Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels ORKAMBI 100mg / 125mg tablets
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Orkambi 100 mg/125 mg Filmtabletten
Orkambi 200 mg/125 mg Filmtabletten
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Orkambi 100 mg/125 mg Filmtabletten
Eine Filmtablette enthält 100 mg Lumacaftor und 125 mg Ivacaftor.
Orkambi 200 mg/125 mg Filmtabletten
Eine Filmtablette enthält 200 mg Lumacaftor und 125 mg Ivacaftor.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Filmtablette (Tablette)
Orkambi 100 mg/125 mg Filmtabletten
Rosafarbene ovale Tabletten (Abmessungen: 14 × 7,6 × 4,9 mm) mit dem Aufdruck '1V125“ inschwarzer Tinte auf einer Seite.
Orkambi 200 mg/125 mg Filmtabletten
Rosafarbene ovale Tabletten (Abmessungen: 14 × 8,4 × 6,8 mm) mit dem Aufdruck '2V125“ inschwarzer Tinte auf einer Seite.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Orkambi-Tabletten sind angezeigt zur Behandlung der zystischen Fibrose (CF, Mukoviszidose) bei
Patienten ab 6 Jahren, die homozygot für die F508del-Mutation im Cystic Fibrosis Transmembrane
Conductance Regulator-(CFTR)-Gen sind (siehe Abschnitte 4.2, pct. 4.4 und 5.1).
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Orkambi sollte nur von Ärzten mit Erfahrung in der Behandlung der CF verordnet werden. Wenn der
Genotyp des Patienten nicht bekannt ist, ist das Vorliegen der F508del-Mutation auf beiden Allelendes CFTR-Gens mithilfe einer genauen und validierten Genotypisierungsmethode zu bestätigen.
DosierungTabelle 1: Dosierungsempfehlungen für Patienten ab 6 Jahren
Alter Stärke Dosis (alle 12 Stunden)
Morgens Abends6 bis <12 Jahre Lumacaftor 100 mg/ 2 Tabletten 2 Tabletten
Ivacaftor 125 mg
Ab 12 Jahren Lumacaftor 200 mg/ 2 Tabletten 2 Tabletten
Ivacaftor 125 mg
Mit der Behandlung kann an jedem beliebigen Tag der Woche begonnen werden.
Dieses Arzneimittel sollte mit einer fetthaltigen Mahlzeit eingenommen werden. Eine fetthaltige
Mahlzeit oder eine fetthaltige Zwischenmahlzeit ist direkt vor oder direkt nach der Dosis einzunehmen(siehe Abschnitt 5.2).
Vergessene DosisSind seit der ausgelassenen Dosis weniger als 6 Stunden vergangen, sollte die vorgesehene Dosis miteiner fetthaltigen Mahlzeit nachgeholt werden. Sind mehr als 6 Stunden vergangen, ist der Patientanzuweisen, bis zur nächsten vorgesehenen Dosis zu warten. Es darf nicht die doppelte Dosiseingenommen werden, um die vergessene Dosis auszugleichen.
Gleichzeitige Anwendung von CYP3A-Inhibitoren
Wenn bei Patienten, die aktuell Orkambi einnehmen, eine Behandlung mit CYP3A-Inhibitorenbegonnen wird, ist keine Dosisanpassung erforderlich. Allerdings sollte bei Patienten, die starke
CYP3A-Inhibitoren einnehmen, bei der Einleitung der Behandlung in der ersten Behandlungswochedie Dosis auf eine Tablette täglich reduziert werden, um die Induktionswirkung von Lumacaftor im
Steady State zu berücksichtigen. Nach diesem Zeitraum ist die Behandlung mit der empfohlenen
Tagesdosis fortzusetzen (siehe Tabelle 2).
Tabelle 2: Behandlungseinleitung bei Patienten, die starke CYP3A-Inhibitoren einnehmen
Alter Stärke Woche 1 der
Behandlung Ab Woche 26 bis<12 Jahre Lumacaftor 100 mg/Ivacaftor 125 mg 1 Tablette pro Ab Tag 8 sollte die
Tag empfohlene Tagesdosis
Ab 12 Jahren Lumacaftor 200 mg/Ivacaftor 125 mg angewendet werden
Wenn die Behandlung länger als eine Woche unterbrochen und dann wieder aufgenommen wird,während der Patient starke CYP3A-Inhibitoren einnimmt, sollte die Dosis in der ersten
Behandlungswoche nach Wiederaufnahme der Therapie auf eine Tablette täglich reduziert werden(siehe Tabelle 2). Nach diesem Zeitraum ist die Behandlung mit der empfohlenen Tagesdosisfortzusetzen (siehe Abschnitt 4.5).
Besondere PatientengruppenEingeschränkte NierenfunktionBei Patienten mit leichter bis mäßiger Nierenfunktionsstörung ist keine Dosisanpassung erforderlich.
Bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion (Creatinin-Clearance ≤ 30 ml/min) oderterminaler Niereninsuffizienz ist Vorsicht geboten (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).
Eingeschränkte LeberfunktionBei Patienten mit leicht eingeschränkter Leberfunktion (Child-Pugh-Klasse A) ist keine
Dosisanpassung erforderlich. Für Patienten mit mäßig eingeschränkter Leberfunktion (Child-Pugh-
Klasse B) wird eine reduzierte Dosis empfohlen.
Zur Anwendung dieses Arzneimittels bei Patienten mit stark eingeschränkter Leberfunktion(Child-Pugh-Klasse C) liegen keine Erfahrungen vor, die Exposition ist voraussichtlich jedoch höherals bei Patienten mit mäßig eingeschränkter Leberfunktion. Daher ist Orkambi nach einer Risiko-
Nutzen-Abwägung der Behandlung bei Patienten mit stark eingeschränkter Leberfunktion mit
Vorsicht in einer reduzierten Dosis anzuwenden (siehe Abschnitte 4.4, pct. 4.8 und 5.2).
Zu Dosisanpassungen bei Patienten mit mäßig oder stark eingeschränkter Leberfunktion siehe
Tabelle 3.
Tabelle 3: Empfehlungen für die Dosisanpassung bei Patienten mit mäßig oder starkeingeschränkter Leberfunktion
Gesamttagesdosis
Alter Stärke Mäßig Stark(Child-Pugh Klasse B) (Child-Pugh Klasse C)
Morgens Abends Morgens Abends6 bis Lumacaftor 100 mg/<12 Jahre Ivacaftor 125 mg 1 Tabletteoder 1 Tablette2 Tabletten 1 Tablette weniger oder wenigeroft*
Ab Lumacaftor 200 mg/ oft*12 Jahren Ivacaftor 125 mg
* Das Dosierungsintervall sollte je nach klinischem Ansprechen und Verträglichkeit angepasst werden. Die Häufigkeit der
Morgen- und Abenddosis kann reduziert werden. .
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit und Wirksamkeit von Orkambi bei Kindern unter 1 Jahr ist bisher noch nicht erwiesen.
Es liegen keine Daten vor.
Art der AnwendungZum Einnehmen.
Die Patienten sind anzuweisen, die Tabletten unzerkaut zu schlucken. Die Patienten sollen die
Tabletten nicht kauen, zerbrechen oder auflösen.
4.3 Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
CF-Patienten, die heterozygot für die F508del-Mutation im CFTR-Gen sind
Lumacaftor/Ivacaftor ist nicht wirksam bei CF-Patienten mit der F508del-Mutation auf einem Allelplus einem zweiten Allel mit einer Mutation, die voraussichtlich zu einer fehlenden CFTR-Produktionführt, oder die in vitro auf Ivacaftor nicht anspricht (siehe Abschnitt 5.1).
CF-Patienten mit einer Gating-Mutation (Klasse III) im CFTR-Gen
Lumacaftor/Ivacaftor wurde nicht bei CF-Patienten untersucht, die eine Gating-Mutation (Klasse III)im CFTR-Gen auf einem Allel haben, mit oder ohne F508del-Mutation auf dem anderen Allel. Da die
Ivacaftor-Exposition bei Gabe in Kombination mit Lumacaftor sehr deutlich reduziert ist, sollte
Lumacaftor/Ivacaftor bei diesen Patienten nicht angewendet werden.
Respiratorische Nebenwirkungen
Respiratorische Nebenwirkungen (z. B. Brustbeschwerden, Dyspnoe, Bronchospasmus und anormale
Atmung) traten bei der Einleitung der Lumacaftor/Ivacaftor-Therapie häufiger auf. Schwerwiegenderespiratorische Ereignisse wurden häufiger bei Patienten mit einem forcierten exspiratorischen
Volumen in 1 Sekunde (percent predicted FEV1, ppFEV1) < 40 Prozent des Sollwerts beobachtet undkönnen zum Absetzen des Arzneimittels führen. Die klinische Erfahrung bei Patienten mit einemppFEV1 < 40 ist begrenzt und eine zusätzliche Überwachung dieser Patienten wird bei der Einleitungder Behandlung empfohlen (siehe Abschnitt 4.8). Bei einigen Patienten wurde nach Einleitung einer
Lumcaftor/Ivacaftor-Therapie auch eine vorübergehende Abnahme des FEV1 beobachtet. Zur
Aufnahme der Behandlung mit Lumacaftor/Ivacaftor bei Patienten mit einer aktuellen pulmonalen
Exazerbation liegen keine Erfahrungen vor, und es wird davon abgeraten, eine Behandlung bei
Patienten mit Lungenexazerbationen einzuleiten.
Wirkung auf den Blutdruck
Bei einigen mit Lumacaftor/Ivacaftor behandelten Patienten wurde ein erhöhter Blutdruck beobachtet.
Daher sollten bei allen Patienten während der Behandlung regelmäßige Blutdruckkontrollendurchgeführt werden (siehe Abschnitt 4.8).
Patienten mit fortgeschrittener Lebererkrankung
Anomalien der Leberfunktion, einschließlich fortgeschrittener Lebererkrankung, können bei CF-
Patienten vorliegen. Bei Patienten mit fortgeschrittener Lebererkrankung wurde über eine
Verschlechterung der Leberfunktion berichtet. Bei CF-Patienten mit vorbestehender Leberzirrhose undportaler Hypertonie, die Lumacaftor/Ivacaftor erhielten, wurde über eine Dekompensation der
Leberfunktion, einschließlich Leberversagen mit tödlichem Verlauf, berichtet. Lumacaftor/Ivacaftorsollte bei Patienten mit fortgeschrittener Lebererkrankung mit Vorsicht angewendet werden, und nurdann, wenn der Nutzen voraussichtlich die Risiken überwiegt. Wird Lumacaftor/Ivacaftor bei diesen
Patienten angewendet, sind diese nach Behandlungsbeginn engmaschig zu überwachen und die Dosiszu reduzieren (siehe Abschnitte 4.2, pct. 4.8 und 5.2).
Hepatobiliäre Nebenwirkungen
Bei CF-Patienten, die Lumacaftor/Ivacaftor erhielten, wurden häufig Transaminasenanstiege berichtet.
In einigen Fällen ging dieser Anstieg mit einem Anstieg des Gesamtserumbilirubinspiegels einher.
Transaminasenanstiege wurden häufiger bei Kindern und Jugendlichen beobachtet als beierwachsenen Patienten (siehe Abschnitt 4.8).
Da ein Zusammenhang mit Leberschäden nicht ausgeschlossen werden kann, werden
Leberfunktionstests (ALT, AST und Bilirubin) vor Beginn der Behandlung mit Lumacaftor/Ivacaftor,alle 3 Monate im ersten Jahr der Behandlung und danach jährlich empfohlen. Bei Patienten mit einer
Vorgeschichte von erhöhten ALT-, AST- oder Bilirubinwerten ist eine engmaschigere Überwachungin Erwägung zu ziehen.
Im Falle deutlich erhöhter ALT- oder AST-Werte mit oder ohne erhöhtem Bilirubin (ALT oder AST> 5 x Obergrenze des Normalbereichs [ULN] bzw. ALT oder AST > 3 x ULN bei Bilirubin> 2 x ULN und/oder klinischer Gelbsucht) ist die Behandlung mit Lumacaftor/Ivacaftor abzusetzenund engmaschige Labortests sind durchzuführen, bis die Abweichungen zurückgehen. Eine gründliche
Untersuchung der möglichen Ursachen ist durchzuführen und die Patienten sind engmaschig im
Hinblick auf den klinischen Verlauf zu beobachten. Nach erfolgter Normalisierung der erhöhten
Transaminasenwerte sind Nutzen und Risiken einer Wiederaufnahme der Behandlung abzuwägen(siehe Abschnitte 4.2, pct. 4.8 und 5.2).
Depressionen
Bei Patienten, die mit Lumacaftor/Ivacaftor behandelt wurden, liegen Berichte über Depressionen(einschließlich Suizidgedanken und Suizidversuch) vor, die in der Regel innerhalb von drei Monatennach Behandlungsbeginn und bei Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen in der Vorgeschichteauftraten. In einigen Fällen wurde über eine Verbesserung der Symptome nach Dosisreduktion odernach dem Absetzen der Behandlung berichtet. Patienten (und Betreuer) sind darauf hinzuweisen, dasssie auf depressive Verstimmungen, Suizidgedanken oder ungewöhnliche Verhaltensänderungen achtenund bei Auftreten solcher Symptome sofort einen Arzt aufsuchen müssen.
Wechselwirkungen mit anderen ArzneimittelnCYP3A-Substrate
Lumacaftor ist ein starker CYP3A-Induktor. Die gleichzeitige Anwendung von empfindlichen
CYP3A-Substraten oder CYP3A-Substraten mit einer geringen therapeutischen Breite wird nichtempfohlen (siehe Abschnitt 4.5).
