Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels NOVORAPID 100U / ml injektionslösung in einer durchstechflasche
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
NovoRapid 100 Einheiten/ml Injektionslösung in einer Durchstechflasche
NovoRapid Penfill 100 Einheiten/ml Injektionslösung in einer Patrone
NovoRapid FlexPen 100 Einheiten/ml Injektionslösung in einem Fertigpen
NovoRapid InnoLet 100 Einheiten/ml Injektionslösung in einem Fertigpen
NovoRapid FlexTouch 100 Einheiten/ml Injektionslösung in einem Fertigpen
NovoRapid PumpCart 100 Einheiten/ml Injektionslösung in einer Patrone
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
NovoRapid Durchstechflasche1 Durchstechflasche enthält 10 ml entsprechend 1.000 Einheiten. 1 ml Lösung enthält 100 Einheiten
Insulin aspart* (entsprechend 3,5 mg).
NovoRapid Penfill1 Patrone enthält 3 ml entsprechend 300 Einheiten. 1 ml Lösung enthält 100 Einheiten Insulin aspart*(entsprechend 3,5 mg).
NovoRapid FlexPen/NovoRapid InnoLet/NovoRapid FlexTouch1 Fertigpen enthält 3 ml entsprechend 300 Einheiten. 1 ml Lösung enthält 100 Einheiten Insulinaspart* (entsprechend 3,5 mg).
NovoRapid PumpCart1 Patrone enthält 1,6 ml entsprechend 160 Einheiten. 1 ml Lösung enthält 100 Einheiten Insulinaspart* (entsprechend 3,5 mg).
*Insulin aspart wird durch rekombinante DNS-Technologie gentechnisch in Saccharomyces cerevisiaehergestellt.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Injektionslösung.
Die Lösung ist klar, farblos und wässrig.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
NovoRapid wird angewendet zur Behandlung von Diabetes mellitus bei Erwachsenen, Jugendlichenund Kindern ab dem Alter von 1 Jahr.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
DosierungDie Wirkstärke von Insulinanaloga, einschließlich von Insulin aspart, wird in Einheiten ausgedrückt,wohingegen die Wirkstärke von Humaninsulin in Internationalen Einheiten ausgedrückt wird.
Die Dosierung von NovoRapid ist individuell und wird gemäß dem Bedarf des Patienten bestimmt. Essollte normalerweise mit einem intermediär wirkenden oder lang wirkenden Insulin kombiniertwerden.
Außerdem können NovoRapid Durchstechflasche und NovoRapid PumpCart zur kontinuierlichensubkutanen Insulininfusion (CSII) in Pumpensystemen angewendet werden.
NovoRapid Durchstechflasche kann ebenfalls intravenös von einem Arzt oder gegebenenfalls vonanderem medizinischen Fachpersonal verabreicht werden.
Eine Überwachung des Blutzuckerspiegels und eine Anpassung der Insulindosis werden empfohlen,um eine optimale Einstellung des Blutzuckers zu erreichen.
Der individuelle Insulinbedarf von Erwachsenen und Kindern liegt in der Regel zwischen 0,5 und1,0 Einheiten/kg/Tag. Bei einem Basis-Bolus-Behandlungsschema können 50-70 % des
Insulinbedarfs durch NovoRapid, der Rest von einem intermediär wirkenden oder lang wirkenden
Insulin gedeckt werden.
Bei erhöhter körperlicher Aktivität, einer Änderung der Ernährungsgewohnheiten oder
Begleiterkrankungen kann eine Anpassung der Dosis notwendig sein.
Spezielle PopulationenÄltere Patienten (≥ 65 Jahre)NovoRapid kann bei älteren Patienten angewendet werden.
Bei älteren Patienten muss der Blutzuckerspiegel engmaschig kontrolliert und die Dosis von Insulinaspart an den individuellen Bedarf angepasst werden.
Nieren- und Leberfunktionsstörungen
Nieren- oder Leberfunktionsstörungen können den Insulinbedarf des Patienten verringern.
Bei Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörungen muss die Überwachung des Blutzuckersintensiviert und die Dosis von Insulin aspart individuell angepasst werden.
Kinder und JugendlicheNovoRapid kann bei Kindern und Jugendlichen ab dem Alter von 1 Jahr löslichem Humaninsulinvorgezogen werden, wenn ein schneller Wirkeintritt von Vorteil sein könnte, beispielsweise bei derzeitlichen Abstimmung von Injektionen und Mahlzeiten (siehe Abschnitte 5.1 und 5.2).
Die Sicherheit und Wirksamkeit von NovoRapid bei Kindern im Alter unter 1 Jahr ist bisher nochnicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Umstellung von anderen Insulinarzneimitteln
Wenn von einem anderen Insulinarzneimittel umgestellt wird, kann eine Anpassung der NovoRapid
Dosis und der Dosis des Basalinsulins erforderlich sein. NovoRapid hat im Vergleich zu löslichem
Humaninsulin einen rascheren Wirkeintritt und eine kürzere Wirkdauer. Bei subkutaner Injektion indie Bauchdecke tritt die Wirkung innerhalb von 10-20 Minuten nach der Injektion ein. Das
Wirkmaximum ist 1 bis 3 Stunden nach der Injektion erreicht. Die Wirkdauer beträgt 3 bis 5 Stunden.
Eine engmaschige Kontrolle des Blutzuckers während der Umstellung und in den ersten Wochendanach wird empfohlen (siehe Abschnitt 4.4).
Art der AnwendungNovoRapid ist ein schnell wirkendes Insulinanalogon.
NovoRapid wird subkutan mittels Injektion in die Bauchdecke, den Oberschenkel, den Oberarm, den
Schulterbereich oder den Gesäßbereich verabreicht. Innerhalb desselben Bereichs sind die
Injektionsstellen stets regelmäßig zu wechseln, um das Risiko einer Lipodystrophie und einer kutanen
Amyloidose zu reduzieren (siehe Abschnitte 4.4. und 4.8). Die subkutane Injektion in das
Unterhautfettgewebe des Bauches führt im Vergleich zu anderen Injektionsstellen zu einer schnelleren
Resorption. Verglichen mit löslichem Humaninsulin wird der schnellere Wirkeintritt von NovoRapidunabhängig von der Injektionsstelle erreicht. Die Wirkdauer variiert abhängig von Dosis,
Injektionsstelle, Durchblutung, Temperatur und dem Ausmaß der körperlichen Betätigung.
