OZURDEX 700mcg implantieren merkblatt medikamente

S01BA01 Dexamethason • SINNESORGANE | ANTIPHLOGISTIKA | Corticosteroide, rein

Dexamethason ist ein starkes Kortikosteroid, das zur Behandlung einer Vielzahl von entzündlichen, allergischen und autoimmunen Erkrankungen eingesetzt wird. Es wird auch bei bestimmten Krebsarten, Hirnödemen, septischem Schock sowie zur Vorbeugung und Behandlung von durch Chemotherapie verursachter Übelkeit und Erbrechen verwendet.

Es wirkt, indem es die entzündliche und immunologische Reaktion des Körpers unterdrückt, wodurch Entzündungen, Schwellungen, Rötungen und allergische Reaktionen reduziert werden. Es ist in Form von Tabletten, Injektionslösungen, Augen- oder Nasentropfen und Salben erhältlich.

Nebenwirkungen können Gewichtszunahme, Flüssigkeitsretention, Bluthochdruck, Hyperglykämie, Schlaflosigkeit, ein geschwächtes Immunsystem, Osteoporose oder in seltenen Fällen psychische Störungen (Angst, Depression) umfassen. Eine langfristige Anwendung kann zu schweren Nebenwirkungen wie dem Cushing-Syndrom führen.

Dexamethason ist kontraindiziert bei unbehandelten systemischen Infektionen und sollte bei Patienten mit Diabetes, Bluthochdruck, Osteoporose oder Magengeschwüren mit Vorsicht angewendet werden. Es ist wichtig, das Medikament gemäß den Anweisungen des Arztes einzunehmen, und das Absetzen sollte schrittweise erfolgen, um Entzugserscheinungen zu vermeiden.

Allgemeine Daten zu OZURDEX 700mcg

Substanz: Dexamethason

Datum der letzten Medikamentenliste: 01-02-2018

Handelsgesetzbuch: W55950001

Konzentration: 700mcg

Pharmazeutisches Formblatt: implantieren

Quantität: 1

Produktart: original

Rezeptbeschränkungen: P-RF - Arzneimittelrezept, das in der Apotheke aufbewahrt wird (nicht verlängerbar).

Marketing autorisation

Zulassungshersteller: ALLERGAN PHARMACEUTICALS IRELAND - IRLANDA

Zulassungsinhaber: ALLERGAN PHARMACEUTICALS IRELAND - IRLANDA

Zulassungsnummer: 638/2010/01

Haltbarkeit: 3 Jahre

Verfügbare Konzentrationen für Dexamethason

0.1%, 0.5mg, 0.985mg/g, 1.5mg/ml, 1mg/ml, 20mg, 40mg, 4mg, 4mg/ml, 700mcg, 8mg, 8mg/2ml

Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels OZURDEX 700mcg implantieren

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

OZURDEX 700 Mikrogramm intravitreales Implantat in einem Applikator

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Ein Implantat enthält 700 Mikrogramm Dexamethason.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Intravitreales Implantat in einem Applikator.

Einweg-Injektionsgerät mit einem stäbchenförmigen, nicht sichtbaren Implantat. Das Implantat hateinen Durchmesser von etwa 0,46 mm und eine Länge von 6 mm.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

OZURDEX wird angewendet zur Behandlung von Erwachsenen mit:

- einer Sehbeeinträchtigung aufgrund eines diabetischen Makulaödems (DMÖ), die pseudophaksind oder auf eine Therapie mit Nicht-Kortikosteroiden unzureichend ansprechen oder bei denendiese als unpassend angesehen wird

- Makulaödem als Folge eines retinalen Venenastverschlusses (VAV) oder retinalen

Zentralvenenverschlusses (ZVV) (siehe Abschnitt 5.1)

- Entzündung des posterioren Augensegments, die sich als nicht infektiöse Uveitis darstellt.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

OZURDEX darf nur von einem qualifizierten Ophthalmologen mit Erfahrung in der Durchführungintravitrealer Injektionen verabreicht werden.

Dosierung

Die empfohlene Dosis ist ein einzelnes OZURDEX-Implantat, das intravitreal in das betroffene Augezu applizieren ist. Die gleichzeitige Verabreichung in beide Augen wird nicht empfohlen (siehe

Abschnitt 4.4).

DMÖ

Bei mit OZURDEX behandelten Patienten, die anfänglich auf die Behandlung angesprochen habenund nach Auffassung des Arztes von einer erneuten Behandlung profitieren könnten, ohne einemsignifikanten Risiko ausgesetzt zu sein, sollte eine erneute Behandlung in Erwägung gezogen werden.

Wiederholungsbehandlungen können nach ungefähr sechs Monaten durchgeführt werden, wenn sich,sekundär zu einem rezidivierenden oder sich verschlechternden diabetischen Makulaödem der Visusdes Patienten verschlechtert und/oder die Netzhautdicke zunimmt.

Es gibt zurzeit keine Erfahrungen bezüglich der Wirksamkeit und Sicherheit wiederholter

Verabreichungen bei DMÖ für mehr als sieben Implantate.

Retinaler Venenverschluss und Uveitis

Wiederholungsdosen sind in Betracht zu ziehen, wenn ein Patient zwar auf die Behandlung anspricht,aber im weiteren Verlauf einen Sehverlust aufweist und nach Auffassung des Arztes von einer

Wiederholungsbehandlung profitieren würde, ohne einem signifikanten Risiko ausgesetzt zu sein(siehe Abschnitt 5.1).

Patienten, die eine dauerhafte Verbesserung des Visus aufweisen, sollten nicht erneut behandeltwerden. Patienten, die eine Visusverschlechterung aufweisen, die durch OZURDEX nicht verlangsamtwird, sollten nicht erneut behandelt werden.

Es liegen nur sehr begrenzte Informationen über Wiederholungsbehandlungen in einem Intervall vonweniger als sechs Monaten vor (siehe Abschnitt 5.1).

Für Informationen zu den bisherigen Erfahrungen bezüglich der Sicherheit von

Wiederholungsbehandlungen, die zwei Implantate überschreiten, bei einer nicht infektiösen Uveitis imposterioren Segment und bei retinalem Venenverschluss, siehe Abschnitt 4.8.

Patienten müssen nach der Injektion überwacht werden, um im Falle einer Infektion oder eineserhöhten intraokulären Drucks eine frühzeitige Behandlung zu ermöglichen (siehe Abschnitt 4.4).

Besondere Patientengruppen

Ältere Patienten (≥65 Jahre alt)

Eine Dosisanpassung ist für ältere Patienten nicht erforderlich.

Nierenfunktionsstörung

OZURDEX wurde bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung nicht untersucht. Es sind jedoch keinebesonderen Vorkehrungen für diese Patientengruppe erforderlich.

Leberfunktionsstörung

OZURDEX wurde bei Patienten mit Leberfunktionsstörung nicht untersucht. Es sind jedoch keinebesonderen Vorkehrungen für diese Patientengruppe erforderlich.

