Angewendet bei: Typ-2-Diabetes; Adipositas
Substanz: Semaglutid (GLP-1-Rezeptoragonist)
ATC: A10BJ06 (ALIMENTÄRES SYSTEM UND STOFFWECHSEL | ANTIDIABETIKA, EXKL. INSULINE | Glucagon-like Peptid-1 (GLP-1) Analoga)
Semaglutid ist ein Medikament, das zur Behandlung von Typ-2-Diabetes und in einigen Fällen zur Gewichtsreduktion bei Patienten mit Adipositas oder Übergewicht eingesetzt wird. Es gehört zur Klasse der GLP-1-Rezeptor-Agonisten (glucagonähnliches Peptid-1), die die Insulinsekretion stimulieren, die Glukagonsekretion reduzieren und die Magenentleerung verlangsamen, wodurch der Blutzuckerspiegel gesenkt und der Appetit reduziert wird.
Semaglutid ist als subkutane Injektion (einmal wöchentlich verabreicht) oder in einigen Fällen als orale Tablette erhältlich. Es wird in Kombination mit einer gesunden Ernährung und Bewegung eingesetzt, um die Blutzuckerkontrolle zu verbessern und im Falle der Adipositasbehandlung die Gewichtsabnahme zu unterstützen.
Häufige Nebenwirkungen sind Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung und Bauchschmerzen, insbesondere zu Beginn der Behandlung. In seltenen Fällen kann es zu Pankreatitis, Hypoglykämie (insbesondere bei gleichzeitiger Anwendung mit anderen Antidiabetika) oder Schilddrüsenproblemen kommen.
Semaglutid wird nicht für Patienten mit einer Vorgeschichte von medullärem Schilddrüsenkrebs oder multiplem endokrinen Neoplasie-Syndrom Typ 2 (MEN2) empfohlen. Es ist wichtig, dass Patienten die Empfehlungen ihres Arztes befolgen und auf mögliche Nebenwirkungen achten.
Ozempic 0,25 mg Injektionslösung im Fertigpen
Ozempic 0,5 mg Injektionslösung im Fertigpen
Ozempic 1 mg Injektionslösung im Fertigpen
Ozempic 2 mg Injektionslösung im Fertigpen
Ozempic 0,25 mg Injektionslösung1 ml Lösung enthält 1,34 mg Semaglutid*. Ein Fertigpen enthält 2 mg Semaglutid* in 1,5 ml Lösung.
Jede Dosis enthält 0,25 mg Semaglutid in 0,19 ml Lösung.
Ozempic 0,5 mg Injektionslösung1,5 ml: 1 ml Lösung enthält 1,34 mg Semaglutid*. Ein Fertigpen enthält 2 mg Semaglutid* in 1,5 ml
Lösung. Jede Dosis enthält 0,5 mg Semaglutid in 0,37 ml Lösung.
3 ml: 1 ml Lösung enthält 0,68 mg Semaglutid*. Ein Fertigpen enthält 2 mg Semaglutid* in 3 ml
Lösung. Jede Dosis enthält 0,5 mg Semaglutid in 0,74 ml Lösung.
3 ml: 1 ml Lösung enthält 1,34 mg Semaglutid*. Ein Fertigpen enthält 4 mg Semaglutid* in 3 ml
Lösung. Jede Dosis enthält 0,5 mg Semaglutid in 0,37 ml Lösung.
Ozempic 1 mg Injektionslösung1 ml Lösung enthält 1,34 mg Semaglutid*. Ein Fertigpen enthält 4 mg Semaglutid* in 3 ml Lösung.
Jede Dosis enthält 1 mg Semaglutid in 0,74 ml Lösung.
1 ml Lösung enthält 2,68 mg Semaglutid*. Ein Fertigpen enthält 8 mg Semaglutid* in 3 ml Lösung.
Jede Dosis enthält 1 mg Semaglutid in 0,37 ml Lösung.
Ozempic 2 mg Injektionslösung1 ml Lösung enthält 2,68 mg Semaglutid*. Ein Fertigpen enthält 8 mg Semaglutid* in 3 ml Lösung.
Jede Dosis enthält 2 mg Semaglutid in 0,74 ml Lösung.
*Analogon zu humanem Glucagon-like peptide-1 (GLP-1), gentechnisch hergestellt durchrekombinante DNS-Technologie in Saccharomyces cerevisiae Zellen.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
Injektionslösung (Injektion).
Klare und farblose oder nahezu farblose, isotonische Lösung; pH = 7,4.
Ozempic wird zur Behandlung des unzureichend kontrollierten Diabetes mellitus Typ 2 bei
Erwachsenen als Zusatz zu Diät und körperlicher Aktivität angewendet
* als Monotherapie, wenn die Anwendung von Metformin aufgrund einer Unverträglichkeit oder
Kontraindikationen ungeeignet ist
* zusätzlich zu anderen Arzneimitteln zur Behandlung des Diabetes mellitus.
Für Studienergebnisse hinsichtlich Kombinationen, Auswirkungen auf die glykämische Kontrolle,kardiovaskuläre Erkrankungen und renale Ereignisse, sowie untersuchte Populationen, siehe
Abschnitte 4.4, 4.5 und 5.1.
Die Anfangsdosis beträgt 0,25 mg Semaglutid einmal wöchentlich. Nach 4 Wochen sollte die Dosisauf 0,5 mg einmal wöchentlich erhöht werden. Nach mindestens 4 Wochen mit einer Dosis von 0,5 mgeinmal wöchentlich kann die Dosis auf 1 mg einmal wöchentlich erhöht werden, um die Einstellungdes Blutzuckerspiegels weiter zu verbessern. Nach mindestens 4 Wochen mit einer Dosis von 1 mgeinmal wöchentlich kann die Dosis auf 2 mg einmal wöchentlich erhöht werden, um die Einstellungdes Blutzuckerspiegels weiter zu verbessern.
0,25 mg Semaglutid ist keine Erhaltungsdosis. Höhere wöchentliche Dosen als 2 mg werden nichtempfohlen.
Wenn Ozempic zusätzlich zu einer bestehenden Therapie mit Metformin und/oder Thiazolidindionoder einem Natrium-Glucose-Cotransporter-2 (SGLT2) -Inhibitor gegeben wird, kann die bestehende
Dosis von Metformin und/oder Thiazolidindion oder SGLT2-Inhibitor unverändert beibehaltenwerden.
Wenn Ozempic zusätzlich zu einer bestehenden Therapie mit Sulfonylharnstoff oder Insulin gegebenwird, sollte eine Dosisreduktion von Sulfonylharnstoff oder Insulin erwogen werden, um das Risikoeiner Hypoglykämie zu senken (siehe Abschnitte 4.4 und 4.8).
Eine Blutzuckerselbstkontrolle durch den Patienten ist zur Anpassung der Dosis von Ozempic nichterforderlich. Eine Blutzuckerselbstkontrolle ist notwendig, um die Sulfonylharnstoff- und die
Insulindosis anzupassen, vor allem wenn mit Ozempic gestartet und Insulin reduziert wird. Einschrittweises Vorgehen bei der Reduktion des Insulins wird empfohlen.
Ausgelassene DosisFalls eine Dosis ausgelassen wird, sollte sie so bald wie möglich und innerhalb von 5 Tagen nach demursprünglichen Dosistermin verabreicht werden. Wenn mehr als 5 Tage vergangen sind, sollte dieausgelassene Dosis übersprungen werden und die nächste Dosis sollte am regulären, turnusgemäßen
Tag verabreicht werden. In jedem Fall können Patienten anschließend ihr regelmäßiges einmalwöchentliches Dosierungsschema wiederaufnehmen.
Änderung des VerabreichungstagsDer Tag der wöchentlichen Anwendung kann bei Bedarf gewechselt werden, solange die Zeitzwischen zwei Dosen mindestens 3 Tage (> 72 Stunden) beträgt. Nach der Auswahl eines neuen
Verabreichungstages ist die einmal wöchentliche Dosierung fortzusetzen.
Spezielle PopulationenEine Dosisanpassung aufgrund des Alters ist nicht erforderlich.
Eingeschränkte NierenfunktionBei Patienten mit leichter, mittelschwerer oder schwerer Einschränkung der Nierenfunktion ist keine
Dosisanpassung erforderlich. Die Erfahrungen mit der Anwendung von Semaglutid bei Patienten mitterminaler Niereninsuffizienz sind begrenzt.
Eingeschränkte LeberfunktionBei Patienten mit Einschränkung der Leberfunktion ist keine Dosisanpassung erforderlich. Die
Erfahrungen mit der Anwendung von Semaglutid bei Patienten mit schwerer Einschränkung der
Leberfunktion sind begrenzt. Bei der Behandlung dieser Patienten mit Semaglutid ist Vorsicht geboten(siehe Abschnitt 5.2).
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit und Wirksamkeit von Semaglutid bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren sindbisher noch nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Art der AnwendungOzempic soll subkutan in das Abdomen, den Oberschenkel oder den Oberarm injiziert werden. Die
Injektionsstelle kann ohne Dosisanpassung geändert werden. Ozempic darf nicht intravenös oderintramuskulär angewendet werden.
Ozempic soll einmal wöchentlich zu einem beliebigen Zeitpunkt zu oder unabhängig von den
Mahlzeiten angewendet werden.
Weitere Informationen zur Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des
Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiertwerden.
AllgemeinSemaglutid darf nicht zur Behandlung der diabetischen Ketoazidose angewendet werden. Semaglutidist kein Ersatz für Insulin. Diabetische Ketoazidose wurde bei Insulin-pflichtigen Patienten berichtet,bei denen zu Beginn einer Behandlung mit einem GLP-1-Rezeptoragonisten die Insulindosis schnellreduziert oder Insulin schnell abgesetzt wurde (siehe Abschnitt 4.2).
Es gibt keine Erfahrungen bei Patienten mit Herzinsuffizienz des NYHA-Stadiums IV, daher wird die
Anwendung von Semaglutid bei diesen Patienten nicht empfohlen.
Aspiration in Verbindung mit Vollnarkose oder tiefer Sedierung
Bei Patienten, die GLP-1-Rezeptor-Agonisten erhielten und sich einer Vollnarkose oder einer tiefen
Sedierung unterzogen, wurden Fälle von Aspirationspneumonie berichtet. Daher sollte das erhöhte
Risiko von verbliebenen Resten von Mageninhalt aufgrund einer verzögerten Magenentleerung (siehe
Abschnitt 4.8) bedacht werden vor der Durchführung von Eingriffen mit Vollnarkose oder tiefer
Sedierung.
Wirkungen auf den Gastrointestinaltrakt und Dehydrierung
Die Anwendung von GLP-1-Rezeptoragonisten kann mit gastrointestinalen Nebenwirkungenverbunden sein. Dies sollte bei der Behandlung von Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktionberücksichtigt werden, da Übelkeit, Erbrechen und Durchfall zu Dehydrierung führen können, die inseltenen Fällen zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion führen kann (siehe Abschnitt 4.8).
Patienten, die mit Semaglutid behandelt werden, müssen auf das potenzielle Risiko einer
Dehydrierung im Zusammenhang mit gastrointestinalen Nebenwirkungen hingewiesen werden und
Vorkehrungen gegen Flüssigkeitsverlust treffen.
Akute PankreatitisAkute Pankreatitis wurde unter der Anwendung von GLP-1-Rezeptoragonisten beobachtet. Patientensollten über die charakteristischen Symptome einer akuten Pankreatitis informiert werden. Wird eine
Pankreatitis vermutet, ist Semaglutid abzusetzen; wird diese bestätigt, ist die Behandlung mit
Semaglutid nicht wieder aufzunehmen. Bei Patienten, die bereits einmal an Pankreatitis erkranktwaren, ist entsprechende Vorsicht geboten.
