Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels NUTROPINAQ 10mg / 2ml injektionslösung
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
NutropinAq 10 mg/2 ml (30 I.E.), Injektionslösung
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
1 ml enthält 5 mg Somatropin*.
Eine Zylinderampulle enthält 10 mg (30 I.E.) Somatropin.
* Somatropin ist ein humanes Wachstumshormon, das aus Escherichia coli-Zellenmittels rekombinanter DNA-Technologie gewonnen wurde.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Injektionslösung
Durchsichtige und farblose Lösung
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Kinder und Jugendliche- Langzeitbehandlung von Kindern mit Wachstumsstörungen infolge ungenügender
Sekretion von endogenem Wachstumshormon.
- Langzeitbehandlung von Mädchen ab 2 Jahren mit Wachstumsstörungen infolge von
Turner- Syndrom.
- Behandlung von präpubertären Kindern mit Wachstumsstörungen infolgechronischer Niereninsuffizienz bis zum Zeitpunkt einer Nierentransplantation.
Erwachsene- Substitution von endogenem Wachstumshormon bei Erwachsenen, die entweder bereits seitder Kindheit oder seit dem Erwachsenenalter an einem Wachstumshormonmangel leiden. Vorder Behandlung ist ein Wachstumshormonmangel entsprechend nachzuweisen.
Bei Erwachsenen mit Wachstumshormonmangel sollte die Diagnose in Abhängigkeit vonder Ätiologie gestellt werden:
Bei Beginn im Erwachsenenalter: Der Patient muss einen Wachstumshormonmangel aufgrundeiner hypothalamischen oder hypophysären Erkrankung und zusätzlich mindestens einenanderen diagnostizierten Hormonmangel (außer Prolaktin) haben. Die Untersuchung auf
Wachstumshormonmangel sollte erst dann durchgeführt werden, wenn eine angemessene
Substitutionstherapie für den Mangel an anderen Hormonen eingeleitet worden ist.
Bei Beginn im Kindesalter: Patienten, die in der Kindheit einen Wachstumshormonmangelhatten, sollten erneut getestet werden, um einen Wachstumshormonmangel im
Erwachsenenalter zu bestätigen, bevor die Substitutionstherapie mit NutropinAqbegonnen wird.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Die Diagnose und Therapie mit Somatropin soll von Ärzten eingeleitet und überwacht werden, dieüber die entsprechende Qualifikation und Erfahrung in der Diagnose und Behandlung von
Patienten mit dieser Erkrankung verfügen.
DosierungDer Dosierungs- und Anwendungsplan für NutropinAq sollte für jeden Patienten individuellerstellt werden.
Kinder und JugendlicheWachstumsstörungen bei Kindern infolge ungenügender Sekretion von Wachstumshormon0,025-0,035 mg/kg Körpergewicht als tägliche subkutane Injektion.
Die Somatropin-Therapie sollte bei Kindern und Jugendlichen fortgeführt werden, bis ihre
Epiphysenfugen geschlossen sind.
Wachstumsstörungen infolge von Turner-SyndromBis zu 0,05 mg/kg Körpergewicht als tägliche subkutane Injektion.
Die Somatropin-Therapie sollte bei Kindern und Jugendlichen fortgeführt werden, bis ihre
Epiphysenfugen geschlossen sind.
Wachstumsstörungen infolge chronischer NiereninsuffizienzBis zu 0,05 mg/kg Körpergewicht als tägliche subkutane Injektion.
Die Somatropin-Therapie sollte bei Kindern und Jugendlichen fortgeführt werden, bis ihre
Epiphysenfugen geschlossen sind oder bis zum Zeitpunkt einer Nierentransplantation.
ErwachseneWachstumshormonmangel bei ErwachsenenZu Beginn der Somatropin-Therapie werden niedrige Anfangsdosen von 0,15 - 0,3 mg empfohlen,die als tägliche subkutane Injektion verabreicht werden. Die Dosis sollte schrittweise angepasstwerden, abhängig von den Serumwerten von IGF-I (Insulin-like Growth Factor-I). Die empfohleneendgültige Dosis übersteigt selten 1,0 mg/Tag. Im Allgemeinen sollte die niedrigste wirksame Dosisverabreicht werden. Bei älteren oder übergewichtigen Patienten kann eine niedrigere Dosierungerforderlich sein.
Frauen können höhere Dosen benötigen als Männer, wobei Männer mit der Zeit eine erhöhte IGF-I-
Sensitivität zeigen. Daher besteht bei Frauen das Risiko einer Unterdosierung, besonders bei oraler
Östrogentherapie, bei Männern eher die Gefahr einer Überdosierung.
Art der AnwendungDie Injektionslösung sollte jeden Tag subkutan verabreicht werden. Die Injektionsstelle solltegewechselt werden.
Vorsichtsmaßnahmen vor/bei der Handhabung bzw. vor/während der Anwendung des
Arzneimittels
NutropinAq wird als Lösung zur Mehrfachanwendung bereitgestellt. Wenn die Lösung nach der
Entnahme aus dem Kühlschrank trüb ist, darf diese nicht verabreicht werden. Schwenken Sie die
Lösung vorsichtig. Die Lösung nicht stark schütteln; das Protein könnte dadurch denaturieren.
NutropinAq ist nur zur Anwendung mit dem NutropinAq Pen bestimmt.
Hinweise zur Handhabung des Arzneimittels siehe Abschnitt 6.6.
4.3 Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genanntensonstigen Bestandteile.
Somatropin darf nicht zur Wachstumsförderung bei Patienten mit geschlossenen
Epiphysenfugen angewendet werden.
Somatropin darf nicht angewendet werden, wenn Anzeichen für Tumoraktivität vorliegen.
Intrakranielle Tumoren müssen inaktiv sein, und eine Tumorbehandlung muss abgeschlossen sein,bevor eine Therapie mit Wachstumshormon begonnen wird. Die Behandlung muss abgebrochenwerden, wenn Anzeichen eines Tumorwachstums auftreten.
Eine Therapie mit Wachstumshormon darf nicht begonnen werden bei Patienten mit akuter, schwerer
Erkrankung infolge Komplikationen nach einer offenen Herz- oder Bauchoperation, multiplen
Unfallverletzungen oder bei Patienten mit akuter Ateminsuffizienz.
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Die empfohlene maximale Tagesdosis sollte nicht überschritten werden (siehe Abschnitt 4.2).
NeoplasmaPatienten mit einer malignen Erkrankung in der Anamnese sollten regelmäßig auf Anzeichen und
Symptome eines Rezidivs überwacht werden.
Patienten mit bereits, sekundär zu einer intrakraniellen Läsion, bestehenden Tumoren oder
Wachstumshormonmangel, sollten routinemäßig auf Progression oder Rezidiv der zugrundeliegenden Erkrankung überprüft werden. Patienten, die im Kindesalter eine Krebserkrankungüberstanden haben und auf ihre erste Neoplasma-Erkrankung folgend mit NutropinAq behandeltwurden, zeigten ein erhöhtes Risiko für das Auftreten eines sekundären Neoplasmas. Bei Patienten,die aufgrund ihrer ersten Neoplasma-Erkrankung am Kopf bestrahlt wurden, traten intrakranielle
Tumoren, insbesondere Meningiome, als häufigste sekundäre Neoplasmen auf.