Hormonale Kontrazeptiva einschließlich oraler, injizierbarer, transdermaler und implantierbarer
Formulierungen sind bei Gabe zusammen mit Orkambi nicht als verlässlich wirksame
Verhütungsmethode anzusehen (siehe Abschnitt 4.5).
Starke CYP3A-InduktorenIvacaftor ist ein Substrat von CYP3A4 und CYP3A5. Daher wird die Gabe zusammen mit starken
CYP3A-Induktoren (z. B. Rifampicin, Johanniskraut [Hypericum perforatum]) nicht empfohlen (siehe
Abschnitt 4.5).
Eingeschränkte NierenfunktionBei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion oder terminaler Niereninsuffizienz sollte
Lumacaftor/Ivacaftor mit Vorsicht angewendet werden (siehe Abschnitte 4.2 und 5.2).
Katarakte
Bei Kindern und Jugendlichen wurde unter einer Behandlung mit Lumacaftor/Ivacaftor und einer
Monotherapie mit Ivacaftor über Fälle von nicht kongenitaler Linsentrübung ohne Auswirkungen aufdas Sehvermögen berichtet. Obgleich in manchen Fällen andere Risikofaktoren (z. B. die Anwendungvon Kortikosteroiden oder eine Strahlenexposition) vorhanden waren, kann ein mögliches, auf
Ivacaftor zurückzuführendes Risiko nicht ausgeschlossen werden (siehe Abschnitt 5.3). Bei Kindernund Jugendlichen, die eine Therapie mit Lumacaftor/Ivacaftor beginnen, werden vor Therapiebeginnsowie zur Verlaufskontrolle Augenuntersuchungen empfohlen.
Patienten nach Organtransplantation
Lumacaftor/Ivacaftor wurde nicht bei CF-Patienten nach einer Organtransplantation untersucht. Daherwird die Anwendung bei Transplantationspatienten nicht empfohlen. Zu Wechselwirkungen mit
Immunsuppressiva siehe Abschnitt 4.5.
NatriumgehaltDieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Dosis, d. h. es ist nahezu'natriumfrei“.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Auf der Grundlage der Exposition und der angezeigten Dosen wird das Wechselwirkungsprofil für alle
Stärken und Darreichungsformen als gleich angesehen.
Lumacaftor ist ein starker CYP3A-Induktor und bei Gabe als Monotherapie ist Ivacaftor einschwacher CYP3A-Inhibitor. Bei gleichzeitiger Anwendung können andere Arzneimittel
Lumacaftor/Ivacaftor potentiell beeinflussen; ebenso kann Lumacaftor/Ivacaftor andere Arzneimittelpotentiell beeinflussen.
Potentielle Beeinflussung von Lumacaftor/Ivacaftor durch andere Arzneimittel
CYP3A-InhibitorenBei gleichzeitiger Anwendung von Lumacaftor/Ivacaftor mit Itraconazol, einem starken CYP3A-
Inhibitor, wurde die Lumacaftor-Exposition nicht beeinflusst, hingegen erhöhte sich die Ivacaftor-
Exposition um das 4,3-Fache. Aufgrund des Induktionseffekts von Lumacaftor auf CYP3A im
Gleichgewichtszustand (Steady State) liegt die Nettoexposition gegenüber Ivacaftor bei gleichzeitiger
Anwendung mit einem CYP3A-Inhibitor voraussichtlich nicht höher als bei Gabe ohne Lumacaftor ineiner Dosis von 150 mg alle 12 Stunden, der zugelassenen Dosierung für die Ivacaftor-Monotherapie.
Bei Patienten, die Lumacaftor/Ivacaftor einnehmen, ist keine Dosisanpassung erforderlich, wenn mitder Gabe von CYP3A-Inhibitoren begonnen wird. Wird hingegen mit der Gabe von
Lumacaftor/Ivacaftor bei Patienten begonnen, die starke CYP3A-Inhibitoren einnehmen, ist die Dosisanzupassen (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).
Bei Anwendung zusammen mit mäßigen oder schwachen CYP3A-Inhibitoren wird keine
Dosisanpassung empfohlen.
CYP3A-InduktorenDie gleichzeitige Anwendung von Lumacaftor/Ivacaftor mit Rifampicin, einem starken CYP3A-
Induktor, hatte einen minimalen Einfluss auf die Lumacaftor-Exposition, verringerte jedoch die
Ivacaftor-Exposition (AUC) um 57 %. Daher wird die gleichzeitige Anwendung von
Lumacaftor/Ivacaftor mit starken CYP3A-Induktoren nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).
Bei Anwendung zusammen mit mäßigen oder schwachen CYP3A-Induktoren wird keine
Dosisanpassung empfohlen.
Potentielle Beeinflussung anderer Arzneimittel durch Lumacaftor/Ivacaftor
CYP3A-Substrate
Lumacaftor ist ein starker CYP3A-Induktor. Bei Gabe als Monotherapie ist Ivacaftor ein schwacher
CYP3A-Inhibitor. Der Nettoeffekt der Lumacaftor/Ivacaftor-Behandlung besteht voraussichtlich ineiner starken CYP3A-Induktion. Daher kann die gleichzeitige Anwendung von Lumacaftor/Ivacaftorzusammen mit CYP3A-Substraten die Exposition gegenüber diesen Substraten verringern (siehe
Abschnitt 4.4).
P-gp-SubstrateErgebnisse von In-vitro-Studien zeigten, dass Lumacaftor das Potential sowohl zur Hemmung als auchzur Induktion von P-gp besitzt. Darüber hinaus ergab eine klinische Studie mit Ivacaftor-
Monotherapie, dass Ivacaftor ein schwacher P-gp-Inhibitor ist. Daher kann die gleichzeitige
Anwendung von Lumacaftor/Ivacaftor zusammen mit P-gp-Substraten (z. B. Digoxin) die Expositiongegenüber diesen Substraten verändern.
CYP2B6- und CYP2C-Substrate
Die Interaktion mit CYP2B6- und CYP2C-Substraten wurde nicht in vivo untersucht. Ergebnisse von
In-vitro-Untersuchungen lassen darauf schließen, dass Lumacaftor das Potential zur Induktion von
CYP2B6, CYP2C8, CYP2C9 und CYP2C19 besitzt; eine Hemmung von CYP2C8 und CYP2C9wurde jedoch in vitro ebenfalls beobachtet. Darüber hinaus legen In-vitro-Studien nahe, dass Ivacaftor
CYP2C9 hemmen kann. Daher kann die gleichzeitige Anwendung von Lumacaftor/Ivacaftor die
Exposition gegenüber CYP2C8- und CYP2C9-Substraten verändern (d. h. entweder erhöhen oderverringern), die Exposition gegenüber CYP2C19-Substraten verringern und die Exposition gegenüber
CYP2B6-Substraten erheblich verringern.
Potential von Lumacaftor/Ivacaftor zur Interaktion mit Transportern
In-vitro-Versuche zeigen, dass Lumacaftor ein Substrat des Brustkrebs-Resistenz-Proteins BCRP(Breast Cancer Resistance Protein) ist. Die gleichzeitige Anwendung von Orkambi mit Arzneimitteln,die das Protein BCRP hemmen, kann die Konzentration von Lumacaftor im Plasma erhöhen.
Lumacaftor hemmt die Transporter für organische Anionen (OAT) 1 und 3. Lumacaftor und Ivacaftorsind beide Inhibitoren des BCRP. Die gleichzeitige Anwendung von Orkambi mit Arzneimitteln, die
Substrate des OAT1/3- und des BCRP-Transports sind, kann zu einer höheren Plasmakonzentrationdieser Arzneimittel führen. Lumacaftor und Ivacaftor sind keine Inhibitoren von OATP1B1,
OATP1B3 oder der Transporter für organische Kationen (OCT) 1 und 2. Ivacaftor ist kein Inhibitorvon OAT1 und OAT3.
Nachgewiesene und sonstige möglicherweise signifikante Wechselwirkungen
Tabelle 4 führt die nachgewiesenen oder voraussichtlichen Auswirkungen von Lumacaftor/Ivacaftorauf andere Arzneimittel bzw. die Auswirkungen anderer Arzneimittel auf Lumacaftor/Ivacaftor auf.
Die in Tabelle 4 aufgeführten Informationen stammen hauptsächlich aus In-vitro-Studien. Die in
Tabelle 4 unter 'Klinische Anmerkung“ aufgeführten Empfehlungen basieren auf
Wechselwirkungsstudien, klinischer Relevanz oder aufgrund von Ausscheidungswegenvorhergesagten Wechselwirkungen. Wechselwirkungen mit der größten klinischen Relevanz sindzuoberst aufgeführt.
Tabelle 4: Nachgewiesene und sonstige möglicherweise signifikante Wechselwirkungen -
Dosierungsempfehlungen bei Anwendung von Lumacaftor/Ivacaftor mit anderen Arzneimitteln
Arzneimittelklasse des
Begleitarzneimittels:
Bezeichnung des
Wirkstoffs Wirkung Klinische Anmerkung
Begleitarzneimittel mit der höchsten klinischen Relevanz
Antiallergika:
Montelukast ↔ LUM, IVA
Arzneimittelklasse des
Begleitarzneimittels:
Bezeichnung des
Wirkstoffs Wirkung Klinische Anmerkung↓ Montelukast Es wird keine Dosisanpassung für
Aufgrund der Montelukast empfohlen. Eine angemessene
Induktion von klinische Überwachung ist bei gleichzeitiger
CYP3A/2C8/2C9 Anwendung mit Lumacaftor/Ivacaftordurch LUM vorzunehmen. Lumacaftor/Ivacaftor kann die
Exposition gegenüber Montelukastreduzieren, was dessen Wirksamkeitverringern kann.
Fexofenadin ↔ LUM, IVA↑ oder ↓ Eine Dosisanpassung von Fexofenadin kann
Fexofenadin erforderlich sein, um den gewünschten
Aufgrund der klinischen Effekt zu erzielen.potentiellen Lumacaftor/Ivacaftor kann die Exposition
Induktion oder gegenüber Fexofenadin verändern.
Inhibition von P-gp
Antibiotika:
Clarithromycin, ↔ LUM Bei Patienten, die Lumacaftor/Ivacaftor
Telithromycin ↑ IVA einnehmen, wird keine Dosisanpassung von
Aufgrund der Lumacaftor/Ivacaftor empfohlen, wenn mit
Inhibition von der Gabe von Clarithromycin oder
CYP3A durch Telithromycin begonnen wird.
Clarithromycin,
Telithromycin↓ Clarithromycin, Wird mit der Gabe von Lumacaftor/Ivacaftor
Telithromycin bei Patienten begonnen, die Clarithromycin
Aufgrund der oder Telithromycin einnehmen, ist die Dosis
Induktion von von Lumacaftor/Ivacaftor in der ersten
CYP3A durch Behandlungswoche auf eine Tablette täglich
LUM zu reduzieren.
Eine Alternative zu diesen Antibiotika, wiez. B. Azithromycin, ist in Betracht zu ziehen.
Lumacaftor/Ivacaftor kann die Expositionengegenüber Clarithromycin und Telithromycinreduzieren, was deren Wirksamkeitverringern kann.
Erythromycin ↔ LUM Bei gleichzeitiger Anwendung mit↑ IVA Erythromycin wird keine Dosisanpassung von
Aufgrund der Lumacaftor/Ivacaftor empfohlen.
Inhibition von
CYP3A durch
Erythromycin↓ Erythromycin Eine Alternative zu Erythromycin, wie z. B.
Aufgrund der Azithromycin, ist in Betracht zu ziehen.
Induktion von Lumacaftor/Ivacaftor kann die Exposition
CYP3A durch gegenüber Erythromycin reduzieren, was
LUM dessen Wirksamkeit verringern kann.
Antiepileptika:Arzneimittelklasse des
Begleitarzneimittels:
Bezeichnung des
Wirkstoffs Wirkung Klinische Anmerkung
Carbamazepin, ↔ LUM
Phenobarbital, Phenytoin ↓ IVA
Aufgrund der
Induktion von
CYP3A durchdiese
Antiepileptika↓ Carbamazepin, Die gleichzeitige Anwendung von
Phenobarbital, Lumacaftor/Ivacaftor mit diesen
Phenytoin Antiepileptika wird nicht empfohlen. Die
Aufgrund der Ivacaftor- und Antiepileptika-Expositionen
Induktion von können signifikant verringert sein, was die
CYP3A durch Wirksamkeit beider Wirkstoffe reduzieren
LUM wird.
Antimykotika:
Itraconazol*, ↔ LUM Bei Patienten, die Lumacaftor/Ivacaftor
Ketoconazol, ↑ IVA einnehmen, wird keine Dosisanpassung von
Posaconazol, Aufgrund der Lumacaftor/Ivacaftor empfohlen, wenn mit
Voriconazol Inhibition von der Gabe dieser Antimykotika begonnen
CYP3A durch wird.
diese Antimykotika↓ Itraconazol, Wird mit der Gabe von Lumacaftor/Ivacaftor
Ketoconazol, bei Patienten begonnen, die diese
Voriconazol Antimykotika einnehmen, ist die Dosis von
Aufgrund der Lumacaftor/Ivacaftor in der ersten
Induktion von Behandlungswoche auf eine Tablette täglich
CYP3A durch zu reduzieren.
LUM↓ Posaconazol Die gleichzeitige Anwendung von
Aufgrund der Lumacaftor/Ivacaftor mit diesen
Induktion von Antimykotika wird nicht empfohlen. Die
UGT durch LUM Patienten sollten bezüglich eines Durchbruchseiner Pilzinfektion engmaschig überwachtwerden, wenn derartige Arzneimittelerforderlich sind. Lumacaftor/Ivacaftor kanndie Expositionen gegenüber diesen
Antimykotika reduzieren, was deren
Wirksamkeit verringern kann.
