57,1 % 41,1 %im Vergleich zum
Ausgangswert (%)
Gewichtete DifferenzA,B) (%) 26,6 % 16,2 %(95 % KI) (13,0; 40,1) (2,0; 30,5)p-Wert p = 0,0003 p = 0,0296
Mittlere Veränderung der
BCVA, ermittelt durch Anzahl 17,0 6,9 17,1 12,2
ETDRS Buchstaben im (11,9) (12,9) (13,1) (11,9)
Vergleich zum Ausgangswert
Differenz im mittleren LSA,C) 10,5 5,2(95 % KI) (7,1; 14,0) (1,7; 8,7)p-Wert p < 0,0001 p = 0,0035F)
A) Differenz ist Aflibercept 2 mg Q4 Wochen minus Laserkontrolle.
B) Differenz und 95 % KI sind mittels Mantel-Hänszel-Gewichtung berechnet, adjustiert für Regionen(Nordamerika gegenüber Japan) und Kategorie BCVA Ausgangswert (> 20/200 und ≤ 20/200).
C) LS-Mittelwertdifferenz und 95 % KI basierend auf einem ANCOVA-Modell mit Behandlungsgruppe,
Kategorie BCVA Ausgangswert (> 20/200 und ≤ 20/200) und Region (Nordamerika gegenüber Japan) als feste
Effekte und Ausgangswert BCVA Messung als Kovariate
D) Beginnend ab Woche 24 bis Woche 48 wurde in der Aflibercept-Behandlungsgruppe bei allen Patienten das
Behandlungsintervall von 4 Wochen auf 8 Wochen verlängert.
E) Beginnend ab Woche 24 konnten Patienten der Lasergruppe eine Bedarfsbehandlung mit Aflibercept erhalten,sofern Sie mindestens ein vorspezifiziertes Kriterium erfüllten. Insgesamt erhielten 67 Patienten dieser Gruppedie Aflibercept-Bedarfsbehandlung. Das kontinuierliche Regime für eine Bedarfsbehandlung mit Aflibercept wardreimal 2 mg Aflibercept alle 4 Wochen, gefolgt von Injektionen alle 8 Wochen.
F) nominaler p-Wert
Abbildung 3: Mittlere Veränderung der BCVA, ermittelt durch Anzahl ETDRS Buchstaben im
Vergleich zum Ausgangswert zu Woche 52 für die VIBRANT-Studie
VIBRANT+17,0+17,1+12,2+6,94 8 12 16 20 24 28 32 36 40 44 48 52
Wochen2 mg Aflibercept Laserkontrollgruppe
GRH2583 v1
Der Anteil perfundierter Patienten war zur Ausgangsmessung in der Aflibercept-Gruppe 60 % und68 % in der Lasergruppe. In Woche 24 betrugen die Perfusionsraten 80 % bzw. 67 %. In der
Aflibercept-Gruppe wurde der Anteil perfundierter Patienten bis Woche 52 aufrechterhalten. In der
Lasergruppe, in der Patienten für eine Bedarfsbehandlung mit Aflibercept ab Woche 24 geeignetwaren, stieg der Anteil perfundierter Patienten auf 78 % in Woche 52 an.
Diabetisches Makulaödem
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Aflibercept wurden in zwei randomisierten, multizentrischen,doppelmaskierten, aktiv kontrollierten Studien bei Patienten mit DMÖ (VIVIDDME und VISTADME)untersucht. Insgesamt wurden 862 Patienten behandelt und waren hinsichtlich der Wirksamkeitauswertbar, darunter 576 mit Aflibercept. Das Alter der Patienten reichte von 23 bis 87 Jahren, miteinem durchschnittlichen Alter von 63 Jahren. In den DMÖ-Studien waren ungefähr 47 % (268/576)der Patienten, die in die Aflibercept-Behandlungsgruppe randomisiert wurden, 65 Jahre alt oder älter,und ungefähr 9 % (52/576) waren 75 Jahre alt oder älter. Bei der Mehrheit der Patienten beider
Studien lag ein Typ II-Diabetes vor.