HypoglykämiePatienten, die mit Semaglutid in Kombination mit einem Sulfonylharnstoff oder Insulin behandeltwerden, können ein erhöhtes Risiko für eine Hypoglykämie haben. Das Risiko einer Hypoglykämiekann durch Reduktion der Sulfonylharnstoff- oder der Insulindosis bei Beginn der Behandlung mit
Semaglutid gesenkt werden (siehe Abschnitt 4.8).
Diabetische RetinopathieBei Patienten mit diabetischer Retinopathie, die mit Insulin und Semaglutid behandelt werden, wurdeein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Komplikationen der diabetischen Retinopathie beobachtet(siehe Abschnitt 4.8). Bei der Behandlung von Patienten mit diabetischer Retinopathie, die gleichzeitig
Insulin erhalten, ist mit Semaglutid Vorsicht geboten. Diese Patienten sind engmaschig zu überwachenund gemäß klinischer Leitlinien zu behandeln. Eine rasche Verbesserung der Blutzuckerkontrolle istmit einer vorübergehenden Verschlechterung der diabetischen Retinopathie assoziiert worden, jedochkönnen andere Mechanismen nicht ausgeschlossen werden.
Es gibt keine Erfahrungen mit 2 mg Semaglutid bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und nichtkontrollierter oder potenziell instabiler diabetischer Retinopathie, deswegen wird 2 mg Semaglutid beidiesen Patienten nicht empfohlen.
Nichtarteriitische anteriore ischämische Optikusneuropathie (NAION)
Daten aus epidemiologischen Studien deuten auf ein erhöhtes Risiko für nichtarteriitische anterioreischämische Optikusneuropathie (NAION) während der Behandlung mit Semaglutid hin. Es gibt keinbestimmtes Zeitintervall, in dem sich eine NAION nach Beginn der Behandlung entwickeln kann. Beiplötzlichem Verlust des Sehvermögens sollte eine augenärztliche Untersuchung erfolgen, falls eine
NAION bestätigt wird, sollte die Behandlung mit Semaglutid abgebrochen werden (siehe Abschnitt4.8).
Patienten mit Gastroparese
Bei Patienten, die mit Semaglutid behandelt werden und an Gastroparese leiden, kann es zuschwereren oder schwerwiegenderen gastrointestinalen Nebenwirkungen kommen. Semaglutid solltebei diesen Patienten mit Vorsicht angewendet werden und Semaglutid wird nicht empfohlen, wenn die
Gastroparese schwerwiegend ist (siehe Abschnitt 4.8).
NatriumgehaltDieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Dosis, d. h., es ist nahezu'natriumfrei“.
Semaglutid verzögert die Magenentleerung und beeinflusst möglicherweise die Resorptionsrategleichzeitig oral angewendeter Arzneimittel. Semaglutid sollte bei Patienten unter oralen
Arzneimitteln, die eine rasche gastrointestinale Resorption erfordern, mit Vorsicht angewendetwerden.
Paracetamol
Semaglutid verzögert die Geschwindigkeit der Magenentleerung, was gemäß der Pharmakokinetik von
Paracetamol mit einem standardisierten Mahlzeitentest festgestellt wurde. Die AUC0-60min und Cmax von
Paracetamol waren nach der gleichzeitigen Gabe von 1 mg Semaglutid um 27 % bzw. 23 %vermindert. Die Gesamtexposition von Paracetamol (AUC0-5h) blieb unverändert. Unter 2,4 mg
Semaglutid wurde nach einer 20-wöchigen Anwendung von Semaglutid keine klinisch relevante
Auswirkung auf die Geschwindigkeit der Magenentleerung beobachtet, was wahrscheinlich auf einen
Toleranzeffekt zurückzuführen ist. Es ist keine Dosisanpassung von Paracetamol erforderlich, wenn esgemeinsam mit Semaglutid angewendet wird.
Orale KontrazeptivaEine verminderte Wirkung oraler Kontrazeptiva durch Semaglutid wird nicht erwartet, da Semaglutiddie Gesamtexposition von Ethinylestradiol und Levonorgestrel nicht in klinisch relevantem Maßeveränderte, wenn ein orales Kombinationsarzneimittel zur Kontrazeption (0,03 mg
Ethinylestradiol/0,15 mg Levonorgestrel) gemeinsam mit Semaglutid angewendet wurde. Die
Exposition von Ethinylestradiol wurde nicht beeinflusst; für die Exposition von Levonorgestrel im
Steady State wurde ein Anstieg um 20 % beobachtet. Die Cmax wurde für keinen der Wirkstoffebeeinflusst.
AtorvastatinNach Gabe einer Einzeldosis von 40 mg Atorvastatin veränderte Semaglutid die Gesamtexpositionvon Atorvastatin nicht. Die Cmax von Atorvastatin war um 38 % verringert. Dies wurde als nichtklinisch relevant eingestuft.
DigoxinNach Gabe einer Einzeldosis von 0,5 mg Digoxin veränderte Semaglutid die Gesamtexposition oderdie Cmax von Digoxin nicht.
MetforminNach einer Dosierung von 500 mg Metformin zweimal täglich über 3,5 Tage veränderte Semaglutiddie Gesamtexposition oder die Cmax von Metformin nicht.
Warfarin und andere Cumarin-DerivateNach Gabe einer Einzeldosis von 25 mg Warfarin veränderte Semaglutid die Gesamtexposition oderdie Cmax von R- und S-Warfarin nicht und die pharmakodynamischen Wirkungen von Warfarin,gemessen an der International Normalised Ratio (INR), wurden nicht in klinisch relevantem Maßebeeinflusst. Dennoch wurden bei gleichzeitiger Anwendung von Acenocoumarol und Semaglutid Fällevon INR-Senkungen berichtet. Bei Patienten, die mit Warfarin oder anderen Cumarin-Derivatenbehandelt werden, wird zu Beginn der Behandlung mit Semaglutid eine häufige Überwachung der
INR empfohlen.
Frauen im gebärfähigen Alter wird empfohlen, während der Behandlung mit Semaglutid eine
Verhütungsmethode anzuwenden.
SchwangerschaftTierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe Abschnitt 5.3). Es liegennur begrenzte Daten zur Anwendung von Semaglutid bei Schwangeren vor. Daher darf Semaglutidwährend der Schwangerschaft nicht angewendet werden. Möchte eine Patientin schwanger werdenoder tritt eine Schwangerschaft ein, muss Semaglutid abgesetzt werden. Aufgrund der langen
Halbwertszeit (siehe Abschnitt 5.2) muss Semaglutid mindestens 2 Monate vor einer geplanten
Schwangerschaft abgesetzt werden.
StillzeitBei säugenden Ratten wurde Semaglutid in die Muttermilch ausgeschieden. Da ein Risiko für eingestilltes Kind nicht ausgeschlossen werden kann, darf Semaglutid während der Stillzeit nichtangewendet werden.
FertilitätEs ist nicht bekannt, ob Semaglutid eine Auswirkung auf die menschliche Fertilität hat. Semaglutidbeeinträchtigte die Fertilität männlicher Ratten nicht. Bei weiblichen Ratten wurde bei Dosen, die miteinem mütterlichen Gewichtsverlust einhergingen, eine Verlängerung des Östrus und eine geringe
Abnahme der Anzahl der Ovulationen beobachtet (siehe Abschnitt 5.3).
Semaglutid hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit oder die
Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Bei Anwendung in Kombination mit einem
Sulfonylharnstoff oder Insulin sollten Patienten angewiesen werden, Maßnahmen zur
Hypoglykämievermeidung bei der Teilnahme am Straßenverkehr oder während des Bedienens von
Maschinen zu ergreifen (siehe Abschnitt 4.4).
In 8 Phase-3a-Studien wurden 4.792 Patienten mit bis zu 1 mg Semaglutid behandelt. Die amhäufigsten bei klinischen Studien berichteten Nebenwirkungen waren gastrointestinale Störungen,darunter Übelkeit (sehr häufig), Durchfall (sehr häufig) und Erbrechen (häufig). Im Allgemeinenwaren diese Reaktionen leicht oder mittelschwer und von kurzer Dauer.
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenIn Tabelle 1 sind Nebenwirkungen aufgeführt, die in allen Phase-3-Studien (einschließlich derkardiovaskulären Langzeit-Endpunktstudie) und Meldungen nach der Markteinführung bei Patientenmit Diabetes mellitus Typ 2 (nähere Beschreibung siehe Abschnitt 5.1) ermittelt wurden. Die
Häufigkeiten der Nebenwirkungen (außer Komplikationen bei diabetischer Retinopathie, siehe
Fußnote in Tabelle 1) basieren auf einem Pool der Phase-3a-Studien mit Ausnahme derkardiovaskulären Endpunktstudie (siehe Text unter der Tabelle für weitere Details).
Die Nebenwirkungen sind nachstehend nach Systemorganklassen und absoluter Häufigkeit aufgeführt.
Die Häufigkeiten sind wie folgt definiert: Sehr häufig: (≥ 1/10); häufig: (≥ 1/100, < 1/10);gelegentlich: (≥ 1/1 000, < 1/100); selten: (≥ 1/10 000, < 1/1 000); sehr selten: (< 1/10 000) und nichtbekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar). Innerhalb der
Häufigkeitsbereiche werden die Nebenwirkungen in absteigender Reihenfolge bezüglich ihres
Schweregrades angegeben.
Tabelle 1 Häufigkeit der Nebenwirkungen von Semaglutid
Systemorgan- Sehr Häufig Gelegentlic Selten Sehr selten Nichtklassen gemäß häufig h bekannt
MedDRA
Erkrankungen Überempfi Anaphylades ndlichkeitc ktische
Immunsystems Reaktion
Stoffwechsel- Hypogly- Hypogly-und kämiea bei kämiea bei
Ernährungs- gleichzeiti gleichzeitigstörungen ger er
Anwendun Anwendung mit g mit
Insulin anderenoder oralen
Sulfonyl- Antidiabetiharnstoff ka (OAD)
Verminderter Appetit
Erkrankungen Schwindel Dysgeusie Dysästhe-des Kopf- sied
Nervensystems schmerzen
Augenerkran- Komplikati Nicht-kungen onen bei arteriitischediabetische anteriorer ischämische
Retinopathi Optikusneueb ro-pathie(NAION)
Herzerkrankun Erhöhtegen Herzfrequenz
Systemorgan- Sehr Häufig Gelegentlic Selten Sehr selten Nichtklassen gemäß häufig h bekannt
MedDRA
Erkrankungen Übelkeit Erbrechen Akute Darmver-des Durchfall Abdominal Pankreatitis schlussd
Gastrointestinal schmerz Verzögertetraktes Abdominel Magen-les entleerung
Spannungs-gefühl
ObstipationDyspepsie
Gastritis
Gastroöso-phageale
Refluxkrankheit
Eruktation
Flatulenz
Leber- und Cholelithia
Gallenerkran- siskungen
Erkrankungen Angioödeder Haut und mddes Unterhaut-gewebes
Allgemeine Erschöpfun Reaktionen
Erkrankungen g an derund Injektions-
Beschwerden stelleam
Verabreichungsort
Untersuchunge Erhöhten Lipase
Erhöhte
Amylase
Gewichterniedrigta) Hypoglykämie ist definiert als schwer (Fremdhilfe erforderlich) oder symptomatisch in Verbindung mit einem
Blutglucosewert < 3,1 mmol/l.b) Komplikationen bei diabetischer Retinopathie setzen sich zusammen aus: Photokoagulation, Behandlung mitintravitrealen Mitteln, Glaskörperblutung, diabetesbedingte Blindheit (gelegentlich). Die Häufigkeit basiert aufder kardiovaskulären Endpunktstudie.c) Sammelbezeichnung auch für unerwünschte Ereignisse in Bezug auf Überempfindlichkeit, wie Hautausschlagund Urtikaria.d) Aus Meldungen nach Markteinführung.