Kinder und Jugendliche

Es gibt keinen relevanten Gebrauch von OZURDEX bei Kindern und Jugendlichen mit

- diabetischem Makulaödem

- Makulaödem als Folge eines retinalen Venenastverschlusses (VAV) oder retinalen

Zentralvenenverschlusses (ZVV)

Die Unbedenklichkeit und Wirksamkeit von OZURDEX bei Uveitis wurden bei Kindern und

Jugendlichen noch nicht nachgewiesen. Es liegen keine Studien vor.

Art der Anwendung

OZURDEX ist ein intravitreales Implantat in einem Applikator für den Einmalgebrauch. Nur zurintravitrealen Anwendung.

Jeder Applikator darf nur zur Behandlung eines einzigen Auges verwendet werden.

Die intravitreale Injektion muss unter kontrolliert aseptischen Bedingungen durchgeführt werden, wassterile Handschuhe, ein steriles Abdecktuch sowie ein steriles Lidspekulum (oder ein vergleichbares

Instrument) einschließt.

Der Patient ist anzuweisen, sich vor und nach jeder Injektion 3 Tage lang täglich ein topisches

Breitband-Antibiotikum einzuträufeln. Vor der Injektion müssen die periokuläre Haut, das Augenlidund die Augenoberfläche (z. B. mit Tropfen einer 5-prozentigen Povidon-Jod-Lösung auf die

Konjunktiva, wie in den klinischen Studien zur Zulassung von OZURDEX) desinfiziert und eineadäquate Lokalanästhesie durchgeführt werden. Den Folienbeutel aus dem Umkarton nehmen und auf

Schäden überprüfen (siehe Abschnitt 6.6). Anschließend den Folienbeutel in einem sterilen Bereichöffnen und den Applikator vorsichtig auf eine sterile Ablage legen. Die Schutzkappe vorsichtig vom

Applikator entfernen. Sobald der Folienbeutel geöffnet ist, muss der Applikator sofort verwendetwerden.

Den Applikator mit einer Hand festhalten und die Sicherheitslasche gerade vom Applikator abziehen.

Die Lasche nicht drehen oder biegen. Die Nadel mit dem Kanülenschliff nach oben, weg von der

Sklera halten und die Nadel etwa 1 mm in die Sklera einführen, die Richtung zur Augenmitte hinändern und die Nadel in den Glaskörperraum einführen, bis die Silikonhülse die Konjunktiva berührt.

Die Auslösetaste langsam drücken, bis ein Klicken zu hören ist. Vor dem Herausziehen des

Applikators aus dem Auge sicherstellen, dass die Auslösetaste vollständig gedrückt wurde und bündigmit der Applikatoroberfläche eingerastet ist. Die Nadel in derselben Richtung herausziehen, in der siein den Glaskörper eingeführt wurde.

Für Anweisungen zur Verabreichung des intravitrealen Implantats siehe Abschnitt 6.6.

Unmittelbar nach dem Injizieren von OZURDEX eine indirekte Ophthalmoskopie im

Injektionsquadranten durchführen, um zu prüfen, ob die Implantation erfolgreich war. Die visuelle

Darstellung ist in den meisten Fällen möglich. In Fällen, in denen das Implantat nicht sichtbar ist, einsteriles Wattestäbchen verwenden und leicht auf die Injektionsstelle drücken, um das Implantatsichtbar zu machen.

Im Anschluss an die intravitreale Injektion sind die Patienten weiterhin mit einem Breitband-

Antibiotikum zu behandeln.

4.3 Kontraindikationen

- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

- Aktive oder vermutete okuläre oder periokuläre Infektion einschließlich der meisten

Viruserkrankungen der Hornhaut und Konjunktiva, wie aktive epitheliale Herpes-Simplex-

Keratitis (dendritische Keratitis), Vaccinia-, Varicella- und mykobakterielle Infektionen sowie

Pilzerkrankungen.

- Fortgeschrittenes Glaukom, das mit Arzneimitteln allein nicht adäquat behandelt werden kann.

- Aphake Augen mit rupturierter posteriorer Linsenkapsel.

- Augen mit Vorderkammer-Intraokularlinse, Iris- oder transskleral fixierter Intraokularlinse undrupturierter posteriorer Linsenkapsel.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Intravitreale Injektionen, einschließlich derjenigen mit OZURDEX, können mit einer Endophthalmitis,intraokulärer Entzündung, erhöhtem intraokulärem Druck und Netzhautablösung assoziiert sein. Essind stets geeignete aseptische Injektionstechniken anzuwenden. Darüber hinaus müssen Patientennach der Injektion überwacht werden, um im Falle einer Infektion oder eines erhöhten intraokulären

Drucks eine frühzeitige Behandlung zu ermöglichen. Die Überwachung kann eine Prüfung der

Durchblutung des Sehnervenkopfes unmittelbar nach der Injektion, eine Tonometrie innerhalb von30 Minuten nach der Injektion sowie eine biomikroskopische Untersuchung zwei bis sieben Tage nachder Injektion umfassen.

Die Patienten sind anzuweisen, jedwede Symptome, die auf eine Endophthalmitis oder eines der obenaufgeführten Ereignisse hinweisen, z. B. Augenschmerzen, verschwommenes Sehen usw., umgehendmitzuteilen (siehe Abschnitt 4.8).

Bei allen Patienten mit Riss der posterioren Kapsel, beispielsweise bei denen mit einer posterioren

Linse (z. B. aufgrund einer Kataraktoperation) und/oder bei jenen, die eine Irisöffnung in den

Glaskörperraum (z. B. aufgrund einer Iridektomie) mit oder ohne vorhergehender Vitrektomie haben,besteht das Risiko einer Implantatmigration in die Vorderkammer. Die Implantatmigration in die

Vorderkammer kann zu einem Hornhautödem führen. Persistierende schwere Hornhautödeme könnenso verlaufen, dass eine Hornhauttransplantation erforderlich wird. Mit Ausnahme derjenigen

Patienten, bei denen eine Gegenanzeige besteht (siehe Abschnitt 4.3) und bei denen OZURDEX nichtverwendet werden darf, muss OZURDEX mit Vorsicht und darf nur nach einer sorgfältigen Nutzen-

Risiko-Abwägung verwendet werden. Diese Patienten müssen eng überwacht werden, um einefrühzeitige Diagnose und Behandlung einer Implantatmigration zu ermöglichen.

Die Anwendung von Corticosteroiden, einschließlich OZURDEX, kann zu Katarakten (einschließlichposteriorer subkapsulärer Katarakte), erhöhtem Augeninnendruck, durch Steroide ausgelösten

Glaukomen und sekundären okulären Infektionen führen.

In den dreijährigen klinischen DMÖ-Studien unterzogen sich 59 % der mit OZURDEX behandelten

Patienten mit phakem behandeltem Auge einer Kataraktoperation im behandelten Auge (siehe

Abschnitt 4.8).