In beiden Studien wurden die Patienten in einem 1:1:1 Verhältnis zufällig einem von3 Dosierungsschemata zugeordnet:
1) Anwendung von 2 mg Aflibercept alle 8 Wochen, nach initial 5 Injektionen im monatlichen
Abstand (Aflibercept 2Q8);2) Anwendung von 2 mg Aflibercept alle 4 Wochen (Aflibercept 2Q4); und3) Laserkoagulation der Makula (aktive Kontrollgruppe).
Ab Woche 24 war es möglich, Patienten, die einen vorspezifizierten Schwellenwert des Visusverlusteserlitten hatten, eine zusätzliche Behandlung zukommen zu lassen: Patienten der Aflibercept-Gruppenkonnten eine Laserbehandlung und Patienten der Kontrollgruppe konnten Aflibercept erhalten.
In beiden Studien war der primäre Wirksamkeitsendpunkt die mittlere Veränderung der BCVA in
Woche 52 im Vergleich zum Ausgangswert. Beide Aflibercept-Gruppen (2Q8 und 2Q4) zeigtenstatistische Signifikanz und waren der Kontrollgruppe überlegen. Der Nutzen wurde bis Woche 100hindurch erhalten.
Ausführliche Ergebnisse der Analyse der VIVIDDME- und VISTADME-Studien sind in nachfolgender
Tabelle 5 und Abbildung 4 zu finden.
Mittlere Änderung der Sehschärfe(Buchstaben)
Tabelle 5: Wirksamkeitsendpunkte in Woche 52 und Woche 100 (vollständiges Analyseset mit LOCF) in den VIVIDDME- und VISTADME-Studien
Wirksamkeits- VIVIDDME VISTADMEendpunkt 52 Wochen 100 Wochen 52 Wochen 100 Wochen
Aflibercept Aflibercept aktive Aflibercept Aflibercept aktive Aflibercept Aflibercept aktive Aflibercept Aflibercept aktive2 mg Q8A 2 mg Q4 Kontrolle 2 mg Q8A 2 mg Q4 Kontrolle 2 mg Q8A 2 mg Q4 Kontrolle 2 mg Q8A 2 mg Q4 Kontrolle(N = 135) (N = 136) (Laser) (N = 135) (N = 136) (Laser) (N = 151) (N = 154) (Laser) (N = 151) (N = 154) (Laser)(N = 132) (N = 132) (N = 154) (N = 154)
Mittlere
Veränderung der
BCVA, ermitteltdurch Anzahl
E) 10,7 10,5 1,2 9,4 11,4 0,7 10,7 12,5 0,2 11,1 11,5 0,9
ETDRS
Buchstaben im
Vergleich zum
Ausgangswert
Differenz im
B,C,E) 9,1 9,3 8,2 10,7 10,45 12,19 10,1 10,6mittleren LS(6,4; 11,8) (6,5; 12,0) (5,2; 11,3) (7,6; 13,8) (7,7; 13,2) (9,4; 15,0) (7,0; 13,3) (7,1; 14,2)(97,5 % KI)
Anteil Patientenmit einem
Gewinn von≥ 15 Buchstaben 33 % 32 % 9 % 31,1 % 38,2 % 12,1 % 31 % 42 % 8 % 33,1 % 38,3 % 13,0 %im Vergleich zum
Ausgangswertadjustierte 24 %
D,C,E) 23 % 19,0 % 26,1 % 23 % 34 % 20,1 % 25,8 %
Differenz (13,5;(12,6; 33,9) (8,0; 29,9) (14,8; 37,5) (13,5; 33,1) (24,1; 44,4) (9,6; 30,6) (15,1; 36,6)(97,5 % KI) 34,9)
A) Nach initial 5 Injektionen im monatlichen Abstand
B) mittlerer LS und KI basierend auf einem ANCOVA-Modell mit Ausgangswert BCVA Messung als Kovariate und einem Faktor für Behandlungsgruppe. Zusätzlich wurden Regionen(Europa/Australien gegenüber Japan) als Faktor für VIVIDDME und MI und/oder CVA in der Anamnese als Faktoren für VISTADME eingeschlossen.