Prader-Willi SyndromNutropinAq ist nicht indiziert für die Langzeitbehandlung von Kindern mit Wachstumsstörungenaufgrund eines genetisch bedingten Prader-Willi-Syndroms, außer sie haben auch einendiagnostizierten Wachstumshormonmangel. Es gab Berichte über Schlafapnoe und plötzlichen Todnach Beginn der Therapie mit Wachstumshormon bei Kindern mit Prader-Willi-Syndrom, die einenoder mehrere der folgenden Risikofaktoren hatten: Schwere Adipositas, obstruktive Erkrankung deroberen Atemwege oder Schlafapnoe in der Anamnese, ungeklärter Atemwegsinfekt.
Akute kritische ErkrankungDie Wirkungen von Wachstumshormon auf die Genesung wurden in zwei Placebo-kontrolliertenklinischen Studien mit 522 erwachsenen, schwer kranken Patienten mit Komplikationen nach eineroffenen Herz- oder Bauchoperation, multiplen Unfallverletzungen oder mit akuter
Ateminsuffizienz untersucht. Die Sterblichkeit war bei den Patienten, die mit Wachstumshormon(Dosen von 5,3 - 8 mg/Tag) behandelt wurden, höher (41,9 % gegenüber 19,3 %) als bei den
Patienten, die ein Placebo verabreicht bekamen.
Die Sicherheit einer Fortsetzung der Somatropin-Therapie wurde bei Patienten, die aufgrund akuterschwerer Erkrankungen infolge Komplikationen nach offenen Herz- oder Bauchoperationen,multiplen Unfallverletzungen oder akuter schwerer Atemstörung intensivmedizinisch behandeltwerden und Substitutionsdosen für zugelassene Indikationen erhalten, nicht nachgewiesen. Ausdiesem Grund sollte in Bezug auf die Fortsetzung der Behandlung eine sorgfältige Abwägung von
Nutzen und Risiko erfolgen.
Chronische NiereninsuffizienzPatienten mit Wachstumshormonmangel infolge chronischer Niereninsuffizienz sollten regelmäßigauf ein Fortschreiten der renalen Osteodystrophie untersucht werden. Epiphysenlösung undaseptische Nekrose des Hüftkopfes könnten bei Kindern mit fortgeschrittener renaler Osteodystrophieund bei Wachstumshormonmangel auftreten. Es ist unsicher, ob diese Probleme durch die
Wachstumshormon-Therapie beeinflusst werden.
Epiphyseolysis capitis femorisBei Patienten mit endokrinen Erkrankungen, die auch einen Wachstumshormonmangel umfassen,können Hüftkopfepiphysenlösungen häufiger als in der Allgemeinbevölkerung auftreten. Wenn mit
Somatropin behandelte Patienten zu hinken beginnen oder über Hüftbeschwerden oder Schmerzen im
Knie klagen, sollen sie von einem Arzt untersucht werden.
SkolioseEine Skoliose kann sich bei jedem Kind während schnellen Wachstums verschlechtern. Während der
Behandlung sollten Anzeichen einer Skoliose kontrolliert werden. Es hat sich jedoch gezeigt, dassdie Behandlung mit Wachstumshormon selbst die Anzahl der Neuerkrankungen von Skoliose oderderen Schweregrad nicht erhöht.
Glykämische KontrolleWeil Somatropin die Insulin-Sensitivität senken kann, sollten Patienten auf Glukoseintoleranzüberwacht werden. Bei Patienten mit Diabetes mellitus kann eine Anpassung der Insulin-Dosiserforderlich sein, nachdem die Therapie mit NutropinAq begonnen wurde. Patienten mit Diabetesoder Glukoseintoleranz sollten während der Somatropin-Therapie eng überwacht werden. Die
Somatropin-Therapie ist für Diabetiker mit aktiv proliferierender oder schwerer nicht-proliferierender Retinopathie nicht geeignet.
Intrakranieller HochdruckÜber intrakraniellen Hochdruck mit Papillenödem, Sehstörungen, Kopfschmerzen, Übelkeit und/oder
Erbrechen wurde bei einer kleinen Anzahl von Patienten, die mit Somatropin behandelt wurden,berichtet. Die Symptome treten in der Regel in den ersten acht Wochen nach Beginn der
NutropinAq- Therapie auf. Bei allen berichteten Fällen verschwanden die mit dem intrakraniellen
Hochdruck zusammenhängenden Anzeichen und Symptome nach der Reduzierung der Somatropin-
Dosis oder nach Beendigung der Therapie. Eine funduskopische Untersuchung zu Beginn und inregelmäßigen Abständen im Verlauf der Behandlung wird empfohlen.
HypothyreoseWährend der Behandlung mit Somatropin kann sich eine Hypothyreose entwickeln. Eineunbehandelte Hypothyreose kann die optimale Wirkung von NutropinAq verhindern. Daher sollten
Patienten regelmäßig einem Schilddrüsenfunktionstest unterzogen und gegebenenfalls mit
Schilddrüsenhormon behandelt werden. Patienten mit einer schweren Hypothyreose müssen vordem Beginn einer NutropinAq-Therapie entsprechend behandelt werden.
NierentransplantationDa eine Somatropin-Therapie im Anschluss an eine Nierentransplantation nicht ausreichenduntersucht worden ist, sollte die Behandlung mit NutropinAq nach einer solchen Operationbeendet werden.
Anwendung von GlukokortikoidenEine gleichzeitige Behandlung mit Glukokortikoiden hemmt die wachstumsfördernde Wirkung von
NutropinAq. Bei Patienten mit einem ACTH-Mangel sollte die Glukokortikoid-
Substitutionstherapie sorgfältig angepasst werden, um mögliche hemmende Wirkungen auf das
Wachstum zu vermeiden. Die Anwendung von NutropinAq bei Patienten mit chronischer
Niereninsuffizienz, die eine Glukokortikoid-Therapie erhalten, wurde nicht untersucht.
LeukämieÜber das Auftreten von Leukämie wurde bei einer kleinen Anzahl von Patienten mit
Wachstumshormonmangel, die mit Wachstumshormon behandelt wurden, berichtet. Ein kausaler
Zusammenhang mit der Somatropin-Therapie wurde nicht festgestellt.
PankreatitisObwohl selten vorkommend, sollte eine Pankreatitis in Betracht gezogen werden, wenn Patienten,besonders Kinder, unter Somatropin-Behandlung Bauchschmerzen haben.
