Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels ONBREZ BREEZHALER 300mcg kapseln mit inhalationspulver
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Onbrez Breezhaler 300 Mikrogramm, Hartkapseln mit Pulver zur Inhalation
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Jede Kapsel enthält Indacaterolmaleat, entsprechend 300 Mikrogramm Indacaterol.
Die Dosis Indacaterolmaleat, die aus dem Mundstück des Inhalators abgegeben wird, entspricht240 Mikrogramm Indacaterol.
Sonstiger Bestandteil mit bekannter WirkungJede Kapsel enthält 24,6 mg Lactose.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Hartkapsel mit Pulver zur Inhalation
Transparente (farblose) Kapseln, die ein weißes Pulver enthalten. Die Kapseln weisen einen blauen
Balken auf, über dem der Produktcode 'IDL 300“ in Blau aufgedruckt ist und das Firmenlogo ( ),ebenfalls in Blau, darunter.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Onbrez Breezhaler wird angewendet zur bronchialerweiternden Erhaltungstherapie der
Atemwegsobstruktion bei Erwachsenen mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD).
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
DosierungDie empfohlene Dosis besteht aus der einmal täglichen Inhalation des Inhalts einer Kapsel zu150 Mikrogramm mit dem Onbrez Breezhaler-Inhalator. Die Dosierung sollte nur auf ärztliche
Anweisung erhöht werden.
Die Inhalation des Inhalts einer Kapsel zu 300 Mikrogramm mit dem Onbrez Breezhaler-Inhalatoreinmal täglich bietet nachweislich einen zusätzlichen klinischen Nutzen in Hinblick auf die
Kurzatmigkeit, vor allem bei Patienten mit schwerer COPD. Die Höchstdosis beträgt300 Mikrogramm einmal täglich.
Onbrez Breezhaler sollte jeden Tag zur gleichen Tageszeit angewendet werden.
Bei Auslassen einer Dosis sollte die nächste Dosis am nächsten Tag zur üblichen Zeit angewendetwerden.
Besondere PatientengruppenÄltere PatientenDie maximale Plasmakonzentration und die systemische Gesamtexposition steigen mit dem Alter an,jedoch ist keine Dosisanpassung bei älteren Patienten erforderlich.
LeberfunktionsstörungBei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Leberfunktionsstörung ist keine Dosisanpassungerforderlich. Für die Anwendung von Onbrez Breezhaler bei Patienten mit schwerer
Leberfunktionsstörung liegen keine Daten vor.
NierenfunktionsstörungBei Patienten mit Nierenfunktionsstörung ist keine Dosisanpassung erforderlich.
Kinder und JugendlicheEs gibt keinen relevanten Nutzen von Onbrez Breezhaler bei Kindern und Jugendlichen (unter18 Jahren).
Art der AnwendungNur zur Inhalation. Onbrez Breezhaler-Kapseln dürfen nicht geschluckt werden.
Die Kapseln dürfen erst unmittelbar vor der Anwendung aus der Blisterpackung entnommen werden.
Die Kapseln dürfen nur mit dem Onbrez Breezhaler-Inhalator angewendet werden (siehe
Abschnitt 6.6). Der jeder neuen Packung beiliegende Onbrez Breezhaler-Inhalator ist zu verwenden.
Der Patient ist in die sachgerechte Anwendung des Arzneimittels einzuweisen. Patienten, die keine
Verbesserung der Atmung feststellen, sollten befragt werden, ob sie das Arzneimittel schlucken anstattes zu inhalieren.
Hinweise zur Handhabung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.
4.3 Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Asthma
Onbrez Breezhaler ist ein langwirksamer beta2-adrenerger Agonist, der nur bei COPD indiziert ist undaufgrund fehlender Langzeitdaten nicht bei Asthma eingesetzt werden sollte.
Langwirksame beta2-adrenerge Agonisten können das Risiko von Asthma-bezogenenschwerwiegenden unerwünschten Ereignissen, einschließlich Asthma-Todesfällen, erhöhen, wenn siefür die Behandlung von Asthma verwendet werden.
ÜberempfindlichkeitEs wurden unmittelbare Überempfindlichkeitsreaktionen nach der Anwendung von Onbrez Breezhalerberichtet. Falls Anzeichen auftreten, die auf eine allergische Reaktion hindeuten (insbesondere
Schwierigkeiten beim Atmen oder Schlucken, Anschwellen von Zunge, Lippen und Gesicht, Urtikaria,
Hautausschlag), muss Onbrez Breezhaler sofort abgesetzt und eine anderweitige Behandlungeingeleitet werden.
Paradoxer Bronchospasmus
Wie andere Inhalationstherapien kann auch die Anwendung von Onbrez Breezhaler einenmöglicherweise lebensgefährlichen paradoxen Bronchospasmus auslösen. Sollte ein paradoxer
Bronchospasmus auftreten, muss Onbrez Breezhaler unverzüglich abgesetzt und eine
Alternativbehandlung eingeleitet werden.
Verschlechterung der Krankheit
Onbrez Breezhaler ist nicht als Notfalltherapie für die Behandlung akuter Bronchospasmus-Anfälleangezeigt. Bei einer Verschlechterung der COPD während der Behandlung mit Onbrez Breezhalersollte eine Neubeurteilung des Patienten und der COPD-Behandlung vorgenommen werden. Eine
Erhöhung der Tagesdosis von Onbrez Breezhaler über die Höchstdosis von 300 Mikrogramm isthierbei nicht geeignet.