C) Differenz ist Aflibercept-Gruppe minus aktive Kontrollgruppe (Laser).
D) Differenz mit Konfidenzintervall (KI) und statistischer Test wird mittels Mantel-Hänszel-Gewichtung berechnet, adjustiert für Regionen (Europa/Australien gegenüber Japan) für VIVIDDME und MIoder CVA in der Anamnese für VISTADME.
E) BCVA: Best Corrected Visual Acuity (Bestkorrigierte Sehschärfe)
ETDRS: Early Treatment Diabetic Retinopathy Study
LOCF: Last Observation Carried Forward
LS: Kleinstquadrat-Mittelwert abgeleitet aus ANCOVA
KI: Konfidenzintervall
Abbildung 4: Mittlere Veränderung der BCVA, ermittelt durch Anzahl ETDRS Buchstaben im
Vergleich zum Ausgangswert zu Woche 100 für die VIVIDDME- und VISTADME-Studien15 VIVID+10,7+11,4+9,4+10,5+1,20 +0,74 12 20 28 36 44 52 60 68 76 84 92 100
Wochen15 VISTA+12,5+11,5+11,1+10,7+0,2+0,94 12 20 28 36 44 52 60 68 76 84 92 100
Wochen
Aflibercept 2 mg Q8 Wochen Aflibercept 2 mg Q4 Wochenaktive Kontrolle (Laser) GRH2584 v1
Im Allgemeinen stimmten die Behandlungseffekte in den auswertbaren Untergruppen (z. B. Alter,
Geschlecht, Rasse, Ausgangswert HbA1c, Ausgangswert Sehschärfe, vorherige anti-VEGF-Therapie)in jeder Studie und in der kombinierten Analyse mit den Ergebnissen aus der Gesamtpopulationüberein.
In den Studien VIVIDDME bzw. VISTADME hatten 36 (9 %) bzw. 197 (43 %) eine vorherige anti-
VEGF-Therapie erhalten. Diese lag bei Studienbeginn mindestens 3 Monate zurück. Die
Behandlungseffekte der Untergruppe von Patienten mit vorangegangener anti-VEGF-Therapie warenvergleichbar mit Behandlungseffekten bei Patienten, die nicht mit VEGF-Inhibitoren therapiertwurden.
Patienten mit beidseitiger Erkrankung konnten eine anti-VEGF Behandlung des Partnerauges erhalten,falls dies vom behandelnden Arzt als erforderlich bewertet wurde. In der VISTADME-Studie erhieltenbis Woche 100 217 (70,7 %) der mit Aflibercept behandelten Patienten beidseitige Aflibercept-
Injektionen. In der VIVIDDME-Studie erhielten 97 (35,8 %) der mit Aflibercept behandelten Patienteneine andere anti-VEGF-Therapie des Partnerauges.
Eine unabhängige vergleichende Studie (DRCR.net Protocol T) wertete ein flexibles Dosierschemaaus, das auf strikten OCT- und Visus-Wiederbehandlungs-Kriterien beruht. In der Aflibercept-
Behandlungsgruppe (n = 224) erhielten Patienten mit diesem Behandlungsschema bis Woche 52durchschnittlich 9,2 Injektionen, was der Anzahl der Injektionen in der Aflibercept 2Q8-Gruppe von
VIVIDDME und VISTADME ähnlich ist. Dabei war die Gesamtwirksamkeit der Aflibercept-
Mittlere Änderung der Sehschärfe Mittlere Änderung der Sehschärfe(Buchstaben) (Buchstaben)
Behandlungsgruppe von Protocol T mit der Aflibercept 2Q8-Gruppe von VIVIDDME und VISTADMEvergleichbar. In Protocol T wurde ein mittlerer Visusgewinn von 13,3 Buchstaben beobachtet, wobei42 % der Patienten mindestens 15 Buchstaben im Vergleich zum Ausgangswert gewannen. Ergebnissezur Sicherheit zeigten, dass die Gesamtinzidenzen der okularen und nicht-okularen Nebenwirkungen(inklusive ATEs) in allen Behandlungsgruppen in jeder der Studien und zwischen den Studienvergleichbar waren.