Aufgrund des schnelleren Wirkeintritts sollte NovoRapid im Allgemeinen unmittelbar vor einer
Mahlzeit verabreicht werden. Falls erforderlich, kann NovoRapid kurz nach einer Mahlzeit verabreichtwerden.
NovoRapid Durchstechflasche/NovoRapid PumpCart
Kontinuierliche Subkutane Insulin-Infusion (CSII)
NovoRapid kann für die CSII in Pumpensystemen verwendet werden, die für die Insulininfusiongeeignet sind. Die CSII sollte in die Bauchdecke gegeben werden. Die Infusionsstellen solltengewechselt werden.
Wird NovoRapid mit einer Insulininfusionspumpe angewendet, darf es mit keinem anderen
Insulinarzneimittel gemischt werden.
Patienten, die eine CSII verwenden, müssen umfassend in den Gebrauch des Pumpensystemseingewiesen werden und den richtigen Katheter und das korrekte Reservoir für die Pumpe benutzen(siehe Abschnitt 6.6). Das Infusionsset (Schlauch und Kanüle) muss gemäß den Anweisungen in der
Bedienungsanleitung des Infusionssets gewechselt werden.
Patienten, die NovoRapid mit Hilfe einer CSII anwenden, müssen für den Fall, dass das
Pumpensystem versagt, ein alternatives Insulininjektionssystem bei sich haben.
NovoRapid Durchstechflasche
Intravenöse Anwendung
Falls notwendig, kann NovoRapid auch intravenös von einem Arzt oder anderem medizinischen
Fachpersonal gegeben werden.
Bei intravenöser Anwendung sind Infusionssysteme mit NovoRapid 100 Einheiten/ml in
Konzentrationen von 0,05 Einheiten/ml bis 1,0 Einheiten/ml Insulin aspart in den
Infusionsflüssigkeiten 0,9 % isotonische Natriumchlorid-Lösung, 5 % Glucose oder 10 % Glucose mit40 mmol/l Kaliumchlorid bei Benutzung von Infusionsbeuteln aus Polypropylen bei Raumtemperatur24 Stunden lang stabil.
Obwohl die Lösung stabil ist, wird zu Anfang eine gewisse Menge von Insulin aspart an das Materialdes Infusionsbeutels adsorbiert. Während der Infusion muss der Blutzuckerspiegel überwacht werden.
Mischen zweier Insulintypen
NovoRapid kann nur mit NPH-Insulin (Neutral Protamin Hagedorn) in einer Spritze zur subkutanen
Anwendung gemischt werden. Wenn NovoRapid mit NPH-Insulin gemischt wird, sollte zuerst
NovoRapid in die Spritze aufgezogen werden, und die Mischung sollte sofort nach dem Mischeninjiziert werden. Insulinmischungen dürfen nicht intravenös verabreicht werden oder mit einersubkutanen Insulininfusionspumpe angewendet werden.
Anwendung mit einer Spritze
NovoRapid Durchstechflaschen sind für den Gebrauch mit Insulinspritzen mit der entsprechenden
Dosierskala vorgesehen. Siehe auch Abschnitt 6.2.
NovoRapid Penfill
Anwendung mit einem Insulininjektionssystem
NovoRapid Penfill ist zur Verwendung mit einem Novo Nordisk Insulininjektionssystem und
NovoFine oder NovoTwist Nadeln vorgesehen. NovoRapid Penfill ist nur für subkutane Injektionenaus einem wiederverwendbaren Pen geeignet. Falls die Anwendung einer Spritze oder intravenösen
Injektion notwendig ist, sollte eine Durchstechflasche verwendet werden. Falls die Anwendung einer
Infusionspumpe notwendig ist, sollte eine Durchstechflasche oder NovoRapid PumpCart verwendetwerden.
NovoRapid FlexPen
Anwendung mit einem FlexPen
NovoRapid FlexPen ist ein Fertigpen (mit einer Farbkodierung), der für die Verwendung mit
NovoFine oder NovoTwist Einweg-Nadeln mit einer Länge von bis zu 8 mm vorgesehen ist. FlexPengibt 1-60 Einheiten in Schritten von jeweils 1 Einheit ab. NovoRapid FlexPen ist nur für subkutane
Injektionen geeignet. Falls die Anwendung einer Spritze oder intravenösen Injektion notwendig ist,sollte eine Durchstechflasche verwendet werden. Falls die Anwendung einer Infusionspumpenotwendig ist, sollte eine Durchstechflasche oder NovoRapid PumpCart verwendet werden.
NovoRapid InnoLet
Anwendung mit einem InnoLet
NovoRapid InnoLet ist ein Fertigpen, der für die Verwendung mit NovoFine oder NovoTwist Einweg-
Nadeln mit einer Länge von bis zu 8 mm vorgesehen ist. InnoLet gibt 1-50 Einheiten in Schritten vonjeweils 1 Einheit ab. NovoRapid InnoLet ist nur für subkutane Injektionen geeignet. Falls die
Anwendung einer Spritze oder intravenösen Injektion notwendig ist, sollte eine Durchstechflascheverwendet werden. Falls die Anwendung einer Infusionspumpe notwendig ist, sollte eine
Durchstechflasche oder NovoRapid PumpCart verwendet werden.
NovoRapid FlexTouch
Anwendung mit einem FlexTouch
NovoRapid FlexTouch ist ein Fertigpen (mit einer Farbkodierung), der für die Verwendung mit
NovoFine oder NovoTwist Einweg-Nadeln mit einer Länge von bis zu 8 mm vorgesehen ist.
FlexTouch gibt 1-80 Einheiten in Schritten von jeweils 1 Einheit ab. NovoRapid FlexTouch ist nur fürsubkutane Injektionen geeignet. Falls die Anwendung einer Spritze oder intravenösen Injektionnotwendig ist, sollte eine Durchstechflasche verwendet werden. Falls die Anwendung einer
Infusionspumpe notwendig ist, sollte eine Durchstechflasche oder NovoRapid PumpCart verwendetwerden.