2-jährige Studie zu kardiovaskulären Endpunkten und kardiovaskulärer SicherheitIn der Population mit hohem kardiovaskulären Risiko war das Nebenwirkungsprofil ähnlich wie das inden anderen Phase-3a-Studien beobachtete (Beschreibung siehe Abschnitt 5.1).
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenBei Anwendung von Semaglutid als Monotherapie wurden keine schweren Hypoglykämienbeobachtet. Schwere Hypoglykämien wurden hauptsächlich beobachtet, wenn Semaglutid mit einem
Sulfonylharnstoff (1,2 % der Patienten, 0,03 Ereignisse/Patientenjahr) oder Insulin (1,5 % der
Patienten, 0,02 Ereignisse/Patientenjahr) angewendet wurde. Wenige Hypoglykämien (0,1 % der
Patienten, 0,001 Ereignisse/Patientenjahr) wurden bei Anwendung von Semaglutid in Kombinationmit anderen oralen Antidiabetika als Sulfonylharnstoffen beobachtet.
Eine ADA (American Diabetes Association)-klassifizierte Hypoglykämie trat bei 11,3 % (0,3
Ereignisse/Patientenjahr) der Patienten auf, wenn dem SGLT2-Inhibitor in der SUSTAIN 9-Studie1 mg Semaglutid hinzugefügt wurde, im Vergleich zu 2,0 % (0,04 Ereignisse/Patientenjahr) der mit
Placebo behandelten Patienten. Schwere Hypoglykämien wurden bei 0,7 % (0,01
Ereignisse/Patientenjahr) bzw. 0 % der Patienten berichtet.
In einer 40-wöchigen Phase-3b-Studie trat die Mehrzahl der hypoglykämischen Episoden (45 von49 Episoden) bei Patienten unter der Behandlung mit 1 mg oder 2 mg Semaglutid auf, wenn
Semaglutid in Kombination mit Sulfonylharnstoff oder Insulin angewendet wurde. Insgesamt bestandbei 2 mg Semaglutid kein erhöhtes Risiko für eine Hypoglykämie.
Gastrointestinale NebenwirkungenÜbelkeit trat bei 17 % bzw. 19,9 % der Patienten unter der Behandlung mit 0,5 mg bzw. 1 mg
Semaglutid auf, Durchfall bei 12,2 % bzw. 13,3 % und Erbrechen bei 6,4 % bzw. 8,4 %. Die meisten
Ereignisse waren leicht bis mittelschwer und von kurzer Dauer. Bei 3,9 % bzw. 5 % der Patientenführten die Ereignisse zum Abbruch der Behandlung. Am häufigsten wurden solche Ereignisse in denersten Monaten der Behandlung berichtet.
Bei Patienten mit geringem Körpergewicht können unter der Behandlung mit Semaglutid häufigergastrointestinale Nebenwirkungen auftreten.
In einer 40-wöchigen Phase-3b-Studie bei Patienten, die 1 mg oder 2 mg Semaglutid erhielten, trat
Übelkeit bei Patienten unter der Behandlung mit 1 mg bzw. 2 mg Semaglutid in ähnlichen
Verhältnissen auf. Durchfall und Erbrechen traten bei einem höheren Anteil der Patienten unter
Behandlung mit 2 mg Semaglutid im Vergleich zu 1 mg Semaglutid auf. Die gastrointestinalen
Nebenwirkungen führten in den Behandlungsgruppen mit 1 mg und 2 mg Semaglutid bei einemähnlichen Anteil der Patienten zu einem Behandlungsabbruch.
Bei gleichzeitiger Anwendung mit einem SGLT2-Inhibitor in SUSTAIN 9 traten Obstipation undgastroösophageale Refluxkrankheit bei 6,7 % bzw. 4 % der mit 1 mg Semaglutid behandelten
Patienten auf. Im Vergleich dazu traten bei mit Placebo behandelten Patienten keine Ereignisse auf.
Die Prävalenz dieser Ereignisse nahm im Laufe der Zeit nicht ab.
Bei Patienten mit Gastroparese können schwerere oder schwerwiegendere gastrointestinale
Auswirkungen auftreten, wenn sie mit Semaglutid behandelt werden.
Akute PankreatitisDie Häufigkeit von bestätigten Fällen akuter Pankreatitis, die in klinischen Studien der Phase 3agemeldet wurden, lag bei 0,3 % für Semaglutid beziehungsweise bei 0,2 % für das Vergleichspräparat.
In der 2-jährigen Studie zu kardiovaskulären Endpunkten lag die Häufigkeit der bestätigten
Pankreatitis Fälle bei 0,5 % für Semaglutid und 0,6 % für Placebo (siehe Abschnitt 4.4).
Komplikationen bei diabetischer RetinopathieIn einer 2-jährigen klinischen Studie wurden 3.297 Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 mit hohemkardiovaskulären Risiko, langer Diabetesdauer und schlecht eingestelltem Blutzucker untersucht. Indieser Studie traten adjudizierte Ereignisse einer Komplikation bei diabetischer Retinopathie bei mehr
Patienten unter der Behandlung mit Semaglutid (3 %) als unter Placebo (1,8 %) auf. Dies wurde beimit Insulin behandelten Patienten mit bekannter diabetischer Retinopathie beobachtet.
Der Behandlungsunterschied trat früh auf und blieb während der Studie bestehen. Eine systematische
Auswertung der Komplikationen bei diabetischer Retinopathie wurde nur in der kardiovaskulären
Endpunktstudie durchgeführt. In klinischen Studien von bis zu 1 Jahr mit 4.807 Patienten mit Diabetesmellitus Typ 2 wurden unerwünschte Ereignisse in Bezug auf eine diabetische Retinopathie unter den
Patienten, die mit Semaglutid (1,7 %) und Vergleichspräparaten (2,0 %) behandelt wurden, inähnlichen Verhältnissen gemeldet.
Nichtarteriitische anteriore ischämische Optikusneuropathie (NAION)
Die Ergebnisse mehrerer großer epidemiologischer Studien deuten darauf hin, dass die Expositiongegenüber Semaglutid bei Erwachsenen mit Diabetes mellitus Typ 2 mit einem etwa zweifachen
Anstieg des relativen Risikos für die Entwicklung einer NAION verbunden ist, was etwa einemzusätzlichen Fall pro 10 000 Behandlungsjahre entspricht.
Behandlungsabbruch aufgrund eines unerwünschten EreignissesDie Häufigkeit eines Behandlungsabbruchs aufgrund unerwünschter Ereignisse betrug bei mit 0,5 mgbzw. 1 mg Semaglutid behandelten Patienten 6,1 % bzw. 8,7 %, verglichen mit 1,5 % unter Placebo.
Die häufigsten unerwünschten Ereignisse, die zum Behandlungsabbruch führten, warengastrointestinaler Art.
Reaktionen an der InjektionsstelleReaktionen an der Injektionsstelle (z. B. Ausschlag an der Injektionsstelle, Hautrötung) wurden von0,6 % bzw. 0,5 % der Patienten unter der Behandlung mit 0,5 mg bzw. 1 mg Semaglutid gemeldet.
Diese Reaktionen waren üblicherweise gering ausgeprägt.
ImmunogenitätEntsprechend den potenziell immunogenen Eigenschaften von protein- oder peptidhaltigen
Arzneimitteln können Patienten durch die Behandlung mit Semaglutid Antikörper bilden. Der Anteilder Patienten, deren Test auf gegen Semaglutid gerichtete Antikörper zu einem beliebigen Zeitpunktnach Behandlungsbeginn positiv war, war gering (1-3 %) und kein Patient hatte am Ende der Studieneutralisierende Antikörper gegen Semaglutid oder Antikörper gegen Semaglutid mit endogener,
GLP-1 neutralisierender Wirkung.
Erhöhung der HerzfrequenzEine erhöhte Herzfrequenz wurde bei GLP-1-Rezeptoragonisten beobachtet. Bei Patienten unter
Ozempic wurde in den Phase-3a-Studien eine durchschnittliche Zunahme von 1 bis 6 Schlägen pro
Minute (bpm) von einem Ausgangswert von 72 bis 76 bpm beobachtet. In einer Langzeitstudie mit
Patienten mit kardiovaskulären Risikofaktoren hatten nach 2 Jahren Behandlung 16 % der mit
Ozempic behandelten Patienten eine erhöhte Herzfrequenz von >10 bpm verglichen mit 11 % der
Patienten unter Placebo.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
In klinischen Studien wurden Überdosierungen von bis zu 4 mg in einer einzelnen Dosis und bis zu4 mg in einer Woche berichtet. Die am häufigsten berichtete Nebenwirkung war Übelkeit. Alle
Patienten erholten sich komplikationslos.
Es gibt kein spezifisches Gegenmittel für eine Überdosierung mit Semaglutid. Im Fall einer
Überdosierung ist eine angemessene unterstützende Behandlung entsprechend den klinischen Zeichenund Symptomen des Patienten einzuleiten. Möglicherweise ist angesichts der langen Halbwertszeitvon Semaglutid von ca. einer Woche (siehe Abschnitt 5.2) ein verlängerter Beobachtungs- und
Behandlungszeitraum für diese Symptome notwendig.
Pharmakotherapeutische Gruppe: Antidiabetika, Glucagon-like-Peptid-1-(GLP-1)-Rezeptoragonisten,
ATC-Code: A10BJ06
WirkmechanismusSemaglutid ist ein GLP-1-Analogon mit einer Sequenzhomologie von 94 % zum humanen GLP-1.
Semaglutid wirkt als GLP-1-Rezeptoragonist, der selektiv an den GLP-1-Rezeptor, das Ziel für natives
GLP-1, bindet und diesen aktiviert.
GLP-1 ist ein physiologisches Hormon, das mehrere Aufgaben bei der Glucose- und
Appetitregulierung, im kardiovaskulären System und in den Nieren hat. Die glucose- undappetitregulierenden Wirkungen werden gezielt über GLP-1-Rezeptoren im Pankreas und im Gehirnvermittelt.
Semaglutid senkt den Blutzuckerspiegel glucoseabhängig durch Stimulation der Insulinsekretion und
Senkung der Glucagonsekretion, wenn der Blutzuckerspiegel hoch ist. Der Mechanismus der
Blutzuckersenkung geht auch mit einer leicht verlangsamten Entleerung des Magens in der frühenpostprandialen Phase einher. Während einer Hypoglykämie verringert Semaglutid die Sekretion von
Insulin, vermindert aber nicht die Glucagonsekretion.
Semaglutid reduziert das Körpergewicht und die Körperfettmasse durch eine geringere
Energieaufnahme, indem der Appetit insgesamt verringert wird. Zusätzlich reduziert Semaglutid die
Vorliebe für stark fetthaltige Nahrungsmittel.
GLP-1-Rezeptoren sind auch im Herz, Gefäßsystem, Immunsystem und in den Nieren exprimiert. Der
Wirkmechanismus von Semaglutid ist wahrscheinlich multifaktoriell. Indirekte Wirkungen werdendurch die positive Auswirkung von Semaglutid auf die Plasmalipide, den gesenkten systolischen
Blutdruck und reduzierte Entzündungen in klinischen Studien angezeigt, aber es sind wahrscheinlichauch direkte Wirkungen involviert. In Tierstudien schwächte Semaglutid die Entwicklung von
Atherosklerose durch Vorbeugung der Entwicklung aortischer Plaques und Reduzierung von
Entzündungen in den Plaques ab.