Systemische Effekte
Obgleich nach Anwendung von Onbrez Breezhaler in der empfohlenen Dosis in der Regel keineklinisch relevanten Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System festzustellen sind, sollte Indacaterol,wie andere beta2-adrenerge Agonisten, bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen(Koronararterienerkrankung, akuter Myokardinfarkt, Herzrhythmusstörung, Hypertonie),
Krampfanfällen oder Thyreotoxikose und bei Patienten, die auf beta2-adrenerge Agonisten besondersempfindlich reagieren, mit Vorsicht eingesetzt werden.
Kardiovaskuläre Effekte
Wie andere beta2-adrenerge Agonisten kann auch Indacaterol bei manchen Patienten das Herz-
Kreislauf-System in klinisch relevanter Art beeinflussen, was sich in einem Anstieg der Pulsfrequenz,des Blutdrucks und/oder anderen Symptomen zeigt. In solchen Fällen kann es notwendig sein, die
Behandlung abzusetzen. Darüber hinaus wurde berichtet, dass beta-adrenerge Agonisten
Veränderungen des EKG-Musters verursachen, beispielsweise eine Abflachung der T-Welle,
Verlängerung des QT-Intervalls und eine ST-Streckensenkung. Die klinische Relevanz dieser Befundeist nicht geklärt. Daher sollten langwirksame beta2-adrenerge Agonisten (LABA) oder LABA-haltige
Arzneimittel, wie Onbrez Breezhaler, mit Vorsicht verwendet werden bei Patienten mit bekannter odervermuteter Verlängerung des QT-Intervalls oder bei denen Arzneimittel eingesetzt werden, die das
QT-Intervall beeinflussen.
Hypokaliämie
Beta2-adrenerge Agonisten können bei manchen Patienten eine signifikante Hypokaliämieverursachen, die möglicherweise unerwünschte kardiovaskuläre Wirkungen verursachen kann. Der
Abfall des Serumkaliums ist üblicherweise vorübergehend und erfordert keine Supplementierung. Bei
Patienten mit schwerer COPD kann sich die Hypokaliämie durch Hypoxie und die Begleitbehandlung(siehe Abschnitt 4.5) verstärken, was die Anfälligkeit für Herzrhythmusstörungen erhöhen kann.
HyperglykämieDie Inhalation hoher Dosen beta2-adrenerger Agonisten kann möglicherweise zu einem Anstieg des
Blutzuckerspiegels führen. Bei Patienten mit Diabetes sollte der Blutzuckerspiegel nach Beginn der
Behandlung mit Onbrez Breezhaler engmaschiger überwacht werden.
In klinischen Studien war die Häufigkeit klinisch relevanter Veränderungen des Blutzuckerspiegelsbei Patienten unter Onbrez Breezhaler in der empfohlenen Dosierung im Allgemeinen um 1-2 %größer als in der Placebogruppe. Onbrez Breezhaler ist bei Patienten mit unzureichend kontrolliertem
Diabetes mellitus nicht untersucht worden.
Sonstige BestandteileDie Kapseln enthalten Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem
Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht anwenden.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Sympathomimetika
Die gleichzeitige Anwendung anderer Sympathomimetika (allein oder als Teil einer
Kombinationstherapie) kann die unerwünschten Wirkungen von Onbrez Breezhaler verstärken.
Onbrez Breezhaler darf nicht gemeinsam mit anderen lang wirkenden beta2-adrenergen Agonistenbzw. Arzneimitteln, die lang wirkende beta2-adrenerge Agonisten enthalten, angewendet werden.
Kalium senkende Behandlung
Bei gleichzeitiger Kalium senkender Behandlung mit Methylxanthin-Derivaten, Steroiden oder nichtkaliumsparenden Diuretika kann sich eine durch beta2-adrenerge Agonisten möglicherweisehervorgerufene Hypokaliämie verstärken und deshalb ist Vorsicht erforderlich (siehe Abschnitt 4.4).
Beta-Blocker
Bei gleichzeitiger Anwendung kann sich die Wirkung von Beta-Blockern und beta2-adrenergen
Agonisten gegenseitig abschwächen bzw. antagonisieren. Indacaterol sollte daher nicht gemeinsammit beta-adrenergen Blockern (einschließlich Augentropfen) angewendet werden, es sei denn, ihre
Anwendung ist klinisch zwingend begründet. Sofern erforderlich, sollten kardioselektive Beta-Blockerbevorzugt werden, wenngleich auch diese mit Vorsicht anzuwenden sind.
Metabolische und transporterbasierte Arzneimittelinteraktionen
Die Inhibierung der Hauptkomponenten der Indacaterol-Clearance, CYP3A4 und P-Glykoprotein(P-gp) erhöht die systemische Wirkstoffkonzentration von Indacaterol um bis zum Zweifachen.
Aufgrund der Sicherheitsdaten aus klinischen Studien mit Onbrez Breezhaler, in welchen bis zu einem
Jahr lang Dosen bis zur doppelten empfohlenen therapeutischen Höchstdosis angewendet wurden,stellt die Größenordnung des Wirkstoffkonzentrationsanstiegs infolge von Arzneimittelinteraktionenkein Sicherheitsrisiko dar.
Es gibt keine Anzeichen dafür, dass Indacaterol Wechselwirkungen mit gleichzeitig angewendeten
Arzneimitteln verursacht. In-vitro-Untersuchungen deuten darauf hin, dass das Potenzial von
Indacaterol als Verursacher metabolischer Wechselwirkungen mit Arzneimitteln bei den in derklinischen Praxis erzielten systemischen Wirkstoffspiegeln vernachlässigbar ist.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
SchwangerschaftEs liegen keine Erfahrungen mit der Anwendung von Indacaterol bei Schwangeren vor.
Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche
Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität bei klinisch relevanter Exposition (siehe
Abschnitt 5.3). Wie andere beta2-adrenerge Agonisten kann auch Indacaterol aufgrund derrelaxierenden Wirkung auf die glatte Muskulatur des Uterus die Wehentätigkeit hemmen. Onbrez
Breezhaler soll während der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der erwartete Nutzen diepotentiellen Risiken überwiegt.
StillzeitEs ist nicht bekannt, ob Indacaterol/Metabolite in die Muttermilch übergehen. Die zur Verfügungstehenden pharmakokinetischen/toxikologischen Daten vom Tier zeigten, dass Indacaterol/Metabolitein die Milch übergehen (siehe Abschnitt 5.3). Ein Risiko für den Säugling kann nicht ausgeschlossenwerden. Es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oderob auf die Behandlung mit Onbrez Breezhaler verzichtet werden soll/die Behandlung mit Onbrez
Breezhaler zu unterbrechen ist. Dabei ist sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der
Nutzen der Therapie für die Frau zu berücksichtigen.
FertilitätBei Ratten wurde eine geringere Trächtigkeitsrate beobachtet. Dennoch wird es als unwahrscheinlicherachtet, dass Indacaterol die Reproduktionsfähigkeit und Fertilität beim Menschen bei Inhalation derempfohlenen Höchstdosis beeinflusst (siehe Abschnitt 5.3).
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
MaschinenOnbrez Breezhaler hat keinen oder einen zu vernachlässigendenen Einfluss auf die
Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des SicherheitsprofilsDie häufigsten unerwünschten Wirkungen in der empfohlenen Dosierung waren Nasopharyngitis(14,3 %), Infektionen der oberen Atemwege (14,2 %), Husten (8,2 %), Kopfschmerzen (3,7 %) und
Muskelkrämpfe (3,5 %). Diese waren überwiegend von leichter bis mittelschwerer Ausprägung unddie Häufigkeit nahm nach Fortführen der Behandlung ab.
Das Profil unerwünschter Arzneimittelwirkungen von Onbrez Breezhaler in der empfohlenen
Dosierung bei Patienten mit COPD zeigt klinisch nicht relevante systemische Auswirkungen in Formeiner beta2-adrenergen Stimulierung. Die mittleren Veränderungen der Herzfrequenz lagen beiweniger als einem Herzschlag pro Minute. Tachykardie trat selten und in ähnlicher Häufigkeit wie bei
Placebo auf. Im Vergleich zu Placebo wurden keine relevanten Verlängerungen des QTcF-Intervallsfestgestellt. Die Häufigkeit auffälliger QTcF-Intervalle [d. h. >450 ms (Männer) und >470 ms(Frauen)] und gemeldeter Hypokaliämien war ähnlich wie bei Anwendung von Placebo. Diedurchschnittlichen maximalen Veränderungen des Blutzuckerspiegels waren bei Anwendung von
Onbrez Breezhaler ähnlich wie bei Anwendung von Placebo.
Tabellarische Zusammenfassung unerwünschter Wirkungen
Das klinische Phase-III-Entwicklungsprogramm für Onbrez Breezhaler wurde an Patienten mit einerklinischen Diagnose mittelschwerer bis schwerer COPD durchgeführt. 4.764 Patienten wurden bis zueinem Jahr mit Dosen bis zum Zweifachen der empfohlenen Höchstdosis behandelt. Von diesen4.764 Patienten erhielten 2.611 einmal täglich 150 Mikrogramm und 1.157 einmal täglich300 Mikrogramm. Etwa 41 % der Patienten hatten schwere COPD. Das Durchschnittsalter der
Patienten betrug 64 Jahre, wobei 48 % der Patienten mindestens 65 Jahre alt waren. Bei der Mehrzahl(80 %) handelte es sich um Kaukasier.
In Tabelle 1 sind unerwünschte Wirkungen in der COPD-Sicherheitsdatenbank nach
MedDRA-Systemorganklassen aufgeführt. Innerhalb jeder Systemorganklasse sind die unerwünschten
Wirkungen nach Häufigkeiten gemäß der folgenden Konvention absteigend geordnet: sehr häufig(≥1/10); häufig (≥1/100, <1/10); gelegentlich (≥1/1.000, <1/100); selten (≥1/10.000, <1/1.000); sehrselten (<1/10.000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Tabelle 1 Unerwünschte Wirkungen
Nebenwirkungen Häufigkeitskategorie
Infektionen und parasitäre ErkrankungenNasopharyngitis Sehr häufig
Infektionen der oberen Atemwege Sehr häufig
Sinusitis Häufig
Erkrankungen des ImmunsystemsÜberempfindlichkeit1 Gelegentlich
Stoffwechsel- und ErnährungsstörungenDiabetes mellitus und Hyperglykämie Häufig
Erkrankungen des NervensystemsKopfschmerzen Häufig
Schwindel Häufig
Parästhesie Gelegentlich
HerzerkrankungenIschämische Herzerkrankung Häufig
Palpitationen Häufig
Vorhofflimmern Gelegentlich
Tachykardie Gelegentlich
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und MediastinumsHusten Häufig
Oropharyngealer Schmerz, einschließlich Irritation im Rachen Häufig
Rhinorrhö Häufig
Paradoxer Bronchospasmus Gelegentlich
Erkrankungen der Haut und des UnterhautzellgewebesPruritus/Hautausschlag Häufig
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und KnochenerkrankungenMuskelspasmus Häufig
Schmerzen des Bewegungsapparats Häufig
Myalgie Gelegentlich
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am VerabreichungsortBrustschmerzen Häufig
Peripheres Ödem Häufig1 Nach der Markteinführung wurden Berichte über Überempfindlichkeit in Verbindung mit der
Anwendung von Onbrez Breezhaler erhalten. Dies waren Spontanberichte aus einer Populationunbekannter Größe und dabei ist es nicht immer möglich, die Häufigkeit zuverlässig zu bestimmenoder den Nachweis eines kausalen Zusammenhangs mit der Anwendung eines Arzneimittels zuerbringen. Daher wurde die Häufigkeit basierend auf den Daten klinischer Studien berechnet.