NovoRapid PumpCart
Anwendung über Kontinuierliche Subkutane Insulin-Infusion (CSII)
NovoRapid PumpCart ist nur für die Verwendung mit einem Insulininfusions-Pumpensystem, das fürdie Verwendung mit dieser Patrone geeignet ist, wie Accu-Chek Insight oder YpsoPump
Insulinpumpen, vorgesehen.
Die CSII sollte in die Bauchdecke gegeben werden. Die Infusionsstellen sollten gewechselt werden.
NovoRapid PumpCart ist nur für CSII in Pumpensystemen geeignet, die für die Insulininfusiongeeignet sind. Falls die Anwendung einer Spritze oder intravenösen Injektion notwendig ist, sollte eine
Durchstechflasche verwendet werden.
Für detaillierte Anwendungshinweise, siehe Packungsbeilage.
4.3 Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile (siehe Abschnitt 6.1).
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Bevor der Patient in andere Zeitzonen reist, muss er sich mit seinem Arzt beraten, da dies bedeutenkann, dass er das Insulin und die Mahlzeiten zu anderen Uhrzeiten anwenden bzw. einnehmen muss.
NovoRapid PumpCart
Unsachgemäßer Gebrauch von NovoRapid PumpCart
NovoRapid PumpCart ist nur für die Verwendung mit einem Insulininfusions-Pumpensystem, das fürdie Verwendung mit dieser Patrone geeignet ist, wie Accu-Chek Insight oder YpsoPump
Insulinpumpen, vorgesehen. Es darf nicht mit anderen Insulininjektionssystemen, die nicht für die
NovoRapid PumpCart entwickelt wurden, verwendet werden, da dies zu einer falschen
Insulindosierung mit der Folge einer Hyper- oder Hypoglykämie führen kann.
HyperglykämieEine unzureichende Dosierung oder das Unterbrechen der Therapie kann, insbesondere bei Typ 1
Diabetes, zu Hyperglykämie und diabetischer Ketoazidose führen. Die ersten Symptome einer
Hyperglykämie treten in der Regel allmählich über einen Zeitraum von Stunden oder Tagen auf. Dazugehören Durst, verstärkter Harndrang, Übelkeit, Erbrechen, Benommenheit, gerötete trockene Haut,
Mundtrockenheit, Appetitlosigkeit und nach Aceton riechender Atem. Bei Typ 1 Diabetes könnenunbehandelte Hyperglykämien zu diabetischer Ketoazidose führen, die tödlich sein kann.
HypoglykämieDas Auslassen einer Mahlzeit oder ungeplante anstrengende körperliche Aktivität können zu einer
Hypoglykämie führen. Insbesondere bei Kindern sollte darauf geachtet werden, dass die Insulindosis(insbesondere bei einem Basis-Bolus-Behandlungsschema) vorsichtig an Mahlzeiten, körperliche
Aktivitäten und den momentanen Blutzuckerspiegel angepasst wird, um das Risiko einer
Hypoglykämie zu minimieren.
Eine Hypoglykämie kann auftreten, wenn die Insulindosis im Verhältnis zum Insulinbedarf zu hochist. Im Fall einer Hypoglykämie oder falls das Auftreten einer Hypoglykämie befürchtet wird, darf
NovoRapid nicht injiziert werden. Nach der Stabilisierung des Blutzuckers des Patienten sollte eine
Anpassung der Dosis in Erwägung gezogen werden (siehe Abschnitte 4.8 und 4.9).
Patienten, deren Blutzuckereinstellung sich beispielsweise durch eine intensivierte Insulintherapiedeutlich verbessert hat, können die Warnsymptome einer Hypoglykämie verändert wahrnehmen undsollten dementsprechend beraten werden. Bei Patienten mit schon lange bestehendem Diabetesverschwinden möglicherweise die üblichen Warnsymptome.
Eine Folge der Pharmakodynamik schnell wirkender Insulinanaloga im Vergleich zu löslichem
Humaninsulin ist, dass eine eventuell auftretende Hypoglykämie möglicherweise früher nach der
Injektion auftritt.
Da NovoRapid in unmittelbarer Verbindung mit einer Mahlzeit verabreicht werden sollte, ist derrasche Wirkeintritt bei Patienten mit Begleiterkrankungen oder anderen Therapien, die eine verzögerte
Resorption der Nahrung erwarten lassen, zu beachten.
Begleiterkrankungen, insbesondere Infektionen und fiebrige Zustände, erhöhen in der Regel den
Insulinbedarf des Patienten. Begleiterkrankungen der Nieren, Leber oder mit Einfluss auf
Nebennieren, Hirnanhang- oder Schilddrüse können eine Anpassung der Insulindosis erforderlichmachen.
Wenn Patienten von einem auf ein anderes Insulinarzneimittel umgestellt werden, können die frühen
Warnsymptome einer Hypoglykämie verändert oder weniger ausgeprägt wahrgenommen werden alsbei ihrem vorhergehenden Insulin.
Umstellung von einem anderen Insulinarzneimittel
Die Umstellung eines Patienten auf einen anderen Insulintyp oder eine andere Insulinmarke mussunter strenger medizinischer Überwachung erfolgen. Veränderungen der Stärke, Insulinmarke(Hersteller), des Insulintyps, des Ursprungs (tierisches, humanes Insulin oder Humaninsulinanalogon)und/oder des Herstellungsverfahrens (rekombinante DNS gegenüber Insulin tierischen Ursprungs)können eine Veränderung der Dosis erforderlich machen. Es kann sein, dass von einem anderen
Insulintyp auf NovoRapid umgestellte Patienten eine erhöhte Anzahl täglicher Injektionen oder eineveränderte Dosis gegenüber ihrem üblichen Insulinarzneimittel benötigen. Wenn eine Anpassungnotwendig ist, kann diese bei der ersten Dosis oder innerhalb der ersten Wochen oder Monateerforderlich sein.
Reaktionen an der InjektionsstelleWie bei jeder Insulintherapie können Reaktionen an der Injektionsstelle auftreten, wie z. B. Schmerzen,
Rötungen, Nesselsucht, Entzündungen, Blutergüsse, Schwellungen und Juckreiz. Das kontinuierliche
Wechseln der Injektionsstelle innerhalb eines bestimmten Bereiches reduziert das Risiko, diese
Reaktionen zu entwickeln. Die Reaktionen klingen gewöhnlich nach einigen Tagen oder Wochen wiederab. In seltenen Fällen können Reaktionen an der Injektionsstelle das Absetzen von NovoRapiderforderlich machen.