Anwendung unter oraler ÖstrogentherapieBei Frauen, die mit NutropinAq behandelt werden und eine orale Therapie mit Östrogenen beginnen,muss möglicherweise die Dosis von NutropinAq erhöht werden, um die IGF-1-Serumspiegel imnormalen, altersgerechten Bereich zu halten. Umgekehrt, wenn eine Frau unter der Therapie mit
NutropinAq die orale Östrogentherapie beendet, muss die Dosis von NutropinAq möglicherweisereduziert werden, um einen Überschuss des Wachstumshormons und/oder Nebenwirkungen zuvermeiden (siehe Abschnitt 4.5).
Sonstige BestandteileDieses Arzneimittel enthält Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Zylinderampulle,
d. h. es ist nahezu 'natriumfrei“.
RückverfolgbarkeitUm die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des
Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiertwerden.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Wenige veröffentlichte Daten weisen darauf hin, dass eine Behandlung mit Wachstumshormon diedurch Cytochrom P450 vermittelte Antipyrin-Clearance beim Menschen erhöht. Eine Überwachungist daher ratsam, wenn Somatropin in Kombination mit Arzneimitteln verabreicht wird, von denenbekannt ist, dass sie von CYP450-Leberenzymen metabolisiert werden, wie Kortikosteroide,
Sexualsteroide, Antikonvulsiva und Cyclosporin.
Bei mit Somatropin behandelten Patienten kann ein zuvor nicht diagnostizierter zentraler(sekundärer) Hypoadrenalismus aufgedeckt werden, wodurch eine Glukokortikoid-
Substitutionstherapie erforderlich wird. Darüber hinaus kann bei Patienten, die aufgrund eines zuvordiagnostizierten Hypoadrenalismus bereits eine Glukokortikoid-Substitutionstherapie erhalten, nach
Beginn der Somatropin-Therapie eine Erhöhung der Erhaltungs- oder Stressdosis erforderlich sein(siehe Abschnitt 4.4).
Bei Patienten mit Diabetes mellitus, die eine medikamentöse Behandlung benötigen, kann zu Beginnder Somatropin-Therapie eine Anpassung der Dosis von Insulin und/oder oralen hypoglykämischwirkenden Arzneimitteln erforderlich sein (siehe Abschnitt 4.4).
Bei Frauen unter oraler Östrogentherapie kann eine höhere Dosis des Wachstumshormons erforderlichsein, um das Behandlungsziel zu erreichen (siehe Abschnitt 4.4).
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
SchwangerschaftBisher liegen keine oder nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Somatropin bei
Schwangeren vor. Daher ist das Risiko für den Menschen nicht bekannt.
Es liegen keine ausreichenden tierexperimentellen Studien in Bezug auf eine Reproduktionstoxizitätvor (siehe Abschnitt 5.3). Somatropin sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet und bei
Eintritt einer Schwangerschaft abgesetzt werden. Während der Schwangerschaft wird mütterliches
Somatropin größtenteils durch plazentares Wachstumshormon ersetzt.
StillzeitEs ist nicht bekannt, ob Somatropin/-Metabolite in die Muttermilch übergehen. Es gibt keinetierexperimentellen Daten.
Während der Stillzeit ist bei Einnahme von NutropinAq Vorsicht geboten.
FertilitätDie Auswirkung von NutropinAq wurde in konventionellen tierexperimentellen Studien zur Fertilität(siehe Abschnitt 5.3) oder in klinischen Studien nicht untersucht.
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Somatropin hat keinen bekannten Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum
Bedienen von Maschinen.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des SicherheitsprofilsDie Nebenwirkungen, die sowohl bei mit Nutropin, NutropinAq, Nutropin-Depot oder Protropin(Somatrem) behandelten Erwachsenen als auch bei Kindern berichtet wurden, sind in nachfolgender
Tabelle aufgeführt und basieren auf den Ergebnissen klinischer Studien für alle zugelassenen
Indikationen (642 Patienten) sowie auf Daten nach Markteinführung, die eine
Anwendungsbeobachtung (National Cooperative Growth Study (NCGS) mit 35.344 Patienten)beinhalten. Ungefähr 2,5 % der Patienten der NCGS-Studie zeigten mit dem Arzneimittelzusammenhängende Nebenwirkungen.
Die in den pivotalen und unterstützenden klinischen Studien am häufigsten berichteten
Nebenwirkungen waren Hypothyreose, gestörte Glukosetoleranz, Kopfschmerzen, Hypertonie,
Arthralgie, Myalgie, periphere Ödeme, Ödeme, Asthenie, Reaktionen an der Injektionsstelle unddas Vorkommen von arzneimittelspezifischen Antikörpern.
Die schwerwiegendsten Nebenwirkungen der pivotalen und unterstützenden klinischen Studienwaren Neoplasmen und intrakranieller Hochdruck.
Von Neoplasmen (maligne und benigne) wurde sowohl in den pivotalen und unterstützendenklinischen Studien berichtet als auch in der Anwendungsbeobachtung nach Markteinführung(siehe Abschnitte 4.3 und 4.4). Bei der Mehrheit der berichteten Neoplasmen handelte es sich umwiederaufgetretene frühere Neoplasmen bzw. sekundäre Neoplasmen.
Intrakranieller Hochdruck wurde in der Anwendungsbeobachtung nach Markteinführungberichtet. Üblicherweise ist dieser assoziiert mit Papillenödem, Sehstörungen, Kopfschmerzen,
Übelkeit und/oder Erbrechen. Die Symptome treten in der Regel innerhalb von acht Wochen nach
Beginn der NutropinAq-Therapie auf.
NutropinAq reduziert die Insulin-Sensitivität. Eine eingeschränkte Glukosetoleranz wurde sowohl inden pivotalen und unterstützenden klinischen Studien berichtet als auch in der
Anwendungsbeobachtung nach Markteinführung. Diabetes mellitus und Hyperglykämie wurden beider Anwendungsbeobachtung berichtet (siehe Abschnitt 4.4).
Reaktionen an der Injektionsstelle wie Blutungen, Atrophie, Urtikaria und Pruritus wurden inden pivotalen und unterstützenden klinischen Studien und/oder der Anwendungsbeobachtungberichtet. Diese Ereignisse können durch die richtige Injektionstechnik und Wechsel der
Injektionsstellen vermieden werden.
Ein kleiner Prozentsatz der Patienten könnte Antikörper gegen das Protein Somatropin entwickeln.
In mit NutropinAq getesteten Probanden war die Bindungskapazität der Wachstumshormon-
Antikörper niedriger als 2 mg/l. Eine negative Beeinträchtigung der Wachstumsrate wurde nichtfestgestellt.
Tabellarische Zusammenfassung der NebenwirkungenTabelle 1 enthält sehr häufige (≥ 1/10), häufige (≥ 1/100, < 1/10), gelegentliche (≥ 1/1.000,< 1/100) und seltene (≥ 1/10.000, < 1/1.000) Nebenwirkungen, die in klinischen Studien und einer
Anwendungsbeobachtung auftraten. Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die
Nebenwirkungen nach absteigendem Schweregrad angegeben. Andere Nebenwirkungen wurdennach der Markteinführung von NutropinAq identifiziert. Diese Nebenwirkungen werden auffreiwilliger Basis aus einer Patientenpopulation unbekannter Größe berichtet, deshalb ist es nichtmöglich, ihre Häufigkeit zuverlässig abzuschätzen.