Klinische Daten zeigten, dass Semaglutid bei Patienten mit einer Nierenerkrankung die Albuminuriesenkte.
Pharmakodynamische WirkungenAlle pharmakodynamischen Untersuchungen wurden nach 12 Wochen Behandlung (einschließlich
Dosiseskalation) im Steady State mit 1 mg Semaglutid einmal wöchentlich durchgeführt.
Nüchternblutzucker und postprandialer BlutzuckerSemaglutid senkt die Blutzuckerkonzentrationen im nüchternen und postprandialen Zustand. Bei
Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 wurde durch Behandlung mit 1 mg Semaglutid hinsichtlich derabsoluten Veränderung gegenüber dem Ausgangswert (mmol/l) und der relativen Senkung im
Vergleich mit Placebo (%) eine Senkung der Glucosewerte im nüchternen Zustand (1,6 mmol/l;
Senkung um 22 %), 2 Stunden postprandial (4,1 mmol/l; Senkung um 37 %), der mittleren24-stündigen Glucosekonzentration (1,7 mmol/l; Senkung um 22 %) sowie den postprandialen
Glucoseauslenkungen über 3 Mahlzeiten (0,6-1,1 mmol/l) im Vergleich mit Placebo erzielt.
Semaglutid senkte den Nüchternblutzuckerwert nach der ersten Dosis.
Betazellfunktion und InsulinsekretionSemaglutid verbessert die Betazellfunktion. Im Vergleich mit Placebo verbesserte Semaglutid die ersteund zweite Phase der Insulinantwort um das 3-fache bzw. 2-fache und erhöhte die maximalesekretorische Kapazität der Betazellen bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2. Zusätzlich erhöhteeine Behandlung mit Semaglutid die Nüchterninsulin-Konzentrationen im Vergleich mit Placebo.
GlucagonsekretionSemaglutid senkt die Glucagonkonzentrationen im nüchternen und postprandialen Zustand. Bei
Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 führte Semaglutid zu den folgenden relativen Senkungen von
Glucagon gegenüber Placebo: Nüchternglucagon (8-21 %), postprandiale Glucagonreaktion(14-15 %) sowie mittlere Glukagonkonzentration über 24 Stunden (12 %).
Glucoseabhängige Sekretion von Insulin und GlucagonSemaglutid senkte hohe Blutzuckerkonzentrationen durch glucoseabhängige Stimulation der
Insulinsekretion und glucoseabhängige Senkung der Glucagonsekretion. Unter Semaglutid war die
Insulinsekretionsrate bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 vergleichbar mit der von gesunden
Probanden.
Während einer induzierten Hypoglykämie änderte Semaglutid im Vergleich mit Placebo die
Gegenregulierung durch erhöhtes Glucagon nicht und beeinträchtigte das Absinken des C-Peptid-
Spiegels bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 nicht.
MagenentleerungSemaglutid verursachte eine leichte Verzögerung der frühen postprandialen Magenentleerung undsenkte dadurch die Geschwindigkeit, mit der Glucose postprandial in die Blutbahn gelangt.
Appetit, Energieaufnahme und NahrungsmittelwahlSemaglutid senkte im Vergleich mit Placebo die Energieaufnahme bei 3 aufeinanderfolgenden adlibitum Mahlzeiten um 18-35 %. Dies war die Folge einer von Semaglutid induzierten Unterdrückungdes Appetits sowohl im nüchternen Zustand als auch postprandial, einer verbesserten Esskontrolle,weniger Heißhunger und einer relativ geringeren Präferenz für fettreiche Nahrungsmittel.
Nüchternlipide und postprandiale LipideSemaglutid senkte im Vergleich mit Placebo die Konzentrationen der Triglyceride und des VLDL-(very low density lipoprotein)-Cholesterins um 12 % bzw. 21 % im Nüchternzustand. Diepostprandiale Triglycerid- und VLDL-Cholesterin-Antwort auf eine fettreiche Mahlzeit war um> 40 % verringert.
Elektrophysiologie des Herzens (QTc)Die Wirkung von Semaglutid auf die kardiale Repolarisation wurde in einer umfassenden QTc-Studieuntersucht. Semaglutid verlängerte bei Dosisstufen bis zu 1,5 mg im Steady State das QTc-Intervallnicht.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitEine Verbesserung der glykämischen Kontrolle, Reduktion der kardiovaskulären Morbidität und
Mortalität, Gewichtsverlust und Risikoreduktion des Fortschreitens einer chronischen
Nierenerkrankung sind integrale Bestandteile der Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2.
Die Wirksamkeit und Sicherheit von 0,5 mg und 1 mg Semaglutid einmal wöchentlich wurden insechs randomisierten, kontrollierten Phase-3a-Studien beurteilt, in die 7.215 Patienten mit Diabetesmellitus Typ 2 (4.107 mit Semaglutid behandelt) eingeschlossen wurden. In fünf Studien (SUSTAIN1-5) war die Beurteilung der glykämischen Wirksamkeit das primäre Ziel wohingegen eine Studie(SUSTAIN 6) die kardiovaskulären Endpunkte als primäres Ziel hatte.
Die Wirksamkeit und Sicherheit von 2 mg Semaglutid einmal wöchentlich wurden in einer Phase-3b-
Studie (SUSTAIN FORTE) mit 961 Patienten beurteilt.
Zusätzlich wurde eine 1.201 Patienten umfassende Phase-3b-Studie (SUSTAIN 7) durchgeführt, umdie Wirksamkeit und Sicherheit von 0,5 mg und 1 mg Semaglutid einmal wöchentlich mit 0,75 mgbzw. 1,5 mg Dulaglutid einmal wöchentlich zu vergleichen. Eine Phase-3b-Studie (SUSTAIN 9)wurde durchgeführt, um die Wirksamkeit und Sicherheit von Semaglutid als Zusatz zur Behandlungmit SGLT2-Inhibitoren zu untersuchen.
Die Behandlung mit Semaglutid ergab im Vergleich mit Placebo und aktiver Kontrollbehandlung(Sitagliptin, Insulin glargin, Exenatid ER und Dulaglutid) eine anhaltende, statistisch überlegene undklinisch bedeutsame Senkung des HbA1c-Wertes und des Körpergewichts für bis zu 2 Jahre.
Die Wirksamkeit von Semaglutid wurde nicht durch Alter, Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit, BMI
Ausgangswert, Körpergewicht (kg) Ausgangswert, Dauer des Diabetes und Grad der
Nierenfunktionsstörung beeinflusst.
Die Ergebnisse beziehen sich auf den Behandlungszeitraum bei allen randomisierten Patienten (die
Analysen basieren auf gemischten Modellen für wiederholte Messungen oder multiple Imputation).
Zusätzlich wurde eine Phase-3b-Studie (SUSTAIN 11) durchgeführt, um die Wirkung von Semaglutidgegenüber Insulin aspart zu untersuchen, beide als Zusatz zu Metformin und optimiertem Insulinglargin (U100).
Eine Phase-3b-Nieren-Endpunktstudie (FLOW) mit 3 533 Patienten wurde durchgeführt, um die
Wirkung von 1 mg Semaglutid einmal wöchentlich auf das Fortschreiten einer Nierenfunktionsstörungbei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und chronischer Nierenerkrankung im Vergleich zu Placebozu untersuchen.
Eine Phase-3b-Studie zur funktionellen Kapazität (STRIDE) mit 792 Patienten wurde durchgeführt,um die Auswirkungen von 1 mg Semaglutid einmal wöchentlich im Vergleich zu Placebo bei
Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und peripherer arterieller Verschlusskrankheit zu untersuchen.
Detaillierte Informationen sind weiter unten aufgeführt.
SUSTAIN 1 - Monotherapie
In einer 30-wöchigen, doppelblinden, placebokontrollierten Studie wurden 388 Patienten, deren
Blutzuckereinstellung durch Diät und körperliche Aktivität unzureichend war, auf 0,5 mg Semaglutidoder 1 mg Semaglutid einmal wöchentlich oder Placebo randomisiert.
Tabelle 2 SUSTAIN 1: Ergebnisse in Woche 30
Semaglutid Semaglutid Placebo0,5 mg 1 mg
Intent-to-Treat (ITT)-Population (N) 128 130 129
HbA1c (%)
Ausgangswert (mittlerer) 8,1 8,1 8,0
Änderung gegenüber -1,5 -1,6 0
Ausgangswert in Woche 30
Unterschied gegenüber Placebo -1,4 [-1,7, -1,1]a -1,5 [-1,8, -1,2]a -[95 % KI]
Patienten (%), die einen HbA1c-Wert 74 72 25< 7 % erreichten
Nüchternplasmaglucose (mmol/l)
Ausgangswert (mittlerer) 9,7 9,9 9,7
Änderung gegenüber -2,5 -2,3 -0,6
Ausgangswert in Woche 30
Körpergewicht (kg)
Ausgangswert (mittlerer) 89,8 96,9 89,1
Änderung gegenüber -3,7 -4,5 -1,0
Ausgangswert in Woche 30
Semaglutid Semaglutid Placebo0,5 mg 1 mg
Unterschied gegenüber Placebo -2,7 [-3,9, -1,6]a -3,6 [-4,7, -2,4]a -[95 % KI]ap < 0,0001 (2-seitig) für Überlegenheit
SUSTAIN 2 - Semaglutid gegenüber Sitagliptin, beide in Kombination mit 1-2 oralen Antidiabetika(Metformin und/oder Thiazolidindione)
In einer 56-wöchigen, aktiv kontrollierten, doppelblinden Studie wurden 1 231 Patienten auf 0,5 mg
Semaglutid einmal wöchentlich, 1 mg Semaglutid einmal wöchentlich oder 100 mg Sitagliptin einmaltäglich randomisiert, alle in Kombination mit Metformin (94 %) und/oder Thiazolidindionen (6 %).
Tabelle 3 SUSTAIN 2: Ergebnisse in Woche 56
Semaglutid Semaglutid Sitagliptin0,5 mg 1 mg 100 mg
Intent-to-Treat (ITT)-Population (N) 409 409 407
HbA1c (%)
Ausgangswert (mittlerer) 8,0 8,0 8,2
Änderung gegenüber -1,3 -1,6 -0,5
Ausgangswert in Woche 56
Unterschied gegenüber Sitagliptin -0,8 [-0,9, -0,6]a -1,1 [-1,2, -0,9]a -[95 % KI]
Patienten (%), die einen HbA1c-Wert 69 78 36< 7 % erreichten
Nüchternplasmaglucose (mmol/l)
Ausgangswert (mittlerer) 9,3 9,3 9,6
Änderung gegenüber -2,1 -2,6 -1,1
Ausgangswert in Woche 56
Körpergewicht (kg)
Ausgangswert (mittlerer) 89,9 89,2 89,3
Änderung gegenüber -4,3 -6,1 -1,9
Ausgangswert in Woche 56
Unterschied gegenüber Sitagliptin -2,3 [-3,1, -1,6]a -4,2 [-4,9, -3,5]a -[95 % KI]ap < 0,0001 (2-seitig) für Überlegenheit, ,, , ,, , ,,, , , , ,, , ,, ,,, , ,,, , , , ,, , ,,, , ,,, , , ,, , ,
Zeit seit Randomisierung (Woche) Zeit seit Randomisierung (Woche)
Semaglutid 0,5 mg Semaglutid 1 mg Semaglutid 0,5 mg Semaglutid 1 mg
Sitagliptin Sitagliptin
Abbildung 1 Mittlere Veränderung des HbA1c-Wertes (%) und des Körpergewichts (kg)zwischen Behandlungsbeginn und Woche 56
HbA1c (%)
Änderung ggü. Ausgangswert
Körpergewicht (kg)
Änderung ggü. Ausgangswert
SUSTAIN 7 - Semaglutid gegenüber Dulaglutid, beide in Kombination mit Metformin
In einer 40-wöchigen, unverblindeten Studie wurden 1 201 Patienten unter Metformin 1:1:1:1 aufeinmal wöchentlich 0,5 mg Semaglutid, 0,75 mg Dulaglutid, 1 mg Semaglutid bzw. 1,5 mg Dulaglutidrandomisiert.