Erkrankungen der Haut und des UnterhautzellgewebesPatienten müssen angewiesen werden, die Injektionsstelle regelmäßig zu wechseln, um das Risiko einer
Lipodystrophie und einer kutanen Amyloidose zu reduzieren. Es besteht das potenzielle Risiko einerverzögerten Insulinresorption und einer schlechteren Blutzuckerkontrolle nach Insulininjektionen an
Stellen mit diesen Reaktionen. Bei einem plötzlichen Wechsel der Injektionsstelle zu einem nichtbetroffenen Bereich wurde darüber berichtet, dass dies zu Hypoglykämie führte. Nach einem Wechsel der
Injektionsstelle von einem betroffenen zu einem nicht betroffenen Bereich wird eine Überwachung des
Blutzuckers empfohlen und eine Dosisanpassung der Antidiabetika kann in Erwägung gezogen werden.
Kombination von NovoRapid mit Pioglitazon
Es gibt Spontanmeldungen von Herzinsuffizienz, wenn Pioglitazon in Kombination mit Insulin,insbesondere Patienten mit Risikofaktoren für die Entwicklung von Herzinsuffizienz, verabreichtwurde. Dies sollte beachtet werden, falls eine Behandlung mit der Kombination von Pioglitazon und
NovoRapid erwogen wird. Falls die Kombination angewendet wird, sollten die Patienten hinsichtlich
Anzeichen und Symptomen von Herzinsuffizienz, Gewichtszunahme und Ödemen beobachtet werden.
Pioglitazon muss beim Auftreten jeder Verschlechterung kardialer Symptome abgesetzt werden.
Vermeidung von versehentlichen Verwechslungen/Medikationsfehlern
Die Patienten müssen angewiesen werden, vor jeder Injektion immer das Insulin-Etikett zuüberprüfen, um versehentliche Verwechslungen zwischen NovoRapid und anderen Insulinproduktenzu vermeiden.
Insulin-Antikörper
Die Anwendung von Insulin kann die Bildung von Insulin-Antikörpern verursachen. In seltenen Fällenkann das Vorhandensein solcher Insulin-Antikörper eine Anpassung der Insulindosis zur Korrektur der
Entwicklung von Hyper- oder Hypoglykämien erforderlich machen.
RückverfolgbarkeitUm die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des
Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiertwerden.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Der Glucosestoffwechsel wird von einigen Arzneimitteln beeinflusst.
Die folgenden Substanzen können den Insulinbedarf des Patienten senken:
Orale Antidiabetika, Monoaminoxidasehemmer (MAO-Hemmer), Betarezeptorenblocker, Angiotensin-
Converting-Enzym (ACE)-Hemmer, Salicylate, anabole Steroide und Sulfonamide.
Die folgenden Substanzen können den Insulinbedarf des Patienten erhöhen:
Orale Kontrazeptiva, Thiazide, Glucocorticoide, Schilddrüsenhormone, Sympathomimetika,
Wachstumshormon und Danazol.
Betarezeptorenblocker können die Symptome einer Hypoglykämie verschleiern.
Octreotid/Lanreotid kann den Insulinbedarf entweder erhöhen oder senken.
Alkohol kann die blutzuckersenkende Wirkung von Insulin verstärken oder verringern.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
SchwangerschaftNovoRapid (Insulin aspart) kann während der Schwangerschaft angewendet werden. Daten aus zweirandomisierten kontrollierten klinischen Studien (322 und 27 exponierte Schwangerschaften) lassennicht auf Nebenwirkungen von Insulin aspart auf die Schwangerschaft oder auf die Gesundheit des
Fetus/Neugeborenen im Vergleich mit Humaninsulin schließen (siehe Abschnitt 5.1).
Es wird empfohlen, schwangere Frauen mit Diabetes (Typ 1 Diabetes, Typ 2 Diabetes oder
Schwangerschaftsdiabetes) während der gesamten Schwangerschaft und Frauen mit Diabetes, die eine
Schwangerschaft planen, intensiv zu überwachen und den Blutzuckerspiegel engmaschig zukontrollieren. Im ersten Trimenon fällt gewöhnlich der Insulinbedarf, steigt aber anschließend im
Verlauf des zweiten und dritten Trimenons wieder an. Nach der Entbindung kehrt der Insulinbedarfnormalerweise schnell wieder auf das Niveau vor der Schwangerschaft zurück.
StillzeitWährend der Stillzeit kann NovoRapid uneingeschränkt zur Therapie eingesetzt werden. Die
Insulinbehandlung einer stillenden Mutter stellt kein Risiko für das Kind dar. Eventuell muss jedochdie Dosis von NovoRapid angepasst werden.
FertilitätTierexperimentelle Studien zur Reproduktion haben keine Unterschiede zwischen Insulin aspart und
Humaninsulin in Bezug auf die Fertilität gezeigt.
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
MaschinenEine Hypoglykämie kann die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit eines Patienten herabsetzen.
Dies kann in Situationen, in denen diese Fähigkeiten von besonderer Bedeutung sind (z. B. beim
Fahren eines Autos oder beim Bedienen von Maschinen), ein Risiko darstellen.
Dem Patienten sollte geraten werden, Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung von Hypoglykämienbeim Führen von Fahrzeugen zu treffen. Dies ist bei Patienten mit häufigen Hypoglykämie-Episodenoder verringerter oder fehlender Wahrnehmung von Hypoglykämie-Warnsymptomen besonderswichtig. In diesen Fällen sollte überlegt werden, ob das Führen eines Fahrzeugs ratsam ist.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des SicherheitsprofilsUnerwünschte Arzneimittelwirkungen, die bei mit NovoRapid behandelten Patienten beobachtetwerden, sind in erster Linie auf die pharmakologische Wirkung des Insulins zurückzuführen.
Die während der Behandlung am häufigsten gemeldete Nebenwirkung ist Hypoglykämie. Die
Häufigkeit von Hypoglykämien variiert je nach Patientenpopulation, verordneten Dosierungsschemenund dem Niveau der Blutzuckerkontrolle (siehe Abschnitt 4.8, Beschreibung ausgewählter
Nebenwirkungen).