Systemorganklasse Nebenwirkungen aus Nebenwirkungen nachpivotalen und Markteinführungunterstützenden klinischen
Studien (642 Patienten)
Gutartige, bösartige und Gelegentlich: Malignes Selten: Wiederauftreten vonunspezifische Neubildungen Neoplasma, benignes malignem Neoplasma,(einschl. Zysten und Polypen) Neoplasma melanozytärer Naevus
Erkrankungen des Blutes und Gelegentlich: Anämiedes Lymphsystems
Endokrine Erkrankungen Häufig: Hypothyreose Selten: Hypothyreose
Stoffwechsel- und Häufig: Beeinträchtigung der Selten: Diabetes mellitus,
Ernährungsstörungen Glukosetoleranz Hyperglykämie, Hypoglykämie,
Gelegentlich: Hypoglykämie, Beeinträchtigung der
Hyperphosphatämie Glukosetoleranz
Psychiatrische Erkrankungen Gelegentlich: Selten: Abnormes Verhalten,
Persönlichkeitsstörung Depression, Schlaflosigkeit
Erkrankungen des Häufig: Kopfschmerzen, Gelegentlich: Kopfschmerzen
Nervensystems Hypertonie Selten: Benigner intrakranieller
Gelegentlich: Hochdruck, erhöhter
Karpaltunnelsyndrom, intrakranieller Druck, Migräne,
Somnolenz, Nystagmus Karpaltunnelsyndrom,
Parästhesien, Schwindel
Augenerkrankungen Gelegentlich: Papillenödem, Selten: Papillenödem,
Diplopie Verschwommensehen
Erkrankungen des Ohrs und des Gelegentlich: Vertigo
Labyrinths
Herzerkrankungen Gelegentlich: Tachykardie
Gefäßerkrankungen Gelegentlich: Hypertonie Selten: Hypertonie
Erkrankungen der Atemwege, Selten: Tonsilläre Hypertrophiedes Brustraums und Gelegentlich: Hypertrophie der
Mediastinums Adenoiden
Erkrankungen des Gelegentlich: Bauchschmerzen, Selten: Bauchschmerzen,
Gastrointestinaltrakts Erbrechen, Übelkeit, Blähungen Diarrhoe, Übelkeit, Erbrechen
Erkrankungen der Haut und des Gelegentlich: Exfoliative Selten: Generalisierter Pruritus,
Unterhautzellgewebes Dermatitis, Hautatrophie, Urtikaria, Hautrötung
Hauthypertrophie, Hirsutismus,
Lipodystrophie, Urtikaria
Skelettmuskulatur-, Sehr häufig bei Erwachsenen, Gelegentlich: Epiphysiolyse,
Bindegewebs- und häufig bei Kindern: Arthralgie, fortschreitende Skoliose,
Knochenerkrankungen Myalgie Arthralgie
Gelegentlich: Muskelatrophie, Selten: Abnorme
Knochenschmerzen Knochenentwicklung,
Osteochondrosis,
Muskelschwäche, Schmerzen inden Extremitäten
Erkrankungen der Nieren und Gelegentlich: Harninkontinenz,
Harnwege Pollakisurie, Polyurie,
Urinanomalie
Erkrankungen der Gelegentlich: Uterine Blutung, Gelegentlich: Gynäkomastie
Geschlechtsorgane und der Genitalfluor
Brustdrüse
Allgemeine Erkrankungen und Sehr häufig bei Erwachsenen, Gelegentlich: Periphere Ödeme,
Beschwerden am häufig bei Kindern: Periphere Ödeme, Reaktionen an der
Verabreichungsort Ödeme, Ödeme Injektionsstelle (Reizung,
Häufig: Asthenie, Reaktionen Schmerzen)an der Injektionsstelle Selten: Asthenie, Ödeme im
Gelegentlich: Blutung an der Gesicht, Müdigkeit, Reizbarkeit,
Injektionsstelle, Atrophie an der Schmerzen, Fieber, Reaktionen
Injektionsstelle, Schwellung an an der Injektionsstelle (Blutung,der Injektionsstelle, Hämatom, Atrophie, Urtikaria,
Hypertrophie Pruritus, Schwellung, Erythem)
Untersuchungen Häufig: Vorhandensein Selten: Erhöhter Blutzucker,arzneimittelspezifischer Gewichtszunahme
Antikörper
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenNeoplasmaEs besteht ein Risiko für Neoplasmen infolge von Wachstumshormon-Behandlungen. Das Risikovariiert in Abhängigkeit von der zugrunde liegenden Ursache für den Wachstumshormonmangel (z. B.sekundär zu einer intrakraniellen Läsion), assoziierten Komorbiditäten und vorangegangenen
Behandlungen. Die NutropinAq-Therapie darf nicht begonnen werden, wenn Anzeichen für
Tumoraktivität vorliegen. Patienten mit bereits sekundär zu einer intrakraniellen Läsion bestehenden
Tumoren oder Wachstumshormonmangel sollten routinemäßig auf Progression oder Rezidiv derzugrunde liegenden Erkrankung überprüft werden. Die Behandlung muss abgebrochen werden, wenn
Anzeichen eines Tumorwachstums auftreten.
Intrakranieller HochdruckBei allen berichteten Fällen verschwanden die mit dem intrakraniellen Hochdruck assoziierten
Anzeichen und Symptome nach der Reduzierung der NutropinAq-Dosis oder nach Beendigung der
Therapie (siehe Abschnitt 4.4). Eine funduskopische Untersuchung zu Beginn und in regelmäßigen
Abständen während der Behandlung wird empfohlen.
HypothyreoseWährend der Behandlung mit Somatropin kann sich eine Hypothyreose entwickeln. Eineunbehandelte Hypothyreose kann die optimale Wirkung von NutropinAq verhindern. Daher sollten
Patienten regelmäßig einem Schilddrüsenfunktionstest unterzogen und gegebenenfalls mit
Schilddrüsenhormon behandelt werden. Patienten mit einer schweren Hypothyreose müssen vordem Beginn einer NutropinAq-Therapie entsprechend behandelt werden.
Glykämische KontrolleNutropinAq kann die Insulin-Sensitivität senken, deshalb sollten Patienten auf Glukoseintoleranzüberwacht werden. Bei Patienten mit Diabetes mellitus kann eine Anpassung der Insulin-Dosiserforderlich sein, nachdem die Therapie mit NutropinAq begonnen wurde. Patienten mit Diabetesoder Glukoseintoleranz sollten während der Somatropin-Therapie engmaschig überwacht werden.