Nach der ersten Injektion erscheint die Inzidenz einer Katarakt bei Patienten mit nicht infektiöser

Uveitis im posterioren Segment höher als bei Patienten mit VAV/ZVV. In klinischen VAV/ZVV-

Studien ist eine Katarakt häufiger bei Patienten mit phaker Linse aufgetreten, die eine zweite Injektionerhielten (siehe Abschnitt 4.8). Eine Kataraktoperation war nur bei einem von 368 Patienten währendder ersten Behandlung und bei drei von 302 Patienten während der zweiten Behandlung erforderlich.

In der Studie zur nicht infektiösen Uveitis wurde bei einem von 62 Patienten mit phaker Linse nacheiner einmaligen Injektion eine Kataraktoperation durchgeführt.

Die Prävalenz der konjunktivalen Blutung erscheint bei Patienten mit nicht infektiöser Uveitis imposterioren Segment höher als bei Patienten mit VAV/ZVV und DMÖ. Dies könnte auf dieintravitreale Injektion oder eine gleichzeitige Anwendung von topischen und/oder systemischen

Corticosteroiden oder nichtsteroidalen Antirheumatika zurückzuführen sein. Es ist keine Behandlungerforderlich, da es zu einer spontanen Auflösung kommt.

Wie bei einer okulären Steroidbehandlung und bei intravitrealen Injektionen zu erwarten, kann einerhöhter intraokulärer Druck (IOD) auftreten. Der Anstieg des IOD kann normalerweise mit IOD-senkenden Arzneimitteln behandelt werden (siehe Abschnitt 4.8). Bei den Patienten, die einen Anstiegdes IOD von ≥10 mm Hg ab dem Ausgangswert verzeichneten, wies der größte Anteil diesen IOD-

Anstieg 45 bis 60 Tage nach der Injektion auf. Daher ist eine regelmäßige Kontrolle des IOD,unabhängig vom Basis-IOD, erforderlich und jede Erhöhung nach der Injektion muss je nach Bedarfentsprechend behandelt werden. Bei Patienten unter 45 Jahren mit Makulaödem als Folge einesretinalen Venenverschlusses oder einer Entzündung des posterioren Segments des Auges, die sich alsnicht infektiöse Uveitis darstellt, ist ein Anstieg des IOD wahrscheinlicher.

Corticosteroide müssen bei Patienten, die in der Vergangenheit an einer okulären Virusinfektion (z. B.

Herpes simplex) erkrankt waren, mit Vorsicht, und dürfen bei Patienten mit aktivem okulären Herpessimplex nicht angewendet werden.

Die Unbedenklichkeit und Wirksamkeit von OZURDEX bei gleichzeitiger Verabreichung in beide

Augen wurde nicht untersucht. Daher wird die gleichzeitige Verabreichung in beide Augen nichtempfohlen.

OZURDEX wurde nicht bei Patienten mit Makulaödem als Folge eines retinalen Venenverschlussesmit signifikanter retinaler Ischämie untersucht. Daher wird OZURDEX nicht empfohlen.

In den Studien der Phase 3 wurde eine begrenzte Zahl an Patienten mit Typ-1-Diabetes untersucht.

Das Ansprechen dieser Patienten auf OZURDEX unterschied sich nicht signifikant von den Patientenmit Typ-2-Diabetes.

Beim retinalen Venenverschluss wurde bei 2 % der mit OZURDEX behandelten Patienten eine

Antikoagulantientherapie durchgeführt. Es gab keine Berichte über hämorrhagische unerwünschte

Ereignisse bei diesen Patienten. Beim DMÖ wurde bei 8 % der Patienten eine

Antikoagulantientherapie durchgeführt. Unter den Patienten, die eine Antikoagulantientherapieerhielten, war die Häufigkeit des Auftretens hämorrhagischer unerwünschter Ereignisse in der

OZURDEX-Gruppe und der Scheininjektionsgruppe etwa gleich (29 % gegenüber 32 %). Unter den

Patienten, die keine Antikoagulantientherapie erhielten, berichteten 27 % der mit OZURDEXbehandelten Patienten über hämorrhagische unerwünschte Ereignisse gegenüber 20 % der Patienten inder Scheininjektionsgruppe. Glaskörperblutungen wurden bei einem höheren Anteil der mit

OZURDEX behandelten Patienten berichtet, die eine Antikoagulantientherapie erhielten (11%), als beiden Patienten, die keine Antikoagulantientherapie erhielten (6 %).

Thrombozytenaggregationshemmer wie z. B. Clopidogrel wurden zeitweilig während der klinischen

Studien bei bis zu 56 % der Patienten verabreicht. Bei Patienten, die eine Begleitmedikation und

Thrombozytenaggregationshemmer erhielten, wurden hämorrhagische unerwünschte Ereignisse beieinem etwas höheren Anteil der mit OZURDEX behandelten Patienten (bis zu 29 %) im Vergleich zuden Patienten in der Scheininjektionsgruppe (bis zu 23 %) berichtet, unabhängig von der Indikationoder der Anzahl der Behandlungen. Das am häufigsten berichtete hämorrhagische unerwünschte

Ereignis war die konjunktivale Blutung (bis zu 24 %).

OZURDEX ist bei mit Antikoagulantien oder Thrombozytenaggregationshemmern behandelten

Patienten mit Vorsicht anzuwenden.

Sehstörung

Bei der systemischen und topischen Anwendung von Corticosteroiden können Sehstörungen auftreten.

Wenn ein Patient mit Symptomen wie verschwommenem Sehen oder anderen Sehstörungen vorstelligwird, sollte eine Untersuchung auf mögliche Ursachen in Erwägung gezogen werden; diese umfassenunter anderem Katarakt, Glaukom oder seltene Erkrankungen, wie z. B. zentrale seröse

Chorioretinopathie (CSC), die nach der Anwendung systemischer oder topischer Corticosteroidegemeldet wurden.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen durchgeführt.

Die systemische Resorption ist minimal und es werden keine Wechselwirkungen erwartet.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Tierexperimentelle Studien haben teratogene Wirkungen nach topisch ophthalmischer Verabreichunggezeigt (siehe Abschnitt 5.3). Es liegen keine adäquaten Daten bezüglich der Anwendung vonintravitreal verabreichtem Dexamethason bei Schwangeren vor. Die systemische Langzeitbehandlungmit Glucocorticoiden während der Schwangerschaft erhöht das Risiko für intrauterine

Wachstumsretardierung und Nebenniereninsuffizienz beim Neugeborenen. Obwohl nach der lokalen,intraokulären Behandlung nur eine sehr geringe systemische Belastung mit Dexamethason zu erwartenist, wird daher die Anwendung von OZURDEX während der Schwangerschaft nicht empfohlen, es seidenn, der mögliche Nutzen rechtfertigt das potentielle Risiko für den Fötus.

Stillzeit

Dexamethason wird in die Muttermilch ausgeschieden. Aufgrund der Anwendungsart und der darausresultierenden systemischen Belastung werden keine Auswirkungen auf das Kind erwartet. Die

Anwendung von OZURDEX während der Stillzeit wird jedoch nicht empfohlen, es sei denn, dies istabsolut notwendig.