Zu Beginn einer Insulintherapie können Refraktionsanomalien, Ödeme oder Reaktionen an der
Injektionsstelle (Schmerzen, Rötung, Nesselsucht, Entzündungen, Blutergüsse, Schwellung und
Juckreiz an der Injektionsstelle) auftreten. Diese Symptome sind normalerweise vorübergehender
Natur. Eine rasche Besserung der Blutzuckerkontrolle kann mit akuter schmerzhafter Neuropathieverbunden sein, die normalerweise reversibel ist. Eine Intensivierung der Insulintherapie mit einerabrupten Verbesserung der glykämischen Kontrolle kann mit einer vorübergehenden Verschlechterungder diabetischen Retinopathie verbunden sein, während eine langfristige Verbesserung derglykämischen Kontrolle das Risiko des Fortschreitens einer diabetischen Retinopathie verringert.
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenDie unten dargestellten Nebenwirkungen basieren auf Daten aus klinischen Studien und sind gemäß
MedDRA nach Häufigkeit und Systemorganklassen aufgeführt. Die Häufigkeiten sind nach derfolgenden Konvention definiert: Sehr häufig (≥ 1/10); Häufig (≥ 1/100, < 1/10); Gelegentlich(≥ 1/1.000, < 1/100); Selten (≥ 1/10.000, < 1/1.000); Sehr selten (< 1/10.000); nicht bekannt(Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Erkrankungen des Gelegentlich - Urtikaria, Exanthem, Hautausschlag
Immunsystems
Sehr selten - Anaphylaktische Reaktionen*
Stoffwechsel- und Sehr häufig - Hypoglykämie*
Ernährungsstörungen
Erkrankungen des Nerven- Selten - Periphere Neuropathie (schmerzhafte Neuropathie)systems
Augenerkrankungen Gelegentlich - Refraktionsanomalien
Gelegentlich - Diabetische Retinopathie
Erkrankungen der Haut und Gelegentlich - Lipodystrophie*des Unterhautzellgewebes
Nicht bekannt - Kutane Amyloidose*†
Allgemeine Erkrankungen Gelegentlich - Reaktionen an der Injektionsstelleund Beschwerden am
Verabreichungsort
Gelegentlich - Ödeme
* siehe Abschnitt 4.8, Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen.† Arzneimittelnebenwirkung aus Meldungen nach Markteinführung.
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenAnaphylaktische Reaktionen:Das Auftreten generalisierter Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich generalisierter
Hautausschlag, Jucken, Schwitzen, gastrointestinale Störungen, angioneurotisches Ödem,
Atembeschwerden, Herzklopfen und Absenkung des Blutdrucks) ist sehr selten, kann aberlebensbedrohlich sein.
Hypoglykämie:Die am häufigsten gemeldete Nebenwirkung ist Hypoglykämie. Sie kann auftreten, wenn die
Insulindosis in Relation zum Insulinbedarf zu hoch ist. Eine schwere Hypoglykämie kann zu
Bewusstlosigkeit und/oder Krampfanfällen führen und mit vorübergehender oder dauerhafter Störungder Gehirnfunktion oder sogar dem Tod enden. Die Symptome einer Hypoglykämie treten in der
Regel plötzlich auf. Die Symptome können sein: kalter Schweiß, kalte blasse Haut, Ermattung,
Nervosität oder Zittern, Angstgefühle, ungewöhnliche Müdigkeit oder Schwäche, Verwirrung,
Konzentrationsschwierigkeiten, Benommenheit, Heißhunger, Sehstörungen, Kopfschmerzen, Übelkeitund Herzklopfen.
In klinischen Studien variierte die Häufigkeit von Hypoglykämien je nach Patientenpopulation,verordneten Dosierungsschemen und dem Niveau der Blutzuckerkontrolle. Während klinischer
Studien gab es keine Unterschiede in der Gesamtrate von Hypoglykämien bei Patienten, die mit
Insulin aspart behandelt wurden, im Vergleich zu Patienten, die Humaninsulin erhielten.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:Lipodystrophie (einschließlich Lipohypertrophie, Lipoatrophie) und kutane Amyloidose können an der
Injektionsstelle auftreten und die lokale Insulinresorption verzögern. Ein regelmäßiges Wechseln der
Injektionsstelle innerhalb des jeweiligen Injektionsbereichs kann helfen, diese Reaktionen zureduzieren oder zu verhindern (siehe Abschnitt 4.4).
Kinder und JugendlicheBasierend auf den Erfahrungen nach Markteinführung und aus klinischen Studien weisen Häufigkeit,
Art und Schwere der beobachteten Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen nicht auf einen
Unterschied zu den breiteren Erfahrungen in der Gesamtpopulation hin.
Andere spezielle Populationen
Basierend auf den Erfahrungen nach Markteinführung und aus klinischen Studien weisen Häufigkeit,
Art und Schwere der beobachteten Nebenwirkungen bei älteren Patienten und Patienten miteingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion nicht auf einen Unterschied zu den breiteren Erfahrungenin der Gesamtpopulation hin.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Appendix V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Für Insulin kann keine spezifische Überdosierung angegeben werden, eine Hypoglykämie kann sichjedoch stufenweise entwickeln, wenn, verglichen mit dem Bedarf des Patienten, zu hohe Dosengegeben werden:
* Leichte Hypoglykämien können durch orale Verabreichung von Glucose bzw. zuckerhaltigen
Lebensmitteln behandelt werden. Ein Diabetiker sollte deshalb immer zuckerhaltige
Lebensmittel bei sich haben.
* Schwere Hypoglykämien mit Bewusstlosigkeit können mit einer intramuskulären bzw.subkutanen Injektion von Glucagon (0,5 bis 1 mg) behandelt werden, die von einer geübten
Person gegeben wird, oder der intravenösen Gabe von Glucose durch einen Arzt odermedizinisches Fachpersonal. Spricht der Patient nicht innerhalb von 10 bis 15 Minuten auf
Glucagon an, ist Glucose intravenös zu geben. Sobald der Patient wieder bei Bewusstsein ist,empfiehlt sich die orale Gabe von Kohlenhydraten, um einen Rückfall zu vermeiden.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Antidiabetik a. Insuline und Analoga zur Injektion, schnell wirkend.