Reaktionen an der InjektionsstelleReaktionen an der Injektionsstelle können vermieden werden, indem die richtige Injektionstechnikangewendet und die Injektionsstellen gewechselt werden.
Verschiebung des Oberschenkelkopfes in der WachstumsfugePatienten mit endokrinologischen Störungen haben ein höheres Risiko, eine Epiphysiolyse zuentwickeln.
Indikationsspezifische Nebenwirkungen aus klinischen StudienKinder und JugendlicheKinder mit Wachstumsstörungen infolge ungenügender Sekretion von Wachstumshormon (n = 236)Häufig: ZNS-Neoplasma (2 Patienten mit wiederkehrendem Medulloblastom, 1 Patient mit
Histiozytom). Siehe auch Abschnitt 4.4.
Mädchen mit Wachstumsstörungen infolge von Turner-Syndrom (n = 108)Häufig: Menorrhagie.
Kinder mit Wachstumsstörungen infolge chronischer Niereninsuffizienz (n = 171)
Häufig: Nierenversagen, Peritonitis, Knochennekrose, erhöhter Kreatininspiegel.
Kinder mit chronischer Niereninsuffizienz, die mit NutropinAq behandelt werden, haben ein höheres
Risiko für die Entwicklung eines intrakraniellen Hochdrucks, obgleich Kinder mit organischbedingtem Wachstumshormonmangel und Turner-Syndrom auch ein erhöhtes Auftreten zeigten. Dashöchste Risiko besteht am Anfang der Behandlung.
ErwachseneWachstumshormonmangel bei Erwachsenen (n = 127)Sehr häufig: Parästhesie.
Häufig: Hyperglykämie, Hyperlipidämie, Schlaflosigkeit, Störung der Synovialis, Arthrose,
Muskelschwäche, Rückenschmerzen, Brustschmerzen, Gynäkomastie.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkungüber das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
SymptomeEine akute Überdosierung kann zu einer Hyperglykämie führen. Eine fortdauernde Überdosierungkann möglicherweise zu Anzeichen und Symptomen von Gigantismus und/oder Akromegalie führen,die den bekannten Wirkungen eines Überschusses von Wachstumshormon entsprechen.
BehandlungDie Behandlung ist symptomatisch und unterstützend. Für den Fall einer Somatropin-Überdosierunggibt es kein Antidot. Nach einer Überdosierung wird empfohlen, die Funktion der Schilddrüse zuüberwachen.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Hypophysen- und Hypothalamushormone und Analoga,
Somatropin und Analoga, ATC-Code: H01 AC 01
WirkmechanismusSomatropin stimuliert bei Kindern mit einem Mangel an endogenem Wachstumshormon sowie bei
Kindern mit Wachstumsstörungen infolge von Turner-Syndrom oder chronischer Niereninsuffizienzdie Wachstumsrate und erhöht die Körpergröße, die sie als Erwachsene erreichen. Die Behandlungvon Erwachsenen mit Wachstumshormonmangel mit Somatropin führt zu einer Abnahme der
Fettmasse, zu einer Erhöhung der fettfreien Körpermasse und zu einer Erhöhung der Knochendichteder Wirbelsäule. Zu den Stoffwechselveränderungen, die bei diesen Patienten beobachtet wurden,gehört eine Normalisierung des IGF-I-Serumspiegels.
Pharmakodynamische WirkungenPräklinische und klinische In-vitro- und In-vivo-Studien haben gezeigt, dass Somatropin therapeutischdem menschlichen Wachstumshormon hypophysären Ursprungs entspricht.
Folgende Wirkungen von menschlichem Wachstumshormon wurden belegt:
Gewebewachstum1. Skelettwachstum: Wachstumshormon und sein Mediator IGF-I stimulieren das
Skelettwachstum bei Kindern mit Wachstumshormonmangel über eine Wirkung auf die
Epiphysenfugen der langen Röhrenknochen. Dies führt zu einem messbaren Anstieg der
Körpergröße, bis diese Epiphysenfugen am Ende der Pubertät zusammenwachsen.
2. Zellwachstum: Die Behandlung mit Somatropin führt zu einem Anstieg sowohl der Menge alsauch der Größe der Skelettmuskelzellen.
3. Organwachstum: Wachstumshormon vergrößert die inneren Organe, einschließlich der Nieren,und erhöht die Menge der roten Blutkörperchen.
ProteinstoffwechselDas Längenwachstum wird zum Teil erleichtert durch eine Wachstumshormon-stimulierte
Proteinsynthese. Das spiegelt sich in einer Stickstoffretention wieder, die durch eine Senkung der
Stickstoffausscheidung im Harn und des Blut-Harnstoff-Stickstoffs während der Therapie mit
Wachstumshormon nachgewiesen werden kann.
KohlenhydratstoffwechselPatienten mit ungenügender Wachstumshormonsekretion weisen manchmal eine Nüchtern-
Hypoglykämie auf, die durch eine Behandlung mit Somatropin verbessert wird. Eine
Wachstumshormontherapie kann die Insulin-Sensitivität senken und die Glukosetoleranzbeeinträchtigen.
MineralstoffwechselSomatropin induziert eine Retention von Natrium, Kalium und Phosphor. Nach der NutropinAq-
Therapie erhöht sich bei Patienten mit Wachstumshormonmangel die Serumkonzentration vonanorganischem Phosphor aufgrund von Stoffwechselaktivitäten in Verbindung mit dem
Knochenwachstum und einer erhöhten tubulären Rückresorption in der Niere. Das Serumcalciumwird durch Somatropin nicht signifikant verändert. Erwachsene mit Wachstumshormonmangelweisen eine geringe Knochendichte auf, und bei Patienten, die in der Kindheit einen
Wachstumshormonmangel hatten, hat sich gezeigt, dass NutropinAq die Knochendichte der
Wirbelsäule dosisabhängig erhöht.
BindegewebsstoffwechselSomatropin stimuliert die Synthese von Chondroitinsulfat und Kollagen sowie die Ausscheidung von
Hydroxyprolin über den Urin.