Die Studie verglich 0,5 mg Semaglutid mit 0,75 mg Dulaglutid und 1 mg Semaglutid mit 1,5 mg
Dulaglutid.
Gastrointestinale Erkrankungen waren die häufigsten Nebenwirkungen und traten in einem ähnlichhohen Anteil an Patienten unter 0,5 mg Semaglutid (129 Patienten [43 %]), 1 mg Semaglutid (133[44 %]) und 1,5 mg Dulaglutid (143 [48 %]) auf. Unter 0,75 mg Dulaglutid (100 [33 %]) hattenweniger Patienten gastrointestinale Erkrankungen.
In Woche 40 war der Anstieg der Pulsfrequenz für Semaglutid (0,5 mg und 1 mg) und Dulaglutid(0,75 mg und 1,5 mg) 2,4, 4,0 bzw. 1,6, 2,1 Schläge/Min.
Tabelle 4 SUSTAIN 7: Ergebnisse in Woche 40
Semaglutid Semaglutid Dulaglutid Dulaglutid0,5 mg 1 mg 0,75 mg 1,5 mg
Intent-to-Treat (ITT)-Population (N) 301 300 299 299
HbA1c (%)
Ausgangswert (mittlerer) 8,3 8,2 8,2 8,2
Änderung gegenüber -1,5 -1,8 -1,1 -1,4
Ausgangswert in Woche 40
Unterschied gegenüber -0,4b -0,4c - -
Dulaglutid [95 % KI] [-0,6, -0,2]a [-0,6, -0,3]a
Patienten (%), die einen HbA1c-Wert 68 79 52 67< 7 % erreichten
Nüchternplasmaglucose (mmol/l)
Ausgangswert (mittlerer) 9,8 9,8 9,7 9,6
Änderung gegenüber -2,2 -2,8 -1,9 -2,2
Ausgangswert in Woche 40
Körpergewicht (kg)
Ausgangswert (mittlerer) 96,4 95,5 95,6 93,4
Änderung gegenüber -4,6 -6,5 -2,3 -3,0
Ausgangswert in Woche 40
Unterschied gegenüber -2,3b -3,6c - -
Dulaglutid [95 % KI] [-3,0, -1,5]a [-4,3, -2,8]aap < 0,0001 (2-seitig) für Überlegenheitb 0,5 mg Semaglutid gegenüber 0,75 mg Dulaglutidc 1 mg Semaglutid gegenüber 1,5 mg Dulaglutid,,, , , ,, , , ,, , , ,, , ,,, , , ,, , ,, , ,, , ,, , , , ,, ,, , , ,, ,, , ,
Zeit seit Randomisierung (Woche)
Zeit seit Randomisierung (Woche)
Semaglutid 0,5 mg Semaglutid 1 mg Semaglutid 0,5 mg Semaglutid 1 mg
Dulaglutid 0,75 mg Dulaglutid 1,5 mg Dulaglutid 0,75 mg Dulaglutid 1,5 mg
Abbildung 2 Mittlere Veränderung des HbA1c-Wertes (%) und des Körpergewichts (kg)zwischen Behandlungsbeginn und Woche 40
HbA1c (%)
Änderung ggü. Ausgangswert
Körpergewicht (kg)
Änderung ggü. Ausgangswert
SUSTAIN 3 - Semaglutid gegenüber Exenatid ER, beide in Kombination mit Metformin oder
Metformin mit Sulfonylharnstoff
In einer 56-wöchigen, unverblindeten Studie wurden 813 Patienten unter Metformin allein (49 %),
Metformin mit Sulfonylharnstoff (45 %) oder anderen (6 %) auf 1 mg Semaglutid oder 2 mg Exenatid
ER einmal wöchentlich randomisiert.
Tabelle 5 SUSTAIN 3: Ergebnisse in Woche 56
Semaglutid Exenatid ER1 mg 2 mg
Intent-to-Treat (ITT)-Population (N) 404 405
HbA1c (%)
Ausgangswert (mittlerer) 8,4 8,3
Änderung gegenüber Ausgangswert -1,5 -0,9in Woche 56
Unterschied gegenüber Exenatid -0,6 [-0,8, -0,4]a -[95 % KI]
Patienten (%), die einen HbA1c-Wert 67 40< 7 % erreichten
Nüchternplasmaglucose (mmol/l)
Ausgangswert (mittlerer) 10,6 10,4
Änderung gegenüber Ausgangswert -2,8 -2,0in Woche 56
Körpergewicht (kg)
Ausgangswert (mittlerer) 96,2 95,4
Änderung gegenüber Ausgangswert -5,6 -1,9in Woche 56
Unterschied gegenüber Exenatid -3,8 [-4,6, -3,0]a -[95 % KI]ap < 0,0001 (2-seitig) für Überlegenheit
SUSTAIN 4 - Semaglutid gegenüber Insulin glargin, beide in Kombination mit 1-2 oralen
Antidiabetika (Metformin oder Metformin und Sulfonylharnstoff)
In einer 30-wöchigen, unverblindeten Vergleichsstudie wurden 1 089 Patienten auf 0,5 mg Semaglutideinmal wöchentlich, 1 mg Semaglutid einmal wöchentlich oder Insulin glargin einmal täglich bei einer
Hintergrundbehandlung mit Metformin (48 %) oder Metformin und Sulfonylharnstoff (51 %)randomisiert.
Tabelle 6 SUSTAIN 4: Ergebnisse in Woche 30
Semaglutid Semaglutid Insulin0,5 mg 1 mg glargin
Intent-to-Treat (ITT)-Population (N) 362 360 360
HbA1c (%)
Ausgangswert (mittlerer) 8,1 8,2 8,1
Änderung gegenüber Ausgangswert in -1,2 -1,6 -0,8
Woche 30
Unterschied gegenüber Insulin glargin -0,4 [-0,5, - -0,8 [-1,0, -0,7]a -[95 % KI] 0,2]a
Patienten (%), die einen HbA1c-Wert < 7 % 57 73 38erreichten
Nüchternplasmaglucose (mmol/l)
Ausgangswert (mittlerer) 9,6 9,9 9,7
Änderung gegenüber Ausgangswert in -2,0 -2,7 -2,1
Woche 30
Körpergewicht (kg)
Ausgangswert (mittlerer) 93,7 94,0 92,6
Semaglutid Semaglutid Insulin0,5 mg 1 mg glargin
Änderung gegenüber Ausgangswert in -3,5 -5,2 +1,2
Woche 30
Unterschied gegenüber Insulin glargin -4,6 [-5,3, - -6,34 [-7,0, -5,7]a -[95 % KI] 4,0]aap < 0,0001 (2-seitig) für Überlegenheit
SUSTAIN 5 - Semaglutid gegenüber Placebo, beide in Kombination mit Basalinsulin
In einer 30-wöchigen, doppelblinden, placebokontrollierten Studie wurden 397 Patienten, deren
Blutzuckereinstellung durch Basalinsulin mit oder ohne Metformin unzureichend war, auf 0,5 mg
Semaglutid einmal wöchentlich, 1 mg Semaglutid einmal wöchentlich oder Placebo randomisiert.
Tabelle 7 SUSTAIN 5: Ergebnisse in Woche 30
Semaglutid Semaglutid Placebo0,5 mg 1 mg
Intent-to-Treat (ITT)-Population (N) 132 131 133
HbA1c (%)
Ausgangswert (mittlerer) 8,4 8,3 8,4
Änderung gegenüber -1,4 -1,8 -0,1
Ausgangswert in Woche 30
Unterschied gegenüber Placebo -1,4 [-1,6, -1,1]a -1,8 [-2,0, -1,5]a -[95 % KI]
Patienten (%), die einen HbA1c-Wert 61 79 11< 7 % erreichten
Nüchternplasmaglucose (mmol/l)
Ausgangswert (mittlerer) 8,9 8,5 8,6
Änderung gegenüber -1,6 -2,4 -0,5
Ausgangswert in Woche 30
Körpergewicht (kg)
Ausgangswert (mittlerer) 92,7 92,5 89,9
Änderung gegenüber -3,7 -6,4 -1,4
Ausgangswert in Woche 30
Unterschied gegenüber Placebo -2,3 [-3,3, -1,3]a -5,1 [-6,1, -4,0]a -[95 % KI]ap < 0,0001 (2-seitig) für Überlegenheit
SUSTAIN FORTE - 2 mg Semaglutid gegenüber 1 mg Semaglutid
In einer 40-wöchigen, doppelblinden Studie wurden 961 Patienten, deren Blutzuckereinstellung durch
Metformin mit oder ohne Sulfonylharnstoff unzureichend war, auf 2 mg Semaglutid einmalwöchentlich oder 1 mg Semaglutid einmal wöchentlich randomisiert.
Die Behandlung mit 2 mg Semaglutid führte nach 40 Wochen Behandlung im Vergleich mit 1 mg
Semaglutid zu einer statistisch überlegenen Senkung des HbA1c-Werts.
Tabelle 8 SUSTAIN FORTE: Ergebnisse in Woche 40
Semaglutid Semaglutid1 mg 2 mg
Intent-to-Treat (ITT)-Population (N) 481 480
HbA1c (%)
Ausgangswert (mittlerer) 8,8 8,9
Änderung gegenüber Ausgangswert -1,9 -2,2in Woche 40
Unterschied gegenüber 1 mg - -0,2 [-0,4, -0,1]a
Semaglutid [95 % KI]
Semaglutid Semaglutid1 mg 2 mg
Patienten (%), die einen HbA1c-Wert 58 68< 7 % erreichten
Nüchternplasmaglucose (mmol/l)
Ausgangswert (mittlerer) 10,9 10,7
Änderung gegenüber Ausgangswert -3,1 -3,4in Woche 40
Körpergewicht (kg)
Ausgangswert (mittlerer) 98,6 100,1
Änderung gegenüber Ausgangswert -6,0 -6,9in Woche 40
Unterschied gegenüber 1 mg -0,9 [-1,7, -0,2]b
Semaglutid [95 % KI]ap < 0,001 (2-seitig) für Überlegenheitbp < 0,05 (2-seitig) für Überlegenheit
SUSTAIN 9 - Semaglutid gegenüber Placebo als Zusatz zu SGLT2-Inhibitor ± Metformin oder
Sulfonylharnstoff
In einer 30-wöchigen placebokontrollierten Doppelblindstudie wurden 302 Patienten, deren
Blutzuckereinstellung mit einem SGLT2-Inhibitor mit oder ohne Metformin oder Sulfonylharnstoffunzureichend kontrolliert war, auf einmal wöchentlich 1 mg Semaglutid oder Placebo randomisiert.