Das Sicherheitsprofil von Onbrez Breezhaler war bei einmal täglicher Gabe von 600 Mikrogramminsgesamt vergleichbar mit dem bei Gabe der empfohlenen Dosen. Als zusätzliche unerwünschte
Wirkung trat Tremor (häufig) auf.
Beschreibung ausgewählter unerwünschter Wirkungen
In klinischen Phase-III-Studien fiel dem medizinischem Fachpersonal bei den klinischen
Untersuchungen auf, dass durchschnittlich 17-20 % der Patienten einen sporadischen Hustenentwickelten, der in der Regel innerhalb von 15 Sekunden nach der Inhalation auftrat undtypischerweise 5 Sekunden anhielt (etwa 10 Sekunden bei Rauchern). Bei weiblichen Patienten und
Rauchern wurde eine größere Häufigkeit als bei männlichen Patienten bzw. Ex-Rauchern beobachtet.
Dieser Husten nach Inhalation führte bei keinem Patienten bei Anwendung der empfohlenen Dosen zueinem Abbruch der Studie (Husten ist ein Symptom der COPD und nur 8,2 % der Patientenberichteten Husten als unerwünschtes Ereignis). Es liegen keine Hinweise vor, dass der Husten nach
Inhalation mit Bronchospasmus, Exazerbationen, Krankheitsverschlechterung oder einem Verlust der
Wirksamkeit in Verbindung steht.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Bei COPD-Patienten verursachten Einzeldosen, die das 10-Fache der empfohlenen therapeutischen
Höchstdosis darstellten, einen mäßigen Anstieg der Pulsfrequenz, des systolischen Blutdrucks und des
QTc-Intervalls.
Eine Überdosis Indacaterol führt möglicherweise zu verstärkten Effekten, wie sie für beta2-adrenerge
Stimulatoren typisch sind, d. h. Tachykardie, Tremor, Palpitationen, Kopfschmerzen, Übelkeit,
Erbrechen, Benommenheit, ventrikuläre Arrhythmien, metabolische Azidose, Hypokaliämie und
Hyperglykämie.Eine unterstützende und symptomatische Behandlung ist angezeigt. In schweren Fällen sollte die
Behandlung stationär erfolgen. Die Anwendung kardioselektiver Beta-Blocker kann in Erwägunggezogen werden, jedoch nur unter Aufsicht eines Arztes und mit äußerster Vorsicht, da die
Anwendung von Beta-Blockern einen Bronchospasmus auslösen kann.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Mittel bei obstruktiven Atemwegserkrankungen; selektive
Beta2-Adrenorezeptoragonisten, ATC-Code: R03AC18
WirkmechanismusDie pharmakologischen Auswirkungen von Beta2-Adrenorezeptoragonisten lassen sich zumindestteilweise auf die Stimulierung der intrazellulären Adenylzyklase zurückführen, jenem Enzym, das die
Umwandlung von Adenosintriphosphat (ATP) zu zyklischem 3’,5’-Adenosinmonophosphat(zyklisches Monophosphat) katalysiert. Erhöhte Konzentrationen von zyklischem AMP bewirken eine
Entspannung der glatten Bronchialmuskulatur. In-vitro-Studien haben gezeigt, dass Indacaterol, einlang wirksamer beta2-adrenerger Agonist, auf Beta2-Rezeptoren 24-mal stärker agonistisch wirkt alsauf Beta1-Rezeptoren und 20-mal stärker als auf Beta3-Rezeptoren.
Inhaliertes Indacaterol wirkt in der Lunge lokal als Bronchodilatator. Indacaterol ist ein partieller
Agonist am menschlichen beta2-adrenergen Rezeptor mit einer Wirkstärke im nanomolaren Bereich.
In isolierten menschlichen Bronchien hat Indacaterol eine schnell einsetzende Wirkung und eine lange
Wirkdauer.
Obwohl Beta2-Rezeptoren die überwiegenden adrenergen Rezeptoren in der glatten Muskulatur der
Bronchien und Beta1-Rezeptoren die überwiegenden adrenergen Rezeptoren im menschlichen Herzensind, gibt es auch im Herzen beta2-adrenerge Rezeptoren, die 10 % bis 50 % aller adrenergen
Rezeptoren ausmachen. Die genaue Funktion der beta2-adrenergen Rezeptoren im Herzen istunbekannt, aber ihr Vorkommen deutet auf die Möglichkeit hin, dass auch hochselektivebeta2-adrenerge Agonisten kardiale Effekte haben können.
Pharmakodynamische WirkungenIn einer ganzen Reihe von klinischen Studien zur Pharmakodynamik und Wirksamkeit zeigte Onbrez
Breezhaler nach einmal täglicher Anwendung einer Dosis von 150 bzw. 300 Mikrogramm konsistenteine signifikante Verbesserung der Lungenfunktion (Messung anhand des forcierten exspiratorischen
Volumens in einer Sekunde, FEV1) über 24 Stunden. Die Wirkung setzte rasch innerhalb von5 Minuten nach Inhalation ein, mit einer Erhöhung des FEV1 gegenüber dem Ausgangswert von 110bis 160 ml, vergleichbar mit der Wirkung des schnell wirkenden Beta2-Agonisten Salbutamol in einer
Dosierung von 200 Mikrogramm, und statistisch signifikant schneller als Salmeterol/Fluticason50/500 Mikrogramm. Der durchschnittliche Spitzenwert der Verbesserung des FEV1 gegenüber dem
Ausgangswert betrug 250 bis 330 ml im Steady State.