KörperzusammensetzungBei erwachsenen Patienten mit Wachstumshormonmangel, die mit einer durchschnittlichen Dosisvon 0,014 mg Somatropin/kg Körpergewicht und Tag behandelt werden, zeigt sich eine Senkung der
Fettmasse und eine Erhöhung der fettfreien Körpermasse. Sind diese Veränderungen gekoppelt mitder Erhöhung des Gesamtkörperwassers und der Knochenmasse, so besteht die Gesamtwirkung der
Somatropin-Therapie in einer Veränderung der Körperzusammensetzung, ein Effekt, der bei
Weiterführung der Behandlung erhalten bleibt.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitWachstumsstörungen bei KindernEs wurden zwei pivotale, unverblindete, nicht kontrollierte, multizentrische Studien durchgeführt;die eine ausschließlich bei zuvor unbehandelten Patienten (n = 67), und die andere bei zuvorunbehandelten Patienten (n = 63) und bei Kindern, die zuvor mit Somatropin (n = 9) behandeltwurden. Die Dosis war in beiden Studien 0,043 mg/kg/Tag, subkutan (s.c.) injiziert. Die Dosen, diein diesen US-Studien verwendet wurden, entsprechen der in USA genehmigten Dosierung. Von den139 inkludierten Patienten beendeten 128 die ersten 12 Monate der Therapie, mit einerdurchschnittlichen Behandlungsdauer von 3,2 und 4,6 Jahren und einer Gesamtexposition von542 Patientenjahren. In beiden Studien zeigte sich bei den zuvor unbehandelten Patienten im
Monat 12 eine signifikante Verbesserung der Wachstumsrate, die in der einen Studie von 4,2 bis10,9 cm/Jahr zunahm und in der anderen Studie von 4,8 bis 11,2 cm/Jahr. Die Wachstumsrate sank inbeiden Studien nach dem ersten Jahr, war aber 48 Monate lang weiterhin höher (7,1 cm/Jahr) als der
Vorbehandlungswert. Die Körpergrößen-Standardabweichung (SDS) verbesserte sich jedes Jahr,erhöhte sich von -3,0 bis -2,7 (Ausgangswert) auf -1,0 bis -0,8 im Monat 36. Das verbesserte
Wachstum wurde nicht von übermäßig fortschreitender Knochenalterung, die das zukünftige
Wachstumspotenzial gefährden würde, begleitet. Die prognostizierte Körpergröße erhöhte sich von157,7-161,0 cm (Ausgangswert) auf 161,4-167,4 cm im Monat 12 und 166,2-171,1 cm im Monat 36.
Unterstützende Daten lieferten zwei weitere Studien, in denen Patienten eine Dosis von 0,3oder 0,6 mg/kg/Woche entweder als tägliche Injektion oder dreimal pro Woche erhielten, oder0,029 mg/kg/Tag. Die Daten zur Wachstumsrate und Körpergrößen-SDS waren den ermittelten
Daten der pivotalen Studien weitgehend ähnlich.
Bei 51 Patienten, die nach einer durchschnittlichen Behandlungsdauer von 6 Jahren bei Männernund 5 Jahren bei Frauen fast Erwachsenengröße erreichten, betrug die mittlere fast Erwachsenen-
Körpergrößen-SDS -0,7 bei Männern und -1,2 bei Frauen.
Der IGF-I-Spiegel erhöhte sich im Monat 36 von einem Ausgangswert von 43 ng/ml auf 252 ng/ml.
Dies entspricht annähernd dem normalen Spiegel, der bei Kindern in diesem Alter erwartet werdenkann.
Die häufigsten Nebenwirkungen der pivotalen Studien waren Infektionen, Kopfschmerzen, Otitismedia, Fieber, Pharyngitis, Rhinitis und Gastroenteritis sowie Erbrechen.
Wachstumshormonmangel infolge chronischer NiereninsuffizienzEs wurden zwei pivotale, multizentrische, kontrollierte Studien bei Patienten mit
Wachstumsstörungen infolge chronischer Niereninsuffizienz durchgeführt. Jede Studie lief übereinen Behandlungszeitraum von zwei Jahren, inkludiert war ein Placebo-Arm mit unverblindeter,nicht kontrollierter Erweiterung, in der alle Patienten Somatropin erhielten. Die Dosis war0,05 mg/kg/Tag s.c. in beiden Studien. Die Ergebnisse der beiden Studien waren ähnlich.
Insgesamt erhielten 128 Patienten Somatropin über den 24-monatigen, kontrollierten
Behandlungszeitraum der 2 Studien. 139 Patienten wurden mit Somatropin in der unverblindeten
Erweiterung behandelt. Insgesamt erhielten 171 Patienten Somatropin für durchschnittlich 3,5 bzw.2,8 Jahre.
Beide Studien zeigten während des ersten Jahres einen statistisch signifikanten Anstieg in der
Wachstumsrate im Vergleich zu Placebo (9,1 - 10,9 cm/Jahr vs. 6,2 - 6,6 cm/Jahr), die sich imzweiten Jahr etwas verringerte (7,4 - 7,9 cm/Jahr vs. 5,5 - 6,6 cm/Jahr). Darüber hinaus nahm die
Körpergrößen-SDS bei den mit Somatropin behandelten Patienten signifikant zu, von -2,9 bis -2,7(Ausgangswert) auf -1,6 bis -1,4 im Monat 24.
Bei Patienten, die 36 oder 48 Monate behandelt wurden, konnte der Gewinn an Körpergrößebeibehalten werden. Insgesamt erreichten 58 % und 65 % der mit Somatropin behandelten Patienten,die zu Studienbeginn (Ausgangswert) unter dem Normbereich waren, im Monat 24 eine Körpergröße,die innerhalb des Normbereichs lag.
Bis zum Monat 60 zeigten die Ergebnisse eine kontinuierliche Verbesserung, und mehr Patientenerreichten eine Körpergrößen-SDS im Normbereich. Die durchschnittliche Änderung bezüglich
Körpergrößen-SDS nach 5 Jahren Behandlung betrug annähernd 2 Standardabweichungen (SD). Eswurde ein statistisch signifikanter Anstieg der mittleren prognostizierten Körpergrößen-SDSbeobachtet, von -1,6 oder -1,7 (Ausgangswert) auf -0,7 oder -0,9 im Monat 24. Diese erhöhte sichkontinuierlich bei Patienten, die 36 und 48 Monate behandelt wurden.
IGF-I-Spiegel, die zu Studienbeginn (Ausgangswert) niedrig waren, wurden mit der Somatropin-
Therapie wieder normalisiert.
Die häufigsten Nebenwirkungen wurden sowohl mit NutropinAq als auch mit Placebo berichtet undumfassten: Fieber, Infektion, Erbrechen, verstärktes Husten, Pharyngitis, Rhinitis und Otitis media. Esgab eine hohe Inzidenz von Infektionen der Harnwege.
Wachstumshormonmangel infolge von Turner-SyndromEs wurde eine pivotale, multizentrische, unverblindete, kontrollierte Studie bei Patienten mit Turner-
Syndrom durchgeführt. Die Patienten erhielten eine Dosis von 0,125 mg/kg s.c. dreimal wöchentlich,oder 0,054 mg/kg/Tag. Beide Behandlungsschemata ergaben eine kumulative wöchentliche Dosisvon etwa 0,375 mg/kg. Bei Patienten unter 11 Jahren wurde auch mit Bezug auf die Östrogentherapierandomisiert, entweder in die Gruppe der älteren (15 Jahre) oder jüngeren (12 Jahre) Jugendlichen.
Insgesamt wurden 117 Patienten mit Somatropin behandelt. 36 Patienten erhielten Somatropin0,125 mg/kg dreimal pro Woche und 81 Patienten erhielten 0,054 mg/kg Somatropin täglich. Diedurchschnittliche Behandlungsdauer betrug 4,7 Jahre in der Gruppe, die Somatropin dreimal pro
Woche erhielt und 4,6 Jahre in der Gruppe, die Somatropin täglich erhielt.