Fluconazol ↔ LUM Bei gleichzeitiger Anwendung mit Fluconazol↑ IVA wird keine Dosisanpassung von
Aufgrund der Lumacaftor/Ivacaftor empfohlen.
Inhibition von
CYP3A durch
FluconazolArzneimittelklasse des
Begleitarzneimittels:
Bezeichnung des
Wirkstoffs Wirkung Klinische Anmerkung↓ Fluconazol Eine höhere Dosis von Fluconazol kann
Aufgrund der erforderlich sein, um den gewünschten
Induktion durch klinischen Effekt zu erzielen.
LUM; Fluconazol Lumacaftor/Ivacaftor kann die Expositionwird vor allem gegenüber Fluconazol reduzieren, was dessenrenal in Wirksamkeit verringern kann.unveränderter
Formausgeschieden; beistarken Induktorenwurde jedoch einegeringfügige
Abnahme der
Fluconazol-
Expositionbeobachtet
Antiphlogistika:
Ibuprofen ↔ LUM, IVA↓ Ibuprofen Eine höhere Dosis von Ibuprofen kann
Aufgrund der erforderlich sein, um den gewünschten
Induktion von klinischen Effekt zu erzielen.
CYP3A/2C8/2C9 Lumacaftor/Ivacaftor kann die Expositiondurch LUM gegenüber Ibuprofen reduzieren, was dessen
Wirksamkeit verringern kann.
Arzneimittel gegen Mykobakterien:
Rifabutin, Rifampicin*, ↔ LUM
Rifapentin ↓ IVA
Aufgrund der
Induktion von
CYP3A durch
Arzneimittel gegen
Mykobakterien↓ Rifabutin Die gleichzeitige Anwendung von
Aufgrund der Lumacaftor/Ivacaftor mit diesen
Induktion von Arzneimitteln gegen Mykobakterien wird
CYP3A durch nicht empfohlen. Die Ivacaftor-Exposition
LUM wird dadurch reduziert, was die Wirksamkeitvon Lumacaftor/Ivacaftor verringern kann.
Eine höhere Dosis von Rifabutin kannerforderlich sein, um den gewünschtenklinischen Effekt zu erzielen.
Lumacaftor/Ivacaftor kann die Expositiongegenüber Rifabutin reduzieren, was dessen
Wirksamkeit verringern kann.
↔ Rifampicin,
Rifapentin
Arzneimittelklasse des
Begleitarzneimittels:
Bezeichnung des
Wirkstoffs Wirkung Klinische Anmerkung
Benzodiazepine:
Midazolam, Triazolam ↔ LUM, IVA↓ Midazolam, Die gleichzeitige Anwendung von
Triazolam Lumacaftor/Ivacaftor mit diesen
Aufgrund der Benzodiazepinen wird nicht empfohlen.
Induktion von Lumacaftor/Ivacaftor wird die Expositionen
CYP3A durch gegenüber Midazolam und Triazolam
LUM reduzieren, was deren Wirksamkeitverringert.
Hormonale Kontrazeptiva:Ethinylestradiol, ↓ Ethinylestradiol, Hormonale Kontrazeptiva einschließlich
Norethisteron und andere Norethisteron und oraler, injizierbarer, transdermaler und
Gestagene andere Gestagene implantierbarer Formulierungen sind bei
Aufgrund der Gabe zusammen mit Lumacaftor/Ivacaftor
Induktion von nicht als verlässlich wirksame
CYP3A/UGT Verhütungsmethode anzusehen.durch LUM Lumacaftor/Ivacaftor kann die Expositiongegenüber hormonalen Kontrazeptivareduzieren, was deren Wirksamkeitverringern kann.
Immunsuppressiva:Ciclosporin, Everolimus, ↔ LUM, IVA
Sirolimus, Tacrolimus(eingesetzt nach
Organtransplantation) ↓ Ciclosporin, Die gleichzeitige Anwendung von
Everolimus, Lumacaftor/Ivacaftor mit diesen
Sirolimus, Immunsuppressiva wird nicht empfohlen.
Tacrolimus Lumacaftor/Ivacaftor wird die Exposition
Aufgrund der gegenüber diesen Immunsuppressiva
Induktion von reduzieren, was die Wirksamkeit dieser
CYP3A durch LUM Immunsuppressiva verringern kann. Die
Anwendung von Lumacaftor/Ivacaftor beiorgantransplantierten Patienten wurde nichtuntersucht.
Protonenpumpenhemmer:
Esomeprazol, ↔ LUM, IVA
Lansoprazol,
Omeprazol↓ Esomeprazol, Eine höhere Dosis dieser
Lansoprazol, Protonenpumpenhemmer kann erforderlich
Omeprazol sein, um den gewünschten klinischen Effekt
Aufgrund der zu erzielen. Lumacaftor/Ivacaftor kann die
Induktion von Expositionen gegenüber diesen
CYP3A/2C19 Protonenpumpenhemmern reduzieren, wasdurch LUM deren Wirksamkeit verringern kann.
Phytotherapeutika:
Arzneimittelklasse des
Begleitarzneimittels:
Bezeichnung des
Wirkstoffs Wirkung Klinische Anmerkung
Johanniskraut (Hypericum ↔ LUM Die gleichzeitige Anwendung vonperforatum) ↓ IVA Lumacaftor/Ivacaftor mit Johanniskraut wird
Aufgrund der nicht empfohlen. Die Ivacaftor-Exposition
Induktion von wird dadurch verringert, was die Wirksamkeit
CYP3A durch von Lumacaftor/Ivacaftor reduzieren kann.
Johanniskraut
Sonstige Begleitarzneimittel mit klinischer Relevanz
Antiarrhythmika:
Digoxin ↔ LUM, IVA↑ oder ↓ Digoxin Die Serumkonzentration von Digoxin ist zu
Aufgrund der überwachen und die Dosis zu titrieren, umpotentiellen den gewünschten klinischen Effekt zu
Induktion oder erzielen. Lumacaftor/Ivacaftor kann die
Inhibition von P-gp Exposition gegenüber Digoxin verändern.
Antikoagulantien:Dabigatran ↔ LUM, IVA↑ oder ↓ Eine angemessene klinische Überwachung
Dabigatran sollte bei gleichzeitiger Anwendung mit
Aufgrund der Lumacaftor/Ivacaftor vorgenommen werden.potentiellen Eine Dosisanpassung von Dabigatran kann
Induktion oder erforderlich sein, um den gewünschten
Inhibition von P-gp klinischen Effekt zu erzielen.
Lumacaftor/Ivacaftor kann die Expositiongegenüber Dabigatran verändern.
Warfarin ↔ LUM, IVA↑ oder ↓ Warfarin Die International Normalised Ratio (INR) ist
Aufgrund der zu überwachen, wenn eine gleichzeitigepotentiellen Anwendung von Warfarin mit
Induktion oder Lumacaftor/Ivacaftor erforderlich ist.
Inhibition von Lumacaftor/Ivacaftor kann die Exposition
CYP2C9 durch gegenüber Warfarin verändern.
LUM
Antidepressiva:
Citalopram, Escitalopram, ↔ LUM, IVA
Sertralin↓ Citalopram, Eine höhere Dosis dieser Antidepressiva kann
Escitalopram, erforderlich sein, um den gewünschten
Sertralin klinischen Effekt zu erzielen.
Aufgrund der Lumacaftor/Ivacaftor kann die Expositionen
Induktion von gegenüber diesen Antidepressiva reduzieren,
CYP3A/2C19 was deren Wirksamkeit verringern kann.durch LUM
Bupropion ↔ LUM, IVA
Arzneimittelklasse des
Begleitarzneimittels:
Bezeichnung des
Wirkstoffs Wirkung Klinische Anmerkung↓ Bupropion Eine höhere Dosis von Bupropion kann
Aufgrund der erforderlich sein, um den gewünschten
Induktion von klinischen Effekt zu erzielen.
CYP2B6 durch Lumacaftor/Ivacaftor kann die Exposition
LUM gegenüber Bupropion reduzieren, was dessen
Wirksamkeit verringern kann.
Systemische Kortikosteroide:
Methylprednisolon, ↔ LUM, IVA
Prednison↓ Eine höhere Dosis dieser systemischen
Methylprednisolon, Kortikosteroide kann erforderlich sein, um
Prednison den gewünschten klinischen Effekt zu
Aufgrund der erzielen. Lumacaftor/Ivacaftor kann die
Induktion von Expositionen gegenüber Methylprednisolon
CYP3A durch und Prednison reduzieren, was deren
LUM Wirksamkeit verringern kann.
H2-Blocker:
Ranitidin ↔ LUM, IVA↑ oder ↓ Ranitidin Eine Dosisanpassung von Ranitidin kann
Aufgrund der erforderlich sein, um den gewünschtenpotentiellen klinischen Effekt zu erzielen.
Induktion oder Lumacaftor/Ivacaftor kann die Exposition
Inhibition von P-gp gegenüber Ranitidin verändern.
Orale Hypoglykämika:
Repaglinid ↔ LUM, IVA↓ Repaglinid Eine höhere Dosis von Repaglinid kann
Aufgrund der erforderlich sein, um den gewünschten
Induktion von klinischen Effekt zu erzielen.
CYP3A/2C8 durch Lumacaftor/Ivacaftor kann die Exposition
LUM gegenüber Repaglinid reduzieren, was dessen
Wirksamkeit verringern kann.
Hinweis: ↑ = Zunahme, ↓ = Abnahme, ↔ = keine Veränderung; LUM = Lumacaftor; IVA = Ivacaftor.
* Basierend auf klinischen Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen. Alle anderen aufgezeigten Wechselwirkungen sindvorhergesagte Wechselwirkungen.
Falsch positive Urintests auf THC
Es liegen Berichte vor, wonach es bei Patienten, die Orkambi erhalten, zu falsch positiven Ergebnissenbei Urin-Screeningtests auf Tetrahydrocannabinol (THC) kam. Zur Verifizierung der Ergebnisse solleine alternative Testmethode in Betracht gezogen werden.
Kinder und JugendlicheStudien zur Erfassung von Wechselwirkungen wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
SchwangerschaftEs liegen keine oder nur begrenzte Erfahrungen (weniger als 300 Schwangerschaftsausgänge) mit der
Anwendung von Lumacaftor/Ivacaftor bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien mit
Lumacaftor und Ivacaftor ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche
Wirkungen in Bezug auf eine Entwicklungs- und Reproduktionstoxizität, während bei Ivacaftor
Wirkungen nur bei mutterseitig toxischen Dosen beobachtet wurden (siehe Abschnitt 5.3).
Vorsichtshalber sollte die Anwendung von Lumacaftor/Ivacaftor während der Schwangerschaftvorzugsweise vermieden werden, sofern der klinische Zustand der Mutter keine Behandlung mit
Lumacaftor/Ivacaftor erfordert.
StillzeitEinige Daten zeigen, dass Ivacaftor und Lumacaftor in die Muttermilch übergehen. Ein Risiko für
Neugeborene/Säuglinge kann nicht ausgeschlossen werden. Es muss eine Entscheidung darübergetroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung verzichtet werdensoll/die Behandlung zu unterbrechen ist. Dabei soll sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind alsauch der Nutzen der Therapie für die Frau berücksichtigt werden.
FertilitätEs liegen keine Daten zu Wirkungen von Lumacaftor und/oder Ivacaftor auf die Fertilität beim
Menschen vor. Lumacaftor hatte keine Auswirkungen auf Fertilitäts- und
Fortpflanzungsleistungsindizes bei männlichen und weiblichen Ratten. Ivacaftor beeinträchtigte
Fertilitäts- und Fortpflanzungsleistungsindizes bei männlichen und weiblichen Ratten (siehe
Abschnitt 5.3).
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
MaschinenIvacaftor, einer der Wirkstoffe von Orkambi, hat einen geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeitund die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Ivacaftor kann Schwindel verursachen (siehe
Abschnitt 4.8).
Patienten, bei denen es bei der Einnahme von Orkambi zu Schwindel kommt, sind anzuweisen, solange nicht aktiv am Straßenverkehr teilzunehmen und keine Maschinen zu bedienen, bis sich die
Symptome zurückbilden.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des SicherheitsprofilsDie häufigsten Nebenwirkungen sind Dyspnoe (14,0 %), Diarrhö (11,0 %) und Übelkeit (10,2 %).
Schwerwiegende Nebenwirkungen waren hepatobiliäre Ereignisse, z. B. erhöhte Transaminasenwerte(0,5 %), cholestatische Hepatitis (0,3 %) und hepatische Enzephalopathie (0,1 %).