Die bronchodilatatorische Wirkung war unabhängig vom Zeitpunkt der Dosierung, morgens oderabends.
Es wurde gezeigt, dass Onbrez Breezhaler die Hyperinflation der Lunge reduziert. Dies führt im
Vergleich zu Placebo zu einer erhöhten inspiratorischen Kapazität während körperlicher Betätigungund im Ruhezustand.
Auswirkungen auf die kardiale Elektrophysiologie
In einer doppelblinden, placebo- und aktiv (Moxifloxacin-)kontrollierten Studie über 2 Wochen mit404 gesunden Probanden betrug die maximale mittlere (90 %-Konfidenzintervall) Verlängerung des
QTcF-Intervalls nach mehrfacher Gabe von 150 Mikrogramm, 300 Mikrogramm bzw.
600 Mikrogramm 2,66 (0,55; 4,77), 2,98 (1,02; 4,93) bzw. 3,34 (0,86; 5,82) Millisekunden. Imgeprüften Dosisbereich gab es keine Anzeichen für einen Zusammenhang zwischen Konzentration und
Delta-QTc.
Wie in einer 26-wöchigen, doppelblinden, placebokontrollierten Phase-III-Studie an 605 Patienten mit
COPD nachgewiesen, gab es keinen klinisch relevanten Unterschied bezüglich der Entwicklung vonarrhythmogenen Ereignissen. Dies wurde bei Patienten, welche die empfohlene Onbrez
Breezhaler-Dosierungen und solchen, die Placebo erhielten oder mit Tiotropium behandelt wurden, zu
Studienbeginn und bis zu dreimal während des 26-wöchigen Behandlungszeitraums über 24 Stundenerhoben.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitDas klinische Entwicklungsprogramm von Onbrez Breezhaler beinhaltete eine 12-Wochen-Studie,zwei 6-Monats-Studien (wovon eine Studie zur Beurteilung der Sicherheit und Verträglichkeit auf ein
Jahr ausgedehnt wurde) und eine 1-Jahres-Studie bei Patienten mit klinisch diagnostizierter COPD. Indiesen Studien wurden die Lungenfunktion sowie gesundheitsbezogene Ergebnisse wie Dyspnoe,
Exazerbationen und die gesundheitsbezogene Lebensqualität beurteilt.
LungenfunktionNach einmal täglicher Anwendung einer Dosis von 150 Mikrogramm bzw. 300 Mikrogramm bewirkte
Onbrez Breezhaler eine klinisch bedeutsame Verbesserung der Lungenfunktion. Am primären
Endpunkt (24-Stunden-Trough-FEV1-Wert) nach 12 Wochen führte die Dosis von 150 Mikrogrammzu einem Anstieg von 130 bis 180 ml im Vergleich zu Placebo (p<0,001) und 60 ml im Vergleich zu
Salmeterol 50 Mikrogramm zweimal täglich (p<0,001). Die Dosis von 300 Mikrogramm bewirkteeinen Anstieg von 170 bis 180 ml im Vergleich zu Placebo (p<0,001) und 100 ml im Vergleich zu
Formoterol 12 Mikrogramm zweimal täglich (p<0,001). Beide Dosierungen bewirkten einen Anstiegvon 40 bis 50 ml gegenüber offen angewendetem Tiotropium 18 Mikrogramm einmal täglich(150 Mikrogramm, p=0,004; 300 Mikrogramm, p=0,01). Die 24 Stunden anhaltendebronchodilatatorische Wirkung von Onbrez Breezhaler blieb von der ersten Gabe an über eineneinjährigen Behandlungszeitraum ohne Anzeichen eines Wirksamkeitsverlusts (Tachyphylaxie)bestehen.
Symptomatische Vorteile
Beide Dosierungen bewirkten im Vergleich zu Placebo statistisch signifikante Verbesserungen der
Symptome bei Dyspnoe und eine Verbesserung des Gesundheitszustandes (bei Beurteilung mit Hilfedes Transitional Dyspnoea Index [TDI] bzw. des St. George’s Respiratory Questionnaire [SGRQ]).
Die Größenordnung des Ansprechens war im Allgemeinen höher als mit aktiven Vergleichspräparaten(Tabelle 2). Zusätzlich benötigten mit Onbrez Breezhaler behandelte Patienten signifikant weniger
Notfallmedikation, hatten mehr Tage, an denen im Vergleich zu Placebo keine Notfallmedikationerforderlich war, und einen signifikant erhöhten Prozentsatz von Tagen ohne Tagessymptome.
Eine zusammenfassende Analyse nach 6-monatiger Behandlung ergab, dass die COPD-
Exazerbationsrate statistisch signifikant niedriger als bei Placebo ist. Der Vergleich zu Placebo zeigtefür die Behandlung mit 150 Mikrogramm bzw. 300 Mikrogramm ein Verhältnis der Raten von 0,68(95 % KI [0,47; 0,98]; p-Wert 0,036) bzw. 0,74 (95 % KI [0,56; 0,96]; p-Wert 0,026).
Für Personen afrikanischer Abstammung liegen begrenzte Behandlungserfahrungen vor.