Die Wachstumsrate erhöhte sich signifikant von 3,6-4,1 cm/Jahr (Ausgangswert) auf6,7 - 8,1 cm/Jahr im Monat 12, 6,7 - 6,8 cm/Jahr im Monat 24 und 4,5 - 5,1 cm/Jahr im Monat 48.
Dies wurde von einer signifikanten Zunahme der Körpergrößen-SDS von -0,1 bis 0,5(Ausgangswert) auf 0,0 bis 0,7 im Monat 12 und 1,6 bis 1,7 im Monat 48, begleitet. Verglichen mitden entsprechenden früheren Kontrollen, führte eine frühe Somatropin-Therapie (mittlere Dauer von5,6 Jahren) kombiniert mit einer Östrogen-Ersatz-Therapie im Alter von 12 Jahren zu einem
Größengewinn im Erwachsenenalter von 5,9 cm (n = 26), während die Mädchen, die Östrogen im
Alter von 15 Jahren erhielten (mittlere Dauer der Therapie mit Somatropin 6,1 Jahre), einenmittleren Körpergrößen- Gewinn von 8,3 cm (n = 29) zeigten. Die größte Verbesserung bezüglichder Körpergröße im Erwachsenenalter wurde somit bei Patienten, die bereits eine Behandlung mit
Wachstumshormon und Östrogen im Alter von über 14 Jahren erhielten, beobachtet.
Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen waren Grippe-Symptome, Infektionen,
Kopfschmerzen, Pharyngitis, Rhinitis und Otitis media. Diese Ereignisse werden bei Kindern inleichter/mäßiger Ausprägung erwartet.
Wachstumshormonmangel bei ErwachsenenZwei pivotale, multizentrische, Placebo-kontrollierte, Doppelblind-Studien wurden bei Patienten mitdiagnostiziertem Wachstumshormonmangel im Erwachsenenalter (AGHD) durchgeführt. Eine Studieuntersuchte AGHD mit Beginn im Erwachsenenalter (n = 166) und die andere AGHD mit Beginn im
Kindesalter (n = 64). Die Somatropin-Dosis war 0,0125 mg/kg/Tag s.c. bei AGHD mit Beginn im
Erwachsenenalter und 0,0125 oder 0,025 mg/kg/Tag bei AGHD mit Beginn im Kindesalter.
In beiden Studien führte die Behandlung mit Somatropin im Vergleich zur Placebo-Gruppe zusignifikanten Änderungen; Gesamtkörper-Fettanteil in % (-6,3 bis -3,6 vs. +0,2 bis -0,1),
Körperstamm-Fettanteil in % (-7,6 bis -4,3 vs. +0,6 bis 0,0) und Gesamtkörper-Mageranteil in %(+3,6 bis +6,4 vs. -0,2 bis +0,2). Diese Änderungen waren im Monat 12 stark signifikant in beiden
Studien, und im Monat 24 in der Studie mit AGHD mit Beginn im Kindesalter. Im Monat 12 war dieprozentuale Veränderung in der Studie mit AGHD mit Beginn im Kindesalter höher als in der
Studie mit AGHD mit Beginn im Erwachsenenalter. Bei Patienten mit AGHD mit Beginn im
Erwachsenenalter wurden keine wesentlichen Änderungen in der Knochenmineraldichte (BMD)beobachtet. In der Studie mit AGHD mit Beginn im Kindesalter zeigten alle Gruppen eine BMD-
Erhöhung im Monat 24, jedoch ohne statistisch signifikante Dosis-Antwort bezogen auf die
Gesamtkörper-BMD. Die Lendenwirbelsäulen-BMD war in beiden Behandlungsgruppen statistischsignifikant erhöht, und die Erhöhung war dosisabhängig.
Unterstützende Daten aus einer Studie mit AGHD mit Beginn im Erwachsenenalter stimmten generellmit den Daten der pivotalen Studien überein, mit einigen Verbesserungen bezüglich BMD.
Die in den beiden pivotalen Studien am häufigsten berichteten Nebenwirkungen waren
Kopfschmerzen, Ödeme, Arthralgie/Arthrose, Sehnenscheidenentzündung, Parästhesien undallergische Reaktionen/Hautausschlag. Die Inzidenz dieser Nebenwirkungen war in den Placebo-
Gruppen ebenfalls hoch.
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Die pharmakokinetischen Eigenschaften von NutropinAq wurden nur bei gesunden männlichen
Erwachsenen untersucht.
AllgemeinResorptionDie absolute Bioverfügbarkeit von rekombinantem menschlichem Wachstumshormon nachsubkutaner Anwendung liegt bei ungefähr 80 %.
VerteilungTierversuche mit Somatropin zeigten, dass sich das Wachstumshormon in stark durchbluteten
Organen anreichert, besonders in Leber und Niere. Das Verteilungsvolumen von Somatropin im
Steady State bei gesunden männlichen Erwachsenen liegt bei ungefähr 50 ml/kg Körpergewicht,was annähernd dem Serumvolumen entspricht.
BiotransformationEs zeigte sich, dass sowohl Leber als auch Niere wichtige Proteinabbau-Organe für das
Wachstumshormon sind. Tierstudien lassen vermuten, dass die Niere das vorrangige Clearance-
Organ ist. Das Wachstumshormon wird am Glomerulus filtriert und im proximalen Tubulusreabsorbiert. Es wird dann innerhalb der Nierenzellen in seine Aminosäuren aufgespalten, diedanach in den systemischen Kreislauf zurückgeführt werden.
EliminationNach der subkutanen Bolus-Gabe beträgt die durchschnittliche terminale Halbwertszeit t½ von
Somatropin ungefähr 2,3 Stunden. Nach intravenöser Bolus-Gabe von Somatropin liegt die mittlereterminale Halbwertszeit t½β oder t½γ bei ungefähr 20 Minuten, und die durchschnittliche Clearanceumfasst einen Bereich von 116-174 ml/h/kg.
Verfügbare Daten aus der Literatur lassen vermuten, dass die Somatropin-Clearance bei Erwachsenenund Kindern ähnlich ist.
Besondere PatientenpopulationEs gibt nur unvollständige Informationen über die pharmakokinetischen Eigenschaften von
Somatropin bei Älteren, Kindern und Jugendlichen, bei Patienten unterschiedlicher ethnischer
Herkunft oder verschiedenen Geschlechts und bei Patienten mit gestörter Nieren- oder
Leberfunktion.Kinder und JugendlicheVerfügbare Daten aus der Literatur lassen vermuten, dass die Somatropin-Clearance bei Erwachsenenund Kindern ähnlich ist.
Ältere PatientenDie wenigen veröffentlichten Daten lassen vermuten, dass sich die Plasma-Clearance und diedurchschnittliche Steady-State-Plasmakonzentration von Somatropin für junge und ältere Patientenmöglicherweise nicht unterscheiden.