Fertilität

Es liegen keine Daten zur Fertilität vor.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Maschinen

OZURDEX kann einen mäßigen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienenvon Maschinen haben. Nach dem Erhalt von OZURDEX durch intravitreale Injektion kann die

Sehfähigkeit der Patienten vorübergehend beeinträchtigt werden (siehe Abschnitt 4.8). Sie solltendaher kein Fahrzeug führen oder Maschinen bedienen, bis die Sehfähigkeit wiederhergestellt ist.

4.8 Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die häufigsten nach der Behandlung mit OZURDEX berichteten Nebenwirkungen sind jene, diehäufig bei Behandlungen mit ophthalmischen Steroiden oder bei intravitrealen Injektionen auftreten(erhöhter intraokulärer Druck, Kataraktbildung und konjunktivale bzw. Glaskörperblutung).

Zu den weniger häufig berichteten, aber ernsthafteren Nebenwirkungen gehören Endophthalmitis,nekrotisierende Retinitis, Netzhautablösung und Retinariss.

Es wurden keine systemischen Nebenwirkungen außer Kopfschmerzen und Migräne bei der

Verwendung von OZURDEX identifiziert.

Tabellarische Liste der Nebenwirkungen

Die mit der OZURDEX-Behandlung in Verbindung gebrachten Nebenwirkungen während derklinischen Phase-III-Studien (DMÖ, VAV/ZVV und Uveitis) sowie spontane Berichte sindentsprechend den MedDRA-Systemorganklassen in der nachfolgenden Tabelle anhand der folgenden

Konvention definiert:

Sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100 bis <1/10), gelegentlich (≥1/1.000 bis <1/100), selten (≥1/10.000bis <1/1.000), sehr selten (<1/10.000). Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe sind die Nebenwirkungennach abnehmendem Schweregrad angegeben.

Tabelle 1 Nebenwirkungen

Systemorganklasse Häufigkeit Nebenwirkung

Erkrankungen des Häufig Kopfschmerzen

Nervensystems

Gelegentlich Migräne

Augenerkrankungen Sehr häufig Erhöhter intraokulärer Druck**, Katarakt**,konjunktivale Blutung*

Häufig Okuläre Hypertension, subkapsuläre Katarakt,

Glaskörperblutung**, reduzierte Sehschärfe*,

Sehbehinderung/-störung, Glaskörperabhebung*,

Mouches volantes*, Glaskörpertrübungen*,

Blepharitis, Augenschmerzen*, Photopsie*,konjunktivales Ödem*, konjunktivale Hyperämie*

Gelegentlich Nekrotisierende Retinitis, Endophthalmitis*,

Glaukom, Netzhautablösung*, Retinariss*,

Hypotonia bulbi*, Vorderkammerentzündung*,

Vorderkammerzellen/-trübung*,

Missempfindungen im Auge*, Augenlidpruritus,

Hyperämie der Sklera*

Allgemeine Erkrankungen Gelegentlich Dislokation des Implantats* (Implantatmigration)und Beschwerden am mit oder ohne Hornhautödem (siehe auch

Verabreichungsort Abschnitt 4.4), Komplikation beim Einsetzen des

Implantats, die zu einer Schädigung des okulären

Gewebes führt* (Fehlplatzierung des Implantats)

* weist darauf hin, dass die Nebenwirkungen eher mit der intravitrealen Injektion in Verbindung gebrachtwerden (die Häufigkeit der Nebenwirkungen ist proportional zur Anzahl der durchgeführten Behandlungen)

** In einer 24-monatigen Anwendungsbeobachtung in der Praxis bei der Behandlung des Makulaödems als

Folge eines retinalen Venenverschlusses und bei nicht infektiöser Uveitis im posterioren Segment des Augeswurden diese unerwünschten Ereignisse häufiger bei Patienten berichtet, die mehr als 2 Injektionen erhielten, alsbei Patienten, die maximal 2 Injektionen erhielten; Kataraktbildung (24,7 % ggü. 17,7 %), Kataraktprogression(32,0 % ggü. 13,1 %), Glaskörperblutung (6,0 % ggü. 2,0 %) und erhöhter IOD (24,0 % ggü. 16,6 %).

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Diabetisches Makulaödem

Die klinische Sicherheit von OZURDEX bei Patienten mit diabetischem Makulaödem wurde in zweirandomisierten, doppelblinden, mit einer Scheininjektion kontrollierten Phase-III-Studien untersucht.

In beiden Studien wurden insgesamt 347 Patienten randomisiert der Behandlung mit OZURDEX und350 Patienten der Behandlung mit Scheininjektion zugeteilt.

Die über die gesamte Studiendauer hinweg am häufigsten berichteten Nebenwirkungen imbehandelten Auge der mit OZURDEX behandelten Patienten waren Katarakt und erhöhterintraokulärer Druck (IOD) (siehe unten).

In den dreijährigen klinischen DMÖ-Studien wiesen 87 % der mit OZURDEX behandelten Patientenmit phakem behandeltem Auge zu Studienbeginn eine gewisse Linsentrübung/frühe Katarakt auf. Die

Inzidenz aller beobachteten Kataraktarten (d. h. Rindenkatarakt, diabetische Katarakt, Kernkatarakt,subkapsuläre Katarakt, lentikuläre Katarakt, Katarakt) betrug 68 % über die gesamte Studiendauer vondrei Jahren bei den mit OZURDEX behandelten Patienten mit phakem behandeltem Auge. 59 % der

Patienten mit phakem behandeltem Auge benötigten bis zur abschließenden Untersuchung nach drei

Jahren eine Kataraktoperation, wobei die Mehrheit der Operationen im zweiten und dritten Jahrdurchgeführt wurde.

Der durchschnittliche IOD im behandelten Auge war zu Studienbeginn in beiden Behandlungsgruppengleich (15,3 mmHg). Der durchschnittliche Anstieg des IOD ab dem Ausgangswert betrug in der

OZURDEX-Gruppe bei allen Untersuchungen nicht mehr als 3,2 mmHg, wobei der mittlere IOD denhöchsten Wert bei der Untersuchung 1,5 Monate nach der Injektion erreichte und sechs Monate nachjeder Injektion nahezu auf die Ausgangswerte zurückging. Die Rate und das Ausmaß des IOD-

Anstiegs nach einer OZURDEX-Behandlung haben sich nach wiederholten Injektionen von

OZURDEX nicht erhöht.

28 % der mit OZURDEX behandelten Patienten verzeichneten bei einer oder mehreren

Untersuchungen während der Studie einen IOD-Anstieg von ≥ 10 mmHg gegenüber dem

Ausgangswert. Zu Studienbeginn benötigten 3 % der Patienten IOD-senkende Arzneimittel. Insgesamtbenötigten 42 % der Patienten in irgendeiner Phase der dreijährigen Studien IOD-senkende

Arzneimittel im behandelten Auge, die Mehrheit dieser Patienten benötigte mehr als einemedikamentöse Behandlung. Die häufigste Nutzung (33 %) erfolgte in den ersten zwölf Monaten undblieb von Jahr zu Jahr ähnlich.