ATC Code: A10AB05.
Wirkmechanismus und pharmakodynamische WirkungenDie blutzuckersenkende Wirkung von Insulin aspart beruht auf der Fähigkeit des Moleküls, durch
Bindung an Insulinrezeptoren von Muskel- und Fettzellen die Aufnahme von Glucose zu fördern.
Gleichzeitig wird die Freisetzung von Glucose aus der Leber gehemmt.
Im Vergleich zu löslichem Humaninsulin ist der Wirkeintritt bei NovoRapid schneller und die
Glucosekonzentration ist - soweit man die ersten vier Stunden nach einer Mahlzeit beurteilt -niedriger. Im Vergleich zu löslichem Humaninsulin hat NovoRapid nach subkutaner Injektion einekürzere Wirkdauer.
Zeit (h)
Abb. I. Blutzuckerspiegelverlauf bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 nach einer Einmalgabe von
NovoRapid unmittelbar vor einer Mahlzeit (durchgezogene Linie) oder der Gabe von löslichem
Humaninsulin 30 Minuten vor einer Mahlzeit (gestrichelte Linie).
Wird NovoRapid subkutan verabreicht, tritt die Wirkung innerhalb von 10 bis 20 Minuten nach der
Injektion ein. Das Wirkmaximum ist 1 bis 3 Stunden nach der Injektion erreicht. Die Wirkdauerbeträgt 3 bis 5 Stunden.
Klinische WirksamkeitDie Ergebnisse klinischer Studien bei Patienten mit Typ 1 Diabetes belegen, dass mit NovoRapid im
Vergleich zu löslichem Humaninsulin niedrigere postprandiale Blutzuckerwerte erreicht werden (Abb.
I). Zwei offene Langzeitstudien mit NovoRapid bei 1070 bzw. 884 Patienten mit Typ 1 Diabeteszeigten reduzierte Werte für glykiertes Hämoglobin um 0,12 [95 % KI 0,03; 0,22] Prozentpunkte bzw.0,15 [95 % KI 0,05; 0,26] Prozentpunkte im Vergleich zu Humaninsulin, ein Unterschied von
Blutzucker (mmol/l)begrenzter klinischer Bedeutung.
Gemäß den Ergebnissen klinischer Studien bei Patienten mit Typ 1 Diabetes ist das Risiko nächtlicher
Hypoglykämien verglichen mit löslichem Humaninsulin bei Insulin aspart vermindert. Das Risiko von
Hypoglykämien während des Tages war nicht signifikant erhöht.
Insulin aspart ist auf molarer Basis äquipotent zu löslichem Humaninsulin.
Spezielle PopulationenÄltere Patienten (≥ 65 Jahre)Eine randomisierte, doppel-blinde cross-over Studie zur Pharmakokinetik und Pharmakodynamik, inder Insulin aspart mit löslichem Humaninsulin verglichen wurde, wurde bei älteren Patienten (19
Patienten im Alter von 65-83 Jahren, Durchschnittsalter 70 Jahre) mit Typ 2 Diabetes durchgeführt.
Die relativen Unterschiede in den pharmakodynamischen Eigenschaften (GIRmax, AUCGIR, 0-120 min)zwischen Insulin aspart und löslichem Humaninsulin bei älteren Patienten waren denen bei Gesundenund bei jüngeren Patienten mit Diabetes ähnlich.
Kinder und JugendlicheEine klinische Studie, in der präprandial verabreichtes lösliches Humaninsulin mit postprandialverabreichtem Insulin aspart verglichen wurde, wurde bei Kleinkindern durchgeführt (20 Patienten im
Alter von 2 bis unter 6 Jahren, davon 4 Patienten jünger als 4 Jahre; Studiendauer 12 Wochen); undeine Einzeldosis-Studie zur Pharmakokinetik und Pharmakodynamik wurde bei Kindern (6-12 Jahre)und Jugendlichen (13-17 Jahre) durchgeführt. Das pharmakodynamische Profil von Insulin aspart bei
Kindern war dem bei Erwachsenen festgestellten gleichartig.
In zwei randomisierten, kontrollierten klinischen Studien wurden die Wirksamkeit und Sicherheit von
NovoRapid, das als Bolusinsulin in Kombination mit Insulin detemir oder Insulin degludec als
Basalinsulin gegeben wurde, über einen Zeitraum von bis zu 12 Monaten bei Jugendlichen und
Kindern ab dem Alter von 1 Jahr bis unter 18 Jahre (n=712) untersucht. In die Studien waren 167
Kinder im Alter von 1-5 Jahren, 260 im Alter von 6-11 Jahren und 285 im Alter von 12-17 Jahreneingeschlossen. Die beobachteten Verbesserungen des HbA1c und des Sicherheitsprofils warenzwischen allen Altersgruppen vergleichbar.
SchwangerschaftEine klinische Studie, die die Sicherheit und Wirksamkeit von Insulin aspart mit der von
Humaninsulin bei der Behandlung von schwangeren Frauen mit Typ 1 Diabetes (322 exponierte
Schwangerschaften (Insulin aspart: 157; Humaninsulin: 165)) verglich, ließ nicht auf Nebenwirkungenvon Insulin aspart auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des Fetus/Neugeborenen schließen.
Zusätzlich zeigten die Daten einer klinischen Studie mit 27 Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes, diezu einer Behandlung mit Insulin aspart bzw. zu einer Behandlung mit Humaninsulin (Insulin aspart:14; Humaninsulin: 13) randomisiert wurden, ähnliche Sicherheitsprofile beider Behandlungen.
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Resorption, Verteilung und Elimination
Bei NovoRapid wurde an der Position B28 die Aminosäure Prolin gegen Asparaginsäure ausgetauscht,wodurch die Neigung zur Bildung von Hexameren, wie sie bei löslichem Humaninsulin beobachtetwird, herabgesetzt ist. NovoRapid wird daher schneller als lösliches Humaninsulin aus der
Subkutanschicht resorbiert.