Tabelle 2 Symptomlinderung nach 6-monatiger Behandlungsdauer
Behandlung Indacaterol Indacaterol Tiotropium Salmeterol Formoterol Placebo
Dosis 150 300 18 50 12(Mikrogramm) einmal einmal einmal zweimal zweimaltäglich täglich täglich täglich täglich
Prozentsatz der57 a 54 a 45 a
Patienten, die62 b 71 b 57 b 47 beinen MCID im59 c 54 c 41 c
TDI erreichten†
Prozentsatz der53 a 49 a 38 a
Patienten, die58 b 53 b 47 b 46 beinen MCID im55 c 51 c 40 c
SGRQ erreichten†
Reduktion der
Hübe/Tag mit 1,3 a 1,2 a 0,3 a
Notfallmedikation 1,5 b 1,6 b 1,0 b n/e 0,4 bgegenüber
Ausgangswert
Prozentsatz der
Tage ohne 60 a 55 a 42 a
Anwendung einer 57 b 58 b 46 b n/e 42 b
Notfallmedikation
Studiendesign mit a: Indacaterol 150 Mikrogramm, Salmeterol und Placebo; b: Indacaterol 150 und300 Mikrogramm, Tiotropium und Placebo; c: Indacaterol 300 Mikrogramm, Formoterol und Placebo† MCID = geringster klinisch relevanter Unterschied (TDI-Veränderung ≥1 Punkt,
SGRQ-Veränderung ≥4 Punkte)n/e = nach 6 Monaten nicht beurteilt
Kinder und JugendlicheDie Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Onbrez Breezhaler eine Freistellung von der
Verpflichtung zur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in allen pädiatrischen Altersklassen beichronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationenzur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Indacaterol ist ein chirales Molekül mit R-Konfiguration.
Pharmakokinetische Daten wurden in einer Reihe von klinischen Studien, an gesunden Probanden und
COPD-Patienten gewonnen.
ResorptionIm Median dauerte es nach Anwendung einer Inhalationseinzeldosis oder wiederholter
Inhalationsdosen etwa 15 Minuten, bis Spitzenkonzentrationen von Indacaterol im Serum erreichtwaren. Die systemische Exposition von Indacaterol nahm mit steigender Dosis (150 Mikrogramm bis600 Mikrogramm) proportional zur Dosis zu. Die absolute Bioverfügbarkeit von Indacaterol nacheiner Inhalationsdosis betrug im Durchschnitt 43 % bis 45 %. Die systemische Exposition ist dasgemeinsame Resultat der Absorption über Lunge und Magen-Darm; ca. 75 % der systemischen
Exposition resultierte aus pulmonaler Absorption und ca. 25 % aus gastrointestinaler Absorption.
Bei wiederholter Anwendung einmal täglich stiegen die Serumkonzentrationen von Indacaterol an.
Das Fließgleichgewicht (Steady State) war innerhalb von 12 bis 14 Tagen erreicht. Das mittlere
Akkumulationsverhältnis von Indacaterol, d. h. die AUC im Verlauf des 24-
Stunden-Dosierungsintervalls an Tag 14 im Vergleich zu Tag 1, lag bei einmal täglich inhalierten
Dosen von 150 Mikrogramm bis 600 Mikrogramm im Bereich von 2,9 bis 3,5.
VerteilungNach intravenöser Infusion betrug das Verteilungsvolumen von Indacaterol in der terminalen
Eliminationsphase 2557 Liter, was für eine weitreichende Verteilung spricht. Die Bindung an humane
Serum- und Plasmaproteine betrug in vitro 94,1-95,3 % bzw. 95,1-96,2 %.
BiotransformationNach oraler Anwendung von radioaktiv markiertem Indacaterol in einer ADME-Studie (Absorption,
Distribution, Metabolismus, Exkretion) beim Menschen war im Serum hauptsächlich unverändertes
Indacaterol nachweisbar. Dieses machte etwa ein Drittel der gesamten arzneimittelbedingten AUCüber 24 Stunden aus. Der häufigste Metabolit im Serum war ein hydroxyliertes Derivat. Phenolische
O-Glukuronide von Indacaterol und hydroxyliertes Indacaterol waren weitere häufige Metaboliten.
Ein Diastereomer des hydroxylierten Derivats, ein N-Glukuronid von Indacaterol sowie C- und N-dealkylierte Produkte wurden zudem als weitere Metabolite identifiziert.
In-vitro-Untersuchungen ergaben, dass UGT1A1 die einzige UGT-Isoform ist, die Indacaterol zumphenolischen O-Glukuronid metabolisierte. Die oxidativen Metabolite wurden nach Inkubation mitrekombinantem CYP1A1, CYP2D6 und CYP3A4 nachgewiesen. CYP3A4 gilt als bedeutendstes
Isoenzym bei der Hydroxylierung von Indacaterol. In-vitro-Studien haben darüber hinaus gezeigt, dass
Indacaterol ein niederaffines Substrat für die Effluxpumpe P-gp ist.
EliminationIn klinischen Studien, in welchen Harn gesammelt wurde, war die Menge an unverändert über den
Harn ausgeschiedenem Indacaterol generell niedriger als 2 % der Dosis. Die renale Clearance von
Indacaterol betrug durchschnittlich zwischen 0,46 und 1,20 l/h. In Anbetracht dessen, dass die Serum-
Clearance von Indacaterol 23,3 l/h beträgt, spielt die renale Clearance bei der Elimination vonsystemisch verfügbarem Indacaterol offensichtlich eine untergeordnete Rolle (etwa 2 bis 5 % dersystemischen Clearance).