Insgesamt vier der mit OZURDEX behandelten Patienten (1 %) hatten wegen eines IOD-Anstiegs ambehandelten Auge einen Eingriff. Ein mit OZURDEX behandelter Patient benötigte einen operativen

Eingriff (Trabekulektomie), um den durch Steroide ausgelösten IOD-Anstieg zu beheben, ein Patienthatte eine Trabekulektomie, da Fibrin in der Vorderkammer den Kammerwasserabfluss blockierte,was zu erhöhtem IOD führte. Ein Patient hatte eine Iridotomie wegen eines Engwinkelglaukoms undein Patient hatte eine Iridektomie infolge einer Kataraktoperation. Bei keinem Patienten war eine

Entfernung des Implantats durch Vitrektomie erforderlich, um den IOD zu behandeln.

VAV/ZVV

Die klinische Sicherheit von OZURDEX bei Patienten mit Makulaödem als Folge eines retinalen

Zentralvenen- oder Venenastverschlusses wurde in zwei randomisierten, doppelblinden, mit einer

Scheininjektion kontrollierten Phase-III-Studien untersucht. In den beiden Phase-III-Studien wurdeninsgesamt 427 Patienten randomisiert der Behandlung mit OZURDEX und 426 der Behandlung miteiner Scheininjektion zugeteilt. Insgesamt 401 Patienten (94 %), die randomisiert und mit OZURDEXbehandelt wurden, haben die initiale Behandlungsphase (bis Tag 180) abgeschlossen.

Bei insgesamt 47,3 % der Patienten trat mindestens eine Nebenwirkung auf. Die am häufigstenberichteten Nebenwirkungen bei Patienten, die OZURDEX erhielten, waren erhöhter intraokulärer

Druck (24,0 %) und konjunktivale Blutung (14,7 %).

Das Nebenwirkungsprofil der VAV-Patienten war dem bei ZVV-Patienten beobachteten

Nebenwirkungsprofil ähnlich, obgleich die Gesamtinzidenz der Nebenwirkungen bei der Untergruppeder Patienten mit ZVV höher war.

Ein erhöhter intraokulärer Druck (IOD) unter OZURDEX erreichte seinen Höchstwert an Tag 60 undging bis Tag 180 zu den Ausgangswerten zurück. Erhöhte IOD-Werte erforderten entweder keine

Behandlung oder wurden durch die vorübergehende Anwendung topischer IOD-senkender

Arzneimittel behandelt. Während der initialen Behandlungsphase benötigten 0,7 % (3/421) der

Patienten, die OZURDEX erhielten, eine Laserbehandlung oder einen chirurgischen Eingriff zur

Behandlung des erhöhten IOD im behandelten Auge, verglichen mit 0,2 % (1/423) der Patienten, dieeine Scheininjektion erhielten.

Das Nebenwirkungsprofil von 341 untersuchten Patienten nach einer zweiten Injektion von

OZURDEX war ähnlich wie jenes nach der ersten Injektion. Bei insgesamt 54 % der Patienten tratmindestens eine Nebenwirkung auf. Die Inzidenz des erhöhten IOD (24,9 %) war vergleichbar mit der

Inzidenz nach der ersten Injektion und ging gleichermaßen bis zum nicht verblindeten Tag 180 auf das

Ausgangsniveau zurück. Die Gesamtinzidenz der Katarakte lag nach 1 Jahr höher als nach denanfänglichen 6 Monaten.

Uveitis

Die klinische Sicherheit von OZURDEX bei Patienten mit einer Entzündung des posterioren Segmentsdes Auges, die sich als nicht infektiöse Uveitis darstellt, wurde in einer einzelnen, multizentrischen,verblindeten, randomisierten Studie ermittelt.

Insgesamt 77 Patienten wurden randomisiert der Behandlung mit OZURDEX und 76 der Behandlungmit der Scheininjektion zugeteilt. Insgesamt 73 der randomisierten und mit OZURDEX behandelten

Patienten (95 %) haben die 26 Wochen dauernde Studie abgeschlossen.

Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen im behandelten Auge von Patienten, die OZURDEXerhielten, waren konjunktivale Blutung (30,3 %), erhöhter intraokulärer Druck (25,0 %) und Katarakt(11,8 %).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Wenn eine Überdosierung erfolgt, ist der intraokuläre Druck vom behandelnden Arzt zu überwachenund bei Bedarf zu behandeln.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Ophthalmika, Antiphlogistika, ATC-Code: S01BA01

Dexamethason, ein stark wirksames Corticosteroid, wirkt nachweislich entzündungshemmend,indem es die Ödembildung, Fibrinablagerung, kapilläre Leckage und Phagozytenmigration der

Entzündungsreaktion unterdrückt. Der vaskuläre endotheliale Wachstumsfaktor (Vascular

Endothelial Growth Factor, VEGF) ist ein Zytokin, das in erhöhten Konzentrationen im Umfeld des

Makulaödems exprimiert wird. Er ist ein starker Promotor der vaskulären Permeabilität.

Corticosteroide hemmen nachweislich die Expression von VEGF. Darüber hinaus verhindern

Corticosteroide die Freisetzung von Prostaglandinen, von denen einige als Mediatoren für zystoide

Makulaödeme identifiziert wurden.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Diabetisches Makulaödem

Die Wirksamkeit von OZURDEX wurde in zwei dreijährigen, multizentrischen, doppelblinden,randomisierten, mit Scheininjektion kontrollierten, parallelen Studien identischen Designs ermittelt,die zusammen 1.048 Patienten eingeschlossen haben (Studien 206207-010 und 206207-011).

Insgesamt wurden 351 Patienten randomisiert der Behandlung mit OZURDEX, 347 der Behandlungmit Dexamethason 350 µg und 350 der Behandlung mit Scheininjektion zugeteilt.

Patienten kamen für eine erneute Behandlung in Frage, wenn die Netzhautdicke im Zentralbereichgemäß OCT-Messung (optische Kohärenztomografie) über 175 Mikrometer betrug oder Prüfärztedie OCT-Werte als Beleg für ein verbleibendes Netzhautödem bewerteten, bestehend ausintraretinalen Zysten oder irgendwelcher Bereiche erhöhter Netzhautdicke innerhalb oder außerhalbdes Zentralbereichs. Patienten erhielten bis zu sieben Behandlungen in Intervallen von nicht häufigerals ca. alle sechs Monate.

Ausweichtherapien waren im Ermessen der Prüfärzte in jeder Phase zulässig, führten jedoch zum

Abbruch der Teilnahme an den Studien.

Aus unterschiedlichen Gründen beendeten insgesamt 36 % der mit OZURDEX behandelten

Patienten gegenüber 57 % der mit einer Scheininjektion behandelten Patienten die Teilnahme an der

Studie vorzeitig. Die Abbruchraten aufgrund von unerwünschten Ereignissen waren bei den

Behandlungs- und Scheininjektionsgruppen ähnlich (13 % gegenüber 11 %). Die Abbruchratenaufgrund fehlender Wirksamkeit waren in der OZURDEX-Gruppe geringer als in der

Scheininjektionsgruppe (7 % gegenüber 24 %).