In der VIOLET-Studie, einer 100-wöchigen multizentrischen, randomisierten, offenen, aktivkontrollierten Studie bei Patienten mit diabetischem Makulaödem, wurden drei verschiedene
Dosierungsschemata von 2 mg Aflibercept zur Behandlung des diabetischen Makulaödems nach einereinjährigen Behandlung mit kontinuierlichen Intervallen verglichen. Dabei wurde die Behandlung mit5 aufeinanderfolgenden monatlichen Dosen initiiert, gefolgt von einer Dosis alle 2 Monate. Die Studieuntersuchte die Nicht-Unterlegenheit von 2 mg Aflibercept nach einem 'Treat and Extend“-
Dosierungsschema (2T&E) und einem Dosierungsschema nach Bedarf (2PRN) im Vergleich zu 2 mg
Aflibercept, das alle 8 Wochen (2Q8) dosiert wurde, für das zweite und dritte Jahr der Behandlung.
Beim 2T&E-Schema wurden die Injektionsintervalle mindestens 8 Wochen beibehalten und basierendauf dem klinischen und morphologischen Befund schrittweise verlängert, beim 2PRN-Schema wurdendie Patienten alle 4 Wochen beobachtet und basierend auf dem klinischen und morphologischen
Befund nach Bedarf injiziert.
Der primäre Wirksamkeitsendpunkt (Veränderung der BCVA in Woche 52 im Vergleich zum
Ausgangswert) betrug 0,5 ± 6,7 Buchstaben in der 2T&E-Gruppe und 1,7 ± 6,8 Buchstaben in der2PRN-Gruppe im Vergleich zu 0,4 ± 6,7 Buchstaben in der 2Q8-Gruppe, wobei eine statistische
Nicht-Unterlegenheit (p < 0,0001 für beide Vergleiche; NI-Marge 4 Buchstaben) erreicht wurde. Die
Veränderungen der BCVA in Woche 100 im Vergleich zum Ausgangswert waren konsistent mit den
Ergebnissen der Woche 52: -0,1 ± 9,1 Buchstaben in der 2T&E-Gruppe und 1,8 ± 9,0 Buchstaben inder 2PRN-Gruppe im Vergleich zu 0,1 ± 7,2 Buchstaben in der 2Q8-Gruppe. Die mittlere Anzahl der
Injektionen über 100 Wochen betrug 12,3, 10,0 und 11,5 für die 2Q8-, 2T&E- bzw. 2PRN-Gruppe.
Das okulare und systemische Sicherheitsprofil in allen 3 Behandlungsgruppen war den
Zulassungsstudien VIVID und VISTA ähnlich.
In der 2T&E-Gruppe lagen die Verlängerung und Verkürzung der Injektionsintervalle im Ermessendes Prüfarztes; in der Studie wurden Verlängerungsschritte von 2 Wochen empfohlen.
Myope choroidale Neovaskularisation
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Aflibercept wurden in einer randomisierten, multizentrischen,doppelmaskierten, Scheininjektions-kontrollierten Studie bei therapienaiven asiatischen Patienten mitmCNV untersucht. Insgesamt waren 121 behandelte Patienten hinsichtlich der Wirksamkeitauswertbar (90 mit Aflibercept). Das Alter der Patienten reichte von 27 bis 83 Jahren, mit einemdurchschnittlichen Alter von 58 Jahren. In der Studie zur mCNV waren ungefähr 36 % (33/91) der
Patienten, die in die Aflibercept-Behandlungsgruppe randomisiert wurden, 65 Jahre alt oder älter, undungefähr 10 % (9/91) waren 75 Jahre alt oder älter.