In einer ADME-Studie mit oral angewendetem Indacaterol dominierte die Ausscheidung über die
Fäzes gegenüber der Ausscheidung über den Harn. Indacaterol wurde über die menschlichen Fäzesüberwiegend als unveränderte Ursprungssubstanz (54 % der Dosis) und in geringerem Maß in Formvon hydroxylierten Indacaterol-Metaboliten (23 % der Dosis) ausgeschieden. Die Massenbilanz warmit einer Wiederfindung von ≥90 % der Dosis in den Exkrementen vollständig.
Die Serumkonzentrationen von Indacaterol verringerten sich in multiphasischer Weise bei einerdurchschnittlichen terminalen Halbwertszeit zwischen 45,5 und 126 Stunden. Die aus der
Akkumulation von Indacaterol nach Mehrfachdosierung errechnete effektive Halbwertszeit betrugzwischen 40 und 52 Stunden. Dies steht im Einklang mit dem beobachteten Zeitraum bis zum
Erreichen des Steady-State von etwa 12 bis 14 Tagen.
Spezielle PatientengruppenEine populationspharmakokinetische Analyse belegte, dass Alter (Erwachsene bis zu 88 Jahren),
Geschlecht, Gewicht (32-168 kg) oder Rasse keinen klinisch relevanten Einfluss auf die
Pharmakokinetik von Indacaterol haben. Es ergaben sich keine Anzeichen eines Unterschiedszwischen ethnischen Subgruppen in dieser Population.
Bei Patienten mit leichter und mittelschwerer Leberfunktionsstörung waren die Cmax- oder AUC-Wertevon Indacaterol nicht maßgeblich verändert. Auch bezüglich der Proteinbindung ergaben sich keine
Unterschiede zwischen Patienten mit leichter und mittelschwerer Leberfunktionsstörung und dengesunden Kontrollpersonen. Es wurden keine Studien bei Patienten mit schwerer Beeinträchtigung der
Leberfunktion durchgeführt.
Aufgrund der sehr geringen Bedeutung der Ausscheidung über die Harnwege für die
Gesamtelimination aus dem Körper wurde keine Studie bei Patienten mit beeinträchtigter
Nierenfunktion durchgeführt.
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System, die auf die beta2-agonistischen Eigenschaften von
Indacaterol zurückzuführen sind, schlossen Tachykardie, Herzrhythmusstörungen und myokardiale
Läsionen bei Hunden ein. Bei Nagetieren wurden leichte Reizungen der Nasenhöhle und des Larynxbeobachtet. Alle diese Befunde traten bei Expositionen auf, die ausreichend weit über den zuerwartenden humantherapeutischen Expositionen lagen.
Obwohl Indacaterol in einer Fertilitätsstudie mit Ratten keinen Einfluss auf die allgemeine
Reproduktionsfähigkeit hatte, wurde in Ratten in einer Studie zur Prüfung der peri-und postnatalen
Entwicklung bei einer Exposition, die 14-fach höher war als bei der Behandlung von Menschen mit
Onbrez Breezhaler, eine Abnahme der Zahl trächtiger F1-Nachkommen beobachtet. Indacaterol war in
Ratten oder Kaninchen weder embryotoxisch noch teratogen.
Gentoxizitätsstudien ergaben keine Hinweise auf ein mutagenes oder klastogenes Potenzial. Die
Karzinogenität wurde in einer Zweijahresstudie an Ratten und einer Sechsmonatsstudie an transgenen
Mäusen geprüft. Die erhöhte Häufigkeit benigner ovarieller Leiomyome und fokaler Hyperplasie derglatten Ovarialmuskulatur bei Ratten deckte sich mit ähnlichen Befunden für andere beta2-adrenerge
Agonisten. Es gab keine Hinweise auf Karzinogenität bei Mäusen. Systemische Expositionen (AUC)im NOAEL(no observed adverse effect level)-Bereich waren bei Ratten und Mäusen in diesen Studienmindestens um das 7- bzw. 49-Fache höher als bei Menschen, die mit Onbrez Breezhaler in einer
Dosierung von 300 Mikrogramm einmal täglich behandelt wurden.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
KapselinhaltLactose-Monohydrat
KapselhülleGelatine
6.2 Inkompatibilitäten
6.3 Haltbarkeit
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Nicht über 30 °C lagern.
In der Blisterpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.
Erst unmittelbar vor der Anwendung aus der Blisterpackung entnehmen.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Der Onbrez Breezhaler ist ein Inhalator für Einzeldosen. Inhalatorgehäuse und Schutzkappe bestehenaus Acrylnitril-Butadien-Styrol und die Drucktasten bestehen aus
Methylmethacrylat-Acrylnitril-Butadien-Styrol. Nadeln und Federn bestehen aus Edelstahl.
PA/Al/PVC-Al-Blisterpackungen, mit 10 Hartkapseln.
Faltschachtel mit 10 Kapseln und einem Onbrez Breezhaler-Inhalator
Faltschachtel mit 30 Kapseln und einem Onbrez Breezhaler-Inhalator
Mehrfachpackung mit 2 Packungen (jede Einzelpackung enthält 30 Kapseln und 1 Inhalator)
Mehrfachpackung mit 3 Packungen (jede Einzelpackung enthält 30 Kapseln und 1 Inhalator)
Mehrfachpackung mit 30 Packungen (jede Einzelpackung enthält 10 Kapseln und 1 Inhalator)
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
HandhabungJeder Inhalator ist nach Gebrauch aller Kapseln zu entsorgen.
Anleitung zu Handhabung und Anwendung
Bitte lesen Sie die Gebrauchsanweisung vollständig durch, bevor Sie den Onbrez Breezhalerverwenden.