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenNebenwirkungen, die in den 24-wöchigen placebokontrollierten Phase-3-Studien (Studien 809-103und 809-104) bei Patienten ab 12 Jahren und in einer 24-wöchigen placebokontrollierten Studie an
Patienten im Alter von 6 bis unter 12 Jahren (Studie 809-109), die homozygot für die F508del-
Mutation im CFTR-Gen sind, festgestellt wurden, sind in Tabelle 5 dargestellt und nach
Systemorganklasse und Häufigkeit aufgeführt. Die bei Ivacaftor allein beobachteten Nebenwirkungensind ebenfalls in Tabelle 5 aufgeführt. Die Nebenwirkungen sind nach der Häufigkeit entsprechend der
MedDRA-Klassifikation angeordnet: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich(≥ 1/1.000, < 1/100), selten (≥ 1/10.000, < 1/1.000), sehr selten (< 1/10.000) und nicht bekannt(Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Tabelle 5: Nebenwirkungen bei Anwendung von Lumacaftor/Ivacaftor und Ivacaftor allein
Systemorganklasse Häufigkeit Nebenwirkungen
Infektionen und Sehr häufig Nasopharyngitis*parasitäre Häufig Infektion der oberen
Erkrankungen Atemwege, Rhinitis
Psychiatrische Nicht bekannt Depressionen
Erkrankungen
Gefäßerkrankungen Gelegentlich Hypertonie
Erkrankungen des Sehr häufig Kopfschmerzen, Schwindel*
Nervensystems Gelegentlich Hepatische Enzephalopathie†
Erkrankungen des Häufig Ohrenschmerzen*,
Ohrs und des Ohrenbeschwerden*,
Labyrinths Tinnitus*,
Trommelfellhyperämie*,vestibuläre Störung*
Gelegentlich Ohrverstopfung*
Erkrankungen der Sehr häufig Verstopfte Nase, Dyspnoe,
Atemwege, des Husten mit Auswurf,
Brustraums und vermehrter Auswurf
Mediastinums Häufig Atmung anormal,oropharyngeale Schmerzen,
Nebenhöhlenverstopfung*,
Rhinorrhoe,
Pharynxerythem*,
Bronchospasmus
Erkrankungen des Sehr häufig Abdominalschmerzen*,
Gastrointestinaltrakts Oberbauchschmerzen,
Diarrhoe, Übelkeit
Häufig Flatulenz, Erbrechen
Leber- und Häufig Erhöhte Transaminasenwerte
Gallenerkrankungen Gelegentlich Cholestatische Hepatitis‡
Erkrankungen der Häufig Hautausschlag
Haut und des
Unterhautgewebes
Erkrankungen der Häufig Unregelmäßige Menstruation,
Geschlechtsorgane Dysmenorrhoe, Metrorrhagie,und der Brustdrüse Raumforderung in der Brust*
Gelegentlich Menorrhagie, Amenorrhoe,
Polymenorrhoe, Entzündungder Brustdrüse*,
Gynäkomastie*, Erkrankungder Brustwarze*,
Brustwarzenschmerz*,
Oligomenorrhoe
Untersuchungen Sehr häufig Bakterien im Sputum*
Häufig Erhöhung der Creatin-Kinaseim Blut
Gelegentlich Erhöhter Blutdruck
*Bei Patienten in klinischen Studien mit Ivacaftor-Monotherapie beobachtete Nebenwirkungen und deren Häufigkeit.† 1 Patient von 738‡ 2 Patienten von 738
Die Sicherheitsdaten von 1.029 Patienten ab 12 Jahren, die homozygot für die F508del-Mutation im
CFTR-Gen waren und in der Rollover-Langzeitstudie zur Untersuchung der Sicherheit und
Wirksamkeit (Studie 809-105) für bis zu weitere 96 Wochen mit Lumacaftor/Ivacaftor behandeltwurden, waren ähnlich denen der 24-wöchigen placebokontrollierten Studien (siehe Abschnitt 5.1).
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenHepatobiliäre Nebenwirkungen
Während der Studien 809-103 und 809-104 betrug die Inzidenz maximaler Transaminasenspiegel(ALT oder AST) > 8, > 5 bzw. > 3 x ULN bei mit Lumacaftor/Ivacaftor behandelten Patienten 0,8 %,2,0 % bzw. 5,2 % und bei placebobehandelten Patienten 0,5 %, 1,9 % bzw. 5,1 %. Die Inzidenz
Transaminase-bezogener Nebenwirkungen betrug 5,1 % bei mit Lumacaftor/Ivacaftor behandelten
Patienten und 4,6 % bei Patienten, die ein Placebo erhielten. Sieben Patienten, die
Lumacaftor/Ivacaftor erhielten, hatten schwerwiegende Leber-assoziierte Nebenwirkungen mit einem
Transaminasenanstieg, davon drei mit einem gleichzeitigen Anstieg des Gesamtbilirubinspiegels.
Nach Absetzen von Lumacaftor/Ivacaftor kehrten bei allen Patienten die Leberwerte zu den
Ausgangswerten zurück oder verbesserten sich erheblich (siehe Abschnitt 4.4).
Unter den sieben Patienten mit bereits bestehender Zirrhose und/oder portaler Hypertension, die in denplacebokontrollierten Phase-3-Studien Lumacaftor/Ivacaftor erhielten, war bei einem Patienten eine
Verschlechterung der Leberfunktion mit erhöhten ALT-, AST- und Bilirubinwerten sowie hepatischer
Enzephalopathie zu beobachten. Das Ereignis trat innerhalb von 5 Tagen nach Beginn der Behandlungauf und bildete sich nach Absetzen von Lumacaftor/Ivacaftor wieder zurück (siehe Abschnitt 4.4).
Nach der Markteinführung wurde über Fälle von Dekompensation der Leberfunktion, einschließlich
Leberversagen mit tödlichem Ausgang, bei CF-Patienten mit vorbestehender Leberzirrhose undportaler Hypertonie berichtet, die mit Lumacaftor/Ivacaftor behandelt wurden (siehe Abschnitt 4.4).
Respiratorische Nebenwirkungen
Während der Studien 809-103 und 809-104 betrug die Inzidenz unerwünschter respiratorischer
Reaktionen (z. B. Brustbeschwerden, Dyspnoe, Bronchospasmus und anormale Atmung) bei mit
Lumacaftor/Ivacaftor behandelten Patienten 26,3 % im Vergleich zu 17,0 % bei Patienten, die ein
Placebo erhielten. Die Inzidenz dieser Nebenwirkungen war häufiger bei Patienten mit einemniedrigeren FEV1 vor Behandlungsbeginn. Etwa drei Viertel der Ereignisse setzten in der ersten
Behandlungswoche ein, und bei den meisten Patienten bildeten sich die Ereignisse ohne
Unterbrechung der Behandlung wieder zurück. Die meisten Nebenwirkungen waren leicht bis mäßigausgeprägt, nicht schwerwiegend und führten nicht zu einer Unterbrechung der Behandlung (siehe
Abschnitt 4.4).
In einer 24-wöchigen, offenen klinischen Phase-3b-Studie (Studie 809-011 [Teil B]) mit 46 Patientenab 12 Jahren mit einer Lungenerkrankung im fortgeschrittenen Stadium (ppFEV1 < 40) [mittleresppFEV1 29,1 zu Baseline (Bereich: 18,3 bis 42,0)] betrug die Inzidenz respiratorischer
Nebenwirkungen 65,2 %. In der Untergruppe mit 28 Patienten, bei denen die Behandlung mit dervollen Dosis von Lumacaftor/Ivacaftor begonnen wurde (2 Tabletten alle 12 Stunden), betrug die
Inzidenz 71,4 %, während in der Untergruppe mit 18 Patienten, bei denen die Behandlung mit einerreduzierten Dosis von Lumacaftor/Ivacaftor begonnen wurde (bis zu 2 Wochen lang 1 Tablette alle12 Stunden, anschließend erhöht auf die volle Dosis), diese Inzidenz 55,6 % betrug. Von den
Patienten, bei denen die Behandlung mit der vollen Dosis von Lumacaftor/Ivacaftor begonnen wurde,kam es bei einem Patienten zu einer schwerwiegenden respiratorischen Nebenwirkung, bei drei
Patienten wurde die Dosis nachträglich reduziert, und drei Patienten brachen die Behandlung ab. Beiden Patienten, bei denen die Behandlung mit der halben Dosis begonnen wurde, wurden keineschwerwiegenden respiratorischen Nebenwirkungen beobachtet und es kam nicht zu Dosisreduktionenoder Behandlungsabbrüchen (siehe Abschnitt 4.4).
Menstruationsanomalien
Während der Studien 809-103 und 809-104 betrug die Inzidenz von Menstruationsanomalien(Amenorrhö, Dysmenorrhö, Menorrhagie, unregelmäßige Menstruation, Metrorrhagie, Oligomenorrhöund Polymenorrhö) 9,9 % bei mit Lumacaftor/Ivacaftor behandelten Patientinnen und 1,7 % bei mit
Placebo behandelten Patientinnen. Diese Menstruationsanomalien traten in der Untergruppe der
Patientinnen, die hormonale Kontrazeptiva anwendeten, häufiger auf (25,0 %) als bei Patientinnen, diekeine hormonalen Kontrazeptiva anwendeten (3,5 %) (siehe Abschnitt 4.5). Die meisten dieser
Reaktionen waren leicht bis mäßig ausgeprägt und nicht schwerwiegend. Bei den mit
Lumacaftor/Ivacaftor behandelten Patientinnen bildeten sich etwa zwei Drittel dieser Reaktionenwieder zurück; die mediane Dauer betrug 10 Tage.
Erhöhter BlutdruckWährend der Studien 809-103 und 809-104 wurde über mit einem erhöhten Blutdruckzusammenhängende Nebenwirkungen (wie z. B. Hypertonie, erhöhter Blutdruck) bei 0,9 % (7/738)der mit Lumacaftor/Ivacaftor behandelten Patienten berichtet, und bei keinem der Patienten, die
Placebo erhielten.
Bei den mit Lumacaftor/Ivacaftor behandelten Patienten (mittlere Ausgangswerte 114 mmHgsystolisch und 69 mmHg diastolisch) betrug der maximale Anstieg des mittleren systolischen
Blutdrucks 3,1 mmHg und der des diastolischen Blutdrucks 1,8 mmHg gegenüber den jeweiligen
Ausgangswerten. Bei den Patienten, die Placebo erhielten (mittlere Ausgangswerte 114 mmHgsystolisch und 69 mmHg diastolisch) lag der maximale Anstieg des mittleren systolischen Blutdrucksbei 0,9 mmHg und der des diastolischen Blutdrucks bei 0,9 mmHg gegenüber den jeweiligen
Ausgangswerten.
Der Anteil von Patienten mit einem systolischen Blutdruckwert > 140 mmHg oder einem diastolischen
Blutdruckwert > 90 mmHg bei mindestens zwei Messungen betrug 3,4 % bzw. 1,5 % bei den mit
Lumacaftor/Ivacaftor behandelten Patienten, verglichen mit 1,6 % bzw. 0,5 % bei den Patienten, die
Placebo erhielten (siehe Abschnitt 4.4).
Kinder und JugendlicheEs wurden Sicherheitsdaten von Lumacaftor/Ivacaftor für 46 Patienten im Alter von 1 bis unter2 Jahren (Studie 809-122), 60 Patienten im Alter von 2 bis 5 Jahren (Studie 809-115), 161 Patientenim Alter von 6 bis unter 12 Jahren (Studien 809-011 und 809-109) und für 194 Patienten im Alter von12 bis 17 Jahren mit CF, die homozygot für die F508del-Mutation sind und Lumacaftor/Ivacaftor inden klinischen Studien erhielten, ausgewertet. Die Patienten im Alter von 12 bis 17 Jahren wurden indie Studien 809-103 und 809-104 eingeschlossen.
Das Gesamtsicherheitsprofil bei diesen Kindern und Jugendlichen entspricht im Allgemeinen dem beierwachsenen Patienten. Nur wenige ausgewählte unerwünschte Arzneimittelwirkungen werdenspezifisch bei Kindern und Jugendlichen berichtet.
Daten zur Langzeitsicherheit aus einer 96-wöchigen Rollover-Verlängerungsstudie (Studie 809-116)an 57 Patienten ab 2 Jahren, die homozygot für die F508del-Mutation im CFTR-Gen waren, stimmtengenerell mit den Daten überein, die in der 24-wöchigen Vorläufer-Studie an Patienten im Alter von 2bis 5 Jahren (Studie 809-115) erhoben wurden, sowie mit den Sicherheitsdaten von Patienten im Altervon 6 bis unter 12 Jahren.
Daten zur Langzeitsicherheit aus einer 96-wöchigen Rollover-Verlängerungsstudie an 239 Patientenab 6 Jahren, die homozygot für die F508del-Mutation im CFTR-Gen waren (Studie 809-110),stimmten generell mit den Daten aus den 24-wöchigen Vorläufer-Studien an Patienten im Alter von 6bis unter 12 Jahren (Studie 809-011 und Studie 809-109) überein.
Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen bei Patienten im Alter von 6 bis unter 12 Jahren
Das hepatobiliäre System betreffende Nebenwirkungen
Während der 24-wöchigen offenen klinischen Phase 3-Studie an 58 Patienten im Alter von 6 bis unter12 Jahren (Studie 809-011) lag die Inzidenz maximaler Transaminasenspiegel (ALT oder AST) von> 8, > 5 und > 3 x oberer Normgrenzwert (ULN) bei 5,3 %, 8,8 % bzw. 19,3 %. Keiner der Patientenzeigte Gesamtbilirubinspiegel von > 2 x ULN. Die Dosierung von Lumacaftor/Ivacaftor wurde beiallen Patienten mit Transaminasenanstiegen beibehalten oder nach einer Behandlungsunterbrechungwieder erfolgreich aufgenommen, außer bei 1 Patienten, der die Behandlung absetzte.
Während der 24-wöchigen, placebokontrollierten klinischen Phase-3-Studie an 204 Patienten im Altervon 6 bis unter 12 Jahren (Studie 809-109) lag die Inzidenz maximaler Transaminasenspiegel (ALToder AST) von > 8, > 5 und > 3 x ULN bei 1,0 %, 4,9 % bzw. 12,6 % bei den Patienten in der
Lumacaftor/Ivacaftor-Gruppe und bei 2,0 %, 3,0 % bzw. 7,9 % in der Placebo-Gruppe. Keiner der
Patienten zeigte Gesamtbilirubinspiegel von > 2 x ULN. Zwei Patienten in der Lumacaftor/Ivacaftor-
Gruppe und zwei Patienten in der Placebo-Gruppe setzten die Behandlung wegen
Transaminasenanstiegen ab.