Tabelle 9 SUSTAIN 9: Ergebnisse in Woche 30
Semaglutid Placebo1 mg
Intent-to-Treat (ITT)-Population (N) 151 151
HbA1c (%)
Ausgangswert (mittlerer) 8,0 8,1
Änderung gegenüber Ausgangswert -1,5 -0,1in Woche 30
Unterschied gegenüber Placebo -1,4 [-1,6, -1,2]a -[95 % KI]
Patienten (%), die einen HbA1c-Wert 78,7 18,7< 7 % erreichten
Nüchternplasmaglucose (mmol/l)
Ausgangswert (mittlerer) 9,1 8,9
Änderung gegenüber Ausgangswert -2,2 0,0in Woche 30
Körpergewicht (kg)
Ausgangswert (mittlerer) 89,6 93,8
Änderung gegenüber Ausgangswert -4,7 -0,9in Woche 30
Unterschied gegenüber Placebo -3,8 [-4,7, -2,9]a -[95 % KI]ap < 0,0001 (2-seitig) für Überlegenheit, angepasst hinsichtlich der Multiplizität basierend aufhierarchischen Tests des HbA1c-Wertes und des Körpergewichts
SUSTAIN 11 - Semaglutid gegenüber Insulin aspart als Zusatz zu Insulin glargin + Metformin
In einer 52-wöchigen unverblindeten Studie wurden 1 748 Patienten, deren Diabetes mellitus Typ 2nach einer 12-wöchigen Run-in Phase unter Insulin glargin und Metformin unzureichend kontrolliertwar, 1:1 auf Semaglutid einmal wöchentlich (0,5 mg oder 1,0 mg) oder Insulin aspart dreimal täglichrandomisiert. In der eingeschlossenen Population betrug die durchschnittliche Dauer des
Diabetes 13,4 Jahre und der mittlere HbA1c-Wert 8,6 %, mit einem HbA1c-Zielwert von 6,5-7,5 %.
Die Behandlung mit Semaglutid führte zu einer Senkung des HbA1c-Werts in Woche 52 (-1,5 % für
Semaglutid gegenüber -1,2 % für Insulin aspart).
Die Anzahl schwerer hypoglykämischer Episoden war in beiden Behandlungsgruppen niedrig(4 Episoden unter Semaglutid gegenüber 7 Episoden unter Insulin aspart).
Das mittlere Körpergewicht zu Studienbeginn sank bis Woche 52 unter Semaglutid (-4,1 kg) und stiegunter Insulin aspart an (+2,8 kg), und der geschätzte Behandlungsunterschied betrug -6,99 kg(95 % KI -7,41 bis 6,57).
Kombination mit Sulfonylharnstoff-MonotherapieIn SUSTAIN 6 (siehe Unterabschnitt 'Kardiovaskuläre Erkrankungen“) waren 123 Patienten bei
Behandlungsbeginn unter einer Sulfonylharnstoff-Monotherapie. Der HbA1c-Ausgangswert betrug für0,5 mg Semaglutid, 1 mg Semaglutid bzw. Placebo 8,2 %, 8,4 % bzw. 8,4 %. In Woche 30 betrug die
Veränderung des HbA1c-Wertes für 0,5 mg Semaglutid, 1 mg Semaglutid bzw. Placebo -1,6 %, -1,5 %bzw. 0,1 %.
Kombination mit Mischinsulin ± 1-2 OAD
In SUSTAIN 6 (siehe Unterabschnitt 'Kardiovaskuläre Erkrankungen“) waren 867 Patienten bei
Behandlungsbeginn unter einer Therapie mit Mischinsulin (mit oder ohne OAD). Der HbA1c-
Ausgangswert betrug für 0,5 mg Semaglutid, 1 mg Semaglutid bzw. Placebo 8,8 %, 8,9 % bzw. 8,9 %.
In Woche 30 betrug die Veränderung des HbA1c-Wertes für 0,5 mg Semaglutid, 1 mg Semaglutid bzw.
Placebo -1,3 %, -1,8 % bzw. -0,4 %.
Kardiovaskuläre ErkrankungenIn einer 104-wöchigen, doppelblinden Studie (SUSTAIN 6) wurden 3 297 Patienten mit Diabetesmellitus Typ 2 und hohem kardiovaskulären Risiko auf 0,5 mg Semaglutid einmal wöchentlich, 1 mg
Semaglutid einmal wöchentlich oder entsprechendes Placebo zusätzlich zu einer Standardtherapierandomisiert und hiernach für 2 Jahre beobachtet. Insgesamt 98 % der Patienten nahmen bis zum
Studienende teil, und der Vitalstatus von 99,6 % der Patienten war bei Studienende bekannt.
Die Studienpopulation hatte folgende Altersverteilung: 1.598 Patienten (48,5 %) ≥ 65 Jahre,321 (9,7 %) ≥ 75 Jahre und 20 (0,6 %) ≥ 85 Jahre. 2.358 Patienten hatten eine normale oder leichte
Nierenfunktionsstörung, 832 eine mittelschwere und 107 eine schwere Nierenfunktionsstörung oderterminale Niereninsuffizienz. 61 % waren Männer, das mittlere Alter betrug 65 Jahre und der mittlere
BMI lag bei 33 kg/m2. Die durchschnittliche Dauer des Diabetes betrug 13,9 Jahre.
Der primäre Endpunkt war die Zeit seit der Randomisierung bis zum ersten Auftreten eines schwerenunerwünschten kardiovaskulären Ereignisses (MACE): kardiovaskulärer Tod, nicht-tödlicher
Myokardinfarkt oder nicht-tödlicher Schlaganfall.
Die Gesamtzahl der primären MACE-Endpunkte betrug 254, darunter 108 (6,6 %) unter Semaglutidund 146 (8,9 %) unter Placebo. Siehe Abbildung 4 für die Ergebnisse zu den primären und sekundärenkardiovaskulären Endpunkten. Die Behandlung mit Semaglutid resultierte in einer Senkung des
Risikos für einen primären kombinierten Endpunkt aus kardiovaskulärem Tod, nicht-tödlichem
Myokardinfarkt oder nicht-tödlichem Schlaganfall um 26 %. Die Gesamtzahl der kardiovaskulären
Todesfälle, nicht-tödlichen Myokardinfarkte und nicht-tödlichen Schlaganfälle betrug 90, 111 bzw.71, davon 44 (2,7 %), 47 (2,9 %) bzw. 27 (1,6 %) unter Semaglutid (Abbildung 4). Die Risikosenkungbeim primären kombinierten Endpunkt ergab sich hauptsächlich aus Verringerungen in der Anzahlnicht tödlicher Schlaganfälle (39 %) und nicht-tödlicher Myokardinfarkte (26 %) (Abbildung 3).
HR: 0,7495% KI 0,58: 0,95
Anzahl an Risikopatienten
Semaglutid
Placebo
Zeit seit Randomisierung (Woche)
Semaglutid Placebo
Abbildung 3 Kaplan-Meier-Kurve über die Zeit bis zum ersten Auftreten des kombinierten
Endpunkts: Kardiovaskulärer Tod, nicht-tödlicher Myokardinfarkt oder nicht-tödlicher
Schlaganfall (SUSTAIN 6)
Hazard Ratio Semaglutid Placebo(95% KI) N (%) N (%)
FAS 1 648 1 649(100) (100)0,74
Primärer Endpunkt - MACE 108 146(0,58- 0,95) (6,6) (8,9)
Komponenten von MACE
Kardiovaskulärer Tod 0,98 44(0,65-1,48) (2,7) (2,8)27 44
Nicht-tödlicher Schlaganfall 0,61(0,38-0,99) (1,6) (2,7)
Nicht-tödlicher Myokardinfarkt 0,74 47 64(0,51-1,08) (2,9) (3,9)
Andere sekundäre Endpunkte1,05 62 60
Todesfälle jeglicher Ursachen (0,74-1,50) (3,8) (3,6)0,2 1 5
Begünstigt Semaglutid Begünstigt Placebo
Abbildung 4 Forest plot: Analysen der Zeit bis zum ersten Auftreten des kombinierten
Endpunkts, seinen Komponenten und Todesfälle jeglicher Ursachen (SUSTAIN 6)
Es gab 158 Ereignisse neuer oder sich verschlechternder Nephropathie. Die Hazard Ratio [95 % KI]für die Zeit bis zur Nephropathie (neues Auftreten einer anhaltenden Makroalbuminurie, anhaltende
Verdopplung des Serumkreatininwertes, Notwendigkeit einer kontinuierlichen Nierenersatztherapieund Tod aufgrund von Niereninsuffizienz) betrug 0,64 [0,46; 0,88] mit neu auftretender, anhaltender
Makroalbuminurie als Hauptfaktor.
In einer 52-wöchigen doppelblinden Studie (STRIDE, NCT04560998) wurden 792 Patienten mit
Diabetes mellitus Typ 2 und peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK) mit Claudicatiointermittens Fontaine Stadium IIa randomisiert und erhielten entweder einmal wöchentlich 1 mg
Patienten mit Ereignis (%)
Semaglutid oder Placebo zusätzlich zur Standardbehandlung. Der primäre Endpunkt war die
Veränderung der maximalen Gehstrecke bei einem Laufbandtest mit konstanter Belastung vom
Ausgangswert bis Woche 52. Die konfirmatorischen sekundären Endpunkte waren die Änderung der
Punktzahl des Vascular Quality of Life Questionnaire-6 (VascuQoL-6) vom Ausgangswert bis
Woche 52 und die Veränderung der schmerzfreien Gehstrecke vom Ausgangswert bis Woche 52.
VascuQoL-6 ist ein Fragebogen, der die Bereiche Schmerz, soziale und emotionale Auswirkungen und
Aktivitätseinschränkungen umfasst. Die Punktzahl reicht von 6 bis 24, wobei höhere Werte auf einenbesseren Gesundheitszustand hinweisen. Das Durchschnittsalter der Studienpopulation betrug 67 Jahreund 75,4 % der Patienten waren männlich. Der mittlere BMI betrug 29,6 kg/m2 und diedurchschnittliche Dauer des Diabetes 13,3 Jahre.
In STRIDE führte die Behandlung mit 1 mg Semaglutid einmal wöchentlich zu einer statistischsignifikanten Verbesserung der Ergebnisse der funktionellen Kapazität (maximale Gehstrecke,schmerzfreie Gehstrecke) und der von den Patienten berichteten Symptome und Auswirkungen der
Claudicatio intermittens (VascuQoL-6-Gesamtpunktzahl) in Woche 52 im Vergleich zu Placebo. Dierelative Verbesserung um 13 % entspricht einer medianen Änderung der maximalen Gehstrecke von26 Metern auf einem Laufband mit konstanter Belastung [12 - 41] 95 % KI (Tabelle 10).
Tabelle 10: Ergebnisse der funktionellen Kapazität und VascuQoL-6-Gesamtpunktzahl aus
STRIDE
Intention-to-treata Ozempic Placebo
N = 396 N = 396
Maximale Gehstrecke (Meter)
Woche 52
Mittlerer Ausgangswertb 184,50 185,75
Verhältnis zum mittleren Ausgangswert 1,21 1,08
Behandlungsverhältnis (HL-Schätzung) [95 % KI]c 1,13 [1,056; 1,211]*
Patienten (%) mit bedeutsamen Veränderungen innerhalb 49,1 35,1der Patientengrupped
Schmerzfreie Gehstrecke (Meter), Woche 52
Mittlerer Ausgangswertb 119,00 109,00
Verhältnis zum mittleren Ausgangswert 1,21 1,10
Behandlungsverhältnis (HL-Schätzung) [95 % KI]c 1,11 [1,033 ; 1,197]*
VascuQoL-6-Gesamtpunktzahl, Woche 52
Mittlerer Ausgangswert 15,0 15,0
Änderung gegenüber mittlerem Ausgangswert 2,0 1,0
Behandlungsunterschied (HL-Schätzung) [95 % KI]c 1,00 [0,478; 1,518]*
HL = Hodges-Lehmann-Schätzung zur Positionsverschiebung (Median aller gepaarten Unterschiede zwischen Semaglutidund Placebo); KI = Konfidenzintervall, pAVK = periphere arterielle Verschlusskrankheit.a Die Intention-to-treat-Population umfasst alle randomisierten Patienten. Fehlende Daten in Woche 52 aufgrund von Tododer körperlicher Unfähigkeit, eine Laufband-Beurteilung durchzuführen, wurden unter Verwendung einer kombinierten
Strategie verarbeitet. Fehlende Daten zu Besuchen nach Studienbeginn aus anderen Gründen wurden durch multiple
Imputation innerhalb der Gruppen, die durch die randomisierte Behandlung und den Abschlussstatus in Woche 52 definiertwaren, imputiert.bAusgangswert wurde definiert als der Durchschnitt der Gehstreckenmessungen, die beim Besuch zu Studienbeginn(Woche 0) durchgeführt wurden.c 95 % KIs wurden mit der Hodges-Lehmann-Methode geschätzt.