Einlegen Durchstechen und Tief inhalieren Kontrolle, ob dieloslassen Kapsel entleert ist
Kont1 2 3 rolle
Schritt 1a: Schritt 2a: Schritt 3a: Kontrollieren Sie, ob die
Schutzkappe abziehen Durchstechen Sie die Atmen Sie vollständig Kapsel entleert ist.
Kapsel einmal. aus. Öffnen Sie den Inhalator,
Halten Sie den Inhalator Blasen Sie nicht in den um zu sehen, ob nochnach oben. Inhalator. Pulver in der Kapsel
Durchstechen Sie die verblieben ist.
Kapsel, indem Sie beide
Seitentasten gleichzeitigfest drücken.
Wenn die Kapsel Wenn Pulver in der Kapseldurchstochen wird, verblieben ist:
sollten Sie ein Klicken * Schließen Sie denhören. Inhalator.
Durchstechen Sie die * Wiederholen Sie die
Kapsel nur einmal. Schritte 3a bis 3c.
Schritt 1b: Schritt 3b:
Inhalator öffnen Das Arzneimittel tief
Pulver Entleertinhalierenverblieben
Halten Sie den Inhalatorwie im Bild gezeigt.
Nehmen Sie das
Mundstück in den Mund
Schritt 2b: und schließen Sie die
Lassen Sie die Lippen fest darum.
Seitentasten los. Drücken Sie nicht auf die
Seitentasten.
Atmen Sie rasch und sotief wie Sie können ein.
Während der Inhalationwerden Sie einschwirrendes Geräuschhören.
Sie werden das
Arzneimittelmöglicherweise bei der
Inhalation schmecken.
Schritt 1c: Entleerte Kapsel
Kapsel entnehmen entfernen
Entnehmen Sie eine Entsorgen Sie die
Kapsel aus dem Blister. entleerte Kapsel in den
Die Kapsel nicht Haushaltsabfall.schlucken. Schließen Sie den
Schritt 3c:
Inhalator und setzen Sie
Atem anhaltendie Schutzkappe wieder
Halten Sie Ihren Atemauf.
bis zu 5 Sekunden an.
Wichtige Informationen
* Onbrez Breezhaler-
Kapseln müssen stets inder Blisterverpackungaufbewahrt und dürfenerst unmittelbar vor der
Schritt 1d:
Anwendung entnommen
Kapsel einlegenwerden.
Legen Sie niemals eine
* Sie dürfen die Kapsel
Kapsel direkt in dasnicht schlucken.
Mundstück.
* Verwenden Sie die
Onbrez Breezhaler-
Kapseln nicht mit einemanderen Inhalator.
* Verwenden Sie den
Onbrez Breezhaler-
Inhalator nichtzusammen mit anderen
Arzneimittel-Kapseln.
Schritt 1e:
Inhalator schließen * Stecken Sie die Kapselniemals in Ihren Mundoder in das Mundstückdes Inhalators.
* Drücken Sie die
Seitentasten nicht öfterals einmal.
* Blasen Sie nicht in das
Mundstück.
* Drücken Sie nicht aufdie Seitentasten,während Sie durch das
Mundstück inhalieren.
* Fassen Sie die Kapselnnicht mit nassen Händenan.
* Spülen Sie Ihren
Inhalator niemals mit
Wasser.
Ihre Onbrez Breezhaler-Inhalator-Packung enthält: Häufig gestellte Fragen Reinigung des Inhalators
* Einen Onbrez-Breezhaler-Inhalator Wischen Sie das
* Eine oder mehrere Blisterpackungen mit jeweils Warum hat der Mundstück innen und6 oder 10 Onbrez Breezhaler-Kapseln, die Inhalator beim Einatmen außen mit einem sauberen,zusammen mit dem Inhalator angewendet werden kein Geräusch gemacht? trockenen, fusselfreien
Die Kapsel ist Tuch ab, um Pulverreste zu
Mundstückmöglicherweise im entfernen. Halten Sie den
Kapselfach
Kapselfach eingeklemmt. Inhalator trocken. Reinigen
Wenn dies der Fall ist, Sie Ihren Inhalator niemals
Schutzkappe
Filter klopfen Sie leicht an das mit Wasser.
Seitentasten Basisteil des Inhalators,
Blisterzelle um die Kapsel vorsichtig
Basisteil zu lösen. Inhalieren Sie
Inhalator Inhalator-Basisteil Blisterpackungdas Arzneimittel nochmalsdurch Wiederholung der Entsorgung des
Schritte 3a bis 3c. Inhalators nach
Gebrauch
Was soll ich tun, wenn Jeder Inhalator sollte nachnoch Pulver in der Gebrauch aller Kapseln
Kapsel verblieben ist? entsorgt werden. Fragen
Sie haben noch nicht Sie Ihren Apotheker, wiegenug Ihres Arzneimittels Sie nicht mehr benötigteerhalten. Schließen Sie den Arzneimittel und
Inhalator und wiederholen Inhalatoren entsorgen
Sie die Schritte 3a bis 3c. können.
Ich habe nach dem
Einatmen gehustet -spielt das eine Rolle?
Dies kann passieren.
Solange die Kapsel leer ist,haben Sie genug von
Ihrem Arzneimittelerhalten.
Ich habe kleine Stückeder Kapsel auf meiner
Zunge gefühlt - spielt daseine Rolle?
Das kann passieren. Es istnicht schädlich. Die
Wahrscheinlichkeit, dassdie Kapsel in kleine Stückezerbricht, wird erhöht,wenn die Kapsel mehr alseinmal durchstochen wird.
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
Novartis Europharm Limited
Vista Building
Elm Park, Merrion Road
Dublin 4
Irland
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 30. November 2009
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 18. September 2014
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.