Respiratorische Nebenwirkungen
Während der 24-wöchigen offenen klinischen Phase 3-Studie (Studie 809-011) an 58 Patienten im
Alter von 6 bis unter 12 Jahren (mittlerer ppFEV1-Ausgangswert 91,4) lag die Inzidenz vonrespiratorischen Nebenwirkungen bei 6,9 % (4/58).
Während der 24-wöchigen, placebokontrollierten klinischen Phase-3-Studie (Studie 809-109) an
Patienten im Alter von 6 bis unter 12 Jahren (mittlerer ppFEV1-Ausgangswert 89,8) betrug die
Inzidenz von respiratorischen Nebenwirkungen 18,4 % bei den Patienten unter Lumacaftor/Ivacaftorund 12,9 % bei den Patienten unter Placebo. Bei spirometrischen Serienuntersuchungen nach
Einnahme der Dosis während der Einleitung der Behandlung wurde eine Abnahme des ppFEV1beobachtet. Die absolute Veränderung des Wertes vor Gabe der Dosis im Vergleich zu 4 bis 6 Stundennach Gabe der Dosis betrug bei den Patienten unter Lumacaftor/Ivacaftor -7,7 an Tag 1 und -1,3 an
Tag 15. Bis Woche 16 hatte sich die Abnahme des ppFEV1 nach Anwendung der Dosis wiedernormalisiert.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Bei einer Überdosierung mit Lumacaftor/Ivacaftor steht kein spezifisches Antidot zur Verfügung. Die
Behandlung einer Überdosierung besteht aus allgemeinen supportiven Maßnahmen einschließlich
Überwachung der Vitalparameter und Beobachtung des klinischen Zustands des Patienten.
Nebenwirkungen, die mit einer erhöhten Inzidenz von ≥ 5 % im Zeitraum der supratherapeutischen
Dosis gegenüber dem Zeitraum der therapeutischen Dosis auftraten, waren Kopfschmerzen,generalisierter Hautausschlag und erhöhte Transaminasenwerte.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Andere Mittel für den Respirationstrakt, ATC-Code: R07AX30
WirkmechanismusDas CFTR-Protein ist ein Chloridkanal an der Oberfläche von Epithelzellen in verschiedenen
Organen. Die F508del-Mutation wirkt sich in verschiedener Weise auf das CFTR-Protein aus undverursacht in erster Linie einen Defekt in der zellulären Verarbeitung und Transportsteuerung, der zueiner Verringerung der CFTR-Menge an der Zelloberfläche führt. Die kleine Menge an
F508del-CFTR, die die Zelloberfläche erreicht, besitzt eine geringe Öffnungswahrscheinlichkeit des
Kanals (defektes Gating; Kanalschaltverhalten). Lumacaftor ist ein CFTR-Korrektor, der direkt aufdas F508del-CFTR einwirkt, um dessen zelluläre Verarbeitung und Transportsteuerung zu verbessernund dadurch die Menge an funktionellem CFTR an der Zelloberfläche zu erhöhen. Ivacaftor ist ein
CFTR-Potentiator, der einen erhöhten Chloridtransport ermöglicht, indem er die
Öffnungswahrscheinlichkeit (Gating) des CFTR-Kanals an der Zelloberfläche erhöht. Das
Zusammenwirken von Lumacaftor und Ivacaftor führt zu einer erhöhten Menge und Funktion von
F508del-CFTR an der Zelloberfläche, was einen erhöhten Chloridionentransport zur Folge hat. Diegenauen Mechanismen, durch welche Lumacaftor die zelluläre Verarbeitung und Transportsteuerungvon F508del-CFTR verbessert und Ivacaftor F508del-CFTR verstärkt, sind nicht bekannt.
Pharmakodynamische WirkungenWirkungen auf die Schweißchloridkonzentration
Die Veränderungen der Schweißchloridkonzentration als Reaktion auf Lumacaftor allein oder in
Kombination mit Ivacaftor wurden in einer doppelblinden, placebokontrollierten klinischen
Phase-2-Studie bei CF-Patienten ab 18 Jahren bewertet. In dieser Studie schlossen 10 Patienten(homozygot für die F508del-CFTR-Mutation) die Behandlung mit 400 mg Lumacaftor allein alle12 Stunden (q12h) für 28 Tage und anschließender Zugabe von 250 mg Ivacaftor q12h für weitere28 Tage ab, 25 Patienten (homozygot oder heterozygot für F508del) schlossen die Behandlung miteinem Placebo ab. Der Behandlungsunterschied zwischen 400 mg Lumacaftor q12h allein und
Placebo, bewertet als mittlere Veränderung der Schweißchloridkonzentration von Baseline bis Tag 28,war mit -8,2 mmol/l (95 %-KI: -14, -2) statistisch signifikant. Der Behandlungsunterschied zwischender Kombination 400 mg Lumacaftor/250 mg Ivacaftor q12h und Placebo, bewertet als mittlere
Veränderung der Schweißchloridkonzentration von Baseline bis Tag 56, war mit -11 mmol/l (95 %-
KI: -18, -4) ebenfalls statistisch signifikant.
In Studie 809-109 (siehe Klinische Wirksamkeit und Sicherheit) - bei Patienten im Alter von 6 bisunter 12 Jahren, die homozygot für die F508del-CFTR-Mutation waren - betrug der
Behandlungsunterschied (LS-Mittelwert) für die absolute Veränderung der
Schweißchloridkonzentration zu Woche 24 im Vergleich zu Placebo -24,9 mmol/l (nominal
P < 0,0001). Der Behandlungsunterschied (LS-Mittelwert) bei der Schweißchloridkonzentration fürdie durchschnittliche absolute Veränderung an Tag 15 und in Woche 4 betrug im Vergleich zu
Placebo -20,8 mmol/l (95 %-KI: -23,4, -18,2; nominal P < 0,0001).
Veränderungen des FEV1
Die Veränderungen des ppFEV1 mit Lumacaftor allein oder in Kombination mit Ivacaftor wurden inder doppelblinden, placebokontrollierten Phase-2-Studie an Patienten mit CF ab 18 Jahren ebenfallsuntersucht. Der Behandlungsunterschied zwischen Lumacaftor 400 mg q12h allein und Placebo,bewertet als mittlere absolute Veränderung des ppFEV1, betrug -4,6 Prozentpunkte (95 %-KI: -9,6;0,4) von Baseline bis Tag 28, 4,2 Prozentpunkte (95 %-KI: -1,3; 9,7) von Baseline bis Tag 56 und7,7 Prozentpunkte (95 %-KI: 2,6; 12,8; statistisch signifikant) von Tag 28 bis Tag 56 (nach Zugabevon Ivacaftor zur Lumacaftor-Monotherapie).
Abnahme der Herzfrequenz
Im Verlauf der 24-wöchigen placebokontrollierten Phase-3-Studien wurde eine maximale Abnahmeder mittleren Herzfrequenz von 6 Schlägen pro Minute (bpm) gegenüber dem Ausgangswert an Tag 1und Tag 15 etwa 4 bis 6 Stunden nach der Einnahme beobachtet. Nach Tag 15 wurde die
Herzfrequenz in diesen Studien in der Zeit nach der Einnahme nicht mehr überwacht. Ab Woche 4 lagdie Veränderung der mittleren Herzfrequenz vor Einnahme bei den mit Lumacaftor/Ivacaftorbehandelten Patienten um 1 bis 2 bpm unter dem Ausgangswert. Der prozentuale Anteil von Patientenmit Herzfrequenzwerten von < 50 bpm unter der Behandlung betrug 11 % bei den mit
Lumacaftor/Ivacaftor behandelten Patienten, verglichen mit 4,9 % bei den Patienten, die Placeboerhielten.
Kardiale ElektrophysiologieIn einer eingehenden klinischen QT-Studie zur Bewertung von 600 mg Lumacaftor einmal täglich /250 mg Ivacaftor alle 12 Stunden und 1000 mg Lumacaftor einmal täglich/450 mg Ivacaftor alle12 Stunden wurden keine wesentlichen Veränderungen des QTc-Intervalls oder des Blutdrucksbeobachtet.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitStudien bei CF-Patienten ab dem Alter von 12 Jahren, die homozygot für die F508del-Mutation im
CFTR-Gen sind
Die Wirksamkeit von Lumacaftor/Ivacaftor bei CF-Patienten, die homozygot für die F508del-
Mutation im CFTR-Gen sind, wurde in zwei randomisierten, doppelblinden, placebokontrolliertenklinischen Studien bei 1108 klinisch stabilen CF-Patienten untersucht, wobei 737 Patientenrandomisiert mit Lumacaftor/Ivacaftor behandelt wurden. In beiden Studien wurden die Patienten im
Verhältnis 1:1:1 randomisiert und erhielten 600 mg Lumacaftor einmal täglich/250 mg Ivacaftorq12h, 400 mg Lumacaftor q12h/250 mg Ivacaftor q12h oder Placebo. Die Patienten nahmenzusätzlich zu ihren verordneten CF-Therapien (z. B. Bronchodilatatoren, inhalative Antibiotika,
Dornase alfa und hypertone Kochsalzlösung) 24 Wochen lang das Prüfpräparat zusammen mit einerfetthaltigen Mahlzeit ein. Patienten aus diesen Studien waren für die Übernahme in eine verblindete
Verlängerungsstudie qualifiziert.
Studie 809-103 wertete die Daten von 549 CF-Patienten ab 12 Jahren (Durchschnittsalter 25,1 Jahre)mit einem FEV1 in Prozent des Sollwerts (ppFEV1) zwischen 40 und 90 beim Screening (mittleresppFEV1 60,7 zu Baseline [Bereich: 31,1 bis 94,0]) aus. Studie 809-104 wertete die Daten von559 Patienten ab 12 Jahren (Durchschnittsalter 25,0 Jahre) mit einem ppFEV1 zwischen 40 und 90beim Screening (mittleres ppFEV1 60,5 zu Baseline [Bereich: 31,3 bis 99,8]) aus. Patienten mit einer
Vorgeschichte von Kolonisierung mit Organismen wie Burkholderia cenocepacia, Burkholderiadolosa oder Mycobacterium abscessus sowie Patienten, bei denen drei oder mehr Leberfunktionstestsauffällige Werte ergaben (ALT, AST, AP, GGT ≥ 3 x ULN oder Gesamtbilirubin ≥ 2 x ULN), wurdenausgeschlossen.
Primärer Wirksamkeitsendpunkt in beiden Studien war die absolute Veränderung des ppFEV1 von
Baseline bis Behandlungswoche 24. Weitere Wirksamkeitsvariablen waren die relative Veränderungdes ppFEV1 von Baseline, die absolute Veränderung des BMI von Baseline, die absolute Veränderungdes CFQ-R-Scores für die Atemwegssymptomatik von Baseline, der Anteil der Patienten, die einerelative Veränderung des ppFEV1 ≥ 5 % von Baseline bis Behandlungswoche 24 erreichten, und die
Anzahl an Fällen mit pulmonalen Exazerbationen (einschließlich solcher, die einen
Krankenhausaufenthalt oder eine intravenöse Antibiotikatherapie erforderlich machten) bis
Behandlungswoche 24.
In beiden Studien führte die Behandlung mit Lumacaftor/Ivacaftor zu einer statistisch signifikanten
Verbesserung des ppFEV1 (siehe Tabelle 6). Die durchschnittliche Verbesserung des ppFEV1 setzteschnell ein (Tag 15) und hielt über den gesamten 24-wöchigen Behandlungszeitraum an. Der
Behandlungsunterschied zwischen 400 mg Lumacaftor/250 mg Ivacaftor q12h und Placebo bei dermittleren absoluten Veränderung (95 %-KI) des ppFEV1 von Baseline bis Tag 15 betrug2,51 Prozentpunkte in den gepoolten Studien 809-103 und 809-104 (P < 0,0001). Verbesserungenbeim ppFEV1 wurden unabhängig von Alter, Schwere der Erkrankung, Geschlecht und geographischer
Region beobachtet. Die Phase-3-Studien zu Lumacaftor/Ivacaftor umfassten 81 Patienten mit ppFEV1< 40 zu Baseline. Der Behandlungsunterschied in dieser Untergruppe war mit dem bei Patienten mitppFEV1 ≥ 40 beobachteten vergleichbar. Der Behandlungsunterschied zwischen 400 mg Lumacaftor /250 mg Ivacaftor q12h und Placebo bei der mittleren absoluten Veränderung (95 %-KI) des ppFEV1von Baseline bis Woche 24 in den gepoolten Studien 809-103 und 809-104 betrug 3,39 Prozentpunkte(P = 0,0382) bei Patienten mit einem ppFEV1 < 40 und 2,47 Prozentpunkte (P < 0,0001) bei Patientenmit einem ppFEV1 ≥ 40.