Die primären und wichtigen sekundären Endpunkte der Studien 206207-010 und -011 werden in

Tabelle 2 dargestellt. Die Verbesserung der Sehfähigkeit in der DEX700-Gruppe wurde durch

Kataraktbildung beeinträchtigt - die verbesserte Sehfähigkeit wurde nach Beseitigung der Kataraktwiederhergestellt.

Tabelle 2. Wirksamkeit in Studien 206207-010 und 206207-011 (ITT-Population)

Studie Studie Pooled Studies206207-010 206207-011 206207-010 und206207-011

DEX Schein- DEX Schein- DEX Schein-700 injektion 700 injektion 700 injektion

Endpunkt N = 163 N = 165 N = 188 N = 185 N = 351 N = 350

Änderung des mittleren BCVA-

Werts über 3 Jahre, AUC-Methode 4,1 1,9 2,9 2.0 3.5 2.0(Buchstaben)

P-Wert0,016 0,366 0,023

BCVA ≥ 15 Buchstaben

Verbesserung gegenüber dem22,1 13,3 22,3 10.8 22.2 12.0

Ausgangswert in Jahr 3/

Abschlussuntersuchung (%)

P-Wert0,038 0,003 < 0,001

Änderung des mittleren BCVA-

Werts gegenüber dem

Ausgangswert in 4,1 0,8 1,3 -0.0 2.6 0.4

Jahr 3/Abschlussuntersuchung(Buchstaben)

P-Wert0,020 0,505 0,054

Änderung der mittleren OCT-

Netzhautdicke im Zentralbereich -101,1 -37,8 -120,7 -45.8 -111.6 -41.9über 3 Jahre, AUC-Methode (µm)

P-Wert<0,001 < 0,001 < 0,001

Die primären und wichtigen sekundären Endpunkte der zusammengefassten Analyse fürpseudophake Patienten werden in Tabelle 3 dargestellt.

Tabelle 3 Wirksamkeit in pseudophaken Patienten (zusammengefasste Studien 206207-010 und206207-011)

Schein-

Endpunkt DEX 700 injektion p-Wert

N = 86 N = 101

Änderung des mittleren BCVA-Werts über 3 Jahre, 6,5 1,7 < 0,001

AUC-Methode (Buchstaben)

BCVA ≥ 15 Buchstaben Verbesserung gegenüber dem 23,3 10,9 0,024

Ausgangswert in Jahr 3/ Abschlussuntersuchung (%)

Änderung des mittleren BCVA-Werts gegenüber dem 6,1 1,1 0,004

Ausgangswert in Jahr 3/Abschlussuntersuchung

Änderung der mittleren OCT-Netzhautdicke im -131,8 -50,8 < 0,001

Zentralbereich über 3 Jahre, AUC-Methode (µm)

Die primären und wichtigen sekundären Endpunkte der zusammengefassten Analyse für Patienten,die zuvor irgendeine Behandlung erhalten haben, sind in Tabelle 4 dargestellt.

Tabelle 4. Wirksamkeit in Patienten, die zuvor irgendeine Behandlung erhalten haben(zusammengefasste Studien 206207-010 und 206207-011)

Schein-

Endpunkt DEX 700 injektion p-Wert

N = 247 N = 261

Änderung des mittleren BCVA-Werts über 3 Jahre,3,2 1,5 0,024

AUC-Methode (Buchstaben)

BCVA ≥ 15 Buchstaben Verbesserung gegenüber dem21,5 11,1 0,002

Ausgangswert in Jahr 3/ Abschlussuntersuchung (%)

Änderung des mittleren BCVA-Werts gegenüber dem2,7 0,1 0,055

Ausgangswert in Jahr 3/Abschlussuntersuchung

Änderung der mittleren OCT-Netzhautdicke im

- 126,1 -39,0 < 0,001

Zentralbereich über 3 Jahre, AUC-Methode (µm)

VAV/ZVV

Die Wirksamkeit von OZURDEX wurde in zwei multizentrischen, doppelblinden, randomisierten,mit einer Scheininjektion kontrollierten, parallelen Studien identischen Designs ermittelt, diezusammen 1.267 Patienten umfassten, welche randomisiert mit Dexamethason-Implantaten (350 µgoder 700 µg) oder mit einer Scheininjektion behandelt wurden (Studien 206207-008 und 206207-009). Insgesamt 427 Patienten wurden randomisiert der Behandlung mit OZURDEX, 414 der

Behandlung mit Dexamethason 350 µg und 426 der Behandlung mit der Scheininjektion zugeteilt.

Auf der Grundlage der zusammengefassten Analyseergebnisse zeigte die Behandlung mit

OZURDEX-Implantaten eine statistisch signifikant größere Anzahl an Patienten, die auf die

Behandlung ansprachen, definiert als Patienten, die im Vergleich zur Gruppe mit Scheininjektion(p < 0,001) 90 Tage nach der Injektion eines einzelnen Implantats bezogen auf den Ausgangswertdes bestkorrigierten Visus (Best Corrected Visual Acuity, BCVA) eine Verbesserung von≥ 15 Buchstaben aufwiesen.

Der Anteil der Patienten, die den primären Wirksamkeitswert von ≥ 15 Buchstaben Verbesserunggegenüber dem BCVA-Ausgangswert nach der Injektion eines einzelnen Implantats erzielten, ist in

Tabelle 5 dargestellt. Eine Wirkung der Behandlung zeigte sich zum ersten Beobachtungszeitpunkt an

Tag 30. Die maximale Wirkung der Behandlung wurde an Tag 60 beobachtet und der Unterschied inder Anzahl der Patienten, die auf die Behandlung ansprachen, fiel zu allen Zeitpunkten bis Tag 90nach der Injektion statistisch signifikant zugunsten von OZURDEX gegenüber der Scheininjektionaus. Auch an Tag 180 wurde weiterhin ein größerer Anteil an Patienten beobachtet, die im Vergleichzu den mit der Scheininjektion behandelten Patienten im Rahmen der Behandlung mit OZURDEXeine Verbesserung von ≥ 15 Buchstaben bezogen auf den BCVA-Ausgangswert aufwiesen.

Tabelle 5. Anteil der Patienten, die eine Verbesserung von ≥ 15 Buchstaben gegenüber dem

Ausgangswert des bestkorrigierten Visus im behandelten Auge aufwiesen(zusammengefasst, ITT-Population)

OZURDEX Scheininjektion

Visite N = 427 N = 426

Tag 30 21,3 % a 7,5 %

Tag 60 29,3 % a 11,3 %

Tag 90 21,8 % a 13,1 %

Tag 180 21,5 % 17,6 %a Anteil ist bei OZURDEX signifikant höher als bei der Scheininjektion (p < 0,001)

Die durchschnittliche Veränderung gegenüber dem BCVA-Ausgangswert war zu allen Zeitpunkten bei

OZURDEX signifikant höher als bei der Scheininjektion.