*p < 0,05 (2-seitig) für die Überlegenheit von Semaglutid gegenüber Placebo, erhalten aus dem Wilcoxon-Rangsummen-Test,angepasst an die Multiplizität.d Die bedeutsame Veränderung innerhalb der Patientengruppe für die maximale Gehstrecke in Woche 52 ist definiert als eine
Verbesserung von mindestens 1,2 (20 %) im Vergleich zur Gehstrecke zu Studienbeginn. Diese Schätzungen wurden aus derankerbasierten Analyse gewonnen, die auf einer Verbesserung um 1 Kategorie auf der PGI-S (Patient Global Impression of
Severity)-Skala basiert. Der binäre Endpunkt wurde unter Verwendung eines logistischen Regressionsmodells mitrandomisierter Behandlung als festem Faktor analysiert.
Nierenergebnisse
In einer doppelblinden Nierenendpunkt-Studie (FLOW) wurden 3 533 Patienten mit Diabetes mellitus
Typ 2 und chronischer Nierenerkrankung mit einer eGFR von 50-75 ml/min/1,73 m2 und eines UACRvon > 300 und < 5 000 mg/g oder einer eGFR von 25-<50 ml/min/1,73 m2 und eines UACR von > 100und < 5 000 mg/g randomisiert und erhielten zusätzlich zur Standardtherapie entweder 1 mg
Semaglutid einmal wöchentlich oder ein entsprechendes Placebo.
Die Studie wurde nach der geplanten Interimsanalyse basierend auf der Empfehlung des unabhängigen
Data Monitoring Committee aus Wirksamkeitsgründen vorzeitig gestoppt. Die mediane
Nachbeobachtungszeit betrug 40,9 Monate.
Das mittlere Alter der Population betrug 66,6 Jahre und 69,7 % waren männlich. Der mittlere BMI bei
Behandlungsbeginn betrug 32,0 kg/m2. Die mittlere Diabetesdauer zu Studienbeginn betrug 17,4 Jahreund der mittlere HbA1c-Ausgangswert 7,8 % (61,5 mmol/mol). Die mittlere eGFR zu Studienbeginnbetrug 47 ml/min/1,73 m2 und der mediane UACR 568 mg/g. Zu Studienbeginn wurden etwa 95 % der
Patienten mit Renin-Angiotensin-Aldosteron-System-Inhibitoren und 16 % mit SGLT2-Inhibitorenbehandelt.
Semaglutid war Placebo, zusätzlich zur Standardbehandlung, in der Prävention des primärenkombinierten Endpunkts bestehend aus einer anhaltenden ≥ 50 %igen Reduktion der eGFR, dem
Beginn einer anhaltenden eGFR < 15 ml/min/1,73 m2, der Einleitung einer chronischen
Nierenersatztherapie, Nierentod oder kardiovaskulärem Tod mit einer Hazard Ratio von0,76 [0,66; 0,88]95 % KI überlegen, was einer relativen Risikoreduktion des Fortschreitens einer
Nierenerkrankung um 24 % entspricht (siehe Abbildung 5). Die individuellen Komponenten desprimären Kompositums trugen zum Behandlungseffekt bei, allerdings gab es wenige Nierentodesfälle(siehe Abbildung 6).
Semaglutid zeigte eine Überlegenheit gegenüber Placebo, zusätzlich zur Standardbehandlung, bei der
Reduktion der jährlichen Änderungsrate der eGFR mit einer geschätzten Behandlungsdifferenz von1,16 (ml/min/1,73 m2/Jahr) [0,86; 1,47]95 % KI. Die Behandlung mit Semaglutid verbesserte das
Gesamtüberleben mit einer signifikanten Verringerung der Gesamtmortalität (siehe Abbildung 6).
HR: 0,7695 % KI [0,66 - 0,88]
Anzahl an Risikopatienten
Semaglutid
Placebo
Zeit seit Randomisierung (Monate)
Semaglutid Placebo
Abbildung 5 Kumulative Inzidenzfunktion der Zeit bis zum ersten Auftreten des primärenkombinierten Endpunkts: Beginn einer anhaltenen Reduktion der eGFR um ≥ 50 %, Beginneiner anhaltenden eGFR < 15 ml/min/1,73 m2, Einleitung einer chronischen
Nierenersatztherapie, Nierentod oder kardiovaskulärer Tod (FLOW)
Patienten mit Ereignis (%)
Anzahl an Ereignissen/
Analysierte Patienten
HR [95 % KI] (Sema 1,0 mg; Placebo)
Primärer Endpunkt 0,76 [0,66; 0,88] 331/1 767; 410/1 766anhaltende >= 50%ige eGFR-Reduktion 0,73 [0,59; 0,89] 165/1 766; 213/1 766anhaltende eGFR < 15 0,80 [0,61; 1,06] 92/1 767; 110/1 766
Nierenersatztherapie 0,84 [0,63; 1,12] 87/1 767; 100/1 766
Nierentod 0,97 [0,27; 3,49] 5/1 767; 5/1 766
Kardiovaskulärer Tod 0,71 [0,56; 0,89] 123/1 767; 169/1 766
MACE 0,82 [0,68; 0,98] 212/1 767; 254/1 766
Nicht-tödlicher Myokardinfarkt 0,80 [0,55; 1,15] 52/1 767; 64/1 766
Nicht-tödlicher Schlaganfall 1,22 [0,84; 1,77] 63/1 767; 51/1 766
Kardiovaskulärer Tod 0,71 [0,56; 0,89] 123/1 767; 169/1 766
Todesfälle jeglicher Ursachen 0,80 [0,67; 0,95] 227/1 767; 279/1 766
Begünstigt Begünstigt
Sema 1,0 mg Placebo0,2 0,5 1 2 5
Abbildung 6 Forest Plot: Analysen der Zeit bis zum ersten Auftreten des primären kombinierten
Endpunkts und seinen Komponenten, dem ersten Auftreten von MACE und seinen
Komponenten sowie Todesfälle jeglicher Ursachen (FLOW)
KörpergewichtNach einjähriger Behandlung wurde ein Gewichtsverlust von ≥ 5 % bzw. ≥ 10 % für mehr Patientenunter 0,5 mg (46 % bzw. 13 %) und 1 mg (52-62 % bzw. 21-24 %) Semaglutid erzielt als unter denaktiven Vergleichspräparaten Sitagliptin (18 % bzw. 3 %) und Exenatid ER (17 % bzw. 4 %).
In der 40-wöchigen Studie gegenüber Dulaglutid wurde ein Gewichtsverlust von ≥ 5 % und ≥ 10 % fürmehr Patienten unter 0,5 mg Semaglutid (44 % und 14 %) verglichen mit 0,75 mg Dulaglutid (23 %und 3 %) und unter 1 mg Semaglutid (bis zu 63 % und 27 %) verglichen mit 1,5 mg Dulaglutid (30 %und 8 %) erreicht.
Eine signifikante und anhaltende Reduktion des Körpergewichts zwischen Behandlungsbeginn und
Woche 104 wurde für 0,5 mg bzw. 1 mg Semaglutid gegenüber 0,5 mg bzw. 1 mg Placebo, als
Ergänzung zu einer Standardtherapie, in SUSTAIN 6 beobachtet (-3,6 kg bzw. -4,9 kg vs. -0,7 kg bzw.
- 0,5 kg).
In der Nierenendpunkt-Studie FLOW führte die Behandlung mit 1 mg Semaglutid in Woche 104 im
Vergleich zu Placebo zu einer anhaltenden Verringerung des Körpergewichts, zusätzlich zur
Standardbehandlung (-5,6 kg für Semaglutid und -1,4 kg für Placebo).
BlutdruckSignifikante Senkungen des mittleren systolischen Blutdrucks wurden beobachtet, wenn 0,5 mg (3,5-5,1 mmHg) und 1 mg (5,4-7,3 mmHg) Semaglutid in Kombination mit oralen Antidiabetika oder
Basalinsulin angewendet wurde. Beim diastolischen Blutdruck gab es keine signifikanten
Unterschiede zwischen Semaglutid und den Vergleichspräparaten. Die beobachteten Senkungen dessystolischen Blutdrucks für 2 mg bzw. 1 mg Semaglutid in Woche 40 betrugen 5,3 mmHg bzw.4,5 mmHg.
Kinder und JugendlicheDie Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Ozempic eine Zurückstellung von der Verpflichtung zur
Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehreren pädiatrischen Altersklassen bei Diabetesmellitus Typ 2 gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und
Jugendlichen).
Verglichen mit nativem GLP-1 weist Semaglutid eine verlängerte Halbwertszeit von ungefähr1 Woche auf, wodurch es sich für die einmal wöchentliche subkutane Anwendung eignet. Der
Hauptmechanismus der Verzögerung ist die Albuminbindung, die eine verminderte renale Clearanceund den Schutz vor metabolischem Abbau zur Folge hat. Darüber hinaus ist Semaglutid gegen den
Abbau durch das Enzym DPP-4 stabilisiert.
ResorptionDie Maximalkonzentration wurde 1 bis 3 Tage nach Verabreichung erreicht. Der Steady State warnach 4-5 Wochen mit einmal wöchentlicher Verabreichung erreicht. Bei Patienten mit Diabetesmellitus Typ 2 betrugen die mittleren Steady State Konzentrationen nach subkutaner Verabreichungvon 0,5 mg und 1 mg Semaglutid ungefähr 16 nmol/l bzw. 30 nmol/l. In der Studie, in der1 mg Semaglutid mit 2 mg Semaglutid verglichen wurde, betrugen die mittleren Steady State
Konzentrationen 27 nmol/l bzw. 54 nmol/l. Die Semaglutid-Exposition stieg für die Dosen von0,5 mg, 1 mg und 2 mg dosisproportional an. Mit einer subkutanen Verabreichung von Semaglutid indas Abdomen, den Oberschenkel oder den Oberarm wurde eine ähnliche Exposition erreicht. Dieabsolute Bioverfügbarkeit von subkutan verabreichtem Semaglutid betrug 89 %.
VerteilungDas mittlere Verteilungsvolumen von Semaglutid nach subkutaner Verabreichung an Patienten mit
Diabetes mellitus Typ 2 betrug ungefähr 12,5 l. Semaglutid war stark an Plasmaalbumin gebunden(> 99 %).
BiotransformationVor der Ausscheidung wird Semaglutid durch proteolytische Spaltung des Peptid-Backbones undsequentielle beta-Oxidation der Fettsäure-Seitenkette weitgehend verstoffwechselt. Es wird davonausgegangen, dass an der Verstoffwechselung von Semaglutid das Enzym Neutrale Endopeptidase(NEP) beteiligt ist.