Tabelle 6: Zusammenfassung der primären Endpunkte und wichtigsten sekundären Endpunktein Studie 809-103 und Studie 809-104*
Studie 809-103 Studie 809-104 Gepoolt(Studie 809-103 und
Studie 809-104)400 mg LUM 400 mg LUM 400 mg LUM
Placebo q12h/250 mg Placebo q12h/250 mg Placebo q12h/250 mg(n = 184) IVA q12h (n = 187) IVA q12h (n = 371) IVA q12h(n = 182) (n = 187) (n = 369)
Absolute Behandlun
Veränderung gs- - 2,41 2,65 2,55† - † -des ppFEV1 unterschied (P = 0,0003) (P = 0,0011) (P < 0,0001)bis Woche 24 Veränderun -0,73 -0,02 -0,39(Prozentpunk g innerhalb (P = 0,216 1,68 2,63 2,16te) der Gruppe 8) (P = 0,0051) (P = 0,973 (P < 0,340) (P < 0,0001) 94) (P < 0,0001)
Relative Behandlun 4,15 4,69 4,4
Veränderung gs- -unterschied (P = 0,0028)† - (P = 0,0009)† - (P < 0,0001)des ppFEV1bis Woche 24 Veränderun -0,85g innerhalb (P = 0,393 3,3 0,16(P = 0,879 4,85 -0,34 4,1(%) der Gruppe 4) (P = 0,0011) 3) (P < 0,0001) (P = 0,6375) (P < 0,0001)
Absolute Behandlungs- - 0,13 0,36 0,24
Veränderung unterschied (P = 0,1938) - (P < 0,0001)† - (P = 0,0004)des BMI bis
Woche 24 Veränderun 0,19 0,07 0,13(kg/m2) g innerhalb (P = 0,006 0,32 (P = 0,289 0,43 (P = 0,00 0,37der Gruppe 5) (P < 0,0001) 2) (P < 0,0001) 66) (P < 0,0001)
Absolute Behandlun
Veränderung gs- - 1,5 2,9 2,2des unterschied (P = 0,3569) - (P = 0,0736) - (P = 0,0512)
CFQ-R-Scores für die
Atemwegs- Veränderun 1,1 2,8 1,9symptomatik g innerhalb (P = 0,342 2,6 (P = 0,015 5,7 4,1der Gruppe 3) (P = 0,0295) 2) (P < 0,0001) (P = 0,0213) (P < 0,0001)bis Woche 24(Punkte)
Anteil
Patienten mit % 25% 32% 26% 41% 26% 37%≥ 5 %relativer Quoten-
Veränderung verhältnis - 1,43 - 1,90 - 1,66des ppFEV (Odds (P = 0,1208) (P = 0,0032) (P = 0,0013)bis Woche 24 Ratio)
Studie 809-103 Studie 809-104 Gepoolt(Studie 809-103 und
Studie 809-104)400 mg LUM 400 mg LUM 400 mg LUM
Placebo q12h/250 mg Placebo q12h/250 mg Placebo q12h/250 mg(n = 184) IVA q12h (n = 187) IVA q12h (n = 371) IVA q12h(n = 182) (n = 187) (n = 369)
Anzahl
Anzahl der Ereignissepulmonalen (Rate pro 112 (1,07) 73 (0,71) 139 (1,18) 79 (0,67) 251 (1,14) 152 (0,70)
Exazerbation 48en bis Wochen)
Woche 24 Rate Ratio - 0,66 0,57 0,61(P = 0,0169) - (P = 0,0002) - (P < 0,0001)
*In jeder Studie wurde innerhalb jedes aktiven Behandlungsarms für primäre und sekundäre Endpunkte vs. Placebo einhierarchisches Testverfahren durchgeführt; bei jedem Schritt war statistische Signifikanz nur dann gegeben, wenn der
Unterschied zum Niveau P ≤ 0,0250 signifikant war und dieses Niveau auch in allen vorangegangenen Tests erreicht wurde†Zeigt an, dass die statistische Signifikanz im hierarchischen Testverfahren bestätigt wurde.
Zu Woche 24 war der Anteil der Patienten ohne pulmonale Exazerbationen bei den mit
Lumacaftor/Ivacaftor behandelten Patienten signifikant höher als bei Placebo-Patienten. In dergepoolten Analyse lag die Rate Ratio (Ratenverhältnis) für Exazerbationen bis Woche 24 bei mit
Lumacaftor/Ivacaftor behandelten Patienten (400 mg Lumacaftor/250 mg Ivacaftor q12h; n = 369)bei 0,61 (P < 0,0001), was einer Reduktion um 39 % gegenüber Placebo entspricht. Die Ereignisratepro Jahr, berechnet auf 48 Wochen, lag bei 0,70 in der Lumacaftor/Ivacaftor-Gruppe und bei 1,14 inder Placebo-Gruppe. Die Behandlung mit Lumacaftor/Ivacaftor verringerte signifikant das Risiko von
Exazerbationen, die einen Krankenhausaufenthalt notwendig machten, gegenüber Placebo um 61 %(Rate Ratio = 0,39, P < 0,0001; Ereignisrate pro 48 Wochen 0,17 bei Lumacaftor/Ivacaftor und 0,45bei Placebo) und reduzierte die Fälle von Exazerbationen, die eine Behandlung mit intravenösen
Antibiotika erfordern, um 56 % (Rate Ratio = 0,44, P < 0,0001; Ereignisrate pro 48 Wochen 0,25 bei
Lumacaftor/Ivacaftor und 0,58 bei Placebo). Diese Ergebnisse wurden im Rahmen der Testhierarchiefür die Einzelstudien nicht als statistisch signifikant eingestuft.
Langzeit-Rollover-Studie zur Sicherheit und Wirksamkeit
Studie 809-105 war eine multizentrische Parallelgruppen-Phase-3-Rollover-Verlängerungsstudie mit
CF-Patienten, die Patienten ab 12 Jahren aus Studie 809-103 und Studie 809-104 einschloss. Diese
Verlängerungsstudie war dazu angelegt, die Sicherheit und Wirksamkeit einer Langzeitbehandlungmit Lumacaftor/Ivacaftor zu untersuchen. Von den 1.108 Patienten, die in Studie 809-103 oder
Studie 809-104 eine Behandlung erhielten, wurde in Studie 809-105 für 1.029 (93 %) eine Dosisfestgelegt und sie erhielten für bis zu weitere 96 Wochen (d. h. bis zu insgesamt 120 Wochen) eineaktive Behandlung (600 mg Lumacaftor einmal täglich/250 mg Ivacaftor q12h oder 400 mg
Lumacaftor q12h/250 mg Ivacaftor q12h). Die primäre Wirksamkeitsanalyse dieser
Verlängerungsstudie umfasste Daten bis zu Woche 72 von Studie 809-105, wobei zusätzlich eine
Sensitivitätsanalyse erfolgte, die Daten bis zu Woche 96 von Studie 809-105 einschloss.
Die in Studie 809-103 oder Studie 809-104 mit Lumacaftor/Ivacaftor behandelten Patienten zeigteneine Wirkung, die nach weiteren 96 Wochen bis zum Ende von Studie 809-105 im Verhältnis zum
Ausgangswert erhalten blieb. Bei Patienten, die von Placebo auf die aktive Behandlung umgestelltwurden, waren ähnliche Veränderungen festzustellen wie bei Patienten, die in Studie 809-103 oder
Studie 809-104 mit Lumacaftor/Ivacaftor behandelt wurden (siehe Tabelle 6). Die Ergebnisse von
Studie 809-105 sind in Abbildung 1 und Tabelle 7 dargestellt.
Abbildung 1. Absolute Veränderung des ppFEV1 gegenüber dem Ausgangswert bei jedem
Untersuchungszeitpunkt†
BL T Wo Wo Wo Wo Erw. Erw. Erw. Erw. Erw. Erw. Erw. Erw. Erw. Erw.
15 4 8 16 24 T15 Wo 8 Wo 16 Wo 24 Wo 36 Wo 48 Wo 60 Wo 72 Wo 84 Wo 96
Untersuchungszeitpunkt400 mg LUM q12h/250 mg IVA q12h
Placebo/400 mg LUM q12h/250 mg IVA q12h
Placebo
BL = Baseline† Aus den Studien 809-103, 809-10 4 und 809-105.
Tabelle 7: Langzeitwirkung von Lumacaftor/Ivacaftor in Studie 809-105*
Umstellung von Placebo auf400 mg Lumacaftor q12h/ 400 mg Lumacaftor q12h/250 mg Ivacaftor q12h 250 mg Ivacaftor q12h(n = 176)** (n = 369)†
LS
Mittel-
Mittel- wert Mittel- LS Mittel-
Ausgangswert und wert (95 %- wert wert
Endpunkt (SD) KI) P-Wert (SD) (95 %-KI) P-Wert
Ausgangswert des 60,2 60,5ppFEV ‡1 (14,7) (14,1)
Absolute Veränderung vs. Ausgangswert des ppFEV1 (Prozentpunkte)
Verlängerungsstudie, (n = 134) (n = 273)
Woche 72 1,5 0,0254 0,5 0,2806(0,2; 2,9) (-0,4; 1,5)
Verlängerungsstudie, (n = 75) (n = 147)
Woche 96 0,8 0,3495 0,5 0,4231(-0,8; 2,3) (-0,7; 1,6)
Relative Veränderung vs. Ausgangswert des ppFEV1 (%)(n = 134) (n = 273)
Verlängerungsstudie, 2,6 0,0332 1,4 0,1074
Woche 72 (0,2; 5,0) (-0,3; 3,2)
Verlängerungsstudie, (n = 75) (n = 147)1,
Woche 96 1,1 0,4415 2 0,2372(-1,7; 3,9) (-0,8; 3,3)
Ausgangswert des 20,9 (2,8) 21,5
BMI (kg/m2)‡ (3,0)
Absolute Veränderung des ppFEV1
LS-Mittelwert (95 %-KI)
Umstellung von Placebo auf400 mg Lumacaftor q12h/ 400 mg Lumacaftor q12h/250 mg Ivacaftor q12h 250 mg Ivacaftor q12h(n = 176)** (n = 369)†
LS
Mittel-
Mittel- wert Mittel- LS Mittel-
Ausgangswert und wert (95 %- wert wert
Endpunkt (SD) KI) P-Wert (SD) (95 %-KI) P-Wert
Absolute Veränderung vs. Ausgangswert des BMI (kg/m2)(n = 145) (n = 289)
Verlängerungsstudie, 0,62 < 0,0001 0,69 < 0,0001
Woche 72 (0,45; (0,56;0,79) 0,81)
Verlängerungsstudie, (n = 80) (n = 155) < 0,0001
Woche 96 0,76 < 0,0001 0,96(0,56;0,97) (0,81;1,11)
Ausgangswert des 70,4 68,3
Scores (Punkte) der (18,5) (18,0)respiratorischen
Domäne des CFQ-
R‡
Absolute Veränderung des Scores (Punkte) der respiratorischen Domäne des CFQ-R(n = 135) (n = 269)
Verlängerungsstudie, 3,3 0,0124 5,7 < 0,0001
Woche 72 (0,7; 5,9 (3,8; 7,5)(n = 81) (n = 165)
Verlängerungsstudie, 0,5 0,7665 3,5 0,0018
Woche 96 (-2,7; 3,6) (1,3; 5,8)
Umstellung von Placebo auf400 mg Lumacaftor q12h/ 400 mg Lumacaftor q12h/250 mg Ivacaftor q12h 250 mg Ivacaftor q12h(n = 176)** (n = 369)†
LS
Mittel-
Mittel- wert Mittel- LS Mittel-
Ausgangswert und wert (95 %- wert wert
Endpunkt (SD) KI) P-Wert (SD) (95 %-KI) P-Wert
Anzahl der pulmonalen Exazerbationen (Ereignisse) ** † ***
Anzahl der Ereignissepro Patientenjahr 0,69 0,65(95 %-KI) (Rate pro (0,56; (0,56;48 Wochen) 0,85) 0,75)
Anzahl der Ereignissemit 0,30 0,24
Hospitalisierungsbeda (0,22; (0,19;rf pro Patientenjahr 0,40) 0,29)(95 %-KI) (Rate pro48 Wochen)
Anzahl der Ereignissemit Bedarf für 0,37 0,32intravenöse (0,29; (0,26;
Antibiotika pro 0,49) 0,38)
Patientenjahr (95 %-
KI) (Rate pro48 Wochen)
* Insgesamt 82 % (421 von 516 geeigneten Patienten) schlossen die 72 Wochen dieser Studie ab; 42 % schlossen 96 Wochenab. Die meisten Patienten, die die Studie abbrachen, taten dies aus anderen Gründen als der Sicherheit.
** Bei den aus Studie 809-103 und 809-104 übernommenen Patienten (Gruppe mit Umstellung von Placebo auf
Lumacaftor/Ivacaftor) betrug die Gesamtexposition bis zu 96 Wochen. Die Präsentation der Dosisgruppe mit 400 mg
Lumacaftor q12h/250 mg Ivacaftor q12h stimmt mit der empfohlenen Dosierung überein.
*** Die Ereignisrate pro Patientenjahr wurde auf 48 Wochen umgerechnet.† Bei den aus Studie 809-103 und 809-104 übernommenen Patienten (Gruppe, die durchweg mit Lumacaftor/Ivacaftorbehandelt wurde) betrug die Gesamtexposition bis zu 120 Wochen. Die Präsentation der Dosisgruppe mit 400 mg
Lumacaftor q12h/250 mg Ivacaftor q12h stimmt mit der empfohlenen Dosierung überein.‡ Die Ausgangswerte der Gruppe mit Umstellung von Placebo auf 400 mg Lumacaftor q12h/250 mg Ivacaftor q12h warendie Ausgangswerte für Studie 809-105. Die Ausgangswerte der Gruppe mit 400 mg Lumacaftor q12h/250 mg Ivacaftorq12h waren die Ausgangswerte für Studie 809-103 und 809-104.
Studie bei CF-Patienten, die heterozygot für die F508del-Mutation im CFTR-Gen sind
Studie 809-102 war eine multizentrische, doppelblinde, randomisierte, placebokontrollierte Phase-2-
Studie mit 125 CF-Patienten ab 18 Jahren, die ein ppFEV1 von 40 bis einschließlich 90 hatten und die
F508del-Mutation auf einem Allel plus ein zweites Allel mit einer Mutation, die voraussichtlich zueiner fehlenden CFTR-Produktion oder einem CFTR-Protein führt, das in vitro auf Ivacaftor nichtanspricht, aufweisen.