In jeder Phase-III-Studie und in der zusammengefassten Analyse wiesen die kumulativen

Ansprechkurven für die Zeit bis zum Erreichen einer Verbesserung von ≥ 15 Buchstaben (3 Zeilen)bezogen auf den BCVA signifikante Unterschiede zwischen OZURDEX und der Scheininjektion auf(p < 0,001), wobei mit OZURDEX behandelte Patienten frühzeitiger eine 3-Zeilen-Verbesserung beim

BCVA erzielten als mit der Scheininjektion behandelte Patienten.

OZURDEX war der Scheininjektion hinsichtlich der Verhinderung des Sehverlusts zahlenmäßigüberlegen, wie sich in dem niedrigeren Anteil der Patienten in der OZURDEX-Gruppe, die eine

Verschlechterung des Sehvermögens von ≥ 15 Buchstaben im gesamten 6-monatigen Studienzeitraumaufwiesen, zeigt.

In allen Phase-III-Studien und in der zusammengefassten Analyse waren an Tag 90 diedurchschnittliche Netzhautdicke signifikant geringer und die durchschnittliche Reduktion vom

Ausgangswert bei OZURDEX signifikant höher (-207,9 Mikrometer) als bei der Scheininjektion (-95,0 Mikrometer) (p < 0,001, zusammengefasste Daten). Die anhand des BCVA an Tag 90 ermittelte

Wirkung der Behandlung wurde daher durch diesen anatomischen Befund bestätigt. An Tag 180 wardie durchschnittliche Reduktion der Netzhautdicke (-119,3 Mikrometer) verglichen zur Gruppe mit

Scheininjektion nicht signifikant.

Patienten, die einen BCVA-Wert von < 84 ODER in der optischen Kohärenztomografie (OCT) eine

Netzhautdicke von > 250 Mikrometern aufwiesen und für die eine Behandlung nach Einschätzung des

Prüfarztes kein Risiko darstellte, waren für eine OZURDEX-Behandlung in einer nicht verblindeten

Verlängerung der Studie geeignet. Von den Patienten, die in der nicht verblindeten Phase behandeltwurden, erhielten 98 % 5 bis 7 Monate nach der initialen Behandlung eine OZURDEX-Injektion.

Wie bei der initialen Behandlung wurde das maximale Ansprechen auch in der nicht verblindeten

Phase an Tag 60 beobachtet. Die kumulativen Ansprechraten fielen in der gesamten nicht verblindeten

Phase bei jenen Patienten höher aus, die zwei aufeinander folgende OZURDEX-Injektionen erhielten,verglichen mit jenen Patienten, die in der initialen Phase keine OZURDEX-Injektion erhalten hatten.

Der Anteil der Patienten, die auf die Behandlung ansprachen, war zu jedem Zeitpunkt nach derzweiten Behandlung stets größer als nach der ersten Behandlung. Eine Verzögerung der Behandlungum 6 Monate führte in der nicht verblindeten Phase jedoch zu allen Zeitpunkten zu einem geringeren

Anteil an Patienten, die auf die Behandlung ansprachen, verglichen mit dem Anteil der Patienten, dieeine zweite OZURDEX-Injektion erhielten.

Uveitis

Die klinische Wirksamkeit von OZURDEX wurde in einer einzelnen, multizentrischen, verblindeten,randomisierten Studie zur Behandlung einer nicht infektiösen Entzündung des posterioren Segmentsdes Auges bei Patienten mit Uveitis ermittelt.

Insgesamt 229 Patienten wurden randomisiert der Behandlung mit Dexamethason-Implantaten(350 µg oder 700 µg) oder mit Scheininjektion zugeteilt. Davon wurden insgesamt 77 Patientenrandomisiert der Behandlung mit OZURDEX, 76 Patienten der Behandlung mit Dexamethason 350 µgund 76 der Behandlung mit der Scheininjektion zugeteilt. Insgesamt 95 % der Patienten haben die26 Wochen dauernde Studie abgeschlossen.

Der Anteil der Patienten mit einem Glaskörpertrübungswert von 0 im behandelten Auge in Woche 8(primärer Endpunkt) war bei OZURDEX viermal so hoch (46,8 %) wie bei der Scheininjektion(11,8 %), p < 0,001. Die statistische Überlegenheit blieb bis einschließlich Woche 26 bestehen(p ≤ 0,014), wie in Tabelle 6 dargestellt.

Die kumulativen Ansprechkurven (Zeit bis zum Glaskörpertrübungswert von 0) der OZURDEX-

Gruppe unterschieden sich signifikant von denen der Scheininjektionsgruppe (p < 0,001), wobei

Patienten, die Dexamethason erhielten, ein früheres und besseres Ansprechen auf die Behandlungzeigten.

Die Reduzierung der Glaskörpertrübung ging mit einer Verbesserung des Visus einher. Der Anteil der

Patienten mit einer Verbesserung von mindestens 15 Buchstaben gegenüber dem BCVA-

Ausgangswert im behandelten Auge betrug in Woche 8 bei OZURDEX mehr als das Sechsfache(42,9 %) im Vergleich zur Scheininjektion (6,6 %), p < 0,001. Die statistische Überlegenheit wurde in

Woche 3 erzielt und blieb bis einschließlich Woche 26 bestehen (p < 0,001), wie in Tabelle 6dargestellt.

Der prozentuale Anteil der Patienten, die vom Ausgangspunkt bis Woche 8 zusätzliche Medikationbenötigten, betrug bei der OZURDEX-Gruppe nur rund ein Drittel (7,8 %) gegenüber der

Scheininjektionsgruppe (22,4 %), p = 0,012.

Tabelle 6. Anteil der Patienten mit einem Glaskörpertrübungswert von null und einer

Verbesserung von ≥ 15 Buchstaben ab dem Ausgangswert des bestkorrigierten

Visus im behandelten Auge (ITT-Population)

Visite Glaskörpertrübungswert von null BCVA-Verbesserungvon ≥ 15 Buchstaben ab dem

Ausgangswert

DEX 700 Scheininjektion DEX 700 Scheininjektion

N = 77 N = 76 N = 77 N = 76

Woche 3 23,4 % 11,8 % 32,5 %a 3,9 %

Woche 6 42,9 %a 9,2 % 41,6 %a 7,9 %

Woche 8 46,8 %a 11,8 % 42,9 %a 6,6 %

Woche 12 45,5 %a 13,2 % 41,6 %a 13,2 %

Woche 16 40,3 %b 21,1 % 39,0 %a 13,2 %

Woche 20 39,0 %c 19,7 % 40,3 %a 13,2 %

Woche 26 31,2 %d 14,5 % 37,7 %a 13,2 %a p < 0,001; b p = 0,010; c p = 0,009; d p = 0,014

Kinder und Jugendliche

Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat OZURDEX von der Verpflichtung zur Vorlage von

Ergebnissen zu Studien in allen pädiatrischen Gruppierungen für retinalen Gefäßverschluss sowie fürdiabetisches Makulaödem freigestellt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei

Kindern und Jugendlichen).