Die Zeit bis zur maximalen Konzentration ist im Mittel halb so lang wie die bei löslichem
Humaninsulin. Eine mittlere maximale Plasmakonzentration von 492 ± 256 pmol/l wurde 40(Interquartilenabstand: 30-40) Minuten nach einer subkutanen Dosis von 0,15 Einheiten/kg
Körpergewicht bei Patienten mit Typ 1 Diabetes erreicht. Die Insulinkonzentration ging etwa 4 bis6 Stunden nach der Gabe auf den Ausgangswert zurück. Die Resorptionsrate war bei Patienten mit
Typ 2 Diabetes etwas langsamer, was zu einer niedrigeren Cmax (352 ± 240 pmol/l) und einer späterentmax (60 (Interquartilenabstand: 50-90) Minuten) führte. Die intraindividuellen Schwankungen der Zeitbis zur maximalen Konzentration sind bei NovoRapid signifikant geringer als bei löslichem
Humaninsulin, wohingegen die intraindividuellen Schwankungen von Cmax bei NovoRapid größersind.
Spezielle PopulationenÄltere Patienten (≥ 65 Jahre)Der relative Unterschied in den pharmakokinetischen Eigenschaften zwischen Insulin aspart undlöslichem Humaninsulin bei älteren Patienten (65-83 Jahre, Durchschnittsalter 70 Jahre) mit Typ 2
Diabetes war dem bei Gesunden und bei jüngeren Patienten mit Diabetes ähnlich. Eine verringerte
Resorptionsrate wurde bei älteren Patienten beobachtet, was in einem späteren tmax (82(Interquartilenbereich: 60-120) Minuten) resultierte, während Cmax dem bei jüngeren Patienten mit
Typ 2 Diabetes ähnlich und dem bei Patienten mit Typ 1 Diabetes gegenüber leicht erniedrigt war.
Eingeschränkte LeberfunktionEine Einzeldosis-Studie zur Pharmakokinetik mit Insulin aspart wurde bei 24 Patienten mit einernormalen bis stark eingeschränkten Leberfunktion durchgeführt. Bei Patienten mit eingeschränkter
Leberfunktion war die Resorptionsrate verringert und variierte stärker, was in einem späteren tmax vonca. 50 min bei Patienten mit normaler Leberfunktion bis ca. 85 min bei Patienten mit mittlerer undstark eingeschränkter Leberfunktion resultierte. AUC, Cmax und CL/F bei Patienten miteingeschränkter Leberfunktion waren den Werten bei Patienten mit normaler Leberfunktion ähnlich.
Eingeschränkte NierenfunktionEine Einzeldosis-Studie zur Pharmakokinetik mit Insulin aspart wurde bei 18 Patienten mit einernormalen bis stark eingeschränkten Nierenfunktion durchgeführt. Es wurde kein offensichtlicher
Effekt der Kreatinin-Clearance-Rate auf AUC, Cmax, CL/F und tmax von Insulin aspart festgestellt. Eslagen nur limitierte Daten für Patienten mit mittlerer oder stark eingeschränkter Nierenfunktion vor.
Patienten mit Nierenversagen, die eine Dialysebehandlung benötigen, wurden nicht untersucht.
Kinder und JugendlicheDie pharmakokinetischen und pharmakodynamischen Eigenschaften von NovoRapid wurden bei
Kindern (6-12 Jahre) und Jugendlichen (13-17 Jahre) mit Typ 1 Diabetes untersucht. Insulin aspartwurde in beiden Altersgruppen schnell resorbiert, wobei tmax der bei Erwachsenen ähnelte. Cmaxunterschied sich jedoch zwischen den Altersgruppen, was die Wichtigkeit einer individuellen Titrationvon NovoRapid unterstreicht.
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter
Gabe, Reproduktions- und Entwicklungstoxizität und Genotoxizität lassen die präklinischen Datenkeine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.
In-vitro-Studien zur Rezeptorbindungskinetik an Insulin- und IGF-1-Rezeptoren und zu
Auswirkungen auf das Zellwachstum zeigten, dass Insulin aspart diesbezüglich keine relevanten
Unterschiede zu nativem Humaninsulin aufweist. Studien zeigen zudem, dass die Dissoziation von
Insulin aspart vom Insulinrezeptor äquivalent zu der von Humaninsulin ist.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Glycerol
Phenol
MetacresolZinkchlorid
Natriummonohydrogenphosphat-Dihydrat
Natriumchlorid
Salzsäure (zur Einstellung des pH-Wertes)
Natriumhydroxid (zur Einstellung des pH-Wertes)
Wasser für Injektionszwecke
6.2 Inkompatibilitäten
Wenn andere Arzneimittel zu NovoRapid hinzugefügt werden, kann dies zum Abbau von Insulinaspart führen.
Dieses Arzneimittel darf nicht mit anderen Arzneimitteln verdünnt oder gemischt werden,ausgenommen davon ist das Mischen mit NPH-Insulin (Neutral Protamin Hagedorn) in einer Spritzezur subkutanen Anwendung oder mit Infusionsflüssigkeiten wie in Abschnitt 4.2 beschrieben.
6.3 Haltbarkeit
Vor dem ersten Öffnen: 30 Monate.
NovoRapid Durchstechflasche/NovoRapid Penfill/NovoRapid FlexPen/NovoRapid
InnoLet/NovoRapid FlexTouch
Während des Gebrauchs oder bei Verwendung als Ersatz: Das Arzneimittel darf maximal 4 Wochengelagert werden. Nicht über 30°C lagern.
NovoRapid PumpCart
Während des Gebrauchs oder bei Verwendung als Ersatz: NovoRapid PumpCart kann bis zu2 Wochen nicht über 30°C als Ersatz mitgeführt werden. Danach kann es bis zu 7 Tage nicht über37 °C in einem Insulininfusions-Pumpensystem, das zur Verwendung mit dieser Patrone, wie die
Accu-Chek Insight oder YpsoPump Insulinpumpe, vorgesehen ist, verwendet werden.
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Aufbewahrungsbedingungen des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.
Vor dem ersten Öffnen: Im Kühlschrank lagern (2°C-8°C). Nicht einfrieren.
NovoRapid Durchstechflasche/NovoRapid Penfill
Während des Gebrauchs oder bei Verwendung als Ersatz: Nicht über 30°C lagern. Nicht im
Kühlschrank lagern. Nicht einfrieren.