Die Patienten erhielten entweder Lumacaftor/Ivacaftor (n = 62) oder Placebo (n = 63) zusätzlich zuihren verordneten CF-Therapien. Primärer Endpunkt war die Verbesserung der Lungenfunktion,ermittelt anhand der mittleren absoluten Veränderung des ppFEV1 von Baseline bis Tag 56. Die
Behandlung mit Lumacaftor/Ivacaftor führte bei CF-Patienten, die heterozygot für die F508del-
Mutation im CFTR-Gen sind, zu keiner signifikanten Verbesserung des ppFEV1 gegenüber Placebo(Behandlungsunterschied 0,60 [P = 0,5978]) sowie zu keiner wesentlichen Verbesserung des BMIoder Gewichts (siehe Abschnitt 4.4).
Kinder und JugendlicheKlinische Studien an CF-Patienten im Alter von 6 bis unter 12 Jahren, die homozygot für die F508del-
Mutation im CFTR-Gen sind
Studie 809-109 war eine 24-wöchige, placebokontrollierte klinische Phase 3-Studie an 204 CF-
Patienten im Alter von 6 bis unter 12 Jahren (mittleres Alter 8,8 Jahre). In dieser Studie wurden
Patienten mit einem Lungenclearance-Index (LCI2,5) ≥ 7,5 beim ersten Screening-Besuch (mittlerer
LCI2,5 10,28 bei Ausgangswerterhebung [Bereich: 6,55 bis 16,38]) und einem ppFEV1 ≥ 70 beim
Screening (mittlerer ppFEV1 89,8 bei Ausgangswerterhebung [Bereich: 48,6 bis 119,6]) untersucht.
Die Patienten erhielten entweder Lumacaftor 200 mg/Ivacaftor 250 mg alle 12 Stunden (n = 103) oder
Placebo (n = 101) zusätzlich zu den ihnen verschriebenen CF-Therapien. Patienten mit 2 oder mehrabnormalen Leberfunktionstests (ALT, AST, AP, GGT ≥ 3 x ULN) oder ALT oder AST > 5 x ULNoder Gesamtbilirubin > 2 x ULN wurden ausgeschlossen.
Der primäre Wirksamkeitsendpunkt war die absolute Veränderung des LCI2,5 gegenüber dem
Ausgangswert bis Woche 24. Die wichtigsten sekundären Endpunkte waren die durchschnittlicheabsolute Veränderung der Schweißchloridkonzentration gegenüber dem Ausgangswert an Tag 15 undin Woche 4 sowie in Woche 24 (siehe pharmakodynamische Wirkungen), die absolute Veränderungdes BMI gegenüber dem Ausgangswert in Woche 24, die absolute Veränderung der respiratorischen
Domäne des CFQ-R bis Woche 24. Die Ergebnisse sind in Tabelle 8 unten gezeigt:
Tabelle 8: Zusammenfassung der primären und maßgeblichen sekundären Endpunkte der
Studie 809-109
Placebo LUM 200 mg/IVA(n = 101) 250 mg alle 12 Std.(n = 103)
Primärer Endpunkt
Absolute Veränderung des
Lungenclearance-Index (LCI2,5) Behandlungsunterschied - -1,09(P< 0,0001)gegenüber dem Ausgangswertbis Woche 24 Veränderung innerhalb 0,08der Gruppe (P = 0,5390) -1,01 (P< 0,0001)
Maßgebliche sekundäre Endpunkte*
Absolute Veränderung des BMI2 Behandlungsunterschied - 0,11in Woche 24 (kg/m ) (P = 0,2522)
Veränderung innerhalb 0,27 0,38der Gruppe (P = 0,0002) (P< 0,0001)
Absolute Veränderung des
Scores der respiratorischen Behandlungsunterschied - 2,5(P = 0,0628)
Domäne des CFQ-R bis
Woche 24 (Punkte) Veränderung innerhalb 3,0 5,5der Gruppe (P = 0,0035) (P< 0,0001)
* Die Studie schloss maßgebliche sekundäre und weitere sekundäre Endpunkte ein.
Das FEV1 in Prozent des Sollwerts wurde ebenfalls als ein klinisch bedeutsamer weiterer sekundärer
Endpunkt ausgewertet. Bei den Patienten unter Lumacaftor/Ivacaftor lag der Behandlungsunterschiedbei der absoluten Veränderung des ppFEV1 gegenüber dem Ausgangswert bis Woche 24 bei 2,4(P=0,0182).
Patienten mit CF ab 6 Jahren aus Studie 809-011 und Studie 809-109 wurden in eine multizentrische
Rollover-Verlängerungsstudie der Phase 3 (Studie 809-110) übernommen. Diese Verlängerungsstudiewar dazu vorgesehen, die Sicherheit und Wirksamkeit einer Langzeitbehandlung mit
Lumacaftor/Ivacaftor zu untersuchen. Von den 262 Patienten, die in Studie 809-011 und Studie 809-109 eine aktive Behandlung erhielten, wurden 239 (91 %) in der Verlängerungsstudie aktivweiterbehandelt (Patienten von 6 bis unter 12 Jahren erhielten Lumacaftor 200 mg alle12 Std./Ivacaftor 250 mg alle12 Std.; Patienten ≥ 12 Jahre erhielten Lumacaftor 400 mg alle12 Std./Ivacaftor 250 mg alle 12 Std.) für einen Zeitraum von bis zu 96 Wochen zusätzlich (d. h.insgesamt für bis zu 120 Wochen) (siehe Abschnitt 4.8). Die sekundären Wirksamkeitsergebnisse unddie Ereignisrate von Lungenexazerbationen pro Patientenjahr werden in Tabelle 9 gezeigt.
Tabelle 9: Langzeitwirkung von Lumacaftor/Ivacaftor in Studie 809-110
Placebo mit Übergang zu Lumacaftor/Ivacaftor -
Lumacaftor/Ivacaftor Lumacaftor/Ivacaftor(P-L/I) (L/I-L/I)(n = 96)* (n = 143)*
Mittelwert LS-Mittelwert LS-Mittelwert
Baseline und Endpunkt (SD) (95 %-KI) Mittelwert (SD) (95 %-KI)n = 101 n = 128
Baseline-LCI2.5‡** 10,26 (2,24) 10,24 (2,42)
Absolute Veränderung gegenüber Baseline beim LCI2.5(n = 69) (n = 88)
Verlängerungsstudie, -0,86 -0,85
Woche 96 (-1,33; -0,38) (-1,25; -0,45)n = 101 n = 161
Baseline-BMI (kg/m2)‡ 16,55 (1,96) 16,56 (1,77)
Absolute Veränderung gegenüber Baseline beim BMI (kg/m2)(n = 83) (n =130)
Verlängerungsstudie, 2,04 1,78
Woche 96 (1,77; 2,31) (1,56, 1,99)n = 78 n = 135
Baseline-Score (Punkte) 77,1 78,5der respiratorischen (15,5) (14,3)
Domäne des CFQ-R‡
Absolute Veränderung des Scores (Punkte) für die respiratorische Domäne des CFQ-R(n = 65) (n = 108)
Verlängerungsstudie, 6,6 7,4
Woche 96 (3,1; 10,0) (4,8; 10,0)
Anzahl der Lungenexazerbationen (Ereignisse) (Studie 809-109 FAS und ROS)†n = 96 n = 103
Anzahl Ereignisse pro 0,30 0,45
Patientenjahr (95 %-KI) (0,21; 0,43) (0,33; 0,61)
*Patienten, die in Studie 809-109 (n = 96) mit Placebo behandelt und anschließend in der Verlängerungsstudie auf die aktive
Behandlung mit LUM/IVA umgestellt wurden (P-L/I). Patienten, die in einer der beiden Vorläufer-Studien mit LUM/IVAbehandelt wurden [Studie 809-011 (n = 49) oder Studie 809-109 (n = 94)] und in der Verlängerungsstudie weiterhin die
LUM/IVA-Behandlung erhielten (L/I-L/I).‡Die Baseline für beide Gruppen (P-L/I und L/I-L/I) war die Baseline von Studie 809-011 und Studie 809-109 (Vorläufer-
Studie) und die entsprechende Anzahl 'n“ bezieht sich auf das Analyseset der Vorläufer-Studie.
**Die LCI Substudie umfasste 117 Patienten in der L/I-L/I-Gruppe und 96 Patienten in der P-L/I-Gruppe.†FAS = vollständiges Analyseset (n = 103); es schließt Patienten ein, die in Studie 809-109 und in Studie 809-110 L/Ierhielten, bewertet über den kumulativen Studienzeitraum für L/I; ROS = Rollover-Set (n = 96); es schließt Patienten ein, diein Studie 809-109 Placebo erhielten und L/I in Studie 809-110, beurteilt über den aktuellen Studienzeitraum für Studie 809-110.
Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Orkambi eine Zurückstellung von der Verpflichtung zur
Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehreren pädiatrischen Altersklassen bei zystischer
Fibrose gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und
Jugendlichen).
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Die Lumacaftor-Exposition (AUC) ist bei gesunden erwachsenen Probanden etwa doppelt so hoch wiebei CF-Patienten. Die Ivacaftor-Exposition ist bei gesunden erwachsenen Probanden und CF-Patientenvergleichbar. Bei zweimal täglicher Gabe wurden bei gesunden Probanden die
Steady-State-Plasmakonzentrationen von Lumacaftor und Ivacaftor in der Regel nach etwa 7-tägiger
Behandlung erreicht, mit einem Kumulationsquotienten von etwa 1,9 bei Lumacaftor. Aufgrund des
CYP3A-Induktionseffekts von Lumacaftor ist die Steady-State-Exposition gegenüber Ivacaftorniedriger als die von Tag 1 (siehe Abschnitt 4.5).
Nach oraler Gabe von 400 mg Lumacaftor q12h/250 mg Ivacaftor q12h in nicht nüchternem Zustandlag bei Lumacaftor der Steady-State-Mittelwert (± SD) der AUC0-12h bei 198 (64,8) μg∙h/ml undderjenige der Cmax bei 25,0 (7,96) μg/ml, während bei Ivacaftor der Steady-State-Mittelwert (± SD) der
AUC0-12h bei 3,66 (2,25) μg∙h/ml und derjenige der Cmax bei 0,602 (0,304) μg/ml lag. Nach oraler Gabevon Ivacaftor allein als 150 mg q12h in nicht nüchternem Zustand lag der Steady-State-Mittelwert(± SD) der AUC0-12h bei 9,08 (3,20) μg∙h/ml und derjenige der Cmax bei 1,12 (0,319) μg/ml.
ResorptionNach oraler Mehrfachgabe von Lumacaftor nahm die Lumacaftor-Exposition im Dosisbereich von50 mg bis 1000 mg alle 24 Stunden generell mit der Dosis zu. Bei Gabe mit einer fetthaltigen Mahlzeitstieg die Lumacaftor-Exposition im Vergleich zur nüchternen Einnahme um etwa das 2,0-Fache an.
Die mediane (Bereich) Tmax von Lumacaftor beträgt ungefähr 4,0 (2,0; 9,0) Stunden nach
Nahrungsaufnahme.
Nach oraler Mehrfachgabe von Ivacaftor zusammen mit Lumacaftor nahm die Ivacaftor-Expositionvon 150 mg alle 12 Stunden bis 250 mg alle 12 Stunden generell mit der Dosis zu. Bei Gabe mit einerfetthaltigen Mahlzeit stieg bei gesunden Probanden die Ivacaftor-Exposition bei Gabe in Kombinationmit Lumacaftor um etwa das 3-Fache an. Daher sollte Lumacaftor/Ivacaftor zusammen mit einerfetthaltigen Mahlzeit eingenommen werden. Die mediane (Bereich) Tmax von Ivacaftor beträgtungefähr 4,0 (2,0; 6,0) Stunden nach Nahrungsaufnahme.
VerteilungLumacaftor wird zu etwa 99 % an Plasmaproteine gebunden, in erster Linie an Albumin. Nach oraler
Gabe von Lumacaftor 400 mg alle 12 Stunden bei CF-Patienten nach Nahrungsaufnahme betrug dastypische scheinbare Verteilungsvolumen schätzungsweise 23,5 l (48,7 %) für das zentrale
Kompartiment und 33,3 l (30,5 %) für das periphere Kompartiment [Variationskoeffizient in Prozent(VK)].
Ivacaftor wird zu etwa 99 % an Plasmaproteine gebunden, in erster Linie an alpha 1-saures
Glycoprotein und Albumin. Nach oraler Gabe von Ivacaftor 250 mg alle 12 Stunden in Kombinationmit Lumacaftor betrug das typische scheinbare Verteilungsvolumen schätzungsweise 95,0 l (53,9%)für das zentrale Kompartiment und 201 l (26,6%) für das periphere Kompartiment (VK).
In-vitro-Studien deuten darauf hin, dass Lumacaftor ein Substrat des Brustkrebs-Resistenz-Proteins
BCRP ist.
BiotransformationLumacaftor wird beim Menschen nicht umfangreich metabolisiert und größtenteils unverändert mitden Fäzes eliminiert. In vitro und in vivo erhobenen Daten zufolge wird Lumacaftor hauptsächlichdurch Oxidation und Glucuronidierung metabolisiert.
Ivacaftor wird beim Menschen umfangreich metabolisiert. In vitro und in vivo erhobenen Datenzufolge wird Ivacaftor primär durch CYP3A metabolisiert. M1 und M6 sind beim Menschen diebeiden Hauptmetaboliten von Ivacaftor. M1 besitzt ungefähr ein Sechstel der Wirkstärke von Ivacaftorund wird als pharmakologisch aktiv angesehen. M6 besitzt weniger als ein Fünfzigstel der Wirkstärkevon Ivacaftor und wird nicht als pharmakologisch aktiv angesehen.