EliminationEine Studie mit einer einzelnen subkutanen Dosis radioaktiv markierten Semaglutids ergab, dass dieprimären Ausscheidungswege für Semaglutid-verwandte Materialien über Urin und Fäzes verlaufen;dabei wurden ungefähr 2/3 über den Urin und 1/3 über die Fäzes ausgeschieden. Etwa 3 % der Dosiswurden als intaktes Semaglutid über den Urin ausgeschieden. Bei Patienten mit Diabetes mellitus
Typ 2 lag die Clearance von Semaglutid bei ungefähr 0,05 l/h. Bei einer Eliminationshalbwertszeitvon ungefähr 1 Woche wird Semaglutid noch ungefähr 5 Wochen nach der letzten Dosis in der
Blutbahn vorhanden sein.
Spezielle PopulationenDas Alter hatte gemäß der Daten aus den Phase-3a-Studien mit Patienten im Alter von 20-86 Jahrenkeinen Einfluss auf die Pharmakokinetik von Semaglutid.
Geschlecht und ethnische ZugehörigkeitGeschlecht und ethnische Zugehörigkeit (weiß, schwarz, afroamerikanisch, asiatisch, hispanisch oderlateinamerikanisch, nicht-hispanisch oder -lateinamerikanisch) hatten keine Auswirkung auf die
Pharmakokinetik von Semaglutid.
KörpergewichtDas Körpergewicht wirkt sich auf die Semaglutid-Exposition aus. Bei einem höheren Körpergewichtist die Exposition geringer. Ein Unterschied von 20 % beim Körpergewicht zwischen Einzelpersonenführt zu einem Expositionsunterschied von ungefähr 16 %. Semaglutid-Dosen von 0,5 mg und 1 mgführen in einem Bereich von 40-198 kg Körpergewicht zu einer adäquaten systemischen Exposition.
Eingeschränkte NierenfunktionEine Einschränkung der Nierenfunktion beeinflusste die Pharmakokinetik von Semaglutid nicht inklinisch relevantem Maße. Dies wurde anhand einer einzelnen Dosis von 0,5 mg Semaglutid bei
Patienten mit verschieden stark eingeschränkter Nierenfunktion (leicht, mittelschwer, schwer oder
Dialysepatienten) im Vergleich zu Patienten mit normaler Nierenfunktion nachgewiesen. Dies zeigtesich auch anhand der Daten von Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und eingeschränkter
Nierenfunktion aus Phase-3a-Studien, allerdings war dort die Erfahrung mit Patienten mit terminaler
Niereninsuffizienz begrenzt.
Eingeschränkte LeberfunktionEine eingeschränkte Leberfunktion hatte keinen Einfluss auf die Semaglutid-Exposition. Die
Pharmakokinetik von Semaglutid wurde in einer Studie mit einer einzelnen Dosis von 0,5 mg
Semaglutid bei Patienten mit verschieden stark eingeschränkter Leberfunktion (leicht, mittelschwer,schwer) im Vergleich zu Patienten mit normaler Leberfunktion untersucht.
Kinder und JugendlicheSemaglutid wurde nicht bei pädiatrischen Patienten untersucht.
ImmunogenitätDie Bildung von Antikörpern gegen Semaglutid trat unter Behandlung mit 1 mg bzw. 2,4 mg
Semaglutid selten auf (siehe Abschnitt 4.8) und die Reaktion schien keinen Einfluss auf die
Pharmakokinetik von Semaglutid zu haben.
Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter
Gabe oder Genotoxizität lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschenerkennen.
Bei Nagetieren beobachtete, nichtletale C-Zelltumoren der Schilddrüse sind ein Klasseneffekt von
GLP-1-Rezeptoragonisten. In 2-jährigen Karzinogenitätsstudien bei Ratten und Mäusen verursachte
Semaglutid bei klinisch relevanten Expositionen C-Zelltumoren der Schilddrüse. Im Zusammenhangmit der Behandlung wurden keine anderen Tumoren beobachtet. Die C-Zelltumoren bei Nagetierenwerden durch einen nichtgenotoxischen, spezifisch durch den GLP-1-Rezeptor vermittelten
Mechanismus verursacht, für den Nager besonders empfänglich sind. Die Relevanz für den Menschenwird als gering eingestuft, kann jedoch nicht komplett ausgeschlossen werden.
In Fertilitätsstudien an Ratten beeinträchtigte Semaglutid das Deckverhalten oder die Fertilitätmännlicher Ratten nicht. Bei weiblichen Ratten wurde bei Dosen, die mit einem mütterlichen
Gewichtsverlust einhergingen, eine Verlängerung des Östrus und eine geringe Abnahme der Anzahlder Corpora lutea (Ovulationen) beobachtet.
Bei embryofetalen Entwicklungsstudien an Ratten verursachte Semaglutid Embryotoxizität bei
Expositionen, die unter den klinisch relevanten Werten lagen. Semaglutid verursachte deutliche
Reduktionen des mütterlichen Körpergewichts und Verminderungen des Überlebens und Wachstumsvon Embryonen. Bei Föten wurden schwere skelettale und viszerale Missbildungen beobachtet,darunter Auswirkungen auf lange Knochen, Rippen, Wirbel, Schwanz, Blutgefäße und Hirnventrikel.
Mechanistische Auswertungen deuten darauf hin, dass an der Embryotoxizität eine durch den GLP-1-Rezeptor vermittelte Beeinträchtigung der Nährstoffversorgung des Embryos über den Dottersackder Ratte beteiligt ist. Aufgrund der anatomischen und funktionellen Unterschiede des Dottersackszwischen den Spezies und aufgrund der fehlenden Expression des GLP-1-Rezeptors im Dottersacknichtmenschlicher Primaten gilt es als unwahrscheinlich, dass dieser Mechanismus für den Menschenrelevant ist. Jedoch kann eine direkte Auswirkung von Semaglutid auf den Fötus nicht ausgeschlossenwerden.
In Entwicklungstoxizitätsstudien mit Kaninchen und Javaneraffen wurden bei klinisch relevanten
Expositionen vermehrt Aborte und eine leicht erhöhte Inzidenz fötaler Anomalien beobachtet. Die
Ergebnisse fallen mit deutlichem mütterlichen Gewichtsverlust von bis zu 16 % zusammen. Ob diese
Effekte mit der verminderten mütterlichen Futteraufnahme als direkte Wirkung von GLP-1zusammenhängen, ist unbekannt.
Das postnatale Wachstum und die postnatale Entwicklung wurden an Javaneraffen beurteilt. Die
Neugeborenen waren bei der Geburt geringfügig kleiner, holten aber während der Stillzeit auf.
Bei jugendlichen männlichen und weiblichen Ratten verursachte Semaglutid eine verzögerte
Geschlechtsreife. Diese Verzögerungen hatten keine Auswirkungen auf die Fertilität und reproduktive
Kapazität beider Geschlechter oder auf die Fähigkeit der Weibchen eine Schwangerschaftaufrechtzuerhalten.
Natriummonohydrogenphosphat-Dihydrat (Ph.Eur.)
PropylenglycolPhenol
Salzsäure (zur Einstellung des pH-Wertes)
Natriumhydroxid (zur Einstellung des pH-Wertes)
Wasser für Injektionszwecke
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.
Ozempic 0,25 mg, 0,5 mg, 1 mg und 2 mg3 Jahre
Nach AnbruchHaltbarkeit nach der ersten Anwendung
Ozempic 0,25 mg, 0,5 mg, 1 mg und 2 mg (4-Dosen-Pens)6 Wochen
Ozempic 0,5 mg und 1 mg (8-Dosen-Pens)8 Wochen
Nicht über 30 °C lagern, oder im Kühlschrank (2 °C - 8 °C) lagern. Ozempic nicht einfrieren. Die
Penkappe aufgesetzt lassen, wenn der Pen nicht verwendet wird, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Im Kühlschrank (2 °C - 8 °C) lagern. Vom Kühlelement fernhalten.
Ozempic nicht einfrieren.
Die Penkappe aufgesetzt lassen, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Aufbewahrungsbedingungen nach Anbruch des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.
1,5 ml oder 3 ml Patrone aus Glas (Glasart I), die an einem Ende mit einem Gummikolben(Chlorbutyl) und am anderen Ende mit einer Kappe aus Aluminium mit einem eingesetzten,laminierten Gummiplättchen (Brombutyl/Polyisopren) verschlossen ist. Die Patrone ist in einen
Einweg-Fertigpen aus Polypropylen, Polyoxymethylen, Polycarbonat und Acrylnitril-Butadien-Styroleingesetzt.
PackungsgrößenJeder Fertigpen enthält 1,5 ml Lösung und kann 4 Dosen von 0,25 mg abgeben.1 Fertigpen und 4 NovoFine Plus Einweg-Nadeln
Ozempic 0,5 mg Injektionslösung1,5 ml: Jeder Fertigpen enthält 1,5 ml Lösung und kann 4 Dosen von 0,5 mg abgeben.1 Fertigpen und 4 NovoFine Plus Einweg-Nadeln3 Fertigpens und 12 NovoFine Plus Einweg-Nadeln3 ml: Jeder Fertigpen enthält 3 ml Lösung und kann 4 Dosen von 0,5 mg abgeben.1 Fertigpen und 4 NovoFine Plus Einweg-Nadeln3 Fertigpens und 12 NovoFine Plus Einweg-Nadeln3 ml: Jeder Fertigpen enthält 3 ml Lösung und kann 8 Dosen von 0,5 mg abgeben.1 Fertigpen und 8 NovoFine Plus Einweg-Nadeln
Ozempic 1 mg InjektionslösungJeder Fertigpen enthält 3 ml Lösung und kann 4 Dosen von 1 mg abgeben.1 Fertigpen und 4 NovoFine Plus Einweg-Nadeln3 Fertigpens und 12 NovoFine Plus Einweg-Nadeln
Jeder Fertigpen enthält 3 ml Lösung und kann 8 Dosen von 1 mg abgeben.1 Fertigpen und 8 NovoFine Plus Einweg-Nadeln
Ozempic 2 mg InjektionslösungJeder Fertigpen enthält 3 ml Lösung und kann 4 Dosen von 2 mg abgeben.1 Fertigpen und 4 NovoFine Plus Einweg-Nadeln3 Fertigpens und 12 NovoFine Plus Einweg-Nadeln
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Der Patient ist anzuweisen, die Injektionsnadel nach jeder Injektion zu entsorgen und den Pen ohneaufgesetzte Injektionsnadel aufzubewahren. Dies kann dazu beitragen, verstopfte Nadeln,
Verunreinigungen, Infektionen, das Auslaufen von Lösung und ungenaue Dosierungen zu vermeiden.
Der Pen darf nur von einer Person verwendet werden.
Ozempic darf nicht verwendet werden, wenn es nicht klar und farblos oder nahezu farblos aussieht.
Einmal gefrorenes Ozempic darf nicht mehr verwendet werden.
Ozempic kann mit 30G, 31G und 32G Einweg-Nadeln mit einer Länge von bis zu 8 mm verwendetwerden.
Jegliches nicht verwendetes Arzneimittel sowie anderes Abfallmaterial sind entsprechend dennationalen Anforderungen zu beseitigen.
Novo Nordisk A/S
Novo Allé
DK-2880 Bagsværd
Dänemark
EU/1/17/1251/002
EU/1/17/1251/003
EU/1/17/1251/004
EU/1/17/1251/005
EU/1/17/1251/006
EU/1/17/1251/010
EU/1/17/1251/011
EU/1/17/1251/012
EU/1/17/1251/013
EU/1/17/1251/014
EU/1/17/1251/015
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 08. Februar 2018
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 21. September 2022
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.