Die Durchstechflasche/Patrone im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
NovoRapid FlexPen/NovoRapid FlexTouch
Während des Gebrauchs oder bei Verwendung als Ersatz: Nicht über 30°C lagern. Kann im
Kühlschrank aufbewahrt werden (2°C-8°C). Nicht einfrieren.
Die Penkappe auf dem Fertigpen aufgesetzt lassen, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
NovoRapid InnoLet
Während des Gebrauchs oder bei Verwendung als Ersatz: Nicht über 30°C lagern. Nicht im
Kühlschrank lagern. Nicht einfrieren.
Die Penkappe auf dem Fertigpen aufgesetzt lassen, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
NovoRapid PumpCart
Während des Gebrauchs oder bei Verwendung als Ersatz: Nicht über 37°C lagern (im Gebrauch) odernicht über 30°C lagern (bei Verwendung als Ersatz). Nicht im Kühlschrank lagern. Nicht einfrieren.
Die Patrone im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
NovoRapid Durchstechflasche10 ml Lösung in einer Durchstechflasche aus Glas (Typ I Glas), die mit einer Brombutyl-/Polyisopren-
Gummischeibe und einer vor Manipulationen schützenden Schutzkappe aus Plastik verschlossen ist.
Packungsgrößen mit 1 oder 5 Durchstechflaschen mit je 10 ml oder eine Bündelpackung, die 5
Packungen zu je 1 x 10 ml Durchstechflasche enthält. Es werden möglicherweise nicht alle
Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
NovoRapid Penfill3 ml Lösung in einer Patrone aus Glas (Typ I Glas) mit einem Kolben (Brombutylgummi) und miteinem Gummiverschluss (Brombutyl-/Polyisoprengummi).
Packungsgrößen mit 5 oder 10 Patronen. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den
Verkehr gebracht.
NovoRapid FlexPen3 ml Lösung in einer Patrone aus Glas (Typ I Glas) mit einem Kolben (Brombutylgummi) und einem
Gummiverschluss (Brombutyl-/Polyisoprengummi) in einem Mehrdosen-Einweg-Fertigpen aus
Polypropylen.
Packungsgrößen mit 1 (mit oder ohne Nadeln), 5 (ohne Nadeln) und 10 (ohne Nadeln) Fertigpens. Eswerden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
NovoRapid InnoLet3 ml Lösung in einer Patrone aus Glas (Typ I Glas) mit einem Kolben (Brombutylgummi) und einem
Gummiverschluss (Brombutyl-/Polyisoprengummi) in einem Mehrdosen-Einweg-Fertigpen aus
Polypropylen.
Packungsgrößen mit 1, 5 oder 10 Fertigpens. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen inden Verkehr gebracht.
NovoRapid FlexTouch3 ml Lösung in einer Patrone aus Glas (Typ I Glas) mit einem Kolben (Brombutylgummi) und einem
Gummiverschluss (Brombutyl-/Polyisoprengummi) in einem Mehrdosen-Einweg-Fertigpen aus
Polypropylen.
Packungsgrößen mit 1 (mit oder ohne Nadeln), 5 (ohne Nadeln) oder eine Bündelpackung mit2 x 5 (ohne Nadeln) Fertigpens mit je 3 ml. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen inden Verkehr gebracht.
NovoRapid PumpCart1,6 ml Lösung in einer Patrone aus Glas (Typ I Glas) mit einem Kolben (Brombutylgummi) undeinem Gummiverschluss (Brombutyl-/Polyisoprengummi).
Packungsgrößen mit 5 Patronen und eine Bündelpackung, die 25 (5 Packungen zu je 5) Patronenenthält. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
HandhabungDieses Arzneimittel nicht verwenden, wenn die Lösung nicht klar, farblos und wässrig ist.
Einmal gefrorenes NovoRapid darf nicht verwendet werden.
Der Patient sollte darauf hingewiesen werden, die Nadel nach jeder Injektion zu entsorgen.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.
Nadeln, Spritzen, Patronen, Fertigpens und Infusionssets dürfen nicht mit Dritten geteilt werden.
Die Patrone darf nicht wieder aufgefüllt werden.
NovoRapid Durchstechflasche
NovoRapid kann, wie in Abschnitt 4.2 beschrieben, in einem Infusionspumpensystem (CSII)verwendet werden. Schläuche aus Polyethylen oder Polyolefin erwiesen sich im Rahmen einer
Evaluierung als kompatibel zur Verwendung mit den Pumpen.
NovoRapid PumpCart
NovoRapid PumpCart ist eine vorgefüllte Patrone, die für den direkten Gebrauch in der Pumpevorgesehen ist. Detaillierte Anwendungshinweise, siehe Packungsbeilage.
Um eine korrekte Dosierung sicherzustellen, darf NovoRapid PumpCart nicht in einem Insulinpenverwendet werden.
NovoRapid PumpCart darf nur mit einem Insulininfusions-Pumpensystem, das für die Verwendungmit dieser Patrone vorgesehen ist, wie Accu-Chek Insight oder YpsoPump Insulinpumpen verwendetwerden, wie in Abschnitt 4.2 beschrieben. Schläuche, deren Oberflächenmaterialien aus Polyethylenoder Polyolefin hergestellt sind, erwiesen sich im Rahmen einer Evaluierung als kompatibel im
Gebrauch mit den Pumpen.
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
Novo Nordisk A/S, Novo Allé, DK-2880 Bagsværd, Dänemark
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
NovoRapid Durchstechflasche
EU/1/99/119/001
EU/1/99/119/008
EU/1/99/119/015
NovoRapid Penfill
EU/1/99/119/003
EU/1/99/119/006
NovoRapid FlexPen
EU/1/99/119/009
EU/1/99/119/010
EU/1/99/119/011
EU/1/99/119/017
EU/1/99/119/018
NovoRapid InnoLet
EU/1/99/119/012
EU/1/99/119/013
EU/1/99/119/014
NovoRapid FlexTouch
EU/1/99/119/019
EU/1/99/119/020
EU/1/99/119/021
EU/1/99/119/022
EU/1/99/119/023
NovoRapid PumpCart
EU/1/99/119/024
EU/1/99/119/025
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
ZULASSUNG
Datum der Zulassung: 7. September 1999
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 30. April 2009
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.