Ethnische HerkunftDie berichteten Halbwertszeiten für endogenes Wachstumshormon bei gesunden männlichen
Erwachsenen mit dunkler Hautfarbe unterscheiden sich nicht von den beobachteten Werten beigesunden männlichen Erwachsenen mit weißer Hautfarbe. Für Populationen anderer ethnischer
Herkunft sind keine Daten verfügbar.
WachstumshormonmangelClearance und durchschnittliche terminale Halbwertszeit t½ von Somatropin bei Erwachsenenund Kindern mit Wachstumshormonmangel sind den Werten ähnlich, die bei gesunden
Probanden beobachtet wurden.
NiereninsuffizienzKinder und Erwachsene mit chronischer Niereninsuffizienz und Nierenerkrankungen im Endstadiumneigen zu einer geringeren Clearance als gesunde Personen. Auch kann die endogene
Wachstumshormonproduktion bei einigen Menschen mit Nierenerkrankungen im Endstadiumansteigen. Bei Kindern mit chronischer Niereninsuffizienz oder Nierenerkrankungen im Endstadium,die mit den derzeit verwendeten Dosierungen behandelt wurden, wurde jedoch keine Kumulationvon Somatropin festgestellt.
Turner-SyndromDie wenigen veröffentlichten Daten über exogen verabreichtes Somatropin lassen vermuten, dassdie Resorptions- und Eliminations-Halbwertszeiten sowie die Zeit bis zur maximalen
Plasmakonzentration tmax bei Patienten mit Turner-Syndrom ähnlich sind wie bei Menschen der
Normalbevölkerung sowie mit Wachstumshormonmangel.
LeberinsuffizienzBei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung wurde eine Abnahme der Somatropin-
Clearance bemerkt. Die klinische Bedeutung dieser Abnahme ist nicht bekannt.
GeschlechtEs wurden keine geschlechtsspezifischen pharmakokinetischen Studien mit NutropinAq durchgeführt.
Die verfügbare Literatur zeigt, dass die pharmakokinetischen Eigenschaften von Somatropin bei
Männern und Frauen ähnlich sind.
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
Präklinische Daten, die auf konventionellen Studien zur Toxizität, akut und bei wiederholter Gabe,basieren, lassen keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.
Karzinogenes PotentialMit NutropinAq wurden keine Studien zur Karzinogenität und Genotoxizität durchgeführt. Studienzur Genotoxizität mit anderen rekombinanten Wachstumshormonen ergaben keinen Hinweis auf
Genmutationen im Ames-Test, Chromosomenschäden in menschlichen Lymphozyten und Maus-
Knochenmarkzellen, Genkonversion in Hefe oder unvorhergesehene DNA-Synthese in humanen
Karzinomzellen. In Studien zur Karzinogenität, bei denen biologisch aktive rekombinante
Wachstumshormone bei Ratten und Mäusen getestet wurden, war die Häufigkeit von Tumoren nichtzunehmend.
Toxizität auf Reproduktion und EntwicklungEs wurden keine konventionellen Studien zur Reproduktionstoxizität durchgeführt. Es ist bekannt,dass Somatropin mit der Hemmung der Reproduktion bei männlichen und weiblichen Ratten bei
Dosen von 3 I.E./kg/Tag (1 mg/kg/Tag) oder mehr assoziiert ist, mit einer reduzierten Kopulations-und Empfängnis-Rate, verlängertem oder nicht vorhandenem Östruszyklus, und bei 10 I.E./kg/Tag(3,3 mg/kg/Tag). Die Langzeitbehandlung von Affen während der Schwangerschaft und Stillzeit undvon neugeborenen Tieren bis zur Adoleszenz, Geschlechtsreife und Fortpflanzung ergab jedochkeine substantiellen Störungen der Fruchtbarkeit, Schwangerschaft, Geburt, Stillzeit oder der
Entwicklung der Nachkommen.
Beurteilung der Risiken für die Umwelt (Environmental risk assessment [ERA])Bei Anwendung in den angegebenen Indikationen ist nicht zu erwarten, dass Somatropin zuunannehmbaren Risiken für die Umwelt führt.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Natriumchlorid
Verflüssigtes Phenol
Polysorbat 20Natriumcitrat (Ph.Eur.)
Wasserfreie Citronensäure
Wasser für Injektionszwecke
6.2 Inkompatibilitäten
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.
6.3 Haltbarkeit
2 Jahre
Die chemische und physikalische Stabilität nach Anbruch wurde für 28 Tage bei 2 °C - 8 °Cnachgewiesen.
Aus mikrobiologischer Sicht kann das Arzneimittel nach Anbruch maximal 28 Tage bei 2 °C - 8 °Caufbewahrt werden. NutropinAq kann täglich für maximal eine Stunde außerhalb des Kühlschranksgelagert werden.
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C). Nicht einfrieren.
Die Blisterpackung im Umkarton aufbewahren.
Aufbewahrungsbedingungen nach Anbruch des Arzneimittels siehe Abschnitt 6.3.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
2 ml Injektionslösung in einer Zylinderampulle (Glastyp I), die mit einem Butylgummistopfen undeinem Septum verschlossen ist.
Packungsgrößen mit 1, 3 und 6 Zylinderampullen.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
Keine besonderen Anforderungen.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zubeseitigen.
Hinweise für die HandhabungNutropinAq wird als Lösung zur Mehrfachanwendung geliefert.
Unmittelbar nach der Entnahme aus dem Kühlschrank sollte die Lösung klar sein. Falls die Lösungtrüb ist, darf der Inhalt nicht injiziert werden. Vorsichtig schwenken. Nicht stark schütteln; das
Protein könnte dadurch denaturieren.
NutropinAq darf nur zusammen mit dem NutropinAq Pen verwendet werden. Vor dem
Aufschrauben der Nadel muss das Septum der Zylinderampulle mit Alkohol oder einer
Desinfektionslösung abgewischt werden, um eine Verunreinigung des Inhalts durch
Mikroorganismen, die durch den wiederholten Nadeleinstich eingebracht werden könnten, zuvermeiden. Es wird empfohlen, NutropinAq mit sterilen Einmalnadeln zu verabreichen.
Mit dem NutropinAq Pen können Dosen im Bereich von einer Mindestdosis von 0,1 mg bis zu einer
Höchstdosis von 4,0 mg in Dosierungsschritten von 0,1 mg verabreicht werden.
Die im Pen eingelegte Zylinderampulle darf zwischen den Injektionen nicht herausgenommen werden.
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
Ipsen Pharma65 quai Georges Gorse92100 Boulogne-Billancourt
Frankreich
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
EU/1/00/164/003
EU/1/00/164/004
EU/1/00/164/005
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
ZULASSUNG
Datum der Zulassung: 16. Februar 2001
Datum der letzten Verlängerung: 16. Februar 2006
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu/ verfügbar.