Die Patienten wurden in einem 3:1 Verhältnis randomisiert und entweder zu 2 mg Afliberceptintravitreal oder zu Scheininjektion, einmalig zu Studienbeginn verabreicht, zugeordnet. Weiteremonatliche Injektionen konnten, bei anhaltender Erkrankung oder Wiederauftreten, bis Woche 24(Zeitpunkt der Überprüfung des primären Endpunktes) verabreicht werden. Ab Woche 24 konnten
Patienten, die zu Studienbeginn der Gruppe mit Scheininjektion zugeordnet wurden, die erste
Aflibercept-Injektion erhalten. Danach konnten Patienten beider Gruppen, bei anhaltender Erkrankungoder Wiederauftreten, weitere Injektionen erhalten.
Der Unterschied zwischen den Behandlungsgruppen war statistisch signifikant zugunsten von
Aflibercept für den primären Endpunkt (Veränderung der BCVA) und den konfirmatorischensekundären Wirksamkeitsendpunkt (Anteil Patienten, deren BCVA sich um 15 Buchstabenverbesserte) in Woche 24 im Vergleich zum Ausgangswert. Die Unterschiede für beide Endpunktewurden bis Woche 48 aufrechterhalten.
Ausführliche Ergebnisse der Analyse der MYRROR-Studie sind in nachfolgender Tabelle 6 und
Abbildung 5 zu finden.
Tabelle 6: Wirksamkeitsendpunkte in Woche 24 (Primäre Analyse) und Woche 48 (vollständiges
Analyseset mit LOCFA)) in der MYRROR-Studie
Wirksamkeitsendpunkt MYRROR24 Wochen 48 Wochen2 mg Scheininjektion 2 mg Scheininjektion/
Aflibercept (N = 31) Aflibercept 2 mg(N = 90) (N = 90) Aflibercept(N = 31)
Mittlere Veränderung der
BCVAB), erhoben mittels12,1 -2,0 13,5 3,9
ETDRS Sehtafeln im(8,3) (9,7) (8,8) (14,3)
Vergleich zum
Ausgangswert (SD)B)
Differenz im mittleren
LSC, D, E) 14,1 9,5(10,8; 17,4) (5,4; 13,7)(95 % KI)
Anteil Patienten mit einem
Gewinn von≥ 15 Buchstaben im 38,9 % 9,7 % 50,0 % 29,0 %
Vergleich zum
Ausgangswertgewichtete DifferenzD, F) 29,2 % 21,0 %(95 % KI) (14,4; 44,0) (1,9; 40,1)
A) LOCF: Last Observation Carried Forward
B) BCVA: Best Corrected Visual Acuity (Bestkorrigierte Sehschärfe)
ETDRS: Early Treatment Diabetic Retinopathy Study
SD: Standardabweichung
C) LS: Kleinstquadrat-Mittelwert abgeleitet aus ANCOVA
D) KI: Konfidenzintervall
E) LS Kleinstquadrat-Mittelwert und 95 % KI basierend auf einem ANCOVA-Modell mit Behandlungsgruppeund Ländern (Länderbezeichnungen) als feste Effekte und Ausgangswert BCVA Messung als Kovariate
F) Differenz und 95 % KI sind mittels Cochran-Mantel-Hänszel (CMH) Test berechnet, adjustiert für Länder(Länderbezeichnungen).
Abbildung 5: Durchschnittliche Veränderung der Sehschärfe vom Ausgangswert zu Woche 48nach Behandlungsgruppen für die MYRROR-Studie (vollständiges Analyseset, LOCF)
MYRROR+13,5+12,1+3,94 8 12 16 20 24 32 36 40 44 48−2,0
- 5 Wochen
Aflibercept 2 mg Kontrollgruppe
GRH2585 v1
Kinder und JugendlicheDie Europäische Arzneimittel-Agentur hat für das Referenzarzneimittel, das Aflibercept enthält, eine
Freistellung von der Verpflichtung zur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in allen pädiatrischen
Altersklassen bei der feuchten AMD, dem ZVV, dem VAV, dem DMÖ und der mCNV gewährt (siehe
Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).