EliminationNach oraler Gabe von Lumacaftor wird der größte Teil von Lumacaftor (51 %) unverändert mit den
Fäzes eliminiert. Lumacaftor wurde in vernachlässigbarem Umfang in unveränderter Form mit dem
Urin ausgeschieden. Die scheinbare terminale Halbwertszeit beträgt ungefähr 26 Stunden. Dietypische scheinbare Clearance CL/F (VK) von Lumacaftor betrug bei CF-Patienten schätzungsweise2,38 l/h (29,4 %).
Nach oraler Gabe von Ivacaftor allein wird der größte Teil von Ivacaftor (87,8 %) nach
Metabolisierung mit den Fäzes eliminiert. Ivacaftor wurde in vernachlässigbarem Umfang alsunverändertes Arzneimittel mit dem Urin ausgeschieden. Bei gesunden Probanden beträgt die
Halbwertszeit von Ivacaftor bei gleichzeitiger Gabe von Lumacaftor ungefähr 9 Stunden. Die typische
CL/F (VK) von Ivacaftor bei Gabe in Kombination mit Lumacaftor betrug bei CF-Patientenschätzungsweise 25,1 l/h (40,5 %).
Besondere PatientengruppenEingeschränkte LeberfunktionNach Mehrfachgabe von Lumacaftor/Ivacaftor über 10 Tage wiesen Patienten mit mäßigeingeschränkter Leberfunktion (Child-Pugh-Klasse B, Score 7 bis 9) im Vergleich zu anhanddemographischer Parameter zugeordneten gesunden Probanden höhere Expositionen auf (AUC0-12h umungefähr 50 % und Cmax um ungefähr 30 %). Die Auswirkung einer leicht eingeschränkten
Leberfunktion (Child-Pugh-Klasse A, Score 5 bis 6) auf die Pharmakokinetik von Lumacaftor in
Kombination mit Ivacaftor wurde zwar nicht untersucht, doch ist davon auszugehen, dass der Anstiegder Exposition weniger als 50 % beträgt.
Es wurden keine Studien bei Patienten mit stark eingeschränkter Leberfunktion (Child-Pugh-Klasse C,
Score 10 bis 15) durchgeführt, die Exposition ist voraussichtlich jedoch höher als bei Patienten mitmäßig eingeschränkter Leberfunktion (siehe Abschnitte 4.2, pct. 4.4 und 4.8).
Eingeschränkte NierenfunktionPharmakokinetische Studien mit Lumacaftor/Ivacaftor wurden bei Patienten mit eingeschränkter
Nierenfunktion nicht durchgeführt. In einer humanpharmakokinetischen Studie mit Lumacaftor alleinfand sich eine minimale Elimination von Lumacaftor und seinen Metaboliten mit dem Urin (lediglich8,6 % der Gesamtradioaktivität wurden im Urin wiedergefunden, mit 0,18 % als unveränderte
Muttersubstanz). In einer humanpharmakokinetischen Studie mit Ivacaftor allein fand sich eineminimale Elimination von Ivacaftor und seinen Metaboliten mit dem Urin (lediglich 6,6 % der
Gesamtradioaktivität wurden im Urin wiedergefunden). Eine pharmakokinetische Populationsanalyseder Clearance gegenüber der Creatinin-Clearance lässt bei Patienten mit leicht oder mäßigeingeschränkter Nierenfunktion keinen Trend erkennen (siehe Abschnitt 4.2).
Ältere PatientenDie Sicherheit und Wirksamkeit von Lumacaftor/Ivacaftor bei Patienten ab 65 Jahren wurden nichtuntersucht.
GeschlechtDer Einfluss des Geschlechts auf die Lumacaftor-Pharmakokinetik wurde mittels einerpopulationspharmakokinetischen Analyse an Daten aus klinischen Studien mit Lumacaftor beigleichzeitiger Gabe von Ivacaftor untersucht. Die Ergebnisse deuten bei den pharmakokinetischen
Parametern für Lumacaftor bzw. Ivacaftor auf keinen klinisch relevanten Unterschied zwischenmännlichen und weiblichen Patienten hin. Geschlechtsbedingte Dosisanpassungen sind nichterforderlich.
Kinder und JugendlicheDie Expositionen sind bei Erwachsenen und bei Kindern und Jugendlichen auf der Grundlage vonpopulationspharmakokinetischen (PK) Analysen vergleichbar, wie es in Tabelle 10 gezeigt ist:
Tabelle 10: Mittlere (SD) Exposition gegenüber Lumacaftor und Ivacaftor nach Altersgruppe
Mittlere
Mittlere (SD) (SD) AUCss
Altersgruppe Dosis AUCss von von
Lumacaftor Ivacaftor(μg∙h/ml) (μg∙h/ml)
Patienten im Alter von 200 mg Lumacaftor/ 203 (57,4) 5,26 (3,08)6 bis <12 Jahren 250 mg Ivacaftor alle 12 Stunden
Patienten im Alter von 400 mg Lumacaftor/ 241 (61,4) 3,90 (1,56)12 bis <18 Jahren 250 mg Ivacaftor alle 12 Stunden
Patienten ab 18 Jahren Lumacaftor 400 mg/
Ivacaftor 250 mg alle 12 Stunden 198 (64,8) 3,66 (2,25)
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
Lumacaftor
Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter
Gabe, Reproduktions- und Entwicklungstoxizität, Genotoxizität und zum kanzerogenen Potentiallassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen. Es wurdenkeine spezifischen Studien zur Bewertung des phototoxischen Potentials von Lumacaftordurchgeführt; die Auswertung der verfügbaren nichtklinischen und klinischen Daten spricht jedochnicht für eine phototoxische Belastung.
IvacaftorEffekte in Studien mit wiederholter Gabe wurden nur bei Expositionen beobachtet, die als ausreichendweit (> 25-fach bei Mäusen, > 45-fach bei Ratten und > 35-fach bei Hunden) über der maximalenhumantherapeutischen Exposition von Ivacaftor bei Gabe von Orkambi liegend angesehen wurden,was eine geringe Relevanz für den klinischen Gebrauch anzeigt. Basierend auf den konventionellen
Studien zur Genotoxizität und zum kanzerogenen Potential lassen die präklinischen Daten keinebesonderen Gefahren für den Menschen erkennen.
SicherheitspharmakologieIvacaftor bewirkte eine konzentrationsabhängige Hemmwirkung auf hERG (human ether-à-go-gorelated gene) Tail-Ströme, mit einer IC15 von 5,5 μM, im Vergleich zur Cmax (1,5 μM) für Ivacaftor inder therapeutischen Dosis für Lumacaftor/Ivacaftor. Jedoch wurde in einer telemetrischen Studie an
Hunden mit Einzeldosen von bis zu 60 mg/kg oder bei EKG-Messungen an Hunden in Studien mit
Mehrfachgabe mit einer Dauer von bis zu 1 Jahr bei einer Dosis von 60 mg/kg/Tag (Cmax nach365 Tagen = 36,2 bis 47,6 μM) keine Ivacaftor-induzierte QT-Verlängerung beobachtet. Ivacaftorbewirkte einen dosisabhängigen, jedoch nur vorübergehenden Anstieg der Blutdruckparameter bei
Hunden in oralen Einzeldosen von bis zu 60 mg/kg (siehe Abschnitt 5.1).
Trächtigkeit und Fertilität
Bei oraler Gabe an trächtige Ratten und Kaninchen während der Organogenesephase der fetalen
Entwicklung in Dosen, die etwa dem 7-Fachen (Exposition gegenüber Ivacaftor und Metaboliten)bzw. 46-Fachen der Ivacaftor-Exposition am Menschen bei therapeutischen Lumacaftor/Ivacaftor-
Dosen entsprachen, war Ivacaftor nicht teratogen. In maternaltoxischen Dosen bewirkte Ivacaftor bei
Ratten Abnahmen des fetalen Körpergewichts sowie eine Zunahme der Häufigkeit an Variationen beizervikalen Rippen, hypoplastischen Rippen und welligen Rippen sowie Unregelmäßigkeiten des
Sternums, einschließlich Fusionen. Die Bedeutung dieser Befunde für den Menschen ist nicht bekannt.
Ivacaftor beeinträchtigte Fertilitäts- und Fortpflanzungsleistungsindizes bei männlichen undweiblichen Ratten in einer Dosierung von 200 mg/kg/Tag, wenn die Muttertiere vor und während der
Frühträchtigkeit damit behandelt wurden. (Diese Dosierung führte zu Expositionen, die ungefähr dem11- bzw. 7-Fachen der Exposition unter der maximalen empfohlenen humantherapeutischen Dosis der
Ivacaftor-Komponente von Orkambi entsprachen, basierend auf den aufsummierten AUCs von
Ivacaftor und seinen Metaboliten, extrapoliert aus Tag 90-Expositionen bei einer Dosierung von150 mg/kg/Tag in der 6-monatigen Studie zur Toxizität bei wiederholter Gabe sowie Expositionen am
Trächtigkeitstag 17 in der Pilotstudie zur embryofetalen Entwicklung bei dieser Spezies). Bei einer
Dosierung von ≤ 100 mg/kg/Tag wurden keine Auswirkungen auf Indizes der männlichen oderweiblichen Fertilität und Fortpflanzungsleistung beobachtet. (Diese Dosierung führte zu ungefähr dem8- bzw. 5-Fachen der Exposition unter der maximalen empfohlenen humantherapeutischen Dosis der
Ivacaftor-Komponente von Orkambi basierend auf den aufsummierten AUCs von Ivacaftor und seinen
Metaboliten, extrapoliert aus Tag 90-Expositionen bei einer Dosierung von 100 mg/kg/Tag in der6-monatigen Studie zur Toxizität bei wiederholter Gabe sowie Expositionen am Trächtigkeitstag 17 inder Studie zur embryofetalen Entwicklung bei dieser Spezies). Bei trächtigen Ratten und Kaninchenwurde Plazentagängigkeit von Ivacaftor beobachtet.
Peri- und postnatale Entwicklung
Ivacaftor bewirkte keine Entwicklungsdefekte bei den Nachkommen trächtiger Ratten, die ab der
Trächtigkeit bis zur Geburt und Entwöhnung mit 100 mg/kg/Tag peroral behandelt wurden (dabei kames zu Expositionen von etwa dem 4-Fachen der mit der empfohlenen humanen Höchstdosis der
Ivacaftor-Komponente von Orkambi erzielten Exposition, basierend auf den aufsummierten AUCsvon Ivacaftor und seinen Metaboliten). Dosierungen über 100 mg/kg/Tag führten zu Überlebens- und
Laktationsindizes von 92 % bzw. 98 % der Kontrollwerte sowie zu Abnahmen des Körpergewichts der
Jungtiere.
Jungtiere
Kataraktbefunde wurden bei juvenilen Ratten beobachtet, die mit Ivacaftor-Dosen behandelt wurden,die dem 0,32-Fachen der für den Menschen empfohlenen Höchstdosis basierend auf der systemischen
Exposition von Ivacaftor und dessen Metaboliten bei gleichzeitiger Anwendung mit Lumacaftor als
Orkambi, entsprachen. Katarakte wurden bei Feten von Ratten, die während der Organogenesephaseder fetalen Entwicklung mit Ivacaftor behandelt worden waren, bei Ratten-Jungtieren, die durch
Milchaufnahme vor der Entwöhnung einer gewissen Exposition unterlagen, oder in Studien zur
Toxizität bei wiederholter Gabe von Ivacaftor nicht beobachtet. Die mögliche Bedeutung dieser
Befunde für den Menschen ist nicht bekannt.
Lumacaftor und Ivacaftor
Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe, in denen Lumacaftor und Ivacaftor gleichzeitigverabreicht wurden, lassen keine besonderen Gefahren für den Menschen bezüglich eines Potentialsfür additive und/oder synergistische Toxizitäten erkennen.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
TablettenkernMikrokristalline Cellulose
Croscarmellose-Natrium
Hypromelloseacetatsuccinat
Povidon (K30)
Natriumdodecylsulfat
Magnesiumstearat (Ph.Eur.)
FilmüberzugPoly(vinylalkohol)
Titandioxid (E171)
Macrogol (3350)
Talkum
Carminsäure (E120)
Brillantblau-FCF-Aluminiumsalz (E133 Al)
Indigocarmin, Aluminiumsalz (E132)
DrucktinteSchellack
Eisen(II,III)-oxid (E172)
PropylenglycolKonzentrierte Ammoniak-Lösung
6.2 Inkompatibilitäten
6.3 Haltbarkeit
Orkambi 100 mg/125 mg Filmtabletten3 Jahre
Orkambi 200 mg/125 mg Filmtabletten4 Jahre
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Blisterpackung aus Polychlortrifluorethylen (PCTFE)/Polyvinylchlorid (PVC) mit einerpapierkaschierten Aluminiumfolienabdeckung.
Orkambi 100 mg/125 mg Filmtabletten
Packung mit 112 (4 Packungen zu je 28) Filmtabletten.
Orkambi 200 mg/125 mg Filmtabletten
Mehrfachpackung mit 112 (4 Packungen zu je 28) Filmtabletten .
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
Vertex Pharmaceuticals (Ireland) Limited
Unit 49, Block 5, Northwood Court, Northwood Crescent,
Dublin 9, D09 T665,
Irland
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
EU/1/15/1059/001
EU/1/15/1059/005
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 19. November 2015
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 18. November 2020
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.