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

In den beiden 6-monatigen Wirksamkeitsstudien wurden Plasmakonzentrationen von einer

Untergruppe aus 21 Patienten vor der Dosierung sowie an Tag 7, 30, 60 und 90 nach der intravitrealen

Injektion eines einzelnen intravitrealen Implantats mit 350 µg oder 700 µg Dexamethason bestimmt.95 % der Plasma-Dexamethason-Konzentrationswerte der 350-µg-Dosisgruppe und 86 % der 700-µg-

Dosisgruppe lagen unterhalb der unteren Bestimmungsgrenze (0,05 ng/ml). Der höchste

Plasmakonzentrationswert von 0,094 ng/ml wurde bei einem Patienten in der 700-µg-Gruppegemessen. Es gab keine Anzeichen dafür, dass die Plasma-Dexamethason-Konzentration mit dem

Alter, dem Körpergewicht oder dem Geschlecht der Patienten zusammenhängt.

In den beiden konfirmatorischen DMÖ-Studien wurden Plasmakonzentrationen von einer Untergruppevon Patienten vor der intravitrealen Injektion sowie an Tag 1, 7 und 21 sowie 1,5 und 3 Monate nachder intravitrealen Injektion eines einzelnen Implantats mit 350 µg oder 700 µg Dexamethasonbestimmt. 100 % der Plasma-Dexamethason-Konzentrationswerte der 350-µg-Dosisgruppe und 90 %der 700-µg-Dosisgruppe lagen unterhalb der Bestimmungsgrenze (0,05 ng/ml). Der höchste

Plasmakonzentrationswert von 0,102 ng/ml wurde bei einem Patienten in der 700-µg-Gruppegemessen. Es gab keine Anzeichen dafür, dass die Plasma-Dexamethason-Konzentration mit dem

Alter, dem Körpergewicht oder dem Geschlecht der Patienten zusammenhängt.

In einer 6-monatigen Studie an Affen im Anschluss an eine einzelne intravitreale OZURDEX-

Injektion betrug der Dexamethason-Glaskörper-Cmax-Wert 100 ng/ml an Tag 42 nach der Injektion und5,57 ng/ml an Tag 91. Dexamethason konnte auch 6 Monate nach der Injektion noch im Glaskörpernachgewiesen werden. Die Rangfolge der Dexamethason-Konzentration war wie folgt: Netzhaut > Iris> Ziliarkörper > Glaskörper > Kammerwasser > Plasma.

In einer in vitro-Metabolismusstudie, die nach der 18-stündigen Inkubation von [14C]-Dexamethasonmit menschlichem Hornhaut-, Iris-, Ziliarkörper-, Choroidea-, Retina-, Glaskörper- und Skleragewebedurchgeführt wurde, wurden keine Metaboliten festgestellt. Dies stimmt mit den Ergebnissen vonokulären Metabolismusstudien an Kaninchen und Affen überein.

Dexamethason wird letztendlich in Lipide und wasserlösliche Metaboliten umgewandelt, die über die

Galle und den Urin ausgeschieden werden können.

Die OZURDEX-Matrix wird durch einfache Hydrolyse langsam zu Milchsäure und Glykolsäure unddann weiter zu Kohlendioxid und Wasser abgebaut.

5.3 Präklinische Sicherheitsdaten

Präklinische Effekte wurden nur nach Expositionen beobachtet, die ausreichend über der maximalenhumantherapeutischen Exposition lagen. Die Relevanz für den Menschen wird als gering bewertet.

Es liegen keine Daten zur Mutagenität, Karzinogenität, Reproduktions- oder Entwicklungstoxizitätvon OZURDEX vor. Untersuchungen belegen die teratogene Wirkung von Dexamethason bei Mäusenund Kaninchen nach topisch ophthalmischer Anwendung.

Bei Kaninchen wurde nach der Verabreichung des Implantats im posterioren Segment des Auges eine

Dexamethason-Exposition des gesunden/unbehandelten Auges durch kontralaterale Diffusionbeobachtet.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Poly(D,L-Lactid-co-Glycolid) 50:50 mit Ester-Endgruppen.

Poly(D,L-Lactid-co-Glycolid) 50:50 mit Säure-Endgruppen.

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Haltbarkeit

3 Jahre.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Jede Packung enthält:

Ein steriles, implantierbares, stäbchenförmiges Implantat mit verzögerter Freisetzung von700 Mikrogramm Dexamethason, welches sich in der Nadel (Edelstahl) eines Einweg-Applikatorsbefindet.

Der Applikator besteht aus einem Kolben (Edelstahl) innerhalb einer Nadel, in der das Implantat voneiner Hülse (Silikon) festgehalten wird. Der Kolben wird durch eine Auslösetaste an der Seite des

Applikators gesteuert. Die Nadel wird durch eine Kappe und die Auslösetaste durch eine

Sicherheitslasche geschützt.

Der Applikator, der das Implantat enthält, ist in einem versiegelten Folienbeutel mit Trocknungsmittelverpackt.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Handhabung

OZURDEX darf nur einmal verwendet werden.

Jeder Applikator darf nur zur Behandlung eines einzigen Auges verwendet werden.

Den Applikator nicht verwenden, wenn die Versiegelung des Folienbeutels mit dem Applikatorbeschädigt ist. Sobald der Folienbeutel geöffnet ist, muss der Applikator sofort verwendet werden.

Verabreichung von OZURDEX1) Halten Sie den Applikator der Länge nach parallel zum

Limbus.

2) Richten Sie ihn in schrägem Winkel mit dem Kanülenschliffder Nadel nach oben (also von der Sklera abgewandt) auf die

Sklera. Schieben Sie die Spitze der Nadel in der Sklera parallelzum Limbus etwa 1 mm vor.

3) Ändern Sie die Richtung und richten Sie den Applikatorsenkrecht zum Zentrum des Auges aus, um einen geführtenskleralen Zugang zu schaffen. Schieben Sie die Nadel vor, bissie in den Glaskörperraum eingedrungen ist.

Die Nadel darf nur bis zu dem Punkt vorgeschoben werden, andem die Hülse um die Nadel die Konjunktiva berührt.

4) Drücken Sie die Auslösetaste des Applikators langsamherunter, bis Sie einen hörbaren Klick vernehmen. Bevor Sieden Applikator aus dem Auge zurückziehen, stellen Sie bittesicher, dass die Auslösetaste vollständig heruntergedrückt istund mit der Oberfläche des Applikators bündig abschließt.

5) Ziehen Sie den Applikator in der gleichen Richtung heraus, inder Sie ihn in den Glaskörper vorgeschoben haben.

6) Entsorgen Sie den Applikator sofort nach erfolgter Behandlungin einem geeigneten Sammelgefäß.

Der OZURDEX-Applikator darf nur einmal verwendet werden.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu entsorgen.

7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS

Allergan Pharmaceuticals Ireland

Castlebar Road,

Co. Mayo

Westport

Irland

8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)

EU/1/10/638/001

9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 27/07/2010

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 23/03/2015

10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs

MM/JJJJ

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf der Website der Europäischen

Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu/ verfügbar.